Giessener Zeitung い 1. ( neueste Nachrichten) e-, und and Hai. ätsHazu g ennen gender e nicht t und eigen, währte opf" Sorten - Haar andeln. ahlem. opf" mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Str. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Südanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen. Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30 mm brette Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfa. Lokal " 11 90 " 1 " 1 Reklamezeile Donnerstag, den 16. April 1925. Zurück zur privaten Wohnungsversorgung. Anläßlich des bevorstehenden Inkrafttretens der neuen Berliner Bauordnung hat der Kommerzienrat Georg Haberland, Berlin, bekanntlich einer der besten Kenner des Grundstückmarktes, soeben eine Schrift„ Wohnungsversorgung und Bauordnung" herausgegeben, die sich gegen diese neue Bauordnung richtet. Dieselbe befaßt sich zwar nur mit Großberliner Verhältnissen, dürfte sich jedoch in zahlreichen Punkten auch auf die Verhältnisse in vielen anderen deutschen Städten übertragen lassen. Haberland kommt zu dem Ergebnis, daß die gegenwärtige Bautätigkeit mit öffentlichen Mitteln unter allen Umständen nur ein Uebergang sein könne und daß man eine möglichst rasche Rückkehr zu der zwar viel angefeindeten, aber doch altbewährten privatwirtschaftlichen Bautätigkeit anstreben müsse. Wir entnehmen dieser Schrift die nachfolgenden Ausführungen: Die Frage, wieviel Wohnungen gegenwärtig noch in GroßBerlin fehlen, ist eine sehr umstrittene. Die Angaben schwanken zwischen 100 und 200 000. Man legt ihnen meist die Zahl der= jenigen zugrunde, die bei den Wohnungsämtern als Wohnungssuchende eingetragen sind; zurzeit sind dies über 200 000. Zweifellos gibt diese Zahl einen gewissen Anhalt, doch hat sie feinen Anspruch auf Zuverlässigkeit. Manche Wohnungsbewerbungen sind vielleicht nicht ernst gemeint, dagegen wohnen zahlreiche junge Ehepaare bei ihren Eltern und sind nicht nur wegen des Mangels einer Wohnung außerstande, einen eigenen Hausstand zu begründen, sondern weil ihnen die nötigen Mittel dazu fehlen. Wenn junge Paare vor dem Kriege heirateten, so war die Regel, daß der Mann einige Ersparnisse hatte, und daß die Wohnungseinrichtung meist zur Aussteuer der Frau ge= hörte. Heute sind nur die wenigsten in der Lage, ihre Töchter in dieser Weise auszustatten. Die Ersparnisse sind durch die Inflationszeit verschwunden. Kapitalien anhäufen können nur die gewerblichen Kreise und auch diese nur bei der allgemeinen Wirtschaftslage in beschränktestem Umfange. Der große Kreis der Arbeiter und Beamtenfamilien und viele Angehörige der freien Berufe leben von der Hand in den Mund. Aus diesen Bevölkerungsschichten können sich nur wenige junge Ehepaare in die Wohnungslisten eintragen lassen, da sie gar nicht in der Lage sind, die Mittel für die Begründungen eines neuen Hausstandes aufzubringen. Die Wohnungen sind daher heute mehr übervölkert als sie es je vor dem Kriege waren. Der normale Wohnungsbedarf für Groß- Berlin war vor dem Kriege 10 vom Tausend der Bevölkerungszahl, also rund 40 000 alljährlich. Wenn heute weniger Wohnungen alljährlich gebraucht werden, so geschieht dies eben auf Grund der mißlichen wirtschaftlichen Lage der Bevölkerung und zum Schaden der Volksgesundheit, die nach verschiedenen Richtungen leidet. Einmal durch die Uebervölkerung der Wohnungen, ein anderes Mal dadurch, daß die Wohnungsverhältnisse eine Einschränkung in der Vermehrung der Bevölkerung notwendig machen. Man 10 " 120 " Nr. 44| 45. hat einmal in früheren Jahren Regeln aufgestellt, wie groß die Normalbelegschaft einer Wohnung oder eines Zimmers sein darf. Wenn man heute eine genaue Prüfung dieser Belegziffer vornimmt, würde man wahrscheinlich zu Zahlen kommen, die weit ungünstiger als diejenigen der Vorkriegsjahre sind. Die Wohnungsnot und die Wirtschaftslage beeinflußt naturgemäß auch die Zahl der Eheschließungen, die einen