I" ist die beste seinen zahl Eine Reise ches. Mit EiWagen, auf ten des Ka die die alte uns Hedin Deutschland, unermeßliche Tibet, Indien ischen Halbauen in AuChinas und des Russisch= ich auf der and Rußland ersten Ranges peftive, von n und einem ischer AusBildern und Preise von chiff. Uns 15 Kraemers die Erde" ., Berlin W. e ausgezeich den. Sie sind Jena aus Reter, aufge Klarheit in ers aber daung von der e Karte verbe als Dienst hinterlegten ution zu ha n bei uns e und Eis. grenzenden e ihnen obe von Schnee ch BeendigShrend der vormittags r muß der r Fahrbahn Reinigung fo infolge aner aus songebildet hasind, müssen mit Sand, Material oder sonstig Fußsteige undlich zu rein Befolg gerafanzeige zu Gießener Zeitung - ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich verteljährlich 1,20 m., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Mittwoche und Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 8. - Telephon: Nr. 362. Kaisers Geburtstag. Unser Kaiser ist heute am 27. Januar in sein 54. Lebensjahr eingetreten. Mit den Fürsten des geeinten Reichs vereinigen sich Millionen deutscher Herzen in dem Wunsche, daß Kaiser Wilhelm 2. das Zepter, das er mit jugendfester Hand in schwerer Zeit ergriff, noch lange festhalten möge. Den Anforderungen, die an den obersten Hüter deutscher Einheit und Größe zu stellen sind, tann nur ein Fürst von außergewöhnlicher Begabung und Kraft gerecht werden. Wir können uns, glücklich preisen, daß die preußische Königskrone und die deutsche Kaiserkrone auf dem Haupte eines Fürsten ruhen, der als echter Hohenzoller die Pflicht seines hohen Berufes mit unermüdlichem, nie rastendem Eifer erfüllt. Wir können uns glücklich preisen, daß das verantwortliche Amt des preußischen Königs und deutschen Kaisers einem Herrscher anvertraut ist, bei dem in starker, und wenn Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 27. Januar 1912. ein großer Teil der Lieferungen, darunter besonders die Leitungsmasten und die Kupferleitungen für das ganze Versorgungsgebiet, vergeben werden können. Es wird hiernach bestimmt damit zu rechnen sein, daß zu Beginn des kommenden Winters die bis dahin bereits fertiggestellte Anlage zum Vorteil der an sie angeschlossenen Gemeinden in Tätigkeit ist. n Gießen, 27. Jan. Der heutige Tag ist für Gießen ein Tag, der es wirklich verdient, der Gegen wart ins Gedächtnis gerufen und für die Nachwelt festgehalten zu werden. Die weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannte Tabak- und Zigarrenfabrik Georg Phil. Gail feiert heute ihr 100jähriges Bestehen. Sie hat in diesem Säkulum der Zeit direkt tausenden und indirekt unzähligen von Menschen hier und anderwärts Berdienſt gegeben. Der Name Gail kann darum von der Bevölkerung nur in Ehren genannt werden. Die es nötig ist, auch entſchloſſener Sawill anfer Kaiser& à milie Gail ſelbſt iſt mit dem Aufblühen Gießens, ſche Schwert ſicher Dennoch nach der Verheißung des großen ersten Kaisers des neu aufgerichteten Reichs ein Mehrer des Reichs sein nicht an kriegerischen Eroberungen, sondern an Gütern und Gaben des Friedens auf dem Gebiete nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung. Der Ruhm friegerischer Großtaten mag in lockender Gestalt manchmal dem jungaufstrebenden Herrscher begehrenswert erschienen sein, um so ehrenwerter für ihn, wenn er entschlossen sich anderen Aufgaben zugekehrt und den Ausbau und die Vertiefung des Reichsgedankens, die soziale Versöhnung und die wirtschaftliche Zufriedenheit zum Leitstern seines Handelns erwählt hat. Daß der Welt das köstliche Gut des Friedens bis heute erhalten blieb, ist nicht zum wenigsten das persönliche Verdienst unseres Kaisers, und dafür dankt ihm sein Volk an erster Stelle. Denn nur unter dem Schutze des Friedens können Arbeit und Wohlfahrt gedeihen. Wir lebert in einer ernsten, an äußeren Gefahren und inneren Nöten reichen Zeit. In einer solchen Zeit werden wir uns, mehr als sonst, des Segens bewußt, der uns in einem starken machtvollen Königtume gegeben ist. Mitten in dem Wirrsal der Parteien, in dem Durcheinander der Bestrebungen, in der Leidenschaft des Streites um Macht, Einfluß und Besitz ist uns im Königtum ein fester, unantastbarer Bestand gegeben, ein eherner Fels, an dem der unruhige Wellenschlag aufgereg= ter Leidenschaften abprallt. Diesen Segen eines festen monarchischen Regiments, das unabhängig von dem Wechsel der Parteien und zuverlässigen Mehrheiten in den Vertretungen des Reiches und Staates über den Parteien steht, uns zu bewahren, ist unter den vielen Aufgaben der Gegenwart die wichtigste. Die Zukunft des deutschen Volkes und Reichs hängt davon ab, das uns dieses teure Erbe unverkümmert erhalten bleibe. Schwände jemals mit der Treue gegen Kaiser und Reich die Ehrfurcht vor der Majestät des Königtums, so wäre damit an die Wurzel unserer geschichtlichen und staatlichen Größe die Art gelegt. Und so wollen wir denn am Geburtstage unseres Kaisers aufs neue geloben, fest und treu zu stehen zu Kaiser und Reich in guten und bösen Tagen. Aus Stadt und Cand. Gießen, den 27. Januar 1912. n Gießen. Ueberlandwerk Wölfers= heim. Am 20. Januar fand eine Sitzung des Provinzialausschusses statt, in der in Gegenwart der technischen Berater der Provinz die Frage der Vergebung der für das Ueberlandwerk Wölfersheim erforderlichen Arbeiten in eingehender Weise besprochen wurde. Bis zum 3. Februar d. Js. werden die zahlreichen Offerten soweit gesichtet sein, daß in einer an diesem Tage stattfindenden weiteren Sitzung des Provinzialausschusses Husten- Heiserkeit befettig man am rascheften durch Laboda Dragées, sehr schleim: lösend, beseitigen den Reiz und klären die Stimme LabodaDragées bestehen aus Tannenwalt duft und Menthol und sind unschätzbar bei allen Hals- Laftröhren Rehlkopfkstarrben. Preis 1.50, in Apotheken erhält ich; nicht vorrätig wende man sich an die Engel- Apotheke, Frankfurt/ M. Cafè Herr - mit dem Ausbau sehr vieler seiner gemeinnützigen und mit dem Ausbau sehr vieler feiner gemeinnützigen und wohltätigen Werte seit jeher auf's engste verknüpft, und in dankbarer Erkenntnis dessen nimmt die gesamte Einwohnerschaft darum nur freudigen Anteil an diesem seltenen Geschäftsjubiläum. Möge über dem Hause Gail und dessen Unternehmungen stets ein guter Stern walten! n Gießen, 27. Jan. Geheimer Kommerzienrat Heichelheim feiert heute seinen 70. Geburtstag. Sein einfaches freundliches Wesen gegen Jedermann hat ihm in allen Kreisen, bei Hoch und Niedrig, größte Hochachtung gesichert und sein wohltätiger Sinn hat ihm viel Liebe und Verehrung eingebracht. Mögen die Lebenswege dieses weitbekannten Finanzmannes auch ferner nur glückliche sein. * 500 000 000 Mark neue Anleihen. Bis zum Montag, den 29. d. Mts., mittags 1 Uhr, liegen 80 000 000 Mark 4proz. Deutsche Reichsanleihe und 420 000 000 Mark Preußische konsolidierte Staats- Anleihe beide unkündbar bis 1. April 1918 Zeichnung auf. - zur 31= ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. Die die 44 mm breite Inseratenzeile. 