chmalz refabrik mit e auch an Schmalz und Bezirk eine ta Margarine d über Lager e erbet. unt. n zugesichert. llschaft ren ter ss. Publikum. ision werden t: Cassel ndstr. 14. r sich raten will, e die HeiratsLebensglück" C. Blocherer, L..46, Postf 404. .viertelj. nur Brief 1.60 Mk. gabe enho sung obigen rätsel zutrefnimmt vollg der nachil und es solchen. Verteilung je 250 Mk.) Goldwaren zahl kleine einzusenden. erm. vollSofern Bet wird, sind orto, Druckbeizufügen m.b.H. 18 eniker, he, Energie nsüberdruß, Angst- und , nervösen en, erhalten Weise über Berlin W 30a. Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Sadanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30 mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg. Lokal 11 " 11 " 1 90 11 Reklamezeile 10 120 " 1 11 " Nr. 8. Dienstag, den 20. Januar 1925. Wirtschaftliche Rundschau. ( Zusammenfassende Uebersicht über die deutsche Wirtschaftslage.) ( Nachdruck verboten.) Allgemeine Lage. Die allgemeine Wirtschaftslage wird immer noch durch die verschiedensten Momente politischer und wirtschaftlicher Art beeinflußt. Zweifellos bringt das Aufflackern der Konjunktur in verschiedenen Branchen teilweise einen frischeren Zug in die Wirtschaft. Der Inlandsmarkt frankt noch immer an der allgemeinen Kaufschwäche. Der Export kann noch nicht befriedigen. Immerhin tönnen verschiedene Industrieund Handelszweige eine wenn auch noch nicht große Zunahme ihrer Exportgeschäfte melden. Staatswirtschaft. Vom 1. April 1924 bis 1. Januar 1925 wurden die im Voranschlag für das ganze Etasjahr 1924-25 vorgesehenen Einnahmen um mehr als 800 Millionen überschritten. - Geldmarkt. Die Börse stand weiter unter dem Druck der Unbeständigkeitserscheinungen in Politik und Wirtschaft. Spekulation und Privatpublikum zeigen geringes Interesse für alle Markigebiete, sodaß von einer Geschäftstätigkeit normalerweise nicht mehr gesprochen werden kann. Es schweben gegenwärtig Verhandlungen, welche die Einberufung einer internationalen Währungskonferenz zum Gegenstand haben. Die Konferenz soll vor allem der Frage der Reform der Währung dienen und zwar aus dem Grunde, eine Stabilisierung der Preise auf allen Weltmärkten zu erreichen. - - Handel, Gewerbe und Industrie. Am Eisenmarkt gehen Abrufe und Anfragen nach wie vor flott ein. Auch die Marktlage in der weiterverarbeitenden Industrie hat sich gebessert. Nur der Export ist immer noch schwierig. In der Kaliindustrie schweben zurzeit Erörterungen über Heraussetzung der Preise. Infolge Ueberschwemmung des deutschen Marktes mit ausländischen Mühlenerzeugnissen sind die deutschen Mühlen mit nur etwa 25 bis 30 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt. Jm Schuhgewerbe haben jetzt viele Betriebe einen ansehnlichen Auftragsbestand. Nach der Statistik hat die deutsche Farstoff- Ausfuhr bestand. Nach der Statistik hat die deutsche Farbstoff- Ausfuhr - Der Reichsbund der deutschen Metallwarenindustrie wird vom 25. bis 27. Juni in Hamburg tagen. - Kohlen. Die schlechte Konjunktur auf dem rheinisch- westfälischen Kohlenmarkt hielt nach wie vor an. Im mitteldeutschen Braunkohlensyndikat hat sowohl der Rohfohlen wie auch der Brikettabsatz im Januar einen Rückgang erfahren. Holzmarkt. Bei den Versteigerungen in den Forsten ist nachlassende Kauflust und größere Vorsicht bei Abgabe von Geboten zu konstatieren. Die Preise müssen aber immer noch als recht hoch angesprochen werden. Am Nadelschnittwarenmarkt blieb das Geschäft unverändert knapp und ruhig. Warenmarkt. Die Gesamthaltung der Märkte blieb noch uneinheitlich. Die Unternehmungslust ist gering, weil der Be- - darf eine starke Zurückhaltung zeigt. Auch die Lage der verschiedenen auswärtigen Märkte gibt ebenfalls au mancherlei Bedenken Anlaß. Die Roheisenpreise für sämtliche Sorten wurden um 2 M je Tonne erhöht. Die Branntweinherstellung im Reich betrug im Januar 295 863 Hektoliter Weingeist.