ten zu oll er= eter im fonnte, 200 M meister gstraße Kreisen, um hörden n, daß gen der zu zu= n Gasteichnet. cbes - nberg), ommen n VerAugust Tuß des ertreten Hessen mpo in Linien nd ein Ariegereim ist. erichtet, n Büro sverein eisebüro ges zur bandes timmig, ten Gegeben. essischen h mehrgenann - Wallom Vorwürdige BürgerIdas beste eilmittel. mit oder Private. 32 N frei. ( Thür. P JS A.-G. eg. hohe ergeben le 202 cke liefert gu. Muster Darmstadt niker, e, EnergieBüberdruß, Angst und -nervösen n, erhalten Beise über erlin W 30a. Giessener Zeitung ( neuefte nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich fret Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Str. 1382. 38. Jahrg. Expedition: Südanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Berlagsbruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: Lokal 30 mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg. " 1 " " " 1 90 " " Reklamezeile 10 120 " " Samstag, den 16. Mat 1925. Nr. 58. Die Bedeutung des Privathausbesites für Staat, Volkswirtschaft u. Gemeinwirtschaft. Von ebenso grundsätzlicher Bedeutung ist der Privathausbefiz als Steuerträger. Sie alle wissen, was im Frieden der Hausbesitz für die öffentlichen Haushalte in Reich, Staat und Gemeinden bedeutet hat. Ich will nicht auf Vorkriegszahlen zurückgreifen, sondern der Gegenwart ein Wort sprechen und lehne mich dabei an die amtlichen Auslassungen in der Begründung zu dem neuen Entwurf eines Finanzausgleichsgesetzes. Danach wird im Deutschen Reich das Aufkommen an Steuern aus dem Hausbesitz nach der beabsichtigten Regelung des Finanzausgleichs wie folgt bemessen: Steuern vom Grundvermögen im Reich 770 Millionen Mark Mietzinssteuer Grunderwerbssteuern Wertzuwachssteuer Bermögenssteuer 1000 " " 150 " 99 120 99 " 7 100 " " auf rund 5,3 Milliarden veranschlagt wird, bringt der städtische Hausbesitz somit, alles eingeschlossen, mehr als die Hälfte davon auf. In den Gemeinden hat er sogar größtenteils zwei Drittel der öffentlich- rechtlichen Abgaben zu tragen. Hinzu tritt, daß er für diese Steuern der Steuereinzieher ist und dadurch den öffentlichen Körperschaften ungezählte Millionen an Verwaltungsausgaben erspart. In diesen wenigen Säßen ist zum Ausdruck gebracht, daß der städtische Hausbesitz mit das wichtigst Fundament der steuerlichen Etats darstellt. Erkenne man daher diese Bedeutung des städtischen Hausbesites als Steuerträger und würdige sie, indem man ihm die Anerkennung nicht versagt. Zuletzt ist der städtische Hausbesitz der Arbeitgeber großer wirtschaftlicher Erwerbsgruppen. Wenn man bedenkt, daß im DEUTZ Das ergibt eine Summe von 2140 Millionen Mark also rund 2,1 Milliarden, wobei zu beachten ist, daß ich die kommende Hauszinssteuer von 40 Prozent nur mit einer Milliarde Mark bemessen habe, während sie theoretisch 2 Milliardened by sid siara Mark beträgt. Es ist ferner bei der Grundvermögenssteuer lediglich ein Gemeindezuschlag von 150 Prozent zum staatlichen Satz einkalkuliert, obwohl eine Reihe von Gemeinden diesen bei weitem überschreiten. Es sind nicht einkalkuliert die Gemeindezuschläge zur Hauszinssteuer, ebensowenig die Einkommensteuer, die demnächst wieder Bedeutung erlangen dürfte, ebensowenig die Stempelsteuer, Umsatzsteuer und nicht die Gebühren für die städtischen Anlagen der Ent- und Bewässerung. Für diese ungeheure Summe an Steuern, die allein der deutsche Hausbesitz für seinen Teil herauswirtschaften und abführen muß, trägt er die selbstschuldnerische Haftung, da sie größtenteils in der Form der Realsteuern aufgezogen sind, und da das Gesamtaufkommen der dem Reich verbleibenden Steuern MONNA VANNA imgelben