Löwer& Bechstein, Neustadt 4 Ecke Bahnhof- und Marktstrasse vormals Ph. Wagner Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pig. monatlich - ( Neueste Nachrichten) » 1,20 r., serauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig. awigabeiteten siete 90 fg.- Erscheint Mittwoche und Samstage. Sebattion: Seltersmeg 28.beamng der Rädsendung nit veslangier Manufcipte mich nicht garantiert. Weslag ber ,, Gießener Zeitung" G. m. b.§. Nr. 9. Telephon: Nr. 362. Aus Stadt und Land. Gießen, den 31. Januar 1912. n Gießen. An Kaisers Geburtstag wurde im Stadttheater Paul Henses vaterländisches Schauspiel„ Colberg" gegeben. Die Feier wurde von der Kapelle des Kaiser Wilhelm- Regiments mit der Duverture an„ Raymond" von A. Thomas eingeleitet, an die sich eine im Kaiserhoch gipfelnde Ansprache des Regimentskommandeurs, Oberst von Trotta anschloß. Das Theaterstück wurde sehr gut gegeben. Eine vortreff liche Darstellung fanden die Hauptrollen des Nettelbeck durch Oberregisseur Bakof und der Rose durch Fräulein Hilde Knoth als Gast vom Kgl. Hoftheater in Hannover. auf n Gießen. Die Tabat- und Zigarrenfabrik Gg. Philipp Gail dahier, konnte am Samstag ihr 100jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß fand vormittags in der Wohnung des jezigen Inhabers, Geh. Kommerzienrat Wilhelm Gail, ein Fest att statt, der beredtes Zeugnis von der Achtung und Wertschätzung ablegte, die die Firma, der Ursprung der blühenden Gießener Tabakindustrie, sich hier und außerhalb erworben hat. Zunächst gratulierte im Namen der Beamten und Arbeiter Prokurist Jung für die Betriebe in Gießen und Umgebung, Werkmeister Schnepp, Fräulein Dönges, Vertreter der Fabriten Salfeldt und Stein in Nordhausen und Breda in Kaffel, deren Inhaber ebenfalls Geh. Kommerzienrat Gail ist, Prokurist Wagenschein für das Gail'sche Tonwert, sowie der Kommandant der Gailschen Freiwilligen Feuerwehr, Brofurist Wenzel. Im Namen des Großherzogs und der Staatsregierung sprach der Minister des Innern v. Homberg zu Va ch herzliche Glückwünsche aus, wobei er der Bedeutung der Firma für Gießen und Hessen in warmen Worten gedachte. Er überbrachte dem Chef des Hauses Gail, Geheimen Kommerzienrat Gail, das ihm vom Großherzog verliehene Komturkreuz zweiter Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, den Prokuristen Jung und Petri das Ritterkreuz zweiter Klasse des Philippsordens, dem Werkmeister Schnepp, genannt Bender von Krofdorf das Band zum Allgemeinen Ehrenzeichen, dem Arbeiter Heinrich Müller und der Arbeiterin E. Häuser von Klein- Linden das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für treue Arbeit“. Die Glückwünsche der Provinz überbrachte Geheimrat Dr. Usinger und die der Stadt sprach Oberbürgermeister Mecum aus, der mitteilte, daß die Stadtverordneten- Versammlung beschlos= sen habe, zu Ehren des Begründers der Gailschen Fabrif und der ganzen Gießener Tabakindustrie eine neue in Entstehung begriffene Straße„ Georg Philipp Gail Straße" zu benennen. Die Glückwünsche der Handelskammer Gießen und des Vereins der Tabakindustriellen Gießen und Umgebung übermittelte der 2. Borsitzende der Handelskammer, Kommerzienrat Sch i r- mer, die des Deutschen Tabakindustriellen- Vereins Fabrikant Minderop von Kassel, und die der Landes- Universität Rektor Professor Dr. König. Geh. Kommer zienrat Gail dankte tiefgerührt für alle Glückwünsche und teilte mit, daß er seinen Sohn, Dr. Georg Gail, zum Teilhaber an der Firma ernannt habe. Zur Erinnerung an den Jubiläumstag habe er eine Georg Philipp Gail- Jubiläumsstiftung von 50 000 Mark errichtet, deren Zinsen Bediensteten und Arbeitern der Firma zugute fommen sollen. Am Abend folgte eine Feier im Familienkreise und am Montag nachmittag ein großes Arbeiterfest in„ Steins Garten". Ueber die Gründung und das Emporblühen der des Firma ist folgendes bemerkenswert: Die Eltern Gründers Georg Philipp Gail, der Großvater des jetzigen Seniorchefs der Firma, betrieben seit langen Jahren ein Kolonialwarengeschäft und eine kleine Rauchtabak= fabrik in Dillenburg, das die Hauptstadt des damaligen partements Sieg gehörte zu dem von Napoleon gegründeten Großherzogtum Berg war, in dem das Tabakmonopol neu bestand. Georg Philipp Gail, der bei dem bekannten Tabakfabrikanten Ingenol in Eichels= tamp bei Duisburg usw. tätig gewesen war, 30g infolgedessen 1812 von Dillenburg nach Gießen und begründete hier die erste Tabakfabrik, die heute 600 bis 700 Arbeiter beschäftigt. Das Jubiläum der Firma Gail ist gleichzeitig das Jubiläum der gesamten GieBener Tabakindustrie, die jetzt rund 7000 Arbeiter in unserem Bezirk beschäftigt. n. Gießen. Der Verein für Sterbeunter= tützung, welcher vor nunmehr 6 Jahren gegründet wurde, und jetzt in sein 7. Geschäftsjahr tritt, besteht zur Zeit aus 1547 Mitgliedern. Derselbe hatte im verflossenen Geschäftsjahre einen Zuwachs von 53, dagegen seines einen Abgang von 13 Mitgliedern. Während 5jährigen Bestehens hatte der Verein 114 Sterbefälle Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Mittwoch, den 31. Januar 1912. unter seinen Mitgliedern und wurden hierfür 30 780 Mark ausgezahlt. Der Verein hat einen Reservefonds von 13 328 Mart. Das Sterbegeld wird in der Generalversammlung festgesetzt und beträgt für das Jahr 1912 270 Mart. Das Eintrittsgeld beträgt für eine Person im Alter von 16-25 Jahre 1 Mt., von 25-30 Jahre 1.50 Mt., von 30-35 Jahre 2.50 mf., 35-40 Jahre 4 Mt. und von 40-45 Jahre 7 Mt. Personen, welche das 45. Lebensjahr zurückgelegt haben, werden nicht mehr aufgenommen. Bei der Aufnahme ist außerdem noch ein Sterbefallbeitrag von 25 Pfennig zu bezahlen. Für jeden Sterbefall eines Mitgliedes ist ein Beitrag von 25 Pfg. zu entrichten, welcher durch den Vereinsdiener gegen Quittung erhoben wird. Ein von Gießen wegziehendes Mitglied kann auch ferner bei dem Verein verbleiben, wenn der Wegzug desselben dem Vorstande mitgeteilt wird. Zur Auskunft in allen Fragen ist der Vorsitzende, Herr Schuhmachermeister H. Seidewand, Bleichstraße 15, H., gerne bereit. n Gießen. Leutnant Firmenich im Inf.-R. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess.) Nr. 116 wurde zum Oberleutnant befördert. n Gießen.( Kinderklinik.) Wie wir aus Darmstadt hören, sind die Verhandlungen der Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge mit der Medizinischen Fakultät der Landesuniversität soweit ge= diehen, daß mit der Einrichtung des geräumigen in der Friedrichstraße von Herrn Architekt Meyer hergestellten Baues als„ Univ. Kinderklinit" im Spätfrüh jahr begonnen werden kann. Die Klinik ist, wie bekannt, von der Gr. Zentrale in Darmstadt aus Stiftungsmitteln gebaut worden, die nicht aus Gießen stammen; doch wird die Einrichtung nicht in Darmstadt, sondern in Gießen beschafft. Mit der Erbauung der KinderKlinik ist wiederum eine Lücke in der Reihe der medizinischen Institute unserer Universität ausgefüllt, sodaß diese in dieser Hinsicht bald keiner anderen Universität von dieser Größe mehr nachstehen wird. n Gießen. Geh. Kommerzienrat Heichelheim stiftete je 50 000 Mt.( zusammen 100 000 Mark) für die Errichtung eines Handelskammergebäudes und für den städt. Saalbaufonds. Ferner erhielten die beiden Schwesternhäuser recht hohe Beträge überwiesen. n Gießen. Am 4. Februar findet eine Schaf 3 üchterversammlung im Cafe Ebel statt. n Gießen.( Karneval.) Man schreibt uns: Das Sizungspräsidium für die Montag, 5. Februar, in Steins Garten stattfindende 2. Damen- und Herren Sihung( Fremdensizung) richtet die Bitte an alle berufenen Damen und Herren, Chorlieder bis spätestens Donnerstag früh und Vorträge bis Samstag abend in dem Verkehrsbureau, Seltersweg 50, Laden Wolfengasse, einzureichen. Persönliche Anzüglichkeiten, politische oder religiöse Angriffe verfallen dem Rotstift. Die Bundesverwaltung hat beschlossen, auch den Reinertrag des Kappen- und Liederverkaufs der zweiten Sigung Unterstüßungsvereinen zuzuführen, so daß am Fastnachtsonntag beim Zug auch manch Armer sich des neuesten Ereignisses in Gießen erfreuen kann, denn an diesem Tage soll die Spende verteilt werden. KnorrHafermehl und Reismehl danken ihren Weltruf dem hohen Nährgehalt, der leichten Verdaulichkeit und der gewissenhaften Auswahl des Rohmaterials. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. – Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50$ fo. Extrabetlagen werben nach Gewicht wud Größe berechnet. Nabatt kommt bei Heberschreitung des Bahlungs. zieles( 80 Tage), bei gerichtlicher Bettweibung oder Bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichfelt. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon: Rr. 362. 24. Jahrg. n Gießen. Die Zahl der Gewerbesteuerpflichtigen in Hessen belief sich im Jahre 1910 auf 81 740 Personen, von denen ein Gewerbesteuerfkapital von 9 335 443 Mark versteuert wurde. Die Zahl der zur Handelskammer wahlberechtigten Firmen betrug 7883, die mit einem Gewerbesteuerkapital 5 205 522 Mark veranlagt waren. von o Lich. Prinz zu Solms- Hohensolms- Lich, Rittmeister und Kommandeur der Leib- Eskadron des Regiment der Gardes du Corps, hat den Charakter als Major verliehen bekommen. o Nid da. Hier wurden in einem Hause bei einem Einbruch für etwa 18 000 Mark Obligationen des Frankfurter Hypotheken- Credit- Vereins gestohlen. Ein Teil der gestohlenen Wertpapiere wurde in Frankfurt a. M., der Rest in Zürich bei einem dortigen Bankhause verfauft. o Bad Nauheim. Nach einer Mitteilung des Finanzministers im Finanzausschuß wird der Zuschuß, den das Bad Nauheim bisher an das Staatsbudget abgegeben hat, sich von 100 000 Mark auf 150 000 Mt. erhöhen. " o Gedern. Hier hat sich ein Konsum Verein gebildet, der über 100 Mitglieder zählt. r Aus dem Kreise Wetzlar. Die Maul- u. Klauenseuche verschwindet wieder. Neben Dornholzhausen ist jetzt auch Groß- Rechtenbach und Klein- Rechten- bach aus dem Beobachtungsgebiet ausgeschieden. Im Kreise Marburg und Biedenkopf ist diese Tierseuche erloschen. r Wetzlar. Der Radfahrer- Verein vor 1887 hat beschlossen, am 6., 7. und 8. Juli d. J. sein 25jähriges Jubiläum als großes Sport- und Volksfest zu feiern. ):( Krofdorf. Kaisers Geburtstag wurde diesmal in würdiger Weise gefeiert. Eingeleitet mit Böllerschüssen und Glockengeläute, fand am Samstag eine gemeinsame Schulfeier im Moos'schen Saale statt. Lehrer Hoffmann 2. wies in treffender Ansprache auf die Bedeutung des Tages hin. Krieger- und Bürgerverein feierten mit ihren Familienangehörigen Kaisers Geburtstag am Sonntag bei Gastwirt Freund. Die Festrede hielt Hauptlehrer Hoffmann und für Unterhaltung sorgte die Krofdorfer Kapelle. ):( Kinzenba ch. Unter großer Anteilnahme wurde am Samstag Nachmittag der Veteran Christian Mandler zur letzten Ruhe gebettet. Der Verblichene stand im 68. Lebensjahr, genügte seiner Militärpflicht im Kürassier- Regiment Nr. 8 zu Deutz und hatte die beiden Feldzüge von 1866 und 1870-71 mitgemacht.- Unser Gemeindevorsteher Adam Mandler, welcher schon 12 Jahre dieses Amt zur großen Zufriedenheit verwaltet, wurde am Freitag einstimmig wiedergewählt. ):( Braunfels. Eine Meisterin hat jetzt auch unser Kreis. Am 24. d. Mts. hat Frl. Therese Stef fens von hier die Meisterprüfung im Putfach abgelegt und bestanden. Sie erhielt die Note„ gut“. ):( Burgsolm s. Der hiesige Schüßenverein hält am 26. Mai d. Js. sein Haupt- Preis-, Gaben- und Fremdenschießen ab; damit verbunden ist das 25. Fahnenjubiläum. ):( Hartenro d. Der Wunderdoktor Dikomeit, der erst fürzlich eine Gefängnisstrafe verbüßte, ist am Montag wiederum verhaftet und nach Gladenbach gebracht worden. ):( Dillenburg. Dr. C. Dönges und Pfarrer Fremdt wurden von der Königin der Niederlande zu Rittern 1. Klasse des Hausordens von Oranien ernannt und ihnen der betreffende Orden verliehen. Die Anhänger von Leciferrin find in großer Anzahl in allen Gesellschaftskreisen an zutreffen. Es ist dies kein Wunder, dem außerordent. lich viele Menschen leiden an Blutarmut, Nervenschwäsche und schlechter Verdauung und Assimilation, gegen welche Störungen Leciferrin ein sicheres und angeneh mes Präparat ist, wie dies die vielen ärztlichen Gut achten beweisen. Leciferrin kostet M. 3.-, zu haben in Apotheken, ganz sicher von: Universitäts Apotheke und Hirsch- Apotheke in Gießen. :: Wetzlar Heinrich Stern:: Spezialhaus für moderne Herren- und Knaben Bekleidung sowie Arbeitskleider für jeden Berg Grösste Auswahl. Feste blilige Preise. Giessen Telephon 484. In die Schule, wo So behauptet jenter fed Morgens stets um achte ging er dann immer Und verlangen fat der Bengel Schier unglaublich ist's, doch wahr Vor dem Kehren sollt man sprengen, Staubgewirbel vor ihm weg. Anfertigung feiner Schuhwaren nach Man Weg de Feinste Massarbeit am Platze. Elgene Schaftenstepperei. T Dreibundtaufe in Berlin. Die Taufe des jüngsten Hohenzollernprinzen, die ben österreichischen Thronfolger und den Grafen von Turtu, den Bruder des Königs von Jtalten, nach der deutschen Reichshauptstadt führte, hat auch auf polittfchem Gebiete bemerkenswerte Vorgänge gezeitigt. Die Konferenz, die Erzherzog Franz Ferdinand am Sonntag nachmittag auf der österreichischen Botschaft mit dem Reichskanzler v. Bethmann Hollweg und dem Staatssetretär v. Kiderlen- Wächter hatte, bildet selbstverständlich den Mittelpunkt für alle Erwägungen, die sich an die Bedeutung der Anwesenheit der Vertreter der Doppelmonarchie an der Donau und des Königreiches JtaIten fnüpfen. Auch die Unterredungen des Grafen von Turin mit dem Kaiser und den deutschen Staatsmännern galten hauptsächlich der Lösung der Schwierigkeiten, die sich an den Küsten des östlichen Mittelmeeres aufgetürmt haben. Angesichts der italienischen Bedrängnis wird Deutschland immer mehr zum Vermitler zwischen den beiden friegführenden Mächten, und wenn der Bruder des Königs Viktor Emanuel auch nicht direkt mit der Mission betraut war, Deutschlands Beihülfe zur Verständigung herbeizuführen, so unterliegt es in wohl unterrichteten reisen doch keinem Zweifel mehr, daß die italienische Diplomatte die Anbahnung einer Verständtgung von deutscher Seite wünscht. Die Enttäuschung, die am Tiberstrande durch die fast feindselige Haltung Frankreichs und die Führung von Konterbande auf französischen Schiffen zugunsten der Türkei hervorgerufen ist, hat bei den Italienern sehr dazu beigetragen, die wohlwollende Neutralität Deutschlands würdigen zu lernen. In dem persönlichen Erscheinen des Grafen von Turin drückt sich dte im Apenninenreiche er= wachte Stimmung sichtbar aus, und die Meinung darf wohl als zutreffend gelten, daß mit dem jungen Prinzen Friedrich auch der Entschluß Italiens, eine Verlängerung des Dreibundes vorzunehmen, aus der Taufe gehoben ist. Vermutlich werden erfolgreiche itaItenisch- türkische Friedensverhandlungen diese Auffas= fung sehr schnell bestätigen. Die trittschen Möglichkeiten, die einige Zeit über dem österreichisch- italienischen Verhältnisse schwebten, scheinen endgültig überwunden zu sein. Der Sieg der Aehrenthalschen Politik, die einen Krieg mit Italien unter allen Umständen vermeiden und eine Neubefesttgung des Dreibundes herbeiführen wollte, liegt jetzt flar vor Augen. Das von Aehrenthal unterbrettete Entlassungsgesuch ist von Kaiser Franz Josef abgelehnt worden, und eine Erklärung des Erzherzogs Franz Ferdinand, daß sein Name mit der Befehdung des Grafen Aehrenthal zu unrecht verbunden worden set, steht nach Wiener halbamtlichen Meldungen bevor. Die österreichische Kriegspartei, die in dem zurückgetretenen Generalstabschef Konrad v. Hoebendorff ihr Haupt erblickte, ist zurückgedrängt worden. Kaiser Franz Josef felbst hat ein Machtwort gesprochen. Rundschau oom Cage. Politisches. thm eine Abordnung, bestehend aus Mitgliedern von Heer und Marine, zum Ehrendienst teigegeben werden. Handel und Industrie im neuen Reichstage. Troß aller Bemühungen, Handel und Industrie einen größeren Einfluß im neuen Reichstage zu verschaffen, ist das Verhältnis noch ungünstiger geworden. Eine große Anzahl von Kaufleuten und Industriellen, die dem alten Reichstage angehörten, ist nicht wiedergekehrt. Schon rein zahlenmäßig ist also die Vertretung von Handel und