kästen Bunkiers, C. Unerreicht! eltersweg 83 elephon 362 s Stoffwäsch rik von Mey& Edlich in Leipzig- Plan ste Ersatz für Leinenwäsch nt. Wohlfeil. Praktisch Vorrätig in Giessen bei: Wil lee, Marktstr.2; Ph.Lüdeki ltersweg 5; H. Kühn, Selte g36; Ernst Balser, Mäusbur alius Hoos, Bahnhofstr pierhandlung Albin Klei tersweg 83; L.P.Bingel, O ilers Nachfolger. Schreibma in Butzbach bei A. W elek ch Plakate kenntlich gemachte ufsstellen. ahmungen mit ähnlichen E owie denselben Benennunge I. Frauenwohl ist ein Mittel, welches Stock u. Störungen in kurz. Zeit b Grossartige Wirku ( Bestandt.: Flores Anthem. plv. sbl. Preis pro Sch Mk. 3.-, 3 Schachteln Mk bei besonders schweren Tropfen zu Mk. 6.-. Versan gegen Einsendung des Bet Porto 50 Pfg. D. Franz Steiner& Berlin 58, Königgrätzer Stras Generaldepot u Versand: Apotheke Frankfurt a. M., G Friedbergerstrasse 44. But möbl. Simmer mieten. Walltorft Putze mit Henkel Bleich- So go Cuckner ver) Leipzig chanstalten anerkannt, gestellte. Gießener Zeitung ( Neuefte Nachrichten) Bezugspreis 25 Pfg. monatlich vierteljährlich 75 Pfg., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 60 Pfg. Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. - Nr. 26. - Telephon: Nr. 362. Deutschlands neue Heeresvorlage und und deren Kostendeckung. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am Freitag sowohl der Heeresporlage als auch den sämt= lichen Dedungsvorlagen endgiltig zugestimmt. Heute werden die verschiedenen Vorschläge der Regierung zur Deckung der Kosten befanni: Die einmaligen Steuern werden erhoben vom Vermögen von 10 000 Mt. aufwärts ohne Staffelung in Höhe von 0,5 Prozent. Die Einkommen werden betroffen von 50 000 Mart aufwärts gleichfalls ohne Staffelung und zwar mit 2 Prozent, sofern nicht aus dem Vermögen schon ein gleich hoher Beitrag geleistet wird. Ferner ist ein Generalpardon für frühere falsche Angaben in Aussicht genommen, das heißt also: früher nichtbesteuerte Vermögen sollen, auch wenn sie der Steuerpflicht unterlagen, von Strafe und Nachzahlung der Steuer freibleiben. Die laufenden Ausgaben werden gedeckt durch Erhöhung der Matrikularbeiträge um 1,25 Mark pro Kopf der Bevölkerung zu den bereits bestehenden 0,80 Mark. Die Bundesstaaten haben diese Steuer zu leisten durch eine Besiz besteuerung, deren Form ihnen überlassen bleibt. Falls innerhalb dreier Jahre diese Besteuerung nicht vorgenommen ist, hat das Reich dafür zu sorgen durch Einführung eines Vermö= genszuwachs steuergesetzes. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 29. März 1913. schen. Man hätte die untere Grenze bei 30 000 oder noch besser bei 50 000 Mark ziehen sollen. Es ist ferner noch besser bei 50 000 Mark ziehen sollen. Es ist ferner nicht einzusehen, weshalb die Einkommen von 10 000 bis 50 000 Mt. von der Steuer freigelassen worden sind. Hier wird der Reichstag nützliche Arbeit zur Sozialisierung der Vorschläge leisten können. Die jetzt bekannt gegebene neue Heeresvorlage stellt sidy als eine Ergänzung des Gesetzes über die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres vom 28. März 1911 bezw. 14. Juni 1912 dar. Die neue Vorlage erhöht die Friedenspräsenzstärke von 544 211 auf 661 176 Gemeine, Gefreite und Obergefreite. Um diese Präsenz- stärke zu erreichen, sollen jährlich rund 63 000 Refruten mehr eingestellt werden. laufen sich auf rund 183 Millionen Mark fortdauernDie Gesamtkosten für die Jahre 1913 bis 1915 beder Ausgaben und 887 Millionen einmaliger Ausgaben. Von den einmaligen Ausgaben für Preußen, Sachsen und