Gewande DIE SZIGARETTE ADLER- COMPAGNIE A.G.DRESDEN Rohöl= Motoren Diesel- Motoren die wirtschaftlichsten Antriebsmaschinen Brennstoffverbrauch: 1,8-2,5/ Ps Std. 4495 MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT M. Kaiserstr.23 Frieden rund 10 Prozent der Friedensmiete, die 1914 etwa 6 Milliarden Mark im Reich betrug, für Reparaturen aufge= wandt worden sind, so ergab das die große Summe von 600 Millionen Mark. Heute sind in dem Aprilsah in Preußen ( 76 Prozent der Friedensmiete einschl. Schönheitsreparaturen) 18 Prozent für die Instandsetzung enthalten, d. h. bei der verKleinerten Reichsfriedensmiete von 5 Milliarden Mark sind heute 900 Millionen das Kapital, das dem Handwerk und Gewerbe Beschäftigung verschafft. Dabei ist nicht zu vergessen, daß die Reparatursäge zur ordnungsmäßigen Instandsetzung und Instandhaltung von Haus und Wohnungen unzureichend sind. Hinzu tritt, daß im Frieden 220 000 neue Wohnungen gebaut werden mußten, um das Wohnbedürfnis zu befriedigen. Hieran war der städtische Hausbesitz und das private Unternehmertum mit vier Fünfteln beteiligt. Wollen wir heute zur Beseitigung der absoluten Wohnungsnot und zur Befriedigung des laufenden Wohnbedürfnisses gelangen, so müssen auch hier aus der Wirtschaft die notwendigen Summen wieder zur Verfügung gestellt werden. Schon in diesen Hinweisen ist die gewichtige Bedeutung des städtischen Hausbesizes und sein Zusammenhang mit Handwerk, Handel und Gewerbe gekennzeichnet.„ Seit Jahren aber liegen die Dinge so," schreibt Seibt ,,, daß immer größer die Zahl der Handwerker geworden ist, die unselbständig wurden und als Angestellte und Arbeiter Beschäftigung suchen mußten, sie, die früher selbst in der Lage waren, zahlreichen unselbständigen Personen Arbeit und Verdienst zu geben, Handwerker, die früher zehn und mehr Gehilfen hatten, fanden in den letzten Jahren kaum Aufträge zur Beschäftigung ihrer eigenen Person. Sie sind als Meister mit den Gehilfen erwerbslos geworden und fallen den öffentlichen Kassen zur Last." Daß der Verdienstausfall Steuerausfall für Handwerker wie Gehilfen bedeutet, liegt auf der Hand. Hinzu tritt die weitere sehr betrübliche Tatsache, daß mangels Aufträgen im Baugewerbe die Baufacharbeiter, an denen schon früher fein Ueberfluß war, in andere Berufe übergingen und es nicht leicht hält, sie ihrem ursprünglichen Tätigkeitsbereich wieder zuzuführen. Nicht minder wie die handwerksmäßigen Gewerbe der Maurer, Zimmerer, Steinmetzen, Bautischler, Dachdecker usw. litten und leiden die zum Baugewerbe gehörenden Berufe mit technischer und wissenschaftlicher Vorbildung( Bauleiter, Baumeister und Architekten), sowie die mit der Herstellung von Baumaterialien und deren Vertrieb( Baustoffhandel) befaßten Gewerbe. Und doch kommt dem Baugewerbe, als gewissermaßen dem Rückgrat unserer Volkswirtschaft überhaupt, in dem Wiederaufbau- und Gesundungsprozeß eine hervorragende Bedeutung zu. Nicht mit Unrecht wird das Baugewerbe als Schlüsselgewerbe bezeichnet. Vor dem Kriege waren nicht weniger als rund 1½ Millionen Menschen mit ihren Angehörigen etwa 10 Prozent der gesamten Bevölkerung im Baugewerbe beschäftigt. Während nach einer Berufszählung vom 14. Juni 1895 nach amtlichen Berichten im gesamten Baugewerbe 13 verschiedenen Berufs- und Gewerbeklassen gezählt worden sind, umfaßt das Handwerk heute allein rund 25 Klassen. Dazu kom. men die dem Baugewerbe verwandten Tochter- und Schwesterunternehmungen, vor allem die Industrie mit ihrer in Millionen gehenden Arbeiterschaft( Steinindustrie, Holzindustrie Holzbearbeitungsindustrie, Zement- und Kalkindustrie, Metallindustrie, Chemische