Industrie im Reichstage insofern erheblich geschwächt, als an die Stelle von 21 Kaufleuten und Industriellen, die nicht wiedergewählt worden sind, nur deren 10 neve traten. Ein neuer Wahlkreis für Trimborn. Im neunten Düsseldorfer Reichstagswahlkreise Kempen hat der gewählte neue Zentrums- Abgeordnete Bäckerobermeister Chrysant sein Mandat zugunsten Dr. Trimborns niedergelegt. Da der Wahlkreis dem Zentrum absolut ficher ist, darf Trimborns Wiederwahl als gesichert betrachtet werden. Depeschenwechsel zwischen Präsident Taft und Kaiser Wilhelm. Der Kaiser hat das Glückwunschtelegramm des Präsidenten Taft mit einem Telegramm beantwortet, in dem es heißt: Ich schäße die Gefühle, denen Ste im Namen des amerikanischen Volkes Ausdruck gegeben haben, in hohem Maße. Ich erwidere fie und werde stets darauf bedacht sein, die Beziehungen herzlicher Freundschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland zu pflegen." Freie Eisenbahnfahrt für Soldaten. Die 2. sächsische Kammer nahm gestern einstimmig einen nationalliberalen Antrag an, aus Staatsmitteln allen im Reichslande dienenden sächsischen Soldaten frete Eisenbahnfahrt bet Urlaubsreisen in die Heimat zu bewilligen. Aus der Kammer wurde dieser Antrag dahin erweitert, dte freie Bahnfahrt auf alle Soldaten des Heerres aus= zudehnen und die Kosten auf den Militäretat des Netches zu übernehmen. Der Finanzminister erklärte, daß dte Regierung diesem Antrage nicht ablehnend gegenübersteht und bereits mit den übrigen deutschen Bundesstaaten Unterhandlungen angeknüpft habe. Sobald diese beendet seten, werde man auf die Angelegenheit zurückkommen. Die chriftlich- nationalen Gewerkschaften Deutschlands hatten im verflossenen Jahre sehr beachtenswerte Fortschritte aufzuweisen. In den 22 Zentralverbänden hat sich die Mitgliederzahl beträchtlich gesteigert und dürfte 400 000 bald erreicht haben. Sie sind somit auf nationaler Seite der stärkste Flügel in der deutschen Arbeiterbewegung. Sechs threr Führer, die verschiedenen bürgerlichen Parteien angehören, sind in den neuen Reichstag gewählt worden. Die Kosten der Indienreise des Kronprinzen be: tragen 300 000 Mart. Wie die Neue Breußische Korrespondenz" erfährt, sind die zwischen den verschiedenen Aemtern gepflogenen Abrechnungen über die Kosten der indischen Reise des Kronprinzen nunmehr zum Abschluß gelangt. Die Gesamtkosten der Reise belaufen fich auf etwa 300 000 M. In dieser Summe nicht inbegriffen sind die Kosten für die Einkäufe des Kronprinzen, die sich auf 40 000 M. belaufen und für die ein Boll von 3000 M. zu zahlen war. Die Gesamtkosten werden, wie die genannte Korrespondenz schreibt, durch das Kronvermögen bestritten, jedoch fet es nicht ausgeschlossen, daß ein Teil der Ausgaben der Privatschafulle des Kronprinzen zur Last fällt, auch, daß dem Reichstage noch eine Vorlage auf Bewilligung eines Teiles der Kosten zugehe. Amerika in Erwartung des Prinzen Adalbert von Brenßen. Die amerikanischen Blätter erörtern den vorgefehenen Besuch des Prinzen Adalbert von Preußen. Er wird, wie man glaubt, genau in derselben Weise wie seinerzeit Prinz Heinrich empfangen werden. Man will ihm die einer königlichen Hoheit gebührenden Ehren erweisen, auch wenn er in nichtamtlicher Eigenschaft tommt. Wahrscheinlich werden ihm zwei Kriegsschiffe entgegengeschickt, die ihn auf halbem Wege erwarten und dann nach Neuvork begleiten sollen. Dort wird Die Herren von Dieskau. 16) Original- Roman von Franz Treller. ( Nachdruck verboten.) " Hab' ich zu viel gewagt?" infollfürsorge für freiwilligen Rettungsdienst. Dem Reichstag soll ein( wiederholt gewünschter) Gesetzentwurf vorgelegt werden, der die Unfallfürsorge auf alle Personen ausdehnen soll, die freiwillig im öffentlichen Dienst bei der Rettung von Personen und Gegenständen zu Schaden kommen. Hierzu gehören auch bet= spielsweise die Angehörigen der freiwilligen Feuerwehr, deren es im Deutschen Reich etwa 1% Millionen gibt. Der Personenkrets, auf den sich das kommende Unfallfürsorgegefeß erstreckt, ist mithin sehr beträchtlich. Da reichte sie ihm, immer gesenkten Blickes, die Hand und flüsterte:" Sie sind willkommen!" Er schaute in das holde Gesicht mit einem Blicke voll bewundernder Hingebung. Bolitische Lynchinstiz in Ecuador. Erregter Böbel drang am Sonnabend in das Gefängnis von Quito, der Hauptstadt der Republik Ecuador, ein, obwohl dies Soppelt bewacht wurde, und lunchte die Generale Eloy Alfaro, Flavio Alfaro, Medardo Alfaro, Ulfiano Baez, Munuel Serrano, die fünf hervorragende Revolutio= näre waren. Die Folgen eines Wahlglüdwunsches. Im Halss teller zu Deffau gratulierte ein städtischer Schußmann dem Sozialdemokraten Wolfgang Heine zu letnem Wahlfiege in Anhalt I. Die vorgesetzte Behörde erhielt davon Kenntnis, worauf der Beamte sofort vom Dienste suspendiert wurde Tod im Gerichtsfaal. Im Schöffengerichtssaal zu München wurde am Montag ein wegen Beleidigung verklagter fünfzigjähriger Zimmerman infolge der Aufregung während der Sigung vom Schlag getroffen. Er war sofort fot. Die Lage in China ist audauernd sehr ernst. In Beking bereiten sich folgenschwere Ereignisse vor. Die Revolutionäre treffen umfangreiche militärische Vorbereitungen, da die Abdantung der Dynastie nunmehr stündlich erwartet wird. Die Verhandlungen wurden in einer aufgeregten Versammlung der Mandschu- und Mongolenprinzen in Beting wieder aufgenommen, hatten aber keinen Erfolg. An Mutden besteht eine Schreckensherrschaft. Mehrere Revolutionäre sind im Auftrage der Regierung ermordet worden. Die chinesische Bevölkerung ist von einer Banik ergriffen. Man denkt an einen Appell an Japan. Ich hab nicht viel zu bieten, was des Lebens Güter betrifft, nicht Rang nicht Würden, doch wenn aufrichtige Stebe, die nur mit diesem Dasein enden wird, etwas wiegt in der Wagschale, so darf ich um ein edles Mädchenherz werben. Auch ist mein Arm stark genug, um es schützend durch dieses Leben zu tragen. Hil= ba, kannst Du mir Dein Herz zu eigen geben, willst Du Dich mir anvertrauen für dieses Leben?" - Ein leises" Ja" klang von ihr herüber. Er zog sie zu sich nieder auf die Bank und sagte: Mein Leben galt der ernsten Arbeit von Jugend auf, nte hat ein Welb einen Eindruck auf mich gemacht, noch nie ist es mir in den Sinn gekommen, die Frage an ein Mädchen zu richten: Willst Du mein Weib sein?" Doch als ich Dich sah ja, weiß ich denn, wie es geschah?- es tam allmächtig, unwiderstehlich über mich und ich fühlte es alles Glück meines Lebens be= ruhte in Deinem Besitz." Kleine Nachrichten. Albanische Familienrache. Infolge Familienzwł stigketten versette in Salonitt ein christlicher Albanier einer Frau eine Ohrfeige. Ihre Verwandten töteten den Beleidiger, seinen Vater und seine Mutter und verbrannten nachts sein Haus mit den dret Leichen. Eine Kompanie Soldaten wurde nach dem Tatort ge fandt. Ueber den Generalftreit in Lissabon wird heute ge= meldet: Die Gasanstalt und das Elektrizitätswerk werden militärisch bewacht. Patrouillen durchstreifen die Straßen. Ein Goldarbeiter, der Bomben anfertigte, ist verhaftet worden. Die Geschäftsräume des Arbeitersyndikats find von Truppen umstellt. Gestern explodierten riehrere Bomben, doch wurde niemand verletzt. Der Kaiser und die Firma Krupp. Der Katser tetlte in einem Telegramm an Herrn Krupp von Bohlen mit, daß er die Einladung zu der Jahrhundertfeier der Kruppschen Werke endgültig annehme. Funkentelegraphie und Aeroplan. Dem Berliner Flugzeugingenieur Eckelmann ist es gestern gelungen, auf eine Entfernung von 150 Kilometern der Telefun fenstation Nauen Nachrichten zu geben und Meldungen in Empfang zu nehmen. Eine Militärkommission hat die Telefunkenanlage des Eckelmannschen Aeroplans besichtigt und ihre Vorführung in Döberitz für Mitte nächsten Monats angeordnet. Prinz August Wilhelm von Brenßen vollendete am Montag fein 25. Lebensjahr. Der Prinz, der in Bonn und Straßburg studierte, hat die furistische Laufbahn zu seinem Hauptberufe gewählt und im Dezember 1910 das Referendaregamen bestanden. Er ist jetzt im Justizdienste praktisch tätig. Ste lauschte