0+ 0 eisen 22 75 Mk. 1.50 Mk. 1.95 Mk. 1.95 1/35 3.45 Mk, 6.u. 2.95 tu, ohne Du. 3.95 r M. 1.85 Qualitäten 5u. 1.45 S T. 58 käufer us hat sich hland, nach ne kassieren trengster ern, Beamten , sowie auch inrichtungen gehörenden hlung zu lieVunsch ohne reise. Herlich von Zeichgen zu richNr. 38, Putze mit Gießener Zeitung be thill ob drag lednis per( Neueste Nachrichten) si mi nicholls 000119 tisura] ndalewodny din simid 25 Bezugspreis 25 Pfg. monatlich nd tja nob Sollo llo vi rieljährlich 75 Pig., vorauszahlbar, frei ins Haus. bi Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig hil 100 ausgabestellen vierteljährlich 60Pfg.Erscheint Mittwoche und Samstage. Redaktion: Selters- P nweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung och od nicht verlangier Manuskripte wird nicht garantiert. bl Verlag der Gießener Zeitung" G. m. b.§. lanicu 90.146 1 enommi Telephon: Nr. 362. specbisf 250 0001 1900 modo odom Balkan- Krieg.d Konstantinopel. Authentisch verlautet, daß der Initiativ- Vorschlag des türkischen Botschafters in London Tewsit Pascha bei Sir Edward Grey zur Wie deraufnahme der Friedensverhandlungen gescheitert ist. 79011 19( 90 m191179 1100 moldogurao nede Von enu Idali anu mom idiorbjoignit 190 slids mod voljnijo 190 dni od 19ided dis sin mi polmio prardini eun inicholls enjörs ligno estampared spodem un mis 07 pullari(@ickener Tageblatt) not nomidanan ploj ed! 2 mo to Anzeigenpreis 15 pig. nd nd non 29nio gumbers, sid ( bandie 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg. Ind do Pie 90 mm breite Reflame 3eile 50 Pfennig. Expedition: Seltersweg 83. 790 Extrabeitagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Mabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs279stied gured our mis ol od sigles 130 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei phunmamaliland monopol til tod vol load mod multiedinge eston emisiours in Wegfall. Plasvorschriften ohne Verbindlichkeit. 196 Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein. ichjubisp mulidu and dri pijunaiding as 911 HID ... Samstag, den 15. Februar 1913. Nach Meldungen aus Stutari machen die M o n= tenegriner keinen Angriff mehr. Die Serben sollen ihnen die Unterstützung verweigert haben. Die Türfen haben die Bulgaren bei Silivri in die Flucht geschlagen und ihnen große Verluste beigebracht. 19 19 190 In Revolution in Mexiko. -gpl Mexiko ist die Revolution ausgebro= JTU Telephon Nr. 362. 25. Jahro. | lungen verlangte Verzicht auf Hannover weder von dem Herzog von Cumberland, noch von seinem Sohne ausgesprochen worden. Die Einigung wurde erzielt auf Grund einer Formel, daß der Prinz sich verpflichtet hat, nicht mit ungesetzlichen Mitteln seine Rechtsansprüche auf Hannover zu vertreten und in die preußische Armee als Offizier eintreten zu wollen. 19 tibi Prinz Karl von Rumänien traf am Donnerstag in Berlin ein. nisters des Innern vom 11. Februar ist dem Verband öffentlicher Lebensversicherungsanstalten Deutschland die Ausdehnung seines Geschäftsbetriebes auf das Gebiet der Volksversicherung genehmigt worden. Der In der Stadt Mexiko war heftiges BombardePräsident Madero griff von neuem die in der Durch einen Erlaß des preußischen MiZitadelle verschanzten Revolutionäre unter Felix Diaz an. Das Gebäude des amerikanischen Klubs ist durch den Kugelregen zerstört worden. Die Insurgenten sollen den Staatsbahnhof im Mittelpunkte der Stadt Mexiko niedergebrannt haben. Von Nordamerika sind Kriegsschiffe und wegs nach Mexiko. Bei den Straßenkämpfen sind nach Das preußische Abgeordnetenhaus genehmigte den bisherigen Schätzungen 900 Mann getötet und 1600 verwundet worden. da mi pallasid anij für die Erneuerung der Schleusentore am Main And wing schler 76 400 Mark, für die Erneuerung der Böschungsbefes= is gelirini sered jodi toome lotpro sblo] om Politische Rundschau.om thin Konstantinopel, 13. Febr. Die Landungs- i versuche Enver Beys sind mißlungen. Ungefähr 20 000 Mann versuchten zwischen Rodoſto und Tschar- the föej zu landen, stießen jedoch auf eine größere Truppenmacht und mußten sich zurückziehen und wieder einfchiffen. Sie sollen jetzt nach Gallipoli dirigiert werden. atrodo Die türkischen Streitkräfte in Janina haben den Paß Zaaroko angegriffen und nach dreieinhalbstündigem Kampfe die Griechen vernichtet. einem Regiment hätten sich nur acht Mann, von denen noch sechs verwundet seien, gerettet. Den Türken seien 13 Kanonen und viel Munition in die Hände