ssingPrivate. log. Z3 ichstr. 59 cige nachweis eisweid. Zustände, te Herzire über Luskuren. W 30 lt E Juli Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich fret Haus, bet obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Sudanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30 mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg 11 " 90 " " 1 Dienstag den 28. Juli 1925. Wirtschaftliche Rundschau. ( Zusammenfassende Uebersicht über die deutsche Wirtschaftslage.) ( Nachdruck verboten.) Allgemeine Lage. Die schleichende Krise in unserer Gesamtwirtschaft nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an und schreit geradezu nach einer Lösung. Die noch völlig ungelösten außen- und innenpolitischen Fragen drücken weiter hemmend auf den Gang der Wirtschaft. Dazu kommt, Hand in Hand mit einer deutlich zunehmenden Produktionsverteuerung ein neues Anschwellen der Lohnwelle. Alles in allem zeigt die bisherige Wirtschaftsbilanz des Jahres 1925 ein über Erwarten unerfreuliches Bild. Geldmarkt. Auf den Börsenplähen konnte eine anfangs sich zeigende Festigkeit zum Schluß der Berichtszeit sich nicht weiter auswirken. Es zeigte sich vielmehr eine gewisse Ermüdung und Zurückhaltung, besonders mit Rücksicht auf die im Stadium der Entscheidung stehenden deutsch- französischen Wirtschaftsverhandlungen und die rigorose Luftfahrtnote. Die Klagen über die Schwierigkeiten, langfristige Kapitalien zu bekommen, werden allseits immer lauter. Viel beachtet wird der kürzlich gemeldete bevorstehende Abschluß einer 25 Millionen- Dollaranleihe für den weiteren Ausbau der bayrischen Wasserkräfte. Gleichzeitig verhandeln fast alle deutschen Großstädte zur Zeit mit amerikanischen Instituten über Dollaranleihen in recht beträchtlichen Ausmaßen. Einen guten Erfolg hatte die Berliner 15 Milionen- Dollaranleihe zu verzeichnen. - Aus allen Handel, Industrie und Gewerbe. Teilen des Reiches tommen sehr ungünstige Berichte, über eine immer schärfer werdende Absazkrise, die ihren Hauptgrund in der ganz bedeutend geschwächten Kaufkraft des Inlandes sowohl wie des Auslandes hat. Eine beachtenswerte Ausnahme hiervon bilden Teile der Automobil- und Motorradindustrie, der photographischen und einigen Zweigen der Bekleidungs- und Nahrungsmittelindustrie. Der deutsch- polnische Wirtschaftskonflikt drückt auch ganz besonders auf die allgemeine Stimmung. Der Großhandelsindex weist mit 133,8 für den Durchschnitt des Monats Juni eine Steigerung von 1,4 Prozent gegenüber dem Stand des Monats Mai auf. Die Anzahl der Konkurse in dem zu Ende gegangenen Halbjahr beträgt mit 4324 beinahe das vierfache der vorjährigen Vergleichsziffer mit 1166 Konkursen. Die deutsche Rohstahlgemeinschaft wurde durch Beschluß vom 1. Juli bis zum Oftober 1926 verlängert. - Kohlen. Nach den jetzt bekannt gewordenen Ziffern wurden vom 1. November 1924 bis zum Anfang April 1925 6,29 Millionen Tonnen Reparationskohle und Koks geliefert. Davon entfallen auf Steinkohlen 3,76, auf Koks 2,29 und auf Braunkohlenbriketts 0,24 Millionen Tonnen. Der Ruhrfohlenverband hat die vom 1. Juli ab geltenden neuen Preise - Lokal Reklamezeile 10 120 " " Nr. 88. erhöht. Beim ostelbischen Braunkohlensyndikat ist eine deutlich erkennbare Geschäftsbelebung eingetreten. Holzmarkt. Der Nadelstammholzmarkt befindet sich in einem ruhigen Stadium. Es hat den Anschein, als ob ein leichter Aufstieg in den Preisen erfolgt wäre. Nadelpapierholzangebot der ersten Hand ist stark zurückgegangen, doch bestand andauernd Nachfrage nach Papierholz. Die Nachfrage nach Brennholz hat etwas nachgelassen. Warenmarkt. Auf allen Gebieten des Warenmarktes