Erinnerun dem Bildnis rd Mühlma lle a. d. G. Le mit Bism den Locken e grau jein bleicht, da feiner Fam in Augusta, S Gemahlin Sießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) rich Wilheeljährlich 1,20 M., vorauszahlbar, frei ins Haus. ch Wilhelm geholt in unferer Expedition oder in den Zweigertriebenen gabestellen vierteljährlich 90 Pfg.- Erscheint er Leser woche und Samstags. rungen nig Sald hunder 83. Redaktion: Selters. Für Aufbewahrung oder Rücksendung Cousine Hit verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Smard. Die Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. v. r. 96. 1. Blatt. in unseres Kind we Zur Lage auf dem Balfan. er= im Bud Gericht hatte Streitfade Wien, 29. Nov. Von maßgebender Seite blein wurde man neuerdings, daß die energische diplomatische , daß seinen erst nach Friedensschluß mit der Türkei eintreten en Brutapp Desterreich wird dann Serbien in durchaus beeilten sich endlicher Weise auffordern, Albanien zu räumen. Watte der diese Aufforderung erfolglos sein sollte, wollen vertrauen, in reib und mächte gleichzeitig eine Desind. Das habe unternehmen. Falls auch diese ohne Ergebnis Franziskus n würde, erfolgt ein befristetes Ultima de von der amten vorfór Budapest, 29. Nov. Ein Berichterstatter des übergeben. Ursay" hatte eine Unterredung mit Herrn von die Eltern derlen- Wächter, der erklärte, daß die heutige jetzt fräftig werden. So lige Beurteilung der Lage unbegrünm es zurütiei, ebenso wie vor einiger Zeit die pessimistischen , als manteilungen übertrieben waren. Der Staatssekretär fleines Maweiter: Die Großmächte billigen vorläufig das türlich prote ebende geduldige Vorgehen Desterreichs. Die Konrschiebung; b wester, das sei gegenwärtig noch nicht am Platze und könnte selbe, das ihrhaupt nur einen registrierenden Charakter haben. sei. Dabe auf Albanien abzielende Aktion der Balkanstaaten , brachtenbuspreche nach seiner Ansicht den vorher von den Arztes, ters anstaaten sich gesteckten Zielen des Krieges. Die Pflegerin rardus bei mächte begrüßen die Stellungnahme Desterreichs daß das Flindnisvoll und billigend. Deutschland und gewesen seie erreich arbeiten einträchtig zusammen. Sihnen a anzuerfennau icht mehr ht nachwei Bonsul Prohaska mißhandelt! Oesterreich verlangt Genugtuung. s Hospitals Die Nachrichten, die von dem vom österreichisch= wundenen grischen Minister des Aeußern zur Untersuchung der tapparate are des Konsuls Prohaska entsandten Konbei dieser Edl aus Prizrend an den Wiener kompetenten Stelden, die inlaufen, lauten, so wird aus Wien telegraphiert, den Insassengeheuerlich. täblein an Wien, 29. Nov. Es steht nunmehr fest, daß die è angenehme den Serben in Prizrend und namentlich im Daraufhin an auf einenreichisch- ungarischen Konsulat verübten AusschreitunVerlust ihr geradezu haarsträubend sind. Das österiche Konsulat wurde, trotzdem die Flagge auf Gebäude gehißt war, ge stürmt und geplünund der Konsul tätlich mißhandelt. österreichische Regierung wird sofort nach Veröffentng dieser Barbareien ihre Forderungen in Form Ultimatums an die serbische Regierung ste!- Wie es heißt, werden drakonische Maßnahmen ie Forder emgemäß. .Reissen lasche M 1,30 kmaschi me liefert mil ter denkbar ingen( Katalog ch, Braunschwe en Werde Kami obeline planemine beline stbewährt apolitur all erhaltlic Das Glückskind. Roman von Irene von Hellmuth. ( Nachdruck verboten.) An einer derselben stand in großen, schwarzen Babstaben auf weißem Grunde:" Städtisches Verant L." Doch sie war verschlossen und alles Rüthalf nichts." Umsonst," murmelte Röschen betrübt, es ist für ezu spät geworden, ich dachte es mir. Arme Kinnun habt ihr den ganzen Weg vergebens gemacht," dte sie sich an die vor Kälte zitternden Mädchen, müssen nun wieder umkehren und morgen nochvorsprechen." Silends wurde derfelbe Weg wieder zurückgelegt. Röschen zürnte sich bereits selbst, daß sie Hermann in nicht Auskunft gegeben, sie bereute ihr Benen schon wieder und nahm sich vor, gleich morgen den Geliebten zu schreiben. Der Zorn war vollständig verflogen, sie hoffte im Sillen, Hermann noch zu treffen, dann wollte sie ihm Les fagen. Doch öder als vorher lag die Straße, feine Men= nicele war zu sehen weit und breit. Mißmutig und ufrieden langte das junge Mädchen zu Hause an. Swer lag die letzte Begegnung auf dem gequälten en, das in bangem Widerstreit der Gefühle nicht te, wo Recht und Unrecht war. Lange floh der Shlaf die brennenden Augen, die Stunden dehnten sich alos hin. In tiefer Ruhe lag das Haus. Nur hin und wiebrang das ferne Bellen eines Hundes oder das Burschen von Rädern durch die Stille der Nacht. Segen drei Uhr morgens klang der Schritt des mehrenden Hausherrn auf den Hallenden Fließen Korridors. Möschen wühlte fich in die Kissen thres Lagers, fich Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 30. November 1912. von der serbischen Regierung verlangt