Seide tschlan kauf bringt: Gießener Zeitung Bezugspreis 25 pfg. monatlich ( Neuefte Nachrichten) vi reljährlich 75 Pfg., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Erpedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 60 Pfg.- Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaktion: Selters. weg 83. Für Aufbewahrung oder Rüdiendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.. Nr. 47. Telephon: Nr. 362. Die Lage auf dem Balkan it infolge der noch immer nicht behobenen bulgarischen Rabinettskrisis sehr ernst. Bulgarien verlangt Don Serbien Räumung der unbestrittenen Gebiete füdlich von der strittigen Zone. Deshalb wurde die in Baribrod geplante Zusammenkunft der Ministerpräsiden= len der verbündeten Balkanstaaten auf unbestimmte(!) Zeit verschoben. Die Großmächte, besonders Rußland und England, sind wohl fortgesetzi bestrebt, den Ausbruch der Feindseligkeiten zu verhindern; ob sie aber mit ihren eindringlichen Vorstellungen in Belgrad und Soe Damentu ha etwas ausrichten werden, scheint bei der stetig wachfenden Erbitterung der Bundesbrüder gegen Bulgarien sehr zweifelhaft. Das bisher neutral gebliebene u= br.p.Mr. Mk.2,25 mänien glaubt jetzt nicht mehr ruhig zusehen zu können; seine Regierung drückte, als sie den Großmächten 3,50 die Annahme des Petersburger Protokolls notifizierte, 4,75 die Absicht aus, in einem neuen Balkankonflikt nicht 4,00 indifferent bleiben zu wollen. Oesterreich scheint 4,00 allein in der ganzen Nachbarschaft des Konfliktherdes die Ruhe zu bewahren; denn am 8. Juni ordnete sein 4,00-4 Kaiser die dauernde Beurlaubung sämtlicher zum aftiven Dienst einberufenen Reservisten der Kriegsmarine an, ihre Rückversetzung in das nichtaktive Verhältnis 4,00-6 erfolgt in den nächsten Tagen. zug) 10 " " """ " " M» "" "" 33 " " " " " " " " " 4,75-9 3,90-7 " " " 31 7,50 39 " Expedition: Seltersweg 83. Mittwoch, den 11. Juni 1913. auf dem grünen Rasen errichtete Rednertribüne hinauf und hielt, in seiner gewohnten roten Husarenuniform, mit weitschallender Stimme eine kurze Ansprache: „ Ein Tag des Jubels für Deutschland ist ge= tommen, ein Tag der Freude für unser ganzes Vaterland. Das deutsche Stadion ist erbaut als Stätte eifriger Wettkämpfe, berufen zur Förderung der Körperkraft und zur Stählung des Willens. Die ganze deutsche Sportgenossenschaft ist allezeit bereit für des Reiches Herrlichkeit. Wir huldigen Eurer Majestät als dem Förderer des Sports und rufen begeistert aus: Der Kaiser Hurra!" Die ganze Stadionversammlung erhob sich und stimmte dreimal begeistert in den Hurra- Ruf ein. Nachdem das Hurra verklungen war, erhob sich im Westen eine dunkle Wolfe. Zugleich ertönte von oben herab das dumpfe Motorfnattern eines Doppelzweideckers. Weit voraus den zehntausend aufgelassenen Brieftauben zog der Aviatiker seine Kreise, um die geflügelten Boten, welche die Kunde von der Eröffnung des Stadions nach allen Richtungen der Windrose trugen, nicht zu stören. Nun begann der Hauptakt der ganzen Veranstal= tung, die Huldigung der Sportvereine vor dem Kaiser. Ein Teil der Fahnen hatte schon vor Erscheinen des Kaiserpaares in der Arena Aufstellung genommen ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Dig. die 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg. Die 90 mm breite Reflame Zeile 50 Bjennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlunge zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Vlapvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein. Telephon Nr. 862. 25. Jahra. litärischer Promptheit erscholl der dreimalige Heilruf der Chargierten, wofür der Kaiser durch besonderes Hervortreten aus der Loge dankte. Einen besonders sympathischen Eindruck machte der Schluß des Festzuges: der Jungdeutschlandbund, vertreten durch alle einschlägigen Organisationen. Neben dem erwachsenen Schüler der höheren Lehranstalten marschierten da Dreikäsehochs von 5 Jahren, deren drollige Erscheinung mit dem weiten Pfadfinderhut stürmischen Beifall auslöfte. Mit besonderem Beifall wurden auch begrüßt die jungen Turnerinnen, die, gleichmäßig in weiße Bluse und dunkle Beinkleider gekleidet, in der Gruppe der Deutschen Turnerschaft marschierten. Sportliche Vorführungen. 