( Dezem ber 242 687 Hektoliter.) Bei der letzten Häuteauktion in Leipzig waren die Preise nachgebend, während bei der Versteigerung in Kassel durchweg höhere Preise im Vergleich zu den letzten Versteigerungen im Reiche erzielt wurden. Der Rohzuckermarkt verkehrt weiter in stetiger Haltung bei kleinem Angebot. Die Preise zogen eine Kleinigkeit weiter an. Das Geschäft für Verbrauchszucker ist ruhiger geworden, die Preise zeigen jedoch Stetigkeit. Die kupferverarbeitenden europäischen Länder dürften gegenwärtig in der Lage sein, jährlich 700 000 To. zu ver= brauchen. Die Welterzeugung an Zink wird für das Jahr 1924 auf 992 334 To. gegen 960 168 Tonnen im Jahre 1923 ge= schätzt. - - Ausstellungen und Messen. In Verbindung mit der diesjährigen Frühjahrsmesse in Kiel( 22. bis 25. März) findet zum erstenmal der Kieler Landmaschinenmarkt statt. Die ReichsReklamemesse wird vom 25. April bis 3. Mai im Hause der Junkindustrie zu Berlin abgehalten. Der Termin für die Messeausstellung Riga ist vom 19. Juli bis 2. August festgesetzt worden. - Produktenmarkt. Die Undurchsichtigkeit der Lage am Weltmarkt und im Inland unterbindet jede Unternehmungsluft, wozu auch der schwierige Geschäftsgang für Mehl beiträgt. So blieb im allgemeinen das Geschäft ohne jeglichen Belang und kam über kleinere Umsätze meistenteils nicht hinaus. Am Hopfenmarkt ist die jetzt schon fast zwei Monate unverändert anhaltende Ruhe abgebrochen worden. Die Tendenz konnte sich bessern, die Stimmung wurde angenehmer und die Preise konnten sich befestigen. Die Serie der Weinversteigerungen in den rheinischen Gebieten und an der Mosel ist in vollem Gange. Die Nachfrage ist ziemlich lebhaft, die Preisbewegung steigend. Viehmarkt. Der Verkehr auf den Schlachtviehmärkten war auch in der letzten Zeit namentlich bei Großvieh unverändert flau. Auf den Nuzviehmärkten ist der Geschäftsgang bei anziehenden Preisen lebhafter. Die Tendenzberichte der ausländischen Märkte melden gleichfalls flaues Geschäft bei teilweise stark rückgängigen Preisen. Verkehr. Bayern hat dem Projekt zur Erbauung einer Standbahn auf den Ostgipfel der Zugspitze nach den Plänen des Ing. Cathrein die Konzession erteilt. Der Hansabund für Gewerbe, Handel und Industrie und der Außenhandelsverband haben sich gemeinsam mit einer Eingabe an den Reichstag ge= wandt, um gegen den völlig unzulänglichen Abbau der Postge= bühren Stellung zu nehmen. Arbeitsmarkt. Der Arbeitsmarkt hat sich in der letzten Zeit nicht wesentlich verändert. In der Landwirtschaft ist der Verfehr lebhafer geworden. - - - Ausland. Das ,, Posener Tageblatt" veröffentlicht 33 neue Liquidierungen deutscher Güter und Besitzungen, darunter die großen Güter des Verbandes deutscher Landwirte in Posen. Die Devisenbeschränkungen in Oesterreich dürften in nächster Zeit durchgehend aufgehoben werden. Der Sturz des Franken in Frankreich hat ein schnelles Anziehen der Preise zur Folge ge= habt. Viele Kaufhäuser haben geschlossen, um nicht ausverkauft zu werden. Das Brot stieg an einem Tage um 30 Cent. Man spricht von einer neuen Stügungsaktion der Morganbank. Die Einfuhr in Italien ist im Jahre 1924 um 2 198 000 000 Lire und die Ausfuhr um 3 224 000 000 Lire gegenüber dem Vorjahre gestiegen. Die rumänischen