men Giessener Zeitung ( Giessener Cageblatt) a. M. 2917. ng gebung t unter weinen en melKaffees, bekannt Bhdlg. gr. 1898 gszustände chte Herzchüre über Hauskuren iedenau 54. iden und der egen. Bronmittel gegen es Appetits men Sie elösung) rhältlich in täts- Apoth. m. Laborat. er e man n. Für ckchen opf" ng verist ein Kopfse alle pflege. ahlem. י Opf" S ( neueste Nachrichten) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugsprets: 60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bet obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expeouton: Sudanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Ferlagsbruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30 mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg. Lokal 10 " " " 90 " Reklamezeile 120 " " 1 Dienstag, den 7. April 1925. Die öffentliche Meinung der Schweiz zur deutschen Wohnungszwangswirtschaft. In einem Artikel Schweizerische Goldhypotheken in Deutschland" nimmt die ,, Neue Züricher Zeitung" vom 27. Februar( Nr. 314) Veranlassung, sich mit den durch die Wohnungszwangswirtschaft geschaffenen Verhältnissen vom Standpunkt der Schweizer Goldhypothekengläubiger aus zu befassen. Der Artifel nimmt zunächst die deutschen Hypothekenschuldner gegen den Vorwurf in Schuh, daß sie böswilliger Weise keine Hypothekenzinsen entrichten und sagt hierzu: ,, Die Sache liegt im allgemeinen etwas anders: den Hausbesitzern ist gestattet worden, 75 Prozent der Friedensmiete zu erheben, wohlverstanden, zu erheben, aber nicht für sich zu behalten, sondern sie größtenteils an den Staat abzuliefern. Der Staat hat durch das Reichsmietengesetz und später durch die Hauszinssteuer dekretiert, daß aus diesen Mitteln neue Wohnungen zu bauen seien, um die Wohnungsnot zu mildern. Diese Zwangswirtschaftsgesetze durchzuführen, braucht es einen komplizierten Apparat: erstens den Steuereinzug, zweitens zahlreiche Verwaltungsstellen und drittens ein Verteilungssystem, nach welchem diese Summen dem praktischen Zweck zugeführt werden sollen. Die Aufgabe ist immens. Ungezählte Millionen in Goldmark werden der Hauszinssteuer entnommen und zu Krediten an allerhand Unternehmer verwendet. Am 24. Mai 1924 schrieb die„ Frankfurter Zeitung" anläßlich einer Beamtenbesoldungsausbesserung, es sei hierfür eine Deckung nicht vorhanden, man nehme aber die Hauszinssteuer dazu. Eine Filmgesellschaft Trianon erhielt von einem Minister( das stimmt nicht ganz! D. Schriftltg. Millionen, die der Hauszinssteuer entnommen wurden..." „ Durch die deutsche Zwangsbewirtschaftung wird das Wohnungselend in Deutschland nicht behoben werden. Der Wohnungsneubau ist ungenügend. Durch diese Verhältnisse aber wird auch der schweizerische Goldhypothekengläubiger schwer getroffen. Eine Zinsenzahlung von seiten des Schuldners ist infolge des Mieterschutzes und der Wegsteuerung der Kapitalrente aus dem deutschen Hausbesitz so gut wie unmöglich..." ,, Die gesetzes und verfassungswidrige Verschleuderung der ungeheuren Beträge aus der Hauszinssteuer ist im Widerspruch mit dem Staatsvertrag; wenn nicht gebaut wird, verewigt sich die Wohnungsnot und der schweizerische Goldhypothekengläubiger hat wohl wenig Aussicht, je wieder Zinsen oder Kapital aus seiner Hypothek zu sehen." Halten wir diese Ausführungen nicht in allen Teilen, insbesondere hinsichtlich der weiteren Behauptung, daß Steuernachlässe zur Deckung von Goldhypothekenverpflichtungen von den deutschen Finanzbehörden schlechthin verweigert werden, für richNr. 