Bezirk xped. cht: etc. d. d. Bl. en rbetten, N frei. Thür. Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich fret Haus, bet obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Str. 1362. Nr. 11. Expedition: Sudanlage 21. Anzeigenprets: 5 Goldpfennig Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Verlagsbruderei, vorm. Keller, gegr. 1783. für 1 mm Höhe und 44 mm Breite; für Auswärts 10 Goldpfennig; Reklameanzeigen 90 mm breit 30 Goldpfg. Samstag, den 15. März 1924 37. Jahrg. Aus amtlichen Bekanntmachungen. Reichs- und Landesbehörden. Heff Gesamtministerium, 19. 2. 24. Die Schornsteinfegerordnung vom 4. März 1921( Reg.-Bl. S. 41) wird wie folgt abgeändert: I.§ 26 erhält folgende Fassung: Alle Schorn= steine müssen vorausgesetzt, doß die in sie mündenden Feuerungen in Gebrauch sind im Laufe des Jahres dreimal möglichst in gleichen Zwischenräumen, und zwar in der Regel innerhalb der folgen. den Zeitabschnitte von Mitte November bis Mitte Februar, von Anfang März bis Ende Mai und von Anfang Juli bis Ende Oktober je einmal gefeat werden. Schornsteine, in welchen nur im Winter ( 15. Oftober bis 15. April) in Gebrauch befindliche Feuerungen münden, müssen zweimal im Jahre, in der Regel während der beiden ersten der vorgenannten Zeitabschnitte, gefegt werden. Mit der zweiten Fegung ist das regelmäßige Ausbrennen(§§ 32, 33) zu verbinden. II. Jm dritten Saz des§ 45 werden die Worte gegen eine Vergütung von 25 Pfennig" ersetzt durch die Worte, gegen eine gemäß§ 43 festzusetzende Vergütung". Heffisches Staatsministerium, 10. 3. 1924. In der 3. Steuernotberordnung ist vorgeschrieben, daß die Länder und Gemeinden eine mietiteuer oder als Ersatz dafür eine von der gewöhnlichen Grundsteuer getrennt zu haltende Steuer vom bebauten Grundbesitz erheben. Der dem Sonderausschuß des hessischen Landtags zurzeit zur Beratung vorliegende Gesetz entwurf fieht auf Grund dieser Reichsvorschrift für das Red nungsjahr 1924 die Erhebung einer Sonder[ teuer vom bebauten Grundbesitz vor. Die Steuer ist von dem Hauseigentumer zu entrichten, der aber berechtigt ist, sie auf die Mieter umzulegen. Wenn der ersatzpflichtige Mieter eine Unterstügung als Sozialrentner, Kleincentner oder Erwerbsloser auf Grund geseglicher Vorschrift bezieht oder aus der öffentlichen Wohlfahrtspflege unterstützt wird, ist der auf ihn entfallende Steueranteil auf Antrag zu erlassen. Auch ist allgemein vorgeschrieben, daß eine Gemäßig. ung oder ein Erlaß der Steuer dann eintreten kann, wenn fie für den Ersatzpflichtigen eine besondere Härte bedeuten würde. Die Steuer soll monatlich mit 5 Pfg. von 100 Mt. Steuerwert erhoben werden. Sie belastet den Mieter je nach dem Verhältnis der Friedensmiete zu dem Steuerwert des Hauses mit etwa 10 bis 12%, der Friedensmiete. Tritt hierzu noch eine Gemeindesteuer in gleicher Höhe, so beträgt die Gesamtbelastung des Mieters 20 bis 24% der Friedensmiete. In ähnlicher Höhe foll die Miet[ teuer auch in anderen Ländern erhoben werden Die vom 1. April ab zu erhebende Steuer unterscheidet Coonoor sich von der im Februar erhobenen Staatssteuer vor allem dadurch, daß sie nicht vierteljährlich, sondern monatlich erhoben wird. Dadurch wird vermieden, daß die Mieter fünftig wieder in einem Monat so schwer belastet werden, wie dies infolge der einmaligen Zahlung des fälligen Vierteljahresbetrags im Februar gefchehen mußte. Da zufällig in den Februar auch noch die Erhebung der Brandversicherungsbeiträge ( mit 6 Pfg. bon 100 Mart Steuerwert) fiel, fo mußte der Mieter in diesem Monat an staatlichen und kommunalen Mietfteuern und Brandversicherungsbeiträgen insgesamt 26 Pfg. von 100 Mart Steuerweit tragen gegenüber einem fünftigen durchschnittLandesversicherungsanstalt effen, 11. 