t. r r ge! g- Fulda ge Gießener Zeitung Bezugspreis 25 Pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) pierteljährlich 75 Pig.. vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen viertelfährlich 60 Pfg.- Erscheint Redaktion: SeltersMittwochs und Samstags. weg 83. Für Aufbewahrung oder Müdiendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der, Gießener Zeitung" G. m. b.§. - Nr. 51. " Telephon: Nr. 362. Bulgarien und Serbien näbern sich. Die bulgarische Regierung hat nun doch beSchloffen, den Ministerpräsidenten Dr. Dane w nach Petersburg zu senden, um der Aufforderung des Zaren Folge zu leisten. Zar Ferdinand will damit beweisen, daß seine Regierung bereit ist, alle friedlichen Mittel zu versuchen, um den Konflikt mit Serbien ohne einen Bruderkrieg aus der Welt zu schaffen. Serbien hat die an die Beschickung der Konferenz in Petersburg geknüpften Bedingungen fallen gelaffen. In dem Bestreben, eine friedliche Lösung des serbisch- bulgarischen Konfliktes zu finden, habe die russische Regierung Serbien und Bulgarien aufgefordert, eventuell dem erforderlichen Schiedsspruche Rußlands ohne jede Reserve zuzustimmen. Sämtliche Mitglieder der slager geben erbischen Regierung, ausgenommen zwei Mitglieder, hötter sich unter der Voraussetzung der Zustimmung steht Bulgariens für die Annahme der russischen Forderung werden kann entschieden. chenplatz 9 * Politische Rundschau. Deutschland. Sie Hamburg, 22. Juni. Kurz nach 3 Uhr traf ndustrie das Staiferpaar bei Horn zum Rennen ein. Das Publium, das zu vielen Tausenden bei prächtigem Wetter bie Bahn füllte, brachte stürmische Hochrufe aus. ahen zunächst dem Rennen um die silberne Peitsche zu, bann folgte der große Hansapreis, alsdann das KaiJerin Auguste Vittoria Jagdrennen um den Ehrenpreis der Kaiserin. Erster wurde Leutnant Graf Holck, der mit 2% Längen sicher gewann. Hold wurde in die Raiferloge geführt und empfing aus der Hand der Kaierin den Preis. Um 4.45 Uhr verließen die Majestäten Die Rennbahn unter andauernden Ovationen und bekäufe ben fich nach dem Dammtorbahnhof. Um 5½ Uhr s hat sich nland, nach e kassieren rengster n, Beamten sowie auch richtungen gehörenden zahlung zu unsch ohne eise. lich von Zeichzu richten .38. Täsche In Leipzig- Plagwitz Expedition: Seltersweg 83. Mittwoch, den 25. Juni 1913. ein ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 min breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg. Tie 90 mm breite Reflame- Zeile 50 Pfennig Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Nabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitveibung oder bef Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein. Telephon Nr. 362. 25. Jabra. Bigung des Wehrbeitrages für soldatenreiche Familien,| kräften, gab jedoch dabei zu, daß der Generalstab sowie das Kinder- Privileg betrifft. Dabei wurde einen Rechen fehler begangen habe. Antrag angenommen, der bei weniger als 100 000 m. Vermögen für jedes dritte und folgende Kind eine Ermäßigung von 5 Prozent vorsieht. Kaisermanöver allergrößten Stils. - Die vom 8. bis 10. September vor dem Kaiser stattfindenden Uebungen des 5.( Posenschen) gegen das 6.( Schlesische) Armeekorps werden mit Sicherheit die letzten ihrer Art sein, bei denen es sich nicht um Kämpfe zwischen Armeen nach dem Vorbild der Jahre 1909 bei Mergentheim, 1911 bei Woldegt in Mecklenburg, 1912 bei Oschatz handelt. Schon 1914 soll, wie die „ Mil- Pol. K." hört, ein Kaisermanöver ganz großen Stils abgehalten werden, bei dem auf jeder Seite eine Armeeabteilung von je drei Armeekorps und starker Heereskavallerie fechten wird. Soweit die Bestimmungen hierüber schon feststehen, kann mit der Teilnahme des 7. ( Westfälischen), 8.( Rheinischen), 10.( Hannoverschen), 11.( Hessisch- Thüringischen), 18.( Großh. Hess.- Nassauischen) und eines Bayerischen, wohl des 2. in Würz= burg, gerechnet werden. Neben den künftigen großen Herbstmanövern zwischen je einer Armee vor dem Obersten Kriegsherrn bleiben die in diesem Jahre zum ersten male allgemein abgehaltenen Feldübungen unter der Leitung der Armee- Inspekteure von einzelnen Armee= forps gegeneinander weiter bestehen. Oesterreich. * Wien. Nach den zwischen Wien und Gmunden getroffenen Abmachungen erfolgt der Besuch des deutschen Kaisers in Gmunden zum Besuch des Her zogs von Cumberland am 16. August. Am 18. Aug., dem Geburtstage Kaiser Franz Josefs, begibt sich Kaiser Wilhelm nach Jschl. Frankreich. * Der Präsident Poincare reiste am 23. Juni reifte die Kaiserin nach der Wildparkstation ab, wo sie mit dem Minister des Auswärtigen, Pichon, zur Anrbends 10.33 Uhr eintraf. * Das Kronprinzenpaar begab sich am 23. Juni abends zur Teilnahme an der Kieler Woche on Danzig über Berlin nach Kiel. ):( Homburg v. d. H. Die Kaiserin trifft vorrussichtlich schon am 5. Juli, eventuell noch einige Tage citer, zu längerem Kuraufenthalt in Bad Homburg ein und wird auf dem Kgl. Schlosse Wohnung nehmen. Berlin, 23. Juni. Die Budgetkommission Des Reichstages setzte heute die zweite Leung des Wehrbeitrages bei§ 14 fort, der die Ermä83) * Die Nachbarn vom Heideland. Roman von Ludwig Blümde. ( Nachdruck verboten.) Ungeduldig trat gerade in diesem Augenblick Hermine herein und fragte in sehr energischem Ton, was thr Gatte mit dem Lumpenhendrik vorgehabt. Thorö lachte laut auf und erwiderte:" Wollte dem anne Schelm doch auch eine Freude machen, darum Ließ ich mir seine Liebestränklein zeigen und hörte seine Verrücktheiten geduldig an." Hermine schien wenig befriedigt von dieser Antwort. Sie glaubte sie offenbar nicht, doch sie hatte es eilig, Sarum verschob sie weitere Fragen auf später.