Gletscher: e sie nun den Gletwollte, ob jei, wehrte erdirb mir voller Er: ismeer vor ehe sie es ssen. Ein Gletscherognat aus, trinken!" reizendens irr in der fredenzten Lee Marke derstehen?" ein köstlich ch gehalten iten. Unten kommt es, Gletschertee, gte Frau?" nd nimmeretanne!" uemen ik a. chAL. 1, M. u. 2917. iel Klein. hen, Pfandbriefe en Preisen Angebote unt . 4009 an die ieses Blattes. lalbetten traßen, Kin , direkt an Katalog 32N möbelfabrik I i. Thür. EIRAT 22 jähr. Fabrichter, Halbit 300000 Mk. mög., wünscht Herrn auch rmögen zu verdurch Frau Berlin C. 25. Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Str. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Südanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30 mm breite Petitzelle, Auswärts 30 Goldpfg. Lokal " 1 11 " 1 90 11 Reklamezeile " 1 Dienstag, den 27. Januar 1925. Landwirtschaftliche Umschan. ( Zusammenfassende Uebersicht über die Lage der deutschen Landwirtschaft.) ( Nachdruck verboten.) Allgemeine Lage. Die seit Beginn des vorigen Jahres bestehende Agrarfrise dauert nach wie vor an und ist in ihren Enden noch nicht abzusehen. Während in der Inflationszeit die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten das Angebot erheblich überstieg, ist es heute umgekehrt. Vor allem belastet aber die deutsche Landwirtschaft die schwere Kreditnot. Ernste Eorgen über die Frühjahrsbestellung und die Beschaffung der Mittel beunruhigen die Landwirtschaft. Die Kreditnot führt immer mehr zu Notverkäufen von Waren und Inventar. Stellenweise wird sogar Land zum Verkauf gestellt, um der Zahlungsschwierigkeiten Herr zu werden. Damit sinken die Bodenpreise und die Kreditwürdigkeit und Beleihungsmöglichkeit. Arbeitskalender. Für das Streuen fünstlicher Düngermittel auf Wiesen und Aeckern ist jetzt eine günstige Zeit. Kulturarbeiten werden fortgesetzt. Das Abeggen der Wiesen muß icht durchgeführt werden. Umstechen der Komposthausen. Im Obstgarten erfolgt das Puzen, Schneiden, Verjüngen und Umpropfen älterer Bäume. Stand der Fluren. Ein überaus milder Winter ist bisher den Saaten förderlich gewesen. Eine kurze harte Kälteperiode mit einer ausreichenden Schneedecke und Durchfrieren des Bodens wäre natürlich viel günstiger, trotzdem kann man sich über den bisherigen Verlauf nicht beklagen, wenn auch das Ungeziefer seiner notwendigen Vernichtung und Beschränkung entgeht. Produktenmarkt. Die Stimmung an den deutschen Produktenmärkten blieb im allgemeinen flau. Das Angebot in Weizen und Roggen ist nicht allzu groß und findet bei marftmäßigen Preisen Absatz. Das Geschäft in Braugerste ist sehr fiein geworden. Hafer ist im. reise weniger zurückgegangen und bleibt in guten Qualitäten befragt. Das Mehlgeschäft steht im Zeichen der Unsicherheit. In Futterartikel ist die Nachfrage belanglos. Am Hopfenmarkt blieb das Geschäft weiter ruhig und unverändert. Sehr flau war die Stimmung für Mais. Bei Sämereien nahm der Bedarf an Umfang zu. Viehzucht. Infolge der Milchpreise hat sic) ein großer Teil der landwirtschaften Betriebe auf die Milchproduktion verlegt und zwar so stark, daß sie darüber die Auf- und Heranzucht an Zuchttieren ganz vergaßen. Im Interesse der Gesamtlandwirtschaft ist es gelegen, wenn in den natürlichen Viehzuchtgebieten das Hauptgewicht der Viehzuat wieder zugewendet würde. Die vorläufigen Ergebnisse der letzten Wiehzählung zeichnen ein günjugeres Bild von der Entwicklung unseres Viehstandes, als die Ergebnisse der Vorjahre. Der Rückgang unseres Viehbestandes scheint mit dem Jahre 1922 zum Stillstand gekommen zu sein. 2.e