I. 1. eit! Großh. e Schutzgend alle on 2050 von 75 Dienitzeit iferlichen ttiv ge 12 späte r gefund ist, den ann an olgen. he und 5 Rech= Aus: 1, rsonal. Defen, Fortschaf Flaschen gen nachireau zur und mit nungs Uhr, campeln Z. Bonn. es Musterrikets nion er Engros Fa. .1664 an ler A.-G., Deten mmer age 121 er ju berm. e 77 1, amer n zu birm p. nädift b mer hofftr. 56. nterbaus.) umer hottite. 10. er zu berm Hee 31p. Gießener Zeitung ( Neneste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich verteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen viertelfährlich 90 Pfg.- Erscheint Redaktion: SeltersMittwochs und Samstags. weg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 16. Telephon: Nr. 362. Heffischer Landtag. er= s Darmstadt, 22. Febr. Die 3. Sitzung des 35. Landtages wurde heute vormittag ½ 11 Uhr durch den Präsidenten Köhler eröffnet und zunächst die Abgeordneten Busold, Eisnert und Hartmann( Soz.) und der Zentrumsabgeordnete Soherr vereidigt. Auf der Tagesordnung stehen die von verschiedenen Abgeordneten eingereichten Anfragen. Minister von Hombergk antwortet zunächst auf die Anfrage Dr. Osann und Gen. betr. die Untersuchungskosten bei der Ma u l- u. RI a u- enseuche, daß die Entscheidung nach den festgelegten Normen erfolge und die Kosten von der Staatskasse übernommen würden. Ein ministerieller Nachtrag könne nicht stattfinden. Die Besprechung wird vertagt. Minister von Hombergt antwortet hierauf auf die Anfrage der Abg. Brauer und Gen. betr. die Polizeiverordnung über die Maul- und Klauenseuche, daß die Regierung an der strengen Durchführung der Verordnung festhalten müsse. Zur Anfrage der Ahg. Dr. Winkler und Gen. betr. die Bekämpfung des Heu und Sauerwurmes widert Minister v. Hombergt, daß die Vorschriften durch geführt werden müssen und daß ausgesprochene Strafen erlassen werden können. Die Besprechung wird ebenfalls vertagt. Zur Anfrage des Abg. Korell- Königstädten betr. die Ausführungsbestimmungen zum RebI ausgesetz führt Minister von Hombergt aus, daß die Regierung keine Aenderungen herbeiführen könne, ebensowenig fönne man verschiedene Gemarkungen zu einem Bezirke zusammenlegen. Auch diese Besprechung wird vertagt. Auf die Anfrage der Abg. Dr. Osann und Genossen betr. elektrische Ueberlandzen trafen erwidert Minister v. Homberg, daß die Rez gierung bestrebt sei, das Vorrecht der rheinischen Schut fert- Gesellschaft nach Möglichkeit einzuschränken und daß man dafür sorgen solle, daß die kleinen Firmen zahlreich an der Installation beteiligen, zudem die Regierung das Gedeihen des Mittelstandes des elektrischen Betriebes zu heben bestrebt sei. In Oberhessen werden die Installationen vorherrschend von den Hausinstallateuren bewältigt werden können, in Starkenburg wird die Regierung keinerlei Vorrechte der großen Firmen zulassen. Es wurde gewünscht, daß die Pro= vinzen sich ebenso gesichert hätten, wie Oberhessen, das selbständig eine Ueberlandzentrale einrichtete und damit das Großkapital ausschloß. sich s Darmstadt, 23. Febr. Die Zweite Kammer nahm Freitag vormittag die Adresse an den Großherzog auf die bei Eröffnung des Landtages gehaltene Thronrede an. Sodann trat die Kammer in die Beratung des Finanz- Etats ein. Finanzminister Braun erflärte, daß bei aller Vorsicht im Urteil über die Finanzlage man von dem Ausblick auf eine erheblichere Besserung reden könne. So lange die Beamten- Besoldungserhöhung und die Schuldentilgung noch nicht gelöst sein, dürfe ein optimistisches Urteil über die Finanzlage noch nicht gefällt werden. Bei der Eisenbahngemeinschaft sei das Ergebnis noch günstiger gewesen, als bei 3ustellung des Budget- Voranschlages. Der Anteil Hessens an dem Betriebsüberschuß für 1911 beträgt 16 700 000 Mk., da 1 800 000 Mart mehr als im Voranschlag vorgesehen seien. Auch die Einnahmen aus den Steuern hätten sich Korthernimmers Malzloffen. Tuit über 20 Jahren bemoöhet Cafè Herr Das Gehalt mocht' 6! m Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 24. Februar 1912. wieder gebessert. Die Reineinnahme aus den Eisenbahnüberschüssen beträgt 4 133 660 Mark. Rein finanziell betrachtet müsse durchaus anerkannt werden, daß die 1908-09 einseitig angestrebte Reform der Reichsfinanzen in erwünschter Weise erreicht sei. Ob man dabei überall die richtigen Wege gegangen sei, oder ob nicht die Vorschläge der verbündeten Regierungen vorzuziehen gewesen wären, darüber möge man sich, wenn man es noch für nützlich halte, im Reichstag unterhalten. Auch den Bundesstaaten sei mit dieser Finanzreform ein großer Dienst erwiesen. Der Minister des Innern von Hombergk erklärte auf eine Rede des Abg. Osann, daß päpstliche Motu proprio vom 9. November fönne nach Artikel 5 des Gesetzes vom 23. April 1875 im Großherzogtum feine rechtliche Geltung in Anspruch nehmen. - Hus Stadt und Land. Gießen, den 24. Februar 1912. n Gießen. Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Usinger ist aus dem Urlaub zurückgekehrt und hat die Dienstgeschäfte wieder aufgenommen. n Gießen. Die Erhebung der Reichsbankneben= stelle Gießen zu einer selbständigen Reichs bankstelle ist vom Reichskanzler genehmigt worden. Mit der Erbauung eines monumentalen Gebäudes für die Reichsbank soll sofort begonnen werden. n Gießen. Vor einigen Tagen wurden aus einer hiesigen Fellhandlung 21 Fuchsfelle und 15 Edelmarderfelle im Werte von über 1000 Mark gestohlen. die vor n Gießen. Von den vier Tauben, einigen Tagen auf dem Bahnhof aus einer Postsendung entflogen, sind zwei eingefangen worden. Nach An gabe des Besitzers der Tierchen müssen sich die beiden noch fehlenden Tauben, die ein rötliches Gefieder besitzen, ſie noch in der Nähe des Bahnhofes aufhalten, da nicht weit fliegen. Auf die Ablieferung der wertvollen Tiere ist eine Belohnung ausgesetzt worden. o Nieder- Ohmen. Wie man hört, wird am 1. April d. Js. die Gendarmeriestation von Ruppertenrod nach hier verlegt. Herr Bürgermeister Neeb habe sich erboten, im Bedarfsfalle dazu ein Haus zu erbauen. o Ober- Breidenbach. Der seltene Fall, daß ein Ehepaar gemeinschaftlich zur letzten Ruhe getragen wird, ist dahier zu verzeichnen. Das Ehepaar Schwarz, das in den siebziger Jahren stand, starb so kurz aufeinander der Mann am Freitag und die Frau am Samstag- sodaß man es in einem