Heilpaste aller Art. überzeugt. hältlich in arg i. Br. D. en 664. - franko Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: AN 60 Goldpfennig monatlich fret Haus, bet obligatorisch. Bezug durch Bereine 30 Goldpf. Telephon 9tr. 1382. 38. Jahrg. Expedition: Sidanlage 21. Redaktion, Drud und Verlag: Albin Klein in Gießen, Berlagsbruderet, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30 mm breite Betitzeile, Auswärts 30 Goldpfg Lokal # " " " 90 " " Reklamezeile Dienstag, den 16. Juni 1925. 10 120 " 1 " Nr. 70. Der Reichs- Landbund zur Wirtschaftsbilanz. Was kann die Landwirtschaft zur Aktivierung der deutschen Wirtschaftsbilanz beitragen? Der Reichs- Landbund hat Recht damit getan, die von ihm dem Reichskanzler überreichte Dentschrift ,, Wege zur Aktivierung der deutschen Wirtschaftsbilanz( Reichs- Landbund- Verlag, Berlin SW. 11) auch der Oeffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie umfaßt nur 10 Druckseiten, weiß aber die von ihr besprochene tiefernste Frage von größten Gesichtspunkten aus zu behandeln und die Betrachtungen, die zunächst nur für die maßgebenden Reichsstellen bestimmt waren, dank einer volkstümlichen Darstellung auch breiteren Volksschichten verständlich zu machen. Ausgangspunkt der Denkschrift ist naturgemäß die Handelsbilanz des Vorjahres, die um 2,7 Milliarden passiv war. Ein solcher Zustand, mehr zu verbrauchen, als zu erzeugen, muß, wie beim Privatmann, auch beim Volf und Staat mit der Katastrophe enden. Wie ist diese abzuwenden? Der ReichsLandbund empfiehlt die drei Wege: 1. starte Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung, 2. Steigerung der Ausfuhr, 3. Drosselung der Luxuseinfuhr. Das ist sicherlich ein Vorschlag, auf dessen Boden sich alle Volfskreise und Erwerbsstände vereinen fönnen. Die Dentschrift regt schließlich die Einsetzung 18 Das Großstadtkind und seine Ferien. - Sommers Anfang ist da, und in der Schule schreiben die Mädels und die Jungens eine Niederschrift, die heißt:„ Wie wird es in den Ferien sein?" Und da liest der Lehrer dann 30 bis 40 mal: ,, und da freue ich mich schon so sehr!" Ja, worauf denn, ihr lieben fleinen rührend bescheidenen Großstadtfinder? Natürlich auf die Reise zu der Tante in Sachsenhausen oder zu der Großmutter in Liebenwalde, wo man Blaubeeren lesen wird oder Pfefferlinge suchen oder gar Erdbeeren, wo man im Wald liegen wird und ,, wo man sich an der schönen Gottesnatur erfreut!" Aber wieviel sind es denn, die es so haben werden? In einer Schule Charlottenburgs sind es 32 von 100; die andern 68 freuen sich aber auch so sehr! Sie wissen auch zu erzählen, worauf sie sich freuen! Weil wir mit meinem Bruder eine Dampferpartie machen, weil wir nach der Planschwiese gehen, weil wir erst um 9 Uhr aufstehen,- weil wir Seifenblasen machen, weil mein Papa uns eine Recstange gemacht hat, weil ich dann auf der Straße spiele und für meine Puppe schöne Kleider nähe!" So werden ihre Ferien aussehen! Ein oder das anderemal werden auch diese 68 im Wald sein, werden sich Blumen zum Kränzchen pflücken oder werden im Gras liegen, die andere Zeit über wird ihnen ihre Straße Ferienerholung und Tummelplatz sein. Das kleine Mädchen, das am Alexanderplatz sonst nur am Nachmittag vor Aschingers Café neben dem blinden Vater auf der Erde sitzt, - 39 -- eines Sonderausschusses an, der als Organ des Reichskabinetts unter Mitwirkung der beteiligten Reichsministerien und hervorragender Landwirte zu prüfen hat, welche Entwicklungsmöglichfeiten in unserer Landwirtschaft noch bestehen, in welchem Umfange diese bei intensivem Betrieb Abnehmer der heimischen Industrie werden kann und wie in dieser Art die deutsche Wirtschaftsbilanz