en, das enn wir en wolg. Wir Wörtsagen: rwärts, m Donzen, im ordentessischer Buchgeheftet en, tägHeimat, urch die De Zeit erscheint , Lahn, worden. piegel" en. s A.-G. eg. hohe ergeben ärts keit! Aufchüre ,, Ein h lin, t all! oesser's sgekrönt ndiplom Hüften, elegante mmittel. h. n. Pr.4 Mk. eke ssingPrivate. alog. ichstr. 59. eit! ng. ostenfrei. W. 30 Z3 Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Südanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen. Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg Lokal 10 11 11 " 11 90 11 " Reklamezeile 120 11 Nr. 51. Donnerstag, den 30. April 1925. Wirtschaftliche Rundschau. ( Zusammenfassende Uebersicht über die deutsche Wirtschaftslage.) ( Nachdruck verboten.) Allgemeine Lage. Seit unserem letzten Bericht zeigt die allgemeine Wirtschaftslage feine wesentliche Veränderung. Das Preisniveau der deutschen Erzeugnisse erschwert weiter den Wettbewerb mit dem Ausland, ebenso auch die Hebung des inländischen Konsums. Staatswirtschaft. Die gesamten Steuereinnahmen des Reiches im abgelaufenen Rechnungsjahr( 1. April 1924 bis 31. März 1925) betrugen rund 7,3 Milliarden und gehen um mehr als 2 Milliarden über den Voranschlag hinaus. Geldmarkt. Am Geldmarkt ist das reine Geldgeschäft zugunsten des Wechselverkehrs zusammengeschrumpft, weil tägliches Geld bei der Geringfügigkeit der Börsenengagements nur wenig Verwendung findet. Die Börse zeigte in den letzten Tagen vor der Präsidentenwahl eine zuversichtlichere Stimmung. Die Umsatztätigkeit blieb aber beschränkt. Der Ausgang der Wahl wirkte vorerst in abwartender Haltung auf die eventuellen Folgen, die sich daraus ergeben können. - Handel, Gewerbe und Industrie. Die Zahl der im Vorjahre verhängten Geschäftsaufsichten in Berlin war mit 755 Fällen 8½mal so groß wie im Jahre 1923. Das deutsche Kalisyndikat hält am 12. Mai in Berlin seine Gesellschafterversammlung ab. Wegen Finanzkredite für Ruhrunternehmungen weilen gegenwärtig amerikanische Bankiers in Düsseldorf.- Ein Amerita- Kredit von 6 Millionen Dollars für die Rhein- Elbe- Union ist zustandegekommen. In der deutsch- oberschlesischen Eisenindustrie macht sich die Konkurrenz der tschechoslowakischen Eisenindustrie sehr stark bemerkbar. Das Geschäft in der Textil- - - - industrie wird durch die geringe Kaufkraft weiter Kreise des Volkes in recht engen Grenzen gehalten. Von der Schuhindustrie wird von einer guten Beschäftigung berichtet. Der Geldeingang ist aber nach wie vor stockend. Bayern ist die Ausfuhr einer bestimmten Menge Gerste ins 3ollausland freigegeben worden. In der deutschen Rohstahlgemeinschaft wurde an der für April festgesezten Einschränkung der Roherzeugnisse von 15 Prozent auch im Monat Mai festgehalten. Die französisch- deutschen Wirtschaftsverhandlungen sind wieder aufgenommen worden. Die gegenwärtige Höhe der schweizerischen Guthaben an Deutschland betragen etwa 575 Mill. Franken gegen 1530 vor dem Kriege. Die jetzigen deutschen Guthaben an die Schweiz werden auf 250 Millionen beziffert gegenüber 500 Millionen vor dem Kriege. - - Kohlen. Die allerdings auf schweren Kompromissen aufge= baute langersehnte Einigung des Kohlensyndikats ist nun er= folgt. Im ersten Vierteljahr betrug die Kohlenproduktion für das Deutsche Reich ohne Saargebiet für Steinkohlen 33,9, Braunkohlen 35,6, Rots 7,1, Preßfohlen aus Steinkohlen 1,3, Preßkohlen aus Braunkohlen 8,5 Millionen Tonnen. Absatzkrise im Ruhrkohlenbergbau hat zu weiteren Betriebsein- Die schränkungen geführt. Die niederschlesische Steinkohlenbe förderung betrug im März 486 041 Tonnen gegen 455 