n bin ich eiden Freit wori Ischias er Gicht nst noch = Ich bin ich wie chen leiKrankhen Medgültige kosteneise mir t beifüg. kt 19 a latz 7. miker, e, EnergieBüberdruß, Ingst und nervösen n, erhalten Seise über rlin W 30a. ene = IV" chine Schelle a. Rh. me nfrag. an ot, midt egr. 1887 ne n Geld! heit 40 jähr. oftenfret -0. volle n. durch Bers ulver unahme. pfohlen. s Karton ке Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich fret Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Bereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Sudanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen. Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: Lokal 30 mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg 11" 11 " 1 Reklamezeile 10 120 11 11 90 Donnerstag, den 18. Juni 1925. Wirtschaftliche Rundschau. ( Zusammenfassende Uebersicht über die deutsche Wirtschaftslage.) ( Nachdruck verboten.) Allgemeine Lage. Die verschiedenen ungünstigen wirtschaftlichen Anzeichen, die in den letzten Monaten zu bemerken waren, haben ausgeprägtere Formen angenommen. In den meisten Wirtschaftsberichten werden besonders die Klagen über.2 herrschende Geldknappheit betont. Der Zahlungseingang vollzieht sich sehr schleppend. Was das Ausland anlangt, so wird nach wie vor auf die erheblichen Schwierigkeiten der Kontorrenz mit dem Ausland hingewiesen. Wenn die deutsche Wirtschaft wieder hoch kommen soll, ist die Entlastung derselben in steuerlicher und sozialer Hinsicht unbedingt notwendig. Die Zuführ von Auslandskrediten hat leider eine Stockung erfahren. Es ist zu erwarten, daß das Ausland nach den Berichten über den Stinnes- Konzern mit weiteren Krediten zurückhalten wird. Aus allen Berichten geht klar hervor, daß noch nie eine größere Unsicherheit und ein dumpferer Druck auf unserer Wirtschaft lag als gegenwärtig. Geldmarkt. Die Börse steht nach wie vor unter dem Druck fortgesetzt einlaufender ungünstiger Berichte, die ein Aufkommen einer besseren Stimmung unmöglich machen. Die Kurse geben andauernd nach, da es dem Markte an jeglicher Widerstandskraft gebricht. - - Handel, Gewerbe und Industrie. Die Ünheitlichkeit der Lage in den Industrien hält an. Eine Abschwächung des Neueingangs von Aufträgen aus dem Inland wird für einen Teil der Industrie in ausgedehnterem Maße als im Vormonat ge= meldet. Die Baustoff- Industrie ist gut beschäftigt. Die Verschlechterung in den größeren Industrien ist geblieben. Die Krise im Kohlenbergbau ist noch nicht behoben. Die Textilindustrie steht ebenfalls ungünstig. Bedeutende Unternehmen schließen ohne Dividende ab. Auf dem Weltmarkt sind deutsche Spinnereifabritate nicht mehr konkurrenzfähig. Jm Handel bringt vor allen Dingen die große Geldknappheit eine wachsende Gefahr hervor. In den großen Metallfabriken Mitteldeutschlands fehlt seit Wochen jeder Auftrag. Die Kreditaktion zur billigen Versorgung der Landwirtschaft mit Maschinen hat den Absatz belebt. In München werden Verhandlungen geführt, die zu einem deutschen Zündholzsyndikat führen sollen. In Düsseldorf wurde ein Walzdrahverband gegründet.— In Berlin soll eine österreichische Handelskammer errichtet werden. Die Freigabe der Ausfuhr für deutsche Häute und Felle ist seitens des Reichsernährungsministers beim Reichswirtschaftsminister befürwortet worden. Deutschland hat während der letzten Zeit wieder bemerkenswerte im Inlande erzeugte Zuckermengen zur Ausfuhr gebracht, was schon seit langen Jahren nicht der Fall gewesen ist. Deutschlands Anteil am japanischen Maschinenmarkt steigt fortwährend. Das ist um so beachtungswerter, als England und die Union diesen Markt im Kriege fast ganz an