wieder aktiv zu machen ist. Ohne Rücksicht auf diese notwendige, geradezu über die deutsche Zukunft entscheidende Ausschußberatung aber hat die Oeffentlichkeit allen Anlaß, die Feststellungen und Anregungen der Denkschrift sorgfältig zu studieren. Die Ernährungsbasis des industriellen Arbeiterstandes, der Beschäftigungsgrad der Industrie, der gegenwärtige deutsche Produktionskostenstand, die Exportmöglichkeiten, die Vergeudung von Krediten durch Beschaffung ausländischer Luxuswaren. der Einfluß der deutschen Handelspolitik auf die internationale Lage das alles sind Fragen, die in ein klares Wirtschaftsprogramm eingeordnet sind. Daneben freilich wird die Denkschrift vielen erst die rechte Erkenntnis bringen, wie starke nationale Werte durch eine intensiv betriebene deutsche Landwirtschaft noch nutzbar gemacht werden können. - darf nun schon vom Morgen an dort sein und wird in seine gefundenen Pralineéhülsen ein paar Kirschen legen statt der Apfelsinenschalen, mit denen es bis jetzt spielte. Und in der Ackerstraße werden die kleinen Mädchen schon am Vormittag ,, Dornröschen war ein schönes Kind" singen, und nach fünf Wochen kehrt eine„ erholte" Kinderschar in die Schule zurück und erzählt, wie schön die Ferien waren! Liebe, rührende Großstadtjugend, für dich sind diese Zeiten nichts, bleibe nur so und freue dich! Aber andere sollten deine Not erkennen und dich hinausführen, daß du wirklich Erholung gewinnen könntest, daß deine Ferien auch Ferien seien! Die Stadt Berlin ist sich ihrer Pflicht, für ihre Jugend sorgen zu müssen, wohl bewußt. Auf ihren großen Außenspielplätzen will sie den Kindern Ersatz für die Ferienreise oder den MONNA VANNA imgelben Gewande DIE 5 ZIGARETTE ADLER- COMPAGNIE A. DRESDEN Landaufenthalt bieten. Unter zuverlässiger Aufsicht werden die Kinder von morgens bis abends untergebracht und verpflegt. Sie erhalten eine Morgensuppe, Mittagessen, Nachmittagskaffee mit 160 Gr. Gebäck. Die Wochenkarte, die für ein Kind 1 M beträgt, kostet schon für das zweite nur 50 Pfg., und jedes weitere Kind derselben Familie ist frei. Da viele der Spielplätze sehr schön gelegen sind, wird hier in großzügiger Weise geholfen, vorausgesetzt, daß ausreichende, verständnisvolle Aufsicht vorhanden ist, und daß die Verpflegung, die das Kind ja mit ein paar Groschen nicht bezahlt, ausreichend und gut ist. Aber seit der neuen Währung ist es wohl den beteiligten Stellen möglich, diese gut zu gestalten. Daneben ist noch die Möglichkeit da, daß einige Kinder zum Landaufenthaltt geschickt werden. Die großzügige Art der Verschickung von 1917 und 1918 ist nicht mehr, einige angeknüpfte Beziehungen werden unterhalten, einige Bauern können Hütejungen oder Kinderwärterinnen gebrauchen, und fordern darum Kinder an, die unter guten Umständen vielleicht auch davon Erholung haben können, einige Landleute erinnern sich auch noch der freudigen, staunenden Kinderaugen von damals und helfen darum auch heut. Aber das Ausmaß dieser Forderungen bedeutet doch nur wenig bei der großen Zahl unserer Stadtfinder. Ein anderer Weg ist die Schülerwanderung unter Führung der Lehrer. Was sie dem Großstadtkind bedeutet, wird nirgends hoch genug angeschlagen. Gewiß ist das Kind nur 6 bi7 Tage draußen, aber es ist an eine der schönsten Stellen im Vaterland geführt, es ist planvoll beschäftigt mit förperlicher Arbeit, mit Spiel, mit wertvollen Eindrücken, es kommt voll Freude und innerem Glück heim in seine Steinheimat, voll Staub und Benzinduft und hat diese dann dennoch lieb, ist nur bereichert um die Sehnsucht nach dem Genossenen, nicht neiderfüllt, weil nicht alle Tage gleiche Höhepunkte sind. Es ist ein Mißgriff. wenn