irk wird würdig. aulichen stes dent eiten tlich zu , Lagerherung.) mbedingt ältnissen ert Mark genauen te Nr. en. heit 40 jähr. ostenfrei. 30. guten chen nst uf eines tikels an len will, ich unter die Vers Blattes. e Beamte märe beeignet. malten koüre Nr. 7 ■ Caro, H., enau 101. sich eine -ünden? Sie Zeitsand- Haus" mergegen erl. nn r für ge Säcke, ht. er G. 262 d. d. Ztg und eidung ster frei. ,£.50. egr. 1897 ner her ar. Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugsprets: 60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bet obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expeomion: Sudanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1788. Anzeigenpreise: 30 mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg Lokal 11 " 1 90 Reklamezeile " " Donnerstag, den 9. April 1925. Wirtschaftliche Rundschau ( Zusammenfassende Uebersicht über die deutsche Wirtschaftslage.) ( Nachdruck verboten.) Allgemeine Lage. Nach den heute vorliegenden Berichten schreitet die Besserung der Wirtschaftslage nur sehr langsam vorwärts, zumal das Preisniveau den Wettbewerb mit dem Ausland und die Hebung des inländischen Konsums erschwert. Sehr geklagt wird weiter über die Unsicherheit des Zahlungsverkehrs, die teilweise unhaltbare Formen angenommen habe. In allen Berichten wird eine Herabsetzung der Steuern zur Aufrechterhaltung der Konkurrenz auf dem Weltmarkt als notwendig bezeichnet. Staatswirtschaft. Der Monat März hat die günstige Entwicklung der Reichseinnahmen fortgesetzt, sie stiegen wieder fast um 20 Prozent über die Einnahmen des Februar. - Geldmarkt. Der Geldmarkt ist ziemlich stabil. In der Hereinnahme von Auslandskrediten hat sich das Tempo verlang= samt. An der Börse herrscht eine Mutlosigkeit, wie sie vor dem Kriege selbst in den Zeiten einer schweren Krise niemals zu be= obachten war. Bei vollkommen stagnierendem Geschäft fehlt es nach wie vor an Kauflust. - - Handel, Gewerbe und Industrie. Wenn die Entwicklung der deutschen Außenhandelsbilanz sich in dem Ausmaße wie bisher fortsetzt, dann bringt uns das Jahr 1925 ein Passivsaldo unseres Außenhandels, das die Zahlen von 1924 weit hinter sich läßt. Für den Durchschnitt des März ergibt sich ein Rückgang der Großhandelsinderziffer um 15 Prozent. Seit Jahresbeginn sind 2163 Konkurse gegen 1977 im vorhergehenden Quartal und 132 Konkurse im ersten Vierteljahre 1924 eröffnet worden.- Bei Krupp rechnet man mit einer starken Arbeitseinschränkung und weitgehenden Arbeiterent assanger, da die Umstellung der völlig auf Kriegsmaterial aufgebauten Werke mehr als 100 Millionen Mark Unkosten beansprucht haben soll. Bei der Ver= gebung der Elcfirisierungsarbeiten in Irland sollen deutsche Firmen ganz besonders Berücksichtigung finden. Brasilien plant zur Erweiterung des Eisenbahnnetzes den Bau von vier neuen Bahnen. Für diesen Bau kommen in der Hauptsache deutsche Firmen in Betracht. Für den Bau eines Hafens an der Mündung des Suezkanals fiel die Wahl auf eine deutsche Firma. Das Angebot war konkurrenzlos. Verhandlungen zur Erneuerung des 1925 abgelaufenen Zementsyndikates stehen vor einem günstigen Abschluß. Die Zementerzeugung nimmt weiter zu. Eine Verschmelzung der sieben zum Anylintonzern ge= hörigen Werke ist im Gang. Die Außenhandelsstelle der Eisenbahnwagen und die Außenhandelsnebenstelle für Korkindustrie