ReizWillensmmung, schmerz hondrie, leiden, r. Weise Caro, пал 8. ・ 父 b. H. 0 enhütte ketts u. ndoug Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bet obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Sfidanlage 21. Rebaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg " " " 90 " " 1 Sonnabend den 18. Juli 1925. Im Zeppelin zum Nordpol. Die Welt ist gegenwärtig im Zeichen eines allgemeinen Wettrennens zum Nordpol und nach der glücklichen und erfolgreichen Fahrt Roald Amundsens, wenn sie auch ihr Ziel nicht ganz erreicht hat, könnte man fast von einem Nordpoltaumel sprechen. Amundsen hat sein Ziel nicht ganz erreicht! Seit einigen Wochen steht es nun fest, daß Dr. Eckener den von ihm gefaßten Plan, den Nordpol mit dem Zeppelin- Luftschiff zu erreichen, mit der ihm eigenen Energie und Entschlossenheit, verwirklichen wird. Seine gewaltige Schaffenskraft, sein unbeugsamer Wille und die zähe Energie, mit welcher er alles das, was er sich in den Kopf gesetzt hat, zur glücklichen Vollendung führt, kennzeichnen ihn als eine unbezwingliche Kraftnatur. Als 3. R. 3 seine denkwürdige Fahrt über den Atlantischen Ozean vollführte, rief Dr. Eckener durch diese Großtat und ihr Gelingen die Begeisterung und Nachahmung der ganzen Welt hervor. Die Eroberung des Luftmeeres, die Erschließung der Geheimnisse der nördlichen und südlichen Eiswelt und andere große Ziele sind Gemeingut der Menschheit geworden. In dem Streben zu ihrer Erreichung fallen für den Augenblick die Schranken, welche die Völker noch trennen, und in dem Jubel über ihre Erreichung bahnt sich für die Zukunft der Weg für eine wirkliche Völkerverständigung und eines wahren Völkerfriedens. Dr. Hugo Eckener wird aller Voraussicht nach gemeinsam mit Amundsen, welchen er seinerzeit in Newyork persönlich kennen gelernt hat, Professor Fritjof Nansen und andere Gefährten die Fahrt unter Ausnutzung der neuzeitlichen Mittel der Technik und der Erfahrungen antreten, um den Nordpol zu er= reichen. Die Zeiten sind vorüber, wo waghalsige und tollkühne Männer einem Ziele zustrebten unter Umständen, die derartige Unternehmungen von vornherein zum Scheitern verurteilten. Die Erfahrung hat gelehrt, daß die Eis- und Schneemassen, die Kälte, die Schwierigkeiten der Ernährung und Unterkunft es unmöglich machen, den Pol zu Fuß mit Schneeschuhen, mit Hundeschlitten oder mit schlecht ausgerüsteten Schiffen zu be= zwingen. Aber der Menschengeist mit seinem hohen Fluge rastet nicht und bedient sich der Errungenschaft der Neuzeit, um scheinbar Unmögliches möglich zu machen und alle Hindernisse zu überwinden. Die Todesfahrt Andrées, der versuchte, in seinem Freiballon den Pol in der Luft zu erreichen, stellte schon einen bedeutenden Fortschritt auf diesem Wege dar, und Andrée iſt trotzdem ein Bahnbrecher und Vorläufer der Luftfahrer, die dem Pol im Flugzeug oder im Luftschiff zu Leibe gehen, so wahnwizig und selbstmörderisch auch seine Fahrt ins Verderben auf den ersten Blick scheinen mag. Wiederholt ist im Laufe der Jahre der Plan Andrées, den Nordpol auf dem Luftwege zu erreichen, aufgenommen worden. Als die ersten lenkbaren Luftschiffe ihren Einzug im Reich der Technik gehalten hatten, führte Wellmann einen Flug nach der Arktis mit einem solchen Luftschiff mit Erfolg aus. Allerdings hat er, gleich Amundsen, den Nordpol nicht erreicht. Als dann Lokal Reklamezeile 10 120 " 1 11 Nr. 84. jedoch im Jahre 1907 die erste größere Ueberlandfahrt mit einem Zeppelin- Luftschiff