Behörden nicht gestatten wollen, daß 1, 2 oder 3 Tage solcher Wanderung in die Schulzeit fallen. In der Reisezeit lassen sich die Quartiere für all die Kinder, die so hinauswandern sollten, nicht, oder zum mindesten nicht billig beschaffen. Die Summe an Verantwortung, die der Lehrer hier freiwillig täglich 24 Stunden lang trägt, während sie in dem Maß in der Schule nur 4 bis 6 Stunden auf ihm lastet, sollte deutlich zeigen, daß nicht Eigennuz die Wahl solcher Tage bestimmt hat. Freudiger Dank nicht nur der Kinder oder der Eltern joure dem Lehrer werden, sondern auch Verständnis und Fördeung sener Behörde! Auch durch Verschickung in Kinderheime versuchen die Großstädte der Jugend zu helfen. Woran liegt es nun, daß dennoch eine so große Zahl von Kindern die Ferien in der Stadt verlebt? An den Eltern, von denen einige sagen, auch 1 M sei Geld, die könnten sie nicht für den Aufenthalt auf einem Spielplatz bezahlen. Da für ein städtisches Pflegekind 35 M monatlich gezahlt werden, sind die 4 M monatlich tatsächlich ein Spottgeld, es muß den Eltern begreiflich gemacht werden, daß dafür je nach Lage des Plates Fahrgeld bezahlt wird und die ganze Verpflegung dann kaum mit ein paar Pfennigen vergütet wird. Aufklärung tut auch not, um zu verhindern, daß etwas verwöhntere Leute und ihre Kinder das großzügige Werk in Verruf bringen, weil abends die Höschen schmußig sind oder die Kinder sich Sand auf den Kopf geworfen haben. Solche kleinen Unzuträglichkeiten müssen die Eltern schon mal hinnehmen, wenn ihre Kinder dafür in Licht und Sonne haben spielen dürfen. Sind Ausstellungen zu machen, so sollen die Eltern diese melden, die Gemeinden werden sich bemühen, Abhilfe zu schaf= fen. Dann sollten die Eltern selbst versuchen, mehr mit ihren Kindern Ausflüge zu machen. Vor trübem Wetter am Sonntag sollten sie sich auch nicht so sehr scheuen, die älteren Kleider und ein froher Mut trozen auch dem Wettergott. Läßt sich aber das Führen und Wandern der Eltern mit den Kindern nicht durchsetzen, trotzdem gerade dies die schönste Ferienfreude ist, so sollten die Eltern den Kindern Anschluß an Wandervereine gestatten, nachdem sie die Verhältnisse dort genau geprüft haben, um die Kinder nicht etwa Gefahren auszusetzen, die schlimmer wären als ein Verweilen in staubiger Stadtluft. Die Wandervereine selbst sollte jedermann unterstützen, ganz gleich welcher politischen Richtung sie angehören! Für die Gemeinden ergibt sich die Pflicht, ihre Spielplätze, Kinderheime, Landaufenthaltsstellen stetig zu verbessern und zu vergrößern, überall für genügende Aufsicht zu sorgen, denn es kann z. B. nicht jeder Mutter zugemutet werden, ihrem Mädel einen Bubikopf zu schneiden, wenn sie es 6 Wochen in ein Kinderheim geben will, es darf auch nicht vorkommen, daß Schlafräume ungenügend gelüftet sind, sodaß die Eltern ihre Kinder zurücknehmen, da ihnen der Tag in schönster Natur nicht eine in schlechter Luft verbrachte Nacht wert ist. Die Schulbehörden sollten den Wert des Schülerwanderns höher stellen als eine Unregelmäßigkeit im Schulbetrieb, die hervorgerufen wird, weil der mit den Kindern wandernde Lehrer vertreten werden muß. Die Eisenbahnverwaltung sollte Kinderreisen nicht dadurch erschweren, daß sie die Kindertransportwagen in die Personenzüge einstellt, statt sie an die D.