erg mp em mnis der Firma: BRECHT Könige Wilhelm II. inland). 8. itterlikör Gesetzlich geschütate Wortmarke 17 826. che Hand od. Grundstüd fen mit Geschäft ober dafür net., hter ob. Umgegd. Off. v. er u. Haus 44 posti. Hanan. Kalender 1913 irBesitzer v. Wertpapieren. Praktisches Handbuch für jeden Kapitalisten! ird gratis gesandt vom ankhaus E. Calmann, Hamburg ( Etabliert 1853 acht Wohn- od. Landhand aute mögl. mit Garten ob. meh nde, Bl. gleich. Off. b. Selbs ufer u. F. G. 39 poftl. Fuld Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) verteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg.- Erscheint Mittwoche und Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 3. - Telephon: Nr. 362. Von der Friedenskonferenz. London, 6. Jan. Die Friedensfonferenz trat heute nachmittag 4 Uhr wieder zusammen. Die türkischen Delegierten unterbreiteten neue Vorschläge. Um 5 Uhr war die Sitzung beendet. Ueber den Verlauf der heutigen Sitzung der Friedenskonferenz erfährt das " Reuter- Bureau": Reschid Pascha unterbreitete folgende nette Vorschläge der Pforte: - ,, 1. Die Türkei ist bereit, im Norden von Adrianapel einige Zugeständnisse an Gebiet zu machen, jedoc) mit Ausnahme Adrianopels selbst. 2. Die Tür fei begibt sich ihrer Rechte auf Kreta unter der Bedingung, daß die Abtretung keiner anderen Inseln con ihr verlangt wird." Die Mitglieder der türkischen Mission verließen darauf den Konferenzsaal, während die Delegierten der Vallanverbündeten zurückblieben und nach längerer Beraiung zu folgendem Beschluß famen: „ Die Vorschläge der türkischen Delegierten entsprechen nicht den von den Verbündeten in der vor hergehenden Sitzung formulierten Forderungen und die Verhandlungen auf der vorgeschlagenen neuen Grundlage waren nicht derart, daß sie zu einem Abfommen führen könnten. Die Delegierten der Verbündeten sehen sich daher genötigt, die Arbeiten der Konferenz zu suspendieren." be= Nach der Rückkehr der Türken in den Saal verlas Beschäftsverhältatife, Ben der Präsident Nowakowitsch die Antwort der Verbünefcheidungs- und Alimer deten und hob die Sizung auf. Die Türken protestierZahlreiche Empfehlungen ten und erklärten, der Präsident sei nicht dazu berechtigt, die Sizung aufzuheben. Nachdem die formelle Siße G. m. b. H ung beendet war, wurde den Türken in der folgenden allgemeinen Unterhaltung erklärt, die Verbündeten Telef. I. 4359 abjid tigten nicht, den Abbruch der Verhandlungen herbeizuführen. Da aber eine zufriedenstellende Antwort auf die Vorschläge der Verbündeten vom Freitag nicht VO PUNONNY eingegangen sei, suspendierten sie die Arbeiten so lange, bis eine zufriedenstellende Antwort erfolgt sei. Jm weiteren Verlauf der nicht formellen Unterhaltung erklärte Reschid Pascha, er beabsichtige, über die Verproviantierung Adrianopels zu sprechen, sei aber der Gelegen heit beraubt worden, dies zu tun. Es wurde ihm gesaat, die Angelegenheit sei bereits in der früheren Sitzung besprochen, in der erklärt worden sei, daß die Konferenz nichts mit der Bedingungen des Waffenstillstandes zu tun habe. Die Türken verließen sodann etwas erreat den Palast. Ein Pfund kostet me 1.50 0.90 0.75 ro fur in Palmin 1.33 efett Die nächste Sitzung findet voraussichtlich am Freitag statt, vielleicht schon am Donnerstag. Es ist möglich, daß inzwischen unter den Delegierten der beiden Parteien private Verhandlungen gepflogen werden. Das Glückskind. Roman von Irene von Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) Nun, so ganz aus freten Stücken ist das nicht geschehen," fiel Lorchen, Waldemars Braut, errötend ein. " Lange genug hat er mich mit seinen Anträgen verfolgt und mir geschworen, daß er sich eher das Leben nehmen, als auf mich verzichten wolle; er ist