Industrie, Glasindustrie). Man hat ausgerechnet, daß rund 30 Prozent unserer industriellen Unternehmungen vor dem Kriege für Bauzwecke tätig gewesen sind. Die genannten Industrien sind im ganzen Reich zerstreut. Ihre Beschäftigung bedeutet somit Beseitigung der Arbeitslosigkeit und aufblühendes Leben in den verschiedensten Reichsgebieten. Man muß es geradezu als den Gipfel der Hilfslosigkeit bezeich nen, wenn festgestellt werden muß, daß auf der einen Seite, wie regierungsseitig behaupet wird, Hunderttausenden von Menschen der nötige Wohnraum fehlt, andererseits Hunderttausende der ihn schaffenden Arbeiter und Angestellten beschäftigungslos sind, während wiederum der Staat ungezählte Geldmittel aufbringen muß, um die Existenzlosen am Leben zu erhalten. Die Gesundmachung unserer Hauswirtschaft und die Wiederbelebung der Bautätigkeit ist aber gerade im gegenwärtigen Augenblick um so dringenderes Erfordernis, als unsere Ausfuhrindustrie mit ihren verwandten Zweigen allenthalben durch die Ueberschreitung des Weltmarktpreises von den ausländischen Märkten abgeschnitten ist. Das Baugewerbe ist dagegen eines der wenigen Gewerbe, das dessen ungeachtet Millionen Menschen Beschäftigung und Verdienst geben kann, da wir sämtliche Materialien im Lande selbst haben, bezw. herstellen können und somit auf eine ungünstig wirkende Einfuhr nicht angewiesen sind. Es ist daher oberste Pflicht einer von gesunder wirts schaftspolitischer Denkungsart eingestellten Regierung, auf diese mögliche Weise Arbeit zu schaffen, anstatt ungezählte Erwerbslosengelder in unproduktiver Weise auszugeben. Wird hier nicht dringend Abhilfe geleistet, so führt das jezige Stadium der Unterstützung der Erwerbslosen selbst zum völligen Banke: rott, da infolge der geschwächten Steuerkraft der erwerbstätigen Stände die notwendigen Mittel für die Erwerbslosenunterstügung nicht mehr fließen. Man blättere doch zurück in die Geschichte und lerne aus ihr, daß die Blütezeit des Baugewerbes stets eine Blütezeit für das ganze Volk war. Die uns überkommenen Baudenkmäler in Aegypten, Griechenland, Italien, dem Deutschland des Mittelalters und der Renaissance, vor denen wir heute mit Ehrfurcht staunend und bewundernd stehen, sind lebendige Zeugen von Zeiten fruchtbarer segensvoller Entfaltung und Entwicklung. Deshalb liegt die Hebung der Bautätigkeit nicht nur im fiskalischen Interesse des Staates, sondern sie stellt die vitalste Forderung der gesamten Wirtschaft dar. Erkenne man daher die große Bedeutung des städtischen Hausbesizes auch als Arbeitgeber. Leider hat die Vergangenheit gezeigt, daß man die Bedeutung des Hausbesizes als Träger der Wohnungswirtschaft, als Träger der Steuerwirtschaft und als Arbeitgeber verkannt hat oder nicht begriffen hat, daß unsere Gesamtwirtschaft ein lebendiger Organismus ist, in den man nicht ungestraft durch Isolierung eines Teiles, durch Stellung unter ein den wirtschaftlichen Gesetzen widersprechendes Ausnahmerecht, eingreift. * Schließlich gilt es noch, die Stellung des Privathausbesizes Hausbesitz ist eng verin der Einzelwirtschaft zu würdigen. fnüpft mit Hauswirtschaft. Wirtschaften heißt, mit den geringsten Mitteln die größtmöglichsten Erfolge zu erzielen. Wirtschaftshistorisch hat der Mensch das Wirtschaften überhaupt erst durch seine Betätigung in der Hauswirtschaft gelernt. Aber von dieser begründeten Anschauung findet man in der Einstel= lung weiter Kreise der Bevölkerung gegenüber dem Hausbesit fast nichts mehr. Heute wird weit und breit die Auffassung vertreten, die Hauswirtschaft sei eine bequeme und rentable Berwaltung eigenen und fremden Kapitals. Eine tendenziöse Aufklärungsarbeit