367 Ton= nen im Februar. Das Produktionsergebnis in Deutsch- Oberschlesien belief sich auf insgesamt 3 062 764 Tonnen( erstes Quartal 1924: 2 975 334 To.). Auch der bayerische Kohlenbergbau steht seit Wochen in einer gefährlichen Krisis. Die bekannten Verhältnisse in den Hauptproduktionsgebieten wirken sich auf den bayerischen Markt besonders scharf aus. Es liegt dort heute bereits mehr wie eine Monatsförderung Kohle auf Halde. - Warenmarkt. Im allgemeinen halten sich auf allen Produktions- und Handelsgebieten die Preise, ohne irgend eine Tendenz zur Nachgiebigkeit zu zeigen. Die Zuckerherstellung, in Rohzucker berechnet, betrug im März 80 263 Doppelzentner. Das Siegerländer Eisensteinsyndikat läßt ebenso wie der Roheisenverband für Mai die Verkaufspreise unverändert. Die rheinisch- westfälische Zinkblechhändlervereinigung hat mit Rüdsicht auf den ausländischen Wettbewerb die Preise herabgesetzt. Der Kaliabsaz im April wird von dem Kalisyndikat auf 650 000 Dz. geschätzt, während die anfänglichen Schäzungen sich auf 300 000 Dz. beliefen. Bei scharfem Preisdruck besteht für Rohtabak zurzeit nur sehr geringe, für Rippentabak überhaupt keine Nachfrage. Auf der Mitteldeutschen Häuteversteigerung in Kassel waren die Preise auf der ganzen Linie rückgängig. - Ausstellungen und Messen. Die in Frankfurt und Mailand abgehaltenen Messen zeugen von einem guten Stande der deutschen Arbeit, besonders auf den technischen Gebieten. Die Geschäftsabschlüsse konnten nur teilweise befriedigen. - Die 4. rheinische Tabakmesse findet im Herbst wieder in Essen statt. - Die internationale Konferenz für Mustermessen beschloß, eine internationale Messeunion zu gründen und zu diesem Zwecke einen Ausschuß aus Vertretern der Messen von Frankfurt, Leipzig, Wien, Mailand und Prag einzusetzen. Landwirtschaft. Die letzten Meldungen über den Saatenstand lauten fast allgemein günstig. Der Stand wird zumeist als gut, teilweise sogar als üppig bezeichnet. Produktenmarkt. Die Lage auf den inländischen Produktenmärkten erfuhr seit unserem letzten Bericht teine wesentliche Veränderung. Große Geschäftsstille, mäßige Zufuhren, sehlende Unternehmungslust kennzeichnen noch immer die Märkte und bewirken, daß die Umsätze auf allen Gebieten sich in engen Grenzen halten. Der Hopfenmarkt blieb ruhig. Der deutsche Hopfenbauverein beabsichtigt im Bestreben, dem deutschen Hopfenbau und Hopfenhandel wiederum zu der führenden Weltstellung der Vorkriegszeit zu verhelfen, eine Reihe von Propagandaaktionen in diesem Jahre. - Viehmarkt. Auf den Schlachtviehmärkten ist die Lage bei Großvieh im allgemeinen ziemlich unverändert geblieben; Kleinvieh neigte zum Teil zur Schwäche. Die Auslandsmärkte zeigen durchwegs flaue Haltung bei meist unveränderten Preisen. Verkehr. Die Luftverkehrslinien Kopenhagen- Berlin und Kopenhagen- Hamburg- Amsterdam- Rotterdam wurden Unterbaden und die Pfalz sind jetzt in Betrieb genommen. neu in den internationalen Luftverkehr einbezogen worden.— Am 1. Mai tritt eine Erhöhung der Personentarife auf der Reichsbahn um rund 10 Prozent ein. Arbeitsmarkt. Die Lage für männliche und weibliche Arbeitskräfte hat sich wieder leicht gebessert. Die Zahl der Arbeitsuchenden hat abgenommen, während die offenen Stellen zunahmen. Die Lohnbewegungen sind nicht nur nicht zur Ruhe gekommen, sondern da und dort sogar bedeutende Verschärfungen der Wirtschaftskämpfe angekündigt worden. - - - Ausland. Die ungarische Regierung will bis zum 1. Juli eine Valutareform durchführen, und die neue Valutaeinheit dem österreichischen Schilling gleichsetzen. Wegen der