wesentliche Besserung unseres wiehstandes - 10 120 " 1 " Nr. 11. is ein Beweis, daß die.... yeimische coduon kraig und entwiuungsfugig genug ist, um bet entsprechender wirtschafts- und ganz besonders handelspolitischer Berücksichtigung einen Leistungsgrad zu erretjen, der die Versorgung des deutschen Volkes aus eigener Kraft bezw. eigener Arbeit sichert. Viehmärkte. Die Märkte der letzten Zeit waren sehr ruhig. Die Preise blieben im großen und ganzen stabil, zum Teil nahmen sie eine rückläufige Bewegung. Die Tendenz war im allge= meinen bei Großvieh flau, bei kleino.co) teilweise lebhafter. Die Nuzviehpreise gannen infolge der nunmehr allmählich stärker einsetzenden Nachfrage etwas anzuziehen. Die AuslandsDarkte meldeten ebenfalls schwache Tendenz bei teilweise stark rudgängigen Preisen. Häutemarkt. Bei den letzten Häuteauktionen ging das Geschäft nicht mehr so flott wie in den früheren Monaten. Die Preise zeigen durchschnlich einen Rückgang von 8 bis 10 Proacnt. Düngemael. Am Stiustoffmarkt ist eine große Nachfrage zu verzeichnen. Erzeugung und Versand verlaufen rung. Das Kg. Stickstoff im Jahwefelsaurem Ammoniak stellt sich für Februar- Abruf auf 1,13% M und für März und später auf 1,15 M. Jm Ausland, die Nachfrage sehr lebhaft geworden. Der Absatz ist gut. Ausstellungen und Messen. Die zweite landwirtschaftliche Messe in Köln findet vom 4. bis 12. Juli statt. Mit der Messe ist wieder eine Viehausstellung verbunden. Ebenso soll die rheinische Provinzial- Pferdeausstellung damit verbunden werden. Vom Mai bis Oktober wird in Ludwigshafen eine große Landwirtschaft- und Gartenbau- Ausstellung abgehalten. Forstwirtschaft. Die Mitte Februar herrschenden starken Südwinde haben in den Waldungen zum Teil größeren Schaden angerichtet. Die Aussichten für die Holzverwertung sind wieder günstiger geworden, da sicher zu erwarten steht, daß die Bautätigkeit im kommenden Frühjahr sich wesentlich beleben wird. Die Versteigerungen in den Forsten bleiben gut besucht. Die Preise übersteigen zum Teil wesentlich die Grundtagen. Steuern. Die gegenwärtige Steuerlast ist so groß, daß sie dem Landwirt jede Möglichkeit nimmt, seinen Betrieb intensiver bewirtschaften zu können. Mit Steuerstundung ist der durch die Mißernte heimgesuchten Landwirtschaft nicht geholfen, sondern nur durch Steuererlaß; denn wo keine Einnahmen sind, kann feine Steuer bezahlt werden. Die steuerlichen Härten und Ungerechtigkeiten treten besonders bei der klein- und mittelbäuerlichen Bevölkerung stark in Erscheinung. Verkehr. Von den Landwirten und insbesondere von den landwirtschaftlichen Genossenschaften wird es sehr begrüßt werden, daß das bahnamtliche Frachtstundungsverfahren demnächst aufgehoben und der deutschen Verkehrskreditbank übertragen werden soll. Arbeitsmarkt. In der Landwirtschaft wird der Verkehr zunehmend lebhafter. An weiblichem Personal besteht bereits wieder ein ziemlicher Mangel. Das Bestreben des weiblichen Personals geht heute häufig wieder dahin, in der Industrie unterzukommen. - - - Ausland. In Rumänien wurde im Vorjahre um 400 000 Hektar weniger Weizen angebaut als 1923. Ungarn hat die Zölle für Weizen- und Roggenmehl von 13 auf 3,25 Kr. herabgesetzt. In Frankreich befürchtet man die Einführung der Getreidezwangswirtschaft. Bulgarien will für Mais kein Ausfuhrverbot erlassen. Mit Rücksicht auf den sehr großen Weizenbedarf der Welt beabsichtigt Argentinien, die Weizenproduktion noch bedeutend zu erhöhen. Der Bericht des AckerbauAmtes in Newyork erklärt die allgemeinen Aussichten der Landwirtschaft für 1925 als ziemlich