werden, und zwar soll zunächst der kommandierende General seines Ranges verlustig gehen. Die Truppen, die ar: den Ausschreitungen beteiligt waren, folien degradiert werden. Weiter wird die öster reichische Regierung das Verlangen stellen, daß die österreichische Flagge in Belgrad von einem serbischen Infanterieregiment mit Fahnen u. Musif feierlich falutiert werde. Es ist schwerlich anzunehmen, daß sich Serien entschließen wird, auf diese strengen, aber durch Völkerrecht gebotenen Forderungen einzugehen. Inzwischen werden die militärischen Maßnahmen der Südostgrenze fortgesetzt. Vorsichtsmaßregeln in Dentschland und Oesterreich. das an Wie der„ Deutsche Telegraph" von zuverläſſiger Seite erfährt, sind die Eisenbahnviadukte bei Görlig, Liegnig, Hirschberg und BunzI au, sowie andere strategisch wichtige Punkte der schlesischen Bahn einem Wachtkommando unter= stellt worden, das diese Punkte bei Tag und macht aufs schärfste zu bewachen hat. Auch zur Sicherheit der Bahnpost und des Verkehrs auf den größeren Bahn= höfen in Schlesien ist ein besonderer Dienst eingerichtet worden. Wien, 28. Nov. Mehrere Reisende, die heute aus Belgrad zurückkehrten, erzählten, daß die Eisen bahnbrüde zwischen Belgrad und Semlin bereits unter militärischer Ueberwachung steht. Der Eisenbahnzug, der von Belgrad nach Semlin fährt, bleibt auf der Mitte der Brücke stehen, worauf öster= reichische Soldaten den Zug besteigen. Der Bahnhof in Semlin befindet sich ebenfalls unter militärischer Be= wachung; sämtliche Eisenbahnbrücken bis Peterwardein stehen unter militärischem Schutz. Mit einem Wort, es sind alle Maßnahmen getroffen, um eventuell den For derungen Desterreich- Ungarns mit aller militärischen Gewalt Nachdruck zu verleihen. Militärische Rüstungen überall! Bukarest. In aller Stille werden von der Regierung die militärischen Vorbereitungen für alle Eventualitäten getroffen. Die technischen Truppen haben im Zeitraum von 4 Wochen eine 40 Kilo meter lange Militärbahn von Mangalia zur bulgarischen Grenze gebaut. unruhig hin und her werfend. Wollte denn diese Nacht tein Ende nehmen? Der Mond brach siegreich durch die Wolken und strahlte in ungetrübter Klarheit hernieder. Dort oben war Friede- hier unten Kampf und Mühsal. Bleich und überwacht erhob sich das gequälte Mädchen am anderen Morgen von dem Lager. Traurig und niedergeschlagen schlich es umher, so daß Tante Aurelia mehmals fragte: Ist Dir nicht wohl, Du siehst schlecht aus." " Mir fehlt nichts, Tante; es liegt mir nur wie Blei in allen Gliedern." Röschen wollte an Hermann schreiben; aber Trotz und Stolz ließen es doch wieder nicht zu. Auch Böhler erkundigte sich teilnehmend nach ihrem Befinden und fragte sogar, zur großen Verwunderung des Mädchens, wie es der alten Marthe gehe, und ob sie heute beabsichtige, dieselbe zu besuchen. Da sie nur stumm mit dem Kopfe nickte, schenkte er ihr eine Mark für ihren Schüßling. Als Rosi aber gegen Abend wiederum den Weg nach dem Leihause antrat, da ahnte sie freilich nicht, daß Hermann Bächtner vorsichtig im Schatten der Häuser schleichend, ihr von Ferne folgte, um sich von der Wahrheit dessen, was seine Mutter thm heute gesagt, und was er trotz allem nicht glauben wollte, zu überzeugen. Es fonnte nicht möglich sein, und doch war es ihm zur Gewißheit geworden, daß Röschen seiner unwürdig, daß er sie nie und nimmer zu seiner Frau machen fonnte; ein leichtsinniges Mädchen, das heimliche Geschäfte mit dem Versazamt machte, paßte nicht für ihn. Zu Hause angekommen, warf er fich unmutig auf etnen Stuhl und stützte den Kopf in die Hand. Seine Mutter, die auf ihn gewartet haben mochte, flopste ihm auf die Schulter. Nun, was tits, bist Du dest überzeugt Hermann?" ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Blazzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon Nr. 862. 24. Jahrg. Es bestätigt sich, daß die rumänische Regierung Kriegsmaterial in großen Mengen in Desterreich- Ungarn bestellte. die * Paris, 29. Nov. Nach sicheren Petersbur ger Nachrichten ist heute von dort eine Militärkommisfion nach Berlin und Paris abgereist, um auf dem Markte befindlichen Militärtransportwagen aufzukaufen. Die Kommission verfügt über einen Kredit von 5 Millionen Rubel. * Die Entspannung, die sich mit Bezug auf die österreichisch- serbischen Differenzen bemerkbar macht, wird in Rom nur als eine vorübergehende angesehen. Man hält an der Ueberzeugung fest, daß die Stunde der endgültigen Neuordnung der Dinge noch große Schwierigkei ten und Beunruhigungen bringen wird. Vor der Hand freilich scheint ein wesentlicher Schritt zur Verständigung im Gange zu sein. Zunächst haben sich die sechs Großmächte über einen wichtigen Punkt verständigt: AlbaDieser nien wird seine Autonomie haben. Afford, der Desterreich und Italien Genugtuung gewährt, ist das Resultat von Verhandlungen, die im Laufe diefer Woche zwischen den Regierungen