41. tig, so scheint uns doch die Beurteilung der Zwangswirtschaft und deren Auswirkungen als zutreffend. Uneingeschränkt aber billigen wir die weiteren Ausführungen, welche die Einstellung verschiedener gesetzlicher Maßnahmen in bezug auf das Privateigentum zum Gegenstand haben: ,, Oft spuken noch sozialistische Theorien in den Verwaltungen. Die Konfiskation der Kapitalrente des deutschen Hausbesizes dauert nun schon sechs Jahre; es besteht die Gefahr, daß dieser Zustand als endgültig angesehen wird. Ein sozialdemokratischer Bürgermeister einer mittleren Stadt in Süddeutschland sagte wörtlich: er betrachte die Sozialisierung des Hausbesizes als berechtigt und auch als definitiv; diese Sozialisierung sei die erste Etappe für weitere bezüg liche Schritte. Auch die Verwaltungen der Städte, die Frankenanleihen nach der Schweiz schulden, huldigen teilweise sonderbaren Theorien. Das deutsche Volk erkennt diese Theorien nicht, weil es durch den Schein einer Wohltat geblendet wird. Der Mieterschuh ist eine Scheinwohl: tat, er verewigt die Wohnungsnot. Die Zwangswirtschaft führt zu Koruptionen und Demoralisation. Nationalökonomische Theorien jagen sich; selbst die unglaublichsten werden am Volkskörper ausprobiert. Für die Wiederherstellung des Begriffes Besitz und Eigentum gilt es einzutreten; die Rechtsverachtung gewisser Kreise in Deutschland sollte auch von der Schweiz aus ins richtige Licht gestellt werden..." Der Artikel bringt alsdann noch den Vorschlag, die etwa 700 mit Schweizer Goldhypotheken belasteten Häuser aus der Zwangswirtschaft herauszunehmen und die alsdann wieder fließenden Erträgnisse auch zur Zinsenzahlung zu verwenden. Hält man diesen Vorschlag vom Standpunkt der Schweizer Hypothekengläubiger auch verständlich, so läßt sich diese Frage naturgemäß nicht so einfach im Rahmen der Mietzinsbildung lösen. Doch erscheint uns diese Seite des Artikels nicht als das Wesentliche. Bedeutungsvoller halten wir vielmehr die hier gegebene Charakterisierung der Wohnungszwangswirtschaft im allge= meinen, der man leider nicht widersprechen kann. Scheinen auch die Sozialisierungsexperimente am deutschen Hausbesitz der Vergangenheit anzugehören, so ist diese Gefahr je nach der politischen Konstellation nicht endgültig gebannt, umsoweniger, als gerade auf dem Gebiete der Wohnungszwangswirtschaft mancherlei Vorkommnisse ein Mißtrauen in die Gesetzgebung rechtfertigen. Wenn dieses Mißtrauen auch im Ausland spukt, braucht das nicht wunderzunehmen. In welcher Weise dieses Mißtrauen in der Schweiz zum Ausdruck kommt, geht aus einem Handschriftlichen Zusatz des Schweizer Einsenders des hier teilweise wiedergegebe= nen Artikels hervor, der lautet:„ Resultat und Moral: Keine Privatkredite oder Geld mehr an Deutsche oder auf Grundbesit in veutschland." Zum Zusammenbruch der Zwangswirtschaft im Wohnungswesen. Von J. Kreiselmeyer- Edenkoben. Bet aller Not und Bedrängnis des deutschen Volkes gibt es seit Jahren auf keinem Gebiet größere