mit glückseligem Lächeln seinen Worten. ,, Und Du? Und Du?" " Ach- tch- ich kann's nicht sagen," fam es retfe und schüchtern von thren Lippen, aber was der Mund verschwieg, verriet das glückstrahlende Auge. Das Opfer einer Schlägermenfur. Vor einigen Tagen erhielt bet etuer Schlägermenfur ein Student in Greifswald einen Stich in die Lunge. An den Folgen der Verlegung ist der junge Mann gestern gestorben. Der Serzog von Fife, Schwager des englischen Königs, tst gestern in Aegypten gestorben. Wie wir setnerzeit berichteten, betraf den Herzog und seine Familie vor wenigen Wochen auf dem Wege nach Aegypten in der Nähe der Straße von Gibraltar ein Dampferunfall. Unter eigener Lebensgefahr wurde der Herzog nebst seiner Familie an dem felsigen Gestade Marokkos gelandet. Die Folgen dieses Unfalles haben zum Tode des Herzogs beigetragen. Und wieder und wieder zog er sie an sich und füßte thre Stirn und Wangen. Etwas wie eine Wolke zog über thre Stirn. " Wiffen Sie auch, daß Sie um ein ganz armes Mädchen werben?" Eine Tragödie auf dem Eise. Auf dem Etse eines in der Nähe von Solingen gelegenen Leiches brachen gestern dret Personen ein. 3wei von ihnen konn ten gerettet werden, die dritte ertrank. Bet den Rettungsarbeiten versanten noch sieben weitere Personen, die nur mit großer Mühe gerettet werden konnten. But schweren Stretkausschreitungen ist es anläßlich des Tertilarbetterstreits in Lorient( Frankreich) gekommen. Bet den Unruhen wurde eine Frau er schoffen und ein Polizist schwer verletzt. Militär mußte zur Aufrechterhaltung der Ordnung herbetgerufen werden. Sechs Milliarden geerbt. Das Pariser Statistische Amt hat soeben eine intereffante Aufstellung herausgegeben, die feststellt, daß im Jahre 1910 564 Millionäre gestorben sind. Das Vermögen, das sie ihren Erben Hinterließen, betrug ungefähr sechs Milliarden. Er lachte.„ Glaubst Du, daß sich meines Herzens ttefftes Gefühl nach der Größe des Geldsacks richtet? Nur Dich will ich, Deine Seele, Mädchen, um die werbe ich." Sie lächelte wieder und sah in sein freudestrahlendes Gesicht. „ Sie- Schußma Egluß ten größ ging, un entbedt pfindlich vertraue milde ve entbeat größere den Me ben, un bemfelbe auszuspr blesmal ren Anf der Gel Glauß bolt, um taten fa Gin wird de nttis de deutsche Spione folgende wird. Itch für lofen S muhfam fast erb brough Unglüc hätte. gungen den Pa nigen gegen i engen Stand er bisher, batte. und dr belte, Einzeln fligten zu. N fft es Numme bäfitgfe gelande feßen u vil geh um T thm et spräch trauen der de tönnte denfall furcht ſe gra Candbe in Gattin Inf. tame Honen banter Begri habe, faft a tung bet e fchtft gletch hinte Kauf bel niger dte fund Erh But v die unte berei richte Rau Schaf nach Min Ien Stif von nen alte Ein schwerer Rodelnnfall hat sich gestern auf der städtischen Nodelbahn in Ilmenau ereignet. Infolge Reißens des Lentseiles eines Bobsleighs verunglückten fünf junge Technifer. Einer erlitt einen Beinund Armbruch, ein zweiter einen schweren Rippenbruch. Die drei anderen famen mit weniger schweren Verlegungen davon. Die beiden Schwerverletzten wurden sofort in ein Krankenhaus überführt. " Bu einem Manne, dem man das Herz zu eigen gegeben, sagt man Sie?" sagte er vorwurfsvoll. " Du" tam es zaghaft hervor. " Ja, so sagt man, und wenn er Hermann heißt, sagt man zu ihm„ Lieber Hermann! Also?" Einen Moment zögerte sie, dann wiederholte ste: „ Lieber Hermann- und barg thr Gesicht an seiner Brust. „ Hilda!" Vermiscbles. Zwei Schillerfelbstmorde erregen in Stettin großes Aufsehen. Am Sonnabend erschoß sich der 16fährige Sohn eines höheren Zollbeamten. Die Ursache der Tat dürfte in Schwierigkeiten zu suchen sein, die sich dem jungen Manne bei seinem Fortkommen auf der Schule in den Weg stellten. Am Sonntag brachte sich ein 19jähriger Schüler, Sohn eines Amtsgerichtsrats, felbstmörderischer Absicht einen Schuß in die Schläfe bet. Er wurde in das Krankenhaus gebracht, wo er bald starb. Hier dürfte erbliche Belastung mitsprechen, da die Mutter dieses Schülers bereits längere Zeit in einer Heilanstalt untergebracht ist. Mit strenger Miene stand vor der Laubenöffnung ganz plötzlich Frau von Herstell, und streng war der Ton, mit dem sie ihren Pflegling anrief. Die Ueberraschten erhoben sich, Hüda nicht wenig verlegen. Holtau aber trat mit männlicher Sicherheit und der ihm eigenen, einnehmenden Miene vor und sagte ehrerbietig: " Ich habe Fräulein von Dieskau gefragt, ob ste mir für dieses Leben angehören will, gnädige Frau, und sie hat eingewilligt." Eine französische Stimme für das Zeppelinluftschiff. Der Bräsident des franzöftfchen Aeroklubs veröffentlicht im„ Echo de Barts" einen großen Artikel, in dem er fein Bedauern darüber ausspricht, daß Frankreich über seine Aeroplane ganz vergessen hat, der Flotte der lentbaren Luftschiffe feine Aufmerksamkeit zuzuwenden, wie dies Deutschland tue, das doch keineswegs darüber die Aeroplane vernachlässige. Die Folge fet, daß die Flotte, der deutschen Tenkbaren Luftschiffe heute der franzöftschen, sowohl was Qualität als auch was Quantität an betrifft, weit überlegen sei. Der Autor betrachtet dann das System Reppelin und kommt dabei zu dem Schluß, daß dieses das entschieden frteasbrauchbarste set, sowohl was Schnelligkeit als auch Offensivkraft betreffe. Bum Schluß fordert er die franzöfifche Regierung auf, fitr ähnliche Typen, die den jetzt bestehenden weit überlegen feten, zu sorgen. " Ich hätte von Ihnen eine andere Art von Werbung erwartet, Herr Holtau. Hilda von Dieskau hat einen Vater und mich, die Mutterstelle an thr vertritt." " Ich ließ bei Ihnen anfragen, gnädige Frau, und fand Sie leider nicht da traf ich Hilda hter- und das Herz lief mir davon. Verdammen Ste mich nicht." -- Hilda schmiegte sich an ste und füßte sie: Set nicht böse, Mütterchen, es tam so wie plößlicher Sonnenschein durch Wolken set nicht böse, er wird Dich auch Iteb haben." - Mit vertauschten Nollen. Mit welcher Dretstigkeit der ehemalige Schutzmann Glauß in Wilhelmshaven während seiner Dienstzeit Einbrüche ausführte und leitete, davon erzählt die Oldenburgische Volkszeitung" folgendes Vorkommnis, das der Komit nicht entbehrt. Glauß hatte bei Gelegenheit seines Nachtdienstes mit zwei anderen städtischen Wächtern, seinen treuen Komplizen, einen in seinem Revier liegenden Fleischerladen ausgeplündert. Der bestohlene Schlachtermeister meldete am anderen Morgen den vollzogenen Einbruch dem Der alten Dame wurde doch das Herz weich, wie sie die beiden jungen, tief erregten Menschenkinder so vor sich sah. Daß Hilda dem jungen Manne gewogen war, hat: ste ja schon früher erkannt und darum auch den Abschied- damals in Hamburg- so sehr beschleu= nigt. Nun war alle weitere Vorsicht unnüß, das mußte sie einsehen, der Ausdruck thres Gesichts wurde daher auch milder. „ Ich kam zu Ihnen, gnädige Frau, um die Er laubnis zu erbitten, an Fräulein von Dieskau eine Frage richten zu dürfen. Der Zufall war mächtiger als Menschenwille, es ist geschehen, die Frage ist gestellt und beantwortet und nachträglich bitte ich Ste chrerbtetigst, die Tatsache mit Herzensgüte aufzunehmen. Morgen will ich bei Herrn von Dieskau um Hildas Hank anhalten." „ Hat Hilda Ihnen gesagt, daß ste arm ist?" „ Sie hat es mir anvertraut," antwortete er lächelnd, und ich habe es nicht ungern vernommen; ich will ja nur ihr Herz haben. Kann ich Hilda auch kein Majorat wie Dieskau bieten, so reichen meine Mittel doch aus, thr ein behagliches Dasein zu bereiten." „ Herr Holtau, es kommt alles so überraschend und unerwartet, ich trage doch gewissermaßen die Verantwortung ,, Liebes Mütterchen, Du kannst gar nichts dafür, und hast keine Verantwortung, wenn ich ihm doch so gut bin." Holtau hatte der alten Dame vom ersten Augenblick an gefallen und sie sagte sich, daß besonders für Hilda in den jetzigen Verhältnissen eine Verbindung mit ihm für das mittellos gewordene Fräulein von Distau mindestens nicht unvorteilhaft sein werde. Und wenn sie thn Iteb hatte? Daß Holtau mehr von Kavalter und Gentleman ar. sich hatte, als alle, die auf