sind ab 1. April aufgehoben worden. Das deutsch- belgisch- luxemburgische Handelsprovisorium ist dem Abschluß nahe. Auf der der am 1. April abgehaltenen Stuttgarter Industrie- und HanDeutschdelsbörse blieben die Preise abermals unverändert. land ist heute der bei weitem größte Kunde der Tschechoslowakei. - - - - 10" 120 Nr. 42. Der Reichsverband der Zigarettenfabriken hat sich für ein Zwangssyndikat in der Zigarettenindustrie ausgesprochen. Kohlen. Der Ruhrbergbau befindet sich auch weiterhin in sehr kritischer Lage. Die allgemeine Kohlenkrise hat in Deutschland zu einem scharfen Konkurrenzkampf der einzelnen Kohlenreviere geführt. Der Weltkohlenmarkt weist ebenfalls ein wenig befriedigendes Bild auf. Die holländischen Eisenbahnen haben mit Wirkung ab 1. April die Tarifvergünstigung für den Transport Die vom deutscher Kohlen durch Holland fortfallen lassen. Mitteldeutschen Braunkohlensyndikat vorgesehene Preiserhöhung für Rohbraunkohle tritt infolge Einspruchs des Reichswirtschaftsministers nicht in Kraft. Holzmarkt. Aus den Vorgängen bei den letzten Nadelstamm= holzverkäufen erhielt man den deutlichen Eindruck stark geschwächter Kauflust. Die Sägeindustrie arbeitet energisch daran, die Preise auf einen den Schnittwarenwerten entsprechenden Stand zu bringen. Der Nadelschnittwarenmarkt ist immer noch von einer Unsicherheit beherrscht, unter der in erster Linie die Preisbildung zu leiden hat. Die Geldbedürftigkeit zwingt namentlich kleinere Werke immer wieder zu Notverkäufen zu gedrückten Preisen. Baumarkt. Im Vorjahre wurden im ganzen Reiche 18 208 Wohnungsbauten und 6828 Fabrik- und sonstige Bauten gemeldet. Im Jahre 1923 waren 5960 bezw. 3062 gezählt worden. - Warenmarkt. Die geringe Unternehmungslust an den Warenmärkten hat auch in der letzten Zeit angehalten. Die Umsätze steigen nicht über das Maß der unbedingt nötigen Bedarfs= eindeckungen hinaus. Die etwas festere Stimmung am Eisenmarkt hat angehalten. Die Abrufe gehen befriedigend ein.- Der Kaliabsatz im März hat etwa 1,4 Mill. Doppelzentner betragen. Damit stellt sich der Absatz für das 1. Vierteljahr 1925 auf über 5 Mill. Doppelzentner gegenüber 8 Mill. im ganzen Jahr 1924. Ausstellungen und Messen. Bei der Leipziger Frühjahrsmesse hatten insgesamt 17 fremde Staaten mit 700 Ausstellern die Erzeugnisse ihrer Länder angeboten. Anläßlich der vom 19. bis 22. April stattfindenden Frankfurter Frühjahrsmesse läßt das Meßamt auch diesmal wieder große Sonderzüge zu ermäßigten Fahrpreisen verkehren.- Die diesjährige finnische Messe findet vom 1. bis 6. Juli in Helsingfors statt. Landwirtschaft. Mit Befriedigung kann festgestellte werden, daß die Wintersaaten im allgemeinen gut überwintert haben. Als besonders aussichtsreich werden frühzeitig bestellte Saaten angesehen. Die Frühjahrsfeldbestellung ist in vollem Gange. Produktenmarkt. Der neue Preissturz am amerikanischen und im Gefolge davon auch am englischen Markt hatte auch auf den deutschen Märkten eine Ermattung ausgelöst. Viehmarkt. Der Verkehr auf den Schlachtviehmärkten war im allgemeinen ziemlich flau. Nur beim Kleinvieh zeigte sich teilweise eine leichte Bewegung. Die Berichte der Auslands= märkte melden durchweg matte Tendenz bei weichenden Preisen. Verkehr. Das Reichspostministerium gibt bekannt, daß die Weiterentwidlung der Wirtschaft abgewartet