hee 2.60 an, ! sollte! Gießener Zeitung Bezugspreis 25 Pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) vierteljährlich 75 Pig., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig. ausgabestellen vierteljährlich 60 Pfg. Mittwoche und Samstags. - Erscheint Redaktion: Selters. Für Aufbewahrung oder Rücksendung verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Bering der.. Gießener Zeitung" G. m. b. 6. Deg 83. nid - Nr. 84. 1. Blatt. Die Leipziger Schlacht. 18. Oftober 1913. Wie heißet der herrliche Ehrentag, Der Deutschlands Ketten für immer brach? Der Deutschland Sieg und Freiheit gebracht? Der Deutschland stark und einig gemacht?... Die Leipziger Schlacht! Wann zog ein Frühling durch Deutschlands Bauen, Wie Menschen auf Erden ihn selten nur schaun? Wo ging in Aehren Held Scharnhorsts Saat? Und wer brachte heim die köstliche Mahd?... Die Leipziger Schlacht! Wo strafte der Herr mit zornigem Blick? Wo beugte den Korsen das Weltgeschick? Wer fügte zusammen zu erst die Macht, Die später Sedan uns, das Reich gebracht?... Die Leipziger Schlacht! Vor hundert Jahren, da war die Zeit Des Völferringens in blutigem Streit; Drei Tage währte der schreckliche Kampf, Das Blitzen und Donnern beim Pulverdampf: O Leipziger Schlacht! Jetzt steht bei Leipzig das Riesenmal, Zur Weihe strömet der Völker Zahl; Nach tausend von Jahren noch tut es fund Den späten Enkeln, dem Erdenrund: Die Leipziger Schlacht! Berlin- Charlottenburg. Expedition: Selters weg 83. Samstag, den 18. Oktober 1913. Korsen Geschick.„ Die größte Schlacht ist geliffert die nie uf der erde stadt gefunden hat. Sechshunderttausend mann kempfften mit einander. Die ganze Feindlige armee ist verlohren. Der Kaiser von Rußland hat mich in Leipzig uf öffentlichen margt geküszt und den befreier Deutschlands genannt, auch der Kaiser von Oestreich überhäufte mich mit Lob und mein König dankte mich mit tränen in den Augen. Der gedanke lohnt mich über alles, dasz ich derjenige wahr, der den übermütigen tihrannen demütigte." So schrieb der greise Blücher frohlockend seiner Frau am Abend des 19. Oktober 1813, als Napoleon mit seinem geschlagenen Heer sich auf dem wilden Rückzuge zum Rhein befand. Was der 18. O tober 1812 begonnen, da der stolze Korse den Befehl zum Abmarsch aus dem brennenden Moskau geben mußte, das hatten die vier blutigen Schlachttage von Leipzig vollendet: der Tyrann war niedergezwungen, Deutschland war frei, dank der gewaltigen Kriegsarbeit, die seit den Frühlingstagen bis in den jungen Herbst hinein die preußische Armee unter des greisen, aber jugendfrischen Feldmarschalls Blücher Führung geleistet hatte. Hundertunddreitausend to desmutige Streiter zogen im Frühling ins Feld, und als die Sonne am 19. Oktober 1813 über den blutgetränkten Gawen zur Rüste ging, waren sie auf 40 000 zusammengeschmolzen, ein gewaltiges Opfer an Blut, das die Freiheit gefordert. Das Bild dieses blutigen gewalttgen Ringens mag auch den deutschen Fürsten an der Seele vorüberziehen, wenn sie heute zur Weihe des Dent= mals sich zusammenfinden, das Liebe zum Vaterland und Stolz auf deutsche Waffentaten an der Stätte erDr. D. Weddige n. richtet, da der Grundstein gelegt ward zu des jetzigen Reiches ragenden Bau. Warens die Helden doch, die bei Leipzig geblutet und gestegt, die der Fürsten wankende Throne gestützt, die auch Könige und Herzöge befreit von unwürdigen Fesseln, in die sie der übermütige Korse schlug. Die Sieger von Leipzig deckte lange der tühle Rasen in den weiten deutschen Landen, aber von denen, die aus Frankreichs Schlachtfeldern Zur Jabrhundertteier. Den reichen Kranz der Erinnerungen an die große Seit der Freiheitskämpfe schließen diese Ottobertage ab, da vor 100 Jahren auf Leipzigs Flu ren die eisernen Würfel fielen über des sieggewohnten Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 pig. die 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pie Tie 90 mm breite Reklame Zeile 50 Piennia Frirabeilagen werden nach Gemit und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konture in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein. Telephon Nr. 362. 