8.75 Die Einweibung des Deutschen Stadion. und ihre Träger hatten die Herrschaften durch gemein besonders im Keulenschwingen ein sehr malerisches Bild sern altbewährten oliv und modefarbig ignet -für mittlere Figur Sin schwarz, blau, braun) 3u einer großen nationalen Kundgebung gestaltete dh am Sonntag im Grunewald bei Berlin die Weihe ausreichend zum Anzu Des Deutschen Stadions, mit der die Feierlichkeiten anläßlich des Regierungs- Jubiläums des Haupt- Kollektion alle Aaters eingeleitet wurden. Dem genialen Erbauer, Aussteuer- Arill Geheimrat March, war es leider nicht vergönnt, den hmack findet hier Befried Tag der Krönung seines idealſten Werkes zu schauen; welche tadellos sitze uneingeschränkt aber bleibt ihm der Ruhm übers Grab Preisen anfertigen, hinaus, daß er auf märkischem Sande eine Stätte geenselben geliefert schaffen hat, die sich nach Prinzip und Wirkung fühn m größeren Orte man die Arenen des Altertums heranstellen kann. Lange vor Beginn der offiziellen Eröffnung war das Stadion, ern nehmen wir sunde Wolle abgesehen von den Plätzen für die Deutsche Turnerschaft, gespreisen in Zahlundicht gefüllt. Neben den 35 000 Besuchern des Fest plazes selbst lagerten mindestens 15 000 Personen in der Umgebung. Bereits um 8 Uhr morgens begann der Ammarsch der verschiedenen Sportvereine, die in der Zahl Con zirka 15 000 zunächst außerhalb des Stadions porgeschriebenen Plätzen ihre Aufstellung nahmen. Gegen 21 Uhr erschienen, jubelnd begrüßt der Kaiser und Die Kaiserin. Der Ehrenpräsident des Deutschen ReichsNicht ausschusses für olympische Spiele Staatsminister a. D. Gewünschte. Podbielski ging mühsam am Stock gestützt die en tauschen um oder zurück, ohne Kürzung n zu schenken, zufrieden sein! bitten zu Art durchstreiche warzem Tuch, Cro mmgarn schwarz asch- und Jagdlein 29) Die Nachbarn vom Heideland. Roman von Ludwig Blümce. an ( Nachdruck verboten.) Du redest, wie Du es verstehst," knurrte Hinrichsen und ging, nachdem er Stine noch in barschem Tone befohlen, für ein anständiges Frühstück zu sorgen, damit der Herr Major einen guten Eindruck vom Eichhof gewänne. Herr Ahlborn fand sich denn auch bald ein, zeigte viel Verständnis für die Landwirtschaft und meinte, der Eichhof befände sich tatsächlich in gutem Zustand. Man Waschkleiderstoffe frühſtückte und war guter Dinge. hwarzen and farbig uchen, Damentuch Ben Barchenten, He Handtüchern, Hemde und Schürzenstoffe ligen Preisen. nd bei Pilo Nachher schrieb Hinrichsen auf des Majors Ratschlag sofort an Nathan, und zwar feineswegs höflich. Die Sache war abgemacht. Zum 1. Oktober sollte der Eichhofer von Ahlborn das Geld zu 4 Prozent 3infen bekommen. Stine hatte den Brief und die beiden Feldpostkarten, die Hans bisher geschrieben, in treuliche Obhut ge= nommen und gewiß schon hundertmal gelesen. So fi= Sel, wie der schrieb und das ganze Kriegsleben schilberte, man konnte wirklich auf den Gedanken kommen, es ginge nicht ärger her als im Manöver. Wenn die Belgen nur nicht so ganz anders berichteten! Da= nach müßten die letzten Tage von Mars- la- tour, Graveotte, Vionville usw. ja ein furchtbares Hinschlachten and Blutvergießen gewesen sein. Zum Sonntag traf wieder eine Feldpostkarte aus Frankreich ein. Hans berichtete von einem fühnen Patrouillenritt. Dann verging längere Zeit, ohne daß er irgend ein Lebenszeichen von sich gab. Vielleicht war manche hatte sehr beschwerlichen Dienst und wenig Zeit zum in ich geblieb Carte auch verloren gegangen. Er lag nun vor Metz, id hervorrage Shreiben übrig. Hermine bekam freilich öfters wenig= aben! tens eine furze Nachricht, stets mit der Bitte, dieselbe nach dem Eichhof zu übermitteln. Doch das ge= hah sehr selten. samen Vorschreiten und Flaggenschwenken begrüßt. Zu Beginn des Vorbeimarsches formierte sich zunächst die Deutsche Turnerschaft, die durch zirka 10 000 Mitglieder aus allen Turnkreisen vertreten war und das deutsche Turnbundes banner mit sich führten. Es folgte der deutsche Lawntennis- Bund mit zirka 400 Mitgliedern. Weiter traten an der Deutsche Schwimmverband und der Deutsche Reichsverband für Schwerathletik. Es folgte der Deutsche Radfahrerbund, der durch etwa 2000 Mitglieder aus sämtlichen 43 Gauen des Bundes vertreten war und besonders durch die Menge der mitgeführten Fahnen auffiel. Die Deutsche Sportbehörde für Athletik fiel auf durch den buntfarbigen Dreß ihrer Mitglieder und das exakte Antreten. Der Deutsche Fußballbund, gleichfalls in Sportkleidung, stellte zirka 4000 Teilnehmer. Die folgenden Vereine waren der Deutsche Eislauf- Verband, der Deutsch- akademische Bund für Leibesübungen und der Deutsche Stiverband, dessen Mitglieder die langen Schneeschuhe geschultert trugen. Hier schob sich mit zirka 100 Bannern die Turnerische Deutsche Studentenschaft ein. Es war ein wunderbarer Anblick, als die helle Mittagssonne auf die buntfarbigen Peleschen und die blizenden Schläger fiel. Mit beinahe mischen und die blizenden Schläger fiel. Mit beinahe miEin nebeliger Semptembertag war es heute. Stine saß allein in der Stube und