interessierter Schichten sorgte bereits vor dem Kriege dafür, daß an die Stelle des Begriffs„ Hauswirt" der Begriff„ Hausbesitzer" trat. So unscheinbar wie dieser Unterschied sein mag, so bedeutungsvoll ist er für die Denkweise bei Regierung, Parlament und Volk. Man sieht eben in dem Hausbesitzer ausschließlich den Wertebesitzer und Rentenbezieher, während er doch in Wirklichkeit Kapital wagt an eine ertragswirtschaftliche Unternehmungsform, die genau so durch Wirtschaftsteilung entstanden ist, wie die landwirtschaftliche, handwerkerliche, industrielle. Der Hausbesitzer ist kein arbeitsloser Rentner, auch soweit er nur Hausbesizer ist; denn unter einem Rentner versteht man den, der auf Grund der Hingabe von Kapital daraus mühelos und zwangsläufig seinen Zins und seine Rente bezieht. Die Hauswirtschaft trägt dagegen, wie einmal der Bürgermeister einer Großstadt erklärt hat,„ alle Merkmale eines wirtschaftlichen Unternehmens oder eines echten Betriebes an sich, denn er empfängt eine Anzahl wirtschaftlicher Leistungen der Gemeinde, der Gesellschaften und verschiedener Geschäftsbetriebe und fast diese zusammen zur Darbietung von Leistungen an seine Abnehmer, die Mieter. Alle wirtschaftlichen Aufgaben und Verpflichtungen, die dem Unternehmer eines Betriebes obliegen, fallen auch ihm zur Last. Er hat zunächst für die Bereitstellung des Kapitals für sein Unternehmen zu sorgen und zieht hierzu andere Teilhaber in Form von Hypotheken heran, oft unter großen Sorgen und Bedrängnissen. Er steht für die richtige Leistung von Abgaben, Lasten, Gebühren und Beiträge diese Las tragen. und insto für die handwer die Abne mit ihne Streitigt zu sorgen „ Naturer hältnisse gemeiner losen Ei Trot liche Re in feiner der Ans Bevölker die Vern schränkte öffentlich Landwir Landwir lichen B Hausbesi Nachteil Und durch un wirtschaf steht in zum ge Verpflich selbst vo dann hät handeln darin, es Wir Eigentum störung begriff fl Wurzel Schafft Staatsei Staatssozi und behi Einzelwi die den Sorgfam Hausbesi nungspol gepflegt gegangen Gera zähen K ist der Darin li lismus u anstellen der rev Massen e der Kam schwinden in der S Hausbesit des tatsä und fern crhalten fem Gesic Plutokra hängnisv trierte E wachsen. die hen nes Cena iche und esen irt iese bs: hier tum nte: gen ters aus für äler MitEhrgen vid I im alste aher Ars deu= als hat ben= Iso= Gafts izes ver= cingGirterst Aber stelbesity sung table ziöse dem der nters e bei dem enbeeine Durch liche, eitss inter gabe Zins - wie ,, alle -chten licher Dener von Lichen Be it für orgen heken steht und Beiträgen an Gemeinde, Gesellschaft und Staat ein und muß diese Lasten in Form des Mietzinses auf seine Abnehmer übertragen. Er hat die Anlagen zu beaufsichtigen, zu beobachten und instandzuhalten und die verschiedensten technischen Gewerbe für die Instandhaltung heranzuziehen, soweit er nicht selbst handwerktechnische Arbeit leistet. Er hat in normalen Zeiten die Abnehmer seiner Wohnungen, nämlich die Mieter, zu suchen, mit ihnen Verträge abzuschließen, zu ändern, Beschwerden und Streitigkeiten zu verhandeln, für Ruhe und Ordnung im Hause zu sorgen. Er trägt die Gefahr eines Unternehmers gegenüber ,, Naturereignissen, Unfällen, Steueränderungen, politischen Verhältnissen, Krieg, Ueberangebot, fallender Konjunktur und allgemeiner wirtschaftlicher Not." Die Behauptung eines arbeitslosen Einkommens ist daher völlig verfehlt. Trotzdem ist das bürgerliche und insbesondere das öffentliche Recht dem Stand und Beruf des städtischen Hausbefizes in feiner Weise gerecht geworden. Sie wurzeln noch ganz in der Anschauung vergangener Zeit, in welcher die städtische Bevölkerung