Württemberg entfallen 28 Millionen Mark auf Magazinverwaltung, 38 Millionen auf Bekleidung und Ausrüstung, 230 Millionen auf Unterkunft, 46 Millionen auf Truppenübungsplätze und Schießstände, 14 Millionen auf Medizinalwesen, 14 Millionen auf Trainwesen( Feldküchen usw.), 31 Millionen auf Pferdebe schaffung usw., 71 Millionen auf Artillerie- und Waffenwesen, 28 Millionen auf Ingenieur, Pionier- und Verkehrswesen, 79 Millionen auf Luftfahrwesen, 210 Millionen auf Festungen, 15 Millionen auf vorüber= gehende Unterkunft und 8 Millionen auf Verschiedenes. Ferner ist geplant ein Reichsstempel auf An dem vaterländischen Opfer des Wehrbeitrages Gesellschaftsverträge und auf Versicherungsverträge unwerden sich auch die deutschen Bundesfürsten beter Wegfall der bisher geltenden einzelstaatlichen Besteu- teiligen. Dieser Wehrbeitrag, der nach dem Vermögenserung dieser Verträge. Schließlich wird ein Erbrecht des Staates vorgeschlagen. Diese Deckungsvorschläge scheinen nicht sämtlich auf glücklichen Eingebungen zu beruhen. Gleich die wichtige Bestimmung der unteren Grenze des zur einmaligen Steuer herangezogenen Vermögens muß zur Kritik geradezu herausfordern. 10000 Mark sind heutzutage kein Vermögen, sondern ein Notgro 8) Die Hauptmarke Die Nachbarn vom Heideland. Roman von Ludwig Blümce. ( Nachdruck verboten.) Hans ist der erste an der Brandstelle. Die Alte, deren Anblick im ersten Augenblick wie eine Geisterer= scheinung auf ihn wirkte, schreit jetzt mit gellender Stimme: Rette Stine, rette mein Kind! Sie ist gewiß noch in ihrer Kammer!" Dann bricht auch sie zusammen. „ Herr Gott, die Türe ist fest verschlossen!", feucht Hans, mit Riesenkräften den starken eisernen Riegel zu sprengen suchend. Drinnen brennt es schon lichterloh. Es ist auch keine Sekunde Zeit zu verlieren. Wo bleiben denn nur die anderen?- Noch ein Ruck, ein gewaltiger mit unmenschlicher Kraft. Da trachte die eichene Tür in allen Fugen, sie ist zertrümmert, Hans kann hinein. Die Flammen versengen ihm das Haar, die Uniform beginnt zu brennen. Er achtet dessen nicht, ein Menschenleben gilt es zu retten, weiter weiß er in diesem Augenblick nichts. Da liegt die Ohnmächtige am Boden. Wenige Sekunden noch und der Todesengel hat seine Beute in Sicherheit. Aber der auch dem Tode zu gebieten vermag, den Hans soeben um seine Hilfe angefleht, der will es anders.- Stine Lorenzen ist gerettet. Hans trägt sie auf seinen starken Armen wie ein Kind aus den Flammen. Der Moorbauer reißt seine Tochter an sich, und man hört nur den einen Satz von seinen zuckenden Lippen:„ Das vergelte Dir Gott!" Dann herzt er sein Kind, umarmt Hans, überläßt die noch immer Bewußtlose den anderen und versucht, in die Wohnstube einzudringen. Ueber 100 Taler bares Geld liegt in der Schublade, Geld für die Zinszahlung am 1. Juli. Der Nachbar ist inzwischen dabei, die Kühe mit Riesenkräften aus dem Stall zu treiben, ein eitles Müben. Nur eine, der er einen Sack über den Kopf ge= Das beliebteste Hausmittel. Ein mild wirkendes, angenehmes bführmittel, welches zugleich die Verdauung reguliert und blutreinigend mirkt, ist Sa nitätsrat Dr. Wegeners Tee. Speziell im Frühjahr it es von größter Wichtigkeit, bei Erwachsenen wie Kindern, die Ver: dauungsorgane zu reinigen. Sanitätsrat Dr. Wegeners Lee toftet M. 1.50, in Apotheken erhältlich; Ferromanganin- Gesellschaft, Frankfurt a. M.( 178) ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg. Die 90 mm breite Reklame Zeile 50 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bef Konkurs in Wegfall. Plagvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein. Telephon Nr. 362. 