- inenwäsche er Praktisch en bei: Wilh. Ph.Lüdeking Balser, MäusHoos, Bahnhof andlung Albin 83; L.P.Bins Nachf, SchreibButzbach bei sowie in alle Verkaufsstellen. hallchen Et enennungen. Vier Wochen später kehrte das junge Paar von der Hochzeitsreise zurück und hielt seinen Einzug in das festlich geschmückte„ Herrenhaus", wie die Arendruper nannten. Die frühere Haushälterin blieb als MamTell bei Thorös und tat, was Hermine sehr kränkte, vom esten Tage an, als wäre sie eigentlich die Herrin. Kein Mensch in Arendrup konnte ahnen, wieviel Diffe= Tenzen und häßliche Szenen es schon auf der Hochzeitsrise zwischen den Ehegatten gegeben. Hermine sah mehr und mehr ein, daß sie die Rolle nicht würde spielen Tonnen, von der sie geträumt, und daß ihr Mann sie Laufendmal belogen. Verzogen, wie sie war, suchte sie durch ihren Troß zu erreichen, was Schmeicheleien nicht durchzusetzen vermochten. Wenige Wochen nach ihrer Sickkehr sollte ihnen eine recht unliebsame Ueberrahung zuteil werden. Schrieb da die Mutter aus Flensburg, sie hätte die Bekanntschaft eines gutfituierten herrn thres Alters gemacht und wäre gesonnen, denfelben zu hetraten, da sie der Einsamkeit überdrüffig mire. Der gutfituierte Herr war Thorö als ein großer Berschwender recht wohl bekannt. Kein Wunder, daß Ste Absicht seiner Schwiegermutter keineswegs biltritts visite nach England ab. In der französischen Kammer brachte Jaures einen Beschlußantrag ein, daß der Heeres ausschuß Don nerstag einen Bericht über die richtige Ziffer der Mannschaftsvermehrung erstatten möge, die durch das Gesetz über die dreijährige Dienstzeit erzielt werde. Jaures bemerkte in der Begründung, daß nach den Ziffern des Generalstabes diese Vermehrung 143 000 Mann betrage, während sie nach seiner Berechnung nur 70 000 Mann betrage. Der Regierungskommissar General Legrand versuchte die Behauptung Jaures zu entligte und so wenigstens einmal mit seiner Gattin eines Sinnes war. Seit Thorö Herr und Gebieter auf dem Eichhof und Hinrichsen als Pächter von seiner Gnade oder Ungnade abhängig war, da zeigte es sich, wie Lorenzen genau vorhergesagt, nur zu bald, daß hier dasselbe Spiel wie auf dem Moorhof begann. „ Wenn der Himmel kein Wunder tut," sagten die Leute, dann können die beiden getreuen Nachbarn und Freunde zum Frühjahr betteln gehen." Ach, die beiden waren sich vollkommen klar über ihre Lage. Hinrichsen war nüchtern geworden, es gab Tage, wo er heller sah als in der Zeit seiner Vollkraft. - Dann schämte er sich seiner Blindheit und bat Lorenzen sein Unrecht ab. Aber sein Schicksal war besiegelt. Es ließ sich nichts mehr daran ändern. Ein Trost in allem Leid war den Getreuen auf dem Eichhof, daß es Hans gut ging in dem Erholungsheim. Freilich würden noch Monate vergehen, schrieb er, bis man ihn in die Heimat entlassen könnte. Frau Mathiesens Krug besaß jetzt ein biederes, unscheinbares Männlein, das recht schlechte Geschäfte machte. Thorö kehrte nur selten bei ihm ein, da ihm die Wirtschaft jetzt nicht mehr vornehm genug schien. Ms er an einem trüben Märztag seinen häuslichen Aerger mit verschiedenen Gläsern heißen Grogs hinwegzuspülen gedachte, betrat er wieder einmal das Herrenzimmer des Wirtshauses und zeigte sich dem diensteifrig herbeitrippelnden Wirt Johannsen nicht so zugeInöpft wie sonst. Nach dem dritten Glase wurde er sogar gesprächig und fragte nach diesem und jenem. Plößlich wird die Türe aufgerissen und- Thorb traut seinen Augen nicht des Lumpenhendrits widerwärtige, ewig grinsende Frage wird sichtbar. „ Aber, Herr Wirt, versäumen Sie doch den einen vornehmen Gast nicht alle anderen," trate er, erst jetzt den Müller erkennend. * Die französische Regierung annektierte die im Uea- Archipel( Ozeanien) gelegenen Wallisinseln. * Die Deputierten Reinach und Monteballo brachten einen Gesetzentwurf ein, der die Einstellung der Refruten vom 20. Lebensjahre vorsieht. Holland. * Die Erste holländische Kammer nahm den Gesetzentwurf über die Küstenverteidigung einschließlich des Baues eines Forts bei Vlissingen an. Belgien. * Der belgischen Kammer ging der Entwurf eines neuen Schulgesetzes zu. Türkei. Konstantinopel, 24. Juni. Der Sultan hat die