ro Woche steProvision eder, der den insererSchileiten, BeTöpfe usw. bernimmt. Schäfer m.- Fabrik. ungsschinen, 1,250 bis Einscheiliefert dingung. Klopp, hinenfabr inland)., Solingen 40 den ten, Ge, grosse ragen etc. wände, Fulda Gl Telef. 661. Jalousien, etc. illigst. eter Provision ht. f Göhlenau ez Breslau. je gals G354 fer isse vorh. jarf, UnKr.Steg. Aufdruck st , Giessen. Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich fret Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Südanlage 21. Rebaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: Lokal 30 mm breite Petitzelle, Auswärts 30 Goldpfg. 11" 1 11 " 90 " " Reklamezeile 10 120 " 17 Donnerstag, den 14. Mat 1925. Nr. 57. Die Bedeutung des Privathausbesites für Staat, Volkswirtschaft u. Gemeinwirtschaft. Als Referat gehalten auf der Tagung des Verbandes der Haus- und Grundbesitzervereine für das rheinisch- westfälische Kohlenrevier am 10. Mai 1925 zu Aplerbeck von Dr. Ra a b= Essen. Die Umwälzungen wirtschaftspolitischer Natur, die sich in Deutschland in der Kriegs- und Nachkriegszeit vollzogen haben, lassen sich letzten Endes auf die einheitliche Formel zurückführen: Kampf des Staates um die Vorherrschaft über die Wirtschaft. Alles, was wir in der Kriegs- und Nachkriegszeit an Staatsund Munizipalsozialismus, an Zwangswirtschaft und Planwirtschaft, an Tarifpolitik und Zollpolitik erlebten und erleben, und die Art, in der es durchgeführt wurde, war und ist im tiefsten Grunde derDinge nichts anderes als das Ringen um eben diesen Vorrang, der seinen praktischen Niederschlag in der ganzen wirtschaftlichen Gesetzgebung der Kriegs- und Nachkriegszeit fand, das bewußte Ringen um das Ziel der Einräumung einer souveränen Machtstellung an den Staat, sei es in der Form einer verlangten Wirtschaftsdiktatur überhaupt, oder in der Form einer Schutz- und Hilfeleistung. der Es ist kein Zweifel, daß der sogenannte Wirtschaftslibera= lismus der Vorkriegszeit da, wo man zuviel von ihm erwartet hatte, versagt hat, und der moderne Parlamentarismus war gern bereit, den bisherigen Verlauf der Dinge zugunsten einer Abhängigkeit der Wirtschaft vom Staat, einer Politisierung der Wirtschaft, in andere Bahnen zu lenken. War es doch einer der bekanntesten Parlamentarier, Erkehenz, im Jahre 1924 in einem Aufsatz in der Hilfe" schrieb, daß ,, die Politik die Wirtschaft zu führen habe, nicht aber umgekehrt". Und wieweit diese Idee bereits Fuß gefaßt hat in den Kreisen hervorragender Wissenschaftler, die der Politik eine besondere Prägung geben wollen, mag u. a. hervorgehen aus einer Rede, die Professor Dr. Jäch, der geschäftsführende Vorsitzende der Deutschen Hochschule für Politik vor einiger Zeit hielt und in der er die These aufstellte: ,, Die Wirtschaft ist eine Funktion der Politit, ein Mittel, ein Teil, ein Instrument von der Politik." Wir, die wir bei aller grundsätzlich freiwirtschaftlichen Einstellung das freiwirtschaftliche Manchestertum nicht restlos verfechten, wissen aus Vernunft und Erfahrung, daß Politik und Wirtschaft nicht völlig von einander getrennt werden können. Wir sagen deshalb auch nicht, daß die Wirtschaftsführung unabhängig sei von jeder Politik, aber wir müssen aus derselben Erkenntnis heraus den Grundsatz voranstellen, daß der Politiker, der nicht zugleich ein Kenner der volkswirtschaftlichen Zusam= menhänge ist und seine Politik darnach orientiert, die Wirtschaft zum Zusammenbruch führt. Wer das heute noch nicht einsehen gelernt hat, trotz