ung. Beit der Eintragu Kaufmanna Andre dh eingetragen war 1912, aufe zu Heppenbe angsbolltredung. zember 1911 in à des Berfteigerung en, find fie spatefe Abgabe von Gebot wenn der Gläubig 3 fie bei der e t und bei der des Gläubigers w tgegenstehendes Re Buschlags die rens herbeizuführe 8 an die Stelle d die dem Schuldne te. Amtsgericht. ( 3 III Blatt 1147: Betrag der Scha nn bezügl. der ganje mühle meg Grundstade 600 Mart 350 300 100 berg 400 270 " Sa. 2020 Mart Hälfte 1010 ing. " r Zeit der Eintragu Karl Cezanne I. 1912, er des Ortsgeric ngsbollftredung. Ser bezt. 12. Ofta des Versteigerung n, find fie späteste Abgabe von Gebot wenn der Gläubig e bei der Feststellu i der Verteilung d ers und den übrig gegenstehendes Re Buschlags die Ar rens herbeizuführe 38 an die Stelle de Amtsgericht. e. Latt 72: ann rlöcher, ( 3% Betrag d Schäßun 400 m er auf 450 att 73: ter, Matt 205: 550 450 Matt 211: frauftüd, 150 latt 428: ffurter 150 150 erkäufe erfahrungsgemäß eften burch richtiges eren! Stoftenlofe Be borteilhafte Be der betr. Inferate ältefte Annoncen Expedition Arin& Bogler Darmstadt. Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) verteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, fret ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg.- Erscheint Redaktion: SeltersMittwochs und Samstags. - weg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung - nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.§. Nr. 7. 1. Blatt. Die Beichstags- Stichwahlen. Der erste Stichwakltag. Am Sonnabend hatte bekanntlich in 78 Stichwahlen die Entscheidung zu fallen. Von diesen befanden sich bisher im Besitze der Konservativen 14, der Reichspartei 7, der Reformpartei 2, der Wirtschaftlichen Vereinigung 7, des Zentrums 10, der Nationalliberalen 19, der Fortschrittlichen Volkspartei 12, der Sozialdemokratie 6, der Welfen 1. Es erhiel, en: die Konservativen 9 Mandate, die Reichspartei 6, die Reformpartei 2, die Wirtschaftliche Vereinigung 4, das Zentrum 7, die Nationaliiberalen 20, die Fortschrittliche Volkspartei 17, die Sozialdemokraten 8, die Welfen 2, der Deutsche Bauernbd. 1 und Wilde( Graf Posadowsky) 2 Mandate. Es gewannen die Konservativen 3 und verloren 5, die Reichspartei verlor 1 und gewann 1, die Wirtsch. Vereinigung gewann 1 und verlor 2, die Nationalliberalen gewannen 10 und verloren 6, die Fortschr. Volkspartei gewann 8 und verlor 1, das Zentrum gewann 2 und verlor 5, die Sozialdemokraten gewannen 8 und verloren 5, die Welfen gewannen 2, der Bauernbund gewann 1 Mandat. Von bekannten Persönlichkeiten wurden wählt bezw. wiedergewählt: bei den Konservativen die Herren v. Böhlendorff, v. Carmer, Dr. Dietrich, Dr. Giese; bei der Reichspartei die Herren Dr. Arendt, v. Liebert; von der Wirtschaftlichen Vereinigung die Herren Behrens, Burckhardt; von der Reformpartei Herr Werner; von den Nationalliberalen die Herren Bartling, Bassermann, Beck, Dr. v. Calker, Held, Dr. Jungk, Paasche; von der Fortschrittl. Volkspartei die Herren Kopsch, Dr. Pachnicke, Mueller- Meiningen, v. Schulze Gaeverniz, Dr. Struve; von der Sozialdemokratie Herr Gradnauer; außerdem der feiner Partei zugehörige Graf Posadowsky. Richt gewählt wurden u. a.: von den Konservativen die Herren Graf zu Dohna- Schlobitten, Dr. Roeside, Dr. Wagner; von der Reichspartei Herr von Moltke; von der Wirtschaftlichen Vereinigung Herr Raab; von den Nationalliberalen die Herren Wachhorst de Wente, Dr. Heinze, Haußmann, von der demokratischen Vereinigung Herr von Gerlach. ( Die Resultate des zweiten Stichwahltages sind auf Seite 2 dieses Blattes zu lesen.) Großherzogtum" Hessen. Das Ergebnis der Stichwahlen in Hessen hat der bürgerlichen Sache Verluste gebracht; nach Of fenbach und Mainz sind jetzt auch Darmstadt und Erbach- Bensheim von der Sozialdemokratie erobert, in beiden Fällen nicht ohne Schuld der Fortschr. Volkspartei. Jm Wahlkreise Darmstadt ist aber doch wenigstens ein großer Teil der fortschrittlichen Stimmen auf den nationalliberalen Kandidaten abgegeben worden. In ErbachBensheim scheinen die freisinnigen Stimmen fast restlos auf den Sozialdemokraten übergegangen zu sein. Glän zend ist der Stichwahlsieg des Frhrn. v. Heyl, der es auf rund 10 000 Stimmen Vorsprung vor seinem sozialdemokratischen Gegner brachte. In AlzenBingen hat, wenn die amtliche Nachprüfung das Resultat nicht ändert, der fortschrittliche Pfarrer Korell mit 10 Stimmen über seinen nationalliberalen Mitbewerber Dr. Becker gesiegt. Die Hilfstruppen, die der Fortschr. Volkspartei von der Sozialdemokratie führt wurden, waren zahlreicher als die Reserven, die In für Dr. Becker noch aufgebracht werden konnten. Alsfeld- Lauterbach scheidet der bisherige Abgeordnete Bindewald( Wirtsch. Vereinigung) aus, um einem Nationalliberalen, dem Landwirtschaftslehrer Heck, Platz In Friedberg- Büdingen gelang es dem zu machen. einmütigen Eintreten der bürgerlichen Parteien für Dr. Strack( natl.) den Wahlkreis der Sozialdemokratie wieder zu entreißen. In Gießen blieb der bisherige Abg. Dr. Werner( Wirtsch. Vgg.). zuge= Hessen wird im neuen Reichstag durch 1 Mitglied der Wirtsch. Vgg., Dr. Werner, durch 2 Nationalliberale, Dr. Strack und Heck, 1 Fortschrittler, Sorell, 1 bei keiner Fraktion, Frhrn. v. Heyl, und 4 Sozialdemokraten, Ulrich, Dr. David, Dr. Quessel und Hasen zahl vertreten sein. Gießen Nid da: Wahlberechtigte 30 168, abgegebene Stimmen 24 917, davon erhielten Dr. Wer= ner 13 032, Beckmann 11 885. Friedberg Büdingen: M Wahlberechtigte 25 162, abgegebene Stimmen 22 346, davon erhielten Dr. Strad 11 706, Busold 10 640. " Alsfeld Lauterbach Schotten: Wahlberechtigte 19 755. Bindewald erhielt 8153, Heck 9394 Stimmen. Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Mittwoch, den 24. Januar 1912. Darmstadt- Groß- Gerau: Wahlberechtigte 41 943, abgegebene Stimmen 38 364, davon erhielten Dr. Quessel 21 610, Dr. Osann 16 744. Erbach Bensheim: Wahlberechtigte 26 983, abgegebene Stimmen 20 965, davon erhielten Hasenzahl 11 874, Rippel 9091. E Worms Heppenheim: Abgegebene Stim men 27 269, davon erhielten Frhr. von Heyl 18 222, Engelmann 9047. Bingen- Alzey: Wahlberechtigte 25 747, ab( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Nabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettveibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Berlagsdruckerei. Telephon: Nr. 362. 