r es! tung nfabrik sucht Uebernahme abrikate mit tigen Bezirk wird nur auf einer Dauerganze Kraft esseneinlage, nn. Branche. erforderlich. ben erbeten e Expedition ngszustände, wächte Herz Oschüre übe e Hauskuren Friedenau 54. bliothek? n- Baden, 3. Ing ipzig Reich. ung Cain, samt. Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich frei Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Str. 1362. Nr. 34. Expedition: Südanlage 21. Redaktion, Drnd und Verlag: Albin Klein in Gießen, Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30 mm brette Petitzeile, Auswärts 30 Goldpfg 11" 1 11 " 90 Lokal Reklameze le 11 11 Samstag, den 23. August 1924 Zur Frage der Wohnungs= zwangswirtschaft wird auch der diesjährige Verbandstag kath. kaufmän= nischer Vereinigungen Deutschlands Stellung nehmen und zwar auf Grund eines Antrages des Ruhr- EnscherGaues. Der Antrag lautet: Die Reichsregierung ist zu ersuchen, unverzüglich eine Milderung der Wohnungszwangswirtschaft in folgender Weise herbeizuführen: 1. Das freie Kündigungsrecht des Hausbesitzers wird wiederhergestellt in allen Fällen, wo a) der Hausbesitzer weitere Räume seines Eigentums für seine eigene Familie, seine vor der Verehlichung stehenden Kinder, seine Eltern oder Geschwister nachweislich bedarf. b) wo der Mieter nachweislich so gestellt ist, daß er die Miete in zwangsfreien Neubauten erschwingen kann, d. h. bei einem Einkommen, das mit über 10 Prozent bei der Einkommensteuer versteuert wird. 2. Die Mietzins-, Grund- und Gebäudesteuer für das Jahr 1925 ist so zu regeln, daß dem Hausbesizer bei Uebernahme aller Reparaturen, der Straßenreinigungs-, Kehrichtabfuhr- und Kaminfegerkosten, sowie des Wassergeldes und der Treppenbeleuchtung, jedoch nicht der Schönheitsreparaturen und Heizungskosten, 50 Prozent der Friedensmiete verbleiben. 3. Für alle Mieter mit einem Jahreseinkommen wie zu 1b ist freie Mietvereinbarung zu gewähren bei einer Mietzins, Grund- und Gebäudesteuer von 50 Prozent der vereinbarten Miete. Diese darf jedoch 20 Prozent des Eintommens nicht übersteigen. 4. Für untervermietete unmöblierte Zimmer fällt die Miete ganz, für möblierte zu einem Drittel dem Hausbefizer zu. 5. Alle Bauzuschüsse für Mietshäuser müssen als sichere Hypotheken eingetragen und entsprechend verzinst und getilgt werden. Aus der sachlich guten Begründung ist folgendes hervorzuheben: Ein schwerer Fehler der derzeitigen Gesetzgebung besteht darin, daß das freie Kündigungsrecht dem Hauseigentümer so gut wie grundsätzlich und unterschiedslos vorenthalten wird, selbst in den Fällen in denen er seines Eigentums dringend für seine eigene Familie bedarf. Diese Ueberspannung des Zwangssystems ist vom sittlichen Standpunkt schwer zu beanstanden, denn sie bedeutet einen rücksichtslofen und sehr verbitternden, die Familie schädigenden und zudem in vielen Fällen völlig überflüßigen Eingriff in die Eigentumsverhältnisse und damit in die naturrechtliche Grundlage der menschlichen Gesellschaft. 17 10 120 11 37. Jahrg. Es haben sich infolgedessen Zustände entwickelt, die zur folgenschwersten Verwirrung des Eigentumsbegriffes führen müssen. Es ist daher hohe Zeit, die sittliche Forderung wieder zur Geltung zu bringen, daß das Eigentum dem Eigentümer nicht vorenthalten werden darf, soweit er dasselbe zum Wohle seiner eigenen Familie dringend benötigt. Ein weiterer schwerer Fehler der jetzigen Wohnungszwangswirtschaft besteht darin, daß sie Bedürftigen und Nichtbedürftigen unterschiedslos zu Gute kommt. Ebenso darf die Konfiskation des Eigentumsertrags, auch in Zeiten größter Not, eine gewisse Grenzenicht überschreiten, wenn der Staat nicht zum Bürger seiner eigenen Bürger werden will. Diese Grenze wird aber bei den gegenwärtigen Ertragsverhältnissen des unbeweglichen Eigentums weit überschritten. Die