tel Bochen, en, nicht nne geschehen. Izig! ich- Soda. üge Mer er Gießener Zeifung Bezugspreis 25 Pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) pierteljährlich 75 Pfg., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig ausgabestellen vierteljährlich 60 Pfg.- Erscheint Redaktion: Selters. Mittwochs und Samstags. toeg 83. - Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag ber ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 55. Telephon: Nr. 362. Vom neuen Balkankrieg. Wie in den kritischen Tagen der ersten Epoche des Ballantrieges, so häufen sich jetzt wieder die Meldunen über blutige Gefechte und Siege auf beiden Seiten. Ebenso häufen sich aber die Gerüchte von VerständigKonuslager geben mgs- und Vermittelungs- Versuchen. In besteht Die Auffassung in Berlin ist aber optinistisch. Wenn bei der Pforte tatsächlich eine friegerische men werden kann Strömung vorhanden gewesen sein sollte, so dürfte sie uf Grund von Vorstellungen, die bei Gelegenheit des ingsten Empfanges der Botschafter Deutschlands und Rußlands beim Sultan gemacht worden sind, jeden Boden eingebüßt haben. cht elbst. sen un= Wien, 8. Juli. Gestern erschien der französische n- Industrie tichafter Demaine beim Grafen Berchthold und rbreitete ihm den Vorschlag der französischen Regierng, die Großmächte mögen bezüglich der Streitigkeiten Balkan ihre Nichteinmischung erklären. Graf Berchold erwiderte, daß Desterreich es ablehne, eine solche Elanung abzugeben. Desterreich werde sich nicht einnischen, solange es die Interessen der Monarchie nicht ur mit Rolbarberten. Kirchenplatz 9 Wie aus diplomatischen Kreisen mitgeteilt wird, inte Donnerstag oder Freitag die rumänische Mobilierung vollendet sein. Eine bisher noch unbestätigte Meldung der StraßMarger Post will von einem rumänisch bulga= ischen Geheimabkommen wissen, das der Lunn Sanzen Situation auf dem Balkan ein anderes Gesicht eben würde. Nach diesem Abkommen tritt Bulgarien ascht am besten Rumänien das gewünschte Gebiet ab gegen die VerFlichtung, daß ihm Rumänten mit einem Heer 00000 Mann in dem damals schon von Bulgarien Friseur Lehrling, onus gefehenen Striege gegen die beiden bisherigen Volontär gefurbündeten zur Seite stehe. Dadurch erklärt es sich, a Bulgarien durch die rumänische Mobilmachung keid. Aff, Liherſtakeswegs beunruhigt wird, sondern seine Niederlassung Mazedonien weiter verfolgt. Demgegenüber wird aus onstantinopel berichtet, daß zwischen der Pforte und em türkischen Gesandten in Bukarest auch ein wichtiger Flechten afwechsel stattgefunden habe. Der rumänische Geass.u.trock Schuppenfleebie hatte mit dem Großwesir eine Besprechung, in rer den Standpunkt Rumäniens darlegte. Vielfach Bartflechte, skroph. Ekzen offene Füßlaubt man infolgedessen an bevorstehende AbmachunHautausschläge, Aderbei 310iſchen Rumänien und der Türkei. Das Morgenböse Wungaff se Finger, alte Wunat des„ Tanin", das gleich wie in den letzten Tagen sind oft sehr hartnäcki Wer bisher vergeblich militärischen Kreisen inspiriert zu sein scheint, ſagt, Heilung hoffte, versuchen genblicklich würde es nicht dazu raten, den Marsch die bewährte u. ärztl. e Adrianopel anzutreten. Die Türkei habe das Recht, Rino- Salb Frei von schädlich. Bestandte Dose Mk. 1,15 u. 22 Man achte auf den Na Rino und Firma Bich. Schubert& 3) Weinböhla- Dresden Le haben In allen Apothet Ligen lle: 0 te пе Nach dem Sturm. Erzählung von Emil Frank. ( Nachdruck verboten.) Graf Stanislaus, der Großvater der beiden komen, hatte sich noch viel seltener als seine Vorfahren Krzemien blicken lassen. In seiner Jugend war er französische Kriegsdienste getreten, und auch in spä= Een Jahren, als er den Offiziersrock an den Nagel ge= ingt hatte, lebte er fast ausschließlich in Paris. Das piel war seine größte Leidenschaft. Nur zur Zeit der ßen Jagden fam er nach Krzemien. Dann hallte das Schloß wider von Frohsinn und Becherklang, und den Wäldern erscholl das Horido der Jäger. So ging es Jahr für Jahr. Der Graf brauchte in Paris Unsummen, und die efte in Krzemien verschlangen gleichfalls viel Geld. gpothek auf Hypothek wurde aufgenommen, und es bien, als sei der Zeitpunkt nicht fern, wo Krzemien überschuldet unter den Hammer kam. Da tauchte Graf Warminski plötzlich wieder in Krzerien auf. Niemand hatte sein Kommen vermutet, nichts ar instand gesetzt worden. Man erzählte allerdings on den Extravaganzen des Grafen, der nach einem ebent voll Lust und Herrlichkeit sich plößlich in die Einrmfest vergrub und selbst für seine besten Freunde nicht sprechen war; denn diese hatten es selbstverständlich icht unterlassen, dem Grafen einen Besuch abzustatten, her ihre Versuche waren mißglückt.