sich gerissen hatten. - - Nr. 71. Kohlen. Im Anschluß an die Vorgänge im Stinneskonzern haben die Großbanken sämtliche Kredite an die übrigen großen Ruhrwerke einer Nachprüfung unterzogen. Die sozialen Folgen der Krise des Ruhrkohlenbergbaues gestalten sich immer drohender. Holzmarkt. Die Lage am Holzmarkt ist etwas ruhiger geworden. Die Grundstimmung am Markte für Nadelstammholz war nach wie vor uneinheitlich. Es fallen immer noch die Preisunterschiede bei den Versteigerungen in den verschiedenen Forsten auf. Im Geschäft am Brettermarkt blieb es bei einem beengten Handel. So zurückhaltend die Sägewerke mit ihren Andienungen waren, ebenso reserviert verhielten sich die Großhändler im Einkauf. Baumarkt. Die Bautätigkeit hat sich nach den bis jetzt vorliegenden Berichten weiter gehoben. Die Angaben lassen darauf schließen, daß in diesem Jahre erheblich mehr Wohnraum zur Verfügung gestellt werden wird, als im vergangenen. Jahre. - Warenmarkt. Die Warenmärkte leiden unter den bestehenden Absatzkrisen. Auch die Preisbewegung ist eine schwankende. Das Bedarfsgeschäft des Kleinhandels bleibt normal, beschränkt sich aber zumeist nur auf das allernotwendigste. Im Großhandel ist eine außergewöhnliche Geschäftsunlust zu ver zeichnen. Die Nachfrage nach Stickstoff im Mai war der Jahreszeit entsprechend. Die Preise zeigten keine Aenderung. Der Kaliabsatz hat sich weiterhin gesteigert. Das ruhige Geschäft am Rohhäutemarkt hält weiter an. Am Ledermarkt hat eine etwas freundlichere Stimmung eingesetzt und es fanden bereits beträchtliche Umsätze statt. Die letzten Wochen brachten im Kaffee an allen Weltplähen ganz erhebliche Abschwächungen. - Ausstellungen und Messen. Der Reichswirtschaftsminister hat gegen das Messe- Unwesen einen Erlaß herausgegeben, in dem auf die immer bedenklicher werdende Wendung im Ausstellungs- und Messewesen hingewiesen und eine Beschränkung der Ausstellungen und Messen als dringend erforderlich bezeich net wird. Mit der diesjährigen Danziger Messe wird wiederum ein Landmaschinen- Markt verbunden. Produktenmarkt. Die inländischen Produktenmärkte zeigten zuletzt, von geringfügigen Schwankungen abgesehen, eine feste Haltung. Die Berliner Terminnotierungen folgten den wechseln= den Preisen des Weltmarktes. Hervorzuheben ist die fast durchweg sehr feste Tendenz für Hafer. Die feste Haltung des Hopfenmarktes und der lebhafte Geschäftsgang hat sich noch mehr verstärkt. Die Nachfrage war bedeutend und führte zu größeren Umsätzen und zu Preiserhöhungen. Die Weinversteigerungen werden in großer Zahl noch. fortgesetzt und schneiden mit sehr wechselnden Erfolgen ab. Viehmarkt. Der Auftrieb an Schlachtvieh war auf ailen Märkten etwas höher. Die Preise befinden sich noch in der Aufwärtsbewegung. Auch im Ausland haben sie zum Teil start angezogen. Arbeitsmarkt. Die verhältnismäßig günstige Lage hat sich trotz der verschiedenen ungünstigen wirtschaftlichen Anzeichen nicht verschlechtert. Die Berichte lassen deutlich erkennen, daß die Lage des Arbeitsmarktes hauptsälich durch den Bedarf an Arbeitskräften in den überwiegend landwirtschaftlichen Gegenden bedingt ist. In der mitteldeutschen Industrie wurden etwa 4000 Arbeiterentlassungen bekanntgegeben. Auch die oberschlesische Industrie geht jetzt zu umfangreichen Entlassungen über. - Ausland. Die Wirtschaftslage in Deutsch- Desterreich zeigt eine leichte Besserung. Die Zahl der Arbeitslosen hat weiter abgenommen, die Exportindustrie ist besser beschäftigt.