erschreckenden Rückgang erfahren hat. Die Zahl der Eheschließungen war in Groß- Berlin 1914 38 670 1922 47 665 • 1923 1924 41 493 30 647 Was man vor dem Kriege als alljährlichen Wohnungsbedarf auf Grund der Erfahrungen und der statistischen Zahlen von Jahrzehnten ermittelt hat, ist auch heute noch richtig. Der normale jährliche Wohnungsbedarf beträgt auch heute noch 10 vom Tausend der Bevölkerung, und man muß im Interesse des Wiederaufbaues unserer Wirtschaft und der Entwicklung des Vaterlandes wünschen, daß die Verhältnisse, welche die allgemeine Bevölkerung zwingen, in bezug auf Wohnung und auf Begründung des eigenen Hausstandes sich die schwersten Beschränkungen aufzuerlegen, sobald als möglich in Fortfall kommen. Hegen wir diese Hoffnung, so müssen wir damit rechnen, daß wir neben dem jetzigen bei den Wohnungsämtern angemeldeten wirklichen Wohnungsbedarf, der sicherlich mehr als 100 000 Wohnungen beträgt, alljährlich, wenn auch nicht sofort 40 000 neue Wohnungen gebrauchen. Es mögen im ersten und zweiten Jahr nur 30 000 sein, dann wird sich aber der jährliche neue Wohnungsbedarf auf 40 000 und mehr erhöhen. Dabei muß noch berücksichtigt werden, daß bei diesen Berechnungen ein Faktor völlig außer acht gelassen ist. Eine größere Anzahl Familien ist noch in Baracken untergebracht, in Fachwerksbauten, in Kellerwohnungen, in sehr alten Häusern, die dem Verfall nahe sind. Auch für diese muß in absehbarer Zeit neuer Raum geschaffen werden. Wieviel Wohnungen hierfür alljährlich nötig sind, darüber läßt sich genaues Material schwer beibringen. Man wird indessen diesen Bedarf keinesfalls überschätzen, wenn man die Zahl auf 5000 im Jahr bemißt. Was entsteht demgegenüber jetzt an neuen Wohnungen? Eine Neuerstellung von Wohnungen ist nur möglich mit Hilfe öffentlicher Mittel. Wir leben noch unter der Zwangswirtschaft. Die Mieten, welche von der Bevölkerung jetzt gezahlt werden, betrugen bisher zwei Drittel der Friedensmiete.( Ab 1. April 1925 ist dieser Satz um 10% erhöht.) Ausweislich der Statistik entfallen 85% aller Wohnungen auf die Kleinwohnung. Im Jahre 1918 hatte Groß- Berlin 1 142 525 Wohnungen, von denen allein 800 000 auf Wohnungen von Stube und Küche und zwei Stuben und Küchen kamen. Der durchschnittliche Mietpreis der Kleinwohnungen betrug für Stube und Küche 264 M, für zwei Stuben und Küche etwa 426 M pro Jahr. Davon zahlen die Mieter jetzt drei Viertel 198 M pro Jahr für Stube und Küche und rund 320 M pro Jahr für zwei Stuben und Küche. Schon diese Miete wird von den Mieterkreisen als eine außerordentliche Belastung empfunden, wie die Agitation der Mietervereine zeigt, die gegen jede Erhöhung der Mieten, die in absehbarer Zeit dem Friedensstand sich nähern sollen, Stellung nehmen. Daß neue Wohnungen, die zu solchen Preisen vermietet werden können, auf wirtschaftlicher Grundlage überhaupt nicht herstellbar sind, muß für jeden mit den Verhältnissen Vertrauten völlig klar sein. Dennoch ist es verlohnend, einmal an Hand von Zahlen festzustellen, wie hoch denn tatsächlich der Mietpreis einer neu erstellten Wohnung heute sein würde. Die Kosten einer Zweizimmerwohnung betragen in fünfstöckiger Bauweise heute einschließlich Grund und Boden und Straßenkosten, für die nur ein Betrag von zusammen 2000 M angenommen ist, 12 000 M. Rechnen wir davon nur 12%, so würde die zur Verzinsung notwendige Miete 1440 M betragen. Dazu kommen noch die laufenden Kosten der Unterhaltung des Hauses und der Wohnung, die früher für die Kleinwohnung 20% Friedensmiete erforderten, also etwa 85 M pro Wohnung und die infolge der Erhöhung der Steuern und Lasten des Hausbesizes jetzt höher sind und auf etwa 160 M pro Wohnung angenommen werden müssen. Also eine Wohnung von zwei Stuben und Küche würde tatsächlich 1600 M an Miete erfordern, also etwa das Vierfache des Vorkriegspreises. Dabei würde der Hauseigentümer, der die Wohnung vermietet, ein sehr schlechtes