Anleihe DOR Jer per 1. Just ગ , 31,83, 100 u. 339, Jult d. Js. em Bankankf. a/ M. bis 30 , um rf zu Mittwoch Nachts & Co. play. m Gart Lackier. urch sehr en Frau e 215. Bu lang. ende Ziege ein Haufe Alters ger, traße 15. Dunkel ein hnung, eine fortige Ver teg 17. wald, durch Liebiajtraße, Straße, Leihnhalt. Der as zerstreut, Finder wird gute Beer Jet. n. , Jakob Dany& Wilhelm Semmler. wife mik 000 Inne Mk. 00 Inne Mk. 00 vinne Mk. 000 15 Lose 14 M. 30 Pfg. Zu bealle VerkaufsGeneraldebit: uttgart, Marktstr. 10Lose 28 M Redaktion. Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) verteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen viertelfährlich 90 Pfg.- Erscheint Redaktion: SeltersMittwoche und Samstag8. weg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 6. - Telephon: Nr. 362. Reichstagswahlen 1912. - - Zur Stich wahl im Wahlkreise GießenNidda. Der Reichsdeutsche Mittelstands- Verband ersucht uns, zur Kenntnis der hiesigen Wählerschaft zu bringen, daß der Kandidat der Wirtschaftlichen Vereinig= ung, Herr Oberlehrer Dr. Werner, gewillt ist, für die wirtschaftlichen Forderungen des geeinigten deutschen Gesamtmittelstandes einzutreten. Der Verband fordert deshalb die Wähler des Mittelstandes dringend auf, am Stichwahltage ihre Schuldigkeit zu tun und Mann für Mann Herrn Dr. Werner zu wählen. Nicht eine Mittelstandsstimme darf für die vaterlandslose Sozialdemokratie abgegeben werden! Gießen. Der Landesausschuß der Vereinig ten deutsch- sozialen und christlich- sozialen Parteien für das Großherzogtum Hessen beschloß in einer hier abgehaltenen Versammlung: Darmstadt, Friedberg- Büdingen, Bingen- Alzen und Worms für die nationalliberalen Kandidaten einzutreten, wenn sich die Nationalliberale Partei in Gießen und Erbach- Bensheim für Dr. Werner bezw. Rippel bestimmt. Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 20. Januar 1912. Man ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Neklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Koukurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Berlagsdruckerei. Telephon: Str. 362. 24. Jahrg. o Lauterbach. Hier traf ein Waggon mit 106 Schweinen aus Schleswig- Holstein ein, drei davon waren verendet. Es wurde festgestellt, daß dte drei verendeten Tiere an der Maul- und Klauenseuche einge= gangen waren. Auf Anordnung des hess. Ministers mußten die übrigen 103 Schweine, nachdem ein Schlachthaus improvisiert war, auf dem Bahnhof abgeschlachtet werden, um zu verhüten, daß die Seuche in unserem Städtchen erneut zum Ausbruch kommen sollte. Die Untersuchung dieser Tiere ergab, daß sie von der Seuche noch nicht befallen waren. n Gießen. Nächsten Sonntag findet in Steins Garten der zweite Familienabend des Ev. Bundes statt. Allgemeine Karnevalfeier. schreibt uns: Für die aus Anlaß der Wiederbelebung des früheren hiesigen Karnevals, Donnerstag, 25. Jan., in Steins Garten stattfindende und von vielen ausw. Kappenbrüdern beschickte Gala- Damen- und Herren- Sitzung mit anschließendem Tanz( sog. rheinischer Bohnenball) ist nunmehr der Kartenvorverkauf eröffnet worden. Die Veranstaltung, die ein echt rheinisches Ge= präge zeitigen und ein Karnevalsfest im wahren Sinne des Wortes werden wird, steht unter dem Motto: Wohltun durch Humor; denn der Ertrag des Kappen- und Liederverkaufes wird den Armen- bezw. Unterstützungs- scher gegen einen bürgerlichen Kandidaten steht, mit vereinen der evangelischen, katholischen und israelitischen Gemeinde überwiesen und von ihnen am Fastnachts= sonntag an sog. verschämte Arme verteilt werden. Die Veranstaltung soll ein Stelldichein für Reich und Arm werden, im wahren Sinne des Wortes eine„ Allgem. Karnevalsfeier"; weiß man doch aus anderen Städten zu berichten, wie durch derartige karnevalistische VeranT Alsfeld Lauterbach. Die Sozial- staltungen gar manche Träne von Leuten getrocknet demokraten haben beschlossen, in der Stichwahl zwischen Heck und Bindewald für den nationalliberalen Kandidaten Landwirtschaftslehrer Heck Alsfeld zu stimmen. Erbach. Die Nationalliberale Partei beschloß, in der Stichwahl den christl.- soz. Kandidaten Rippel zu unterstützen. Aus Stadt und Cand. Gießen, den 20. Januar 1912. n Gießen. Der Großherzog hat den ordentlichen Professor in der juristischen Fakultät der Landesuniversität, Geh. Justizrat Dr. Johannes Biermann auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 1912 ab aus dem hessischen Staatsdienst entlassen. Professor Dr. Biermann geht bekanntlich nach Halle. n Gießen. Der Zentralverein für deutsche Binnenschiffahrt veranstaltet am Dienstag, den 23. Jan., vorm. 10% Uhr, in der alten Aula der Landesuniversität eine Sigung seines großen Ausschusses. Zur Verhandlung steht u. a.: das neue Projekt einer Ranalisierung der Lahn für 230 Tonnen- Schiffe a) nach der technischen Seite( Berichterstatter Regierungs= baumeister a. D. Arnold- Frankfurt a. M.), b) nach der wirtschaftlichen Seite( Berichterstatter: Handelskammer= syndilus