ein leidenschaftlt= cher Charakter, ich mochte ihn eigentlich nie ausstehen, und ich begreife auch nicht, wie Du Dich so für ihn begeistern fannst. Der Himmel mag wissen, was diese plöbliche Sinnesänderung. bet thm hervorgerufen hat; ich hoffte nte, daß er sich so rasch entschließen würde, von feinem Vorhaben abzustehen, um sich so vollständig umauwandeln. Jetzt erscheint er ja freilich in völlig anderem Lichte, aber mir ist er nicht sympathischer dadurch geworden." " Das ist mir auch ganz recht, Lorchen," nahm Waldemar wieder das Wort, denn wenn Du fenen bevoraugt hättest, würde ich Dich ja nicht besitzen, aber ich fage Dir, Robert ist ein ganz famoser Kerl, und ohne thn würde es noch Jahre dauern, bis wir uns ganz angehören dürften, während sich uns jetzt die allerbesten Aussichten eröffnen." Aber nicht wahr, das versprichst Du mir, Waldemar", bat Lorchen mit fast ängstlicher Stimme, wenn wir betraten, dann wohnen wir nicht im Hause Roberts, fondern mieten uns irgendvo in der Stadt etne hüsche, Erfte Etage." " Er hat mir zwar eine frete Wohnung angeboten, aber wenn Du nicht willst, nun dann verzichte ich eben Darauf, wie wohl es eine ganz unnötige Ausgabe tft, meine Lori," " Ich möchte nicht um alles täglich mit Robert BuchHolz verfehren," sagte Lorchen. Bald darauf saß die ganze bettere Gesellschaft um Expedition: Seltersweg 83. Mittwoch, den 8. Januar 1913. London, 6. Jan. Man ist der Anschauung, daß die Verbündeten absichtlich die Vertagung der Konferenz herbeigeführt haben in der Hoffnung, Konferenz herbeigeführt haben in der Hoffnung, daß Adriano pel inzwischen fapitulieren werde. London, 6. Jan. Die Botschafterver sammlung unter dem Vorsitz Sir Edw. Greys tagte heute nachmittag im Auswärtigen Amt. Der Text der schriftlichen Note, der der Botschafterversammlung heute von Reschid Pasch a unterbreitet worder ist, lautet u. a. folgendermaßen: Wenn wir die Ahtretung Adrianopels verweigern, so geschieht das u. a. deshalb, weil sie vom Gesichtspunkte der Sicherheit Konstantinopels und der Dardanellen aus ein Ding der Unmöglichkeit ist. Außerdem müssen wir sagen, daß wir in der festen Absicht hierher gekommen sind, einen dauerhaften Frieden zu schließen unter Bedingungen, die geeignet sind, freundschaftliche Beziehungen zu sichern und beiden Parteien nutzenbringende Handelsbeziehungen zu erleichtern. Wir sind auch heute noch bereit, über die Grenzlinien zwischen der Türkei Bulgarien zu diskutieren, aber diese Grenzen müssen und Adrianopel auf türkischem Gebiet belassen. Um einen neuen Beweis von unserem versönlichen Geiste zu geben, willigen wir ein, uns unsere Rechte auf Kreta zu begeben, wohl verstanden unter der Bedingung, daß dann von den Verbündeten die Abtretung keiner weiteren Insel des Aegäischen Meeres verlangt wird. Wenn die Verbündeten trotz dieser ungeheuren Opfer dadurch, daß sie jeden Gedanken eines Zugeständnisses abweisen, die Verhandlungen abbrechen wollen, wird alle Verantwertung für die Folgen dieses Abbruchs auf sie fallen. Sollte diese Möglichkeit eintreten, dann erklären wir hiermit alle 3ugeständnisse, die wir bis zum heutigen Tage gemacht haben, für null und nichtig. hat einem Vertreter der„ Morning Post" eine längere London, 6. Jan. Osman Nizam Pascha Unterredung gewährt, in deren Verlauf er besonders über die Stellungnahme der Großmächte zu den Gebiets forderungen der Verbündeten klagte. Bei Beginn des Krieges hätten die Mächte erklärt, daß sie keine Veränderung des Status quo zulassen würden; sie hätten fuir Nizam Pascha fort,„ von den Mächten gedrängt, aber später ihre Ansicht geändert.