svoller eraus: ngen". 925 in 6 über g von Nördsoeben - Werk ich mit Nächte. iche. es auch tzbuben alb bei e einen r es gar Lehrers er, denn Hochebracht SchuhDentinöl aftesten und ge 1. Alte eue beKaufen ie sich: na. N. ReizWillensmmung, schmerz ondrie, leiden, . Weise Caro, an 8. Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich fret Haus, bet obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Sadanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Berlagsbruckerei, vorm. Keller, gegr. 1788. Anzeigenpreise: 30 mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg Lokal 13 " " 90 " 1 Reklamezeile 10 120 " " Nr. 75. Samstag, den 27. Juni 1925. Wirtschaftliche Rundschau. ( Zusammenfassende Uebersicht über die deutsche Wirtschaftslage.) ( Nachdruck verboten.) Die bereits seit Monaten herrschende Depression im Wirtschaftsleben besteht weiter. Die große Geld- und Kapitalnot führt zu einer immer mehr um sich greifenden Hemmung der Produktion, die für ihre Erzeugnisse nur einen schwach aufnahmefähigen Markt aufweist. Die bisher den Export hemmen= den Schwierigkeiten haben auch in der letzten Zeit nicht nachgelassen. Die deutsche Wirtschaft ist daher mehr denn je auf den Inlandsmarkt angewiesen, der aber infolge der mangelnden Kauffraft nicht die nötige Aufnahmefähigkeit aufweist. Geldmarkt. Am Geldmarkt hat sich die Lage nicht geändert. Den Anstrengungen der Bankwelt und der seriösen Wirtschaftsfreise ist es nach langen vergeblichen Bemühungen endlich gelungen, die Börse aus dem Zustand ernster Beunruhigung herauszuführen. Die Vertrauenskrisis, die im Zusammenhang mit der Umgruppierung im Stinneskonzern über die deutschen Börsen hinwegbrauste, scheint vorüber zu sein. - Handel, Gewerbe und Industrie. Die Lage der Großindustrie, für die der Zusammenbruch im Stinneskonzern kennzeichnend ist, fonnte sich nicht bessern. Im Ruhrbergbau setzt sich die Stilllegung von Zechen fort, desgleichen nimmt die Entlassung der Arbeiter bedenkliche Ausmaße an. In der Textilindustrie liegt die dringend notwendige Ausfuhr gänzlich darnieder. Die großen Aufträge für die Schwerindustrie fehlen ziemlich überall. In letzter Zeit haben sich auch die Fälle der dividendenlosen Abschlüsse größerer Unternehmen gemehrt. Die Spitzenverbände der Wirtschaft fordern in einer Eingabe an die Reichsregierung die sofortige Aufhebung aller Preistreiberei- Verordnungen. Der im Mai schwächer gewordene Absatz in Roheisen zeigt auch im Juni keine Besserung. Der Verkauf für Juli findet zu unVorveränderten Preisen statt. Gegenwärtig finden verhandlungen über die Neubildung internationaler Eisenverbände statt. Die Porzellanindustrie meldet einen Rückgang des Umsatzes. In der Schuhindustrie hält der gute Geschäftsgang an. Die meisten Schuhfabriken sind mit Aufträgen versehen. Bei Krupp sollen unrentable Betriebe, die mehr aus sozialen Rücksichten durchgehalten wurden, abgebaut werden. Gegenwärtig schweben Verhandlungen über die Gründung eines deutsch- französischen Industrie- und Handelstages. Die Verhandlungen über Gründung eines deutschen Zündholzsyndikates. sind ergebnislos verlaufen. - - - - - - Kohlen. Auf den Zechen des Ruhrgebietes wurden im Mai an 25 Arbeitstagen 8 403 531 Tonnen Kohlen gefördert, gegen 8 300 432 Tonnen in 24 Arbeitstagen im April 1925, oder 9 261 448 Tonnen im Mai 1913. Infolge weiterer Verschlechterung der Absatzverhältnisse am Ruhrkohlenmarkt soll eine verstärkte Einschränkung der Förderung vorgenommen werden. An eine Veränderung