vor der ländlichen weit zurücktrat, und in welcher die Vermietung von Geschäfts- und Wohnräumen in viel beschränkterem Umfange stattfand. Demgemäß ist auch keine öffentliche Interessenvertretung für ihn angeordnet. Während Landwirtschaft, Handel und Industrie und Handwerk in den Landwirtschafts-, Handels- und Handwerkskammern ihre gesetzlichen Berufsvertretungen haben, fehlt eine solche für den Hausbesitz, ein Umstand, der gerade in dieser Zeit zum größten Nachteil des Hausbesizes wirkt. Und nun noch ein letztes. Wie ein roter Faden zieht sich durch unsere ganze Wirtschaft, Nationalwirtschaft und Einzelwirtschaft der Begriff des Eigentums hindurch. Eigentum, so steht in der Verfassung des neuen Deutschen Reiches, verpflichtet zum gemeinen Besten. Wäre dieser Grundsah, bei dem die Verpflichtung aus dem Eigentum die Erhaltung des Eigentums selbst voraussetzt, in seiner ganzen Tragweite gewürdigt worden, dann hätte vor allem der Gesetzgeber der Nachkriegszeit danach handeln müssen. Dann bestand für ihn die oberste Pflicht darin, es zu erhalten und seinen Wert zu vermehren. Wir wissen es, was die Erhaltung des Eigentums bedeutet. Eigentum ist die Grundlage der Kultur überhaupt. Seine Zerstörung bedeutet also Zerstörung der Kultur. Der Eigentumsbegriff fließt aber zu innerst aus der Natur selbst. Er hat seine Wurzel im natürlichen Recht und im natürlichen Streben. Schafft man es als Privateigentum ab, dann bleibt es als Staatseigentum, aber es bleibt. Es fragt sich nur, ob in der staatssozialistischen Wirtschaft es in gleichem Maße geachtet und behütet würde, wie es in der individualistisch eingestellten Einzelwirtschaft geschieht. Es ist nun einmal so, daß Dinge, die den eigenen Geldbeutel nicht berühren, mit viel weniger Sorgsamkeit behandelt werden. Wenn alle Parlamentarier Hausbesitzer wären, hätte es zum mindesten die falsche Wohnungspolitik nicht gegeben. Sie hätten den Eigentumsbegriff gepflegt und wären mit dem kostbaren Eigentum sorgsamer umgegangen zum eigenen Wohl und dem der Allgemeinheit. Gerade hier im Eigentum liegt aber auch die Kraft für die zähen Kämpfe der deutschen Hausbesizerorganisationen. Es ist der Kampf um einen Lebenszweck, um ein Lebensideal. Darin liegt auch die scharfe Ablehnung begründet gegen Sozialismus und Kommunismus und da möchte ich eines allem voranstellen: Nicht das Eigentum als solches schafft den Kampf der revolutionären Massen, sondern die Tatsache, daß die Massen eben ohne Eigentum sind. Deshalb wird auch dann erst der Kampf um die Gegensätzlichkeit der Auffassungen zum Verschwinden gebracht werden, wenn wir dem Eigentumsbegriff in der Oeffentlichkeit wieder Geltung verschaffen, d. h. beim Hausbesiz, ihm die Verfügungsfreiheit zunächst im Rahmen des tatsächlich Möglichen und dann wieder ganz verschaffen und ferner, wenn der Gesetzgeber dahinstrebt, das Eigentum zu erhalten und die kleinen Eigentümer zu vermehren. Von die= sem Gesichtspunkt aus betrachtet erscheint mir das Vorgehen der Plutokratie, die kleinen Hausbesitzer aufzusaugen, mehr als verhängnisvoll, weil die Gefahrenmomente gegen das konzentrierte Eigentum, den konzentrierten Besitz, dadurch immer mehr wachsen. Hätte Rußland anstatt der wenigen Großgrundbesizer - eine große Anzahl kleiner Bauern gehabt, hätte die bolschewistische Idee den Nährboden nicht finden können, den sie gefunden hat. Eigentum vieler Kleinen ist die einzige Deckung gegen den Neid auf die Großen, sagt ein bekannter Volkswirtschaftler. Alle private, alle staatliche Wohnungsfürsorge be= deutet nichts gegen die Möglichkeit, für sich selbst ein Häuschen zu besitzen. Im Schuß des Eigentums liegt