la chteobelen en hinen inen jen biniert. opfehlen tigung iker, Energieberdruß, gst- und nervösen erhalten ise über in W 30a. er u. on en g. uf Z. nft Se= er ent ng c. bie n. n kauf um enen das klich of". otes, ten. lem. 36 Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giesseuer Tageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahra. Expedition: Südanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen. Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30 mm breite Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg. Lokal 11 " " " 1 90 " " Reklamezeile 10 120 17 11 Dienstag, den 3. Februar 1925. Was kostet die Wohnungswangswirtschaft? Von Paul Baums, Justizobersekretär i. R. Ein rechnender Mensch fragt sich bei Ausführung eines Projektes: Stehen die Aufwendungen auch im richtigen Verhältnis zu dem zu erwartenden Nutzen? Und ist ein Fehler unterlaufen, der die Fortführung unrentabel erscheinen läßt, so bricht er ab. So müßte man sich auch fragen bei der Ueberlegung, ob sich die Aufrechterhaltung der Wohnungszwangswirtschaft noch lohnt. Die Erkenntnis, daß die Wohnungszwangswirtschaft heute nicht. mehr notwendig sei, und die verursachten Kosten nicht mehr im richtigen Verhältnis zum Nutzen stehen, bricht sich langsam, allzu langsam freilich in allen Schichten der Bevölkerung und auch bei manchen Behörden Bahn. Allerdings wird viel zu wenig beachtet, daß die Wohnungszwangswirtschaft nicht nur Unsummen verschlingt für Mieteinigungsamt und Wohnungsamt, sondern daß ganz erhebliche Beträge auch aufzubringen sind für Stellen, die nicht eigens im Hinblick auf die Wohnungszwangswirtschaft geschaffen sind. Vom 1. Juli 1921 bis zu meinem Ausscheiden aus dem Justizdienst im Sommer 1924, also volle drei Jahre, habe ich das Büro eines Amtsgerichts, Abt. für Arreste, einstweilige Verfügungen, Zwangsvollstreckungssachen usw. verwaltet. Man tann sagen, daß weit über die Hälfte aller Geschäfte durch die Zwangswirtschaft veranlaßt waren! All die kleinlichen Streitig= keiten( Absperren des Lichtes, des Wassers, des elektrischen Stromes, Uebertretung der Hausordnung in jeglicher Form und was es alles an 3ank und Streit in einem Miethause zwischen Mieter und Vermieter und zwischen den einzelnen Mietparteien gibt) wurde und wird( da es für die Parteien ja sehr wichtige und dringende Angelegenheiten sind) außerordentlich oft im Wege der einstweiligen Verfügung zu regeln versucht, während früher, als die Freizügigkeit noch bestand, die Kündigung von dieser oder jener Seit allem Zwist ein Ziel setzte. Wer dann so, wie ich, Gelegenheit hatte, Mit allen Schichten der Bevölkerung, Mieter und Vermieter, zu verhandeln, wer so viel Schimpfereien und Ausdrücke der Qual hören konnte. wer die Aufregungen, Wutausbrüche( von beiden Seiten) so unverfälscht miterleben konnte, für den ist es keine Phrase, wenn er hört und sagt: Die Zwangswirtschaft hat wirklich drückende und fast unzerreißbare Fesseln um Mieter und Vermieter geschlagen. Es knirschen Tausende und Abertausende von deutschen Bürgern unter der Last dieser Ketten und allgemein sind die Schmerzensschreie: Wenn dieser Unsinn noch mal aufhörte! Ja, als Unsinn werden die Zwangsgesetze empfunden. Weder Mieter noch Vermieter können nach meinen Erfahrungen die meisten der gesetzlichen, Bestimmungen auf dem Gebiete der W3W. mit ihrem Rechtsempfinden in Einklang bringen. Und wenn dann