gelungen war, propagierte der deutsche Gelehrte Hergesell auf das eifrigste dafür, das Lufschiff endgültig in den Dienst der geologischen Nordpolforschung zu stellen. Im Sommer 1910 unternahm Hergesell mit Graf Zeppelin und hervorragenden Persönlichkeiten und Forschern eine Studienreise, die die Möglichkeit der Verwendung von Zeppelinen in den nordpolaren Gegenden prüfen sollte. Es ergab sich, daß das Luftschiff zur Ausführung eines solchen Planes geeignet sei, wenn sich das Flugwesen in dieser Richtung so weit vervollkommnet habe, daß man mit einem Zeppelin mehrtägige Fahrten unternehmen fönne. Vier Jahre später setzte der Weltkrieg ein und der Plan der Erforschung des Arktis ruhte bis in die jüngste. Zeit. Längst ist nun das Zeppelin- Luftschiff so weit vervollkommnet worden, daß es nicht nur mehrtägige Fahrten ausführen kann, sondern daß es nun einzig und allein dazu ge= eignet erscheint, eine Fahrt zum Nordpol auszuführen, denn Amundsens Fahrt hat bewiesen, daß selbst das beste Flugzeug noch nicht imstande ist, die gefährliche Reise zum Nordpol mit Erfolg durchführen zu können. Dr. Hugo Eckener wird die weite Reise mit einem ZeppelinLuftschiff unternehmen. Allerdings stehen der Ausführung des Planes noch ungeheure Schwierigkeiten im Wege. Die Vorbereitungen bis zur Abfahrt erstrecken sich nicht allein auf die technische Durchführbarkeit des Planes, es sind dabei noch viele andere wichtigen Faktoren zu berücksichtigen, was aus den letzten Erfahrungen Amundsens flar und deutlich hervorgeht. Die Wetterverhältnisse der Arktis sind genau zu studieren, da die nördlichen Breitengrade fast ausschließlich in dichten Nebel ge= hüllt sind, welcher den Fliegern nicht nur ungeheure Schwierig= feiten in Bezug auf Lebensgefahr bietet, sondern auch die wissenschaftlichen Beobachtungen verhindert. Nur wenige Tage sind klar und nebelfrei, an welchen eingehende Untersuchungen angestellt werden können. Dichter Nebel im Verein mit arktischen Stürmen können dann leicht ein Havarie des Luftschiffes herbeiführen. Handelt es sich dabei nur um eine gewöhnliche Beschädigung, so kann sich das Luftschiff im höchsten Falle noch drei Stunden in der Luft halten. Dieser Zeitraum genügt allerdings bei genauer geographischer Orientierung, einen günstigen Landungspunkt zu erreichen. Gerade die Landnähe ist einer der wichtigsten Faktoren, welcher während der Fahrt berücksichtigt werden muß. Wer in das Reich der Mitternachtssonne hinausfährt, tut es im Dienste de geologischen Wissenschaft, um wichtige Untersuchungen anstellen zu können. Daß derartige Untersuchungen nicht im Zeitraum weniger Stunden oder Tage durchgeführt werden können, ist selbstverständlich. Wochen, sogar Monate, sind zur Lösung derartiger Aufgaben notwendig. Die Expedition muß daher nicht nur mit den nötigen Polarmitteln ausgerüstet sein, sondern auch mindestens für 90 Tage Verpflegung mit sich führen, um zu jeder Zeit eine Hilfsstation erreichen zu können, um neue Lebensmittel herbeizuschaffen. Die Frage, ob das Luftschiff in seiner bisherigen Konstruk tion den Anforderungen einer Nordpolfahrt gewachsen ist, läßt sich dahin beantworten, daß die Brauchbarkeit des Schiffes zu einem solchen Unternehmen durchaus genügt. Die Luftschiffe haben in den vielen, bisher stattgefundenen Fahrten bewiesen, daß sie bei Tag und Nacht, bei jeder Wetterlage und den tief= sten Kältegraden allen Anforderungen gewachsen sind. Wenn der Tag der Abreise gekommen ist, so werden