der reichen Erfahrungen in dem letzten Jahrzehnt, bei dem ist Hopfen und Malz verloren. Sagen Sie sich doch selbst, mit wieviel hunderten, wenn nicht tausenden von Rechtsvorschriften, Gesetzen, Verordnungen, Erlassen, Ausführungsvorschriften usw. ist nicht unser gesamtes Wirtschaftsleben überzogen worden, und wieviel unproduktive Arbeit mußte in Staat, Verwaltung und Einzelwirtschaft geleistet werden, um die Durchführung und Beobachtung dieses Gesetzeskomplexes zu gewährleisten. Und obwohl diese ganze wirtschaftspolitische Gesetzgebung eingestellt war auf den Standpunkt der Verbraucher, hat sie einen volkswirtschaftlichen Fortschritt nicht bringen können, ja noch nicht einmal vermocht, ihre gewollten sozialen Absichten zu verwirklichen. Wir hatten eine ausgedehnte Wuchergesetzgebung, die zwar zahllose ehrenwerte Existenzen in Handel und Landwirtschaft wegen ganz und gar in den Wirtschaftsverhältnissen begründet liegenden Vergehen vor den Kadi gezerrt, mit Geld und Ehrenstrafen belegt hat, aber den eigentlichen Schieber, Wucherer, Revolutions, Inflations- und Nachkriegsgewinnler haben wir nicht gefaßt. Wir haben jahrelang eine landwirtschaftliche Höchstpreispolitik getrieben, die im Verein mit einer rigorosen Steuergesetzgebung trotz der Entschuldung der Landwirtschaft von Hypotheken diese an den Rand des Ruins gebracht, die extensive Wirtschaft gefördert und uns in immer größere Abhängigkeit vom Ausland gebracht hat. Wir haben eine staatlichen Mietenreglementierung eingeführt, die auf Kosten weiter Kreise des Hausbesizes, der Mieterschaft und der Wohnungslosen wenigen großfapitalistischen Unternehmungen jahrelang enorme Gewinne zugeführt, wertvolle Häuser in Massen dem Spekulanten: und Ausländertum in die Hände gespielt, den Hausbesizer- und Sypothekengläubigerstand ruiniert, die Sparkassengläubiger und Versicherungsnehmer um ihr Kapital gebracht und den natürlichen wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen Finanzierung der Neubauten mittels der Rentenbezüge aus dem Althausbesitz in Form des Realkredits völlig gelöst und das private Unternehmertum in Form von Wohnungsbauabgabe und Mietzinssteuer mit ungeheueren Zinsverlusten und Geldzuschüssen von der eigenwirtschaftlichen Betätigung ferngehalten hat. Wir haben Mieterschutzgeseze und Wohnungserteilungsverordnungen eingeführt, die für eine fast ausschließlicheUnterbindung des Wohnungswechsels sorgten, eine weder dem Familienstande noch den Geldverhältnissen des einzelnen entsprechende widersinnige Wohnungsverteilung herbeiführten, indem sie, aller Bevölkerungsbewegung seit elf Jahren zum Troß, die im Jahre 1914 bestehende normale Wohnraumverteilung bis zur Stunde festhielten, zum Schaden von Staatsautorität, von Sitte und Sittlichkeit, von Hygiene, Volksgesundheit und Geburtenbewegung.- Und was an modernen Verordnungen nicht imstande war, diesen aus gesprochenen Staatswillen zu befunden, das wurde und wird auf Grund des berüchtigt gewordenen berühmten Paragraphen über dieDefinition der Polizeibefugnisse im allgemeinen Landrecht vom Jahre 1786 möglich gemacht. Mit seiner Hilfe wurden in der Zwangswirtschaft der Lebensmittel rollende Kartoffelwaggons zum Nachteil der Verbraucherschaft beschlagnahmt, und mit seiner Hilfe wird in der heutigen Wohnungswirtschaft dem zahlungsunfähigen, dem zahlungsunwilligen und dem schikanösen Mieter kostbarer Wohnraum kostenlos zum Nachteil der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Man hat