Dr. Metschke- Wetzlar). n Gießen. Am 28. Januar hält der Verein für Sterbeunterstützung zu Gießen seine GeneralVersammlung im Restaurant Sauer ab. Die Mitglie der sind gebeten, rechtzeitig zu erscheinen. wird, die sich eben scheuen, den sog. offenen Bettelweg zu betreten. Zweifellos wird auch hier- wie früher in anderen Städten der Abend einen Massenbesuch erfahren. Auch sei nochmals darauf hingewiesen, daß für die erste Festsitzung bestimmte Chorlieder und Vorträge bis spätestens Montag früh im Verkehrsbureau, Selters weg, Ede Wolkengasse, eingereicht sein müssen. Es sei die Bitte ausgesprochen, sich bei diesen geistigen Schöpfungen mehr mit den hiesigen Verhältnissen und Vorkommnissen zu befassen, wozu doch Stoff in Hülle und Fülle vorhanden. Lieder and Vorträge allgemeinen Inhalts werden durch die auswärtigen Deputatio= nen gebracht. Auch möge man bei Liedereinsendung stets seinen Namen angeben, schon wegen der zu wartenden Ordensauszeichnung. er= n Gießen, 20. Jan. Recht früh und merkwürdig cerade in den bis jetzt kältesten Tagen dieses Winters hat sich ein Schmetterling( Fuch s) ins Freie gewagt. Natürlich konnte er sich der Freiheit nicht lange erfreuen. Ein fixer Bursch fing ihn ein, damit er in der Redaktion der„ Gießener Zeitung" abgegeben werden konnte. r Wetzlar. Wahlagitatoren fuhren im Automobil nach Dutenhofen und sahen durch den hellen Schein des Automobillichtes auf der rechten Seite der Straße nach Garbenheim einen Mann regungslos liegen. Er war noch am Leben, aber schon ganz steif. In kurzer Zeit wäre er bei der grimmigen Kälte erfroren gewesen. Sie luden ihn ins Automobil, brachten ihn nach dem warmen Maschinenraum der Guht'schen Brauerei und benachrichtigten die Polizei, weiter für ihn Sorge die tragen zu wollen. Mit großer Verspätung kamen Herren in die Versammlung in Dutenhofen, freuten sich aber, ein gutes Werk getan, einen Menschen vom sicheren Tode des Erfrierens errettet zu haben. Harlangan Tin aufdrücklich Weilburg wird für die Lehrer des Kreiſes Wehlar ein Kathreiners Malzlaffen, r Wetzlar. Unter Leitung des Herrn Frenbe= Wetterkursus abgehalten. Bei größerer Teilnahmerzahl als 30 wird ein zweiter Kursus eingerichtet. = o Großen Bused. Die goldene Hochzeit feiern morgen Sonn, ag Konrad Volk und Frau, geb. Balser, geistiger Frische. donr haben Sie den Lasten Fußmühle bei Größen- Buſed, in voller törperlicher und Walglaffen. Cafe Herr Bahnhofstrasse 62 Hämorrhoiden auch goldene Adler genannt, werden verursacht durch Störung der Leber und des Darmes, speziell durch hartnäckige Verstopfung und durch Genuß von viel scharfgewürzten Speisen und vielen Das Gehalt macht' 6! Spirituosen verſchulbet. In Dr. Wegener's Tee besigen wir ein wirklich probates Mittel, diesen läftigen Bustand zu beseitigen. Man trinkt jeden Abend vor dem Schlafengehen eine Taffe von diesem Tee und die Wirkung ist überraschend. Preis M. 1.50, in Apotheken erhältlich; wo nicht vorrätig wende man sich an die Ferromanganinge sell schaft, Kronprinzenstraße 55, Frankfurt a/ M. Giess. Rester- Lager Brandmalerei und Schnittkunst - Darmstadt. Die nationalliberale Partei in Hessen hat beschlossen, ihren Parteifreunden zu empfeh len, in allen Wahlkreisen, in denen ein sozialdemokratiEntschiedenheit für letzteren einzutreten. * Darmstadt. Auf eine Eingabe des Verbandes hessischer Bürgervereine bezüglich Aufhebung der Feierabendstunde ging dem Vorstand von der Regierung eine ablehnende Antwort zu. Den Kreisämtern und Bürgermeistereien ist aber in der Handhabung der betr. Vorschriften ein weiter Spielraum und die Möglichkeit gegeben, allen Verhältnissen Rechnung zu , ragen. ! Bingen. Donnerstag nacht ist das katholische Vereinshaus, der frühere Mainzer Hof, einer Feuersbrunst zum Opfer gefallen. Ein Versuch überzeugt! Perlka Bester Kaffee- Ersatz. Das gesündeste Haus- und FamilienGetränk für Erwachsene und Kinder. Sehr ausgiebig und billig! Perlka" ist überall zu haben. دو Rote Radler Gemütlicher Hildebrandt, Sonnenstrasse 31 Carl Zimmermann, Neue Bäue 15. Ausführung von Bestellungen jeder Bügel- und Reparatur- Anstalt. 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Ndfch." behauptet, auf Grund zuverläftiger Mitteilungen in der Lage zu sein, über die neue Martnevorlage folgendes berichten zu fönnen: noch Die neue Marinevorlage ist fertiggestellt, nicht fertiggestellt ist die Heeresvorlage, die vorausfichtlich erst Ende Februar den Bundesregierungen zugehen wird. Interessant ist es, daß die neue Marinevorlage ursprünglich in den Etat für 1912 hineingearbettet war, aber auf Beschluß des Bundesrates wieder baraus entfernt worden ist, um als selbständige Novelle dem Reichstag zuzugehen. Als Grund da für wird angegeben, daß man bei der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit für die Etatsberatung nicht mit neuen Forderungen kommen wolle, die die Debate ten sehr in die Länge ziehen würden. Die neue Marinevorlage verlangt, daß aus den acht