h die t von rechtmmen ingen Abusw. ungs I der ruchs, weg= des ngsichen und Der iege= den. thres aus nun= mein eren digt. hres und ung n und gen, äilen, auche re Kur El. erp. mt in Engel m.b.H. rtigen Beute, n bar Risiko wird von nmen ection erke bi.B. en. ein. Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Südanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Berlagsbruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg Lokal 11 90 11 Reklamezeile " Tonnerstag, den 19. Februar 1925. Die beiden verlorenen Westkreise. Bon Hermann Ritter, Köln Gewalt ging vor Recht, vor das Recht, das uns nach Annahme der Wilson'schen Punkte beim Waffenstillstand zustand, und so verloren wir die Kreise Eupen und Malmedy, nachdem man deren Bevölkerung eine ehrliche Abstimmung unterband. an Belgien. Man möchte annehmen, daß dem objektiv urteilenden Teile der belgischen Bevölkerung heute angesichts der Einverleibung nicht so ganz woh ist. Die ,, historische" Berechtigung zueiner Besizergreifung dieser deutschen Gebiete muß doch unbedingt jedem Geschichtskenner recht fadenscheinig vorkommen. Das Herzogtum Limburg, nach dessen holländischen Teile am Ende des Krieges ja auch starke, aber bald wieder niedergeschlagene Gelüste in Belgien sich regten, gehörte in alter Zeit ebenso wie die Abtei Malmedy- Stavelot zum Heiligen Römischen Reiche Deutscher Nation. Es fiel nach 1815 zu einem Teile ebenso wie das einst reichsunmittelbare Abteigebiet an das an das Königreich der Niederlande und zum anderen an PreuBen. Ein Belgien und damit einen Urgrund für damals etwa nicht berücksichtigte belgische Ansprüche gab es zur Zeit dieser Teilung nicht. Belgien entstand nach der bekannten Revolution in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts, entstand als ein in festen Grenzen von den Großmächten anerkann ter neutraler Staat, der wie vielleicht auch noch einmal aufge= frischt werden dürfte, für den Fall eines Krieges mit Frankreich Preußen ein Durchzugsrecht durch das Maastal verbürgen mußte. Man hat bei Beginn des Krieges hier leider nichts von einem Hinweis auf dieses verbriefte Recht vernommen und fragt sich bei uns immer noch vergebens, ob Bethmann Hollweg sich dieses Rechtstitels nicht entsann, oder ob unsere Diplomatie ihn im Laufe der Jahrzehnte stillschweigend verjähren ließ. Ein aus völkischer und sprachlicher Gemeinschaft hergeleitetes Recht auf beide Kreise bestand noch weniger für Belgien. Die wallonische Minderheit des Kreises Malmedy war zwar stamm= verwandt mit den belgischen Wallonen, hegte aber, abgesehen von einzelnen auf Privatvorteile bedachte Wallonen, keinerlei Sehnsucht nach einer staatlichen Gemeinschaft mit ihren Stammesbrüdern. Sie lebte übrigens nach den bei der Errichtung eines begischen Staates festgelegten Grenzen und Grundsätzen sätzen ebenso von Rechts wegen innerhalb der preußischen Grenzen wie die deutsche Bevölkerung der Gegend von Arlon und der deutsch sprechenden Dörfer in Kanton Aubel innerhalb des belgischen Gebiets. Abgesehen von diesen rund 10 000 Wallonen in Malmedy selbst und in den Bürgermeistereien Bevercé, Bellevaux und Weismes sowie in den beiden Orten Faymon ville und Sourbrodt der Bürgermeisterei Büttgenbach ist die Bevölkerung der beiden Kreise rein deutsch und spricht den in der ganzen mittleren Rheinprovinz gesprochenen ripuarisch fränkischen Dialekt, der nur in Eupen selbst eine leichte Beeinflussung durch das Altflämische erfahren hat. Man kann sich faum vorstellen, daß das innerpolitische Leben Belgiens, das schon 10 120 " " 1 Nr. 21. unter dem heftigen Sprachenkampf zwischen Flamen und Wallonen bis zur Stunde leidet, eine Vereinfachung durch Aufnahme eines starken deutschen und dabei deutsch- selbstbewußten Elementes finden könnte. Man kann sich ebenfalls nicht denken, daß es einsichtigen