- 3üge anzuhängen, wenn dadurch den Kindern von 10 Fahrstungen 4 ermäßigt werden könnten. Es fahren nicht alle Transporte gerade zu Hauptreisezeiten, sodaß eine Erschwerung des Verkehrs einträte. Man habe hier guten Willen, dann wären manche Eltern ge= neigter, auch ihre kleineren Kinder ins Kinderheim mitzugeben. Eins aber, was der Stadt wenig Geld, und der Lehrerschaft ein kleines Opfer kostet, sollte noch geschehen. Alle Schulhöfe, die gesund gelegen, schön bepflanzt sind, sollten der Kinderwelt der Umgebung während der Ferien offen stehen. Die Schule, deren Gebäude ja verschlossen sind, leidet nicht darunter. Die Schuldiener haben zur Ferienzeit auch Dienst, ihr Urlaub ist besonders geregelt, sie haben durch das Deffnen und Schließen nur eine geringe Belastung, die Kinder wären der Straße und ihren Gefahren entzogen und der notwendigen Aufsichtsführung werden sich die Lehrer nicht entziehen. Berlin hat diese Regelung schon vor 20 Jahren versucht, die Lehrer und Lehrerinnen waren damals dafür vorhanden. Sollten einige gegen ihren Wunsch für diesen Dienst einen Teil ihrer Freizeit aufgeben müssen, so sei daran erinnert, daß z. B. das Waldschulkollegium in Charlottenburg auch während der Pfingstferien und je 2 Wochen der Sommerferien Dienst von 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends tut. Mit gutem Willen läßt sich da schon helfen. Die Allgemeinheit aber muß erkennen, wie notwendig es ist, allen Kindern während der Ferien auch Ferien zu verschaffen. Darum opfere sie ihr Scherflein, wo sie kann, für die Erholung des Großstadtkindes. Die Gesundung des Volkes wird der Lohn sein! Jetzt kommt die Zeit, daß ich wandern muß. Von Otto Remmert, Gevelsberg. Wieder ist der Frühling ins Land gezogen mit Blumenduft und Vogelsang. Und mit dem Frühling erwacht der alte deutsche Wandertrieb. Frühling und wandern, das gehört zusammen. Deutschland fängt wieder an zu wandern! Jawohl, fängt wieder an, denn noch stehen wir erst in den Anfängen der Wanderbewegung. Wieviel mehr müßte noch geschehen! Auf all meinen Wanderfahrten durch die schönen deutschen Lande habe ich immer gern Gespräche mit Kindern gesucht, habe ich mich mit Kindern unterhalten über ihre Heimat. Jm Das Juniheft der bekannten Zeitschrift für Werbewesen und Verkaufstechnik„ Seidels Reklame"( Industrieverlag Spaeth u. Linde, Berlin W. 10.) weist einen sehr eindrucksvollen und reichen Inhalt auf. Robert Hösel wirbt in seinem Artikel ,, Wahrheit" für offene und ehrliche Maßnahmen auf dem Gebiete der Werbung und Geschäftsführung. Er belegt seine Mahnung zur Wahrheit mit der Erfahrung, daß eine auf den reellsten Grundsägen aufgebaute Reklame am besten zum Era folge führt. Prof. G. von Hanffstengel gibt Ratschläge zur Verbilligung der Propaganda in dem Aufsatz„ Das Kleinflugblatt". Die Ausstattung des Heftes ist in der gewohnten, gediegenen Form gehalten. Höllental der Schul da oben Bergstraße fus, der m einen so h So fragte Heide nac vor dem m der Umgel unsere hoh über den S sie würder lichen Vis Schulgebä wunderlich Wesen un und unser Wir pfleg aber ganz Abiturient Vogels in der Lüfte die alte E das Raun der Berges die die ver bruch erzä Erde. Un türlich die Eltern? bisher wir flein weni nen ihrer alten Feh wandertag rungen sin Auch in de Wandertri welch groß auch Spaz ausüben f übtem Fro ficher ebens Schule. D Söhnen ein den Junge Kindern no fältige Leb stehen vor warm und will, die m Sohne dor hundert s tun, den R Zensur". lauscht, wi von einer euren Kind ja gar kei Kinder da sich wunde nimmermü und ehrfüh Wachsen d Wunder üb der allergr unsere Kin Druc welcher Spielbessern orgen, ihrem hen in n, daß n ihre r nicht chülerSchulCindern n nicht in die ängen, mäßigt ade zu nträte. ern ge= igeben. ZehrerSchul Rinder1. Die runter. Urlaub hließen Be und ührung Regeerinnen ihren fgeben legium je 2 7 Uhr otwen rien zu nn, für Volkes nuß. Iumener alte ört zu Sawohl, Jen der t deut gesucht, t. Im en und aeth u. en und Artikel em Geseine auf den m Er ir Verblatt". egenen Höllental im