25. Jahra. wenn ihr Werk vollendet, leben noch Tausende, und eins einen Schatten wirst in die kommenden Festtage, so ists die Zurücksetzung, die man unseren Veteranen angedeihen ließ. Statt sie an erster Stelle mit teilnehmen zu lassen an der Weihe des Völkerschlachtdenkmals, das ohne ihre Heldentaten kaum hätte errichtet werden können, müssen sie abseits stehen, weil man& feinen Platz für sie hat finden können. auf Fast 60 Jahre Kleinstaaterei hat das deutsche Volk noch über sich ergehen lassen müssen, bittere Entt iusch= ung hat den Freiheitskämpfern von Leipzig und denen, die nach ihnen tamen, furzsichtige Höflings- Politik be= reitet, bis endlich der ragende Recke erstand, der Deutschlands Einheit und volle Freiheit schuf, der den Traum der Besten glanzvoll erfüllte. Darum mag in diesen ernsten Erinnerungstagen die eine Frage uns allen der Seele brennen: Nützen wir auch das Errungene recht? Entstand uns ein Geschlecht, das würdig ist der großen Taten der Vergangenheit, oder müssen wir beschämt gestehen, daß manches so ganz anders geworden ist, als unsere Väter es sich gedacht? Wenn dem so ist, dann gilts, ein neues dankbareres Geschlecht zu erziehen, das wetß, was wir dem Vaterland schuldig sind und das freudigen Kampfesmutes voll zu streiten bereit ist gegen des Auslands Neider und die Nörgler im eigenen Haus für Deutschlands Ehre und Größe, für Fortschritt und Freiheit. Drum sei die Losung dieser Tage, die vor hundert Jahren schon die Jugend begeisterte: Der Freiheit und dem Vaterlande immerdar! Die Feiern zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig haben am Donnerstag ihren Anfang genommen. In Mödern, wo im Verlaufe der Völker- fchlacht der erste Sieg über die französischen Truppen erfochten wurde, fand Donnerstag früh 7 Uhr zur Eröffnung der Feier großes Wecken durch die Spielleute und das Musikkorps des 106. Infanterieregiments statt. In Leipzig erfolgte vormittags um 11 Uhr die feierliche Beisehung der Ueberreste mehrerer einsendung. rg. Färberei Gebr. Röver Gießen, Marktplatz 18 Frankfurt a. M. und Färberei Hugo Luckner( Inh. Gebr. Röver) Leipzig chemische Waschanstalten Chemisches Reinigen und Färben von Damen-, Herren- und Kindergarderobe, Vorhängen, Decken, Teppichen, Portièren Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindermützen, Handschuhen etc. Zirka 1000 Angestellte. end bewährtes Discr. Nachnahm ias, Berlin n hartnäck. Fälle Nein, Giele allemal Erdal rhält einen ganzen Fabrik in Mainz 10) Nach dem Sturm. Erzählung von Emil Frank. ( Nachdruck verboten.) " So, fo," metnte Jadwiga, dann ging sie wetter. Bte blieb nicht eher stehen, bis sie ihr vertrauliches Bohngemach erreicht hatte. Gedanken verfolgten ste, und sie blieb angekleidet, wie sie gekommen, an einem offenen Fenster stehen. Immer mußte ste doch an diesen Baron denken. Wie batten sie ihn alle gerühmt: erst der Doktor, dann die Leute unten im Dorf. Wie hatte boch der Vater gesagt? Er ist ein Emann von der Bohle bis zum Scheitel, und Dein Vater hat ihm unmdlich vieles zu danken, nicht nur materielle Erfolge - viel mehr-! Ja, so hatte er gesprochen. Was mochte es nur sein, das er noch dem Baron verdankte? Materielle Erfolge hatte er ausdrücklich als das Kleinste, unbedeutendste hervorgehoben! Was war es? Sie wanderte auf und ab. So manches fiel ihr ein, aber Klarheit wollte nicht kommen. Und sie wollte es wiffent. Da fiel ihr Frau Sojka ein. Die war treu und gut, die verstand sie, wenn sie mit einer solchen Frage fam, hatte nicht gleich wunderliche Gedanken. Hier gab es kein Wundern. Der Fall, in dem sie Aufschluß verlangte, log klar: ihr Vater hatte selbst gesagt, daß er thm vieles zu verdanken habe, und sie wollte nun gern wissen, was es war. So ging sie abermals durch den Park. Ste traf Frau Sojta allein. Die schaute die junge Dame, die ihr von klein auf leb gewesen wie ihr eigen Kind, mit ihren gütigen Augen an, und ein freundliches Lächeln umhuschte ihr Gesicht: Wie schön, daß Sie kommen, Jadwiga." Sie sagte nicht mehr Komtesse. batte. Und Jadiviga fragte leise, was sie auf dem Herzen Da entstard eine kleine Pause, und die alte Wanduhr tickte heftiger als sonst, als wollte sie das Schwetgen überbrücken. In dem Herzen der Greisin aber war kurzes Beten: Gib mir die rechten Worte, daß ich ein junges Herz nicht vergifte!