Urteile des Kriegsgerichts gestern bestätigt und heute früh 3 Uhr wurden 12 der zum Tode verurteilten Mörder Mahmud Schefkets in der Nähe der Mordstelle durch den Strang hingerichtet. Nur wenige Neugierige wohnten der Hinrichtung bei. Militär hat die Richt= stelle umstellt. Außer diesen wurde eine Anzahl von türkischen Offizieren und Beamten in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Unter den Freigesprochenen befinden sich unter anderem der Chauffeur Scheffet Paschas. Mehrere der Angeklagten erhielten längere Kerkerstrafen. In der Begründung der Urteile wird erklärt, die Untersuchung habe das Bestehen eines Komplottes ergeben, das zum Teil die Ermordung Mahmud Scheffets, Talaad Beis, Kemal Beis, sowie die Wiederherstellung der Macht Kiamil Paschas beschlossen gehabt habe. Als Leiter der Verschwörung wird Prinz Sabbah Eddin bezeichnet. Amerika. * Der auf seiten der mexikanischen Rebellen kämpfende französische Flieger Didier tötete in einem Gefecht bei Oriz Hunderte von Bundes soldaten durch Schleudern von Bomben aus seinem Flugzeug. Afrika. * Dakar. Der auf einer Inspektionsreise sich befindende Major der deutschen Schutztruppe soll von Eingeborenen aus Etone angegriffen und ein Unteroffizier Seifert sowie 12 deutsche Soldaten getötet worden sein. ,, Ah, Sie sind es, Herr Thorö!" damit torfelte er herein und reichte diesem seine unsaubere Hand. Er schien gänzlich vergessen zu haben, daß er am Hochzeitstage versprochen, sich nie wieder hier sehen zu lassen, denn seelenvergnügt rief er aus:„ Ah, lieber Freund, jetzt werden wir uns öfters hier treffen. Habe mich nämlich in Arendrup, und zwar hier im Kruge, häuslich niedergelassen. Bin des Herumziehens überdrüssig und hier gibt es so liebe Leute." Dabei lachte der stark Angetrunkene laut auf.„ Ich glaube, Herr Thorö, Sie werden mich noch öfter brauchen, denn ich bin bekanntlich ein Mann, der alles kann, der mit allen Hunden gehezt ist. Doch für heute guten Abend, ich habe soeben für meine Patienten eine Runde ausge= geben. Ja, Doktor Schröder und Tierarzt Aßmußen werden einen argen Konkurrenten an mir haben!" An den Tisch taumelnd, daß Thorös Glas umstürzte, torfelte er wieder hinaus. Der Wirt wunderte sich über seines vornehmen Gastes verstörtes Aussehen, wie er wieder tam. Auf dessen Frage, ob er den Lumpenhendrik wirklich in sein Haus aufgenommen, erwiderte Johannsen:„ Er zahlt mir eine anständige Miete und lockt mir Kundschaft an, denn die kleinen Leute sehen einen großen Gelehrten in ihm. Er ist Doktor, Apotheker, Advokat und Schretber, alles in einer Person.- Ist vielleicht noch ein Glas gefällig?" „ Ich danke!" Wetter sagte der Müller nichts, griff Hut und Mantel und stürmte davon. 3u Johannsens größter Freude kehrte Thorö am ächsten Tage wieder bet thm ein und dann regelmäßig eden Abend, nun schon über eine Woche. Hendrik beaß häufiger die Dreistigkeit, in das Herrenzimmer zu gehen und den vornehmen Herrn scheinbar zu amüsieren. Der hielt ihn offenbar für einen Narren, wenigstens meinte der Wirt das. ( Fortseßung folgt.) Aus Stadt und Land. o Bad Nauheim. Dem Andenten Richard Wagners werden die drei ersten Julitage gewidmet jein. Am 1. Juli, abends um 8% Uhr, findet im Ronzerthaus ein Richard Wagner- Ronzert der Rurkaneuen die Notwendigkeit für die von der Gesellschaft geschaf fenen Einrichtungen ist, die trotzdem, wie der Vorsitzende des Präsidiums, Herr Kommerzienrat J. BaumWiesbaden, in der Begrüßungsansprache hervorhob, anfangs mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden hatte. Viele Firmen, die inzwischen Stiftungen gemacht haben, ):( Wiesbaden, 24. Juni. Unter dem Vori des Rittergutsbesitzers Freiherrn von Wangenheim Al- Spiegel trat heute hier der Vorstand der preuz schen Landwirtschaftskammern zu eine Tagung zusammen. Nach den geschäftlichen Angelegen heiten wurde die Aufstellung von Ausnahme- Te Be Hallengefellid Raiferli pelle ſtatt, unter Mitwirtung der Agl. Rammersängerin hatten sich anfangs sehr zurückhaltend verhalten und wohl rifen für Kartoffeltrodnungsfabriken, und Frachtet 20.3 Ellen Bed Ropenhagen und unter Leitung des Königl. nicht an die Möglichkeit der Verwirklichung des Planes mäßigung für Rohkartoffeln, die an Kartoffeltrodereie und b Professors Hans Winderstein zu vollstümlichen Preisen. Für den 2, Juli ist ein Rosenfest festgesetzt. Donnerstag den 3. Juli, ist großes Richard Wagner- Konzert im neuen Konzerthaus, ausgeführt von der Kurtapelle un ter Mitwirkung der Kgl. Rammersängerin Ellen Bed Ropenhagen und des Rammerfängers Walter Kirchhoff von der Kgl. Hofoper in Berlin. von o Friedberg. An der Gr. Obstbau- u. landwirtschaftlichen Winterschule zu Friedberg findet vom 7. bis 12. Juli ein Rurfus für Obstweinproduzenten und Apfelweinwirte statt. Er umfaßt die Bereitung Obstweinen, Gärungschemie, einschließlich Reinhefen. Obstweintrantheiten. Uebungen im Laboratorium. Vorträge von 9 