en lechte, chläge, Be , AderVunden g; haffet, bestens e dtellen. 25. ich ein. erpentin Salic kung Firma Dresden urück. Cen. kauf ochen, Zint, n, Weig berfachen 1. Bieken. geben: in acht. cat, zud halteret: , erfi Wege Kolor, 6. CauchsGlas. Seife 16. 1913 ab auf achmitchender 1hr nd 16 ten beih dem inik. iten. n der Arbeiten en. dingun Cerungsr. 24, gen Er n, sind 10 Uhr en bei vorbe er Firma 135, bei. Gießener Beifung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich verteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. - Nr. 17. - Telephon: Nr. 362. Hus Stadt und Land. Gießen, den 28. Februar 1912. Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Mittwoch, den 28. Februar 1912. hatten, an dem Mahle mit teilnehmen und seinen ungebetenen Gästen den Fußpfad nach Rimbach zeigen. Nach einer längeren Strecke Weges entließen die Zigeuner ihren Gastgeber und Führer mit vielem Danke unversehrt, so wird der„ Offb. 3tg." berichtet. n Gießen. Zur Begründung einer Bezirksgruppe Gießen des Bundes Jung- Deutschland fand o Lauterbach. Der Gendarmeriekommandeur fürzlich im Sizungssaal der Stadtverordneten eine BeOberst Schmitt aus Darmstadt hat hier Quartier sprechung statt, zu der eine größere Anzahl Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden, des Regiments, der genommen, um die Leitung der gegen die Mörder des Geistlichkeit, der Schulen, der gewerblichen Verbände und Försters Romanus, die Zigeuner Gebrüder Ebender und Reichardt, unternommenen Aktion zu übernehmen. der Turnerschaft erschienen war. Prof. Dr. Mittermaier, der von der am 31. Januar in Darmstadt ab41 Fuß- und 6 berittene Gendarmen sind aus dem gehaltenen Gründungsversammlung des hessischen LanGroßherzogtum zusammengezogen worden, außerdem desverbandes mit der Gründung der Bezirksgruppe Gie- find alle Grenzorte mit 4 und mehr Beamten besetzt. ßen, die sich mit dem Kreis Gießen decken soll, betraut Trotzdem wagt sich kein Mensch mehr in die Wälder. Die Frau des Ebender, sowie mehrere andere Weiber worden war, bezeichnete als Aufgabe der Ortsgruppe sind bereits verhaftet. Auf die Ergreifung der Mörder die Zusammenfassung und Kräftigung aller Vereinigungen, die sich auf diesem Gebiete betätigen, Anregung zur hat der Regierungspräsident in Kassel 1000 Mark aus Gründung solcher Vereinigungen, wo sie noch gesetzt. Zur Verfolgung der Zigeuner hat sich auch ein fehlen, freiwilliges Försterkorps gebildet. EndAbhaltung von Vorträgen und Ausbildungskursen fürlich haben sich kleinere Abteilungen von Kriegervereinen Turnen, Spiele usw. Es wurde ein Ausschuß gebildet, der die weiteren Vorbereitungen betreiben soll. n Gießen. In der philosophischen Fakultät habilitierte sich am letzten Samstag 24. Februar, Lehramtsassessor Dr. Albert Peppler mit einer öffentl. Probevorlesung über die Temperaturverhältnisse der freien Atmosphäre nach aerologischen Forschungen. n Gießen. Zum Nachfolger von Geh. Justizrat Prof. Dr. Biermann in der juristischen Fakultät wurde der a. o. Professor hierselbst Dr. jur. Hans Albrecht Fischer als Ordinarius berufen. Fischer ist 1874 zu Schönberg im Fürstentum Ratzeburg geboren. Am 14. Dezbr. 1903 wurde Fischer a. o. Professor in Rostock als Nachfolger von Prof. Binder und siedelte am 1. Oktober 1909 nach Gießen als etatsmäßiger a. o. Professor und Nach folger von Prof. Dr. P. Kretschmar über. Fischers spezielles Forschungsgebiet ist die zivilrechtliche Schadenersatzschuld. Aus diesem Gebiet sind bisher ver= öffentlicht zwei größere Monographien:„ Der Schaden nach dem B. G. B."( 1903) und„ Die Rechtswidrigkeit mit besonderer Berücksichtigung des Privatrechts". ( 1911.) n Gießen. Prof. Dr. med. Erich Opi 3, Mitglied der Akademie für praktische Medizin und Direktor der Frauenklinik in Düsseldorf, hat einen Ruf an die hiesige Universität als Nachfolger von Professor von Franquee erhalten. n Gießen. Der Rangierer Nagel, der im Bahnhof zu Hirzenhain verunglückte, ist seinen Verletzungen erlegen. n Gießen. Das Kalkwerk und die Dampfziegelei A. Gabriel jun. sind durch eine Gesellschaft erworben worden, die sich unter der Firma Kalfwerk und Dampfziegelei Abendstern, G. m. b. H., in Gießen gehildet hat. o Gießen. Der Voranschlag des Wasserwerks Inheiden, der in Einnahme und Ausgabe mit 858 500 m. abschließt, sieht einen Reingewinn von 201 678 Mark vor, von dem 48 000 Mt. zur Deckung ordentlicher Ausgaben der Provinz, 50 000 Mk. zu den Betriebskosten des Elektrizitätswerks Wölfersheim und der Rest von 103 678 Mt. als außerordentliche Rücklage oder zur verstärkten Tilgung verwendet werden soll. Von Frankfurt sind für Wasserlieferung 798 750 Mt. in Einnahme gesetzt. Für das Elektrizitätswerk Wölfers heim bewilligte der Provinziallandtag einen Nachkredit von 1 100 000 Mt. zu Erweiterungsbauten. Das Geld soll durch eine 4prozentige Provinzialanleihe beschafft werden. - o Hungen. Unsere Stadtverwaltung hat 105 000 Mark zur Erbauung einer sechsklassigen Volksschule mit Schuldienerwohnung und Wohnung für einen Schulverwalter bewilligt. Jm Erdgeschoß des Hauses ist eine Badeanstalt vorgesehen, die der gesamten Bevölkerung in werden unserer Gemeinde zur Benützung überlassen soll. o Lollar. Brauereibesitzer Göbel in Niedershausen verkaufte sein hiesiges Haus( Gasthaus zur Linde) nebst Wirtschaft für 54 000 Mark an den seitherigen Pächter Heinrich Hoffmann. o Alsfeld. Der Förster des Forsthauses Bengerode, das mitten in dem großen Walde zwischen Grebenau und Schlitz liegt, wurde in der Nacht gegen drei Uhr von 12 gut bewaffneten Zigeunern unter Drohungen zum Deffnen des Hauses gezwungen. Der Förster mußte ein Reh zubereiten, das die Zigeuner mitgebracht Heinrich Stern Wetzlar Spezialhan ür moderne Herren- and Knaben- Bekleidung wie arbeitskinner dan beruí. Festo billige Preise! Gröst Auswahl und Feuerwehrleuten bewaffnet. Auf diese Weise soll der ganze Kreis Fulda und ein Teil des Kreises Schlüchtern durchstreift werden. Drei Zigeuner überfielen in der Nacht zum 26. Februar eine Fabrikanlage bei Hünfeld und räumten den ganzen Geflügelhof aus. Einige Zigeuner sind bereits gefangen, doch gelang es bisher nicht, die Haupttäter, die Gebrüder Ebender, festzunehVom Marburger Jägerbataillon sind 40 Mann unter dem Kommando eines Oberleutnant nach Fulda zum gleichen 3wed kommandiert. men. - o Friedberg. In diesem Jahre sind aus dem Friedberger Lehrer- Seminar 50 Seminaristen entlassen worden. o Offenbach. Die Stadtverordneten haben der Umwandlung des Elektrizitätswerkes in eine Ueberlandzentrale zugestimmt. ):( Wiesbaden. Johann Jakob Söhnlein, der Gründer und frühere langjährige Chef der Rheingold Söhnlein& Co., Rheingauer Schaumweinkellerei A.