werden müsse, ehe eine nochmalige Herabsetzung der Gebühren erwogen werden könne. Der Januar hat mit seinen schweren Stürmen eine ungeheure Zahl an Opfern von der Schiffahrt gefordert. Es werden aufgeführt: 133 Schiffe als Totalverluste, darunter 85 Dampfer. Es verloren: Amerika 23, England 20, Deutschland 6, Jtalien 5, Frankreich 11, Norwegen 6, Portugal, Schweden, Japan und Chile je 2, Dänemark, Aegypten, Spanien, Holland, Rußland und die Türkei je 1 Schiff. Arbeitsmarkt. Die Besserung in der Arbeitsmarktlage schreitet, wenn auch langsam, fort. Hierzu wird mitgeteilt, daß vielfach Aujiräge und Arbeiten nicht übernommen werden konnten, weil die dazu notwendigen ausgebildeten Facharbeiter nicht zu bekommen waren. Im übrigen wird auch darüber geklagt, daß für gewerbliche Facharbeiter zu wenig Lehrstellen vorhanden sind. Ausland. In der letzten Zeit mehren sich die Fälle, in denen ansehnliche Aufträge der deutschen Industrie im auslande den rufen. erspruch der Wetioewerber im bestellenden Land hervorEine bayrische Schürfgesellschaft hat in Tirol ein Braunkohlenlager erschürft. Das Lager erstreckt sich auf eine bedeutende Länge. soll eine Brikettfabrik gebaut werden. Infolge der schlechten Absatzmöglichkeiten haben die englischen Kohlenexporteure Kampfpreise gegen die deutsche Kohle in Oesterreich eingeführt. Auch die Ruhrzechen liefern bereits um 2,5 Mark billiger. Der englische Großhandelsinder ging im März um 3,6 Prozent zurück, der Inder für Nahrungsmittel um 5,3 Prozent. Die englische Kohlenkrise übersteigt noch den Umfang der deutschen. Eine Delegation der Sowjetrussischen Handels- und Industriebank soll direkte Kreditverbindungen mit Deutschland, Frankreich und England aufnehmen. Der französische Franc setzte seine Abwärtsbewegung an den Börsen fort. - www. - Das Problem - der deutschen Gliedstaaten. Die ,, Allgemeine Zeitung Chemniz" hat eine Reihe bekann= ter deutscher Persönlichkeiten. gebeten, zu der Frage:„ Sind die mittel- und norddeutschen Gliedstaaten daseinsberechtigt?" ausführlich Stellung zu nehmen. Ueber dieses Thema schreibt u. a. der Historiker Prof. Dr. Erich Mards- Berlin: „ Ich habe die Schonung und Pflege des Sonderlebens, das den Bismarckschen Reichsbau bezeichnet, entsprechend empfunden; ni werden wir, ohne schwerste Verluste, ohne die Verlegung unse rer eigensten Eigenart, einen französischen Zentralismus auf uns nehmen können. Aber die norddeutschen Einzelstaaten neben Preußen halte auch ich heute für innerlich tot. Sie haben kein Rückgrat, feinen eigenen Lebenstrieb mehr und können nicht mehr in sich selber leben. Sie sind, so fürchte ich, zu einer Belastung und zu einer Gefahr geworden; der Wegfall der Dynastien ist ihr Todesurteil gewesen. Ein einheitliches, d. h. unitarisches Reich ist noch nicht möglich. Süddeutschland hat seine stärkere Sonderart, mindestens Bayern; Württemberg, Baden und Hessen frage man erst danach und übereile nichts. In Norddeutschland aber ist Preußen nicht zu überspringen. Das Reich kann vorderhand nicht an seine Stelle treten, der einzige große staatliche Bau, den wir besitzen, dieser preußische, darf nicht zerschlagen und weiter zerrüttet werden, denn sein Halt ist für alles deutsche Dasein schlechthin unersetzbar. Der Gang der deutschen Geschichte bis 1866 war der der Einführung kleinerer Sonderstaaten