66 stets träge chere ir reine schte e Feranten Frauen ternwolle rantiert dieser Bahrenfeld MARKE ft und Umband rift fabrikat der Altona Babrented heit dorftern Wolle hergestellt nicht filzend Caen Sawei Bfust Daliaten cre mtliches chen Lohn gesucht. Ludwigstr. 29p. es Hüttenwerk odern eingerichtete engiesserei rei u. Bearbeitungse einen soliden, und energischen ISTER, sipocon Gießener Beitung Bezugspreis 25 pia. monatlich ( Neueste Rochrichten) ri relit clim 75 fg., surauszahlbor, frei ins Haus. Augeno! t munteres Erveduren oder in den Zweigausgabestellen viertelinyrtich 60 Pfg Mittwochs und Zamstage. weg 83. - - Erscheint Redaktion: Selters: Für Aufbewahrung coer diendung nicht verlangier Pambiate wird mich garam. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. 6. 8. Nr. 11. Telephon: Nr. 362. Vom Balkan- Krieg. Konstantinopel, 4. Febr. Ein vom Ministerium des Innern ausgegebenes Kommunique beſtätigt, daß die Bulgaren gestern um 7½ Uhr abends auf der Ost- und Südseite der Festung von Adrianopel mit Artillerie- und Infanteriefeuer das Bombardement auf die Stadt eröffnet haben. Die türkischen Truppen erwiderten das Feuer. In der Stadt herrscht Ruhe. Konstantinopel, 4. Febr. Die Feindselig= teiten begannen auch auf der Halbinsel Gallipoli ( bulgarische Kavallerie griff die türkischen Vorposten an) und am Nachmittag an der Tschataldschalinie. Sofia, 4. Febr. Die Beschießung Adrianopels begann gestern abend 8 Uhr und wurde mit Unterbrechungen bis heute früh fortgesetzt, wo die Beschießung wieder lebhafter einsetzte. Einige Stadtteile Adrianopels sollen in Flammen stehen. Von den Bulgaren wurde den Konsuln und der Bevölkerung Adrianopels Frist gegeben, die Stadt zu verlassen. - Sofia, 3. Febr. In unterrichteten Kreisen rechnet man, daß die Festung in höchstens 14 Tagen fallen wird. Bei Wiederaufnahme des Krieges wird es sich nun nicht mehr um das Wilajet Adrianopel handeln, sondern es wird nur von Konstantinopel und den Dardanellen zu sprechen sein, so schreiben die bulgarischen Blätter. Serbien verpflichtete sich, Bulgarien bei Adrianopel beizustehen, wogegen Bulgarien den territorialen Wünschen Serbiens entgegenkommt. Es verlautet, Serbien sicherte sich das Recht auf gewisse Selbſteroberte Gebiete. Sofia, 4. Febr. Die Friedensverhandlungen werden während des Krieges fortgesetzt. Die Türkei nahm prinzipiell den Vorschlag der Londoner Botschafterreunion an, Adrianopel unter der Bedingung der Einsetzung eines Muftis abzutreten, jedoch vorerst die Waffenentscheidung abzuwarten. Konstantinopel, 4. Febr. Man spricht, daß demnächst halbamtliche bulgarische Delegierte in Konstantinopel eintreffen, um über die Lösung der Adrianopeler Frage zu verhandeln. aktische Erfahrungen ebiete dieser Spezialbesitzen. Gründliche in d. Massenfabrikation erforderlich. Eintritt am I. April 1913 Bemit vollständigem Leamilienverhältnisse, AlZeugnisabschriften und sprächen befördert unt. eschäftstelle ds. Blattes. tungen fen auf alle weg 83 Nach militärischen Informationen so sollen an der Roman Degea Das Glückskind. mau von Frene von Helmuth. ( Ne verboten.) So wie die Sachen jetzt stander bicit Böhler das spiel für gewonnen, und sprach dies dem Freund egenüber aus. Der lettere geriet barnder in eine lche unbändige Heiterkett, daß er berettwillig auf alles inging, was Böhler von ihm forderte, und dieser war uch schlau genug, seinen Vorteil im rechten Augenid auszunügen. Es ist nur der Ordnung halber, meinte er, e Hände reibend,„ daß Du mir schriftlich gibst, was a mündlich oft genug versichert hast, daß Du nämlich 8 eigenem Antrieb und freiwillig auf die meinem ündel zugesicherte Mitgift verzichtest." „ Aber von Herzen gern, Freund, das wollen wir ich in Ordnung bringen. Hätt' ich Mädel 1, was fragt in nach Curem. Gelbe, davon wel bst genug, brauche das Eure nicht, und ein Freundaftsdienst ist des andern wert. Du hast mir freundft aus der Patsche geholfen bei der Reviston, dafür ft Du belohnt werden." Winters Onkel, der ihn zum Erben einseßen sollte, te zwar immer noch, obwohl der„ zärtliche" Neffe lich auf das Eintreffen der Todesnachricht wartete. thwohl schien es ihm durchaus nicht an Geld zu fehAim Gegenteil, er verbrauchte sehr viel, da er in gebigster, nobelster Weise die Försterin Blage, die ihr aus dem Aufenthalt ber die Müthe Gäste erhs, schadlos zu halten suchte durch Geschenke aller Auch Katht bekam ein ansehnliches