wir wünschen können: ,, Glüd auf!" Rußland und FrankreichHerausgegeben vom Arbeitsausschuß Deutscher Verbände, Berlin NW. 7, Schadowstraße 2. Diese durch ein Vorwort des Präsidenten des Arbeitsausschusses Deutscher Verbände, Gouverneur z. D. Schnee, M. d. R., eingeleitete Schrift gibt einen Ueberblick über den von Dr. Friedrich Stieve im Auftrage des Auswärtigen Amtes her ausgegebenen bekannten„ Diplomatischen Schriftwechsel Jswolsfis"( Deutsche Verlagsgesellschaft für Politik und Geschichte, Berlin). Aus dem Inhalt sei folgendes kurz wiedergegeben: - Jswolski, seit 1906 russischer Außenminister, führte damals eine entscheidende Wendung in der Politif seines Landes herbei. Er lenkte deren Kurs gegen Europa und erstrebte als Ziel russischer Machtwünsche die Eroberung Konstantinopels und der Meerengen, die nur durch eine Zertrümmerung des status quo auf dem Balkan erzwungen werden konnte und damit auf den Was sind notwendige Instandsegungsarbeiten? Jm§ 11 der Verordnung des preußischen Wohlfahrtsministers vom 17. April 1924( G. G. G. 474) war auf die Verpflichtung( auf Antrag) der Gemeindebehörde hingewiesen, bei Verzug des Vermieters mit der Ausführung notwendiger laufender Instandsetzungsarbeiten festzustellen, ob Instandsetzungsarbeiten notwendig sind. In einem weiteren Erlaß des Wohlfahrtsministers( II. 6. 258) wird gesagt, daß unter den notwendigen laufenden Instandsegungsarbeiten solche Arbeiten zu verstehen sind, deren Ausführung die Allgemeinheit aus Gründen der Erhaltung der Bewohnbarkeit, insbesondere der Gesundheit der Bewohner, eines Hauses ein Interesse hat. Darunter fallen also alle diejenigen laufenden Instandsetzungsarbeiten, die zur Beseitigung eines Mangels erforderlich sind, der die Tauglichkeit des Raumes zu dem vertragsmäßigen Gebrauch aufhebt oder ändert. Die sog. Schönheitsreparaturen fallen nicht hierunter. Es besteht an ihrer Ausführung kein öffentliches, sondern lediglich ein privates Interesse, mit dessen Wahrnehmung die Gemeindebehörde nicht befaßt werden kann. Die Verpflichtung des Vermieters, auch zur Ausführung nicht notwendiger Instandsetzungsarbeiten, insbesondere gemäß§ 536 des B. G. B. und das Recht des Mieters auf privatrechtliche Geltendmachung solcher Ansprüche im ordentlichen Rechtswege bleiben von dieser lediglich öffentlich rechtlichen Regelung des§ 11 unberührt. Widerstand Desterreich- Ungarns und Deutschlands stoßen mußte. Hypothekenzinszahlung am 1. August 1925. Um Frankreich für diesen aus Balkaninteressen entstehenden Kampf gegen die Mittelmächte zu gewinnen, übernahm Js= wolski Ende 1910 den Botschafterposten in Paris, wo seine Bestrebungen durch Poincaré bald ,, großes Entgegenkommen" fanden. Wir stehen nun beide an der Arbeit, den Konfliktsstoff anzuhäufen, die öffentliche Meinung Frankreichs auf den Krieg vorzubereiten, sowie endlich England für ihre Pläne zu gewinnen. Schon im November 1912 erklärt Poincaré ,,, wenn Rußland in den Krieg geht, wird Frankreich dasselbe tun". Er gab damit dem Zarenreich rückhaltlose Vollmacht, einen allgemeinen europäischen Konflikt herbeizuführen. Eine offizielle Bestäti gung für den Willen Rußlands, zwecks Eroberung Konstantinopels auch vor dem Weltkriege nicht zurückzuschrecken, finden wir in einer Denkschrift Sasonows vom 25. November 1913. In einem Ministerrat vom 8. Februar 1914 wurden dann auch für die Durchführung dieses Krieges alle Vorbereitungen genauestens festgelegt und vom Zaren ausdrücklich