Schwarzwald fragte ich eine Schar, die gerade aus der Schule kam, ob sie schon einmal dem gewaltigen Feldberg da oben auf sein Haupt gestiegen wären. Ich fragte an der Bergstraße, wo der Weg hinaufginge auf den prächtigen Melibokus, der mit seinem grauen Turm über dem waldgrünen Mantel einen so herrlichen Blick gewährt über weites gesegnetes Land. So fragte ich in Oberbayern nach der Breitachklamm, in der Heide nach den Hünengräbern, in Berlin nach einem Denkmal, vor dem wir standen, in Schwaben nach den Bergen und Burgen der Umgebung. Da kam mir manchmal der Gedanke, wenn doch unsere hohen Schulräte einmal auch durch solche Umfragen sich über den Stand des deutschen Bildungswesens unterrichten wollten, sie würden wahrlich interessantere Dinge erleben als auf sämt lichen Visitationsreisen durch all unsere oft so pomphaften Schulgebäude. Es ist das alles so ganz und gar nicht verwunderlich, sondern durchaus selbstverständlich und tief im Wesen unseres Bildungswesens begründet, daß unsere Kinder und unsere Erwachsenen sich nicht auskennen in ihrer Heimat. Wir pflegten bisher eine Bildung, wie sie im Buche steht, die aber ganz und gar nicht mit dem Leben verwurzelt ist. Der Abiturient irgend einer Schule unterscheidet nicht das Lied des Vogels in Busch und Hecke, kennt nicht das Flugbild der Segler der Lüfte hoch im Himmelsblau, vernimmt nicht das Lied, das die alte Eiche rauscht aus den Tagen unserer Väter, hört nicht das Raunen um die moosigen Steine der alten Burgruine auf der Bergeshöhe, weiß nichts von den Geschichten, den wundervollen, die die verschiedenfarbigen Steine am Wegesrand und im Steinbruch erzählen aus den Jugendtagen unserer steinalten Mutter Erde. Und wer ist eigentlich Schuld daran? Die Schule! Natürlich die Schule, immer und immer die Schule! Ja, und die Eltern? Sind die überhaupt auch vorhanden? Das hatte man bisher wirklich gänzlich vergessen, daß doch auch die Eltern ein Klein wenig Interesse haben müßten an dem Wachsen und Lernen ihrer Kinder. Die Schule beginnt heute sehr stark ihre alten Fehler einzusehen. Wir haben den monatlichen Schulwandertag in vielen deutschen Bundesstaaten, Ferienwanderungen sind fast überall zur Selbstverständlichkeit geworden. Auch in den meisten Vereinen regt sich ein früher nie gekannter Wandertrieb. Da müssen sich auch die Eltern bewußt werden, welch großen Einfluß sie durch gelegentliche Wanderungen und auch Spaziergänge auf die geistige Entwicklung ihrer Kinder ausüben können. Ein Familienspaziergang mit freudig ge= übtem Fragerecht der Kinder ist für ihr geistiges Wachstum sicher ebenso wichtig, wie ein paar Naturgeschichtsstunden in der Schule. Der Vater, der gelegentlich an Sonntagen mit seinen Söhnen eine Wanderfahrt macht, der tut viel mehr, als wenn er den Jungen kostbare Bücher schenkt. Die Eltern, die mit ihren Kindern noch staunen und sich wundern können über das tausend= fältige Leben eines Ameisenhaufens, die mit ihnen in Ehrfurcht stehen vor dem Wunder des Vogelnestes, in dem junges Leben warm und weich von Mutterliebe behütet wachsen und werden will, die mit ihren Kindern lauschen, wie der Herr Fink seinem Sohne dort oben im Baum Gesangunterricht gibt, die tun nicht hundert sondern tausendmal mehr, als wenn sie, wie manche tun, den Kindern ein großartiges Geschenk machen ,, für die gute Zensur". Habt ihr einmal in warmer Sonne gelegen und ge= lauscht, wie die dicken Hummeln so wohlig- zufrieden brummend von einer Blüte zur anderen fliegen? Habt ihr einmal mit euren Kindern diese ganze Märchenwelt erlebt? So kann das ja gar keine Schule, kein Verein empfinden lassen. Wie die Kinder da mit offenen Augen und offenem Munde