„ Jetzt werden wir", Adrianopel aufzugeben Die Diplomaten der Mächte scheinen sich nur damit zu beschäftigen, wie der heute drehende Weltkrieg zu vermeiden ist. Was in wenigen Jahren geschehen wird, das werden die Folgen dieser Politik sein. Wenn wir Adrianopel heute aufgeben, so bedeutet dies einen zweiten Krieg für später, es bedeutet das Ende der Türkei in Europa und es bedeutet, daß die Türkei das Opfer bringen den festlich gedeckten Tisch in der Laube bei dem verspäteten Mittagessen. Die Fösterin jammerte zwar um den fast talten Braten, doch schmeckte er allen vorzüglich. Waldemar wandte sich wieder an Röschen. „ Wenn Du Dich beeilst, Schwesterlein, so feiern wir unsere Hochzeit zusammen. Suche Dir nur bald etnen Bräutigam, denn ich habe Etle. Aber freilich," fuhr er neckend fort, wo solltest Du hter einen hernehmen? Du mußt wieder nach der Stadt zurück, sonst wirst Du troß Deiner Schönheit eine alte Jungfer." „ Und wenn auch, was tuts?" entgegnete die Angeredete, über deren Wangen eine jähe Röte huschte. „ Na," fiel der Förster lachend ein, wegen der alten Jungfer mache Dir keine Sorge, Waldemar. Das Mädel hat heute einen ganz schönen Anfang gemacht, ich traf sie in lebhafter Unterhaltung mit einem fremden Mann, wer weiß, wer weiß, ob sich nicht da-" " Onkel", rief Röschen, thn unterbrechend, mit feuerrotem Gesicht, wie fannst Du nur so etwas fagen!" -- - " Nun ja, wenn man über solcher Plauderet sein Mittagessen vergtßt, muß ste doch sehr interessant setn." Katht, die Magd, die heute ebenfalls sehr im Staat war und in ihrer blendend weißen Schürze und dem Samtmteder, das faltenlos die volle Figur umspannte, einen wirklich stattlichen Eindruck machte, hatte eben den Kaffee serviert und wollte ins Haus zurückkehren, als fte hinter sich etne thr bekannte Stimme rufen börte: se, pft, Jungfer, wartet einen Augenblick, ich muß mit Euch sprechen." - Als sie sich umwandte, bemerkte fte den Diener des Herrn Mallfar vom Schlößchen drunten, der schnaufend und pustend auf das Forsthaus zukam. „ Et, feht doch," Iachte Katt, was kann denn so ein Brummbär und Weiberfeind, wie Ihr seid, von mte ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon Nr. 362. 25. Jahrg. mukte, um den Weltkrieg zu verhindern, und daß die Mächte die Türkei in den Tod bringen. Dann wird sie begeistert kämpfen und sterben können. Wir kön= nen und werden Adrianopel nicht aufgeten, und wenn die Verbündeten uns mit ihren übermäßigen Forderungen zum Striege zurücktreiben, dann sind sie für das bisherige Blutvergießen und dessen Folgen verantwortlich. Politische Rundschau Deutschland. * Der neuernannte Staatssekretär v. Jagow wird bereits in den nächsten Tagen Rom verlassen, um bei der Wiederaufnahme der Reichstagssitzungen schon in Berlin zu sein." * Berlin, 7. Jan. Als Nachfolger Herrn von Jagows als Botschafter in Rom wird der diensttuende General a la suite des Kaisers, Generalmajor Oskar von Chelius, genannt, der früher 5 Jahre lang als schen Gesellschaft eine hervorragende Stellung eingenomMilitär- Attachee in Rom geweilt und der in der römimen hat. Der nächste allgemeine Deutsche Inn= ungs- und Handwerkertag findet nach einem Beschluß des Zentral- Ausschusses der vereinigten Inungsverbände Deutschlands Ende August 1913 in Braunschweig statt. Beabsichtigt ist, diese Tagung zu einer ganz besonderen Kundgebung werden zu lassen. Die Persenen fest, darunter eine Frauensperson, die WerMe 1, 6. Jan. Die Polizei nahm gestern 5 ber für die Fremdenlegion waren. Werber durchzogen als Seifen- und Parfümeriehändier hausierend Elsaß- Lothringen und hatten in letzter Zeit ihr Absteigequartier in einer Meter Wirtschaft. boten den deutschen Wehrpflichtigen 350 Franken, wenn sie sich verpflichteten, mit ihnen nach Frankreich zu fahren und sich dem nächsten Werbebureau zu stellen. Desterreich. Sie mittag mit