Belgiern verborgen bleibt, welche Gefühle in einer derart gewonnenen, von ihrem Mutterlande, aus alten verwandtschaftlichen, geschäftlichen und kulturellen Beziehungen trotz ihres leidenschaftlichen Widerspruches gerissenen Bevölketrotz ihres leidenschaftlichen Widerspruches gerissenen Bevölkerung leben, welche Gefühle man aber in dem von einem kleinen Lande vergewaltigten großen Deutschland und vor allem im Rheinlande hegt, mit dem auf gutem Fuße zu lebn den Belgiern ihr eigenstens und allmählich nach verflüchtigen des Giegesrausches immer deutlicher erkennbares Interesse gebietet. Uns bleibt nichts anderes übrig, als von der Zeit ein Wiedergutmachen des den beiden Kreisen und dem ganzen Lande geschehenen Unrechtes zu erhoffen und unterdessen immer wieder aufs neue zu betonen, daß wir bei jeder Revision des Friedensvertrages unser gutes Recht auf beide Kreise proklamieren und nicht aufhören werden, die ohne ihr Befragen und wider ihren Willen abgetrennte Bevölkerung für uns zu reklamieren. Es ist ein schönes Stück deutscher Erde, was man uns an der Westgrenze mit den beiden Kreisen entrissen hat, ein Hochland mit großen Wäldern, weiten Weideflächen und einer Fülle idyllischer Taigründe; eine Landschaft, die sowohl mit ihren abwechslungsreichen Szenerien wie auch in ihren fluturellen Werten jedem Eifelwanderer ganz besonders ans Herz ge= wachsen war. Diese kulturellen Werte drängen sich besonders zusammen in den beiden Hauptorten, dem etwa 15 000 Einwohner zählenden Eupen wie in dem kleineren, südlich anmutig im Warche- und Warchennetale, aufgebauten Malmedy. Eupens geschichtliche Bedeutung lag von jeher in der Hauptsache auf industriellem Gebiete. Die Tuchmacherei, die hier von den großen flämischen Städten eingeführt und von Kölner Webern nach der Kölner Weberschlacht( 1371) weiter belebt wurde, war schon am Anfange des 15. Jahrhunderts bedeutend, wie aus einem Gesetze Herzog Philipps hervorgeht, das Einfuhr von englischem Tuch und Wollgarn in Rücksicht auf die im Limburger Gebiete und besonders in Eupen blühende Tuch Industrie verbot. Albas grausame, gegen die Protestanten gerichtete Verfolgungspolitik trieb weitere Weber und Färber nach Limburg und Eupen, denen dann infolge bürgerlicher Unruhen im 18. Jahrhundert neue Flüchtlingsscharen folgten, so daß im Limburger Lande bald 30 000 Textilarbeiter beschäftigt waren. Schlechte Säfte im Blut- sind die Ursache vieler Leiden. 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Doch ließ sich der Unternehmungsgeist der regsamen und dabei stets lebensfrohen Eupener Bevölkerung niemals dauernd unterbinden. Es waren hier vor dem Kriege immer noch rund 3000 Arbeiter und zwar hauptsächlich in der Tuchindustrie tätig. Auch den Ruf eines Luftkurortes gewann die anmutige Stadt dank ihrer außerordentlich anregenden Höhenluft, der sie auch eine auffällige frische Jugend und den Ruhm, in Preußen der Ort mit der geringsten Kindersterblichkeit zu sein, verdankte. Die Bevölkerung des Eupener Landes, jenen eigenartig schönen Weidelandes, dessen saftgrüne Flächen zwischen Hainbuchenheden unter tiefhängenden Wolfen liegen und die vereinzelten Bauernhäuser weit zerstreuter Dörfer umschließen, kannte als Haupterwerbszweig stets die Viehzucht, neben der einst die Fabrikation des beliebten Limburger Käses eifrig betrieben wurde. Gute Verbindungen per Bahn und Kleinbahn mit Aachen und Stollberg verschaffte dann den in der Landwirtschaft überflüssigen Arbeitskräften lohnenden Verdienst in den dortigen Fabriken, von denen die Männer meist Samstags in die heimischen Dörfer zurückkehrten. Die neue Grenze ist natürlich nicht dazu angetan, diese wirtschaftlichen Beziehungen des Eupener Landes zu den benachbarten Industrieorten zu erhalten. Für die blühende Viehzucht ist sie hier wie im Kreise