machen. Zuname, den früd, Dienst5. StaatsMutter5 vor dem ruf( mög erhändler Arbeiter Betriebes, auerngut, os wegen beruf. steht zu Anforde die Bitte oder eine Šeder einn, die sich größtem durch ge= piere die Es wird atistischen verwendet nit allem ten ZählLandesdt zu, wo Istelle hat gehenden s zu wah im Lande Auskünfte obald die pernichtet. gaben zuvölkerung ■ hoffen, B sich aus wärtigen nen läßt. d- Verlag ch 3,-M, der illusich durch r Warenntlich ge er Freund Se Freude ten HalbDurch den rdienst retungen Nebenamt) nd häusl. sw. Verlg. ng. N. 187 Winter -Neum. 2 szustände, hte Herzüre über Hauskuren n W 30. Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich fret Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Südanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30 mm brette Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg Lokal " 1 " " 1 " 1 90 " " Reklamezeile Donnerstag, den 19. Mai 1925. Der„ Iltis" vor Taku. Zur 25jährigen Wiederkehr des Tages von Taku. 17. Juni. Es war im Frühling des Jahres 1900, als beunruhigende Nachrichten aus China nach Europa drangen. Aus allen Teilen des Reiches brachte der Telegraph Kunde von Aufruhr und Blutvergießen. Aus der Ferne gesehen, konnte man sich zuerst kein rechtes Bild von diesen Greueltaten machen, und man blieb in Europa im Unklaren darüber, ob die sogenannten„ Boxer“ gegen das eigene Fleisch oder gegen die Fremden wüteten. Selbst die nach und nach einlaufenden Nachrichten über die Ermordung christlicher Missionare störte selbst die Europäer im Osten noch nicht allzu sehr in ihrem Gleichgewicht. Aber die Kunde abscheulicher Grausamkeiten, die auch an weiblichen Glaubensboten begangen wurden, mehrten sich, und da begann es den Fremden unheimlich zu werden. Es lag plöglich wie eine schwere Gewitterwolke über diesem Lande der Rätsel, dem großen China, dessen Denkungsart uns immer ein Buch mit sieben Siegeln bleiben wird. Was hatte der gelbe Moloch vor? - Diese Frage fing an, alle Gemüter zu beunruhigen. In den Hauptstädten tauchten die ersten bezopften Weißen auf, in blauen Jacken wie die Chinesen; es waren die aus dem Innern vor der Wut der Eingeborenen fliehenden Missionare. Endlich gingen auch dem stolzesten Fremden, der sich bisher für unantastbar hielt in diesem Lande der Kulis, die Augen auf. Die Ereignisse überstürzten sich jetzt. Vor Peking zerstörten die Aufständischen die Bahnen. Belgische Beamte und Ingenieure wurden verjagt und getötet. Also der Europäer war es allein, gegen den sich der Haß der gelben Rasse richtete. Man predigte in China offen den Mord der Fremden, und aus Pefing fam der Notschrei:„ Die Gesandtschaften sind in Gefahr! Hilfe" Auf der Reede von Taku waren damals Geschwader fast aller Großmächte versammelt. Mehr aus Eifersucht der Mächte untereinander, als aus Gründen der Gefahrsmöglichkeit für die eigenen Angehörigen. Von dort wurde in der Nacht vom 9. Juni, als Antwort auf den Angstruf Pekings, eine Truppe an Land gesandt, die unter dem Namen ,, Seymour Expedition" den bedrohten Gesandtschaften Hilfe bringen sollte. Zugleich wurden hinter Taku die ersten Schüsse gewechselt, und mit einem Male stand riesengroß vor der ganzen Welt das Gespenst der „ gelben Gefahr" auf. Kein Verlaß war auf die Kaiserin von China, auf ihre Vizekönige. Im Gegenteil, das gelbe Militär entfaltete plötzlich eine fieberhafte Tätigkeit, und es hieß allgemein, der Hof mache gemeinsame Sache mit den„ Boxern" gegen die Fremden. Schon am 15. Juni verbreitete sich das Gerücht von der Ermordung des deutschen Gesandten, von Ketteler, in Peking, der in der Tat am 20. Juni das Opfer eines chinesischen Anschlags wurde. 