Aufregung und Unzufriedenheit wie im Wohnungswesen. Das traute Heim, das man durch allerlei Gesetze schützen wollte, ist vielfach durch diesen Schutz zum Ort der Qual geworden und Mieter und Vermieter stehen kampfbereit gegenüber. Dem einen sind die„ unerschwinglich gemachten" Mieten zu hoch, dem anderen zu niedrig. Im Interesse beider möge nachstehende kurze Beleuchtung aus unparteiischer Feder zur Verständigung und Bessergestaltung der Verhältnisse beitragen. Die gesetzliche Miete" beträgt seit 4 Monaten( in Bayern) 68% von der Friedensmiete 1914 und verteilt sich: 1. Der Staat erhält davon: ( für Wohnungsbau) 1. Die Haussteuer 2. 550% zur Haussteuer 3. Von 700% Zuschlag zur Haussteuer die Hälfte ( Geldentwertungssteuer) zus. - 2% 11% der Friedensmiete " " " 7% " " 2. Die Gemeinde erhält davon: 2. von 700% Geldentwertungs1. 400% Umlage( Höchstsatz) zuschlag die Hälfte ( Aufwertung) zusammen - 8% 7% " 1 20% der Friedensmiete 3. Der Kreis erhält davon: 50% Umlage auf die Haussteuer( Höchstsatz) " P " 1500 1% 1, 2 und 3 zusammen 36° 0 4. Der Hausbesitzer erhält davon: 1. Für große Instandhaltung 5% der Friedensmiete " " " ・ 87 " " 2. Für lausende Instandhaltung 12% 3. Für Miete u. Verwaltungskosten 15% zusammen 32% Setzt man den Hundertsaz auf den zahlbaren Mietbetrag d. h. auf den Betrag, der sich aus 68% von der Friedensmiete ergibt fest, so errechnet sich, daß Staat, Gemeinde und Kreis 53% davon, also weit über die Hälfte der sogenannten Miete, erhalten deutlich gesagt, von jeweils 1000 Mart Miete ziehen Staat und Gemeinde jage 530 Mart an sich. Der dem Vermieter verbleibende Rest von 32% der Friedensmiete soll für kleine und große Instandhaltung des Hauses, der Wohnung und der Einrichtung, Feuerungsanlagen, Wasserleitung, Lichtanlagen etc. sowie für Reinigungs-, Betriebs- und Verwaltungskosten und für„ Miete" ausreichen. Nimmt man zur Veranschaulichung eine Friedensmiete aus 1914 mit 360 Mark an( dafür erhält man in der Klein- und Mittelstadt schon eine gute Wohnung), so ergibt das 30 Mark Friedensmiete pro Monat. Hiervon 32% für den Vermieter 9,60 Mark, welche sich wie folgt verteilen: 1. Für große Instandhaltung 5% der Friedensmiete= M 1,50 2. Für lauf. Instandhaltung 12% der Friedensmiete M 3,60 3. Für Verwaltungsf. u. Miete 15% der Friedensmiete M 4,50 Aus letzter Position muß bezahlt werden: die Kirchensteuer, Brandkasse, Haftpflicht und sonstige Versicherungen, StraßenHof- und Treppenreinigung, Kanal- und Abortentleerung, Müllund Ascheabfuhr etc. Jeder objektiv Urteilende, ob Mieter oder Vermieter, wird zugeben, daß heute die Bezeichnung„ Miete" eine Verhöhnung für den entrechteten Hausbefizer ist und daß mit solch lächerlich geringfügigen Beträgen ein Haus zu Grunde gehen muß. Bei den noch billigeren Armeleutewohnungen ist das erst recht der Fall. Zu den enorm hohen, für Mieter und Hausbesitzer untragbaren 1250% Steuerzuschlägen auf die an sich hohe Haussteuer noch eine Steuererklärung: Ursprünglich sollte der früher niedrige Zuschlag für Wohnungsbauten ganz für Neubauten verwendet werden. Heute ist er auf 550% erhöht, nur ein kleiner Teil davon wird für Bauten verwendet, der Löwenanteil ist für „ Kulturzwecke!?" Die Geldentwertungssteuer(-Aufwertung) soll denjenigen