E15 T bei m=, cor= rzter Her heit e u. Ssste otier 1. ds. en Rinan 32N orif kel hlt sen ssen Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Str. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Südanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen. Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30 mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg Lokal 11 11 11 " I 90 " Reklamezeile 10 120 " 11 Nr. 34. Samstag, den 21. März 1925. Wirtschaftliche Rundschau. ( Zusammenfassende Uebersicht über die deutsche Wirtschaftslage.) ( Nachdruck verboten.) Allgemeine Lage. Die Wirtschaftslage weist im allge= meinen die langsam fortschreitende Besserung auch in der abgelaufenen Berichtszeit auf. Es fehlt aber nicht an verstimmenden Momenten, weshalb noch kein Anlaß besteht, die Zukunft der Wirtschaft optimistisch zu beurteilen. Vor allem mussen die Geld- und Kapitalverhältnisse sich noch wesentlich bessern, ehe die Konsumkraft und Aufnahmefähigkeit des Binnenmarktes wieder voll und ganz hergestellt sein wird. Staatswirtschaft. Für Februar ergibt sich bei der Reichshauptkasse ein Ueberschuß von 110,6 Mill. Mt. Der Stand der schwebenden Schuld war um Monatsbeginn März 157,6 Mill. Die Gesamteinnahmen an Steuern und Zöllen betrugen im Fe= bruar 648,1 Mill. und blieben damit um rund 120 Millionen gegenüber den Steuereinnahmen des Vormonats zurück. Geldmarkt. Eine wesentliche Veränderung hat sich nicht vollzogen. Die Tätigkeit an der Börse blieb im allgemeinen ge= ring. Die Reichsbank hat ihr Bestreben, den Goldbestand zu verstärken, erfolgreich fortgesetzt. Die deutsche Rentenbank hat weitere 30 Mill. Reichsmart für landwirtschaftliche Kredite bewilligt. Handel, Gewerbe und Industrie. In Industrie, Handel und Gewerbe macht sich immer noch ein erheblicher Geldmangel be= merkbar. Das Auslandsgeschäft liegt fast überall noch recht im Argen. Die Klagen über die starke Auslandskonkurrenz auf allen Märkten wollen nicht verstummen. Die Rohstoffver= sorgung war im allgemeinen zufriedenstellend.- Das amerikanische Bankhaus Morgan hat bis zum 8. Februar insgesamt 160 Millionen Dollar Kredite für die deutsche Industrie vermittelt. Weitere 320 Mill. Dollar- Kredit- Anträge sind noch unerledigt. Die Rohstahl- Gemeinschaft wurde zunächst bis zum 31. Dezem= ber 1926 verlängert. Es besteht Aussicht, daß die Dauer dem= nächst auf volle 5 Jahre beschlossen wird. Die Regierung hat die Absicht, die Bildung eines Ruhrkohlen- 3wangssyndikates in die Wege zu leiten, falls durch freiwilligen Zusammenschluß eine Umbildung des Syndikates nicht zu erreichen ist. Die Industriellen Amerikas beklagen sich darüber, daß Deutschland ihnen auf dem Weltmarkt bereits wieder große Konkurrenz macht. Sie verlangen die Krediteinschränkung an Deutschland. Der deutsche Import ist in China seit 1923 ganz bedeutend gestiegen. Die drei größten Konkurrenten Deutschlands, Amerika, England und Japan, haben darunter sehr zu leiden. Auf Vorschlag der englischen Industrie soll durch eine Weltkonferenz die Zusammenarbeit der Industrien der einzelnen Länder gesichert werden. - - - Holzmarkt. Bei den letzten Nadelstammholzversteigerungen lag auf den erzielten Preisen ein unverkennbarer Drud. Die Käufer waren sehr zuückhaltend. Die Grundstimmung