25. Jahrg. stand vom 31. Dezember 1912 veranlagt wird, soll, wie gesagt, in zwei Jahresbeiträgen erhoben werden und einen Gesamtbetrag von 975 bis 1000 Millionen Mk. ergeben. Vom Balkankrieg. Adrianopel erobert. Sofia, 26. März. Die Bulgaren haben Adrianopel eingenommen. General Schüfri Pascha hat sich um 2 Uhr nachmittags dem General Jwanow ergeben. Nach heldenmütiger Verteidigung und monatelangem Ringen ist Adrianopel also doch gefallen. Fast auf den Tag 5 Monate hat sich Adrianopel gehalten, eine Zett, die den Verteidigern in der Tat ein glänzendes Zeugnis ousstellt. Ueber den Fall Adrianopels liegen folgende MelDungen vor: nach einem fühnen Angriff der ganzen Ostfront AdriaBei Tagesanbruch bemächtigten sich die Bulgaren nopels mit den sieben Forts: Aivasbaba, Aidschioglu, Restanlik, Kurutſchesmo, Jildizköscht, Topjoi und Kavfas- Tabia, sowie sämtlicher Batterien dieser Forts. Dann wurde die Erstürmung der Festung vorbereitet. Nachdem eigens dazu ausgerüstete Soldaten die Stacheldrahtzäune durchschnitten hatten, trieben sie große Viehherden vor sich her, um etwaige Minen zur Explosion zu bringen. Die 11 Meter hohen betonierten Forts wurden im Bajonettangriff eingenommen. Auch die Serben kämpften am Nordwestsektor heldenhaft. Die Türken haben alle Depots in Baschiul, Kemer, Hadilik, Kaik und Karachköi, das Arsenal, Artilleriedepot, die kleinen Kasernen zwischen Janik und Kischla und die Spitäler, sowie die Kasernen im Norden der Stadt in Brand gesteckt. Die Flammen verheerten die Stadt. Adrianopel, 28. März. Der König der Bulgaren, der alsbald nach dem Eintreffen der Nachricht von dem Falle Adrianopels mit einem Sonderzuge bis vor die Stadt abreiste, zog heute im Automobil, begleitet von den beiden Prinzen, den Generälen Sawoff, Jwanoff, Ratscho und Petroff in AdriaUnsere Marine" GEORG A.JASMATZI A.G.DRESDEN Grösste deursche Cigarettenfabrik zogen, läßt sich hinauszerren. Doch auch die ist verloren, kann aber vom Mezger wenigstens noch verwertet werden. Wie der Riese vom Eichhof- ja, wie ein Riese, der den Flammen zu troßen wagt mit seiner Kraft, ist er beim Rettungswerk nun auch im Pferdestall die beiden mit ihren Hufen wild um sich schlagenden Pferde hinaustreiben will, da kommt er zu Fall und erhält einen Schlag gerade auf den Kopf. Ein Mensch von normaler Körperbeschaffenheit hätte ohne Zweifel mit zerschmettertem Schädel tot dagelegen. Der Eichhofer aber vermag sich wieder aufzuraffen und wankt, von Hans gestützt, hinaus, blutüberströmt, schwerverletzt. Lorenzen war es gelungen, mit einigen anderen in die Wohnstube einzudringen. Der Tisch brannte be= reits, nur die Schublade hatte schon jemand herausge= rissen. Wer aber nur?- Niemand wußte das. Und der es getan, der knecht Jürgen vom Eichhof, hütete sich wohl, das Geld herauszurücken, das er in seiner Tasche trug. Er mußte zum Ersten aus dem Dienst, weil er ein liederlicher Bursche war und hatte noch feine Stellung. Da fam ihm diese unerwartete Beute sehr zu statten. Indessen sollte das gestohlene Gut ihm nur zu bald zum Verhängnis werden. Gleich am ersten Tage seiner Freiheit betrank er sich sinnlos und fand in der Eider seinen Tod.