Grabe beisette. - o Schotten. Eine Zigarrenfabrik dahier hat die Fabrikation vorläufig fast ganz eingestellt, da sich infolge ungenügender Absätze die Vorräte sehr stark gehäuft haben. ano Reichelsheim i. d. W. Hier hat sich ein neuer Zweigverein des Vogelsberger Höhenklubs gebildet, dem sofort 17 Mitglieder beigetreten sind. o Friedberg, 21. Febr. Der gestrige Pferde= marft war seitens der Landbevölkerung wie seit langen Jahren nicht besucht. Es wurden viele Pferde gefauft und getauscht und dieses Mal konnten die Händler vergnügt von dannen ziehen. o Büdinge n. Die deutschen Gebirgs- und Wandervereine werden ihren diesjährigen 25. Deutschen Wandertag vom 30. August bis 2. September in Büdingen abhalten. o Hirzenhain. Hier geriet beim Rangieren der Bahnassistent Nagel unter die Räder; ein Bein wurde ihm ganz und das andere fast ganz abgequetscht. Der gebracht. Verunglückte wurde im Auto nach Gießen zur Klinik o Offenbach a. M. Infolge Selbstentzündung von Kohlengasen in dem Staubkohlentrichter entstand in der Offenbacher Zement- Fabrit ein Großfeuer, das erheblichen Schaden anrichtete. Infolge der reichlichen Asthma. Alle mit diesem läftigen Zustande Behafteten tönnen mit größter Zuversicht ihre Zuflucht zu Aftmol- Aftma- Pulver nehmen. Bringt sofortige Linderung- Reine schlaflosen Nächte mehr. Um die Wirkung zu erproben werden Gratis- Muster von der Engel Apotheke, Frankfurt a/ M., franko versendet. Eine Postfarte mit genauer Adresse genügt. Giess. Rester- Lager Brandmalerei und Schnittkunst Bahnhofstrasse 62 Gemütlicher Hildebrandt, Sonnenstrasse 31 Carl Zimmermann, Neue Bäue 15. - - Hermes Lehr- Institut Aufenthalt. Kaffee 15 Pfg. Bügel- und Reparatur- Anstalt. 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Der Betrieb wird mit Ausnahme der Zementmüllerei, die aber in einigen Tagen betriebsfähig sein wird, in vollem Umfange aufrecht erhalten. s Darmstadt. Der Landesausschuß der Na tionalliberalen Partei in Hessen wird am 3. März hier zusammentreten. KnorrHafermehl und Reismehl sind unvergleichlich für Kinderund Krankennahrung, weil sie nach wissenschaftlich bewährten Grundsätzen aus sorgfältig gewählten Rohstoffen hergestellt werden. Vergebung. Für die Großh. medizinischen und Frauenkliniken in Gießen soll für das Rechnungsjahr 1912 für einzelne Bedürfnisse auf längere Zeit auf dem Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden: a) Die Lieferung von: - 1. Backwaren, 2. Zwieback, 3. Fleischwaren, 4. Spezereiwaren und Verbrauchsgegenständen, 5. Kaffee, 6. Butter und Eier, 7. Milch, 8. Bier, 9. Schreibmaterialien, 10. Maschinenöl und Puzwolle, 11. Bürstenwaren, 12. Scheuertücher, 13. Seife und Soda, 14. Eis, 15. Porzellan- und Glaswaren; b) Die Lieferung von zirka 50 Raummeter Tannenscheitholz; c) Das Reinigen des Küchenherdes und der Defen, die Abgabe der Knochen, leeren Flaschen und Lumpen, Gespül und leeren Celfässern; d) Transport der Wäsche. Die Bedingungen können auf dem Verwaltungsbureau, Alinifstraße 32, an den Wochentagen nachmittags von 3-4 Uhr eingesehen werden. Schriftliche Angebote sind bis zum Eröffnungstermin Freitag, den 8. März 1912, vormittags 11 Uhr ebenso hiervon getrennt die Proben der unter a. 2, 4, 5, 8, 9, 10, 11, 12, 13 und 15 bezeichneten Gegenstände auf der Verwaltung einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 22. Februar 1912. Großh. Verwaltungsdirektion der medizinischen- und Frauerkliniken. Voit. Rote Radler Ausführung von Bestellungen jeder Art. Tel. 616. Neuenweg 28. Pension ,, Bellevue" Neue Bäue 22. Mod. Haus am Stadttheater, Zimmer in jeder Preislage. Privat- Mittagstisch. Annoncen- Annahme 1. alle Zeitungen, Reklamebilligste Berechnung. Kähler, Charlottenburg I. Weissnäh- Unterricht Frau Schott, Kaiser- Allee 7 I. Zigarren u. Tabake Martin Krug, Schulstr. 5. Deutscher Reichstag. Am Mittwoch tamen die freisinnige und sozialdemokratische Interpellation über zeitweise Aufhebung des Mais- und Futtergerstenzolls und Suspendierung des Kartoffelzolls zur Besprechung. Staatssekretär Delbrück antwortete, in der Frage der Futtermittelzölle hätten die verbündeten Regierungen bereits im Herbst durch ermäßigte Fruchttarife und Vergünstigungen für die Brennereien so viel getan, daß ihnen nichts mehr zu tun übrig bleibe. Betreffs des Kartoffelzolls erklärte er unter dem Beifall des Hauses, daß den verbündeten Regierungen vorgeschlagen set, aus Billigteitsrücksichten für diejenigen Sendungen ausländischer Kartoffeln, weiche nach dem 15. Februar bis zum 30. April eingehen, den 3oll zu erlassen. Ein entsprechender Beschluß des Bundesrats werde voraussichtlich sofort gefaßt werden. Keineswegs aber handle es sich hier um ein Abweichen vom 3olltarif und von den be= währten Grundsäßen. Die Besprechung bot nichts Bemerkenswertes. Am Donnerstag wurde die Besprechung der Interpellation fortgesetzt. Mit Interesse wurde die Jungfernrede des Bauernbündlers Hestermann aufgenommen. Er erkannte die Berechtigung und in einiger Beziehung auch die Vorteile des Großgrundbesitzes an. Er sei auch nicht für die Aufhebung Bes Gerstenzolles und des Maiszolles und ersuchte die Regierung, den kleineren und mittleren Bauernstand zu erhalten. Eine Kriegssigung der italienischen Kammer. Die ttaltentsche Kammer war am Donnerstag der Schauplatz patriotischer Kundgebungen. Haus und Tribünen waren voll besetzt, die Minister wurden mit be= getsterten Ovationen empfangen. Der Kammerpräsi= dent brachte der Armee und Marine seinen Gruß dar, was mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde. Der Kriegsminister und der Marineminister dankten für die Ehrungen, die den Land- und Seestreitkräften gezollt wurden. Dann verlas der Präsident eine Tagesordnung, worin dem Heer und der Flotte Grüße und Beifall gespendet werden. Diese Tagesordnung wurde einstimmig angenommen. Dann brachte Ministerpräsident Giolitti einen Gefeßentwurf ein, worin Tripolis und die Cyrenaika als ttalienische BestBungen erklärt werden. Auf Antrag des Ministerpräsidenten wurde der Entwurf einer besonderen Kommission zur Prüfung überwiesen. Die patriotischen Kundgebungen wiederholten sich während und nach den Reden der einzelnen Minister. Obwohl die Annahme der Tripolisvorlage durch eine große Mehrheit zu erwarten ist, bleibt dte