fühlte so eine Unruhe in fich, als erwarte sie etwas sehr unerfreuliches. Das war nur zu natürlich, denn der Briefträger hatte ihr gesagt, es wäre ein großer Brief von Hans an Hermine ange= tommen gestern abend. Bei demselben hätte noch ein Blatt gelegen, das dem Vater gleich überbracht werden sollte. Da dieses nun niemand gebracht, weder gestern abend gleich, wie es sich gehört hätte, noch jetzt, wo es bald Mittag war, so befürchtete Stine eine traurige Nachricht. Hätte sie es dem alten Briefträger nicht versprechen müssen, nicht zu verraten, was er ausgeplaudert, dann würde sie natürlich längst zum Krug gelausen sein. Doch so hieß es geduldig warten. Aber jetzt taucht hinter der Scheune eine Mädchengestalt auf Es ist Hermine. Und ihr Gesicht ist heiter wie immer Gottlob, es, fann nichts schlimmes mit dem Hans sein!" ruft Stine da aus, und ein Stein fällt ihr vom Herzen. Aber welch eine urplötzliche Veränderung ist das! Wie Hermine eintritt, da ist ihr Gesicht verwandelt. Tränen füllen ihre Augen und sie scheint zu Tode betrübt. Da nimm, lies selber!" ruft sie aus, und Grou und Börn liegt in ihrer Stimme.„ Warum mußte er mit ins Feld? Hätte er nicht reklamieren können, wie alle Vernünftigen ihm rieten? Ja, fieh mich nicht so geistreich an! Ich weiß wohl, daß Dir das sehr nahe gehen wird. Wenn er überhaupt nochmal wiederkommt, humpelt er auf einem Stelzfuß umher; auf einem Stetzfuß, hörst Du? Du kennst doch den alten Rasmuß, den sie Peter- Korporal nennen, gerade so wie der sieht er dann aus. Schrecklich ist das, ich habe als Kind vor Pe= ter- Korporal mit dein Holzbein immer furchtbare Angst gehabt." Stine war so vertieft in den von einem Kameraden des Schwerverwundeten geschriebenen Brief, daß sie kein Wort vor Hermines Gerede hörte. WeitschweiNachdem der Festzug die Arena verlassen und die Festzugteilnehmer mit ihren Bannern die freigebliebenen Plätze des Rund baues eingenommen hatten, begannen die sportlichen Vorführungen. Sie wurden eingeleitet von zwei zusammengestellten Kompagnien des Garde= forps, die im Laufschritt die Arena betraten und Vorführungen im Eskaladieren zeigten. Reihenweise wurde der Tiefsprung von 2,50 Metern, Kletteswände von 2 und 4 Metern, sowie im einfachen Sprung eine Hürde von 90 Zentimetern genommen. Als die beiden Kompagnien wieder im Laufschritt die Arena verließen, setzte minutenlanger stürmischer Beifall ein. Es folgte das Turnen in Freiübungen und an Geräten von zirka 800 Frauen und Mädchen der Deutschen Turnerschaft, das bot. Der Jugendlauf der Turn- und Sportvereine Berlins und Umgegend, und zwar nur Mitglieder unter 18 Jahren, sah zirka 2000 junge Leute am Start. Es folgte das Vereins- Mannschaftsradrennen des Deutschen Radfahrerbundes, für das sieben Vereine mit je sechs Fahrern Nennungen abgegeben hatten. Ziemlich leicht gewann der Berliner Radfahrer- Klub„ Concordia", der von Anfang an eine führende Stellung eingenommen hatte. Danach marschierten in die Arena 50 Mann einer Musterriege des Reichsverbandes für Schwerathletik. Die Repräsentanten dieser Riege waren lediglich von der Firma Krupp- Essen gestellt worden. Es handelte sich auch um richtige„ Kanonenmänner" und sie hantierten mit den 50- Pfund gewichten wie mit Gummibällen. GroBen Beifall fand auch das Stafetten- und Mannschaftslaufen. Auf der westlichen Seite der Tribünen, auf der die bayerischen Landsleute Platz genommen hatten, erscholl stürmischer Beifall, als die Farben blau- weiß durchs Band gingen. Nicht minder lebhaft war die Zustimmung der Zuschauer, als im 1500- Meter- Mannschaftslaufen die Stadtfarben Berlins weiß- rot durchs Band getragen wurden. Nunmehr kam die Deutsche Turnerschaft an die Reihe, die zunächst Freiübungen fig und umständlich beschrieb der Ulan, daß der Unteroffizier Hinrichsen, den alle gleich lieb hatten im Regtment, bei einem Ausfallgefecht einen Schuß durch den rechten Oberschenkel und einen in die Brust bekommen hätte. Das Bein müßte höchstwahrscheinlich amputiert werden, wenn der Schwerverwundete überhaupt mit dem Leben davonfame. Dann war da noch ein Zettelchen, das des alten Hinrichsen Adresse trug und mit Bleistift beschrieben war. Hans selber hatte in kaum leserlicher Schrift einen Gruß darauf gefrigeft, einen Gruß an den Vater und an seine treue Schwester Stine. Man konnte sehen, daß er noch mehr hatte schreiben wollen. Aber die Kraft mußte nicht gereicht haben.- Mit zitternder Hand reichte Stine der andern den Brief wieder. Dann stürzte sie hinaus, um Hermine ihre Tränen, ihren Schmerz nicht sehen zu lassen.