Geldgeschent, fie lächelnd einsteckte und für den tünftigen Hausaufbewahrte. Erpedition: Selters meg 83. Mittwoch, den 5. Februar 1913. Tschataldschalinie 150 000 Türken gegen 140 000 Bulgaren stehen. An der kleinasiatischen Küste ist noch eine türkische Reservearmee von 50 000 Mann vorhanden. Bei Gallipoli stehen 50 000 Türken einer bei Demotica stehenden aus 30 000 Mann bestehenden bulgarischen Armee gegenüber. Bei Adrianopel befinden sich 55 000 Bulgaren und 40 000 Serben, während die türkische Besagung 35 000 Köpfe zählt. * Bezüglich der bulgarisch- rumänischen Verhand lungen hat sich Dr. Da new in Paris in folgender Weise geäußert: Wir haben Rumänien einen Gebietsvorteil angeboten durch die Abtretung zweier Dreiecke, welche in das rumänische Gebiet hineinreichen, sowie durch die Abtretung eines Küstenstriches südlich von dem rumänischen Hafen Mangalia. Schließlich haben wir alle Forderungen Rumäniens betreffend die Kuzowallachen in Mazedonien bewilligt, und haben sogar zu gegeben, daß deren Schulen und Kirchen in dem neuen bulgarischen Gebiet mit den Unterstützungen der rumä= nischen Regierung erhalten werden können. Wir hoffen, daß wir auf diese Weise einen neuen Patriotismus, einen Balkanpatriotismus schaffen werden, daß Grieüberall chen, Bulgaren, Serben und Rumänen auf dem Balkan sich zuhaus fühlen können. Die deutschen Städte für eine beschleunigte Heeresverstärkung. In der Vorstandssitzung des Reichsverbandes deutscher Städte, die in diesen Tagen in Berlin abgehalten wurde, gelangte auf Antrag des Ersten Bürgermei sters Dr. Belian- Eilenburg, wie der„ Lokalanzeiger“ meldet, einstimmig eine Resolution zur Annahme, wonach dem Reichskanzler eine Entschließung übersandt werden soll, in der es u. a. heißt: „ Der Vorstand des Reichsverbandes deutscher Städte ( Vertretung der Städte unter 25 000 Einwohnern) blickt mit ernster Besorgnis auf die Stellung, die das Deutsche Reich in den gegenwärtigen 3 ei ten der Kriegsgefahr einnimmt. Der Vorstand hält es für seine Pflicht, seiner Ueberzeugung Ausdruck zu geben, daß das deutsche Volk sich seiner VorMachen Sie keine kostspieligen BeleuchtungsExperimente! Nehmen Sie gleich das Richtige. ,, Degea" den besten Glühkörper der Auergesellschaft! ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 Die 41mn breite nieratenzeile. Die mm breie Geile im etinmeteil 50 Pfg. Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Gröke berechnet. Mabat: fommt bei Ueberschreitung des Baglungszieles( 30 Tage), hei ceritlifer Beitreibung poer bci Anafurs in Wegin. Siapuocariten ohne Berbindlichteit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein. Telephon Nr. 802.25 Jabrg. fahren gerade in dieser erinnerungsreichen Zeit würdig erweisen würde, um zu versichern, daß auch die schon schwer belasteten kleinen und mittleren Städte selbst große finanzielle Opfer zu bringen bereit sind, damit unser Vaterland infolge seiner auch den Gegnern unangreifbar erscheinenden Kriegsbereitschaft seine Macht zugunsten des europäischen Friedens in die Wagschale zu werfen vermag. Der Vorstand kann die zögernde Haltung der Heeresverwaltung bei der Einbringung der Heeresvorlage nicht billigen, da die allgemeine Wehr= pflicht infolge der großen Zahl der vom Heeresdienst befreiten waffenfähigen Söhne unseres Volkes lediglich auf dem Papier steht." Reichspost und Leipziger Herzteverband. Das Reichspostamt bereitet zur Zeit die Gründung die von Krankenkassen für die Postunterbeamten vor, wohl im März endgültig ins Leben treten werden. Die größten Schwierigkeiten hat die ärztliche Versorgung dieser Kassen hervorgerufen. Die Verhandlungen zwischen dem Reichspostamt und dem Leipziger Aerzteverband waren zunächst gescheitert, weil der Aerzteverband auf Anerkennung seiner Forderungen bestand. Die Reichs- post wollte sich das Recht bewahren, Kassenärzte anzustellen, und sich im geldlichen wie auch im dienstlichen Interesse einen gewissen Einfluß auf den ärztlichen Dienst bei den Kassen sichern. Der Leipziger Aerzteverband boykottierte daraufhin die Reichspost, und sogar die gesetzlichen Aerztekammern erließen Warnungen an die einzelnen Aerzte. Da die Reichspost nach der Art ihres wiesen ist, so blieb ihr gegenüber diesem Boykott nur Betriebes auf Aerzte im ganzen deutschen Reich angeübrig, sich entweder den Forderungen des Leipziger Aerzteverbandes zu unterwerfen oder die Errichtung der neuen Kassen