Geschäft machen. Er hätte keinerlei Rücklagen für Amortisation des im Hause investierten Kapitals, für Risiko an leerstehenden Wohnungen und dergleichen und würde keine andere Verzinsung erhalten als die, die er ohne Risiko und ohne Arbeit bei jeder anderen Kapitalsanlage haben könnte. Dabei ist hier die fünfstöckige Bauweise angenommen. Kommt man zu anderen Bauformen, wie die in den nächsten Kapiteln beleuchtete Bauordnung es vorsieht, so ist der Preis der Wohnung ein noch höherer. Nun versucht man für diese Verhältnisse einen Ausgleich zu schaffen, und zwar dadurch, daß man einen Teil der Baukosten aus der Hauszinssteuer zum Zinssatz von 3% mit 1prozentiger Amortisation gewährt. Die Baukosten sind in den letzten Monaten außerordentlich gestiegen. Sie betrugen bis zum Ende des verflossenen Jahres 150 bis 160% der Friedensbaukosten. Zu jener Zeit gewährte man etwa die Hälfte der Baufosten als Hauszinssteuerhypothek. Man beabsichtigt, mit der Erhöhung der Baukosten auch die Hauszinssteuerhypotheken zu erhöhen, und man wird zurzeit mit 7000 M Hauszinssteuerhypothek rechnen können. Dann gestaltet sich das Erempel wie folgt: Diese 7000 M sind mit 3% verzinslich und mit 1% amortifierbar. Dies ergibt Die restierenden 5000 M mit 12% wären 280 M 600 M insgesamt 880 M wozu allerdings noch die Unterhaltungskosten von Haus und Wohnung, rund 160 M kommen, die natürlich die gleichen bleiben. Also die Zweizimmerwohnung würde immerhin noch unter diesen Verhältnissen 1040 M, also nicht ganz die zweieinhalbfache Friedensmiete erfordern; ein Preis, der für die arbeitende Bevölkerung und für die Beamtenkreise nicht erschwinglich ist. Trotzdem sind im letzten Jahre durch die Tätigkeit der Wohnungsfürsorgegesellschaft in Berlin rund 10 000 Wohnungen entstanden. Wenn man indessen glaubt, daß alle diese Wohnungen den Kreisen zugute kommen, die das Hauptfontingent der Wohnungssuchenden bilden, so befindet man sich in einem Irrtum. Ein Teil der Wohnungen, die entstanden find, ist von gemeinnüßigen Gesellschaften erbaut, deren Zweck es ist, für einen bestimmten Kreis Wohngelegenheiten zu be= schaffen. Es sind dies die von der Reichsbank, von der Reichsbahn, von der Post, von den Reichs- und Staatsbehörden ins Leben gerufenen gemeinnügigen Gesellschaften, die ihre Tätigkeit auf folgender Grundlage aufbauen: Sie erhalten von der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte eine erste Hypothek zum geringeren Zinsfuß als dem= jenigen, den die Pfandbriefanstalten verlangen müssen. Die Reichs- und Staatsbehörden gewähren für ihre Beamten gering verzinsliche Arbeitgeberdarlehen und an letzter Stelle steht dann die Hauszinssteuer. Auf diese Weise wird es möglich, eine Wohnungsfürsorge für diese eng begrenzten nicht bemittelten Kreise auch unter heutigen Verhältnissen in die Tat umzusetzen. Auch einzelne Industrieunternehmungen, wie Borsig, die A.E.G., die Gemeinnützige Heimstättenbau- Gesellschaft der Berliner Straßenbahn- Betriebs- G. m. b. H. haben nach dem Muster des Staates Wohnungen für ihre Arbeiter und Beamten geschaffen. Was an privater Wohnungsherstellung für die Allgemeinheit entstanden ist, beschränkt sich auf Wohnungen, bei denen die Mieter die Ueberteuerung durch Baukostenzuschüsse aufbringen. Es sind dies Wohnungen von 4, 3 und zum Teil auch von 2 Zimmern. Natürlich sind für die Unbemittelten diese Wohnungen ein unerreichbares Ziel, da sie nicht in der Lage sind, die Baukostenzuschüsse aufzubringen. In diesem Zusammenhang müssen auch die Siedlungen erwähnt werden, die in Einfamilienhäusern meist in Gruppenbauten errichtet worden sind. Derartige Häuser werden gewöhnlich zum Verkauf gebaut. Käufer rekrutieren sich teils aus Beamten, denen vermittels Arbeitgeberdarlehen der Erwerb des Hauses ermöglicht wird, teils aus den gleichen Kreisen, die in der Lage sind, Bauzuschüsse für Wohnungen zu zahlen und die es vorziehen, lieber ein