„ Seine Gnaden ind nicht zu sprechen," hatte der Diener mit schlauem Blinzeln den Besuchern gesagt, die arg enttäuscht und verrichteter Sache- sie hatten auch nicht das geringste Eber den Grund dieser Seltsamkeit des Grafen erfahren Krzemien verlassen mußten. Doch dadurch wurde bie Ner gier erst recht rege. Die leidige Finanzlage Lonnte# nmöglich diese Sinnesänderung bewirkt haben, jo pel tonnten sie als sicher annehmen. Also war es Expedition: Seltersweg 83. Mittwoch, den 9. Juli 1913. die Feindseligkeiten wieder aufzunehmen und werde es erforderlichen Falles auch tun, aber vor allem müsse sie den Präliminarvertrag durchführen und Bulgarien auffordern, die Küste des Marmarameeres zu räumen. Ferner wird gemeldet, der Generalissimus 33 et Pascha sei nach längerer Unterredung mit dem Großwesir nach Tschataldscha abgereist. Bei Kotschan a hat ein furchtbarer Kampf stattgefunden. Die Serben, die von den gesamten monte= negrinischen Truppen unterstützt wurden, griffen die 7. Division der Bulgaren an, die von der neuen regulä= ren mazedonischen Legion unterstützt wurden. Die Bulgaren warfen den Feind zurück. Durch die Besetzung des Passes Sweti- Nikola südlich von Belogratschik ist nunmehr der Zugang nach Nisch für die Bulgaren of= sen. Durch die Besetzung des anderen Passes SwetiNikola bei Köprülü ist der Schlüssel nach Uesküb in die Hände der Bulgaren gekommen. Den Griechen ist der Rückzug nach Emidje- Wardar abgeschnitten. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile für Auswärts 20 Pfg. Die 90 mm breite Reklame geile 50 Pfennig Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bef Konkurs in Wegfall. Plazvorschriften ohne Berbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein. Telephon Nr. 362. 25. Jahrg. sandte reiste gestern früh mit dem Personal der Gesandtschaft ab. Kaum, daß die Timok- Division vernichtet ist, wird aus Sofia gemeldet, daß die zwischen Egri Palanka, Kratowa und Kumanowo operierende Mora- Division durch einen genialen Angriff des Generals Toschew umzingelt und dezimiert wurde. Die bulgarische Armee beherrscht gegenwärtig die Linie Nigrita- Lagadina- Eiwatli und Amarföi. Belgrad. Die Bulgaren sind nach der 3- tägigen verlustreichen Schlacht bei Kriwolak endgültig geschlagen und zersprengt worden. Belgrad, 6. Juli. Nach offiziellen Meldungen ist Kriwolak von den Serben zurückerobert worden. Athen, 7. Juli. Nach der Schlacht bei Kilkitsch warf die Division des äußersten rechten Flügels der Griechen die Bulgaren nach neuem lebhaftem Kampfe zurück; diese zogen sich über Struma zurüd. Die Griechen erbeuteten 12 Kanonen und viele Waffen. Verluste der Bulgaren sind sehr groß. Der Gesamtver= lust der Griechen seit dem Beginn des Krieges beläuft auf 10 000 Tote und Verwundete. furchtbarer Stampf statt. Die Bulgaren warfen den Wien, 7. Juli. Bei Kotschana fand abermals ein Feind unter für sie katastrophalen Verlusten zurück. Durchsich die Besetzung des Passes von Sweti Nicola ist nun= mehr der Zugang nach Nisch für die Bulgaren offen. Ebenso ist der Schlüssel nach Uesküb gewonnen. Wien, 7. Juli. Hier traf eine neue Sensations= nachricht von einem gewaltigen Sieg der bulgarischen Armee ein, eine Bestätigung war bisher nicht zu erhalten. Sofia, 6. Juli. Die bulgarische Armee erhielt den Befehl, die Grenze zu überschreiten, daher griff sie gestern den Sveti Nikola- Paß an, wobei sie 6 Kanonen eroberte. Den beiden bulgarischen Armeen, die eine bei Egri- Palanka, die andere bei Kotschana operierend, gelang die Vereinigung bei dem Dorfe Stracin zwischen Egri- Balanta und Kumanowo. Die serbische MorawaDivision scheint endgültig verloren. Belgrad, 7. Juli. Der bulgarische Gesandte Tosch e w verließ heute mittag mit Familie und dem Personal der Gesandtschaft Belgrad zu Schiff, um sich nach Semlin zu begeben, von wo er nach Sofia weiterreist. Der bulgarische Gesandte Koluschew unter richtete die montenegrinische Regierung schriftlich, daß er richtete die montenegrinische Regierung schriftlich, daß er der Anordnung seiner Regierung gemäß Cetinje verlasse und die Geschäfte der bulgarischen Gesandtschaft der russischen Gesandtschaft übergebe. Der Ge= etwas anderes. Sie rieten hin und her, verfielen natürItch auch auf Liebesgeschichten, aber Gewißheit hatte teiner. Lange Zeit war Graf Stanislaus der Gegenstand des lebhaftesten Interesses aller seiner adeligen Nachbarn. Schon begann dieses Interesse wegen Mangels an Nahrung abzuflauen, man fing an, sich daran zu gewöhnen, daß Graf Warminski die Rolle des Einfiedlers spielte, da geschah etwas, was alle Gemüter bewegte, was die Neugier aufs neue erweckte: Graf Warminski führte ein junges Weib heim. Das wäre ja mun an und für sich nichts Außergewöhnliches gewesen, aber die Begleitumstände waren doch seltsam, höchst seltsam. Die Diener erzählten nach und nach alles, und so wurde es bekannt. An einem Abend war vor dem Schlosse ein großer Reisewagen angelangt. Den ganzen Tag hatte der Graf auf der Lauer gelegen. Wie er das Knarren der Räder hörte, stürzte er aus dem Schloß und hob aus dem Reisewagen eine seltsam vermummte weibliche Gestalt; zwei Herren folgten. Dann fuhr der Reisewagen wieder fort. Am nächsten Abend sahen die Diener den Pfarrer von Krzemien; er ging gradenwegs in die Schloßkapelle, deren Türe bei seinem Eintritt verschlos= sen wurde. Das war alles, was die Diener von der stattgefundenen Vermählung wußten; denn daß es sich um eine solche handelte, lag auf der Hand. Aber kein Mensch bekam die neue Herrin von Krzemien zu sehen, und allmählich gab man sich in den Gedanken, auf die Lösung dieses Geheimnisses verzichten zu müssen. Doch auch diesmal blieb Graf Warminski inkonsequent. Es mochte wohl ein halbes Jahr seit jener selt= samen Eheschließung vergangen sein, da befahl Graf Warminski feinen Wagen und fuhr mit seiner Frau nach Slaventin, der nächsten Stadt, wo im Hotel zum Anter ein fleines Fest veranstaltet wurde, zu dem er Die Athen, 6. Juli. Die griechischen Truppen besetzten gestern Abend Doirane. 