- Dann hob sie an: „ Als Ihr Vater das Vätererbe übernahm, da war es verwildert und überschuldet, jede Welle des Schicksals konnte ihn wegspülen. Er war, wie so viele Aristokraten, nicht zur Arbett erzogen. Und gerade damals vollzog sich eine Krisis, die manche Existenz vernichtete. Das Vermögen Ihrer Mutter rettete ihn. Aber nicht alle Last war von ihm genommen. Nach dem Tode Ihres einzigen Brüderchens fraß der Gram an seinem Herzen. Ihre Mutter war leidend und selbst des Trostes bedürftig. Sie waren noch so klein und Mädchen. Da gab es wenig Anregungen und Berstreuungen im Hause, und der Graf suchte sie draußen. Er mag es wohl so gemacht haben, wie die meisten Herren, denen es an Betätigung fehlt: er spielte. Damals war in Krzemien eine trübe Zeit. Die Gräfin welfte wie eine Blume dahin, und sie starb. Nicht lange danach tauchte Baron Kappel auf. Mit seiner Energie riß er Ihren Vater fort. Sein ganzes Wesen bürgte dafür, daß seinen Plänen der Erfolg beschieden sein würde. Baron Kappel verstand es, Ihren Vater für seine Pläne zu begeistern, ihn mit Freude am Schaf= fen zu erfüllen. Und das hatte dem Grafen frither ge= fehlt. Es gibt aber Männer, denen es unmöglich ist, untätig zu sein, in ihnen ist zu viel Kraft aufgespeiche die nach Betätigung ruft. Sehen Sie doch nur Ihren Vater an, mit welchem raftlosen Eifer er jetzt arbeitet, wie ernst er seine Pflichten als Gutsherr und Fabrikherr erfüllt. Und das, die Führung zu einem tätigeit Leben, voll Pflichterfüllung, verdankt er dem Baron Cappel." og mod to Jadwiga blickte sinnend vor sich. „ Aber Baron Kappel ist jedenfalls nicht schlecht da bet gefahren, daß er sich mit meinem Vater verband," meinte ste tühl; es war, als wehrte sie sich gegen die Einscht und Erkenntnis, gerade diesem Manne zum Danfe verpflichtet zu sein. „ Gewiß, natürlich," bemerkte die alte Frau,„ etne Hand wusch die andere, aber es ist doch eine Frage, ob Kochanow jemals so erblüht wäre, wie es legt der Fall ist, hätte ein weniger energischer Mann die Sache geleitet, als der Baron. Es gehörten große Mittel, großer Mut, das ganze Einsetzen einer starken Persönlichketb dazu, um aus dem Nichts ein solches Werk hervorzubringen. Mit welchem Feuereifer sorgt er noch jetzt für sein junges Unternehmen! Wie sorgt er aber auch für seine Arbeiter! Sehen Sie Jadwiga, er hätte das alles viel bequemer haben können, viel billiger, die Fabrif war da, die Arbeiter kamen gern; wo sie blieben, was aus ihnen wurde, dafür konnten sie selbst sorgen. Aber so ist Baron kappel nicht. Er hat zwar ein stolzes, aber auch ein edles Herz, er hat seine Arbetter era gen und erzieht sie noch. Denn die Herren Unternehmer haben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Baron Kappel ist ein Beispiel, wie man diese beiden wichtigen Punkte erfüllt: ez verlangt treue Pflichterfüllung, wie er sie selbst übt.- Am Parkhäuschen rollte ein Wagen vorbet. Instinktiv sah Jadwiga aus dem Fenster. Es war Baron Kappel. Sie blickte ihm lange nach. Wie sicher sich die= ser Mann gab, zielbewußt; er durfte stolz sein. Und zum erstenmal fam ihr der Gedanke, daß es sich gut an dieses Mannes Seite leben lassen müsse, daß die Frau stolz sein könne, der seine Liebe zufiel. ( Fortsetzung folgt.) in der Schlacht bei Leipzig gefallenen ruffischen Offiziere. Vor der Kapelle des Johannesfriedhofes fanden Se sich ein Vertreter des Zaren Großfürst Kyrill mit folge, die russische Militärdeputation, ferner der sächsische Kriegsminister, fowie eine große Anzahl von Offizieren der Leipziger Garnison und geladene Gäfte. Nach einer Seelenmesse wurden die Ueberreste in vier Särgen nach der russischen Kirche gebracht, wo sie in einer Gruft beigesetzt wurden. Die Leichen waren 1813 auf dem Leipziger Johannesfriedhof beerdigt worden und sind dann am 10. Juli 1867 an einer anderen Stelle des Friedhofs beigesetzt worden, wo sie bis jetzt ruhten. Die Urkunde der deutschen Turner= schaft für den Donnerstag nachmittag begonnenen Eilbotenlauf zum Völkerschlachts- Denkmal hat folgenden Wortlaut: DON ein erster Preis zu. Wer die anspruchsvolle and funt fenstern empfängt, im Viereck gebildet. Die Eden nehmen vier Kolossalfiguren sitzender Giganten ein: Glauarme Riefenanlage fennt, die heute das Kapitol belastet und das Bild der ewigen Stadt verstümmelt, wird bensstärke und Tatkraft, Tapferkeit und Opferwilligkeit doppelt bedauern, daß der deutsche Künstler dort nicht sind in ihnen verkörpert. Wie wir von diesem Raume durch die Deffung des Bodens in die Krypta hinab= zur Ausführung seines Planes gelangt ist. Bald aber bot sich ihm Ersatz auf heimischem Boden. Ihm fiel jehen können, so ist dem Blid auch nach oben freie dre Aufgabe zu, dem ersten Kaiser des geeinten Vater Bahn geſchaffen: über einer Galerie wölbt sich die Kup: landes die mächtigsten Denkmäler zu bauen, deren die pel, der dritte Junenraum, steil empor. Durch schmale Dankbarkeit seines Volkes fähig war. Auf dem Kufferter bricht das Licht in das Dämmer des riesigen häuser ein ragender Turm, an seinem Fuß der alte Barbarossa, über dessen steinernes