in größere; so hat es Heinrich v. Treitschke in seinem„, Bundesstaat und Einheitsstaat" 1864 für die Vergangenheit festgestellt und für die Zukunft erwartet. Die nähere Zukunft, die Neugründung von 1866 und 1870, hat die Kleineren vor solcher Aufsaugung durch die Größeren, in der Ordnung des neuen Reiches, geschützt; 1918 aber hat die Entwicklung wieder losgebunden. Mag sein, daß sie schließlich zu einem einheitlichen Reiche mit starkentwickelten stammlichen Provinzen, zu einer Vereinigung. von einem Gesamtstaate und landschaftlichen Sonderleben, führen wird. Der Süden ist dazu, heute wenigstens, nicht reif und nicht geneigt, und auch des Südostens, Deutschösterreichs, dürfen wir bei solcher Erwägung nicht vergessen. Im Norden aber ist das Aufgehen der Sonderstaaten in Preußen das durch die Entwicklung Gewiesene: ihr Sonderdasein ist unberechtigt geworden, der Vorgang der Geschichte, die Aufnahme der früheren norddeutschen Sonderstaaten in den preußischen Großstaatsverband, zeigt die Wege; den anderen ist das trot notwendiger Reibungen und Verluste gut bekommen. Auch für Sachsen, Thüringen, Mecklenburg, Oldenburg, Braunschweig und den Rest kleinerer Staaten scheint die Uhr auf den gleichen Ausgang hinzudeuten. Ihre Sonderinteressen müßten gedeckt werden; natürlicher und ge= regelter werden ihre Kräfte dann im größeren Organismus wirken. Und auch für die Hansastädte gälte es, eine Deckung zu finden, die ihnen die freie Erfüllung ihrer Sonderaufgaben sichert ich wage darüber eine Meinung nicht zu sagen. Aber Preußen sehe ich ihn hindurchführen. Er liegt im Sinne der deutschen Geschichte." - Der Tübinger Historiker Prof. Dr. Johannes Haller schreibt: Kleinstaat und Mittelstaat pflegen in ihren Grenzen die Mittelmäßigkeit und drücken damit sich selbst herab. Sie züchten kleine Menschen, wie sie sie vertragen können, während der große Staat große Männer braucht, und durch die größeren Aufgaben, die er stellt, auch große Männer erzieht. Unsere Zeit aber fordert gebieterischer als jede andere, daß alte vorhandene Kräfte ausgenutzt und zur größtmöglichen Leistungsfähigkeit entwickelt werden. Dafür bilden die kleinen Staatswesen ein Hindernis. Statt also dem dringendsten Bedürfnis der Nation zu dienen, stören sie seine Erfüllung. Sie haben ihren Daseinszweck verloren. Eine Gruppe haben wir noch nicht genannt, die an der Fortdauer der Landesstaaten aus das stärkste beteiligt ist, das sind die Berufspolitiker, die die Mehrzahl der Landtagsabgeord= neten stellen. Mit ihrer Herrlichkeit wäre es aus, wenn der Landtag ihres Staates zum Provinziallandtag herabsänke und man als Parlamentarier in den Grenzen des eigenen HeimatDer Festkuchen nach Dr. Oetker's Rezepten gebacken, stellt jeden Kuchenfreund zufrieden. Versuchen Sie Korinthen- Kuchen. Wie billig sich der Kuchen stellt, kann jede Hausfrau selbst sehr leicht berechnen. Zutaten: 1 Pfd. Weizenmehl 1/2 Pfd Korinthen 6 Eier 1 Tasse Milch 50 g Zitronat( Sukkade) 2 Teelöffel voll Zimt 100 g Rosinen 1 Päckchen Dr. 1/2 Pfd. Butter Oetker's ,, Backin" 200 g Zucker Zubereitung: Die Butter rühre schaumig, gib Zucker, Eigelb, Mehl, dieses mit Backin gemischt, Milch hinzu und zuletzt die Korinthen, Zitronat, Rosinen, Zimt und den Eierschnee. 