- In Bukarest wurde eine Flugzeugfabrik errichtet. In der letzten Maidekade ist in Polen eine bedeutende Besserung der Valuta eingetreten. Der Außenhandel der Schweiz zeigt im Mai einen stark steigenden Export. Die schon im Laufe des Mai begonnene erhebliche Abschwächung des Frankenkurses hat sich fortgesetzt. Die Maßnahmen der französischen Regierung gegen die Kapitalflucht sind ohne sonderlichen Erfolg geblieben. Steuerpolitischer Protest des Präsidium des Hansa- Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie. Das Präsidium des Hansa- Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie hat mit großer Sorge den bisherigen Verlauf der Beratungen der neuen Steuergesetze im Reichstag verfolgt. Das Präsidium stellt erneut fest, daß die grundsägliche finanzpolitische Einstellung der Reichsregierung von einer für die Zukunft von Staat und Wirtschaft gleich gefahrvollen Ueberschäzung der dauernden steuerlichen Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ausgeht und daß insbesondere durch die Zusammenwirkung in Reich, Ländern und Gemeinden der Wirtschaft eine Belastung auf die Dauer auferlegt wird, die untragbar ist und den erhofften Steuerertrag in das Gegenteil verkehren müßte. Das Präsidium des Hansa- Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie richtet deshalb an die Reichsregierung und den Reichstag die dringende Forderung, die Steuergesetze vor ihrer endgültigen Verabschiedung wesentlichen Abänderungen zu unterwerfen. Gegenüber den einzelnen Steuergesehen erscheint es dem Präsidium des Hansa- Bundes notwendig, nochmals auf folgende besonders wichtige Forderungen des Wirtschaftslebens mit allem Nachdruck zu verweisen: Einkommensteuergesez. werden. Die steuerliche Bevorzugung der Genossenschaften gegenüber den übrigen privatwirtschaftlichen Unternehmungen ist ebenfalls unberechtigt. Das Sparkassenprivileg darf nur dem Sparkassengeschäft im engsten Sinne des Wortes zuerkannt werden. Das in der Gesetzesvorlage zum Ausdruck kommende Bestreben nach doppelter Erfassung ein und desselben Ertrages durch das gleiche Steuergesetz muß zurückgewiesen werden. Die Bedenken, die gegen eine Verbrauchsbesteuerung bestehen, sind bereits bei der Einkommensteuer hervorgehoben. Vermögenssteuer- und Reichsbewertungsgesez. Auch hier ist unbedingt die steuerliche Gleichstellung der in öffentlicher Hand befindlichen Erwerbsbetriebe mit den privatwirtschaftlichen Unternehmungen herbeizuführen. Für die Sparkassen usw. gilt das gleiche, was gegenüber dem Körperschaftssteuergesetz gesagt worden ist. Das Ziel des Reichsbewertungsgesetzes- Vereinheitlichung der Bewertungsmerkmale für die auf Vermögenswerten aufbauenden Steuern in Reich, Ländern und Gemeinden wird begrüßt. Den Ländern und Gemeinden können damit aber die im§ 4 vorgesehenen Ausnahmemöglichkeiten nicht zugebilligt werden. Die unterschiedliche Behandlung zwischen den wirtschaftlichen Vermögenswerten in der Landwirtschaft einerseits und in Gewerbe, Handel und Industrie andererseits entbehrt einer zutreffenden sachlichen Begründung. Hier ist die Gleichheit der Veranlagungsmerkmale herzustellen, insbesondere ist für das Anlagevermögen von Gewerbe, Handel und Industrie§ 139, Absatz 2 der Reichsabgabenordnung aufrecht zu erhalten. Die im Reichsbewertungsgesetz für die Bewertung bestimmter Vermögensgruppen vorgesehene Vollmacht an den Reichsfinanzminister muß abgelehnt werden. Vereinheitlichung und Klarheit des Steuerrechts ist nur herstellbar, wenn das Gesetz selbst eindeutige und erschöpfende Auskunft über die für die Veranlagung maßgeblichen Rechtsbestimmungen bietet. Auch kann der Ueberorganisation der vorgesehenen Veranlagungsausschüsse nicht zugestimmt werden. Bei der Zusam= mensetzung dieser Ausschüsse ist den wirtschaftlichen Sachver ständigen die maßgebliche Stelle einzuräumen. Die