stattgefunden haben. Ferner ist feststehend, daß die serbische Resierung sich endlich entschlossen hat, auf Durazzo 31 verzichten. Serbien habe zweifellos auf Ein| wirkung der Großmächte bedeutend eingelenkt. Albanien autonom! Ismail Kemal Bey ist in Vallona eingetroffen. Er besuchte die Konsuln von Italien und Desterreich- Ungarn. Man nimmt an, daß die ProIlamierung der Unabhängigkeit und der Neutralität Albaniens und die Einsetzung einer proviserischen Regierung unmittelbar bevorstehen. Die Unabhängigkeit Albaniens gründe sich auf die Prinzipien der territorialen Integrität und Neutralität. Eine spätere Depesche aus Durazzo besagt, die albanesische„ Nationalflagge", ein schwarzer Aller auf rotem Grund, wurde auf dem Regierungsgebäuden ohne Zeremonie gehißt. Von den Waffen- u. Friedens Verhandlungen. Stonstantinopel. Der bulgarische Sobranjepräsident Da new hat den Vorsitz bei den Friedens= verhandlungen übertragen erhalten. Die Stimmung ist heute in Bulgarien dem Frieden sehr günstig. Die Waffenstillstandsverhandlungen sind noch immer ohne Resultat verlaufen. Der streitige Punkt bei den Verhandlungen sei zur Stunde Adrianopel; das Uebrige gelte als nebensächlich. „ Bollkommen, Mutter." Der Ton flaug wie gereizt, eine große Bitterfeit lag darin. Aus dem Auge der Frau brach ein triumphierender Strahl, und freundlich fuhr sie mit der großen, weißen Hand über das Haar des Sohnes hin. Laß Dich dadurch nicht anfechten, Hermann, trage es wie ein Mann. Solche Frau taugt nun einmal nicht für Dich: es ist ein großes Glück, daß es noch nicht zu spät ist. Nun mußt Du aber rasch der Sache ein Ende leichtsinn machen. Noch heute schreibst Du jenem igen Mädchen ab, und zwar furz und bündig, wie sichs gehört, sie möchte Dich sonst doch einmal umgarnen." Wenn ich, mich nicht selbst überzeugt hätte, Mutter, ich möchte es nimmer glauben, daß sie so ist, wie Du sie schilderst," gestand Hermann seufzend, aber so muß ich wohl. Ich sah sie ganz deutlich in das Haus eintreten wollte dann warten, bis sie wieder heraustam, aber es dauerte mir zu lange. Vermutlich wurde sie drinnen aufgehalten." Den gestrigen Vorfall mochte er der Mutter gar nicht erzählen, wozu auch? Sie würde sich in neuen Schmähungen über das Mädchen ergehen und dies tat seinem Herzen unendlich meh Trotzdem er sich sagen mußte, daß die üblen Nachreden gerechtfertigt erschienen, war es ihm doch fast un möglich, dieselben anzuhören. Er wußte, Tetzee Mutter meinte es gut mit ihm, und dennoch tam fie fo so hart. grausam vor - " Ich weiß nicht, was ich darum gebe, wenn dte Sache nicht wahr wäre," flüsterte er vor sich hin, und Taut setzte er hinzu:„ Ich habe eben tein Glück in der Welt. Und wer kein Geld hat, der ist nichts und wird nie etwas sein. ( Fortfebung folgt.) Der türkische Minister des Aeußern erklärte dem Bertreter der„ Neuen Freien Presse" in Konstantinopel, die Aufgabe Adrianopels würde den Untergang der europäischen Türkei besiegeln und durch Abtrening von Dedeagatsch würden die Dardanellen ständig bedroht. Der türkische Ministerrat beschloß als die äußersten Friesensbedingungen die Abtretung des Ge bietes von Kirf- Kilisse anzunehmen. Dagegen müßten Adrianopel und Dedeagatsch jürisch bleiben. Man hält es für wahrscheinlich, daß die Feindseligleiten nach zwei Tagen wieder aufgenommen werden. Die Lage der Türkei ist jetzt nach amtlicher Auffassung sowohl in militärischer als auch in diplomatischer Beziehung äußerst günstig. Adrianope I fann dem Sturm der serbisch- bulgarischen Belagerer noch monatelang widerstehen und an der Isch at a ldscha Linie werden die Fortifikationen noch von Tag 31 Tag stärker und die Truppen brennen vor Kampfbegier. Die Tatsache, daß der türkische Oberkommandierende Nazim Pascha den Balkandelegierten ein solennes Dejeuner bereitet hat, wird als ein sicheres Anzeicher: dafür angesehen, daß der Friedensschluß doch noch zustande kommen werde, und zwar auf der Basis, daz Adrianopel den Türken verbleibt. Es sei unmöglich für die Türkei, auf Adrianopel zu verzichten, selbst wenn es von den Bulgaren eingenommen werde. Die Türkei bedürfe einer natürlichen, vernünftigen Grenze. Wenn Bulgarien das anerkenne, sei der Friedensschluß leicht zu erreichen. Der„ Temps" betont, daß Deutschland und Desterreich an den Unterhandlungen regen Anteil nehmen. Der Waffen stillstand zwischen der Türkei und Serbien ist bei den Verhandlungen von Bachtschik öi zustande gekommen. Einzelheiten fehlen noch. * * * Von den Briensschaupläken. Sofia, 29. Nov. Zwei türkische Redif- Divisionen ergaben sich den bulgarischen Truppen bei dem Dorfe Merhumli zwischen Dedeagatsch und Dimotika. Belgrad, 29. Nov. Die Serben nahmen gestern Dibra ein. Prinz Georg von Serbien ist in Uesküb am Unterleibstyphus erkrankt und heute nach Belgrad ül erführt worden. Rjeka, 29. Nov. Nach einer Pause von mehreren Tagen ist im Laufe der letzten Nacht ein