Dieskaut ver tehrten, hatte die alte Artstokratin auf den ersten Blick erkannt. Der Зев thr Scha faut gütig alten thr a Bitte $ Als Pileg war bem beffer wetfer Herm begra Brude tels und men wend 11 Lode aum legitt bältni Dem und nicht Im Hais Schumann u letnem rde erhielt om Dienste btsjaal au eleidigung folge der getroffen. miltenzwi Albanter en töteten itter und et Leichen. Tatort ge Heute ge zitätswert rchitretfen en anfer Cäume des Gestern niemand Berliner gelungen, Telefun Meldungen tiffion hat Meroplans für Mitte or einigen Student in En Folgen gestorben. dem Eife iches bra nen konn den Ret= Personen, fonnten. tit es an= Frankreich) Frau er itär mußte betgerufen estern auf met. In he verunEnen Beina ppenbruch. eren Veren wurden tin großes 16fährige Je der Tat fich dem Der Schule sich ein 19Brats, in Schläfe bet. er bald rechen, da it in einer inluftschiff. röffentlicht in dem er freich über e der lentenden, wie arüber die die Flotte, r franzöftantität an chtet bann em Schluß, sei, sowohl effe. Bum g auf, für überlegen Dreiftigkeit helmshaven te und leiItszeitung" It entbehrt. tenftes mit euen Komelscherladen eister melnbruch dem weich, wie enfinder so te gewogen Darum auch Jr beschleudas mußte wurde daher m die Erestau eine ächtiger als ist gestellt le ehrerbiemen. Mor pildas Sant ift?" ete er läommen; ich a auch kein etne Mittel eiten." aschend und die Verant ichts bafttr, hm doch fo Augenblic Flir Silda in mit ihm Distau min ab wenn fle avalier und Dieskau ver erften Blid Schußmann Glauß, also dem Diebe, der auch fofort mitging, um den Tatbestand aufzunehmen. Mit Ausdrükfen größter Entrüstung wurde alles genau notiert. Am Schluß der Aufnahme zeigte der Ladeninhaber sich recht vertrauensfeltg und meinte, der Verlust hätte noch empfindlicher sein können, wenn die Diebe die Ladenkasse entdeckt hätten. Dann öffnete er ein in einer Wandnische verborgenes Geldspind, das nur von Kundigen entdeckt und geöffnet werden konnte, und worin sich eine größere Geldsumme befand. Der Schutzmann ließ sich Ben Mechanismus des Wandschrantes genau beschret ben, um dann dem Bestohlenen seinen Glückwunsch auszusprechen. In einer der nächsten Nächte fand in demselben Laden abermals ein Einbruch statt, aber biesmal hatte man die Fleischwaren troß ihres leckeren Anblickes unberührt gelaffen und statt dessen war der Geldschrank samt seinem Inhalte verschwunden. Glauß und Genossen hatten fich das nötte Kleingeld ge= holt, um zum faftigen Bratenfleisch die zugehörigen zutaten kaufen zu können. Ein Krüppel als deutscher Spion". Aus London wird der Inf." geschrieben: Welchen Unfug die Spionitis der Engländer anstiftet, die unter allen Umständen deutsche Spione als Ersatz für die vielen englischen Spione in Deutschland entdecken wollen, ergibt sich aus folgender Geschichte, die in englischen Blättern erzählt wird. Die Spionenfurcht der Engländer führte nämItch fürzlich zur grausamsten Mißhandlung eines hilflosen Krüppels, der sich infolge seines Holzfußes nur mühsam von der Stelle schleppen fonnte und außerdem fast erblindet ist. In dem englischen Hafen Middlesbrough, der an der Ostküste Englands Itegt, lebt dieser Unglückliche seit Jahren, ohne daß man thn behelligt hätte. Er ernährt sich fümmerlich durch kleine Besorgungen, welche er für die ankommenden und abfahrenBen Passagiere macht. Plöslich macht sich aber vor einigen Tagen eine heftige Erregung der Hafenarbeiter gegen ihn bemerkbar. Da er als Deutscher niemals in engen Kontakt mit seiner Umgebung fommen konnte, stand er dort allen fremd gegenüber, obwohl man ihm bisher, abgesehen von einigen Spötteleien, nichts getan hatte. Nunmehr machte man allgemein gegen ihn Front und drohte ihm, der garnicht wußte, worum es sich han= belte, mit dem Lynchen und vergriff sich auch an thm. Einzelne Arbeiter traten ihn sogar mit Füßen, andere fügten ihm blutende Hiebe mit ihren schweren Stangen zu. Nur dem energischen Eingreifen der Hafenpolizet Ist es zu verdanken, daß sein Leben gerettet wurde. Nunmehr wurde auch die Ursache der plötzlichen Ge bäfftgfett konstatiert, ein Herr, der in Middlesbrough gelandet war, um seine Reise nach Westmorland fortzufegen und allgemein für einen deutschen Offizier in Zivil gehaltet wurde, hatte dem Krüppel sein Handgepäck zum Transport ins Hotel übergeben und sich auch mit thm einige Minuten unterhalten. Dieses harmlose Ge spräch hatte aber schon genügt, um das allgemeine Mißfrauen zu wecken. Welche Geheimnisse dieser Krüppel, der den Hafen fahrelang nicht verlassen hat, verraten tönnte, tst teden denkenden Menschen ziemlich klar. Jebenfalls aber beweist dieser Vorfall, daß die Spionen= furcht in England nicht nur in der Hauptstädtischen Presfe grafftert, sondern auch in den weitesten Kreisen der Candbevölkerung Fuß gefaßt hat. Eine Millionenstiftung für Bankerotteure. Die Gattin des Juwelters Jwanow hinterließ, wie der Inf." aus Petersburg geschrieben wird, in ihrem Tetament eine eigenartige Stiftung in Höhe von 2 Mil ltonen Rubel. Ste verfügte nämlich, daß das Geld für bankerotte Kaufleute verwendet werden solle, mit der Begründung, daß bisher noch niemand daran gedacht habe, für diese Unglücklichen, die des Lebens Notdurft faft am schärfften erfahren, irgend eine wohltätige Stif= tung zu errichten. Ein Bankerott bedeutet fast immer bet etnem ehrlichen Kaufmann das Ende seiner wirtfchtftlichen Selbständigkeit und ein großes Unglück. Das Ste gleiche gilt von Bankerotten von Handwerkern. hinterließ darum thr großes Vermögen den bankerotten Kaufleuten und Handwerkern. Von einer Million Rubel soll ein Sanatorium gebaut werden, in dem diefenigen Kaufleute und Handwerker, die vielleicht durch die Aufregungen ihres Ruins Schaden an ihrer Gesundheit gelitten haben, für mehrere Wochen Ruhe und Erholung finden sollen. Der Rest des Geldes wird das zu verwendet, die Töchter von bankerotten Kaufleuten, bie meistens früher bessere Tage gesehen haben, zu unterstützen und fte für einen passenden Beruf vorzubereiten. Das Sanatorium wird bei Petersburg errichtet werden. Der ganze Betrag, der für bankerotte Kaufleute bestimmt ist, ist den Aelkesten der Kaufmannschaft zu Petersburg übergeben worden und beträgt nach Abzug aller Legate usw. nach deutschem Gelde 8 Millionen Mark. Zwei Millionen Mark sind für SchuTen für Handwerkerkinder bestimmt. Diese großartige Stiftung, welche die erste ihrer Art sein dürfte, ist nun von einer Gruppe sich erbberechtigt dünkender Personen vor Gericht angefochten mit der Motivierung, die alte Erblassert set nicht ganz zurechnungsfähig gewesen. Der Aelteste der Kaufmannschaft meint, daß der Prozeß nichts anderes bezweckt, als die Kaufmannschaft zu Dabet war der junge Mann so ehrerbietig und thr Liebling zeigte sich so unendlich glücklich! Mit Schaudern dachte sie auch an die Verhältnisse auf Dteskau und so wirkte alles zusammen, um sie in ruhigem, güttgem Tone sagen zu lassen:„ Sie müssen es einer alten Frau zu Gute halten, Herr Holtau, wenn sie den thr anvertrauten Schatz mit größter Sorgfalt hütet. Bitte, sezen Ste sich." Sie war besiegt und Hilda küßte sie zärtlich. Holtau entwickelte seine Pläne für die Zukunft. Als er endlich geschieden war, sagte Frau von Herstell zu Hilda: " Den hätte ich wahrhaftig auch genommen!" " Stehst Du, Muttchen, hast Du nicht ein kluges Pflegekind?" Still war es auf Dieskau geworden. Der alte Herr war frank. Er litt unter der grauenhaften Angst vor bem Wiedersehen seines Bruders, der dann jedenfalls besser gerüstet sein würde, um seine Identität zu beweisen und diesem Beweis Nachdruck zu geben. Mit Hermanns Tode wären freilich all die tückischen Streiche begraben gewesen, die er- Bodo einst gegen den Bruder ausgeführt hatte, um ihm die Gunst des Ontels zu entziehen. Die Beseitigung des Trauscheines und des Blattes im Kirchenbuche, die beide seinen Namen als Trauzeugen verzeichneten, war nur die notwendige Folge seiner übrigen schlimmen Handlungen. Um den Sprößling Hermanns hatte er sich nach dem Tode der Mutter nicht mehr gekümmert, der war ja zum Bastard gestempelt, wenn