Malmedy direkt verderblich geworden, hat doch die Zollgrenze das Gebiet vom deutschen Hinterlande abgeschnitten und andererseits einen preisdrückenden Konkurrenzkampf mit den belgischen Viehzüch= tern eröffnet. Die Industrie der beiden Kreisstädte dürfte auch die Trennung von ihren alten Absatzgebieten in Deutschland hitter beklagen. Neben den beiden Kreisen selbst besonders der Stadt Aachen die Neuordnung der politischen Grenzen schmerzlich fühlbar geworden. Die Stadt lag schon vor dem Kriege der Landesgrenze, die sie westwärts von einer ihr in früheren Jahrhunderten bequem zugänglichen Hinterlande abschnitt. Durch die Abtrennung von Neutral- Moresnet, dessen Einwohner übrigens auch heftig aber vergeblich protestieren, sowie durch die des Kreises Eupen ist die Stadt nun auch noch nach Süden hin von ihrem natürlichen Hinterlande abgeschnitten und hat dazu eine lästige Zollgrenze dicht vor ihre Toren hergezogen bekommen. Das gewerbliche Leben Malmedys wurde seit Jahrhunderten hauptsächlich durch einen ausgedehnten Gerbereibetrieb bestimmt und bleibt auch heute noch, obwohl seit etwa 70 Jahren eine zu großer Bedeutung aufblühende Papierfabrikation hinzugekommen ist, zum großen Teile von diesem abhängig. und mehrten dann, begünstigt von geeigneten WasserverhältSchon um 1500 genossen die Gerbereien der Stadt guten Ruf nissen, durch die Jahrhunderte den Wohlstand der Bürger, von dem noch heute manches schöne Patrizierhaus zeugt. Das Leder war als Qualitätsware auf allen deutschen Märkten be= gehrt und wurde vor der Zeit der Eisenbahnen auf hohen, mit mehreren Ardennerpferden bespannten Karren bis nach Königsberg gebracht. Eine selten hohe Stadikultur, Pflege der Wissenschaften und der schönen Künste hatte sich in dem weltfern ge= Tegenen Städtchen und fußend auf stolzen Traditionen aus der Abteizeit entwickeln können und gab im Vereine mit einer großartigen Gebirgsumgegend, einem für Eifeler Verhältnisse selten milden Klima und den Sitten einer eigenartigen und liebenswürdigen Bevölkerung dem Orte eine besondere reizende Note. Aber auch in dem größeren deutsch- sprachigen Teile des Kreises und seinen stattlichen Hauptorten, wie St. Vith, Büllingen, Büttgenbach, usw. ließ sich's fröhlich Hausen und mit schönem Erfolge in Ort und Nachbarschaft praktische Geographie treiben. Selbst das auf rauher Hochfläche gelegene Elsenborn, in dessen Nähe soviel Soldatenschweiß zwischen Heide und Ginsterbüsche floß, wedt schmerzliche Erinnerungen an vergangene, stolze Zeiten, an Verlorenes, das wir aber nie als dauernd Verlorenes betrachten werden. In der 3. Schiffsklasse nach Amerika. von Hans Thorsten. IV. Jm Atlantik. Wir schwimmen auf dem Atlantik. Wasser und Himmel. Nichts als Wasser und Himmel. Doch die Tage verrinnen schnell. Deren fünf sind wir nun schon an Bord. Aber die ach, so sehr gefürchtete Langeweile tritt nicht ein. Immer wieder gibt es Neues zu schauen, zu erleben, zu besprechen. Kommt Nebel auf, schwimmen die aufgewühlten Wasser nahe beim Schiff wie das lichte Blau im Türkes und opalisierend verlaufend in tiefes Kupferviolett. Farben singen und alle Worte sind müßig sie zu beschreiben. Es kommen gute Gedanken vom Wasser und Ruhe, sich und die Welt zu bedenken. Alles rückt näher heran auch die Menschen. Wieviel zage Hoffnung und frischen Wagemut, wieviel Ernüchterung und Enttäuschung an Schicksal und Leben birgt solch ein Schiff. Wer nicht Lust und Laune hat zu tiefem Gespräch mit langen Pausen und Ausblick auf See, für den ist Zerstreuung genug. Allerlei sportliche Spiele verschaffen Bewegung an Deck. Allzeit ist man hungrig von der frischen, salzigen Luft. Eine Brise auf See lüftet den dumpfsten Menschen. Jm Rauchzimmer sitzen die Spieler bei Schach und Karten. Eine reichhaltige Bordbibliothek bietet Zerstreuung und Samm= lung. Jedem