die ewigen Klagen wiederkehrten, ob es in Deutschland denn noch ein Recht gebe, und ich den Leuten sagte, die Gerichte seien machtlos, sie Nr. 14. könnten nicht nach Recht, sondern nur nach Gesetz urteilen, dann ballte sich manche Faust und Verwünschungen wurden laut von denen ich manchmal wollte, sie würden in Berlin gehört. Und der positive Erfolg der ganzen Arbeit, Mühe, Aufregung und Kosten nach Durchpeitschung auch noch der Berufungsinstanz und evtl. der Klage im ordentlichen Verfahren? Ich sage nicht zu viel, wenn ich behaupte: fast stets gleich Null. Wie oft kam es vor, daß die Leute klagten: Jetzt habe ich ein Urteil und kann doch nichts machen. Aber der Laufereien und Scherereien gabs und gibts kein Ende. Kaum ist die Entscheidung gefallen, dann wird die vermeindlich oder wirklich falsche eidesstattliche Bersicherung der Staatsanwaltschaft zur Verfolgung mitgeteilt. Hochnotpeinliche Vernehmungen, didkleibige Aftenbände, Zank und Streit, Beleidigungsklagen mit all den Kosten und Unannehmlichkeiten usw. so sehen die Folgen aus. Tausende und abertausende von Goldmark hat die Zwangswirtschaft im Wohnungswesen an Gerichts- und Anwaltskosten verschlungen und verschlingt es noch. Dazu treten Ausgaben des Justizfiskus für Löhne, Gehälter, Bürounkosten. Wären diese Summen für die Volkswohlfahrt nicht besser verwertet, wenn mann dafür Wohnungen geschaffen hätte? Ganze Straßenzüge hätten entstehen können. So wurde durch das Aneinderketten der einmal vielleicht zufällig zusammengekommenen Leute nur Unfriede erzeugt und begünstigt und Unfriede verzehrt, nur Friede ernährt! Wie oft habe ich gewünscht, zu all den Statistiken, die wir haben, wäre noch die eine getreten:„, Was kostet den Justizfiskus die Wohnungszwangswirtschaft?" - In der 3. Schiffstlaffe nach Amerika. Von Hans Thorsten. I. Die Auswanderungsmöglichkeiten nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika sind für viele Deutsche brennende Tagesfragen, denn die Zahl derer, die von dem Wunsch beseelt sind, aus den chaotischen Verhältnissen heraus in geordnete Existenzmöglichkeiten zu kommen, ist groß und wächst beständig. Erforderlich ist zur Auswanderung zunächst ein sog. Affidavit, das von einem amerikanischen Bürger oder einem Inhaber des ersten Papieres ausgestellt sein muß. Die Staatsangehörigkeit des Ausstellers muß notariell beglaubigt sein.. In dieser Urkunde spricht der Aussteller den Wunsch aus, eine namentlich bezeichnete Person nach drüben kommen zu lassen und übernimmt den amerikanischen Behörden gegenüber die Verpflichtung, die in dem Affidavit genannte Person keinem amerikanischen Staat und feiner Gemeinde zur Last fallen zu lassen. Ohne dieses Papier ist eine Einwanderung ausgeschlos= sen. In den von der Polizeibehörde auszustellenden Auslandspaẞ trägt das Finanzamt die Unbedenklichkeitserklärung gegen. den Grenzübertritt ein. Dem Paß fügt man ein polizeiliches Führungszeugnis mit Lichtbild, amtsärztliches Gesundheitsattest, Geburtsschein und zwei Paßbilder bei und beantragt beim für den Wohnort des Reisenden zuständigen Konsulat die Erteilung des amerikanischen Sichtvermerkes unter gleichzeitiger Verlegung des Affidavits. Der Sichtvermerk kostet 10 Dollar. Reisende, die Devisen für die Ueberfahrt aus eigenen Mitteln beschaffen, holen die Erlaubnis hierzu vom Finanzamt ihres Wohnortes ein. In Hamburg dauert des großen Andranges wegen die