gebilligt. Damit waren auf Betreiben Poincarés und Jswolskis die Würfel gefallen. Der Weg zum Weltkrieg war frei. Es fehlte nur noch der äußere Anlaß, den so geschaffenen. Ententemechanismus zur Auslösung zu bringen. Er erfolgte durch den Mord von Serajewo. Die Schrift bringt ferner über die Kriegsziele Rußlands und Frankreichs interessanten Ausschluß. Auch hier wird bestätigt, was wir inzwischen durch die verschiedenen Enthüllungen über Geheimverträge der Entente erfahren haben, nämlich, daß von seiten der Verbandsmächte, zum Teil schon lange vor Kriegsausbruch, die politische und wirtschaftliche Vernichtung Deutschlands, Desterreich- Ungarns und der Türkei als Ziel angestrebt wurde. - Aus den Dokumenten des Jswolski- Schriftwechsels läßt sich somit klar erkennen, daß die verleumderische Behauptung, Deutschland habe den Weltkrieg entfesselt, von den imperialistischen Regierungen der Entente aufgestellt wurde, um die eigenen Eroberungspläne zu verschleiern. Die Schrift ,, Rußland und Frankreich auf dem Wege zum Weltkriege" verdient deshalb besondere Beachtung, da durch die knappe Zusammenfassung der in dem sechsbändigen Werk von Dr. Stieve enthaltenen rund 2000 Urkunden die weitesten Kreise in die Lage versetzt werden, sich über die zum Kriege treibenden Kräfte ein flares Bild zu machen. Bestellungen sind an den Arbeitsausschuß Deutscher Verbände, Berlin NW. 7, Schadowstr. 2 oder an seine Geschäftsstelle für Süddeutschland, München, Bayerstraße 43 zu richten. Nach einer Bekanntmachung im Reichsgesehblatt Nr. 27 vom 30. Juni 1925 ist die Fälligkeit der Hypothekenzinsen vom 1. Juli 1925 auf den 1. August 1925 hinausgeschoben worden. Das inzwischen verabschiedete Auswertungsgesetz selbst enthält feine Zinszahlungstermine, darüber werden zweifellos durch die Durchführungsverordnungen noch Abordnungen getroffen. An Zinsen sind nach dem Aufwertungsgesetz zu zahlen für die Zeit vom 1. Januar 1925 bis 30. Juni 1925 1,2 Prozent und vom 1. Juli 1925 bis 31. Dezember 1925 2,5 Prozent von der mit 25 Prozent aufgewerteten Hypothek. - Das Aufwertungsgeseh. Nach langem Ringen im Ausschuß und im Plenum ist endlich das Aufwertungsgesetz verabschiedet worden, und 16. Juli 1925 in Kraft getreten. Die Verhandlungen boten vielfach ein abstoßendes Bild. Abgesehen von Herrn Abg. Dr. Best, der sogar vor persönlichen Angriffen nicht zurückschreckte, eine Kampfesweise, die für die Sache der von ihm vertretenen Interessentengruppe wohl kaum von Vorteil gewesen sein dürfte, und der sich mit verzweifelten Angriffen für die Höheraufwertung ausgerechnet gerade- der Hypotheken einsetzte, indem er, nachdem er das Steckenpferd der individuellen Aufwertung totgeritten hatte, in seiner juristischen Welt- und Wirtschaftsfremdheit dem Hausbesiz zuletzt 50 Prozent Hypothekenaufwertung zumutete, ist besonders das Verhalten der Sozialdemofratie von Bedeutung. Diese an der 3. Steuernotverordnung, die dem Gläubiger noch weniger brachte, gewiß nicht ganz unschuldige Partei, stellte, nunmehr in die einflußlose Minderheit gedrängt, uferlose Anträge. So verlangten sie z. B. 40 Prozent Aufwertung der Hypotheken, obwohl sie sonst ausgesprochene Feinde des Kapitals sind. Auch sonst zeigten sie sich mit Herrn Abg. Dr. Best, der im Lager des Darmstädter„ Volksfreund" sein publizistisches Heim gefunden hat, zum Gaudium der Ges nossen. Daß die Sozialdemokratie es ehrlich mit ihren Anträgen gemeint hätte, wird selbst von ihr nicht im Ernste behauptet wer