Lage des Mintste riums Giolitti unsicher, weil außer den Sozialisten auch die meisten Radikalen ein neues Ministerium wünschen. Die Agitation gegen den endlosen Krieg wächst im ganzen Lande; auch der Rückgang der Rentenkurse ruft einen ungünstigen Eindruck hervor. Von der angeblichen Flottenaktion verspricht sich niemand einen sonderItchen Erfolg. Merito in vollem Aufruhr. Meldungen der amerikanischen Konsuln in Mexiko an die Regierung der Vereinigten Staaten befagen, daß fast das ganze Land sich in einem Zustande von Gefeblosigkeit befindet und daß die Regierung vollständig machtlos ist, thre Autorität geltend zu machen. Räuberbanden und Anhänger der Generale Rapata und Gomez, welche betde Kandidaten für den Präsidentenposten sind, durchziehen plündernd und schref= tenerregend das Land. Ausländer und Eingeborene werden ohne Unterschied von den Banditen angegriffen und ihrer Wertsachen beraubt, wobet es manchmal nicht ohne Greueltaten abgeht. Von den Räuberhorden werden sogar Steuern erhoben, und diefentgen, die sich weigern, der Aufforderung, eine be= stimmte Summe Geldes zu zahlen, nachzukommen, werden erbarmungslos hingemordet. Das Anwesen und Eigentum der Opfer dieser Verbrechen werden zerstört. Im ganzen Lande herrscht Schrecken und Furcht vor den Taten dieser Mordgefellen. Rundschau vom Cage. Politisches. Eine Einigung über ein Reichstagspräsidium? In preußischen Abgeordnetenkreisen war aestern das Gericht verbreitet, daß die Konservattven, das Zentrum und die Nationalliberalen sich über die Besetzung des Retchstagspräsidium bet der demnächst folgenden deftnitiven Wahl bereits geeinigt hätten. Es soll ein Zentrumsabgeordneter Präsident, ein Nationalliberaler er fter Vizepräsident und ein Konservativer zweiter Vizepräsident werden. Als Kandidaten des Zentrums für den Präsidentenposten nennt man denGrafen Praschma; ber Kandidat der Konservativen dürfte der Abg. Dietrich sein. Die Nationalliberalen werden voraussichtlich den Abg. Paasche als Kandidaten nennen. Von nattoUnter Feinden. Roman von Karl Matthtas. 5) ( Nachdruck verboten.) Schon vor diesem Zeitpunkt hatte Tyrolt die Stiefel pon seinen Füßen und den Rock von seinem Körper ents fernt. Als er in die Flut tauchte, verlor er keinen Aus genblick die Befinnung. Kräftig seine Arme gebrauchend, tauchte er aus dem Gischt empor. Dicht vor thm trieb das Boot, welches Deftree und Olivier beherbergt hatte, und auf Armeslänge entfernt schwamm etwas Weißes, und als er darnach niedertauchte, fühlte er lange, aufgelöfte Haare über sein Gesicht stretchen. Desiree war fetn einziger Gedanke. Blitzschnell griff er zu und fühlte in feinen Armen den Körper des befinnungslosen Mädchens. Jetzt sah er auch Olivier, der fich an das gefenterte Boot angeklammert hatte. Gr fchrie unausgefeßt nach Hilfe und trieb den Fluß hinab. Waldemar konnte ihm keine Beachtung schenken, er beeilte sich, mit setner kostbaren Beute ans Ufer zu schwimmen. Schnell durchwatete er das Schilf und legte ste auf dem wetchen Rasen nieder, sofort alle Erweckungsanstalten treffend, die er genau tannte. Mit geschickten Fingern löste er das Mieder, unterstützte die unterbrochene Atmung mit beiden Händen, rieb Schläfe und Füße und flüsterte ihr, ängstlich auf jeden Herzschlag horchend, zärtliche Worte zu, die sie zu vernehmen schten, denn ein feltges Lächeln verschönte plötzlich ihr bisher fchmerzhaft verzogenes Gesicht. Da fauchzte Waldemar laut auf, nahm sie in seine Arme und schritt mit ihr der Straße zu, um ste in das Haus thres Vaters zu tragen, bevor noch der kalte Nachtwind der Geliebten ein Leid antun könne. IV. Herr Bourlier war pünktlich zum Tee erschtenen. Frau von Tarandal war gerade beschäftigt, den Samonalliberalen Bartetblättern werden diese Mitteilungen als bloße Kombinationen bezeichnet. Zu den Gerüchten über die Wehrvorlage und ihre Deckung schreibt die„ Nordd. Allgem. 3tg." offiziös: Aus den Verhandlungen des Reichstages ist bekannt, daß die zu erwartenden Wehrvorlagen den Bundesrat noch nicht beschäftigt haben, und daß bisher weder über die Höhe der Forderungen noch über die Art ihrer Deckung Beschlüsse gefaßt sind. Die beteiligten Instanzen beschleunigen nach Möglichkeit die Arbeiten, und es fann erwartet werden, daß in furzer Zeit über die Regierungsvorlagen Klarheit geschaffen sein wird. Die formulierten Vorschläge der Kriegsverwaltung, auf die der weitaus größte Tell der neuen Forderungen entfallen wird, find gestern in die Hände des Reichskanz= lers gelangt." Der Deutsche Wehrverein" erläßt einen Aufruf an das deutsche Volf, worin er seine Biele darlegt. Er strebe dahin, die deutsche Wehrmacht innerlich wie zahlenmäßig so start zu machen, daß sie unbedingt im Stande ist, den Schutz des Reiches und dessen Machtstellung in der Welt zu verbürgen." Diese unbedingte Stcherheit ist aber nicht mehr vorhanden, wenn man in Rechnung stelle, daß Frankreich und Rußland im Frieden 700 000, im Kriege 2 Millionen Mann mehr auf den Beinen hätten, als Deutschland und Desterreich. und deshalb wollte der deutsche Wehrverein für das Heer gerade so wirken, wie es der Flottenverein für die Marine getan. Unterschrieben ist der Aufruf von vie= len flangvollen Namen. Schazsekretär Wermuth kein Gegner der Wehrvore lagen. Die in einzelnen Blättern verbreiteten Ge= rüchte, daß der Schaßfekretär den Wehrvorlagen opponiere und feine Stellung deshalb fraglich set, werden offiziös energisch dementiert, und es wird dabei hervorgehoben, daß der Schatzsekretär, wie auch aus seinen Reden hervorgegangen ist, im Intereffe einer gesunden Finanzgebarung darauf besteht, daß die Kosten der Wehrvorlage durch neue Steuern aufgebracht werden müssen. Die Visitenkarte des Bizepräsidenten Scheidemann. Der Vorwärts" beftrettet, daß der Reichskanzler bei der Abgabe der Visitenkarten des Reichstagspräsidiums vom Vizepräsidenten Scheidemann übergangen worden set. Nach seiner Darstellung verhält sich die Sache folgendermaßen: Es ist üblich, daß durch das Reichstags= bureau die den bret Präsidenten gelieferten Karten allen Vertretern solcher Behörden, die amtlich mit dem Reichstage zu tun haben, zugeschickt werden. In dem Adressenverzeichnis wurde nun auch das Hofmarschallamt und das Berliner Polizeipräsidium aufgeführt. Da das