Er" ,, Wenn es nicht wahr ist, so ist es gut erfunden", sagt ein italienisches Sprichwort. Wir sind der Ueberzeugung allerdings, daß auf den Wohnungsämtern noch immer vielzuviel Tinte und Papier verschrieben wird dafür, daß die Wohnungsämter in einem ganzen Jahre nur einige Wohnungen„ vermitteln". teilung des Sichtvermerkes meist einige Tage. Es ist in jedem Flettner- Ruder auf Rhein- u. Mainschiffen. Falle ratsam, erst nach Erteilung des Sichtvermerks einen Schiffsplatz fest zu belegen, da die Konsulate die von der ameritanischen Einwanderungsbehörde getroffenen Bestimmungen mit peinlicher Gewissenhaftigkeit beachten und so bei irgendwelchen Beanstandungen leicht unnüze Scherereien entstehen fönnten. Für Reisende ihrer 3. Schiffsklasse gewährt die HamburgAmerika- Linie fostenlose ärztliche Untersuchung und Impfung nach amerikanischer Vorschrift. Die unmittelbar darauf folgende Untersuchung durch einen amerikanischen Arzt sowie die Eintragungen der stattgehabten Untersuchungen in die Schiffs= papiere sind ebenfalls fostenfrei. Wenn all diese Formalitäten erledigt sind, steht der Abreise nichts im Wege. Für Verzollung seines Gepäckes hat jeder Reisende selbst Sorge zu tragen. Für Passagiere, deren Reise durch amerikanische Freunde bezahlt wird, hat die Hamburg- Amerika- Linie die sog. Freischeinabteilung errichtet, die den Reisenden in allen Dingen zur Hand geht. Dank ihrer Hilfe gelang es mir z. B. in wenigen Tagen reisefertig zu sein. Der nächste Bericht wird die Abreise von Hamburg, Einschiffung in Cughafen und Beschreibung des neuen Dampfers„ Albert Ballin" seiner dritten Reise nach Newyork zum Gegenstand haben. Später folgen Becichte über die Arbeits- bezw. Existenzmöglichkeiten für deutsche Auswande= rer in Amerifa. Alenderungen im Wohnungswesen bevorstehend. - Erhöhung der Hausinssteuer. Wieder Friedensmiete. Der Ausschuß für Siedlungs- und Wohnungswesen des vorläufigen Reichswirtschaftsrats hat eine Reihe von Leitsätzen zur Wohnungszwangswirtschaft angenommen, in denen zur Frage der Hypothekenauswertung Stellung genommen und eine Erhöhung der Hauszinssteuer auf 20 Prozent der Friedensmiete und ihr Ausbau zu einer Reichssteuer vorgeschlagen wird, deren Verwendung schließlich für die Zwecke der Wohnungsförderung stattfinden soll. Die Mieten sollen den Leitsätzen zufolge unter Würdigung der wirtschaftlichen Gesamtlage in absehbarer Zeit der Friedensmiete angeglichen werden, wogegen der Hauseigentümer wie früher die Verwaltungs- und Betriebskosten zu tragen hat. Ferner wird die Aufheung des Wohnungsmangelgesetzes für alle oder bestimmte Arten von Wohnungen befürwortet. Das überlastete Wohnungsamt. Von der Ueberflüssigkeit der Wohnungsämter ist seit kurzem auch die Tagespresse und somit auch die Allgemeinheit überzeugt worden, und so ist es mit diesen Aemtern, die dem deutschen Bolke Hunderte von Goldmillionen Kosten verursachen, so weit gekommen, daß sich die Seitere Ecke" ihrer bemächtigt hat. Unter der Ueberschrift., Das überlastete Wohnungsamt" lesen wir in der Dorfzeitung folgendes. 