ermutigend, gegenüber dem Vorjahre. - Vor 10 Jahren. Belohnter Mut. Skizze non Karl Wizel. Hans Müller war im Vollgefühl seiner Freude, genährt von starker Vaterlandsliebe, in den Kampf gezogen. Es war ihm flar, daß hier die Gelegenheit gegeben war, seine Kaltblütigkeit, von der er eine große Menge sein eigen nennen durfte, zu bezeigen. Die Tore eines weiten Arbeitsfeldes, dessen Lohn unvergänglicher Ruhm hieß, waren ihm aufgetan und harrten seines Durchganges. Er brannte vor Eifer, sich zu betätigen. - ,, Der Abschnitt von D. bis A. ist aufzuklären, das 1. BatailIon, 1.... stellt 24 Mann, darunter einige Unteroffiziere und 4 Offiziere". So lautete der Divisionsbefehl. Als der Hauptmann seine Kompagnie zusammenrief, da kreiste sein Blut schon lebhafter. Es schien ihm bewußt zu sein, daß etwas Besonderes bevorstand. Rasch war er demgemäß zur Stelle. Als der Befehl bekanntgegeben war, fügte der erste Offizier daran:„ Freiwillige vor!" Die ganze Masse setzte das Gesicht eines Ameisenhaufens auf und strömte vor, um der Erledigung des Auftrages näherzutreten. Da die ganze Kompagnie willig war, mußte eine Auswahl getroffen werden. Der Hauptmann las die, denen Beherztheit in großen Buchstaben in den Augen geschrieben stand, heraus. Unteroffizier Müller, dem ein geheimnisvolles Leuchten im Antlitz lag, fehlte selbstverständlich darunter nicht. Der Mut, der noch nicht zum Durchbruch gekommen war, ließ seine Glieder schwellen. In seinem regen Geiste gaukelten schon die Bilder, die er vielleicht zu sehen hatte. Der Leutnant mit seinen sechs Mann es war befohlen worden, Mützen aufzusetzen, um die Unerkenntlichkeit zu erhöhen war marschbereit und rückte vor. Er selbst nahm zwei Mann, Müller einen und ein Gefreiter einen Mann. ,, Viel Glück! Auf Wiedersehen bei den Unsern!" verabschiedete sich der leutselige Offizier, um den in der Heimat Frau und Kind bangte. Müller kroch auf Händen und Füßen vor, da in dem an Unterholz reichen Wald der Feind vermutet wurde, während der beigegebene Mann ihm in ge= schickter Weise folgte. So hatten sie sich einige Hundert Meter vorgearbeitet, als sie an eine Stelle gerieten, wo ein fast vierediger Pflanzgarten gelegen war. Das Glas mußte mehr denn je seine Schuldigkeit tun, da genaues Beobachten der Erhaltung des Lebens die Wage hielt. Die beiden Tapferen schlichen lautlos dahin, als ein leicht bewegter Wind Laute an ihr Ohr schlagen ließ. Noch schwankten sie in der Annahme, ob sie von Menschen oder von dem flüsternden Laub herrührten. Müller jedoch mit seinem scharfen Gehör wollte eine menschliche Stimme vernommen haben. Noch einige Menschenlänge vorgeschlängelt, war Vorsicht am Plaze, sonst hätte die aufgebaute Arbeit über den Haufen fallen können. Einen dicken Baum als Deckung benugend, wuchs er in die Höhe. Halt, was sah er da? Erstaunen und heimliche Freude erfaßten ihn. Kaum traute er seinen Augen. Da drüben an der Waldecke, wo der schmale Waldweg vorbeiläuft, etwa 150 Meter von seinem Stand, schritt in aller Gemütsruhe eine feindliche Patrouille. Er ließ sie ruhig ihre Wege ziehen, bog nach links aus, um ungesehen auf die andere Seite des Pflanzstückes zu gelangen, denn sie abzuschießen, hielt er für verfrüht, da die Meldung, die er dann hätte überbringen müssen, ihn nicht befriedigt hätte. Langsam, mit Anstrengung aller Kräfte schraubten sie sich vorwärts. In angestrengter Tätigkeit, hier und da wie Hasen, die dem Wetter nicht trauen, Umschau haltend, hatten sie den jenseitigen Waldsaum erreicht, und waren nun in einer Höhe mit den Abgesandten des Feindes. Das