schwierigen Geldmarktlage will eine ganze Reihe Warschauer Banken ihre Geschäfte liquidieren. In den Kreisen der französischen Textilindustrie machen sich lebhafte Bioteste geltend über gewissc Bestimmungen des provisorischen Handelsabkommens zwischen. Frankreich und Deutschland. Dem englischen Kabinett wird eine stattliche Hilfeleistung für die Eisen-, Stahl- und Schiffbauindustrie vorgeschlagen. Von Newyork ist ein neuer Frankensturz gemeldet worden. Die Diamantenproduktion in der südafrikanischen Union für 1924 wird mit 2,44 Mill. Karat angegeben. Die Mietenfreigabe für Gewerberäume in Württemberg. Das württembergische Innenministerium hat mit Wirkung vom 1. April 1925 ab die Zwangswirtschaft über die gewerblichen Räume, soweit die Friedensmiete 1700 Mart pro Jahr übersteigt, aufgehoben, sodaß für diese Räume der Zustand der freien Wirtschaft wieder hergestellt ist. Die dortige Hausbesizer- Organisation ersucht die Mitglieder dringend keine Kündigungen vorzunehmen ohne vorherige Rücksprache mit der Geschäftsleitung. Diese Maßnahme und ein besonnenes Maßhalten seitens der Hausbesitzer, auch wenn triftige Gründe eine Kündigung rechtfertigen, ist durchaus am Blaze. Die Freigabe der Gewerberäume ist versuchsweise vorgenommen worden und würden Maßenkündigungen unweigerlich die Wiederaufhebung nach sich ziehen. Diejenigen Hausbesizer, die die erste Gelegenheit zur Kündigung benutzen, würden unseren Gegnern, den Befürwortern der Zwangswirtschaft, in die Hände arbeiten und das von der Hausbesitzerorganisation mühsam Errungene sabotieren. Denn wenn die Zustände für die Geschäftswelt unhaltbar würden, würde die Regierung dazu übergehen, die alten Zustände wieder herzustellen. Wenn es in Württemberg dazu kommen müßte, so würde das nicht ohne Rückwirkung sein auf etwaige Aufhebungsabsichten im ganzen übrigen Deutschland, und wir würden in unserer Arbeit um Monate, wenn nicht um Jahre zurückgeworfen, Nachdem seither seitens der Mieterschaft in württembergischen Blättern gegen die Aufhebung Sturm gelaufen und die Regierung beschworen wurde, die Freigabe wieder aufzuheben, welche Versuche an dem gesunden Sinn der Hausbesitzer seither gescheitert sind, wird die Agitation auch in außerwürttembergische Blätter getragen. Aus dem Inhalt der Zuschriften läßt sich erkennen, daß sie von einer Stelle ausgehen, daß also der Kampf gegen die Freigabe der gewerblichen Räume organisiert ist. So veröffentlicht z. B. die„ Frankfurter Zeitung" in einer ihrer letzten Ausgaben eine derartige Zuschrift aus Württemberg folgenden Inhalts: Am 1. April wurde durch eine Verordnung des württembergischen Innenministers Bolz der Mieterschutz für gewerbliche Räume mit einer Miete von über Mark 2000 aufgehoben. Praktisch bedeutet diese Maßregel, daß alle Gewerbetreibenden, die irgend ein. nennenswertes Geschäft haben, davon betroffen werden. Es unterliegt keinem Zweifel, daß eine entscheidende Besserung der Wohnungsverhältnisse in Württemberg nicht früher eintreten wird, als im übrigen Reiche, selbst wenn Württemberg mit dem Beispiel der Aufhebung des Mieterschutzes, die den Mieter vogelfrei macht, vorangeht. Die einzige Wirkung, die sich bis jetzt äußert, ist eine in weiteste Kreise der Mieter hineingetragene Beunruhigung infolge der rücksichtslosen Ausnützung der Situation durch die Hausbesitzer. Der offene und versteckte Mietswucher fängt an, seine schönsten Blüten zu treiben, und es sind Fälle bekannt, daß große Aktiengesellschaften, welche weit über 100 Läden im Reiche und im Auslande besitzen, daran gehen, langjährige Mieter auf die Straße