39 Auf dem Wohnungsamt ist eine Wohnung zu vergeben. Der zuständige Beamte will das entsprechende Protokoll aufnehmen. Auf zwei neuen Schiffen, die den Rhein und Main befahren, sind nun auch die ersten Flettner- Ruder eingebaut worden. Die Probefahrten der Schiffe mit diesem Ruder hat das Vertrauen, das man in der Binnenschiffahrt dieser Neuerung entgegenbrachte, vollkommen gerechtfertigt. Es war einfach verblüffend, mit welcher Leichtigkeit das Ruder gehandhabt werden konnte. Ein alter Schiffveteran vermochte es ganz bequem allein zu führen. Was das für den Schleppbetrieb auf dem Rhein und Main bedeutet, dürfte jedem Fachmann klar sein. Wie unterscheidet sich nun das Flettner- Ruder von dem gewöhnlichen Ruder An Stelle des starren Ruders finden wir hier ein geteiltes. Von dem Steuerstand aus wird die regierende Kraft auf eine senktrecht stehende Welle übertragen, die wieder einen Zahnradausschnitt bewegt. Auf diesem schaltet sich selbsttätig der Antriebsmechanismus für eine bewegliche Flosse ein, die leicht steuerfähig ist und nur eine geringe Arbeitsleistung erfordert. Von den Vorteilen des Flettner- Ruders gegenüber dem starren einfachen Ruder macht man sich am besten durch folgende Zahlenvergleiche ein Bild. Fünf Prozent der sonst erforderlichen Antriebskraft genügen, um das Ruder in Tätigkeit zu setzen. Der größte Druck auf die Gesamtoberfläche beträgt dabei etwa 6 Tonnen. Ferner ist festzustellen, daß das jetzige Flettner- Ruder, gegenüber der ursprünglichen Erscheinung eine bedeutende Verbesserung aufzuweisen hat, die eine mehr von Ruderfläche und Arbeitskraft bedingte, also komplizierter war. Die Bedeutung des Flettner- Ruders für die Schleppschiffahrt ist nicht zu unterschäzen; sie bringt für den Reeder ein doppeltes: Erleichterung und Kräfteersparnis, und zwar in der Handhabung der Rudervorrichtungen, und Kräfteersparnis, weil das Ruder in einer noch so schwierigen Lage von einem Mann bedient werden kann. Schüchterne Kinder. Gar manche Mutter wird es schon peinlich empfunden haben, wenn eins ihrer Kinder bei Besuchen, die ins Haus kommen oder die sie selbst mit dem Kinde bei fremden Familien macht, befangen ist, oft so sehr, daß es von einer Art Angst befallen wird und durch nichts überredet werden kann, wenigstens Fragen zu beantworten. Da erkennt die Mutter manchmal ihr eigenes Kind nicht wieder, um so mehr, als es zu Hause doch ganz anders sich benimmt und hier ein Wildfang ist, eher naseweis, als zurückhaltend. Woran liegt diese auffällige Wandlung? Nun, es handelt sich lediglich um einen sog.„, geselligen Fehler", der durchaus nichts Schlimmes zu bedeuten hat und auch leicht beseitigt werden kann, wenn man nur Geduld besitzt und die rechten Mittel anwendet. Die Hauptsache ist, das Kind öfter mit anderen Kindern, ja auch mit Erwachsenen zusammenzubringen, es möglichst viel in andere Verhältnisse einblicken zu lassen, ihm öfter eine andere Umgebung, einen gewissen Verkehr zu verschaffen. So nach und nach kommt das Kind dann ,, aus sich heraus". Schüchterne Kinder muß man beizeiten in eine derartige Behandlung neh= verunstaltet die Körperformen und ist auch ungesund. Er taucht die Feder ins Tintenfaß und will schreiben. Die Feber Korpulenz macht alt, jung. Wir zaten Storgibt aber keine Tinte von sich. Er versucht ein zweites und drittes Mal zu schreiben, doch wieder vergebens. Bei näherer Untersuchung findet er, daß das Tintenfaß keine Tinte enthält. Zornig ruft er einem untergeordneten Geist zu:„ Was ist denn das für eine Schlamperei?" Darauf erhält er die Antwort: ,, Merten Sie das jetzt erst? Das Tintenfaß ist doch schon seit Juni eingetrocknet." pulenten und allen zum Starkwerden Veranlagten, in der Apotheke echte Toluba- Kerne, 30 oder 60 Gramm, zu kaufen und damit gerade jetzt im Winter, wo der Körper von Natur aus eine besondere Neigung zum Ansatz zeigt, eine Kur vorzunehmen. Toluba enthält übrigens feine Stoffe, die das Herz angreifen. Sofern in anderen Apotheken nicht erhältlich, sicher in der Universitätsapotheke„, 3um goldenen Engel." men Kin 3. 