beobachten, sich wundern und staunen können! Wie sie denken und mit nimmermüdem Munde fragen! Wie sie aber auch lauschen und ehrführtig schweigen können! Es ist, als spürte man das Wachsen des Geistes, als hörte man das Atmen der Seele. Wunder überall! Geheimnis in uns und um uns. Der Wunder allergrößtes aber in dieser ganzen Wunderwelt, das sind- unsere Kinder. Art Drucksachen alle at Albin Klein. billigst Literarisches. Die Höhenwege des Schwarzwaldes. Eines der reizvollsten deutschen Wandergebiete bildet der Schwarzwald mit seinem ausgedehnten Netz von gut gepflegten Touristenwegen. Die Höhenwege führen in einer durchschnittlichen Höhe von 1000 Meter und einer Länge von je etwa 300 Kilometer über den Kamm des Schwarzwaldmassivs bis an den Oberrhein, in zahlreichen Zugangswegen eine Ergänzung findend. Im Norden bei Karlsruhe und Pforzheim beginnend, erschließen sich dem Wanderer aussichtsreiche Höhen, die im Feldberg bis zu 1500 Meter ansteigen, mit unvergleichlichen Fernsichten auf bewaldete Bergkuppen, reichgegliederte Täler, sowie auf Rheintal, Vogesen und die schneebedeckten Alpen. Prachtvolle Tannenwaldungen wechseln mit einsamen Hochtälern, romantischen Schluchten und wildschäumende Wasserfälle mit flaren Gebirgsseen. Interessante Gebirgsbahnen und zahlreiche Kraftwagenlinien bieten auch dem Nichtwanderer die Möglichfeit, sich an der herrlichen Bergwelt des Schwarzwaldes mühelos zu erfreuen. Eine große Zahl von Gaststätten, sowohl in den vielbesuchten heilkräftigen Bade- und Kurorten als aus luftiger Bergeshöhe laden zur Unterkunft ein, alle Bedürfnisse und Ansprüche befriedigend. Ein kleiner praktischer Führer, be= titelt„ Die Höhenwege des Schwarzwaldes", der neben sachkundigen Beschreibungen Wandervorschläge mit Einteilung in Tagesstrecken enthält, ist nebst einer mehrfarbigen Touristentarte gegen Einsendung von 50 Pfg. franko durch den Badischen Verkehrsverband, Karlsruhe, Kaiserstraße 145, erhältlich. Von gleicher Stelle ist auch der in diesen Tagen neu herausgekommene ,, Wegweiser und Hotelführer für Baden 1925" mit den neuesten Hotelpreisen kostenlos erhältlich. * Die Sommerausgabe von Quentin- Mahlau's grauem Taschenfahrplan ist erschienen und bringt wieder die Zusammenstellung der Bahnverbindungen von Hessen, Hessen- Nassau, Pfalz, Teile von Baden und Bayern, eine Aufstellung der Kraftposten, die Rheindampfschiffahrt und die Flugverbindungen. Neu ent= halten sind die D.- Zugtabellen, eine besonders übersichtliche Zusammenstellung der direkten Bahnverbindungen( D.- und Eilzüge) mit Einschluß der internationalen Strecken. * Nach Mitteilung vom hess. Kreisamt Gießen soll bei den in den letzten Jahren stattgefundenen Wahlen außerordentlich viel„ Freibier" gespendet worden sein. Sollte sich diese Unsitte auch bei den bevorstehenden Wahlen bemerkbar machen, dann wird das Kreisamt die Feierabendstunde entsprechend zurücksetzen. Im Wiederholungsfall wird das Kreisamt mit noch schärferen Maßnahmen vorgehen. Auch muß das Kreisamt prüfen, ob die Wahlen in solchen Gemeinden, in denen Mißstände der genannten Art bekannt werden, nicht von amtswegen deshalb zu beanstanden sind. Besucht die Deutsche Verkehrs- flusstellung München 1925 Juni Oktober Korpulenz macht alt! Fettleibigkeit wird durch Groesser's Reduktionspillen beseitigt. Preisgekrönt mit goldenen Medaillen und Ehrendiplom Kein starker Leib, keine starken Hüften, Nachahmungen weise zurück! Pallabona- Puder reinigt u, entfettet das Haaauf trockenem Wege, macht es locker u, leicht zu frier sieren, verleiht feinen Duft. Zu haben in Frieseurgeschäften, Parfümerien, Drogerien u. 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