der gegenwärtigen Kohlenpreise wird nicht gedacht. Holzmarkt. Bei den letzten Rundholzverkufen konnte die angebahnte feste Haltung entschieden weiter durchgreifen. Die Verhältnisse am Schnittholzmarkt haben sich nicht verändert. Baumarkt. Am Baumarkt hat die Tätigkeit der Unternehmer nicht die gewünschte Form angenommen. Neue Projekte tauchen zwar häufig auf, wenn es aber zu derer Finanzie rung kommt, stellt sich meist heraus, daß es an den nötigen Kapitalien fehlt. Warenmarkt. Die Geschäftstätigkeit an den Warenmärkten blieb auch weiterhin ruhig. Die unsichere politische und wirtschaftliche Lage, Kreditstockung, Absatzstockung, ProduktionsDas stockung usw. ließen die Stimmung nicht besser werden. Geschäft am Rohhäutemarkt konnte sich in der letzten Zeit mehr befestigen. Am Ledermarkt ist der Geschäftsgang wieder etwas lebhafter geworden. - Produktenmarkt. Das Geschäft an den Produktenbörsen bewegte sich weiter in ruhigen Bahnen. Die Tendenz für Brotgetreide war angesichts der zu erwartenden guten Ernte flau, und die Umsätze in diesem Artikel gering. Die Tendenz am Hopfenmarkt blieb unverändert fest. Die Preise haben sich weiterhin etwas erhöht. Viehmarkt. Der Auftrieb an Schlachtvieh zu den letzten Märkten war bei Rindern höher, bei Kälbern und Schafen niedriger, ebenso bei Schweinen. Der Handel verlief im allgemeinen wieder langsam. Die Preise gingen, wenn wir den Durchschnitt der größeren deutschen Märkte nehmen, bei Rindern um 1-10 Pfg., bei Kälbern um 2-10 Pfg., bei Schafen um 1-10 Pfg. höher, bei Schweinen um 1-8 Pfg. Verkehr. Die Reichsbahngesellschaft arbeitet gegenwärtig mit 81 Prozent Ausgaben, d. h. auf 100 Mark Einnahmen entfallen 81 Mart Ausgaben. Dieser Stand entspricht ungefähr der Rentabilitätsschäzung des Dawesplanes, die damit also von der Reichsbahngesellschaft erreicht worden ist. Die Gerüchte über eine bevorstehende Tariferhöhung der Reichsbahn entsprechen nicht den Tatsachen. Im Jahre 1924 hat die Reichspost 25,5 Mill. mehr eingenommen, als der Voranschlag vorsicht, während die Ausgaben um 14 Mill. hinter dem Voranschlag zurückbleiben. An eine Erhöhung der Gebührensätze wird nur bei äußerster Notwendigkeit herangegangen werden. - MONNA YANNA imgelben Gewande DIE 58 ZIGARETTE ADLER- COMPAGNIE A.G.DRESDEN - Ausland. Die Gesamtlage der Wirtschaft in der Schweiz wird zur Zeit als befriedigend bezeichnet, doch machen sich Lähmungserscheinungen bemerkbar, vor allem in den für die Ausfuhr arbeitenden Industriezweigen. Die italienische Lira erfuhr in der legten Zeit eine scharfe Abwärtsbewegung. Die Bewertung des französischen Franken hat eine weitere Verschlechterung erfahren. Die bisherigen Stüßungsmaßnahmen waren nicht in der Lage, einen nachhaltigen Eindruck auf die Börsen auszuüben. Grundsteuer 1925. Der Fälligkeitstermin des zweiten Zieles der staatlichen Grundsteuer für das Rechnungsjahr 1925 ist auf 15. August 1925 verlegt. Schonfrist 1 Woche. Am 15. August ist auch die am 15. Mai fällg ge= wesene Vermögenssteuervorauszahlung zu leisten. Die Julimiete. Die Julimiete in Hessen. Nach Anhörung von Interessenvertretungen und Sachverständigen wird auf Grund des Artikels 9 der hessischen Ausführungsverordnung zum Reichsmietengeset in der Fassung der Verordnung vom 20. August 1923 und der §§ 27, 28 der dritten Steuernotverordnung vom 14. Februar 1925 für die Berechnung der Miete für den Monat Juli folgendes bestimmt: Der für den Monat Juni 1925 festgesetzte Mindestsaz von 80 v. H. der Friedensmiete bleibt