2 dar zen reg Au Ma dar feit übe aug esse fer Au sch: No etr unt παι A1 To ru la fa M un di al el sch 111 w E bi li 11 I in 11 e il 2 D D 6 11 sagt ein llerdings, Tinte und ter in ei 1". hiffen. befahren, rden. Die Bertrauen, entgegen rblüffend, n fonnte. allein zu hein und dem gegeteiltes. auf eine Zahnradder AnDie leicht erfordert. m starren e Zahlenichen Anzen. Der pa 6 Ton= er- Ruder, ende Verläche und pschiffahrt Doppeltes: ndhabung as Ruder ient wer es schon Besuchen, Rinde bei y es von et werden ennt die so mehr, hier ein can liegt Eglich um chlimmes In, wenn bet. Die auch mit andere ere Umnach und hüchterne ung neh men und ten Kor in der kaufen Natur r vorzu as Herz ch, sicher men, darf sich aber die Mühe nicht dadurch erschweren und das Kind auf andere Weise wieder ängstlich machen, indem man ihm 3. B. Märchen erzählt, die Furcht und Grausen erwecken, man darf ihm nicht drohen mit heimlichen Mächten, wie dem schwarzen Mann usw. Die kindliche Phantasie ist außerordentlich rege, wieviel mehr bei einem schüchternen, furchtsamen Kinde. Auch große Kinder sind oft sehr schüchtern. Hier liegt allerdings Mangel an Mut, Energie, an Selbstvertrauen vor, und es bedarf großer Liebe, dem Kinde das Bewußsein seiner Persönlichfeit, seines Eigenwertes beizubringen. Der Wortfargheit gegenüber muß man dem Kinde reichliche Gelegenheit zum Gedankenaustausch auf Gebieten verschaffen, für die es besonderes Interesse hat, und die beliebte Einsamkeit ist in schonender Weise fernzuhalten. Literarisches. Aus tiefster Not. Schicksale der deutschen Kolonisten in Rußland. Von Johannes Schleuning. Verlag Carl Flemming u. Wiskott, Berlin 128 G. Kein Buch der letzten Jahre hat auf mich einen solch erschütternden Eindruck gemacht wie dieses Buch„ Aus tiefster Not". Es hat mich gepackt in mein tiefstes Innere hinein, nicht etwa durch die Gewalt, Kraft oder das Raffinement seiner Wortund Darstellungskunst, sondern lediglich durch die Wucht seiner nakten und krassen Tatsachen und durch die Vorwürfe, die diese Anklageschrift in jedem deutschfühlenden Menschen notgedrungen loslösen muß. Nämlich: So gut wie nichts hatte unsere Regierung für die Pflege und Erhaltung des Deutschtums im Auslande getan und nichts für eine dauernde Bindung und sorgsamen Zusammenschluß des Auslandsdeutschtums mit dem Mutterlande, und ebenso wenig hat der Einzelne getan, sich zu unterrichten über die starke und weitverzweigte deutsche Kultur, die jenseits der deutschen Grenzpfähle blühte. Wenn trotz alledem das Deutschtum draußen in der Vereinsamung nicht elendig zu Grunde gegangen ist, dann nur dank des stark deutschen Bewußtseins, das in den Ausgewanderten lebendig war, und das sie inmitten der fremdrassigen Kulturen wie eine abwehrende Schutzwand um sich aufbauten und bewußt und als Existenznotwendigkeit und liebevoll hüteten. Nun wir in der bitteren Not uns nach Freunden umsahen, gedachten wir endlich jener vergessenen Brüder, und in peinigender Scham sahen und fühlten wir, daß sie uns nicht vergessen, sondern uns die Treue bewahrt hatten. Aber diese