Das Unbewußte. Fahrräder, Innans- UGDersich Sport- und Nähmaschinen, unseres Kataloges. Kinderwagen, Radfahrer- Artikel in größter sowie alle Auswahl nax ne yois յս æ այու шпанс pun bura Бәрәм игр Sempo Bys unse jeno jab 39 pun sewye adns + әиградск ey Jab eqnun buran бщециалко Парош ان hntunnels am Jungfraujoch. Gießener Zeitung - ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich vertelfährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Mittwoche und Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der., Gießener Zeitung" G. m. b. H. - Nr. 51. Telephon: Nr. 362. Eine sachliche Beurteilung der hessischen Besoldungsvorlagen und deren Kritik.*) In den letzten Wochen sind von den hessischen Boltsschullehrern, insbesondere von deren Verbandsleitung, dem Vorstande des Landeslehrervereins in fast alle hessische und benachbarte preußische Tageszeitungen Artikel lanciert worden, die alle an der Besoldungsvorlage mehr oder minder herbe, einseitige Kritik übten. Durch lebhafte Agitation, ermöglicht durch das große Maß ausgiebiger freier Zeit und das in materiellen Fragen stets geschlossene Auftreten der großen Zahl Volksschullehrer, die auch in politischer Hinsicht einen feineswegs gering zu veranschlagenden Faktor für die verschiedenen Parteigruppierungen bilden, ist erreicht worden, daß fast alle politischen Parteien notgedrungen sich zum Sprachrohr der Volksschullehrerwünsche gemacht haben. Zweck dieser Zeilen soll nun sein, in reiner Sa ch lichkeit zu erörtern, ob tatsächlich die vielerlei Wünsche der Volksschullehrer in ihrer Berechtigung sachkun diger Beurteilung standhalten können; nach Ansicht einfichtsvoller, unparteiischer Beurteiler haben die Abgeordneten bezw. die einzelnen Parteien infolge des stetigen Drängens und Bittens die Lehrerwünsche ohne eine, allen Punten gerechtwerdende Prüfung zu den ihrigen gemacht, es würde sonst ein derartiges Vorgehen nicht denkbar jein können. Zunächst bedarf der Wunsch auf Gleichstellung im Gehalte mit den mittleren Beamten, der sachlich in keiner Weise begründet werden konnte, ingehender Erörterung. Vorausgeschickt sei, daß dieser Wun der Volksschullehrer nur als ein vorläufig erTeichb Ziel aufgefaßt werden muß, wird doch in Wahtyeit allerdings auch hier wieder ohne jegliche Begründung, eine bedeutend höhere Gehaltsskala mit dem Wunsche auf Einrangierung zwischen mittlere und höhere Beamte verlangt. Daß dem so ist, beweisen die wiederholten Ausführungen im„ Hessischen Schulboten", bis jetzt ohne Abänderung oder Berichtigung geblieben Find. An und für sich ist ein Vergleich, sowohl nach Vorbildung wie nach Verantwortung und Arbeitsqualität und-quantität, des Volksschullehrer- Berufes Dem eines öffentlichen Beamten ein Unding; so wenig ich zwei durchaus verschiedene Fakultäten z. B. die Juristische mit der philosophischen, einander nach realen die mit *) Der Abdruck dieses Artikels erfolgt, ohne daß wir uns Bamit für oder gegen den Standpunkt des Artifekschreibers, einem Finanzbeamten, wenden. Auch die Lehrerschaft möge uns diese Beröffentlichung nicht einseitig auslegen, sondern wir haben nach ganz unparteiischen Gesichtspunkten der Bitte um Veröffentichuma zuneinnt. Unter Feinden. Roman von Karl Mattbtas. Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Mittwoch, den 26. Juni 1912. punktes, daß die verschiedenartige soziale Stellung und bildung u. s. f. irgendwelche Vergleiche unmöglich ma= die grundverschiedene Art der Berufstätigkeit, der Auschen muß, aufgegeben hat. Statt dessen hat die ser Lehrerverein in viel zweckmäßigerer Weise die Ansicht vertreten, daß von jetzt an bei Anstrebung von Vesoldungserhöhungen nur noch Vergleiche mit akademisch soldungserhöhungen nur noch Vergleiche mit akademisch gebildeten Lehrern in entsprechender, der höheren Fachbildung der Letzteren Rechnung tragender Verhältnis form stattfinden sollen. Eine gehaltliche Gleichstellung der hessischen Volksschullehrer mit solchen mittleren Beamten, die ihre Schulbildung auf höheren Lehranstalten erworben, ist auch solange nicht durchführbar, als nicht die vielerlei Privilegien und Vorteile, welche gegenwärtig bei den Volksschullehrern konstatierbar, der Beamtenschaft aber fehlen, verschwinden. Hierbei ist in erster Linie zu erwähnen, daß die Volksschullehrer bedeutend früher, bereits mit dem 25. Lebensjahr definitiv angestellt werden( bei Beamten tritt diese erst im 35.- 40. Lebensjahre ein), des weiteren, daß die Vordienstzeit bereits von der ersten dienstlichen Verwendung nach bestandener Schlußprüfung, also durchschnittlich vom 21. Jahre ab, den Volksschullehrern gerechnet wird, während bei den Beamten in dieser Hinsicht keinerlei Berechnung eintritt, ferner, daß dem Volksschullehrer nicht allein tagtäglich im Verhältnis genommen, eine bedeutend kürzere Dienstzeit zugute kommt, sondern auch im Jahre eine bedeutend reichlichere Erholungsmöglichkeit von nahezu einem Vierteljahre Ferien als wichtiger Faktor anzuschlagen ist, dem ein Erholungs: urlaub von 1-3 Wochen der mittleren Beamten gegenübersteht. Die letztgenannten Unterschiede lassen sich weder nach qualitativer noch nach quantitativer Arbeitsleistung rechtfertigen, sondern haben ihre Begründung lediglich in anderen Fragen, hauptsächlich in dem Erholungsbedürfnis der Schuljugend. Die Erlaubnis( beziehungsweise das Nichtverbot) zu vielerlei recht träglicher Nebenbeschäftigung und die Ermöglichung hierzu durch die verfügbare