fiskalischen Vertreter dürfen in diesen Ausschüssen in sich nicht die Funktionen von Anwälten des Staates und Richtern vereinen. Verkehrssteuern. Mit allem Nachdruck ist die Einbeziehung des Abbaues der Umsatzsteuer der Aufhebung der erhöhten Umsatzsteuer und der Befreiung der Handelsvertreter und der freien Berufe von der Umsatzsteuer in die gegenwärtige gesamte Steuerreform miteinzubeziehen. Verbrauchssteuern. Gegenüber der auch von der Reichsregierung als notwendig anerkannten allgemeinen Steuermilderung muß die im Widerspruch hiermit beabsichtigte, einseitige außerordentliche Belastung des Brau- und Tabakgewerbes durch eine in ihrem Aus= maß sowohl für die betroffenen beiden Industrien als auch für den Konsum der breiten Massen und des Mittelstandes gänzlich untragbare Erhöhung der Bier- und Tabaksteuer als mindestens zur Zeit verfehlt abgelehnt werden. Die Biersteuer ist jetzt schon doppelt so hoch wie vor dem Kriege und würde dann über die Weinsteuer, in Bayern sogar über die Seftsteuer fommen. Daß die Tabakindustrie zur Zeit eine schwere Existenzkrise Bei der Besteuerung der Einkommen ist unbedingt die Gleichmäßigkeit der Steuerbelastungen durch Rückkehr zur dreijährigen Durchschnittsbesteuerung für die Zukunft schon jetzt ge= fehlich sicherzustellen. Durch ausreichende Steuerfreiheit der Zinserträge kleiner Sparer ist der Kapitalneubildung aus den gesunden Quellen des gesamten Volkseinkommens ein ausreichender Anreiz zu geben. Die Heranziehung von ausländischem Betriebskapital darf durch steuerliche Belastungen desselben nicht erschwert werden. Die Besteuerung nach dem Verbrauch ist abzulehnen. Allenfalls ist sie insoweit zuzulassen, als sie gegenüber Steuerpflichtigen angewandt wird, die nachweisbar falsche Veranlassungserklärungen abgegeben haben, und soweit sie nicht zur Doppelbesteuerung führt. Die Verbrauchsbesteu-| durchzumachen hat, ist allgemein bekannt. Unsere Bedenken erung bedeutet eine unbillige Vermögensminderungssteuer in einem Augenblick, wo man im Interesse der Hebung des Sparfinns mit Recht auf die Vermögenszuwachssteuer verzichtet. Die Begriffsbestimmung für die Einkommensteuerpflicht des SpekuTationsgewinns und der Einnahme aus Veräußerungsgeschäf= ten hat klarer und einschränkender als in der Vorlage vorge= sehen zu erfolgen. Für die Lohnsteuererhebung ist den Unternehmungen eine den tatsächlichen Aufwendungen entsprechende Entschädigung zuzubilligen, die Lohnsteuerüberweisungen sollen monatlich einmal zu erfolgen haben. Körperschaftssteuergesetz. Die in öffentlicher Hand befindlichen Erwerbsunternehmungen müssen der Privatwirtschaft steuerlich gleichgestellt werden noch durch die Tatsache erhöht, daß es sich hier um verpfändete Steuern handelt, gegen deren einseitige Erhöhung der Reichsfinanzminister selbst ursprünglich die schwersten Bedenken mit Recht geltend gemacht hat. Finanzausgleich. So sehr das Verantwortlichkeitsgefühl der Gemeinden für ihre Finanzen und eine größere Sparsamkeit gefördert werden müssen, ist doch die Einräumung eines unbegrenzten Zuschlagsrechts im Augenblick für die Wirtschaft untragbar. Mindestens müssen die Ergebnisse der ersten Veranlagung abgewartet werden. Der von der Reichsregierung in der amtlichen Begründung zum Einkommensteuergesetz zitierte Sazz Adolph Wagners, daß ,, eine Einkommensteuer nicht mehr als% des Einkommens be= tragen d Zuschlag geben ni ein falsch Auch ist Steuerung Eine geschmäl wertungs Finanzge ähnlich Es i nach die die Aus Das und Ind auf die legter S Wirtscha form ist von aus die Grun wirtschaf die Wirt Aufgaber Erkenntn deutschen hat. D Im rad sei el cine Ueb Alten zu erinnern. seit