24. Jahrg. Deutschtum haben sie sich bis heute bewahrt. Lehrer serin Katharina 2. an der Wolga angesiedelt. Ihr Theophil Kromm in Jagodnaja- Poljana hat sich mit der Bitte um Hilfe an die Bürgermeisterei Schottens gewandt. o Schotten. Die Wanderhaushaltungsschule des Kreises Schotten beginnt am 1. Februar in Wetterfeld einen Unterrichtskursus für Frauen und Mädchen. Es nehmen daran auch Personen aus Lauter und Münster teil. gegebene Stimmen 24010, davon erhielten Korell Baugesellschaft in Offenbach entwickelt sich derart günstig, 12 010, Dr. Becker 12 000. Kreis Gießen Grünberg- Nidda. ( Hierzu die Tabelle im 2. Blatt.) Das Ergebnis der Stichwahl im Wahlkreise Gießen Grünberg- Nidda hat sich so gestaltet, wie es anders kaum zu erwarten war. Die rund 4000 Stimmen, die der Sozialdemokrat zum allergrößten Teil wohl von liberaler Seite in der Stichwahl mehr erhielt, hätten wohl ausgereicht, ihn durchzubringen, wenn nicht ein anderer Teil der Liberalen, den man wohl mit rund 2500 Stimmen in Anrechnung bringen kann, dem Gegenkandidaten zu Hilfe gekommen wäre. So konnte Dr. Werner mit rund 1200 Stimmen Ueberschuß gegen rund 1900 in der Hauptwahl, über Beckmann triumphieren und sein Mandat behaupten. In der Stichwahl 1911 hatte Dr. Werner nur rund 1000 Stimmen mehr gehabt. Der Zuwachs gegen die Stichwahl 1911 betrug bei Dr. Werner 450, bei Beckmann dagegen nur 275 Stimmen. Für diesen wurden 3937 Stimmen mehr abgegeben als am 12. Januar, jenen 3245 Stimmen. Die Gesamt stimmenzahi überstieg um 214 die der Hauptwahl. Mit dem Ergebnis der Hauptwahl sind bis jetzt gewählt: 12 Reichspartei, 41 Konservative, 3 Reformpartei, 10 Wirtsch. Vereinigung, 3 bayrische Bauernbund, 91 Zentrum, 16 Polen, 41 Nationalliberale, 1 deutscher Bauernbund, 1 Däne, 34 fortschrittliche Volkspartei, 98 Sozialdemokraten, 5 Elsässer, 2 Littauer, 4 Welfen, 2 Wilde. Es finden am Donnerstag noch 33 Stichwa h= I en statt. An diesen sind beteiligt die Konservativen in 10, die Reichspartei in 5, die Nationalliberalen in 8, die Fortschrittliche Volksparte in 10, das Zentrum in 7, die Polen in 4, die Sozialdemokraten in 19, die Wilden in 1 Wahlkreis. Aus Stadt und Land. Gießen, den 24. Januar 1912. n Gießen. Die philosophische Fakultät der Universität Gießen hat den Geh. Kommerzienrat Wilhelm Gail wegen seiner Verdienste um wissenschaftliche Unternehmungen und um die Schaffung wissentschaftlicher Sammlungen ehrenhalber zum Doktor der Philosophie ernannt. n Gießen. Als Festvorstellung zu Kaisers Geburtstag im Stadttheater wurde Paul Heyses„ Col= berg" gewählt. n Gießen. In ihrer letzten Sitzung faßte die nationalliberale Partei Hessens den einstimmigen Beschluß, bei der Regierung den nachstehenden Antrag einzubringen:„ Die Regierung wird ersucht, diesem Landtag eine Denkschrift über die Uebernahme der Volksschule auf den Staat in sachlicher und persönlicher Hinsicht vorzulegen, dabei Auskunft zu geben, wie sich die historische Entwickelung in unserem Lande und in den übrigen Staaten Deutschlands volldie 30gen hat, sowie welche finanziellen Wirkungen Uebernahme dieser Kosten für den Staat und die Gemeinde haben würde." Nach früheren Ermittelungen belaufen sich die von den Gemeinden aufzubringenden gesamten Volksschullasten( einschließlich der Kosten für die Unterhaltung der Gebäude) in der Provinz Rhein hessen auf 1 698 540 Mark, in Starkenburg auf 2 615 469 Mark, in Oberhessen auf 1 055 755 Mart, insgesamt auf 5 369 764 Mark. Dazu kommen noch die persön lichen Lasten mit 4 397 798 Mark für das ganze Großherzogtum. o Schotten. Bürgermeister Kromm erläßt einen Aufruf an die Bewohner Schottens und der Umgegend zur Unterstützung der Land's leute an der Wolga im russischen Gouvernement Saratow, welche durch die Mißernte des Sommers in bittere Hungersnot und großes Elend geraten sind. Die Leute sind zur Zeit der Schrecken des siebenjährigen Krieges aus Schotten ausgewandert und haben sich auf Einladung der Kais Offenbach a. M. Die Kolonie der Eigenheimdaß schon jetzt an eine Erweiterung gedacht werden muß, so soll mit dem Bau weiterer 30 Einfamilienhäuser in der neuen Kolonie begonnen werden. s Offenbach. Der frühere Oberbürgermeister Brink, der 24 Jahre lang, von 1882 bis 1907, an der Spitze der städtischen Verwaltung stand, ist im Alter von nahezu 64 Jahren in der Nacht zum Montag ge= storben. Er war noch bei der letzten Reichstagswahl als Kandidat der Liberalen aufgestellt, unterlag aber den Sozialdemokraten. s Darmstadt. Der Vorstand des Hess. LandesLehrer- Vereins hat eine Eingabe an die Zweite Kammer der Landstände gerichtet mit dem Ersuchen, einen Beschluß herbeizuführen, durch den die Regierung veranlaßt wird, die angekündigte Gehaltsvorlage für die Beamten und Lehrer der Kammer so zeitig zu unter= breiten, daß eine Gehaltsregelung bestimmt am 1. April 1912 in Kraft treten kann. Als Forderung der Lehrerschaft wird auch in dieser Eingabe wiederum Gleichstellung mit den mittleren Finanzbeamten verlangt. ! Bensheim a. d. B. Die hier stattgehabten Holzversteigerungen erzielten nur Preise, die unter dem Tarif blieben und wurden daher nicht genehmigt. ! Mainz. Der 35jährige Hausdiener Karl Heck, der schon 71 mal, darunter 49 mal wegen Bettelns, vorbestraft ist, wurde vom Schöffengericht zum 50. male wegen Bettelns verurteilt, und zwar zu einer Haftstrafe von 3 Wochen. r Wetzlar. Aus Anlaß des Ordensfestes erhielten hier Gymnasiallehrer Eloos den Kronenorden 4. Klasse; Lehrer Lochau- Gleiberg den Adler der Inhaber des Hohenzollernschen Hausordens; Förster Grammes in Erda das Kreuz zum Allgemeinen Ehrenzeichen und Gerichtskanzlist Jakob Brandstetter hier das Allgemeine Ehrenzeichen. ):( Frankfurt a. M. Das Frankfurter Komödienhaus stellte seine Vorstellungen ein. Direktor FischerPeschlow ist von Frankfurt angeblich mit Hinterlassung bedeutender Verpflichtungen abgereist. V ):( Marburg. Die Stadtverordneten bewilligten zum Städtebund TheaterMarburg- GießenNauheim außer dem seitherigen Zuschuß von jährlich 1500 Mark noch weitere 1000 Mart. s Höchst a. M. Auf Anordnung des Landrats= amtes sind in allen Orten des Kreises Schulsparkassen eingerichtet worden, die bereits sehr rege benutzt werden. ):( Wiesbaden. Die Stadtverwaltung hat die Errichtung eines Krematoriums beschlossen, das 40 000 Mark tosten soll. ):( Limburg. Im Auftrage des Landrats Büchting wurden zur Pflege der Heimatkunde verschiedene Serien von Ansichten aus dem Westerwalde angefertigt. Die Regierung in Wiesbaden will gleichfalls Mittel bewilligen zur Anschaffung dieser Karten für die Schulen zwecks Förderung des Unterrichts in der Heimatkunde. ):( Weilburg. Das im Oberlahnkreis gelegene Dorf Altenkirchen feiert im Laufe des Sommers sein 1000jähriges Bestehen. ):( Bad Homburg. Zum ersten Kurdirektor von Bad Homburg ist nunmehr Graf Eberhard Zeppelin, der bisher die Stelle eines zweiten Kurdirektors inne hatte, für die Dauer von 3 Jahren gewählt worden. Erster Kurdirektor Frhr. v. Malzahn tritt am 1. sich