Schlafgemach der Held des neu erstandenen Reiches hach zu Roß hinwegzieht. Auf der Porta Westphalica die stehende Ge Die Leipzig om Donne ge, Informat Wie wir vo ronprin in dem Raumes und wir erkennen, daß in vielen horizontalen en Thr Dak der P unabei einziehen hund fei Streifen dort Krieger zu Pferde in flachem Relief das ganze Maß der inneren Schale umziehen, eine sehbare Prozession derer, die aus der Schlacht heimkehDie Nord stalt Wilhelms 1. unter einem gigantischen Baldachin, ren, in immer engerem Kreise reitend, bis sich die Letz. Der Fahr der sich zur Höhe eines Turmes mit inapp gezogener ,. weithin sichtbarer Silhouette erhebt. Schließlich am Rhein ed bei Koblenz ein riesiges Postament, im Halbrund von einer Pfeilerhalle umgürtet, das die folossale Reiterjigur des Helden trägt. In diesen drei Denkmälern, die an drei der schönsten, durch Lage und Geschichte ehrwürdigen und durch alle Reize der deutschen Land „ Bom 16. bis 18. Oftober 1913, als Wilhelm 2. Deutscher Kaiser und Friedrich August 3. König Sachsen war, sind 35 000 Turner über 7000 Kilometer in 9 Haupt- und 23 Nebenläufen aus allen Gauen des deutschen Vaterlandes Leipzig zugeeilt, um in Weiterschaften verklärten Stätten des Vaterlandes errichtet gabe von Hand zu Hand durch die verschiedenen Läufer dem Vorsitzenden des deutschen Patriotenbundes Clemens Thieme eine Urkunde überbringen zu lassen, die die freudige Anteilnahme an der Vollendung des Völkerschlachtdenkmals bezeugen soll." Auf die Urkunde für den Eilbotenlauf, der von Friedrichshafen ausgeht, setzte Graf 3eppelin eigenhändig die Widmung:„ Auf dem Gelände des Luftschiffbaues Friedrichshafen dem ersten Läufer übergeben. Friedrichshafen am 16. Oftober 1913, 3 Uhr 30 Min. nachmittags. Graf Zeppelin."- Jn Memel begann der Stafettenlauf nach Leipzig bereits Mittwoch abend. ten im Dunkel unter der Scheitelöffnung verlieren. Ein letzter Innenraum ist in dem nach außen als massiv bringen wirkenden Deckstein samt den vier, Tragblöcken darunter ingen an enthalten. Den zweiarmigen Treppenaufgang der Front verdeckt eine riesige Wand, in vier gewaltigen Stufen nach jeder Seite abfallend. Sie trägt ein Relief: Sankt en Thronfolg beit eine dem Re Michael in gotischem Harnisch steht in der Witte teilring feinem worden sind, verkörpert sich der Kampf des plastischen und des architektonischen Prinzips im Denkmalbau. Am Rhein spricht die menschliche Figur noch das erste Wort: zwar ins Kolossale gesteigert, aber doch eine Nachbildung der menschlichen Erscheinung in heroischer Bose, also eine letzte Außerung des flassischen, aus der antiken Verehrung der Menschengestalt entsprungenen Denkmalgedankens; die Architektur tritt nur in dienender Rolle auf, gleichsam als Vermittlerin zwischen der ungewohnten Kolossalform und dem besonderen Stüd Boden. Auf der Bergkuppe am Rande der niederdeutschen Evene hat die Baukunst der Skulptur schon ein Stück Feld abgerungen. Sie bestimmt den Kontur der Gesamterschein ung; dem von unten Herausschauenden verwischt sich In Wien wurde die Feier der Völkerschlacht bei das naturalistische Detail in der Bildung der Kaiserge Leipzig Mittwoch abend mit einem Zapfenstreich, an dem stalt, und die Figur schrumpft zu einem Teile der gesämtliche Regimentskapellen der Wiener Garnison teil- mit gliederten Masse zusammen, die der Architekt nach seinem nahmen, eingeleitet. Die Kapellen marschierten über Willen geformt hat. Der Sieg der Architektur ist schließflingendem Spiel, geleitet von Lampionträgern, lich auf dem Kyffhäuser entschieden. Von mächtigen Terdie von einer vieltausendköpfigen Menge erfüllte Ringstraße vor das Schwarzenbergdenkmal, wo die Volksrassen getragen, erhebt sich in wuchtiger Geschlossenheit hymne gespielt und aus tausend Kehlen mitgesungen der Turm, den die Kaiserkrone überragt. Weithin über die goldene Aue und das Thüringer Land blickt der wurde. stolze, wehrhafte Bau, und scharf hebt sich sein Profil vom Himmel ab. Die Entwickelung der künstlerischen Jdee ist unverkennbar. Für die dauernde Verklärung der einzelnen Person mochten die Mittel der Stulptur genügen. Dort, wo sich in der verehrten Gestalt die politische und soziale, aus dem Volke entbundene Idee versichtbart, übernimmt die Baukunst die Führung. Und wie es ihr gegeben ist, in ihren Werken die ganze Stala der Empfindungen, vom Erhabenen bis zum Grotesken, vom Sentimentalen bis zum Pathetischen auszudrücken und nachtlingen zu lassen, so greift sie hier über die Grenzen der monumentalen Heroisterung der