gefallen. nobo Von der Tschataldschalinie wird gemeldet: Die türkischen Soldaten sind in bester Stimmung Sturme und haben wiederholt den Wunsch geäußert, zum übergehen zu dürfen. Die Türken gewinnen stetig, wenn auch langsam an Boden. and footnospied mis Das Journal" meldet aus Sofia: Die Forts von Adrianopel halten stand, doch steht die ganze Stadt in Flammen. Das ist das einzige, was man von der weiß. Kassierer 11 91 6000 Mann Marinejolpaten unter: Durchführung des Betriebes ber Volksversicherung bedem eutsche Kaiser hat am Donnerstag Cumberland telegraphisch 0011 dem Einzuge und dem festlichen Empfang des Braut paares in Berlin lin Mitteilung gemacht. einer europäiſchen Bant, vor in Abrianopel weiffe, het in Vittoria guise mit dem Brinzen Grust August von vor einer Woche die größten Gefahren überstanden, um aus der Festung zu entkommen. Er hat bei Nacht die Truppenkette durchbrochen. unit Es ist völlige Uebereinstimmung zwischen Serbien und Bulgarien zustande, gelommen. Serbien schicht den i Bulgaren sofort weitere 80000 Mann, sowie 150 5 aubitzen und Belagerungsgeschütze. Bulgarien erkennt dafür alle vom serbischen Heer T9 bberten Gebiete als dessen Besitz and bajorq Die bulgarischen Angriffe auf die Tschataldschalinie werden nicht mehr fortgesetzt. Aus taktischen Gründen, über die geschwiegen wird, erhielten die Truppen den neuerlichen Befehl, sich unter Umständen bis auf dreißig Kilometer auf Adrianopel zurückzuziehen.d Neue OSRAM allod er= Das Glückskind.p golot Roman von Irene von Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) Da stand wirklich und wahrhaftig: Mein liebes einziges Schwesterlein! Dank, tausend Dank, es ift merfort rufen möchte; ich kann es nkel's ch- Soda bl. Bimmer zu be n. Walltorfte 77 δας faum f große Glück, daß ich endlich, endlich befretb der fürchterlichen, drückenden SchuldenLast. Wie hast Du es nur angeſtellt, um alles so heims Itch fertig zu bringen, welche Mühe mag es Dir geLoftet haben, meine Gläubiger auszufundschaften! Du zartfühlende, große Seele wolltest mir selbst das Beschämende meiner Lage ersparen, indem Du meine Angelegenheiten in solch dezenter Weise ordnetest. Ich babe teine Schulden mehr, dies hebt mich himmelhoch und gibt Lebenskraft und Mut zurück. Mein Dank ist unermeßlich und läßt sich nicht in Worten fassen. Borchen, mein geliebtes Weib, ist überglücklich. Ste seg net Dich, mein Schwesterlein, wie ich es tue. Die Stellung, die ich habe, ernährt uns reichlich, so daß tch, wenn auch erst nach vielen Jahren, hoffen darf, einen Tell meiner Schuld an Dich abtragen zu können. Welt ist jetzt wieder um zwet Glückliche reicher. Dein Waldemar." ginnen. tigungen an den Schleusen zu Frankfurt a. M.- Flörsheim 118 000 Mark, für die Fortführung der Mainfanalisation oberhalb Offenbach als erste Rate 100 000 Marf, und beantragte außerdem, möglichst im nächsten Etat Mittel für den Neubau der Kostheimer Schleuse einzustellenk Dem württembergischen Landtag ist ein Gesetzentwurf, betreffend die Regelung des Kinematographen wesens zugegangen. * Berlin, 13. Febr. Die Hochzeit der Prinzes- clou Cumberland soll bereits am 15. Juni d. Js., dem Tage des 25jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers, stattfinden. lady in mundoe Wien. Wie verlautet, ist ein Besuch Kaiser Wilhelms s bei Kaiser Franz Josef in Schönbrunn für dieſes Frühjahr- ganz beſtimmt in Aussicht genommen. Bei diesem Anlaß wird sich das erste freundschaftliche Zusammentreffen des deutschen Kaisers mit dem Her zog von Cumberland in Wien vollziehen. Im Penzin ger Palais zu Wien soll die Vorstellung der Prinzes sin Viktoria Luise vor dem Vater des Prinzen Ernst August erfolgen. deild 1190 Hannover, 14. Febr. Nach authentischen Mitteilungen ist der von Preußen in den Vorverhand0021/19790 ( brud olin Aus Stadt und Cand. rotrbyfod pil Das Königlich Preußische Kr egsministerium hat zugebilligt, daß alljährlich eine begrenzte Zahl von Studierenden der Tierheilkunde der Uni versität Gießen das erste Diensthalbjahr mit der Waffe auch beim Infanterieregiments Nr. 116 unter der Voraussetzung ableisten dürfen, daß sie bei Antritt des zweiten Diensthalbjahres( nach der Approbation) in einer vom Generalkommando anzuordnenden Prüfung ausreichende Reitfertigkeit und solche Kenntnis in Sattlung, Zäumung und Stalldienst dartun, wie sie etwa bei den Einjährig- Freiwilligen berittener Truppen nach halb= 12:00 Osram Drahtlampen Unzerbrechlich is to Jede echte Osram- Lampe muss die Inschrift„ OSRAM tragen. U, berall erhältlich. Auergesellschaft Berlin 0. 