das Seine. Das Literarische Niveau dieser Bücherei ist erstaunlich hoch. Jch nenne nur einige Namen, deutsche: Dauthenden, Eulenberg, Gorch Fock, sein Bruder Rudolf Kinau, Löns, Falke, H. W. Fischer, Fontane, Hauptmann, Rilke und viele andere mehr. Von ganz modernen: Schulenburg und Hans Leip. An Ausländern sind u. a. vertreten: Tolstoi, Gogol, Gorki, Dostojews= fi und Turgenjem von den Russen: Stendhal, Romain Rolland und Claude Farrere von den Franzosen, E. A. Poo, Henry Urban und Whitman von Amerikanern und( last not least) Strindberg. Was soll ich morgen kochen? Die Lösung dieser Frage ist oft nicht leicht. Folgende Antwort wird Sie vielleicht nicht überraschen, weil Sie schon längst wissen, dass ein Oetker- Pudding - ein Mittagsmahl oder den Abendtisch ganz glänzend abschliesst, vervollständigt, bereichert Wenn das sonste Gbotene aus besonderen Gründen nicht immer so ausfallen kann, wie die Hausfrau es gern möchte, so sind ihr Dr. Oetker's Puddingpulver ein treuer Helfer in der Küche. 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Man sieht, es wird alles getan, um die Einkehr des tristen Gastes Langeweile zu verhindern. Täglich bringt die Bordzeitung das Neueste. Sogar einen Kurszettel enthält sie. Aber für den Nichtkaufmann ist er feste ohne Interesse. An Bord sind ja Gott sei Dank Preise, in amerikanischen Cents berechnet. Alle Ertragetränke, also Alkoholika, haben ihren Kurs. 1 Glas.bayerisches Bier 3. B. 5 cents. - - Diese festen Preise( sind andere doch aus technischen Gründen allein schon nicht möglich) unterbinden das fürchterlichste aller Gespräche, das in Deutschland naturgemäß wie eine Landplage grassiert, das Preislied. Andererseits bekommt man im gleichen Augenblick, da man wieder vollwertige Münze in Händen hält, ein neues oder sein altes Verhältnis zum Geld. Der Nullenwast hört auf, mit ihm jene pathologische Fahrlässigkeit im Geldausgeben. Andererseits sind die Preise an Bord wirklich niedrig. Ich hatte mich in der gegenteiligen Annahme in Hamburg mit 3igaretten versorgt und bin dabei gründlich hereingefallen. Eine gleiche 25 Stüd enthaltene Padung Manoli„ Klasse", für die ich in Hamburg 30 Millionen Mark zahlen mußte, kostet an Bord 15 Cents, umgerechnet zum Kurs des gleichen Tages 17½ Millionen Mart. Kommentar überflüssig! 10= Aber ich wollte ja gar nicht von Preisen reden. Darum schnell etwas anderes. Ich habe einen Freund an Bord, mit dem ich nächtlicherweile oft zusammentreffe. Es ist Peter, der Schiffskater, ein gar wackrer Nimrod, vor dem Herrn. Ich treffe ihn allabendlich, wenn er sich in seine Jagdgefilde be= gibt. Peter lugt gern in den Mond. Aber er nicht allein. Mondlicht auf wogenden Wellen erzeugt melancholisch mantische Stimmung. Abends sieht man die Schwärmer, Hand in Hand an die Reeling gelehnt. In aller Stille hat sich Freund Amor eingeschlichen und ein Netz märchenfeiner Fäden gesponnen. Hier und da aber auch mag es dauern und halten. Ich sehe viel glänzende Augen ringsum und ihr heimliches Winken von Tisch zu Tisch. Mein Gott, man ist so jung! Und Amerika, das Land unserer Hoffnung und Sehnsucht, unserer Verheißung und Zufunft liegt vor uns. Lustige Blätter Das führende Witzblatt Deutschlands. Jede Woche ein prachtvoll ausgestattetes Heft mit zahlreichen bunten und schwarzen Bildern nach Originalzeichnungen erster Künstler wie Wennerberg Ehrenberger/ Simmel Zille/ Trier. Ein getreues Spiegelbild aller politischen und gesellschaftlichen Ereignisse im Lichte besten deutschen Humors! Abonnements bei allen Buchhandlungen! Derlag: Dr. Eysler& Co. A.