freie Zeit ist ein weiteres Glied der verschiedenen, nicht wegzuleugnenden Vorteile, die insgesamt den Volksschullehrerberuf und die pekuniäre Dotierung desselben nicht allein günstiger wie den der mittleren, sondern sogar eines größeren Teiles der höheren Beamten erscheinen lassen. Die so hohen Ausbildungskosten zu den mittleren und den höheren Beamtenstellen werden von den Volksschullehrern gleich wie die so überaus ungünstige soziale Lage sämtlicher Anwärter zu diesen Stellen gar zu leicht übersehen. Weitere Kreise der Bevölkerung, nicht allein die gesamte Beamtenschaft sämtlicher Bundesstaaten und des Reiches, sehen allmählich auch ein, daß das stetige Vorwärts drängen der Volksschullehrer nach materielien Gesichtspunkten und zumeist mit geringer Rüdsichtnahme auf die Staats- und Kommunalfinanzen eine zu impulsive einDodot aber bin thm trent geblieben und werde es bleiben bis zum letzten Bauch." ( Nachdruck verboten.) Es ist ein wertvoller Fund, der in meine Hand fel. Jede Beile dieses Schreibens klagt Ste an. Hier: Run bin ich in Bordeaux, der Schwelle des Geheimniffes." Allerdings von hier aus werden alle Rüstungen betrieben. Ich werde hier alles erfahren und Dir Bericht erstatten." Nun, diesmal hoffe ich doch, einen Riegel vorzuschieben. Ich schwöre Dir, daß ich nicht ohne Rachricht zurückkehren werde." Ich fürchte, Sie werden gar nicht zurückkehren, Mademoiselle. Denn ich bin tug und werde alles auskundschaften, was uns zu wisRen nottut!" Und was Sie ausfundschaften, erfährt das preußische Hauptquartier. He, so haben Sie sich die Sache gedacht, Abscheuliche? In welchem Verhältnis ftehen Sie zu diefem Tyrolt?" du en 19 „ Er ist mein Verlobter," entgegnete Desiree mit Festigkeit. Ein Seufzer schlug an ihr Ohr. Sie wandte sich um und erblickte den Grafen, welcher aus der Fensternische getreten war. Erbleichend senkte sie den Blick zu Boden. Wie, Sie sind verlobt mit einem Prussien, verlobt mit dem Willen Fhres Vaters, der gleichfalls nach Bordeaux tam?" fragte de Soumis. Dann haben wir ja noch mehr Spione in der Stadt?" smsin deb Desiree nahm allen Mut zusammen. Der Graf hatte. ihnen zugehört. Jest mußte er die ganze Wahrheit erfahren, sollte auch seine Zune: rg ertötet, seine ine Eigen= Itebe auf das Empfindlichste 1 Bzt werden. Tyrolt war als Direktor im Geschäfte meines Vaters tätig. Wir verlobten uns in Friedenszeit mit setnem Willen, als fener aber zur feindlichen Armee zuftoßen mußte, trennte der Vater unseren Bund. Der Bater steht mit Herrn Tyrolt in gar keiner Beziehung, " as ist ungeheuer poetisch, mein Fr" sagte spöttisa) der Kommissar, entlastet Ste aber niot im Geringsten. Wer weiß, ob das alles, was Sie sagen, nicht anmutige Fabeln sind?" " Ich bitte um Entschuldigung, Herr de Soumis, daß ich in die Verhandlung eingreife," sprach Graf d'Alincourt hervortretend, mein Zeugnis fann aber hier von Gewicht sein. Die Angaben, welche Fräulein Bourlier machte, beruhen ganz und gar auf Wahrheit. Ich kenne den deutschen Offizier und den Vater der Dame persönItch. Ich finde auch die betreffenden Stellen in dem Briefe ganz unverfänglich, wenn man nicht gewaltsam nach einer Deutung sucht!" ,, Ste meinen, Herr Graf?" fragte Soumts mit verwundert aufgerissenen Augen und bestürztem Gesichtsausdruck. wisaldoilgoma WW „ Alles, was das Fräulein hier ausgesagt, ist mir bereits auf dem Schiffe mitgeteilt, ihre Verlobung, thre Zuneigung zu dem Offizier, ihre Absicht, den Vater zu suchen, der, wie ich annehme, Soldat geworden ist. Ja, mein Herr Generalkommissar, eine braver Soldat ist dieser Patriot geworden, kein Spion. Schlagen Sie einmal die Listen nach, Sie werden den Namen finden." „ Wie ist der Name Ihres Vaters?" fragte de Soumis ganz verdunt. " Jean Bourlier." „ Der Name kommt mir bekannt vor, warten Ste etmmal. Ist das nicht der Herr, den mir Trepillon brachte? Ein Kaufmann? Kennen Sie Trepillon?" „ Nein, der Name ist mir unbekannt." " „ Es war ein guter Freund aus Sedan, früher bei den Hundertvierern. Er wurde Oberst der Zweihundertvierer, welche in Orleans stehen. Ich habe das Verzeichnis der Offiziere, sehen wir einmal." M | ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pig. die 44 mm Die breite Inseratenzeile. 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Plazzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerci. Telephon Nr.: 362. 24. Jahrg. Form angenommen hat. Besonders setzten die anmaßungsvollen, überhebenden Artikel in Nr. 28 und 29 des „ Hess. Schulboten"( Jahrgang 1911) allen bisher gehörten Forderungen die Krone auf und zeigten recht deutlich, wie weit sich Jdealismus und Materialismus freundschaftlich paaren können und wie weit Verirrungen von Staatsbürgerpflichten hinsichtlich der gesunden Einordnung in die Gesellschaftsordnung möglich. Hierbei sei gestattet, die Worte einer wissenschaftlichen Autorität( Prof. Dr. Runke) zu zitieren, die gelegentlich einer Tagung der Vereinigung deutscher Wirtschaftsreformer gefallen sind und darin gipfeln,„ daß die Ausbildung der Volksschullehrer zu sehr in städtischem Sinn erfolge und ein Ueberhebungsgefühl über die ländliche Bevöl kerung dadurch hervorrufe, weiter, daß es dem Volksschullehrer nur am baren Gelde liege. Diese so geistigen Richtlinien könnten eine geeignete Erziehung der ländlichen Jugend nicht ermöglichen u. s. f."