seiner Lieblingstochter, der Erzherzogin MaKaiser Franz Josef machte Montag Hierauf empfing er den neuen Bürgermeister von Wien, rie Valeria, einen mehr als einstündigen Spaziergang. Dr. Weißkirchner, in Antrittsaudienz und teilte ihm bei dieser Gelegenheit mit, daß er im Augarten ein Stadt Wien zur Verfügung stelle. großes Grundstück für ein Kinderhospital der Frankreich. * Paris, 6. Jan. Der Panzer„ Massena" hatte wollen?" blieb aber doch stehen, bis jener dicht herangekommen war. „ Ach, Jungfer, unsere Haushälterin ist in großer Verlegenheit; ste wollte heute Rahmstrudel machen, weil diese unser Herr recht gern ißt, und weil er sich solche gestern schon zum Nachtisch gewünscht hat. Ste geht und bestellt drunten im Dorf den nötigen Rahm, und was glaubt Ihr, was geschieht? Es ist keiner zu bekommen, nirgends, - überall schickt man sie fort. In ihrer Not wandte sie sich an mich. Leberecht, sagte fie- Du mußt mir helfen; vielleicht wenn Du ins Forsthaus läufft und gibst ein gutes Wort aus, dann bekommst Du, was wir brauchen. So bin ich denn hergelaufen' s tst nur wegen unseres Herrn- und ich möchte also anfragen ob Ihr mir nicht ein Töpfchen Rahm geben könnt?" - - " Da schaut her, wie der jetzt schön bitten kann," spottete die Magd;„ wohl haben wir den besten Rahm im Keller und Ihr sollt haben, was Ihr braucht, aber eines müßt Ihr mir versprechen." Nun, was denn?" " Ihr dürft niemals mehr über die Weiber Io8= ztehen, wie neulich, und kein einziges Mal mehr sagen, daß die Weiber nichts wert sind, verstanden?" " Ja, Jungfer Katht, gewiß, tch wills nicht wieder tun, Ihr müßt mir das nicht so nachtragen. Damals war ich eben auch übler Laune, durftig, hungrig und müde dazu, na, und da sagt man manchmal mehr, als man verantworten fann." „ Und Eurem Herrn müßt Ihr auch zureden ung thn umzustimmen suchen, so gut Jhr tönnt." ( Fortsetzung folgt.) sem winter wenig vorhanden. Die Kaben dagegen sind so zahlreich, daß oft tausende in einem Schwarm verfind. mit zwei Streuzern des dritten Geschwaders sich zur Fahrt nach Biserta gerüstet. Raum hatte er den Hajen Koulon verlassen, als das Dampfreservoir der Haupteint maschine explodierte. Die Feuerwache wurde durch den Dampf furchtbar verbrüht. Acht Tote, darunter 3 Jngenieure, lagen auf dem Boden des Maschinenraums. Der Rommandant des Schiffes befahl, sofort zuiüdzu- lehrevi Vom Balkan. s Darmstadt. Dem Wirklichen Geheimen Rat Krug von Nidda, der am 1. Januar in den Ruhestand getreten ist, wurde der löniglich preußische Kronenorden erster Klasse und der kaiserlich russische mt. Annenorden erster Alajse verliehen. s Darmstadt. Am 15. Dezember fand hier unter dem Vorsitz des Frhrn. Heyl zu Herrns Verwandten zu Bejuch weil nde Tochter des Hair delsministers Beöthy v. Bessenyō begab sich gestern nach dem Abendessen bei ihrer Großmutter ins Neben- zimmer, um, wie sie sagte, dem Vater einen Brief zu schreiben Als sie den auf dem Schreibtisch liegenden Revolver entfernen wollte, entlud jich unglücklicherweise die Waffe und die Kugel tötete das Mädchen. für die Faltanhal Europa fommi in bers hervorragende Ausführlichkeit und Sand eines außer Rrieg mit all fei illuftrationsmateri withjamiten Weife Schilderung find ::: Wien, 7. Jan. Gestern abend stürzten die Pferde eines Fialers in der Wollzeile. Der Kutscher figkeit und höchfte Konstantinopel, 7. Jan. Hier wohnende eins für das Großherzogtum Hessen statt. genblid fam ein Automobil angefahren, das dadurch dern auch zur inte heim die Generalversammlung des Fischereiver stieg ab, um den Pferden aufzuhelfen. In diesem Au nicht nur zu einer Tumänische Reserve- Offiziere erhielten Ordre, ihren Regimentern einzurüden. Die Versammlung war gut besucht, insbesondere waren