für die Unterbeamten aufzugeben. Schließlich zog die Reichspost das Erstere vor und traf mit dem Aerzteverband eine Vereinbarung, worin dessen Forderungen anerkannt sind. Da damit der Einfluß der Kassen auf ihre wesentlichen Ausgaben ausgeschaltet und, wie die Erfahrungen bewiesen haben, auch damit ein gewaltiges Steigen der gesamten Kassenausgaben verbunden ist, so kann angenommen werden, daß sich der Reichstag mit dieser Vereinbarung näher beschäftigen Glühkörper Röschen allein rührte von all den kostbaren Geschenken, die ihr Winter in den letzten Tagen gemacht, nicht eines an. In ihrem Herzen sah es gar öde und traurig aus. Es war thr jetzt zur Gewißheit gewor= den, daß Malljar ihrer nicht mehr gedachte, und mit dieser Erkenntnis schwand auch ihre Heiterkeit und ihre Freudigkeit am Leben mehr und mehr dahin. Wozu lebte site überhaupt noch? Ein Tag würde dahin gehen wie der andere, und nichts würde mehr imstande sein, die trostlose Dede thres Herzens zu bannen. War es unter solchen Umständen nicht das Geratenste, die Werbung Winters anzunehmen, um damit wenigstens den Bruder und dessen Gattin vor Verzweiflung und Not zu bewahren? - Dann vollbrachte sie wenigstens eine gute Lat was noch kam, war thr gänzlich gleichgültig. Ihr Leben, ihr Glück, thre Zukunft waren verwirkt, sollte aus threm Unglück nicht wenigstens Rettung für den geliebten Bruder erblühen? Nur durfte er nicht ahnen, daß ste setnetwegen sich in das verhaßte Joch spannen Iteß, er hätte ein solches Opfer nimmermehr angenommen und wäre lteber selbst zu Grunde gegangen. Waldemar mußte glauben, daß die Wahl dieses Mannes thr freter Entschluß war. Röschen fühlte sich erleichtert bei dem Gedanken, daß es thr durch ihre Verhetratung auch möglich sein würde, Dr. Malljar das Geld, jene 5000 Mart, bie er für ben Bruder geltehen, wieber, und zwar möglichst bald, zurückzahlen zu können. Wie Feuer brannte es in ihrer Seele und verlegte thren Stolz, daß es bis jetzt noch nicht geschehen konnte, aber das schwur sie sich zu, teine Stunde länger als nötig, zu zögern. So nahm Röschen sich feft vor, bas Opfer zu bringen und Winter zu raten, einen an bern Ausweg gab es nicht. Leia Am meisten berrascht seigte fich ber Börster, ba Rosi ihm, als dem ersten von allen, ihren Entschluß, Winters Frau werden zu wollen, fund tat. Ihm gestand sie auch, weshalb, und er riet thr dringend davon ab. „ Kind, Kind, tue das nicht, ich bitte Dich, nimm doch Vernunft an. Steh', eine Ehe ohne Liebe ist das schwerste, was es gibt; überlege das wohl. Wenn Du an etnen Mann gefesselt bist, den Du nicht lieben kannst, wird Dir Dein junges Leben bald zur Last werden." Hoffentlich dauert es nicht mehr so sehr lange, Onkel! Dann ist doch wenigstens Waldemar gerettet, ich hoffe nichts mehr, aber er, er hat die Frau gefunden, die er liebt, und soll glücklich sein," entgegnete Nöschen fest. „ Sprich nicht so, Itebes, armes Kind, Du brichst mir das Herz. Schau, Du bist noch so jung, Du darfst noch nicht alle Hoffnung aufgeben; bletbe bet mir, und mit der Zeit wirst Du überwinden lernen, was Dir jett unmöglich scheint." - Nein, Ontel, das nicht, ich werde so wote fo dahin wirken; tst at nicht tausend Mal besser, ich werde bald erlöst von einem Leben, das nur eine fortgefeßte Qual für mich ist? Ich fühle es, laß es mich Iteber, effent dual fer mit fe fubre es, Tak es tch, - ich werde niemals imstande sein, den Mann, dem ich mein ganzes Leben geweiht, dem jeder meiner Ge banken gehörte, wieber zu vergessen. D, Du ahnst nicht, wie ich ihn geliebt habe, mit jeder Faser metnes Herzens. Und daß er so- so von mir gehen konnte, ich er trage es nicht lange." Man lernt viel ertragen im Leben, mein Liebling, glaube es mtr, wenn Du bet uns bletbft, wirst Du ver geffen lernen. Denke baran wie Du zu uns tam, fo verzweifelt, unb heute?