- Es ist taktisch durchaus richtig gewesen, daß die hessische Regierung unter Beachtung der finanziellen Leistungsfähigkeit des Landes in der Besoldungsvorlage die Gehalte der Volksschullehrer denen der einzelnen Bundesstaaten gegenüberstellte analog dem Verfahren bei den Gehaltsnormen der Beamten. Wenn auch die anfänglichen Vergütungssätze der Volksschullehrer in Hessen etwas niedriger stehen wie in manchen anderen Staaten, so findet dies doch wiederum seinen Ausgleich darin, daß in fast allen anderen Bundesstaaten von größerer Bedeutung die Anstellungsmöglichkeiten der Volksschullehrer schlechter wie in Hessen sind, teilweise die Anstellung 3-4 Jahre später wie in Hessen erfolgt und auch die Aufrückungsquoten und die Endgehalte durchweg in diesen Staaten niedriger wie in Hessen sind. Keine andere Staatsdienergruppe hat im Laufe von 2 Dezennien derartige Erhöhungen in petuniärer Hinsicht errungen, wie im Verhältnis genommen die Volks= schullehrer; das soviel umstrittene Wohnungsgeld stard letzteren bereits eine Reihe von Jahren mit pensions= fähiger Anrechnung zu und ist es deshalb durchaus verständlich, wenn die hessische Regierung die Vorlage in dieser Form in aller Sachlichkeit ausarbeitete. Bei dieser Gelegenheit sei gestattet, die Herren Abgeordneten als Vertreter aller Bevölkerungsklassen, also auch der Nichtlehrer, darauf aufmerksam zu ma= chen, daß eine wärmere Fürsprache zur Behebung der trostlosen Lage aller Dienstanwärter, besonders der unteren und mittleren Dienststellen eine weit dringendere Aufgabe sein dürfte, als die prüfungslos übernommene und eingehend sfizzierte. Jeglicher sozialen Fürsorge in der langen Anwärterzeit vom 15-25 Jahren bar, ohne feste sichere Stellung, dabei aber Dienste von anerkannt wertvollster, denen der Festbesoldeten oft gleichwertiger Bedeutung verrichtend, ist es durchaus und mit allem Ernste wünschenswert, wenn eine Vergütungserhöhung Er suchte in den Akten. Endlich suchte er einen Back von Ranglisten hervor. Hier ist es," sagte er.„ Hören Sie einmal: 15. Armeekorps, General d'Aurelles de Palladine. 1. Divi fton Martin de Pallieret. 2 Brigade Bertrand. 204. Regiment Trepillon, Oberst. 1. Kompanie Kapitän Robert Bizet( Nevers). 2. Kompanie Jean Bourlier( Sedan), Kapitän." „ Das ist mein Vater!" rief Desiree glückstrahlend. " Der Gesuchte," bestätigte der Graf.„ Aber, wie konnte der Kaufmann eine Kapitänstelle erhalten?" „ Trepillon stand für ihn ein," antwortete Soumis etwas befangen.„ Uebrigens hat seine Persönlichkeit der Erfolg für ihn gesprochen. Die Zweihundertvierer haben Artenay gehalten und die Bayern zweimal ge= schlagen." „ Also ist Herr Bourlier ein Held," sagte der Graf, die Hand Desiree's ergreifend,„ nun wissen Sie, wo Ste Ihren Vater finden. Und Sie, Herr Generalfommissar werden wohl zu der Ueberzeugung gekommen sein, daß die Tochter des Kapitäns der republikanischen Armee unmöglich eine Spionin sein kann und Ihre Entschuldigung wegen der Verhaftung wohl verdient." ,, Sobald ich wirklich davon überzeugt sein werde, bin ich bereit zu jeder Genugtuung," meinte Soumis unbehaglich.„ Indes will ich auf Grund Ihrer Fürsprache das Fräulein freigeben, unter der Bedingung, daß es mit dem nächsten belgischen Schiff Stadt und Hafen Bordeaux verläßt." " Ich bitte Sie, Herr Generalkommissar, das ist unmöglich," fiel Desiree flehend ein. Ich muß meinen Vater suchen." read aneb „ Und wenn ich's auch erlaubte es ist unmöglich, daß Sie zu ihm gelangen. Orleans ist Kriegsschauplaz. Die Zweihundertvierer stehen dicht vor dem Feinde." ( Fortsetzung folgt.) nun= oder abstrakten Gesichtspunkten abwägen lassen, so wenig ist dies auch mit einem Vergleich zweier durchaus verschiedener Berufsarten möglich. Für diese Auffassung spricht auch die Entschließung des Allgemeinen Lehrervereins des Bezirkes Wiesbaden, der die seither geübte Taktik der Vergleichsziehung mit Staatsbeamten mehr infolge Einsicht eines anderen, richtigen Stand= sämtlicher Anwärter nach gleichem prozentualen Modus wie bei definitiven Beamten, zumal die vorgeschlagene nebst entsprechender Bewilligung von Wohnungsgeld geringe Vergütungserhöhung für die Anwärter des unteren und mittleren Dienstes nicht im geringsten den bescheidenen Wünschen entspricht. Auch hier sollte die edelste Aufgabe die sein, zunächst den unteren und mittleren Schichten wirksam zu helfen und dann, gleich wie bei definitiven Beamten im entsprechenden Verhältnis den höheren Anwärtern. Bei einem großen Teil der mittleren Anwärter beträgt 3. B. die vorgeschlagene Aufbesserung nur 5 Proz., da auch die Zahl der Aufrückungstermine erhöht worden ist. Eine Erhöhung der Anwärtervergütungen um 20 bezw. 10 Proz.( bei mittleren um 20 Pro3., höheren bis 10 Proz.) ist das Mindestmaß, das angewandt werden müßte, wenn das so oft gehörte Wort„ Wohlwollen" endlich in die Tat umgesetzt werden soll. Es ist dies eine Frage von so eminent wichtiger Bedeutung, daß hier bei weitem eine größere Beachtung der Regierungs- und landständischen Kreise nottut. Leider hörte man nur faum und nebensächlich die Parteien diese Frage behandeln. Bezüglich der Gewährung des Wohnungsgeldes ist eine Ausdehnung auch auf den Kreis der nicht angestellten Beamten, die in den letzten Jahren der Anwärterzeit zum mindesten mit ihren Familien die gleichen Mietaufwendungen wie angestellte Beamte haben, ein wünschenswertes Ziel, dessen Berechtigung bei objektiver Beurteilung nicht zu verkennen ist. Die Lage der Anwärter ist tatsächlich eine derartig traurige, daß sie weit mehr als seither der