10 120 17 17 Nr. 59. Dies alles war so gut wie eine Kriegserklärung, und höchste Besorgnis vor den feindlichen Gewalten drängte zur entscheidenden Tat. In Taku lagen am 15. Juni, 9 Meilen von der Küste entfernt, 20 der grimmigsten eisernen Kriegsmaschinen vor Anker. Schiffe aller Klassen und aller Nationen. Vizeadmiral Bendemann war der Chef des Deutschen Ostasiatischen Geschwaders: Herta, Hansa, Gefion, Kaiserin Augusta. An der Flußmündung lagen die Kanonenboote und Torpedojäger der feindlichen Mächte. Auf den Forts von Taku starrten die Kruppschen Geschütze der Chinesen. In der Luft lag die Schwüle der kommenden Ereignisse. Die chinesischen Soldaten trafen kriegerische Vorbereitungen, indem aus rückwärts liegenden Magazinen große Mengen Munition in die Festung gebracht wurden. Außerdem begann man, Minen in die Fahrwasser zu versenken. Zur Kenntnis des Korvettenkapitäns Lans, Kommandant des Deutschen Kanonenbootes„ Jltis", gelangte es, daß der chinesische General beim Stadionsvorstand in Tongku Waggons und Lokomotiven bestellt habe, um sich mit Hilfe der durch die Bahn beförderten Truppen des Bahnhofs zu bemächtigen. Kurz entschlossen griff der Kommandant der„ Jltis" ein, indem er selbst ohne großes Aufsehen den Bahnhof besetzte und alles rollende Material mit Beschlag belegte. Es konnte kein Zweifel mehr über die feindlichen Absichten des Gegners bestehen, und dennoch zögerten die Admirale, den Befehl zum sofortigen Angriff zu geben. In ernster Beratung beschlossen vielmehr die Befehlshaber der internationalen Flotte, dem Kommandanten der chinesischen Forts ein Ultimatum zu überreichen, wonach diese vor 2 Uhr morgens am 17. Juni den Verbändeten auszuliefern seien, widrigenfalls man sie mit Gewalt nähme. Inzwischen wurde auf den Schiffen alles ,, klar zum Gefecht" gemacht; allen voran das deutsche Kanonenboot„ Iltis" unter seinem Kommandanten Lans. Es sollten sich außer demselben noch 1 englisches, 1 französisches und 3 russische Schiffe am Kampfe beteiligen. So standen die Dinge am Vorabend des 17. Juni 1900. Um 12 Uhr 50 Minuten wurde die Stille der Nacht jäh unterbrochen durch das Feuer aus den Forts. Es war die Antwort Chinas und zugleich eine Kriegserklärung an die MONNA VANNA imgelben Gewande DIE SZIGARETTE ADLER- COMPAGNIE A.G.DRESDEN ganze Welt. Intensiveste Tätigkeit entfaltete sich sogleich auf dem„ Jltis", der sich von seinem Ankerplatz loslöste, um sich in Gefechtsstellung zu begeben. Es war das einzige deutsche Shift. das am Kampfe teilnahm, und das mit seiner todesmutigen Besagung und seinem kühnen Führer dem schweren Ringen um die Forts von Taku zum endlichen Siege verhalf. Die Chinesen waren im Vorteil durch ihren genialen Streich des plötzlichen Ueberfalls. Der Donner der Kanonen steigerte sich zum Höllenkonzert. Das Wasser des Peiho zischte auf von den einschlagenden Geschossen. Die russischen und englischen Kanonenboote, die schon in Gefechtsstellung lagen, beantworteten als erste das chinesische Feuer mit großer Energie. Endlich lag auch der ,, Jltis" in kampfereiter Stellung und richtete sein Schnellfeuergeschütz auf das Nordwestfort. Als das erste feindliche Schrapnell über dem„ Iltis platte, scherzten die wackeren Matrosen:„ Sie schicken uns Berliner Pfannkuchen zum Kaffee!" So war die Stimmung. Und die Schlacht wurde heißer und heißer. Von allen Seiten drang man auf den Feind ein. Ein Landkorps unter Kapitän Pohl lag in den Bahnhofsschuppen bereit, um im gegebenen Augenblick die Forts zu stürmen. Das verabredete Zeichen war ein schwarzer Ball, der am Fockmast