-G., ist im 85. Lebensjahre gestorben. ):( Krofdorf. Die 70jährige Jubelfeier des Gelangvereins„ Germania" ist nun endgültig auf den 28. und 29. Juli ds. Js. festgesetzt. Außerdem wird der Feier der erste Bundeswettstreit des DünsbergSängerbundes, welcher im vorigen Jahre gegründet, angegliedert. Von den 6 Vereinen des Bundes fallen 5 auf den Hinterlandbezirk. Die Einladungen an Gastvereine ergehen in den ersten Tagen. ):( Krofdorf. Am 25. August v. Js. wurde bei dem Metzger und Gastwirt H. Fr. eine Probe seines Breßkopfes entnommen und in dem Nahrungsmittelun tersuchungsamt Bonn untersucht. Hier stellte es sich heraus, daß die Probe über 7 Prozent Mehl enthielt. Die Eheleute Fr. wurden angezeigt und erhielten je 15 Mt., und der Metzgergeselle Sch. 10 Mt. Geldstrafe. ):( Ehringshausen. Herr Apothekenbesitzer Schnelle hierselbst ist auf eine weitere sechsjährige Amtsdauer zum Beigeordneten der Bürgermeisterei A Blar ernannt worden. ):( Frankfurt. Der Abschluß der„ Adler= werke" vorm. Heinrich Kleŋer A.-G. 1910-11 weist einen Reingewinn auf von 3 522 068 Mark( gegen 2 841 162 Mt. im Vorjahre). Der Aufsichtsrat hat beschlossen, die Verteilung einer Dividende von 30 Proz. wie im Vorjahre auf die alten Aktien und von 15 Pro3ent auf die jungen vorzuschlagen. ):( Wiesbaden. Die Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns- Erholungsheime hat in ihrer letzten Plenarsizung die Errichtung von zwei weiteren Heimen beschlossen, davon eins an der Ostsee und eins im Taunus. Gute Gesundheit und nenes Leben für Geschwächte. Gute Gesundheit ist das Geburtsrecht eines Jeden. Würden wir leben wie es die Natur verlangt, so würden wir uns immer guter Gesundheit erfreuen und ein hohes Alter erreichen. Aber die Anforderungen an unsere Lebenskraft die Anspannung unserer Nerven, die Geschäftssorgen, die schlechte Luft, die man in großen Städten einatmet, unterminieren unsere Gesundheit und reduzieren uns zu physischer und geistiger Schwäche, Blutarmut, Depression, Schlaflosigkeit, Schwäche, Nervenzerrüttung sind die Folgen. Ein zeitiger Gebrauch von Leciferrin wird die Kräfte wieder heben, die zerrütteten Nerven auffrischen und neue Lebensluft und Energie werden eintreten. Leciferin ift unumgänglich notwendig bei unserer jetzigen Lebensweise und wird allenthalben gepriesen und berordnet. Preis. 3., in Apotheken zu haben, sicher bon: Universitäts Apotheke und Hirsch- Apotheke in Gießen. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon: Nr. 362. 24. Jahrg. ):( Worms. Die Angehörigen eines seit Jahren verstorbenen hiesigen Kaufmanns erhielten einen Wertbrief aus Amerita mit annähernd 5000 Dollar Inhalt von einem Deutschen aus Amerika, der vor über zwanzig Jahren Kommis im Geschäfte des Kaufmanns gewesen und ihm die Summe von 800 Mark unterschlagen habe. ):( Kassel. Die deutsch soziale Partei hat gegen die Wahl des Abg. Hüttmann beim Reichstage Protest eingelegt mit der Begründung, daß der Innungsausschuß in Kassel, dem 2500 Handwerksmeister angehören, seine Mitglieder verpflichtet hat, für den nationalliberalen Kandidaten einzutreten. Dies Vorgehen sei ein ungesetzliches und habe bewirkt, daß schließlich der Sozialdemokrat gewählt sei. ):( Kreuznach. Dieser Tage wurde hier in der Rudolfhöhle in der Nähe des Kurparks ein Qued. silberbergwerk entdeckt. Kreuznach wird der erste als Substanz gewonnen werden kann. und einzige Ort Deutschlands sein, in dem das Radium s Darmstadt. Landgerichts direktor Wilhelm 3immermann ist im Alter von 61 Jahren gestorben. Er war als Sohn des Hofgerichts direktors Friedrichy Zimmermann in Gießen geboren, studierte in GieBen, nahm am Krieg 1870-71 teil und legte 1872 die erste, 1874 die zweite Prüfung ab. Sozialpolitisches. In Anbetracht der bald eintretenden Kohlen. preiserhöhung ist die Veröffentlichung nachfol gender Zeilen wohl von Interesse: In der sozialdemokratischen Arbeiterpresse ist wiederholt behauptet worden, die Entwickelung der Bergarbeiterlöhne habe mit der Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in der Kohlenindustrie nicht gleichen Schritt gehalten. Die Kohlenzechen erzielten glänzende Betriebsergebnisse, während den Arbeitern eine entsprechende Aufbesserung der Löhne vorenthalten werde. Demgegenüber wird in einer aus bergbaulichen Kreisen stammenden Zuschrift darauf hingewiesen, daß der Ertrag der meisten reinen Kohlenzechen im letzten Jahre eine Einbuße erlitten hat, während die Löhne erhöht worden sind. Von insgesamt 33 dieser Gesellschaften bezw. Gewerkschaften wurde im Jahre 1911 ein Gesamtüberschuß von 75 784 Millionen Mark gegenüber 75 758 Millionen im vorhergehenden Jahre erzielt. 8 Werke ŋatten ungefähr die gleichen Ueberschüsse wie im Jahre 1910 aufzuweisen, 11 Werke konnten den Ueberschuß um mehr als 5 Prozent erhöhen, während 14 Werke einen Rückgang des Betriebsgewinnes um mehr als 5 Prozent zu verzeichnen haben. Dagegen sind vom 1. Quartal 1910 bis zum 4. Quartal 1911 die Gesamtdurchschnittslöhne von Mt. 4,48 auf 4,75 oder um 27 Pfg. und die Hauerlöhne von 5,29 auf 5,63 oder um 34 Pfg. für die Schicht gestiegen. Der Jahresdurchschnittslohn aller Bergarbeiter hat eine Erhöhung von Mt. 4,54 im Jahre 1910 auf 4,69 in 1911 erfahren. KnorrHafermehl und Reismehl haben sich seit 40 Jahren als Kindernahrung so vortrefflich bewährt, weil die Fabrikation nach wissenschaftlich bewährten Grundsätzen erfolgt. Des Kaisers Mittelmeerfahrt und der Krieg. nen Teil der fachlichen Einwendungen, die gegen die Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Herr v. Kiderlen- Wächter, der am Sonntag mittag piößlich zum Kaiser in das Berliner Schloß befohlen wurde, batte, wie aus informierten Kreisen verlaufet, die Aufgabe, sich angesichts des unerwarteten Bombardements Ber türkischen Hafenstadt Beirut und der unfraglich hervorbrechenden Kriegsleidenschaft der Türken über die Opportunität der Kaiserreise nach dem Mittelmeere und die Möglichkeit einer Friedensvermittelung von deutscher Seite zu äußern. Die Unterredung dauerte sehr lange, und ihre Ergebnisse dürften zunächst verhüllt bleiben. Schon am 20. März soll die von den Offiziösen noch unlängst bestrittene Fahrt begonnen werden, und an eine Kaiserbegnung in Wien wird sich nach unverbürgten Gerüchten ein zusammentreffen des Kaisers mit dem Könige von Italien schließen. Es ist natürlich unvermeidlich, daß der Tripoliskrieg im Vordergrunde der persönlichen Erörterungen unter den Monarchen stehen wird, wenn der Kaiser an dem Reiseplane festhält, und daß über die Lösung der einer europäischen Katastrophe zutreibenden Frage beraten werden muß. In deutschen politischen Kretsen müssen leider die Bedenken steigen, ob sich die deutsche Diplomatie der schwierigen Lage gewachsen zeigen wird. Es fehlt nicht an wohl zu beachtenden Stimmen, die verfünden, daß Tripolis unter Umständen für Deutschland eine größere Gefahr werden könne, als das kaum erledigte Maroffo. Wie soll Deutschland der Erbitte= rung in der Türket entgehen, des einzigen Staates auBer Desterreich, in dem wir uns wirklicher Sympathien erfreuen, wenn wir uns immer offenfundiger auf die italienische Seite schlagen. Erbanfallsteuer von fonservativer Seite erhoben werden, zu beseitigen und im Einvernehmen mit den Konservativen und dem Zentrum die Deckungsfrage zu lösen. im Beamtenwünschen zu entsprechen, werden