Referveschiffen, die in Dienst gehalten werden sollen, ein drittes Geschwader gebildet wird. Von diesem neuen Geschwader stehen zwet Lintenschiffe schon in Dienst. Es wird also die weitere Indienststellung von 6 Schiffen gefordert. Es tritt also zu den zwei Geschwadern der Schlachtflotte ein drittes hinzu, das schon im Flottengefet vorgesehen ist, aber bisher aus Sparsamkeitsrückfichten nicht in Dienst gestellt wurde. Die neue Vorlage verlangt ferner einen bedeutenden Kredit für die Beschaffung von Unterfeeboo= ten. Die Kosten der neuen Vorlage gliedern sich in dauernde für die Indienststellung des dritten Geschwaders, auch in einmalige für den Bau von Unterseebooten. Die Ausgaben belaufen sich auf 25 bis 30 Mill. Mart. Ueber die Deckung der beiden Vorlagen, die eine Verstärkung unserer Machtmittel zu Lande und zur See bringen sollen, ist ein endgültiger Entschluß noch nicht gefaßt. Es wird aber angenommen, daß die Regierung auf die Ausdehnung der Erbschaftssteuer aus Deszendenten zurückgreifen werde, da die Deszenden tensteuer allet fo viel einbringen würde, um die nenen Erfordernisse zu decken. Auch Borkehrungen gegen Spionage bilden nach der Tägl. Ndfch." dauernd den Gegenstand ernstester Erwägungen der Reichsbehörden. Nachdem erst fürzlich der Chef der Hochfeeflotte in einem Tagesbefehl den Besuch von Zivilisten an Bord verboten hat, ist auch ge= plant, Borkehrungen zu treffen, die es möglich machen, die Anwesenheit von Fremden in Kriegshäfen in der Nähe von Befestigungsanlagen und Werften schärfstens 8 kontrolieren. Rundschan oom Cage. Politisches Die Gründungsversammlung des deutschen Mehre vereins Nachdem die vor einigen Wochen hinausge= etnes Deutschen gangene Anregung zur Gründung Wehrvereins in allen Tellen Deutschlands und auch des deutschen Auslandes lebhaften Beifall gefunden, soll nunmehr an die endgültige Gründung des Vereins herangetreten werden. Zu diesem Zwecke findet am Sonntag, 28. Januar, nachmittags 2 Uhr, in Berlin die Gründungsversammlung statt. An Tausende deutscher Männer und Frauen sind Einladungen, die zum Eintritt berechtigen, bereits ergangen. Keine Reichslotterte. Es wurde gemeldet, daß etn Ausbau der Klaffenlotterie zur Reichslotterte allmählich vorgenommen werden soll. Wie der Inf." mitge= teilt wird, ist diese Nachricht unrichtig. Die Klaffenlotferie erschließt den Einzelstaaten Einnahmequellen, die fie nicht abzugeben gedenken. Durch die Schaffung etner Reichslotterie würden die Einnahmen, welche die Lotterte jetzt den Einzelstaaten bringt, oder in Zukunft bringen mire, ham meiche austrumi merden. Das Großviock- Abkommen für die bevorstehenden bayerischen Landtagswahlen tst veröffentlicht worden. Danach wird der aus den Liberalen, den Sozialdemofraten und dem altbayerischen Bauernbund bestehende Großblock gemeinsame Kandidaten gegenüber dem Bentrum und den Konservativen und dem Bunde der Landwirte in 65 Wahlkreisen aufstellen und zwar 16 Sozialdemokraten, 34 Liberale und 24 Bündler. Deutsche Unterfeeboote im Dienst. Im Jahre 1911 find vter wettere Unterseeboote zim aktiven Dienst herangezogen worden, so daß die Zahl der fertigen Boote fich auf zwölf beläuft. Das Jahr 1912 wird voraussichtItch eine größere Zunahme an Unterfeebooten bringen als die beiden letzten Jahre, denn vier Boote find be= retts so gut wie fertig und können schon in nächster Reit thren Dienst beginnen. Andere werden im Laufe des Jahres folgen. Das Jahr 1913 wird allem Anschein nach die Zahl der deutschen Unterseeboote auf 24 bringen. Desterreichische Maßnahmen gegen Spionage. Wte In Deutschland, so find auch in Desterreich besondere Maßnahmen gegen die in letzter Beit überhandnehmenden Spionagefälle in Aussicht genommen. Das Kriegsministerium plant die Herausgabe einer besonderen Instruktion en die Truppenförper, worin den MannDie Herren von Dieskaut. 11) Original- Roman von Franz Treller. ( Nachdruck verboten.) Du! Retze mich nicht zum Aeußersten! Sakal ist mein Freund. Wirst Du zu Tische kommen?" Das Mädchen gab keine Antwort. - " Du wirst die Folgen sehen. Ihnen, Frau von Herstell, habe ich auf Befehl meines Vaters mitzuteilen, daß Sie alsbald Schloß Dieskau zu verlassen haben. Ihr Einfluß auf meine Schwester scheint ihm sehr unHellvoll zu sein." Hilda zuckte erschreckt zusammen. Mit aller Ruhe der Aristokratin erwiderte die alte Dame:„ Ich werde Schloß Dieskau nur in Gesellschaft des mir anvertrauten Zöglings verlassen Sie müßten denn Gewalt anwenden gegen dieselbe ist eine alte Frau allerdings wehrlos." ,, Sie sind eine alte Intrigantin, die diese einfältige Gans in threm Widerstand gegen die vorteilhafte Hei= rat nur bestärkt. Hüten Sie sich." Herr von Dieskau vergißt, daß er mit einer Dame spricht!" " Verdammtes Welbervolk! Aber Du wirst bereuen, Dich gegen mich aufgelegt zu haben." In seinem Gesicht und in seinem Tone lag der Grimm über die gefährdeten Hoffnungen, der um so fräftiger in der Seele des jungen Mannes tobte, als er vorläufig