Berücksichtigung kompetenter Kreise bedarf, zumal im Zeitalter sozialpolitischer Fürsorgegesetzgebung es eine dringende Notwendigkeit ist, den wirtschaftlich schwächeren Schultern größtmöglichste Hilfe zu gewähren, also in Bezug auf die Beamtenschaft den nichtangestellten Anwärtern, deren Lage durch die überaus lange Wartezeit von 10-20 Jahren, nach abge- legtem Staatsexamen die niedrigen Vergütungssätze 2c. am ungünstigsten zu bezeichnen ist. Auf diese Weise würde ein Ausgleich entstehen, der ein Akt der Gerech= tigkeit darstellt und zugleich Beruhigung der bisher am niedrigsten dotierten Kreise bringen würde. nur Der Zweck der gesamten Ausführungen ist kurz gefaßt der, endlich einmal aufklärend darüber zu wirken, ob die stetigen Forderungen der Volksschullehrer tatsächlich Berechtigung besitzen oder ob es nicht noch Gruppen unter den öffentlichen Staatsdienern gibt, die eher und weit mehr Fürsprache und begründete Berücksichtige ung verdienen, es aber seither in falscher Bescheidenheit daran fehlen ließen, trotz der ungünstigen sozialen Lage ein breiteres Lesepublikum sowohl wie auch die Vertreter des Volkes, die Herren Abgeordneten, mit ihren berechtigten Wünschen bekannt zu machen. Fast könnte es hinsichtlich der Volksschullehrer so scheinen, daß diejenigen, die am meisten und mit der größten Zähigkeit und Ausdauer fordern, auch am meisten Erfolg haben; Sennoch haben alle Anwärter in die Vertreter der Geamtheit aller Staatsbürger, die Herren Landtagsibgeordneten, das Vertrauen, daß dem nicht so sein vird und daß es wohl zu verstehen ist, daß auch denen vahrhaft größere und noch weit mehr Hilfe nottun ann, die sich nicht so sehr und nicht so oft bei passender oder unpassender Gelegenheit mit internen Angelegenheiten in die Oeffentlichkeit gedrängt haben. Mitteilungen der Yoghurt- Centrale yc Ein Fortschritt. Politische Rundschau. Deutschland. Kiel. Die Nordlandreise des Kaisers ist um einige Tage verschoben worden und soll nicht vor dem 10. Juli angetreten werden. * Kiel. Zur Frühstückstafel an Bord der„ HoStaiser die Flieger Ingenieur Hirth und Leutnant henzollern" waren auch Ingenieur Hirth und Leutnant Schoeller geladen. Vor der Tafel empfing der Schoeller und unterhielt sich längere Zeit mit Hirth. Er überreichte beiden Herren persönlich den Kronenorden vierter Klasse. er= ge= * Berlin. Der bisherige Gouverneur von Togo, Brückner, wurde zum Geheimen Oberregierungsrat und vortragenden Rat im Reichskolonialamt nannt. Er steht im 41. Lebensjahre. Sein Name wurde kurz vor der Reichstagsauflösung im Jahre 1906 legentlich des Zusammenstoßes des Kolonialdirektors Dernburg mit dem Abg. Rören viel genannt. Damals bezeichnete Rören Herrn Brückner als„ grünen Assessor". Im Jahre 1910 wurde er als stellvertretender Gouverneur nach Deutsch Südwest afrika gesandt und im April vorigen Jahres zum Gouverneur von Togo ernannt. * Berlin. Wegen Spionage verhaftet ist der aktive russische Artillerie- Hauptmann Kostewitsch. * Berlin, 25. Juni. Dr. Schulz, der bisherige Oberrichter und erste Referent beim Gouverne= ment von Samoa, ist zum Gouverneur von Samoa ernannt worden. * Schasekretär a. D. Wermuth hat die königliche Bestätigung seiner Wahl zum Ersten Bürgermeister Berlins gleichzeitig mit der Verleihung des Titels Oberbürgermeister soeben erhalten. Ueber Hollands Stellung zu den Rhein schiffahrtsabgaben wird der„ Franks. 3tg." aus dem Haag geschrieben: Bis jetzt ist man von deutscher Seite in keiner Weise in dieser Frage an die holländische Regierung herangetreten. Daß sich die holländische Regierung durchaus passiv verhält, versteht sich von selbst. In Holland ist die Regierung und mit ihr das Parlament nach wie vor fest entschlossen, auf dem Widerstand gegen die Rheinschiffahrtsabgaben zu verharren und weder die kaum ernst genommenen Drohungen mit dem Ausbau der deutschen Rheinmündungen noch die Versprechungen, wie die Verlängerung der Schiff= fahrtsrinne des Rheins können die Holländer von ihrem Widerstand auch nur im geringsten abbringen. Desterreich. Vereitelter Mordanschlag auf den Erzherzog Joseph Ferdinand von Oesterreich. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des in Haft genommenen Täters Jpavic wurden mehrere Bomben gefunden. Bei der Verhaftung schrie Jpavic: Laßt mich los und ver haftet lieber den Vikar von Sredaje, der mich gedungen hat! Der Vikar heißt Cantinaro und ist Reichsitaliener. In seinem Pfarrhause hatten italienische Offiziere, die in Zivil über die Grenze kamen, ihre Zusammenkünfte. In trunkenem Zustande hatte Jpavic einem Freunde den ganzen Attentats plan verraten und erzählt, er werde auf das Automobil Nr. 64, in dem der Erzherzog Joseph Ferdinand an der Alpenfahrt teilnahm, eine Bombe schleudern. Die Untersuchung ergab auch schwerwiegende Verdachtsmomente gegen den Priester Cantinaro, der verhaftet wurde und in Görz gefangen gehalten wird. Wien. Das österreichische Abgeordnetenhaus nahm die ersten 40 Paragraphen der Wehrvorlage in namentlicher Abstimmung mit 322 gegen 113 Stimmen an. Damit ist also verfassungsgemäß für die nächsten 12 Jahre das erhöhte Refrutenkontingent festgesetzt. Das Haus nahm ferner in namentlicher Abstimmung mit 305 gegen 135 Stimmen die Bestimmung an, durch welche die zweijährige Dienstzeit für die Infanterie, die dreijährige für die berittenen Truppen und die vierjährige für die Kriegsmarine festgesetzt wird.todom schützte Yoghurt- Gebäck ,, Majapan"( Panie