- „ Das ist unverschämt, mich hier einfach so stehen zu lassen! Die will noch leugnen, daß sie in Hans verliebt ist? Mag sie ihn friegen mit seinem Stelzfuß!" So räfonnierte Hermine und ging wieder. Als Hinrichsen zum Mittag vom Feld fam und hörte, was passiert war, da schien er seinen Verstand gänzlich zu verlieren. Der große, starte Mann weinte und schluchzte wie ein kleines Kind und zeigte die größte Lust, sich auf den Weg zu seinem Sohn zu machen. Er lief nach dem Krug, wollte den Brief selber lesen und tonnte nicht verstehen, daß Hermine und ihre Mutter so ruhig waren. Da trat auch Thorö ein, der bereits alles wußte. Er heuchelte aufrichtig Teilnahme und suchte den Verzweifelten auf alle mögliche Weise zu trösten. Nein, der Müller konnte fein schlechter Mensch sein. Man hatte ihm entschieden Unrecht getan. Zu dieser Ueberzeugung fam Hinrichsen auch heute. ( Fortsetzung folgt.) vornahm. Sie wurden von der Tribüne aus durch Flaggenfignale geleitet. Dann tam Geräteturnen von 98 Riegen, Hantelübungen der älteren Herren und schließ licy Pyramidenbildungen. Ganz vorzügliche Leistungen wurden auch im letzten Aft des Programms, im Springen geboten. Der Kaiser wohnte allen Vorführungen von Anfang bis zu Ende interessiert bei und ließ sich wiederholt von den Herren des Ehrenausschusses Erläuterungen geben. - Politische Rundschau. Deutschland. • Aus Anlaß des bevorstehenden Regierungsjubiläums des Kaisers richtete der Pabst ein Handschreiben an den Kaiser, um seine Glückwünsche zu übermitteln. Der Brief wird dem Kaiser durch den Kardinal Fürstbischof Kopp überreicht werden. Oesterreich. • Mit der Uebernahme des Kabinettspräsidiums in Ungarn durch den bisherigen Abgeordnetenhauspräsidenten, Grafen Tisza, wird der Regierungskurs im Magnarenlande nicht geändert, denn gerade Tisza war es, der den Krebsschaden des ungarischen Parlamentarismus, die Obstruktionstaftit, durch Einführung einer neuen scharfen Geschäftsordnung fast unmöglich machte. Die Hundertjabrteier der 116 er. Unsere Stadt hatte sich zur Jahrhundertfeier des Inf. Reg. Kaiser Wilhelm( 2. Gr. hess.) Nr. 116, das nun schon 45 Jahre hier steht, ganz besonders geschmückt, um sich den rund 12 000 Gästen in schönster 3ier zu präsentieren. R Samstag nachmittag und Sonntag früh wurden die auswärtigen Gäste am Bahnhof empfangen. Samstag Abend fand in Steins Garten der Empfang der ehemaligen Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamten durch das Offizierskorps statt, wozu sich auch die Vertreter des Staates, der Universität und der Stadt eingefunden hatten. Oberst von Trotta, gen. Trenden, entbot der Erschienenen herzlichen Willkommensgruß und brachte ein dreifaches Hurra auf die alten Regimentsfameraden aus, das lebhaft aufgenommen wurde. Im Namen der Provinz überbrachte Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Usinger, begleitet von mehreren Herren der Provinzialverwaltung, den Glückwunsch der Pro vinz berhessen, indem er gleichzeitig folgende Stiftungsurkunde überreichte: „ Auf einstimmigen Beschluß des Provinzialtages werden dem Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm( 2. Großh. hess.) Nr. 116 zu Gießen aus Anlaß seines 100jährigen Bestehens als Ehrengabe der Provinz Oberhessen 7000 Mark überwiesen, wovon bestimmt sind: 5000 Mark als Beitrag zu einem Fonds für Unterstützung von im Dienst zu Schaden gekommenen Unteroffizieren und Mannschaften des Regiments, 2000 Mart zur Einrichtung und Ausstattung eines 3immers für wissenschaftliche Vorträge in der Zeughausfaserne". Die Universität ließ durch Rektor Professor Dr. Ed einen silbernen Teller, der außer der Widmung das Wappen der Universität und den Namenszug des Regiments in funstvoller Ausführung enthält, überreichen. Namens der Stadt überreichte Oberbürgermeister Mecnm folgende Stiftungsurlunde: 1. Die Stadt Gießen wird dem Regiment, solange dasselbe seinen Standort in Gießen behält, am 1. Oktober jeden Jahres die Summe von 500 Mark, in Worten 500 Mart, überweisen, woraus der zeitige und ehemalige bedprftige Angehörige des Regiments vom Feldwebel abwärts eine Unterstützung erhalten sollen. 2. In der Stadt Gießen Geborene sind in erster Linie zu berücksichtigen. 3. Die Gesuche sind an den Regiments- Kom= mandeur zu richten. 4. Ueber die Gewährung von Unterstützungen be= beschließt eine Verwaltungs- Kommission, welche steht aus: dem Oberstleutnant beim Stabe, dem ältesten Hauptmann, dem ältesten Oberleutnant, dem ältesten Feldwebel des Regiments. 5. Die gefaßten Beschlüsse bedürfen der Geneh migung des Regiments Kommandeurs. 