jetzigen Verhältnisse bedeuten nicht nur eine rücksichtslose Konzentration der Zwangswirtschaft auf die Hausbesitzer zu Gunsten der Industrie, sondern auch die schwerste Benachteiligung des bauhandwerklichen Mittelstandes. Die vielerorts durch Untervermietung eingerissenen Mißbräuche müssen sofort abgestellt werden. Dieser Antrag, der von einer dem Hausbesitz fernstehenden Seite ausgeht, zeigt uns, daß auch bei Nichthausbesitzern Verständnis für das Unrecht, das dem Hausbesitz seit Jahren ange= tan wird, vorhanden ist. Aufgabe derjenigen Hausbesitzer, die großen wirtschaftlichen Verbänden oder Vereingungen angehören, muß es sein, auch ihre Vereinigung zu einem gleichen Vorgehen zu veranlassen. Wenn dem Hausbesitz derartige Helfer zur Seite stehen, wird die Regierung an gleichartigen Kundgebungen nicht unbeachtet lassen können. Nach Taries Arbeit, hart und rauh, erquickt am beften Gran bon- 19 1863 & fau Qualitäts Liker aus der & fau- likerfabrike Berlin 027 Stammhaus gegr. 1863 Staatssekretär Dr. August Müller über die Wohnungszwangswirtschaft. Der ehemalige Staatssekretär Dr. August Müller veröffentlicht im„ 8- Uhr- Abendblatt" vom 8. September 1923 seine Stellungnahme zur Wohnungszwangswirtschaft, die wir auszugsweise wiedergeben. Er schreibt wörtlich: ,, Die heutige Wohnungszwangswirtschaft ist unvereinbar mit dem Streben nach Sanierung des Staatshaushalts, Schaffung einer aktiven Wirtschaftsbilanz und Herbeiführung gesunder Wer den Mietern wohl will, Währungsverhältnisse. muß daher wünschen, daß das Verständnis hierfür erweckt und rechtzeitig eine Form des Abbaues der Wohnungszwangswirtschaft gefunden wird, die uns davor bewahrt, daß zu all den Schwierigkeiten, vor denen wir stehen, auch noch eine Woh= nungskrise in einem ganz anderen Sinne, wie sie jetzt besteht, hinzutritt. In den Schätzungen des Voltsvermögens der Vorkriegszeit wurde der Wert. des städtischen Geländes auf 50-60 Milliarden Goldmark geschätzt. Dazu tritt noch der Wert der Häuser, der Dieser Teil unseres nicht geringer ist als der des Bodens. Volksvermögens liegt noch heute brach. Der Staat bezieht aus ihm keine Steuern, weil die Hausbesitzer durch die Zwangsmieten unfähig zur Steuerzahlung gemacht worden sind. Der Wert dieses Teiles unseres Volksvermögens geht ständig zurück, weil infolge der geringen Mieten keine Reparaturen vorgenommen werden können und die Häuser daher allmählich ver= fallen. Nicht genug damit: Seit Jahren werden öffentliche Mittel aufgewandt, um den Häuserbau zu fördern, was nichts anderes bedeutet, als die Uebernahme einer Funktion, die früher der private Hausbesiz erfüllte, auf den Staat. Wie denkt man fich wohl die Sanierung des Staatshaushalts und der Volkswirtschaft bei Fortdauer dieses Zustandes? Man Die Mieterschutzgesetzgebung hat zuerst die Hypothekengläubiger ruiniert, deren in Goldmark gegebene Darlehen in ent= werteter Papiermark von den Hausbesitzern zurückbezahlt wurden. Sie hat aber bisher die Hausbesitzer dieses Vorteils nicht froh werden lassen, weil auch deren gerechtfertigte Ansprüche aus dem Mietertrag nicht gedeckt werden konnten. Der größte Teil der Mieter in alten Miethäusern wohnt nahezu umsonst, und natürlich entstehen aus dieser Tatsache starke direkte und indirekte Belastungen des Reiches. Immerhin darf nicht außer Acht gelassen werden, daß von einer Seite her immer stärker auch ein Die Angehörigen der Angebot an Wohnräumen erfolgt ist. Mittelschichten, deren Existenzgrundlage so erbármungslos durch die Entwicklung der letzten Jahre zerstört worden ist, hatten früher Neigung zu einem gewissen Wohnungskomfort. legte sich lieber Entbehrungen anderer Art auf, um dadurch die Diese Mittel für eine anständige Wohnung zu erübrigen. Schichten haben von allen Bevölkerungsklassen am häufigsten