Waldgelände fiel abwärts und ging in einen jungen Forst über den eine weite Ebene ablöste. Hier war das feindliche Lager das Herz hüpfte ihm vor Freude, in dem geschäftigtes Treiben herrschte. Stärke, Waffengattung waren erspäht, eine kleine Skizze hing im Kopfe fest. Nun zurück zur Kompagnie. Sie nahmen denselben Weg, da sie ihn sicher wähnten. Jetzt wurden ihre„ Kollegen" gesichtet. Da sie das Schießen nicht lassen konnten, feuerten sie gleichzeitig. Zwei legten sich ins Gras. Sie traten näher und gewahrten, daß ein Offizier darunter war, wie Müller schon durch das Glas wahrgenommen haben wollte. Die Gradabzeichen waren rasch abgenommen, und weiter gings., die frohe Botschaft zu überbringen. Die drei Stunden, die sie unterwegs gewesen sind, hatten reiche Früchte gezeitigt. Besonders der Kompagnieführer freute sich, diese wichtige Erkundung dem Bataillon weitergeben zu können. Er ließ es sich nicht nehmen, Müller und seinem Begleiter vor versammelter Kompagnie Dank auszusprechen und ihn als leuchtendes Beispiel von Mut, Ueberlegung, Klugheit und Entschlossenheit darzustellen. Später nahm er beide zur Seite und drückte jedem eine glänzende Münze in die Hand. Müller aber meinte:„ Herr Hauptmann, wir haben ja nur unsere Pflicht getan!" Alte und neue Erntebräuche. Von Hans Runge. Das Erntefest der alten Germanen. Mittelalterliche Ernte: bräuche. Tiroler und Schweizer Aberglauben. -- Bei den alten Germanen waltete Allvater Wodan, der höchste Gott, über der gesamten Ernte. Zu ,, Wauden" beteten in bestimmten Versen in vielen deutschen Geuen die Schnitter. In Niedersachsen ließen die mit der Einheimsung der Aehrenfrüchte Beschäftigten dem Pferde Wodans, dem wilden Schimmel, eine Garbe auf dem zuletzt abgegernteten Felde zurück. Das Erntebier heißt heutzutage noch in einigen Teilen Niedersachsens Wodelbaer, d. i. Wodansbier. Nerthus, die Erdenmutter, nahm die sprießende und der Reife entgegengehende Saat unter ihre Obhut; Kornfrauen und Elfen wurden geopfert, letzteren mußten unschuldige Kinder Mehl darbringen, den ersteren Aehren schneiden und mit Seidenfaden zum Büschel binden. Auch gastlich bewirteten die Germanen die Kornelfen. Nach Berthold von Regensburg wurde den ,, seligen Fräulein"( felices Dominae) sogar ein Tisch mit allerlei Speisen und Trank gedeckt. Noch heute bindet man den Kühen im bayerischen Hochland für die ,, Fräulein" Erdbeerenkörbchen, umwunden von Alpenblumen, zwischen die Hörner. Aus wilden Bergen, zerrissenen Klüften und Felshöhlen kommen die Elfen in die Ackerfluren und scheuen sich nicht, die Gärten in den Dörfern aufzusuchen. Und zur Zeit der Getreideernte wimmeln die Fluren von Weide- und Feldelfen. Aber fast alle Elfen waren den Menschenwerken abhold; deshalb mußten die kleinen Wesen besänftigt werden, entweder durch Opfer, oder, falls dies nicht gelang, durch Beschwörung, nötigenfalls unter Anrufen des wilden Mannes vertrieben werden. In Oberfranken läßt man beim Einfahren auf den Wiesen ein Häuschen Heu, auf den Getreidefeldern ein Aehrenbündel zurück. In Südwestdeutschland wird von einem unschuldigen Mädchen unter Niederknien und Beten der versammelten Schnitter ein sogenannten„, Glückshämpfli" geschnitten, mit einem Bande umwunden und im Hause oder in der Scheune aufgehängt und ein Jahr land bewahrt. In vielen Gegenden Deutschlands herrschen noch heute gleichartige und ähnliche Bräuche. Man windet Erntekronen und Erntekränze, die mit bunten Blumen und Bändern geschmückt sind und von den Besitzern der Felder bewahrt und behütet werden. Man fertigt aus Getreideähren ein menschenähnliches Bündel, versieht es hier und da sogar mit einem Antlitz oder einer Maske und bringt es nach geschehener Ernte, nachdem das letzte Getreide in den Scheunen Platz gefunden hat, in feierlichem A weilen 1 besitzern oder sich Zu de stehenden Schutzfeu Sonnenw vom Jah Vich du In Ti „ Judas“ im frühe scher Ze ,, Nodfyr ,, Notfiur des vorig Hagels blasen v wegen ei fester Ha wird). I Hessen so Rosegg schwalbe, lastend a Drauß Safer sch und läßt giftige, cornutum die Saat so sollen Roggenhu Im Kle delt, ein hin. 