das Erscheine friegszeit harmlose in Beweg Erscheine sich regel Richtung, standen d Behörden Störenfri Pferde v eine Kon lose Rad man bego rad und Man und die scheinen I Entwidlu schwindig Fußgänge Sein Nie aber das Wen Ursprung darüber I zungen do beschleuni schwindigt das Gerd ten ge= nungen ur dem Erfannt mende rtrages Die 1. m, sind der in privatr die örperbewer le für , Länid Ge= ahmeJe Bein der Induegrüne her= werbe, enord2½ für Vollerden. erstellskunft ungen = Verusamchver= ischen Funt es der d der n der mit= endig BiderBelaAush für nzlich estens jezt dann tom= zkrise enfen Cum hung Be= für erden lags= stens wer= dung daß 5 be= tragen dürfe, würde durch die Gewährung eines unbegrenzten Zuschlagrechts an die Gemeinden zu Fall gebracht. Außerdem geben niedrige Grundtarife und hohe Zuschläge dem Auslande ein falsches Bild von den Steuerleistungen des deutschen Volkes. Auch ist zu fördern, daß reichsgesetzliche Höchstsätze für die Be= steuerung durch die Länder und Gemeinden fortgesetzt werden. Reichsabgabenordnung. Eine Wiederherstellung des durch die Notverordnung stark geschmälerten Rechtsschutzes ist unerläßlich. Der im Reichsbewertungsausschuß vorgesehene Oberbewertungsausschuß ist mit Finanzgerichten zu verschmelzen. Die Finanzgerichte sind, ähnlich wie die ordentlichen Gerichte, unabhängig zu machen. Inkrafttreten. Es ist zu der Uebung der Vorkriegszeit zurückzukehren, wonach die Gesetze erst dann in Kraft gesetzt werden, wenn auch die Ausführungsbestimmungen vorliegen. Das Präsidium des Hansa- Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie ruft alle Erwerbsstände auf, mit allen Mitteln auf die gesetzgebenden Körperschaften einzuwirken, um noch in letzter Stunde die Durchsetzung der wichtigsten Forderungen des Wirtschaftslebens herbeizuführen. Die gegenwärtige Steuerreform ist für die nächste Zukunft des deutschen Wirtschaftslebens von ausschlaggebender Bedeutung. Nur wenn es jetzt gelingt, die Grundlagen für ein erträgliches Verhältnis zwischen Volkswirtschaft und Steuern zu schaffen, wird es möglich sein, daß die Wirtschaft praktisch auf die Dauer die großen nationalen Aufgaben für das Staatsganze zu erfüllen vermag, die sie in Erkenntnis ihrer Verpflichtung vor Gegenwart und Zukunft des deutschen Volkes trot schwerster Bedenken auf sich genommen hat. --* Das Fahrrad als Resolutionär. Im Zeitalter des Autos mutet die Behauptung, das Fahrrad sei chedem ein Revolutionär im Verkehrsleben gewesen, wie cine Ueberhebung an. Man braucht nicht zu den Aeltesten der Alten zu gehören, um sich der Revolutionszeit des Fahrrades zu erinnern. Es sind, rund gerechnet, etwa 30 Jahre verflossen, seit das Fahrrad den Verkehr revolutionierte und mit seinem Erscheinen alles das hervorgerufen hat, was wir in der Nachkriegszeit auf dem Gebiete der Revolutionen erlebt haben. Das harmlose Rad scheuchte die Behörden auf, setzte die Zeitungen in Bewegung, furbelte die Gesezmaschine an und rief mit seinem Erscheinen einen Kampf aller gegen alle hervor. Es bildeten sich regelrechte Parteien, rechts standen die Anhänger der alten Richtung, links die Anhänger der neuen Zeit und in der Mitte standen die Liberalen, um beiden Teilen gerecht zu werden. Die Behörden neigten nach rechts. Man sah in dem Fahrrade einen Störenfried. Die Reiter beklagten sich über das Scheuen der Pferde vor dem Teufelsding, die Droschkenkutscher sahen in ihm eine Konkurrenz, die Fußgänger fühlten sich durch das geräuschlose Rad geängstigt und durch das Glockensignal erschreckt, kurzum, man begann auf der ganzen Linie den Kampf gegen das Fahrrad und seine Anhänger. Man ahnte damals noch nicht, daß