heftiges Geschüßfeuer gegen die Stellung der türkischen Truppen auf dem Tarabosch unter die Vorwerle von Slutari eröffnet worden. Dasselbe wurde morgens eingestellt. Es herrscht regnerisches Wetter. Der Erbprinz Danilo ist leicht erkrankt und hütet auf ärztlichen Rat das Bett. Athen, 29. Nov. Nach einer Meldung aus Samos ist dort die Vereinigung mit Hellas feierlich erflärt worden. Die Beamten wurden im Namen des Königs Georg von Griechenland vereidigt. Athen. Der Kronprinz drahtet aus Florina: Ein Kavallerie- Regiment nahm Castoria am gleichnamigen See südwestlich Florina ein. In der Umgebung ist bereits eine ganze Division eingetroffen. Die dort veisammelten türkischen Truppen ergriflen die Flucht. Konstantinopel. Die hiesigen Botschafter erhielten folgendes, vom österreichischen, englischen, französischen und russischen Konsul unterzeichnetes Telegramm aus Adrianopel: Die unterzeichneten Konsuln bestätigen auf Ersuchen dem Kommandanten, daß die Angreifer seit 6 Tagen auch die Stadt selbst bombardieren und unterstützen den Protest gegen dieses völkerwidrige Vorgehen. Der Rest der türkischen Besatzung marschiert con Monastir nach Janina, um sich mit der dortigen Garnison zu vereinigen. Die Cholera in Konstantinopel. Konstantinopel, 29. Nov. Amtlich wird befannt gegeben: 51 Cholerafälle sind in Konstantinopel vorgefemmen, davon fast die Hälfte tödlich. Die Epidemic wütet unter den türkischen Truppen in der Tichataldschalinie und in den Cholerabaraden in San Ste fano weiter, wo die Lage trostlos ist. Die Regierung beschloß, außer in San Stefano auch in Hademföj ChoIerabaracken zu errichten. Außerdem beschloß der oberite internationale Sanitätsrat die Flüssigmachung neuen Kredits, Reichstag. Berlin, 28. November. Am Bundesratstische Delbrück, Kühne. Die Be sprechung der Teuerungs- Interpellation in Verbindung mit dem Gesetzentwurf über vorübergehende Zollerleich terungen wird fortgesetzt. Abg. Dr. Wendorf( F. Vp.): Diese Teuerung ist leine vorübergehende Erscheinung. Die Teuerung be weist, daß die deutsche Landwirtschaft nicht in der Lage ist, den Fleischbedarf zu decken. Wir erkennen an, daß Degea wenigstens die Regierung den guten Willen gezeigt hat, der Teuerung teilweise abzuhelfen. Früherer Landwirtschaftsminister Frhr. v. Schor= Iemer: Es fann nicht bestritten werden, daß die deutsche Landwirtschaft in der Lage ist, den Fleischbedarf zu deden. Die seit 3 Jahren zu verzeichnende Teuerung bietet keinen Anlaß, an der Zukunft unserer Viehzucht zu zweifeln. Die Behauptung, daß die Zölle preissteigernd wirken, ist hinfällig. Die Ermäßigung der Zölle femme nicht den Verbrauchern, sondern dem Handel zugute. In der inneren Kolonisation wird alles mögliche fönigliches Geschenk an die kaiserliche Regierung luß an die lich 3 Dreadnoughts und 9 Pan 3 er geboten. Fer 3e erster Klasse, die nötigen Summen zu Offenbach Man nimmt an, daß die Kriegsschiffe im Rours in der im Mittelmeer und Indischen Ozean stationis den. Der Gedanke ist jedoch noch im Entstehen offizielle Bestätigung steht aus. Rußland. plogen abgehal in der Instal nung von mie Licht- un ir Wagne Bait vom 18. getan. Die Aufteilung der Domänen macht weitere Fort- minister brachte in der Reichsdimma eine gebefindet in d schrine. Die Einfuhr von Gefrierfleisch würde den Schweinefleisch- Konsum herabsetzen und dadurch die kleinen Bauern sehr schädigen. Die Verhandlungen über die Teuerung könnten den Eindrud nur verstärken, daß in dem Schutz der nationalen Produktion die Zukunft des deutschen Vaterlandes liegt.( Stürmischer rechts, 3ischen links.) Beifall Petersburg, 29. Nov. Der Me Gesetzesvorlage ein, die sich auf Safe ten und die Vorbereitung fünftiger Flottenati Zusammenhang mit dem Programm eines vet ten Flottenbaues für 1912 bis 1916 251 gegen 150 Stimmen der Oktobrist R Zum Duma- Präsidenten wun anfo gewählt, der bereits Präsident der 3. duma gewesen ist. Paris, 29. Nov. Die Kammer beri Gejet üaer die Reorganisation der Kader für Ein 5013 Reinbeim ftatt felle hat am reibende beg 16. d. Mts ilchen Teil ng und Ge igung fowo Caen veranita en find an richten, vor und mündli Siegen, 2 erjamm mit allen Abg. Löscher( Rp.): Das Einfuhrschein- System liegt durchaus im Interesse der kleinen Viehzüchter. Die Preissteigerung erstreckt sich doch nicht nur auf die Nah- fanterie. Der Deputierte Reinach wies eingehend rungsmittel. Die Einfuhr von Gefrierfleisch würde die heimische Produktion schwer schädigen. Ein Festhalten an unserer Wirtschaftspolitik ist unbedingt notwendig. Präsident des Reichsgesundheitsamtes Dr. B um in: die Abnahme der Geburtenzahl Fra und die Folgen hin, welche diese Tatsache für mee nach sich zieht. Die Zahl der männlichen G welche vor 40 Jahren 494 000 gewesen sei, bett Dauerlich. Wer eine beſtimmte Menge Fleiſch gewöhnt 00 00 bis ist, kann diese nicht leicht entbehren. Aber der stetige Hinweis auf andere