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E fransten wünsche ,, dem kl nach de segungen nicht un industrie Bevölker Mission neigt, i solAufflung Vortschen t die I und Med Staa Ihre O ge= smus ng zu aben Aber eder eibt: I die züch= O der Beren Zeit dene gkeit ein tion eins der das word= der und mat= landes nicht mehr die Möglichkeit hätte, Minister zu stürzen, oder selbst Minister, vielleicht gar Staatspräsident zu werden. Ob das nun für Land und Volk ein Unglück wäre, ist allerdings die Frage. Uns will scheinen, daß es nicht nur Vereinfachung, sondern geradezu Gesundung bedeuten würde, wenn der Plätze weniger würden, auf denen Intrige und Strebertum politischer Gernegroße zweiter und dritter Güte sich tummeln kann. Ist doch das Fortleben dieser Landesparlamente mit hohen staatlichen Attributen schon zur Komödie, ja zur Unwahrheit geworden, seit sie die Funktion nicht mehr üben dürfen, die nach der konstitiutionellen Staatslehre von jeher als die wichtigste jeder Volksvertretung galt: die Steuerbewilligung. Indem die heute geltende Reichsverfassung zu allen anderen Hoheitsrechten auch die Finanzhoheit auf das Reich übertrug, hat sie den Landesparlamenten ihren staatlichen Charakter und damit auch den Landesstaaten ihr Daseinsrecht genommen. Ganz folgerichtig spricht diese Verfassung denn auch nicht mehr von Bundesstaaten, sondern nur noch von Ländern. Es wäre ebenso folgerichtig, wenn diese bloßen Länder mit der Fiktion aufräumten, daß sie noch Staaten seien mit eigenen Regierungen, Ministerien, sogar Staatspräsidenten. Ob der gegenwärtige Augenblick dazu geeignet ist, die angedeutete Konsequenz wenigstens für Norddeutschland zu ziehen, soll hier nicht untersucht werden. Das würde genauere Kenntnis der Verhältnisse voraussetzen, als ein auswärtiger Beobachter besitzen kann. Auch das Richtige will zur richtigen Zeit getan sein, damit es nicht falsch gerate. Vielleicht findet man, für so radikale Maßnahmen sei es noch zu früh. Mag sein. Aber es gibt Dinge, für die es so lange zu früh zu sein scheint, bis es zu spät ist. Der Syndikus des Verbandes„ Sächsischer Industrieller" in Dresden, Dr. Johannes März, gibt im Gegensatz zu Erich Mards und Johannes Haller seiner Meinung dahin Ausdruck: ,, Ob die Entwicklung in Deutschland zum Einheitsstaat unter vollständiger Aufgabe der freistaatlichen Selbständigkeit führen wird, ist eine Frage, die die jetzt lebenden Generationen nicht mehr entscheiden werden. Für die nächste absehbare Zeit halten wir sie nicht für spruchreif, denn sie bedeutet einen Umbau der Weimarer Verfassung von Grund auf, der sich nicht nur darauf beschränken kann, daß in den Paragraphen der Verfas= sung dann von Gliedstaaten keine Rede mehr sein wird, sondern der in vieler Beziehung, man kann sagen auf allen Gebieten des politischen und wirtschaftlichen Lebens sachlich tiefgreifende Aenderungen mit sich bringen muß. Um nur eine Frage hervorzuheben, so bedeutet der Einheitsstaat die Aufhebung des Reichsrates und damit eine vollständige Aenderung der Befugnisse und Zuständigkeiten, wie sie jetzt verteilt sind, und dem Reichsrat zum Vertreter der föderalistischen Jdee gegenüber den zentralistischen Tendenzen der Reichsregierung machen. Im Reichsrat finden die Freistaaten ihre Vertretung gegenüber dem Reiche und dem Reichstag, erhalten sie Einfluß auf die Führung der Reichspolitik, der größer ist, als dem Außenstehenden erscheint. Schon