3. 1924. lichen Gesamtbetrag von höchstens 11 Pig. monatlich. Wie bereits mitgeteilt, ist das Heilverfahren für Tubertulose seit einiger Zeit wieder aufgenommen. Nunmehr hat sich die Anstalt entschlossen, auch das Hellverfahren für die Versicherten, die an anderen Krant heiten als Tuberkulose leiden, in Gang zu bringen und in geeigneten Fällen Kuren für Herzkranke, nervöse, Rheumatiker u.[. w. wieder zu übernehmen. Damir ist die Krankenfürsorge im früheren Umfange wieder hergestellt. Anträge auf lebernahme eines Heilverfahrens find durch Vermittlung der zuständigen Krankenkasse bei der Landesversicherungsanstalt zu stellen. Amtsgericht Gießen. He. Amtsgericht Gießen, 4. 3. 24. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute eingetragen: Die Firma Rundfunkhaus Gießen, G. m. b. H. in Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, der Vertrieb, die Aufstellung, Unterhaltung und Vorführung von Rundfunkgeräten, sowie Veranstaltung von Rundfunkdarbietungen. Die Ges.schaft ist berechtigt, andere ähnliche Unternehmungen zu erwerben und sich an solchen zu beteiligen, auch Filialen zu errichten. Das Stammkapital beträgt 20 000 Goldmart. Der Gesellschaftsvertrag ist am 25. Februar 1924 errichtet. Kreisamt Gießen. 4. 3. 24. Wir machen auf die Polizei- Verordnung vomi 30. Dezember 1899 aufmerksam, wonach der Gebrauch bon Schleifen zum Transport landwirtschaftlicher Geräte( Pflüge, Eggen usw.) und anderer Gegenstände auf den chaussterten Straßen und Wegen des Kreises Gießen unter Strafe gestellt ist. 12. 3. 24. Gine Sammlung des 116- Verbands, Sig Gießen, zwecks E: richtung eines Gedenfteins ist von uns bis Ende Mai 1924 Erlaubnis erteilt worden. Als Ausweis dienen den Sammlern Sammelfarten, die von uns abgestempelt sind und den Namen des Sammlers tragen. Andere Karten sind ungültig. Polizeiamt Gießen. 7. 3. 24. Wegen Bornahme von Bauarbeiten durch das Stadtbauamt Gießen wird der Riegelpfad auf die Länge der Eisenbahn Nebenwerkstätte vom 10. März d. Js. ab bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerks und Fußgängerverkehr gesperrt. Stadtverwaltung Gießen. Der Oberbürgermeister, 13. 3. 24. Die GeschäftsItellen des Lebensmittelamtes und Brennstoffamtes werden vom 15. März 1924 ab aufgehoben. Der Oberbürgermeister, 13. 3. 1924. Aus den Stadtwaldungen, Bezirk des Försters Arft, Forsthaus Hochwart, Abt. 31, 33, 80, 86, 87, 88, 91, 121 und 122, Was Toll mein Junge werden? Man schreibt uns: Das ist die sorgenvolle Frage, die so manche Eltern fich it vorlegen. Wieviele Jungen stehen nun vor dem Abschluß ihrer Schulbildung und wissen noch nicht, was nun weiter werden soll. Wie manche, die gut und gern gelernt haben, möchten einen Beruf erareifen, wo sie ihre Gaben auch anwenden können, und finden überall verschlossene Türen. Das Handwerk, die Industrie, die Verwaltungen, die Schreibstuben der Fabriken, der Kaufmannsstand, fie alle leiden unter dem schweren Druck der auf unserer Wirtschaft liegt, leiden unter Stockung des Geschäfts, unter Abbau der Beamten und Angestellten, unter der Einschränkung der Arbeitsträfte. Sie alle haben für den Jungen, der eine Stellung sucht, zumeist nur ein bedauerndes„ Nein". Da sei auf eine Möglichkeit hingewiesen, die fich noch für manchen begabten Jungen als Ausweg bietet, das ist die Aufbauschule. Ste hat ihren Namen vom Aufbauen; fie baut auf das auf, was die Volksschule borher erarbeitet hat. Sie will gut beanlagten fleißigen Bolfsschülern eine höhere Schulbildung vermitteln, so daß fie in 6 Jahren bis zur Reifeprüfung und damit zum Universitätsstudium oder zu einem anderen böheren Beruf gelangen. Besonders begabte Volksschüler