Nahrungsmittel kann eine Aenderung schaffen. Die Behauptung, daß das Volk an Unterernährung leide, habe ich schon früher zurückgewiesen. Die Aufhebung des§ 12 ist nicht angängig. Die inländische Fleischbeschau ist deshalb so streng eingerichtet worden, um sanitäre Gefahren zu verhüten. Das Haus vertagt sich. Freitag 1 Uhr: Fortsetzung und kleinere Vorlagen. Berlin, 29. Novbr. Kriegsminister v. Heeringen. Am Bundesratstische: Staatssekretär Dr. Delbrück, Präsident Dr. Kämpf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 5 Min. Als erster Punkt stehen auf der Tagesordnung kurze Anfragen. Von nationalliberaler Seite wird die Anfrage gestellt, wie es mit dem Schutze der Deutschen in Saloniki bestellt sei. Geheimrat Lehmann beantwortet die Frage dahin, daß vis jetzt Leben und Eigentum der Deutschen in Saloniki nicht zu Schaden gekommen sei, und daß die dortigen Behörden und Konsuln alle Maßnahmen zum Schußze der Deutschen getroffen hätten. Falls sich die Lage wie der zuspitze, seien die im Mittelmeer kreuzenden deutschen Kriegsschiffe imstande, sofort vor Saloniki zu erscheinen. Auf die weitere Anfrage von nationalliberaler Seite, wie es mit der vorgesehenen Errichtung von Maschinengewehrkompagnien stehe, erwidert Kriegsminiſter v. Heeringen, daß die nach dem Friedenspräsenzgesetz von 1911-12 vorgesehenen 114 Maschinenge wehrkompagnien am 1. Oktober 1912 errichtet wor= schenen Verstärkungen durchgeführt. Die Versicherung den seien. Ebenso seien die weiteren gesetzlich vorgefönne er abgeben, daß für den Kriegsfall alles Erforderliche in die Wege geleitet worden sei. ( Allseitiges Bravo!) Politische Rundschau. Deutschland. Beisetzungsfeierlichkeiten der Gräfin von Flandern Der deutsche Kronprinz ist wegen der nach Brüssel abgereist. nur noch 400 000 und nehme täglich ab. Die g einer wesen und belaufe sich gegenwärtig auf 301 00 3ohl der eingestellten Refruten, welche im Jahre 150 bei 300 00 238 000 betrug, sei auf 215 000 zurüdgegangen 000 Mart 2 nehme noch ab. Man könne voraussehen, daß d der eingestellten Refruten im Jahre 1927 auf 19 zurückgehen werde, mit anderen Worten, Franite 1904 48 Bataillone, 1912 94 Bataillone Ioren und werde im Jahre 1921 110 Bataillon im Jahre 1928 154 Bataillone verlieren. Angefid ser Lage gebe es nur eine Abhilfe: Die Eintra iber 1 Mi wird von Sie beträgt Prozent des 100 Mart vo Mehrumfa als 200 00 nd von dem der Reservetruppen, sonst würde man die Truppe greh auch ihre Tapferkeit und ihr Kampfesmuter 15 Proze nicht zum Siege, sondern zur Schlachtban ren.( Lebhafte Bewegung.) China. Antrag des aber auf we mejen. Intere wel foaia für und In Hankau bildete sich, der Peterstimmte. Telegraphenagentur zufolge, die Gesellschaft Siegen. Rettung der Mongole i". Diese schlägte ein Pist c die Bevölkerung solle, falls das russisch mongoltmann v kottieren und russisches Geld nicht annehmen der Franzose kommen intakt bleibe, die russischen Waren und einem ner die bei der Chinesisch- Russischen Bank eingezte und ist Depofiten zurücverlangen. Die Handelskammer ther ständig untätig. in dieser Richtung. Die Obrigkeit verhält sich Alein- Li Stor 3. Er große Begeisterung für den Krieg gegen Unter den Chinesen macht sich eine Corlar schl land bem! rkbar. 2000 Freiwillige haben sich in gemeldet, um gegen das Zarenreich zu Felde zu auch soll in Tschifu ein Kriegsschatz von 5 Mil Dollars gesammelt werden. Aus Stadt und Land. Gesicht, dine auf d ädelbruch der Klinik Sumda. Benarbeiter G Rangieren zu ungen, daß e Ober- Ge ahl wurde Das Schwurgericht für Oberhe verhondelt im 4. Vierteljahr 1912 am Montag, zember, vormittags 9% Uhr, gegen Jat. Wag und Wilhelm Hebbel aus Ortenberg wegen anwalt Dr. Kaz. die Verteidigung führen Rechtsanwalt Raab und Heine alte Die Anklage vertritt Großh. Oberstaatsanwalt Hor Quedbor Mehrheit Reflamatio Der Hande dem Land ein Stod, Biden stieß ichwer. Biesba des Magi * Jm Bundesratsausschuß für austurse für Handwerksmeister wird von Die Veranstaltung praktischer Mei wärtige Angelegenheiten gab Staatssetre 3entialstelle für die Gewerbe in Darmstadt bei tär v Kiderlen- Wächter am Donnerstag durchaus berubigende Erklärungen über die Lage ab und bezeichreidender Beteiligung und rechtzeitiger Anmeldung nete weitere friegerische Verwickelungen als im hohen derum im Laufe dieses Winters beabsichtigt. Maße unwahrscheinlich. fönnen ebensowohl Handwerksmeister als auch Arbeitstätigkeit vervollkommnen wollen, teilnehmen zum 1. 23 Gejellen, die sich in einzelnen Zweigen ihrer pratiter Geh. erst werden Kurse für nachstehend verzeichnete Sen auf 12 Der Bundesrat stimmte am Donnerstag dem preußischen Antrage zum Jesuitengesetz zu, wonach diesen nur die Lesung der sogenannten stillen Messe und die Erteilung der Sterbesakramente zusteht. Der weitergelende bayerische Antrag wurde abgelehnt. s Darmstadt. Der Gesetzgebungsausschuß der hess 2. Kammer selte am Freitag seine Beratun gen über die Regierungsvorlage betr. die Abänderung des Handelskammergesetzes fort. Es wurde über die strittigen Fragen eine Einigung erzielt. Die konservative Reichstagsfraktion hat an Stelle des verstorbenen Abgeordneten v. Normann den Grafen Kanitz zu ihrem Vorsitzenden und den Grasen Westarp zu seinem Stellvertreter gewählt. 