Reichstagspräsidium amtlich mit diesen Behörden nichts zu tun hat, bat Genosse Scheidemann, von der Ueber= sendung seiner Karten an diese Adressen abzusehen. Das ist denn auch geschehen. Kleine Nachrichten. Professor Hubert von Herkomer, der im 63. Lebensjahre steht, hat sich in seinem Hause in Bushey wegen einer am vergangenen Sonntag eingetretenen Blufung einer Operation unterziehen müssen. Sein Zustand ist kritisch. Verhaftung eines Landgerichtsrates. Der Dresde ner Landgerichtsrat Dr. Smell wurde wegen umfangreicher Darlehensbetrügereten verhaftet und ins Unterfuchungsgefängnis gebracht. Smell lebte seit Jahren wett über seine Verhältnisse. Als ihm die Schulden über den Kopf wuchsen, suchte er sich durch Aufnahme von Darlehen zu retten. Seine Gläubiger behaupten, daß er dabei wiffentlich unwahre Angaben gemacht habe. Geständnis des Schuhmann- Spions Glauß. Der noch nicht ausgelieferte frühere Wilhelmshavener Schußmann Glauß richtete aus London an das„ Jenaer Boltsblatt" ein längeres Schreiben mit dem Einges ständnis seiner Ehrlosigkeit und der Versicherung der Unschuld setner hier verhafteten Bruder. Millionenunterschlagungen eines Generaldirektors. Der Duisburger Generalanzeiger" meldet: Der Generaldirektor der Fürstlich Hazfeld- Wildenburgschen Domäne, von Boot, hat Veruntreuungen in Höhe von 2 Millionen Mart begangen. Er soll mit etner Dame geflüchtet sein, während sich seine Frau in einem FrrenHause befindet. Seltsamer Selbstmord. In Cöln verübte ein auswärtiger Mann auf eigenartige Weise Selbstmord. Er feste sich, eine Bigarette rauchend, die Hände in den Hosentaschen, gleichmütig auf das Geländer der Hohenzollernbrücke und ließ sich plöblich rückwärts in die Flufen fallen. Er verschwand im Rhein und wurde nicht mehr gesehen. Selbstmord aus gekränktem Ehrgefühl. In Dessau wurde plöblich auf Gerüchte von Veruntreuungen eine Revision der Stadtkasse vorgenommen. Die Kaffe war aber in Ordnung. Gestern erschoß sich nun aus getränktem Ehrgefühl der Stadttämmerer. Selbstmord eines Bigamisten. Bei einer Verlobungsfeter in Rybnik( Oberschlesten) sprang der Bräutigam, ein Lazarettgehilfe, aus dem Fenster auf, die Straße, wo er mit zerschmetterten Gliedern tot liegen war, welcher dem Hausherrn unentbehrlich zum rufftschen Tee schien, anzufachen, denn zu ihrem Erstaunen hatte sie Desiree, deren Aufgabe war, den Titsch zu bes forgen, nicht im Salon getroffen. Im Kamin brannte trop der warmen Witterung ein Holzfeuer. Auch das Itebte Herr Bourlier. Die riesige Hängelampe über dem weißgedeckten, mit Silbergeschirr und feinstem Sevresporzellan besetzten Tische gab dem Gemache einen fiberans freundlichen Anstrich. ,, Ah, Du bist schon hter?" fragte der Hausherr. Ja glaubte Desiree bet threm Amte zu finden." Weißt Du nicht, wo das Mädchen steckt?" forschte die Dame in ängstlichem Tone. Ich glaubte den Wildfang bet Dir." " Desiree bleibt nicht lange an einem Ort. Husch, ist fie verschwunden, ehe man's merkt. Vielleicht ist sie mit Olivier in den Garten gegangen. Ich habe den Dtener nach thm gesandt." Nun, um den brauchst Du Dich nicht zu ängstigen. Der ist nicht so schnell zu Fuß. Wenn Desiree in seiner Gesellschaft wellt, kommt sie nicht weit." Er streckte sich behaglich auf seinen Seffel und betrachtete den blinkenden Samowar. " Wenn ich dieses nüßliche Gerät ansebe, kommt es über mich wie eine polttische Offenbarung," fuhr er fort. Ich erwarb das Ding in Moskau, als ich meine erste größere Geschäftsverbindung mit Rußland ans tnüpfte. Ein herrliches Land, das eine große Zukunft hat, besonders für uns Franzosen von großer Wichtigfett, denn der Russe ist unser natürlicher Bundesgenosse tm Frieden wie im Kriege." „ Der Russe ist der Franzosen Feind, Jean; denken wir an die Artege zu Anfang und Mitte dieses JahrHunderts.* ,, Vorbet, längst vorbei! Nachdem das kletne preuBen Europas Gleichgewicht verschoben hat, haben belde blieb. Es hatte sich nämlich herausgestellt, daß er be reits verheiratet und Vater mehrerer Kinder war. Erhebliche Erdrutsche haben am Panamafanal stattgefunden. Der Leiter des Kanalbaues, der zum Studium der europäischen Kanalbauten nach Hamburg abretsen wird, erklärt, daß der Kanal bis zum 1. Junt 1913 fertiggestellt sein würde. Der furchtbare Sturm, der im östlichen Teil der Union herrscht, führte etne ueberflutung der Straßen Neuyorts in der Nähe des Hafens herbei. Er erreichte die gewaltige Geschwindigkeit von 96 Meilen in der Stunde. Aus Chicago wird ein schwerer Schneesturm gemeldet, der alle bisherigen in zwölf Jahren übertrifft. Tod eines Tauchers. Ein Taucher, der in Bruns büttel mit Abdichtungsarbeiten unter Waffer beschäftigt war, erstickte dadurch, daß der Luftschlauch mit Signalleine sich zwischen der Schleusenwand und dem Ponton eintlemmte. Ein erschütternder Doppelfelbstmord hat sich in Annaberg im Erzgebirge zugetragen. Dort erschoß sich der Lehrer an der ersten Bürgerschule, Ernst Lünemann. Gleichzeitig mit ihm nahm sich seine Mutter, die mit thm die Wohnung teilte, das Leben. Wie in einem hinterlassenen Briefe angegeben wird, hat Lünemann die Tat wegen schwebender unbedeutender Privatdifferenzen begangen. Aus den Gerichtssälen. Wegen dreifachen Kindesmordes und Mordverfuchs an einem vierten Kinde hatte sich die 45 Jahre alte Bergmannsehefrau Brandt vor dem Deffauer Schwurgericht zu verantworten. Die fräntliche Frau hatte aus Not und Verzweiflung im Juni vorigen Jahres ihre vter Kinder im Alter von 10 bis 1½ Jahren nacheinander in die Bose bei Hecklingen gestoßen und war dann den Kindern selbst nachgesprungen. Wiederholt kamen die Kinder an die Oberfläche, die Mutter stieß sie aber immer wieder zurück. Ein Arbeiter, der das Geschrei der Kleinen hörte, eilte schließlich hinzu, zog das älteste Kind aus dem Wasser, half der Mutter aufs Trockene, obwohl diese sich sträubte, und barg die Leichen von zwei Kindern. Das dritte Kind konnte erst nach vierzehn Tagen geborgen werden. In der Verhandlung wurde ein Bild furchtbaren Elends entrout. Vater und Mutter waren schwer trant, forgten aber, so gut es ging, für ihre Kinder. Am Tage der Tat war das letzte Stickchen Brot aufgegeffen. So tam die Frau auf den Gedanken, mit ihren Kindern in den Tod zu gehen. Das Gericht sprach die Angeklagte von der Anklage des