April d. Js. von seinem Posten zurück. der ):( Kassel. Zwei Handwerksburschen, die auf der Walze befanden, wurden in einem Graben, von Schnee bedeckt, erfroren aufgefunden, neben ihnen Hund, den sie aus der letzten Herberge mitgenommen hatten. ):( Mannheim. Im Jahre 1908 erfolgte auf dem Friedhofe dahier ein Diebstahl zweier wertvoller Urnen, die den Eingang zu dem Kolumbarium der Familie Giulini zierten; jede der Urnen hatte einen Wert von zirka 800 Mark. Jetzt, nach drei Jahren, ist es der Polizei gelungen, die Diebe dingfest zu machen. Als Täter wurden drei Personen namens Franz Funk, Karl Roßbach und Valentin Orth verhaftet. Als Hehler kommt der Althändler Valentin Eckert in Betracht, der ebenfalls verhaftet wurde. Der zweite Stichwahltag. A Montag fiel in weiteren 79 Stichwahlkreisen bie Entscheidung. Bis auf den Rest von 34 noch austehenden Stichwahlen sind nunmehr die Abgeordneten fitr den neuen Reichstag gewählt. Mit dem dritten und letten Stichwahltag am nächsten Donnerstag finden dte Reichstagsneuwahlen ihren Abschluß. Mit den am Montag vollzogenen Stichwahlen sind bis jetzt 364 Reichstagsabgeordnete endgültig gewählt. Davon entfallen auf: Deutschkonservative 41, Reichspartet 12, Wirtschaftliche Vereinigung 10, Deutsche Reformpartel 3, Wildkonservative 2, Polen 16, Zentrum 91, Welfen 5, Bayerischer Bauernbund 3, Nationalliberale 37, Bauernbund 1, Bayerisch- Liberale 1, Fortschrittliche Volkspartei 35, Sozialdemokraten 99, Elsässer 5, Lothringer 2, Dänen 1. Gewinn und Verlust. Die Konservativen gewinnen 6, verlteren 18; Reichspartei gewinnt 3, verltert 14; wirtschaftl. Veretnigung gewinnt 3, verliert 10; Bayer. Bauernbund geminnt 3; 3entrum gewinnt 5, verliert 14; Bolen ver Hieren 1; Nationalliberale gewinnen 19, verlieren 29; Fortschrittler gewinnen 13, verlieren 18; Sozialdemo fraten gewinnen 59, verlieren 9; Welfen gewinnen 5, verlieren 1; Elsässer gewinnen 2, verlieren 2; Lothringer verlieren 1; Wilde gewinnen 2, verlieren 5. Die einzelnen Ergebnisse. Provinz Ostpreußen. Memel- Heydekrug: Schwabach( ntl.) Provinz Westpreußent. Stadt Danzia: Weinhausen( Volksp.) Landkreis Danzig: Dörtsen( Rpt.) Brandenz: Sieg( nil) Schlochan: v. Kntage( konf.) Provinz Brandenburg. Berlin Mitte: Kaempf( Volksp.) Oberbarnim: Hubrich( fortschr. Volksp.) Arnswalde- Friedeberg: Bruhn( D. Rfpt.) Cottbus- Spremberg: Giebel( Soz.) Provinz Pommern. Rügen: Heim( fortschr. Volksp.) Greifswald- Grimm: Gotheln( fortschr. Volksp.) Provinz Bosen. Franstadt- Lissa: Graf von Opperdorf( 3.) Czarnikan- Colmar t. Br. Ritter( fonf.) Provinz Schlesien. Stadt Breslau Ost: Bauer( Soz.) Krenzburg- Rosenberg: Mener( fons.) Groß- Strelit- kofel: Glewatzki( 3.) Lublinik- Gleiwig: Warle( 8.) Beuthen- Tarnowik: Dombstt( Bole) Kattowitz: Sefinskt( Pole) Görlitz- Lauban: Taubadel( Soz.). Provinz Sachsen. Osterburg- Stendal: Hoesch( fons.) Jerichow 1 u. 2: Haupt( Soz.) Nenhaldensleben: Schiffer( ntl.) Dichersleben- Halberstadt: Brandes( Soz.) Bitterfeld- Deligfch: Raute( Soz.) Mühlhausen- Langenfaiza: Arnstadt( konf.) Provinz Schleswig- Holstein. Tondern- Husum: Blunt( fortschr. Boltsp.) Ditmarschen- Steinburg: Hoff( Volksp.) Provinz Hannover. Nienburg- Stolzenan- Fallingbostel: v. Schele( Welfe). Sildesheim- Alfeld- Gronau: Rauch( Soz.). Dfterode- Northeim- Einbed- 1slar: Deichmann( Soz.) Göttingen- Münden- Duderstadt: Ickler( natltb.). Goslar- Zellerfeld: Götting( natlib.). Celle- Burghofen- Beine- Gifhorn: Meyer( natlib.). Melzen- Lithow: v. Meding( Welfe). Lüneburg- Winsen: v Wangenheim( Welfe). Provinz Westfalen. Hagen- Schwelm: König( So.) Provinz Hessen- Naffatt. Höchst- Homburg vor der Höhe: Brühne( Soz.) Frankfurt- Main: Quarc( Soz.) mit 4000 Stimmen Mehrheit gewählt. Rheinprovinz. Köln- Stadt: Hofrichter( Soz.) Königreich Bayern. München I: Kerschensteiner( Lib.) Straubing: Laur( bayer. Bauernb.) Kaiserslautern: Hoffmann( Soz.) Batrenth: Hugel( Soz.) Ansbach- Schwabach: Hierl( Soz.) Rothenburg o. T.: Kerschbaum( Bauernb.) Königreich Sachsen. Planen: Jaeckel( Soz.) Königreich Württemberg. Seilbronn: Feuerstein( S08.) Böblingen- Leonberg: Keinath( natl.) Eklingen- Kirchheim: List( ntl.) Tübingen: v. Bayer( fortschr. Volksp.) Calm: Schweichhardt( fortschr. Bolfsp.) Freudenstadt- Oberndorf: Liesching( Volksp.) Balingen- Rottwell: Haußmann( fortschr. Volksp.) Die Herren von Dieskaut. 13) Original- Roman von Franz Treller. ( Nachdruck verboten.) Auch Haralds üble Laune blieb ihm nicht verborgen, während der alte Herr sich bet Ttsch mit großer Etebenswürdigkeit gab. Baron Safal, der die Entschuldigung, daß die junge Dame sich nicht ganz wohl fühle, mit stoischer Gelassenheit hingenommen hatte, ob= gleich ihm das Ausbleiben im Zusammenhang mit Haralds Verstimmung, für seine Bewerbung nicht als günstiges Prognostikon erscheinen konnte, bemühte sich, sein unbehagen zu unterdrücken, wenn auch das häufige Bufammenziehen der schmalen Lippen, denen, die ihn kannten, verriet, daß er sehr mißgestimmt war. Den übrigen zur Zett auf Dieskau anwesenden Gästen, die lediglich ein Interesse für kulinarische Ge nüsse des Frühstückstisches hatten, entging die Verstimmung um sie her. So verltef das Frühstück zwar mit einigem Zwang, aber doch erträglich. Als gegen das Ende Haralds Rettknecht mit sichtItch verstörtem Wesen eintrat, erhob sich der Sohn des Hauses rasch, ging ihm entgegen und folgte thm auf bessen verständnisvollen Wint. " Ste tit fort, gnädiger Herr." " Wer?" " Das Fräulein." Barald starrte thn an wie ein wildes Tter. Nun berichtete der Nettknecht der Damen Flucht, wie er eingeschlossen und schließlich nur mit Mühe befreit worden set. Da Harald annehmen mußte, daß die Damen nach ber Straße zu gegangen feten, war sein erster Gedanke, Göppingen: Gunßer( fortschr. Volksp.) Backnang- Hall: Vogt( W. Vgg.) Ulm: Hähnle( fortschr. Volksp.) Großherzogtum Hessen. Gießen: Dr. Werner( W. Wgg.) Friedberg- Büdingen: Strack( ntl.) Lauterbach- Alsfeld: Heck( ntl.) Darmstadt: Dr. Quessel( Soz.) Erbach Bensheim: Hasenzahl( Soz.) Worms: Henl zu Herrnsheim( ntl.) Bingen- Alzey: Korell( fortschr. Volksp.) Kleinere Staaten. Weimar- Avolda: Bauders( Soz.) Eisenach: Marquart( ntl.) Jena- Nenstadt: Leutert( Soz.) Oldenburg- Birkenfeld: Ahlhorn( fortschr. Volksp.) Varel- Jever: Träger( fortschr. Volksp.) Sachsen- Altenburg: Käppler( Soz.) Deffan- Zerbst: Heine( Soz.) Bernburg- Ballenstedt: Bender( Soz.) Schwarzburg- Sondershausen: Bärwinter( ntl.) Waldeck- Byrmont: Vietmeyer( W, Vgg.) Schaumburg- Lippe: Krömer( Volksp.) Elsaß- Lothringen. Kolmar: Petrotes( Soz.) Landkreis Straßbura( Elfaß): Fuchs( Soz.) Babern: Röse( fortschr. Volksp.) Nolchen: Diedenhofen: Windeck( Lothr.) Mez: Dr. Weill( Soz.) Bon bekannten Parlamentariern sind unterlegen: Trimborn( Zentrum) in Cöln und Rösicke( konf.) in Katserslautern. Von Nationallibe= ralen wurden gewählt bezw. wiedergewählt: Keinath, Ickler, Bärwinkel, Göttina, Marquart, Schiffer, Heck, List. Mener, Schwabach, Stea. Nicht gewählt wurden: Dammann, Dr. Arning, Machens, Rimpau, Baumecker, Dr. Osann. Winsauer, Fuhrmann. Von der Fortschrittlichen Voltsvartet sind wiedergewählt: Träger, Gothein, Kaempf, Hausmann und von Bayer. Berlin am Stichwahltage. Berlin, 23. Januar. Im Zusammenhang mit den gestrigen Stichwahlen im ersten Berliner Wahlfrets ging es in der Friedrichstraße und Unter den Linden am Abend noch lebhafter zu als sonst. Nachdem die Schismannschaft in den ersten Abendstunden sich zurückgehalten hatte, änderte sich das Bild gegen 11 ühr. Unter dem Kommando von Polizeioffizieren erschienen etwa 30 Schußleute. Die Linden wurden zwar nicht direkt abgesperrt, es wurde aber Vorsorge getrof= fen, daß cine sofortige Absperrung durch eine geschloffene Schutzmannsfette bewirkt werden konnte, wenn ein großer geschlossener Trupp in Sicht kam. Rundschau oom Cage. Politisches Die Einberufung des Reichstags. Durch kaiserItche Kabinettsorder von 22. Januar ist der Reichstag auf den 7. Februar einberufen worden. Eine ansehnliche Einnahme erhält das Reich aus der Reichsstempelabgabe für Lose der preußischen Staatslotterie. Diese Stempelabgabe beziffert sich auf 23 840 000 art. Handelsminister Sydow über die deutsche In: dustrie. Bei dem gestrigen Stiftungsfest des Berliner Vereins zur Förderung des Gewerbefleißes hielt Handelsminister Sndow eine längere Rede, in der er die Entwicklung der deutschen Industrie, des Handels und Gewerbes während des letzten Jahres besprach und eine aufsteigende Konjunktur feststellte, aber vor übertriebenen Hoffnungen auf eine etwa bevorstehende Hochfonjunktur warnte. Der Redner wtes ferner auf die Anzeichen einer andauernden Spannung des Geldmarktes hin und legte die voraussichtlichen Schwierigkeiten dar, die der bevorstehenden Verlängerung der großen Berbände sich entoegenstellen könnten. Die deutsche Landwirtschaftswoche wird gleichzeitig mit dem neuen deutschen Reichstag anfangs Februar d. J. in der Reichshauptstadt eröffnet, zit der sich nach Behntausenden die deutschen Landwirte aus allen Tetlen des Retches einfinden, um in den Generalversammlungen der verschiedenen landwirtschaftlichen Organtfattonen Deutschlands Verhandlungen agrar- politischer, wirtschaftlicher und sozialer Art zu pflegen. Von Jahr zu Jahr haben diese Rusammenfünfte der Vertreter der deutschen Landwirtschaft in Berlin an Umfang und Bedeutung zugenommen, so daß die sogenannte„ Landwirtschaftliche Woche" längst aus ihrem ursprünglichen Rahmen herausgetreten ist, da die mancherlet Lagungen iett fast volle vier Wochen in Anspruch nehmen. Die Arbeiten der Grenzfommission und der Reichstag. Wie der Inf." mitgeteilt wird, werden die Ergebnisse der Grenzfommission, welche demnächst zur Festsetzung der Grenzen in Neu- Kamerun ihre Arbetten aufnehmen werden, dem Reichstage zur Entscheldung nicht vorgelegt werden. Es hatte sich fälschlichersich auf den Gaul zu schwingen und ihnen nachzureiten, um Hilda zurückzubringen. Aber die Tätigkeit des alten entschlossenen Klaus bet d' Flucht und die Furcht, den häuslichen 3wtst in di effentlichkeit zu tragen, was bet der Widerstandskraft Hildas und der allgemeinen Verehrung und Liebe, der sie sich erfreute, nicht ohne Gefahr war, zwang thn, seine Wut in sich hinein zu bannen. Auch war es wohl schon zu spät, die Damen noch einzuholen. Daß die Verbindung mit Safal fortan unmöglich und damit die Hoffnung auf fetne 500 000 Mart, das heißt auf Rettung aus trostloser Lage für immer vernichtet war, unterlag keinem Zweifel. Trotz setner an Verzweiflung grenzenden Stimmung gelang es ihm, sich zu meistern und in erträglicher Laune zu den jetzt auf der Veranda befindlichen Herren zu treten. ,, Unangenehme Geschichte, mein Falbe lahmt, sehr unangenehm für unsere Fuchshehe!" In diesem Augenblick fuhr ein Wagen, der einige Jagdgäste von der Eisenbahn brachte, vor. Mit aller Höflichkeit des Kavalters der alten Schule begrüßte sie der Freiherr. Als einer von den Ankommenden sagte:„ Habe das Glück gehabt, Herr Baron, das gnädige Fräulein auf der Station begrüßen zu können," brachte diese harmlose Aeußerung auf einige der Anwesenden eine ganz merkwürdige Wirkung hervor. Harald zeigte eine Miene, die dem Verkünder der Neuigkeit verderbenbringend gewesen sein würde, wenn Blicke hätten töten können. Mit hilfloser Ueberraschung schaute der Freiherr nach Harald hinüber, der ihm verständnisvoll zunickte; in Satals Gesicht zeigte sich ein schwer definierbarer Bug, er erinnerte an die Physiognomie des Fuchses, dem etne sicher geglaubte Beute entschlüpft ist. Doch der alte Herr war ein zu geschulter Weltmann, weise die Auffassung festgesetzt, daß nach dem neuen Ge sez über den Erwerb von Kolonten auch die Arbeiten der Grenzkommission in Neu- Kamerun der Beschlußfassung des Reichstages unterliegen. Bet diesen Arbei ten handelt es sich aber nur um Grenzberichtigungen, welche nicht unter die nenen Gesebesbestimmungen fallen. Im übrigen fann bestätigt werden, daß tatsächlich die Grenzen am Kongo und Obangi- 8ipfel von der ursprünglich gedachten Form wahrscheinlich etwas abwetchend gestaltet werden, um die Grenzen für beide Län der, sowohl für Deutschland als auch für Frankreich dadurch vorteilhafter zu gestalten. Die türkische Regierung hat bei den Großmächten gegen die Festnahme des Personals vom Roten Halbmond auf dem Dampfer Manuba" und die Beschlagnahme der für den Roten Halbmond bestimmten Gelder durch die Italtener bei den Großmächten Protest eingelegt. Ueber die Lage in China melden heute Londoner Blätter: Die republikanische Regierung hat dreizehn Dampfer geschartert, um den Hauptteil der Erpeditionstolonne nach dem Hafen von Schantung zu schaf fen. Die Vorhut der Kolonne ist beretts in Tschifu angelangt. Es stehen neue ernste Verwicklungen bevor. Kleine Dachrichten. Die Königin Elena von Italien hat sich, einer Einladung der kaiserlichen Familie folgend, bereit erklärt, Batin des jüngster Sohnes des Kronprinzen zu werden. Stenererhöhung in Berlin. In einer Konferenz der Kämmerer, der Oberbürgermeister und zahlreicher Stadtverordneter der Städte von Groß- Berlin wurde beschlossen, den Stadtverordneten zu empfehlen, vom 1. April 1912 ab 110 Prozent als Zuschlag zur Staatsein kommensteuer zu erheben. Bu Wahlaussbreitungen fam es in Völklingen bet Saarbrücken anläßlich der Wahl Bassermanns. Die Menge warf nach einem Faceizug mit Steinen. Ein