der Märkte für Nadelpapierholz blieb durchaus fest. Am Markte für Bretter ist die Geschäftslage in letzter Zeit eher noch ruhiger geworden. Von wesentlicher Zunahme des Bedarfs kann nicht die Rede sein. Die Erwartungen auf den Verbrauch am Baumarkte sind wesentlich herabgesetzt worden. - Warenmarkt. Der Gesamtverbrauch an Papier in der ganzen Welt erreichte 1924 die ungeheure Ziffer von 8 Mill. Tonnen, wovon ca. 50 Prozent in Europa verbraucht werden. Nordamerika muß vor allem aus Deutschland Papier einführen. Bei den letzten Häuteauktionen konnie wieder ein weiterer Preisrückgang beobachtet werden, der je nach Sorten und Plätzen sehr verschieden war, sich aber überall fühlbar machte. Die Gründe sind in der wachsenden Zurückhaltung der Lederindustrie zu suchen. Die nächste Versteigerung Frankfurter Gefälles findet am 24. März in Frankfurt statt. - Ausstellungen und Messen. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage hat die Leipziger Technische Messe neben einem großen technischen Erfolg ein durchaus befriedigendes, geschäftliches Ergebnis erbracht. Sie war die größte technische Veranstal= DEUTZ Rohöl= Motoren Diesel Motoren die wirtschaftlichsten Antriebsmaschinen Brennstoffverbrauch: 1,8-2,5/ Ps Std. 4495 MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT M. Kaiserstr.23 Kölner Frühjahrsmesse 22.3. bis 31.3. 1925 Stand D 412, Osthalle im Erdgeschoss. en, - tung der Welt. Die zweite Berliner Bekleidungs- Fachmesse wird vom 8. bis 11. August 1925 abgehalten. Die Mustermesse in Neapel findet vom 16. bis 30. September und jene in Padua vom 5. bis 19. Juni statt. Produktenmarkt. Der erneuten Verflauung der amerikanischen Märkte folgte die Preisentwicklung an den deutschen Märkten nur zögernd. Weizen blieb fester als Roggen. Gerste und Hafer haben stilles Geschäft. Futterartikel sind wenig beachtet. Im Hopfengeschäft hält die geschäftliche Ruhe an. Die Preise blieben unverändert. Am Weinmarkt erschwerten die Geldknappheit auf der einen und zu hohe Forderungen der Eigner auf der anderen Seite den Absatz. Immerhin wurden auch bei den letzten Auktionen große Quantitäten verkauft. Viehmarkt. Auf den Schlachtviehmärkten blieb das Geschäft im allgemeinen nach wie vor schleppend, insbesondere bei Großvieh und Schweinen. Die Auslandsmärkte melden ebenfalls ruhige Tendenz bei rückgängigen Preisen. - Verkehr. England wird von den geplanten großen Luftverkehrslinien in diesem Jahre die Linien Kapstadt- Kairo und Kairo Tschad- See in Betrieb nehmen. Im Jahre 1924 sind 165 deutsche Schiffe durch den Panamakanal gefahren gegen 126 im Jahre 1923, 62 im Jahre 1922 und 13 im Jahre 1921. Damit hat Deutschland wieder die vierte Stelle hinter den Vereinigten Staaten, England und Japan erobert, nachdem es noch im Jahre 1921 an dreizehnter Stelle lag. Arbeitsmarkt. Der Markt zeigt ein wenig einheitliches Bild. In den von Wetter und der Jahreszeit mehr oder weniger abhängigen Berufen ist eine weitere leichte Besserung zu erkennen. Lebhaft ist der Arbeitsmarkt für die Landwirtschaft und für die bauvorbereitenden und bauausführenden Gewerbe. - Ausland. Die polnische Zündholzindustrie geht daran, das Zündholzmonopol einzuführen. Das Monopol dürfte an ein amerikanisch- schwedisches Konsortium mit der Bedingung