sein Zeugnis ihn nicht legitimierte. Um den Bruder von den heimischen Verhältnissen völlig loszulösen, hatte er ihm gleichzeitig mit dem Tode der Mutter auch den des Kindes gemeldet, und spätere Briefe Hermanns, die an ihn gelangten, nicht mehr beantwortet. Un in den Besitz des Majozwingen, auf ein Kompromiß emzugehen, wozu fie iedoch nicht geneigt ist. Es ist auch keine Aussicht vorhanden, daß die angeblichen Erben mit ihrer Klage Erfolg haben. Man kann annehmen, daß das Asyl für Ban ferotteure schon in ganz furzer Zeit erbaut wird. Unter dem Wagenverded erstickt, Eine furchtbare Ueberraschung erlebte die in der Rathenaustraße in Oberschöneweide bei Berlin wohnhafte Frau Mai. Während sie in der Küche das Mittagessen zubereitete, spielten ihre beiden ein und drei Jahre alten Kinder im Simmer am Kinderwagen. Die dreijährige Ger= trud war auf einen Stuhl geklettert und machte sich mit der im Wagen Itegenden jüngeren Schwester zu schaf= fen. Beim Spielen klappfe das hochgezogene Wagenhöfen felten erlebtes Ereignis. Ihre Nachkommenschaft besteht aus 5 Kindern, 7 Schwiegerkindern( einschließ lich der zweiten Ehe), 32 Enkeln, 13 Urenfeln und de ren Gatten und Gattinnen. Der Kurfürst Johann Ge org hatte dagegen 29 Kinder, von denen ihm 10 die oben erwähnte jüngste Gattin der Hohenzollern schenk te, ferner hatte er 4 Schwiegerkinder, 10 Entel, 1 Ur enfel und 4 Urschwiegerfinder. Aus diefer Zusammen stellung ist zu ersehen, daß unser Hohenzollerngefchlecht stets aus gesundem, fruchtbaren Stamme entsproß, und daß es noch Aussicht auf ein langes Blühen und Gedethen hat. verbed plößlich zuſammen und traf das Genie der Riesenschwindeleien eines falschen Affeffors Gertrud so unglücklich, daß die Kleine vollständig eingeengt wurde und einen elenden Erstickungstod fand. Als die Mutter bald darauf das Zimmer betrat und Die das Mädchen befreite, war es bereits zu spät. Leiche ist vorläufig von der Polizei beschlagnahmt wor den. Die böse Lebensversicherung. Von einer merkwitrdigen Maßnahme des türkischen Gouverneurs von Betrut berichtet dte ägyptische Zeitung El Akhbar; danach hat der Mufti vor kurzem einen Erlaß veröffentlicht, burch den er allen Mohammedanern feines Amtsbezirks aufs strengste verbietef, Lebensversicherungen bet europäischen Gesellschaften aufzunehmen. Der Gouverneur beruft sich dabei weniger auf das im Laufe der Jahrhunderte durch die Ereignisse längst überholte mohammedanische Gesetz, das jeden Handel mit Ungläubigen verbietet; der Muftt scheint bet seinem Verbote vor allem moralische Ziele zu verfolgen. Denn er macht in seinem Erlasse wörtlich geltend, daß eine Lebensversicherung nur ein Akt„ verschleierter Habsucht" set und die Habsucht wird im Koran als schwere Sünde gebrandmarkt. Die religiösen Behörden Aegyptens sind in die= ser Beziehung toleranter, denn sie haben es den Gläu= bigen längst gestattet, Lebensversicherungen aufzuneh= men. Schwieriger aber war es, den ägyptischen Mufti dazu zu bewegen, den seiner geistigen Obhut anvertrauten Mohammedanern zu erlauben, thre Ersparnisse zur Bank zu bringen. Die fährliche Abrechnung, die den Einlegern von Geld einen Zinsgewinn anzeigte, erschten auch dem ägyptischen Mufti als ein Beweis, daß dte Habsucht im Spiele set, und es mußten mehrere Jahre verstreichen, ehe die mohammedanischen Geistlichen Aegyptens zugaben, daß die Benutzung einer Sparbank feine Verlegung der heiligen Gesetze des Islams hetschen. Familiensegen im Hanse Hohenzollern. Aus Anlaß der Taufe des Jüngsten Hohenzollernprinzen werden der Inf." einige interessante Einzelheiten über den Familiensegen im Hause Hohenzollern mitgeteilt: Die engere Familte unseres Kaisers besteht augenblicklich aus 27 Mitgliedern. Unser Katserpaar bat 6 Söhne und 1 Tochter. Von den Söhnen sind be= fanntlich 3 verheiratet. Die Familie des Kronprinzen besteht wiederum ous 6 Personen, nämlich dem Kronprinzen, der Kronprinzessin Cäcille und den 4 kleinen Prinzen. Die Schwester des Katsers ist mit dem Erbprinzen von Sachsen- Meiningen verheiratet; und sein Bruder Prinz Heinrich, der fich am 24. Mat 1888 mit der Prinzessin Frene von Hessen vermählte, hat 2 Söhne, Prinz Waldemar und Prinz Sigismund. Die anderen 3 Schwestern des Katsers find Prinzessin Viktoria, die mit dem Prinzen Adolf zu Schaumburg- Lippe vermählt ist, die Prinzessin Sophie, vermählt mit dem Kronprinzen von Griechenland und die Pinzessin Margarethe, die Gemahlin des Prinzen Friedrich Karl von Hessen. Von anderen interessanten Daten, die den Kinderfegen im Hause Hohenzollern betceffen, set noch erwähnt, daß in den Jahren von 1400 bis 1700 fich 5 Zwillingsgeburten ereigneten. Die Bemahlin des Kurfürsten Friedrich 2. gebar Zwillinge, desglets chen Magdalena von Sachsen, die Gemahlin Joachims 2., und Lute Henriette von Dranten, die Gemahlin des roßen Kurfürsten. Für den Kinderfegen ist es bezeichnend, daß während 316 Jahren die Erbfolge im Haus Hohenzollern stets in der direkten ununterbrochenen männlichen Linte fortbestand, und zwar vom Regierungsantritt des Kurfürsten Albrecht Achilles bis zum Tode Frieurichs des Großen, also von 1470-1786. Den reichsten Kindersegen hatte Johann Georg, da die Gesamtzahl seiner Kinder 23 betrug. Er hatte auch eine Gattin in dritter Ehe, welche die füngste Braut im Hohenzollernhause darstellt. Als er sich nämlich mit der Brinzessin Elisabeth von Anhalt vermählte, war diese faum 14 Jahre alt. Schließlich et noch diejenig: Hohenzollernherrscherin erwähnt, die noch bei ihren Lebzeiten den größten Nachkommenfreis um fich versammelt sah. Es ist dies die Gemahlin Joachims 1., Elifabeth von Dänemark, welche 70 Nachkommen erlebt hat. Schon eine uralte Hoschronik von der Lebens- undRegierungsgeschichte der Hohenzollern preist diese Tatsache als ein an Fürstenrates zu gelangen, war es eben nötig, Hermann als tot bezeichnen zu können. Schon damals zweifelte er nicht an Hermanns Tod, er glaubte sicher, daß er im Kriege gefallen set, aber er bedurfte eines schriftlichen Nachweises und so verschaffte er sich durch Bestechung einen gefälschten Totenschein; bei den Zuständen in den Südstaaten nach dem Krieg gelang dies ohne besondere Schwierigkeit. Er war flug genug, fich, fobald er Majoratsherr geworden war, vorsichtig nach dem Verbleib des in Brettenbach geborenen Knaben zu erkundigen; aber die Tatsache, daß die Ehe der Marie Steger mit seinem Bruder nicht öffentlich anerkannt war, beruhigte ihn die vom Geistlichen im Kirchenbuche hinzugefügte Bemerkung dünfte ihm wertlos. Der Einzige, der die geschlossene Ehe noch bezeugen konnte, war er selbst, denn damals, bei Bestbergreifung des Majorats, weilten der Pfarrer, der Hermann getraut und der Küster, der als zweiter Zeuge gedient hatte, nicht mehr unter den Lebenden. Ob der Knabe noch lebte, wußte er selbst nicht. Aber woher wußte Hermann, daß er gelebt hatte, daß die Nachricht er sei mit der Mutter zugleich gestorben, falsch gewesen war? Er hatte sich freilich, als er diese Lüge nach Amerika übermittelte, für den Fall der Ente deckung der Wahrheit vorgenommen, zu behaupten, er set durch eine falsche Mitteilung getäuscht worden und habe sie später widerrufen. Daß in jenen Kriegszeiten der Brief an einen Offizier der Rebellenarmee nicht angekommen war, Iteß sich leicht vorschüßen. Mit dem Tode Hermanns, mit dem Bodo mit Sicherheit gerechnet hatte, waren alle Ausreden überflüssig geworden. Selbst wenn der Knabe noch lebte, war seine legitime Abkunft dann nicht zu beweisen. Vor Jahren allerdings, das ftel thm jetzt wieder ein, war einmal ein Brief eingelaufen, des Knaben wegen. von wem wußte er nicht mehr.