im Landtage wie im Reichstage Anträge auf Aenderung der neuen Klassifikation der Orte für die Bemessung der Wohnungsgeldzuschusses vorbereitet. Wie der nationalliberale Landtagsabgeordnete Keil und der fretsinnige Abgeordnete Delius in einer 1000 Mann starten Beamtenversammlung in Halle erklärten, bereiten sowohl die nationalliberalen wie die freisinnigen Fraftonen des Landtages und des Reichstages Anträge vor: die Staatsregierung möge wegen der im Wohnungsgeldzuschuß deklassierten Orte schleunigst erneut Erwägungen anstellen. Die Türfen erklären, daß sie in diesem kritischen Augenblicke ihre Erwartungen auf Deutschland seßen, das sie immer als thren einzigen selbstlosen Freund betrachteten. Die aus Konstantinopel eingehenden Drahtnachrichten lassen leider erkennen, daß die Rückwirkung der Beschteßung Beiruts durch die italienischen Kriegsschiffe für uns eine höchst ungünstige ist. Aufrichtige Deutschenfreunde in der Türket fordern, daß die Leitung des Deutschen Reiches, deren Ratschlägen man nun seit fünf Monaten folgte, Italien endlich einmal zur Gerechtigkeit mahnen möge. Man rechnet am Bosporus indes schon damit, daß Deutschland auch jetzt wieder seine Hand über die Italiener halten werde. Unsere gewichtigsten Interessen im Orient weisen uns auf gute Beziehungen zur Türkei gebieterisch hin, und deshalb müssen wir mit Sorge wegen der ferneren Entwickelung des italienisch- türkischen Krieges erfüllt werden. Die türtischen Repressalien gegenüber Italien. Wie verlautet, geht der Beschluß des türkischen Ministerrats dahin, daß die Italiener aus allen Gegenden ausgewiesen werden, welche in der Folge von der italienischen Flotte angegriffen werden sollten. Man behauptet, daß im Ministerrat eine Strömung bestanden habe, welche die allgemeine Ausweisung der Italiener verlangte. Aber die Ansicht, daß eine teilweise Ausweisung aus den syrischen Wilajets zu verfügen sei, drang durch. Einem Gerücht zufolge soll die Regierung beabsichti= gen, auch einige der wohlhabenden Klasse angehörige Italiener aus Konstantinopel auszuweisen. Die türfische Regierung gab der in den Dardanellen fonzen= trierten Flotte Befehl, sich gefechtsbereit zu halten und beim ersten Auftauchen italienischer Kriegsschiffe auf diese ohne irgendwelches Verhandeln das Feuer zu eröffnen. Von dem krassen Realismus, der durch das Vorgehen Italiens in die internationalen Verhältnisse Europas eingeführt ist, hebt sich die feste Bundes- und Vertragstreue Deutschlands wie sie namentlich in der Uebernahme des Schutzes der Italiener in der Türkei in Erscheinung trat- wohltuend ab, doch unsere Haltung wird nunmehr auf eine harte Probe gestellt werden, weil die Ausweisung aller Italiener aus der Türfet von den Demanen stürmisch gefordert wird. Ob der Ruf felfenfester zuverlässigkeit des Deutschen Reiches für seine Bundesgenossen ein vollwertiger Ausgleich) für das gebrachte Opfer der Freundschaft mit der Türtet sein kann, dürfte ebenso zweifelhaft erscheinen, wie die praktische Bedeutung der hochherzigen Gesinnung in einer Zeit, in der die auswärtige Politik der meisien anderen Mächte unter dem Zeichen des traffen Realismus steht. Wenn sich der deutsche Satser bei Beginn des Frühlings der albanischen Küste näherit sollte, wird man in der Türkei der Versicherungen noch mehr als sonst eingedent werden, die Kaiser Wilhelm den Demanen in so nachdrücklicher Weise gegeben hat. Rundschau vom Cage. Politisches. Kleine Dadridien. bas bl Luftory parat prüft. ale- Auffaz vor ich einfach Brenn gen vo Mädche die Ei nett un war hi verewig da er an Stelle einer Brücke erbaut wurde, dem Personen- wie dem Wagenverkehr. Der Tunnel beginnt in der Nähe des jedem Besucher Hamburgs wohlbes fannten Bismarckdenkmals, also unweit der Elbe, und führt von hier fast senkrecht zum Flußlauf nach Steinwärter hinüber. Dadurch wird der Weg nach diesem früher nur über die neue Elbbrücke zu erreichenden Stadtteil bedeutend abgekürzt. Was dem Besucher zunächst auffällt, ist der Umstand, daß zu dieser untertrdischen Brücke nicht etwa eine Rampe hinabführt, sondern, daß der Zugang zum Tunnel auf beiden Ufersetten je durch einen senkrechten betonierten Schacht von 20 Meter Tiefe und etwa demselben Durchmesser vermittelt wird. Alles was den Tunnel benutzen will, Wagen mit Gespann sowie Fußgänger- muß vermittelst gewaltiger Aufzüge in die Tiefe befördert werden. Diese Anordnung erwies sich deshalb als notwendig, weil es an Raum zu einer Zufahrt fehlte. Jeder Schacht besitzt nicht weniger als sechs solcher Aufzüge, die teils für Wagen, tells nur für den Personenverfehr bemessen sind. Die beiden größten derselben be= fißen eine Plattform von 30 Quadratmeter und vermögen Lasten bis zu 10 Tonnen zu tragen. Mitunter fommt es vor, daß sämtliche Aufzüge nur dem Personenverkehr dienen. In diesem Fall jollen in einer halben Stunde rund 7000 Menschen befördert werden können. Aus den Aufzügen, die natürlich elektrisch betrie= ben und erleuchtet werden, gelangt man in den doppelt ausgeführten Tunnel, der im mittelsten Teile wagerecht liegt, nach beiden Seiten hin aber etwas ansteigt. Er besteht aus etfernen Röhren von 6 Meter Durchmesser, die jedoch innen eine starke Betonbekleidung tra= gen, sodaß sich der Durchmesser auf etwa 4 Meter verringert. Diese Röhren bestehen wieder aus schmalen eisernen Ringen, die nach und nach, in dem Maße wie der Tunnelbau fortschritt, eingefeßt wurden. Die Länge des Tunnels beträgt 450 Meter, die Tiefe unter dem Elbgrund 6 Meter. Die Schächte sind durch Hallen überdeckt. Vier Jahre dauerte der gewaltige Bau, der eine Glanzleistung moderner Ingenieurtechnik darstellt, und dessen Besichtigung kein Besucher Hamburgs ver= säumen sollte. Das Luftschiff. 2. 11" ist von der Militärverwaltung am Montag übernommen worden, nachdem es noch einmal eine erfolgreiche Höhenfahrt unternommen hatte. Das Luftschiff erreichte die von der Militärverwaltung vorgeschriebene Höhe von 1500 Meter mit Leichtigkeit. Der Leipziger Speditionsarbeiterstreit ist Montag abend nach etwa zehnstündiger Verhandlung zwischen den Parteien durch erhebliche Zugeständnisse der Arbeitgeber beigelegt worden. Die Arbeit wird Dienstag früh wieder aufgenommen. Die Krife im englischen Kohlenbergbau. Die Bergarbeiter des Bezirts Chesterfield haben Montag mittag die Arbeit niedergelegt, da der Kündigungstermin abgelaufen ist. Unruhen sind bisher nicht vorgekommen. Die Bergwerke bewilligten den Arbeitern die Hälfte ihrer Forderungen. Der Kaiser wird nach den bisherigen Dispositionen am Sonnabend, den 19. März Berlin verlassen und am 20. März in Wien eintreffen, wo er als Gast des Kaifers Franz Josef in der österreichischen Hauptstadt bleibt. Am Abend desselben Tages reist er nach dem österreichischen Kriegshafen Pola, wo er mit dem Erzherzog Franz Ferdinand zusammentrifft. In Bola wird der Kaiser an Bord der Hohenzollern" gehen und am 22. März in Venedig eintreffen. Hier findet eine Zufammenkunft mit dem König Viktor Emanuel statt, der eigens