die Berufsfischer des Mains und Rheins start vertre Oberferstrat Dr. Grünewald anwesend. Aus dem Sofia, 7. Jan. Auf Verlangen des Festungsten. Als Bertreter der Regierung war Herr Geheimer fommandanten von Adriano pel traten gestern bulgarische und türkische Delegierte zu Berhandlun gen zusammen, die der Rapitulation der Stadt Adrianopel gelten sollen. Amerika. Washington, 6. Jay. 3war erklärte Präfident Taft, er sei gewillt, die Frage der Pa na malanal3olle einem Schiedsspruch zu unter- werfen, doch wurde heute bekannt, daß er nicht dafür ist, die Frage dem Schiedsgerichtshof im Haag zu über weisen. Wie es heißt, zieht er die Ernennung einer Sonderkommiffion vor, die aus Amerikanern und Englärbern in gleicher 3ahl bestehen würde, Taft soll auch privatim geäußert haben, daß im Haag ganz Europa gegen die Vereinigten Staaten sein würde Der Um stand, daß ganz Europa an der Zollfrage interessiert jei, werde auf den Schiedsgerichtshof einen gewaltigen moralischen Drud ausüben. Aus Stadt und Land. Der Großherzog hat dem Großherzogl. Rammerherrn und Kreisrat Freiherrn Schend zu Sdweinsberg in Alzen das Hofdienstehrenzeichen für 25 Dienstjahre verliehen. n Gießen. Geh. Justizrat Prof. Dr. Arthur Benno Schmidt hat einen Ruf nach Tübingen anJahresbericht des Schriftführers Herrn Forstmeister Gil mer geht hervor, daß im Jahre 1911-12 in die Flüsse Rhein, Main, Nedar, Lahn und Münsling ausgesetzt wurden: 14 800 Karpfen, 4200 3ander, 200 Laiblinge und 20 000 Male. Für das Jahr 1913 werden zum Aussehen von Fischen vorgesehen: 1500 Mt. für Karpfen, 1500 M. für Schleien, 200 Mt. für Forellen, 100 M für Male und 100 Mt. für Laiblinge. Der Bunt: der Tagesordnung, betr. das Abschlagen der Mühlgräben, wurde von dem reg. Grafen von ErbachFürstenau fräftig dahingehend unterstützt, die Kreisamzer möchten alljährlich in den Kreisblättern die Mühlenbesitzer auf die diesbezüglichen gesetzlichen Bestimmungen aufmerksam machen. Ausnahmsweise wurde ein Betrag zum Aussetzen von Forellen in die durch die Gimbsheimer Fischer hatten eine Beschwerde eingereicht, dak die Freiangler fleine lebende Fische als Rockmittel Innern zu bitten, den Begriff einfacher Handangel das oder die Fliege, sei es natürlich oder fünstlich, verwen det werden darf. Es wurde allgemein anerkannt, daß die diesjährige Generalversammlung einen äußerst lehrreichen und anregenden Verlauf nahm. Sik: von 1911 geschädigten Bäche bewilligt. Die benutzten Es wurde beschlossen, das Ministerium des hin näher zu bestimmen, daß als Köder nur der Wurm ):( Wiesbaden, 6. Jan. General- Intendant Graf v. Hülsen Haeseler ist zum mehrtägigen Geheimrat Prof. v. Behring aus Marburg. genommen. Prof. Dr. Schmidt, der als Vertreter der Aufenthalt in Wiesbaden eingetroffen, ebenso wirklicher Landesuniversität in der Ersten Kammer eine weit über seine Lehrtätigkeit hinausgehende Wirkung für die Universitát und das Land entfaltete, namentlich auch als Berichterstatter über juristische Fragen, wurde am 20. Mai 1861 in Leipzig geboren. n Gießen. Zum Nachfolger des Geh. Hofrats Pref. Netto ist Prof. Dr. Georg Faber von der Universität Königsberg in Aussicht genommen. Prof. Faber ist 1877 zu Raiserslautern geboren. n Gießen. Jetzt wird bei den 116ern auch die Maschinengewehr- Abteilung eingerichtet. Der Schuppen ist bereits gebaut. ):( Limburg, 6. Jan. Heute vormittag verschied Bischof Dr. Dominicus Willi dahier nach langem, schwerem Leiden. ):( Limburg a. d. L. Landrat Büchting da hier hat die Kandidatur der nationalliberalen Partei für den Landtagswahlbezirk Oberwesterwald angenommen. den Landtagswahlbezirk Oberwesterwald angenommen. ):( Sanau, 8. Jan. Die Typhus- Epidemie im Eisenbahnregiment Nr. 3 hat wieder ein neues Opfer