Blätter stellen ein bedrohliches Anwachsen der Brotkrise im ganzen Land fest und weisen darauf hin, daß in den größeren Städten höchstens für sechs Wochen noch genügend Vorräte vorhanden sind, um die Bevöl= ferung mit Brot zu versorgen. Die englischen Preise für alle Metallfabrikate, die im Baugewerbe gebraucht werden, sind plözlich um 5 bis 20 Prozent in die Höhe gesetzt worden. England hatte im Vorjahre eine Zunahme von 91 000 Personenkraftwagen, 50 000 Motorrädern, 29 000 Kraftlastwagen und 9000 Krafttroschken. Infolge der schlechten Konjunktur der schottischen Eisenindustrie sind wiederum eine Anzahl Hochöfen gelöscht worden. In Südisland ist ein mächtiges Goldvorkommen von unberechenbarem Werte erschlossen worden. -- Der Abbau der Wohnungszwangswirtschaft im Auslande. Von Dr. G. Stohn, Berlin. Der Abbau der Wohnungszwangswirtschaft in Deutschland beschäftigt zur Zeit nicht nur die Kreise des Hausbesizzes, sondern das gesamte Volk. Von großem Interesse ist deshalb ein Vergleich über die Fortschritte, welche die Beseitigung der Zwangsmaßnahmen in den umliegenden Ländern bereits machte. Die Möglichkeit dazu bietet eine Studie des internationalen Arbeitsamtes Genf über die Wohnungsprobleme Europas nach dem Kriege. Desterreich machte das Kündigungsrecht des Vermieters von der Genehmigung eines Bezirksausschusses anhängig, beschränkte auch die Mietssteigerung. Abgesehen von der infolge allgemeiner Teuerung notwendigen Steigerung der Mieten, sind wesentliche Abbaumaßnahmen hier nicht zu berichten. Die Tschechoslowakei knüpfte seit 1914 ebenfalls die Zulässigkeit einer Kündigung an die Genehmigung der Aufsichtsbehörde. Der Mietsberechnung wurde die Friedensmiete nebst Zuschlägen zugrunde gelegt. Letztere wurden inzwischen erheb lich gesteigert, insbesondere für Mieter mit höherem Einkommen. Mieter mit größerem Vermögen blieben unter Umständen vom Kündigungsschutz ausgeschlossen. Die Beschlagnahme ungenügend ausgenutzter Wohnungen besteht seit 1921 nicht mehr; jedoch sind Doppelwohnungen und das Leerstehen von Wohnräumen nicht zulässig. Den Wohnungsbau fördert die Tschecho= slowakei durch Steuerbefreiungen, Subventionen, Garantieren für Berzinsung und Amortisierung der Baugelder. Ungarn beschränkte 1916 die Mietssteigerung für kleinere Wohnungen und gleichzeitig das Kündigungsrecht des Eigentümers. Die Höhe der Mieten paßte sich der Geldentwertung an. 1922 begann der Uebergang zur freien Wohnungswirtschaft durch Aufhebung der Zwangsbestimmungen in Gemeinden bis zu 2000 Einwohnern, dem sich 1923 Gemeinden bis 4000 Einwohnern anschlossen. Abgesehen von inzwischen eingetretenen erheblichen Mietssteigerungen ist die Aufhebung des letzten Restes der Zwangsbestimmungen für den 1. 11. 1926 vorgesehen. Durch Zuschüsse für den Kleinwohnungsbau wurde auf die Verrrehrung des Wohnraumes hingewirkt. In Jugoslawien bestehen bereits wieder normale Verhältnisse. 1921 erfolgte unter Zugrundelegung der Friedensmiete die Festsetzung einer Höchstmiete mit sozialer Staffelung, die für die Mieter mit großem Einkommen jedoch unmaßgeblich war. Auch das Kündigungsrecht des Hausbesitzers war be= schränkt. Seit 1924 sind diese Einschränkungen behoben, es besteht jedoch noch eine Verpflichtung für bestimmte Personen und Gesellschaften zur Errichtung von Wohngebäuden für sich und ihre Angestellten. In der Schweiz berücksichtigten die zwangsweisen Mietsregelungen, so insbesondere die aus dem Jahre 1920, auch eine angemessene Verzinsung des Eigentümer- und Hypothekenfopitals. Kündigungen wurden zugelassen bei triftigen