90 mm breite Zeile im Neklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Berbindlichkett. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon: Nr. 362. 24. Jahrg. decken. Durch die Lahnkanalisation auf dieser Basis könnte die Wasserfracht für Massengüter mit der Bahn wohl konkurrieren. 499 nießen. In der letzten Stadtverordneten- Versammlung wurde mitgeteilt, daß von dem unbekannten Spender, der schon mehrfach größere Summen für ein Denkmal für Landgraf Ludwig 5., den Stifter der Universität, gegeben hat, abermals 2000 Mr. gegeben worden sind. Der Denkmalsfonds beträgt damit jetzt über 7500 Mark. n Gießen. Der katholische Kirchenvorstand war um eine Wirtschaftskonzession für die ehemalige latholische Kirche und den daneben errichteten Neubau eingekommen. Die Versammlung tommen. Die Versammlung beschloß, die Bedürfnisfrage zu derfür eine neue Wirtſchaft in jener Bladie meinen und war außerdem der Ansicht, daß nach den helliſchen Geſetzer und der bisherigen Rechtsprechung juristische Personen nicht Träger einer Wirtschaftskonzesſion ſein können. 10 Gießen. Die Rendeler gerichtliches Nachspiel. Am 30. Januar hat sich vor der Straffammer in Gießen der Weißbinder Müller beaus Nieder- Dorfelden zu verantworten, der mit dem mehrGunterloch befreundet fachen Mörder und Selbstmörder G war. Müller war mehrere Tage vor, der Tat mit dem der Tat m Gunterloch zusammen. Bei dieser Gelegenheit soll Gunterloch auch von seinem Vorhaben gesprochen haben. Müller soll auch dabei gewesen sein, als Gunterloch die Waffe und die Patronen gekauft hat. Die Anklage wirft Müller vor, daß er keine Anzeige gegen Gunterloch erstattet hat, obwohl er zu einer Zeit von der beabsich tigten Tat Kenntnis erhielt, zu der sie noch hätte ver= hindert werden können. im 30. Januar fender noch ein r Wetzlar. Da zu dem am 31. Januar, vorm. 10 Uhr, in der Franziskanerschule stattfindenden Wetterkursus nur höchstens 30 Lehrer zugelassen werden können, sich aber etwa 80 Lehrer angemeldet haben, sollen später noch 2 Kurse eingerichtet werden. o 3ell b. Alsfeld. Ein Gruppenwasser= werk für die Orte Angenrod, Billertshausen und Zell kommt jetzt durch die Kulturinspektion Gießen zur Ausführung. Das Projekt ist von Kulturinspektor Steinbach gewählt. s Darmstadt. Die Villenkolonie Buch sch I ag wird voraussichtlich demnächst zur selbständigen Gemeinde erhoben. § Offenbach. Jm 17. hessischen Landtags= wahlkreis Offenbach- Land wurde Redakteur A delungMainz( Soz.) mit 3723 zum Landtagsabgeordneten gewählt. Der Gegenkandidat Schneidermeister und Stadtverordneter Franz Nessel erhielt 1986 Stimmen. ):( Mainz. Die Stadt sieht sich genötigt, eine Berufsfeuerwehr mit den zugehörigen Einrichtungen einzuführen. Zunächst werden dafür 300 000 Mark angefordert. n Gießen. In der alten Universitäts- Aula fand| entworfen. am 23. Januar eine Sigung des großen Ausschusses! Bingen. Das Kreisamt hat für den Nationaldes Zentralvereins für deutsche Binnen- liberalen Becker 12 012 und für den Fortschrittler Koschiffahrt statt, der neben Vertretern der preußi- rell 12 010 Stimmen festgestellt. Darnach wäre Becker schen und hessischen Ministerien Regierungspräsident von Meister- Wiesbaden und Provinzialdirektor Dr. Usin= ger- Gießen beiwohnten. Nach Begrüßungsansprachen von Geheimerat Dr. Usinger, Universitätsrektor Prof. Dr. König und Oberbürgermeister Mecum wurde nächst das neue Projekt einer K analisierung der Lahn für 230 Tonnenschiffe erörtert. Regierungsbaumeister a. D. Arnold- Frankfurt a. M. berichtete über die technische Seite, Handelskammersyndikus Dr. Metschke= Wetzlar über die wirtschaftliche Seite des Projektes und der Vereinsvorsitzende Geh. Regierungsrat Professor Flamm- Charlottenburg über den zweckmäßigsten Typ eines Motorschiffes für den Verkehr auf der kanalisierDas ten Lahn und den angrenzenden Wasserstraßen. neue Lahnkanalprojekt sieht an Stelle des früheren unwirtschaftlichen, weil zu teuren 300 Tonnenschiffes auf Grund eines von Direktor Bansa- Limburg gemachten Vorschlages vor, die Lahn von Gießen bis zum Rhein unter Benutzung und Umbau der vorhandenen alten Schiffahrtsanlagen zu kanalisieren. Es sollen 230 Tonnenschiffe geschaffen werden, die durch Rohölmotoren gespeist werden sollen. Dieses Projekt, das den Verkehr der Lahnschiffe im ganzen Rheinstromgebiet ermöglichen würde, würde auf der preußischen Strede 16,2 Mill. kosten, während das frühere Projekt 31 Mill. cekostet hätte. Es würden für Verzinsung 486 000, für Tilgung 81 000 Mark erforderlich sein, während die Betriebskoſten mit 83 000 Mark anzunehmen sind. Da mit einem Anfangsverkehr von 100 Millionen Tonnen- Kilometer gerechnet werden kann, wird bei einer Abgabe von 65 bis 100 Pfg. für den Tonnen- Kilometer die Lahn die gesamten Kosten der Kanalisierung' selbst tragen, wobei zu beachten ist, daß auf keiner künstlichen Wasserstraße in Deutschland die Abgaben die ganzen Aufwendungen Olubojinbisz und billig ist Kathuniums Malzkaffen. Rote Radler Giess. Rester- Lager Brandmalerei und Schnittkunst Bahnhofstrasse 62 Gemütlicher Hildebrandt, Sonnenstrasse 31 Carl Zimmermann, Neue Bäue 15. Ausführung von Bestellungen jeder Art. Tel 616. Neuenweg 28. Aufenthalt. Kaffee 15 Pfg. Drogen, Chemikal., Bügel- und Reparatur- Anstalt. Rechtskonsulent Stappel Hermes Lehr- Institut Giessen, Sonnenstr. 31. Tel. 634. Pension ,, Bellevue" Parfümerien und Farben Löwen- für Dam. u. Herren, Bahnhofstr. 39. Bürstenmacher Korbwaren Neue Bäue 22. Mod, Haus am Drogerie W. Kilbinger, Giessen, Einzige u. Spez.- Ausbild, in all. kaufm. Fächern. Eintritt jed. Zeit. Seltersweg 79a, Heinrich Kuhl, Wolkengasse 21. Stadttheater, Zimmer in jeder Preislage. Privat- Mittagstisch. Das Gehalt macht' 6! Annoncen- Annahme 1. alle Zeitungen, billigste Berechnung. ReklameKähler, Charlottenburg I. Weissnäh- Unterricht 4> Frau Schott, Kaiser- Allee 7 I. Zigarren u. Tabake Martin Krug, Schulstr. 5. M Zusammensetzung des neuen Reichstags. wurden im nächsten Jahre 1904 220 000 ausgefest. In den letten 88 Stichwahlkretsen ist am Donnerstag die Entscheidung gefallen. Es ergibt sich danach folgende Zusammensehung des neuen Reichstags: KonJervative( bisher 59) 43, Reichspartet( 25) 14, Wirthaftliche Vereinigung( 18) 10, Deutsche Reformpartet ( 3) 3, Bolen( 20) 18, 3entrum( 103) 93, Welfen( 1) 5, Bayerischer Bauernbund(-) 3, Nationalliberale( 51) 45, Deutscher Bauernbund(-) 1, Bayerische Liberale 1, Fortschrittliche Volkspartet( 49) 41, Sozialdemokraten ( 53) 110, Elfässer( 5) 5, Lothringer( 3) 2, Dänen( 1) 1, Wilde( 6) 2, zusammen 397. Die alte Mehrheit ist durch eine Mehrheit der Linken abgelöst. Selbst wenn man Polen, Elsässer, Lothringer, Dänen, Welfen und die betden Wilden mit der Rechten zusammengehen läßt, er gibt sich noch immer ein Verhältnis von 195 zu 202, has heißt eine Mehrheit von sieben Stimmen zugunsten der Linken. Gewinn- und Verlustliste der Parteien. 