Nibelungentreue hatte sich vielfach, namentlich in Rußland, selbst in tiefste, tiefste Not gestürzt. Davon erzählt uns in schlichten Worten das vorliegende Buch. Es hebt an mit einer orientierenden Geschichte der deutschen Kolonien, die auf Katharina II. zurückgehen, mit ihrer allmählichen Entrechtung ihrer Privilegien und Einsumpfung in die slawischen Massen. Der Drangsalierung folgte dann mit dem Kriege die Not, die mit der Vertreibung der Wolhynier nach dem Zusammenbruch der russischen Westfront begann, sich dann auch auf die Kolonien im Odessa, im Schwarzmeergebiet, dem Kaukasus, auf die größte und geschlossenste an der Wolga und auf die deutschen Dörfer um Petersburg ausdehnte. 2 000 000 deutscher Ackerbauer und Gewerbetreibender, die weite Flächen der Steppe urbar gemacht und mit ihrem Brote weite Gebiete ernährten, die Kulturen und Industrien pflegten, die außer ihnen kein Mensch in Rußland verstand, sie wurden unterschiedslos für Feinde des Vaterlandes erklärt, als Verräter gebrandmarkt. Die Vertreibung aller Deutscher war in vollem Gange, da setzte die Revolution ein mit der Erklärung der Menschenrechte für die Russen. Erst nach vielen Mühen gelang es deutschen Dumadelegierten, die Ausnahmegesetze der zarischen Regierung aufzuheben und den Deutschen einige Gleichberechtigung mit den Hämorrhoiden! Aerztliche Broschüre Nr. 1 kostenfrei. Dr Hugo Caro G. m b. H, Berlin W. 30. E Russen zu gewähren. Vielleicht wäre da auch nun ein organisatorischer Zusammenschluß aller Deutschen Rußlands erfolgte jetzt eine allmähliche Verbesserung der Lage und Gesundung der Verhältnisse eingetreten, wenn nicht die Bolschewisten Herren der Lage geworden und durch eine zweite Umstürzung das ganze Land in das wildeste Chaos und die blutigsten Greuel getrieben hätten. Namentlich nach der Zurückziehung der deutschen Heere aus Südrußland raste der Blutrausch der Tscheko durch das schutzlose Land. Getreu ihrem Wahlspruch, daß das Bestehende völlig gestürzt werden müsse, ehe der Segen der neuen Gesellschaftsordnung in Wundern aufblühen könne, gingen sie mit Feuer und Mord gegen alle vor, die sich nicht blindlings und willenlos fügten. Dorf um Dorf wurde erobert, vielfach erst nach tage- und wochenlangen Kämpfen, und niedergebrannt und niedergerissen, die Frauen vergewaltigt, die Männer niedergemetzelt. Ueberall wiederholten sich dieselben Bilder: Ueberfall, Mord, Brand, Flucht der Uebriggebliebenen. Die Versuche Wrangels und Denikings, der Bolschewiken Herr zu wer den, sind wohl von anfänglichen Erfolgen begleitet, aber nach deren kläglichem Zusammenbruch tobte die Mord- und Brandwut der bolschewikischen Bluthorden erst recht ungehindert und ruhte nicht eher, bis aller Eigenwille und alles Selbstbewußt= sein der Deutschen im Blute erstickt, ihre Felder zerstampft, ihre Dörfer in Schutthaufen verwandelt, ihre Fabriken- und Industrieanlagen im Feuer aufgegangen waren. Die Zurückkehrenden standen vor dem leeren Nichts, und niemand war da, der bessernd und helfend eingreifen konnte. Und wie in den deutschen Dörfern war es vielfach weitum im Lande. Kein Adergerät, fein Vieh, fein Saatforn. Die Hungersnot mußte kommen und die Seuchen gesellten sich getreulich hinzu. Ein einziger Schrei der Verzweiflung gellte durch das Land. Und da hat sich endlich der Bolschewifenzar notgedrungen an das Ausland um Hilfe gewandt. Dann tropften die ersten grausigen