- Nicht einmal mehr bent bamals war." Du an das, was Bortfebune folet.) CO wird. Es wird dann auch nach einer Mitteilung die Frage zu erörtern sein, ob es so weiter gehen tann, daß der Leipziger Aerzteverband allein die Bedingungen bestimmt, unter denen die reichsgesetzlichen Krantentajien, die Behörden und Körperschaften, welche auf die Aerzte angewiesen sind, ärztliche Hilfe erhalten. Politische Rundschau Deutschland. * Nach einer authentischen Aeußerung des preußischen Gesandten am Dresdener Hofe, werden der deutsche Kaiser, König Friedrich August v. Sachsen und andere deutsche Bundesfürsten an den Einweihungsfeierlichkeiten des Leipziger Völkerschlacht- dentmals teilnehmen. Prinz Eitel Friedrich hat Dienstag vormittag Bukarest verlassen. Brinzregent Ludwig von Bayern und seine Gemahlin reisen am 6. März zum Besuch des Kaisers nach Berlin auf zwei Tage. Sie werden von dem Ministerpräsidenten Freiherrn v. Hertling begleitet werden. In der Abendigung der Budgetfommission des preußischen Abgeordnetenhauses wurde beim Titel„ Ministergehalt" die Frage des Geburtenrüdganges besprochen. Der Minister des Innern, v. Dallwitz, erflärte: Um den Gründen des Geburtenrüdganges nachzugehen, sind Erhebungen eingeleitet worden. Berichte sind erst teilweise eingegangen, aber es fann schon jetzt gesagt werden, daß nicht ungenügende Lebenshaltung der Grund hierzu ist, sondern es liegt eine gewollte Erscheinung vor. Reichsbanf. Jn der letzten Sitzung des Zentralausschusses der Reichsbank führte Exzellenz Ha venstein aus, daß die Bank zur Zeit nicht in der Lage sei, eine Ermäßigung des Diskonts vorzunehmen. In der Landwirtschaftskammer in Halle wurde mitgeteilt, daß sich sämtliche Landwirtschaftskammern in Deutschland, mit Ausnahme von 4, bereit erklärt hätten, die Versorgung der Großstädte mit Schweinen durch die landwirtschaftlichen Genossenschaften zur Verbilligung der Fleischpreise zu übernehmen und das Risiko dabei zu fragen. Oesterreich. * Wien, 3. Febr. Oberstleutnant Prinz Hohenlohe ist mit einem Handschreiben des Kaisers an den Zaren Nikolaus in Petersburg eingetroffen. * Wien, 3. Febr. Für die Kriegsma rine ist fürzlich ein Sch w im m dock von 40 000 Tonnen Hebekraft bei Blohm und Voß in Hamburg bestellt worden. 5 Untersee boote wurden auf der Germaniawerst, Friedrich Krupp Aktiengesellschaft in Kiel, in Auftrag gegeben. ::: Wien. Der Kardinal Fürsterzbischof Nag I ist gestorben. Belgien. * Brüssel, 4. Febr.' Während der heutigen Sitzung der Kammer ist es vor dem Parlament und dem Königlichen Schloß trotz eines starken Aufgebotes an Polizei und Gendarmerie zu kleineren sozialistischen Kundgebungen zu gunsten des gleichen Wahlrechtes gekommen. Vier Personen wurden verhaftet. England. • London, 4. Febr. In Futschou( Indien) wurde auf den neuen Zivilgouverneur Tschang eine Bombe geworfen. 30 Personen wurden dadurch getötet oder verwundet. Der Gouverneur blieb unverletzt. Norwegen. Helsingfors, 3. Febr. 3um Landtags= präsidenten wurde mit 80 Stimmen der Sozialde mofrat Toloi gewählt. Der frühere Präsident Svin hufvud erhielt 68 Stimmen. Aus aller Welt. ::: Leipzig. Die Professoren der Leipziger medizinischen Fakultät haben offiziell bekannt gegeben, dak fortan a II e Ausländer im sechsten Semester ein Physikum oder eine dem deutschen Physifum entsprechende Prüfung ablegen müssen, ehe sie in die klinischen Hörsäle einziehen dürfen. o Oberhausen. Verdutzte Gesichter gab es bei einer Hochzeitsgesellschaft, als plötzlich der Gerichtsvollzieher erschien und den gesamten Hochzeitswein pfändete. ::: Wien. Auch die Wiener Theater leiden unter der Konkurrenz der Kinos. Die Wiener Theater planen deshalb gegen die Kinos den Konkurrenzfampf aufzunehmen, indem sie gleichfalls in den Nachmit tagsstunden in ihren Theatern finematogra phische Vorstellungen veranstalten. Dem von Direktor Jarno geleiteten Lustspieltheater in Wien ist von der Statthalterei bereits die Erlaubnis zur Veranstaltung von Kinovorstellungen erteilt worden. = ::: Der größte Bahnhof der Welt ist in New York in Betrieb genommen worden. Es ist der als Kopfstation erbaute Zentralbahnhof von NewYork, der 760 Millionen Mark gekostet hat. Die Züge werden nicht von Lokomotiven, sondern von Motorwagen in den Bahnhof gebracht und aus ihm herausgeholt. Dadurch wird das Verrußen der um den Bahnhof liegenden Häuserviertel vermieden. Außerdem hat nur die Verwendung der elektrischen Kraft eine derartige große unterirdische Bahnhofsanlage ermöglicht. Je der Motorwagen fann 4000 PS. entwickeln, die Züge also bedeutend schneller als eine Lokomotive ziehen. Aus Stadt und Land. -ht Am Sonntag, den 9. Februar d. J., vormittags 11 Uhr, wird in Mainz( Saal der Stadtverordneten) ein Hess. Handelstammertag mit nachstehender Tagesordnung stattfinden: 1. Verkehr mit Leuchtöl; 2. Konkurrenzklausel im Handelsgewerbe; 3. Arbeitszeit der Arbeiterinnen; 4. Internationaler Han delskammerfongreß in Boston 1912; 5. Vertretung von Industrie und Handel in den Ersten Kammern; Verkehr mit Nahrungs- und Genußmitteln; 7. Fortbildungsschulpflicht für Mädchen; 8. Buchführungs- und Register- Pflicht für Minderkaufleute und Handwerker und 9. Schutz der Arbeitswilligen. 