bis 12 Uhr; Uebungen von 2 bis 5 Uhr. Honorar für Hessen 10 Mt., für Nichtheffen 15 Mt. Ferner findet vom 15. bis 17. Juli ein Beerenobst- Verwert ungsfursus statt. Es werden theoretische und praktische Unterweisungen in der vollkommenen Verwertung sämtlicher Beerenobstarten zu Wein, Säfte, Liköre, Gelee 2c. erteilt. Honorar für Teilnehmerinnen aus Hessen 3 Mt., sonit 5 Mt. 9 ein gefandt werden, befürwortet. Der Bericht über die Taft wir - Ener Be ag errichte Tages pial von it Abgeor Willy Stö en nach Sauernbun geglaubt. Nach der Begrüßungsansprache, der geglaubt. Gejangsvortrag der Vereinigten Geiß- Niddaer Männer- tigkeit der Kommission für das Arbeiterwese gefangvereine erfolgte, hielt Herr Landtagsabgeordneter führte zur Annahme von Grundsätzen über das Zusam Kommerzienrat Molthan- Mainz die formvollendete, sehr menarbeiten mit den Arbeitsnachweisverbänden, sowi beifällig aufgenommene Festrede, in der er auf die Be- einer erneuten Bitte an die Staatsregierung um weiten deutung dieses Werkes der Selbsthilfe des Kaufmann reichliche Mittel zur Bekämpfung der Landfluch standes in hygienischer, sozialer und nationaler Hinsicht der Landarbeiter. Die Errichtung von Betriebs hinwies. Er schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Irantenfaslen wurde für die Landwirtschaft als Die Grüße der Großherzoglichen Staatsregierung über- im allgemeinen wenig zweckmäßig erachtet. Die mög brachte der Minister des Innern, Exzellenz v. Hom lichst beschleunigte Gründung landwirtschaftlicher Haus bergt zu Va ch, indem er betonte, daß die Staatsbauvereine wurde empfohlen. Ferner wurde ver regierung die großartige Entwickelung dieses für die handelt über die Bildung von eigenen Jagdbezirken lang bes Boltsgesundheit außerordentlich bedeutungsvollen Un- durch Uebertragung von Mieteigentumusanteilen und Aen tehl eines ternehmens mit aufrichtiger Freude verfolgte. In Würderung des Gesetzes. digung dessen habe der Großherzog die Genehmigung zu der Benennung„ Ernst Ludwig- Heim" gegeben und Baum- Wiesbaden, den Verdienstorden Philipps des dem Präsidenten der Gesellschaft, Herrn Kommerzienrat Großmütigen 1. Klasse verliehen. Es folgten hierauf zahlreiche Begrüßungsansprachen. Von Reftor Ed namens der Universität Gießen, von Bürgermeister Erd, Kreisamtmann v. Grancy, Fabrikant Müller für die Handelskammer Friedberg, Geheimrat Heichelheim für die Handelskammer Gießen, Fabrikant Trier für die Handelskammer Darmstadt, Dr. Jung für die Handelskammer Mainz, Georg Adelberger, Vertreter der Privatbeamtenvereinigung Darmstadt. Alsdann treter der Privatbeamtenvereinigung Darmstadt. Alsdann fand im Kurhaus Salzhausen ein Festmahl statt. Das Hoch auf Kaiser und Großherzog brachte der stellvertr. Vorsitzende des Präsidiums, Herr Geh. Kommerzienrat Dr. W. Kaile- Biebrich aus. Ferner sprachen Provin= zialdirektor Dr. Usinger, Oberst Weimer- Nidda, Albert Sturm- Wiesbaden, Geh. Oberforstrat Walther, Proku rist Steffens Wiesbaden, Geh. Medizinalrat Dr. Som mer- Gießen, Kommerzienrat Molthan- Mainz, Adolf Reutlinger- Mannheim, A. Fammler, Vertreter des Verbandes kath. taufm. Vereinigungen Deutschlands. s Darmstadt, 23. Juni. Die hessische Hand. werkstammer trat heute im Rathaus zu ihrer 18. Jahresversammlung zusammen. Als Regierungsvertreter wohnten ihr bei Oberregierungsrat Gräf und Baurat Wagner. Gewerberat Falt- Mainz eröffnete die Sitzung mit einer Begrüßungsansprache und wies dann auf das 25jährige Jubiläum des Kaisers hin, auf den die Versammlung ein dreifaches Hoch ausbrachte. Die Versamm lung beschloß alsdann auf Antrag des Vorstandes einstimmig unter dem Namen„ Kaiser Wilhelm- Stiftung" einen Unterstützungsfonds von 10 000 Mart festzusetzen, der mittellosen tuberkulösen Handwerksmeistern bezw. deren Familienangehörigen einen Kuraufenthalt in einer geeigneten Anstalt ermöglichen soll. Den Bericht über die Tätigkeit des Vorstandes im verflossenen Jahre erstattete Synditus Engelbach, desgleichen den Bericht über die Tätigkeit im Ausschuß und in der Kommisston des Deutscher Handwerks- und Gewerbelammertages. Den Rechenschaftsbericht für 1912 legte Rechner Betri- Gießen vor. Ueber den Voranschlag für 1914 berichtete der Vorsitzende. Der Haushaltsplan schließt in Einnahmen und ):( Marburg, 24. Juni. Die 4 stärksten der Ausgaben mit 46 462 Mart ab. Der Zuschuß des Staanichtfarbentragenden Korporationen, Fridericiana, beide tes und der Kreistassen des Landes hierzu beträgt Mt. alad. Turnvereine und der„ Verein deutscher Studenten" 22 000. Eine längere Debatte entspann sich dann über haben sich jetzt zu einem neuen„ schwarzen Verband" zudie Einführung der Lehrlingsrollen und der dafür gesammengeschlossen, der die Vertretung gemeinsamer Inforderten Einschreibgebühr, sowie über die Gesellenprüfungsgebühren, die von 3 auf 5 Mark erhöht werden sollen. Eröffnung des 4. Kaufmanns Erholungsheimes. In dem idyllischen, in den letzten Jahren zu immer größerer Anerkennung gelangten oberhessischen Sool- und Stahlbad Salzhausen fand am 22. Juni unter außerordentlicher Beteiligung von Kaufmannschaft und Industrie aus den verschiedensten Teilen des Reiches, von Parlamentariern und Sozialpolitikern und von Vertretern anderer Stände die feierliche Eröffmung des Ernst Ludwig- Heimes, des vierten Heimes der Deutschen Gesellschaft statt. Auf einer Anhöhe mit weiter Rundsicht herrlich gelegen, bietet es, wie die übrigen Heime der Gesellschaft, für 100 Personen Un terkunft. Gleich diesen ist es übrigens heute schon bis zum letzten Platz belegt, ein Beweis dafür, wie groß Die Nachbarn vom Heideland. 