gefordert. Der Pionier Schelhaas aus Burgsolms im Kreise Wetzlar ist gestern gestorben. Im ganzen sind noch 177 Mann frant. Aus aller Welt. ::: Berlin, 6. Jan. Bei der Durchsicht des Nachlasses einer verstorbenen Almosen empfän= gerin wurden für 12000 Mart 3½ prozentige Konjols mit Talons gefunden. Die Frau lebte von Almosen und bewohnte eine alte Küche. Das Geld wurde von der städtischen Armenverwaltung mit Be-5. Gießen, 5. Jan. Der Wächter Nr. 7 des Cießener Wach und Schließ- Instituts bemerkte in der Nacht auf Sonntag von der Liebigstraße aus Feuerschein in einem Hause in der Wilhelmstraße. Er eilte hinz und weckte die Bewohner des Hauses, mit deren Hilfe das Feuer noch rechtzeitig gelöscht wurde ohne weiteren Schaden anzurichten. Wieder ein Beweis, daß eine Bewachung nicht unnötig ist. Daß dasselbe Institut nicht nur bei Privatpersonen, Banken und städt. Behörden, sondern auch beim Staate, das größte Verschlag belegt. trauen genießt, beweist, daß ihm nun auch die Bewach ung vom Großh. Amtsgericht übertragen wurde. o Büdesheim. Hier wurde am 1. Januar da: Gruppenwasserwerf für die Gemeinden des unteren Niddatales dem Betrieb übergeben. ! Von der Bergstraße. Eine auffallende Erscheinung in diesem Winter ist das fast vollständige Fehlen der fleinen Wintervögel. Meife, Fin! und Rottehlchen, deren wir in den letzten Jahren noch eine aam heträchtliche Anzahl hatten, sind in dieFL Das Glückskind. Roman von Irene von Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) - er O, der," lachte Lebrecht auf, der ist, glaube ich, auf dem besten Wege, aus einem Weiberfeind ein Weiberfreund zu werden. Denkt Euch nur, Jungfer, über eine Stunde fizzt der heute mit Eurem Fräulein auf der Bank im Walde. Ich denke, mich trifft der Schlag, wie Ich vom Fenster aus sebe, daß mein Herr dem Fräulein neben sich Play macht und sich mit ihr unterhält. Fünf Babre bat er keine Frauensperson angeschaut; wenn sie auch noch so freundlich und schön mit ihm taten ging ihnen aus dem Wege, so viel er konnte, und hatte auch mich so weit gebracht, daß ich keiner über den Weg traute, na, so was dacht ich nimmer zu erleben! Wie er dann nach Hause kommt, ist er feelenvergnügt, und was nie mehr geschab, sett nun ja, sett dem Tage, da seine Braut, die er vergöttert hat, sich von einem andern fülffen ließ; ich börte ihn ein Liedchen vor sich hinsummen. Wie ich vorhin meinen Augen nicht traute, so glaubte ich jetzt an eine Täuschung meiner Ohren, aber es war doch so, er sang leise und mit lächelndem Gesicht. - - Ich tue natürlich, als hätte ich weder etwas gefeben, noch gehört; plöglich wendet er sich an mich: Lebrecht," fagte er zu mir, was wir doch für einfältige Toren sind, daß wir wegen einer Einzigen, die sich an mir verfündigte, alle Weiber für schlecht und falsch balten; ich fage Dir, es gibt auch noch bessere in der Welt und wir haben kein Recht, alle zu verurteilen." " Ja," sage ich darauf, dasselbe hat mir neulich schon das Fräulein da oben gesagt, aber ich wollts nicht glauben." Welches Fräulein?" fährt er auf und wird ganz rot im Gesicht. Und haarklein muß ich ihm unsern ganzen Streit nur ::: Saarbrüden, 6. Jan. Heute sind die Belegschaften im Saarrevier in normaler Weise einge= fahren Da aber infolge des Dreikönigstages in zahl= reichen Hütten feine Einfahrt stattfindet, fällt die endgültige Entscheidung der Streikbewegung erst morgen. ::: Torgau. In der Reitbahn seiner Schwa dron wurde der Rittmeister des Thüringischen HusarenRegiments Nr. 12 Kurt von Rabenau durch einen Sturz vom Pferde g! tötet. - ::: Großwardein, 6. Jan. Die hier bei ihren von damals erzählen, und nicht einmal, nein, drei-, viermal, und er lächelt immer so eigen. Na ja, ich mache mir da so meine