kein Mittel wußte, Hildas Troy zu brechen. Der so energische Widerstand des so stillent, anschelnend unbedeutenden Mädchens kam ihm ebenso uner= wartet wie seinem Vater. Er hatte gehofft, die Schwe= ster im ersten Aniauf einschtichtern zu können. Zit feinem Grimm geseüte sich die Wut gegen Holtau, denn er fühlte es ganz genau heraus, daß Holtau in dieser Sache eine Rolle spielte. Mit Deinem Galan, diesem Menschen von unbe= Ichaften allgemeine Anhaltspunkte gegeben werden, wie fie fich gegen der Spionage verdächtige Personen zu verhalten haben, da es eine alte Erfahrung ist, daß sich Sptone in der Regel an die Mannschaft wenden. Frankreichs Marokkosorgen. Der französische Mtnisterrat beschloß, bis auf weiteres 50 000 Mann in Maroffo zu unterhalten. Die Verhandlungen mit Spanten beginnen in den nächsten Tagen wieder. Die neue Regierung scheint Spanien gegenüber eine versöhnltchere Haltung einzunehmen als das Ministerium Catllaur. Staatsämter für Frauen in Norwegen. Das norwegische Parlament nahm gestern abend einen Gesezentwurf an, nach dem Frauen unter den gleichen Bedingungen wte Männer Staatsämter erhalten können mit Ausnahme der Ministerposten, geistlicher, diplomatischer, Konsular- und militärischer Aemter. Kleine Nachrichten. Im Alter von 139 Jahren gestorben. In Kindeschti ( Rumänten) starb, dem Wiener Extrablatt" zufolge, der Gutsbesizer Mihai Giornodoltu im Alter von 139 Jahren an Altersschwäche. Seine Gattin war ihm schon vor 70 Jahren im Tode vorangegangen. Aus threr Che waren 17 Töchter und ein Sohn entsprossen. GiornodoItu war niemals in seinem langen Leben frank, hatte jedoch vor einigen Jahren das Augenlicht verloren. Aus Unvorsichtigkeit erschossen. In Neuß legte die Dienstmagd des Ackerers Winkels auf deffen Söhnchen ein Gewehr an, das sie nicht geladen glaubte. Der Schuß ging los und das Kind war alsbald eine Leiche. Der Zeppelinkrenzer 2. 3. 11. der in den nächsten Tagen vollendet wird, wird im März nach Hamburg überführt werden, von wo aus die Fahrten über die Nordsee ausgeführt werden und ein sogenannter Bäderstenst per Luftschiff nach den Nordseeinseln eingerichtet wird. In militärtschen Kreisen dürfte den Fahrten über See ein großes Intereffe entgegengebracht werden. Der bisherige sozialdemokratische Reichstagsabge= ordnete Bömelburg ist bekanntlich seft mehreren Monaten geistestrant. Wie der Grundstein", das Organ des Bauarbeiterverbandes, dessen Vorsitzender Bömelburg war, mitteilt, ist die Wiedergesundung des Kranfen ausgeschlossen. Selbst wenn in dem Leiden ein län= gerer Stilstand eintreten sollte, so wird ein dauernder getittger Defeft bestehen bleiben, welcher Bömelburg unfähia macht, seine frühere Tätigkeit jemals wieder aufzunehmen. Der Milliardär Morgan Ritter der Ehrenleaion. Die französische Regierung hat beschlossen, dem amerttanischen Milliardär Pierpont Morgan das Kreuz der Ehrenlegion zu verleihen. Die Auszeichnung soll Mor= gan wegen fetner für Frankreich stets bewiesenen Freundschaft und wegen feiner Vorliebe für die französische Kunst zutell werden. Die Baten des jüngsten Hohenzollern. Unter den Baten des tüngsten Sproffen Ses Kronprinzen befindet sich auch die Prinzessin Friedrich Carl von Hessen. Giftmordverfuch eines französischen Arztes. In Baune les Dames wurde ein Arzt unter dem Verdacht verhaftet, vor mehreren Monaten einen seiner Kollegen zit vergiften versucht zu haben. Er habe diesem eine Flasche Branntwein übersandt, worin eine starke Dosis Gift enthalten gewesen set. Drei Berfonen in den Flammen umgefommen. Auf der Insel Fünen ist in letter Nacht das Rittergut Bögelfer durch einen Brand vollständig niedergebrannt. Nur ein Teil des Hauptgebäudes blieb verschont. Ein Gärtner und zwet Dienstmädchen tamen in den Flammen unt. Surger Eine Spionageaffäre in Frankreich. Nach einer Bariser Meldung aus Tour hat ein Fremder aus dem pause eines Luziers des cuis entwendet, die auf den Flug des Lenkballons Admiral Vincenot" oberhalb der Forts der Ostgrenze betreffen. Der Spion soll sich nach Nancy gewandt haben. Tabakschmuggel in Frankreich. In Loire wurde ein Kohlenhändler verhaftet, der beschuldigt wird, zwtschen Kohlen eine große Menge Tabat eingeschmuggelt zu haben. Nene Erdstöße in Württemberg. In Hechingen wurden heute früh 6,45 Uhr zwet ziemlich heftige Erdstöße wahrgenommen, die auch in Stuttgart verspürt wurden. Sie sind die stärksten gewesen seit dem 16. November. Die Brieftauben im Dienste der Landesverteidigung. Die mfentelegraphte ermöglicht tett eine so fichere Nachrichtenvermittelung, daß die Verwendung von Brieftauben im Dienste der Landesverteidigung vom Reichsmartneamt endgültig aufgegeben ist. Die der Marine zur Verfügung stehenden an00 Brieftauben sind verkauft worden. Auch die englische Marine hat thre Brieftauben verkauft. Aus den Gerichtssälen. Wieder ein Sotonageprozeß. Vor dem Reichsgericht begann am Mittwoch der Prozeß gegen den 321ähfannter Herkunft wollen wir zuerst abrechnen! Wir