auch für den Monat Juli 1925 bestehen. Dazu ist zu bemerken, daß die Anhörung der Interessenvertretungen auf schriftlichem Weg erfolgt ist. Der Landesverband hat seine Wünsche in der in Nr. 28. mitgeteilten Eingabe niedergelegt. Das Ministerium behandelt erfahrungsgemäß die im Gesetz vorgeschriebene Anhörung lediglich als Formsache, die ohne Einfluß auf die Entschließung des Ministerium ist. Wir sehen uns zu dieser Bemerkung veranlaßt, weil vielfach angenommen wird, als ob seitens der Hausbesitzer- Organisation bei dieser Anhörung der von der Regierung festgesetzte Saz acceptiert worden sei. Steuererhöhung statt Mieterhöhung. Bekanntlich ist eine höhere Miete als 80% von der Mieterschaft zur Zeit nicht tragbar, solange diese Mieterhöhung dem Hausbesitzer zur Wiederinstandsegung seines durch die jahrelange Bettelmiete heruntergewirtschafteten Hauses zufließen würde. Dieser Standpunkt ändert sich jedoch, sobald die Regierung Bedürfnis nach höheren Steuern hat. In dieser Beziehung kennt sie keine Grenze der Leistungsfähigkeit. Da erfahrungsgemäß der Appetit erst beim Essen kommt, hat die hessische Regierung festgestellt, daß 25% Sondersteuern eigentlich zu wenig sind und sie hat, wie aus nachstehender Bekanntmachung ersichtlich ist, die Sondersteuer um ein Drittel erhöht, sodaß sie vom 1. August ab 29% beträgt. Die Bekanntmachung lautet: Sondersteuer vom bebauten Grundbesig. Für das Rechnungsjahr 1925 wird eine Sondersteuer des Staates vom bebauten Grundbesitz erhoben mit einem Steuersatz für April bis Juli mit 60 Pf., und vom 1. August ab mit 80 von vollen 100 Mark des Steuerwertes. Die Gemeinden sind berechtigt, mit Genehmigung des Innenministeriums eine Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz bis zur Höhe von 60 Pf. für je 100 Mark Steuerwert zu erheben. Eine Erhöhung über diesen Say hinaus bedarf der Genehmigung des Innenministeriums, einvernehmlich mit Finanzund Sozialministerium. Eine Gemeinde kann die Steuerwerte des Grund- und Gebäudebesitzes mit höheren Ausschlagssägen, als sie der Staat auf diese Werte vorsieht, nur dann belasten, wenn sie eine Sondersteuer vom bebauten Grundbesig mindestens in Höhe von 60 Pf. je 100 Mark Steuerwert erhebt. Da aber das, was die Großen vormachen, nur zu gern von den Kleinen nachgemacht wird, so ist mit Sicherheit damit zu rechnen, daß die Gemeinden ihre Sondersteuern ebenfalls„ zeitgemäß aufwerten". Damit kommen wir auf 33% Sondersteuern und man fann mit mathematischer Sicherheit ausrechnen bis zu welchem Zeitpunkt wir 100% Steuern und 0% Miete haben. Die Erhöhung der Sondersteuern wird damit begründet, daß sie„ restlos" zum Bauen verwendet werden sollen. Die Regierung wird es uns nicht übel nehmen, wenn wir dieser Erklärung keinen Glauben schenken. Wir fragen nur, wo die Bauten stehen, die für die seither an Sondersteuern gezahlten Millionen errichtet werden sollten? Die Erhöhung wird ebenso in das noch unerforschte Gebiet des Staatssäckels verschwinden, wie die seitherigen Sondersteuern auch. Die vorjährige Sondersteuer hat etwa 4 Millionen Mark mehr eingebracht als vorgesehen war und wir hätten es als vornehmste Pflicht der Regierung gehalten, diesen Mehrertrag dem Baumarkt zuzuwenden, um die Wohnungsnot zu beheben. Da sie das nicht getan hat, so müssen wir annehmen, daß die Regierung selbst nicht an das Bestehen einer Wohnungsnot in den von ihr oft geschilderten Umfang glaubt. Wenn es sich um Lockerung der Zwangswirtschaft handelt, wird regierungsseitig die