gehißt werden sollte. Wohl an 80 Geschüze waren auf beiden Seiten am Kampfe beteiligt. Ueberall stieg die Energie des Kampfes aufs Höchste. Das Deck der„ Jltis" erzitterte wie im Erdbeben. Aber ruhig und besonnen gab Kapitän Lans seine Befehle. Endlich war das letzte Geschütz der Chinesen außer Aktion gesetzt, und die Chinesen flohen in wilder Panik über die Wälle des Nordwestforts. Auf das verabredete Zeichen setzte sich die Landtruppe zum Sturm in Bewegung. Nun galt es, auch Herr der anderen Forts zu werden. Gegen morgen hißte man unter brausenden Hurras die deutsche Flagge auf dem Nordwestfort und begann von dort aus die anderen feindlichen Forts zu beschießen, unterstützt von dem sicheren Feuer der„ Iltis". Und es gab einen Sieg, einen herrlichen Sieg deutscher Tapferkeit über gelbe Hinterlist. Aber kein Sieg ohne Wunden, und auch der„ Iltis“ mit seiner Mannschaft zahlte mit Blut. Ueber 20 Treffer wies der„ Iltis“ nach der Schlacht auf. Von den 120 Mann der Besatzung waren 7 gefallen und 14 verwundet, darunter schwer verwundet der tapfere Kapitän Lans, der noch mit zerschossenem Bein kaltblütig seine Kommandos erteilte. Mit Tafu aber war das Herz der Chinesen getroffen. Generäle und Staatsmänner gaben ihre Sache verloren, als die Flaggen der Verbündeten auf den Forts emporstiegen. Der Fall von Taku war die Entscheidung für die Lage im Osten und erstickte im Keime die„ Gelbe Gefahr". Mit den Toten von Taku begruben die Chinesen ihre Pläne und Hoffnungen zur Vernichtung der Feinde. Es staunte später die Welt, mit wie geringen Opfern die Befreiung der Fremden in Peking und Tientsin gelang. Gedenken wir heute der Gefallenen und Ueberlebenden der ..Jltis", besonders seines tapferen Kapitäns, dem jezigen Admiral v. Lans, der durch sein bewundernswürdiges Durchhalten in der Schlacht zum Retter der Europäer im fernen Osten wurde. E. Vogel. Erhöhung der Friedensmiete für gewerbliche Räume. Zu der Frage, ob die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse dazu berechtigen die Friedensmiete diesen veränderten Verhältnissen anzupassen, nimmt Landgerichtsrat Dr. Hertel- Oppeln in der„ Allgemeinen Deutschen Haus- und Grundbesitzer- Zeitung" Stellung. - - Während das Kammergericht diese Frage früher verneinte, hat es neuerdings in einem Rechtsentscheid vom 20. Februar 1925 17 2 1-15 seinen früheren Standpunkt revidiert. Es handelt sich im vorliegenden Fall um einen Laden. Der Vermieter hatte geltend gemacht, daß die betr. Straße 1914 noch eine stille und für Ladengeschäfte wenig geeignete Gegend ge= wesen, jetzt aber eine der besten Geschäftsstraßen der Stadt ge= worden sei. Das Kammergericht führt in seiner Begründung aus, die Entscheidung hänge davon ab, was unter einem Raum gleicher Art und Lage in§ 2 Absatz 4 RMG. zu verstehen sei und erklärt, daß die Antwort nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu suchen sei. Es würde eine zu sehr auf Aeußerlichkeiten abgestellte Betrachtungsweise sein, wenn man unter Lage nur die örtliche Zugehörigkeit verstehen wollte. Die Folge würde sein, daß man nur festzustellen hätte, in welcher Straße der Raum liegt, dessen Friedensmiete festgesetzt werden soll und sich darauf beschränken müßte, zu ermitteln, welcher Mietziens in der gleichen Straße 1914 für solche Räume regelmäßig vereinbart wor= den sei. Bei einem Laden ist aber gerade seine Lage in einer stillen oder verkehrsreichen Gegend für seine Benutzungsart und seine Brauchbarkeit wirtschaftlich von überragender Bedeutung. In welcher Straße er liegt, also seine örtliche Einreihung in den Stadtplan, ist belanglos gegenüber