84) Roman von Ludwig Blümde. ( Nachdruck verboten.) Der Plan, diesen lästigen Menschen aus dem Wege zu räumen, stand bet Thorö unerschütterlich fest. Nur batte sich bisher immer noch keine Gelegenheit zur Ausführung desselben geboten. Der Lumpenhendrik war ja auch so vorsichtig. Noch nicht ein einzigesmal batte er sich auf der Mühle seben lassen. Er ging dem Müller, dessen letzte Drohung wohl beherzigend überhaupt überall aus dem Wege. Nur hier im Wirtshause zeigte er sich dreist, weil er da stets Hilfe in der Nähe wußte. Dieser Tage batte er es Thorö bereits angekündigt, daß setne Barschaft bald zu Ende ginge und daß er sich dem nächst erlauben würde, um eine weitere Kleine Rate au bitten. Zu Gegendiensten wäre er gern bereit. Seine Kurpfuscheret, die ihm anfänglich eine ansehnliche Summe eingebracht, mußte er zu seinem großen Leidwesen in Zukunft wesentlich einschränken, denn die Polizei sab ihm scharf auf die Finger, und ver schiedene Anklagen schwebten schon gegen ihn. Da er recht itppig lebte, viel vertrank und gern anderen spendierte, um dadurch gute Freunde zu werben, so war er in der Tat ein guter Kunde für Johann sen. Von den Besseren" der Gemeinde hatte dieser sehr wenig, darum fam es ganz von selber, daß sich bald allerlei Gelichter und fabrendes Volt, gute Bekannte des Lumpenhendrit, im Arendruper Kruge wohlfühlten. Trotz alledem erschien Thord Abend für Abend und trauk feinen Grog. Heute es war ein recht regnerischer, falter Apriltag febrte der Müller schon am Nachmittag im Wirts. bause ein. In der Schenkstube saß außer Hendrik kein Gast. Der hatte bereits wieder soviel Grog getrunken, daß er sehr redselig geworden war. Als Johannsen ibut eben ein neues Glas des dampfenden Getränkes ):( Marburg. Der Studentenausschuß hat sich, nochdem mehrere Korporationen ihren Austritt erklärt haben, aufgelöst. teressen, besonders aber das Zustandekommen eines neuen Studentenausschusses anstrebt. Da auch das„ Lokalkartell" den Frieden und die Eintracht der Studentenschaft zu fördern und herzustellen bestrebt ist, steht zu hoffen, daß auf diese Weise eine neue Vertretung der Studentenschaft in die Wege geleitet wird. Am augenfälligsten wurde die augenblickliche Spaltung durch das Scheitern des Bismarc- Fackelzuges, den sonst die gesamte Studentenschaft am 21. Juni unternahm, während diesmal das„ Lokalkartell" am 20., der schwarze Verband" am 25. Juni und die übrigen Korporationen überhaupt feine entsprechende Feier abhielten. ):( Frankfurt a. M. Das Schwurgericht verurteilte den 26 Jahre alten früheren Postagenten Adolf Suret wegen Unterschlagung im Amte und Urkundenfälschung zu 8 Monaten Gefängnis. trenger U bruttion u ! Aus Rheinhessen. Das große rheinmittelt w Kulturwert, die rheinische Ueberlandzentrale, wurde an Gamstag unter größeren Feierlichkeiten und im Beisein en e der Staatsregierung, der Kreisbehörden der sämtlichen en Batter von der Zentrale berührten Kreise, der Gemeindevertretenger R ungen aus über 100 Ortschaften, der Handelskamme nalpolizi Mrigelegent und der Kultur- Inspektionen in Osthofen eröffnet un eingeweiht. Matur ! Oppenheim. In der Hauptversammlung des Maturichu Obst- und Gartenbauvereins für den Kreis Oppenheim 50000 f machte Kreisrat Wolff bekannt, daß zur Erinnerung an die hundertjährige Wiederkehr der Böllerschlacht bei Leip zig in allen Orten des Kreises Oppenheim junge Eiche gepflanzt werden sollen. Diese Erinnerungszeichen westonigs vo den vom Verein den Gemeinden überfandt. ...... 3 Friedri Uhr unter hauren Mer neuen Luft Tas 3epp Zum Eisenbahnwagen- angel in 1912. Der Eisenbahnversand wurde bekanntlich im ver der Landu gangenen Jahre durch Wagemmangel in einem hishe und wurd nicht erreichten Umfang beeinträchtigt. Im Herbst tiniprache ten erhebliche Betriebsstörungen in der Abwicklung des Dann beit Güterverkehrs auf der Eisenbahn ein, die zu lang an raf 3ep haltenden Verkehrsstodungen führten und den Wagen hindige mangel zu einem alle Kreise unseres Wirtschaftslebens Triegen w empfindlich schädigenden Notstand steigerten. Welchen Umhiff me fang der Wagenmangel angenommen hatte, darüber lieber be sen wir im Jahresbericht des Bereins für die bergbau in die 5 lichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund fol gende Zahlen. Es fehlten im Jahre 1912 im Ruhrbezirk in Oberschlesien im Bezirk Magdeburg- HalleErfurt im Aachener Bezirk Insgesamt fehlten in 1912 in den für den Kohlen, Kofs- und Brifettversand in Betracht kommenden Be zirken 1 051 334 Wagen und hiervon allein www Bataill gaftern un dan 23 ins cuf dem 538 226 Wagen 153 480 Wagen 108 970 Wagen im Rheinischen Braunkohlenbez. in Sachsen 71 675 Wagen orohen m 64 693 Wagen Leute und 18 008 Wagen xer 400 S Marten na habe ihr Mew- Dort richt geha den Aussta ach New 391 094 Wagen 201 638 Wagen yre Forde 27 fiziellen anal and iraflores Turjacht im September im Oktober im November im Dezember 56 326 Wagen 344 357 Wagen Wer mit dem Wirtschaftsleben und Frachtbeförda ):( Frankfurt. Der Frankfurter Volkskindertag ungen zu tun hat, weiß, welchen großen Schaden hat über 90 000 Marf eingebracht. brachte, Klopfte jemand ans Fenster. Ein Fischer war es, der mit seinem lahmen Gaul vor der Türe hielt und den weisen Herrn Hendrik wegen einer Sehnenverrenfung konsultieren wollte. Sofort setzte dieser die Brille als Zeichen der Würde und Gelehrtheit auf eine weiernase und ging mit dem Wirt bizzas, den Schaden zu besehen. Während mar an draußen in der großen Einfahrt des Wirtahanjes den Fall lebhaft besprach und der Lumpenhenbrit mit lateinischen Brocken herumwarf, schlich Thorö, den Moment für äußerst günstig haltend, aus der Herrenstube über die Vordiele in das Schenkzimmer, wo das soeben frischgefüllte Glas Grog auf dem Tisch dampfte. Er trug die letzte Zeit beständig Gift bei sich, und zwar Arsenik. Schnell tat er eine genügende Dosis dieses weißen, zuckerähnlichen Pulvers in das Glas, auf dessen Boden der Zucker noch fast ungelöst lag, rührte mit dem gläsernen löpfel um und verschwand gerade in dem Augenblick wieder im Herrenzimmer, als die drei Männer zurückfamen. Hendrik setzte sein Glas ahnungslos an die Lippen, setzte es aber, nachdem er einen ganz kleinen Schluck getan, sofort wieder bastig auf den Tisch, sputt aus, schast Johanitsen mit seinen glasigen Augen wittend an und ruft aus:„ Was soll das? Wollt Ihr wohl mich ver giften? Was ist da in dem Grog? Ein Glück, daß ich eine wunde Bunge babe, soust hätte ich das Zeugs runtergeschluckt. Das ätzt ja niederträchtig! Was ist damit, ich will es wissen!" „ Ihr seid verrückt," entgegnete Johannsen gereizt. „ Sechs Gläser munderen Euch vorzüglich und nun, wo die Maus satt ist, schmeckt das Storn bitter. Gebt her, ich trinke es selber aus vor Euren Augen." Aber Hendrik bält mit feinen Krallen das Glas fest, würgt und schlingt und stößt hervor: Da ist Gift dazwischen! Habt Jor es nicht hineingetan, dann war es ein anderer! Bietet doch Thord das Glas einmal an! Wollt Ihr das, ich gebe Euch einen Taler extra!" dadurch Betroffenen erlitten haben. „ Aber sofort, ohne Bedenken, Ihr seid ja bloß be trunken!" „ Ich gehe Euch a greet Taler. Aber ich will a schen, daß Ihr es auch tut." " Nur ein wenig heißes Wasser muß ich noch hinzu setzen, denn der Müller trinkt den Greg nicht so stat wie Ihr." Thorö saß da auf dem Sofa und schien in die neuest Zettung vollständig vertieft, als Jobannsen fragte, c ihm ein frisches Glas gefällig wä.e.„ Bringt nur sagte er fura und las weiter. Eigentlich hatte er, w er den Wirt fommen hörte, erwartet, daß derselbe gar anders aussehen wirds. Es konnte also noch nicht fo weit sein, Hendrik sußte noch nicht getrunken habez „ Wenn er auch nur den dritten Teil des Glases hir unterstürzt," so rechnete der Giftmischer, dann muß zweifellos in wenigen Stunden tot sein. Meine Sad ist es, sobald man etwas Verdächtiges merkt, alles dara au segen, daß die Welt zu der Ueberzeugung fomm der Lampenhendrik habe sich selber vergiftet, absichtl oder unabsichtlich in der Betrunkenheit. Ich werd wenn er tot ist, schon dafür sorgen, daß man Arjent bet ihm findet. Es stammt dann eben aus der ge wo er gelegentlich auch als Stammerjäger fungierte Johannsen brachte zwei Gläser, das Hendrits f den Gast und das andere für sich. Was machen denn Eure anderen Gäste? Werdd die Euch entbehren können?" fragte Thorö mit lauers dem Blick, während seine Hand mit nervöser Haft dd Glas erfaßte. Nein, der Doktor Hendrik verschreibt ein Rezer da bin ich also nur im Wege, denn er muß Rube da haben." Gortsetzung folgt.) ? 