darum ist ein teilweises sukzessives Aufgehen der Gliedstaaten in das Reich gar nicht möglich; denn der Gliedstaat gibt damit wichtige Rechte auf, was aus politischen, wie aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus eine Benachteili= gung für ihn bedeuten würde." Admiral Scheer- Weimar weist in der Beantwortung der Frage auf den Vater der Geopolitik, auf Razzel, hin. Scheer sagt: ,, Nach der Beseitigung der Dynastien scheint die Stunde des Aufgehens der Staatsgebilde Mittel- und Norddeutschlands in einem staatlich fester geschlossenen deutschen Norden gekommen zu sein. Ein Blick auf die Landkarte mit ihrem zerrissenen und zerfransten staatlichen Jneinander läßt dieses Ziel als ein höchst wünschenswertes erscheinen, namentlich in Mitteldeutschland, ,, dem klassischen Lande der deutschen Zersplitterung". Hier sind nach dem Wegfall der dynastischen Bindungen die Voraussegungen für einen staatlich enger vereinigten deutschen Norden nicht ungünstig, da die Stammeszusammenhänge z. B. in dem industriellen Sachsen mit seiner zum großen Teile fluktuierenden Bevölkerung nicht so schroff empfunden werden, als daß sie der Mission Preußens, die in der Organisierung Deutschlands be= stand und besteht, ein unüberwindliches Hindernis entgegensezen würde.„ Preußens Entwicklung ist ein Aufsammeln staatenbildender Kräfte in dem geschichtlich jüngsten, die größten Möglichkeiten räumlicher Ausbreitung noch in sich tragenden Nordosten Deutschlands und ein Zurückwirken dieser durch Jahrhunderte zusammengefaßten Kräfte nach Westen und Süden". ( Razel.) In der Richtung dieser Entwicklung liegt zweifellos ein staatlich vereinigtes Nord- und Mitteldeutschland, das als nächsten greifbaren Vorteil die Beseitigung des unzeitgemäßen und kostspieligen Nebeneinanders viel zu vieler Regierungen und Parlamente mit sich brächte. Voraussetzung dazu ist aber und das kann nicht nachdrücklich genug betont werden- die Bereitwilligkeit der Einzelstaaten und der unbedingte Verzicht auf jede gewalttätige politische Umformung.". Das Kreuz auf Golgatha. Karfreitag!- - Fromme Beter wallen zum Dome. Jm ernsten Gang, in schwarzen Kleidern. Sie feiern des Erlösers Todestag. Vor dem Hause des Pilatus ruft eine lästernde Menge: ,, Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm!" Der Feind hatte gesiegt und dem Volke das Hosianna von den Lippen genommen, damit es ,, Kreuziget" rufe. Und wieder geht ein Zug durch Jerusalems Straßen, und der, der vor fünf Tagen noch durch Blumen und Palmen über die gleichen Wege seinen Einzug hielt, schleppt ein Kreuz hinauf nach Golgatha. Schaurige Hämmerschläge dröhnen über den Hügel. Gottessohn wird ans Kreuz genagelt. Der Tag verdunkelt sich, in düsteren Schleier hüllt sich die Welt. Der Urteilsspruch, den blinder Haß vollstreckte, machte die Erde bebend. Und über eine höhnende und spottende, lästernde und fluchende Menge wird ein Kreuz erhöht und in seiner größten Liebe hat der Gekreuzigte noch für seine Beiniger eine Bitte an seinen Vater: ,, Herr, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun!" Und dann ruft eine Gottesstimme über die Welt:„ Es ist vollbracht!" Der König der Liebe war gestorben. Unter einer Dornenfrone neigte sich ein Königshaupt voll Blut und Wunden.