die Zwangswirtschaft der Lebensmittel nicht beseitigt, als die sogenannte Notmarktlage vorbei war, sondern wegen ihres Mißerfolges in einer Zeit größter Anormalität auf dem Lebensmittelmarkt; und man baut heute die Wohnungsämter nicht ab, weil sie die gesezten Aufgaben nicht erfüllt haben, sondern hebt sie auf, trotzdem von Jahr zu Jahr die Zahl der unbefriedigten Wohnungslosen zugenommen hat. Und wenn sich heute Reichs- und Länderregierungen und politische Parteien zu einer besseren Einsicht durchzudringen suchen, geschieht es wiederum in einem Zeitpunkt größter Anormalität auch auf dem Wohnungsmarkte. Wahrhaftig, glänzender kann die Aufklärungsarbeit des organisierten deutschen Hausbesizes nicht gekrönt werden als durch diese Zugeständnisse politischer Ohnmacht. Wie auf allen Gebieten der Wirtschaft, hat natürlich auch hier der bisherige Verlauf der Dinge seine Ursache. Sie liegt begründet in der mangelnden Kenntnis wirtschaftlicher Zusammenhänge und dem Vorurteil gegen den städtischen Hausbesitz, in der Einstellung weiter Volkskreise, die auf eine geschickte, jahrelange Aufklärung von Pseudowissenschaftlern, Bodenrefor= mern, Sozialisten und der staatlichen Bürokratie zurückzuführen ist, die im Hausbesizer nur den Verwalter eigener Kapitalien sehen, der sich gewissermaßen durch eine ausgesprochene Tyrannis auf Kosten der Mieter bereichert, der in Verbindung mit einem üblen Spekulantentum durch höchstmöglichste Belastung seiner Werte die Preise für Grund und Boden, für Häuser und Wohnungen während der ganzen Zeit vor dem Kriege fortgesetzt in die Höhe getrieben habe. Für alles wurde er verantwortlich gemacht, für die Mietskasernen, für die überlebte Wohnweise, für die Einkommensverminderung. Ohne nähere Prüfung wurden die auf dem Gebiete des Wohnungs- und Bauwesens vor dem Kriege sicherlich vorhandenen Auswüchse verallgemeinert und auf sein Konto gebucht. Man sah nicht, daß man Ursache und Wirfung verwechsele, sah nicht, daß zwar das Haus im Gegensatz zum mobilen Vermögen sichtbarlich und zugriffsmölich war, aber mit der geringsten Verzinsung gegenüber anderen Wirtschaftsgruppen arbeitete, sah auch nicht, daß im Kriege durch enorme Mietnachlässe auch der Hausbesitzer von allem anderen abgesehen -die schuldigen Opfer gebracht. Noch mehr aber übersah man die große Bedeutung, die gerade dem städtischen Hausbesitz in seinen Beziehungen zu Staat, Volkswirtschaft und Einzelwirtschaft zukam. Zunächst seine Stellung im Staate. Der Hausbesizerstand gehört zweifellos überwiegend zum Mittelstande. Die Mehrzahl der Hausbesizer setzt sich zusammen aus Gewerbetreibenden, Handwerkern, Kleinbauern, also dem Kern des sogenannten selbständigen Mittelstandes. Diese Leute müssen Hausbesizer sein, damit sie vom Großkapital nicht ausgemietet werden. Zu dieser Gruppe hinzu tritt dann die Schicht der früher selbständigen Existenzen, die nach der Jahrzehnte Mühen und Arbeit ihre Ersparnisse in einem Häuschen angelegt haben, ihre legten Tage in Ruhe darin fristen möchten, um zu zehren von dem tätig Erworbenen, nach saurer, entsagungsvoller Lebensarbeit. Und schließlich die dritte Gruppe des sogenannten neuen Mittelstandes, der sich aus freien Berufen, Privatangestellten und Beamten zusammensetzt und ebenfalls ein Haus sein Eigen nennt. Gerade die hervorragenden Eigenschaften des Mittelstandes, seine Selbständigkeit, seine Seßhaftigkeit und die konservative Willenseinstellung, die gewissermaßen urtriebhaft mit dem Grund und