Majae- Maja- Brot das Brot des Lebens) Abhilfe schaffen. - England. * London, 24. Juni. Freiherr von Marschall hatte heute mittag beim König im Buckingham- Palast eine Audienz, in der er sein Beglaubigungsschreiben überreichte. Nach seiner Ankunft in London war Herr v. Marschall nachmittags zur Botschaft gegangen, aber trotz wiederholten Klopfens und Klingelns wurde ihm nicht aufgemacht. Schließlich flingelte er am Seiteneingang der Kanzlei. Der Portier fiel vor Schreck fast vom Stuhl als er den Botschafter sah und es zeigte sich, daß das gesamte Personal sich einen kleinen Feiertag gemacht hatte. Der Botschafter mußte warten, bis der Mann, der die Schlüssel zum Fronteingang in Verwahrung hatte, aufgefunden werden konnte. Baron Marschall gestand lächelnd, daß es ihm das erstemal sei, daß er von seiner eigenen Botschaft ausgeschlossen worden wäre. * London, 24. Juni. Feldmarschall Georg White, der Verteidiger von Ladysmith, ist gestorben. Feldmarschall White wäre am 6. Juli 77 Jahre alt geworden. White hat in zahlreichen Kolonialkriegen, im indischen Aufstand von 1857, im Afghanenkrieg, in der Expedition an den Nil 1884-85 sich einen militärischen Namen gemacht. Seine größte Bravourleistung war die Verteidigung von Ladysmith gegen die Buren vom 2. November 1899 bis 1. März 1900. Von 1900 bis 1904 war White Gouverneur von Gibraltar; dann trat er in den Ruhestand. Frankreich. * Paris. Bei einer Festversammlung, die in Sorbonne anläßlich der von Militärschülern dem Milttärfonds zugeführten Spende von über 100 000 Frs. stattfand, teilte der Leiter des Militärflugwesens, Oberst Hirschauer mit, daß bisher im ganzen 1800 Ansuchen von Offizieren, Unteroffizieren und Soldaten um Auf❘nahme in das Fliegerkorps eingelaufen seien. Bei Majapan sind im Innern einer äusserst schmackhaften Hohlwaffel lebenskräftig konservierte Yoghurt- Bakterien auf kaltem Wege eingeschlossen worden. Gelangen diese, selbstverständlich ganz unschädlichen MilchsäureBakterien, in den menschlichen Körper, so passieren sie zunächst unverdaut den Magen, entwickeln sich erst im Darm und siedeln sich beim längerem Gebrauch dort an. Als Folge ihrer Lebensfunktion entwickeln sie dann im Schweden. * Stockholm, 25. Juni. Der König und die Königin beabsichtigen, in der zweiten Hälfte des Juli den 3 a ren und die 3arin von Rußland zu besuchen. Die Zusammenkunft wird wahrscheinlich in den Schären stattfinden. Rußland. Petersburg, 25. Juni. Die Zusammen= kunst Kaiser Wilhelms mit dem Zaren findet in dem baltischen Hafen Nyht in den Schären statt. * Die Mitglieder der soeben geschlossenen dritten Duma, der ersten, die ihre fünfjährige Legislaturperiode durchgehalten hat, wurden, mit alleiniger Ausnahme der Sozialdemokraten, von dem Zaren in einstündiger Audienz soeben im Schlosse von Sarskoje Selo empfangen. Nachdem der Kaiser die Reihen der erschienenen 260 Abgeordneten, die ihn mit einem dreifachen Hurra be grüßt hatten, abgeschritten und mehrere ihm persönlich bekannte Deputierte angeredet hatte, hielt er an die Versammelten eine Ansprache. Nach der Audienz wurden die Abgeordneten im Schlosse bewirtet. In Monaf en über hundert der Mutejfarif vor fändischen Albanese egung hervorgerufe Songtong enboot, Luchs" wi eren Orten ausgeb Das demokrati re wählte Part demokratischen Ro Kandidatur an. Denen in Chicago, men haben beschlo mzüge zu veransta ß die Frauenstim altfam in den Kon arte Schuhmaßnal nischen Stuhlverstopfung. In solchen Fällen, wo übermässig angehäufte Darmfäulnis- Bakterien die Ursache der chronischen Stuhlverstopfung sind und das überaus häufig der Fall- kann das Uebel durch Majapan gründlich beseitigt werden. Dann dient es aber auch zur Verhütung von Blinddarmreizung und-Entzündung, ferner zur Ernährung bei Bleichsucht, Nervosität, Migräne, Schlaflosigkeit, sodann bei allen Hautuareinlichkeiten, wie Gesichtspickel, Pusteln, Ausschlag, Geschwüren, Furunkeln usw. Der regelmässige Genuss von Majapandem Brot des Lebens erhält die Kraft und Schönheit Darm Milchsäure und diese Milchsäure ist der grimmigs- des Körpers, bewahrt vor einem vorzeitigen Altern und te Feind aller Fäulnis- Bakterien, weil durch sie der NährDie Yoghurt- Kur- ohne Milch. boden dieser schädlichen Mikroben so„, versäuert" wird, Der hohe Nährwert des Yoghurt ist einerseits solchen Patienten hinderlich, die eine Gewichtszunahme nicht wünschen( Korpulente). Andererseits ist die Zubereitung des Yoghurt, trotzdem dieselbe jetzt nach unserem neuen verbesserten Verfahren so einfach wie nur möglich geworden ist, mitunter ein Hemmnis für solche, die keinen eigenen Hausstand haben( Junggesellen, Reisende usw.); dann gibt es aber auch nicht wenig Menschen, die eine oft schwer zu bekämpfende Abneigung gegen Milch oder Milchspeisen, selbst dann besitzen, wenn diese letzteren noch so schmackhaft zubereitet sind, wie z. B. der gut gelungene Yoghurt. dass deren Weiterwachsen zur Unmöglichkeit wird. Der Darm wird also von seinem schädlichen Schmarotzern gründlich gereinigt und desinfiziert. Die darmdesinfizierende Wirkung von Majapan ist die gleiche reinigende wie die des Yoghurt. Jedes Stückchen Majapan übt die gleiche reinigende Wirkung auf den Darm aus wie eine Tasse Yoghurt, hat aber keinen Nährwert. Neben seiner grossartigen gesundheitsfördernden Wirkung hat das Präparat noch den Vorzug eines besonderen Wohlgeschmackes. Es wird als Dessert zu jeder Mahlzeit genommen. Auch Kinder essen es