6 D. R. G andlung peiten W Om frit frit AWA Go ter dem Bork Wangenheim nd der preu ichen Angelege * Aus aller Welt. Berlin. Der Deutschen Volksversicherungsliengesellschaft zu Berlin wurde durch Senatsbeschluß buch. Sehr zu begrüßen ist, daß der Raum für„ Aus: gaben auf der Reise", sowie die äußerst praktischen perforierten Wäschezettel bedeutend vermehrt worden sind; das Buch dürfte nunmehr für 2-3 längere Reisen ausreichen. Am Schlusse des Buches findet der Ausland- snahme- s Kaiserlichen Aufsichtsamts für Privatversicherung reisende ein viersprachiges Wörterbuch, daß die für die und Frachten 20. Juni der Geschäftsbetrieb für das Deutsche Reise allernotwendigsten Worte enthält. artoffeltrodere icht über die Sllschaft wird den Betrieb in Kürze aufnehmen. Reich und die deutschen Kolonien genehmigt. Die Gebeiterwese iber das Zufan erbänden, fom rung um weite ::: Berlin. Hier ist eine neue Tageszeit ung errichtet worden, und zwar unter der Firma„ BerLiner Tagespost", Aktiengesellschaft, mit einem Aklienta pital von 600 000 Mart. 3u den Gründern gehören die Abgeordneten Wamhoff, Wachhorst de Wente, sowie andwirts Willy Stöwer. Dem Unternehmen steht dem Verneh- graphien( Darmstadt, Großh. Staatsverlag) verfaßte LeLandiluch n Betriebs rachtet. Die mi haftlicher Hau erner wurde ? Bad Nauheim. Bei dem ungeahnten Aufschwung, den das bekannte Weltbad Bad- Nauheim in den letzten Jahren genommen hat, kann das von Dr. Alfred Martin in dem soeben erschienen ersten Hefte der im Auftrage der Historischen Kommission für das Großherzogtum Hessen herausgegebenen Hessischen Biobensbild des Geh. Medizinalrates Dr. Friedrich Bode, des Begründers von Nauheims heutiger Größe, auf allgemeines Interesse rechnen, welches zeigt, aus welch ::: Beeskow, 24. Juni. In der zweiten Abtei- unglaublich einfachen Verhältnissen Nauheim sich zu seiner heutigen Bedeutung entwickelt hat. men nach außer diesen nationalliberalen Politikern der Bauernbund nahe. nen Jagdbelag des 3. Garde- Feld artillerie- Regiments ist der Diebanteilen und fahl eines 3ielfernrohres entdeckt worden. Trotz trenger Untersuchung konnte der Dieb bisher noch nicht große rhein ermittelt werden. Das Zielfernrohr ist eine neue Kontrale, wurde truftion und wurde bei den letzten Uebungen zum erund im Ben Male ausprobiert. Ueber die Mannschaft der sech n der fämili ten Batterie, unter der man den Täter vermutet, ist Gemeindever strenger Kasernenarrest verhängt worden. Berliner KriHandelskam minalpolizisten sind in Beeskow eingetroffen, um en eröffnet Angelegenheit zu untersuchen. die ::: Stuttgart. Der Kaiser hat dem Verein tversammlung Naturschutzpark dahier aus dem Dispositionsfonds Mt. reis Oppenhe 50 000 für die beiden in Deutschland geplanten ir Erinnerung erschlacht bei Naturschutzparte bewilligt." L eim junge Gio rungszeichen andt. el in 1912. Leipzig, 23. Juni. Jn Anwesenheit des Königs von Sachsen, des Kronprinzen und des Prinzen Friedrich Christian von Sachsen und einer unge= heuren Menschenmenge fand gestern die Einweihung des neuen Luftschiffhafens und des neuen Flugplatzes statt. Das Zeppelin- Luftschiff„ Sachsen" landete gegen 4.15 Uhr unter brausenden Hochrufen des Publikums. Nach der Landung stieg Graf Zeppelin aus dem Luftschiff und wurde vom Bürgermeister Roth mit einer kurzen Ansprache begrüßt, der ihm einen Eichenkranz überreichte. Dann bestiegen der König von Sachsen, die Prinzen und Graf Zeppelin das Luftschiff und machten eine ein= stündige Rundfahrt. Als die„ Sachsen“ wieder aufgeWirtschaftsstiegen war, landete die„ Viktoria Luise". Auch dieses rten. Welcher Schiff machte eine kurze" Rundfahrt und dann landeten hatte, darüber wieder beide auf dem Plazze, worauf beide Luftkreuzer für die begin die Halle gebracht wurden. rf Dortmund f anntlich im in einem Im Herbst Abwicklung die zu lang und den Wa 8226 Wagen 3 480 Wagen 08 970 Wagen 71 675 Wagen 54 693 Wagen 18 008 Wager für den Kohlen ::: Osnabrück, 24. Juni. Von 200 Mann des 1. Bataillons des Infanterie- Regiments Nr. 78, die gestern unter Vergiftungserscheinungen erfranften, wurden 23 ins Hospital gebracht. Die meisten befine auf dem Wege der Besserung. er= .::: Hamburg. Die New- Yorker Hapagleute drohen mit einem Streif. Viertausend Heizer, Maschinenleute und Stewards der Hamburg- Amerikalinie, darunter 400 Mann der Besatzung des„ Imperators", flärten nach einer stürmischen Versammlung, die Hapag tommenden habe ihr in Hamburg gegebenes Versprechen wegen der Nero- Yorker Quartiere und Behandlung der Besatzung nicht gehalten. Infolgedessen sei beschlossen worden, in den Ausstand zu treten, wenn der mit dem„ Imperator" nach New- York gekommene Hapagdirektor Eggert heute ihre Forderungen abweisen sollte. allein 6 Wagen 57 Wagen 4 Wagen 38 Wagen ::: Aus Pana m- a wird gemeldet, daß trotz aller am Panama nd Frachtbeför offiziellen Dementis die Erdrutsche fanal andauern. Der letzte Erdsturz ereignete sich in Siraflores und hat einen Schaden von 5 Millionen M. verursacht. Ben Schaden r seid ja bloß Aber ich will uß ich noch hin Literarisches. = ? Grieben's Reise- Notizbuch 1913. rog nicht ſo. R. G. M. 486 968) Preis 1 Mt. Verlagsbuch- handlung Mbert Goldschmidt, Berlin W. 35. Zum zweiten Male erscheint dies nüzliche kleine Reise- Notizhier in die neu gaufen fragte, Bringt tlich hatte er, daß derselbe also noch nicht il des Glafes getrunken ha jer ,, dann mu ein. Metne& merkt, alles de Serzeugung for vergiftet, abfid nheit. Ich we daß man Ar ben aus der erjäger fungi