16, Konservative+ 6, 23, Reichspartel+ 5, 10, Bayerischer Wirtschaftliche Vereinigung+ 3, Bauernbund+ 3, Zentrum+5, 15, Polen 2, Nationalliberale+ 26, 30, Fortschrittliche Volks 12, Wel partei+14, 21, Sozialdemokraten+ 69, fen+ 5,-1, Elsässer+ 2,- 3, Lothringer- 1, Wilde + 2-5. - - - Die legten Stichwahlergebnisse aus dem Reiche. Provinz Westpreußen, Marienburg- Elbing.( Bisher v. Oldenburg- JanuSchau, Kons.), Schröder( Rp.) gewählt. Schwek.( Btsber v. Saß- Jaworski, Pole.), v. Halem( Rp.) gewählt. Provinz Brandenburg. Potsdam- Osthavelland.( Bisher Pault, Konf.), Liebknecht( Soz.) gewählt. Landsberg- Soldin.( Bisher Holtschte, Kons.), Holtschke( Kons.) gewählt. Frankfurt a. D.- Lebus.( Bisher Faber, Eoz.) Bollert( Ntl.) gewählt. Bülltchau- Crossen.( Bisher Schlüter, Rp.). Bruckhoff( Fortschr. Vp.) gewählt. Guben- Lübben. ( Bisher Prinz zu Schönaich- Carolath, Natl.). Prinz zu Schönatch- Carolath( Natl.) gewählt. Sorau.( Bisher Bahn, Natl.). Schumann( Soz.) gewählt. KalauLuckan.( Bisher Henning, Kons.). Wels( Soz.) gewählt. Provinz Bosen. Striegau- Schweidniß.( Bisher v. Trzcinskt, Pole.). Chlapowski( Pole) gewählt. Provinz Schlesien. Striegan- Schweidnig.( Bish. v. Richthofen, Konf.). Feldmann( Spz.) gewählt. Oppeln.( Bisher Brandys, ( Pole). Brandys gew. Grünberg- Freystadt. Bish. Beuchelt, Konf.). Davidsohn( Soz.) gewählt. Glogan.( Bisher Hoffmeister, Fortschr. Vp.). v. Liszt( Fortschr. Vp.) gewählt. Lüben- Bunzlan.( Bisher Doormann, Fortfchr. Bp.). Doormann( Fortfchr. Vp.) gewählt. Liege niz- Haynan.( Bisher Fischbeck, Fortschr. Vp.). Fischbeck( Fortschr. Vp.) gewählt. Schönau- Hirschberg.( Bisher Dr. Ablaß,( Fortschr. Vp.). gewählt. Provinz Sachsen. Salzwebel- Gardelegen.( Bisher v. Kröcher, Kons.) Liebenwerda- Torgau. von Kröchre( fons.) gewählt. ( Bisher Wilde, Natl.) Dr. Ortmann( Natl. gewählt. Schweinig Wittenberg.( Bisher Dove, Fortschr. Vp.) Dove( Fortschr. Vp.) gewählt. Sangerhausen- Ecarts: berga. Bisher Wamhoff, Natl.) Wamhoff( Natl) gewählt. Querfurt- Merseburg.( Bisher Wincler, Kons.) Koch( Fortschr. Vp.) gewählt. Nordhausen.( Bisher Dr. Wiemer,( Fortschr. Vp.) Cohn( Soa.) gewählt. Provinz Hannover. Osnabrück.( Bisher Bitter, Str.) Stöve( Natt.) ge= Provinz Westfalen. wählt. Altena- Iserlohn.( Bisher Müller, Fortschr. Vp.) Spiegel( Soz.) gewählt. Bochum- Gelsenkirchen.( BisHer Hue( Soz.). Heckmann( Natl.) gewählt. Dortmund. ( Bisher Bömelburg, Soz.) Erdmann( Soz.) gewählt. Rheinprovinz. Anuthah Mul Lennenn- Remichols,( miahon( sin Dillmann( Soz.) gewählt. Elberfeld- Barmen.( Bisher Linz, Rp.) Ebert( Soz.) gewählt. Düsseldorf. Bisher Haberland, Soz.) Haberland( Soz.) gewählt. Essen. ( Bisher Giesberts, 3tr.) Giesberts( 3tr.) gewählt. Mülheim a. Rh.- Duisburg.( Bisher Hengsbach, Soz.) Mörs- Rees, Dr. Böttger( Nail.) gewählt. ( Bisher Fritzen,( Btr.) Bell( 3kr.) gewählt. Biertausendvierhundertfünfzehn Ordensauszeichnungen find bet dem diesjährigen preußischen Ordensfeste verliehen worden. Diese Bahl ist die höchste, bisher bet dieser Gelegenheit dagewesene. Beim Ordensfest im Jahre 1889, also vor mehr als 20 Jahren, wurden im ganzen nur 1507 preußische Orden und Ehrenzeichen verliehen. Seitdem ist diese Zahl, nachdem sie fich schon vorher wiederholt beträchtlich erhöht hatte, unaufhörlich und rasch gestiegen. Im preußischen Etat für 1903 waren 13 000 für Orden und Ehrenzeichen ausgeworfen. Dieser Betrag reichte aber bet weitem nicht hin und Die Herren von Dieskau Original- Roman von Franz Treller. ( Nachdruck verboten.) 14) Wo ist der Trauschein geblieben, den meine Frau verwahrte? Wo ist das Blatt aus dem Kirchenbuche, auf dem Dein Name als Trauzeuge stand? Wo ist der Knabe, der Dir anvertraut war? Antworte oder-", bie Stimme erklang streng und drohend,„ Du sollst es büßen, mir auch noch das letzte Lebensglück geraubt zu haben." Harald, dem bet allem, was er sah und hörte, die Ahnung unermeßlichen Unglücks aufstieg, der in dem Manne, der so drohend vor seinem Vater stand, ein unheimliches Gespenst schreckensvoll auftauchen sah, besaß froß aller Verwirrung noch Verzweiflungsmut genug, um mit entschlossener Miene rasch hervorzutreten und seinem gänzlich niedergeschmetterten Vater zu Hilfe zu tommen. Er fühlte und wußte, daß hier rücksichtslose Kühnheit geboten war. rauh. Was will der Mann von Dir, Vater?" fragte er Ich weiß es nicht ich verstehe nicht." Harald nahm dte Karte, die auf dem Tisch lag und las den Namen. " Was wünschen Ste, Herr Warthon?" wandte er fich an Hermann von Dieskau, ihn mit einem bissigen Bitd anstarrend. wurde um faft 150 Prozent überschritten. Infolgedessen| verstorbene Geheime Kommerzienrat Alexander von Pflaum der Stadt Stuttgart ein Legat von 500 000 aur Verhütung der Verarmung hinterlassen. Ein Schwungrat geplaßt. Auf der Vulkanwerft in Stettin ist am Donnerstag beim Ausprobieren einer neuen Maschine das große Transmissionsrad neben dem Dieselmotor geplagt. Von den umherfliegenden Stücken wurde der Techniker Reise erschlagen, der Technifer Lehmann schwer verleẞt. Im Etat 1911 wurde abermals eine Erhöhung des Betrages, auf 300 000 M, bewilligt. Der höchste preußische Orden tostet ohne Brillanten etwa 2000 M., mit Brillanten 6000 M. und darüber. Die Brillanten gehen in das Eigntum dessen über, dem der so geschmückte Orden verliehen wird. Die anderen Orden find erheblich bilItger; fo foftet ein Kronenorden erster Klasse 95 M., zweiter Klasse 80 M, dritter Klaffe 65 M. und vierter Klaffe 22 M. Der Rote Adlerorden, obwohl er im Range vor dem Kronenorden kommt, stellt sich in der Ausstattung billiger. Ein Roter Adlerorden dritter Klasse tostet betspielsweise nur 50 M, ein solcher vierter nur 10 M. Uebrigens ist der größte Tell der Orden nicht neu". Bekanntlich müssen, mit wenigen Ausnahmen, die Orden nach dem Tode des Befibers wieder zurückgegeben werden, und diese Orden gelangen, nachbem sie bet Juwelieren ausgebeffert worden sind, aufs neue zur Verleihung. Der Angeredete maß thn von oben bis unten mit einem feineswegs wohlwollenden Blick. „ Es wird besser sein, Ste lassen mich mit meinem Bruder allein verhandeln, Herr Neffe." „ Wer ist das? Hast Du einen Bruder, der Warthon heißt, Papa?" Der Freiherr, dem die Anwesenheit Haralds einiges an Mut und Besonnenheit zurückgegeben, stammelte: Ich bin so erschreckt durch dies alles, o, Harald - Rundschau oom