150 bulgarische Soldaten wurden in dem bulgarischen Athoskloster 30graphos eingeschlossen und gefangen genommen. Athen, 6. Juli. Bei dem Vorgehen nordwestlich von Kilkitsch besetzten die Griechen die Höhen von Yani und lähmten durch heftiges Artilleriefeuer die Wider= standskraft des 15 000 Mann starken Feindes, der sich in Unordnung zurückzog. Der Heeresteil der Lahana einnahm, machte 1200 Gefangene. General Jwanow sieht sich infolge der bedeutenden numerischen Ueberlegenheit der Griechen genötigt, langsam gegen Norden zurückzuweichen. Er ist durch den Abmarsch seiner rechten Flankenarmee nach Norden in seiner Offensivkraft derart geschwächt, daß er sich vorläufig wird defensiv verhalten müssen. Bukarest, 7. Juli. Bis zum zweiten Mobil= machungstage haben sich anstatt der vorgesehenen 400 000 Mann 610 000 Mann gemeldet. Der rumänische Generalissimus Prinz Ferdinand hat den ersten Tagesbefehl an die operierende Armee | erlassen, in welchem er die Uebernahme des Haupt- Kommandos mitteilt und an die Armee appelliert, daß sie ihre Pflicht tue. Die Mobilisierungstransporte haben gestern begonnen. auch eingeladen worden war. Alle Welt blickte erstaunt auf, als Graf Warminskt mit seiner Frau so unvermutet eintrat, doch er schten die erstaunten Blicke, das Tuscheln und Flüstern nicht zu bemerken. Mit der Gewandtheit des vollendeten Weltmannes stellte er seine Gemahlin vor und nahm dann an der Seite einiger Freunde aus vergangener Zeit Plaz. Die Gräfin schien etwas schüchtern zu sein, sie sprach ausschließlich französisch, allerdings mit fremdem Akzent. Sie war sehr schön, das mußte ihr der Neid lassen; goldgelbe Flechten umrahmten ihr feines, zartes Gesicht, und aus zwei blauen, blanken Augen strahlte etwas Kindliches. Nur hier und da huschte ein Schatten um ihren ftrschroten Mund, und einige feine Linien in ihrem Antlitz verrieten, daß das junge, holde Kind von Leid berührt worden war. Alles das der Nimbus des Grafen, die heimliche Vermählung mit der gänzlich unbekannten Dame, die strahlende, durch Leid gemilderte Schönheit dieser Frau, machte das Paar interessant und begehrenswert, undm an freute sich schon, in intimeren Verkehr mit Krzemien treten zut dürfen und den Schleier des Geheimnisses lüften zu können. Und in der Kat Iud Graf Warminsti seine nächsten Nachbarn, die Lusensti und Gasch, nach Krzemien ein. Mit diesen Fa miljen wurde auch in der folgenden Zeit freundschaftUch verkehrt, und beide Familien priesen die junge Gräfin, rühmten ihre Liebenswürdigkeit, thre Grazte und Schönheit, ihre Bescheidenheit und Herzensgüte. Nach zwei Jahren glücklicher Ehe schenkte die Grä fin ihrem Gatten etn Söhnlein, aber ste bezahlte das Geschenk mit dem Leben. Auf die Kunde von dem Tod der Gräfin kam sofort Baron Lusensti, um Trost zu spenden. Er fand Stanislaus im Bart vor dem Schloß Sein fahles Gesicht mit den erloschenen Blicken sprach von tiefer Trauer, aber um die zusammengefniffenen ( f Lippen zuckte es wie grausamer Hohn. Die Nachrichten, die andeuten, daß sich in der Türkei der Wunsch erhält, die Lage schleunigst auszubeuten, beruhen auf Richtigkeit. Es bestätigt sich, daß die Pforte eine Note an Bulgarien gerichtet hat, worin schleunige Räumung von Rhodosto und der Marmararmeerküste verlangt wird. Falls Bulgarien den Abzug seiner Truppen nicht freiwillig veranlassen sollte, so würden die dort befindlichen Streitkräfte der bulgarischen Armee durch die türkischen Truppen gewaltsam vertrieben werden. Die Pforte wird gedrängt durch die Stimmung im Heer und der Bevölkerung, die es ihr nicht verzeihen würde, wenn sie die anscheinend günstigen Aussichten für das Eingreifen der Türkei unbenützt lassen würde. Konstantinopel, 6. Juli. Der Militärgou verneur von Konstantinopel befahl allen beurlaubten Offizieren, Aerzten und Soldaten der Tschataldscha- Armee und der Westarmee, soweit sie zur Tschataldscha= in Armee kommandiert waren, die sofortige Rückkehr ihre Korps. Konstantinopel, 8. Juli. Der„ Tanin" meldet: Die Pforte hat mit teinem Kriegführenden einen endgültigen Frieden geschlossen und bis gestern von keinem derselben fonkrete Vorschläge erhalten. Die Situation werde sich heute oder morgen flären. Die Pforte- besitze heute volle Bewegungsfreiheit. Sie forderte die Armee auf, ihre Pflicht zu erfüllen und beschloß, der bulgarischen Armee eine Frist von vermutlich 24 Stunden zu stellen, innerhalb deren sie die Marmarabecken zu verlassen hätte. Die Pforte wolle auf diese Weise die Feinde zwingen, den endgültigen Frieden abzuschließen. Der darauf bezügliche Schriftwechsel werde nicht auf diplomatischem Wege erfolgen, was zuviel Zeit beanspruchen würde, sondern auf militärischem Wege. Konstantinopel, 6. Juli. Die Pforte wünscht die Neutralität zu bewahren. Wie der„ Figaro" erfährt, bereitet die russische Diplomatie eine Aktion