Mordes fret, verurteilte sie aber wegen Totschlags unter Zubilligung mildernder Umstände zu fünf Jahren Ges fängnis. Die schwarze Gefahr" in England. Die Besorgnisse wegen des drohenden Stretfs der Bergarbeiter halten ganz England in Aufregung. Es geht das Gerücht, daß dte Arbeiter bei Ausbruch des Stretts die Kohlengruben unter Wasser sehen wollen. Es sind daher bereits umfassende Vorsichtsmaßregeln getroffen worden. Es haben sich 2000 Personen gemeldet, die, falls die Polizet zur Aufrechterhaltung der Ordnung in das Stretfgebiet abgesandt wird, den Londoner Ordnungsdienst versehen wollen. Wie ferner verlautet, will Ste englische Regterung in der Weise den Grubenarbeiterausstand verhüten, daß sie die Grubenbefizer veranlaßt, auf drei Monate provisorisch den Mindestlohn einzuführen. In diesem Fall wird die Regierung die Differenzen zwischen den bisherigen Löhnen und dem Mindestlohn tragen. Die Beratungen der englischen und kontinentalen Bergarbeiter wurden gestern wieder aufgenommen. Die Delegierten der verschiedenen Staaten vertreten insgesamt zwei Millionen Bergarbeiter. Es wurde beschlossen, daß die kontinentalen Arbeiter auf jede nur mögliche Art verhindern sollen, daß während des engItschen Grubenarbetterstreits die Kohlen aus dem Auslande nach England erportiert werden. Wie verlautet, verlangten die englischen Delegierten auch die finans zielle Unterstüßung des Auslandes. Ob in dieser Nichfung Zugeständnisse gemacht worden sind, war nicht zu erfahren, da man die ganze Angelegenheit sehr geheim hält. Wie erklärt wird, wies der Vorsitzende der Delegierten darauf hin, daß ein Ausstand der kontinentalen Bergarbeiter faum in Frage kommen werde, da die lokalen Bedürfnisse der verschiedenen Staaten an Kohlen so groß seten, daß die Ausfuhr nach dem Aus= lande, in diesem Falle nach England, immer nur eine geringe bleiben werde. Sollte es jedoch trotzdem zu einem Sympathiestreit der kontinentalen Arbetter kommen, so soll ein solcher Streit erst nach Beendigung des Ausstandes der englischen Arbeiter durchgefochten werden. Inzwischen gehen in England die Kohlenpreise weiter in die Höhe. In London bezahlt man für die Tonne Kohlen 20,20 Mart gegen 9,80 Mark früher. Der Preis für Anthrazitkohlen ist in London beretts auf 48 Mart pro Tonne gestiegen. Kaiserreiche, das östliche wie das westliche, gletches Intereffe, das sogenannte Deutschland zu demütigen. Die Politik der Gegenwart spitzt sich mehr darauf zu." ,, Gott schüße uns vor Krieg; ries Frau Nataly. Er gebe uns denselben, das heißt zugleich Frankreichs Triumph, denn für mich bedeutet dieses Erweiterung des Weltmarkts, gesteigerte Nachfrage, erhöhte Produktion und Ueberfluß an Geld und Geldeswert." ,, Doch nur, wenn Frankreich stegt-" ,, Versteht unsere große Nation etwas anderes als zu siegen, Nataly?" Frau von Tarandal antwortete nicht. Ste füllte aufmerksam ihres Bruders Tasse, während er die Zet tung aufschlug, die er mitgebracht hatte. ,, Ah, sieh da, meine Wünsche scheinen in Erfüllung zu gehen. Benedetti geht zum preußischen Könige nach Ems, ein Ultimatum in der Tasche. Der Stein kommt ins Rollen ins Rollen." Bourlier's politische Verzückung wurde durch Tautes Rufen lachender Männerstimmen unterbrochen, welches vom Tore herfam. Ueberrascht und ärgerlich Iteß der Fabrikant das Blatt sinken und klingelte dem Diener. ,, Was gibt es draußen, Jacques?" fragte er den Eintretenden. Wer ist am Tor?" „ Eine Kalesche mit jungen Offizieren, die von Douzy kommen, gnädiger Herr. Ste rufen nach dem Herrn Leutnant." Ist mein Sohn nicht im Garten?" " Ich glaube nicht," erwiderte der Diener beklom men. Die Gervaise erzählte tn der Küche, der Herr Leutnant sei mit dem gnädigen Fräulein auf einem Boot stromabwärts gefahren." Frau von Zarandal stieß einen letsen Schret aus; dem Hausherrn entfloh wider Willen ein ferniger Fluch. gung, fter Arbei gung offiate langer März Diens binau beoba Komm hender dergr fton wolle yorf auf d Bau ftand appar wehr den h bäude brann wann nach Feue menn Ioje in w zwun Buffa durch denen diese Flam ander Anzal 22ftir des einem fer u Biele doch nen fegt Biffer 1911 Vers decku Jung rasche Verb gijah gülf pfu holm der Dur fer Co diti wir zu den den we for we fch Fi Co fen me die зит Li bef wa es ftä felt nu ver neu nac δια ein Her blid mei schr glet Bef wed von und die Sor weit er d fort ficher ichon fragte auf dribe rence Herri hören wird Ce Wan fang 3er be war. matanal er zum 1. Juni Samburg Teil der Straßen erreichte in der neefturm en über: Bruns efchäftigt Signal Ponton fich in hoß fig emann. die mit em hin ann die Sifferen Wordver hre alte Schwur atte aus res thre cheinan ar dann famen fie aber Gefchrei Sältefte Crodene, on zwet ehn Ta rde ein Mutter ng, für Stid Sen Ge 11. 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Jedoch glaubt man, daß in einer am Dienstag stattfindenden neuen Konferenz der Termin hinausgeschoben werden wird. Große Menschenmengen beobachteten während der gestrigen Beratungen das Kommen und Gehen der Hauptpersonen in dem drohenden Riefenstreit, der ießt in England weit im Vordergrunde des Interesses steht. Der Riesenbrand in Houston. Von der großen Feuersbrunst, die die Stadt Houfton in Texas, den größten binnenländischen Baum= wollenmarkt der Erde, einäscherte, werden nach Neuyork folgende Einzelheiten gemeldet: Der Brand, der auf dem Bahnhof entstanden war, griff im Nu auf einen Baumwollspeicher über. In wenigen Minuten stand das ganze Lager in Flammen. Da keine Löschapparate vorhanden waren und die Ankunft der Feuerwehr sich verzögerte, verbreitete sich das Feuer, durch den heftigen Sturm begünstigt, auf die umliegenden Gebäude, die in kurzer Zeit bis auf den Grund niederbrannten. Durch die weit umherfliegenden Funken gewann der Brand immer mehr an Ausdehnung. Schon nach einer halben Stunde nach dem Ausbruch des Feuers glich der östliche Teil der Stadt einem Flam= menmeer. Aus den brennenden Häusern flüchteten zahlIose Bewohner, nur mit dem Notdürftigsten bekleidet, in wilder Panit. Die Feuerwehr war schließlich ge= zwungen, das Wasser aus dem nahegelegenen Fluß Buffalo- Bayon zu nehmen. Mehrere Häuser wurden durch Dynamit gesprengt, um durch die entstan denen Lücken den Brand einzudämmen, doch waren auch diese Bemühungen vergeblich. Schließlich sprangen die Flammen an einer schmalen Stelle des Flusses auf einen anderen Stadtteil über und zerstörten auch hier eine Anzahl Kohlenspeicher und Wohnhäuser. Erst nach 22stündigen Löscharbeiten gelang es der Löschmannschaft, des Feuers Herr zu werden. Das Feuer hatte sich in einem Umkreis von 1½ Meilen ausgedehnt. 