Hausbesizer treffen, der früher eine Hypothekbelastung hatte und diese bei der Inflation mit wertlosen Papierscheine abgetragen hat also auf billige Art zu einem Haus fam. Dagegen ist gewiß nichts einzuwenden aber warum sollen dabei die Mieter und der seit Jahren schuldenfreie Hausbesitzer die gleichen Lasten tragen? Warum erhält der verarmte Hypothekengläubiger, der den Verlust hat, nicht die Aufwertung? Warum teilen sich Staat und Gemeinde in einer Zeit der Verarmung großer Volksteile in die Beute aus dem todkranken Wohnungswesen? Wer sich über die derzeitigen Verhältnisse besser informieren will, der lese die Denkschrift„ Unerträgliche Zustände im Wohnungswesen" 5. Auflage, 32 Seiten, Preis 50. Verlag: Ed. Kummer, Leipzig. Obwohl diese Zusammenstellung auf bayerischen Verhältnissen basiert, ist das Bild in Hessen das Gleiche, wenn nicht noch ungünstiger für den Hausbesizer. Die Staatliche Grundsteuer 1925. Hierzu erlassen die Finanzämter folgende Bekanntmachung: Das hessische Ministerium der Finanzen hat auf Grund geseglicher Ermächtigung bestimmt, daß die für das Rechnungsjahr 1924 veranlagte staatliche Grundsteuer als vorläufige Zahlung auf die staatliche Grundsteuer für das Rechnungsjahr 1925 weiter zu entrichten ist. Die Fälligkettstermine und der Steuerbetrag der einzelnen Ziele sind für 1925 dieselben wie im Steuerbescheid über staatliche Grundsteuer für das Rechnungsjahr 1924 angegeben, das erste Ziel ist also am 15. Mai 1925 fällig. Neue Steuerbescheide werden nicht ausgefertigt, die Zahlung hat vielmehr bei Meidung der bekannten Rechtsnachteile auf Grund der Steuerbescheide für 1924 bis zu den Fälligkeitsterminen zu erfolgen. Beachtliches zur Sondersteuer. Auf verschiedentliche Anfragen machen wir bekannt, daß nach wie vor die auf Grund der Aufwertungsgesetzgebung gezahlten Hypothekenzinsen an der zu zahlenden Sondersteuer in Abzug gebracht werden können. Der Hausbesitzer hat unter Nachweis der erfolgten Zahlung beim Finanzamt entsprechenden Antrag auf Grund des § 28 Abs. 4 der 3. Steuernotverordnung zu stellen. Das ,, überlastete" Wohnungsamt. Wir wissen es ja schon längst, daß die Wohnungsämter und ihre bedauernswerten Beamten und Angestellten unter der Last der Arbeit fast zusammenzubrechen drohen. Einen schlagenden Beweis, den nur bösartige Menschen nicht als solchen gelten lassen wollen, liefern für diese grausame Arbeitsüberlastung die erschütternd hohen Kosten der Wohnungsämter, wie sie dann und wann ihren Weg in die Presse finden. Ein weiterer Beweis ist der dann und wann schreckich in die Ohren gellende Notschrei dieser geplagten Aemter nach Anstellung weiteren Personals. So hat bekanntlich neulich ein Wohnungsamt die Anstellung eines weiteren Beamten verlangt und auch be= milligt erhalten, welche durch unermüdliche Arbeit und durch Einsatz aller Kräfte die Vermittlung von fünf ganzen Wohnungen als unüberbietbaren Erfolg eines ganzen Jahres buchen konnte. Nun dringt neue Kunde zu uns, daß nämlich das Berliner Wohnungsamt Tiergarten nur zweimal in der Woche, Montags und Freitags von 9 bis 12 Sprechstunden abzuhalten imstande ist. Es wäre gewiß ungerecht, wollte man diese berechtigte Maßnahme als solche nicht anerkennen, indem man mit der