von Rom nach der Lagunenstadt kommt. Am felben Abend geht die Hohenzollern nach Korfu in See, wo die faiserliche Familie 3-4 Wochen verweilen dürfte. Die Kaiserin wird ihren Gemahl nicht begletten, sondern die Reise etwas später antreten. Zum Umbau des fächsischen Stammschlosses Wettin bei Halle als Museum und Beteranenheim stifteten Gönner 200 000 Mart. Der Umbau wird sofort in Angriff genommen. Die Einweihung findet bei den diesfährigen Kaisermanövern statt. Der Kaiser und der König von Sachsen nehmen daran teil. Der Kampf um die Erbanfallstener. Die freifonservative Berliner" Post" erfährt aus wohlunterrich teter" Quelle, daß die Regierung keineswegs die Erbanfallsteuer aufgegeben habe, sondern augenblicklich den Blan erwäge. fie mit einer Besteuerung des mobilen Kapitals zu verbinden. Auf diese Weise hoffe man et= 7) Unter Feinden. Roman von Karl Matthias. ( Nachdruck verboten.) Wegen Mädchenhandels wurden in Elberfeld die Eheleute Thomas aus Dortmund verhaftet. Sie wollten ein junges Mädchen nach dem Auslande verkuppeln und hatten ihr Opfer schon auf den Bahnhof gebracht, als die Polizei sie verhaftete. Künstlicher Kantfchut. Wie aus Petersburg berichtet wird, ist es dem bekannten Chemieprofessor Misthety gelungen, die Frage der Herstellung von fünstlichem Kautschuk zu lösen. Es heißt, daß dieser Kautschuk ein ebensolches Aussehen wie der natürliche habe und daß auch bei der Verarbeitung dieselben Resultate wie bet dem natürlichen erzielt werden. Der Kostenpreis ist 23 Rubel per 100 Bud. ,, Doktor Dieutgarde?" " Ist nicht zu Hause. Er befindet sich im OffiziersKasino auf der Esplanade." Tödlich verunglückte Montenre. In der Bochumer Gußstahlfabrik waren dret Monteure an einem 40 Weeter hohen Wasserturm mit Reparaturarbeiten beschäftigt, als plößlich das Gerüst ins Wanken kant. Gin Monteur konnte sich durch Abspringen retten; die betden anderen wurden getötet. Schon gut; wenn ich den Doktor verfehlen sollte, melden Sie ihm, daß man in der Villa Bourlter bei Bazeilles auf ihn wartet. Es ist Gefahr im Verzuge." Im Expreßzug betäubt und beraubt. Auf der Rückfahrt von Monte Carlo nach Nizza wurden einer Bariserin achtzehnhundert Frant gestohlen. Der Dieb hatte sein Opfer durch Chloroform eingeschläfert. „ Eine weite Reise, mein Herr; aber ich will fedes Wort ausrichten. Eilen Ste nur nach der Esplanade, Sie finden den Doktor sicher; wo es feucht ist, geht er nicht so leicht fort." Waldemar hörte die ironischen Worte des Alten nicht mehr. Er sprang wieder in das Gtg und fuhr zum Kasino. Humor in Schüleraufsätzen. Be den M Es we tereffe stadt, Tryph Gewal fie eine der Ha dte Sto fapilge puntf große und drud D Christe richtun der wi zeugnis webere von B verfand brauche hältniff Diefe geblich dem D des öft mehrer Verwi trophe denn a stört. Serfun Claudt Im November v. J. hatte der Geh. Kommerzienrat Lingner in Dresden ein Preisausschreiben für die Schüler der oberen Klassen der Dresdener Bezirksund Bürgerschulen erlassen; die Kinder hatten Auffäße über die beiden Fragen zu liefern: Was bedeutet die Gesundheit für unser Leben, und was muß ich tun, um sie mir zu erhaben?" und" Was hat mich auf der internationalen Hygieneausstellung am meisten interesfiert?" Die eingelieferten Aufsätze lieferten ein glän= zendes Zeugnis ab für den Ernst und den Eifer, das Erinnerungsvermögen und die große geistige Regsamfeit, sowie für das enthusiastische Interesse, mit dem die Kinder den lehrreichen Darbietungen der Ausst lung gefolgt waren. Selbstverständlich fehlte es in den Srbeiten auch nicht an jenem unfreiwilligen Humor, den Kinder bei allen möglichen Gelegenhetten zum Besten geben, besonders gern in Auffäßen, bet deren Anferttgung sie etwas hervorragend Gescheites sagen möchten. Es jeten aufs Geradewohl aus der großen Zahl der für den Preisbewerb geschriebenen Auffäße ein paar Broben entnommen. Eine folgenschwere Kesselerplosion ereignete sich auf der Partier Dampfstraßenbahn. Als der Maschtnist abstieg, explodierte plötzlich der Kessel der Straßenbahn. Die Decke des Wagens wurde eingedrückt und die Fensterscheiben zertrümmert. Elf Fahrgäste wurden verlegt, darunter einige sehr bedenklich. Im Gegensatz zu den anderen Häusern der Stadt war das Militärgebäude hell erleuchtet. Die Offiztere der Garnison feierten zweifelsohne ein lustiges Gelage. Ihr lautes Lachen und das Klirren der Weingläser flang Tyrolt entgegen, als er die breite Treppe zum Hauptsaale emporstieg. Aus dem Reiche der Technik. Vom Elbtunnel in Hamburg. Bei einem Besuch, den ich fürzlich der Stadt Hamburg abstattete, so schreibt ein Mitarbeiter der Frankft. 3tg.", hatte ich Gelegenhett, den im Dezember 1911 eröffneten Elbtunnel zu besichtigen. Dieser hat die Aufgabe, das Zentrum Hamburgs mit den jenseits der Elbe gelegenen Gebieten direkt zu verbinden und dient, Oben angekommen, sandte er eine Ordonnanz hinein und hatte die Genugtuung, daß der Gesuchte nach wenigen Minuten, sich in seinen Mantel einhüllend, erschien. " Ich war bereits im Begriff, nach Hause zu wandern," bemerkte er, dem Wartenden zunickend. Herr wirklich feinen Schaden genommen, holte man mich aus dem Beite." " Ich tomme, Sie nach der Villa Bourlier bei Bazeilles zu fahren, Herr Doktor. Das Fräulein ist erfrankt, nachdem sie mit knapper Not aus den Fluten der Maas gerettet wurde." So schreibt ein Knabe:" Täglich gehe ich zettig schlafen und stehe sehr früh auf. So erlangte auch der greife Brinzregent von Bayern ein langes Leben!" Ein zwetter behauptet:„ Der Mensch ist aus den feinsten und funstsinnigsten Organen aufgebaut." Bet einem anderen verschieben sich die Begriffe, indem er sagt: Sind fremde Körper in das Ohr eingedrungen, so träufelt man solange Del hinein, bis das Tier getötet ist." Als ein zukünftiges sozialpolitisches Genie präsentiert sich ein Dreizehnjähriger, der angibt, er hätte sich in der Ausstellung em meisten für die Landflucht" interef= siert, und er eröffnet folgende schöne Berspektive: " Wenn die Wohnungsnot in den Städten noch weiter zunimmt, wird die Gesittung des Volfes roher, und es könnte leicht vorkommen, daß kein Plaz für Verbrecher da wäre, weil die Leute förmlich gezwungen werden, sich in das Gefängnis zu bringen." Ein zartbefat= teter Junge erklärt:„ Die Zahntrankheiten fahen auch schlecht aus, sodaß ich ste gar nicht angesehen habe." Ein Ruf des Entzückens glitt über Waldemar's Lippen. Wie von einer Zentnerlast befreit, hob sich seine Brust. Doktor, Sie geben mir das Leben durch diese Nachricht!" rief er, dem Arzte die Hand schüttelnd.„ Nun aber kommen Sie schnell schnell!" Weiß schon. Der Herr Erleutnant Bourlier ist da örinnen und feiert seine eigene Nettung bet Sett und Spiel. Er ist mit seiner Schwester zusammen ins Waffer geplumpft. Um au untersuchen, ob der kostbare „ Wollen Sie nicht einige Worte mit dem Herrn Erleutnant sprechen?" ,, Nein, gar nicht nötig. Es genügt mir, thn am Leben zu wissen. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Das Fräulein steht an der Schwelle eines tödlichen Nervenfiebers." ,, Dann also voran," sagte der Arzt entschlossen ,,, tch nehme noch einige Medikamente aus unserer Apotheke mit. Es ist gut, wenn man dergleichen zur Hand hat." das gr marmo diesem durch Iltische Sie h dahinf Konig ladin Kreuz Türf fchen Jahre Septe Admi denm fie fa Meer Bom Ichen engli Auffe Vorf lich e gere aus e wurde wegge Hep hande laden, S bat fid gegral zuger folger Gasth tin af zimm Einb で furze Lag. Ein für elektrische Probleme begeisterter Knabe hatte sich den Apparat zur Demonstration der Ueberletfung des Gefühls durch die Nerven zum Gehirn und der Reaktion des Gehirns auf die Muskeln angesehen und schreibt nun darüber mit der größten Begeisterung: „ So sieht man, daß die Natur schon vor sechstausend Jahren kannte, was der Mensch von sechzig Jahren erfand." Dieser Junge scheint überhaupt ein kritischer Denfer zu sein, denn in der Abteilung„ Nahrungsmittel" fommt er zu folgender Reflexion: Fleisch, Käse, Nudeln, Brot, überhaupt Gebäck zu färben, ist verboten. Dagegen Wurst zu färben, ist Privatsache." Außerordentlich selbstbewußt ist ein energischer Knabe, der folgende Kritif abgibt:„ Ein anderer Apparat bewies, Nachdem der Doktor sich mit einigen Pulvern und Pillen vorgesehen hatte, stiegen beide Herren in den Wagen und sausten über die Straßen und längs des Walles durch das Festungstor ins Freie. Unterwegs erzählte Herr Dieugarde, was er über Oliviers Rettung erfahren hatte. Wie Waldemar angenommen, hatte der Strom das Boot mitsamt seinem lebendigen, zappelnden Anhängsel in das Schilf getrieben. Mit Anstrengung hatte Olivier das Ufer gewonnen und wetternd war er über die Wiese geschritten, die zur Chaussee führte. Seine Stimme war von den Offizieren, welche von Dieuze zurückkamen, gehört worden. Ste hatten den vor Nässe und Kälte Schauernden aufgenom men, mit Kognak gestärkt und erwärmt und ihn im Kasino mit trockenen Kleidern verschen. ,, Desiree ist nicht wieder zu sich gekommen, und feine Nachricht von Olivier. Ich verliere den Verstand," jammerte er. Bei Balan suchten die Leute noch immer. Tyrolt Lohnte sie ab und schickte sie nach Hause. Dann erreichte er nach wenigen Minuten die Villa Bourlier. Der Arzt überließ es seinem Führer, den alten Herrn über das Schicksal seines Sohnes aufzuklären. Er legte den Mantel ab und begab sich, von Frau Larandal geleitet, an das Krankenbett. Der Hausherr fam ihm mtt verstörten Blicken entgegen. Olivier ist in Sedan," erzählte Tyrolt. Ich fand thn im Kasino in lustigster Gesellschaft." „ Er lebt und läßt uns in solcher Angst? Was halten Sie von solcher Rücksichtslosigkeit?" „ Sie erklärt sich durch den Leichtsinn seiner Kame= raden," antwortete Waldemar achselzuckend.„ Einmal in ihrer Gesellschaft, haben sie Olivier nicht mehr fortgelassen." ,, So hätte er einen Boten schicken müssen." ,, Bei der Nacht hat das Schwierigkeit." „ Und das Schicksal seiner Schwester? Gilt ihm das gar nichts?" „ Er freut sich zunächst seiner eigenen Rettung. Das tst ein natürlicher Egoismus. Vielleicht hat er auch bemerkt, daß ich Fräulein Desiree rettete." " In seiner Todesangst? O gewiß nicht. Er denkt eben nur an sich. Er hat kein Herz- fein Herz!" Der Fabrikdirektor schwieg. Er konnte dem Alten nicht widersprechen. VI. Der Zustand Desiree's war glücklicherweise nicht so gefahrdrohend, wie man angenommen. Der Arzt weckte sie nicht aus ihrem Schlafzustand, er ließ sie unbewußt in einen ruhigen Schlummer hinüberdämmern. Die Pulver, welche er mitgebracht, übten gute Wirkung aus, und nachdem sich der Doktor unter dem Verspre= chen, am nächsten Tage wiederzukommen, entfernt hatte und von Baptist zurückgefahren worden, verabschtedete sich auch Tyrolt, um die Ruhe aufzusuchen, die er dringend brauchte. in der fes ab ren de G wieder wegs 1 bet der der In reftor f der fet alle Sa Arbeit Die die ande Grit ged ree's B Her Der Do Befinder Ste vorhande taffert Ihnen cilig ift erwarter иба Me Beg Baufe ein anfangen Sie rabren Taffen& em Ber beginnt wohlbes be, und Stein diesem ichenden cher zul untertr rt, fonUferfei cht von jer ver will, vermit werden. wendig, Jeder Aufzüge, nenverben be= nd verRitunter Perfoner halen fönbetriedoppelt agerecht igt. Er irchmes ng tra= ter verchmalen aße wie e Länge er dem Hallen Sau, der darstellt, gs ver= rzienrat Für die BezirksAuffäße utet die un, um r interinteresIt glän= fer, das Regsam= nit dem Ausst in den nor, den Besten Anferttmöchten. ahl der in paar lg ſchla= Er greife t zwet= und ande:„ Sind träufelt ist." Als fert fich in der interes spettive: weiter und es Verbre gen werartbefat jen auch habe." Knabe Heberletjirn und ngesehen isterung: staufend Jahren fritischer ungsmitch, Säfe, ft verbohe." Aunabe, der bewies, nen, und Gerstand," Sen alten Butlären. Frau LaIch fand Was haler Rame„ Einmal icht mehr t." t ihm das ung. Das er auch Er denkt Herz!" Dem Alten veise nicht Der Arzt ieß fie un e Wirkung rdämmern. Verspre , entfernt en, verab fuchen, die daß die menschlichen Knochen in den Gelenken durch Luftdruck zusammengehalten werden. Ich habe den Apparat höchst eigenhändig auf seine Richtigkeit hin ge= prüft. Auch die Unfallwagen der Eisenbahnen habe ich als hygienisch richtig erkannt." Am Schlusse seines Auffages bricht er in eine fürchterliche Klage aus:„ Bevor ich ganz schließe, möchte ich noch bemerken, daß es einfach fammerschade ist, eine so schöne Ausstellung zu Brennholz zu verarbeiten." Merkwürdige Vorstellun gen von dem Begriff der Ewigkeit scheint ein fleines Mädchen zu besitzen. Der Kleinen gefielen am besten die Einfamilienhäuser; alles erschien ihr so reizend, nett und behaglich, daß sie enthusiastisch schrieb:„ Es war hier urgemütlich. Am liebsten hätte ich mich hier verewigt." Beirut in der Weltgeschichte. Beirut ist durch die italienische Flottenattion in den Mittelpunkt des politischen Interesses gekommen. Es werden darum einige nähere Einzelheiten von Interesse sein: Beirut ist eine uralte phönizische Hafenstadt, deren erste Zerstörung durch den Syrer Diodotos Tryphon schon in das Jahr 140 v. Chr. fällt. In die Gewalt der Türken fam sie im Jahre 1763. Heute ist fie eine der wichtigsten Städte der Türket und gilt als der Hafen von Damaskus. Besondere Bedeutung hat bte Stadt dadurch, daß sie den Sammelpunkt aller Metfapilger bildet. Bu gleicher Zeit ist sie der Landungspunti aller Palästinareisenden. Heute hat Beirut eine große Anzahl hohe steinerne Häuser, sehr schöne Gärten und Schmuckpläße, die durchaus einen europäischen Eindruck machen. Die Haupteinwohnerschaft von Beirut besteht au Christen. Daher kommt es, daß sich hier moderne Einrichtungen und große Sauberkeit finden. Beirut ist einer der wichtigsten Handelshäfen, von dem aus die Erzeugnisse der großen türkischen Seiden- und Baumwollwebereten nach Europa ausgeführt werden. Der Hafen von Betrut tff ohne Bedeutung, da er seit langer Zett versandet ist und durch neuere Arbeiten wenig gebrauchsfähig wurde. Von Bedeutung für die Hafenverhältnisse