ein stärkerer kommen, und die Revolutionszeit des Fahrrades als Verkehrsgroteske erscheinen lassen werde. Man wußte nichts vom Motor und seinen Entwicklungsmöglichkeiten, von seinem Geräusch, von seiner Geschwindigkeit und seinen Ansprüchen an die Aufmerksamkeit. der Fußgänger. Das Revolutiönchen würde sehr ernst genommen. Sein Niederwerfen erschien vielen als ein Gebot der Stunde, aber das kleine Fahrrad war stärker als seine Widersacher. Wenn wir diese Zeit des Kampfes gegen das Vorurteil als Ursprung der Verkehrsfrage bezeichnen, wird man vielleicht darüber lächeln, aber die Sachkundigen wissen, welche Umwälzungen das Fahrrad allein durch seine, das Tempo des Verkehrs beschleunigenden Fähigkeiten hervorgerufen hat. Zu dieser Geschwindigkeitserhöhung kam die Beweglichkeit des Fahrrades das Geräuschlose des Dahingleitens und sein Hinauswachsen über das Sportwerkzeug. Auf die Dauer konnte man sich diesen Erscheinungen nicht verschließen, aber der Kampf gegen den Fortschritt war vielen zu sehr in Fleisch und Blut übergegangen, als daß sie dem Rade kampflos den Weg frei gegeben hätte. In diesen Tagen des Kampfes stand das Pferd in der Gunst der Menge. Man sah in den vierbeinigen Kameraden des Menschen die Zukunft, sowohl als Träger des Reiters, als auch als Antrieb des Wagens und man leugnete lächelnd einen Sieg des Fahrrades über das Pferd. Schneller als man es geahnt hatte, feierte das Fahrrad diesen Sieg. Es übertraf in der Radfern= fahrt Wien- Berlin 1893 die Zeit des österreichischen Reiters, Graf Starhemberg, um mehr als vierzig Stunden und diese Leistung öffnete auch den Zweiflern die Augen. Nach der denkwürdigen Fahrt zwischen der Donau und der Spree eilten viele zu den Fahnen des Radsports, aber noch mehr schworen zur Fahne des Radfahrens. Die Zahl der Radler in den Straßen der Städte wuchs und das Verkehrsproblem be= schäftigte die Behörden damals ebenso lebhaft, wie heute, wo die Trompetenstöße der Kraftwagen die Luft erzittern machen. In diesem Kampfe wurden nicht nur die Zeitungen, sondern auch die Aerzte und die Statistiker mobil gemacht. Die Zeitungen glaubten das Publikum vor dem Teufelswerkzeug in Schutz nehmen zu müssen, die Aerzte befaßten sich mit den gesundheitlichen Folgen des Radfahrens und die Statistiker be= mühten sich, die Unfallziffern zu ungunsten der Radfahrer zu frisieren. Alles blieb ohne Erfolg. Die von den Fabriken mit Hilfe der Rennfahrer erbrachten Beweise für die Leistungsfähigkeit des Fahrrades wiederlegten alles und der die Radfahrer beherrschende mens sana trug den Sieg davon. Das Fahrrad wirkte indessen nicht nur bahnbrechend für den Verkehr, sondern auch für die Industrie. Der Gedanke, die Menschenkraft durch Maschinenkraft zu ersetzen, lag nahe und die Techniker arbeiteten an einem Fahrradmotor ebenso eifrig, wie die Behörden an der Ausgestaltung der Gesezmaschine beim Erscheinen des Fahrrades gearbeitet hatten. Man löste dieses Motorenproblem, schuf zuerst Motorräder und alsdann Motorwagen, lehrte den Menschen mit Hilfe der Motorkraft fliegen und vergaß über diese Errungenschaften den kleinen Revolutionär, das Fahrrad, den wir im Strudel des Verkehrs kaum noch beachten. ( Fortsetzung folgt.) Die erste Bedingung für jede gut geleitete Küche ist die Verwendung bester Zutaten für die Bereitung d. Mahlzeiten. Aus d. Grunde ist Dr. Detter's ,, Gustin" in der einfachen sowie feinen Küche allgemein beliebt. Der Gebrauch von Dr. Oetker's Gustin ist ausserordentlich vielseitig. Man nimmt Gustin um Milch, Früchte, Suppen, Saucen, Gemüse, Fette usw. sämig zu machen od. zu verdicken. 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