darf, mit nur geringen Ausnahmen von einer ansteigenden Preiskurve gesprochen werden. Es zeigte sich im Einklang mit Meldungen von ausländischen Märkten eine recht feste Grundstimmung. Dagegen blieb die Geschäftstätigkeit äußerst gering und beschränkte sich auf den Bedarf des allernötigsten. Auf den deutschen Zuckermärkten zeigte sich ein bis zum Schluß be= haupteter Unterton. Die Vorratslage ist derart, daß wohl mit einem Auskommen durch eigenes Erzeugnis bis zum Erscheinen des neuen Zuckers gerechnet werden kann. Die deut schen Häuteauktionen wiesen lebhafte Besuche auf bei gleichzeitigen - - DEUTZ Rohöl- Motoren Diesel= Motoren die wirtschaftlichsten Antriebsmaschinen Brennstoffverbrauch: 1,8-2,5/ Ps Std. 4495 bekanntgegeben. Danach erfahren die Qualitäten Nuß I und MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. II des östlichen Reviers eine Heraussetzung um je eine Mark. die Qualitäten des westlichen Reviers werden um 3 bis 7 Mart Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Kaiserstr.23 - großem Bedarf. Dabei kamen Preissteigerungen von durchwegs, schweizerische Bundesrat hat mit sofortiger Wirkung alle noch 2-10 Prozent vor. Der Eisenmarkt dagegen brachte nur wenig Geschäft und es ließ sich eine Neigung zu Preisnachlässen erkennen. Baumarkt. Das gesamte diesjährige Frühjahrsgeschäft der Kalkindustrie hat den Erwartungen nicht entsprochen, da der Baumarkt weiterhin matt lag. Besonders stark ist der Absatzrückgang in der Landwirtschaft.- Die Bautätigkeit wird durch die vielen Lohnstreiks und Aussperrungen im ganzen Reiche, namentlich in Baden, sehr stark beeinträchtigt. Produktenmarkt. Die Produktenmärkte zeigten allerorts ruhigeres Geschäft. Die anhaltende Knappheit von Brotgetreide wird als die Hauptstüße für die Preise bezeichnet. Die Saatenstandsberichte besitzen augenblicklich eine entscheidende Bedeutung. Noch knapper als die Roggenvorräte sind die inländischen Bestände an Weizen. Die Hopfenmarktberichte ließen sehr ruhiges Geschäft und wesentlichen Rückgang der Aufträge erkennen. Der Eiermarkt wies abneh mende Zufuhren auf bei anwachsender Nachfrage, was naturge= mäß ziemliche Preiserhöhungen im Gefolge hatte. - - die Landwirtschaft. Die Saatenstandesberichte, bislang wegen der anhaltenden Trockenheit meist recht ungünstig flangen, zeigen jetzt nach der eingetretenen Regenperiode ein freundlicheres Bild. Der Stand der Saaten wird jetzt allgemein als ein guter bezeichnet. Viehmarkt. Der Auftrieb an Schlachtvieh zu den Märkten war gegenüber der Vorwoche fast durchwegs in Rindern und Schafen höher, in Kälbern und Schweinen niedriger. Der Handel verlief größtenteils weiter langsam, die Exportnachfrage war gering. Die Preise zogen außer bei Schafen in allen Gattungen, besonders bei Schweinen auf fast allen Märkten an. - Arbeismarkt. Die Aufnahmefähigkeit der deutschen Wirtschaft für Arbeitskräfte gilt allgemein als erschöpft. Vereinzelt wird eine Verschlechterung des Arbeitsmarktes gemeldet. Die Entlassungen sind an Zahl den Neueinstellungen weit überlegen. Auf dem baugewerblichen Arbeitsmarkt halten sich Angebot und Nachfrage ungefähr das Gleichgewicht.. Die Lohn und Tarifbewegung nimmt schärfere Formen an. In dem Konflikt in der Holzindustrie ist eine Entspannung eingetreten, nachdem fast alle Teile des Reiches den im Reichsarbeitsministerium getroffenen Vereinbarungen zugestimmt haben. Im badischen Baugewerbe ist wegen Lohndifferenzen die allgemeine Aussperrung angeordnet worden. In Leipzig und anderen TeiTen Sachsens sind die Bauarbeiter in den Streit getreten. In den Berliner Stinnesbetrieben hat ein allgemeiner