das Hendriti n Gäste? Wer Thorö mit lane nervöser Saft chreibt ein Rez er muß Rube - Ohm besten schmeckt der frische Matzlaffen. Oh frischaften ist der oun meiten somslagte Malzlaffen. ? Laubach. Wenn heuer das deutsche Volt in dankbarer Gesinnung der Männer gedenkt, die vor 100 Jahren den Grund zu Deutschlands Unabhängigkeit und Größe gelegt haben, so darf auch der erste Präsident der Rheinprovinz, Graf Friedrich Ludwig Christian von Solms- Laubach nicht vergessen werden, ein eifriger und begeisterter Mitarbeiter des Freiherrn von Stein. Es ist deshalb freudig zu begrüßen, daß gerade zur rechten Zeit ein Lebensbild dieses echt herzogtum Hessen herausgegebenen Hessischen Biogra= phien( Darmstadt, Großherzogl. Staatsverlag) erschienen ist. Geschäftliches. vor :: Nervosität bei Schulkindern ist, wenigstens bei den Großstadtkindern, verhältnismäßig sehr reichlich vertreten. Schon bei den Aufnahme- Untersuchungen ist man erstaunt über die Fülle von nervösen Symptomen, die sich bei den geistig noch ganz 3wang und Anstrengung bewahrten Kindern finden. Als Ursache kommen in vielen Fällen ungesunde Ernährungsverhältnisse in Frage. Eltern sollten daher, auch wenn ihnen nur geringe Mittel zu Gebote stehen, ihr Hauptaugenmerk darauf richten, ihren Kindern stets gesunde, reizlose Kost zu geben. Ein hierfür sehr geeigne tes, äußerst billiges, dabei wohlschmeckendes Getränk iſt Kathreiners Malzkaffee. Für Schulkinder gibt es wohl faum einen gesünderen Frühstücstrunk als Kathreiners Malzkaffee in Milch gekocht. Gerade diese Verbindung bietet den Kindern ein nahrhaftes, aber doch nicht weichliches Getränk; denn trotzdem Kathreiners Malzlaffee durch seinen reinen fräftigen Geschmack anregt, wirft er nicht schädlich, da er keinerlei Reizstoffe enthält. Von Hausfrauen für Hausfrauen. Wollen Sie in diesen teueren Zeiten mit einfachsten Mitteln Ihren Mahlzeiten Abwechselung, Reiz und Bekömmlichkeit verleihen, so verlangen Sie bei Ihrem Kaufmann oder von der entstehenden Firma umsonst das 80 Seiten starke Kochbuch Saure Rezepte", von dem schon 200 000 Eremplare gedruckt werden mußten. Es enthält nur Originalbeiträge praktischer Hausfrauen und ist von der bekannten deutsch denkenden Mannes in dem ersten Hefte der im Auftrage der Historischen Kommission für das Groß- Eig- Eſſenz- Gabrik War Elb, Dresden, herausgegeben. Aufruf! Am 18. Oktober d. Js. wird das Gedächtnismal der Errettung des deutschen Volkes aus der napoleonischen Knechtschaft, das Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig an der Stätte der blutigen Tage vom 16.- 18. Oktober 1813 im Beisein von 20 deutschen und ausländischen( österreichischen, russischen und schwedischen) Fürstlichkeiten, darunter Ihre Majestäten der Deutsche Kaiser, die Könige von Sachsen und Württemberg und der Prinzregent von Bayern, die Großherzöge von Hessen, Baden 2c., feierlich eingeweiht werden. Der bedeutungsvolle Tag, ein Ehrentag des deutschen Volkes, ist bereits in nächste Nähe gerückt. Auch die vaterländischen Vereine Thr wohlerworbenes Recht und ihre Ehrenhaben zu den 6 Millionen Baukosten des Denkmals beigesteuert. Der unterzeichnete deutsche Patriotenbund, pflicht ist es, bei dieser bedeutsamen Gelegenheit vertreten zu sein. dessen rastloser, fast 20jähriger Werbetätigkeit unter seinem Vorsitzenden Kammerrat Clemens Thieme, Dank der wertvollen Unterstützung durch die deutschen patriotischen Vereine, die deutschen Städte und zahlreiche opferwillige Vaterlandsfreunde aus allen Klassen der Bevölkerung die Schöpfung des Denkmals gelungen ist, richtet jetzt, um eines der Bedeutung des Anlasses würdigen Verlaufs der Feier sicher zu sein, an alle deutschen Turnvereine die dringende Bitte, baldmöglichst, soweit es nicht schon geschehen ist, ihre Anmeldung zu der Festfeier bewirken zu wollen. Der Preis der Festkarte beträgt für Mitglieder geschlossen sich beteiligender Vereine 3 mk. Hierfür erhält jeder Festteilnehmer außer dem Zutritt zum Festplatze eine künstlerisch und äußerlich reich ausgestattete Festschrift im Umfange von etwa 8 Bogen und eine bronzene Festmünze, deren Wert allein schon den Preis der Festkarte übersteigt. Anmeldungsformulare bittet der Deutsche Patriotenbund von seiner Geschäftsstelle, Leipzig, Blücherstraße 11, zu verlangen. Auch alle anderen auf die Festfeier bezüglichen Auskünfte werden von hier aus bereitwilligst erteilt. Einer gutbekannten Weißnäherin wird lohreuder Nebenverdienft nachgewiesen. Offerten unt. 2597 an die Expedition dieser Zeitung. Das Gasthaus zur Stadt Kreuznach in Langenlonsheim empfiehlt sich den tit. Herrschaften zum angenehmen Landaufenthalt. Schöne belle und geräumige Zimmer, schöner schattiger Garten, schönes Nebenlokal. Vole Pension schon von M. 3.- an. In nächst. Nähe des Waldes, Haltest. d. elektr. Bahn nach Kreuznach. Billard und doppelte Kegelbahn. NB. 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