17 dessen, den sie geliebt mit der etn Gebet für das ganzen Kraft threr Seele. Bild um Bild zog an ihrem getsten Auge vorüber, die Erinnerung an die wieder Sie tiefe Flowe Deutlich Stimme Mallfars, wie sie oft an thr Ohr gedrungen, wenn fie auf der alten Bant ſaß, neben ihm. Es war im Frühling, nun war es Herbst,- nur eine kurze Spanne Zeit und doch, wie viel an Glück und Leid hatte 191 1900 1900 19 diese enthalten. O tönnte thr Herz noch einmal den süßen Frieden empfinden, der es dort durchzogen, aber das war vorBet, vorbet für immer. Und Tage tamen und Tage gingen. vtelbenetdete, überall bewunderte Gattin des retchen Röschen, die elegante Frau Direktor Winter, die Mannes, der ein tolossales Vermögen befizen mußte, um all den Lurus olen zu können, mit dem er sein - Weib umgab, sich trotz alledem so elend, wurde immer blässer und hinfälliger, daß der besorgte Gatte endlich einen geschickten Arzt zu Nate zog. Der zuckte die Achseln, sprach von Luftveränderung, einem allein die junge Aufenthalt in Nizza oder sonstwo, Die Frau wollte davon nichts wissen. Es war ihr ganz recht, daß es so kam, dann würde all die Herzensqual Sehnsucht ein Ende haben, sie gab sich gar keine Mühe, gesund zu werden, mochte der Tod doch kommen, ihr tam er gewiß nicht zu früh. de polisa dis Hätte sie jemals geahnt, daß eine Ehe ohne Liebe, nur eine fortgesezte Kette von Letohne Achtung den bedeuten würde, sie hätte nicht eingewilligt, die Gattin Winters zu werden. Was war das? Wieder und wieder las Nosi dte glückatmenden Zeilen des geliebten Bruders, und fonnte doch nicht fassen, daß sie die Wahrheit enthielten. Wer in aller Welt konnte der Retter ſein? Ahnungslos stieg ein Gedanke in ihr auf, und doch wie war es möglich aber es gab fast keine andere Möglichkeit, er mußte es sein,- Mallfar,- gewiß, nur er konnte so handeln, der erhabene, edle Mann, mit dem großen, edlen Herzen. Lange, lange faß die junge Frau die Hände gefal= tet: wie ein Gebet rang es sich aus ihrer effeft ihrer tiefsten Brust, louisd den lö 150 birdsin.io " eldejums piutons nepillöjeg senis siau neb = 1910 910 210 lai Verständnis an ihrem Herzen und machte sie elend, troß allem Lurus, der im Hause herrschte. Winter bot alles auf, die Rosen auf die bletchen Wangen seiner schönen Frau zurückzubringen. Er hoffte dies durch zerstreuungen aller Art bewirken zu können, allein Rosi lehnte jezt alles ab. Ste lag am liebsten auf ihrem Ruhebett und starrte zur Decke empor, ohne sich zu regen." sellotnejte mi ditoi Auf die Dauer wurde ein solches Leben dem an gesellige Freuden sehr gewöhnten Ehemann natürlich langweilig. Oft und öfter ging er jetzt allein aus und tam dann erst mit dem grauenden Morgen wieder zurück; Röschen kümmerte sich nicht darum. Til Besuche wurden im Winterschen Haufe schon gar nicht mehr angenommen, höchstens daß Tante Aurelia hte und da einmal vorsprach. Dieselbe war jedoch keine erheiternde Gesellschafterin für die junge Frau; denn da ſie ſelbſt ſchwer genug an ihrem häuslichen unglüc tragen hatte, befand sich die sehr gealtert aussehende Tante meistens in gedrückter Stimmung. by id do D Mit Böhler tam Röschen niemals wieder in Berührung, die beiden vermieden einander, wo sie immer fonnten. Nur selten noch ging die junge Frau aus, höchstens besuchte sie hie und da das Grab der Eltern. Einmal, als sie eben auf dem Rückweg vom Friedhof begriffen alte Marthe, wa, tam fie an dem Häuschen, wo die ehemaliger Schüßling wohnte, vorüber. Einer raschen Eingebung folgend, trat sie durch die niedrige Tür dureine, ärmliche Stübchen, das noch genau so wie damals, als Röschen zum letztenmal über diese Schwelle geschritten war. Dort an der Wand stand noch das schmale Bett, das sie einst aus dem Lethhause geholt hatte. Dicht am Fenster saß auf einem elenden, wackligen Stuhl ein Herr, welcher der Eintretenden halb den Rücken zuzuwandte und sich mit einem etwas leidend aussehenden Kinde beschäftigte. 