ist die gegen Osten liegende St. Georgs- Bat. Diefe Bat hat ihren Namen daher, weil sich hier an= geblich der berühmte Kampf des Ritters St. Georg mit dem Drachen abgespielt haben soll. Beirut hat früher des öfteren unter Erdbeben stark gelitten. Es wurde mehrere Male durch Erdbeben zerstört. Die erste große Verwüstung fiel in das Jahr 349. Die größte Katastrophe durch ein Erdbeben erfolgte am 9. Juli 551, denn an diesem Tage wurde die Sadt vollkommen zerstört. Dadurch gingen viele Kunstwerke altrömischer Herkunft zu Grunde, die durch Kaiser Augustus und Claudius errichtet worden waren. Am berühmtesten ist das großartige Theater des Kaisers Claudius. Auch die marmornen Bäder und die schöne Säulenhalle, die von diesem römischen Herrscher errichtet worden war, sind durch das Erdbeben zu Grunde gegangen. Beirut war schon einmal der Mittelpunkt des politischen Lebens, und zwar zur Zeit der Kreuzzüge. Sie hat schon mehrfach friegersiche Sürme über sich dahinfahren sehen. Am 27. April 1110 wurde sie von König Balduin I. erobert. Im Jahre 1187 nahm sie Saladin ein und 10 Jahre später fiel sie in die Hand der Kreuzfahrer. Im Jahre 1763 ftel sie in die Hand der Türfen und im Jahre 1772 wurde sie von einer russischen Flotte beschossen, erobert und geplündert. Im Jahre 1840 wurde sie wiederum vom 10. bis zum 14. September beschoffen, und zwar von dem englischen Admiral Stobford. Soliman Pascha verteidigte sie heldenmütig und räumte sie erst am 9. Oktober, nachdem fie fast völlig zerstört worden war. Durch die Lage am Meere ist die Stadt auch jetzt wieder das Opfer eines Bombardements durch die ttalienische Flotte geworden. Vermischtes. Revolverschießerei eines Geistestranten im engli= schen Unterhause. Während der Montag- Stzung des englischen Unterhauses ereignete sich gegen abend ein Aufsehen erregender Zwischenfall in einem äußeren Borsaal des Parlamentsgebäudes. Dort feuerte plößlich ein als Geistlicher gekleideter Mann, der schon längere Zeit auf einer der Bänke im Vorscal gesessen hatte, aus einem Revolver einen Schuß gegen die Decke. Er wurde sofort von Schußleuten festgenommen und hinweggeführt. Aus verschiedenen Ausruefn, die er ausstieß, geht hervor, daß es sich um einen Geistesfranken handelt. Der Revolver war nur mit Plaßpatronen geladen, so daß Schaden nicht angerichtet wurde. Reinede in Nöten. In Seckenheim bet Mannheim hat sich ein Fuchs, der im Walde aus seinem Bau ausgegraben worden war und den die Hunde schon über zugerichtet hatten, seinen zwei- und vierbeinigen Verfolgern durch die Flucht in das mitten im Orte gelegene Gasthaus zum Zähringer Hofe entzogen. Als die Wirtin abends zu Bett gehen wollte, bemerkte fte im Schlafzimmer einen Schaften und schlug Lärm, da sie einen Einbrecher im 3immer wähnte. Der Wirt, die Gäste auf Erst gegen Morgen schlummerte Tyrolt Als turze Zeit ein. er erwachte, war es ganz Tag. Gewohnhettsmäßig horchte er auf das Geräusch in der Fabrik. Er hörte wohl das Brausen des Dampfes aber nicht das Stampfen der Maschine, das Schnurren der Räder. Sofort verließ Tyrolt Bett und Zimmer. Da war wieder etwas nicht in Ordnung. Er begab sich gerade= wegs nach dem Maschinenhause. Pumarquet war nicht bet der Arbett erschtenen, der Heizer verstand nichts von der Inbetriebsetzung. Kurz entschlossen griff der Dtrektor selbst die Arbeit an, bis der Werkmeister erschien, der seinerseits verschlafen hatte. Dann inspizierte er alle Säle und Scheerstuben und fah jedes Einzelnen Arbeit nach. Diese und andere Obliegenheiten, von denen eine die andere drängte, banden den Direktor an die Fabrik. Erst gegen die Dinerzeit fand er Muße, sich nach Desiree's Befinden zu erkundigen. Herr Bourlier empfing ihn mit heiterer Miene. Der Doktor hatte sich recht zufrieden über der Patientin Befinden ausgedrückt. " Ste ist ganz munter, obgleich natürlich noch Fieber vorhanden," berichtete der alte Herr.„ Ein wenig phantafiert sie noch, denn sie spricht unaufhörlich von Ihnen und daß sie Ihnen danken müsse. Nun, gar so eilig ist es doch wohl nicht. Sie können Ihr Glück doch erwarten." „ D, Herr Bourlier-" " Haben Sie meinen Sohn in der Fabrik gesehen?" Nein, ich bin überzeugt, daß er noch in Sedan ist.“ Gegen Abend stellte sich Bumarquet im Maschinenhause ein. Er war angetrunken und wollte zu arbeiten enfangen. Tyrolt wies ihn aus der Fabrik. „ Sie werden in diesem Zustande keinen Hebel be= rühren," sagte er drohend. Bu Ende des Monats verlaffen Sie Jbre Stellung." M und die Polizet eilten herbet und fanden Meister Retnece trübselig in einer Ecke fißen. Einen Polizeidiener, der ihn am Kragen nehmen wollte, biß er in die Hand. Schließlich erlag der Aermste doch der Uebermacht. Sie Leiden der Schiffbrüchigen. Aus Lissabon meldet der Draht: Am Sonntag legte an der Küste von Sagres ein Boot an, in dem sich 14 Mann des vor etnigen Tagen untergegangenen griechischen Dampfers " Bhotes befanden. Die Schiffbrüchigen erzählten erschütternde Einzelbetten über ihre Frrfahrt auf dem Meere. Ihr ganzer Vorrat bestand aus 10 Pfund Schiffszwieback und einem ganz geringen Quantum Trinkwasser so daß sie dem Wahnsinn nahe waren, als sie endlich das rettende Land erblickten. Ein zweites Boot des gesunkenen Dampfers wurde eine Strecke wetter entfernt fieloben an Land getrieben. Die Insassen, der Kapitän und sieben Mann der Besatzung, haben den Tod in den Wellen gefunden. Das Geständnis der Kindermörderin im Brookly ner Hospital. Aus Neuvork wird gemeldet: Die furchtbare Tragödie im Brotflyner Kinderhospital, die tage= lang die Gemüter in Aufregung versetzt hielt, hat endlich ihre Aufklärung gefunden. Das unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft verhaftete Dienstmädchen Anters, das von der Direktion des Säuglingsheims auf seine dringende Bitte aushilfsweise als Wärterin zugelassen worden war, hat sich am Sonnabend unter der Wucht des zusammengetragenen Beweismaterials zu einem umfassenden Geständnis bequemt. Danach hat sie aus Rache für angeblich schlechte Behandlung nicht weniger wie acht Kindern das tödliche Gift in die Milch gemischt. Das Geständnis konnte der Mörderin nur mit großer Mühe entrungen werden. Erst als die Boltzet drohte, ihr eigenes Kind, das sich ebenfalls im Hospitil befand, in eine weit entfernte Anstalt zu bringen, ließ sie sich dazu herbei, das Verbre chen einzugestehen. Frau Tosell. Man schreibt den M. N. N.": Soeben lese ich, Frau Toselli hätte das feierliche Versprechen abgegeben, feine Memotren mehr zu schreiben. Dieser Entschluß wird thr leicht gefallen sein. Denn mit ihren bisherigen Memoiren haben thre deutschen und italienischen Verleger herzlich schlechte Geschäfte gemacht. Es war das entschieden eine falsche Spekulation auf die Sensationslust des großen Publikums. Trotz der ins Werf gesetzten Riefenreflame konnte der deutsche Verleger knapp 50 000 Gremplare statt der erwarteten 300 000 Ins werden. Und der Jtaltener hat noch nicht ganze 4000 Exemplare abgesetzt, das ist der 100. Teil der gedruckt auf den