der Frage, ob er den Adern des Verkehrs nahe oder fern gelegen ist. Von den Bedürfnissen der Wirtschaft aus betrachtet, wie sie auch gerade vom Standpunkt des Mieters Berücksichtigung erfordern, kann also die Lage des gewerblichen Raumes nicht rein örtlich verstanden, sondern muß in Beziehung zur Geschäftsgegend beurteilt werden. Der Wortlaut des Gesetzes steht dem nicht entgegen, denn er zwingt nicht dazu, der Festsetzung die Friktion zu Grunde zu legen, die Verhältnisse des Raumes hätten sich seit 1914 nicht geändert. Vielmehr läßt er sich mühelos dahin ver= stehen, das Mieteinigungsamt solle Art und Lage des Raumes, so wie sie sich heute darstellen, als Ausgangspunkt nehmen und dann ermitteln, was für den Raum am 1. Juli 1914 der ortsübliche Mietzins gewesen wäre, wenn die jetzigen Verhältnisse des Raumes schon damals bestanden hätten. Mit anderen Worten: es ist nicht die Vergangenheit als heute noch fortbestehend anzunehmen, sondern die Gegenwart in die Vergangenheit zurückzuverlegen. Nur diese Lösung entspricht auch dem erkennbaren Zweck des Gesetzes. Das ergibt sich zunächst daraus, daß das Gesetz den Mieter vor einem zu hohen Mietzinse schützen soll. Bildet der vorgelegte Fall das Bild einer Gegend, die sich seit 1914 zu Gunsten der Gewerbebetriebe entwickelt hat, so könnte die Entwicklung doch ebensogut eine rückläufige gewesen sein. Dann würde die Rechtsauffassung der Beschwerdestelle unabwendbar dazu führen, daß eine zu hohe Friedensmiete festgesetzt und der Mieter genötigt würde, einen Mietzins zu zahlen, der nach der wirtschaftlichen Lage nicht gerechtfertigt ist. Das Gesetz solle aber nur verhindern, daß die besonderen durch den Krieg und seine Verhältnisse geschaffenen Verhältnisse die Mietzinsbildung zum Schaden der Mieter und zum Vorteil der VerBereit sein. ist alles! Vor Ueberraschungen ist auch die tüchtige Hausfrau niemals sich.Sie hilft sich aber schnell aus d. Verlegenheit.u.bietz.B. den kurz zuvor gemeldeten Gästen trotzdem ein vorzügl. Vanille- Gebäck zum Tee an. Dr. Oetker's Backpulv. ,, Backin" u. Dr. Oetker's ausgew. Rezepte sichern diese Bereitschaft. Bitte versuchen Sie Vanille- Gebäck: 1/2 Pfund Butter, 150 g Zucker, Zutaten: 1 Päckchen von Dr. Oetker's 100 g Mandeln, [ Vanillen- Zucker, 2 Eier, 1 Pfund Mehl, 1/2 Päckchen von Dr. Oetker's [ Backin, etwa 1/8 Liter Milch. Wie billig sich das Gebäck stellt, kann jede Hausfrau selbst sehr leicht berechnen. Zubereitung: Butter und Mehl( dieses mit dem Backin gemischt) knetet man zu ein. Teig. Das Eigelb, 100 g Zucker, Vanillin- Zucker, Milch verklappert m. u. arbeitet alles mit obigem Teig zu einer Masse, die sich gut ausrollen lässt. Den ausgerollten Teig schneidet man in rechteckige Stücke bestreicht diese mit Eiweiss, streut die in Spänchen geschnittenen Mandeln, die man mit 50 g Zucker gemischt hat, darüb. u bäckt bei Mittelhitze In Blechdose aufzubew. Verlangen Sie vollständige Rezeptbücher kostenlos in den Geschäften od., wenn vergriffen, ums. u. portofr. v. Dr. A. Oetker, Bielefeld. mieter fezes h die ort angebo Raumü der Kr gegen b halt da flüsse a lichen S ohne de Die miete, i zusetzen Veränd achten In Mietein eine Ga folge de geworde Die aber au Räumen wenn di Abe lage nic Fälle, w viertels wesentlic Umständ sichtigt 3 gesetzes. es gered Die 12. Mai Deutschen einen er folgendes Vald Sier Ausland d allen Ding en zu abge= r die sein, Raum arauf glei wor= einer t und tung. ig in Iden Be= erade fann ver: rteilt egen, n zu h seit ver= imes, I und orts tnisse Deren artbe ngen m er raus, üzen e sich t, so vesen nabesezt , der Ge= den Miets Vers