vor, um sofort nach dem ersten entscheidenden Siege der fämpfenden Parteien dem Kampf Einhalt zu tun. Man befürchtet, daß die Situation auf dem Balkan für den europäischen Frieden ernstliche Gefahren in sich bergen fönnte. Hervorgehoben wird, daß Rußland von seiner Beschützerrolle der Balkanstaaten trotz der letzten schweren Enttäuschungen nicht absehen würde. Politische Rundschau. Deutschland. • Kiel, 7. Juli. Die„ Hohenzollern" mit dem Kaiser an Bord traf gegen 2 Uhr in Holtenau ein und ging sogleich durch den Kanal nach Brunsbüttel weiter. * Wie aus Cuxhaven nach einem Funkspruch von Bord des„ Imperator" gemeldet wird, begaben sich am Dienstag früh 10 Uhr die Direktoren Ballin und Holtzendorf auf der„ Cobra" nach Brunsbüttel, um den Kaiser abzuholen. Als sich die„ Cobra" um 11 Uhr dem„ Imperator" näherte, feuerte die„ Seidlitz" 33 Schuß zur Begrüßung der Kaiserstandarte. Unter den Klängen der Nationalhymne ging der Kaiser an Bord des„ Imperators", wo er die Direktion und den Aufsichtsrat der Hamburg- Amerika- Linie begrüßte. Der Kaiser besichtigte eingehend das Schiff. Um 12% Uhr erschien der Kaiser auf der Brücke, worauf der„ Imperator" in See ging. Um 4 Uhr passierte der„ Imperator" Helgoland. Berlin, 8. Juli. Generalleutnant v. Staabs, Direktor des Armee- Verwaltungs- Departements, ist zum Kommandeur der 37. Division ernannt worden. Nach dem Sturm. Erzählung von Emil Frank. ( Nachdruck verboten.) * Berlin, 7. Juli. Generalmajor v. Faltenhayn, der Chef des Generalstabs des 4. Armeeforps, ist unter Beförderung zum Generalleutnant ohne Patent zum Staats- und Kriegsminister ernannt wor den. Das Reichsluftgesez wird zurzeit von einem Sachverständigenkolleg einer nochmaligen eingehenden Prüfung unterzogen, um auch die Behandlung fremder Luftschiffe bei der Landung in Deutschland zu regeln. Der Entwurf wird im August veröffentlicht und entsprechende Gesez ist schon veröffentlicht, das deutsche im Dezember dem Reichstag zugehen. Das französische wird in den Grundzügen ihm gleichen. Der dritte in ternationale Rongreß für Luftrecht, der vom 25. bis 27. September in Frankfurt tagt, wird sich mit der Materie eingehend beschäftigen. * Friedrichshafen, 8. Juli. Dem Grafen 3eppelin sind zu seinem heutigen 75. Geburtstage aus allen Teilen Deutschlands zahllose Glückwunsch= schreiben und Telegramme zugegangen. Der Kaiser hat folgendes Telegramm gesandt: Die beiden Jugendfreunde schritten gemeinsam zum Schloß. Warminstt fagte:„ Ja, so ist's, der Tod hat mtr die schönste, die reifste Blüte gepflückt! Als ich mein Weib heimführte, habt Ihr Euch alle gewundert, daß das so heimlich geschah. Ich hatte wohl Grund daau; jetzt aber ist es mir einerlei, ob man es weiß, wer fte war, oder nicht. Ihr Vater, ein hoher Beamter, batte sich schwere Veruntreuungen zuschulden kommen laffen. Ich hatte sie schon gekannt, als sie noch ein Kind war. Nachdem das Unglück bekannt wurde, eilte tch hin zu ihr. Helfer konnte ich ja freilich nicht, aber ich vermochte doch wenigstens zu trösten. So kam ich thr näher, gewann ihre Liebe. Auf ihren Wunsch fand die Vermählung beimlich statt. Zwei Jahre war sie mein Glück und nun ist alles voritber!" Er schluchzte laut auf. Meine wärmsten Glückwünsche zur heutigen Volendung Ihres 75. Lebensjahres. Kaiser und Reich sind stolz auf den kühnen Beherrscher des Luftmeeres. Mögen Sie sich Ihrer jährlich wachsenden Erfolge noch recht lange in Gesundheit und Jugendfrische erfreuen! Wilhelm J. R. Das Telegramm des Prinzregenten von Bayern lautet: Von dieser Seit ab mied Graf Stanislaus Warminski jeden Verkehr. Man sah und hörte von ihm nicht viel und erzählte sich nur, daß er gelehrte Stu dien in teffter Einsamkeit trieb. Hyazinth, des Grafen Sohn, kam schon als Kind in eine militärische Erziehungsanstalt nach Wien. Seine Jugend war nicht durchIeuchtet vom Hauch der Liebe, denn der Vater kümmerte sich wenig um ihn, es war, als könnte er nicht verge sen, daß des Knaben Geburt ihm die geliebte Gattin geraubt; es kam vor, daß der Junge den Vater während der Ferien nur bei der Ankunft und beim Abschied zu Gesicht bekam. Hyazinth Warminski hatte der Mutter Schönheit geerbt. Er hatte einer stolzen Sinn und sein Geist hätte sich gewiß unter richtiger Leitung ganz anders entfaltet, als dies unter den obwaltenden Verhältnissen der Fall war. Der Tag, an dem er die Anstalt verlassen Zu Ihrem 75. Geburtstage spreche ich Ihnen, mein lieber Graf, meinen herzlichsten Glückwunsch aus. Mögen Sie sich noch für viele Jahre der großen Erfolge Jhres arbeitsreichen Lebens erfreuen! Ludwig, Prinzregent. Friedrichshafen, 8. Juli. Anläßlich der Feier seines 75. Geburtstages ernannte der österreichische Aeroklub den Grafen 3 eppelin zum Ehrenmitglied und widmete ihm zum Andenken an seine Fahrt Baden- Baden- Wien die goldene Medaille des Klubs. Frankreich. Aus Stadt und Land. Der Großherzog von Hessen hat Montag nachmittag von Mainz nach England geben. Er wird dort einige Tage verweilen und Sungen Fem Freitag verha dins Gefängni When bund Er wurde hierauf zum Besuche des Prinzen und der Prinzingen und Heinrich von Preußen nach Kiel begeben. n Gießen. Die am 3. April d. Js. angeordn