Speichern liegenden Memoiren. Dabei ist der Preis so minimal gewesen, daß fedes Dienstmädchen das Buch hätte sich erstehen kön= nen. Gine eigenartige Stener. Die Steuererfinder merden vor Neid platen, wenn sie von folgender Geschichte von Wiedenbrück in Westfalen hören: Hier bestand sett langen Zeiten eine Steuer, wie sie sonst wohl auf der ganzen Welt nicht existierte, nämlich eine Hebammensteuer. Diese Steuer murde sofort erhoben, wenn ein junges Baar Hochzeit gemacht hatte, und erregte mitunter in der Folgezeit großen Unwillen, wenn die Steuer sozusagen für nichts und wieder nichts gezahlt worden war, weil der erwartete Kindersegen sich nicht einstellte und die Dienste der Hebamme fomit überhaupt nicht in Anspruch genommen wurden. Die Steuer belief sich für jedes jungverheiratete Baar auf dret Mark und brachte bis in die letzten Jahre fährlich etwa 40 Mark. Im Rate der Stadtväter waren schon lange Erwägungen im Gange, diese Steuer abzuschaffen, zumal sie gesetzItch auf recht schwachen Füßen stand. Es handelte sich im Grunde nur um ein Gewohnheitsrecht, denn wenn ein junges Baar den geforderten Obolus nicht entrichtete, dann tat der Magistrat nicht etwa die gesetzlichen Schritte, um die Steuer von den Pflichtvergessenen einzutreiben, sondern ließ ste einfach laufen. Nun hat die Hebammensteuer in Wiedenbrück thr Ende gefunden. Der Magistrat hat in seiner lebten Sizung beschlossen, großmütig auf die 40 Mark aus dieser Steuer zu verzichten und sie aufzuheben. Eine interessante Laufbahn hat ein Mann hinter sich, der lezzthin in Paris ein neues Kinematheater eröffnet hat. Er war vor langen Jahren als Professor der Philosophie dem Hungertode nahe, als er von Jemandem an eine Adresse gewiesen wurde, wo er Beschäftigung finden könnte. Es war das bei dem berühmten Seiltänzer Blondin. Er wurde angenommen unter folgenden Bedingungen: Täglich drei Vorstellungen, 4 Francs Lohn und Koft. Zur Erklärung wurde ihm gesagt. Blondin überschreitet die Seine auf einem Seile mit einem Mann auf den Schultern, dem Professor. Während des Ueberschreitens stellt Blondin einen Eierkuchen her, den sein Fahrgast" essen muß. Die dret Omletten täglich zogen aber dem unglücklichen Profef= for, der sie wahrscheinlich nicht mit der nötigen Ruhe hinunterschlang, eine Magenerweiterung zu, weshalb er nach drei Monaten die Beschäftigung aufgeben mußte. Der Professor wurde nach vielen Schicksalsschlägen dem General Boulanger vorgestellt, von diesem zum Kandtdaten für die Abgeordnetenwahlen im Jahre 1889 an" Hm, das wäre," lachte der Gemaßregelte frech. „ Der Leutnant ist schuld an meinem Ausbleiben, halten Sie sich an den. Er hat mich auf seiner Bude bewirtet und mich von der Arbeit dispensiert. Er ist hier der Herr und nicht Sie. Ihre Direktorschaft wird ohnehin bald zu Ende sein." ,, Scheren Sie sich fort!" „ Nur nicht so heftig! Kuschen Ste nur bei Betten. Die Prussiens werden doch alle aus dem Lande gejagt, wenn es Krieg gibt." Wir leben im Frieden, Mann, Krieg führe ich allein gegen die ungetreuen Arbeiter. Da ich sehe, daß Sie unverbesserlich sind, entlasse ich Sie nicht zum Ende des Monats, sondern auf der Stelle. Melden Sie sich im Comptoir, um Ihren laufenden Lohn, und dann hinaus!" „ Oho, Ste spielen sich auf, Ste Prussien?- Ste wollen einen guten Franzosen in seinem eigenen Lande maßregeln. Ste-?" - Er taumelte mit geballter Faust auf Tyrolt zu; Doch dieser wartete den Zusammenstoß nicht ab. Mit herkulischer Kraft versezte er dem unverschämten einen " Schlag gegen die Stirn, daß er lautlos zu Boden fiel. " Werft den Trunkenbold vor das Tor!" befahl er einigen elsäfftschen Sammetwebern, welche Zeugen dieses Vorfalls gewesen und dem Direktor sehr ergeben waren. So geschah es. Nach Feierabend begab sich Tyrolt nach dem Her= renhause. Als er die Verandatreppe hinaufstieg, fand er Olivier in einem Schaukelstuhle sigend. ,, Ah, da kommt der Retter," sagte er näselnd,„ haben Sie Ihre Prämie schon erhalten?" " Ich weiß nicht, was Sie veranlaßt, in diesem Tone mit mir zu reden," entgegnete Tyrolt ruhig; ,, aber so viel weiß ich, würde ich Ihnen, als Sie schreiend den Fluß hinabtrieben, nur einen Finger zur Hilfe leistung gereicht haben, in dieser Stunde würde ich es bereuen." genommen und auch richtig in einem Wahlkreise der Bartser Bannmeile gewählt. Aber er konnte sein Mandat nicht zu Ende führen, da unbarmherzige Gläubiger ihn im Palais- Bourbon bedrängten. Er machte dann noch eine Reihe von Abenteuern und Handwerken durch, um, wie gesagt, jetzt als Kinemabesizer ein beschauliches Dasein zu führen. Frankreichs Kampf um die Luftherrschaft. Der Pariser Matin" fordert die gesamte französische Presse auf, Schauflüge zu veranstalten, deren Ertrag sie dem Kriegsministerium zum Ausbau des Militärflugwesens überweisen soll, um Frankreich endgültig die Borherrs schaft in der Luft zu sichern. Der Verlag des„ Matin" stiftete selbst zu diesem Zweck die Summe von 50 000 Francs und der Herausgeber des„ Petit Journal", der Beranstalter des Flugs Parts- Rom, hat den gleichen Betrag gezeichnet. In der französischen Preffe wird der Vorschlag des" Matin" allseitig begrüßt und die Frage der französischen Vorherrschaft in der Luft lebhaft erörtert. Die Blätter sind der Meinung, daß durch den Ausbau der französischen Luftschiffahrt Frankreich in Zukunft den anderen Mächten gegenüber weit voraus set. Auf den jüngst erfolgten Aufruf zur Sammlung fitr das französische Militärflugzeugwesen haben jezi auch die Städte Cherbourg, St. Etienne, Dünkirchen und Pontoise dem Kriegsministerium größere Summer zur Verfügung gestellt. Ein neues Wunder der Chirurgie auf dem Gebiet der Transplantation hat nach einer Meldung der Fas fchingsnummer der Münchener Neuesten Nachrichten Professor Schneidewitz in der Chirurgischen Klinik zu Jawodenn geleistet: Ein Patient hatte seinen Arm ver loren. Dieser war nicht wiederzufinden. Ein anderer war nicht vorhanden. Wohl aber fand sich ein Mann, der sich gegen angemessene Belohnung ein Stück feines ohnehin 7 Meter langen Darmes herausoperieren ließ. Professor Schneidewiz nahm diesen Darm, trennte mit einem scharfen Schnitt das D ab und heilte den Rest an den Oberarmstumpf des Patienten an. Die Operation gelang glänzend. Der Mann sieht jetzt so gut wie früher, ist ausgezeichnet bei Appetit und hört die längste Symphonie mit einem Ohre an! Drabtnachrichten und neuestes. Der Kaiser konferiert mit dem Reichskanzler, Berlin, 27. Februar. Der Kaiser besuchte heute vormittag den Reichstanzler. Keine Sonderbesteuerung des mobilen Kapitals. Berlin, 27. Februar. Die Zeitungsmeldungen, wonach zur Deckung des neuen Wehrbedarfs auch Sona dersteuern auf das mobile Kapital herangezogen werden sollen, entbehren, wie schon früher betont, feder Begründung. Der Berliner Kämmerer Direktor des Zweckverbandes Groß- Berlin. Berlin, 27. Februar. Stadttämmerer Steiniger ist mit 56 gegen 45 Stimmen, die auf Oberbürgermeister Votgt- Barmen fielen, zum Direktor des Zweckverbandes