9 Für den Landtagswahlkreis Kassel- LandWizenhausen hat der Nationalliberale Professor Sebel in Rassel zugunsten des Volksparteilers Univerfitäis professor Ra de Marburg verzichtet. . England. London, 29. Nov. Das Reutersche Bureau meldet aus Bombay: Die unabhängigen Fürsten und Edlen Indiens beraten über die Idee, für ein Machen Sie keine kostspieligen BeleuchtungsExperimente! Nehmen Sie gleich das Richtige. ,, Degea" den besten Glähkörper der Amergesellschaft! vorgesehen, die, sofern nichts anderes bemerkt is, Darmstadt während der Monate Januar und F abgehalten werden. Aber auch in anderen Gewerb gen und an anderen Orten fann durch Veranstd sobald ein Bedürfnis hierfür als vorliegend nu von Meisterkursen die Ausbildung gefördert wa wiesen ist. In dem Kurs für Schuhmacher ridien von Leisten für abnormale Füße gelehrt, in vorzugsweise das Schnittmusterzeichnen und das für Schneider das Grundmodellzeichnen und schneiden, in denjenigen für Sattler in Großsen für Ladierer und Weißbinder, sowie die Herstellung der verschiedenen Rummete, in den S Schreiner und Glaser das Auffärben bezw. das Durchfärben von Fournieren, in anderen Ru für Weißbinder und Ladierer wieder Entwerfen von Firmenschildern oder das Holz Marmormalen nach der Natur und in stilisierter We der: Buchbindern und Portefeuillers und Prezvergolden und in einem besonderen Unter Offenbach eine Möglichkeit zur Ausbildung im Har Glühkörper mbejchrieben ات dhe Regieru 9 Banz chiffe im R ummen зи ean Station im Entitebe m eines Aus aller Welt. hschluß an die„ Technischen Lehranstalten" in Of= geboten. Ferner wird bei entsprechender Beteiin Offenbach an den„ Technischen Lehranstalten" lehrturs in der Installation von Schwach des Berliner Lessing- Theaters und bekannte Literatur ::: Berlin. Dr. Otto Brahm, der Direktor nlagen abgehalten, ebenso ein Kurs für Mon- Historiker ist hier im 57. Lebensjahre gestorben. te in der Installation von Starkstromanlagen" nd Bedienung von Elektromotoren und Dynamomaschi jowie Licht- und Kraftanlagen. Ein Meister= für Wagner in Crainfeld( Oberhessen) war 2 bis 1916 erbetreibende begonnen; ein Eisenbetonturs enten tobrist I D. Der Zeit vom 18. November bis 7. Dezember voruma eine gen. Ein Holzschnigfurs an Samstag- Nachauf Sagen findet in diesem Winter vom 16. November er Flotten Reinheim statt. Im Dienstgebäude der Großh. Dalſtelle hat am 4. November ein Aftzeichenkurs für wam 16. d. Mts. eröffnet. Vorbereitungskurse für theoretischen Teil der Meisterprüfung in gewerblicher dent der 3 librung und Geſetzeskunde können bei entſprechenBeteiligung sowohl in Darmstadt, als auch an anRammer be Orten veranstaltet werden. Anmeldungen zu dieKader für Kursen sind an die Gr. Zentralstelle für die Ge wies eingehe zu richten, von welcher etwa gewünschte Auskunft zahllid und mündlich bereitwilligst erteilt wird. Tatsache für Gießen, 28. Nov. Die Stadtverordmännlichen saten verfa m m I ung beschloß in ihrer heutigen pesen sei, be sung mit allen gegen eine Stimme die Ein= dh ab. Die brung einer Filial und Warenha u s- 1898 343 er. Die Warenhaussteuer beträgt bei einem Umg auf 301 on 150 000 bis 300 000 Mart 1½ Prozent des che im Jah lakes, bei 300 000 bis 400 000 Mark 1.75 Proz., Burüdgegang 600 000 Mark 2 Prozent, bis 1 Million 2½ Proz. ssehen, daß bei über 1 Million 3 Prozent. Die Filial1927 aufer wird von Filialen auswärtiger Geschäftsleute orten, Fraben. Sie beträgt bei einem Umsatz bis zu 100 000 ataillon 2 Prozent des Umsatzes, bei einem Umsatz bis 110 Batai 200 000 Mark von den ersten 100 000 Mt. 2 Proz. lieren. Ange vom Mehrumsatz 2½ Proz., bei einem Umsatz e: Die Ein mehr als 200 000 Mart 24 Prozent von 200 000 an die Trud und von dem übrigen Betrag 3 Prozent. Wenn Kampfesmu Steuer 15 Prozent des Reinertrags übersteigt, so ist hlacht ba auf Antrag des Pflichtigen auf diesen Betrag, feifalls aber auf weniger als 1 Prozent des Umsatzes bemessen. Interessant war, daß einer der anween zwel soialdemokratischen Stadtver- neten für und der andere gegen beide der Beern stimmte. esells n Gießen. Vor 14 Tagen fand im SchiffenberDiese schliwalde ein Pistolensuell zwischen dem Leutisch- mongoliant Ittmann vom 3. Fuß- Artillerie- Regiment in en Wareins und einem Franzosen namens Fighiera icht annehm, Der Franzose erhielt einen Schuß in den rechten Bank eing berschenkel und ist an den Folgen der Verwundung tdelskammer it or ben. Cand. verhält i Klein- Linden. Schwer verletzt wurde der zer Stor 3. Er fuhr mit einer Maschine nach Wetzmacht sich bei Dorlar