verpachtet werden, daß 25 Prozent der polnischen Produktion nach dem Ausland ausgeführt werden müssen. Italien wird den Schutzzoll auf Zucker wieder einführen. Der französische Generalinder zeigt ein weiteres Ansteigen. Der Brotpreis in Paris ist wiederum erhöht worden. Der Einwohnerschaft bemächtigt sich wachsende Unzufriedenheit. Die holländische Steinfohlenproduktion hat sich im Jahre 1924 um 11 Prozent erhöht. - Die Kölner Wärmewirtschafsmesse. Die Kölner Messe legt seit ihrem Bestehen besonderes Ge= wicht darauf, ihren allgemeinen Mustermessen planmäßig zusammengefaßte Sondergruppen anzugliedern, die besondere Anziehungskraft auf die interessierte Fachwelt ausüben und neben ihrem rein fommerziellen Zweck auch hochbedeutsame technischwirtschaftliche Zwecke erfüllen. Im Frühjahr 1924 war es die Rheinische Braunkohlenmesse, die als Veranstaltung solcher Art allgemeine Beachtung und Bewunderung fand; auf der bevorstehenden Frühjahrsmesse( 22.- 31. März) will man vom Teil zum Ganzen gehen und eine Sondergruppe für das gesamte Ge= biet der neuzeitlichen Wärmewirtschaft schaffen. Ein Blick auf das unter Mitwirkung der maßgebenden technisch- wissenschaftlichen Vereine und Verbände ausgearbeitete Programm zeigt, wie außerordentlich umfangreich dieses Gebiet und von wie großem Gegenwartsinteresse all die Erzeugnisse und Verfahren sind, die unter die verschiedenen Gruppen und Untergruppen dieser Wärmewirtschaftsmesse fallen. Man wird in der Gruppe„ Brennstoffe" den neuesten Stand der Technik zeigen, wie sie sich auf dem Weg vom rohen Brennstoff unter der Erde bis zum verbrauchsfertigen Brennstoff am Verwendungsort auswirkt. Dazu gehören in erster Linie die maschinellen Einrichtungen der immer umfassender mechanisierten Brennstoffgewinnung; sodann die Aufbereitung und Veredelung der Brennstoffe, die Mühlen und sonstigen Einrichtungen zur Herstellung des in neuerer Zeit viel verwendeten Kohlenstaubes. Ferner die Weiterverarbeitung der Brennstoffe zu höherwertigen Produkten und die dazu nötigen Einrichtungen wie die Brikettierung, die Gas- und Kokserzeugung und die Gewinnung der wertvollen Nebenprodukte, vor allem des Teeres und des Ben= zols. Neue zukunftsreiche Gebiete fallen hierunter; es sei nur erinnert an die Tieftemperaturverkokung oder an die Ver schwelung und an die Vergasung von Braunkohle. Die meisten Probleme dieser Gruppe münden schließlich ein oder nehmen ihren Ausgang von der Brennstoffchemie. Den Beschluß der ersten Gruppe wird die Beföderung, Speicherung und Lagerung all der verschiedenartigen gebrauchsfertigen Brennstoffe bilden, und so schlägt das Transportproblem, soweit es nicht schon bei der Brennstoffgewinnung und verarbeitung ein wichtiges Wort zu reden hat, die Bürcke zu der zweiten großen Gruppe, die zeitlich am Verwendungsort einsetzt und unter dem Sammelnamen„ Brennstoffverwendung" zusammengefaßt werden kann. Es sei hier schon eingeflochten, daß die technisch- wissenschaftlichen Vereine Kölns aus Anlaß der Wärmewirtschaftsmesse am 23. und 24. März eine wissenschaftliche Tagung veranstalten, deren Vorträge eine wertvolle Ergänzung der Ausstellung bilden dürften. So fallen z. B. unter das bisher betrachtete Gebiet der Ausstellung die Vorträge von Prof. Grunewald, Köln, über ,, Wärmewirtschaftliche Fragen in Braunkohlen- und Brikettfabriken, und von Dr. Ing. h. C. Goßens, Aachen, über ,, Transport, Lagerung und Verbrennung von Kohlenstaub". Die Gruppe der Brennstoffverwendung ist dem zeitlichen Verlauf alles wärmewirtschaftlichen Geschehens entsprechend gegliedert in: 1. Wärmeerzeugung, 2. Wärmefortleitung und verteilung, 3. Wärmeverwertung zu Heiz- und Kraftzwecken 4. Verwertung der Abfallwärme und der Abfallkraft. Jede dieser Gruppen umschließt wieder ein ungeheures Gebiet für sich. Die Wärmeerzeugung erfordert grundverschiedene Oefen, Herde, Kessel und Feuerungen einerseits für häusliche Zwecke, bei denen wieder Einzelfeuerungen und Zentralheizungen zu unterscheiden sind, andererseits für gewerbliche Feuerungen, wie Schmiedefeuer, Härteöfen, Backöfen usw. und schließlich für industrielle Zwede; unter diesen nehmen die Dampfkesselfeuerungen und ähnliche unmittelbar arbeitende Feuerungen einen breiten Raum ein, dem sich als nicht minder wichtig das Gebiet der Gasgeneratoren, der ganzen Nebenproduftengewinnung, der Feuerungen und Brenner für Gas, Del und Kohlenstaub und der elektrischen Wärmeerzeuger anschließt. Von den Vorträgen der wissenschaftlichen Tagung werden sich mit diesem Gebiet besonders diejenigen von Prof. Dr. Bonin, Aachen, über Wirtschaftlichkeit von Hausbrandöfen" und von Oberingenieur Bleibtreu, Völklingen( Saar), über„ Neuzeitliche industrielle Feuerungen in Amerika" befassen. " Die Fragen der Wärmefortleitung und-verteilung sind neuerdings von besonderer Wichtigkeit geworden. Weit mehr als früher achtet man auf die dabei auftretenden Wärmeverluste und nimmt andererseits auch die Wärmefortleitung auf große Entfernungen mit praktischem Erfolg in Angriff, um so durch Zentralisierung der Wärmeversorgung wirtschaftliche Ersparnisse zu erzielen. Von den einschlägigen Vorträgen sind hier zu nennen: Dr. Ing. Hendy, Leverkusen, über„ Die wirtschaftliche Fortleitung und Verteilung von Dampf auf große Entfernun= gen", und Stadtbaumeister Schilling, Barmen, über ,, Städtische Fernheizwerke, Geschichte, Bau und Betrieb." Im Reich der Wärmeverwertung herrscht immer noch der König Dampf. Und er hat dem Wärmewirtschaftskern gerade in den letzten Jahren eine Fülle neuer Probleme gestellt. Der Dampfkesselbau sowohl wie der Dampfmaschinen- und Dampfturbinenbau ist in vieler Beziehung revolutioniert worden durch das systematische Streben nach höheren Wirkungsgraden, das sich am deutlichsten durch die Anwendung immer höherer Dampfdrücke kennzeichnet. Der Dampftesselbau hat das Stadium roher Schmiedearbeit verlassen und ist zum Feld intensiver wissenschaftlicher Forschung geworden. Andere zukunftsreiche Zweige der Wärmeverwertung sind die Metallurgie, die Keramik, die Trocknungsindustrie, auch der Maschinenbau mit dampfund luftbeheizten Fabrikationsmaschinen und dergl. All diese Sammelbegriffe enthalten ebenso wie die natürlich auch hierhergehörenden Verbrennugskraftmaschinen und elektrische Generatoren jeder ein umfangreiches Programm für sich. Ueber das wichtige Gebiet der Dampfkesselbaustoffe" wird während der Tagung elektrise ben" T verwer Di ,, Abfal zeitlich gebiete die ne gehend deutlic wirtsc Abgas hikter wärme der di Kuppl Proble Köln, J wirtsc Ueber Drudn gefaßt schend für ihrer Gebie und stätig folcher sonder lichem Aufg fen; gute, in je wirts Jahr sich sonde Beac piele ihne werd digu geset Reid Scho ursa dete Web pun einz fone Zw der 3. 