Personalabbau begonnen. Besonders bedrohlich scheint sich die Lage im rheinischen Bergbau zu entwickeln. Man spricht von 60 bis 80000 Tausend zu entlassenden Bergarbeitern dts zum Jahresende. ausstehenden Ausfuhrverbote aufgehoben, nur für Rohhäute und Felle, für Abfalleisen und rohes und gemünztes Gold bleibt die Ausfuhr noch an besondere Bewilligungen geknüpft. Erziehung der Eltern. Der Kampf um die Dauer der Grundschule, der besonders heftig in Preußen geführt wurde, hat ein vorläufiges Ende gefunden; der preußische Landtag hat sich eindeutig für die vier jährige Grundschule und gegen die Einrichtung besonderer Schnellkurse in der Grundschule erklärt. Der Kampf scheint da mit aber noch nicht aufgehört zu haben, offen und versteckt wird er hier und da weitergeführt. Diejenigen, die gegen eine allgemeine vierjährige Dauer der Grundschule sind und nach wie vor wünschen, daß alle Kinder mit der Note ,, Gut" in den Leistungen schon nach drei Jahren in die höhere Schule überzutreten Gelegenheit haben sollten, geben vielfach vor, das Beste der Kinder im Auge zu haben. Angenommen, das wäre wirklich der ausschlaggebende Grund, so muß man doch fragen: Ist es wirklich das beste für das leidlich begabte Kind, daß es schon nach drei Jahren die Grundschule, die auf naturgemäße Entwicklung des ganzen kindlichen Menschen eingestellt ist, verlassen muß? Je= der Vater, jede Mutter sollte sich diese Frage ernstlich vorlegen, ehe sie den Versuch machen, ihr Kind als„, besonders begabt" nach drei Jahren in die höhere Schule zu bringen! Sie sollten Ausführungen, wie sie der preußische Unterrichtsminister im preußischen Landtage gemacht hat, sorgsam beachten und sich von ihnen nachdenklich stimmen lassen. Der preußische Unterrichtsminister stellte fest, daß in so jungen Jahren die Beurteilung der Bega= bung besonders schwierig sei und daß Täuschungen, die sich später bitter rächen müßten, leicht möglich seien, daß bei dem Bestreben, den früheren Uebergang zu erreichen, die Gefahr der Treibhausfultur ungemein nahe gerüdt werde. Man glaubt immer, in so jungen Jahren sei die Gedächtniskraft am stärksten; aber das ist, wie die Psychologie erwiesen hat, nicht der Fall. Strengt man das Kind in einer Zeit, da seine Natur freilich elastisch ist, und oft nicht sofort auf jede Ueberanstrengung reagiert, zu sehr an, nimmt man seine Kräfte zu einseitig in Anspruch, so sind damit schwere Gefahren für die spätere Entwicklung des Kindes gegeben. Sollte das Schicksal so manchen Wunderkindes, das im späteren Leben völlig versagte, nicht zu denken geben? Der preußische Minister sprach aus, daß man dem Ehrgeiz mancher Eltern Schranken sete müsse, um die Kinder vor Schaden zu be= wahren! Auch ein anderer Redner sprach es rund und klar aus, daß in dieser Beziehung manchen Eltern ernsthafte Erziehung not täte. Man spricht heute so viel von Elternrecht, und auch den Kampf um die Dauer der Grundschule hat man teilweise unter der Flagge Elternrecht geführt. Möge man sich doch immer dessen bewußt bleiben, daß Elternrecht auch Elternpflicht in sich Verkehr. In Augsburg findet die Generalversamm- schließt, die Pflicht, aufs beste für sein Kind zu sorgen. Das lung des Bayerischen Kanal- und Schiffahrtsvereins statt. Die Wahl dieses Tagungsortes läßt daraf schließen, daß diesesmal insbesondere die Forderungen und Bestrebungen Sübwestbayerns zur Sprache kommen sollen. Es wird dort für den Ausbau der Großschiffahrtstraße neben der Donau von Kelheim bis Ulm, für den Anschluß nach Augsburg München und nicht zuletzt wieder einmal für das Stepperger- Projekt des Donau- MainKanals gearbeitet werden. - Messen