Cage. Politisches. Der Kailer ftattete am Donnerstag vormittag dem Reichstanzler in seinem Palats einen längeren Besuch ab. Wie das" B. T." hört, hat der Katser fich bei ben Festlichkeiten zum Gedächtnts Friedrichs des GroBen sehr gut gelaunt zu verschiedenen Persönlichkeiten über das Wahlresultat im 1. Berliner Reichstagswahlfrets ausgesprochen. Unter anderem bat er lächelnd_ge= sagt: Mein Schloßbezirk hat den Fortschrittsmann herausgehauen." Der nationalliberale Führer Bassermann, der am Montag in Saarbrücken bei seiner Stichwahl gegen das Zentrum durch sämtliche Stimmen der Linten gewählt worden ist, hat in einer großen Versammlung seinen Wählern seinen Dant abgestattet. Bei dieser Gelegenheit bat er auch Aeußerungen programmatischer Art ge= fan. Er fagte u. a. folgendes: Wer heute noch nicht erfennt, daß Deutschland im liberalen und sozialen Sinne regtert werden muß, der ist ein politisch Blinder. Der schwarzblaue Block darf nicht wetterregieren, ohne daß unserem Vaterlande schwerer Schaden zugefügt wird. Darum muß der Liberalismus auch fernerhin gerüstet stehen." In einer zweiten Ansprache am Schlusse der Versammlung fagte Baffermann weiter, er werde sich auch ferner politisch von volkstümlichen Gedanken letten lassen. Wenn es nunmehr feststehe, daß die sozialdemokratische Partei in diesem Wahlgang über 4 Millionen zählt, so möchte man aufs dringlichste wünschen, daß aus den Köpfen mancher Minister alle vielleicht philosophischen, aber wenig fruchtbaren politischen Netgungen hinweggefegt würden und an ihre Stelle volksfümliche Bestrebungen treten möchten. Nach diesen Aeußerungen scheint die politische Kampfstellung, die die nationalliberale Vartet im Laufe der letzten zwei Jahre eingenommen hat, bestehen zu bleiben. Ein nener Wahlkreis für Trimborn? Um den früheren Zentrumsabgeordneten Trimborn dem Reichstag zu erhalten, sind in rheinischen Zentrumstreisen Bestrebungen im Gange, eines der neuen Reichstags= mitglieder, Astor( Bernkastel) oder Hartrath( Trier), zu veranlassen, zugunsten Trimborns auf ihr Mandat zu verzichten. Tatsache ist, daß Hartrath bereits vor der Cölner Wahl erklärte, er werde, wenn Trimborn unterliege, zu deffen Gunsten verzichten. Fraglich ist es, ob Trimborn zustimmt. Trimborn gehörte dem Reichstag seit 1896 an und vertrat in dieser Zeit stets den Krets Cöln. Er ist bet den legten Wahlen dem Sozialdemokraten unterlegen. Die englische Flottenliga hielt am Mittwoch in London ihre Fahresversammlung ab. Im Jahresbericht wurde mit starter Betonung erklärt, daß keine Verringerung des Bauprogramms möglich set. Der Vorfigende legte in seiner Erläuterung zum Jahress bericht dar, die Befürwortung des Mashes on met englischen Schtfren gegen jedes deutsche set keine Herausforderung Deutschlands. Zu welchem Zwecke baue überhaupt Deutschland seine große Flotte und gegen wen? Das tommende deutsche Programm beabsichtige den Ersatz sechs veralteter Schiffe durch sechs moderne Schlachtkreuzer von höchster Kampffraft. Hierdurch set eine neue Lage geschaffen und sofortige Gegenmaßnahmen feten erforderlich. Die Liga verlange, daß England für jeden neuen deutschen Kreuzer zwet neue auf Stapel lege. Der Redner fand natürlich großen Beifall und der Jahresbericht wurde einstimmig genehmigt. Wie wir bereits verschiedentlich mitteilten, ist dte deutsche Flottenvorlage überhaupt noch nicht fertiggestellt. Damit widerlegt sich ohne weiteres die Behauptung der englischen Flottenliga und stellt sich als ein einfaches Agitationsmittel dar. Kleine Dachrichten. Ein Vermächtnis zur Verhütung von Verarmung. Wte aus Stuttgart telegraphiert wird, hat der kürzlich " Wagt es ein Schwindler unter der Maske Deines verstorbenen Bruders vor Dich hinzutreten? Aengstige Dich nicht, mit solchen Subjekten werden wir hier bald fertig werden. Wenn Sie sich nicht augenblicklich ent= fernen, Herr Warthon, lasse ich Sie verhaften und der Behörde übergeben." Hermann von Dieskau sah seinen Neffen mit einem Blick tiefer Verachtung an und wandte sich wieder an den zitternden Bruder. " Hast Du auf meine Fragen tetne Antwort, Bodo? Ueberlege es wohl, von dieser Antwort hängt Dein zufünftiges Schicksal ab." Der durch seine Angst gänzlich aus dem Gleichgewicht geworfene Freiherr, der nicht einen Augenblick daran zweifelte, seinen totgeglaubten Bruder vor sich zu haben, winkte nur schwach mit der Hand, man möge thn allein lassen. Mit der ihm eigenen Frechheit und Anmaßung und in setnem rauhesten Tone sagte Harald:„ Soll ich die Diener rufen, um Sie zu entfernen?" Ohne im geringsten darauf au achten, sagte Hermann von Dieskau:„ Ich hätte vtel verziehen, Bodo, wenn ich, nachdem ich so lange Jahre einsam gelebt, auf meine alten Tage mich noch des Glückes erfreuen könnte, mein mir entrtssenes Kind, von dem Du mir leider schriebst, es set gestorben, an mein Herz zu schließen. Noch ist es Bett, sprich, Bodo, sprich zu Deinem Bruder!" „ Gehen Sie gehen Sie- ich verstehe nichts von alledem Harald, bleibe bei mir-!" " Ich gehe," sagte Hermann von Dieskau,„ da Du es so willst und ich gehe trauriger als ich tam. Nte hätte ich geglaubt, so vor Dir stehen zu müssen." Er wandte sich und ging hinaus. Die Berliner Oberlehrer gegen die weibliche Schuldirektion. Der Berliner Oberlehrerverein beschloß, diejenigen Oberlehrer, die an höheren Lehran stalten mit Oberlehrerdirektion Anstellung nehmen, aus dem Verein auszuschließen. " Was ist das alles, Vater? Wer ist dieser Mensch?" „ Er ist's und jetzt ist alles verloren," stöhnte der Bretherr, indem er außer sich vor Angst, zum Bettler Ein städtisches Museum geplündert. Im städtischen Museum zu München- Gladbach wurden durch Ein bruch wertvolle alte Silber- und Goldmünzen, Schmuc fachen und Uhren früherer Jahrhunderte, filberne Be cher und Kruzifiye gestohlen. Dret große Schränke wurden vollständig ausgeplündert. Ein Hamburger Dampfer mit 23 Mann unterges gangen. Das Hamburger Vollschiff„ Orla" ist auf of fener See mit 23 Mann Besabung im Sturm untergegangen. Unter der Mannschaft waren der erste Offi zier Wurmstich aus Magdeburg und der Leichtmatrofe Both aus Weimar.. Furchtbare Tat einer Schwermütigen. In einem Anfall von Schwermut hat am Donnerstag die Ehefrau des Zieglers Husemann in Schötmar bet Detmold vier ihrer Kinder im Alter von 4 bis 9 Jahren erschos sen und sich darauf selbst eine Kugel in den Kopf gejagt. Die Frau liegt schwer verlegt darnteder. Das fünfte Kind war in der Schule und ist deshalb ver fchont geblieben. Einen entsetzlichen Kindesmord beging in Falkens au bei Eger ein Schneider namens Bauer. Er tötete fein vierjähriges uneheliches Kind, indem er es an die Wand schleuderte. Todessturz aus Furcht vor dem Gatten. In Wit ten( Ruhr) drang ein Meßger in die Wohnung feiner von ihm