12101 de folgt.) Röschen wähnte in treuer Pflichterfüllung und in dem Bestreben, andere glücklich zu machen, eine gewisse Befriedigung, und wenn auch nicht das verlorene Glück, so doch Nuhe und Frieden finden zu können, noorus Statt dessen nagte jetzt die Sehnsucht nach Liebe und anillou sid thin mini bin endurbǝbrud ij sienili side 10 m Iliar misdröjsbburb ad primis ad pm pulfus& riston dorsatdotegid 9dobe omitsid shindana mebl amu esloigo espil bicusp adoj nis sdn blij mello 30 ( Fortjebung f - - jähriger Dienstzeit vorhanden sind. Für die Studieren den der Tierheilkunde an der Universität Gießen wird die Ableistung des ersten Diensthalbjahres beim Inf.Regiment Nr. 116 dahin beschränkt, daß grundsäßlich ein Studierender jährlich in jeder Rompagnie also 12 jährlich zuzulassen ist, und daß die Einstellung am 1. Cftober jeden Jahres erfolgt. Ausnahmen fönnen durch das Generalfommando verfügt werden. Studierenden der Tierheilkunde ist die Anrechnung eines halben Jahres der Militärdienstzeit in Hessen auch noch dadurch ermöglicht, daß sie diese in Darmstadt ableisten und sich während dieser Zeit ein Semester an der technischen Hochschule für ein gleichwertiges Fach immatrikulieren lassen. In diesem Fall muß, wenn der Studierende Veterinär des Beurlaubtenstandes werden will, die Ableistung des ersten Diensthalbjahres mit der Waffe bei einer berittenen Truppe erfolgen. Die Hauptversammlung des Hessichen Landesverbandes des deutschen Bereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke fand am 7. d. Mts. im Hotel Trapp zu Fried berg statt, unter Leitung des neuen Vorsitzenden, Herrn Geheimen Regierungsrates Dr. Dietz zu Darmstadt. Vertreter der meisten in dem Verbande vereinigten Hess. Kreisvereine waren erschienen. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache des Vorsitzenden wurde in die reich haltige Tagesordnung eingetreten und zunächst die Frage erörtert, wie der bisher in der Oeffentlichkeit etwas zurückgetretene Landesverband neu belebt und durch Schaffung einer geeigneten Satzung aus eine gesunde Grundlage gestellt werden könne. Zur Vorbereitung der neuen Satzung wurde ein Ausschuß gewählt, der demnächst zusammentreten wird. Hierauf hielt der in der Versammlung anwesende Generalsekretär des deutschen Vereins, Herr Professor Gonser- Berlin einen interessanten Vortrag über die Aufgaben der Kreisvereine. Der Vortrag gab den in der praktischen Arbeit stehenden Vereinsmitgliedern reiche Anregungen und löste eine lebhafte Aussprache aus, die erkennen ließ, daß man von dem Vortrag eine nachhaltige Wirkung er warten darf. An die Mitgliederversammlung schloß sich um 8 Uhr eine öffentliche Versammlung an, veranstal tet vom Kreisverein Friedberg, Schotten, Büdingen. Zuerst begrüßte der Kreisvorsitzende Herr Pfarrer FritschRuppertsburg die Anwesenden, besonders den Landesvereinsvorsitzenden Herrn Geh. Regierungsrat Dr. Dietz, wie die Vertreter der Stadt, des Predigerseminars der konfessionellen Gemeinden und der Jugendwehr, welche alle durch ihr Erscheinen ihr Interesse an der Arbeit des Vereins befundet hatten. Darauf führte er aus, wie jeder Stand die Schäden des Alkoholmißbrauches zu befürchten und zu bekämpfen habe, auch aus der Arbeit des Vereins Vorteil ziehe. Herr Geh. Regierungsrat Dr. Dietz begrüßte seinerseits die Versammlung im Namen des Landesvorstandes, stellte wachsende Beteiligung aller Volksfreise an der Arbeit fest, betonte die bei aller Verschiedenheit der Wege mit den Abstinentenvereinen gemeinsame Stampfesaufgabe, zeigte aber auch, wie notwendig noch die Aufklärung über die Alkoholgefahr sei und wie alle Stände, namentlich auch die Frauen, gegenüber dieser Gefahr( besonders bei Trinker rettung) große Aufgaben hätten. Herr Prof. Gonser, der Generalsekretär des deutschen Vereins, hielt sodann einen überaus fesselnden einstündigen Vortrag über das Thema:„ Der Kampf gegen den Mißbrauch geistiger Getränke eine nationale Aufgabe." Ausgehend von dem bekannten Müllheimer Eisenbahnunglück, dessen Ursache der Alkoholmißbrauch des Lokomotivführers gewesen war, und das damals 14 Tode, 84 Verwundete und 1 766 100 Mt. Entschädigung gekostet hatte, bewies es, wie die Alkoholrot das ganze Volk schädigt und wie der Mißbrauch des Alkohols die drei Säulen eines starfen Volles, die Gesundheit, den Wohlstand und die Sittlichkeit des Staates untergräbt. Die Ansprachen waren umrahmt von musikalischen Darbietungen, die trefflich vorgetragen, reichen Beifall fanden, und zum Gelingen der Veranstaltung wesentlich beitrugen. . Ur= n Gießen, 13. Febr. Eine BürgermeisterKonferenz fand im„ Felsenkeller" unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Le u n- Großen- Linden statt. Dabei gab es Besprechungen über Ausstellung von sprungszeugnissen, Beglaubigung von Rentenquittun gen und Dienstbezüge der Bürgermeister und Bürger meisterei- Gebühren. Die Anregung, im