6. o Vom Vogelsberg. Der Gewerkschaft Louise, Braunsteineisenbergwerke in Essen( Ruhr) wurde der Gr. Oberbergbehörde ein 1999 500 Quadratmeter großes Gelände in den zum Kreise Lauterbach gehörenden Ortsgemarkungen Hörgenau und Engelrod diedas Bergwerkseigentum zur Gewinnung der in Das ſem Felde vorkommenden Eisenerze verliehen. Bergwerk führt den Namen„ Neuer Fund" und wird vier Eisengruben erhalten. In denselben Gemarkungen hat sich die Gewerkschaft Vogelsberg in Gießen eben= falls eine große Fläche zur Gewinnung des Eisenerzes gesichert. s Darmstadt. Das Großherzogspaar von Mecklenburg- Schwerin, bei welchem das hessische Großherzogspaar dieser Tage zu Besuch war, wird am 11. d. Mts. auf einige Tage mit großem Gefolge zum Besuch in Darmstadt eintreffen. s Darmstadt, 4. Febr. Die Großherzoglichen Herrschaften folgten gestern um 12 Uhr mittags einer Einladung des Provinzial- Direktors Geheimerat Dr. Breidert und Gemahlin zum Frühstück in den Räumen der Provinzialdirektion zu Mainz. Von dort aus wurde dann der Jubiläumsfarnevalzug besichtigt. Die Rückfahrt nach Darmstadt wurde um 4 Uhr nachmittags angetreten. ! Mainz, 3. Febr. Der Fremdenverkehr am heutigen Rosenmontag erreichte eine Höhe, wie man dies seit vielen Jahren noch nicht erlebt hat. Am Jubel= Fastnachtszug wirkten über 3000 Menschen in 100 Gruppen mit, die das Werden und Wachsen des Mainzer Karnevals in den 75 Jahren seines Bestehens schilderten. ; Mainz. In der letzten Sitzung der Stadtverordneten wurde die Billett steuer für die Kinematographen, Lichtspiele, Varietetheater, Zirkusworstellungen, sowie Tierausstellungen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Die Steuer beträgt 10 Prozent des Eintrittsgeldes, mindestens jedoch 5 Pfg. ! Mainz, 30. Jan. Gestern war fast die ganze Gemeinde Wackernheim am Provinzialausschuß in Mainz vertreten. Es handelte sich um die Enteignung von 82 Aeckern für den Militärfisfus zum Bau der Festungsbahn. Die gebotenen Entschädigungen halten die Eigentümer für zu gering. Nach längerer Verhandlung wurde die Weiterberatung auf Ende Februar vertagt. Der Provinzialausschuß beschloß, am 25. Febr. eine Ortsbesichtigung vorzunehmen. Mainz. Der 28jährige Zigeuner E. Eben= der, der als mutmaßlicher Mörder des Försters Rv= manus bekannt geworden ist, hatte sich vor dem Gericht in Meiningen zu verantworten wegen Teilnahme an einer Meuterei am 31. Dezember 1909 in Nordheim im Grabfeld. Dort war Ebender im sogenannten „ Thorhaus", weil er verschiedene Einbrüche verübt, mit 5 erwachsenen Zigeunern und 9 Kindern inhaftiert, aber ausgebrochen und hatte dabei mit einer Schußwaffe geschossen. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage, worauf das Gericht den Angeklagten mit Einrechnung einer noch zu verbüßenden, von dem Schwurgericht Main 3 erhaltenen Zuchthausstrafe wegen Mordversuchs zu einer Gesamtstrafe von 6 Jahren 6 Monaten Zuchthaus, 15 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilte. ! Worms, 4. Febr. Am 2.- 4. März findet großze allgemeine Geflügel- Ausstellung verbunden mit in sämtlichen Räumen des städtischen Festhauses eine der rheinhessischen Provinzialgeflügelschau statt. Geflü gelzüchter aus ganz Hessen, der Pfalz, Baden, Würt temberg, Bayern und den anderen benachbarten Staaten haben ihre Beteiligung zugesagt. ( Sana u. Der wegen Ermordung seiner Toch ter vom Hanauer Schwurgericht zum Tode verurteilte Arbeiter Koch aus Bergen hat, nachdem seine Revision gegen das Todesurteil vom Reichsgericht ver Berworfen worden ist, heute durch seinen Verteidiger ein Gnadenge such an den Kaiser einreichen lassen. Der Liebling der Mütter ift Sanitätstat Dr. Wegeners Tee für die Kinder gegen flopfung und Verdaungsstörungen und zugleich zur Entreinigung. Angenehm zu nehmen und von milder und sicherer Wirkung.. Preis Mt. 1.50, in Apotheken erhältlich: Ferromanganin- Gesellschaft, Frankfurt a. M. 1168 ):( Hanau. Dem Vernehmen nach beabsichtigen Angehörige der verstorbenen Soldaten flagend gegen die Militärbehörde vorzugehen und Schadenersatzan sprüche geltend zu machen. 