— Also, das sauer verdiente Geld war fort. Alles Suchen und Forschen danach blieb vergebens. „ Es ist alles, alles verloren, es ist aus mit uns!" sagte Lorenzen, und die Tränen perlten ihm über die gefurchte Wange in den grauen Bart. Ein ruinierter Mann, wie ein Bettler fühlte er sich in dieser Stunde des Jammers. Ein Trümmerhaufen war aus dem Moorhof geworden. Nichts, rein gar nichts von Bedeutung hatte gerettet werden können von Hab und Gut. Der 1. Juli war nicht mehr fern. Die 100 Taler Die beste PFG. Cigarette Zinsen für das 1. Halbjahr mußten bezahlt werden, wenn der Gläubiger die Hypothek, die auf dem Moorhof lastete, nicht kündigen sollte. Woher das Geld nehmen? Der nach der Stadt zu liefernde Torf war schon vorweg verkauft. Die Kieler Versicherung würde sobald nichts bezahlen und höchstens die Hälfte von dem Wert, der für ihn in dem Verlust steckte. Wie er so dastand, schwermütig, die verkohlten, schwelenden Balten seines Hauses anstierend, da legte Stine, die sich jetzt von ihrer Ohnmacht erholt hatte, die Arme weich um seinen Nacken, schaut ihn mit ihren sanften, dunklen Augen wie ein Engel des Trojtes an und spricht: m ,, Vater, denke, wenn ich mit verbrannt wäre, wieviel trauriger Du dann sein würdest! Tröste Dich, wir haben junge, starke Arme, der Ewald und ich. Du wirst feine Not leiden auf Deine alten Tage!" Und nun tamen auch Ewald und Hans an thn heran, um ihn zu beruhigen. Wie sah der Ulan nur aus! Die schöne, nagelneue Extrauniform hing ihm in Fezen vom Leibe. Ein paar nicht unerhebliche Brandwunden hatte er im Gesicht und den Armen erlitten. " Ihr kommt alle mit auf den Eichhof. Da wohnt thr vorläufig. Play wird schon geschafft werden. Vater und Großmutter sind schon voraus. Jürgen holt den Doftor," jagte Hans. Der Wind hatte sich gelegt, und im Osten brach der neue Tag an. Eine frische, kräftige und belebende Luft wehte von der Nordsee herüber, den Dunst von Rauch und Qualm fortwehend von der Heide.- Da atmete Stine tief auf, faßte des Vaters Hand fester und flüsterte ihm zu:„ Sich da, Vater, das Morgenrot!" ( Fortsetzung folgt.) nopel ein. Die türkische Besatzung versuchte in letzter Stunde die große Eisenbahnbrücke über den Adrafluß zu sprengen, was jedoch nur teilweise gelang. Nach der Fahrt durch die Stadt begab sich Zar Ferdinand mit den Prinzen und seinem Gefolge zum Militärklub, wo Schütri Pascha mit dem Generalstab sich aufhielt. Der König nahm hier die Parade der bulgarischen Truppen ab, worauf er Schütri Pascha empfing, der ihm seinen Säbel überreichte, den der König dem Verteidiger Adrianopels mit einigen ehrenden Worten zurückgab. Die türkische Presse nimmt einstimmig den Fall Adrianopels als ein nationales Unglück auf, das aber statt zu entmutigen, als Ansporn für die Fortsetzung des Krieges dienen sollte, denn die Tschataldscha Armee sei im Stande, den Fall Adrianopels zu rächen. Die Zeitungen heben den Heroismus Schütri Paschas und der Garnison hervor. Der Fall Adrianopels sei vorauszusehen gewesen. Die Nachricht von dem Fall Adrianopels rief trotzdem in der türkischen Bevölkerung große Niedergeschlagenheit hervor. Viele Beamte began nen zu weinen, als sie von dem Schicksal Adrianopels erfuhren. Ischataldscha ist wieder in den Händen der Bulgaren und auf der ganzen Front scheinen die Türken zurückzugehen. Der türkische Kreuzer„ Hamidie" hat die Stadt St. Giovanni di Medue bombardiert und sie nahezu vollständig zerstört. Das Schicksal Skutaris. er Der Oberkommandant der Belagerungsarmee Erbprinz Danilo sandte durch einen Parlamentär einen Brief an den Kommandanten von Skutari Essad Pascha, worin er bekannt gab, daß der nicht am Kampfe beteiligten Zivilbevölkerung freien Abzug binnen 50 Stunden gewährt sei. Essad Pascha erwiderte brieflich, danke für den Edelmut, könne jedoch das Anerbieten nicht annehmen, da er von seiner