Sommer einen Ausflug zu unternehmen, fand Zustimmung. Der Ausflug soll von Koblenz rheinabwärts bis Köln führen. | Füllgrabe Klage bei dem Provinzialausschuß geführt, da die zu erlassende Ortssatzung nach Ansicht des Klägers ungefeßlich und rechtlich unzulässig sei. Die Klage wurde jedoch von dem Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen fostenpflichtig als unzulässig abgewiesen. n Gießen. Bella chini im Cafe Leib! Auf dem Gebiete der Magie, so schreibt man uns, steht uns ein großer Kunstgenuß bevor, indem der Hoffünstler Bellachini aus Marburg Sonntag im Cafe Leib dahier, ein auf mehrere Tage berechnetes Gastspiel eröffnet. Wenn Bellachini in Marburg Vorstellungen gibt, so ist mit Recht zu sagen, daß nach den dortigen Stadt= fälen eine wahre Völkerwanderung besteht. Der Künst ler hat seit langen Jahren an der Vervollkommnung seines Faches gearbeitet, um dem Publikum sensationelles zu bieten. Häufig wird das Publikum getäuscht, wir glauben nach seiner Annonce zu urteilen, daß die ses ausgeschlossen ist, denn wenn ein Künstler ohne Anstand das Entree zurückzahlen will, muß er wissen, daß er außergewöhnliches zu bieten imstande ist. Wir haben uns informiert und empfehlen den Besuch das beste. ethisches Moment für einen möglichst weitgehenden Schutz des Schuldners vor den Nachstellungen des Gläu bigers: die Sorge um die Familie. „ Num, Kind Mir, welches Go fragt de Das Waffe Da lacht der Ich weiß, if Doch Elscher Als Mama Die Priffight Die neue, d Da fragte Sonst fönnt 3um Wa Denn Hente Das Reichsgericht ist schon oft wegen seiner Stellungnahme zum sogenannten„ 1500- Mart Vertrag" angefeindet worden. Bekanntlich ist der Dienst- und Arbeitslohn, soweit er 1500 Mart nicht übersteigt, unpfändbar. Man will dem Schuldner auf alle Fälle ein Existenzminimum belassen. Schon oft hat sich die ziffernmäßige Fixierung einer Grenze in geseh lichen Bestimmungen als sehr unpraktisch erwiesen. So wird auch im vorliegenden Falle eine Summe von 1500 Mark bei den jetzigen teuren Zeiten wohl nie ausrei chen, um für eine Familie Wohnung, Kleidung, Nahrung, Heizung usw. zu bezahlen. Besonders in den Großstädten kann ein Einkommen von 1500 Mark fei neswegs als ausreichend für Bestreitung der Kosten Das eines Familienhaushaltes angesehen werden. Reichsgericht hat deshalb immer den Standpunkt vertreten, daß der Ehemann berechtigt sei, einen Teil seines über 1500 Mark hinausgehenden Einkommens auf o Rappel. Durch einen eigenartigen Unfall fam hier ein vierjähriger Junge zu Tode. Er stieß beim Spielen mit dem Kopf an einen Tisch und zog sich dabei eine Blutvergiftung zu, der er nach furzer Zeit erlag. o Friedberg. Der bisherige Direktor des hiesigen Prediger- Seminars, Geh. Kirchenrat Prof. Karl Eger, wurde zum ordentlichen Professor der theologischen Fakultät der Universität Halle ernannt. Bingen. Die Stadtverordnetensitzung beschloß die Einführung einer Filial- und Warenhaussteuer, sowie einer Billettsteuer. s Darmstadt. Die Stadtverordnetenversamm= ung beschloß die Einführung einer Billettsteuer, die 10 Prozent des tatsächlichen Eintrittspreises, mindestens aber 5 Pfg. beträgt. Von der Steuer befreit sind die Vorstellungen im Großh. Hoftheater, Vereinsveranstaltungen, welche nur durch Mitglieder stattfinden nicht mehr als 20 Pfg. beträgt. Unter die Steuer falund solche Veranstaltungen, bei denen der Eintrittspreis len Konzerte und alle öffentlichen und privaten Veran staltungen jeglicher Art, ebenso Vorträge jeder Art. Aus aller Welt. ::: Köln. Der frühere Pfarrer Jath o ist sehr schwer erkrankt. Er liegt seit letzten Donnerstag an einer Blutvergiftung darnieder. Die Aerzte haben wenig Hoffnung, ihn am Leben zu erhalten. Der hier sehr geachtete Rechtsanwalt und Justizrat Leyendecker ist unter dem Verdacht großer Unterschlagungen verhaftet worden. - ::: Bremen Eine eigenartige Demonstration veranstaltete die gesamte Arbeiterschaft der A.