Gründen. Da den Kantonen bei der Durchführung der Bundesrats= beschlüsse Freiheit gelassen wurde, so ist bereits im einzelnen ein beachtlicher Abbau der Mieterschutzbestimmungen zu verzeichnen. Bestimmungen, betreffend Beschlagnahme übergroßer Wohnungen, fehlen, lediglich wurden von einzelnen Kantonen eine amtliche Wohnungsvermittlung eingerichtet und die Freizügigfeit beschränkt. Die Förderung des Wohnungswesens erfolgte durch Darlehen zu billigem Zinsfuß, die bereits seit 1919 zur Verfügung standen, dann aber 1920 eingeschränkt wurden. Italien führte 1916 die erste Bindung ein. Im Felde stehenden Familienvätern wurde ein Mietsnachlaß eingeräumt. 1919 und 1920 erfolgten weitere Regelungen bezüglich des Mietszinses und der Hinausschiebung der Räumungsfrist. Gleichzcitig wurde jedoch eine staffelweise Rüdkehr zur freien Wirtschaft, endend 1923, vorgesehen. Zur Zeit besteht noch insofern eine Beschränkung, als der Mieter gegen Mietssteigerung und Kündigung Berufung bei einer Kommission einlegen kann. Eine zwangsweise Verlängerung des Mietsverhältnisses über Mitte 1926 hinaus ist jedoch nicht zulässig. Zu einer größeren Beschlagnahme und Verteilung von Wohnräumen ist es trot Einsetzung von entsprechenden Kommissionen nicht gekommen. Letztere sind seit 1923 aufgelöst. Die Neubautätigkeit wurde durch Steuererleichterungen, Gewährung von Baudarlehen und Mietszuschüssen angeregt. Besonders bevorzugt wurden Kleinwohnungen. Frankreich baut die Errechnung des Mietspreises ebenfalls auf der Miete des Jahres 1914 auf. Die Zuschläge sind nach den Gemeinden verschieden. Eine umfassende Regelung er folgte durch das Gesetz vom 30. 12. 23, das jedoch Gemeinden unter 4000 Einwohnern, deren Bevölkerungszahl nicht zugenommen hat, unberücksichtigt läßt. Eine Verlängerung der Mietsverträge ist bis zum Jahre 1925 vorgesehen. Zwangsmaßnahmen zur Erfassung und Verteilung vorhandenen Wohnraumes sind in Frankreich nicht getroffen worden. Der För derung des Wohnungsbaues erfreuten sich insbesondere die durch den Krieg zerstörten Gebiete. Jedoch auch in anderen Provinzen wurde die Bautätigkeit durch Steuerbefreiungen und Staatsdarlehen angeregt. Belgien führte unmittelbar nach Kriegsende einen Mieterschutz ein, der nach dem Gesetz von 1920 bis 1923 vorgesehen war, Kündigungen ausschloß, Mietssteigerungen beschränkte, aber nicht nur letztere entsprechend der Größe der Wohnungen abstufte, sondern auch Luruswohnungen überhaupt einem Schuße entzog. 1923 erfolgte zwar keine Aufhebung der Zwangsbestim mungen, wohl aber deren Milderung, insbesondere bei größeren Wohnungen. Ein Kündigungsrecht wird erst von Mitte 1926 wieder nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen anerfannt. Als Besonderheit ist zu erwähnen, daß Kriegsinvaliden und Angehörige der Gefallenen, kinderreiche Familien und Mieter über 70 Jahre sich eines besonderen Schutzes erfreuen. Zur Gewinnung von Wohnräumen war lediglich die Beschlagnahme ungenutzter Räumlichkeiten vorgesehen. Um die Belebung der Bautätigkeit hat sich insbesondere die nationale Gesellschaft für Kleinwohnungswesen verdient gemacht, welche mit staatlichen Zuschüssen arbeitete. Auch sonst erhalten Einzelpersonen Zuschüsse. Die Zahl der Unterstützten der Unterstützten Kleinwohnungen wurde jedoch auf 1 v. H. der Bevölkerung des betreffenden Ortes beschränkt. In den Niederlanden sehen wir eine erhebliche Abkehr von den Zwangsmaßnahmen. 