6. Es ist nicht erforderlich, daß in jedem Jahre der gesamte Betrag zur Unterstützung verwendet wird; vielmehr darf ein etwaiger Rest auf das folgende Jahr übertragen werden. Gießen, den 7. Juni 1913. Der Oberbürgermeister. Mecum. Bathreiners Malzhoffen Öhrztlich empfohlen. der Gehalt mocht's! A Darauf verlas Oberst 3. D. Weimer- Nidda eine von Exzellenz Generalleutnant v. Menges verfaßte Adresse der ehemaligen Offiziere des Regiments, die dem Offiziersforps 3650 Mart zum Umbau des Kafinos zur Verfügung stellten. Im Namen der ReserveOffiziere überreichte Geheimrat v. Rittgen eine funstvoll ausgeführte Adresse der ehemaligen und jetzigen Reserveoffiziere, die die Stiftung des bereits eingerichteten Jagdzimmers enthält. Im Anschluß an einen furzen Jmbiß begaben sich die Offiziere um 9.30 Uhr nach dem Festplatz, wo der Gießener Verein ehemaliger 116er seine Fahnenweihe vollzog, zu der zahlreiche Vereine Abordnungen ent= sandt hatten. Der Hauptfesttag wurde am Sonntag eingeleitet durch das Weden, worauf zunächst die Festgottesdienste abgehalten wurden. Danach wurden vor der Stadtkirche folgende vom Großherzog verliehene Orden ausgegeben: - - - - - Rompturkreuz 2. Kl.: Oberst v. Trotta gen. Trenben. Ritterfreuz des Ludewigsordens: Maj. Großmann. Ritterkreuz 1. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: Hauptmann Schröder u. Hauptmann der Reserve Cellarius in Frankfurt. Ritter= freuz 2. Kl. desselben Ordens: die Oberleutnant Wolf und Mattel; Oberzahlmeister Welsch. Die Krone zum silbernen Kreuz des Verdienstordens Philipps d. Großmütigen: Waffenmeister Syben. Das silberne Kreuz desselben Ordens: Obermusikmeister Löber, Unterzahl= meister Kipfer. Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für Verdienſte": dem Vizefeldwebeln Den Charak Schaube, Gerbig, Weis und Hansult. ter als Generalmajor dem Oberst a. D. Cullmann- Gieken. Das Kompturkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Oberl. 3. D. Balser. Das Ehrenkreuz desselben Ordens dem Oberleut nant a. D. Rtch. Hessig zu Eisenach. Das Ritter= freuz 1. Kl. mit der Krone desselben Ordens dem Major a. D. H. Schäfer und dem Major a. D. K. Lang, beide in Darmstadt. Die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Major 3. D. Hoos, Lennep, dem Gr. MedizinalL. rat Haberkorn, Gießen und dem Kommerzienrat Emmelius zu Gießen. Das Ritterkreuz 1. Kl. desselben Ordens dem Hauptmann der Landwehr Vogt zu Mannheim, dem Leutnant a. D. G. Körner zu Lud- - hoven's Vi ramm verze oripiel und home von es, das eine liegt in de be nderftein- BadDarmst dande ist fi fand, an dem auch der Großherzog mit seinem Gefolge teilnahm. Die Festrede hielt Generalleutnant v. Men ges. Um 4 Uhr fand dann im Hofe der Zeug haustaserne die„ Vorführung einer historisch- uniformier ten und exerzierten Garde- Füfilier- Halbtompagnie statt wobei die Truppen Uniformen aus dem Jahre 181: Groß trugen. Die Exerzitien fanden den Beifall des herzogs, der nach Beendigung der heute recht schwer fällig anmutenden Uebungen sofort das Automobil Um 5 Uhr wurde das Exerzieren stieg und abreiste. Bataillone in den auf dem Festplatz aufgeschlagene riesigen Zelten. - auf dem Festplatze wiederholt, und abends feierten dir, zur Ab Der Kaiser verlieh folgende Orden und Aus zeichnungen: ben. Auf de Finanzaus Regierung Dr. Diann Milli Den Kgl. Kronenorden 2. Kl. dem Obersten 3. D. Genosser v. Graevenit in Dessau, zuletzt Kommandeur des Inf Regiments 116. ( Fran Paufe hie Die Kgl. Krone zum Roten Adler- Orden 3. Klassen Deutschlan mit der Schleife dem Obersten v. Trotta gen. Trenden Den Roten Adler- Orden 4. Kl. dem Hauptmann Bollen, und Hauptmann a. D. Kramer. Den Stern zum Königl. Kronenorden 2. Kl. dem Generalleutnant 3. D. Klingelhöffer in Gießen, zulek General- Major und Kommandeur der 59. Jnf.- Brig. Den Königl. Kronenorden 3. Kl. dem Obersten D. Weimer in Nidda, zuletzt Inspizient der Waffen be den Truppen. Der Königl. Kronenorden 3. Kl. dem Oberstleut nant von Jordan beim Stabe. Fried er Sachfen" Don Badengenommene Etwo V Da das T Schule wefer Den Königl. Kronenorden 4. Kl. dem Oberleut freiwilliges nant Mattel, dem Oberzahlmeister Welsch. Das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens de urnzwang, Kasernenwärter Hilgen. ung Abhold Das Allgem. Ehrenzeichen in Silber dem Unter pisses Maß fi zahlmeister Wolf. nur durch Das Allgem. Ehrenzeichen in Bronze den Feld des Tur webeln Metz, Steinmetz, Görnert, Schwarz, dem Vizegen wird feldwebel beim Generalkommando Müller, den Zah überlassen, meister- Aspiranten Fessenbecker, Vogel, Horst. fteigern wi Der Hauptmann v. Thümen, beim Stabe des Requf eine giments, wurde zum Kompagniechef ernannt und be. Eines h Oberleutnant Wolf tritt unter Beförderung zum Haupten, darauf