der Schuß der Gesamtheit und die Garantie einer stetigen, tonservativ- fortschrittlichen, staatserhaltenden Entwicklung. Erkennt man erst diese tiefere Bedeutung des Eigentums für den Einzelnen wie für die Gesamtheit, so zeigt sich die auf Eigentumsvernichtung und Expropriation gerichtete Wohnungspolitik der letzten Jahre erst in ihrer ganzen Kurzsichtigkeit. Dem städtischen Hausbesig wird so oft der Vorwurf ge= macht, und vor allen Dingen seinen Organisationen, daß er sich sozialpolitischen Erwägungen verschließe. Soweit es sich um gesunde sozialpolitische Erwägungen handelt, ist diese Meinung sicherlich falsch. Der Hausbesiz sieht in der sogenannten Miets= faserne sicherlich nicht das Jdeal der Befriedigung des Wohnbedürfnisses. Wenn es sich aber um die billigste Deckung des Wohnbedarfs handelt, ist das hohe Etagenhaus nicht zu umgehen; dies um so weniger in einer Zeit wie der heutigen, wo wir versuchen müssen, die billigsten Neubauanlagen zu schaffen. Auch für die Ausbildung des Heimstättenrechtes hat sich der organisierte Hausbesiz schon in früheren Jahren eingesetzt und auf deutschen wie internationalen Kongressen hierzu Stellung genommen. Auch für eine Verbesserung des Wohnungswesens im Wege vernünftiger Wohnungsaufsicht, in der er als Fachmann entscheidenden Einfluß hat, ist der Hausbesitz zu haben, wenn sie sich freihält von jeder bürokratischen Einstellung und sich vornehmlich beschränkt auf die Wohnverhältnisse derjenigen Schichten der Bevölkerung, die für eine gesunde Wohnungskultur kein Verständnis haben. Diesen gesunden Forderungen sozialpolitischer Art wird der Hausbesitz keinen Widerstand entgegensetzen. Ebensowenig schwimmt er im Fahrwasser des ungehemmten wirtschaftlichen Liberalismus. Auch im Frieden war es nicht rücksichtsloser Erwerbsegoismus, der sein Tun bestimmte, sondern Erhaltungsegoismus, der sehr wohl den Pflichtkreis gegen sich selbst und andere kennt. Nichts anderes als diesen Solidarismus wollen wir auch heute, und es ist unser Organisationsprinzip Zusammenschluß des deutschen Hausbesizes nicht um erwerbsegoistischer Ziele willen, sondern um gemeinsam die Zwecke der Gesamtheit zu erreichen. In der gemeinsamen Ordnung der Bürger will der Hausbesitzer gestützt auf seine eminente Bedeutung für Staat, Volkswirtschaft und Einzelwirtschaft, seine wirtschaftliche Selbständigkeit und Selbstverantwortlichkeit und seine rechtmäßige Freiheit wiedergewinnen; anerkennend die Gleichberechtigungund Gleichbewertung jeder notwendigen, nützlichen und sittlich erlaubten Arbeit und Tä= tigkeit. Deshalb hat er ein Recht, auch für sich den Schuh vom Staate in gesetzgeberischer und verwaltungsrechtlicher Hinsicht zu fördern, den man bisher einseitig der Mieterschaft zuge= dacht hat. In diesem Appell an die bessere Einsicht liegt zugleich die starke, frohe Hoffnung, daß auch für den deutschen Hausbesitz sich der berühmte weiße Silberstreifen am Firmament zeigt, der ihm den Beginn einer besseren Zeit verkündet. Gesundheitspflege, ein Hauptbedürfnis für das deutsche Volk. Aus verschiedenen Nachrichten ist schon bekannt geworden, mit welcher Energie die berufene Regierungsstellen und städtischen Behörden für die Hebung der durch den Krieg und die Nachkriegszeit stark gelittenen Volksgesundheit tätig sind. Vor kurzem wurde von der Eröffnung eines Gesundheitshauses in Berlin berichtet, dessen wichtigste Aufgabe für die Propaganda für die vorbeugende Fürsorge sein soll. In Düsseldorf wird im Sommer 1926 ein Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübung stattfinden. Was alles bisher auf diesem Gebiete zum Wohle des Volkes geleistet worden ist, wird erst