2 wac schl des leif dur fint lege зи Veriften men der rung den, bei Wort zeitmelann. haftam Iten, bil= Ge= öln, Bria über chen ge= Ge= Dene liche ral liche und die ende der pro= Del eßt. sich nin, Don eitFind Lehr ufte ове arch ar= zu che che Der de Der pf= ch ich of= m er He d= f= se t= S 已 Tagung Prof. Dr. Ing. Oberhoffer, Aachen, sprechen, über„ ,, Die elektrische Beheizung in gewerblichen und industriellen Betrieben" Dr. Ing. Vent, Essen, und über„ Abwärme- und Abgasverwertung bei Verbrennungsmotoren" Prof. Langer, Aachen. Dieser letzte Vortrag greift schon hinüber in die Gruppe ,, Abfallwärme und Abfallkraft", wie ja überhaupt in der neuzeitlichen Wärmewirtschaft die strenge Unterteilung in Einzelgebiete stets nur theoretisch ordnender Natur sein kann. Gerade die neueren Bestrebungen, die bisher als„ Abfall" verlorengehende Wärme und Kraft nukbar zu machen, zeigen besonders deutlich, wie innig alle Aufgaben und Lösungen der Wärmewirtschaft ineinander greifen. Die Verwertung von Abdampf, Abgas, Abluft und von Abwärme abkühlender Oefen und erhitzter Stoffe einerseits und die Speicherung von Ueberschußwärme und Ueberschußkraft andererseit führen folgerichtig zu der dritten großen Problemsgruppe dieses Gebietes, zu der Kupplung von Heiz- und Kraftbetrieben. Ueber diese lette Problemgruppe wird bei der Tagung Dr. Ing. Reutlinger, Köln, sprechen und sie an ausgeführten Beispielen erläutern. In einer besonderen Untergruppe sind die für alle wärmewirtschaftlichen Maßnahmen nötigen Hilfsmittel, die Meß- und Ueberwachungseinrichtungen wie Rauchgasprüfer, Pyrometer, Druckmesser und ganze Laboratoriumseinrichtungen zusammen gefaßt; ebenfalls in besonderen Gruppen all das, was die forschenden, beratenden, projektierenden und ausführenden Stellen für wärmewirtschaftliche Gesamtanlagen und Probleme aus ihrer Tätigkeit zu zeigen haben. Ueberblickt man das gesamte Gebiet, das eine Wärmewirtschaftsmesse zu veranschaulichen hat und das hier nur in großen Zügen stizziert wurde, dann bestätigt sich das eingangs Gesagte von dem hohen Wert einer solchen Veranstaltung, der nicht nur auf kommerziellem Gebiet, sondern ebenso auf wissenschaftlichem und allgemein wirtschaftlichem Gebiet liegt. Daß die Kölner Messe derart großzügige Aufgaben zu lösen versteht, hat sie schon verschiedentlich bewiesen; für die vorliegende Aufgabe kommt ihr noch besonders zu= gute, daß das industrielle und bergbauliche Hinterland Kölns in jeder Hinsicht als das Zentralgebiet der deutschen Wärmewirtschaft bezeichnet werden kann. Beiträge zum Personenschädengesetz. Von Oberregierungsrat Karl Müller, Mitglied des Reichsversorgungsgerichts. Bei der Fülle der Gesetze, mit denen Deutschland in den Jahren nach der Revolution überschwemmt worden ist, darf man sich kaum wundern, wenn das für die Kriegsbeschädigten besonders wichtige Personenschädengeseh vom 15. Juli 1922 faum Beachtung gefunden hat. Und doch bietet gerade dieses Gesetz vielen Deutschen die Möglichkeit, Versorgung zu erlangen, die ihnen auf Grund der bisherigen Gesetzgebung nicht gewährt werden konnte. In erster Linie