B. gl. ft. e- r, it st. ke e- ht N. mieter beeinflußten. Deshalb hebt die Begründung des Ge= setzes hervor, die 1914 tatsächlich gezahlten Mieten sollten als die ortsüblichen angesehen werden, obwohl sie durch ein Ueberangebot von Räumen beeinflußt waren. Daß an Stelle des Raumüberflusses der Raummangel getreten ist, stellt eine Folge der Kriegszeit dar, und bleibt deshalb außer Betracht. Hingegen bietet weder das Gesetz noch seine Begründung einen Anhalt dafür, daß bei der Mietzinsbildung auch über solche Einflüsse auf die Brauchbarkeit und den Mietwert eines gewerblichen Raumes hinweg gesehen werden muß, die auf anderen, ohne den Krieg, in gleicher Weise möglichen Ursachen beruht. Die hier allein interessierende Frage nach der Friedensmiete, die mangels einer Mietzinsvereinbarung von 1914 fest= zusetzen ist, ist aus diesen Gründen dahin zu entscheiden, daß die Veränderungen in der Gegend bei gewerblichem Raum zu be= achten sind. In gleichem Sinne hat nach demselben Verfasser auch das Mieteinigungsamt Hamburg entschieden, wo die Straße, an der eine Gastwirtschaft liegt, 1914 verkehrsarm war, jezt aber infolge der Eröffnung eines Stadtparks zu einer verkehrsreichen geworden ist.( Vgl.„ Einigungsamt" 1925 G. 357 Nr. 208.) Die vom Kammergericht aufgestellten Grundsäge werden aber auch da, wo die Friedensmiete feststeht, bei gewerblichen Räumen zu einer Erhöhung der Friedensmiete führen müssen, wenn die Verkehrslage sich inzwischen bessert hat. Aber auch für Wohnungen ist die Aenderung der Verkehrslage nicht ohne Bedeutung, und es gibt zweifellos zahlreiche Fälle, wo der Charakter einer ganzen Straße oder eines Stadtviertels ein anderer gewesen ist, der zu normalen Zeiten einen wesentlich höheren Mietpreis bedingt hätte. Derartige Umstände zum Nachteil des Vermieters auf die Dauer unberücksichtigt zu lassen, entspricht nicht dem Sinn des Reichsmietengesetzes. Aufgabe der Rechtsprechung wird es daher sein, da, wo es gerechtfertigt ist, korrigierend einzugreifen. Hindenburgs Ehrung im Ausland. Die in Valdivia( Chile) lebenden Deutschen haben am 12. Mai anläßlich der Uebernahme der Präsidentenschaft des Deutschen Reiches durch Generalfeldmarschall von Hindenburg einen erhebenden Festkommers veranstaltet, bei welchem u. a. folgendes Lied gesungen wurde: Gruß an Hindenburg. ( Melodie: Es braust ein Ruf.) Es braust ein Wort als Freudenhall Rings um den ganzen Erdenball: Jm Reich ein neuer Präsident, Der Vater Hindenburg" sich. nennt. Lieb Vaterland, magst ruhig sein, Lieb Vaterland, magst ruhig sein, Der„ Hindenburg" ist uns, ist uns Gewähr Für Deutschlands fern're Macht und ew'ge Ehr'. Und spalten sich Partei'n im Streit Zu schwächen Deutschlands Einigkeit: Herr Hindenburg! steh vor der Tür, Und nimm sie wie die Russen für, Lieb Vaterland 2c. Und wagt nochmal ein Feind sich' ran, Uns aufzudrängen einen Bann: Steht fest auf ganzem Erdenrund Zu Deutschlands Schutz der Deutschen Bund. Lieb Vaterland 2c. Drum Hindenburg, dir unsern Gruß,- Auf deine Stirn der Söhne Kuß: Wir sind mit Dir allzeit bereit Zum Schutz des Reiches Herrlichkeit! Lieb Vaterland 2c. Valdivia, am 12. Mai 1925. A. Hoerll. Hier sieht man wieder, daß unsere deutschen Brüder im Ausland die Vorgänge im Mutterlande beobachten und vor allen Dingen den Parteihader( siehe Vers 2) scharf verurteilen. Möchte die Zeit doch bald kommen, daß sich die Zahl der Parteien in Deutschland wesentlich verringere! Gute Ernteaussichten in Deutschland. - Im Gegensatz zu den sehr pessimistischen Berichten aus den Vereinigten Staaten über die Ernteaussichten lauten die kürz lich ausgegebenen amtlichen