gern. Seiner ausgezeichneten Eigenschaften wegen wird Majapan mit vorzüglichem und anerkanntem Erfolge anverlängert unser Leben. Wer sich näher über Majapan informieren will, der verlange unsere ausführliche Schrift ,, Die Kur der Zukunft", die wir jedem Interessenten nebst einer Probe des Präparates gegen Einsendung von M. 0,20 in Briefmarken portofrei zusenden. Die Anwendung von Majapan in gegebenen Fällen hat Erfolge gehabt, die man bisher nicht kannte. Es versäume daher niemand, sich Probe und Broschüre kommen zu lassen. Wenn Sie sich über, Yoghurf informieren wollen, verlangen Sie Bostenlose Zusendung von Proben und Litteraturder In allen diesen Fällen soll das von uns in den gewendet bei allen Verdauungsstörungen, besonders bei Yoghurt- Centrale Dr J. Schaffner& Ce Verkehr gebrachte, durch deutsches Reichspatent ge- der Wurzel aller Stoffwechsel- Krankheiten der chroFrankre In ganz Frankreic fer, wodurch die men haben, dah den werden kann. noch nicht zu hab t, jodaß die Regi folgende Meldun Cherbourg, 2 der, der gestern au meiner. Die Kohl usladern vereinig en angehalten, die Stadt zu schaffen. IT. In Leport V Campfers„ Marja" Abfahrt des Da Führer in Marseill die Genehmigung Schiff dann mit ei smarine die Fahr In Bordeaux swilligen Seeleut großen Polizeiau herzustellen. Ei Toulouse, 25. fen, jeden Betri geschlossen. Die Bäder in befchloffen. Sie w Sie waren von 5- Pfundbrote für Bäcker den Preis Paris, 25. Jun von Tarbes, für die Broterzeu n, gab der Präfef den bekannt, daß on Paris mi gen werde. Aus St National des Reichskomite diefen Tagen ein Reinertrag dem arte, die einen e mit entrolltem gipfel Wacht ha Der heranbrausen im deutschen Vo erfaufspreis nur Inbemittelten die ein zu dem groß en. Zahlreiche L Boften in Auftrag ge der Firma enburgerstraße 2, e in den Handel Jubiläum iments Rais Dir hören, werde ents, sowie der chleiten beiwohner it, turnerische B des Regiments eitteilnehmer, fow auf weit über 10 tes dringend g pährend der dreitä mühen. Raiserbefu bliche Mittelstands einrich St sowie Arbeits Herren te Auswahl. ir bie Türkei. In Monastir desertierten mit sieben Offimung erem über hundert Soldaten. Die weitere Nachricht, Beis aß der Mutessaris von Jpek mit 150 Mann zu den tenen ufständischen Albanesen übergegangen ist, hat große fufregung hervorgerufen. China. Hongkong, 24. Juni. Das deutsche Kanenboot ,, Luchs" wird wegen der Unruhen, die an chall deren Orten ausgebrochen sind, nicht in Kanton bleiBalan. reiben Mar . Amerika. Das demokratische Nationalkomitee in Balti tro ore wählte Parker zum zeitweiligen Vorsitzenden nis demokratischen Konvents. Bryan fündigt ebenfalls gang ine Kandidatur an. Es werden heftige Kämpfe, ähnStuhl denen in Chicago, erwartet. Die Frauenstimmrechtdas innen haben beschlossen, in Baltimore große Stramachtnumzüge zu veranstalten. Da das Gerücht verbreitet Nam, daß die Frauenstimmrechtlerinnen versuchen wollen, rung valtsam in den Konvent einzudringen, hat die Poliall ge starke Schutzmaßnahmen getroffen. er pon äre. 20rg orben. lt ge 7, im in ber rischen Dar tie om 2 bis m trat Die in Milt Frankreich ohne Brot. In ganz Frankreich streiken die Seeleute und Dockbeiter, wodurch die Getreidevorräte dermaßen abgemrnen haben, daß nur noch für 14 Tage lang Brot backen werden kann. Die Reeder sind für Zugestände noch nicht zu haben. Die Lage wird sehr nst, sodaß die Regierung bald eingreifen muß. Es en folgende Meldungen vor: Cherbourg, 25. Juni. Der Streif der Dockbeiter, der gestern ausgebrochen ist, war heute ein germeiner. Die Kohlenauslader haben sich mit den zausladern vereinigt. Die Ausständigen haben alle agen angehalten, die dazu dienten, die Waren nach Stadt zu schaffen. Mehrere Wagen wurden umgerfen. In Leport Vendres boten die Passagiere Frs. Dampfers Marsa" der Besatzung 800 Francs, wenn Oberst die Abfahrt des Dampfers möglich machen würden. suchen Führer in Marseille versagten auf telegraphische AnAuge die Genehmigung. Um 10 Uhr abends konnte Schiff dann mit einer Besatzung aus Matrosen der degsmarine die Fahrt nach Algier antreten. Jn Bordeaux kam es zwischen Streifenden und beitswilligen Seeleuten zu Zusammenstößen. Erst und em großen Polizeiaufgebot war es möglich, die Ruhe fte des eder herzustellen. Eine Person wurde getötet. and zu Toulouse, 25. Juni. Die Bädermeister in schlossen, jeden Betrieb einzustellen; sie haben ihre bert geschlossen. men dem an den Kaiser die Bitte gelangen lassen, wie im vori gen Jahre die Eifel so auch einmal den Westerwald zu besuchen. Hierauf hat das Oberhofmarschallamt geantwortet, daß der Kaiser dies bei Gelegenheit gern tun würde, ein bestimmter Zeitpunkt könne dafür aber nicht in Aussicht genommen werden. * Eine neue Signalfarbe außer rot und grün, wird fünftig bei den preußisch- hessischen Staatsbahnen Verwendung finden und zwar gelb als Vorsignal, wie solche sich in einer Entfernung von 100 bis 500 Meter vor jedem Hauptsignal befinden. Hier war bisher eine große grüne Scheibe angebracht, es hat sich aber ergeben, daß diese grüne Scheibe besonders, wenn sie bestaubt ist und gegen einen ungünstigen Hintergrund steht, häufig erst im letzten Augenblick vom Lokomotivführer bemerkt wurde. Dieser Uebelstand hat jetzt dazu geführt, die Vorsignale andersfarbig zu streichen, und zwar ist die neue Scheibe leuchtend gelb, fast orange, mit einem schwarzen Ringe und weißem Außenrande. Bei Nacht ist das bisherige grüne Licht der Vorsignale