hat der Gesetzgeber dabei an die Entschä digungen für Zivilpersonen gedacht, die im Reichsversorgungsgesetz überhaupt nicht berücksichtigt sind. Darunter fallen alle Reichsangehörigen, die durch den letzten Krieg unmittelbaren Schaden an Leib oder Leben erlitten haben. Dieser muß verursacht sein durch kriegerische Unternehmungen deutscher, verbündeter oder fremder, geregelter oder ungeregelter Streit oder Wehrkräfte; ferner durch Internierung, Abschiebung, Verschleppung oder sonstiger Gewalttaten feindlicher Streitkräfte oder einzelner Angehöriger dieser. Weiter ist gedacht an Zivilpersonen, die von deutschen Behörden amtlich für unmittelbare Zwecke der Kriegführung verwendet worden sind und während der Ausübung ihres Dienstes einen Schaden erlitten haben, z. B. die zum Beginne des Krieges von Ortsbehörden zur Bewachung von Straßen, Brüden, Depots und dergl. gegen Anschläge verwendeten Pers- nen, ferner solche, die auf Gr.:nd des Gesetzes über die Kriegsleistungen vom 13. 6. 1873 zu Dienstleistungen herangezogen worden sind, sowie solche Dritte, die durch eine der vorgenannten Personen zu Schaden gekommen sind. Endlich ist aller der Reichsangehörigen gedacht, die gelegentlich der außergewöhnlichen unsicheren politischen Zustände zu Schaden gekommen sind, die zeitlich zwar nicht während des eigentlichen Krieges eintraten, sich aber im Anschluß an den Krieg und durch ihn hervorgerufen, außerhalb des Reichsgebiets entwickelt haben( z. B. die Wirren in den abgetretenen Teilen der Provinzen Westpreußen und Posen, die Staatsumwälzung in dem ehemaligen russischen Reiche usw.) Allerdings muß der Anspruch zur Vermeidung des Ausschlusses innerhalb von 6 Monaten angemeldet werden. Diese am 8. 8. 1922, dem Tage des Inkrafttretens des Personenschädengesetzes, beginnende Frist ist freilich inzwischen längst abgelaufen. Immerhin gibt das Gesez die Möglichkeit, daß auch nach Ablauf der Frist Ansprüche noch geltend gemacht werden können. Das Gesez findet aber auch Anwendung auf solche Zivilpersonen, die zwar schon im Reichsversorgungsgeseh berücksichtigt sind, aber mangels Vorliegens einer Voraussetzung für Gewährung von Rente eine solche nicht erlangen konnten. Es handelt sich dabei um die im§ 96 Nr. 5 und 6 des Reichsversorgungsgesetzes aufgeführten Zivilpersonen, die auf Ersuchen eines militärischen Befehlshabers freiwillig Dienst geleistet haben, oder der Wehrmacht durch privatrechtlichen Dienstvertrag zur Dienstleistung verpflichtet waren, z. B. Hilfsdienstpflichtige, ge= mäß dem Gesetz über den vaterländischen Hilfsdienst vom 5. 12. 1916, wenn sie mit der Wehrmacht einen privatrechtlichen Dienstvertrag geschlossen hatten, Zivilärzte und Zivilkranken= schwestern in Heimatlazaretten, Dolmetscher, Gespannführer, Zivilingenieure, Armierungsarbeiter, Angehörige der freiwil= ligen Kraftfahr- und Motorbootskorps, militärische Agenten. Marketender sowie Köche, Kellner und Barbiere der Schiffsmessen u. a. m. Alle diese Personen konnten bisher nur dann Versorgung erlangen, wenn ihre Beschädigung auf die besonde= ren, nur dem Kriege eigentümlichen Verhältnisse zurückzuführen waren, kurz gesagt, wenn Kriegsdienstbeschädigung vorlag. An dieser Bedingung scheiterten erfahrungsgemäß die meisten Ansprüche, da nur in seltenen