können schon mit dem 13. Jahr aufgenommen werden, sodaß der junge Mann mit 19-20 Jahren eine abgeschlossene, höhere Bildung erworben haben kann, die der an einer anderen höheren Lehranstalt erreichten gleichgesezt wird. Im Mittelpunkt des Unterrichts der Aufbauschule stehen die Fächer der Deutschkunde. Es ist eine Fremd sprache zu erlernen, das Französische, Religion, Geographie, die mathematisch- naturwissenschaftlichen Fächer werden etwa wote an Oberrealschulen betrieben. Die musikalische Ausbildung an einem Instrument( Klavier, Violine) ist Pflichtfach. Das Turnen wird fleißig getrieben, Handfertigkeit gepflegt. Kurzum, die Aufbau: schule gewährt eine harmonische Ausbildung aller Anlagen und Kräfte der Jugend. Lernt der Schüler noch freiwillig Latein, wozu ihm Gelegenheit Alfe Reserve 1846 Winkelhausen follen am Dienstag, den 18. März 1924, vormittags 9,30 Uhr beginnend 20 Nm. Scheiter, 97 Rm. Knüp. pel, 53 Rm. Reifig und 20 Nm. Fichteftöde versteigert werden. Das Holz aus Abt. 31 und 33( Fernewald) wird nicht vorgezeigt. Zusammenkunft: alter Steins bacher Weg 8. Schneise. Landgemeinde- Verwaltungen. Bürgermeisterei Loudorf, 11. 3. 24. Die Gemeinde berfauft im Wege schriftlichen Angebots 187 Stämme Fichten mit 81,92 Fitm. Angebote in Goldmart find pro Festmeter mit der Aufschrift„ Holzsubmission" bis spätestens Dienstag, den 18. März ds. Js. nachm. 3 Uhr, bet der Bürgermeisteret einzureichen, woselbst auch die Verkaufsbedingungen eingesehen werfönnen. Zuschlagsfrist 5 Tage. gegeben ist im wahlfreien Lateinunterricht, dann ist er nach bestandener Reifeprüfung zu denselben Studien befähigt, wie die Schüler der Oberrealschulen und Realgymnasien. Er kann dann auch Lehrer werden, wenn er die Ausbildung für diesen Beruf, die nach dem Eingehen der Seminare in einem zweijährigen Studium bestehen soll, mit Erfolg erledigt. Auch, ohne Studium fann er bei einer Behörde, in einem faufmännischen Betriebe, bei einer Bank und dgl. ankommen und hat dann von vorne herein Anspruch auf gehobene Stellungen. Die Kosten des Bildungsganges auf der Aufbauschule sind im Vergleich zu anderen wesentlich geringer. Das Schulgeld beträgt 6 Mart monatlich gleich dem der anderen höheren Schulen; es wird aber im Falle der Bedürftigkeit in weitgehendent Maße eclassen. Dte Schüler fönnen im Internat wohnen, wo Wohnung, Licht und Heizung kostenlos gewährt werden. Die Verföftigung wird möglichst billig geboten( z. 3t. 52 Pfg. täglich!). Besonders befähigten Schülern, die aus bescheidenen Verhältn ssen stammen, wird das Koftgeld aus Staatsmitteln vergütet. Die Frage der Kosten braucht also feinen abzuhalten; bei besonders tüchtigem Schülern beschränken sie sich fast auf die Ausgaben füc Kleider, Schuhe und ein kleines Taschengeld. Für strebsame, gutbegabte Volksschüler, gerade vom Bande, bietet die Aufbauschule die Gelegenheit zum Aufe stieg zu höheren Berufen. Es wäre zu begrüßen, wenn tüchtige Jungen aus den Voksschulen, die jetzt nicht wissen wohin, den Versuch wagten und auf der Aufbauschule weiter lernten, um die Reife zu erlangen zu Berufen, wo sie ihre Gaben voll und ganz auswerten fönnen im Dienste unseres Voltes. Es bestehen Aufbauschulen in Alzey, Bensheim und Friedberg, für Mädchen eine in Darmstadt. Die Direktion der Aufbauschule in Friedberg ist gerne bereit, auf Anfragen nähere Auskunft zu geben. Einziehung der Reichsbanknoten zu 5 Billionen mk. bom Mit Genehmigung des Reichsrats ruft das Reichs. bankdirektorium die Reichsbanknoten zu 5 Billionen Mr. vom 1. November 1923( 1. Ausgabe) und 7. November 1923( 2. Ausgabe) hiermit zur Einziehung auf. Die Besizer dieser Noten fönnen sie bis zum 5. April bei allen Kassen der Reichsbank in Zahlung geben oder gegen andere gefeßliche Zahlungsmittel ein. tauschen. Mit dem 5. April 1924 verliert die aufge: rufene Note ihre Eigenschaft als gesegliches Zahlungsmittel. Von da ab erfolgt ihre Einlösung nur noch bei der Reichshauptkasse in Berlin, und zwar bis zum 5. April 1925. 