Boden verwachsen ist, haben ihn stets als die stärkste Stütze des Staates, als das Bollwerk gegen Umsturz und Verneinung, und vor allem als das Fundament des Nationalstaates erscheinen lassen. Es wäre sicherlich naiv, im Wandel der Zeiten die seit Jahren bewirkte internationale Orientierung in Politik und Wirtschaft in allen Ländern der Erde leugnen oder gar bekämpfen zu wollen. Aber eben so sicher ist, daß wir aus unserem nationalen Grund und Boden die Kräfte ziehen und ziehen müssen, wenn wir unsere Aufgaben im innern und nach außen erfüllen wollen. Und deshalb wird mit Recht gesagt:„ Ein lebensfähiger, erwerbender Mittelstand, zu dem der Privathausbesiz gehört, ist und bleibt die unentbehrliche Grundlage jedes gesunden, geregelten Staats- und Gemeindewesens. Eine starke Schicht selbstän= diger, wirtschaftlich sicherstehender, mit dem Privateigentum verbundener Einzelexistenzen in der Mitte eines Volkes ist die stete Quelle seiner Stärke und Kraft und dessen nie versagende Stütze in guten wie in schlechten Tagen. Man verfolge zurück, welche wichtige Rolle das ansässige Bürgertum in der Geschichte des deutschen Volkes einnimmt, welche Bedeutung es für die Entwicklung der Kultur gewann, welche ungeheure Kraft und Leistungsfähigkeit es in den Tagen der Not entwickelte, eben weil es diese Kraft in ruhigen Zeiten sammeln konnte, und man wird die Verblendung der Führenden unserer Zeit nicht begreifen, die ihr sicherstes Fundament, ihre beste Stüße untergraben, die den Ast absägen, auf dem sie selbst sitzen." Seine Stellung in der Gemeinde. Der Hausbesig in Stadt und Land ist ohne allen Zweifel die wichtigste Zelle innerhalb der Gemeinde. Den Grundstock des Gemeindewesens bildet er. Er ist der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht. Er ist an die Scholle gebunden, kann in Zeiten der Not seinen Besitz nicht, wie das mobile Kapital, in bessere Gegenden entführen. Auf Gedeih oder Verderb hängt er mit dem Gemeindeleben zusammen. So heißt es mit vollem Recht. Wer nun irgend einen leisen Zweifel hierin setzt, der sei verwiesen auf die Städteordnung des genialen Freiherrn von Stein, der, obwohl begeistertster Verfechter des Selbstverwaltungsrechtes, der bürgerlichen Selbständigkeit, Freiheit und Unabhängigkeit trotz dieser Einstellung, oder richtiger gesagt, gerade wegen dieser Einstellung mit bewußter Absicht vorschrieb, daß ein bestimmter Teil der Stadtverordneten und Gemeindevertreter aus Hausbesitzern bestehen müsse. Stein hatte eben die bedeutsame Stellung des Hausbesizes in Staat und Gemeinde richtig erkannt und in Würdigung dessen, sowie seiner staatserhaltenden Jdee hier einen mächtigen Wall gegen die staatlichen und wirtschaftlichen Zersetzungsbestrebungen aufrichten wollen. Der Fall dieser Stellung war gleichbedeutend mit dem Eindringen der destruktiven zerstörenden Elemente in die Gemeindeparlamente. Es mag sein, daß vom Standpunkte des demokratischen Staatsideals sich der Steinsche Gedanke nicht mehr vertreten läßt. Aber letzten Endes gelten die Beweggründe für das Steinsche Prinzip heute noch genau so wie vor 100 Jahren. Mag sich der Hausbesiz tatsächlich in seiner Struktur geändert haben, daß aus dem rein eigen bewohnten Haus ein Mietshaus geworden ist: Niemand ist auch heute enger mit der Gemeinde und den Gemeindeaufgaben, dem Wohl und Wehe der Gemeinde verbunden, wie der bodenständige, im Hausbesig veranferte Mittelstand. Niemand ist durch das Mietverhältnis, durch den wirtschaftlichen