Gelegenheit gehabt, die Schönheiten unserer Wohnungsgesetzgebung kennen zu lernen, die bekanntlich eine etwas merkwürdige Illustration zum Artikel 115 der Reichsverfassung bildet, in dem geschrieben steht: Die Wohnung jedes Deutschen ist für ihn eine Freistätte und unverleglich. Später lernten diese Schichten aber gewisse Vorteile aus ihrer Situation ziehen, weil der Wohnraum zu einem begehrten Gut wurde und die Zerstörung ihrer Existenzgrundlage neue Einkommensquellen erforderlich machte. Der Mittelstand lebt heute zum guten Teil vom Vermieten von Zimmern. Umgekehrt vollzog sich die Entwicklung bei den Arbeitern. Sieht man ab von dem allerschlechtest gestellten Teil der Arbeiterschaft, so haben diese durchweg in der Kriegs- und Nachkriegszeit ihre Wohnverhältnisse ganz außerordentlich verbessert. Es ist ein öffentlicher Standal, daß die Wohnungsbaubehörden allerhand Kriegsgewinnlern gestatten, durch die Errichtung unzeitgemäßer Wohnluxusgebäude, wie man sie in reichlicher Fülle in den westlichen Vororten Berlins sehen kann, den Staat um einen Teil der Steuern zu bringen, die ihm ge= bührten. Mit den Summen, die hier verbaut wurden, um eine verhältnismäßig kleine Zahl von Luruswohnungen zu errichten, hätte man viele Tausende von Wohnungen für kleine Leute herstellen können, wenn man die Wohnungsansprüche so bescheiden gehalten hätte, wie es unserer Verarmung entspricht. Es ist aber natürlich auch ganz unmöglich, die Voraussetzungen aufrecht zu erhalten, die es den Arbeitern ermöglichten, ihren Wohnraum ganz erheblich zu vermehren. Die Erscheinung ist nämlich nur darauf zurückzuführen, daß die Miete einen ganz lächerlich geringen Bestandteil des Arbeitseinkommens ausmacht. Literarisches. Der altberühmte„ Lahrer Hinkende Bote"( Verlag von Moritz Schauenburg, Lahr i. B.) geht zum 125. Mal ins Land. Ein Jubiläum in schwerer Zeit. Und der Jubilar hat blizende Augen und ein immer fröhlich Herz wie in der ganzen langen Zeit seines Erdenganges. Lustige und ernste Geschichten! Eine Weltrundschau in frischem Plauderton. Standreden über allerhand Volksfragen, die unsere Zeit bewegen( Welt und Vaterland, Japan, Radioapparat), in buntem Wechsel reicht der alte Freund des deutschen Volkes seinen Getreuen. Wer ihn in seine Stube treten läßt, wird es nicht bereuen: er ist ein guter Kamerad! - Der Heimat tren! Ein Abschiedsgruß für Auswanderer. 83 Seiten, in Verlag des Evangel. Volksbundes, Stuttgart. Halbleinen geb., mit Bildschmud, 1,80 Mt. Bisher fehlte eine Schrift, die von Einzelnen wie von Gemeinden, Pfarrämtern, Vereinen, Auswandernden als Abschiedsgruß hätte mitgegeben werden können. Diese Lücke füllt das soeben vom Evangel. Volksbund für Württemberg herausgegebene Büchlein aus. 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So entsteht ein Abschiedsgruß von warmherzig christlich- deutscher Art, ohne den wirklich kein Auswanderer den deutschen Heimatboden verlassen sollte. Seinen Den Grund für die politischen und völkischen Nöte der Deutschen mit ihrem Eintritt in die Weltgeschichte behandelt in anschaulicher Weise Generalleutnant a. D. Heinrich Meyer in dem neuesten Heft Nr. 4146 der„ Illustrierten 3eitung" ( J. J. Weber, Leipzig). Für die Damenwelt wird die Ganzseite ,, Neue Wiener Modeschöpfungen" von anziehendem Interesse sein. Wie immer, sind auch diesmal alle wichtigen Vorkommnisse im In- und Ausland weitestgehend illustrativ berücksichtigt. Zu dem rechten Mittel greifen! das gilt heutzutage be sonders für die Ernährung der Kinder. Tausende von Eltern wissen es noch nicht oder haben es schon wieder vergessen, daß es in Nestles Kindermehl ein Nährmittel gibt, das die für die Entwicklung des findlichen Organismus wertvollsten Nähr- und Kraftstoffe birgt. 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