zu setzen, um ihre an und für sich schon folossalen Ladengeschäfte auf Kosten und unter Opferung der Existenz des Mieters zu vergrößern. Vernünftigerweise kann der Abbau des Mieterschutzes nur nach Maßgabe der Zunahme des neu erstellten Wohnraumes vor sich gehen. Von diesen Erwägungen läßt sich jedenfalls auch das Reich leiten und wird sich vor so gefährlichen Experimenten in einer Zeit, in der unser ganzes Wirtschaftsleben darniederliegt, hüten. Die württembergische Regierung hat die Maßregel„ provisorisch", also gewissermaßen als Experiment auf Widerruf, erlassen. Es ist höchste Zeit, daß sie die„, Versuchsmaßregel" aufhebt, ehe diese nicht wieder gutzumachendes Unheil anrichtet. Die„ Frankfurter Zeitung", als Wirtschaftsorgan, bekundet jedoch einen weiteren Blick als der Einsendr anscheinend erwartet hat, denn sie nimmt zu dem Inhalt in folgender Weise Stellung: ,, Wir können uns diesen Ausführungen nur teilweise anschließen. Es wäre sicherlich zweckmäßiger, eine so tief einschneidende Maßnahme nicht für ein einzelnes Land, sondern gleichzeitig für das ganze Reich durchzuführen, sonst riskiert man eine wirtschaftliche Benachteiligung der Geschäftskreise des betroffenen Landes gegenüber den Geschäftskreisen des übrigen Reiches. Aber daß man jetzt eine Aufhebung des Mieterschutzes in dem von Württemberg vorgenommenen Umfang überhaupt noch nicht wagen dürfe, das will uns nicht einleuchten. Worauf will man denn noch warten? Freilich so kautelenlos wie Württemberg dürfte man den Versuch nicht unternehmen. Man sollte Mietwucher durch eine klare Umschreibung des angemessenen Mietpreises verhindern, und für eine Uebergangszeit von etwa zwei Jahren Kündigungen nur in dem Umfange zulassen, als der Mieter durch sein Verhalten ( vertragswidrige Benutzung, Vernachlässigung, Zahlungsverzug usw.) oder durch Verweigerung einer höheren Miete Anlaß dazu gibt." Die Stellungnahme der Frkfrt. 3tg. zu der Frage der Freigabe der Gewerberäume kann in ihrem Grundgedanken auch von unserer Seite gebilligt werden. Württemberg ist in den Abbaumaßnahmen hinsichtlich der Zwangswirtschaft im Wohnungswesen in letzter Zeit bahnbrechend gewesen. Es hat für Wohnungen von einem bestimmten Mietpreis an, der sich je nach der Größe der Gemeinden staffelt und in Stuttgart bei 1700mt. Friedensmiete beginnt, die volle Miete eingeführt. Es wäre richtig gewesen, wenn seitens des Reiches einheitliche Bestim= mungen in dieser Richtung für das ganze Reichsgebiet getroffen worden wären. Daß in dieser Beziehung noch nichts geschehen ist, trotz der Bemühungen nicht nur der Hausbesitzerorganisation sondern auch namhafter Vertretungen anderer Wirtschaftsverbände, Handelskammern, Handwerkskammern usw. und prominen ter Persönlichkeiten im Wirtschaftsleben ist lediglich der bekann= ten Indolenz der Reichsregierung gegenüber dem Hausbesitz zuzuschreiben. Daß die Aufhebung der Zwangsbestimmungen für die seitherigen Nuznießer der Zwangswirtschaft eine Härte in ihrem Sinne mit sich bringt, ist keine Frage, sie war aber auch schon vor dem Kriege vorhanden und wird sich auch niemals beseitigen lassen, wenn man die Freizügigkeit und die Entwicklung von Handel und Gewerbe nicht vollständig unterbinden will. Mit Recht fragt die Frankfurter Zeitung: Worauf will man denn noch warten? Das Geschäftsleben in einer Stadt spielt sich in der Hauptsache in einem gewissen Umkreis, dem e- schäftszentrum ab. Ein größeres Bedürfnis nach neuen Läden wird wohl kaum bestehen. Die Errichtung von neuen Läden hängt aber eng zusammen mit der Frage des Mietpreises. Ist das Vermi niemand b schäftsräum eine angen verzinsen, Bedürfnis Es geh sitte noch einzig und Mieters, 8 einer rein Räume en Anspruch der Laden Recht auch losigkeit d letzten Ja Fleisch un mehr hat besitzer da Wir h Freigabe d welche Sch den über d Ausbruch hereinbred Anlagen 1 fampierter Heute sieh „ Zimmer ein Inserc ausgesagte Zimmerpr Grenzen, Vergleich Aufhebung eher billi Es w des Gesch Zeit als Hausbesit sukzessiv f gehen. A nahme au Geschäft Auch lichen Rä Lotter Ziehung Durch die mit 25 000 verkauf d 20 M, sin trieb J. 