Zusammenhang mit Handwerk, Handel, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft so unmittelbar verbun den, so abhängig und beeinflußt von allen diesen Schichten tref= fende wirtschaftlichen Konjunkturen, als der Hausbesiz. Darum ist die Forderung des organisierten Hausbesizzes berechtigt, wenn sie lautet: es entspricht der Gerechtigkeit, wenn der Hausbesig bei allen wichtigen Handlungen der Gemeinde, bei allen wichtigen Fragen, die an dieselbe herantreten, ein entscheidendes Wort mitzusprechen hat, ihm mit der maßgebende Einfluß auf die Gemeinde gewahrt bleibt, denn er hat zuletzt die Verantwortung zu tragen, hat dafür einzustehen und das sehen wir an den Gemeindeetats am deutlichsten wenn etwas fehl geht in der Gemeinde. Mit seinen Interessen sind die der gesamten selbständig erwerbenden Bürgerschaft verbunden, beide stehen und fallen miteinander. - In seiner Seßhaftigkeit unterscheidet sich auch der Hausbesizer von der überwiegenden Mehrzahl der Mieter, bei denen ein viel stärkerer Wechsel auch zwischengemeindlich stattfindet. Ihr kommunalpolitisches Interesse besteht nur so lange für die betreff möglic und U teile n tig. 3 Art st ihm zu befizer neueru Wasser auch a und V liche N feren Hausb seitigu durch mal ei Substa Ni Staat wirtsch gegen der St Wirtsch Al tung d wir im Reich Wohnz 3weden 15 Mil Hausbe Jahre 1 d. h. 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Und wenn gesagt wird, daß der Hausbesizer besondere Vorteile von den Gemeindeeinrichtungen habe, so ist das nicht richtig. Die Einrichtungen kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Art stehen genau so der Gesamtheit der übrigen Bürger wie ihm zur Verfügung. Eher ist das Gegenteil richtig: Der Hausbesitzer bezahlt allein den größten Teil aller Herstellungs-, Erneuerungs- und Instandhaltungskosten für Bürgersteig, Straße, Wasserleitung, Entwässerung aus eigenen Mitteln, trotzdem auch alle übrigen Gemeindemitglieder genau so daran teilhaben und Vorteile ziehen. Dazu kommt, daß der heutige wirtschaftliche Niedergang der übrigen Gemeindeglieder einen viel stärkeren Einfluß, eine viel größere finanzielle Gefahr für den Hausbesitzer darstellt, angesichts seiner Verarmung und der Beseitigung der Grundstücksrente, als es früher war, wo er doch durch angesammelte Rentenbezüge in der Lage war, auch einmal eine stärkere Belastung auf seine Schultern zu nehmen, ohne Substanzverluste zu erleiden. * Nicht minder wichtig als die Stellung zum Staat und im Staat ist die Bedeutung des Privathausbesizes für die Volks= wirtschaft. Hier tritt uns der Hausbesitzer vornehmlich entgegen als der Träger der Wohnungswirtschaft, als der Träger der Steuerwirtschaft und als der Arbeitgeber für bedeutende Wirtschaftsgruppen anderer Art. Als Träger der Wirtschaft geht die hervorragende Bedeutung des Privathausbesizes schon allein daraus hervor, daß wir im Jahre 1910 etwa 8,42 Millionen Gebäude im Deutschen Reich hatten, von denen etwa 6,31 Millionen vorwiegend zu Wohnzwecken und 2,10 Millionen vorwiegend zu gewerblichen Zwecken benutzt wurden; daß wir zu Beginn des Krieges rund 15 Millionen Wohnungen mit etwa 2,5 Millionen städtischer Hausbesitzer hatten. Bedenkt man, daß die Berufszählung vom Jahre 1907 insgesamt an männlichen Personen zählte: 2 500 974 landwirtschaftliche Unternehmer, 1 977 112 gewerbliche Unternehmer, 1 012 192 Handels- und Verkehrs- Unternehmer, 1 738 560 Beamte und freie Berufsangehörige, und 3 404 983 ohne