den, denn letzten Endes hätten doch die Mieter die höheren Hypothekenzinsen durch erhöhte Mieten wieder zahlen müssen und allein diese Tatsache hätte genügt, im Ernstfalle die Sozialdemokratie zu bestimmen, gegen ihre eigenen Anträge 34 stimmen. Daß eine nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu bes handelnde Frage aufs politische Gebiet geschoben und wahls agitatorisch Sozialdemok in unserem Nach An Aufwertungs präsidenten, unterschriebe Mag je haben die S auf der and Inflation e Trotzden an Umfang Zweifelsfrag die zu erwa Vermö Durch d Steuervoraus der nach de Vermögenss scht. Da in vom Reichst für eine abe In seiner E einem Vorf Rate weiter wurfs eines 15. Mai üb rechnen, daß werden wü Erheb Stellen welchen G Fragebogen fentlichen 2 sönlich zu e los waren, 23. Juli 19 arbeitung d bezw. Ange über das L arbeitsvern Fürsorgeb Der Kriegerhint „ Als Schwe und innere blinde anz Fürsorge a beim Löse von jeder herantreten den meister „ Für Schw werden den Gesundheits Fahrkarten Dasselbe g ständigen S nigung bef gegen den dringenden ? ahrts-Ver1, bei = lau= ungsWohl= noten zu GrünsundCunter eiten, die Brauch I night liches, rneh Ver= twen 6 des - Gel= blei =§ 11 925. 7 vom . Juli as in= feine h die - An Zeit Ovom er mit t endd am boten g. Dr. hreckte, etenen dürfte, ufwerindem ertung chaftsufwerIdemodnung, nz un= derheit Brozent rochene Herrn reund" er Ge= gen ges et mera öheren müssen Sozial ge 34 zu bes wahls agitatorisch ausgebeutet wird es gilt das nicht nur für die Sozialdemokratie ist ein trauriges Zeichen der Entartung in unserem politischen Leben. Nach Annahme des Gesetzes im Reichstage unternahmen die Aufwertungsverbände einen letzten Sturmlauf auf den Reichspräsidenten, jedoch ohne Erfolg: Das Gesetz wurde von ihm unterschrieben. Mag jeder zu dem Gesetz stehen wie er will, zweifellos haben die Hypothekengläubiger am besten abgeschnitten. Aber auf der anderen Seite bedeutet der finanzielle Abschluß der Inflation eine Erleichterung für die Wirtschaft. Trotzdem das Gesez etwa das Dreifache gegen den Entwurf an Umfang gewonnen hat, dürften noch eine Reihe von Zweifelsfragen in der Praxis zu lösen sein. Zunächst werden die zu erwartenden Durchführungsvorschriften abzuwarten sein. Steuern. Vermögenssteuerrate vom 15.( 22.) Juni 1925. Durch das Gesetz über die Hinausschiebung der Vermögenssteuervorauszahlungen vom 27. Mai 1925 wurde die Erhebung der nach dem Vermögenssteuergesetz am 15. Mai 1925 fälligen Vermögenssteuervorauszahlungen bis zum 15. Juni 1925 ausge= setzt. Da inzwischen das neue Vermögenssteuergesetz noch nicht vom Reichstag beschlossen ist, waren die gleichen Voraussetzungen für eine abermalige Hinausschiebung gegeben wie im Vormonat. In seiner Sizung vom 17. Juni hat der Reichstag entsprechend einem Vorschlag seines Steuerausschusses die Zahlung dieser Rate weiter bis zum 15. August verschoben. Nach§ 22 des Entwurfs eines Vermögenssteuergesetzes soll aber die Rate am 15. Mai überhaupt in Fortfall kommen; es ist also damit zu rechnen, daß diese Rate, die zunächst am 15.