werden ihn aus dem Wege bringen." Ohne Gruß entfernte er sich, die Tür hinter sich zuschlagend. Diesmal erbebte das arme kleine Herz des Mädchens in tiefem Schrecken. Hilda kannte die Wildheit und Rohelt thres Bruders, seine tolle Raufboldgesinnung und wußte, daß er ein vorzüglicher und kaltblüttger Pistolenschüße war. Todesangst ergriff fie. Eine Beleidigung fonnte ein Duell zur Folge haben und Harald hatte bereits mehrere für die Gegner unglücklich verlaufene Naufhändel auf dem Gewissen. Zu Frau von Herstell sagte sie, und der Ton ihrer Stimme hatte seine bisherige Festigkeit verloren:„ Ich traf heute morgen unseren Reisegefährten auf dem Wege, er ist Gast auf Meerholz. Harald tam dazu, tch ritt davon und fürchte, die beiden Henrren sind nicht freundlich geschieden. Ich will Herrn Soltau sogleich schreiben, daß er seinen Besuch hter unterläßt, bet Haraids Stimmung wäre das Schlimmste zu fürchten." ,, Tue so, mein kind; vor einem Refontre mit Herrn von Dieskau möchte ich den liebenswürdigen jungen Mann doch bewahrt wissen." Hilda sezte sich an den Schreibtisch und schrieb mr fleberhafter Eile. Dann flingelte fie. Jure Jungfer trat ein. Sie schten erschreckt zu sein. Rufen Sie mir den Stallburschen Andreas hierher, Marie." ,, Herr von Dieskau hat den Ausgang zum Korridor verschlossen, gnädiges Fräulein." Die belden Damen sahen sich betroffen an, sie waren also Gefangene. Der angebaute Flügel, in dem Hilda wohnte, lag entfernt von dem Hauptgebäude und ragte in den Bark hinein. Silda ging hinaus und überzeugte sich, daß die ein= rigen Oberleutnant der ruffifchen Marine Freiherrn v. Winogradoff aus Petersburg und den 31 Jahre alten Leutnant der Reserve der ungarischen Festungsartil lerte Wilhelm v. Cerno aus Peterwardein wegen ver suchten Berrats militärtscher Geheimnisse zugunsten Rußlands. Beide sollen in den Jahren 1910 und 1911 durch fortgesette Handlungen die zum Teil in Deutschland, zum Teil im Auslande ausgeführt worden sind, den Entschluß gefaßt haben, Schriften, deren Geheimhaltung zur Sicherstellung des Deutschen Retches unbedingt nötig ist, in den Besitz der russischen Regierung gelangen zu laffen.( Versuchter Verrat militärischer Ge heimnisse. Auf Antrag des Reichsanwalts wird die Deffentlichkeit ausgeschlossen. Das Urtell lautete gegen Winogradoff auf dret Jahre Festungshaft, gegen Cerno auf drei Jahre Gefängnis. Vermischtes. Deutsche Offiziere. Man schreibt der Tgl. Ndsch." m lokalen Teile Ihres Blattes las ich einen furzen Bericht unter der Ueberschrift Lebensrettung": n der Nacht sprang ein Dienstmädchen nahe der Großbee renbrücke in den Landwehr- Kanal. Ein zufällig vorübergehender Oberleutnant im Garde- Küraffter- Regiment Egon von Plöß, sprang fofort nach, arbettete sich durch die Eisscholl'n hindurch und ergriff die Lebensmüde. An dem Rettungsballe, den ihm Passanten zuwarfen, hielt er sich und das Mädchen so lange über Waffer, bis man beide in den Rettungstahn zu ziehen vermote." Daran ist nichts Auffälliges, nicht wahr? Einfache Pflichterfüllung eines Offiziers. Und doch vergegenwärtige man sich, daß in der Nacht 14 Grad Kälte waren, daß Eisschollen auch für einen sehr guten Schwimmer gefährlich find, zumal wenn er durch Kletdungsstücke. Beinkleider mit Stegen, Sporen usw. behindert ist. Wer als afitver Leutnant bet den GardeKüraffierern steht. befindet sich meist in einer sehr gu ten Lage aber ohne Befinnen sette diefer Offizier fein junges Leben, seine Zukunft, gleichsam auf eine Karte und springt in das dunkle Eiswasser. Wir wollen nicht fragen, wie viele jener Simpliziffimus"-Mit-ler, die zum Behagen unserer Zeinde, den deutschen Offizter immer nur als albernen Gecken hinstellen, in folchem Falle ebenso gehandelt hätten. Wir wollen uns des Falles freuen, daß im entscheidenden Augenblicke der deutsche Offizier auch hier wieder die schnelle Entschlossenheit und den Opfermut bewiefen hat, die Bismarck zu dem Worte veranlaßten: Infer Offizierforps fönnen Sie uns nicht nachmachen." Frrfinnige Selbstverstümmler. Das Augenausrei Ben unter den Frrfinnigen in Frankreich macht Schule. Vor furzem war gemeldet worden, daß sich ein in einan Barifer Spital untergebrachter Irrer das linke Auge ausgerissen und unter sein Bett geworfen hatte, weil es ihn ärgerte". Jetzt wird berichtet, daß sich ein anBerer Geistesgestörter, der 24tährige Fernand Bretonnet, in einem Hotel der Bartser Vorstadt Clichy, das er bewohnte sogar beide Augen ausgeriffen habe. Als eine andere Hotelbewohnerin zufällig das Zimmer des Kranken betrat. hot sich thr der schreckliche Anblick des augenlofen, blutüberströmten Gefichtes Bretonnets dar. Man holte unverzüglich Hilfe und brachte den Unalitc= Itchen nach dem Krankenhaus, mo er verbunden wurde, Er ließ alles ruhia mit sich geschehen. Iächelte vergnügt und sagte nur: Test bin ich froh, daß ich mir zwet meiner Augen ausgeriffen habe; thr könnt euch gar nicht vorstellen, was sie mich ärgerten! Ich habe noch ein drittes, das