Beruf und Berufsangabe, d. h. Erwerbstätige und Berufsselbständige, so ergibt sich ohne weiteres, daß neben den 2500 000 landwirtschaftlichen Unternehmern, 3 Millionen gewerblichen Unternehmern, 1,7 Millionen Beamten und freien Berufsangehörigen die 2 500 000 städtische Hausunternehmer = im sich sehr wohl als gleichwertige Wirtschaftsgruppe sehen lassen dürfen. Mögen nun diese 2,5 Millionen städtische Hausbesitzer nur im Nebenberuf und gewerbliche Unternehmer Hauptberuf sein, oder mögen sie Nur Hausbesizer sein, sie stellen wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich eine ebenso Einfluß beanspruchende Gruppe wie der Landwirtschaftsstand, der Gewerbe- und Handelsstand und der Beamtenstand dar und haben gar keine Veranlassung, zurückzustehen, wenn es sich darum handelt, ihre kommunalpolitischen, staatspolitischen und reichspolitischen Belange zu vertreten und zur Geltung zu bringen. Und welchen Kapitalwert repräsentiert der Hausbesitzer im Frieden? Nach Helfferichschen Schäzungen ein Drittel des ge= samten deutschen Nationalvermögens, nämlich etwa 120 Millarden Goldmark, die dem Hausbesig zur Eigen- und Fremdbewirtschaftung in den Häusern anvertraut waren. Diesen enormen Kapitalwert zu schaffen, zu erhalten und zu vermehren, war aber nur möglich, durch die im Individualismus und Liberalismus verankerten Triebkräfte. Die individuelle Entschlußkraft, die Bereitschaft zur Tragung des Risikos als privater Unternehmer, die Anpassungsfähigkeit der freiwirtschaftlichen Betriebsform war es, die diese Leistungen möglich machte; und so ist, eingedenk unserer enormen Städteentwicklung vor dem Kriege, bei der die Unterbringung der gewaltigen Menschenmassen vorzugsweise durch das private Bauunternehmertum geschah, diese als eine Kulturtat ersten Ranges be= rer Unternehmerschaft. Hierbei war der eigentliche und dauernde Kreditversorger für die Erhaltung und Belebung des Privathausbesizes das organisierte und unorganisierte private Kapital. Trotzdem hat man alles getan, um die Bedeutung der privatwirtschaftlichen Wohnungsvermietung und-erstellung herabzumindern. Daß nicht alles so ging, wie es wünschenswert gewesen wäre, lag sicher nicht am System, sondern an der Unstetigkeit und dem schnellen Wachstum unserer Städte. Will man hieraus dem privaten Unternehmertum den Vorwurf mangelnder Anpassungsfähigkeit machen, um daraus Bedenken gegen die freie Wirtschaft überhaupt herzuleiten, so müßte zunächst von den Anhängern des kommunalen und des gemeinnützigen Wohnungsbaues der Beweis erbracht werden, daß sie allen wirtschaftlichen Schwankungen und allen wirtschaftlichen Erfordernissen besser gewachsen seien. Bis heute ist dieser Beweis noch nirgends geführt, und wenn sich trotzdem die Woh= nungsproduktion in den letzten Jahren zugunsten der genossen= schaftlichen und gemeindlichen Wohnungserstellung verschoben hat, so ist dies nur zurückzuführen auf die bevorzugte Behand= lung, die man diesen Unternehmungsformen, insbesondere bei der Gewährung und Verteilung der Baukostenzuschüsse aus öffentlichen Mitteln gegenüber der Einstellung zum privaten Bauunternehmer an den Tag gelegt hat.