getrennt lebenden Frau und bedrohte fte. Die Frau sprang in ihrer Angst aus dem Fenster und blieb fot auf der Straße liegen. Der Mann ist flüchtig und konnte noch nicht ermittelt werden. Englische Gäste in Petersburg. Eine aus Parlamentarfern, Induftrtellen, Kaufleuten und Journalisten bestehende englische Deputation ist am Donnerstag in Petersburg eingetroffen. Abends fand in der englischen Botschaft ein Diner statt. Dretßig Anhängerinnen einer neuen religiösen Sekte in Lodz( Russisch- Polen) versuchten einen ge= wiffen Kowalski, den sie als ihren Heiland verehren und an dessen Auferstehung fie glauben, zu bewegen, fich freuzigen zu lassen. Während man noch verhandelte, umzingelten die fanatischen Frauen das Haus und nur das rechtzeitige Eintreffen von Polizet rettete Kowalski vor dem sicheren Tode. Mehrere Frauen wurden verhaftet. Folgenschwere Explosion einer Schießmaske. Ein Fleischer aus Hauswindorf bet Quedlinburg batte ein Schwein gekauft, das er wegen der Maul- und Klauenfeuche gleich an Ort und Stelle schlachten wollte. Bu diesem Zwecke hatte er eine fog. Schießmaste mitgebracht, die von verschtebenen Personen vor dem Gebrauch besichtigt wurde. Sierbet entlud sich plößlich der Apparat und traf einen Arbeiter so unglücklich, daß er sofort tot zusammenbrach. Eine Auszeichnung des chinefifchen Ministerpräs fidenten. Der ehemalige Regent von China hat Juanschikai mitgeteilt, daß der Thron ihm in Würdigung seiner Loyalität und feines Wirkens die Würde eines Marquis verliehen habe. Rodefeller als Berehrer Wasteurs. Nach einer Drahtmeldung aus Paris hat der amerikanische Mi Itardär Rockefeller der Gemeinde Dole, die das Geburtshaus Pasteurs ankaufen und zu einem Museum um wandeln will, den Rest der Kauffumme im Betrage vor 53 000 Franks geschenkt, warholtete Schwindelbanklers. In Milwaukee ( Nordamerika) wurden die beiden Inhaber des Bankgeschäftes Böffel& Schwerer in München, die nach Veruntreuung von 40 000 Mart geflüchtet waren, vers haftet. 3n schweren Wahlausschreitungen tam es am Donnerstag in Schweb( Westpreußen). Als die Polen erfuhren, daß Landrat von Hahlem gewählt war, wurfen sie sämtliche Fensterschetben am Landratsgebäude und bet den deutschen Kaufleuten ein. Zwei Danziger Studenten erlitten schwere Verlegungen. Die polnt= schen Erzedenten läuteten die Sturmglocke. Aus den Gerichts älen. Der Chauffeur des Reichskanzlers, Horwege, hatte sich gestern vor der Potsdamer Straffammer wegen zu schnellen Fahrens zu verantworten. Der Reichskanzler war am Abend des 3. November beim Kaiser in Potsdam zum Vortrag befohlen, und dem Chauffeur war aufgegeben worden, schnell zu fahren, da es darauf ankam, daß der Reichskanzler in möglichst kurzer Zeit zu werden, auch das Gewissen erwachte mit der Befürch tung, zur Rechenschaft gezogen zu werden. Wer ist's? Wer ist Mr. Warthon? Ist es denn wirklich Dein Bruder?" Der Baron nickte. " D, er wird sich rächen." " Du hast doch den Totenschein Deines längst verstorbenen Bruders in den Händen. Laß Dich doch nicht ins Bockshorn jagen!" Ich hielt ihn für tot-" „ Er ist auch tot- und soll es bleiben," setzte Ha rald finster hinzu,„ ein Betrüger, der ihm vielleicht ähnlich sieht, spielt die Rolle Deines Bruders, um Geld zu erpressen das ist alles. Gut, daß Du thm keine zugeständnisse gemacht hast." - " D, es ist schrecklich- aus dem Grabe kommen die Leute wieder- D ,, Nur die Nuhe nicht verlieren! Mit dem Betrüger, und es ist ein Betrüger, Vater, werden wir schon fertig werden. Was ist es mit dem Sohn, von dem der Mann sprach? Hatte Dein Bruder einen Sohn?" Der Fretherr nickte wieder. „ Erkläre mir die ganze Sache, damit ich einen Ueberblick habe und danach handeln kann." - Er Herrenn hetratete heimlich eine Person tch weiß Namen nicht mehr, und der Onkel, von dem w damals abhingen- zog seine Hand von ihm." ,, Aber das Kind?" " Ja, es lebte " Wo ist es?" " Ich weiß es nicht." Also verschollen - - tot wahrscheinlich, sonst hätten wir davon gehört. Und was der Mann von dem Trau schein und dem Kirchenbach sagte, seine Ehe war also rechtmäßig geschlossen?" Stefe rene gab Beid ntat 5 M fter, Bud δητά bie fo gelan best E verüb einem Arbeit fen, n fer er warer den u morge einer Ueberf woran aber haftet. fenver nem? 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In der Verhandlung gab der Chauffeur die Beweggründe an, die ihn zur Beschleun guna des Tempos nötigten. Das nügte aber nicht viel; das Gericht erkannte auf eine Geldstrafe von 6 Mart. Der Gespensterbandit", ein Mann namens Pelisfter, wurde gestern in Chalons zu lebenslänglichem Buchthaus verurteilt. Zu seinem Namen war er dadurch getommen, daß er es jahrelang verstanden hatte, bie scheußlichsten Verbrechen zu verüben, ohne daß es gelang, auf feine Spur zu tommen. Im September bes vorigen Jahres wurde er endlich gefangen und nun, trobem er den wilden Mann spielte, verurteilt. Vermischies. Einen Mordversuch auf ihren Zimmergenoffen verübien in Leipzig zwei Arbetter, die gemeinsam mit einem dritten eine Schlafstelle innehatten. Dieser, etn Arbeiter Schläfig, war aus dem Krankenhause entlassen, nach Hause zurückgekehrt. Hier fand er seinen Koffer erbrochen und des Inhaltes beraubt. Die Täter waren seine Zimmergenossen, die dies auch eingestanden und den Schaden zu ersezen versprachen. Geftern morgen versuchten sie Schläfig zu erwürgen und mit einer Schlinge, die sie berett hielten, zu eroroffeln. Der Ueberfallene fonnte sich losmachen. Er schlug Lärm, worauf die beiden die Flucht ergriffen. Sie wurden aber noch im Laufe des Nachmittags ergriffen und verhaftet. Auch ein Opfer der Asylistenvergiftungen. Die Mafsenvergiftungen unter den Berliner Asylisten sind ei nem 35 Jahre alten Händler Franz Napiralsft aus der Fliederstraße in Berlin zum Verhängnis geworden. Der Mann handelte auf der Straße und in Schanklokafen mit Bücklingen. Seitdem die Bergiftungen unter den Asylisten Furcht und Schrecken verbreiteten, war es mit seinem Geschäft zu Ende, weil die Massenerkrantungen und Todesfälle zunächst auf den Genuß von Büdlingen zurückgeführt wurden. Die wirkliche Urfache der Vergiftungen ist nun zwar längst aufgeklärt, der Rückschlag auf den Handel mit Räucherwaren aber immer noch nicht überwunden, wenigstens haben die Straßenhändler darunter immer noch zu leiden. Napiralskt flagte wiederholt, daß er nicht mehr verkaufen fönne. Well er auch keine Ersparnisse hatte, so borgte er sich fümmerlich durch und mußte auch die Miete schuldig bleiben. Als er keinen Ausweg mehr sah, griff er zum Strick. Gestern nachmittag fand ihn ein Arbeiter, mit dem er Stube und Küche teilte, erhängt und tot auf. - Mit Maßkrügen erschlagen. Bei einer Wirtshausschlacht in München wurde der Gastwirt Dent in graufamster Weise von einem