sachunkundigen Behauptung kommt, daß doch eigentlich im Verkehr mit dem Publikum die Hauptarbeit der Wohnungsämter bestände. Leute, die solches sagen, wollen oder können nicht 20 2 ange in di daß Die 1 schre zwei wird ruhi digk 17. es C freit ganz fönn eige Das hoch. nich ange res quäl diese ,, ruh beha Krä S Vor gege nun lösu flati als schon Ver fann ihm lösu ziell dürf hab nun feit, Bar die war Wol reid daß fürs Lie man zeit scho sein sche Wor Kre Wie Fast von ner Teil I ist für ung) soll Sypothekosen Pa= em Haus warum ie Hausverarmte AufwerZeit der odkranken rhältnisse rträgliche en, Preis Verhältnicht noch machung: Srund ge ungsjahr Zahlung 25 weiter uerbetrag Lerbescheid 924 angeNeue ig. hat vielBrund der en zu er bekannt, gsgefezzahlennen. Der Zahlung rund des Ien. ngsämter unter der nen schla Is solchen beitsübermter, wie Ein wei Ohren gelng weite nungsamt • auch be= und durch zen WohJahres Berliner he, Monalten imdiese bedem man eigentlich Johnungser können nicht einsehen, daß, wenn in einer solchen Sprechstunde etwa 20 Wohnungsuchende erscheinen, doch gewiß eine halbe Woche angestrengter Arbeit dazu gehört, um die Namen dieser Leute in die Listen einzutragen oder zu streichen. Wir glauben sogar, daß diese Zeit unter keinen Umständen ausreichen würde, wenn die wirklich eintretende Nachweisung einer Wohnung das Aus= schreiben einer roten Karte oder das Diktieren eines oder zweier Briefe nötig machen würde. Wer Arbeit kennt und dies dennoch nicht einsieht, der wird auch nie verstehen, daß es einfach im Interesse der Beruhigung der Nerven des Personals eine unbedingte Notwen= digkeit war, daß das Wohnungsamt Tiergarten vom 7. bis 17. April überhaupt keine Sprechstunden abhielt. Kann man es außerdem einem Bamten zumuten, ausgerechnet am Karfreitag und Ostermontag Sprechstunden abzuhalten? Also dieses ganze Ausruhebedürfnis der Beamten in Ehren! Eins aber fönnen auch wir nicht verstehen, was von manchem, der es am eigenen Körper gespürt hat, gar als Bosheit ausgelegt wird. Das Wohnungsamt Tiergarten haust nämlich drei Treppen hoch. Ein Schild mit der Angabe der Sprechstunden ist aber nicht etwa am Hauseinang, sondern oben im dritten Stockwerk angebracht. Jeder also, dem die Sprechstunden nicht ohne weiteres bekannt sind, muß sich umsonst drei steile Treppen hinaufquälen, um dort oben zu erfahren, daß das Wohnungsamt an diesem Tage nicht empfängt", sondern daß diese Stunden der ,, ruhigen" Arbeit gewidmet sind. Böse Menschen allerdings behaupten wieder, daß in dieser Zeit dort oben alle verfügbaren Kräfte damit beschäftigt seien, die Arbeit zu strecken. * - Barmat zahlte 1000 Dollar für eine Wohnung. Jm Barmat- Untersuchungsausschuß des Landtags hat der Vorsitzende Dr. Leidig aktenmäßig festgestellt, daß Barmat gegen Zahlung von 1000 Dollar„ Ablösungsgelder" eine Wohnung in Schwanenwerder zugewiesen erhalten hat. Aus der Zeitungsnotiz ist nicht ersichtlich, wann diese„, Ablösung vor sich geht, jedenfalls aber in der Blütezeit der Jn= flation, wo 1000 Dollar einen ganz anderen Wert darstellten, als heute 4200 Goldmark. Herr Barmat ließ sich diese Sache schon etwas kosten. Allerdings wird man bei den ihm zur Verfügung gestandenen uferlosen Kredit und seiner später bekanntgewordenen