- Der Brief war damals vernichtet worden. Später hatte er nie wieder Das Berliner Landgericht beschäftigte sich am Montag mit den großen Betrugsmanövern des Kanzleigehilfen Hans Muller, der unter der Vorspiegelung, er fet ein Oberarzt Dr. Martint von der fgl. Charitee, bezw. ein Gerichtsaffeffor Müller, geradezu ungeheuerliche Betrügereien verübt hat, von denen wir seinerzeit berichtet haben. Die Anklage lautete auf Betrug in fie ben Fällen, in denen der Gesamtschaden mehr als 300 000 Mart beträgt, auf Urkundenfälschung, Führung eines falschen Namens und Betrug gegen den Justizfistus. Müller war zum Teil geständig. Er war früher in einem Patentbureau tätig, wodurch er Kenntnisse in Batentangelegenheiten gewann, und wurde dann Kanzletgehilfe beim Amtsgericht Berlin- Tempelhof. In diefer Stellung geriet er auf die abschüssige Bahn. Unter der Vorspiegelung, daß er glänzende Beziehungen zu einem Geh. Regierungsrat im Patentamt habe, den er nicht nennen dürfe, der aber sein Gönner set und viel erretchen könne, wußte er eine ganze Reihe von Personen durch Versprechen ungeheuerlicher Gewinne in vier Monaten bis zu 300 Mart- zur Hergabe großer Geld fummen zu bewegen. Das Geld sollte nach Müllers Angaben zur geschäftlichen Ausnutzung von Batentanmel dungen in nicht ordnungsmäßiger Form verwandt were den. Der Angeklagte trat fehr sicher auf und wußte durch fein ausgeflügelte Märchen seine Opfer, metft Beamte, die in Geldsachen sonst außerordentlich vorsichtig sind, in völlige Sicherheit zu wiegen. Dazu halfen ihm auch Quittungen, die er selbst mit der Aufschrift Depotabteilung des faiserlichen Patentamtes" hatte" bedrucken lassen. Er unterschrieb entweder als Dr. Martint oder als Assessor Müller. Auch gefälschter Stempel und Formulare bediente sich Müller, dem die Gelder in ungeahntem Umfange zuflossen. Vor allem suchte er sich auch mit den Familien setner Opfer gut zu stellen. Er brachte den Frauen seiner Bekannten und Geldleute Theaterbillets mit. Auch versorgte er die Familien mit billigen Delikatessen, Lackschuhen und anderen Waren, wobei er die Mehrkosten immer aus seiner Tasche bestritt. Diese Ausgaben trugen reichliche Früchte, da die Leute immer vertrauensfeltger wurden und immer größere Beträge hergaben, die im einzelnen bis auf 80 000 Mark anwuchsen. Der Angeklagte wohnte bei seinen Eltern und führte hier ein recht bescheidenes Leben. Dagegen bewegte er sich in den Nächten als Lebemann, er besuchte Bars und feine Weinrestaurants. Er unternahm ferner verschiedene Vergnügungsreisen, bet denen er nur erster Klasse fuhr, und gab dabet das Geld mit vollen Händen aus. Für seine Braut, eine Abteilungsvorsteherin in einem Wa renhause, die um sein Doppelleben nichts wußte, schaffte er wertvolle Delgemälde, Teppiche, Silberfachen usw. zu der bevorstehenden Hochzeit an. Schließlich kamen etnem der Geldleute des Angeklagten doch Bedenken. Er machte dem Kriminalkommissar Kuhn Mitteilung von Möllers Geldgeschäften, und Kuhn erkannte sofort, daß es sich um einen Schwindler handeln mußte. Er verhaftete Möller, als dieser eben ein Weinrestaurant verließ. In seinen Taschen fand man einen Barbetrag von 107 000 Mart. Da Monter außerdem noch mehrere andere große Schläge" vorhatte, nimmt man, an, daß er in furzer Zeit geflohen wäre, wenn ihn sein Schicksal nicht ereilt hätte. Die von ihm erschwindelten Summen schäßt man auf 400 000 Mart. Auf die Frage des Vorsitzenden, wie er zu den Betrügereien gekommen fet, antwortete Müller, er habe immer davon geträumt, reich zu werden. Dies sei schon in der Schule der Fall gewesen, wo er oft bel Extemporalien Säße ausließ und der Lehrer ihm dann fagte, daß er geträumt habe. Er habe auch immer eine Stimme gehört, die ihm zurufe: Geld, Geld, Reichtum!" Es wurde in der weiteren Berhandlung u. a. festgestellt, daß Müller sehr viele Theaterbillets faufte und wöchent lich dafür etwa 100 Mark ausgab. Einmal hat er sechs Carusobillets auf einmal gekauft und dafür 180 Mark bezahlt. Die Billets hat er nach seiner Angabe timmer verschenkt, weil es ihm Freude machte. Als„ Oberarzt Dr. Martini" hat er auch einmal ein Rezept verschrte ben! Ebenso wie fremde Leute sind auch seine Geschwtster und seine Braut durch ihn betrogen worden. Der Angeklagte wurde wegen wiederholten Betrugs und schwerer Urkundenfälschung zu vier Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. etwas davon gehört. Der Knabe war gewiß längst ge= storben, sonst hätte man sich noch einmal an ihn gewandt, nachdem er in den Besitz des Majorats gekommen war. Von dieser Seite war also nichts zu fürchten gewesen. Nun erschien, einem Blize aus hetterem Himmel gletch, der totgeglaubte Bruder, um das Majorat und Rechenschaft zugleich zu fordern. Unaufhörlich wälzten sich peinigende Gedanken durch sein Hirn und mit jeder Post erwartete er, aufgefordert zu werden, das zu Unrecht an ihn gelangte Besitzrecht aufzugeben. Das waren die Sorgen des Vaters, und seinem Sohne Harald wurde mit dem fortschreitenden Tage auch immer unheimlicher zu Mute. Die Nachricht von dem durch einen„ unglücklichen Zufall" zu Tode gekommenen Fremden fraf nicht ein. Lebte er noch, oder hatte er sich gleich einem angeschossenen Wild in ein Dickicht zurückgezogen und dort sein, Ende gefunden? Der Lebende war noch gefährlicher als der Tote. Zwischen Gewissensbissen und der Furcht, den Totgeglaubten wieder lebendig vor sich zu sehen, schwankte er hin und her und suchte sich durch den Trunk zu be täuben. An Hilda dachten Vater und Sohn bei dieser so bedenklichen Lage faum. Die Briefe von Frau von Here stell und Hilda waren Harald in die Hände gefallen; er hatte sie unbeantwortet gelassen und nicht einmal seinem Vater davon Mitteilung gemacht. Er betrachtete es als etne tödliche Kränkung, daß Hilda seine und seiner Fa milie Lage durch die Hetrat mit Safal nicht verbessert hatte. Am liebsten hätte er Dieskau verlassen, in die Welt hinauszufliehen, aber er durfte den schwachen Vater test nicht allein lassen, auch fehlte ihm das nöttge Geld. ( Fortsetzung folgt.) Kopfstehen muss ich vor Vergnügen immerzu, wenn ich mit Servus putz meine Schuh Servus bester Schuhputz Ueberall zu haben in Dosen à 10 und 20 Pfg. Fabrik Lubszynski& Co., Berlin- Lichtenberg. Soeben erschienen: Die Kunst der Spekulation. Aus dem hell: Welche Papiere gewählt werden sollten. Wie man Gewinne erzielen kann. Wie ein Verlust in einen Gewinn verwandeln kann. Amerikanische Papiere. Fingerzeige für Spekulanten. Winke für Kapitalisten etc. etc. Kostenfrei erhältlich durch: BROWN SAVILLE& BRO., 83, NEW OXFORD ST., LONDON. Es ist keine Jilusion sondern wissenschaftlich anerkannte Tatsache, dass der Kakao berufen ist, eine besondere Rolle im Wirtschaftsleben eines Volkes zu spielen. Er besitzt alle Bestandteile, die zur Ernährung des menschlichen Körpers nötig sind, wie Eiweiss, Fett, Kohlehydrate und Mineralsalze. Kakao bildet daher frisches Blut, stärkt Muskeln, Nerven und Gehirn und schafft so Gesundheit, seelische Stärke und Widerstandskraft. Reichstag und Bundesrat erkannten die hervorragenden Eigenschaften des Kakaos für die Volksernährung und Volksgesundheit dadurch an, dass sie durch Herabsetzung des Zolles dieses wertvolle Nahrungsmittel breiteren Schichten des Volkes zugänglich machten. Kakao bewahrt nur dann volles, frisches Aroma und stets gleichmässigen Geschmack, wenn er durch luftdichte Verpackung gegen fremden Geruch geschützt ist. Man kaufe daher Kakao stets In Originalpackung. Stollwerck Gold- Kakao Verdingung. Illustriert. Für die Provinzial- Siechenanstalt Oberhessen zu Gießen sollen für die Zeit vom 1. April 1912 bis 31. März 1913 im Submissionswege bergeben werden: Prospekte Die Lieferung von: 1. Fleisch und Wurstwaren in 2 Losen, Spezeretwaren, Kaffee, Tee und Kakao, Süßrahmbutter, Eler, Milch und Backwaren. 2. Ca. 8000 Str. Hüttenfors} in der Korngröße M 4000 " " 40-60 mm 600 Steinkohlen( Nußkohlen 1) und 20 rm Tannenscheitholz. 3. Kernseife, Schmterseife( weiße u. gelbe) u. Soda. 4. Buzlumpen und sonstiges Reinigungsmaterial. 5. Bürstenwaren und Kämme. 6. Porzellan- und Glaswaren. 