-G. Weser in Bremen. Aus Anlaß der Beerdigung eines vor einigen Tagen in der Werft tötlich verunglückten Kamera den blieb die gesamte Arbeiterschaft, ungefähr 4000 Mann, ohne vorherige Benachrichtigung der Arbeit fern und folgte dem Verstorbenen zu Grabe. Der Betrieb auf der Werft ruhte deshalb vollständig. ::: Posen. Von der Oberrealschule in Posen wurden zwei polnische Primaner, die bei der Kaifeiner Frau oder seinen Kindern zu zedieren, um den Lebensunterhalt dieser Personen zu sichern. Erst neuerdings hat das Reichsgericht diese Auffassung wieder dargetan und begründet. Es handelte sich um einen Fall, wo ein Angestellter mit seinen Prinzipalen vereinbart hatte, das 2700 Mt. von einem Gesamteinkommen von 4200 Mt. an seine Ehefrau auszuzahlen seien. Das Reichsge richt vertrat die Ansicht, daß hier weder ein Scheinvertrag, noch ein Verstoß gegen die guten Sitten vorliege. Durch den Vertrag solle nur für den notwendigen Unterhalt des Angestellten und seiner Frau Sorge getra gen werden. Hierin liege nichts gegen die guten Sitten Verstoßendes. Da unsere Gesetzgebung auch an anderer Stelle grundsätzlich für den Schutz des Familienlebens eintritt, so kann der erwähnten Entscheidung des Reichsgerichts nicht zum Vorwurf gemacht werden, daß sie im Gegensatz stehe zum Geist des Gesetzes. Auch dem Rechtsempfinden des größten Teils der Bevölkerung trägt die Auffassung des obersten deutschen Gerichtsho fes durchaus Rechnung. Dem wirtschaftlich Schwachen muß eben der Schutz gewährt werden, der nötig ist, um ihm die Wiederaufrichtung seiner Eristenz zu möglichen. Der Staat hat aus naheliegenden Gründen ein dringendes Interesse daran, daß die Familie nicht unter vielleicht weit zurückliegenden Schulden des Fa milienvaters leidet. Geschäftliches. er :: Der heutigen Nummer dieser Zeitung liegt ein Angebot des bekannten großen Fahrrad- und Pneuma tit- Versandhauses Franz Verheyen, Frankfurt a. M. die „ Wichtig für jeden Radfahrer" bei, welches wir der Beachtung sämtlicher Leser unserer 3eitung nur bestens anempfehlen können. Eine Katalog Verlangfarte befindet sich rechts unten an dem Reklameprospekt und läßt sich leicht und bequem abtrennen. Falls unsere Leser für dieses wirklich staunenswerte Angebot Interesse haben, so brauchen dieselben nur Karte genau auszufüllen und mit einer 3- Pfg.- Marke versehen in den Briefkasten zu werfen. Jeder Katalogbesteller erhält den reich illustrierten Hauptkatalog fostenradzubehör, Waffen, Nähmaschinen, Taschenuhren, Uhrlos; derselbe enthält Fahrräder, Fahrradbereifung, FahSchallplatten 2c. und noch verschiedene tausende prakti tetten, Wanduhren, Musikinstrumente, Sprechmaschinen, fergeburtstagsfeier während des Kaiserhochs nicht auf standen, relegiert. In der Knotschen höheren Pri- scher Geschenkartikel. Die Preise sind dabei außerordentvat- Töchterschule wurden ebenfalls zwei Schülerinnen aus demselben Grunde verwiesent ::: Jefferson. Der oberste Gerichtshof hot ein Urteil gefällt, wonach die Standard Oil Company dauernd von dem Staate Missouri ausgeschlossen wird. Erst die Familie dann der Gläubiger. Man hat der modernen Gesetzgebung vielfach zum Vorwurf gemacht, daß sie dem säumigen Schuldner einen zu weitgehenden Schutz, dem auf Zahlung dringenden Gläubiger aber feinen hinreichenden Beistand gewähre. Zweifellos gibt es heute für den bös willi gen Schuldner unzählige Möglichkeiten, sich den Zahlungsverpflichtungen zu entziehen und den Glaubigern ein Schnippchen zu schlagen. Im allgemeinen dürfte aber solchen„ Schiebern" das Handwerk nicht allzu schwer zu legen sein. Es gibt im Zivil- und Strafrecht noch wertvolle Handhaben, um den zahlungsfähigen, aber böswilligen Schuldner zur Erfüllung seiner Vern Gießen. Am vergangenen Mittwoch hielt der Kriegerverein seine Jahres- Haupt- Versammlung ab, die recht gut besucht war. Der Vorsitzende, Staatspflichtungen anzuhalten und gegen unsaubere Manipuanwalt Trümpert, gab Bericht und ehrte 11. a. den Schriftführer Mö bus, der sein Amt nun volle 25 Jahre bekleidete, durch Ansprache und Ueberreichung eines schönen Geschenkes. Die Vorstandswahl brachte feine großen Veränderungen. Kamerad Möbus, der eine Wiederwahl als Schriftführer ablehnte, wurde stellvertretender Vorsitzender. n Gießen. Der Hausbesitzerverein hielt am letz ten Donnerstag abend im Hotel Schütz eine gut besuchte Versammlung ab. Rechtsanwalt Raab erstattete den Jahresbericht. Der Verein zählt jetzt 580 Mitglie der; die Einnahmen betrugen 1350 M., die Ausgaben 1193 Mark, der Vortrag beträgt 200 Mark, das Vermögen 2000 Mark. Der Voranschlag wurde mit 1515 Mark Einnahme und 1015 Mt. Ausgabe festgesetzt. n Gießen. Gegen die Filialsteuer, wie sie durch die Stadtverordneten- Versammlung zur Einführung be schlossen war, hatte die Frankfurter Firma Schade u. lich günstig gestellt und werden bei Ueberschreibung von Probeaufträgen die auf der Reklame befindlichen Rabattmarken in Höhe von 3 Mt., 2 Mt. und 1 Mr. als oder solche, die es werden wollen, iun