im vollen Ausmaße zu erkennen sein, wenn die Ergebnisse dieser Arbeit durch den zahlenmäßigen Nachweiß des Rückganges an Erkrankungen durch die Volksseuchen z. B. Tuberkulose, befanntgegeben werden können. Die Schulen aller Art befassen sich heute mit Unterricht und Aufklärung in hygienischen Fragen. Durch Propaganda- Vorträge usw. geschieht schon viel, soweit es eben die Geldmittel zulassen. Außer den Bestrebungen, durch Schaffung von geeigneten Plätzen und Sportanlagen, die Leibesübungen aller Art zu fördern, schenkt man in letzter Zeit der ,, Menschenwirtschaft", einem in der Nachkriegszeit leider start vernachlässigten Gebiet, wieder mehr Beachtung. Zum Wohle unseres ganzen Volkes ringt sich immer mehr die Erkenntnis durch, den Arbeiter durch eine vernünftige Gesundheitspflege und Aufflärung, mit anderen Worten eine sachgemäße Arbeitshygiene und Arbeiterschutz, vor den ihn in der modernen Industrie und Wirtschaft besonders bedrohenden Gefahren zu bewahren. Um über das umfangreiche Gebiet der Gesundheitspflege das notwendige Anschauungsmaterial in Gestalt von Bildtafeln, Lichtbildern, Modellen, Wachsnachbildungen, Büchern usw. in mustergültiger. Weise zu schaffen, hat sich das Deutsche HygieneMuseum durch seine Lehrmittel- Werkstätten mit allen Kräften in den Dienst der Sache gestellt und bereits umfangreiches Material über Anatomie und Biologie, Geschlechtskrankheiten, Säuglingspflege, Arbeitshygiene- Arbeiterschutz, die Alkoholfrage, über ansteckende Kinderkrankheiten, Sporthygiene usw. folgt in diesen Wochen, somit die Zusammenstellung weiterer Samm= lungen nicht beendet ist. Durch dieses Anschauungsmaterial, welches, dem Zweck entsprechend, sehr billig abgegeben wird, haben Städte und Gemeinden, aber auch Bildungs- und Wohlfahrtsvereinigungen der Industrie, die Möglichkeit sich dieses wichtige Material zu verschaffen, mit dessen Silfe es möglich ist, weiteste Volkskreise für selbständiges hygienisches Denken zu gewinnen. Beim Vertrauensmann des Deutschen Hygiene- Museums in Köln, Nußbeumerstr. 3 befindet sich eine Auskunftstelle. Verschiedenes. Am 16. Juni ds. Js. findet seit langer Zeit zum ersten Mal wieder eine umfangreiches Volfs-, Berufs- und Betriebszählung statt. Die letzte war im Jahre 1907. Nach den großen Umwäl zungen der Kriegs- und Nachkriegsjahre sind überall die Maßstäbe zur Beurteilung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse verloren gegangen, und es besteht deshalb ein dringendes Bedürf= nis nach einer gründlichen Inventur. Die Umstellung der Kriegs- auf Friedenswirtschaft ist nun soweit fortgeschritten, daß man eine Bestandsaufnahme wagen kann. Sie wird als Grenzscheide zwischen dem alten und neuen Deutschland von allergrößtem volkswirtschaftlichen und wissentschaftlichen Interesse sein. Aus diesem Grunde ist sie auch umfassender als alle bisherigen derartigen Aufnamen und stellt an die Bevölkerung sowohl wie an die Zähler und Bearbeiter der Zählung große Anforderungen. Gezählt wird: 1. die Bevölkerung, und zwar jede einzelne Person, 2. die Betriebe, landwirtschaftliche sowohl wie gewerbliche, auch solche von kleinstem Umfang. Die Bevölkerung wird mittels einer Haushaltungsliste erfaßt, die Betriebe mittels Landwirtschafts- und Gewerbebogen. Hier sei zunächst einmal nur von der Haushaltungsliste die Rede. Wie bei allen Volkszählungen sind darin Angaben für Schöne volle Körperform. durch Ma Groeßers Kraftpulver jede zu der erfaßten Haushaltung gehörigen Person zu machen. heren Zählungen. Sie erstreckt sich auf 1. Vor- und Zuname, Die Art der Erfragung ist aber eingehender als bei den frü 2. Stellung im Haushalt( ob