einzelnen Bersönlichkeit hinaus und wird, ihrer Fesseln als Zweck= kunst ledig, zur Verkünderin eines universalen ethischen Willens, des Stolzes auf die selbsterschaffene politische In Leipzig werden die Vorkehrungen für den Endlauf getroffen. Neun Turner laufen in angemessenem Lause mit den Urkunden, nachdem der Choral:„ Nun danket alle Gott" gesungen, die Stufen des Denkmals hinauf und übergeben die Köcher mit Urkunden dem Deutschen Kaiser und dem König von Sachsen. Organisator der ganzen Eilbotenläufe ist Kreisturnwart Volze Frankfurt a. M. In Deutschland werden insgesamt 7319,9 Kilometer durcheilt werden. Laufstrecke beträgt etwa 200 Meter, Der Jede Jahrhundertfeier der Völkerschlacht in Gießen. Gießen. Der Fadelzug, welcher heut, am 18. Oftober abends, veranstaltet wird, wird einen imposanten Verlauf nehmen. Die teilnehmenden Vereine stellen sich um 7.45 Uhr auf Oswaldsgarten auf, wo die Fackeln und Liederterte verteilt werden. Die Teilnehmerzahl wird sich seitens der Vereine auf 500 stellen. Auzer den Vereinen nehmen auch die höheren Schulen und Behörden daran teil. Die Musik wird vom Dragoner Regiment Nr. 24 aus Darmstadt ausgeführt, da die hiesige Regimentsmusik leider schon vergeben war. Weiter wirkt noch eine Zivilkapelle aus Marburg und Die sämtliche Spielleute des hiesigen Regiments mit. Ausstellung erfolgt in 3 Gruppen. 21 Kanonenschläge geben den Ahmarsch des Zuges bekannt. Der Zug bewegt sich durch die Neustadt, Bahnhofstraße, Weſt Anlage, Seltersweg, Kreuzplatz, Sonnenstraße, Kanzleiberg, Landgrafenstraße, Ostanlage, Moltkestraße, Kai fer Allee zum Trieb. Hier wird gemeinschaftlich das Lied„ Flamme empor" gesungen. Die Ansprache hält Oberlehrer Prof. Altendorf. Weitere Lieder schließen die Feier im Freien. Auf der„ Liebigshöhe" nimmt dann die Feier seine Fortsetzung. be Am Sonntag nachmittag wird auf dem Trieb ein großes Jugendfest abgehalten. Die Vorbereit ungen sind bereits im vollen Gange und versprechen ein überaus guten Verlauf. Auf dem Trieb selbst wird mur, Kaffee, Milch und Backwerk abgegeben. Jedermann hat freien Zutritt. Für die Eilbotenläufe ist die Grünbergerstraße vom Bahnübergang bis zum Schützenhaus freizuhalten. Macht und der Liebe zum Vaterlande. aufgerichtet, rechts und links rasen die Kriegsfurien mit lodernden Fackeln über die Wahlstatt.„ Gott mit uns Di Prinzen Ern Hannover A Godverhalts Der Kron ter stehe cine Thronk dyweig ob schweren der braunid mgsverschied ingen. lautet die Inschrift oben. Der mittlere Teil des Banesat in feiner ist ohne bildnerischen Schmud. Aber oben, um den Rand der Kuppel, stehen 12 Krieger im schweren Harder pre nisch. Das Haupt leicht gebeugt, beide Hände am Schwertgriff, schauen sie nach allen Seiten der Wind rose übers Land; sie halten Wache und schirmen den stolzen Bau. Während das Relief der Frontwand von Christian Behrens geschaffen wurde, dem Breslauer Bildhauer, der vor 8 Jahren, zu früh, gestorben, fchuj die anderen Skulpturen sämtlich Franz Metzner. unerschütterliche Kraft, die von dem Stufenfodel an über die Rustikamanern der Bogenhalle mit ihrem Reilschnitt mauerwerk, über die glatte, umprofilierte Gimsplatte bis das preuzi zu dem geraden Dechstein hinauf das Gefüge des Riemerstag beich fenbaues beseelt, verdichtet sich in seinen Gebilden zuen, die Ber einem Ernst, der alles Menschliche überragt. Bon ges zu Brau waltigem Wuchs, dessen Wucht der fleine Kopf steigert, ung in scheinen sie in dem tektonisch vereinfachten Organisms alfe die ihrer Harnische selbst wie aus dem Stein gewachsene meer und pol Wesen. Das ist keine Plastik von dekorativen Gepräge, in der Welf sondern die aus idealem Gleichfinn der Meister geborene Erledigung Einheit des künstlerischen Wollens hat hier das gebaute und das gemeißelte Werk verschmolzen. Damit stehen wir vor dem geistigen Kern des Dentmals für die Völkerschlacht bei Leipzig. Die Bedeutung der geschichtlichen Tatsache selbst bedarf im Jahre der Säkularerinnerungen feiner weiteren Worte. Das einzige friegerische Ereignis unserer Vergangenheit, das den Namen der Völkerschlacht mit Recht führt, der Augenblick, in dem die nationalen Individualitäten eines Erdteils ihre Daseinsberechtigung gegenüber dem Internationalismus eines konstruierten Staatengebildes erweisen, schließlich die Stunde, wo die militärische Tüchtigkeit des Volkes, das die Einheit des Reiches auf seinen Schultern zu tragen berufen war, wo das Preußentum die Summe seiner Energien zusammenrafft und damit der Zukunft der deutschen