( Trotzdem wird auch heute noch der Hauptkontingent vom Privathausbesitz gestellt.) Boltswirtschaftlich betrachtet, bedeutet das gegenwärtige Sy stem noch nichts anderes, als daß man Sozialpolitik treibt zugunsten gewisser Kreise auf Kosten der Allgemeinheit. Die ganze Dispens- und Kreditwirtschaft, wie sie durch die Wohnungsbauabgabe und die Mietzinssteuer geschaffen worden ist, ist letzten Endes nichts anderes, als eine fortgesetzte Defizitwirtschaft auf Kosten der Allgemeinheit und insbesondere auf Kosten des städtischen Hausbesitzes, der für die Steuerausfälle seiner Mieter mit seinem persönlichen Vermögen verhaftet ist. Mag man theoretisch streiten über die Frage der Notwendigkeit einer Zuschußwirtschaft zur Ueberwindung der Wohnungskriese, nicht leugnen läßt sich, daß mit ihr verbunden ist die weitgehendste Verwirklichung der Tendenz einer Kommunalisierung des Wohnungs- und Bauwesens. Mit um so größerem Nachdruck möchte ich daher an dieser Stelle auf die eindringliche Mahnung des verstorbenen Oberbürgermeisters Marx auf dem Dr. Oetker's Rote Grütze ist köstlich erfrischend an warmen Tagen! - nur Einfach, leicht und schnell stellen Sie mit Wasser nach der den Päckchen aufgedruckten Anweisung eine vorzügliche aromatische und nahrhafte Süsspeise her, die selbst den verwöhnten Geschmack befriedigt. Aufgetragen wird Dr. Oetker's Rote Grütze am besten mit Vanille- Milchsauce aus Dr. Oetker's Vanille- Saucenpulver. Dr. Oetker's Rote Grütze ist überall zum Preise von 12 Pfg. für das Päckchen zu haben. Verlangen Sie die beliebten OetkerRezeptbücher kostenlos in den Geschäften oder, wenn vergriffen, umsonst und portofrei von Dr. A. Oetker, Bielefeld. internationalen Wohnungskongreß in Wien hinweisen, wo er sagte: - - Nichts anderes sagte der heutige Innenminister Schiele einmal vor ein paar Jahren, nämlich: ,, Durch ein solche Art der Wohnungsreform wird nur die verruchte römische Sozialpolitik wiederholt, welche die alte Kultur zerstört hat, welche die abhängigen Massen bevorteilte auf Kosten der noch wirtschaftlich Selbständigen, die Großstädte auf Kosten der Provinz, die Steuerfreien auf Kosten der Steuerfräftigen, die lohnarbeitende, konsumierende Klasse auf Kosten der Unternehmer, die Mieter auf Kosten der Eigentümmer, die Beamten auf Kosten der Freien und durch alles dieses das Leben endlich erstickt hat. Durch solche Sozialpolitik in der Wohnungswirtschaft würde ein immer größerer Teil des Wirtschaftslebens in Abhängigfeit vom Staate gebracht werden, bis endlich der Rest von freier Wirtschaftskraft die Riesenlast des Staates nicht mehr tragen könnte. Erkenne man daher die fundamentale Bedeutung des deutschen Hausbesizes als Träger der Wohnungswirtschaft." ( Schluß folgt.) - - - sind aber auch eine Reihe von öffentlichen Körperschaften zu verzeichnen, die die Bedeutung der Verkehrswerbung voll er,, Die Kommunalisierung des Wohnungsbaues kannt haben. So hat die Stadt Mainz, wie ihr Vertreter im wozu ich ist ein Traum und nicht| Vorstand, Herr Verwaltungsdirektor Schäfer, mitteilen konnte, auch die Finanzierung rechne ist ein Traum und nicht einmal eine schöner, fämen doch damit die besten Kräfte des dem Hessischen Verkehrsverband 500 M, der Kreis Alzey 200 M überwiesen. Auf Anregung des Vorsitzenden, Bürgermeister Menschen, Unternehmungslust und SelbstverantwortlichAngermeier( Bensheim), der Vertreter der schönen Bergstraße teitsbewußtsein zu kurz." im Vorstand, soll der Vorstand durch je einen Kreisdirektor aus den drei hessischen Provinzen ergänzt werden, um ein engeres Zusammenarbeiten mit den Verwaltungsbehörden zu gewährleisten. Wiederholt mußte festgestellt werden, daß auch die Hotelbesitzer und Gastwirte sich den Bestrebungen der Verkehrsvereine gegenüber mit wenig Ausnahmen allzu zurückhaltend stellen. Ein Zusammenarbeiten, auch mit den Gastwirte- Organisationen wurde als sehr wünschenswert bezeichnet. In den Vorstand sollen weitere Vertreter des Gastgewerbes bis heute gehört lediglich der Herr Schellhaas( Lichtenberg), allerdings besonders rührig, dem Vorstande an aufgenommen werden.