4. Baiser- Wettstreit zu Frankfurt a. M. 1913. Das Fest wird, wie auch 1909, drei Tage in Anspruch nehmen. Es wird mit einem großen Begrüß ungskonzert Frankfurter Sänger eröffnet werden und Von mit der feierlichen Preisverteiling schließen. einem gleichzeitigen Auftreten aller Frankfurter Ge sangvereine muß diesmal wegen der eigenartigen afu stischen Verhältnisse der Festhalle abgesehen werden, zu mal da das bis weit unter die Kuppel reichende Rieſenpodium von 1909 sich für die wettsingenden Vereine als sehr unzweckmäßig erwiesen hat. Es haben sich des halb die beiden großen Verbände, der Sängerbund von Frankfurt a. M. und die Frankfurter Sängervernigung, mit Zustimmung des Hauptausschusses dahin geeinigt, daß der Bund allein das Begrüßungskonzert, die Vereinigung die Chöre bei der Preisverteilung und den Festkommers übernimmt. Zum Dirigieren des Festkonzertes wurde, wie 1909, vom Vorstande Sängerbundes einstimmig der bewährte Leiter größten Frankfurter Vereins, Professor M. Fleisch, gewählt. Die dieser Tage verschiedene Zeitungen durchlaufenden, in Sängerfreisen Aussehen erregenden Notizen, nach denen unter den Frankfurter Dirigenten wegen dieser Wahl Unstimmigkeiten entstanden seien, treffen, wie uns der Vorsitzende des Musikausschusses und. Vertreter des Sängerbundes mitteilt, nicht zu. Es war von vornherein fein anderer als der vom Kaiser zum Mitglied des Ortsausschusses ernannte und um des des Förderung des Männergesangs hochverdiente Senior unter den Frankfurter Chorleitern in Aussicht genom men, und feiner der übrigen Frankfurter Dirigenten hat gegen diese Wahl irgendwelche Einwendungen erhoben oder sie für nicht selbstverständlich gehalten. Allerdings hatte der Neebsche Männerchor den Wunsch, daß außer Prof. Fleisch noch der eine oder der andere Dirigent zugelassen werden möge; doch wurde dieser Antrag mit allen gegen die Stimme des Antragstellers als fünstlerische Einheit des Konzertes gefährdend und namentlich bei dieser Gelegenheit als unangebracht abgelehnt. Daraufhin hat sich der betreffende Verein zwar von der Mitwirkung beim Festkonzert zurüdgezogen, ohne aber formell aus dem Bunde auszutreten. Die Aus ihrung des glanten Begrüßungskonzertes kird dadurch in keiner Weise berührt. die Hell Diefe punti un Feftigfeite Teilen des genwart i viel Poefi dem fultu Grundzug, δι Satz zu mel zu m intereffant einen cha fchen We zubeziehen Ginne ge fen, wur Zahl die die heffi von Dor an ben al der Schwa Origin Als Kopfp breiten B oder die Bühte des merinnen die Gold- und zur oberen farbig leud oberen Rod etwas länge bar wird. 10 andere reifrodartig Schnallensch herfömmlich Zierrate der Sonenstandes Symbolik 31 anderen he des. Dort pfen, die f Zahl der Höhe der land, amil besonders ten, die eb werden. Nach neuester Meldung ist der Preischor jetzt endgültig bestimmt worden; es ist Friedrich Hegars, des greisen Schweizer Altmeisters,„ 1813". Der zur Vorbereitung des Frankfurter Sängerfriegs bestellte Ausschuß hatte eine Anzahl von Tonsetzern in Deutschland, Desterreich, in der Schweiz und Amerika aufgefordert, sich an dem Wettbewerb um den pretschor zu beteiligen und hatte Texte hierfür empfohlen. Die Durchsicht der Einläufe besorgte ein Ausschuß, dem Hermann Kretzschmar, Max Friedländer, Georg Schumann, E. F. Taubert und Hugo Rüdel angehörten. Zwei Stüde kamen in die engere Wahl; sie wurden jüngst im Kgl. Opernhause dem Kaiser durch den von Rüdel geleiteten Opernchor vorgetragen. Entscheidung des Monarchen fiel zugunsten von„ 1813". aus, als dessen Komponisten dann durch Deffnung des der Arbeit, wie vorgeschrieben, beigefügten Umschlages Friedrich Hegar ermittelt wurde. Das Ergebnis wird in weiten Kreisen freudig begrüßt werden. Salem Aleikum mít Hohlmundstück Salem Gold Goldmundstück Cigaretten Ewas für Sie! 3½ 4 TG5 6 8 10 3½ 4 P.d.Stk. 56 8 10 d. Stck. 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Bekanntlich haben sich in pielen Teilen des ehemaligen„ Kurhessen" noch bis in die Ge genwart jene malerischen Volkstrachten erhalten, die so Bei viel Poesie über Land und Leute ausstrahlen. dem kulturgeschichtlichen und zugleich volkstümlichen Grundzug, den die Casseler Tausendjahrfeter im Gegensatz zu dem sonst vielfach üblichen Vergnügungsrum mel zu wahren gedenkt, lag der Gedanke nahe, dieses interessante Stüd lebendig gebliebener Vergangenheit als einen charakteristischen Ausdrud bodenständigen, hessischen Wesens in den Rahmen der Veranstaltungen einzubeziehen. Die der ländlichen Bevölkerung in diesem Sinne gegebenen Anregungen, bei