und Ausstellungen. Anläßlich der 600Jahrfeier der Stadt Mexiko findet vom 30. Oktober bis 30. November eine internationale Messe großen Stiles statt, zu der alle Kulturstaaten eingeladen sind. Die Vertretung der deutschen exportindustriellen Interessen wird durch einen besonderen deutschen Messeausschuß in Mexiko übernommen. Ausland. Das britische Kabinett hat angesichts der ernsten Lage in der englischen Schiffbauindustrie den Antrag der englischen Eisen- und Stahlindustrie auf Einführung eines Schutzzolles für den Import von Hüttenproduktion ablehnend beantwortet. Das italienische Wirtschaftsministerium hat die jollfreie Getreideeinfuhr bis 31. Dezember dieses Jahres verlängert und die Ausfuhr für Getreide weiterhin verboten. Der - Elternrecht ist nicht um der Eltern willen, sondern um des Kindes willen da! Elternrecht bedeutet nicht Besitz ves Kindes wie Besitz einer Sache, Verfügungsgewalt, es bedeutet das Recht, dem werdenden Menschen im Kinde die besten Möglichkeiten seiner Entwicklung zu erschließen, bedeutet Sicherung des Kindesrechts! Elternrecht setzt Erziehung zum Gebrauch dieses Rechtes voraus. Die schönste Auswirkung dieses Rechts ist es, die findes= gemäße Entwicklung so lange wie möglich reifen zu lassen. Ein Jahr bedeutet da viel. Auch die Eltern, die von ihrem Elternrecht den besten Gebrauch machen wollen, sollten sich um Kinderpsychologie kümmern. Diese ist nicht ein Gebiet nur für Gelehrte und Berufserzieher, sondern für alle, die Kinder zu erziehen und für ihre Entwicklung zu sorgen haben. Daß sich der pädagogische Instinkt, der sorgsame Eltern in der Erziehung ihrer Kinder seit jeher geleitet hat, unter den vielfachen Inánspruchnahmen des Lebenskampfes und den immer komplizier ter werdenden wirtschaftlichen Verhältnissen getrübt hat, ist nicht verwunderlich. Darum sollten sie heute auf den Rat der Sachverständigen weder verzichten noch gar so tun, als seien diese Sachverständigen nur dazu da, Eltern und Kinder zu schädigen. Berl ist p in de ausz lende übere jahr word lunge treten tige Die pflicht cder A Härte Jahr Steue hältni beeint gestell Kreise worde hiemit hat be stellt, um al im St fönnen V führen frischer besond die pr senden bahn, Bergw densee ginnt durch Triber Viadu 900 m Donau Singer play strede Namer gefenn den Hinter fee, G firch. diese in De schließe waldes weiser Badisch lich sin Baden mit 30 2,50 A ng alle noch ohhäute und ld bleibt die pft. er besonders es Ende ge= ür die vier besonderer scheint da ersteckt wird eine allge: ach wie vor Leistungen utreten Ge der Kinder ch der auses wirklich nach drei icklung des muß? Je= h vorlegen, egabt" nach Ilten Aus: im preußi von ihnen Stsminister der Bega sich später Bestreben, Treibhaus mer, in so aber das Strengt lastisch ist, rt, zu sehr h, so sind es Kindes s, das im en? Der 3 mancher en zu be flar aus, Erziehung auch den eise unter h immer ht in sich en. Das um des 5 Kindes as Recht, lichkeiten Kindes: Rechtes e findes= Sen. Ein Eltern= Kinderfür Ge= zu er sich der ziehung Den Inaplizier hat, ist Rat der s seien der zu Steuern. Die Bedeutung des 31. Juli 1925 für die Einkommensteuer 1924. Der Hansa- Bund für Gewerbe, Handel und Industrie in Berlin teilt mit: In§ 5 des Steuerüberleitungsgesetzes vom 29. Mai 1925 ist vorgesehen, daß die Steuerpflichtigen in bestimmten Fällen, in denen vor Inkrafttreten des Steuerüberleitungsgesetzes Vorauszahlungen für das Kalenderjahr 1924, für in das Kalenderjahr 1924 fallende, mit dem Kalenderjahr nicht übereinstimmende Wirtschaftsjahre oder für in das Kalenderjahr 1924 fallende Teile eines Wirtschaftsjahres 1923/24 geleistet