Gendarmeriewachtmeister wurde am Kopfe verletzt. Etwa zehn Personen wurden verhaftet. Der infolge des Tanwetters eingetretene schwere Eisgang hat auf der Elbe Gefahren für die Schiffahrt mit sich gebracht. Die Schiffahrt ist ganz lahmgelegt. Gefährliches Spielzeug. In Macfith bei Wittenberg spielten met Knaben mit einem Tesching. Dabet erschos der zwölfjährige Schulfnabe Graebe setñen drettährigen Better. - Der verkannte„ Kubbandet. Der Dortmunder Stadtverwaltung ging von holländischen Viehhändlern folgende Anfrage zu man böre immerfort von einem großen Kuhhandel in Deutschland. speated in Westfalen. Man möge ihnen doch die betreffenden Markttage angeben und womöglich auch mittetlen, wieviel Stitch ste zutreiben dürften. So berichten wenigstens mehrere westfälische Blätter. Das Schwert Suleimans des Großen nettohlen? In Konstantinopel erhält ftch bartnäckig das Gericht, daß aus der Schattammer des Sultans das Schwert Suletmans des Großer gestohlen und für zmet Millionen Francs nach dem Mn lande verkauft worden ist. Das Schwert ist etre fosthare Arbeit des 16. Jahrhunderts. nauf und Schelde sind mit zahllosen Diamanten überfät. Für 40 000 Mark Theaterbeforationen vernichtet. Infolge eines Wasserrohrbruches find bet der Berliner Theaterausstattungsfirma 9rch& Klothom für 40 000 Mark Dekorationen nernichtet worden, darunter folche, die gerade vor der Ablieferung standen. Im Aeronlan zur Wahl. Der Grade- Bilot Heinz falterbaum führte von den Grademerken in Bork bet Berlin aus einen Ueberlandflug aus. flog von Bork nach Bruck landete in Bruck auf den Biefen umb benab fich zur Wahl. Machdem er feiner Wahlpflicht genligt hatte. fing der Bilot wieder zurück nach dem Flugfelde bet Rorf, mo er glatt landete. Rmei Kinder verbrannt. Ara in nonfen( Bofen) eine Maurersehefrnt vom Markte heimkehrte, fand fie das eintährige Tächterchen als verkohlte Reiche und deren zwettährine Schmefter mit schweren Brandmunden bedeckt vor. Die Kleider der Kinder waren durch Kohlen, die aus dem Ofen gefallen waren, in Brand geraten. Gin Grokfeuer äfcherte gestern obend die Fabrif fir Fahrradteile von Hermann rohöfe& Co. in Bielefeld ein. Dos aanze umfangreiche Fabriknebäude ift bis auf einen Tell des effelhauses niedergebrannt. Der Schaden beträgt angeblich eine hohe Million. Todesfaz elnes Partfornischen liegers. Nach einer Drahtmeldung aus Los Angeles ist bei dem gestrigen internationalen Wettffienen ein reicher Amae teurfftener aus fünfzig Meter Höhe abgestürzt und sofort getötet worden. Gin neuer franzöfifcher Almarekord. Leutnant Prevost floa am Montag auf dem lunfelde in Reims mit zwet Baffagieren an Bord 2100 Meter hoch und schlug damit alle bisherigen Leistungen auf diesem Gebiete. - als daß er selbst in diesem Augenblick der unangenehmsten Ueberraschung seine äußere Fassung verloren hätte. Ihm waren die Folgen der Flucht Hildas nicht minder flar wie Harald. aber er gemann seine Haftuna sofort wieder und artta fagte er: Hm, fa, fleiner Ausflug - aber blite sofort zum Lunch! Die Herren," wandte er sich zu den anderen, werden bet der Flasche noch ein wentg aushalten." und damtt nöttgte er seine eben angekommenen Gäste in das Frühstückszimmer. Alle, die sich vom Tisch erhoben hatten, folgten willig, bis auf Sakal und Herald. - Herald wußte, was kommen würde. Das Gesicht Satals, obgleich er Ruhe zeigte, hatte eine etwas gelbliche Färbung angenommen und sein Auge einen keineswegs freundlichen Eindruck, als er sich jetzt, die Afche von seiner Bigarre abstäubend, zu seinem Gastgeber wandte: - „ Das gnädige Fräulein ist also abgereist?" Höre ich eben auch! Ein verrücktes, verzogens Kind, mädchenhafte Scheu, nichts weiter! Außerdem wellt ste um diese Zeit allerdings stets in der Stadt." Sakal sab alle seine Hoffnung auf Hildas Hand schwinden, denn er war flug genug, fich zu sagen, daß nur der Widerwille gegen eine Berbindung mit ihm das Mädchen fortgetrieben habe. Daß dies gegen den Willen von Vater und Bruder geschehen war, bezwetfelte er nicht, er fühlte nur, wie ein brennendes Gemisch von Demütigung, Eifersucht und Wut seine Seele petnigte. So letdenschaftlich der Mann mit dem ausgeprägten Erwerbssinn für Hilda eingenommen war, so glücklich er sich gefühlt haben würde, sie zur Frau zu erhalten, so war er doch ein durch das Leben so abgehärteter und abgebrütteter Geselle, und nahm deshalb den Fehlschlag mit äußerer Gelassenheit hin. Er wußte sich zu bes Herrschen. 363 10 al tn etn her Lel au Di fib int ne de Na ein in fen gen bar Sta Ri lich ma Schu nab nid tief flä fol aud er fant und nof fich neh fon fen die na Er ter na ma die me m ne die fter bte ar fit fte δα de ri 2 6 10 Ia 01 et Io f f It h a ft re bä let fet mu ter felt ein raf BO Mo Ba Hät REG fpe auf rate Ian fein fole Inte m neuen Ge die Arbeiten er Beschluß Stefen Arbel richtigungen, mungen fal aß tatsächlich von der urs twas abwet t beide Län Frankreich Großmäch vom Roten und die Be bestimmten Tächten ProSeute Londo ng bat dreiil der Erpeung zu schaf Tschifu an ngen bevor. , einer Ein erett erflärt, zu werden. Konferenz d zahlreicher Berlin wurde hlen, vom 1. r Staatsein ölflingen bet manns. Die Eteinen. Ein pfe verletzt. tene schwere te Schiffahrt abmgelegt. Wittenberg Dabet erschoß dretfährigen Dortmunder Biehhändlern ct von einem in Westfalen. Markttage anotel Stitc fie tens mehrere ettohlen? In Bericht, daß hwert Sulet et Millionen den ist. Das Sahrhunderts. nanten übers en vernichtet der Berliner v für 40 000 unter foldje, -Bilot Heinz in Bork bet og von Bort en und beaab flicht genliat em Flugfelde afen( Bofen) hrte, fand fie Peiche und de Brandmunden n durch Kob n Brand ge end die Fab fe& Co. In Fabriknebäude edernebrannt. Minton. Tieners. Nach ist bei dem reicher Anta Hirzt und ford. Leutnant de in Reims ter hoch und tf diesem GeunangenehmJerloren hätte. nicht minder Daltuna infort einer Ausflug rren," wandte lasche noch ein Teine eben anmer. Alle, die villig, bis auf e zeigte, hatte men und sein nbrud, als er abſtäubend, za reift?" 