deshalb gut da bares Geld in Zahlung genommen. Jeder Radfahrer, ran, sofern sie Bedarf haben, sich den neuen Hauptka talog einzufordern. :: Tausende von Erfahrungen aus allen Ländern liegen vor, welche die volle Wirkung des Thomasmehles für die Frühjahrssaaten beweisen. Auch Herbstsaaten, die noch keine Phosphorsäuredüngung er halten haben, sind für eine fräftige Thomasmehlkopf düngung sehr dankbar. Mit Doulinbn wird Kathreiners Malzlaffen von der Kinderschone verlangt Über 34,000 ähnlich lautende schriftliche Anerkennungen! lationen einzuschreiten. Wo nichts ist, hat der Kaiser sein Recht verloren. Das ist eine alte Tatsache, mit der auch unsere Gesetzgebung rechnete. Deshalb räumte sie dem Schuldner, der seine Mittellosigkeit erwiesen und eiblich bestätigt hatte, eine Schutzfrist von 5 Jahren ein. eiblich beſtätigt hatte, eine Schuhfrist von 5 Jahren ein. und mit Oppetit getrunken." In dieser Zeit sollte von ihm fein neuer Offenbarungseid verlangt werden. Interessierte Kreise machen gegenwärtig eifrig Propaganda für eine Verkürzung dieser Schutzfrist und für eine Abänderung des ganzen Offenbarungseid verfahrens. Demgegenüber ist zu betonen, daß der bisherige Modus sich im allgemeinen bewährt und es schon manchem wirtschaftlich Schwachen ermöglicht hat, sich wieder aufzuraffen und schließlich auch jetne Gläubiger zu befriedigen. Man kann die schrankenlose Verfolgung des Schuldners nicht einräumen, wenn man nicht die völlige Bernichtung der schwächeren Existenzen fördern will. Vor allem spricht aber ein sehr gewichtiges soziales und Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma Joh. Friedrich Marr, Köln a. Rh., bei, wel chen wir einer gefälligen Beachtung empfehlen. Aus War das gemeine Klage was, das nid fchen. Wie fie bestürmten, ung Teiners Malztaf nady wie vor 3 Sale S & A TG 3% 4 3% 4 Konsum- C Keine Aus Nur Qua Oriental To Cigaretten Yenidze P Ei F hit weitgehenden llungen des Gla milie. oft wegen icine 1500- Mart. fanntlich ist der 500 Mart nigh n Schuldner au en. Schon oft ha Grenze in gefez Ihr Element. „ Nun, Kinder, merkt auf und nennet geschwind Mir, welches die Elemente wohl sind!" So fragt der Herr Lehrer. Klein Elschen, die grad' Die Pfiffigste, hat schon die Antwort parat: „ Das Wasser, das Feuer, die Luft und... Persil!" Da lacht der Herr Lehrer verwundert:„ Soviel Ich weiß, ist die„ Erde" das vierte im Bund." Doch Elschen, mit nichten verlegen, tut kund: Als Mama vor kurzem die Waschfrau bekam, isch erwiesen. Go Die neue, die sie auf Empfehlung hin nahm, Summe von 1500 wohl nie ausrei Kleidung, Rabr Sonders in den n 1500 Mart tei eitung der Kosten werden. Das Standpunt ver Da fragte die Frau, ob„ Persil" sei im Haus, Sonst könnt' sie nicht kommen, sonst hielt' sie's nicht aus: " Zum Waschen ich dieses allein nur verwend'; Denn Henkels Persil ist mein„ Element!" W. H. Aus dem Tagebuch einer jungen Frau. einen Zeil seines War das gestern auf dem Kaffekränzchen eine allfommens seiner gemeine Klage über die Teuerung!„ Ich weiß etum den Lebens, was, das nicht teurer geworden ist", warf ich dazwiErst neuerdings schen. Wie sie mich alle anstaunten und mit Fragen wieder dargetan bestürmten, ungläubig, zweifelnd.„ Ja, gewiß, Katheinen Fall, wo reiners Malzkaffee! Von ihm kostet das ganze Paket vereinbart hatte nach wie vor 35 Pfennig. Für 10 Pfennig erhält man fommen von 4200 en. Das Reichsge Der ein Scheinver n Sitten vorliege notwendigen Un rau Sorge getra die guten Sitten auch an anderer Familienlebens idung des Reichs werden, daß sie jezzes. Auch dem der Bevölkerung tschen Gerichtsho aftlich Schwachen , der nötig ist, Existenz zu er egenden Gründen Die Familie nicht Schulden des Fa Zeitung liegt ein ad- und Pneuma en, Frankfurt dfahrer cher Leser unsere men. Eine Katalog an dem Reklame bequem abtrennen staunenswerte An Dieſelben mur die iner 3- Pig- Math 1. Jeder Katalog, Hauptkatalog foften radbereifung, Fah Taschenuhren, Uhr Sprechmaschinen ne tausende prakti dabei außerordent leberschreibung von befindlichen Ro . und 1 M. als Jeder Radfahrer un deshalb gut da en neuen Hauptfa hrungen aus volle Wirkung des ten beweisen. Aidh orfäuredüngung er Thomasmehlfopi Salem Aleikum mít Hohlmundstück SalemGold Goldmundstück Cigaretten Etwas für Sie! No 3½ 4 TG5 6 8 10 3½ 4 Pf.d.Stck. 56 8 10 Pf.d.Stck. 