worden sind, ohne daß eine Entscheidung über die Vorauszahlungen ergangen ist, innerhalb zweier Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes, d. h. bis zum 31. Juli 1925, eine anderwei: tige Festlegung der Vorauszahlungen beantragt werden kann. Die Begründung hat sich darauf zu erstrecken, daß der Steuerpflichtige entweder überhaupt nicht vorauszahlungspflichtig sei oder daß er zu hohe Vorauszahlungen bewirkt habe. Weiterhin ist im§ 9 des Steuerüberleitungsgesetzes( sog. Härteparagraph) bestimmt, daß der Ablösungsbetrag für das Jahr 1924 auf Antrag herabgesetzt werden kann, wenn bei dem Steuerpflichtigen besondere persönliche oder wirtschaftliche Verhältnisse vorgelegen haben, die seine Steuerfähigkeit wesentlich beeinträchtigten. Auch dieser Antrag muß bis zum 31. Juli 1925 gestellt werden. Die Bedeutung des 31. Juli 1925 ist in weiten Kreisen der Steuerpflichtigen teilweise nicht genügend gewürdigt worden. Der Hansa- Bund erachtet es daher für notwendig, hiemit nochmals auf diesen Termin aufmerksam zu machen. Er hat bereits bei dem Reichsminister der Finanzen den Antrag gestellt, den Termin um mindestens einen Monat zu verlängern, um allen Steuerpflichtigen die Möglichkeit zu geben, das ihnen im Steuerüberleitungsgesetz vorgesehene Recht wahrnehmen zu können. Die Gebirgsbahnen des Schwarzwaldes. Von der Hauptlinie Frankfurt- Karlsruhe- Basel abzweigend führen zahlreiche Bahnlinien unmittelbar in das Sommerfrischengebiet des Schwarzwaldes. Zwei Strecken sind es insbesondere, die durch die Kühnheit ihrer baulichen Anlagen und die prachtvollen Landschaftsbilder die Bewunderung der Reisenden erregen. Es sind dies die Schwarzwald- und Höllentalbahn, die in hochinteressanter Fahrt quer durch die herrliche Bergwelt des Scharzwaldes führen, das Rheintal mit dem Bodensee und der Donau verbindend. Die Schwarzwaldbahn be= ginnt in Offenburg 164 m ü. M., sie nimmt ihren Weg zunächst durch das Kinzigtal und windet sich dann zwischen HornbergTriberg- Sommerau in mehreren Kehrtunnels über funstvolle Viadukte und durch zahlreiche Tunnels bis zu einer Höhe von 900 m empor. Ueber die Hochfläche der Baar an Villingen und Donauschingen vorbei, durch den burgenreichen Hegau über Singen( Hohentwiel) und Radolfzoll wird Konstanz. der Hauptplatz am Bodensee, erreicht. Der Charakter der Gebirgs= strecke Freiburg- Donauschingen wird schon durch die bekannten Namen, wie Höllental, Himmelreich, Hirschsprung, Höllsteig gekennzeichnet. Die Höllentalbahn bildet den Zugangsweg zu den zahlreichen Höhenkurorten des Südschwarzwaldes wie Hinterzarten, St. Peter, St. Märgen, Titisee, Feldberg, Schluchsee, St. Blasien, Neustadt, Friedenweiler, Bonndorf und Lenzkirch. Seitens der Reichsbahndirektion Karlsruhe sind über diese beiden bedeutsamen Gebirgsbahnen, die zu den schönsten in Deutschland zählen, zwei farbige Uebersichtskarten mit anschließenden Gebieten des mittleren und südlichen Schwarzwaldes herausgegeben worden, die zugleich mit einem Wegweiser durch Baden gegen Ueberweisung von 50 Pfg. durch den Badischen Verkehrsverband Karlsruhe( Postscheck 4422) erhält= lich sind. Von gleicher Stelle kann auch das Verkehrsbuch von Baden, ein prachtvolles illustriertes Reise- und Wanderbuch. mit zahlreichen Karten und Plänen zum billigen Preis von 2,50 M bezogen werden. Citerarisches. Den Weltschlüssel fann man so recht den kleinen Brockhaus nennen, das Handbuch des Wissens in einem Band, der soeben zu erscheinen beginnt. Die Kunst, Handbücher des Wissenssin Formen zu bringen, wie sie das deutsche Volt tentsprechend dem Fortschreiten von Wissen und können nötig hat, ist