1917 wurden Mietssteigerungen und Kündigungsmöglichkeiten eingeschränkt. Wenn auch die Mieterschutzbestimmungen formell noch bestehen, so haben sie doch wegen der bereits erfolgten Angleichung des Mietzinses an das allgemeine ursprün der inz nachträg Eng zeitiger weitere die Wi Stufenw Endgül wurden bis Mi verschie nahmen land n erfolgte und bil durch wieder Regier Da Länder Mieters das Ki örtliche 1923 ha find Ge find Ue Lockeru am 1. 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Die ursprünglich vorgesehenen Bauzuschüsse wurden in Anbetracht der inzwischen erfolgten Besserung auf dem Wohnungsmarkte nachträglich wieder eingeschränkt. England verbot zunächst 1915 Steigerungen unter gleichzeitiger Beschränkung der Hypothekenzinsen. Nach Zubilligung weiterer Mietssteigerungen fanden 1922 Verhandlungen über die Wiedereinführung der freien Wirtschaft statt, die dann stufenweise in den folgenden Jahren bis 1925 erfolgen sollte. Endgültige Entschlüsse wurden jedoch nicht gefaßt, im Gegenteil wurden Juli 1923 eine Verlängerung der bisherigen Regelung bis Mitte 1925 vorgesehen, wobei allerdings dem Eigentümer verschiedene Erleichterungen gewährt wurden. Zwangsmaßnahmen zur Erfassung übergroßer Wohnungen hat es in England niemals gegeben. Die Förderung des Wohnungsbaues erfolgte 1919 bis 1922 durch Gewährung von Mietszuschüssen und billigen Hypotheken, wurde dann aber eingestellt und sollten durch das bekannte Macdonaldsche Wohnungsbauprogramm wieder aufgenommen werden. Wie weit dies unter der jetzigen Regierung erfolgen wird, ist noch ungewiß. Dänemark hat im Gegensatz zu anderen skandinavischen Ländern bereits während des Krieges einen umfassenden Mieterschutz eingeführt. Durch die Verordnung von 1921 wurde das Kündigungsrecht eingeschränkt, die Miete festgesetzt und örtliche Wohnungskomitees bestellt. Nach der Regelung von 1923 hat aber bereits der Abbau begonnen. Seit dem 1. 4. 1923 find Gemeinden ohne Kontrollausschüsse frei, für die übrigen sind Uebergangsbestimmungen vorgesehen, die eine allmähliche Lockerung beabsichtigen. Jede Art der Wohnungskontrolle wird am 1. 5. 1925, in Groß- Kopenhagen am 1. 5. 1926, aufhören. Lediglich die Bestimmungen gegen den Mietswucher bleiben bis 1930 bestehen. Auch die Bestimmungen, welche eine weitere Ausnutzung des vorhandenen Wohnraumes erzwingen sollten, bezw. Abbruch von Wohnhäusern verboten, sind nach Einschränkung, nur noch bis zum Mai 1925 bezw. Mai 1926 in Kraft. Die Förderung der Bautätigkeit erfolgte durch Mietszuschüsse und Gewährung von Darlehen, ist jedoch seit 1920 fast gänzlich eingestellt worden. Schweden, in dem eine Wohnungsnot nur in geringem Umfange bestand, führte einen Mieterschutz lediglich für 146 Gemeinden durch. Ende 1923 haben jedoch die vorgesehenen Ausschüsse ihre Tätigkeit eingestellt und es besteht nur noch eine bis 1926 gültige Verordnung gegen den Mietzinswucher. Die Maßnahmen zur Ausnutzung des Wohnraumes sind bereits Ende 1923 außer Kraft getreten. Eine Förderung des Wohnungsbaues erfolgte durch Zuschüsse, die jedoch in der Hauptsache nur in den ersten Jahren nach dem Kriege gegeben wurden. Norwegen führte eine Mieterschutzgesetzgebung auch nur mittels 1921 eingesetzter Wohnungsausschüsse in 151 Gemeinden durch. Bis Ende 1923 erfolgte in zahlreichen Gemeinden bereits eine Aufhebung der Bestimmungen. Auch für die größten Städte des Landes ist die gänzliche Beseitigung des Mieterschutzes Ende 1924, Anfang 1925 vorgesehen. Die Regelung über die Zwangsvermietung überzähliger Wohnungen wurde bereits 1922 zurückgezogen. Die Förderung der Neubautätigkeit erfolgte auch hier durch Zuschüsse, die jedoch seit 1922 nicht mehr gewährt werden. Finnland beschränkte 1917 nur