7. Verschiedene Materialien für Kleider pp. Versiegelte mit entsprechender Aufschrift versehene Of. ferten find bis zum Eröffnungstermin Freitag, den 23. Februar 1912, vorm. 9 Uhr auf dem Verwaltungsbüro einzureichen, woselbst auch die für die Lieferung geltenden Bestimmungen an den Wochen. tagen von 3-5 Uhr nachmittags eingeseh. werden können. Gießen, den 29. Januar 1912. Direktion der Provinzial- Siechenanstalt Oberhessen. Herzlichen Dank titl. Einwohnerschaft Gickens, insonderbelt der gar nicht hoch genug zu schäßenden Damen und Herren, die, durch Besuch unsrer Einführungsveranstaltung, das Eis der Voreingenommenheit gebrochen haben. Der Siekener Boden ist für Karneval geschaffen, Hu mor, Wiz und Satyre findet Einlaß, wir dürfen daher wohl mit Euch sagen: Der Würfel ist gefallen, einem gefunden und gesittenen Karnevalhumor haben sich viel Freunde unterstellt. Es sei daher zur II. Fektsitung, Montag den 5. Februar cr. heute schon die Parole ansgegeben: Ob wir arm sind oder reich die Schellentapp macht alles gleich" und Weiblein wie Männlein zählen- ohne Rangunterschied- eine närrische Kopffteuer von 100 Pfennig, wodurch für den Karneval Gießen's gleich die richtige Devise für die Zukunft niedergelegt ist. Mögen nun zu dieser 2. Festfißung noch alle die jagbaften Geister sich auch einfinden, um damit dem in Bildung begriffenen neuen ,, Allgemeinen Karnevalverein Gießen ein Bild der Gesamtbürgerschaft als Fundament in seine Wiege zu legen und wir werden dant langjähriger Erfahrungen- wiederum eine qualitätsreiche Cigung bieten. - Und so rufen wir denn nochmals für uns erwiesenes Vertrau en dankend schon heute zur II. Sigung am tommenden Mou tag ein herzlich Willkommen und ,, Gut Cink" zu und glauben schließlich noch eine Freude dadurch zu bereiten, wenn wir melden fönnen, daß unser Hauptvorfizender sich bereit erklärte, den Gießener Karneval besonders der Zugsfarneval weiter vorzubereiten bezw. durchzuführen. Der Verwaltungsrat des Bundes der Karnevalvereine Deutschlands. Bedeutende, altrenomierte Steinhagener Steinhäger - u. Kornbranntweinbrennerei sucht für den Vertrieb ihrer erstklassigen Fabrikate bei der WirteKundschaft gut eingeführte Vertreter Offert. fub. K. 3. 7574 an Rudolf Mosse, Cöln. baben Stets Käufer für Geld! Villen, Wohn- und Geschäftshäuser buftr. Betriebe feber Branche, Grundstüde Geld I und Kataloge Automobile kostenlos Tourenwagen, DIXE Schnell! Sportwagen, Luxuswagen, Lieferungswagen Lastwagen, :: Lastzüge:: mit staatl. Subvention. Zuverlässig! Beste Bergsteiger 1 2 a Sparsam! S 11 Zahlreiche, vorzügliche Zeugnisse und Empfehlungen. ( Zeugnisheft gratis u. franko). Eigene grosse besteingerichte Fahrbahn zur ungenierten kostenlosen Erlernung des Fahrens für Käufer. Tatkräftige, solvente Vertreter welche in der Lage sind, selbst einen Vorführungswagen zu halten, werden für grösseren Bezirk gesucht. Fahrzeugfabrik Eisenach in Eisenach. Seit 25 Jahr. Hefert| Geflügelhof ,, Westfalen" Elferfeld- Sieg ein wirkt. gut. Legehuhn. Katalog gratis. 3 vorzüglich gerittene junge Damen Preisreit- und Preisspring- Pferde wertvollste Tiere, wegen Einschränkung des Stalles abzugeb. ( Aeußerst zutraulich und garantiert straßenfromm.) Baron Kreß, Nürnberg, Burgstraße Nr. 10, 1. Stock. Achtung! Billiges Fleisch! Geehrter Herr Apotheker! Wichst Gott banle t Ihnen für ale qufe Rino- Salbe, ble sich an meinen Barben, felt 4 Sabren naffe, freffende Blechte, gut bewährt hat Indem ich Ihnen nochmals meinen Berstichten Dank entgegenbringe, be grüße to Sle bochachtungsvoll Wwe. H. Bmart, 1.A1. 1905. Diefe Nino Salbe wird mit Erfolg geen Belalelden, Flechten und Baut Ewen angewandt, i tn Dofen a . 1.15 und 2.1.25 in den potheten Borrätig; aber er echt in Original padung welß grin rot und Firma Schabert& Co., Weinbohla Dresben. Fälschungen welse man surild. 10 Bfb. Baret für 6,50 Mr. franto Kreditverein Reichelsdorf i. B Nachnahme, enthaltend Rind- u. Schweinefleisch ohne Knochen. R. Grübel sen., Cabarz, bei Waltershausen 73. 250 mk. monatlich berbient jedermann, auch als Nes benverdienst, garantiert pro Std. 2 Mr. Näher. gratis und franto. Glaser, Pforzheim, Göthestraße 43. gewährt jedem neu zugelassenen Mitgl. ohne Unterschied d. Stan bes. Darlehen auf Möbel etc. Prospekt gratis. Gegen hohe Bezüge werden von alter angesehener Pferde- u. Vieh- Vers.Ges die nach modernen Einrichtungen Versicherungen zu festen Prä Brauchen Sie Geld? Auch mien abschliesst, für die Hebung ohne Bürgen. Ratenzahlung der bestehenden Organisation Schreib. Ste sof. an F. Berlin C. 2. Bürohaus Bötüchtige Inspektoren Burgstraße 30. 6. Oberländer& Co. Otzenrath( Rheinland), liefern Beforge Darlehen an fichere Stroh Leute, von Mark 50 bis aller Art vorgemerkt und bitten Berkäufer Mr. 2000. Neell. berartiger Objekte ben fostenlosen Besuch unferer Bertreter sweds Rudsprache zu ber langen. Reelle und diskrete Unterbreitung. Vermiet.- und Verkaufs Zentralo Frankfurt a. M.( Hansahaus) Kaufmann Kollmann, Marburg, Hirschberg 15( Laden). auch zu Futterzwecken geeignet, franko jeber Bahnstation. ut möbl. 3immer zu verm. Landmannstraße 4. für Platz und Reise gesucht. Dauernde angenehme Stellung. Off. von vers. Fachleuten erbeten unter F. P. Z. 769 an Rudolf Mossse, Frankfurt a. M. Rheumatismusmark. Aufklärung zur Selbsthilfe trante erhalt. geg. 20 Pfg. Briefs Briefadr. Postfach 135, Halle a. S. 203. Mein Haar fast verloren Latten Jahrelang litt ich unter schrecklicher Schuppenbildung, verbunden mit unerträglichem Juckreiz, ich getraute mich fast nirgends mehr hin, weil mir die Schuppen tote Wiehl aus dem Haar schneiten und dabei verlor ich in kaum einem Jahr mehr als die Hälfte meines schönen Haares! Es dürfte kaum ein Saarmittel existieren., das ich, nicht in meiner Verzweiflung versucht habe, ich habe eine Unmenge Geld dafür ausgegeben, jedoch alles war vergebens, nichis half! Durch Zufall erfuhr ich ein Rezept, das von einem ersten Haarspezialisten stammt und das einen bekannten Herra, der daran war, vollständig fahlköpfig zu werden, das Haar gerettet hatte. Ich ließ mir das Mittel anfertigen, muß aber gestehen, daß ich außerordentlich skleptisch an die Benugung ging, weil ich selbst nicht mehr auf Hilfe hoffte. Meine Ueberraschung werden Sie sich vorstellen können, als ich nach dreitägigem Gebrauch einen Erfolg sah, wie ich mir ihn nie hätte träumen lassen. Meine Schuppen waren wie weggeblasen, das Jucken ver schwunden; sonst sab es beim Fristeren in meiner Umgebung aus, als ob ich Zucker verstreut hätte, jezt hatte ich taum ein paar Schuppen im Kamm, sonst ging ein ganzer Busch meist kurzer Haare, feßt faum ein paar aus. Ich war derart überrascht, daß ich den Erfolg fast selbst nicht glauben wollte und meinen Bekannten das Mittel zu versuchen gab, die aber ohne Ausnahme dasselbe Resultat erzielten! And bis heute hält der Erfolg unverändert an, mein Haar entwickelt sich wieder zur früheren Fülle und hat ein ganz anderes Aussehen erhalten, früher brüchig und spröde, ist jetzt weich und biegsam! Das Mittel ist eine vollständig neue Entdeckung und hat mit anderen Mittelu, die meist mit einer Riesenreklame angeboten werden, nichts gemeinfam. Wenn Sie das Mittel kennen lernen wollen, schreiben Sie mir eine Postkarte mit Ihrer genauen Adresse, ich laffe Ihnen dann sofort eine genaue Beschreibung und eine große Probe vollständig kostenlos zugehen, nur wollen Sie mir bitte sofort schreiben, da ich nicht weiß, ob ich bei der kolossalen Nachfrage in Zukunft noch das Muster gratis geben kann. Adressieren Sie bitte Ihre Postkarte( nicht Brief, auch weder Geld noch Marken bets fügen) an Fel. Lene Hertsch, Niederoderwiz- Sachsen Nr. 1263. Spalieren, Gartenhäuschen, Blumengittern, Laubgängen u. Schat tendecken. Wilh. Streck, Bonn. Umsonst reichhaltiges Musterbuch Nr. 10. Gut möbl. Zimmer zu vermieten. Liebigftr. 76 Einfach möbl. Zimmer zu bermieten. Schottstr. 10 But möbl. Simmer zu verm Steinstraße 23 I. G" ut möbl. Zimmer zu berm Kaiser- Allee 31p. Schön möbliertes Wohn- und Schlafzimmer, zu vermieten. Gut Ederstraße 1, Ecke Norbanlag möbl. Zimmer zu vermieten. Landgrafen Straße 21 Di Hie des eine stand ich i Er i Lan Ein neuz ha Uni ten in Spe war ihr zahl Gr. Kai bab an dere ren gen Tie M un ber ruf der ge zu ge eri ru F gr g & te la J G a 31 m G S C di lu ite tet ba fo zu L 34 m fa 200 be de die un un Er get lan Ba D P Eigentum und Verlag der Gießener Zeitung 6. m. b. H., Verantwortlich: Albin Klein.