schlugen ihm die Flammen der Maggegen e ins Gesicht, er taumelte zurück und stürzte von haben sich in Maschine auf den Bahnkörper. Er erlift einen dopzu Felde zuen Schädelbruch und erhebliche äußerliche Verletzunvon 5 Me In der Klinik mußte er sofort operiert werden. Lumda. Auf noch unaufgeklärte Weise wurde Bahnarbeiter Gg. Hillgärtner von einem Güterzug en Rangieren zu Boden gerissen und erlitt so schwere rletzungen, daß er nach kurzer Zeit starb. Oberber- Seibertenrod. Bei der Bürgern Montag erwahl wurde der Landwirt Karl Rühl mit sieben Jat. Wmmen Mehrheit gewählt. Die vorhergehende Wahl auf Reklamation hin für ungültig erklärt worden. erg wegen Samwalt Queckborn. Ein Landwirt hatte an dem Raab undertor eine alte Sichel befestigt, an der er Stroh Bit. Der Handelsmann Korn aus Ettingshausen cher Me bei dem Landwirt zu tun; beim Weggehen enter wird ihm sein Stock, und er wollte ihn rasch aufheben. n Bücken stieß er sich die Sichel ins Auge und verAnmeld sich schwer. r mitadt be fichtigt. ihrer ):( Wiesbaden. In der letzten gemeinsamen als audung des Magistrats und der Stadtverordneten ist germeister Geh. Finanzrat Glässing mit 48 immen zum 1. Bürgermeister der Residenzstadt Lesbaden auf 12 Jahre gewählt worden. 5 3ettel en unbeschrieben. teilnehmen eidete bemerit ar und n Gewer Veran Ordert egend madet und das gelehr nen un In Gro e, in de rfow en bezw Deren R wieder Holy Tierter Tlets im 5 n Unter drni Dorzügn stano turz nach Mitternacht ein Großfeuer, ::: Auf der Werft in Wilhelmshafen entdas am südlichen Kai großen Schaden anrichtete. Oeffentlicher Sprechlaal. Seltersweg oder Südanlage? - Sprechjaal hat Schreiber dieses sehr interessiert und finDer Artikel in Nr. 93 Ihres gesch. Blattes unter det dessen volle Zustimmung, sowie derselbe eine allgemeine Zustimmung finden dürfte. Baudeputation zur Beratung vorlag, für alle Zeiten Es scheint aber, als wenn das Projekt, welches wiederholt der wohll. fallen soll und wieder an dem Nichtentgegenkommen einer gewissen Stelle. Zur Erläuterung sei folgendes berichtet, dem in der fraglichen Eingabe von 1910 erwähnte Bebauungsprojekt lag folgende Jde zu Grunde: strake, anfangend in der Südanlage am RudolphEtwa nur eine 8 Meter breite 3 ufahrts schen Hause, paralell mit dem Seltersweg, auslaufend in der Göthestraße an der alten Meister- Noll Scheuer gedacht; nicht für den Durchfahrtsverkehr! Dem Schurgraben entlang, etwa Mitte war nur ein 2 bis 2½ Meter breiter Promenadenweg gewünscht, nach wel chem die Grundstücke einen Ausgang haben wollten. Ausfahrt geschah nach oben erwähnter Straße. Die Bebauung war durch Villen( Ein- oder Zweifamilienhauser) gedacht, nicht in einer Frontweise stehend, sondern abwechselnd mit 3, 4 oder 6 Meter tiefen Vorin Frage, denn die Eingabe datiert vor dessen Bauzeit. gärten. Die Miethäuser des Herrn Nicolaus tamen nicht Das Straßengelände, Befestigung 2c. stellten Betenten Verfügung und weiter übernahmen Betenten auf ihre zu den Bedingungen der„ Allgemeinen Bauordnung zur Kosten die Ueberwölbung und Ausfüllung des Schurgrabens. Die Forderungen der Stadt waren folgende, woran auch die Sache scheiterte: 1 Eine zwölf Meter breite Straße; 2. Uebernahme sämtlicher Kosten seitens der Pe tenten. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß nur 4 resp. 5 Eigentümer in Frage kommen, die die Kosten zu tragen hätten, aber 5 oder mehr weitere Anlieger, die an die Straße kommen, aber zu den Kosten nicht herange30gen werden konnten, hätten ebenfalls den Vorteil. Heute sind die Forderungen der Stadt nur in Frage der Straßenbreite bescheidener, die auf neun Meter lautet, im übrigen sind die Forderungen dieselben, nur noch unerfüllbarer, da sich ein Petent für die andern verpflichten solle, das die übrigen die Bedingung der Stadt annehmen. Also mit anderen Worten:„ Man will nicht!! Jm Prinzip war der Herr Oberbürgermeister schon vor 3 Jahren für das Projekt, warum aber diesen Widerstand, da doch durch diese Straße das Gelände zwischen Seltersweg und Südanlage zur Bebauung für die Südanlage erschlossen würde? Die Gärten dort sind Hintergelände des Selterswegs und sollen durch das Machtwort des Herrn Oberbürgermeisters Hintergelände bleiben und nicht zur Südanlage gehören.- Eine weitere Verschandelung der Anlage ist die unausbleib liche Folge, die also niemals den Eigentümer Lait gelegt werden darf.