Stämme den Grundstein legt. Die Größe der Tat wächst über das friegerische des Vor gangs hinaus. Die Schlacht der Völker weitet sich zum Siege des Germanentums über den romanischen Geist, zum Triumph teutonischer Urkraft über welsche HerrAm 18. Oftober, abends 7 Uhr, wird an verschie denen Punkten innerhalb der Gemarkung Sießen, sowie auf dem Gleiberg ein Freudenfeuer abge brannt werden. Zur Einweibung des VolkerfcblachtDenkmals in Leipzig. ( Schluß.) Von Geburt ein Rheinländer und auf der Düsseldorfer Akademie ausgebildet, hat Bruno Schmitz schon in jungen Jahren auf dem Felde der Denkmalsarchitektur Lorbeeren gepflückt. Bei dem ersten Wettbewerb um das Denkmal Viktor Emanuels in Rom fiel ihm noch Po Der K Die Ausmessungen des Denkmals sind riesig zu nennen. Das Steinrelief der vorderen Treppenwand is 60 Meter breit, die Gestalt Sanft Michaels 11 Meter hoch. Die Kuppelhalle ist innen 60 Meter hoch, der Durchmesser der Kuppel beträgt 30 Meter. Die sitzenden Shburg- Lip Gestalten in ihren Eden sind 14 Meter, die stehenden alten. an der Außenseite des Oberbaues 12 Meter hoch. Di Zahl der Reiter im Innern der Kuppel beträgt 312 ieder 2 Meter hoch. Das ganze Denkmal erhebt sich bi zu einer Höhe von 91 Metern. Als Baumaterial wurd fast ausschließlich Stampf- und Eisenbeton verwende und zwar ungefähr 120 000 Cbm. Das Aeußere völlig mit Granit und Diorit- Porphyr umkleidet, der in Beucha bei Leipzig gebrochen worden ist. Etwa 12 00 Cbm. Stein wurden so verarbeitet, darunter Blöde bis zu 18 000 Kg. Gewicht. So ist der Kopf des heiligen Michael aus einem einzigen Stein von 12 500 Rilogr ichergelüfte. Das fünstlerische Temperament von Bruno Schmitz bot in ungewöhnlicher Weise Gewähr dafür, dak sein Werk diesen Vorstellungen gerecht werden wür de. Unleugbar ist dies: das Denkmal ist durchaus deutsch. Alle Spuren flassischer Tradition sind hier getilgt, weder Säulen noch Profile, weder Giebel Pilaster erinnern an Bildungen füdlicher Herkunft. Alle Formen sind abstrakt durchgefühlt und aus dem Stein heraus erdacht und mur durch ihn verständlich. Das System des Aufbaues ist auf den ersten Blick sichtbar. Ueber breitausladendem Stufensockel eine sich langsam verjüngenden Steinpyramide, deren vier Seiten Halbkreisöffnungen durchbrochen. Ueber der Simsplatte geht die Form in das Rund über, eine Doppelbreite von 12 Deffnungen hilft, die Masse zu entlasten und zu straffen, denn auf der Kuppelschale ruht, von vier Lagern gehalten, ein riesige Deckplatte, die damit die quadratische Grundform wieder aufnimmt und mit einem gigantischen Viertonalford ausdröhnen läßt. Vierfach von a stark überallh Schönha Gewicht gemeißelt. Nur die Reliefs der Reiter in dKavali Kuppel sind nicht aus Stein. Sie bilden mit dem Sprungdec ton der Schale eine einheitliche Masse, denn sie wir 16.00 M, die den auf verlorener Gipfelschalung direkt mit dem Kubert mit Gol pelbeton zusammen eingestampft und blieben dann, oh weiter vom Steinmetz bearbeitet zu werden, in der türlichen Gußform stehen. Die aller gewohnten Maßstäbe spottende Größe te Bauwerfes wirkt um so gewaltiger, als das Dentne in der Ebene errichtet wurde und von unten an auf den Himmel projiziert. Der Wettstreit zwischen de Maßen und Erzeugnissen der Landschaft und dem Menschenhand Geschaffenen, der, so viele unserer Det mäler schädigt, ist also hier vermieden. Das Völle ad richtig g Gatam jeder U Pazeruhrkette TW. Mülle stringer Stammb Berlin NO 55 ge 75 Pr 3.50 Schlachtdenkmal ist Universalherrscher auf der weithg Ebente, die vor 100 Jahren das blutige Ringen gejeb amiliengese Aber leider ist das ideale Reich seiner fünstlerischen G, Regi tig schon schwer bedroht. Die Stadt schiebf ihre Ets ßen und Bauten immer eifriger heran; bei seiner Gr dung ein einsamer Blah, liegt heirte der Dentmals gel schon zwischen allerhand architektonischem standsvoll, ein großer Friedhof mit fräftig gegliede Hallen und Türmen macht sich unfern von dem ski nen Riesen breit, die Elektrische raſſelt geschäftig gir nen Füßen, die Ruppelhalle des Ausstellungsgebau rundet sich über dem Bahneinschnitt, die ernite Stinem G ist also der Gesamtaufbau gestuft auf dem erhobenen Hügel der Sodel, der Kern mit den Rundbögen, das Kugelrund und die Krone, diese, wie ein Opfertisch germanischer Vorzeit, ein glatter Stein. Die Einfachheit des Aufbaues beherrscht auch die Gestaltung des Innern. Jm Sodel ist die Krypta eingeschlossen, eine von acht Pfeilern umgebene, runde Halle: an den riesigen Masten, die den Kopf der Pfeiler