Geschäftspraxis annehmen dürfen, daß er den ihm durch die Auferlegung eines 1000 Dollar betragenden Ablösungsgeldes seitens des Wohnungsamts zugefügten„ finanziellen Nachteil" wieder reichlich wettgemacht hat. Barmat dürfte also weiter feinen größeren ,, Schaden" bei der Sache gehabt haben. Anders verhält es sich dagegen mit den Wohnungssuchenden, die nicht über eine unumschränkte Kreditfähigkeit, und damit auch nicht über 1000 Dollar, verfügten wie Barmat. Wir meinen hier diejenigen Wohnungssuchenden, die seit 1919 und voraussichtlich vielleicht noch ein Weilchen zu warten, bis sie durch das Wohnungsamt in den Besitz einer Wohnung gelangen. Wir denken insbesondere an die kinderreichen Familien, von denen die Wohnungsämter behaupten, daß sie überhaupt keine Wohnung bekämen, wenn nicht die fürsorgliche Behörde vorhanden wäre, welche sorgt, daß in erster Lienie solche Familien unterkommen. Infolgedessen braucht man die Wohnungsämter! Sonntagsgedanken. Der Lärm der letzten Wochen ist verstummt. Die Fastenzeit ist da. Tage der Einkehr sind gekommen. Vor uns steht schon das Kreuz und auf blutigen Pfaden wandelt der Heiland seinen Schmerzensgang. Wieder führt der Gekreuzigte die Menschen in die große Leidensschule und schlägt ihnen den dunklen Vorhang vor der blutigen Welt der Passion zurück. Es ist Fastenzeit. Wieder stehen wir auf der Schwelle des Kreuzweges.„ Siehe, wr gehen hinauf nach Jerusalem." Wieder sollen wir das Geheimnis des Kreuzes erlernen. Viele Herolde der Welt drängten sich in den Tagen der Fastnacht an die Menschen heran, um ihnen Freibriefe zu geben von jedem Gottesgebot, Erlaubnis für jegliche Torheit und Sünd. Und reichen Gewinn haben sie gemacht. In den Schlingen der alten Paradiesschlange haben sich viele wieder ge= fungen. Jm wilden Taumel entfesselter Leidenschaften haben sie sich verloren. Da ist es Aschermittwoch geworden.- Und viele sind nüchtern geworden. Sie sehen, daß tolle Fastnachtsfreuden dem Leben keinen Inhalt geben können, daß zügellose Lust den Wert des Lebens vernichtet, das Glück der Herzen, den stillen Frieden der Seele und die Hoffnungen der Zukunft. Daß sie den Ruhm so mancher jungen Blüte im Menschheitsgarten und im Gottesgarten besiegeln. Nun ist Fastenzeit. Ein Kreuz steht vor uns.„ Wir gehen hinauf nach Jerusalem, und dort wird am Menschensohn alles erfüllt werden, was die Propheten geweissagt haben." Der Heiland geht voran. Wollen wir den blutigen Fußspuren seines Kreuzeswegs folgen; wollen wir uns einleben in die Welt des Kreuzes und Leidens durch treue Arbeit, Pflichterfüllung und Selbstverleugnung. Die Erdenlust vergeht, so wie der Fastnachtsrausch zerronnen ist. Aber der Kreuzessegen geht über auf den, der ihn aufnehmen will, zum Licht und Leben im Dunkel irdischen Vergehens. Verschiedenes. Meteorologische Versuchsballons. Zum Zwede der Wetterbeobachtung entsenden meteorologische Institute und Stationen im In- und Ausland kleine unbesetzte Versuchsballons. Größtenteils ist an ihnen ein Fundzettel angehängt, der durch den Finder genau ausgefüllt und an den Adressaten( d. i. die meteorologische Station, die den Ballon entsandt hat) abgesandt werden soll. Gummiballons, die ein Körbchen mit Apparaten tragen( sog. ,, Registrierballons"), sind