Sperre der oberen Klinifstraße ist wieder aufgehob worden. Der Mann an erft die Unt Vilbel rd nach dem läums unseres Kaisers, gelangen in nächster Zeit FüGehirn ein n Gießen. Aus Anlaß des Regierungs- Ju beftigen Er marksüde mit dem neuen Bildnis des Kaisers Ausgabe. erst 35jährig ( Wies n Gießen. Das vor kurzem eingeweihte reits überfüllt ist. Es wird deshalb wohl baldigit Vergrößerung stattfinden müssen. pusheim hat solchen Zuspruch erfahren, daß es e Festlichkeiten Regiments von M10 Gatrazügen t 18 000 ehemalige mer ein Gond Mainz. n Gießen. Unter der Leitung des Herrn Dr. Brand besuchten am Samstag die Herren physikalisch- chemischen Institutes der hiesigen Lands universität die Toilettenseifenfabrik der Firma M. Filmsamme tie pus und daran anschließend die Textilseifenfabrik Firma J. P. Haas jr. in Offenbach. n Gießen. toſtete die Butter eigers, B. Joer gegen ihn Auf dem gestrigen Wochenma Shapiro und bis 9 Pfg. das Stüd. Das Ochsenfleisch pro Pharm 92-100 Pig., Kalbfleisch das Pfund 94-98 Pig. Schweinefleisch 84 Pfg. o Klein- Linden. Zum 7. Jahresfest Verbandes der Oberhessischen Bosaunenchöre, das 20. Juli hier stattfindet, fommen gegen 300' Bläser sammen. Die Festpredigt wird Herr Pfarrer Schm aus Allendorf halten. o Wieseck. Der am 1. Oktober 1872 gegri dete Kriegerverein feierte am Sonntag sein 40jährig Stiftungsfest. An dem Fest nahmen die Kriegerveren der Umgebung teil. verbüßt Kreisobib in den Räumen wurde hauptfac en bell. Zeitje off werden, foll Landwirtschaftst isobftbaufom :( We längerer 3ei ter einen 2 bag er von eine wöchiger Fortbildungskursus für Zeichenlehrer an lämm sehr sch o Friedberg. Im August findet hier einemdenlegion lichen Volksschulen statt. Für städtische Lehrer wi ein gleicher Kursus in Alzen abgehalten. ):( We bie hiesige Feu o Friedberg. Ein obsiegendes Urteil hat reiche Wehren * Paris, 8. Juli. Die Kammer nahm heute Stadt Friedberg gegen den Fiskus errungen. Den Frie 3jährige Dienstzeit durch Handaufheben an und geneh- heimer Brunnen verboten. Der Prozeß ist insofern gübie den Kraftu ):( Weil früh den zweiten Paragraphen des Artikels 18 über die berger Einwohnern war das Wasserholen am Schwam Sonntag migte später den Artikel 18 im ganzen mit 344 gegen 220 Stimmen. Die Kammer hat dann nacheinander Artikel 2 und 3 des Militärgesetzes betreffend die Effek tivstärke, Artikel 4 betreffend die Aushebung und Artikel angenommen, der die Dienstpflicht in der Linie, Referve- und Territorialarmee auf zuſammen 28 Jahre feſtſetzt. Rußland. Der russische Kaiser wird in diesem Jahre früher als gewöhnlich von seiner Reise aus den finnländischen Gewässern zurückkehren. Man schreibt dies der gegenwärtigen politischen Lage zu, die eine hoch stehende Persönlichkeit als äußerst beunruhigend für die Zukunft bezeichnet. Marokko. daß die deutschen Kaufleute, die in Marokko ansässig Die spanische Regierung erhielt die Mitteilung, sind, in Berlin Schritte unternommen hätten, damit Raisuli unter deutsches Protektorat gestellt werde. Raisuli habe gleichzeitig der deutschen Regierung seine Geneigtheit ausgedrückt. Die deutsche Regierung soll der spanischen Regierung auf Anfrage eine sehr höfliche Antwort erteilt und gesagt haben, daß sie darauf Wert lege, daß die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern aufrecht erhalten bleiben. durfte, um als Offizier in die Armee einzutreten, bracte thm Erlösung vom harten verhaßten Zwange. Der Vater Iteß es an Mitteln nicht fehlen, und der funge Graf führte in Wien, wo er in Garnison lag, ein lustiges Leben. Seine überschäumende Kraft machte sich in allerhand Streichen Luft und bald hatte er sich den Beinamen„ Der tolle Graf" erworben. Da rief thn ganz plötzlich ein Telegramm nach Krzemien. Es mußte etwas Außerordentliches sein, was den alten Grafen veranlaßte, ihn nach Krzemien kommen zu lassen. So war es auch. Der Vater war unvermutet schwer erkrankt, und jetzt, da er den Tod vor Augen sah, fühlte er das Bedürfnis, seinen Sohn vor Augen zu haben. Schweigend saß der tolle Graf" an des Vaters Krankenlager und hörte zu, was jener röchelnd und keuchend ihm erzählte. So ganz unvorbereitet traf ihn die Nachricht von der mißlichen Finanzlage nicht, er hatte schon von anderen Andeutungen erhalten, und den Rest hatte er sich selbst denken können. Trotzdem war es ein harter Schlag, er riß ihn aus allen Jugendhimmeln. Der Vater fuhr fort: Jest ist es an Dir, den verfahrenen Karren wieder ins Gleis zu brin gen." Der junge Graf zog die Augenbrauen in die Höhe. Wäre die Situation nicht so ernst gewesen, so hätte er gelacht. Er, der tolle Graf, der seither nichts anderes getan batte als das bißchen Dienst, reiten und flirten, er sollte hier Ordnung schaffen? Der Alte schien diese Gedanken auf dem Gesichte seines Sohnes zu lesen, denn er fuhr, immer hustend und stöhnend fort:„ Na, wundere Dich doch nicht so, mein Sohn! Wenn man so einen Namen, so ein hübsches Gesicht hat, bann hat man bei den Damen allemal Glück. Ich hoffe, daß Du mich verstanden hast." Hyazinth Warminski patte seinen Vater allerdings verstanden: Tu felix Austria, nube. Heirate, natürlich vernünftig! Ihm fam der Gedanke absurd vor. Er