Berichte durch, Bilder trostlosesten Elends und blutigster Bitternis wurden bekannt. Das Herz krampft sich zusammen im Anblick dieses entsetzlichen Wehes und namenlosen Jammers, der durch die Wahnideen einiger verbissener Ideologen über ein ehedem so reiches Land gekommen war. Und trotzdem haben die übriggebliebenen Deutschen nicht verzagt. Mit dem, was der Tscheko und der Terror ihnen gelassen, haben sie von neuem wieder angefangen, stark und zäh und tapfer, aber mit dem sieghaften Bewußtsein, ihr Edelstes, ihr Deutschtum, gerettet zu haben für sich und für die, die nach ihnen kommen. Sie hoffen auf eine günstigere Zeit. Dazu haben sie jetzt eine etwas innigere Verbindung mit dem Mutterlande hergestellt. Die nach unsäglichen Mühen nach Deutschland Geflüchteten haben sich organisiert und helfen ihren Brüdern im Not- und Hungerlande durch Wort und Tat:„ Drücken lassen sich die Bauern, aber nicht unterdrücken!" Das ist in rohen Umrissen der Inhalt des Buches, das uns die Leiden der deutschen Bauern in Rußland schildert. blühender Volksstamm, der nichts getan hat, denn dem halbasiatischen Volfe die europäische Kultur gebracht, der ein wesentlicher Faktor zu seinem menschlichen Erwachen gewesen ist, der ihm höhere Bildung und Gesittung eingeimpft hat, kurzum, der nährende Sauerteig seines Werdens und seiner beginnenden Reife geworden war, und der auf der anderen Seite nichts sorderte, denn auf der gewonnenen Erde treu seinem angestammten und überlieferten Deutschtum leben zu dürfen, ein solcher Volks= stamm ward auf den Aussterbe- Etat gesetzt und dem Terror, d. h. der Vernichtung durch Kontribution, Liquidation, Hunger. Mord und Brand der Tscheka anheim gegeben. Der hat den Anspruch ein Deutscher zu sein, verwirkt, den diese einfache nafte Tatsache nicht zur Empörung aufreißt. Es handelt sich hier nicht um eine parteiliche Stellungnahme, sondern einfach um einen Protest der menschlich Fühlenden gegen die tierische Barbarei einer demoralisierten Regierung, die noch immer vorgibt und hofft, der Welt das goldene Zeitalter zu bringen. Wer aus dunklem Gefühl heraus etwa ein Fünklein Sympathie mit diesen Volksbeglückern gehabt hat, dem wird das kleine Flämmchen durch dieses Buch gründlich gelöscht. Und wer etwa lässig und träge in der Pflege und Bildung seines völkischen Empfindens gewesen, dem wird es aufrüttelnd das Gewissen schärfen. Das ist ein großer Segen. Wilhelm Lennemann. „ Der Alpenfreund". Illustrierte deutsche Alpenzeitung. Das dritte Heft ist größtenteils dem Allgäu gewidmet, auf welches schon das wirkungsvolle farbige Umschlagbild von Edwin Henel, sowie die Kunstbeilage hinweisen. Otto Megger weiß anschaulich und lockend zu erzählen von Streifzügen durch die winterliche Allgäuer Bergwelt, Dr. Pauly schildert einen Ausflug von Oberstdorf in die Voralberger- Alpen, Dr. Zech berichtet über einen althistorischen Fastnachtsbrauch in Oberstaufen. Die Aufsätze sind mit ausgezeichneten Lichtbildern illustriert. So ist la Saatkartoffeln gelb. Ind. Odenw. Blaue u. beste Sorten rote und weisse waggon- und zentnerweise liefert gewissenhaft Richard Wichmann SCHOTTEN( Oberhessen) Fernsprecher Nr. 54 Zwecks Einführung bei Selbstrasierern für nur 3 Pf. à Rasierklinge von einer ungewohnten kühlen Schärfe liefert Loma- Klingen- Vertrieb, Rügheim in Unterf Lieferung erfolgt nur in der jeweiligen Stückzahl, in welcher abgenüßte