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Es geht keineswegs an und entspricht weder der Verkehrssitte noch dem Rechtsempfinden die Beibehaltung eines Ladens einzig und allein in das Belieben des einen Vertragsteiles, des Mieters, zu stellen, während dem Vermieter durch Zuweisung einer rein passiven Rolle jegliches Verfügungsrecht über seine Räume entzogen wird. Wenn der Mieter für sich das Recht in Anspruch nimmt, zu kündigen wenn ihm sein Vermieter oder der Laden nicht gefällt, muß man billigerweise das gleiche Recht auch dem Vermieter zubilligen. Der Gedanke der Rechtlosigkeit der Hausbesitzers ist aber durch die Gesetzgebung der letzten Jahre einem gewissen Teil der Bevölkerung derart in Fleisch und Blut übergegangen, daß er schon gar kein Gefühl mehr hat für das Unrecht und die Zurücksetzung die dem Hausbesitzer damit widerfährt. Wir haben bereits in den letzten Nummern anläßlich der Freigabe der gewerblichen Räume in Hessen darauf hingewiesen, welche Schreckbilder seitens der Mietervertreter ausgemalt wurden über das Elend das über die möblierten Zimmermieter bei Ausbruch der freien Wirtschaft bzgl. der möblierten Zimmer hereinbrechen würde. Jm Geiste sah man schon die überfüllten Anlagen und Bahnhöfe, in denen zimmerlose Studenten usw. kampierten. Und wie ist doch alles so ganz anders gekommen. Heute sieht man schon wieder wochenlang die bekannten Plakate „ Zimmer zu vermieten" an den Fensterläden schaukeln. Auf ein Inserat erhält man 20-30 Zimmerangebote. Und die vorausgesagten Wucherpreise? Die Konkurrenz verbietet sie. Die Zimmerpreise halten sich durchweg in durchaus angemessenen Grenzen, wenn man nicht den Mietpreis der Wohnungen zum Vergleich heranzieht. Jedenfalls sind die Zimmer durch die Aufhebung der Zwangswirtschaft nicht nur nicht teuerer sondern eher billiger geworden. Es wird mit den Läden genau so gehen. Die Regulierung des Geschäftslotalmarktes erfordert naturgemäß eine längere Zeit als der möblierte Zimmermarkt. Deswegen muß der Hausbesitz Ruhe und Besonnenheit an den Tag legen. Nur sukzessiv kann die Umgruppierung der Ladengeschäfte vor sich gehen. Auch dem Ladeninhaber ist der Hausbesitzer Rücksicht= nahme auf seine Existenz schuldig, denn für viele ist heute das Geschäft das einzige Kapital. Auch für Hessen wird eines Tages die Freigabe der gewerb lichen Räume tommen. Wir halten es deshalb für angebracht, Geschäftliches. Lotterieglüd. Nächsten Donnerstag, den 7. Mai, findet die Ziehung der Hessischen Kinderheim- Geldlotterie Wimpfen statt. Durch die günstigen Gewinnaussichten, die 3482 Geldgewinne mit 25 000 M, evtl. Höchstgewinn 10 000 M, ist mit baldigem Ausverkauf der Lose zu rechnen. Lose zu 2 M, 6 Lose 11 M, 11 Lose 20 M, sind durch alle Verkaufsstellen sowie den Generalvertrieb J. Schweidert, Stuttgart, Marktstr. 