gewisser maßen ein altes Erbteil der Firma F. A. Brockhaus in Leipzig. Deren Gründer hat vor mehr als hundert Jahren das erste allgemein brauchbare Werk dieser Art geschaffen, das man da= mals langatmig Konversationslexikon nannte. Heute ist das Werk in aller Welt als„ Der Brodhaus" bekannt und geschäkt. Gleich nach dem Kriege erschien der„ Neue Brockhaus, das Handbuch des Wissens in vier Bänden; er erwies sich rasch als eine unerschöpfliche und unentbehrliche Wissensquelle. Aber die Gegenwart mit ihren nervenaufreibenden Forderungen zwingt jeden, Zeit und Geld auf das wirtschaftlichste auszunuzen. Für alle, die die Ausgabe für ein vierbändiges Werk scheuen, ist der Einbänder entstanden, der„ Kleine Brodhaus". Die uns vorschewismus eine überreiche liegende erste Lieferung umfaßt mit den Stichwörtern A- Bolumfahe on Stichwörtern aller Art und ist geschmückt mit vielen wertvollen und lehrreichen Bildertafeln und Karten, in und außer dem Text; auch prächtige bunte Bilder sind dabei. Außerdem enthalten die 80 Seiten der ersten Lieferung nicht weniger als 443 flar ausgeführte Tertabbildungen. Zu unserer Freude sehen wir, daß der Kleine Brockhaus fich erstmalig einer neuen Aussprachebezeichnung befleißigt, der eine leichtverständliche Schreibung zugrunde gelegt ist. Nur mit Hilfe eines geschickt ausgedachten Systems schnell einzuprägender Abkürzungen und Zeichen ist es möglich geworden, die unglaubliche Zahl von Angaben unterzubringen. Besonders aufmerkVerhältnisse darstellen, z. B. die Arbeitslosigkeit und Auswansam machen möchten wir auf die Diagramme, die wirtschaftliche derung mit dem stürmischen Auf und Ab ihrer Linien. Die Lieferung fostet nur 1,90 M, und ungefähr alle vierzehn Tage Wert abschließt. Wir möchten nicht verfehlen, unsere Leser so= soll eine neue Lieferung erscheinen bis zur zehnten, mit der das wohl auf den billigen Subskriptionspreis, der baldige Bestel Tung nahelegt, als auch auf das auf dem Umschlag der ersten Lieferung enthaltene verlockende Preisausschreiben aufmerksam zu machen. Jedem das Seine! Dieser schöner Grundsatz kann mitunter am grossen Familientisch nicht gut dnrchgeführt werden. Es ist daher sehr angenehm, wenn die Hausfrau von vornherein richtig einteilen kann. Mit Obst- Törtchen nach folgend. Oetker- Rezept können Sie dies leicht erreichen: 100 g Butter 100 g Zucker 500 g Mehl 2 Eier Zutaten: 1 Tasse Milch 1 Päckchen Dr. Oetker's Backpulver ,, Backin" Saft u. Schale einer Zitrone Wie billig sich die Törtchen stellen, kann jede Hausfrau selbst sehr leicht berechnen. Zubereitung; Die Butter rührt man zur Sahne, fügt Zucker, Eigelb das abgetriebene und den Saft einer Zitrone, zuletzt das mit dem Backin gemischte und gesiebte Mehl u. die Milch hinzu. Man verarbeitet alles zu einem festen Teig, rollt denselben dünn aus, sticht mit einem Weinglase dünne Scheiben aus, formt aus dem Rest des Teiges dünne Teigröllchen und legt diese als Rand auf die kleinen Tortenböden Die Törtchen werden auf ein gefettetes Blech gesetzt und hellgelb gebacken. Die fertigen Törtchen belegt man mit gekochtem Obst, wie Stachelbeeren, Erdbeeren, Kirschen, Zwetschen u. s. w. Den Obstsaft verdickt man mit Dr. Ontker's Gustin und gibt ihn noch warm über die Früchte. Die Obst- Törtchen halten sich in einer Blechdose aufbewahrt, längere Zeit frisch, man belegt sie jedoch erst am Tage des Gebrauchs mit Obst. Verlangen Sie vollständige Rezeptbücher kostenlos in den Geschäften, oder, wenn vergriffen, umsonst und portofrei von A Dr. A. Oetker, Bielefeld. MOE3EE95 學 I Wir suchen für den Platz Giessen u. 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