6, verzogens er! Außerdem der Stadt." Sulbas Hand zu sagen, daß Sung mit ihm tes gegen den war, bezwetcendes Gemif ine Beele pet ausgeprägten ar, fo glidlig u zu erhalten, gehärteter und ben geblichlag e fich an be Ein Wohnhaus unter Schneemafien begraben. Un, ter dem Druck des gefallenen Schnees stürzte in Stam bul ein Wohnhaus etn. Sechs Personen wurden unter ben Trümmern begraben. Eine 82jährige Gattenmörderin. In Kyschnitz ( Böhmen) legte die 82jährige Marie Borik das Geständnis ab, daß fie ihren 85fährigen Gatten erschlagen habe, well er fie betteln schickte. Die Leiche wies nicht weniger als 88 Verlegungen auf. Die gretje Gattenmörderin wurde in Haft genommen. Raubword aus Hunger, Im Dorfe Tartutiostoje In Rußland drang ein Kosat in das Haus eines Bauern ein und ermordete seine ganze aus 5 Personen beste= hende Familie, um sich aus Hunger in den Besitz von Lebensmitteln zu sehen. Die Bäuerin, die noch lebend aufgefunden wurde, gab den Kosaken als Mörder an. Dieser wurde verhaftet, und er gestand, den Mord verübt zu haben, weil ihn de. Hunger gequält habe. Ein Schweres Eisenbahnunolite hat sich am Montag im amerikanischen Staate Jinois ereignet. Ein Schnellzug stieß in voller Fahrt von hinten auf einen Personenzua. der angehalten hatte, um Wasser einzunehmen. Fünf Berfonen wurden getötet, zwanzig andere Reisende verletzt. Im Eilenbabnebteil beraubt wurde in letter Nacht auf der Berliner Stadtbahn ein Fahrgast, der eingeschlafen war. Den Dieben fielen über 600 Mart in die Hände. Aus den Gerichts älen. Giner der interessantesten Mordorozeffe, die wohl Jemals vor einem deutschen Gerichtshofe zur Verhandlung famen. hat am Montag vor dem Berliner Schwurs gericht seinen Anfang genommen. Auf der Anklagebank sitzt die Ehefrait des Sefretärs im Kaiserlichen Statistischen Amt Helene Behm aeb. Domscheit aus Nixdorf und der Brunnenbauer Kolbe als ihr anaeblicher Liebhaber. Kolbe wird der Ermordung des Ghemannes Behm, Frau Behm der Bethilfe dazu bes schuldigt. Die Letche des Ermordeten soll man in das nabellegende Moor geschafft haben; fte fonnte bis jetzt nicht gefunden werden. Erfahrungsgemäß sendet der ttefe Moraft feine Opfer erst nach Jahren an die Ober= fläche. Die Bernehmung des Angeklagten Kolbe ergab folgendes: Er ist verschiedentlich vorbestraft, darunter auch mit Buchthaus weoen Wilddieberet. Früher war er Handelsmann, feit 1903 ist er Brunnenbauer. Anfangs Dezember 1909 30g er zu den Eheleuten Behm, und zwar auf Veranlassung des Ehemannes, der ihm nahelegte. bet thm Wohnung zu nehmen, wogegen er fich verpflichtete, Meparaturarbeiten im Hause vorzunehmen. An dem Tage, an welchem der Ehemann ver= schwand, set er nachmittags auf seiner Barzelle geme= fen. Als er am späten Abend nach Hause fam. fam ihm die Frau entgegen und erzählte ihm, daß ihr Mann nach ihr geschoffen habe und dann verschwunden set. Er ſet dann auf Veranlaffuna der Frau mit einer Petter in das obere Stockmert eingestiegen und habe unten nachgesehen, ob der Mann noch da fet, habe aber niemanden gefunden. Auf Veranlassung der Frau set er die ganze Nacht über unten debiteben. Ha fich die Frau fitrchtete. Die Fraut fet ab und zu nach unten gefom men und habe ihm einige Gläfer Groa gekocht. Frith morgens set er weggegangen, um eine Arbett zu übernehmen, fam aber zeitig mieder nach House zurück, da die Arbett erst später anffng. Den beschädigten ensterrahmen habe er zunächst ferbst ausbeffernt mollen, bte Frau habe aber gefagt, es fet befier, menn er ihn zum Glaser trage, da sehe die Arbeit nicht so nach lick= arbett aus. Das habe er dann auch aetan. Der Borsitzende hält ihm vor, daß er beim Bezahlen des ensterrahmens fein Bortemonnate gezeigt habe, das sehr viel Geld enthielt. Der Angeklagte erklärt das damit, daß er kurz vorher sechs Brunnen fertiggestellt und den Erlös dafür in der Tasche getragen habe. Im üb= rigen bestreitet er, mit der Frau verkehrt zu haben. Wir werden das Urteil veröffentlichen. Vermischtes. charb Crane, der stets als ein erbitterter Gegner des amerikanischen Studentenlebens behauptete, daß die Jus gend in den Kollegs zu Ausschweifungen und zur Trunksucht erzogen würde, hat aus seinem Vermögen eine Summe von 5 Millionen zur Unterstützung von Frauen bestimmt, die von ihren Männern verlassen wurden. Das Geld soll dazu dienen, kleine Landhäuser für schuldlos verlassene Frauen zu errichten, die außer= dem nebst ihren Kindern noch mit Geld unterstützt werden sollen. Der neue bayerische Adlerkönig. Der seit kurzer Zeit in Griesen bei Garmisch stationierte banerische Förster Hohenadl hat auf der sogenannten Schell, etnem Gebirgszuge an der Tiroler Landesgrenze bet Plansee, im urwaldähnlichen, weltverlorenen Ammerfeegebirge innerhalb vier Tagen dret mächtige Steinadler erlegt und im ganzen bereits zehn Adler in der furzen Beit seiner Stationierung in Griesen geschossen. Er hat den stetnalten Adlerfäger Dorn von Hindelang am Allgäu als Adlerkönig abgelöst. Großer Tumult in einer katholischen Kathedrale. Aus Sarajewo wird gemeldet: In der katholischen Kathedrale wurde am Sonntag nach dem Vormittagsgottesdienst eine erzbischöfliche Verordnung, die gemäß dem Motu proprio die Zahl der Feiertage herabsent, unter großen Demonstrationen der Gläubigen von der Kanzel verkündet. Als der Pfarrer die Verordnung zu verlesen begann, entstand in der dichtgefüllten Kirche ein ohrenbetäubender Lärm. Die Versuche des Pfarrers, die Leute zu beruhigen, wurde mit Schmähurfen auf die Geistlichkeit erwidert. Der Lärm wurde so groß, daß die Polizet einschreiten und einen Mann, der fich nicht beruhigen wollte, verhaften mußte. SchließItch verließ ein großer Teil der Gläubigent demonstraHiv die Kirche. Eine Eisenbahn übers Meer. Die Eisenbahn an der Ostritste von Florida ist eben vollendet worden. Wie bekannt, soll sie es wurde feit etwa zehn Jahren an ihr gebaut- von Miant über die sogenannten Keys- Inseln, in einer Länge von 250 Kilometern nach Key- Weft führen, von wo es nur noch 170& to= meter bis nach Havanna sind. Von Insel zu Insel find brückenartige Bogen gebaut worden, so daß die Gifenbahn fast buchstäblich über das Meer dahinläuft, dessen Tiefe allerdings außerordentlich gering ift. 2ie clue Ratte eine Televbonleitung legte. Gin schianer, vielgewandter Ingenieur in Chicago, hat füngst eine ganz gewöhnliche Ratte dazu verwendet, an einer schwierigen Stelle eine Telephonleitung legen zu laffen. Es handelte sich um das Ausspannen untertrdischer Telephondrähte in einer Röhre, die zu eng war, als daß ein Arbeiter hätte hindurch friechen fünnen. Das Aufreißen der flasterung wäre aber unverhältnismäßig teuer und zeitraubend gewefen. Der Ingenieur nahm daher eine Natte, band ihr einen Zwirnsfaden um ein Hinterbein, setzte sie in das Ende der Röhre, in der der Draht gefpannt werden sollte, und hette dann ein Frettchen hinter thr her. Natürlich suchte dte Ratte das hell in der Flucht und spannte so zunächst den Zwirnsfaden bis zum anderen Ende der Röhre, mo die beiden Tiere aufgefangen wurden. Nun fonnte mit Hilfe des Zwirnsfadens ein stärkerer Bindfaden durch die Möhre gezogen werden, und nachdem diese verhält= nismäßig feste Verbindung zwischen betben Enden hergestellt war, konnte der Metalldraht hindurch geführt werden. Berbaftung eines Minionenfchwindlers In Falmouth( England) ist gestern