kommt nächstens an dte Rethe." Be= merkenswert ist, daß sowohl der nenliche als auch diefer Augenausreißer Wurstmacher sind, denen der täglige Umaana mit allerhand Blutigem vielleicht die sontderbare Thee funneriert haben mag Darzialut durch clue Mans. In der westfälischen Stadt Haspe kam es auf dem Eisen- und Stahlwerk zu einer großen: Betriebsstöruna. Es entstand Kurzschluß und sämtliche Motoren des Werkes blteben stehen. auch die Hochöfen mußten vorübergehend still aefekt werden. Als Ursache eraab sich, daß eine Maus. die in das Ge= häuse eines stillstehenden Motors gelaufen war, beim Antrieb des Motors in die äußerste Ecke geflitchtet und dabel den stromfithrenden Teilen zu nahe gekommen war. Dadurch entstand Kurzschluß. Das Tierchen hatte die Kraftleiſtung" natürlich mit dem Leben bezahlen müffen. Die Jubiläumsaabe. Ein Banfier tritt morgens in das Kontor und bearüßt seinen Buchhalter, der vor 25 Jahren in das Geschäft getreten war, mit den wärm= ften Worten, indem e ihm ein verfchloffenes Kouvert überreicht mit der Bemerkung: Dies zur Erinnerung fitr Ste an den heutigen Tag!" Danfend nimmt der Jubilar des Kouvert entgegen, waat es aber nicht zu öffnen. Erst auf freundliches Bureden des Gebers öffnet er es, und mas enthtelt das Kouvert? Eine Photographie feines Prinzipals. Der also Beschenkte war ftumm. Nun", saate der Bankter, was fagen Ste da= Alt?" " Sieht Ihnen sehr ähnlich", entgegnete der Buchhalter.( Aus Roseaaers Heimgarten.) " Das Abenteuer eines Defraudanten. Nach sechswözige Verbindungstür mit den anderen Räumen des Schloffes von außen wirklich verschlossen war. Ste ging zurück und schickte das Mädchen fort. " Was beginnen wir nun? Man will uns an der Abreise verhindern. Das ist Torheit, wir leben doch aber Herr Holtau muß genicht mehr im Mittelalter warnt werden." - Frau von Herstell fah, wie erregt Hilda war und sie tannte Harald genugsam, um Hudas Besorgnisse zu tetlen. Aufgeregt und in Sorgen blteben die beiden Damen zurück. Zur Essenszett kam das Diner, aber einige Kreaturen Haralds retchten es rasch herein und entfernten sich schleunigst wieder, die Tür hinter sich schließend. Die Damen waren tatsächlich Gefangene. Hilda stand am Fenster und wartete, ob nicht etner der Diener, auf den sie sich verlassen konnte, oder jemand aus dem Dorfe herüberkommen werde, aber es zeigte sich niemand. Unruhig verging der Tag, dem etne schlaflose Nacht folgte. Hildas Gedanken waren unablässig mit Soltait beschäftigt. Mit Tagesanbruch stand sie auf und schrieb folgendes: Lieber Klaus! Heute wird wahrscheinlich ein Herr, von Meerholz kommend, zu uns hierherfahren wollen, ein Herr Hola tau. Das mußt Du zu verhindern suchen und ihm sagen, ich ließe ihn bitten, nicht zu kommen. Ich würde ihm später die nötige Erklärung geben. Dem alten Forstmann, der ihr ergebener Freund war, wollte sie nicht mitteilen, daß man sie eingeschlossen hatte, sie schämte sich für die Ihrigen. Die Korridortfir war auch am Morgen noch verschlossen. fte rid ter ha fu Ale her sche டும fter gen Bo Gd de ein tet fit mo fein nu her den zah ter for wil ftal fer wa fen zur La zur Dor me fche fol der wa Nt ftar fim 203 fch et A be no EUCHARITANTE! f fo De g 111 100 ha fa tre fe B& de m get Re ine Freiherrn 31 Jahre alten Festungsartil in wegen ver ffe augunsten 1910 und 1911 ell in Deutsch worden find, Seren Geheima Reiches un hen Regierung Titärischer Ge alts wird die lautete gegen gegen Cerno „ Lgl. Ndsch." einen turzen ettung": n der Großbee zufällig vor traffter- Regt arbeitete fich f die Lebens Baffanten zu lange über hn zu ziehen 3. nicht wahr? Und doch ver 14 Grad Kälte 1 sehr guten er durch Kletren ufm. bei den Garde iner sehr gu Olefer Offizier Sam auf eine er. Wir wol ffimus"-MitDen deutschen hinstellen, in Wir wollen enden Augener die schnelle fen bat, die nfer Offizier Augenausret macht Schule. ein in einan linke Auge It hatte, weil 3 fich ein an and Bretont. 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J. der Stadt mit 1300 Mart durchgebrannt war. Müller war sehr leichtlebig, gab auf der Rennbahn und im Verkehr mit Mädchen viel Geld aus, unterschlug erst kleinere Sum men und machte endlich, als er nicht mehr aus noch ein wußte, einen größeren Zug, um dann zu verschwin den. Während man ihn in Berlin in der Lebewelt suchte, fuhr der Flüchtige nach Amsterdam. Als er bort antam, hatte er nur noch 30 Mart. In der Hoff= nung, seine Lage auf diese Weise am besten und schnell ften aufbessern zu können, legte er seine Barschaft im Spiel an. Als er jedoch hiermit fein Glück hatte, entSchloß er sich, nach Deutschland zurückzukehren. Ju dret Wochen legte er den Weg von Amsterdam nach Berlin zu Fuß zurück. Von einer Herberge tippelte" er zur andern. Trotz des Steckbriefes gab er überall feinen richtigen Namen an, und niemand kümmerte sich weiter um thn. Gleich nach seiner Ankunft in Berlin stellte er fich freiwillig bei der Kriminalpolizet, dte thn verhaftete. Schwere