deutschen Saatenstandsberichte überaus günstig. Sie lassen erfreulicherweise Hoffnungen auf eine Rekordernte in Deutschland zu. Der Stand des Getreides ist der beste seit vielen Jahren, und wenn auch noch keineswegs alle Gefahrenmomente bis zur Ernte überwunden sind, so kann doch heute schon gesagt werden, daß bei einigermaßen normalen Witterungsverhältnissen mit einer Ernte gerechnet werden kann, die, was Ergiebigkeit und Qualität anlangt, Anwartschaft darauf hat, die beste seit Jahrzehnten zu werden. Der im allge= meinen sehr vorsichtige amtliche Bericht stellt fest, daß der seit vielen Jahren günstigste Saatenstand in Deutschland- derje= nige des Jahres 1913 hinter dem diesjährigen zurückbleibt. Berücksichtigt man ferner, daß die Anbauflächen für Weizen größer ist als im Jahre 1923, so läßt sich daraus mit einiger Sicherheit der Schluß ziehen, daß Deutschland in der nächsten Zeit sich insbesondere mit Getreide und auch mit Futtermitteln in wesentlich höherem Grade aus eigenen Beständen wird versorgen können als bisher, und daß die Zufuhr aus dem Ausland erheblich herabgemindert werden kann, eine Tatsache, die auf die ganze deutsche Wirtschaftslage und die Gestaltung der Handelsbilanz von starkem Einfluß sein muß; ist doch im vergangenen Jahre allein für die Einfuhr von Weizen und Roggen infolge der unzureichenden Ernte ein Betrag von nicht weniger als 285 Millionen Mark ins Ausland gewandert, ganz abge= sehen von der sonstigen lediglich Verbrauchszwecken dienenden Einfuhr die unsere Handelsbilanz in hohem Grade verschlechtern half. Lokales. Auch die letzte Wahl hat gezeigt, daß zahlreiche Wähler ihrer Stimme dadurch verlustig gegangen sind, daß sie den Stimmzettel nicht ordnungsmäßig gekennzeichnet hatten. Das Gesetz schreibt vor, daß die Kennzeichnung auf dem Stimmzettel dur., ein Kreuz oder Unterstreichen oder in sonst erkennbarer Weise zu erfolgen hat. Ungültig sind Stimmzettel u. a. des= halb, weil aus ihnen der Wille des Abstimmenden nicht unzweifelhaft zu erkennen ist. Es wird deshalb dem Wähler dringend empfohlen, den Stimmzettel ausschließlich durch ein Kreuz in den Kreis zu kennzeichnen. Bei allen anderen Kennzeichnungen, wenn sie nicht peinlich genau ausgeführt sind, läus der uhler gefahr, daß sein Stimmzettel nachher von dem Abstimmungsvorstand für ungültig erklärt wird, weil nach dessen Ansicht der Wille des Abstimmenden nicht unzweifelha ,. zu erkennen ist. Das einzige Mittel, sich vor ungültigkeitserklärung seines Stimmzettels zu schützen, ist sonach, daß der Wähler das Kreuz in den Kreis anbringt. Literarisches. Kurpromenade und Hotelgarten geben wie in der Wirklichkeit so auch im neuesten Heft der Nr. 9 der„ Eleganten Welt" den zeitgemäßen Rahmen für modische Toilettenkunst nach letztem und vorbildlichen Geschmack. Die Sonne des Sommers 1925 wird nach den interessanten Prophezeihungen der„, Eleganten Welt" auf eine nie zuvor gekannten Farbenfreudigkeit und Eleganz herabscheinen. Besucht die Deutsche Verkehrs Ausstellung München 1925 Juni Oktober Spezialfabrik für Holzbearbeitungsmaschinen Klein& Stiefel, Fulda Nähmaschinen empf. als best. Weihnachtsgeschenk , Vesta Langschiff- Masch. Gm. 132.Schwingschiff99 99 99 99 Rundschiff99 99 99 Versenkbare 148.200.175.99 99 zahlbar in Monatsraten von Gold- Mk. 25.Walther L eterich Fahrrad- Vertrieb DILLBRECHT ( Dillkreis). Maschinen 1. Schreiner, Glaser, Wagner usw. In bester, zweckmäslger Ausführ., einz. a. komb. Bandsägen Hobelmaschinen Kreissägen Fräsmaschinen etc. Stets Vorrat, bei Bedarf empfehlen Besichtigung. 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