durch zwei gelbe schräg übereinander stehende Lichter ersetzt. Auf einer Anzahl von Bahnhöfen sind die neuen gelben Scheiben bereits angebracht worden. o Hungen. In der Nähe von Trais- Horloff geriet ein Auto in Brand; der Wagenführer erlitt sehr schwere Brandwunden. o Hungen, 24. Juni. Am 29. und 30. Juni und 1. Juli findet in Hungen das 29. Lahntalsängerbundesfest in Verbindung mit der Feier des 75jährigen Bestehens des Gesangvereins„ Eintracht" statt. Das ganze Fest steht im Zeichen des Gesanges: 15 Bundes- und 21 Gastvereine werden Massen- bezw. Einzelchöre vortragen. Die Vorbereitungen sind derart sorgfältig und umsichtig getroffen, daß man auf einen hohen gesanglichen Genuß und einen höchst befriedigenden Feſtverlauf hoffen darf. Die Wertung der Bundeschöre hat Herr Musikdirektor Parlow aus Frankfurt übernommen. Die Musik wird ausgeführt von Kapelle des 61. Art.- Regts. in Darmstadt. Einen besonderen Glanzpunkt der Darbietungen dürften die von etwa 650 Sängern unter Begleitung der gesamten Kapelle vorgetragenen Chöre bilden. Bei den äußerst niedriggehaltenen Eintrittspreisen erwartet man einen nach Tausenden zählenden Besuch. Mehrere Sonderzüge von Hungen aus werden die Festgäste zu passender nach den verschiedenen Richtungen zurückbringen. der Zeit o Bad Nauheim, 25. Juni. Der Großherzog von Mecklenburg- Strelitz, der mit dem besten Kurerfolge unsere Badestadt wieder verläßt, verlieh Sanitätsrat Dr. Baur das Ritterkreuz des Greifenordens mit der Krone. Auch sonst wurden noch einige Aus= zeichnungen verliehen. o Bad Nauheim. Der Ertrag der Postkartenwoche dürfte sich für unsere Badestadt auf annähernd 3000 Mark belaufen. o Buzzbach. Die Sammlung für die deutsche Flugspende ergab in unserer Stadt den Betrag von 302 Mark. Am Postkartentage der Großherzogin wurden in Butzbach 172 Mark Einnahme erzielt. o Friedberg. Hier fand am letzten Sonntag, verbunden mit dem 50jährigen Jubiläum der hiesigen freiwilligen Feuerwehr, der Landesfeuerwehrtag für Hessen statt. Als Gäste hatten sich auch die Wehren aus Frankfurt, Homburg, Friedrichsdorf, WeizDie Bäder in Toulon haben den General= it beschlossen. Sie wollen ihre Läden nicht mehr öff Sie waren von der Regierung aufgefordert wor= 5- Pfundbrote für 95 Cent. zu verkaufen, während Bäcker den Preis von 1 Francs hierfür forderten. Paris, 25. Juni. Infolge der Erklärung der dritten der von Tarbes, daß sie außer stande seien, sich periode für die Broterzeugung notwendige Me h I zu verme de fem, gab der Präfekt den Departements der Oberger Auren den bekannt, daß der Handelsminister die Bäklar, Mannheim und noch anderen Orten eingefunden. angen von Paris mit den erforderlichen Mehlvorräten 260 orgen werde. ra be fönli ie Ver wurden che der beraus Aus Stadt und Land. Gießen, 26. Juni 1912. National Flugspende. Mit Zustim ng des Reichskomitees für die Notional- Flugspende in diesen Tagen eine Ansichtskarte erschienen, en Reinertrag dem allgemeinen Fonds zufließen soll. über Karte, die einen eisengepanzerten deutschen Landsht mit entrolltem Banner zeigt, wie er auf hohem gesgipfel Wacht hält, unbekümmert um die große hl der heranbrausenden feindlichen Flugzeuge, wird gründer im deutschen Volke großen Anklang finden. Da ch zur Verkaufspreis nur 10 Pfg. beträgt, dürfte hier auch Inbemittelten die Möglichkeit geboten werden, sein erflein zu dem großen patriotischen Sammelwerk bei: tagen. Zahlreiche Lokalkomitees haben schon erheb= keiten, e Bosten in Auftrag gegeben. Die Karte erscheint im ren, Fu- lage der Firma Gerhard Römer, Hamburg 1, auenburgerstraße 2, und wird demnächst in großer lage in den Handel gebracht werden. ferligrane, apan hönheit ern and Jubiläumsfeier des Infanterie giments Raiser Wilhelm 2. Nr. 116. wir hören, werden der Kaiser als Inhaber des will, giments, sowie der Großherzog als Landesfürst, den ar der etlichkeiten beiwohnen; u. a. sollen Parade, Feldgoter Probe Briefdierit, turnerische Vorführungen der aktiven Mannften des Regiments 2c., stattfinden. Da die Anzahl Festteilnehmer, soweit solche aus alten 116ern beauf weit über 10,000 Mann angenommen wird, Fällen beint es dringend geboten, wegen Unterkunft in Giewährend der dreitägigen Festzeit 2c. rechtzeitig sich bermühen. Die Raiserbesuch im Westerwald. perb liche Mittelstandsvereinigung in Dierdorf hatte iHeinrich Stern ate. Es oschüre ben :: Spezialhaus Wetzlar for moderne Herren- und Kaasen- Bekleidung sowie Arbeitskleider z jeden Bera Feste billige Preiss. erroste Auswahl. Insgesamt mögen etwa 5000 Feuerwehrleute versammelt gewesen sein. Der Festzug zeigte über 100 Hauptgruppen und 150 Abteilungen. Aus den in der Hauptversammlung gemachten Mitteilungen geht hervor, daß von der Landesversicherungskammer die Wehrleute bisher 62.000 Mark, Gemeinden und Wehrvereine insgefamte 686 000 Mark erhalten haben. Nach Erstattung des Jahresberichtes wurden verschiedene interne Fragen behandelt und einige Vorträge gehalten. ):( Frankfurt a. M. Zwischen dem Zirkus fabrikanten wurde einstimmig eine Resolution angenommen, nach welcher für die Folge in Anbetracht der fortwährend steigenden Preise für Rohmaterial eine Er= höhung der Schuhpreise eintreten müsse. Aus aller Welt. ::: Petersburg, 25. Juni. Auf eine wahre Mörderhöhle ist man in dem Dorfe Kurdio im Kreis Nowaja Ladoga gestoßen. Dort wohnte in einem Hause etwas abseits von dem Dorfe die Bäuerin Jwanowa Tamarim mit ihrer 17 Jahre alten Tochter Olga. Schon seit