Klingen unter ,, Warenprobe"( Borto 10 Pfg.) uns eingesandt werden. Nur Selbstverbraucher erwünscht! Pinsel und Bürsten für Maler und Anstreicher Deckenbürsten aus besten, reinen Borsten 9 cm 712 1712 7/2/15 Staf. 6.40 8/19 10. Mr. auch dieses Heft wieder vielseitig, schön und obendrein billig wie kein anderes derartiges Blatt. -- * RoLiebe, von Hugo Marcus. Wie geht es vor sich, daß das Erlebnis eines großen Herzen sich zu sozialer Wirksamkeit sublimiert? Es geschieht auf dem Wege über das Leid und dessen Ueberwindung. Helene Stöcker rollt in ihrem ebenso tiefen wie einzigartigen und erfreulicherweise so erfolgreichen man ,, Liebe"( soeben in 6. bis 11. Auflage im Verlag der Neuen Generation Berlin- Nikolassee neu erschienen) am Einzelfall mit meisterlicher Handhabung der induktiven Methode die Totalität aller Leiden auf, die auch eine glückliche Liebe noch mür den Menschen im Weibe mit sich bringt. Die Zuneigung aller praktischen Sausfrauen zum„ Franck"* beruht darauf, daß er der beste, würzigste und gehaltreichste Raffee Zusatz ist. * mit der Kaffeemühle als Schutzmarke J bei Re ve 23 der tro de die m mi sto be m go fr 5 ARRA 90 11 90 t 6/15 8.50 Patentbürsten Stück 5.20 beste reine Borsten 6'2/ 16 6.20 7/17/2 8.50 Mt. Gegen Nachnahme mit 5°. Skonto. Josef Rothschild II, Alsfeld Anfertig. aller Sorten Pinsel u. Bürsten 300 Felgen Vorder- und Hinterfelgen sind zu verkaufen bei August Müller Wagnermeister, Rohrbach b. Büdingen. Wir suchen Vertreter 1 Metallformer zum Verkauf von Fahrrädern u. Nähmaschinen gegen Provision gesucht. Verkauf der Maschinen gegen günstige Teilzahlung. Schriftl. Angebote m. Lebenslauf un. Chiffre G. 168 a. d. Exded. d Z. Drucksachen Pianos in nur hochwertiger Qualität, bei zeitgemässer Anzahlung und bequemen Teilzahlungen, liefert Offenbacher Pianoforte- Fabrik a. aller Art liefert Druckerei A. Klein Asthmakranke erhalten kostenfr. Broschüre Nr. 7 Dr. Hugo Caro, G. m b. H., Berlin- Friedenau 101. SchuhAlois Knauer& Co. Offenbach großhandlung BIEBER ERSTRASSE 5 M. Fernruf 305 u. 917. Langjährige schriftliche Garantie! An den Sonntagen vor Weihnachten, bleibt unser Geschäft geöffnet. richtet unt. günftigen Bedingungen Schuhgefchätte ein. Off unt. 1 Metalldreher C.& G. Panse, Wetzlar 000) Bubis Erlebnisse und Streiche. 5 Bubi hat seinen Vater bei guter Laune getroffen und von ihm eine Eintrittskarte in den Zoo erhalten. Dort strolcht er jetzt umher und überlegt, was für Streiche er anstellen soll. Den Affen spiegelt er ins Gesicht, dem Bären wirft er Steine in den Rachen und nach dem Kamel stösst er mit dem Stock. Beim Elefanten bleibt er lange stehen und betrachtet aufmerksam dessen Rüssel. Als er an demselben viele Risse und Sprünge bemerkt, springt er fort, holt eine Schachtel Büdo- Schuhputz und bestreicht damit den Rüssel des Elefanten. Weil Bubi weiss, dass Büdo alle Risse und Sprünge an Schuhen schliesst, meint er, dies müsse auch hier der Fall sein. Büdo ist hergestellt aus feinstem Terpentinöl und besitzt daher die Eigenschaft, das Leder weich und geschmeidig zu machen. Jeder Schuh, welcher mit Büdo geputzt wird, behält jahrelang sein elegantes Aussehen. Büdo erzeugt im Nu schönsten, dauerhaften und wasserdichten Hochglanz. Kaufen auch Sie nur Büdo und merken Sie sich: Büdo Terpentinöl- Creme Immer für die Schuhe nehme. G. 2 an die Exped. d. Z. Büdowerk, ehem. Fabrik, Schwenningen a. N.