Kraft gehe mann zum Stabe des Regiments über. Der Montag begann mit dem Weden um sturnen nad Uhr. Um 10 Uhr fand unter reger Beteiligung Den, und da Führung Veteranen, Offizieren u. a. die Gedenkfeier für die ge zu wigshafen, dem Garnisonverwaltungsdirektor a. D. Dörr zu Darmstadt, dem Rechtsanwalt Kurt Kaufmann Gießen, dem Apotheker Gustav Hempel zu Köln, dem ev. Pfarrer B. Schwabe und dem kath. Dekan Bayer. Das Ritterkreuz 2. Kl. desselben Ordens dem Musikdirektor a. D. Krause, Gießen, dem Bureauvorsteher Bruchhäuser, Gießen, dem A. Schallas zu Friedberg. Die Krone zum silbernen Kreuz desselben Ordens dem Hoboisten a. D. König und dem Oberbahnassistenten Das jilberne Kreuz desselben Seinstadt in Gießen. Ordens dem Kanzleirat Jäger, dem Obertelegr.- Assistenten Reitz und dem Bankbeamten Burger, sämtlich - Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der JnGießen. schrift„ Für Verdienste" dem Kasernenwärter Schupp in Gießen. - in Kurz nach 10 Uhr traf der Vertreter des Kaisers, der Generaladjutant General der Kavallerie von Scho II, ein. Gleichzeitig kamen die Kommandeure der übrigen hessischen Regimenter an. Um 10% Uhr trat das Regiment in Parade auf st e I I- ung an. Am rechten Flügel standen die Vorgesetzten des Regiments, daneben, im rechten Winkel abgebrochen, die Spitzen der Behörden, die Kommandeure der Regimenter der 25. Devision, die Offiziere des Land= wehrbezirks und die ehemaligen aktiven Offiziere. Vom linken Flügel umsäumten die Veteranen, die Vereine ehemaliger 116er und die Jugendwehr den Paradeplatz. Vor dem Eingang zum Paradefeld waren eine Anzahl von Vereinen des Hassia- Verbandes versammelt. Um 11% Uhr begann die Para de. Der Großherzog traf furz vorher im Automobil in der Neuen Kaserne ein und stieg sofort zu Pferde. Der Großher30g ritt, gefolgt von den neuen Fahnen, nach dem Exzerzierplatz vor die Mitte des Regiments, während die Fahnen hinter dem Großherzog Ausstellung nahmen. Beim Herannahen des Großherzogs präsentierte das Regiment. Hierauf wurde der Tagesbefehl des Großherzogs wegen Verleihung der neuen Fahnen verlesen. Hierauf befahl der Großherzog das Eintreten der Fahnen. Die Kabinetts ordre des Kaisers verlas der Kommandierende General des 18. Armeekorps, Exzellenz v. S ch end, in der der Kaiser folgendes ausführte: S. M. der Kaiser, durch die Gnade Sr. Königl. Hoheit des verstorbenen Großherzogs und Sr. Kgl. Hoheit des regierenden Großherzogs seit nunmehr fast 22 Jahren Chef dieses ausgezeichneten Regiments, hat mich beauftragt, dem Regiment folgende aller= höchste Ordre bekanntzugeben: Ich entbiete dem Regiment zu seinem Jubeltag meinen Glückwunsch und spreche ihm gleichzeitig meinen föniglichen Dank aus für die hervorragenden Verdienste, die es während seines hundertjährigen Be stehens im Krieg wie im Frieden geleistet hat." Der Großherzog brachte dann ein dreimaliges Hurra auf den Kaiser aus, die Regiments musit spielte die Nationalhymne und dann folgte der Parademarsch. Nach storbenen Kameraden auf dem alten Friedhofe stanteilhaftere Eingeleitet wurde die Feier durch einen Choral der zu 9 Ja gimentskapelle. Oberst von Trotta hielt eine Ansprade 12 und di in der er u. a. den gefallenen und gestorbenen Kam in Riege raden gedachte. Daran schloß sich die Niederlegung vorke nach i Kränzen an den Gräbern der gefallenen und gestorb Geeignett bilfegeben an nen Offiziere. Um 11 Uhr fand das Frühstück der Veteranen lied bestimmt Festhalle 3 statt. Nachmittags wiederholte fich das Eremen Geräte zieren der Garde- Füsilier- Halbkompagnie. Den Schlus jie ohne bildete abends ein großes militärisches Konzert mbrend des Feuerwerk. Aus Stadt und Land. onderen Stu taut gemacht udh die versch Bereinsturnen o Bad Nauheim.( Großes Konzert im neuebird am beste Konzerthaus.) Am Donnerstag, den 19. Juni, De dieser Zeit einigen sich die Mitglieder der Hof- resp. städtischen genturnen chester von Baden- Baden, Darmstadt, Frankfurt a. den letzten Freiburg i. Br., Bad Homburg v. d. H., Mannher es wird Mainz, Straßburg i. Els., Wiesbaden und das Grinderturnen herzogliche Kurorchester Bad Nauheim anläßlich des vierungsjubiläums Sr. Majestät des Deutschen Kailas zu einem großen Konzert zum Besten der Wohlfah tassen für Musiker unter dem Protektorat Seiner Rong lichen Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig von sen und bei Rhein. Der bedeutende Geigentünſtler H Hofkonzertmeister Havemann aus Leipzig hat in u eigenmüßiger Weise seine Mitwirkung zugesagt und wi Erstklassig! Unsere Marine 2 Pfg. CIGARETTE dem Vorbeimarsch stellte sich die Leibkompagnie mit den Georg A.Jasmatzi Akt.Ges. Fahnen