ein berühmter Mann verhaftet worden, der Mann, der die Bant von Monte Garlo furenate. Man weiß vorläufig nicht genau, ob er Lucien Rivier oder de Bille heißt und Franzose tst, oder ob er wie er felbft behauptet Engländer ist und Wells heißt. Tedenfalls behauptet die Bariser BoIzot, der Berhaftete fet ein Mann, der unter dem Namen Lucien Ruter vor einigen Jahren in Paris eine Bant eröffnete und den„ Leuten, die nicht alle merden", ein Brozent 3infen pro Taa versprach. Nachdem er auf diese Weise etwa dret Millionen Franken eingehelmit batte, frolog Rivier fetne Bant und ver schwand. Im Avril vergangenen Jahres erschien etn Herr von etwa 70 Jahren, der sich de Ville nannte, in Southampton und erwarb dort eine fleine hübsche Dampflacht. Er bezog dann mit seiner sehr eleganten, wenn auch nicht mehr ganz jungen Gemahlin die sehr prunthaft eingerichteten Rabinen. Seitdem hat das Baar faft ohne Unterbrechung auf der Jacht gelebt und die Bekanntschaft vieler Personen von gesellschaftlicher Bedeutung gemacht, die sie auf ihrer Yacht beDer Kaiser und die Naturschuhfrage. Bet einem Empfange, den die Abtelling des Deutschen Frauenvereins vom Roten Kreuz fitr die Kolonten in dem BaIais des Prinzen Leopold von Bayern in München veranstaltete, hielt der Afrifareifende Prof. Dr. Schillings einen Vortrag über die Naturschutzfrage in unseren KoJonien. Der Redner betonte besonders, daß er vor wenigen Tagen im Anschluß an die Berliner Wildschuß mirteten och forten auch wenn es ste fonferenz mit dem Kaiser über diese Frage sprechen fonnte. Der Kaiser habe ihm ausdrücklich erklärt, er werde dafür sorgen, daß das deutsche Tterleben nach englischem Vorbilde geschützt werden solle. Die Kaiserin habe ihm zu gleicher Reit erklärt, daß sie neue Federhlite nicht mehr faufe, sondern die alten Federhüte nur nach Wunsch thres Gemahls tragen werde. Inter Hinweis auf diese kaiserlicher Aeußerungen richtete der Redner an alle Damen den Appell, in gleicher Weise zu handeln. Millionen für verlassene Frauen. Der vielfache Millionär und große Elsenindustrielle aus Chicago Rt,, Lieber Dieskaut," sagte er halb heiter, halb sarkatu den besten Familien non Falmouth und den LandHäusern an der Site. Mes aina aut. bis eines Tages ein französischer Sherlock Holmes auftauchte und die Focht nicht mehr ans felnen 98lerancen ließ. Auf den erften Blick erfonnte er in Mrs. Wells den Bankier Rivier, morauf diefer nach Falmouth abgeführt wurde. Passende ortle.:„ Das ist das Bild der Dame, die mir au fmeine Annonce deantwortet hat..... Sympathisches Aeußere, intelligent, feingebildet, vornehmer Charakter und etwas Bermögen!" B.:„ Na, da baben Ste ta ales, mas Ihnen fehlt!" ab. Mit ihm schwand die Hoffnung auf die 500 000 Mark dahin. fttich zu Harald,„ ich bin zu alt, um mich noch zum Nar- dabiie Stimmung war nicht weniger als rofig. Man ren halten zu lassen." Aber Safal, ich bitte Sie. Ich versichere Ihnen- " " Was Ste mtr längst hätten sagen sollen " Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort በ 4 " Daß Ste mich nicht ungern als Schwager gesehen hätten- ah- tch zweifle nicht daran! Aber Ihr Fräulein Schwester ist anderer Meinung- und davon hätten Ste mich schon längst in Kenntnis sezen müssen." " Das verwünschte Frauenzimmer," antwortete der zärtliche Bruder. ,, Vorbei! Uebrigens eine Depesche, die ich heute morgen erhielt, zwingt mich zur schleunigen Abreise." „ Sakal SUS, Sodaß ich die Ehre, ferner Gast auf Dieskau zut sein, und damit auch den Freuden der Jagd entsagen muß. Bitte, setzen Sie Ihren verehrungswürdigen Vater vorläufig von dieser mir so schmerzlichen Notwendigfelt in Kenntnis und geben Sie freundlichst Befehl, mir einen Wagen zur Verfügung zu stellen. Ich werde mich rasch zur Retse herrichten und mich dann von Herrn von Dieskau persönlich verabschieden. Unangenehme Notwendigkett, werter Freund!" Damit wandte er sich und ging zu seinem Zimmer, Harald in einer wütenden Stimmung zurücklaffend. Er Hätte gern einen Gegenstand gehabt, an dem er seine But hätte auslassen können. Am liebsten seine widerfpenftige Schwester, die ihn so schnöde um die Hoffnung auf die Zukunft betrogen hatte. Daß tett Dieskau in die Gewalt der Gläubiger ge= raten und die Mitglieder des freiherrlichen Hauses auf lange Jahre hinaus auf eine farge Rente angewiesen sein würden, war ihm nicht mehr zweifelhaft. Am Nachmittage retste Sakal nach höflicher Verabschtedung von dem alten Herrn, der feine Enttäuschung unter den Formen des Weltmannes zu verbergen wußte, stand ja vor dem Ruin. * Vor der Rampe des Schloffes Dieskau fuhr eine Kalefche vor, der ein älterer Herr entstieg. Den ihm entgegentretenden Diener fragte er:„ Ist Herr Baron von Dieskau zu sprechen?" " Ich werde sogleich nachfragen," erwiderte höflich der Angesprochene, der mit dem Instinkt des geschulten Dieners in dem schlichten Fremden sofort den vornehmen Mann erkannte. Wen darf ich melden?" " Der Herr gab ihm eine Karte und gleich darauf stand der Lakat mit derselben vor seinem Herrn, ber fo= eben verjüngt aus den Händen des Kammerdieners her= vorgegangen war. Mr. Warthon, S. Georgia 1. S." las dieser. Hm, ein erotischer Herr, was kann der wollen?" „ Spricht der Herr deutsch?" " Ganz gut, gnädiger Herr." „ Sieht er anständig aus?" " ja." " Run, laffen wir Mr. Warthon einmal kommen. Werden fa fehen." In der Tür erschien gleich darauf Hermann von Dieskau in einer sehr selbstbewußten Haltung und mtt etnem Gesichtsausdruck, der fast etwas Drohendes an fich hatte. Baron Dieskau starrte ihn an. Daß sein Bruder längst gestorben set, baran zweifelte er nicht, wenn auch der Totenschein, der unbedingt notwendig gewesen war, um in den Besitz des Majorats zu gelangen, erkauft war. Der Baron schrack gewaltig zusammen, als er in das stenge, ernite Geficht hea Pramban aras S Safe Eine Schreckensfahrt auf hoher See. Ueber das Schicksal der mit dem vermißten Boot des Lotsschoners- Nr. 4 Croden" am Mittwoch früh um 4 Uhr vertriebenen dret Seeleute, des Lotsen Busse und der Aspirant Cröger und Tapp sind noch folgende Einzelheiten zu berichten: Die drei Geretteten sind am Sonnabend morgen um 8 Uhr 13 Minuten mit dem Geestemünder Zug von Amsterdam wohlbehalten in Cuxhaven eingetroffent. Sie haben dem Lotsentnspektor und Kommandeur Margen über ihre ſeckliche Fahrt im eisigen Oststurm bei grimmiger Käin der vom Sturm gepeitschten Nordsee etwa folgendes berichtet: Nachdem das Boot den Lotsen Frankenberg glücklich an Bord des englischen Dampfers„ Warwic" gebracht hatte, versuchten die Insassen vergeblich, den Lotsenschoner Nr. 4 wieder zu erreichen, was bel dem hohen Seegang eine schwere Arbeit war. Zu allem Unglück schlug eine