Eigenheim zu erwerben, für welches die bar aufzuwendenden Beträge meist nicht höher sind, als für die mit Bauzuschüssen zu ermietende Wohnung. Die Wenn auch die ganze Art der bisherigen Neuherstellung von Wohnungen nicht direkt den Kreisen zugute kommt, die den Hauptbedarf des Wohnungsmarktes darstellen, so entlasten sie immerhin den Wohnungsmarkt und schaffen mit der Zeit durch das Leerwerden von verhältnismäßig billigen Wohnungen in älteren Häusern Raum für die allgemeine Bevölkerung. Bei dem geschilderten großen Wohnungsbedarf ist dies natürlich alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wohnungsmangel muß angesichts des alljährlich neu eintretenden Wohnungsbedarfs ständig ein größerer werden, und mit der Schaffung von 10 000 Wohnungen im Jahre ist eine durchgreifende Abhilfe nicht möglich. Dazu kommt noch eins: die Grundlage der Schaffung dieser 10 000 Wohnungen ist die Hauszinssteuer, die sehr umstritten ist, weil sie nicht nur eine Belastung der Hausbesizer, sondern auch der Mieter darstellt, und weil der Staat diese Hauszinssteuer als eine ergiebige Einnahmequelle für die Staatsfinanzen betrachtet. Bei unseren ungewissen parlamentarischen Verhältnissen kann man nicht wissen, wie lange die Hauszinssteuer noch bestehen bleiben wird. Kommt sie aber in Fortfall, dann schwindet der einzige Faftor, der zurzeit überhaupt nur eine Herstellung von neuen Wohnungen ermöglicht. In früheren Jahrzehnten vor dem Kriege haben Staat und Gemeinde aus allgemeinen Mitteln der Steuerzahler keinerlei Opfer für die Wohnungsversorgung zu bringen brauchen, und man mag über die vorhandenen Kleinwohnungen denken wie man will, man mag mit Fug und Recht die Hintergebäude, in denen sich diese Wohnungen zum großen Teil befinden, bes kämpfen und sie nicht für eine hygienisch einwandfreie Wohnungsversorgung halten, jedenfalls aber verlangt es die Gerechtigkeit festzustellen, daß die Privatwirtschaft auch in der Lage war, Wohnungen für die Minderbemittelten zu schaffen, deren Preis sich im Verhältnis zum Einkommen der Mieter bewegte. Die Wohnungsfrage ist immer ein Teil der sozialen Frage gewesen und ebensowenig wie es bisher irgendeinem Lande ge= lungen ist, die soziale Frage restlos zu lösen, ebensowenig wird es möglich sein, den Teil der sozialen Frage, der die Wohnung betrifft, in einem Sinne der Lösung entgegenzuführen, die allen Idealen der Wohnungsreformer und der wohlmeinendsten Menschenfreunde entspricht. Soll man deswegen die Hände in den Schoß legen? Nein! Man hat die Pflicht, die Wohnungsverhältnisse der Bevölkerung zu bessern, wo und wie auch immer es möglich ist, denn in den Wohnungen wächst ein neues Geschlecht heran, von dessen Gesundheit das Wohl des Vaterlandes abhängt. M leider lastet i wir ge anspru Wohn scheide den V gehabt Inans Kreise fann zum Ganze tapital sen wi allem Dienst Maßna Vi versorg 1. di 2. dc 3. de 4. de Di es, die meist n fauf 31 bauung Plägen Wohnu Brill B bei Al BIEB G Da Nerven Gallenrhoiden liche B Terp . Die gering t dann , eine Ettelten usetzen. 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Wir werden, ob wir wollen oder nicht, wieder zu den Verhältnissen zurückkehren müssen, die wir vor dem Kriege gehabt haben, nämlich zu einer Wohnungsversorgung, die ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel, der Privatinitiative aller Kreise den breitesten Raum läßt. Alles was wir jetzt tun, kann nur eine Uebergangswirtschaft darstellen. Je früher wir zum Normalstand zurückkehren, desto besser dienen wir dem Ganzen. Bedürfen wir aber der Mitwirkung des Privattapitals oder sogar seiner ausschließlichen Betätigung, so müssen wir für diese Betätigung einen Anreiz schaffen und vor allem uns hüten, diejenigen Kreise, die vor dem Kriege in dem Dienst der Wohnungsversorgung standen, durch irgendwelche Maßnahmen abzuschrecken. Wer waren diese Kreise? Vier Gruppen des Privatkapitals haben die