6, Postscheckkonto Stuttgart 2055 zu beziehen. Am 2. Mai findet die Ziehung der beliebten Geld und Pferdelotterie statt. Lose zu 1 M, 13 Lose 12 M, sind in allen Verkaufsstellen erhältlich. ch Gesundung durch Sauerstoff. Das natürliche, giftfreie Heilverfahren nach Dr. Weise bei Nervenleiden( Nervenschwäche), Gicht, Rheuma, Magen-, Darm-, Gallen, Leberleiden, Zuckerkrankheit, Lungenleiden, Hämorrhoiden, Asthma, Epilepsie, Korpulenz usw. Ausführliche ärztliche Broschüre kostenfrei. Dr. Gebhard u. Co., Berlin W. 30. aller art Drucksachen Albin Klein. billigst besitz in etwa erfolgenden Kündigungen in größerer Zahl liegt. Aufgabe der Organisation wird es sein, regulierend einzugreifen, damit jedem Gekündigten Gelegenheit geboten ist, seine Existenz an anderer Stelle weiterzuführen. Deshalb dürfen auch Kündigungen ohne Befragen der Organisation nicht vorgenommen werden. Die Erfahrungen, die bei der Freigabe der gewerblichen Räume gemacht werden, werden nicht ohne Einfluß sein auf den Zeitpunkt der Aufhebung der von uns und den Mietervereinen hart umfämpften letzten Reste der Zwangswirtschaft. Deshalb schon heute: In der Beschränkung zeigt sich der Meister. Berufsausbilbung in der Wohlfahrtspflege. Kaum ein zweiter Beruf kommt in so starkem Maße den Neigungen der Frauen entgegen wie die soziale Arbeit. Darum haben die Frauen auch die Ausbildungswege für dieses Gebiet der öffentlichen Verwaltung und der privaten Fürsorge selbst gesucht und im Laufe der Zeit immer flarer herausgearbeitet. Der wirtschaftliche Druck der letzten Jahre lastete naturgemäß auch auf der sozialen Arbeit. Doch ist daraus nicht nur eine Hemmung, sondern auch mannigfaltige Förderung der sozialen Arbeit entstanden, indem mancherlei Umwege und Irrwege, die wir uns in Zeiten des Wohlstandes erlauben dürfen, überwunden und neue bessere Methoden der Arbeit gefunden wurden. Mehr als je verlangt aber die Gegenwart geschulte soziale Arbeit, die mit geringeren materiellen Mitteln Gutes zu leisten vermag, wo der ungeschulte Arbeiter selbst bei reichlichen Geldmitteln die Wege der dauernden Hilfe nicht findet. Es ist darum mit Freude zu begrüßen, daß die Ausbildungsstätte für Wohlfahrtspflegerinnen, das Frauenseminar für soziale Berufsarbeit in Frankfurt a. M. fünftig von breiteren Schultern getragen und immer mehr zur Zentralstätte für die Schulung in Wohlfahrtspflege unserer Gegend werden soll, aus der die Provinz Hessen- Nassau wie auch der Freistaat Hessen seine Kräfte bezieht. Das rege Interesse, das alle beteiligten Stellen der öffentlichen und privaten Wohlfahrtspflege dieser Anstalt ent= gegen bringen, gibt die besten Hoffnungen nicht nur für das fünftige Gedeihen der Anstalt, sondern insbesondere auch für die fünftige Berufstätigkeit der dort ausgebildeten Frauen. Dr. R. K. Du Reiche Deinen Kindern u fragst Warum? Ich sage: O iftund den Erwachsenen ebenfalls Enen Oetker- Pudding. Tatsächlich wirst Du bald bemerken, wie Kräftig sich die Kleinen entwickeln. Erwachsene loben den Wohlgeschmack und Reiche eiche Auswahl in vielen Geschmacksarten Sorgt für angenehme Abwechslung. Pudding stellen Sie aus Dr. Oetker's Puddingpulver mit Milch, Butter u. Zucker her. Es ist das Beste, was Sie auf den Tisch bringen können. Nur in Original- Päckchen( niemals lose) mit der Schutzmarke ,, Oetker's Hellkopf" in allen einschlägigen Geschäften zu haben. Verlangen Sie eben daselbst kostenl. die beliebten Oetker- Rezeptbücher oder, wenn vergriffen, umsonst und portofrei von Dr. A. Oetker, Bielefeld. Universal- ReichsstenerKassebuch - mehrfach gesetzlich geschützt enthält Spezialeindrucke für jedes Geschäft z. B. für ,, Gastwirtschaften" ,,, Bäckereien", ,, Gärtnereien"... Glasereien" ,,, Landwirtschaftsbetriebe" ,,, Maler u Weissbinder" ,,, Maureru. 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