Vorstand, Ehefrau, Kind, Dienstmädchen usw.), 3. Geschlecht, 4. Geburtstag und Jahr, 5. Staatsangehörigkeit, 6. Muttersprache( außerdem bei fremder Muttersprache, ob Deutsch verstanden wird), 7. letter Wohnsitz vor dem Kriege( Gemeinde und Landesteil), 8. Religion, 9. Beruf( möglicht genau; also z. B. nicht Kaufmann, sondern Lederhändler und Stellung im Beruf, ob selbständig, Angestellter, Arbeiter oder Geselle, 10. Ort und Name der Firma und des Betriebes, in dem der Betreffende seinen Beruf ausübt( ob Bauerngut, Farbenfabrik usw.), 11. ob arbeitslos, bezw. arbeitslos wegen Krankheit, 12. Nebenberufe und Stellung im Nebenberuf. Bei der hohen Bildungsstufe unserer Bevölkerung steht zu erwarten, daß auch diese Zählung trotz ihrer großen Anforderungen gelingen wird. Immerhin darf noch einmal die Bitte ausgesprochen werden, nicht durch Gleichgültigkeit oder eine falsche Furcht das Zählgeschäft zu erschweren. Die Tätigkeit des Zählers erfolgt ehrenamtlich. Jeder einzelne von uns ist diesen wackeren Männern und Frauen, die sich in den Dienst eines solchen Kulturwerks stellen, zu größtem Dank verpflichtet, der sich am besten äußert, wenn wir durch gewissenhafte und sorgfältige Ausfüllung der Zählpapiere die schwere Arbeit des Zählers nach Kräften erleichtern. Es wird immer wieder betont, daß alle Angaben nur zu rein statistischen Zwecken, also vor allem nicht zu steuerlichen Zwecken verwendet werden. Darauf möchten wir auch hier nochmals mit allem Nachdruck hinweisen. In Hessen gehen die ausgefüllten Zählpapiere alsbald über die Kreisämter dem statistischen Landesamt( Zentralstelle für die Landesstatistik) in Darmstadt zu, wo sie für das ganze Land bearbeitet werden. Die Zentralstelle hat nun immer ihre Ehre darein gesetzt, über die ihr zugehenden persönlichen Angaben aufs strengste das Amtsgeheimnis zu wahren. Sie hat bisher, um der Statistik ihren Kredit im Lande zu erhalten, jeder Behörde und jeder Privatperson Auskünfte über persönliche Verhältnisse rundweg verweigert. Sobald die Zählung verarbeitet ist, werden sämtliche Papiere vernichtet. Es besteht also kein Grund, mit den geforderten Angaben zurückzuhalten. Je bereitwilliger sich die gesamte Bevölkerung in den Dienst der Zählung stellt, desto mehr steht zu hoffen, daß die aufgewendete Mühe nicht umsonst war, und daß sich aus der Fülle der Zahlen ein klare Bild von der gegenwärtigen Struktur unserer Bevölkerueng und Wirtschaft gewinnen läßt. Literarisches. „ Der Alpenfreund", 6. Jahrgang 1925. Alpenfreund- Verlag A.-G. München, Amalienstraße 9. Preis vierteljährlich 3,-M, Einzelheft 60 Pfg. Das 8. Heft dieses Jahrganges der illustrierten Halbmonatsschrift ,, Der Alpenfreund" zeichnet sich durch besondere Reichhaltigkeit aus. Die Kunstbeilage„ Der Wagenstein im Nebel" fesselt das Auge durch die außerordentlich ge= lungene Aufnahme und die eigenartige Plastik. Jeder Freund der Berge und der Natur wird in diesem Hefte reiche Freude und Anregung finden.( Probehefte der empfehlenswerten Halbmonatsschrift sind durch alle Buchhandlungen oder durch den Verlag selbst zu beziehen.) Kein Haus. Dr. Sidier's Siwalin e Hist halt ohne f. Wunden aller Art. Geradezu eine Wohltat f. Beimleidende. Ein Versuch überzeugt. Ersatzm. zurückw. Taus. v. Anerkennungsschreiben. Erhältlich in den Apotheken. Dr. Sidler& Co., G. m. b. H. Freiburg 1. Br. Holzverkauf. in 6 bis 8 Wochen bis 30 Pfund Zunahme Garantiert unschädlich. Aerztlich empfohlen. Streng reell! Viele Dankschr. Preis Karton Ca. 55 cbm Kiefern- und Fichtenblochware mit Gebrauchsanweisung Mk. 3.-. Hirsch- Apotheke Frankfurterstrasse 4. 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