bilden, halten je 2 Geharnischte auf den Schild gestützt, die Totenwacht für die Helden, die dem Vaterlande fielen. Es ist der Gedächtnissaal der Toten. Darüber der Hauptraum, die eigentliche Kuppelhalle, die ihr Licht von den 4 BogenSital an po aparte Ge Wo ingejut. Fled brock Sc Bardlechte, offen Hautausschl bose Finge ung der Umgebung ist unrettbar dahin. Sic int aube& C Chaos dieser großstädtischen Lebenselemente zu be ten, würde dem Werte nicht glüden, auch bei dopp Ausmessungen, wenn nicht seine fünstlerische Phy nomie seine innere Bedeutung auch dem Gleichgül verkündete. Der große Wurf ist gelungen: eregi m mentum aere perennius darf der Meister sagen, un) Männer, die seit bald zwanzig Jahren die finanz Grundlagen des Werkes schufen, dürfen mit Stolz Lohn ihrer Mühen vor sich aufragen sehen. Die funst der Gegenwart, soweit sie feine realen Zwed folgt, hatte feine größere Arbeit zu vergeben als Das deutsche Volf, das am 18. Oftober sich zu der weihung drängt, sieht hier das Edelste und Ehr seiner Erinnerungen, seiner heitigen Jdeale unde Zukunftshoffnungen in einem Mal versichtbart, das menschlichem Ermessen Jahrhunderte überdauern w Erich Haenel sind oft se Wer bisher Hellung hoff We bewährt Rino we sch Dove Mk. Man achte a Rino Weinboh e Eden ein: G Opferwilligh efem Raum Zur Welfenfrage. Die„ Leipziger N. N." veröffentlichen in ihrer, NumRumänien. Bukarest. Der Besuch des Königs v. Spanien am rumänischen Hose steht bevor. Der Zeitpunkt tapta bing met vom Donnerstag folgende, allem Anscheine nach ist noch nicht bekannt. oben ferichtige, Information: sich die Sup Wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren, hat Hus Stadt und Land. n Gießen. Anläßlich der Jahrhundertfeier ist von verschiedenen Seiten der Wunsch ausgesprochen worDer rumänische Thronfolger, Prinz Ferden, daß die Geschäftsleute ihre Verkaufsstellen am 18. dinand und Prinz Carol sind gestern Freitag in Berlin eingetroffen. Türkei. Oftober um 7 Uhr abends zu schließen, um dem Personal die Möglichkeit zu geben, an der Feier teilzitnehmen. Durch schmaler kronprinz an den Reichskanzler ein Schreiben des riesigngerigtet, in dem er seine Auffassung von der braun= horizontale dhweigischen Thronfolge niederlegt. Es wird darin bem Relief datot, daß der Prinz Ernst August erst dann in Braunhladh beimteh u fich und seine Nachfolger auf Hannover verzichtet gut verlaufen ist, läßt das Befinden des Patienten zu heumatischweig einziehen dürfe, wenn er vorher klipp und flar Blinddarmoperation unterziehen müssen. Obwohl diese Verwendung finden. In der letzten Stadtverordnetenis fich die Lande. Der Fahneneid sei kein staatsrechtlicher Aft." verlieren. G Ben als mal." bringen Mitteilungen über ein Schreiben des locken brunt onprinzen an den Reichskanzler in der braunschweiDie„ Nordd. Alig. 3tg." schreibt dazu:„ Die„ L. gang de from altigen Ariegsfurin der gulden Thronfolge. Wie wir hören, hat in dieser Ann Relief gelegenheit eine Korrespondenz zwischen dem Kronprinder Mitte zer und dem Reichskanzler stattgefunden, bei der Stronprinz seinem Bedenken gegen die Thronbesteigung des Prinzen Ernst August ohne ausdrücklichen Verzicht auf Hannover Ausdruck gegeben hat. Der Reichstanzlet hat in seiner Antwort unter eingehender Schilderung bus Sachverhalts die Gründe dargelegt, die für Gott mit Teil des ben, um die schweren haltung der preußischen Regierung maßgebend sind." de Hände Fiten der Wi Der Kronprinz verharrt auf seinem Stand= Schirmen pent; er stehe nach wie vor auf seinem Standpunkte, Frontwand eine Thronbesteigung des Prinzen Ernst August in dem Brest Braunschweig ohne ausdrücklichen Verzicht auf Hanno, gestorben, er zu schweren Bedenken Anlaß. gebe. Also es besteht Megner. der braunschweigischen Frage eine sehr erhebliche fenfodel an Meinungsverschiedenheit zwischen dem Kaiser und dem hrem Keild Stronprinzen. Gimsplatte Das preußische Staatsministerium hat auch am Gefüge des Connerstag beschlossen, den Antrag beim Bundesrat zu En Gebilden stellen, die Verhinderung des Prinzen Ernst August, rragt. Von Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, am Antritt der ne Kopf steigegierung in Braunschweig für beseitigt zu erklären, ten Organis azt also die schweren Bedenken staatsrechtlicher, naStein gewa tionaler und politischer Natur gegen die verzichtlose Zurativem Gelafiuna der, Welfen geringer, als die Wünsche, die auf Meister gente Erledigung unter allen Umständen drängen. hier das ge Is find riefig Treppenwand i ichaels 11 Mete Meter hoch, de Politische Rundschau Deutschland. Der Kaiser hat dem Prinzen Adolf von ter. Die sitzende Schaumburg- Lippe die Rettungsmedaille am Bande er, die stehende rerliehen. Meter hoch. D pel betri 312 mal erhebt fich b Baumaterial wur beton verwend Das Aeußere hr umkleidet, ist. 