längerer Zeit konnten Dorfbewohner beobachten, daß Männer mittleren und jugendlichen Alters das Haus der Tamarim betraten, ohne wieder zum Vorscheine zu kommen. Außerdem fand man in den letzten Wochen wiederholt bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leichen, die in dem nahe gelegenen Walde unter Spreu verdeckt lagen. Als nun der Behörde davon Anzeige erstattet wurde, begab sich der Gendarmerieoberst Wassitiew mit einer Abteilung Gendarmen nach Kurdio, umzingelte mit seinen Leuten das Haus und drang ein. Mutter und Tochter konnten erst nach heftiger Gegenwehr festgenommen werden, worauf man sie in Fesseln legte. Darauf wurde eine Haussuchung vorgenommen, wobei man eine grauenhafte Entdeckung machte. In einem Speicher lagen die Leichen von 27 Männern. Außerdem fanden die Gendarmen eine größere Anzahl von Uhren, Geldbörsen, Schmuckgegenstände und viele Männerkleider. In einem Zimmer, wo die Mahlzeiten eingenommen wurden, war eine Falltüre, durch welche man die Opfer in den Keller stürzen ließ. Jm Keller selbst wurden Mordwerkzeuge aller Art und viele Fesseln gefunden. Die Mörderin gestand nach anfänglichem Leugnen, daß sie an der Spitze einer Mörderbande stehe, welche in den letzten Monaten vierzig Männer, die in das Haus der Tamarim gelockt worden waren, um s Bad Nauheim Programm v. 27. bis 29. Juni 1912. Donnerstag, 27. Juni, Rosenfest auf der Kurhausterrasse zum Besten der evangelischen und katholischen Kirchen zu Bad- Nauheim. Nachmittags 4-6 Uhr Doppelkonzert, ausgeführt von der Kurkapelle u. dem Musikkorps des Leib- Drag.- Reg.. Darmstadt. Abends von 8-10 Uhr Doppelkonzert, Illumination der Kurhausterrasse und kinomatographische Vorführungen im Konzerthaus. Freitag, 28. Juni, nachmittags von 4-6 Uhr und abends von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Operettenvorstellung: Gasparone. Samstag, 29. Juni, nachm. v. 4-5 Uhr auf der Terrasse der Kurkapelle Abends 8 Uhr im Konzerthaus 3. Künstlerkonzert der Kurkapelle unter Leitung des Kgl. Professors Hans Winderstein und unter Mitwirkung des Herrn Alfred Wittenberg- Berlin ( Violine und der Konzertsängerin Frau Schick- Nauth aus Frankfurt a. M. Vorläufige Anzeigen: Sonntag, 30. Juni, Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater ,, Alt- Heidelberg". Dienstag, 2. Juli, abends 8 Uhr im Kurhaussaale Gastspiel von Ben- Ali- Bey, Orientalische Zauber und Wunder. Donnerstag, 4. Juli, bei günstiger Witterung Feuerwerk. Im Konzerthaus Ball. Samstag. 6. Juli, abends 8 Uhr im Konzerthaus 6. Sinfoniekonzert der Kurkapelle. Schumann und der Frankfurter Bresse ist ein Konflikt Hotel- Restaurant Germania Parkstrasse 50 Parkstrasse 50 Bad- Nauheim Besitzer: Heinrich Wagner ausgebrochen, der auch für die Deffentlichkeit eines gewissen Interesses nicht entbehrt. Infolge einer scharfen, aber nicht unberechtigten Kritik über ein neues Ausstattungsstück des Zirkus Schumann hat die Direktion der Redaktion der„ Volksstimme" das Passepartout und die Vorzügl. Küche Inserate entzogen. Diese Brüskierung hat bereits die Folge gehabt, daß die„ Frankfurter Zeitung" und die " Kleine Presse" der Zirkusdirektion die den Redaktionen zur Verfügung gestellten Dauerkarten zurücksandten. Dem Vernehmen nach werden sich auch die übrigen Zeitungen, soweit sie Passepartouts besitzen, diesem Vorgehen anschließen und jede weitere Berichterstattung über den 3irkus und seine Leistungen einstellen. s Darmstadt, 23. Juni. Geheimrat Professor Dr. phil. Erasmus Kittler, der bekannte Vertreter der Elektrotechnik an der hiesigen Technischen Hochschule, beging gestern am 25. Juni ſeinen 60. Geburtstag. findet in Darmstadt unter dem Protektorat des Großherzogs von Hessen ein akademisches Sport= und Turnfest statt. Es ist ein Arbeitsausschuz gebildet worden, dem der Rektor der Technischen Hoch= schule, sowie Professor Dr. Finger, der akademische Ausschuß für Leibesübungen und der Ausschuß der Studierenden angehören. s Darmstadt. Am Sonntag, den 21. Juli, - Prima Weine 2010 Butzbacher u. Münchener Biere E Hanauer Hof Besitzer: Hartmann Langsdorf Gastwirtschaft u. Metzgerei mit elektr. Betriebe. Eigene Aepfelwein- Kelterei. Gasthaus zum„ Hessischen Hof" Fürstenstr. 6 Besitzer August Reinhardt Bad- Nauheim Fürstenstr. 6. In nächster Nähe der Trinkquellne und den Badehäusern. Schöner schattiger Garten und Speisesaal Anerkannt gute bürgerliche Küche Gut gepflegte Biere, reine Weine, prima Apfelwein, Kaffee.. 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Auf die Frage des Obersten Wassitiew, ob die Leichen, die in der letzten Zeit in der Umgebung wiederholt gefunden wurden, von den Opfern der Tamarim stammen, antwortete das ent= menschte Weib: Ja, das sind alles Tote gewesen, die aus meinem Hause fortgeschafft wurden! Auf die Angaben der Verhafteten hin wurden 30 Bauern, die zu der Bande gehörten, sestgenommen, neun anderen gelang es, zu entfliehen. ::: Witten( Ruhr). Troß den behördlicherseits getroffenen Maßnahmen zur Einschränkung der Ty= phus epidemie greift letztere um sich. Hier liegen etwa 30 Personen darnieder. In Bommern wurden bisher 50 Erkrankungen festgestellt. Die Epidemie ist durch infizierte Milch hervorgerufen worden. ::: Wien, 25. Juni. Von den 74 gestarteten Wagen der österreichischen Alpenfahrt sind 24 ohne Straf. punkte angekommen, darunter 3 Benzwagen und 3 Opelwagen. Sieger im Team- Preis ist Cpe I. 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