- Bei der diesjährigen Tagung des Deutschen Verkehrsverbandes, die in Wiesbaden und Düsseldorf Mitte August stattfindet, wird der Hessische Verkehrsverband laut Beschluß des Vorstandes durch den 2. Vorsitzenden, Dr. Roesener, vertreten sein. Die Frage des Ausbaues der Kraftpostlinien in Hessen wurde eingehend erörtert und ein etwas schnelleres Tempo in der Errichtung der für als dringend notwendig erkannten Linien für erforderlich gehalten. Auch heute war der Vorstand einstimmig der Auffassung, daß für das geplante Reichs- Kriegerdenkmal die geeignetste Stelle der Kirschberg bei Bensheim ist. -In Offenbach steht, wie Herr Beigeordneter Eißnert berichtet, die Gründung eines Verkehrsvereines mit selbständigem Büro unmittelbar bevor, in Worms wird der dortige Verkehrsverein nach dem Bericht von Direktor Dinges ein eigenes Reisebüro einrichten. Herr Dinges entledigt sich seines Auftrages zur nächsten Hauptversammlung des Hessischen Verkehrsverbandes nach Worms einzuladen. Der Vorstand beschließt einstimmig, dieser Einladung Folge zu leisten und hiermit dem besetzten Gebiete einen erneuten Beweis tätiger Anteilnahme zu geben. Auf möglichste Förderung des Verkehrs im besetzten hessischen Gebiet soll besonders Bedacht genommen werden. Nach mehrstündigen Verhandlungen, an denen sich außer den oben genannten noch die Herren Notar Stahl und Geschäftsführer Wallmann( Bad Nauheim) beteiligten, wurde die Sigung vom Vorsitzenden mit dem Ausdruck des Dankes für die liebenswürdige Aufnahme durch den Lichtenberger Hausherrn, Herrn Bürgermeister Schellhaas, geschlossen. Lokales. Lichtenberg i. O., 12. Mai. Am letzten Samstag hielt unter der Leitung seines Vorsitzenden Herrn Th. Stemmer der Vorstand des Hessischen Verkehrsverbandes dahier eine Sigung ab. Es gelangten eine größere Anzahl das Hessenland betreffender wichtiger Verkehrsfragen zur eingehender BehandTung. Wie der Vorsitzende zu allgemeinem Bedauern feststellen mußte, ist die Anteilnahme an den gemeinnützigen volkswirtschaftlichen so überaus bedeutsamen Bestrebungen der Verkehrsvereine leider noch keineswegs so allgemein, wie man es füglich sollte erwarten können. So haben auf eine Aufforderung des Hessischen Verkehrsverbandes, sich an den Verbandsbestrebungen zu beteiligen, einzelne hessische Kreise die Beteilgung ganz abgelehnt, andere nur ganz unzureichende Beiträge bewilligt. Auch manche Städte und Gemeinden, von denen man eine positive Mitarbeit sollte erwarten können, haben eine Beteiligung nicht zusagen zu sollen geglaubt. In erfreulichem Gegensaze hierzu Korpulenz macht all! Fettleibigkeit wird durch Groesser's Reduktionspillen beseitigt. Preisgekrönt mit goldenen Medaillen und Ehrendiplom Kein starker Leib, keine starken Hüften, sondern jugendliche schlanke, elegante Figur. Kein Heilmittel.Kein Geheimmittel. Garantiert unschädlich. Aerztlich empfohlen. Keine Diät. Viele Dankschreib. Pr. 4 Mk. Birsch- Apotheke Frankfurterstr. 4. - - 160 Guter Schlaf Die ZUKUNFT! Aufklärung über Ihr ganzes Leben, Gegenwart und Zukunft. Ein Führer. Monatsvoraus schau u. Jahresereignisse. 18 Seit. Tert gegen Einsend. von Mt 1.( Geburtstagsdat.erb.) Aftrol. 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