Wohnungsnot in frassesten Farben geschildert. Wenn es sich aber darum handelt, sie zu beseitigen, schweigt sie in allen Sprachen. Es ist auch zu bequem, die verfassungsmäßig den Hausbesitzern zustehenden Kapitalzinsen zu enteignen und im gleichen Zug auch noch die Zinsen der Hypothekengläubiger mitzunehmen, ob das aber die Aufgabe eines Rechtsstaates ist, die Frage be= halten wir uns für später zur Behandlung vor. Die Hausbesitzer sind im heutigen Staat die Frohnknechte: Sie sind grundbuchmäßig Eigentümer des Hauses, in dem sie nichts zu sagen haben, für das sie aber die Steuern für Staat und Gemeinde einziehen, die Wohnungen der Mieter nach Wunsch herrichten müssen, auch wenn die gezahlten Instandsegungskosten zu den Herrichtungskosten in keinem Verhältnis stehen, wie das Oberlandesgericht Darmstadt unter dem Vorsitz des bekannten Aufwertungsabgeordneten Dr. Best entschieden hat, für den bei der Aufwertung und anscheinend nur hier, der Grundsatz von Treu und Glauben maßgebend ist. Um den Hausbesitz, dessen Erhaltung im jetzigen Zustand im Wesentlichen den persönlichen Opfern der Besitzer zu danken ist, reißen sich Hypothekengläubiger und Staat. In der Zwischenzeit zwangswirtschaftet die Regierung ruhig weiter bis zu dem Zeitpunkt, wo die Häuser zusammengefallen sind, dann ist das A und O unserer Nachkriegspolitik erreicht: daß Keiner mehr was hat. Denn der tiefere Sinn der Zwangswirtschaft ist doch der, den letzten Rest der aus Kriegs- und Inflationszeit geretteten fümmerlichen Rest des Volksvermögens zu vernichten. Das nennt man dann Planwirtschaft im Wohnungs wesen. 3. Die Einweisung Obdachloser in leere Wohnungen. In einer kleinen Anfrage deutschnationaler Landtagsabgeordneter wurde die Befürchtung ausgesprochen, daß das Mieterschutzgesetz praktisch als„ Gesetz zum Schutze der Mietprellerei" wirke. Hieran wurden einige weitere Fragen geknüpft, auf die der Preußische Minister für Volkswohlfahrt, dem Amtlichen Preußischen Pressedienst zufolge, u. a. folgendes erwidert: Die Tatsache, daß in der Zuweisung von Ersatzräumen laut Mieterschutzgesetz eine unbillige Härte für den Vermieter liegen fann, war wiederholt Gegenstand von Verhandlungen zwischen. den zuständigen Reichsressorts und den Wohnungs- und Justiz-. ressorts der Länder. Die Reichsregierung hat bereits einen ent sprechenden Gesegentwurf in Vorbereitung, der, soweit bekannt vor dem Abschluß steht. Die Möglichkeit einer Einwirkung auf die Gemeinden, zur Behebung der Obdachspflicht, Asyle für Leute zu schaffen, die fich böswi der Staa jedoch für des obdac werden en Nach der zur S meindebeh werden. zu, wenn bare Gefa weisung i jetzt vorau ruht. Vo erfolgen d andere R fung lebt verhältnis Die Unter des Saust schädigung ob eine st kommt, da Obwo die Regier Amun politischen Forscher se als erster wahren N zu hissen anneftiere Ansprüche die Forschu fansson ve und„ Jäge Hinweist, Lebens ba wie man r fann; freil schick haber schen Wifi genommen nach Norde Wissensdro Weg durch Ingenieur artiges Be Erfahrung reise Fritj und Eis" Jahren tr Dieses Bu näher besd Flug ausg Nachrichter zeigt Nans zeichneter S von Norw Polarforsch Rasmussen ,, Ein artti menschen" haben. 