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Teile die Tages- resp. die Politischen Zeitungen des In- und Auslandes nach den einzelnen Ländern geordnet, in seinem 2. Teile hingegen finden wir die Fachzeitungen des In- und Auslandes nach Branchen eingeteilt in erschöpfender Weise. = ? Die Türken kommen!- Jm fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert, so lesen wir in dem bekannten Familienjournal„ Das Buch für Alle", in den Zeiten, da die Angriffe der Türken auf Siebenbürgen, Ungarn und Desterreich noch als eine gemeinsame Gefahr für die gesamte Christenheit galten, stellten fast sämtliche Staaten Europas dem Kaiser Hilfsvölker. Auch strömten von allen Seiten fahrende Ritter herbei, die einen aus Abenteuerlust, die anderen„ um der Arm= seligkeit daheim zu entgehen“, ganz wie in den Kreuzzügen auch. Den Untertanen wurde das Ereignis eines drohenden Türkeneinfalles von der Kanzel verkündet und zugleich des Kaisers Befehl verlesen,„ daß von früh 6 Uhr im Sommer und im Winter um 7 Uhr eine Viertelstunde geläutet werden müsse, eine halbe Stunde vor und nachher aber aus feiner Ursache eine Kirch glocke gerührt werden dürfe“. Gleichzeitig wurde bestimmt,„ es solle während des Läutens jeder fromme Christ und echte Deutsche, wo er nur sei, und in welchen Geschäften er sich befinde, auf die Knie niederfallen und das sogenannte, besonders verfaßte Türkengebet sprechen. Alle Handwerker, Bauern und Tagelöhner aber sollten mit der Arbeit innehalten. Alle Pfarrer sollten in allen Predigten das Volk ermahnen und das Kriegsgebet verlesen; und alle Obrigkeiten sollten diese Predigten besuchen, um dem Volfe ein gutes Beispiel zu geben." So stammt denn auch aus jenen Zeiten eine Anzahl unserer Bußt, Bet- und Fasttage. Im Jahre 1663 wurden sogar 7 Fasttage angeordnet, die so lange galten, bis die Türken von Zriny, Montecuccoli und Spord bei Lewenz und darauf bei St. Gotthard der Raab aufs Haupt geschlagen wurden. Sporch soll por dieser Schlacht sein berühmtes Landsknechtsgebet gesprochen haben:„ Generalissimus im Himmel droben, wenn du uns Christengläubigen nicht helfen willst, so hilf wenigstens auch den Türkenhunden nicht, sondern laß uns die Sache unter uns ausmachen." an ? H. Bertin und Schwester Elfriede: Koch kun st der Neuzeit. Großes Handbuch des gesamten Küchenwesens. Für den einfachen und feinen Tisch unter Berücksichtigung aller Fortschritte auf dem Gebiete des heutigen Küchenwesens. Mit weit über 2500 neuen erprobten Rezepten und Anweisungen. Zirka 700 Seiten stark. Preis 6 Mk., Geſchenkband 7 Mk.( Porto 50Pf.) Verlagsanstalt Emil Abigt in Wiesbaden 35. Gute, Patentierte Original- Reformkästen wird Raffer carlangt trunken. Anerkennungen! Einzigartig! 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Mittwoch, den 19. Februar, abends 6 Uhr: 3. Passionsandacht. Pfarrer D. Schlosser. Nächstkünftigen Sonntag, den 23. Februar, findet im Abendgottesdienst Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam statt. Ammeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde beten. er= In der Johanneskirch e. Vorm. 9% Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 6- Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und Jo⚫hannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Katholische Gemeinde in Gießen. Sonntag, 16. Februar. 2. Fasten- Sonntag. Vorm. 6½ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachm. 5½ Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschaftsandacht. Dienstag und Freitag abend um 6½ Uhr ist Fasten- andacht. Sonntag, den 16. Februar. In Lich 9 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Das beliebteste Hausmittel. Ein mild wirkendes, angenehmes bführmittel, welches zugleich die Verdauung reguliert und blutreinigend wirft, ift Sanitätsrat Dr. Wegeners Tee. Epeziell im Frühjahr ist es von größter Wichtigkeit, bet Erwachsenen wie Kindern, die Verdauungsorgane zu retuigen. Sanitätsrat Dr. Wegeners Tee to ftet M. 1.50, in Apotheken erhältlich; Ferromanga nin- Gesellschaft, Frankfurt a. M.( 170) Vergebung von Bauarbeiten. Für den inneren Ausbau des Missionshauses in Lich sollen die Weihbinder-, Anftreicher-, Glaser-, Schreiner-, Schloffer- u. Tapezierarbeiten, und die Linoleum-, Platten- n. Asphaltbodenlieferung bergeben werden. Zeichnungen, Bedingungen u. Angebotsunterlagen liegen bm 17. Febr. im fathol. Pfarrhause zu Gießen, Liebigstraße 26 offen. Angebote auf Vordruck sind bis zum 24. Februar einzureichen an das Kathol. Pfarramt Gießen. Herzogl. Baugewerkschule Holzminden. 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