2500 Häu ser und drei Kirchen sind bis auf den Grund zerstört. Viele Personen werden vermißt. Leichen sind bisher je= doch noch nicht aufgefunden worden. Etwa 2000 Perfonen sind obdachlos. Der Schaden wird, soweit bis jezt übersichtlich, auf 40 Millionen Mark beBiffert. Vermischtes. Die sieben größten Errungenschaften des Jayres 1911 hat Thomas A. Edison wie folgt bezeichnet: Den Versuch, eine chinesische Republik zu gründen, die Entdeckung von Salvarsan durch Professor Ehrlich zur HeiIung gewisser Infektionskrankheiten, die unerwartet raschen Fortschritte im Bau des Panama- Kanals, die Verbesserungen in der Luftschiffahrt, die wichtigen chirurgischen Entdeckungen im Rockefeller- Institute, den endgültigen Beweis für die Wirksamkeit von Typhusimpfung, die Vervollkommnung der Diesel- Maschine. Auf der Suche nach Cooks Papieren. Aus Stockholm wird der Frtf. 3tg." geschrieben: Ein Mitarbeiter der Göteborger Morgenposten" hat von dem auf der Durchreise in Göteborg weilenden franzöfifchen Aviatifer Bedrines erfahren, daß einer der reichen Freunde Cooks, der Millionär Liarton, im Sommer eine Expe= dition nach Grönland oder ins Nordpolgebiet ausrüsten wird, um die im Etse verborgenen Dokumente Cooks zu suchen. Die Expedition wird mit einem Luftballon, den Wellman lenken wird, und mit einem Aeroplan, den Bedrines benußen will, ausgerüstet sein. Ueberdies werden Cook selbst und zwei Norweger an der ExpediHon teilnehmen. Cook mit Wellman im Luftballon, welch glückliche Zusammenstellung! Es steht demnach schon heute fest, daß diese beiden Tüchtigen, für die das Finden( und Erfinden) nur eine Kleinigkeit ist, auch Cooks berühmte Papiere entdecken werden. Einführung von selbsttätigen Türschließern bei Eiz fenbahnzügen. Wie uns mitgeteilt wird, ist soeben bet mehreren Eisenbahnen eine bedeutsame Neuerung, durch die die Sicherheit bet Eisenbahnfahrten erhöht wird, zur Einführung gebracht worden. Bisher mußten die Türschließer durch Drehung des Hebels noch besonders befestigt werden, nachdem die Eisenbahntür zugemacht war. Dies führte mehrfach zu Unzuträglichkeiten, da es des öfteren den Beamten nicht gelang, die Tür voll= ständig zu schließen, und da auch die Reisenden sehr felten diese Arbeit übernahmen. Die Türen waren also nur halb geschlossen und Unglücksfälle waren nicht zu vermeiden, wenn sich jemand an die Tür anlehnte. Die neuen Schlösser haben den Vorteil, daß sie selbsttätig nach Schließung der Tür den Riegel vorschieben. Der Handgriff innerhalb der Wagentüren braucht also nicht „ Sind die beiden wahnsinnig geworden, bei Nacht eine Kahnpartie zu machen? Augenblicklich soll man die Herrschaften zurückholen, hören Ste, Jacques, augenblicklich, und den Herren Offizieren teilen Sie mit, daß mein Sohn nicht anwesend ist. Ich mag das wüste Geschrei nicht länger hören." Der Bediente entfernte sich etlig. Mit ihm zugleich Itefen dret andere Männer nach der Straße, die Befehle des Herrn auszuführen. Nach kurzem WortSie tamen wechsel verschwanden auch die Offiziere. von einem fröhlichen Mahle, waren start angeheitert und fanden es überaus unhöflich, daß man sie nicht in die Villa nöttgte. Bourlier hatte seine gute Laune verloren. Die Sorge um seine Kinder bestürmte ihn; er dachte nicht weiter an Politik. In heftiger Aufregung durchschritt er den Salon. „ Es ist unverzeihlich, unbegreiflich," murmelte er fort und fort.„ Wenn nur Tyrolt da wäre, er würde mir ficher Rat wissen. Wo er nur bleibt? Ich erwarte ihn schon lange." Der Diener trat atemlos ein. „ Ist der Herr Fabrikdirektor nicht im Hause?" fragte Bourlier. „ Nein, gnädiger Herr. Er war bis zum Feierabend auf seinem Comptoir. Niemand hat ihn später weder drüben noch hier gesehen." „ Rätselheft! Sind meine Befehle ausgeführt?" " Die Offiziere fuhren weiter nach Sedan. Lavrence, Boniface und der Stallbursche suchen die jungen Herrschaften. ,, Es ist gut, Ste können gehen. Sobald Ste etwas hören, melden Ste's sofort. Beruhige Dich, Nataly, es wird nichts passiert sein." Frau von Tarandal saß mit bleichen Lippen und Wangen da urd rang verzweiflungsvoll thre Hände. " D dieses Mädchen," jammerte ste.„ dieser Wudfang! Sein Leichtsinn wird mich noch töten!" mehr hochgezogen zu werden, da er jetzt nach Schließung der Tür von selbst hochspringt. Die Deffnung erfolgt wie bisher durch Niederdrücken des Hebels. Ein Ortstermin in der dreifachen Mordsache in der Alten Jakobstraße zu Berlin fand gestern statt. Vor dem Tatorte sammelten sich große Menschenmengen an, schrien, johlten und pfiffen. Es erschten ein großes Schußmannsaufgebot. Der des Mordes überführte Schlosser Trenkler blieb bei der bereits gegebenen Darstellung und als Kommissare nachwiesen, daß dies nicht richtig sein könne, bekam er einen erneuten Schwächeanfall und sagte, ihm sei übel. Schließlich gab er überhaupt teine Antwort mehr. Endlich erklärte Trenkler, er sei bei so vielen Menschen nicht imstande, den Vor-= gang zu schildern. Es schien ihn zu stören, daß Leute auf dem Hofe es versuchten, von aufgestellten Leitern aus durch das Zimmerfenster zu blicken. Bei der Ab= fahrt warer die umgebenden Straßen mit Menschen überfüllt, die Mörder"," Räuber" riefen. Die Menge drückte sogar ein Ladenschaufenster ein. Der Chauffeur des Wagens, in dem Trenkler saß, mußte die Menge durch rücksichtsloses Drauffahren verscheuchen. Trenkler fehrte gebrochen in das Polizeipräsidium zurück. Die Spionenfurcht, die bisher hauptsächlich in England und Frankreich grassierte, hat jetzt auch etwas nach Deutschland übergegriffen. Durch die Spionageprozessé der letzten Zeit angefacht, ist die Wachsamkeit unserer Militärbehörden doppelt scharf, besonders in Spandau, wo tatsächlich viel Material lagert, das im Interesse der Landesverteidigung geheim bleiben muß. Daß unter der Wachsamkeit auch hin und wieder unschuldige leiden müssen, scheint fast unvermeidlich. So wurden auf der Festung ein Berliner und ein