sollte seine goldene Freiheit verkaufen? sollie Liebe stig für die Stadt ausgefallen, als nunmehr die Friedben, wurde ge berger Einwohner das Recht haben, am Schwalheim ber aus Frankf Brunnen Wasser zu holen und dieses eventuell auch in Friedberg auch an Einheimische zu verkaufen. schen Unabhängigkeitserklärung wurde, wie alljährlic Ems- Na Die Erstau terftein" zu Eh Ben hat am Rühlbachtal b tammburg de o Bad Nauheim. Das Fest der amerilam von der Gr. Kurverwaltung und den zur Kur an senden Amerikanern festlich begangen. Viele Häuf namentlich die Hotels, in denen noch besondere Feier lichkeiten stattfanden, hatten in amerikanischen Farbe geflaggt. Nachmittags fand in dem in amerikanisc barbare Schaup esta ft us statt, dem alle zur Kur anwesenden Amelung durch d Farben und mit Blumen geschmückten Stonzertsaale digem Geiſt rifaner mit ihren Damen und viele Freunde Amerie Seidenztheater beiwohnten. Hier hielt der Kurdirektor Oberst do Direktors Frankenberg die Begrüßungsansprache. Alsdann der begeiste wechselten amerikanische Lieder und Reden von den Mal in gleicher fton, Dr. W. F. Selocum, Pres. University Colora demische Jug gliedern des Festkomitees Judge Albert D. Bosson- onntag, den Sprisga, Benjamin Jde Wheeler, Pres. University Columbia miteinander ab. Bei Eintritt der Dunkel wurde ein prächtiges Feuerwerf abgebrannt, bei m chem als Schlußapotheose das amerikanische Sterne banner in glänzenden Farben erstrahlte. Jm gro Saale fand gleichzeitig ein Festball mit eingelegter B mentour statt, wobei man Toiletten und Brillanten bewundern Gelegenheit hatte. heucheln, wo nur das Geld auzog? Nein, utema Aber er sprach das nicht aus. Sein Vater hatte sich bei der Unterredung fez and strengt. Ein heftiger Hustenanfall trat ein unb e en Staatst gen von Gie Das Feſtſpiel srede des P :: Sall der Bahnit erigen Woche unden wurde Eisenbahnbr 7,9 brei das Zimmer zu verlassen. Gleich darauf gellie die er die beim durch das Zimmer: ein alter Diener schlich fast zu seinem Herrn. Bahnbeamt Am Nachmittag tam der Pfarrer von 2: etzeitig. Auf den Grafen für die Reise in die Ewigkeit vorzubereite Zwar war der Graf sein Leben lang ein Freigeist ein Steptiker gewesen, aber jetzt im Angesicht des obe schwanden die Zweifel, die Grundsätze, denen er se Leben lang gehuldigt, erwiesen sich als schlechte Trös vor der Türe in ein anderes Leben. Kaum war dieses Heilsgeschäft beendet, fo fol Graf Warminski seine Augen zur letzten Nube. Der junge Graf nahm einen längeren Urlaub. wollte prüfen, was noch zu machen war, ob Krzemi sich halten ließ oder nicht. Diese Prüfung war nicht einfach. Wohl standen den hohen Schuldsummen au hohe Werte gegenüber: große Ackerflächen, große B der, aber der Boden brachte nicht genug ein, Strzemi Tag zu weit ab sieben Stunden von der Bahn. T Wälder brachten so gut wie gar keine Erträge, denn G Itzten hatte damals noch Solz im Ueberfluß. Wenn ihm also nicht gelang, große Summen flüssig zu mache dann war Krzemien verloren. Immer wieder fam ihm die letzten Worte seines Vaters in die Erinnerung Heirate! Sein Verstand sagte es ihm, daß der Gedan gar nichts Absurdes an sich habe, des Geldes wegen heiraten; Tausende machten es so and standen hoch da den Augen der Welt. Freilich, befreunden fonnte er f mit dem Gebanfen ja nicht. Aber hier hieß es nu entweder oder. Schließlich falkulierte Graf Wa minsti so: In den Kreisen, in denen ich vertebre, hale ich Auswahl genug. Ich warte, bis ich eine Dame find die mir in jeder Beziehung gefällt. Wenn es mir a ( Fortjezung folgt.) ung von 50 Salle höheren Lehr Wing Dentsch. Fran Crtegruppe G Austunit für Frauenb Brauen und Ma ab Musfunft für Salten unentgelt rule im alten S Dipl. 14. Diens age bon 6 6. Redtaichu granen n. Rat und 3 erhalten unent in Rechtsangele im alten Rathau play 14 Mitt mittage bon 6 Land. On Sellen hat Freitag verhaftet und mußte in seinen alten Tagen scher Universitäten, insbesondere Grenoble und gewissermaßen nach Maaß" angefertigt. Es gibt in nach England ge verweilen und und der Bring begeben. o Hungen. Ein hiesiger 82jähriger Greis wurde mins Gefängnis wandern, weil er ein etwa 12jähr. Bibchen durch Versprechungen mit ins Feld gelockt e. Er wurde jedoch von Leuten beobachtet, die ihm gingen und das Kind wieder zurückbrachten. Ob der Mann an dem Mädchen schon vergangen hatte, oril d. 35. angeord erst die Untersuchung ergeben. ist wieder aufgeh des Regierungs 9219 Vilbel, 6. Juli. Der Gastwirt Ph. Will Bei und nach dem Genuß von Gurkensalat Bier. m heftigen Erbrechen, das sich hierauf einstellte, platzte einstimmig, die Schüler vor dem Besuch französi Besancon, zu warnen, namentlich wegen der fortgesetzten Belästigungen und Beleidigungen der dort studier enden Deutschen. ::: Essen( Ruhr). Unterschlagungen in Höhe von 400 000 Mark hat sich der Wirt Holbeck in EssenRellinghausen in seiner Eigenschaft als Verwalter einer Spar- und Darlehenskasse zu Schulden kommen lassen. Er ist geflüchtet. ::: Magdeburg. Der Einjährig- Freiwillige in nächster Zeit Gehirn ein Blutäderchen. Nach kurzer Zeit verstarb Kühn im 4. Fußartillerie- Regiment, der bei einem Benis des Kaisers zem eingeweihte erst 35jährige