der Raufenden, dem rasend gewordenen Kupferdruder Kufer, umgebracht. Nachdem er bereits eine Menge Maßkrüge auf den Köpfen der Kämpfenden zertrümmert hatte, stürzte Stufer auf den friedenstiftenden Wirt zu deffen liebster Gast er übri gens war führte nacheinander Schlag auf Schlag auf den Kopf des Wirtes und zog thn schließlich unter dem Billard hervor, um ihn vor den Augen der entsegten Wirtin mit einem dritten Maßkrug vollends totzuschla= gen. Die Wände waren über und über mit Blut bedeckt, und der Wirt schwamm förmlich in einer Blutlache. Der Mörder ließ sich ohne Widerstand abführen. Im Kampfe mit etuem Irrfinnigen, bet dessen Abholung fie helfen sollten, wurden in München zwet Schußleute durch Revolverschiffe verlegt. Der Frisinntge, ein Maurer, riegelte sich, nachdem er die Schliffe abgegeben hatte, dann aufs neue in seinem schon einmal gewaltfam geöffneten Zimmer ein, in dem er dann förmlich belagert wurde. Der Polizeipräsident erschien felbst auf dem Plaße, und in sämtlichen Wohnungen des Hauses war aus Ervowelichon Bake SallyTeute pofttert. Nach sechsstündiger Belagerung sprang der Irrsinnige gegen 3 Uhr morgens vlößlich aus der im dritten Stodwerfe gelegenen Wohnung in den Hof hinab, fiel aber auf das Dach eines Holzstalles, wo er nur unbedeutend verlegt, jedoch regungslos liegen blieb und von der Sanitätstolonne weggeschafft werden fonnte. Ausschreitungen in einer Leichenhalle. Gestern fand in Wien das Leichenbegängnis der durch einen Wachtposten erschossenen Brüder Bolta statt. In der Leichenhalle des Allgemeinen Krankenhauses spielten fich wüste Szenen ab. Hunderte von Frauen mit Kin dern am Arme drängten sich in die Kapelle. Kränze wurden heruntergerissen und zertreten und die Sargdeckel, die an der Wand lehnten, umgestoßen und beschädigt. Als die Verwandten der Getöteten zu weinen begannen, fingen die Kinder und Frauen fämmerlich zu schreien an, und es wurden Rufe gegen das Militär und gegen die Wachtposten laut. Ein Postraub in Innsbrud. In Innsbruck wurde am Mittwoch abend ein ebenso raffinierter wie verwegener Bostraub verübt. Gegen abend kam ein Unbekannter, etwa 25 Jahre alter Mann in der Uniform eines PostantsDieskau nickte. „ Wenn das Kind und die Dokumente nicht mehr vorhanden sind, so haben wir es also allein mit diesem Herrn zu tun! Na, mit dem werden wir schon zu Ende kommen!" Du kennst thn nicht es ist alles verloren! Er ist dawie konnte er nur zurückkommen? Wir können als Bettler von dannen ziehen. O, entsetzlich daß mir das auf meine alten Tage begegnen muß." " Nun, set so gut und nimm Deine fünf Sinne zusammen, lieber Vater! Für mich ist dieser Mr. Warthon nichts als ein habgtertger Schurke, der Dich fchröpfen will. Er soll nur kommen! Set ein Mann! Der Satan hole diese verdammten Geschichten," murmelte er ingrimmig.„ Aber ich muß tett fort, ich darf bet dem Treiben nicht fehlen." Er klingelte. Der Diener trat ein. " Wo ist der Herr, der eben hier war, hingegangen?" „ Er ist fortgefahren." " In welcher Richtung?" „ Er schlug den Weg nach der Station etn." " Gut! Sind noch Gäste hter?" " Netn, gnädiger Herr, die sind alle schon fort mit bem Förster." Außer den Gästen, die im Hause wellten, waren noch verschiedene Herren von auswärts zum Treiben geladen worden. " So muß ich etlen, ihnen nachzukommen." Er ging mit hastigen Schritten hinab, bestteg setn ferd und ritt, die Doppelbüchse in der Hand, dem Walde zu, wo das Treiben stattfinden sollte. Er jagte wild dahtn. Im Walde hielt er an, stteg ab, band das Pferd an einen Baum und ging aufwärts nach der Gegend des Treibens hin. Alle wilden Leidenschaften des jungen Mannes waren in threr ganzen Stärke erwacht. Coin Onfel dieners zu dem Postpferdehalter Schallhart und bestellte dort im Auftrage des Bostamts einen zweispännigen Postwagen zum Einsammeln der abends fälligen Post auf den Filialämtern der Stadt. Der Wagen wurde ihm anstands los abgegeben. Ein Postillon fuhr mit dem falschen Postamtsdiener nunmehr zum Bahnpostamt und dort bezeichnete sich der falsche Amisdiener als ein von Meran nach Inns brud versetter Diener, der vom Oberkontrolleur den Auftrag habe, die Abendsammelfahrt in Innsbruck zu machen. Der falsche Amtsdiener fuhr dann mit dem zweispännigen Wagen zu zwei Postämtern, holte dort die Briefschaften und lieferte sie auf dem Bahnpostamt ab, erflärte aber plöblich, er habe auf dem Filialpostamt 7 die Uebergabeliste vergessen. Er ging zu Fuß hin und nahm unterwegs einen vor einem Wirtshaus stehenden Handwagen mit. Auf dem Filialpostamt 7 ließ sich der Schwindler die Abendpost geben, da er wußte, daß diese die Wertbriefe enthalte, Man gab dem nun bereits Bekannten anstandslos fünf Postbeutel mit Briefschaften in deklariertem Gesamtwert bon 17,180 Kronen. Der falsche Postamtsdiener fuhr mit seinem Handwagen fort und wurde nicht mehr gesehen. Seute früh fand man bei Innsbruck die fünf leeren Postbeutel Die Postbehörde ist der Ansicht, daß nur ein mit dem inneren Postdienst vollständig vertrauter Mann den verwegenen Raub ausgeführt haben könne. Sein Helfershelfer, der ihm die Uniform gegeben hat, ein Innsbrucker Postdiener ist bereits verhaftet worden. Bon Hunden gefressen. Aus Petersburg wird geschrieben: Eine schaurige Tragödie ereignete sich vor lurzer Beit in der Nähe von Moskau. Die junge Bauersfrau Baikowa ging vor wenigen Tagen aus dem Dorfe Nikitskoje, Kreis Bronnizy, zu Bekannten ins Nachbardorf. Da fie fehr lange fortblieb, wurde der Mann unruhig und ging ihr entgegen. Auf dem Felde, nahe den letzten Häusern, bemerkte er etwas Dunkles im Schnee liegen es war der fürchterlich zerfleischte Leichnam seines jungen Weibes. Der Schnee ließ deutlich erkennen, daß mehrere große Hunde die Unglückliche niedergeriffen und zerfleischt hatten. Es waren die losgelassenen Rettenhunde des benachbarten Gutsbesikers. Ane boten nnd Randbemerfungen von Friedrich dem Großen. Am 9. Oktober 1744 erzwang Bieten den Uebergang über die Moldau bei Thein. Dabei fiel der Husarenleutnant v. Wedell, ein besonderer Liebling des Königs. Auf die Meldung hiervon ritt dieser mit dem Rufe: Wo ist Wedell, wo ist Wedell?" in großer Aufregung durch die Reihen der Verwundeten. Da richtete sich ein Leutnant, dem der Fuß zerschossen war, auf und antwortete: Majesiät, hier liegen lauter Wedells."