Regierung hierzu nicht ermächtigt sei. Die montenegrinische Regierung hat daraufhin den österreichisch ungarischen Gesandten in Cetinje von der Weigerung des Kommandanten Stutari, Essad Pascha, der Zivilbevölkerung Abzug zu gewähren, in Kenntnis gesetzt mit dem Bemerken, daß sie die von Montenegro zu beobachtende Haltung dem Gesandten demnächst mitteilen werde. Von dieser Antwort Montenegros wird auch das weitere Verhalten Desterreich- Ungarns abhängen. D Politische Rundschau. Deutschland. von Stuttgart. Der König hat den Prinzen von Wales unter die Großkomture des Ordens württembergischen Krone aufgenommen. Spanien. der an Ernannt wurde der Lehrer Staubach der höheren Bürgerschule zu Hungen zum Lehrer an der Ernst Ludwig- Schule in Bad- Nauheim. o Aus der Wetterau Nach dem Jahresbericht des Oberhessischen Bienenzüchtervereins hat die Zahl der Bienenvölker in Hessen im letzten Jahre um 1763 Stöcke zugenommen. Der Staat hat zur Förderung der Bienenzucht dem Verein 600 Mart zugewiesen. Der Verein hat 1200 Mitglieder. ):( Frankenthal. Der Krieg zwischen den eine Zuckerfabriken und den Rübenpflanzern hat nun afute Wendung genommen durch ein kurzfristiges UItimatum der Zuckerfabriken. Die Zuckerfabrik Franfenthal, die Leiterin der Unterhandlungen mit den Rübenbauern, hat diesen erklärt, daß sie bis 31. März eine Erklärung erwarte, ob sie die von den Fabriken vorgeschlagenen Bedingungen akzeptieren. Erfolgt bis dahin, keine Antwort, so sollen die betreffenden Land wirte von dem Rübenbezug ausgeschaltet werden. o Friedberg. Auf der Landstraße zwischen Dorheim und Fauerbach stürzte ein Fuhrmann von seinem Wagen, dessen Räder über sein Gesicht gingen. Als das Fuhrwerk ohne Führer hier antam, forschte man nach und fand den Unglucklichen schwerverletzt am Wege liegen. o Friedberg. Stadtpfarrer D. Dr. Diehl in Darmstadt wurde zum zweiten Professor des hiesigen Predigerseminars ernannt. o Lang- Göns. Die Scheuern des Johannes Jung und der Geschwister Wenzel brannten nieder. Die freiwillige Feuerwehr hatte gerade Uebung, die sie abbrach, so daß sie sofort auf der Brandstelle erscheinen fonnte. Das Feuer konnte auf seinen Herd beschränkt werden. o Lauterbach. Der langjährige Vorsitzende des Lauterbacher Handelsvereins, Fabrikant H. Dürbeck, Inhaber der Preßspan- und Pappenfabrik von A. Finger u. Cie., ist im Alter von 53 Jahren gestorben, nachdem er vor etwa 3 Wochen einen Schlaganfall erlitten hatte. o Groß- Felda. Der diesjährige Obstmarkt war von auswärts so stark besucht, wie faum einer seiner Vorgänger. o Groß- Felda. Die Bürgermeisterstichwahl findet am 3. April statt. ):( Frankfurt a. M. Gestern wurden an der Reichsbank hier die ersten Jubiläums- 3weimarkstücke ausgegeben. ):( Hanau. Jm hiesigen Eisenbahnregiment sind nur noch 15 Typhuskranke zu verzeichnen, worunter sich 2 Schwerkranke befinden. ! Mainz. In der Nacht auf Montag wurde am Gonsenheimer Tor ein Soldat des 27. Feld- Art.Regiments angeblich überfallen und durch mehrere Schüsse verletzt. Hierbei soll dem Geschossenen auch ein Portemonnaie mit 48 Mark geraubt worden sein. ! Mainz. Die Schmiede- Jnnung für den Kreis Mainz macht bekannt, daß sie infolge der fortwährenden Preissteigerungen des Eisens, der Kohlen sowie * Der König von Spanien ist beim Golfspiel aller sonstigen Materialien die Preise vom 1. April ab ziemlich ernst verletzt worden. * Amerika. wenn Der Neffe des Präsidenten Huerta, der Distrikts- Gouverneur 3 epeda, begab sich mit einer Reiterschar vor das Gefängnis und kündigte der Wache an, daß er