Groß- Berlin gewählt worden. Zweieinviertel Millionen für die Festigung des Deutschtums in den Ost- und Nordmarken. Berlin, 27. Februar. Die Budgetkommiffion des preußischen Abgeordnetenhauses bewilligte heute gegen die Stimmen des Zentrums und der Polen 2 250 000 Mark zur Förderung und Befestigung des Deutschtums in den Ost- und Nordmarken. Die Verhandlungen im Schneidergewerbe gescheitert. Frankfurt a. M., 27. Februar. Die feit acht Tagen in Frankfurt geführten Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern in der Herrenmaßschnet deret sind, wie die Frff. 3tg." berichtet, nunmehr als gescheitert zu betrachten. Das letzte Angebot der Arbeitgeber ist gestern von den Arbeitern abgelehnt wor den. Die Schießaffäre im englischen Unterhause. London, 27. Februar. Der Mann, der gestern im Unterhause Schiffe abfeuerte, heißt Samuel Henry. Er ist der Verfasser eines Buches mit dem Namen " Tolstoi und Meffias". Er ist offenbar geiftestrant, was auch daraus hervorgeht, daß er in größter Er regung schrte, heute würden alle Arbeiter ihre Werkzeuge niederlegen. Der Messias sei gekommen. Begleiterscheinungen des Eisenbahnerstreifs in Argentinien. Buenos Aires, 27. Februar. Die Eisenbahnunfälle mehren sich, da sich infolge des Eisenbahnerstreits die Einstellung ungeschulten Personals erforderlich gemacht hat. In der letzten Nacht erfolgte im Bahnhof von Morena ein Zusammenstoß zwischen einem Personenzuge und einem Güterzuge, wobet acht Bersonen schwer verletzt wurden. Ein zweiter Unfall ereignete fich gestern, als ein Personenzug mit großer Geschwindigkeit über den Prellbock hinweg in den Bahnhof in Constitucion fuhr. Dret Personen wurden getötet und zwanzig verlegt. An mehreren Punkten der Eisenbahnlinien kam es zu feindlichen Kundgebungen der Streifenden. ,, Das glaube ich Ihnen auf's Wort," meinte Oltvier, sich auf dem Stuhle hin und her schaukelnd.„ GottLob, ich bedurfte Ihrer nicht. Uebrigens war meine Rettung auch nicht in der Komödie vorgesehen." " Was wollen Sie damit sagen?" " Nichts mehr und nichts weniger, als daß die Sache abgefartet gewesen ist. Sie sollten die Kleine retten, Sie sollten sich dadurch bei meinem Vater einen neuen Stein im Brett erwerben; daß dies Spiel so gefährlich war, hat sie allerdings nicht vorbedacht." " Ich vermag Ihnen auf diese Albernheit und Bosheit nicht zu antworten, Herr Leutnant," sagte Tyrolt verächtlich. Sie suchen offenbar Streit mit mir; aber ich will nicht weichen, da Ihres Vaters Geschäft dadurch leiden würde, das ohnehin durch Ihren Leichtsinn geschädigt wird." ,, Ste wagen es?" „ Allerdings. Pumarquet wird durch Sie von der Arbeit abgehalten, betrunken gemacht und gegen mich aufgehezt. Ich habe ihn soeben entlassen." " Den Teufel fönnen Sie entlassen, nicht Pumarquet," fuhr Olivier auf.„ Sie werden die Entlassung fofort zurücknehmen." „ Das werde ich nicht tun. In der Fabrik bin ich Herr. Was ich einmal anordne, geschteht. Ehe ich mein Wort zurücknehme, würde ich von meinem Posten zus ritcktreten." „ Nun denn, so scheren Sie sich zum Satan!" schrie der Erleutnant.„ Ich brauche Sie nicht, weder hier noch drüben. Und damit Sie es wissen, nte werde ich es gestatten, daß Sie hier festen Fuß fassen. Ich durch= schaue Sie, Sie haben die Absicht, um Desiree's Hand zu werben ist es nicht so?" ( Fortsetzung folgt.) Vergebung von Kanaliſationsarbeiter. Mein Haar fast verloren Die zur Herstellung der Kanalisation in der Lumdastraße zu Lollar erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden im Regierungsgebäude, Landgraf- Philipp- Platz 3, Zimmer Nr. 24, zur Einsicht offen. Schriftliche Angebote, deren Unterlagen gegen Erstattung der Herstellungskosten abgegeben werden, sind bis Dienstag, den 5. März 1. Is., vormittags 10 Uhr postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bei dem Unterzeichneten abzugeben. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 21. Februar 1912. Der Großh. Kreisbauinspektor. Hechler. Gießener Lesehalle- Verein. Montag, den 4. März 1912, abends 81 hr. Ordtl. Mitglieder- Versammlung im Hotel Schütz. Zages- Ordnung: 1. Geschäftsbericht üb. das abgelaufene Vereinsjahr. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Jahr lang litt ich unter schrecklicher Scuppenbildung, verbunden mit unerträglt fem Juckreiz, ich getraute mich faft nirgends mehr hin, weil mir die Souppen wt Mehl aus dem Hear schnelten und dabei verlor ich in faum einem Jahr mehr als die Hälfte meines schönen Haares! Es dürfte kaum ein Haar mittel existieren, das ich, nicht in meiner Verzweiflung versucht habe, ich babe eine Unmenge Geld dafür ausgegeben, jedoch alles war vergebens, nich 8 half! Durch Zufall erfuhr ich ein Rezept, das von einem ersten Haarspezialisten stammt und das einen bekannten Herrn, der daran war, vollständig fahlköpfig zu werden, das Haar gerettet hatte Jch ließ mir das Mittel anfertigen, muß aber gestehen, diß ich außerordentlich stiebtisch an die Benutzung ging, well ich selbst nicht mehr auf Hilfe hoffte. Meine Ueberraschung werden Sie sich vorstellen fönnen, als ich nach dreitägi em Gebrauch einen Erfolg sah, wie ich mir ihn nie hätte träumen lassen. Meine Schuppen waren wie weggeblasen, das Jucken verschwunden; sonst sat es beim Frisieren in meiner Umgebung aus, als ob ich Zucker bei fireut hätte, jetzt hatte ich taum ein paar Schuppen im Kamm, sonst ging ein anzer Busch meist kurzer Haare, jezt faum ein paar aus. Ich war derart über afcht, daß ich den Erfolg fast selbst nicht glauben wollte und meinen Bekannten das Mittel zu verfuchen gab, die aber ohne Ausnahme dasselbe Resultat erzielten! And bis h ute hält der Erfolg unverändert an, mein Haar entwickelt sich wieder zur früheren Fülle und hat ein ganz anderes Aussehen erhalten, früher brüchig und spröde, ist jetzt weich und biegfam! Das Mittel ist eine vollständig neue Entdeckung und hat mit anderen Mittels, die meist mit einer Riesenreklame angeboten werden, nichts gemeinsam. Wenn Sie das Mittel kennen lernen wollen, séreiben Sie mir eine Bofita te mit Ihrer genauen Adress, ich lasse Ihnen dann sofort eine genaue Beschreibung und eine grose Brobe vollständig koftealo zugehen, nur wollen Sie mir bitte sofort schreiten, da ich nicht weiß, ob ich bei der folossalen Nachfrage in Zukunft noch das Muster gratis geben kinn. Adressieren Sie bitte Ihre Bostkarte( nicht Brief, auch weder Geld noch M.rfen bei fügen) an Frl. Lene Herzsch, Niederoderwitz- Sachsen Nr. 1263. Schlesisches Rauchfleisch Krakauer Wurst Rippenspeer, Kamm u. Brüstel per Pfund 80 P., Rollschinken per Pfund 1.10 Mart, ton jungen Landschweinen zart und mild, versendet in Postpaketen per Nachname. J. Jenschmionka, Wurstfabrik, Gnadenfeld in Oberschlesien. Bir baben Käufer für fte: 8 Villen, Wohn- und Geschäftshäuser nduftr. Betriebe feber Branche, Grundstüde aller Art borgemerke und bitten Berkäufer berartiger Objekte den foſtenlosen Besuch unsere Bertreter zwoeds Nildsprache zu berTangen. 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