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Diese Verbrennung trat wohl im früheren Mittelalter an die Stelle der Opfer frühgermanischer Zeit. Jm„ Indiculus" hießen die Ernteopfer sächsisch ,, Nodfyr"; noch früher, 742, friesisch„ Niedfyr“, althochdeutsch, „ Notfiur“. Im Eichsfelde loderten noch bis ins 5. Jahrzent des vorigen Jahrhunderts die Notfeuer( sog. wilde Feuer.) Hagelschauer wurden in einigen Gegenden auch durch Hornblasen vertrieben. Elfen oder„ Huldern" schossen in Norwegen eine„, Alfkula"( Elfenkugel) ins Vieh( es ist dies ein fester Haarballen, der häufig im Magen eines Rindes gefunden wird). Jn Tirol nennt man einen solchen Ballen„ Hagelstein"; Hessen sollen ihn dort zurechtkneten. - - Rosegger erzählt von der steirischen„ Habergeiß" oder Nachtschwalbe, die leise durch's Schlüsselloch schwebt und sich unendlich lastend auf einen Schläfer legt, der dann Alpdrücken empfindet. Draußen, auf den Saatfluren, machte die" Habergeiß" den Hafer schwarz. Auch zieht die Unholdin über den Roggen dahin und läßt von ihrem Anhang manche Aehre versengen, so daß das giftige, blauschwarze Mutterkorn daraus hervorschießt( seale cornutum, auch Hahnenkamm oder Hungerkorn genannt). Steht die Saat in reifender Vollkraft und wogt der Wind hindurch, so sollen allerlei Tiere hindurchlaufen, z. B. Roggenwölfe und Roggenhunde, Haferböcke, Kornkatzen und Roggensäue. Jm Klettgau( Baden) nimmt die ,, Alte", die übers Feld wandelt, ein Kind zur Mittagszeit fort und legt dafür ihr eigenes hin. Jm Aargau liegt mittags das Kornkind, auch Kornengel genannt, häufig ängstlich weinend oder gar schreiend im Korn. Aber wer das Kindlein aufhebt, muß alsbald sterben. In Graubünden sagt man, es sei schwer aufzuheben und kündige ein treffliches, fruchtbares Jahr an. Mit der„ Alten" ist wohl das schnittreife Korn gemeint, mit dem Kinde der Ueberschuß, die Aussaat für das kommende Jahr. Nach völliger Einheimsung der Ernte, nachdem das Vieh wieder in den Stallungen untergebracht war, veranstaltete man ein Herbst- Dankfest, das, je nach dem Klima, in den einzelnen germanischen Gauen früher oder später fiel. Es waren dies Dankfeste, bei denen höchste Opferbräuche geübt wurden. Der Häuptling oder Herzog, lud seine Frilinge zum Opfermahl, bei dem es hoch herging. Dankbar wurde des Allvaters Wodan, des Spenders allen Segens, gedacht. Friedlich saßen die kraftstrogenden Mannen am Feuer bemmen. Die Mettufen waren gefüllt; die Hörner kreisten, und Priester und Sänger priesen den lauschenden Manen die Güte des Segners der Fluren, der wiederum die Speicher und Scheunen wohlgefüllt hatte, den Menschen und Tieren zur Labung und Agung. Statistisches über Brände in Hessen. = Für die Tagung der Hessischen Schornsteinfegermeister hatte Obermeister Karpfinger Darmstadt eine Zusammenstellung über die Brände in Hessen und deren Ursachen bekanntgegeben. Recht interessant ist, daß die Schornsteinbrände etwa 200 Prozent gegen die Vorkriegszeit zugenommen haben. Es waren zu verzeichnen in Darmstadt 1914, 11 Schornsteinbrände, 1923 deren 33, Offenbach 7:21, Mainz 10:40. Die Zunahme dieser Brände ist in erster Linie auf die schlechtere Beschaffenheit der Brennmaterialien, dann aber auch auf die geringeren Reinigungstermine der Schornsteine zurückzuführen. Im Jahre 1918 fanden in Hessen 487 Brände statt, davon wurden betroffen 274 Wohngebäude, 56 Scheunen, 26 Ställe, 51 Nebengebäude, 9 Kirchen und Schulen, 8 öffentliche Gebäude, 63 gewerbliche Gebäude. 