in den größeren Ortschaften die Mietsfreiheit. Das Gesetz wurde Mitte 1922 wieder aufgeheben, mit einer Uebergangszeit von zwei Jahren. Die Freigabe des Kündigungsrechtes führte allerdings 1922 zu einigen Schwierigkeiten. Durch zunächst zinslose und frühestens nach 10 Jahren zurückzahlbare Darlehen wurde unter besonderer Berücksichtigung der ländlichen Arbeiterwohnungen auf die Belebung der Bautätigkeit eingewirkt. Wir sehen somit einen erheblichen Abbau der Wohnungszwangswirtschaft vor allem in den neutralen Staaten, deren Wohnungswesen allerdings auch nicht durch den Krieg ungünstig beeinflußt worden war. Aber auch die übrigen Staaten haben bereits beachtliche Schritte zur Rückkehr der freien Wohnungswirtschaft getan. Dies gilt insbesondere für Italien, das wenigstens offiziell den Mieterschutz aufgehoben hat. Im einzelnen ergibt sich folgende Zusammenstellung: Zwangsmaßnahmen zu Erfassung von Wohnräumen gab es überhaupt nicht in Frantreich, Holland und England, in anderen Ländern sind sie bereits gänzlich wieder aufgehoben bezw. steht die Beseitigung bevor.. Nur Desterreich macht eine Ausnahme. Die Belebung des Wohnungsbaues haben sich alle Staaten durch finanzielle Unterstützung, Steuererleichterung und dergleichen angedeihen lassen. Dieselben wurden jedoch wieder eingestellt in der Tschechoslowakei, Belgien, Holland, Dänemark und Norwegen, vermutlich auch in Ungarn, der Schweiz und Finnland. In den übrigen Ländern besteht die geldliche Unterstützung in mehr oder weniger großem Umfange noch fort. Die Verordnungen über die Kündigungs- und Mietsteigerungsbeschränkungen sind bereits in Schweden, Norwegen und Finnland außer Kraft gesetzt worden. Auch Jialien ist, mit Einschränkung, hier aufzu= zählen. In den übrigen Ländern hat der Abbau des Mieterschutzes mehr oder weniger große Fortschritte gemacht. Seine gänzliche Beseitigung ist nur eine Frage der Zeit. In Desterreich, Tschechoslowakei, Holland, Frankreich und England bestehen Beschränkung der Kündigung und der Mietpreisfestsetzung, wenn auch meistenteils stark abgeschwächt, noch fort. Im allgemeinen aber ist das Bestreben des Auslandes, die Wohnungszwangswirtschaft, soweit sie nicht schon wieder be= seitigt wurde, baldmöglichst abzubauen, unverkennbar. Allerdings ist man dort auch wohl selten mit dem Ausbau des Mieterschutzes soweit gegangen wie bei uns in Deutschland. Da= für hat das Ausland dann auch nicht die traurigen Erfahrungen sammeln brauchen, die uns beschert waren und die zu dem Ruin eines so beachtlichen Teiles der deutschen Volkswirtschaft, wie es der Hausbesig ist, führten. Johann von Werths Jugendliebe. Von Franz Herwig neue Ein ,, Teufelsker!", aber wahrer Volksheld ist Johann von Werth. Dementsprechend hat ihm auch der deutsche Barde Franz Herwig ein derb- massives Denkmal gesetzt in der achten Nummer der bei Herder, Freiburg i. Br., erscheinende Heldenlegende( einzeln brosch. G. Mt.-, 60). Die nachstehende Leseprobe zeige, wie Herwig dem volkstümlichen Haudegen gerecht wird. Eines Tages tauchte Jan Werth in Köln auf, abgerissen und halbverhungert Gewiß, diese mächtige Stadt mit ihren Türmen, Straßen und Menschen erstaunte ihn, aber doch nicht so sehr, als er sich eigentlich gedacht hatte. Vielleicht war er sogar von dieser Stadt ein wenig enttäuscht. Er hatte sich ganz ernsthaft vorgestellt, daß man ihn am Tor oder mindestens vor dem Rathaus erwarten würde mit der Anrede:„ Jan Werth, da bist du ja! Was willst du werden: Bischof oder General, Kaufmann oder Heiliger?" Und dann hätte er sicher geantwortet:„ General!" und