3gb gegen Husfen Gefeß Münze ungen des minif borge Behet im R erfreu Abg. Fünfr entspr wurde marff schuß Parag aufger felben welche merde der g bis an 201 Stahl dir. am Cifenn Dru liefert ags üp. gert ald) ein. t. Inde ame ind bis hm. wo Dex= t er biem cealenn dem um um hen hat Stel 1, 2, 3 Markstücke. Im Haushaltsausschuß des Reichstags wurde der Gefeßentwurf über die Ausprägung neuer Reichsfibermünzen weiter behandelt. Nach einleitenden Ausführ ungen des Reichsbankvizepräsidenten Glasenapp und des Winifterialdirektors v. Brandt( Reichsfinanz minifterium), die fich zu den in der gestrigen Diskussion vorgebrachten Anfragen und Vorschlägen äußerten, gab Geheimrat Norden, der Dirigent der Währungsabteilung im Reichsfinanzministerium, eine Uebersicht über den exfreulichen Rüdgang im Umlauf des Notgeldes. Abg. Dr. Rießer( D. Bp.) hielt die Prägung von Fünfmaifftücken für überflüffig und stellte einen dementsprechenden Antrag, der vom Ausschuß angenommen wurde. Es werden also nur Ein, Zwei- und Dret marfftücke geprägt werden. Weiter wurde vom Aus. schuß ein Antrag angenommen, dem zufolge in dem Baragraph 1 der Vorlage ausdrücklich die Bestimmung aufgenommen wird, daß die Silbermünzen nur in demselben Maße in den Verkehr gegeben werden dürfen, in welchem andere dauernd aus dem Verkehr zurückgezogen werden. Auch wurde ein Antrag angenommen, wonach der gesamte Betrag der neuen Reichsfilbermünzen, der bis auf weiteres 5 mark für den Kopf der Bevölkerung au ger.. Dem Falle Dte KK ang. BerPfgbe geld des Reiches nicht übersteigen soll, nur mit Zustimmung des Reichsrats und eines Ausschusses des Reichstages bis auf 10 Mart erhöht werden darf. Ohne weitere Veränderungen wurde hierauf die Vorlage vom Ausschuß genehmigt. neue Bücher. Georg Wasner, Günther Ambach und die Baronin. Ro= man. Verlag Dr. Eysler& Co. A.-G. in Berlin SW 68. Geh. 3,00, Geb. 4,20 Mt. Eine geschickt aufgebaute ſeſſelnde Handlung führt den Leser vom vornehmen deutschen Gutshof über die russischen Ostseeprovinzen in einen der freudalen Vororte des Berliner Westens, sie läßt ihn an Ereignissen in einem Gesellschaftsmilieu teilnehmen, die sich als ein ebenso eigenartiges wie ergreifendes Zeitbild tief ins Gedächtnis graben werden. ** Anläßlich der Hans Thoma- Ausstellung in der Schweiz bringt die soeben erschienene Nummer 4122 der Leipziger ,, Illu strierten Zeitung"( J. J. Weber) eine Reihe von Reproduktionen nach Gemälden des Meisters. Vor allem sind zwei schöne farbige Ganzseiten und eine interessante aktuelle Zeichnung von der Leipziger Frühjahrsmesse, sowie eine schöne Landschaftsaufnahme zu erwähnen. Auch enthält die Jalustrierte Zeitung" interessante ethnographische Aufnahmen. Ein Artikel von Dr. Oscar Wingen über die französische Steuerpolitik ist bei dem aufsehenerregenden Sturz des Franken heute besonders aktuell. Für die Frauenwelt enthält das Heft eine Reihe von Modenbildern und einige hübsche Plaudereien über allerhand Kleinigkeiten, die die Damen angehen. Lager's Moin Führer mit 20 Gratis- Schnitten auf großem Bogen das Batte für die Barüfs u. Housschneiðarni Überall zu haben, sonst durch Nachnahme von Varlag Clo Bagner, Lnipzig. Für zahlreiche Käufer werden schnellstens gesucht Grundstücke mit od. ohne Geschäft, Landwirt schaften, Gast.öfe, Mühlen, Villen etc. Auch Aufgabe von Kapital- Hypothekgesuchen erbeten. 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