Mann unter großen Qualen. :( Wiesbaden, 7. Jult. Heute beginnen hier such im Elternhaus in Röthen die Zeit der Rückkehr ver schlief, wurde darüber so erregt, daß er einen Mast der Ueberlandzentrale erkletterte und sich durch den 6000 erfahren, daß sie eſtlichkeiten zum 100jährigen Bestehen des Füsilier- Volt starken Strom töten ließ. alb wohl baldig Degirments von Gersdorff( Kurhessisches) Nr. 80. In 10 Extrazügen trafen im Laufe des Vormittags über tung des Herrn 8000 ehemalige Angehörige des Regiments ein, daunter ein Sonderzug des Frankfurter Vereins. |„ gibt es überhaupt faum fertig zu kaufen. Der wird Berlin einen fleinen Tischler, Rösler heißt er. Dessen Spezialität ist, Taktstöcke zu bauen, und sein Name verdient, der Vergessenheit entrissen zu werden. Dieser Mann, der mit seinen 72 Jahren noch so rüstig an der Hobelbant steht wie taum ein Junger, hat seinen Anteil am Musikleben Berlins. Nicht nur, weil er im „ Nebenamt" Fattotum, Kassierer und Vertrauensperson bei der Gesellschaft der Musikfreunde und dem Sternschen Gesangverein ist. Seine Bedeutung liegt darin, daß er den großen Kapellmeistern das Instrument zimmert, mit dem sie uns himmliche Offenbarungen im irdischer Jammertal vermitteln. Es ist wundervoll, wenn man den alten Mann erzählen hört, was für Taktstöcke jeder von ihnen gebraucht. Da gibt es zunächst welche, die müssen einen Griff haben, der in der Mitte für die Hand etwas ausgehöhlt ist. Solche ge= brauchen Nifisch, Ochs und Gustav Holländer. Fried braucht einen Griff an seinem Stod, aber ohne Ver::: Königsberg. Das Zeppelinluftschiff.tiefung. Bei manchen muß der Griff aus Kork sein. Andere lieben eine Kugel am Ende, aber das ist unpraktisch, meint mein Laftstockschnitzer. Für viele wieder darf er gar keinen Griff haben, sondern muß sich lediglich von einem Ende zum andern verjüngen. Allen richtigen Stöcken aber ist eins gemeinsam: sie bestehen aus feinstem, wundervoll glatt poliertem Ahornholz das bleibt am längsten weiß und sind lang, dünn und biegsam wie eine Gerte. Es liegt Musit in ihnen, und wenn man sie in der Hand hält, so glaubt man, es fönne gar nicht so schwer sein, mit solchem Taftstock aus einem Orchester alle Schönheiten einer Musik her- die vorzuzaubern. Am längsten läßt Nikisch sich Taktstöcke herstellen: 60 Zentimeter, während die anderen sich meist mit 50 Zentimeter genügen. Er möchte am liebsten mit dem Taktstock gleich bis zu den Bässen ::: Dresden. Zur Behebung der Not in fleinen Wohnungen haben die Stadtverordneten 17 Mill. Mark bewilligt. mstag die Herren der hiesigen Larma in z. Begnadigt wurde auf Grund der Ju 3. 19" hat die Fahrt Frankfurt- Königsberg in achtzehn f der Firma M. Siluansamnestie der Verleger des„ Mainzer Neuesten bach. Textilfeifenfabril anzeigers", B. Hirsch- Mainz, nachdem er zwei Monate ber gegen ihn wegen Beleidigung der Polizeiassistentin gestrigen Wochen Schapiro und des Beigeordneten Berndt 10-1,20 M., Strafe verbüßt hatte. Ochsenfleisch pro erkannten s Darmstadt. Eine gemeinsame Sitzung der fund 94-98 Pig hii. Kreis obstbautechniker und der Achterkommission der Landwirtschaftskammer für Obst- und Gartenbau fand es m 7. Jahressest in den Räumen der Landwirtschaftskammer statt; Jaunenchöre, das wurde hauptsächlich über die Herausgabe einer einheitgegen 300 Bläser lidhen heff. Zeitschrift beraten. Ehe weitere Beschlüsse geHerr Pfarrer Schaht werden, sollen noch einmal die Vorsitzenden der Sreis obstbaufommissionen gehört werden. Ditober 1872 ger:( Wetzlar. Der 21jährige Otto Leukel, der onntag fein 40jähr seit längerer Zeit vermißt wurde, hat aus Algier seiner men die Kriegerver Mutter einen Brief geschrieben, worin er ihr mitteilt, Daß er von einem Werber in Frankfurt a. M. für die just findet hier ein Fremdenlegion angeworben worden sei, und daß es Zeichenlehrer an fint sehr schlecht gehe. tädtische Lehrer v ):( Wetzlar. Am Sonntag und Montag feierte gehalten. die hiesige Feuerwehr ihr 50jähriges Bestehen. Zahl= iegendes Urteil hat reiche Wehren aus der Umgegend nahmen daran teil. 15 errungen. Den fri):( Weilburg. Kurz vor Weilburg verunglückte Safferholen am G am Sonntag nachmittag ein Automobil. Die Dame, Prozeß ist insosem gis die den Kraftwagen lenkte, Frau Heide aus Baden- Ba= Is nunmehr die reden, wurde getötet. Ihr Begleiter, ein Herr Dr. Benben, am Schwaleine der aus Frankfurt a. M., blieb unverletzt. dieses eventual aud zu verkaufen Fest der amerito ourde, wie alljäh Ems- Nassauer Stein- Festspiele in Nassau. Die Erstaufführung des Weihefestspiels Am Nord den zur Kur annenſtein“ zu Ehren des Reichsfreiherrn vom und zum Steiru hat am vergangenen Sonntag im malerischen gangen. Viele Sa Mühlbachtal bei Nassau a. d. Lahn zu Füßen der noch besondere Fei amerikanischen Farb Stammburg derer vom Stein stattgefunden. Der wunderbare Schauplatz, das von heimatfrohem, vaterlandstückten Konzertfaale Freudigem Geist getragene Stück, die ausgezeichnete DarKur anwesenden Amellung durch die Künſtler vom Sigl. Hoftheater bezw. Diele Freunde Amer Residenztheater in Wiesbaden, die künstlerische Leitung dem in amerikanjay Direktor Oberst o Albert D. BossonDes Direktors Dr. Rauch machten