- Karfreitag! Du stiller, heiliger Tag! Du Tag des Todes, du Tag der Trauer, du Tag des Sieges! Möge dein Segen uns begleiten, hinaus in Sturm und Wirrsal dieses Lebens. Prop.Vertreter für unsere Wunderreklame- Buchstaben für Schaufensterauszeichnungen aller Art gesucht. Königsteiner Holz und Papierwarenfabrik Königstein a. d. Elbe HochleistungsShaping- Maschinen, modern, erstkl., 250 bis 750 mm Hub Einscheiben- Antrieb liefert unt. günst. Bedingung. Friedr. 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Drei Kreuze standen einst auf Golgatha. Drei Menschen starben daran vor dem Tore Jerusalems. Einer neben dem andern, in derselben Stunde. Von den drei kreuzen hast du eines zu wählen. Hör den Dichter, was er von ihnen spricht. Aufruf und Einziehung von Banknoten. Gemäß§ 3 des Bankgesetzes vom 30. August 1924 erläßt das Reichsbankdirektorium am 5. März eine Bekanntmachung über den Aufruf und die Einziehung der Reichsbanknoten, deren Ausfertigungsdatum vor dem 11. Oktober 1924 liegt. Der Aufruf umfaßt sämtliche auf ,, Mark" lautenden Reichsbanknoten, da die vom 11. Oktober 1924 datierten, auf Grund des Bankgesetzes vom 30. August 1924 ausgegebenen Reichsbanknoten auf„ Reichsmark" lauten. Gemäß§ 1 der Ersten Verordnung zur Durchführung des Münzgesetzes vom 10. Oftober 1924 bleiben die aufzurufenden Noten bis zum Ablauf von 3 Monaten nach ihrem Aufruf durch das Reichsbankdirektorium gesetzliches Zahlungsmittel in der Weise, daß eine Billion Mark einer Reichsmart gleichgesetzt wird. Mit dem Ablauf des 5. Juni 1925 verlieren die aufgerufenen Noten ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Die Besitzer derselben können sie noch bis zum 5. Juli 1925 bei allen Kassen der Reichsbank in Zahlung geben oder in dem gemäß§ 3 Abs. 3 des Bankgesetzes vorgeschriebenen Verhältnis, wonach eine Billion Mark bisheriger Ausgabe durch eine Reichsmark zu ersetzen ist, gegen gesetzliche Zahlungsmittel umtauschen. Mit Ablauf des 5. Juli 1925 werden die Noten kraftlos, und die Einlösungspflicht der Reichsbank ist erloschen. Eine Nachfrist kann nicht gewährt werden. Es liegt somit im Interesse eines jeden Noteninhabers, die aufgerufenen Noten möglichst bald der zuständigen Reichsbankanstalt zuzuführen. Da das kleinste für den Umtausch zur Verfügung stehende Zahlungsmittel ein Reichspfennig ist, so können Noten in Abschnitten unter 10 Milliarden Mark nur in Gebinden und in einem durch 10 Milliarden teilbaren Betrage eingereicht werden. Wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, ist das Verhältnis zwischen den alten auf Mark lautenden Noten und den neuen. auf Reichsmark lautenden Noten gesetzlich festgelegt. Anträge, die eine Einlösung der alten Noten zu einem höheren Betrage zum Ziele haben, sind somit zwecklos und können keinerlei Berücksichtigung finden. Sie werden von allen Dienststellen der Reichsbank unbeantwortet bleiben. Direction der Disconto- Gesellschaft Berlin. Der Gewinnanteilschein Nr. 99 unserer Kommanditanteile wird mit Für den Giessener Handelskammerbezirk wird von altbekannter Firma ein vertrauenswürdig. sportlich interessierter Herr zur vertraulichen Leitung des Informationsdienstes gesucht, dem sich ausserordentliche Verdiensmöglichkeiten bei anregender, evtl. auch nebenamtlich zu leistender Tätigkeit bietet.( Keine„ Lagerübernahme", Vertretung oder Versicherung.) 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