dann wäre er einstweilen wenigstens gleich Hauptmann geworden. Statt dessen mußte er Klostersuppen essen und Gott vergelt's" dafür sagen, in irgend einem Winkel nächtigen, und froh sein, wenn ihn nicht ein städtischer Büttel erwischte. Aber das Herumlungern hielt er nicht lange aus. Er sah sich nach Arbeit um, und man lachte ihn aus, weil man ihn für schwächlich hielt. Unten am Rhein hatten ihn die groben Ladeknechte beinahe ins Wasser geworfen, weil er ihnen immer zwischen den Beinen herumstand. Einmal, in der Frühe, sah er in einer vom Rheinbollwerk aufwärts führende Gasse einen Karren voll Gemüse und Obst vor sich, den irgend ein weibliches Wesen mühsam zog. Da griff er zu und schob nach, so nachdrücklich, daß das Weib bis auf den Markt Trab laufen mußte. Als sie sich erhitzt und lachend umdrehte, sah Jan ein appetitliches junges Ding, lachte nun auch und nahm die Nepfel, die ihm fröhlich gereicht wurden, wohlgefällig an. Von nun an wartete er jeden morgen auf den Hämorrhoiden! Aerztliche Broschüre Nr. 1 kostenfrei. Dr Hugo Caro G. m b. H, Berlin W. 30. Karren, hatte bald heraus, von welchem Torweg er ausfuhr, und schob ihn immer mit gleicher Lust bis an den Markt. Manchmal freilich zog er auch neben dem Mädchen an der Deichsel. Wenn er tagsüber, was zuweilen vorkam, über den Platz ging, so lachten ihn Griets Augen, die ebenso blank und schwarz waren wie die seinigen, bedeutungsvoll an. Sie war ein wenig älter als er, gerade genug, um sich ihm gegenüber ein wenig mütterlich zu fühlen. Sie verschaffte ihm auch bei einem Verwandten unten am Bollwerk im. ,, Blauen Hecht" eine Lehrstelle, und vielleicht spann sie, wie Weiber so sind, allerlei holde Pläne dabei. Weshalb auch nicht? Jan würde ein tüchtiger Weinküfer werden, und eines Tages machte man dann zusammen eine kleine Wirtschaft auf. Aber dem kleinen Jan behagte das Leben im Weinkeller nur eine Zeit lang ausnehmend. Dann wurde es ihm gleichgültig, und schließlich steckte er seine unruhige Nase wieder verlangend dem Wind entgegen, der aus allen Weltgegenden weht. Dabei dachte er:„ Um Schankknecht zu werden, hätte ich aus Büttgen auch nicht weglaufen brauchen." Außerdem war er inzwischen achtzehn Jahr alt geworden, und der Durst nach Ferne und Taten plagte ihn immer unausstehlicher. Griet spürte wohl, wie es in ihm geheimnisvoll rumorte, und sie versuchte durch kleine, billige Zärtlichkeiten seine Gedanken an eine nahe und körperhafte Wirklichkeit zu binden, die doch, wie der Spiegel ihr jeden Sonntagmorgen versicherte, durchaus ansehnlich war. Aber Jan riß sich jedesmal ungnädig los und lief, anstatt einer gewissen Schürze, lieber dem Schall genagelter Reiterstiefel und rasselnder Degen nach. Denn ein Reiter zu sein erschien ihm über die Maßen herrlich. Welch ein Leben führte doch so ein Eisenfresser! Aber wo Jan sich als Rekrut anbot, sah man ihn nur von Kopf bis zu Füßen an und hieß ihn geringschäzig wieder gehen. Nun erwachte sein Troh, er machte den Nacken steif und verschwor sich, nun gerade und durchaus ein Reiter zu werden. Seinen sauer verdienten Lohn trug er heimlich zu einem welschen Fechtmeister, und da er rasch von Entschluß und draufgängerisch war und einen langen starken Arm hatte, ging er mit dem Degen bald um wie ein Veteran. Und als er eines Abends nach Hause ging, bekam er, mit seinem Eisen unter dem Arm vielleicht nicht ganz ungewollt, Händel mit zwei Dragonern, die der Wein auch mutig gemacht hatte. Er setzte den schimpfenden Kriegsgurgeln mit seiner Kunst so sehr zu, daß sie sich nur mit Mühe der feinen und heftigen