- Das Gelände unbebaut liegen zu lassen, kann niemandem zugemutet werden. Was die Stadt mit ihrem Gelände macht,( früher Schreiner und Winn), ob sie Promenade, Hundezwingers oder Schuttanlagen daraus macht, wie momentan, das sind„ Eigene städtische Angelegenheiten", die feinem Bür- zur ger etwas angehen! Jedenfalls steht den übrigen Bürgern das Recht zu, ihre Gärten so vorteilhaft zu verwerten, wie eben möglich. Die Bauordnung für die 4 Anlagen der Stadt Süd, Ost, Nord und Westanlage haben keine Giltigkeit für die Gärten des Se I- terswegs. der Mandelmilch- Pflanzenbutter Sanella ( vegetabile Margarine) Erprobin Haltbarkeit - Unerreicht in Qualität Sparsam im Verbrauch Nur echt mit dem Namenszug des Erfinders Geh Medizinalrat Prof. Dr. Oskar Liebreich Liebreich Nachahmungen weise man zurück! Alleinige Producenten: Sana- Gesellschaft m. b. H., Cleve. Vom Handwerk. Energie ist heute sehr stark, besonders auch im -h Der Bedarf an Intelligenz und Handwerker stand. Durch verschiedene Zeitungen ging fürzlich eine von einem„ Volksfreunde" unterzeich nete Notiz, in welcher der Verfasser darüber Klage führie, daß dem Handwerkerstande aus den sogenannden„ gebildeten" Ständen wenig oder gar keine Lehrlinge zugeführt würden, daß diese beklagenswerte Tatsache aber seinen Grund darin habe, daß den Hand weitslehrlingen oft eine ungeeignete Behandlung zuteil Mitglied werde er herumgestoßen, jeder wolle ihm bewerde; der Lehrling werde häufig zu den gröbsten Dienstboten- Arbeiten herangezogen, von jedem Familienfehlen usw. Kurz, der Verfasser jener Notiz meinte, es pcfive Gymnasialbildung keine Luſt hätten, sich dersei ganz erklärlich, daß die jungen Leute mit Real- reartig behandeln zu lassen und daher kein Handwerker werden wolle. Die Ausführungen jenes„ Vollsfreun sind sie es aber nicht. Die Furcht vor schlechter Be des" mögen zum Teil berechtigt sein, zum großen Teil handlung ist es nicht, die die Lehrlings- Kalamität herSucht, etwas Besseres" werden zu wollen, ist der Kern vorruft, sondern die leider vielfach vorherrschende des Uebels. Ist in einer Familie ein halbweger begabter Junge, so glaubt schon mancher Vater, der helle Kopf des Jungen sei viel zu schade für's Handwerk:„ Mein Sohn der muß was Bess'res werden, zum Handwerk es die ist er viel zu gut", das ist leider und nochmals leider die Anschauung weiter Kreise. Man geniert sich in manden Kreisen wahrhaftig vor der ehrlichen Arbeit, man hat anscheinend ganz vergessen, daß ein fleißig und redlich schaffender Handwerksmeister die Achtung aller redlich denkenden Menschen verdient und daß ein ungemein schöner Beruf ist, für sich als selbständiger Handwerksmeister schaffen und arbeiten zu können. Un das, was der Verfasser jener Zeilen von der groben Behandlung der Lehrlinge sagt, ist entschieden übertrieben, wohl mag in einzelnen Ausnahmefällen Behandlung eine ungeeignete sein, aber im allgemeinen Behandlung beklagen können, im Gegenteil, diese ist werden sich die Lehrlinge heutzutage nicht über schlechte weit milder geworden, als in der„ guten alten Zeit". Lehrzeit früher und jetzt und man wird zu der UeberMan frage einmal unsere alten braven Meister nach der zeugung kommen, daß die Lehrlinge früher doch ganz Herzen" spielen will, wenn er eben den Konfirmationsanders„ heran" mußten. Wer freilich heutzutage den rock ausgezogen hat, der flagt über schlechte Behand- lung, wenn ihm flar gemacht wird, daß ,, Lehrjahre keine Herrenjahre" sind. Fleißige, folgsame Lehrlinge finden überall gute Behandlung und fein junger Mann sollte Handwerk abwenden, auch nicht aus Besorgnis darüsich aus Furcht vor„ unwürdiger" Behandlung ber, in der Schule zu viel gelernt zu haben. Handwerkerstand braucht einen intelDer ligenten jungen Nachwuchs und bedauerlich ist es, wenn durch ungerechtfertigte Graulichmacherei die ohnehin schwache Neigung, Handwerker zu werden, noch vermindert wird. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde in Gießen. Sonntag, den 1. Dezember, 1. Advent. Kollekte für die Kirchenkasse. In der Stadtkirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Schwabe. Dom Beichte u. hl. Abendmahl für die Matthäus- u. Marfusgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfar rer jeder Gemeinde erbeten. Borm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung im Johannessaal. Mittwoch, den 4. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Lukassaal.( Die Gleichnisreden Jesu.) Pfarrer Bechtolsheimer. Geschäftliches. :: Thomasmehl wird jezt bestellt- für Wiese, Weid, Luzernefeld. Wie im Stalle die Fütterung der Tiere von ausschlaggebender Bedeutung ist, so spielt ebenso auf Wiesen, Viehweiden, Alce- und Luzernefeldern die Düngung, die ja auch nur die Ernährung der Pflanzen bezweckt, die wichtigste Rolle Willst du Höchsterträge haben, dünge reichlich, dünge richtig; Thomasmehl's verstärkte Gaben sind für Feld und Wiese wichtig. Leciferrin hervorragend begutachtet aur Kräftigung der Nerven sowie des gesamten Organismus; hebt die Lebensenergie und macht den Körper widerstandsfähig. Reciferin wird mit Vorliebe von Aerzten bei Bleichsucht, Blutarmut und Schwächezu änden verordnet. Tausenden bot Leciferin in Kürze neue Kräfte geschafft. Preis M. 8.- die Flasche, überall erhältlich. " Galenus" Chem Industrie, G. m. 5. H., Frankfurt a. M. Roggen ist bekanntlich unser kräftiges Brotkorn. 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