vier Gefangene, darunter den früheren Gou verneur, töten wolle. Die Wache weigerte sich, die Gefangenen auszuliefern. Zepeda erklärte darauf, daß seine Leute das Gefängnis beschießen würden, ihm die Wache nicht Hernandez, den früheren Kommandeur der Rurales, ausliefere. So eingeschüchtert gab die Wache nach, worauf die Reiter Hernandez schossen und auf Befehl Zepedas die Leiche ver= brannten. Die Freunde Zepedas erklären, er sei betrunken gewesen. Hernandez habe ihn früher entlassen und seine Verhaftung veranlaßt. Das Kriegsgericht verurteilte 3epeda daraufhin zum Tode. Das Urteil wird wahrscheinlich noch vor Tagesanbruch vollstreckt. - Aus Stadt und Land. er= * Der Großherzog hat dem Leibarzt Dr. Happel zu Darmstadt den Charakter als„ Geheimer Medizinalrat" erteilt, und den ordentlichen Professor Dr. Hübner in Rostok zum ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der Landesuniversität Gießen ernannt. Kathreiners Malzkaffen comedinnt den Noumnu minns Volksgetränkes. " Über 34,000 ähnlich lautende schriftliche Anerkennungen! entsprechend erhöhen wird. ! Lampertheim. Auch hier fand eine Versammlung der Rübenpflanzer statt. Es wurde einstimmig dem Beschluß der Vereinigung, so lange feine Rüben zu bauen, so lange nicht die Zuckerfabriken bereit sind, einen Lieferungsvertrag gemeinsam mit der Vereinigung aufzustellen, beigetreten. ! Sprendlingen. Hier verschwand vor zwei Wochen ein junger Geschäftsmann. Dieser Tage traf ein Brief, von ihm ein, aus dem zu vermuten ist, daß sich der junge Mann zur Fremdenlegion hat anwerben lossen. Zur Bekämpfung der Crunklucht. Bei der Bekämpfung der Trunksucht, bei der Hilfe, die Einzelne oder menschenfreundliche Vereinigungen den Alkoholl'canten zu ihrer Heilung und ihren Familien zur Errettung aus dem Elend, das das Leiden des Vaters oder der Mutter über alle Angehörigen bringt, haben zu Teil werden lassen wollen, hat sich mehr und mehr die Auffassung durchgerungen, daß nur die Uebersicht über alle Verhältnisse und eine Zusammenfassung aller Hilfskräfte an einer Stelle zum rechten Ziele führt, weil viele Fragen erst geklärt werden müssen, ehe der richtige, im Einzelfall einzuschlagende Weg erkannt wird. Die Ursachen der Trunksucht sind zu erforschen, der geistige Zustand des Leidenden, der Grad der Krankheit, die Art der sozialen Folgen für die Familie. Danach ist zu entscheiden, ob schon ein Anschluß an gute, hilfs= der in dem bestimmbereite Kreise Rettung verspricht ten Falle günstigste ist dann auszusuchen oder ob nicht vielmehr eine offene oder geschlossene Heilanstalt vorzuziehen ist. Bet Unbemittelten fällt sehr die Kosten- - frage ins Gewicht, die Frage, wie find Mittel zur Heilung zu beschaffen, kann die Krankenkasse, die öffentliche Fürsorge oder die Invalidenversicherung helfend eingreifen. Bei schwerer Erkrankung tritt die Frage auf, was ist bei Gefahr für das Vermögen, für Leben und Gesundheit der Angehörigen, für die Erziehung der Kinder zu tun. Haben Alkoholfranke ihre Genesung in einer Anstalt gefunden, so tritt uns die ernste Sorge entgegen, was muß man tun, um sie im Leben draußen auf dem guten Wege zu halten, damit sie und ihre Familie für immer gegen die drohende Gefahr des Rüdfalls gefeit bleiben. In allen größeren Städten erwuchsen zur Lösung dieser Fragen und als Sammelpunkte für alle hilfsbereiten Kräfte zur Bekämpfung des Trinferelends die Trinterfürsorgestellen und haben schon recht erfolgreich gearbeitet. Wie an vielen anderen Dr ten hat auch in unserer Stadt der Deutsche Verein ge gen den Mißbrauch