Angriffe erwehren konnten. Plötzlich schlug ihm von hinten jemand den Degen aus der Hand und rief:„ Tausendteufel! Was ist das für eine giftige kleine Kröte? Kerl, du machst mir ja meinen guten Dragoner Pianos in nur hochwertiger Qualität, bei zeitgemässer Anzahlung und bequemen Teilzahlungen, liefert Offenbacher Pianoforte- Fabrik Alois Knauer& Co. Offenbach: BIEBERERSTRASSE 5 a. M. Fernruf 2305 u. 2917. Langjährige schriftliche Garantie! An den Sonntagen vor Weihnachten, bleibt unser Geschäft geöffnet. Zwecks Einführung bei Selbstrasierern für nur 3 Pfg. à Rafier- Klinge von einer ungewohnten kühlen Schärfe liefert Loma- Klingen- Vertrieb, Rügheim i. Untertr. 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Eines Tages ging er in der neuen Montur auf den Markt, wo Griet, als sie ihn so erblickte, vor Schrecken beinah rücklings über ihre Kohlhäupter gefallen wäre:„ Griet", jagte Jan ,,, heute abend rücken wir aus. Es gibt Krieg. Wie ist es nun, willst du mit mir ziehen? Du sollst sehen ich bringe es zu etwas, und eines Tages bist du Frau Obrist oder auch Frau General!"„ Ach Jan", erwiederte die Jungfer,„ das ist mir zu unsicher.“ –„ Also du willst nicht?" sagte der Dragoner und klirrte mit den Pfundsporen.„ Na, dann ade!" Und er ging davon, indem er seinen Degen kriegerisch nachschleppen ließ... Literarisches. 91 Dreizig Jahre Bantbeamten- Zeitung. Das amtliche Hauptorgan des Deutschen Bankbcamten- Vereins, die BankbeamtenZeitung", fann jetzt auf ein dreißigjähriges Bestehen zurüdblicken. Die drei Jahrzehnte der Bankbeamten- Zeitung spiegeln den sozialen und wirtschaftlichen Kampf der Bankbeamten wider. Schriftleiter ist seit 1903 der Vereinsvorsitzende Fürstenberg. * In Westermanns Monatsheften, März 1925,( je Heft 2 M), wird der vergessene deutsche Maler Albert Brendel, der in der Mitte des vorigen Jahrhunderts nahezu vier Jahrzehnte ernsthaft geschafft hat, in einem eingehenden Aufsatz von Walther Unus gewürdigt. * Die Lustigen Blätter, deren Nr. 5 uns vorliegt, erbringen von neuem den Beweis, daß Wiz, Grazie, Humor und Esprit auch einer deutschen Zeitschrift eigen sein können. Graziöse Bilder von Bato, Ehrenberger, Gestwicki und Heiligenstaedt wechseln in bunter Reihe mit treffsicheren humoristischen Zeichnungen nungen und Karikaturen von Petersen. Metallbelten Stahlmatratzen, KinSerbetten, direkt an Private, Katalog 32N frei Eisenmöbelfabrik Suhl i. Thür. Brillout Ches Büdo N920 Stadtanleihen Bubis Erlebnisse und Streiche. Pfandbriefe zu hohen Preisen gesucht. Angebote unt. F. D. Nr. 4009 an die Exped. dieses Blattes. und 3 Bubi hat seine Zerstörungswut an Onkels Toilettenspiegel ausgetobt und nun liegt derselbe in tausend Scherben am Boden. Da kommt der Onkel gerade herein, um sich zu rasieren und sieht die Bescherung. Ein heiliger Zorn erfasst ihn und Bubi muß eine gehörige Moralpredigt mit anschliessen den rhythmischen Armbewegungen des Onkels über sich ergehen lassen. Onkel kann sich nun nicht rasieren und jammert dementsprechend. Doch Bubi weiss Rat. Er stellt Onkel den mittels Büdo Bis 10 Mk. Haglicher geputzten Rohrstiefel auf den Tisch, und siche, der Verdienst, Prospekt m. Garantie Erklärnng gratis. P. Wagenknecht Verlag Leipzig.( 819) Asthmakranke erhalten kostenfr. Broschüre Nr. 7 Dr. Hugo Caro, G. m b H., Berlin- Friedenau 101. glanz auf dem Stiefel gibt einem Spiegel nicht viel nach. Er frägt Bubi, wie er das fertiggebracht habe, und Bubi hält ihm einen Vortrag über die Vorzüge des erstklassigen Schuhputz Budo. 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