Amerikaner von dem Posten bei der Zitadelle festgenommen, weil sie sich nach Ansicht des Soldaten zu eingehend mit der Befichtigung des Juliumsturms beschäftigten, in dem be= tenntlich unser Kriegsschatz lagert. Die beiden ver= meintlichen Spione wurden der Polizei übergeben. Auf der Wache stellte sich bald die völlige Harmlosigkeit der Besucher nach einem eingehenden Verhör heraus. Der Amerikaner hatte nur einmal sehen wollen, wo Deutschland sein„ Money" aufhebt; vermutlich will er sich zum Schutz für seine Millionen in Dollarika einen ähnlt= chen Geldschrank bauen lassen. Ein Drama zwischen den Eisschollen. Bei Semlin wollte die Wanderzirkusgesellschaft Bernabe auf drei Flößen, die mit Treibeis angefüllte Donau überqueren. Das erste Floß wurde durch die Eisschollen umgekippt. Menschen und Tiere stürzten in das Wasser. Die auf den beiden anderen Flößen befindlichen Personen eilten zur Rettung herbet. Auch dieses Floß fenterte. Es entstand zwischen den Eisschollen ein fürchterlicher Kampf. Die wilden Tiere versuchten, ihre Käfige zu sprengen. Der größte Teil der Mitglieder konnte das ufer erreichen. Drei Personen aber verschwanden unter den Eisschollen. Auch die Tiere gingen unter. Die Heimkehr vom Lumpenball. Man schreibt der Frift. 3kg." aus Hannover: Einige ältere angesehene Herren erlebten hier ein furioses Abenteuer, das gegenwärtig Stadtgespräch geworden ist und herzlich belacht wird. Sie hatten in diesen Tagen an einem Lumpenball teilgenommen und traten morgens in der fidelsten Stimmung den Heimweg an- ohne Paletots, da diese ihnen auf eine für die Herren unaufgeklärté Weise abhanden gekommen waren. Unterwegs befamen sie Durst, und sie beschlossen daher, noch ein Nachtlokal zu besuchen. Sie hatten dabet ganz vergessen, in welcher Garderobe ste sich befanden. Die Gäste waren nun über den Besuch dieser drei Lumpen" feineswegs erfreut. Sie alarmierten die Kellner, die kurz und bündig die Eindringlinge an die Luft beförderten, wobei es ohne Stöße und Büffe nicht abging, und es dauerte auch gar nicht lange, so war auch schon die Polizei er= schienen. Vergeblich riefen die bekannten Lumpen den empörten Kellnern zu, daß sie ja so und so hießen und doch Stammgäste des Lotols seien. Das hielten diese vielmehr für eine unerhörte Beleidigung und es spornte fie umsomehr an, rücksichtslos die zweifelhaften Indtviduen" zu entfernen, denen die echten Holzhackerbärte" ( Stoppelbärte), die sie hatten stehen lassen, zum Verhängnis geworden waren. Und da sie auch den Polizisten gegenüber keine Legitimation hatten, so mußten sie wohl oder übel unter dem Gaudium der Zuschauer, die sich bald angesammelt hatten, mit zur Wache. Dort flärte sich dann freilich der Irrtum auf. Das Kurioseste an der ganzen Geschichte ist aber, daß diese Herren, dte für wirkliche Lumpen gehalten worden waren, auf dem Feste nicht preisgekrönt worden waren. Kannibalismus in Sibirien. Im Gouvernement Tobolst in Sibirien ereignete sich, wie der„ Voff. 3tg." geschrieben wird, vor furzer Zeit ein schauerlicher Fall yon Kannibalismus. Ein junger bulgarischer Student, Bruder eines mazedonischen Bischofs, war mit einer Hilfsexpedition gegen die Hungersnot aus Moskau nach Tobolsk abgegangen. In einem Dorfe, wohin er zur Pustundschaftung der Lage entsendet worden war, ergriffen ihn die hungrigen Bauern, durchschnitten ihm Ste Kehle, weideten ihn aus, brieten ihn an einem Feuer und verzehrten thn. Die bulgarische Presse be,, Vielleicht verlettete Olivier sie dazu." ,, Nein, nein, diese tolle Jdee konnte nur aus dem Kopfe Deiner Tochter entspringen. Sie steckt voll Mutwilligkeiten. Das Abenteuerlichste ist ihr gerade recht." " Ich glaube fast selbst, daß sie diesmal die Schuld trägt. Olivier Itebt die Bequemlichkeit. Wenn das aber der Fall ist, soll sie mich kennen lernen. Diesen Streich verzeihe tch thr nie." Schwere Schritte tamen die Außentreppe herauf. Bourlier eilte nach der Tür, doch er prallte entsetzt zurück, als er Tyrolt und Deftree Arm in Arm vor sich sah. Beide befanden sich in einem entsetzlichen Zustande. Desiree war letchenblaß; das Haar klebte an ihren Schläfen, und noch immer rieselten die hellen Waffertropfen aus den nassen Haarsträhnen auf das völlig durchweichten Gewand und von diesem auf den Boden nieder. Auch Tyrolt war übel anzuschauen. Ohne Fußbekleidung, ohne Rock und Hut, mit bläulichen Lippen und bleichen Wangen schöpfte er mühsam Atem. Ein abscheuliches Frostgefühl hatte sich seiner bemächtigt, obwohl er Desiree bis zur Treppe getragen hatte. „ Um Gotteswillen, was ist geschehen?" rtef Bourlier, vor Schreck fast dte Besinnung verlierend. ,, Beruhigen Sie sich," entgegnete Waldemar mtt heiserer Stimme." Das Fräulein verunglückte, der Kahn schlug um." „ Und Herr Tyrolt rettete mich mit Gefahr seines Lebens," ergänzte Desiree, mit glücklich aufleuchtendem Blicke.„ Papa, ohne diesen Direktor hättest Du keine Tochter mehr." „ Mein güttger Gott, wie konnte das nur geschehen?" fragte Frau von Tarandal, auf die Gerettete zueilend und sie an thr Herz ziehend. Aber eben so schnell wich sie wieder zurück. Als sie die Nässe spürte, bekam fie in Wahrheit eine Gänsehaut. " Nicht wahr, ich bin recht efltg," lächelte Desiree, spricht dieses Begebnis aus dem hungernden Rußland, indem sie die Vermutung äußert, daß der Fall nicht der einzige seiner Art ist, da die Bevölkerung durch Hun ger ganz vertiert ist. Drabtnachrichten und neuestes. Trenklers Geständnis. Berlin, 23. Februar. Aus den weiteren Geständnissen des Raubmörders Trenkler ist als wichtigste Angabe die hervorzuheben, daß das Mordinstrument ein etwa fünf Pfund schweres, an beiden Enden abgestumpftes Eisen von dem Verbrecher aus der Heimat mitgebracht wurde. Auch gestand er ein, einen geladenen Revolver und Patronen bei sich geführt zu haben. Bombenattentate der streifenden Pariser Chauffeure. Paris, 23. Februar. Gestern wurden wiederum Höllenmaschinen in einigen Automobilen vorgefunden, die in den Garagen untergestellt wurden. In einem Automobil explodierte eine Bombe und zertrümmerte das Fahrzeug. Verletzt wurde niemand. Eine französische Insel versteigert. o Paris, 23. Februar. Die in der Nähe des Hafens von Toulon gelegene Insel Dorquerelles wurde von dem Pariser Renlier Fournier bei der gestrigen