geistiger Getränke mit Hilfe der Nüchternheitsvereine für die Stadt und den Landkreis Gießen eine private Trinkerfürsorgestell in Gießen, Afterweg 9 unterer Stod, ins Leben ge rufen, die unter ärztlicher Leitung unentgeltlich Rat und Beistand gewährt, auch briefliche Anfragen beantwortet und allwöchentlich am Dienstag- Abend von 6% bis 8 wie für ihre Angehörigen. ? Leitfa gen des Berficher geben von Gehei gender des Vo talt für das Gr ten über alles d übersichtlicher und tut. Diefer Leit Uhr eine Sprechstunde abhält für Alkoholkrante sowohl Mainz erschiene Aus aller Welt. ::: Heidelberg, 28. März. Gegen 11 Uhr überflog der 3. 14" unsere Stadt, wobei nur das Blinklicht sichtbar war. Er nahm die Richtung nach Darmstadt auf. Die große Ueberschwemmung in Amerika, die seit Ostern wütet und ganze Provin zen verwüstet hat, geht zurück. Der Gesamtverlust an Menschenleben wird auf mindestens 133 000, der Materialschaden aul über 100 Millionen Dollars geschätzt. Eine Million Arbeiter ist brotlos. Die Verluste des Handelsverkehrs entziehen sich jeder Schätzung. Präsident Wilson hat einen Aufruf an die Nation erlassen um Unterstützung der Ueberschwemmten. Er sagt darin, daß das furchtbare Hochwasser die Größe eines nationalen Unglüds angenommen habe. Geschäftliches. :: Die 2. Eisenacher Geldlotterie finder garantiert am 5. und 8. April statt und kann man für nur 1 Mr. 20 000 bare Mark gewinnen. Es kom men aber noch weitere 3332 Geldgewinne zur Ausspie lung und zwar zusammen 45 000 Mart. Lose a 1 Mt. sind zu haben beim Generaldebit Lotteriebant G. m. b. H. Eisenach, sowie auch bei allen durch Plakate kennt- lichen Verkaufsstellen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde in Gießen. Sonntag, den 30. März, Quasimodogeniti. Kollekte für die Armen. Borschriften aud ergangenen Be jezt auf diefem sieben burdy all Verlagsbuchhand gewünscht zu be 125. ? Was int Ibenarins im er albmonatsschau Wie m der Wich In der Stadtkirche. Vorm. 9% Uhr: Konfirmation der Kinder aus Matthäusgemeinde, in Verbindung damit Feier des hl. Abendmahls. Pfarree D. Schlosser. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe. Entlassung der konfirmierten Chorschüler. In der Johanneskirche. Vorm. 9% Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Lukasgemeinde, in Verbindung damit Feier des hl. Abendmahls. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Hoffmann. Katholische Gemeinde in Gießen. Samstag, 29. März. Nachm. um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl Beicht. Sonntag, den 30. März. Weißer Sonntag. Vorm. 6½ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Feier der ersten hl. Kommunion der Kinder. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe. Nachm. um 3 Uhr: Festandacht mit Gegen. Montag vormittag um 8 Uhr ist Amt für die Erstfommunifanten. Freitag um 7 Uhr ist hl. Messe mit Segen. Knorr Weibertreu- Suppe, sehr be= liebte, pikante Suppe. Ein Würfel für 3 Teller 10 Pfg. P Ein entschlos einem ga durch B Diskret u. Arbeite komplette nebst alle Bestandteil fern. Zah Erhöhung Vert nungen ka Käuf ten nach Giess hardt, sowie Man hilte sie ketten u. Verpa Ausku Frankf. Frankfur llen und haben schon an vielen anderen Dr der Deutsche Verein ge Setränke mit Hilfe der dt und den Landkreis erfacforgestell Literarisches. ? Leitfaden durch die wichtigsten Bestimmungen des Versicherungsgesetzes für Angestellte, herausgegeben von Geheime Regierungsrat Dr. Dietz, Borsitzender des Vorstandes der Landesversicherungs= An4 50, Verlag von Georg D. W. Callway, um zu