einen tiefen Eindruck gsansprache. Als de der begeisterte Beifall der tausendköpfigen Menge nd Reden von den alt in gleicher Weise dem Dichter wie dem Leiter. Am Sonntag, den 13. Juli will insbesondere Deutschlands es. University Color demische Jugend dem großen Reformator des preuer, Pres. Univerſity hen Staatswesens huldigen und es liegen AnmeldEintritt der Duntengen von Gießen, Marburg, Bonn und Frankfurt vor. Das Festspiel wird eingeleitet durch eine Stein- Gedächtisrede des Privatdozenten Dr. Hermann- Bonn. abgebrannt, bei amerikanische Stern erstrahlte. Im gro ball mit eingelegter letten und Brillanter Aus aller Welt. :: Halle a. d. S. Ein neuer Dynamitanschlag uf der Bahnstrecke Berlin- Halle- Kassel, wo schon in der nog? Nein, utemmigen Woche 10 Dynamitpatronen auf den Schienen Unterredung geunden wurden, ist gestern entdeckt worden. Unter fall trat ein mes Eisenbahnbrücke über die Saale wurden bei Kilo= feltfam grimaca ter 7,9 drei Dynamitpatronen mit Zündern gefunben, die beim Passieren eines Zuges explodieren mußBahnbeamte entdeckten auch diesmal den Anschlag 5 darauf gelle de ner schlich fuß rer von achtzeitig. Auf die Ergreifung des Täters ist eine BeEwigkeit vstzuberei lang ein Frigett im Angesicht des To undfäße, denen er fich als schlechte Tro ben. häft beendet, so fa Bur legten Ruhe. n längeren Urlaub. chen war, ob Krzem e Prüfung war nicht en Schuldsummen a it genug ein, Krzem hnung von 500 Mark ausgesetzt. Halle. Eine Versammlung der Direktoren höheren Lehranstalten der Provinz Sachsen beschloß Allg. Deutsch. Frauenverein Ortsgruppe Gießen. Auskunftstelle derflächen, große für Frauenberufe. teine Erträge, denn halten unentgeltlich Rat en von der Bahn. n Ueberfluß. Wenn mmen flüffig zu mad Immer wieder tan ters in die Erinnerm Frauen und Mädchen erund Auskunft für alle Bes rufe im alten Rathaus, Marktpl. 14. Dienstag nachmmittags bon 61 b. 72 Uhr. e, des Geldes wegen Frauen n. Mädchen 3 ihm, daß der Geda Rechtsschutzstelle. und flanden hoch da efreunden fonnte erf ber hier hieß es m falfalterte Graf Senen ich verfehre, bis ich eine Dame fi ällt. Wenn es mir f Folgt.) erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft in Rechtsangelegenheiten inm alten Rathaus Markt: platz 14 Mittwoch nach: mittags von 6-8 Uhr. Wir suchen Stunden ausgeführt. Es erfolgte keine Zwischenlandung. Johannisthal. Am Sonntag stießen 2 Flugzeuge zusammen, die von Hölscher und Hauptmann Friedel gesteuert wurden. Hölscher ist tot, Friedel schwer verletzt. ::: Charlottenburg. Steuersekretär Riese von hier ist mit seiner Frau nach Unterschlagungen in der Höhe von 200 000 Mt. geflüchtet. ::: Wien. Der liberale Gemeinderat Moisel wurde wegen Stimmenfaufs zu 6 Wochen, Arrest verurteilt, mehrere mitanklagte Agitatoren erhielten ArrestStrafen von 10 Tagen bis vier Wochen. ::: Wien. Der akademische Senat der Universität - hat beſchloſſen, Peter Roſegger zu seinem 70. Geburts reichen. Man denke auch nicht, daß es so leicht ist, soltage zum Ehrendoktor zu ernennen. Ueber die Größe der Taktftöcke finden wir eine interessante Plauderei in der„ Berl. 3. a. M.".„ Einen richtigen Tattstock", so lesen wir dort, Man abonniert jederzeit auf das fchönfte und billigste Familien- Witblatt Meggendorfer- Blätter München Zeitfchrift für Humor und Kunft Vierteljährlich 3 Nummern nur M. 3. 9 Abonnement bei allen Buchhandlungen und Poftanstalten. Verlangen Sie eine Gratis- Probe nummer vom Verlag, München, Theatinerftr. 41 Kein Befucher der Stadt München follte es verfäumen, die in den Räumen der Redaktion, Theatinerftraße 47 befindliche, äußerst intereffante Ausftellung von Originalzeichnungen der Meggendorfer- Blätter zu belichtigen. 154 Täglich geöffnet. Eintritt für jedermann frei! Rechnungsformulare à 25 Stück geheftet in Umschlag 1/2 Bogen Kanzlei 25 Stück 35 Pfg. 1/4 1/8 " 33 25 25 35 دو دو دو vorrätig in der دو 25 15 39 Druckerei Klein, Tel. 362 0000000 Seltersweg 83 verkäufliche Häuser Persi an beliebigen Pläßen mit und ohne Geschäft bebufs Unterbreitung an vorgemerkte Käufer. Besuch durch uns kostenlos. 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Ems- Naffauer Stein- Festspiele zum Gedächtnis des Reichsfreiherrn vom und zum Stein und seiner Zeit vom 6. bis 19. Juli in Nassau a.d.L. Naturbühne im malerischen Mühlbachtal. Zu Füssen derStammburg derer vom und zum Stein. Aufführung des Weihefestspiels „ Am Nornenstein" von Heinz Gorrenz durch erste Künstler und 120 einheimische Mitwirkende. Spielleitung: Dr. phil. H. Rauch, Direktor des Residenz- Cheaters in Wiesbaden. Daterländische Ansprachen berufener deutscher Männer. Stein- Gedächtnis- Ausstellung im Schloss. Beleuchtung der Stadt und Höhen. Spieltage: 6., 9., 11., 13., 16. und 19. Juli- 5 Uhr Gintrittskarten à 3, 2 and 1 Mark durch den Festspielausschuss ( Rathaus in Nassau), die Kurkasse Bad Ems und an der Kasse. J. A.: う Hasenclever Bürgermeister d. Stadt Bad Gms. Bürgermeister d. Stadt Nassau. Dr. Schubert Coginas Deutscher Cognac aus französischen Weinen ANDAUER& MACHOLL HEILBRONN. Nur echt mit der Hammer- Schutzmarke. Überall erhältlich. Hilfe Fri. 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