Fällen ein unmittelbares Uebergreifen der Verhältnisse von der Front auf die zumeist im Heimatgebiet ausgeübte Tätigkeit dieser Personen gegeben waren. Wenn der Gesetzgeber im Personenschädengesetz auch nicht ausdrücklich sagt, daß diesen Personen nunmehr ein neuer Weg zur Erlangung von Versorgung eröffnet sein soll, so ist seine dahingehende Willensmeinung doch schon daraus zu folgern, daß er sich in dem neuen Gesetz des den bisherigen Versorgungsgesetzen völlig fremden Begriffs ,, Verwendung für unmittelbare Zwecke der Kriegführung" bedient, der weit über den Rahmen der im Reichsversorgungsgesetz geforderten Kriegsdienstbeschädigung hinausgeht. Welche Härte in einer anderen Auslegung des neuen Gesetzes liegen würde, lehrt ein einfaches Beispiel: wenn ein Soldat und eine Zivilperson, die der Wehrmacht durch, privatrea, tlichen Dienstvertrag zur Dienstleistung verpflichtet war, im Dienst gleichzeitig durch denselben Unfall zu Schaden kommt, der nicht auf die besonderen, nur dem Kreige eigentümlichen Verhältnisse zurückzuführen war( z. B. Einsturz einer von beiden bewachten Brücke in der Heimat), so erhielt wohl die Militärperson, nicht aber der Zivilist Versorgung. Das kann der Gesetzgeber nicht gewollt haben. Andernfalls hätte er es flor zum Ausdruck bringen müssen. Luftwettrüften in Europa. Die immer größer werdende Bedeutung des Flugzeuges als Waffe, von der der Weltkrieg nur einen Vorgeschmack geben. konnte, hat zu einem erbitterten Wettrüsten zwischen den europäischen Großmächten geführt. Mit großem Vorsprung hält Frankreich die Spitze, die Gesamtzahl seiner für Kriegszwecke zur Verfügung stehenden Flugzeuge darf man auf etwa 6000 beziffern. Schlagbereit für die ersten Mobilmachungstage, für den ersten, vielleicht entscheidenden Stoß sind davon etwa 2200 bis 2400, die ,. ausgerüstet mit allen Mitteln moderner Kriegführung, wie Giftgasen, Bomben usw. für jeden Nachbar eine gewaltige Bedrohung bilden. England ist diesen Zahlen gegenüber erheblich im Rückstand, allerdings macht es seit etwa 1½ Jahren die größten Anstrengungen, aus seiner schwachen Position der ersten Nachkriegsjahre herauszukommen. Nach einem Plane, der England auf die gleiche Stärke wie die größte Luft streitmacht in seinem Schlagbereiche bringen soll, sind für die Heimatverteidigung zunächst 52 Geschwadern vorgesehen, von denen heute etwa 43-45 mit rund 600 Flugzeugen im aktiven Dienst stehen dürften. Die Zahlen lassen sich schwer bestimmen, weil genaue Angaben und ein Einblickgewähren aus begreiflichen Gründen vermieden wird. Auf jeden Fall ist England entschlossen, dem französischen Uebergewicht durch schärfstes Rüsten zu begegnen und den Schutz des Inselreiches sicherzustel len. Die Abhaltung von Abwehrmanövern gegen markierte feindliche Luftangriffe während der letzten Wochen zeigte, daß neben der Vermehrung der Offensivmittel auch die Defensivmittel mit Hochdruck ausgebaut werde. Ueber Italien sind kürzlich durch den Ministerpräsidenten und Oberkommissar der Luftstreitkräfte Mussolini genauere Zahlen bekanntgegeben worden. Mit 80 Geschwadern und insgesamt 882 Flugzeugen ist Italien heute den englischen Zahlen um ein Geringes überlegen; die Durchführung des Programms für die nächste Zeit, die den Flugzeugbestand auf etwa 