zeigen, wos Europa leider nicht interessiert. Es fümmert sich herzlich wenig um die Zehntausende von Menschen, die auf dem Balkan von den„ chriftlichen" Völkern hingeschlachtet werden. Man spricht wohl einmal davon, ober schließlich, es geschieht ja doch fern in der Türkei", Cer Stock, ins Leben gestalt für das Großh. Hessen in Darmstadt, der in kurzer, Warnm sich darüber aufregen? Kann man da aber von ng unentgeltlich Rat und übersichtlicher und gemeinverständlicher Weise Interessene Anfragen beantwortet ten über alles das belehrt, was für sie zu wissen Not Abend von 6% bis 8 tut. Dieser Leitfaden, der im Verlage J. Diemer in für Alkoholtrante sowohl Mainz erschienen ist, erläutert neben den gesetzlichen Welt. März. Gegen 11 Uhr dt, wobei nur das Blink Richtung nach DarmVorschriften auch alle die zur Ausführung des Gesetzes ergangenen Bestimmungen und hat dadurch alles bis jetzt auf diesem Gebiete Erschienene überholt. 3u be= ziehen durch alle Buchhandlungen, sowie direkt von der Verlagsbuchhandlung J. Diemer in Mainz oder wenn einem gesunden öffentlichen Gewissen reden? Ein schweres Wort in der luftigen Zeit des Karnevals. Das ganze Kunstwartheft ist mehr auf den Ernst der Zeit geftimmt als auf den Karneval. Die schwierige Frage der Wohnungsgesetzgebnng behandelt S. v. Mangoldt. Die nationale Frage wird in der Polemik des Herausgebers gegen Stoßde über patriotische Jugendbücher und in Wieneckes Aufsatz über die Ausländer an den deutschen Hochschulen berührt. Eines der ernstesten Probleme der grundfäßliche Ausführungen über„ Tanz und Gegenwartskultur". Von den Künsten kommt dieses Mal vor allem die Literatur zur Geltung, in Wolfgang Schumanns Aufsatz über neue historische Romane und in Spittelers Entscheidung über die Frage, ob der Dichter sein Werk erst in Prosa, oder sogleich in Versen niederschreiben soll. Die Losen Blätter" bringen Stücke aus Maeterlincs Blauem Vogel". Die Bilderbeilagen zeigen Schneebilder: Paeschke, den Nordhafen von Berlin, Lüdke eine Berglandschaft, Rösler ein Straßenbild, Die Notenbeilage enthält ein von Umlauft komponiertes serbisches Volkslied und ein Tenorsolo ans Mraczeks„ Traum". ( Georg D. W. Callwey.) " gewünscht zu beziehen durch die Expedition dieses Blat protestantischen Stirche behandelt die Polemik eines Epileptisch Kranken tes. ? Was interessiert Europo? fragt Ferdinand itet und ganze Provin: Halbmonatsschau für Ausdruckskultur, bierteljährlich M. rschwemmung in Avenarins im ersten Februarheft des Kunft warts, an Menschenleben wird Materialschaden aul über 1. Eine Million Arbei Des Handelsverkehrs entn Aufruf an die sung der Ueberschwemm urchtbare Hochwasser die Es angenommen habe. ches. Geldlotterie finpril statt und kann man Cart gewinnen. Es fomeldgewinne zur Ausspie 00 Mark. Lose a 1 Mt. it Lotteriebant G. m. b. len durch Plakate kennt- chrichten. de in Gießen, Quasimodogeniti. Armen. firche. der Kinder aus der ndung damit Feier des Schlosser. Thorschüler. stirche. der Kinder aus der ing damit Feier des Bechtolsheimer. offmann. in Gießen. März. um 8 Uhr: Gelegenheit Weißer Sonntag. r hl. Beicht. effe. l. Kommunion. Tedigt. union der Kinder. I mit Gegen. ist Amt für die Erstmit Gegen. orr Wie man Schube und Stiefel behandelt! Um das Leder dauerhaft zu er. halten und den Schuhen einen eleganten Hochglanz, der bei jedem Wetter anhält, zu verleihen, trage man von der überall erhältlichen Schubcrême Pilo nur ganz wenig auf und reibe alsdann mit einer weichen Bürfte glänzend. 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