Stürme an der englischen Küste. Der furchtbare Sturm, der seit einigen Tagen wieder im Aermelfanal und an der ganzen üste Englands herrscht, hat schon zahlreiche Opfer gefordert. Der deutsche Dampfer Marie Leonhardt" aus Lübeck ist auf der Goodwins Bank aufgelaufen. Seine aus 20 Mann be stehende Besatzung fonnte in den heutigen frühen Morgenstunden durch das Rettungsschiff von Ramsgate an Bord genommen werden. Der Kapitän betrachtet sein Schiff als verloren. In der Nähe von Everdeen ist der Dampfer Argosy" bet dem Versuch, in den Hafen einzulaufen, gestrandet. Seine Besatzung fonnte gerettet werden. In Leven ist der Dampfer Ashgrove", der in Glasgow beheimatet ist, gegen die Reede geworfen worden. Das Schiff wurde vollständig zerstört. Von feiner 25 Mann betragenden Besatzung sind bis jetzt nur 16 gerettet worden. Auch im Innern Englands herrschen furchtbare Stürme, die überall großen Schaden anrichten Der Lekte vom alten Jltis". Dem Marinestabszahlmeister Loß ist auf seinen Antrag der Abschied unfer Verleihung des Rechts zum Weitertragen der Untform und der Aussicht auf Anstellung im Zivildienst bewilligt worden. Loß war der Einzige, der vom Schiffsstabe des im Juli 1896 am Schantung- Vorgebirge untergegangenen Kanonenbootes Itis" gerettet worden war. Seine Rettung hatte er dem Umstand zu verdan= fen, daß er kurz vor Antritt der Todesfahrt des Jltis" zur Besorgung dienstlicher Angelegenheiten auf einige Tage an Land beurlaubt worden war. Als er an Bord zurückkehren wollte, fand er ein völlig zerstörtes Wrack Dor. Gegen das anonyme Denunziantentum. Eine bemerkenswerte Bekanntmachung erläßt das oberbayerische Bezirksamt Miesbach mit der Erklärung, daß infolge der Häufung der anonymen Anzeigen fünftig lede derartige Anzeige, gleichviel welchen Inhalts, ins Feuer wandere, und dann erst recht, wenn für den Fall eines Nichteinschreitens mit Anzeige bei einer höheren Instanz gedroht werde. Jede anonyme Anzeige", so heißt es in dem Erlaß, befundet Feigheit und niedrige Gefinnung und verdient daher feine Berücksichtigung. Wenn in einer Gemeinde wirklich Mißstände bestehen und Gesetzwidrigkeiten vorkommen, so fann man offen und ehrlich Anzeige erstatten. Glaubt der Anzeigende geschäftliche oder persönliche Nachteile zu haben, so wird auf Verlangen gerne der Name von der Behörde verschwiegen, vorausgesetzt, daß der Angeber nicht bei einer etwaigen Anzeige als Beuge zu dienen hat oder aber die Anzeige offensichtlich sich als Racheaft kennzeichnet." Ein inaendlies. Geschmükür als ihante ber In der katholischen Kirche in Zweibrücken wurde nachts ein Einbruch rerübt, sämtliche Schubläden und Schränke der Sakristet erbrochen, Meßgewänder und Kelche durcheinandergeworfen usw. Die Einbrecher Iteßen einen Bettel zurück, daß sie das Gewünschte nicht gefunden hätten. Durch diefen Bettel gelang es noch im Laufe des Tages, als die Einbrecher den 14 Jahre alten Fortbildungsschüler Paul Ehrhard und seine 12 Jahre alte Schwester zu ermitteln und festzunehmen. Die beiden Kinder halten sich schon seit drei Tagen von Hause entfernt und seitdem sieben Einbruchsdiebstähle ausgeführt. Nachts hausten sie in Heuschuppen, und am Tage besuchten sie die Kinos. Bei ihrer Verhaftung gaben sie alles unumwunden und ohne Neue zu. Dreifacher Raubmord in Berlin. Am Mittwoch mittag gegen 12% Uhr wurde, mie schon furz gemeldet, der 50 Jahre alte Suwelter August Schulze in der Alten Jakobstraße zu Berlin, seine 44 Jahre alte Frau und die 18 Jahre alte Tochter in einem hinter dem Laden gelegenen Zimmer mit durchschlagenen Schädel und anderen schweren Verlegungen aufgefunden. 21 man in das Zimmer eindrang, gaSte stellte sich an das Fenster. Daß ini Herrenhause noch alles schlief, wußte sie und um diese Zeit fonnte sie hoffen, jemand zu erblicken, der den Brief beforgen konnte. Ste hatte nicht lange am Fenster zu harren, bis sie den Stallburschen Andreas sah, einen aufgeweckten Jungen, der aus dem Dorfe stammte. Ste öffnete das Fenster und rief ihn an. Der Junge nahte sich eilig. " Kann uns jemand hören?" ben alle drei vertonen noch schwache Lebenszeichen von fich. Die Tochter jedo starb unter den Händen des fofort herbeigerufenen Arztes, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Der schwerverlette Mann wurde in die Charitee, seine Frau nach dem Urbanfrankenhause geschafft. Nach den Ermittelungen der Mordkommiffion, die fofort von dem zuständigen Bolizeirevier verständigt wurde, scheint ein Raubmord vorzuliegen. Im Laden wurde auf dem Fußboden hinter dem Ladentisch eine große Blutlache entdeckt. AuBerdem fehlte eine ganze Anzahl Brillanten, ferner Gold- und Silbersachen. Auf einem im Laden stehen< den Stuhl fand man einen runden weichen schwarzen Filzhut, der anscheinend dem Täter gehört und von ihm auf der Flucht zurückgelaffen wurde. Die Aerzte stell ten fest, daft sämtliche tödliche Verlegungen der dret Personen burch Hammerschläge hervorgerufen worden find. Schußwunden, wie