( 22.) August fällig werden würde, gar nicht gezahlt zu werden braucht. Lokales. Erhebung über Stellenlosigkeit der Angestellten. Stellenlose Angestellte, welche am 16., Juli aus irgend welchen Gründen verhindert waren, zwecks Ausfüllung des Fragebogens über ihre Stellenlosigkeit bei dem zuständigen öf= fentlichen Arbeitsnachweis oder dem Angestelltenverband persönlich zu erscheinen, können dies, soweit sie am 16. Juli stellenlos waren, noch in den folgenden Tagen, spätestens bis zum 23. Juli 1925, nachholen. Nach diesem Termin beginnt die Verarbeitung des Materials durch die öffentlichen Arbeitsnachweise. bezw. Angestelltenverbände und die Weiterleitung desselben über das Landesamt für Arbeitsvermittlung an die Reichsarbeitsverwaltung. * Fürsorgebestimmungen für Schwertriegsbeschädigte auf der Eisenbahn. Der Zentralverband deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebener E. V., Berlin NO. 18, teilt uns mit: „ Als Schwerkriegsbeschädigte sind Kriegsbeschädigte mit äußeren und inneren Leiden, denen längeres Stehen schadet, und Kriegsblinde anzusehen. Diese dürfen bei Vorzeigen ihrer von der Fürsorge ausgestellten, mit Lichtbild versehenen Bescheinigung beim Lösen von Fahrkarten oder bei der Gepäckabfertigung von jeder Seite an die Schalter zur bevorzugten Abfertigung herantreten. Das gleiche gilt an den Bahnsteigsperren. In den meisten Personenzügen wird ein Abteil mit. der Aufschrift „ Für Schwerkriegsbeschädigte" mitgeführt. In diesen Abteilen werden den Schwerbeschädigten, die nach Art der Verletzung und Gesundheitsschädigung während der Reise sitzen müssen, mit Fahrkarten 4. Klasse, in der 3. Wagenklasse Plätze eingeräumt. Dasselbe gilt für Begleiter jener Kriegsbeschädigten, die einer ständigen Begleitung bedürfen und eine entsprechende Bescheinigung besitzen. Die Abteile für Schwerkriegsbeschädigte sind gegen den Andrang der anderen Reisenden zu schützen und in dringenden Fällen vom Schaffner abzuschließen. Das Rauchen in diesen Abteilen ist nur mit Zustimmung aller Mitreisenden gestattet. Gelähmte Kriegsteilnehmer, die ihren Krankenfahrstuhl nicht verlassen können, dürfen die Reise, im Stuhle sigend, im Gepäckwagen zurücklegen. Eine Fahrpreisermäßigung | halbe Preise in der zweiten, dritten und vierten Klasse – wird allen Kriegsbeschädigten gegen Bescheinigung gewährt: 1. von dem Wohn- und Aufenthaltsort zur Behandlung durch Fachärzte, zur Unterbringung in Heil- oder Ausbildungsanstalten, zum Besuch von Kurorten, Erholungsheimen oder Ausbildungslehrgängen für Kriegsbeschädigte, zu den von der amilichen Kriegsbeschädigten- Fürsorge eingerichteten Beratungsstellen und zum Arbeitgeber zwecks Vorstellung; 2. zu einem nach dem Zeugnis eines beamteten Arztes erforderlichen Erholungsaufenthalt; 3. zum Stellenantritt. Der erforderliche Begleiter des Schwerkriegsbeschädigten wird gegen Vorzeigung des erforderlichen Ausweises frei befördert; der Führerhund eines erblindeten Kriegsteilnehmers findet ebenfalls freie Beförderung, wenn der Blinde nicht in Begleitung einer Person reist. Citerarisches „ Der Alpenfreund", 6. Jahrgang. 1925. Alpenfreund- Verlag A.-G., München, Amalienstraße 9. Preis vierteljährlich 3 M, Einzeheft 60 Pfg. Zum Jubiläum einer der denkwürdigsten alpinen Erstbesteigungen, nämlich der des Matterhorns durch Edward Whymper am 14. Juli 1865, gibt der Alpenfreund" fein 1. Juliheft als eine verstärkte Sondernummer heraus. Das Heft ist eine einzigartige Erscheinung! Sämtliche Beiträge sind mit einer Fülle der schönsten Lichtbilder geschmückt. Das schöne und gehaltvolle Heft ist eine wichtige Ergänzung jeder alpinen Bücherei.( Probehefte der empfehlenswerten Halbmonatsschrift sind durch alle Buchhandlungen oder durch den Verlag selbst zu beziehen.) I. Internationale Arbeiter Olympiade im Stadion Frankfurt a. M. 24. bis 28. 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