Gedanken, aber wenn der Himmel ein Wunder zuließe und unser lieber Herr wieder froh würde, auf den Knten wollt ich dafür danfen!" Ratht hatte mit begreiflichem Staunen der Erzählung Leberechts zugehört. Also deshalb war die Prinzeß heute morgen so lange ausgeblieben, nun, sie war froh, daß sie auf diese Weise dahinterkam. Die Magd eilte davon und kam gleich darauf mit einer großen Tasse dicken Rahms zurück. Sie händigte sie dem Diener ein, der unter lebhaften Dankesworten eben davon gehen wollte, als er plöglich stehen blieb und verwundert den Weg entlang schaute. „ Es ist richtig, er ist es! Sebt doch, Jungfer, da tommt er, laßt mich einen Augenblick ins Haus treten, ich will nicht, daß er mich sieht." Wer denn?" fragte Kathi, neugierig der Richtung feiner Blicke folgend. „ Unser Herr," flüsterte Lebrecht, schaut nur, wie er alle Fenster anguckt, als ob er etwas suche. Das ist doch merkwürdig, höchst merkwürdig." Auf dem Wege, der dicht am Forsthause vorbelführte, wandelte wirklich Dr. Gerhard Malljar langsam und bedächtig dahin. Sein Blid streifte die Reihe der blizenden Fenster und suchte wie enttäuscht den Boden, um gleich darauf aufleuchtend an der lichten Gestalt dort am Gartenzaun bängen zu bleiben. Es war Röschen, die freundlich herüber grüßte. Malljar fam rasch auf das Mädchen zu und nach furzer Zeit faß er, vom Förster herzlich eingeladen, mitten unter der fröhlichen Gesellschaft, er der sonst die Menschen förmlich floh, und nur, um feinem Menschen begegnen zu müssen, das Seeschlößchen als zufünftigen Aufenthaltsort gewählt hatte. - warten mußte. Da sprang ein Kavallerieoberleutnant heraus, der den Kutscher aufforderte, sich zu beeilen. E kam zu einem Wortwechsel, in dessen Verlauf der Offizier dem Kutscher drei scharfe Säbelhiebe über den Kopf versetzte, ſodaß er blutüberströmt zusammenbrach. Die Polizei verhaftete den Offi 3ier. . Amsterdam, 6. Jan. In etwa 20 Drulfereien brach ein Ausstand der Seher aus, die den neuen Lohntarif fordern. Die 3eitun gen„ Standard“ und„ Amsterdamm" fonnten nicht erscheinen. Der Ausstand dehnt sich wahrschein lich in einigen Tagen auch auf andere Druckereien aus. Nervöse und Geschwächte finden Leciferrin( Ovolecithineisen) ein anerkannt vorzügliches Kräfs tigungs- und Belebungsmittel. Es führt dem Organismus die nötigen Elemente zu, wodurch eine normale Blutbildung, eine günstige Ernährung des ganzen Köpers und eine Kräftigung der Nerven erfolgt. Leciferrin wird deshalb mit Vorliebe ver ordnet und empfiehlt sich von selbst. ( 267) Preis der großen Flasche M. 3.-, in Apotheken erhältlich, " 1 sicher von der Universitäts- u. Hirsch- Apotheke in Gießen. Aus dem Tagebuche einer jungen Frau. .. Diese Dienstboten, ach, diese schrecklichen Dienstbo= ten! Wenn sie doch nur einigermaßen das tun wollten, was man ihnen sagt! Wenn sie doch nicht immer ihre eigene Meinung durchsetzen wollten! Mir schmed: Kathreiners Malzkaffee am besten, wenn man von dem gemahlenen Malzkaffee die eine Hälfte mit fochendem Wasser ansetzt, sie mehrere Minuten kochen läßt und dann mit dem kochenden Malzkaffee langscm die andere Hälfte gemahlenen Kathreiners Malzkaffee überbrüht. So soll Anna ihn tochen. Sie behauptet aber, bei ihrer früheren Herrschaft hätte sie Kathreiners Malzloffee nur immer einfach wie Bohnenkaffee über= brüht. und ihr schmeckte er viel besser so. Wer ist nun die Herrin, sie oder ich?!" Neue Bücher. ? A. Hemberger: Ilustrierte Geschichte des Balkanfrteges 1912." Mit vielen Jlluftrationen, Borträts, zahlreichen Karten und Plänen. In etwa 40 Heften zu 50 Pfennig( A. Hartleben's Verlag in Wien und Leipzig.) Bisher ausgegeben 3 Hefte. Die hohe Bedeutung des letzten Ballantrieges nicht nur Und wie wußte der stille