dem Fest mitzuwirken, wurden allenthalben freudig aufgenommen. Zahl dieser Festteilnehmer wird keine geringe sein, denn die hessischen Trachten sind recht mannigfaltig und oft von Dorf zu Dorf zu verschieden. Am zähesten halten an den alten Sitten und Trachten wohl die Bewohner der Schwalmgegend fest. großen Begrüßnet werden ließen. Frankfurter Ge eigenartigen afu jehen werden, zu Del reichende Rie tjingenden Vereine Es haben sich des Sängerbund von Sängervernigung, s dahin geeinigt, ungstonzert, die r Preisverteilung m Dirigieren des Vorstande des hrte Leiter des M. Fleisch, Zeitungen durch erregenden No* Dirigenten wenden seien, tref jifausschusses und richt zu. Es war om Kaiser zum e und um die Derdiente Senior Aussicht genom er Dirigenten hat dungen erhoben lten. Allerdings unsch, daß außer andere Dirigent dieser Antrag mit tellers als die hrdend und naangebracht abge de Verein zwar rt zurüdgezogen, szutreten. Die Sfonzertes vird reischor jetzt st Friedrich meisters,„ 1813". Sängerkriegs be Tonsezern in eiz und Amerika um preisierfür pfohlen. n Ashuß, dem er, burg Schuüdel angehörten. Bahl; fie wurden ser durch den getragen. Die ten von„, 1813" Deffnung des ten Umschlages gebnis wird Die Originell wirkt die Kleidung der Schwälmerinnen. Als Kopfputz trägt die Tochter der Schwalm das mit breiten Bändern befestigte fronenförmige„ Betzelchen" oder die seltsame Kelzekappe, die in der Form der Bühte des Eisenhutes ähnelt. Die Jacke der Schwälmerinnen ist mit bunten Knöpfen und mit glitzernden Gold- und Silberfäden verziert. Die kurzen nur bis zur oberen Wade reichenden Röcke sind am Saum mit farbig leuchtenden Seidenbändern geschmückt. Unter dem oberen Rock trägt die Schwälmerin noch einen zweiten, etwas längeren, sodaß dessen Seidensaum ebenfalls sichtbar wird. Darunter folgen dann zuweilen noch 6 bis 10 andere Röcke, wodurch natürlich das Gewand sich reifrodartig aufbauscht. Buntgestridte Strümpfe und dessen Schnallenschuhe vervollständigen das Kostüm, herkömmlich angeordnete Einzelheiten der Farben und Zierrate dem Kundigen allerhand Geheimnisse des Personenstandes verraten. Wie weit diese Art ländlicher Symbolik zuweilen geht, das zeigt auch die Tracht einer anderen hessischen Gegend, des sogenannten Hinterlandes. Dort tragen die Mädchen Falten in den Strümpfen, die kunstvoll hineingestrickt sind und aus deren Zahl der Eingeweihte mit ziemlicher Gewißheit die Höhe der Mitgtft ersehen kann. Das Hessische Hinterland, amtlich Kreis Biedenkopf benannt, ist übrigens besonders reich an verschiedenartigen reizvollen Trach ten, die ebenfalls auf dem Heimatsfest vertreten scin werden. Noch heute sieht man auf dem Casseler Wochen- markt am Königsplatz die Schwälmer Butterverkäufer in blauen, mit Stickereien geschmückten Kitteln, mit Schnallenschuhen und der typischen mit Schafpelz besetzten Kopfbedeckung, der„ Brambezzel". Selbstverständlich wird auch die schönste und kleidsamste der hessischen Trachten, diejenige der Marburger Gegend, auf dem Feste zu bewundern sein, wie auch die Schaumburger Schönen ihre originellen bänderge- Salit das Einreibemittel Rheumatische Schmerzen. Reissen, Hexenschuss. In Apotheken Flasche M 1.30. schmückten Hauben zur Schau tragen werden, um nur ein einziges herauszugreifen. Die historische Karlsaue, die für die Veranstaltung einen wirkungsvollen Rahmen abgeben wird, wird also auf einige Stunden eine Art Freiluftmuseum für hessische Volfstrachten darstellen. Auf dem Bowlingreen wird sich das frohbewegte Treiben einer„ hessischen Kirmes" abspielen, wobei natürlich auch die charakteristischen ländlichen Tänze, besonders die berühmten„ Schwälmertänze" nicht fehlen werden. Auch in dem geplanten Festzug soll ein Ausschnitt hessischen Volks- und Landlebens durch Vorführung von Ernte- und Brautwagen gezeigt werden. Vom Karneval. ::: Trier, 3. Febr. In der vergangenen Nacht fand eine Polizeipatrouille gegen 2 Uhr in der Karthäuserstraße einen fast vollständig entkleideten, stark röchelnden Mann. Ein Rohling hatte sich den unglaublichen Karnevalscherz erlaubt, dem Manne das Hemd auszuziehen und so fest um den Hals zu ziehen, daß er unter den Händen der Polizei den Erstidungstod erlitt. Die Persönlichkeit des Täters fonnte noch nicht festgestellt werden. ::: Ichenheim, 3. Febr. Eine Bluttat hat das Fastnachtstreiben hier gezeitigt. Der 19 Jahre alte Landwirt Melchert ging mit einem