1920 waren 534, im Jahre 1921 613 Brände zu verzeichnen, und zwar 1920 an Gebäuden 311, 1921 350, Scheuern 58: 73, Ställe 16:24, Nebengebäude 51: 49, Mühlen 2: 3, Kirchen und SchuIen 6:12, öffentliche Gebäude 11: 13, gewerbliche Gebäude 79 89. Die Entstehungsursachen bei den Bränden im Jahre 1918 waren bewiesene Brandstiftungen 2, mutmaßliche Brandstiftung 144, mangelhafte Feuerungsanlagen 53, feuergefährliche Betriebe 4, Blitzschlag 81, Explosionen 28, Selbstzündung 5, sonstige be= Tannte Ursachen 18, unbekannte Ursachen 148. In den Jahren 1920 und 1921: bewiesene Brandstiftung 1920: 0, 1921: 8, mutmaßliche Brandstiftung 16: 12, fahrlässiger Umgang mit Feuer und Licht 106: 88, mangelhafte Feuerungsanlage 72: 79, feuergefährliche Betriebe 5: 7, Blitzschlag 46: 67, Explosion 29: 32, Selbstzündung 2: 5, elektrische Anlagen 0: 8, bekannte Ursachen 13:14, unbekannte Ursachen 245: 293. Jn Hessen werden für Brandschäden jährlich etwa 1 und einhalb bis 2 Millionen Mark ausgegeben. Die große Zahl von Bränden ist in erster Linie auf die mangelhafte Bauart der Schornsteine zurückzuführen, vielfach auch auf die Feuerungsanlagen. Eine wesentliche Abnahme der Brände, die alljährlich sehr bedeutende Werte vernichten, dürfte zu erreichen sein, wenn bei der Bauabnahme der Schornsteinfeger mitwirkt, und ferner in angemessenen Zeitabschnitten durch diese sogenannte Brandschauen( Feuervisitation) abgehalten würden. Jn Bayern, Württemberg, Baden, Berlin, Brandenburg u. a. hat man die Schornsteinfeger als Feuervisitatore obligatorisch verpflichtet. Im Jahre 1922 wurde in einer Vorstellung beim Landtage die Schaffung eines Brandschaugesetzes angeregt. Die Vorstellung ist der Regierung als Material überwiesen worden. So steht zu erwarten, daß eines Tages auch Hessen, das in Bezug auf die Zahl der Brände mit an erster Stelle steht, im Deutschen Reiche, in ähnlicher Weise vorgehen wird. Das wäre auch insofern zweckmäßig, als die meisten Schornsteinfeger und dies irifft besonders auf dem Lande zu, sich als Brandmeister u. dgl. bei der freiwilligen Feuerwehr betätigen. Ehre der Arbeit. Wer den wucht'gen Hammer schwingt, Wer im Felde mäht die Aehren, Wer ins Mark der Erde dringt, Weib und Kinder zu ernähren, Wer stroman den Nachen zieht, Wer bei Woll und Werg und Flachse Hinterm Webestuhl sich müht, Daß sein blonder Junge wachse:- Jedem Ehre, jedem Preis! Ehre jede Hand von Schwielen! Ehre jedem Tropfen Schweiß, Der in Hütten fällt und Mühlen! Ehre feder nassen Stirn - Hinterm Pfluge! Doch auch dessen, Der mit Schädel und mit Hirn Hungernd pflügt, sei nicht vergessen. * Walküre. Ferdinand Freiligrath. Die vielen, vielen Getreuen, Die faum ein Mund noch nennt, Für die kein Lebensmaien Mehr blüht, kein Herz mehr brennt: Im Felde stumm gestorben, Versenkt auf hoher See, Im Feindesland verdorben, Voll Wunden tief und weh, Von Möwen überflogen, Von Stürmen überjagt, Vom Siegestraum betrogen, Verschollen, totgesagt: Schwing auf dich, Lied, und grüße Die heiligen Helden all Und füsse, tüsse, tüsse Ein jedes Wundenmal.. F. Schrönghamer- Heimdal. 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