Träumer zu erzählen von den Reisen, die er gemacht, von fremden Ländern und Völkern, deren Sitten und Gebräuche er kennen gelernt. Er hatte auch manches Wertvolle von dort mitgebracht, bas in einem Zimmer des Schlößchens aufbewahrt wurde. Da fam er auf das Schlößchen selbst zu sprechen und auf den unglücklichen Gatten der schönen Adeline, Derselbe war ein wortfarger, verschlossener Mensch ge blieben bis an sein Lebensende und hatte lettweilig bestimmt, daß der Schauplatz seines Unglücks hundert Jahre unverändert in demselben Zustande bletbe, wie er ihn verlassen habe und daß während dieser Zeit nie mand das Schlößchen betreter dürfe. Der letzte Wille des unglücklichen Mannes sei auch respektiert worden, und erst ihm, Dr. Malljar, sei es nun beschieden gewesen, das fleine, reizende Schlößchen wieder zu be treten, es vor dem gänzlichen Verfall zu bewahren und wieder wohnlich einzurichten. Der Förster machte im Laufe des Nachmittags die Bemerkung, daß die Blicke des Erzählers immer verstohlen zu dem Gesicht Röschens hinüberglitten. Das Mädchen lauschte mit gespannter Aufmerksam keit den Schilderungen des auf allen Gebieten bewanderten Mannes. So verging der Nachmittag nur allzu rasch und ob Lebrecht auch vom Turm des Schlößchens aus immer nach seinem Herrn spähte- ob die Haus hälterin auch um ihre längst fertigen Rahmstrudeln jammerte, daß dieselben so schön geraten, nun verder. ben mußten der Hausherr fam et mit dem anbrechenden Abend zurück, flopfte der höchst erstaunten, rundlichen Frau auf die Schulter und tröstete sie wegen der vergeblichen Mühe, die sie sich seinetwegen gemacht, - ( Fortjekuna folgt.): bereits bis zur e Ein w Kalender 1 für Besitzer v. Wertpa Praktisches Handb für jeden Kapitalis wird gratis gesand Bankhaus E. Calmann, Ha -( Etabliert 1853 Man abonniert j fchönfte un FamilienMegger München Vierteljährlid Abonnement Poftanftalten. nummer vom Kein Befud follte es verfäumen, Theatinerftraße 47 ftellung von Origina Täglich geöffne Underbe Boonekam Maan Bitte a nim wilanda Semper idem A Viruta and Caring H.Undenkor A er des Hai sich gestern er ins Nebenfür die altanhalbinsel selbst, sondern auch für ganz Europa fommi in diesem Geschichtswerk in ganz besonders hervorragendem Maße zum Ausdruc. Mit größter Finen Brief zu Ausführlichkeit und peinlichster Objektivität ist an der Katalog der Annoncen- Expedition Rudolf Mosse. tisch liegenden unglücklicherte das Mädstürzten die Der Kutscher In diesem Au das dadurch erieoberleutnant Hand eines außerordentlich reichen Quellenmaterials der Krieg mit all seinen Schrecken geschildert und bestes Illustrationsmaterial unterstützt den Erzähler in der wirksamsten Weise. Historische Treue und Gewissenhaftigkeit und höchste Lebendigkeit und Anschaulichkeit der Schilderung sind hier vereinigt und gestalten das Werk nicht nur zu einem erstklassigen Geschichtsdokument, sondern auch zur interessanten und spannenden Lektüre. Die vorliegenden drei ersten Lieferungen führen den Leser sich zu beeilen. bereits bis zur ersten Hauptschlacht bei Kirkkilisse. dessen Verlauf arfe Säbelhiebe überströmt zute den Offi etwa 20 Druk her aus, die Die Zeitun onnten night ich wahrschein= Druckereien aus. wächte " Ovolecithineisen) hes Kräfs gsmittel. smus die wodurch ung, eine es ganzen räftigung Reciferrin liebe ver t sich von ( 267) Laiche M. rhältlich, theke in Gießen. en Frau. dlichen Dienitbondas tun wollie doch nicht imwollten Mir sten, wenn man eine Hälfte init Minuten kochen alztaffee langsam einers Malzkaffee . Sie behauptet te sie Kathreiners hnentaffee überso. Wer ist nun :: Ein wirklich zuverlässiger Füh Kalender 1913 für Besitzer v. Wertpapieren. 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