jüngeren Kameraden nach Hause, als ihnen eine männliche Maske entgegentam. Melchert wollte wissen, wer sich unter der Maske befindet und trat auf den Menschen zu. Dieser verstand aber keinen Spaß und stieß dem Melchert ein Messer ins Herz, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Begleiter Melcherts, namens Stork, wurde ebenfalls von dem Angreifer durch einen Stich schwer verletzt. Er erhielt einen Stich in die Lunge. Der Täter, der 18jährige Landwirt Biegert, wurde verhaftet. ::: Kolmar, 3. Febr. Die Ballettänzerin Helene Mirbach vom hiesigen Stadttheater hat heute Nacht ihren Liebhaber, den Automobilhändler Meyrel, auf dem Maskenball er st o chen. Es hatte sich ein Wortwechsel entsponnen, in dessen Verlauf Meyrel der Tänzerin eine Ohrfeige versetzte, worauf die Tänzerin, die als Spanierin verkleidet war, ein dolchartiges Messer zog und den Liebhaber er st a ch. Der Tod frat auf der Stelle ein. ::: New York, 3. Febr. Der angekündigte große Umzug der Washingtoner Suffragetten wird wahrscheinlich unterblieben sein, da die männliche Jugend der Bundeshauptstadt ein Komplott gegen die 2000 Mäuse und Ratten gekauft und will diese wähFrauenstimmenrechtlerinnen geschmiedet hatte. Sie hat 2000 Mäuse und Ratten gekauft und will diese während des Umzugs aussetzen. Da die Frauen dieses Attentat fürchten, und die Polizei die Mäuse und Ratten von Washington nicht gewaltsam vermehren will, dürfte der Umzug ins Wasser gefallen sein. Literarisches. ? Kunst wart. In dem jüngst erschienenen 7. Heft des Kunstwarts und Kulturwarts( Verlag G. D. W. Callwen, München) spricht Ferdinand Avenarius davon, wie wir die Zeit vor 100 Jahren recht erfassen und ihre Gesinnung in den Festen des Jahres 1913 wieder lebendig werden lassen können. Der Aufsatz gibt in gewissem Sinne ein Programm, wie der Kunstwart den nationalen Gedanken vertritt. Im gleichen Heft schreibt Richard Nordhausen über die notwendige Reform des Verhältnisses von Richter, Staatsanwalt und Rechtsanwalt zueinander, eine Frage, die bei der bevor stehenden Erneuerung unseres Strafrechts aktuell wird. Aus dem Gebiete der Kunst behandelt Karl Spitteler die„ tiefere Bedeutung von Vers und Reim", Wolfgang Schumann die Gesangskunst Ludwig Wüllners. Dietrich Frhr. von Milti erörtert die ablehnende Stellung des Adels gegenüber dem modernen Kunsthandwerk. Aus der sehr reichhaltigen Rundschau heben wir hervor eine Neujahrsbetrachtung von Gottfried Traub und eine Würdigung des verstorbenen Brahm von Fr. Düsel. Die Bilder bringen in verschiedenen Techniken Winterlandschaften von Hans Hartig( in farbigem Steindruck) und von Otto Bauriedl, Streubel und Pilliet. Interessant sind zwei Entwürfe Alfred Messels aus den Plänen für die Berliner Museumsneubauten. Besonders wertvoll ist die Notenbeilage des Heftes: der Monolog der Ariadne aus Richard Strauk' Ariadne auf Naxos. Die losen Blätter geben Proben aus„ Berge u. Menschen", dem Roman des neuen Schweizer Dichters Federer. Geschäftliches. Diesbezügliche Berechnungen haben nach Professor Wagner- Darmstadt ergeben, daß der Landwirt unter normalen Verhältnissen für je 100 Mt., welche er für Kunstdünger ausgibt, bei Getreide etwa 250 Mk., bei Hachfrüchten 300 Mt., und bei Futterpflanzen( Legu minosen) rund 500 Mt. wiederbekommt. Weitaus am besten lohnt sich demnach die Anwendung von Kunstdünger bei den stickstoffsammelnden Pflanzen, aus dem einfachen Grunde, weil bei diesen der teure Stickstoff gespart werden kann. Es geht daraus klar hervor, daß es richtig ist, in erster Linie alle Kleefelder, Wiesen, Bohnen, Erbsen, Wicken, Lupinen, Serradella 2c. reichlich mit Phosphorsäure und Kali und evtl. Kalk zu versorgen. Wie wichtig und notwendig dies ist, lehrt 3. B. die Tatsache, daß da, wo reichlich mit Kalk und Kali gedüngt wird, die Kleemüdigkeit wesentlich läßt. nachKirchliche Nachrichirn. Evangelische Gemeinde in Gießen. Februar, abends 6 Uhr: 1. PasMittwoch, den 5. sionsandacht. Nervöse Kopfschmerzen, Herzklopfen, treten am meisten durch Blutarmnt, Bleichsuchtund halb zu Nervenreiz auf. Um dieses deshalb zu beseitigen, muß die Grundursache beseitigt werden, deshalb suchen die Aerzte auf Das Blut und die Nerven einzuwirken, indem diese mit hervorragendem Erfolg Leciferrin ( Ovolecithineisen) verordnen, das an= genehm zu nehmen ist, den Körper kräftigt und die Nerven be= ruhigt. 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