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Dies setzt voraus, daß die Obdachlosigkeit nicht auf Böswilligkeit beruht. Vor der Einweisung, die nur für eine bestimmte Frist erfolgen darf, ist daher die Möglichkeit einer Unterbringung in andere Räume zu prüfen. Durch die polizeiliche Einweisung lebt das frühere, durch Aufhebungsklage beendete Mietverhältnis nicht wieder auf, es wird auch nicht neu begründet. Die Unterbrinung ist eine Maßnahme, die zur Entschädigung des Sausbesizers oder des sonst Berechtigten verpflichtet. Entschädigungspflichtig ist letzten Endes die Gemeinde, gleichgültig ob eine staatliche oder kommunale Polzeiverwaltung in Frage kommt, da es sich um mittelbare Polizeikosten handelt. - Obwohl es sich hier um preußische Verhältnisse handelt, ist die Regierungsantwort auch für Hessen nicht ohne Interesse. Verschiedenes. Amundsens Nordpolflug hatte den Anlaß zu einem richtigen politischen Kampf um den Nordpol gegeben. Der wagemutige Forscher selbst sollte die Absicht haben, auf dem Punkt, den er als erster durch sorgfältige wissenschaftliche Messungen als den wahren Nordpol feststellen wollte, die Flagge seines Vaterlandes zu hissen und das Gebiet um den Nordpol für Norwegen zu annektieren. Andererseits erhebt die kanadische Regierung ernste Ansprüche auf dasselbe Gebiet. Vermutlich ist Kanada durch dieForschungen des bekannten Polarforschers Vilhjamur Ste fansson veranlaßt, der in seinen Büchern„ Länder der Zukunft" und„ Jäger des hohen Nordens" auf die reichen Naturschätze Hinweist, die jene Erdstriche bieten, die man bisher als allen Lebens bar angesehen hat. Stefansson hat praktisch bewiesen, wie man mit leichtem Gepäck unversehrt durch das Eis kommen kann; freilich muß man dazu großen Mut und das richtige Geschick haben. Seitdem vor mehr als tausend Jahren die nordischen Wikinger den Kampf mit dem Eis des Nordpolgebiets aufgenommen hatten, hat sich die Menschheit bemüht, immer weiter nach Norden vorzubringen. Unzählige Menschenleben sind diesem Wissensdrang zum Opfer gefallen. Als Erster, der auf dem Weg durch die Luft zum Pol dringen wollte, starb der schwedische Ingenieur S. Andrée im Jahre 1897 den Heldentod. Ein großartiges Beisp. dafür, was Mannesmut, gepaart m. wissenschaftl. Erfahrung, zu leisten vermag, bietet die weltberühmte Polarreise Fritjof Nansens. die in dem klassischen Werk„ In Nacht und Eis" beschrieben ist. Nansen ist dem Eis auch in späteren Jahren treu geblieben, wie sein Buch„ Spitzbergen" beweist. Dieses Buch ist gerade jetzt von Interesse, weil es die Basis näher beschreibt, von der Roald Amundsen bei seinem kühnen Flug ausgegangen ist und wohin er, nach soeben eingegangenen Nachrichten, auch wieder zurückgekehrt ist. Nebenbei bemerkt, zeigt Nansen in seinem Werk auch, welche Reichtümer an ausgezeichneter Kohle Spitzbergen birgt; die Inselgruppe ist inzwischen von Norwegen annektiert worden. Unter den erfolgreichen Polarforschern dürfen Männer wie Einar Mikkelsen und Knud Rasmussen nicht vergessen werden, die uns in ihren Werken „ Ein arktischer Robinson" und In der Heimat des Polarmenschen" mit der Natur der Polarländer vertraut gemacht haben. Die Annektionslust der Regierungen hat sich übrigens nicht auf den Nordpol beschränkt, auch der Südpol, der im Gegensatz zum Nordpol auf einem mächtigen eisstarrenden Kontinent liegt, ist durch den australischen Staat„ einverleibt" worden. Bekanntlich hatte Roald Amundsen das Glück gehabt, den Südpol zu erreichen und zwar nicht ganz ohne Zufall zur selben Zeit, in der der unvergeßliche Kapitän Robert Scott mit seinen Getreuen dasselbe Ziel anstrebte. Welche Enttäuschung für Scott, als er nach unsäglichen Anstrengungen als erster, wie er glaubte, den Südpol erreichte und sehen mußte, daß dort schon die norwegische Flagge wehte. Scotts Werk