Versteigerung für 1 100 000 Francs erstanden. Die Versteigerung war in der Presse scharf kritisiert worden, da das Gerücht verbreitet worden war, daß sich unter den Käufern auch Ausländer befinden, die versuchen wollten, durch Mittelspersonen die angeblich strategisch wichtige Insel zu erwerben. Meuternde portugiesische Gefangene. Lissabon, 23. Februar. Unter den politischen Gefangenen des Forts Caixias ist wegen der schlechten Verpflegung eine Meuteret ausgebrochen. Die Meuterer flüchteten. Ein Küstenkreuzer liegt vor dem Fort, um die Einschiffung der Flüchtigen, die sich vermutlich noch in der Nähe aufhalten, zu verhindern. Katastrophe in einer amerikanischen Kohlengrube. Nenport, 23. Februar. Bei dem Brande einer Kohlengrube in Leligh im Staate Oklahoma büßten fieben Arbeiter das Leben ein. Ueber das Schicksal von ungefähr zwanzig Verschütteten herrscht Ungewißhett. Die meisten Opfer sind Ausländer. Berliner Getreide: und Schlastvichmarkt. Am Berliner Markte wirfte neben der Mattigkeit der Auslandsmärkte besonders die schlechte Lage des Mehlgeschäfts nachteilig auf den Preisstand des Brotgetreides ein. Sowohl Weizen wie Roggen hat sich auBergewöhnlich ergiebig an Mehl erwiesen und der Mehrertrag davon soll nicht unerheblich für die Nachfrage nach dem Getreide ins Gewicht fallen. Namentlich die Preise für Lieferung im September haben bel Weizen nachgelassen. Roggen scheint etwas widerstandsfähiger zu fein, offenbar weil er für den Landwirt zu Futterzwecken sich wohlfeller stellt, als der Bezug von Futtergerste und Mats. Auch gewähren Käufe des Auslandes eine Stüße. Hafer fonnte seinen Preisstand letder durch das milde Wetter und die Aussicht auf ar= gentinische Hafer- und Maislieferuegen veranlaßten Lustlosigkeit ebenfalls nicht behaupten und Mats schloß fich der Abwärtsbewegung an. Am letzten Tage der Be= richtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Mai wie folgt: Weizen 214,75, Roggen 194,00, Hafer 192,75, Mais 167,50 M. Preise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Ochfen: a) vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes( ungefocht) 79-84 M., b) junge, fleischige, nicht aus gemästete und ältere ausgemäftete 73-82 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 66-72 M. 2. Bullen: a) vollfleischige ausgewachsene höchst. Schlachtwertes 75-80 M., b) vollfleischige jüngere 71-79 M. c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 66 bis 72 M. 3. Färsen und Kühe: a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 75-77 M., b) vollfleischige ausgemästete ühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren, 68-74 M., c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 64-69 Mart, d) mäßig genährte Kühe und Färsen 55-62 M., e) gering genährte Kühe und Färsen bis 62 M. f) gering genährtes Jungvieh( Fresser)- M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 114-143 M., b) feinste Mast fälber 100-105 M, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 87-97 M., b) geringere Mast- und gute Saugtal5. ber 77-88 M., e) geringe Saugfälber 55-73 M. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 70 bis 80 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastläm mer und gut genährte junge Schafe 64-68 M., c) mä Big genährte Hammel und Schafe 56-68 M. B. Schweine: a) Fettschweine über 3 8tr. Lebendgewicht 63-64 M., b) vollfleischige Schweine 250-300 Bfd. 62 bis 63 M, c) vollfleischige 200-240 3fd. 60-68 M., D vollfleischige Schweine 160-200 fd. 58-61 M., e) voll fleischige Schweine unter 160 fo. 53-56 M., f) Sauen 58-60 M. die trotz aller Angst und Kälte ihr seelisches Gleichgewicht wiedergefunden hatte; sie begab sich in den Be retch des wärmenden Kaminfeuers. Wie gesagt, ich lag im Wasser und war schon halb bewußtlos. Schilt mich vor allem, Papa, denn ich bin schuld an der Wasser= partie. Ich zwang Olivier, mich zu fahren, daß er so schwach und so ungeschickt sei, habe ich freilich nicht gewußt." Wo ist Olivier?" " Ich weiß nicht, Papa. Herr Tyrolt sagt, er set, sich an das umgestürzte Boot flammernd, den Strom hinabgeschwummen." " Ich muß annehmen, daß ihr Sohn sich gerettet hat, Herr Bourlier. Als ich mit Fräulein Desiree das Ufer gemann, hörte ich seinen Hilferuf nicht mehr. Leider war ich außer Stande, auch Herrn Olivier zu landen." „ Das ist wahrlich zu viel der Bescheidenheit gegenüber meinem Dankgefühl, das mich treibt, Ihnen die Hände zu küssen. Ich fürchte nichts für Olivier; er fann schwimmen, und das kalte Bad ist die gerechte Strafe für seine ungeschicklichkeit. Nehmen Sie meinen Dank., Fordern Ste alles von mir, stellen Sie mich auf die Probe." Waldemar schüttelte den Kopf. „ Die Tat ist mein Lohn, der glückliche Ausgang mein Dank. Verfümmern Ste mir die Freude nicht," sagte er letse. ,, Nun denn, so bleibe ich in Ihrer Schuld," ents gegnete der Fabrikant, ihm die Hand drückend.„ Doch vor allen Dingen wollen wir einen belebenden Bunsch bereiten, und Du, Desiree, wechsle die Kleidung, Herr Tyrolt wird die Güte haben, mit meiner Garderobe vorlieb zu nehmen, da ich es nicht leiden werde, daß er naß noch einmal in die falte Abendluft hinaustritt. ( Fortsetzung folgt.) Persil Gesetzliche Meisterprüfungen für Handwerker. Die Gesuche um Zulassung zur diesjährigen Meisterprüfung(§ 133 der Gewerbeordnung) find mit den erforderlichen Unterlagen bis spätestens am 31. Mai ds. Js. an den unterzeichneten Vorsitzenden einzureichen. Die Prüfungsgebühr von 35 Mt. ist an die Handwerks fammer in Darmstadt einz senden und die Quittung dem Gesuche beizulegen. Gießen, am 10. Januar 1912. Die Meisterprüfungskommission für die Proving Oberhessen. Traber, Vorsitzender. stark gedungt Reichen ErnteSegen bringt! Dunn gesät und Eine starke Frühjahrsdüngung Thomasmehl Stern mit Marke für Halm- und Hackfrüchte, Wlesen, Weiden u. Futterfelder ist in Anbetracht der bis Ende April gültigen Frachtermässigung, sowie des allgemeinen Preis- Abschlages ganz besonders vorteilhaft. Thomasmehl ,, Sternmarke" ist erhältlich in jeder durch Plakate kenntlichen Verkaufsstelle. Thomasphosphatfabriken G. m. b. H., Berlin W 35. Vor minderwertiger Ware wird gewarnt. Schlesisches Rauchfleisch Krakauer Wurst Rippenspeer, Kamm u. 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