überkommende schwere See bie Laterne über Bord, und in völliger Dunkelheit waren die Schiffbrüchigen nun der Gewalt des Sturmes preisgegeben. Es würde mit aller Anstrengung gerudert. In dem zä= hen Kampfe gegen Wind und Wogen brachen schließlich die Ruderdollen, und endlich gab auch der Riemen unter den Händen Tapps nach. Auch der Reservertement hielt nicht lange aus, und als auch dieser zerbrochen war, riß die gierige See dem Asptranten Tapp die Müze weg. Auf dem Kopf des Unglücklichen bildete sich nun alsbald eine Eiskappe. Dennoch verlor man den Mut nicht, sondern ruderte unverzagt mit Aufbietung aller Kräfte weiter. Bei Tagesanbruch kamen dte Lotsenschoner Nr. 4 und 1 wohl in Sicht, aber das war nur eine trügerische Hoffnung, denn die Entfernung war viel zu groß, als daß die Schiffbrüchigen hätten bemerkt werden können. Ebenso erging es gegen 8% Uhr mor= gens, als man den Lotsenschoner Nr. 6 und zwischen 10 und 11 Uhr einen einkommenden Grimsby- Dampfer fichtete. Als auch diefer in der Ferne vorüberzog, ohne die Schiffbrüchigen in threr Nußschale bemerkt zu haben, schwand diesen schier die Hoffnung auf Rettung und die Erschöpfung, die Erstarrung in der grimmen Kälte drohte die Schiffbrüchigen zu überwältigen. Bereits lag der Aspirant Tapp gänzlich erschöpft auf dem Boden des Bootes, und es foftete den Kame raden alle Mühe, seine gesunkenen Lebensgetfter wach zuerhalten. Da, endlich in der höchsten Not, nahte die Rettung Gegen 11 1hr, nachdem die Schiffbrüchigen in dieser schrecklichen Lage 7 Stunden umbergetrieben waren, bemerkte der von Rendsburg nach Amsterdam be ftimmte englische Dampfer Coquet" ihre Not und nahm die bereits aänzlich Erstarrten an Bord; man befand sich da auf balbem Wege zwischen Weser- und Nordernen- Feuerschiff. An Bord des Engländers fanden die Schiffbrüchigen sehr freundliche Aufnahme und sorgsame Pflege. Der„ Coquet" dampfte nach Amsterdam und gab dort die Schiffbrüchigen ab. Jm Tripolisfrieg. wird in gewohnter Weise fortgewurstelt. Nach italtentschen Berichten wurde von Tobrut aus eine türkische Karawane beschossen, die die üblichen schweren" Verluste erfitt, und nach türkischen Angaben haben italienische Griegsschiffe etne fleine Ortschaft an der frischen Küste beschossen.- Die Friedensaussichten stehen augenblicklich so schlecht wote nur je. In der Türket denkt man nicht daran, die bekannten italienischen Forderungen auch nur für diskussionsfähig zu halten; der dem Großwesir nahestehende Tanin" knüpft sogar an dte wteder einmal aufgetauchte Meldung von einem gemeinsamen Schritt der Mächte zugunsten einer Friedensvermittlung die Frage, ob Europa einen Serenzzug gegen die Türket vorbereite. Eine gemeinsame Attion fet zwar notwendig, aber sie müsse in Rom einsehen. Den Türken vorschlagen, Tripolis gegen Geld aufzugeben, hieße ihnen einen Fauftschlag versehen. Wenn die Mächte einen solchen Vorschlag machen, würde dies, anstatt den Krieg zu beenden, einen tausendmal schrecklt= cheren Krieg entfachen. Ferner wird nachträglich be= fannt, daß sich mehrere titrkische Senatoren in der ge= Helmen Senatssitung, in der schließlich die Zustimmung atr Kammerauflösung gegeben wurde, erst durch be= stimmte Versicherungen Mahmud Schemfet Bafchas von der Besorgnis befreien Iteßen. daß die Pforte die parla= mentslose Bett benußen wolle, um sich in Friedensver= Handlungen mit Italien einzulassen. Handel und Verkehr. Erhöhung der Rohienpreise. Der Beirat des heintsch- Westfälischen Kohleninnbifats befchloß am Montan cine Preiserhöhung für Kohlen im Rahmen von 25 Pfennigen bis zu einer Mark, mobet zu bemerken ist, daß die Preise für die fleineren Nußförnungen noch etwas darfiber find. Für Hochofenfots, Kohle und Brt= fetts murden die Bretie um eine Mart pro Tonne und für die übrigen Rofsforten ebenfalls um eine Mark pro Tonne erhöht. bltzende blauen Augen sah Einen Augenblick herrschte Schweigen, während betde Männer sich mit den Augen maßen. Dann klang des Fremden metallische Stimme: ,, Du erkennst mich doch, Bodo?" Der Freiherr wurde so bletch wie das Battisttuch, das er in der Hand trug. Nach einiger Zeit erst brachte er mühsam einige Worte hervor, indem sein stierer Blick immer auf den vor ihm Stehenden gerichtet war: „ Ich Ehre?" verstehe nicht was verschafft mir die - ,,, sollte Deine warmherzige brüderliche Bärtlichfeit auch nach Jahren der Trennung nicht den Bruder noch erkennen?" Der Baron zitterte jetzt auffällig und mußte sich auf den Sessel, vor dem er stand, niederlassen. Bon beiden Herren unbemerkt, war unter der PorHere des Einganges zum Nebenzimmer Harald von Dieskau erschienen. Auch sein wülstes Gesicht zeigte bet dem, was er hörte, ein Gemisch von Staunen und Schrecken, und fetne Bestürzung wurde nicht geringer, als er erfannte, welche Wirkung das Erscheinen des geheimnisvollen Fremden und dessen mehr als seltsame Aeußerungen auf seinen Bater hervorbrachten. " Erscheint Dir die Nemesis in Detnes Bruders Gestalt?" Der Baron war durch das unerwartete so gänzlich gelähmt, daß er vergebens zu sprechen versuchte. " Was ist aus meinem Kinde geworden?" Ich verstehe gar nicht," murmelte der zum Tode erschrockene Mann. ( Fortsetzung folgt.) Friedberger Frühjahrs- Pferdemarkt find. Dienstag den 20. u. Mittwoch den 21. Febr. 1912 statt. Dienstag den 20. Februar findet Prämiierung selbstgezüchteter Fohlen statt und werden hierzu von dem Landes- Pferdezuchtverein, dem Landw.- Kammer- Ausschuß, dem PferdemarktKomitee u. der Stadt Friedberg ansehnliche Beträge bewilligt. Zur Benutzung unserer Pferdeställe wolle man sich rechtzeitig an das unterzeichnete Komitee wenden. Futter und Streu wird zu ermäßigten Preisen abgegeben. Am 21. Februar, nachmittags 4 Uhr, Verlosung von 5 schönen Arbeits- Pferden ( auf dem Markte angekauft), sowie von sonstigen Haus- und landw. Gegenständen, im ganzen 200 Gewinne. Lose á 1 M. find zu beziehen durch die Herren J. Hirsch und Wilh. Trapp in Friedberg. Das Pferdemarkt- Komitee. Carnevalfeier Gießen's 1912. Es ist sicher lohnend für Sie. sich d. ausführl. Katalog über gute Legehühner kommen zu laffen. Geflügelh. Westfalen E iserfeld- Sieg Rheumatismusfrante erhalt. geg. 20 Pfg. Briefmart. Aufklärung zur Selbsthilfe. Bri fadr. Postfach 135, Halle a. 6. 203. Achtung! Billiges Fleisch! 10 Pfd. Patet für 6,50 Mt. franto Nachnahme, enthaltend Rind- u. Schweinefleisch ohne Knochen. R. Grübel sen., Cabarz, bei Waltershausen 73. Geshrter Herr Apotheker! A Gott hente 14 nen für AutoRino- Salle, ble en meinen Open, kit& Sabres nele, freffende Blease, aut bemutat Budem nen nomols meinen Jorgen Dant entgegendring, be Judung Wwe. 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