Wohnungsversorgung bewirkt: 1. die gewerbliche Erschließungstätigkeit, 2. das Bauunternehmertum und die Baugewerbetreibenden, 3. der Hausbesitz, 4. der Realkredit. Die Aufgabe der gewerblichen Erschließungstätigkeit war es, die im Besitz von Ackerbürgern und Gärtnern befindlichen meist nicht selbständig verwertbaren rohen Ländereien durch Ankauf zu einem Ganzen zu vereinigen, die Aufstellung der Be= bauungspläne herbeizuführen, die Anlage von Straßen und Plägen zu bewirken, kurz Bauplätze zu schaffen, welche für das Wohnungsbedürfnis früher oder später notwendig waren. VielBrillant ereme Büdo Terpentinolware No 20 fach haben solche Gesellschaften auch, da sie ein dringendes Interesse an der Entwicklung des von ihnen zu erschließenden Gebiets hatten, selbst die notwendigen Verkehrsverbindungen geschaffen bezw. sich an der Schaffung dieser Verkehrsverbin= dungen in erheblichem Umfange finanziell beteiligt. ( Schluß folgt.) Literarisches. Das Frankfurter Messeplakat. In Ernst Hasse's 1885 erschienenen preisgekrönten Abhandlung über die„ Geschichte der Leipziger Messen"( in den Schriften der Fürstlich Jablonowski'schen Gesellschaft) ist einleitend auf die Tatsache hingewiesen, daß die Frankfurter Messen älter als die der Pleißestadt sind. Auch sonst fehlt es nicht an Belegen aus der historischen Handelsliteratur, die auf Grund gewissenhafter Studien das Faktum erhärten, daß Frankfurt a. M. nicht nur die„ Mutter aller Kaufmannsgewerbe" ist, wie Hans Sachs die Mainmetropole nannte, sondern auch die Mutter des deutschen Messewesens. In die reichbewegte Vergangenheit der Frankfurter Reichsmessen führt das Plakat für die diesjährige Frankfurter Frühjahrsmesse vom 19. bis 22. April 1925( Technische Messe vom 17. bis 22. April), das an die Erwähnung der Frankfurter Großmärkte in der berühmten Stadtanerkennungsurkunde vom 15. August 1219 anknüpt und gleichzeitig an die Privilegierung der„ Reichsmessen" durch das kaiserliche Reichs= oberhaupt erinnert. Der zugkräftige Entwurf des farbig, sehr delikaten Blattes stammt von Albert Fuß und wird gewiß allgemeine Beachtung finden. Es steht ihm gut an, daß das Plakat die Aufmerksamtkeit auf die gleich unterhaltsame wie sachlich wichtige Geschichte des deutschen Messewesens lenkt. Ihr Mann und Ihre Kinder tragen die Schuhe viel länger, wenn Sie das Schuhwerk mit dem guten Terpentinöl- Schuhpuz Büdo pflegen, denn Büdo macht das Leder weich und geschmeidig und erhält den Schnh in geradezu vorbildlicher Weise. Merken Sie sich deshalb Bubis Leibspruch: Pianos in nur hochwertiger Qualität, bei zeitgemässer Anzahlung und bequemen Teilzahlungen, liefert Offenbacher Pianoforte- Fabrik Alois Knauer& Co. Offenbach BIEBERERSTRASSE 5= a. Fernruf 2305 u. 2917. Langjährige schriftliche Garantiel An den Sonntagen vor Weihnachten, bleibt unser Geschäft geöffnet. Gesundung durch Sauerstoff. 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Marg hat in der erfolgreichen Verständigungspolitik des Londoner Abkommens den unbestrittenen Befähigungsnachweis für das Amt des Präsidenten erbracht. Seine Einstellung zu den inneren Verhältnissen kennzeichnet das Wort aus seiner Kölner Rede:„ Wir stehen erst am Anfang des Weges zum wahren Volksstaat." Marr besitzt als Staatsmann das Vertrauen der besonnenen Kreise Deutschlands und darüber hinaus der ganzen Welt. Dagegen gibt es nur einen Soldaten, keinen Staatsmann Hindenburg. Hindenburg wählen, heißt daher die extremen Kreise in den Sattel heben, die hinter seiner Kandidatur stehen. Sie wären es, die dann den politischen Kurs Deutschlands bestimmen würden. Deshalb alle Stimmen am 26. April für den erfolgreichen, überzeugten republikanischen Staatsmann Mary! Gebt nicht nur die Stimme für Mary, helft auch die Lasten des Wahlkampfes tragen. Zahlungen erbeten an das Bankkonto Volksblock bei dem Bankgeschäft Nauheim u. 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