rLeyte Fahrt" ist ein ergreifendes Zeugnis von Forscher- Heroismus. Neben Kapitän Scott ist als besonders erfolgreicher Erforscher des Südpolargebietes der Australier Douglas- Mawson hervorzuheben, dessen Werk ,,, Leben und Tod am Südpol" allgemein bekannt ist. Reichshandwerksordnung. Der Ausschuß für Berufsstandspolitik, den der Deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag gemeinschaftlich mit dem Reichsverband des deutschen Handwerks gebildet hatt, ist am 3. und 4. Juni ds. Js. zu Beratungen in Hannover zusammengetreten. Den Beratungen lag zugrunde ein neuer Referentenentwurf für die Reichshandwerksordnung, der im Reichswirtschaftsministerium aufgestellt worden ist. Der Entwurf wurde in Gegenwart seines Verfassers eingehend beraten, wobei die Notwendigkeit zu einer Reihe von Abänderungsanträgen sich ergab. Leider wird auch dieser Entwurf vom Reichswirtschaftsministerium noch als vertraulich behandelt und es war trotz aller Bemühungen die Genehmigung zur Vorlage an sämtliche Mitgliedskörperschaften des Reichsverbandes nicht zu erreichen. Lediglich der Vorstand des Reichsverbandes und des Kammertages ist neben dem Ausschuß für Berufsstandspolitik für die Prüfung des Entwurfs zunächst zugelassen worden. Außerdem hat die Geschäftsleitung des Reichsverbandes erreicht, daß der Entwurf in den einzelnen Wahlgruppen, aus denen sich der Reichsverband zusammensetzt, in vertraulicher, nicht öffentlicher Form zur Beratung gestellt werden kann. Der Grund für die weitere vertrauliche Behandlung liegt darin, daß noch immer eine Anzahl von Ländern mit ihren Gutachten zum Entwurf im Rückstande ist, sodaß eine endgültige Vereinbarung unter den beteiligten Reichsministerien noch nicht erfolgen konnte. Der Reichsverband des deutschen Handwerks wird unverzüglich weitere Schritte unternehmen, um die baldigste Freigabe des Entwurfs zur öffentlichen Kritik zu erreichen. Literarisches. Die Rheinische Jahrtausendfeier in Berlin und die SaarKundgebung in Hannover gehören zu den Höhepunkten der veranstalteten Feiern für das Deutschtum und die Deutscherhaltung der Rheinlande. In Wort und Bild würdigt u. a. die neueste Nummer der Illustierten Zeitung J. 3."( Verlagsanstalt Ringier u. Co., G. m. b. S., Stuttgart) dieses Ereignis. Die für jeden 2., 3. und letzten Montag im Monat ange= setzten Sprechstunden über die Angestelltenversicherung betref= sende Fragen werden in der Zeit vom 28. Juni bis 26. Juli 1925 nicht abgehalten. Vom 27. Juli 1925 an werden sie dann wieder in der gewohnten Weise im Stadthaus Gießen, Gartenstraße 2, Hauptbau, Zimmer Nr. 2( Wanderfürsorge) stattfinden. In China und Marokko lodern die Aufruhr- und Kriegsfackeln; andere Staaten fesseln durch politische und wirtschaftliche Vorgänge die Aufmerksamkeit. Sollen diese Ereignisse verstanden und in ihren Auswirkungen beurteilt werden, so bilden georgraphische Kenntnisse oder doch geographische Orien= tierung dafür die Vorausseßung. Unsere Leser werden es be grüßen, daß im GEA- Verlag G. m. b. H., Berlin W. 35, eine Weltkarte 1: 47 000 000 erschienen ist, die, im Bilde 95X60 cm groß, vielfarbig die politische Einteilung der Welt zeigt. Die sauber ausgeführte Karte fann bestens empfohlen werden; sie wird zum Preise von 2 M durch jede Buchhandlung abgegeben. Drucksachen aller Art liefert Druckerei A. Klein Universal- ReichsstenerKassebuch mehrfach gesetzlich geschützt enthält - Spezialeindrucke für jedes Geschäft وو z. 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