-G. in Berlin SW68 Ernst Moritz Arndt an das deutsche Volk. Herrschaft der Vernunft, ewiger Friede holde Worte, wer könnte euch das Ohr verschließen, wer wollte nicht glauben, daß ihr auf Erden wirklich werden sollet? Aber nicht durch solche Künste, nicht durch solche Manipulationen, nicht durch solche Vereinigungen, wie man sie treibt. Und endlich appelliere ich an euch, Europäer, für mein Volk, für das deutsche Volk. Seid ihr durch seine Arbeiten mit befreit, hat es mit den Lichtvollsten von euch gleichen Schritt gehalten und hält ihn noch, so laßt nicht geschehen, daß seine Freiheit da untergehe, wo ganz Europa den Untergang schrecklich fühlen müßte. Fremde Fäuste können ihm nicht helfen, wenn die eigenen schlaff sind; aber die Entscheidung des Zeitalters ruht mehr auf dem Worte und der Meinung als auf dem Befehl und dem Schwerte. Das Geheimnis der Schwäche Deutschlands hat Frankreich in seiner vollen Ausdehnung erkannt. Es wird immer wieder dahin zurückkommen und den günstigen Augenblick benutzen, auch wenn ihm jetzt nicht das Letzte gelänge. O, wenn ihr in Deutschland nur wieder das Alte wollt; wenn ihr klein, politisch gerecht sein wollt und zittert zu machen, was die neue Zeit Neues will. Sterben muß das Alte, auf daß das Neue werde. Unser Uebel war die unpolitische Gerechtigkeit unseres Volkes, welches das Veraltete selbst nicht aufzuräumen wagte. Weisere und Mächtigere mögen einrichten, was ich nicht weiß noch wissen darf. Das aber darf ich sagen, daß neue und festere Bande um das Deutsche Reich geknüpft werden müssen. Deutsche, geliebte Brüder und Landsleute! Unser Zeitalter ist schwer, unser Unglück groß, unsre Schande, wie unverschuldet, doch brennend; aber für den, der nicht an sich verzweifelt, ist nichts verloren. Haltet den Stolz, den ihr dem Unglück schuldig seid, sest im Herzen; schauet auf das eine, was fünftig werden soll, tapfer und unverrückt hin; vergesset nicht, was ihr eurem Namen, euren Zeitgenossen, euren Enkeln schuldig seid! Klagt nicht um das Verlorene, seht nur auf das Künftige! Wenn Frankreich den Rhein und seine festen Stellungen besitzt, so ist das Niederland und die Schweiz und also auch der größte Teil von Oberitalien geradezu von ihm abhängig, so liegt ihm das übrige Deutschland bis an die Elbe und den Böhmerwald offen und es mag ungestraft hineinbrechen und streifen und ziehen, soweit es will; zu ihm aber darf ungestraft kein Heer nur bis an den Rhein, geschweige denn über den Rhein fommen. Der Rhein ist ein uralter deutscher Strom, die Lande umher sind deutsch und waren deutsch und sind es noch in den letzten Jahrhunderten gewesen, und Europa ist nie unter Deutschlands Uebergewicht zermalmt worden. Die französische Unruhe ist nie mit dem Eigenen zufrieden; die deutsche Gerechtigkeit bauet gern nur auf dem heimischen Boden. Unglücklicher Deutscher, so unglücklich bist du, daß du ganz vergessen hast, wer du gewesen bist, und nun dein zerrissenes und dunkles Elend wohl gar als eine staatliche und glänzende Glückseligkeit preisest. Diese zersplitterte Vielherrschaft, die uns den Stolz und die Gemeinschaft eines Volkes und einer Herrschaft nahm, hat uns eine so lächerliche Eitelkeit und knechtische Freundlichkeit und Gefügigkeit, kurz eine so wunderbare Aehnlichkeit mit allem und nichts gegeben, daß wir den fremden Völkern fast verächtlich erscheinen. Euch steht es jetzt zu, dem Volke zu helfen, euch steht es zu, den Namen Deutscher zu einem großen Gefühl zu machen, ihm jeden Deutschen unverleglich zu machen. Die Fettleibigkeit! ihre Gefahren und Beseitigung. Ausführliche Druckschrift Nr. 2 kostenfrei. Dr. Hugo Caro G. m. b. H., Berlin W 30 Pianos in nur hochwertiger Qualität, bei zeitgemässer Anzahlung und bequemen Teilzahlungen, liefert Offenbacher Pianoforte- Fabrik Alois Knauer& Co. Offenbach... BIEBERERSTRASSE 5 Fernruf 2305 u. 2917. Langjährige schriftliche Garantiel An den Sonntagen vor Weihnachten, bleibt unser Geschäft geöffnet. AAAAAAAA Universität Köln. 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