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Ein schreckliches Luftschiffunglück hat sich gestern vormittag auf dem Flugplatz Johannistal bei Berlin ereignet und das neue Marineluftschiff£ 2, den Nachfolger des bei Helgoland verunglückten 21, vernichtet. Eine Anzahl braver Luftschiffer ist dabei einem jähen Tode verfallen. Berlin, 17. Ott. 1913. Das Marineluftschiff 2. 2 ist heute vormittag 10 Uhr 15 min. kurz nach seinem Aufstieg vom Flugplatz Johannistal in 300 Meter Höhe explodiert. Sämtliche Insassen sind tot. An Bord befand sich außer der Jahrbesatzung die Abnahmekommission unter Führung des Kapitäns Behnisch vom Reichsmarineamt und als Vertreter der Zeppelinwerft Kapitän Blund. Jm ganzen 26 Personen. Die Unfallstelle liegt etwa 500 Meter westlich vom Flugplatz Johannistal. Ueber die Ursache ist noch nichts bekannt. Die Namen der Verunglückten sind: 1. Korvettenkapitän Benisch, 2. Oberbaurat Neumann, 3. Baumeister Pietzker, 4. Technischer Sekretär Lehmann, 5. Technischer Sekretär Priese, 6. Technischer Sekretär Eisele, 7. Käpitänleutnant Freyer, 8. Kapitänleutnant Alexander Trenk, 9. Marine- Oberingenieur Hausmann, 10. Marine- Oberingenieur Busch, 11. Steuermann Pittelkow, 12. Maschinist Lasch, 13. Bootsmannsmaat Werner, 14. Signalmaat Kluge, 15. Obermaschinistenmaat Krahmer, 16. Obermaschinistenmaat Keidel, 17. Obermaschiniſtenmaat Tressel, 18. Obermaschinistenmaat Beckert, 19. Obermaschinistenmaat Focken, 20. Obermaschinistenmaat Paethe, 21. Maschinistenmaat Weber, 22. MaSchinistenmaat Fricke, 23. Kapitän Blund, 24. Monteur Hobenstein, 25. Monteur Bauer. Schwerverletzt ist der Leutnant Freiherr v. Bleul vom Königin- Augusta- Garde- Bren.- Regt. Er wurde ins Krankenhaus Neukölln- Buckow eingeliefert. Der Zustand der Verletzten ist, wie man uns mitteilt, ernst.- Bleul soll nach einer telegraphischen Meldung im Krankenhaus nunmehr gestorben sein. Bar Geld terleibt fof. anerkannt e und diskret an jedermann b. Ratentüdahlung C. Gründler, Berlin 1-8, Orantenftr. 165a Provision erst bei Auszahlung. 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Wie uns gemeldet wird, soll nun doch die alte Klinik" zu städtischen Verwaltungszwecken Sitzung wurde nach 2stündiger Beratung bei 7 Stim= menenthaltungen mit 12 gegen 5 Stimmen beschlossen, die gesamte städt. Verwaltung in die alte Klinik zu verlegen. Ein Ausschreiben zur Erlangung von Entwürfen für die Umgestaltung soll erlassen werden. ! Cronberg. Der Aufenthalt der Königin von Griechenland ist vorläufig bis zum 20. Oktober ausgedehnt worden. o Usingen. Der inmitten der Stadt gelegene schöne Schloßplatz ging vom Besitz der Domänen- Verwaltung in den der Stadt über. o Bezzenrod. Durch ein Großfeuer wurden die mit Erntevorräten reichgefüllten Scheunen der Land= wirte Repp und Appel zerstört. s Darmstadt. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer hielt am 15. Oktober gemeinsam mit der Regierung eine mehrstündige Beratung wichtiger mit der Beamten- und Lehrerbesoldungsvorlage zusammenhängender Fragen ab und vertagte sich bis zur nächsten Woche. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. 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J., vorm. 10 Uhr postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen an den Unterzeichneten einzureichen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, 8. Oftober 1913. Der Großh. Kreisbauinspektor. Hechler. Festredner: Herr Oberlehrer Dr. Schmoll. Zutritt haben nur die eingeladenen Gäste und die Mitglieder der nachstehenden Vereine. Vereinsabzeichen bitte anzulegen. Um zahlreichen Besuch wird gebeten: Eisvererein, Vereinigte Hassia- Vereine, Männerturnverein, Radfahrerverein von 1885, Schwimmverein, Sportverein von 1900, Turnverein von 1846, Wandervogel, Wartburgverein. Wittwoch weg 83 Berlag Nr. 8 H Lichtbilder- Vortrag des berühmten österreichischen Kriegsberichterstatters E. Reichsfreiher Binder- Krieglstein über Die Schrecken des Krieges in den letzten Kämpfen in Afrika und im Balkankriege 200 Lichtbilder eigener Aufnahmen 00000000000000000000 am 23. Oktober 8 Uhr Abends im Neuen Saalbau Vorverkauf: Musikalienhandlung Ernst Challier. 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