am Ausgang des Exzerzierplatzes an der Kirschenallee auf. Der Großherzog setzte sich an die Spitze der Fahnenkompagnie und ritt mit ihr durch die Kaiser- Allee, Moltkestraße und Sendenbergstraße zur Zeughaustaserne, wo um 2 Uhr ein großes Festessen stattDresden Grösste deutsche Cigarettenfabrik feinem Gejo Sofe der gramm verzeichnet ferner noch Wagner's Meistersin= risch- uniform Borſpiel und Kaiser- Marsch, sowie die Pathetische verbieten, und dem Verbot Zuwiderhandelnde sind nach utnant v. Methoven's Violinkonzert zum Vortrag bringen. Das schen, schon um Unfälle zu vermeiden. Kürturnen wäh- 1 Marf. Mit der gleichen Kraft, die Schönherrs grotompagnie fmphonie von Tschaikowsky. Die Leitung des Drn Jahre 18ers, das eine Stärte von etwa 200 Künstlern haben all des Gr to, liegt in den Händen des Kgl. Professors Hans inderstein- Bad- Nauheim. te recht schwe Automobil Darmstadt. Die Erste Kammer der hessisch. das Exerziendstände ist für Donnerstag, den 19. Juni, worm. ends feierten Uhr, zur Abhaltung einer Plenarsizung einberufen aufgeschlagerarden. Auf der Tagesordnung steht neben den jüngst m Finanzausschuß der Ersten Kammer erledigten fleirden und Aen Regierungsvorlagen, Anträgen usw. auch der AnDr. Osann u. Gen., betreffend das Darlehen 1 Million an die Zentralfasse für die hessischen Obersten 3. w. Genossenschaften. andeur des J ):( Frankfurt a. M., 8. Juni. Nach zweijähDrden 3. Ala er Pause hielt der Verband der Eisenbahn- Fahrbe ta gen. Trender ten Deutschlands seine 7. Generalversammlung ab. Dem Hauptman ::: Friedrichshafen. Mit dem Zeppelin= uzer Sachsen" unternahm Graf Zeppelin am Sonnrden 2. Kl. de von Baden- Dos aus die erste für 10. Juni in AusGießen, zult genommene Fernfahrt nach Wien. I. 59. Inf- Brig. dem Obersten " Etwas vom Kinderturnen. it der Waffen dem Oberstie dem Oberleun freiwilliges ist, wird es sich von dem Turnen in lich. r Schule wesentlich unterscheiden müssen. In der Schule renzeichens de Turnzwang, und auch alle förperlicher Bewegung und ebung Abholden müssen turnen und sollen hier ein lber dem Unterwisses Maß förperlicher Fertigkeit erreichen. Dies wird ber nur durch Gemeinturnen unter der persönlichen Leironze den Felung des Turnlehrers möglich sein. Im Turnverein warz, dem Vizagegen wird man es zum großen Teil jedem Kinde üller, den 3lbst überlassen, wie weit es seine turnerischen LeiſtunHorst. en steigern will, wenn auch der Vereinsturnleiter alleim Stabe des it quf eine gleichmäßige Durchbildung bedacht sein ernannt und sollte. Eines hat er sich aber zur besonderen Pflicht zu über rung zum Haumachen, darauf zu achten, daß die Kinder nicht Verhre Kraft gehen. Es empfiehlt sich daher beim m Weden um insturnen nach Alter, Größe und Turnfertigkeit einzu Beteiligung ilen, und darum muß dem Riegenturnen, unEntfeier für die Führung geeigneter Kinder als Vorturner als das Friedhofe Sorteilhaftere der Vorzug gegeben werden. Die Kinder men Choral der is zu 9 Jahren teilt man der Größe nach, die von elt eine Anspr- 12 und die über 12 Jahre alten der Turnfertigkeit gestorbenen Rach in Riegen ein und stellt diese dann ebenfalls der Niederlegungröße nach in Riegen zusammen. Als Vorturner wird nen und gesteher Geeignetste aus jeder Riege ausgewählt und zum Von R. Haase, Leipzig. ( Schluß.) Da das Turnen der Kinder in den Turnvereinen er. Der= rend des Riegenturnens ist auf jeden Fall streng zu Verwarnung vom Turnen auszuschließen. Ueber den Turnbesuch ist Buch zu führen. Es empfiehlt sich sogar, die Kinder riegenweise namentlich einzutragen und jeden Besuch zu vermerken. So kann jederzeit über die Teilnahme am Turnen auch den Angehörigen Auskunft gegeben werden. Vorteilhaft ist es, wenn bei der Anmeldung die schriftliche Einwilligung des Vaters oder der Mutter gefordert wird und dabei auch die für das Kindertur nen geltenden Bestimmungen mit vorgelegt werden. In diesen ist auf die Turnkleidung hinzuweisen, auch Turnzeiten, pünktlicher Besuch der Uebungsstunden und Beitrag ist mit zu erwähnen. 