zur Vornahme automatischer Messungen in höheren Luftschichten bestimmt. Diese Ballons, namentlich aber das Körbchen mit den Apparaten, bilden ein sehr wertvolles wissenschaftliches Material, das der Sendestelle zurückgesandt werden muß. Auf dem Körbchen ist eine kurze Instruktion befestigt nebst Vorschriften für den Finder, wie er mit dem Ballon und den Apparaten umgehen, sie verpacken und zum Transport an die Sendestelle aufgeben soll. Wenn der Finder genau nach den Vorschrifen handelt, wird ihm meistenteils seitens des meteorologischen Instituts, das den Ballon entsandt hat, eine kleine Belohnung ausbezahlt. - Nicht nur die Piloten- Ballons, sondern auch die RegistrierBallons sind mit Wasserstoff gefüllt. Nachdem der Wasserstoff ein sehr explodierbares Gas ist, darf einem solchen Ballon falls er nicht vollkommen leer ist niemand mit Feuer, brennenden Zigaretten, Zigarren, Pfeifen und ähnlichem nahen. Erstwenn das Gas aus dem Ballon gänzlich entwichen ist, besteht keine Gefahr der Explosion mehr. - Für das Jahr 1925 wurden für die Entsendung von Registrier- Ballons international folgende Tage festgesetzt: 14.- 16. April, 17.- 22. August, 14.- 19. Dezember. In diesen oder unmittelbar darauffolgenden Tagen ist das Niedergehen inländischer oder ausländischer Registrierballons besonders wahrscheinlich. Aber auch zu allen übrigen Zeiten sind Flüge bezw. Funde von Registrierballons möglich. Funde von Aufstiege von Pilotenballons erfolgen täglich, bei diesen ist jedoch nur die Einsendung des Fundzettels an den Adressaten, nicht aber die Rüdsendung des Ballons selbst erwünscht. Feinfte Raffee Ellenz Pfeiffer& Diller Gr. Silberpaket m. 3.Originaldofe m. 3.60 MOTORRADERTRETUNG! Erstklassiges Fabrikafür Giessen und Umt gegend ist zu vergeben Anfragen und Bewerbungen sind zu richten an Albert Froeseler, Kraftfahrzeuge, Derschlag( Rhld.) Kuverte mit Aufdruck billigst Druckerei Albin klein. Pianos in nur hochwertige Qualität, bei zeitgemässer Anzahlung und bequemen Teilzahlungen, liefert Offenbacher Pianoforte- Fabrik Alois Knauer& Co. Offenbach BIEBERERSTRASSE 5 a. M. Fernruf 2305 u. 2917. Langjährige schriftliche Garantie! An den Sonntagen vor Weihnachten, bleibt unser Geschäft geöffnet. DISCONTO- GESELLSCHAFT> Bankmässige Geschäfte aller Art. Aktiva Für den Giessener Handelskammerbezirk wird von altbekannter Firma ein vertrauenswürdig. sportlich interessierter Herr zur vertraulichen Leitung des Informationsdienstes gesucht, dem sich ausserordent liche Verdiensmöglichkeiten bei anregender, evtl. auch nebenamtlich zu lei tender Tätigkeit bietet.( Keine ,, Lagerübernahme", Vertretung oder Versicherung.) Nur organisatorisch veranlagte, unbedingt zuverlässige und in geordneten Verhältnissen lebende Bewerber mit einigen hundert Mark bar, wollen sich schnellstens mit genauen Angabeen unt. ,, Postlagerkarte Nr. 181 Dresden A. 1" melden. Die Zuckerkrankheit u. ihre Hausbehandlung auf Grund 40 jähr. Erfahrung. Ausführl. Druckschrift kostenfrei. Dr. Gebhardt, Berlin W 30. BERLIN Zahlreiche Zweigniederlassungen in Deutschland. Bilanz am 31. Dezember 1924. Kasse, fremde Geldsorten, Coupons u. Guthaben bei Noten- und Abrechnungsbanken Wechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen Nostroguthaben b. Banken u. Bankfirmen Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere Vorschüsse auf Waren und Warenverschiffungen Eigene Wertpapiere Konsortial- Beteiligungen Beteiligung bei der Norddeutschen Bank in Hamburg Beteiligung bei dem A.Schaaffhausen'schen Bankverein A- G Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen Schuldner in laufender Rechnung Einrichtung Bankgebäude Sonstige Liegenschaften R- M Pf. Passiva Kommandit- Kapital. Allgemeine( gesetzliche) Reserve. 15 849 07821 Besondere Reserve Gläubiger 124 407 628 74 100 206 132 64 803 158 50 41 773 704 33 5 745 288 97 22 687 033 27 12 000 000 25 000 000 24 777 727 280 445 701 88 1 30 031 980 3 518 700 Akzepte und Schecks Wohlfahrtsfonds für die Angestellten 10% Gewinnanteil auf R- M91500000 Kommandit- Anteile Gewinnbeteiligung des Aufsichtsrats Uebertrag auf neue Rechnung. R- M Pl. 100 000 000 34 000 000 1 000 000 534 492 449 98 5 780 701 68 2 200 000 9 150 000 445 135 13 177 847 75 Wer einen guten monatlichen Verdienst durch Verkauf eines gangbaren Artikels an Private erzielen will, der melde sich unter G. 111 an die Verwaltung dieses Blattes. Für abgebaute Beamte und Pensionäre besonders geeignet. Asthmakranke erhalten kostenfr. Broschüre Nr. 7 Dr. Hugo Caro, bet o ( Zu Schre wär land gekl die Ber tung net. wid um Her sam G. m b H., Kri Berlin Friedenau 101. oba Wollen Sie sich eine nad Existenz gründen? Dann lesen Sie Zeitschrift: ,, DasVersand- Haus" Pössneck. Nummergegen 30 Pfg. Zuverl. Mann deu for 687 246 134 54 Au Fü Gr R- M Pf. 4 918 959 66 sini 30 827 544 78 132 25 804 862 86 Be 1 200 000 als Auffäufer für ge brauchte Säcke, uni völ lio gef Fi pla ne dei der Muster frei. Fi Er ein zu. - Gegr. 1897 hö ba ab bu de de la Soll 687 246 134 54 Gewinn- und Verlust- Rechnung 1924 Verwaltungskosten einschl. Gewinnbeteiligung der Geschäftsinhaber, Direktoren, Prokuristen und Angestellten Steuern Zu verteilender Reingewinn Erifnder Vorwärts Ein strebende gute Verdienstmöglichkeit! Aufklärung und Anregung geb. Broschüre, neuer Geist gratis durch Erdmann& Co., Berlin, Königgrätzerstrasse 71 ist das beste Heilmittel. Metallbetten für Gross und Klein mit oder ohne Zubehör. Stahlmatratzen an Private. Bequeme Bedingungen. Katalog 32 N frei. Guter Schlaf Eisenmöbelfabrik Suhl( Thür.) R- M Pf. Effekten. Provision 49 483 376 80 5 319 520 44 10 772 982 88 65 575 880 12 Haben Wechsel und Zinsen Beteiliguug b. d. Nordd. Banki.Hambg. Beteiligung bei dem A Schaaffhausen'schen Bankverein A-G. Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen Wir suchen zum Verkauf autog. Schwe' ssapparate erstklassiges Fabrikat, zum sofortigen Eintritt einen tüchtig., bewährten Reisenden. Flotte Verkäufer, Ende der 20er J, mit gut. Zeugniss. wollen sich unt. Angabe der Gehaltsansprüche, Eintrittsterm bei uns bewerben. Motorradfahrer Bedingung, Motorrad wird zur Verfügung gestellt. Off. unt. X P. 10 a d. Exped. d. Ztg. 2 500 000 324 512 82 65 575 880 12 Stoffe gesucht. Offerte unter G. 262 an die Erped. d. Ztg für Herren- und Damen Bekleidung Direkt vom Fabrikationsort - Julius Richter, Spremberg, L.50. Versand an Private u. eng os Wir suchen 1 Metallformer 1 Metalldreher C.& G. Panse, Wetzlar.