2200 erhöhen wird, soll nach Mussolinis Plan das Gleichgewicht gegenüber Frankreich herstellen. Neben diesen ungeheuren Zahlen treten die übrigen europäischen Mächte stark zurück. Belgien, Polen und Tschechoslowakei besitzen Luftstreitkräfte, deren Zahlen zwischen 300 bis bis 500 schwanken, und wobei die Tschechoslowakei am Besten gerüstet sein dürfte. Rege Rüstungstätigkeit weist in den letzten Monaten auch Jugoslawien auf, das ebenso wie Dänemark und die vorhergenannten Staaten von Frankreich in seinen Bestrebungen eifrigst gefördert wird. Eine besondere Stellung nimmt Rußland ein. Wie stark seine Luftstreitkräfte sind, ist bei der Abgeflossenheit dem Auslande gegenüber sehr schwer feststellbar. Sicher aber ist, daß die Bedeutung der Luftfahrt in Rußland voll erkannt ist, daß alle neuen Erfindungen vor allem auf chemischem Gebiete, eingehend verfolgt werden, und Telegramm redaktion giessener zeitung - giessen deutschlands grösste menagerie und raubtier dressur- schau trifft im laufe dieser woche unter ungeheurem aufgebot von menschen, tieren und material dort ein. nähers folgt. direktion fischerholzmüller daß alles getan wird, um eine starke Luftslotte zu schaffen. Die Schätzungen der Flugzeugzahl schwanken zwischen 500 und 1000, aber ob mehr oder weniger auch Rußland rüstet scharf. Deutschland, Desterreich, Ungarn, Bulgarien und Spanien besitzen keine Luftflotten, die übrigen Staaten Europas nur segr schwache mit Ausnahme Rumäniens, das sich in letzter Zeit eifrig rührt. Trotz aller Abrüstungsideen, trotz Völkerbund- es wird fröhlich drauflosgerüstet, allen voran Frankreich. Gegen das wehrlose Deutschland? So sagt man ob es aber noch jemad in Europa glaubt? Deutsche Klepperboote am Nordpol. Amundsen nimmt zu seinem, anfangs Mai beginnenden Fluge nach dem Nordpol in jedem seiner Flugzeuge ein Klepperboot mit. Das Klepperboot ist bekanntlich ein klein zusammenlegbares, ca. 18 Kg. schweres Boot, das man zusammengelegt in einem Rucksack und in einer Stabtasche überall mit sich führt, und das infolge seiner großen Sicherheit von jedermann ohne besondere Vorkenntnisse gefahren werden kann. Tausende von Wasserwanderern erholen sich bereits jährlich in derartigen Booten auf deutschen Flüssen und Seen. Dem deutschen Erfinder diente die Eskimo- Kajakform als Vorbild. Das Schicksal will es nun, daß dieses, durch seinen geistvollen, deutschen Konstrukteur zum sichersten Wasser- Kleinfahrzeug umkonstruierte und in langen Jahrzehnten vervollkommnete Boot dorthin zu rückkehrt, woher es seiner äußeren Form nach stammt. fleinen, in wenigen Minuten mühelos aufzubauenden Klepperboote können dem kühnen Forscher unter Umständen wertvolle Dienste leisten. Die deutsche Industrie darf stolz darauf sein, auf solche Weise bei dieser wichtigen Unternehmung mithelfen zu können. | la Elderfettkäse Prima Existenz. 9 Pf. = M. 6.- franko Dampfkäsefabrik Rendsburg 209. F 60 bei obl 3 maler mehr Umsti sächli eingr Die für d mono zeß si für Stab punf den der wird gefäl Unsere Engros- Filiale für den dortigen Bezirk u. Umgeb. haben wir an solvente Leute, wetche in der Lage find, ca. Mr. 1500 in bar für Lager u. Einrichtung ohne jegliches Risiko metallbetten zu vergeben. Mit einig. 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