„ Er hat mir eine gute Lehre gegeben, ich danke ihm davor! Wie ist sein Name?" Hohendorf." ,, Wenn Er furiert ist, melde er sich bei mir." Hohendorf wurde wieder hergestellt, meldete sich und erhielt eine Oberförsterstelle. Randverfügung des Königs auf das Gesuch des Präst denten von Loeben um einen Vorspannpaß: Damit Bihet man ein 24 Canon fort. Ein president ist für Solchen Schwehren Transport nicht wichtig genug. Loeben sol 8 pferde haben und tan er corpusenter wirdt 10 bis 12." Randverfügung des Königs auf das Abschiedsgesuch eines bersten, der sich einbildete, frank zu sein: Mir geht es auch nicht immer wie ich es gern haben möchte, beswegen muß ich immer König bleiben. Khabarber und Geduld wirken bortrefflich." Randverfügung auf dem Gesuch des Predigers Pets um Erhöhung seines Einkommens: Die apostelen Seindt nicht geminn Güchtig wat teine apoſt prevrat, der Herr Wels apostolische Sehle und bentet nicht das er alle gühter in der Welt vohr nichts ansehen mus." Randverfügung auf der Anfrage eines Stadtmagistrates, wie ein Bürger zu bestrafen fei, der Gott, den König und den Magistrat gelästert: Daß der Arrestant Gott gelästert hat, ist ein Beweis, daß er ihn nicht fennet; daß er mich gelästert hat, vergebe ich ihm; daß er aber einen edlen Rat gelästert hat, dafür soll er exemplarisch bestraft werden und auf eine halbe Stunde nach Spandau fommen." Randverfügung auf dem Gesuch des Landrats von Wobeser um Ersaß von Brandschaden: Am jüngsten Tag frigt ein jeder alles Wieder was er in diessem Leben verlohren hat." Randverfügung auf dem Gesuch eines Kurmärkischen Tierarztes um den Hofratstitel: Vieh- Rath." - Randverfügung auf der Eingabe zweier Beamtenfrauen, der König möge entscheiden, welche von ihnen den höhe ren Rang habe: Die größte Närrin geht voran." der ältere Bruder dem der Herr des Majorats Grabe entstiegen auch er zweifelte nicht daran, daß er Hermann von Dieskau gesehen hatte was sollte nun werden aus ihm und aus allen, wenn Hermann von Dieskau seine Identität nachwies und seine Ansprüche geltend machte? Es schwindelte thm. Daß sein Vater den Bruder seiner Zeit wegen des= sen Vermählung mit einer obskuren Persönlichkeit, und wegen der sich hieraus ergebenden Folgen nicht mit besonderem Wohlwollen bedacht hatte, schien ziemlich klar aus den Worten des Fremden hervorzugehen. Doch das war des Vaters Sache; hier stand anderes, wichtigeres, auf dem Spiele. Es handelte sich um setne und der Seinen Existenz, wenn der Mann das war, was er zu sein vorgab. Harald knirschte mit den Zähnen bei dem Gedanken zum Bettler zu werden und im Staube friechen zu müssen, wo er zu herrschen gewohnt war. Er ging durch lichten Wald auf einer Anhöhe dahin, als er mit einer fähen Ueberraschung den Mann, der all das Elend über ihn zu bringen drohte, gemesfenen Schrittes auf dem Pfad unten jenseits des Wiesentales dahinschreiten sah. Fast besinnungslos, nur den maßlosen Grimm gegen diesen im Herzen, iß er die Büchse an die Wange, schoßschoß bltzschnell beide Läufe ab, und der Mann stürzte auf das Gesicht nieder. Ein eisiger Schauer überlief thn bet diesem Anblick und wie von Furten gehezt, Itef er wetter die Höhe hinauf. Den alten Jäger, der da zwischen den Büschen stand und ihm verwundert nachsah, hatte er nicht be= merkt, auch nicht gewahrt, daß dieser schleunigst nach der Stelle ging, wo die Schüsse gefallen waren. Jezt ließen sich die Bitchsen der Schüßen oben im Walde hören. Harald deckte sich gegen eine trrende Kugel durch einen dicken Baum, denn er befand sich auf Ein neuer Spionagefall? Ein Berliner Blatt weiß von einem angeblichen neue Spioanagefall zu berichten. Am 23. Januar gegen 4 Uhr morgens erschien in einer Bude der Militäreisenbahn Berlin- Jüterbog, etwa 2 Kilometer von Jüterbog entfernt, ein Infanterieoffizier, der ein auffallend fremdländisches Aussehen, dunklen Teint und einen Fliegerbart hatte. Dies fer Offizier unterhielt sich mit dem in der Bude anwesenden Posten über verschiedene Dienstangelegenheiten, sah au merksam verschiedene Schriftftücke durch und erkundigte sich besonders eingehend danach, wo während der Nachtzeit die auf den Militärbahnbetrieb bezüglichen Anweisungen der Militärbehörde aufbewahrt wurden. Nach einer halben Stunde entfernte sich der Offizier und ging über ein Feld hinweg nach Jüterbog zu. Der Posten verließ gleichzeitig mit ihm die Bude. Als er nach längerer Seit wiederkehrte, fand er die Bude erbrochen, und alles ließ darauf schließen, daß die Bücher und Akten durchstöbert wor ben waren. Man glaubt, daß es sich um einen ausländi schen Spion handelt, der die deutsche Uniform angelegt hatte, um leichter zu feinem Siele zu kommen. Ein ähn ficher Spionageversuch bei der Militäreisenbahn ist schon bor einiger Zeit gemacht worden, aber damals an der Wach famkeit des Postens gescheitert. Dem B. L. Anz." wird zu der Affäre von autorttativer Seite mitgeteilt, daß bisher keinerlei irgendwie begründete Vermutung zu einem Spionagefall bestehe. Es würden in solchen Bahnwärterbuden auch keinerlei Akten oder Schriftstücke aufbewahrt, die von besonderer Beden tung feien oder für irgendeine auswärtige Macht Inte resse haben könnte. Ein russischer Spion in Wien verhaftet. Die Wiener Polizei verhaftete gestern in Krakau einen der gefährlichen Spione, die in Diensten Rußlands tätig sind. Der Verhaftete nennt sich Paul Belta, doch dürfte sein Name anders lauten. Man fand bet thm Berichte des russischen Generalstabes in Warschau so wie Photographien von galtatfchen Festungen und anderes mertvolles Material über die Schüßmaßregeln an der österreichischen Nordgrenze. Berliner Getreide und Schlachtviehmarkt. In der om 24. Januar zu Ende gegangenen Berichtswoche wurde der Getreidehandel durch die außer ordentliche Festigkeit der Futtermittel sehr wesentlich beeinflußt. Unter dem Einfluß der strammen Haltung vom Weltmarkt und des großen Bedarfs an Futtermitteln zogen auch am Berliner Markte die Weizenpreise złem kräftig an; in dem zweiten Teil der Berichtswochengen aber die Besserungen etwa um die Hälfte wied verloren. Der Eintritt des Tauwetters wurde nämlich die Veranlassung zu einem reichlichen Angebot der inländischen Landwirtschaft bei nachgiebtgeren Forderungen. Roggen konnte sich hierbet wieder besser behaupten als Weizen. Ausländische Gerste ist um nicht weniger als 6 bis 7 M. gestiegen, und im Zusammenhang damit stellte sich auch Hafer bet kaum genügend großem Angebot höher. Die Marktpreise be= wegten sich anfangs gleich nach oben, verloren aber später wieder infolge Nachlassens der argentinischen Forderungen. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten fich die Preise für Lieferung im Mai, wie folgt: Wetgent 217,75 M., Roggen 198,25 M., Hafer 195,00 M, Mais 171,00 M. Preise des städtischen Schlachtvieh- Marktes. 1. Ochfen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungejocht 81-88 Mb una 85, c) máBig genährte Junge und gut genährte ältere 68-72 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 77-83 M, b) vollfleischige jüngere 73 bis 80 M., c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 66-75 M. 3. Färsen u. Kübe: a) vollfl. ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 75-85 M., b) vollfl. ausgem. Kühe höchst. Schlachtw., bis zu 7 Jahren 70-75 M., c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 65-69 M., b) mäßig genährte Kühe und Färsen 57-66 M, e) gering genährte Kühe und Färjen bis 62 M., f) gering genährtes Jungvieh( Fres= fer) 54-68 M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 107--137 M., b) feinste Mastfälber 97-103 M., c) mittlere Mast- und beste Saugtälber 83-92 M., D) ge= ringere Mast- und gute Saugfälber 74-81 M., e) ge= ringe Saugtälber 55-67 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 70-80 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 62-72 M., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 60-66 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht 59-60 M, b) vollfleischige Schweine 250-300 Pfd. 57-59 M., c) vollfleischige 200 bis 240 Pfd. 56-58 M., d) vollfleischige Schweine 16C bis 200 Bfd. 53-56 M., e) vollfleischige Schweine unter 160 Bfd. 48-52 M., f) Sauen 53-55 M. - dem Rückwechsel. Dort stand er und stterte vor sich hin. Sein Kopf war wüst er vermochte kaum zu denfen, nur den stürzenden Mann sah er vor sich. Das Feuer hörte auf. Das Treiben wurde abgeblasen. Harald trat hinter dem schützenden Baum hervor. Er fühlte wie ihm das Herz pochte. Mit einem wilden:„ Geschehen tst geschehen!" schritt er hasttg durch den Wald. Bald traf er auch die Jäger, die sich anschickten, ein zweites Treiben zu veranstalten. Sein Fehlen bet dem ersten war wohl nur von den Forstleuten bemerkt worden, die den Jagdherrn vermißten. Harald zeigte eine fast frankhafte Lustigkelt, die vielen aufftel. Er machte alle Treiben mit, doch fehlte der sonst fo gute Schüße fast immer, Hand und Auge mußten unficher sein. Wahrscheinlich," dachten die Förster,„ hat er etwas zu stark gefrühstückt." Das letzte Treiben war abgeblafen worden und die Jäger gingen den Waldpfad hinab zu der Stelle, wo die Wagen standen. Harald hatte einen der Diener beauftragt, sein Pferd zu holen und nach dem Schlosse zu retten." Er mußte über seine Fehlschüsse viele anzügliche Bemerkungen hören, achtete ihrer aber nicht. In jedem Augenblick dachte er eine Meldung zu vernehmen, daß ein erschossener Mann im Walde gefunden worden set. ,, Nun, was war dabei? Was hatte er zu fürchten? Bet den so weittragenden Schußwaffen konnte sich leicht eine Kugel verirrt haben. ( Fortfehung folgt.) Verein für Sterbeunterstützung zu Giessen. Sonntag, den 28. Jan. 1912, nachm. 3½ Uhr. General- Versammlung im Saale der Restauration Sauer, Oswaldsgarten Tages- Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht, 2. Festsetzung der Sterbeunterstüßung, 3. Neuwahl des Vorstandes und des Aufsichtsrats. 4. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Der Vorstand. Automobile Jllustriert Prospekte und Kataloge kostenlos VOTT Tourenwagen, Dixt Schnell! Sportwagen, Luxuswagen, Lieferungswagen, Lastwagen, :: Lastzüge:: mit staatl. 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Wochen- Anzeiger" ist erst dann gültig, wenn der Bezieher eine auf seinen Namen ausgestellt und von unserer Expedition abgestempelte Vierteljahrs- Abonnementsquittung in Händen hat und diese Quittung vor Beginn des betr. Vierteljahres, für das sein Abonnement Gültigkeit haben soll, durch Zahlung eingelöst hat. Das Abonnement kann auch durch Bezahlung. wöchentlich 10 Pfg. fortgesetzt werden, in diesem Falle wird dann am Schluß des Vierteljahres die Vierteljahrs- AbonnementsQuittung ausgehändigt. Jeder Abonnent hat eine laufende Nummer auf seiner Abonnements- Quittung, der wir uns bei Briefkasten- Beanie wortungen etc. bedienen. Nur bei schriftlicher Abbestellung oder nicht rechtzeitiger Einlösung der Abonnements- Quittungen gilt der Bezug dieses Wochen- Anzeiger als aufgehoben. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. von Betttücher Bettcolter Herren- u. Knaben- Anzüge Paletots.. Pelerinen Arbeiter- Kleider Normalwäsehe P ? Preis Märsche! Das Preis- Ausschreiben für Märsche vom Verlag Albert Stahl, Berlin W 35, Potsdamerstraße 39, im November 1910 erlassen, hat eine internationale Beteiligung gefunden. Gegen 1000 Manuskripte wurden eingesandt aus Deutschland, Desterreich- Ungarn, Galizien, Rumänien, Rußland, Italien, Schweiz, Frankreich, Holland, Belgien, Schweden, Norwegen, Dänemark, England, Amerika. Die Preisrichter, Herren Armee- Musikinspizienten Prof. Th. Grawert und D. Hackenberger, Berlin, Kgl. Musikdirektor A. Boettge, Karlsruhe und an Stelle des verstorbenen Herrn Armee- Musikinspizienten Prof. G. Roßberg die Herren Obermusikmeister D. Brinkmann und E. Ruth, haben einstimmig erwählt: 1. Preis- Marsch: Frizz Brase, Kgl. Musikdirektor, Berlin„ Exzellenz- von- Bernhardi- Marsch" ( Motto: Jm Anfang war der Rhythmus). 2. Preis= Marsch: Curt Paul, Loboist, Danzig„ Regiment- vonHindersin- Marsch" op. 10. 3. Preis- Marsch: C. Rassel, Berlin Kosakenritt- Marsch". Von den Preisrichtern wurden ferner empfohlen: 4. Richard Eilenberg. Opus 295.„ Janitscharen- Marsch", 5. G. Hierse.„ Den Feinden Truz". Kavalleriemarsch. 6. Franz Neumann( Komponist der Oper„ Liebelei“).„ Trocadero- Marsch" 7. Wilh. Sauer. Op. 96.„ Morgen marschieren wir." Diese 7 Märsche sind in einem Preis- Marsch- Album für Klavier vereinigt, das zum Preise von 2 Mt. netto zu beziehen ist. Ingenieurschule zu Mannheim Städt. subv. höhere technische Fachschule. Programme kostenlos, ( Albin Klein) Gießen. Seltersweg Nr. 2. - - - Gießen, 27. Januar 1912. Fußtruppen und sonstige Fußgänger. - Lokale Wochenplauderci. Es gibt zu viele Leutnants. Das lesen wir jetzt in allen Zeitungen, welche die schlechten Avancementsver= hältnisse in der Armee ventilieren. Aber wir sehen es auch schon bei uns in Gießen. Morgens reiten sie truppenweise in und um die Stadt herum. Zu Fuß gehen schickt sich überhaupt nicht recht für einen ordentlichen Infanteristen, weshalb man jetzt auch von oben herun ter den Verkauf von Remonten an solche zu billigen Preisen gutgeheißen hat. Mittags fahren die Leutnants in der Elektrischen und sitzen im Cafe. Sie haben also Zeit und das ist ein schlechtes Zeichen. Sie sind vollbeschäftigt. Das muß anders werden. Kaisermusketiere. von Fähnrich Krauße. Keiner stellt es in den Schatten Auf des Triebes Höh: Namenszug und weiße Patten Regiment K. W. Leutnants streichen ohne Zahl Sechs Uhr Seltersweg. Monocle! Pyramidal! Jmmer schneidig! feck! Kapitäne sind im Schwung Ständig kolossal, Wie bei der Besichtigung, So im Klubfettsaal. Stabsoff'ziere selten fett, Meistens mager sehr! Arbeitstiere! gar nicht nett! Leben ist gar schwer. nicht Alter Oberst Jägersmann, Nabelorden gern, Kurzen Rock mit Leder dran: Seht Ihr So den Stern? KnorrHafermehl und Reismehl sind bei Ärzten u. 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