3u fordern ist auf jeden Fall das Turnen in Turnschuhen und bei den Knaben das Ablegen der Oberkleider und des Kragens, bei den Mädchen die Turnhose ohne Korsett oder Schmürleib; wenn nun auch die Kinder nicht gleich am ersten Tage in der der porgeschriebenen Turnkleidung erscheinen, so wird fortgesetzte Hinweis darauf auch hier bald Erfolge zeitigen. Bei öffentlichem Auftreten( Schauturnen usw.) ist ganz besonders auf gleichmäßige Turnkleidung zu sehen. Als Mittel, auch die Eltern der turnenden Kinder dem Vereine näher zu bringen, ist die Einrichtung alljährlicher Schau- oder Prüfungsturnen geboten, denn nur wenige Eltern werden es sich entgehen lassen, zu sehen, wie ihre Lieblinge bei solchen Veranstaltungen mitwirken. Außerdem sorgen auch die Kinder selbst schon dafür, daß Eltern und sonstige Verwandte solchem Anlaß von ihren Leistungen Kenntnis nehmen. bei Auch ein mit Wettkämpfen verbundenes Spielfest in der wärmeren Jahreszeit kann dazu beitragen, die Angehörigen der Kinder mit dem Verein in Berührung zu bringen. Wenn die Kinder ferner die Jahresberichte, die Vereinsrundschreiben oder sonstige den Mitgliedern zu= gehende schriftliche Bekanntmachungen des Vereins für ihre Eltern mit erhalten, so ist ein weiteres Bindeglied zwischen Turnverein und Elternhaus geschaffen, so daß zu erwarten ist, daß auch andere Veranstaltungen des Vereins sich des Besuchs der Eltern der turnenden Kinder zu erfreuen haben. Nach der Entlassung aus der Schule werden auch die der Schule entwachsenen Knaben und Mädchen viel eher geneigt sein, den bestehenden Zöglings- und Turnerinnenabteilungen beizutreten, wenn sie schon als Kind im Verein geturnt haben. So werden die Kinderabteilungen zugleich ein Born sein, aus dem die Vereine neue Kräfte schöpfen können. und gerade vereine zum Wohle unserer Jugend ihre Anerkennung und Unterstützung nicht versagen können, heutigen Tags hat man in allen Kreisen erkannt, daß die Verein der Deutschen Turnerschaft ein tüchtiges Stück Erziehungsarbeit leisten zum Besten unseres Vaterlandes. Und nun Gut Heil allen Vereinen, die das Kinderturnen einführen wollen. Ben dramatischen Gestaltungen eigen ist, erzählt der Dichter in diesem Buche reizvolle Geschichten aus dem Leben der Alpenbewohner. Er führt sie dem Leser vor mit ihren großen und leinen Schmerzen und mit ihrem gefunden, urwüchsigen Humor. Dieser Nutzen, der den Vereinen durch die Ueberhilfegeben an den Sprunggeräten noch ein Riegenmitnahme des Kinderturnens erwächst, wird dadurch noch der Beteranen lied bestimmt. Die Vorturner erhalten für die verschie besonders hervorgehoben, daß Eltern und Erzieher, städ= olte sich das denen Geräte beſtimmten Uebungsstoff, über den hin- tische und staatliche Behörden dem Wirken der Turnnie. Den Gas fie ohne Erlaubnis des Leiters nicht gehen dürfen. ches Konzert Bährend des Kürturnens und gegebenenfalls in beonderen Stunden werden sie mit diesem Stoffe aut gemacht. Durch das Schulturnen lernen sie ja uch die verschiedensten Uebungen kennen, die dann beim Cand. Vereinsturnen Verwendung finden. Die Turnstunde Konzert im bird am besten durch Kürturnen eröffnet( 10 Minuten), en 19. Juni, dieser Zeit sammeln sich auch die Kinder, dann folgt resp. städtischen Tiegenturnen an zwei Geräten( etwa 40 Minuten) und den lekten 10 Minuten werden Freiübungen geturnt , Frankfurt a. b. 5., Mann der es wird gespielt. Trotz aller Freiheit muß beim en und das Kinderturnen ganz besonders Sitte und Ordnung herrm anläßlich des s Deutschen Ko en der Wohlf torat Seiner R t Ludwig von Geigentünftler Leipzig hat in 9 zugefagt und Literarisches. ?„ Tiroler Bauernschwänke" von Karl Schönherr. Verlag Ullſtein u. Co., Berlin- Wien. Preis Patentierte Original- Reformkästen Das Vollkommenste zur geordneten, staubsicheren Aufbewahrung von Formularen, Akten, Schnellheftermappen Noten, Zeichnungen, Katalogen, Waren usw. Unentbehrliches Hilfsmittel für Kaufmännische Büros, Behörden, Rechtsanwälte, Bankiers, Einzigartig! Auskunfteien, Versicherungsgesellschaften etc. Papier- und Formular- Handlung Zum Zusammenbau vollkommener Schränke' Prospekte kostenlos durch die Unerreicht! 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Auch die Straußfedern fommen heute zu 99 Prozent von zahmen Vögeln, welche in Herden von Tausenden in Südafrika der Federn wegen gehalten werden und somit Haustiere geworden sind, genau wie Schaaf und Gans. Straußfedern sind auch heute kein Luxus mehr; denn es gibt keinen besseren und vornehmeren Hutschmuck als diesen. Gine gute Straßfeder hält mindestens zehn Jahre lang und kann zu jeder Gelegenheit und Witterung getragen werden, und die Preise in Mittelware sind dabei heute billiger als sonst. Nur beste Ware ist teuer, wenn man 30 bis 50 Mark für solch eine Prachtfeder überhaupt teuer nennen kann. Den Vertrieb von Straußfedern im großen und auch einzelne Federn betreibt die weltbekannte Firma Hesse in Dresden, Scheffelstraße 10 und 12. 10 und 12. Schon beim Kinde so!! eine regelmäßige konsequente Pflege und Reinigung des Haares einsetzen. Das Kind ist durch den Verkehr mit Spiel- und Schulgenossen der Verunreinigung und Uebertragung von Haarkrankheiten besonders ausgesetzt. 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