man zuerst annahm, wurden nicht gefunden. Man hat auch nur ein einziges Instrument entdeckt, einen blutbefleckten Hammer, mit bem die Tat verübt sein kann. Die Ladenkaffe wtes nur einen Barbestand von zwei Kupferpfennigen auf, alles andere fehlte. Der Geldschrank scheint unversehrt zu fein und fonnte noch nicht geöffnet werden. Auf die Ermittlung der Täter wurde eine Belohnung von 3000 Mark ausgesetzt. Trenchs Festungsleben. Der Vater des auf der Festung Glaz befindlichen englischen Leutnants Trench will an den Selbstmord versuch seines Sohnes nicht glauben. Er äußerte sich einem Berichterstatter des Daily Mirror" gegenitber wie folgt: Mein Sohn wäre der letzte in der Welt, der an Selbstmord denten würde. Seine hohen Anschauungen von Ehre und seine Lebenslust tönnen einen solchen Gedanken nicht aufkommen lassen. Die Flucht des Kapitän Lur hat er sehr scharf verurteilt. In einem Briefe vom 9. Januar bezeichnet er des Kapitäns Flucht als einen Bruch des Ehrenwortes, möge ste vielleicht auch von einem anderen Standpunkte aus zu verteidigen sein. Die Gefangenen in Glaz schrieb er mir find zweterlet Art, gemeine Verbrecher und solche, denen man Privilegien zugesteht. Zu den lezteren zählten mein Sohn und Kapitän Lux, sowie eine Anzahl deutscher Offiziere, die Strafen für Duelle abbüßen. Er und Kapitän Lux wurden als Offiziere und Gentlemen behandelt. Sie trafen nie einander, aber durften mit den deutschen Offizieren verkehren. Diese erhielten dann und wann Urlaub, z. B. zu Weihnachten, aber sie stellten sich stets zur richtigen Zeit wieder ein. Mein Sohn durfte die Festung nie verlassen. Aber nach einigen Wochen gestattete man ihm, sich auf den Festungswällen zu ergehen. Man beobachtete ihn dabet, aber man begleitete ihn nicht. Er hat uns gefchrteben, es fet eine eleinigkeit, aus der Festung zu entfliehen, aber er balle fich ehrenbalber gezwungen, zu bleiben, well man ihn als Offizier und Gentleman behandle. Seine Zimmer find sehr wohnlich. Er hat ein Konto bei der Bank in Glatz und tann sich zu essen faufen, was er will. Um sich die Belt zu vertreiben, hat er sein Effen felbst gefocht. Die Flucht des Kapitäns Lux hat die Behörden natürlich mißtrauischer und strenger gemacht. Letzten Mittwoch schrieb er mir, die öffentliche Meinung in Deutschland set so sehr gegen Spione aufgebracht, daß man ihm das Lefen von Zeitungen nicht mehr gestattet. Alle feine Briefe und die meinigen an ihn werden geIefen, ehe fte bestellt werden. Da niemand in Glazz Englisch versteht und mein Deutsch viel zu wünschen librig läßt. schreiben wir uns in Französisch. Nur zu Mufang hat man etwas an feinem Briefe gembert. Er farles damals: 3 ft( Rahl gestrichen) Schritte durch den Hof bis zit meister Belle und( Bahl gestrichen) Schritte von da bis zu den Festungsmällen." Das war sicherlich ganz harmlos gemeint. Außer mit Lesen und Kochen er begann mit Würsten und Kaffee, bereitet aber jetzt ein aarzes Diner beschäftigt sich mein Sohn mit dem Anfertigen von wollenen Matten. Anfangs, als er nach Glas fam, mar es ihm sehr darum zu tun, einen englischen Geistlichen zu sprechen, aber der Gouverneur erklärte ihm, daß er nur Deutsch tm Verkehr oder Gottesdienst dulden dürfe." Graf Bosadowsin als Mahner. Im Volkshause zu Jena hielt Graf Bosadowsky, der im westfälischen Wahlkreife Bielefeld- Wiedenbritc mit dem Sozialdemokraten Severing in der Stichwah! steht, eine große politische Rede, die einen Mahnruf an die bürgerlichen Parteien enthielt, zusammenzuste= ben mit der Front nach außen und gegen die Sozialdemokratie. Der Draht meldet uns über die Rede: Jena, 19. Januar. Auf Einladung des Ausschusses für die Wahl des bürgerlichen Kandidaten im dritten weimarischen Wahlkreise hielt gestern abend im Volkshause zu Jena vor einer über 2000 Personen zäh= Stunde auf Stunde verrann in sich immer steigernder Aufregung. Sie hatte an ihren Vater gefrchieben, aber der Reitfnecht, der tros der verschlossenen Tür im Korridor Wache hielt, eine Kreatur Haralds, hatte sich geweigert, den Brief zu überbringen. Die Situation, in der ste sich befand, war ebenso fläglich als lächerlich. Ante paar Minuten lief sie ans Fenster, um nach dem Knaben zu sehen, den sie nach Klaus geschickt hatte. Es wurde es elf Uhr. Nein, gnädiges Fräulein, nur der Stall ist mit vor Freude pochendem Herzen sah sie bei einem munter." llst Du mir einen Brief besorgen?" Sia, gewiß." Aver Andreas, Du mußt flug und fly sein, der Klaus im Walde, Du weißt schon, der muß ihn bald haben, und es darf auch niemand etwas davon erfahren." ,, Beileibe, fein Mensch!" treffen." " Du wirst Kleus fetzt sicher bet den Kiefern " Ich will thn schon finden." " Ich verlasse mich auf Dich, Andreas!" " Das können Sie auch, Fräulein." Ste warf den Brief hinab und der Stallfunge entfernte ich hurtig. ,, Hoffentlich wird unhell verhüttet!" Frau von Herstell kam und beide berteten, was nun wetter zu tun set, aber sie kamen zu keinem Resultat, denn schon der Gäste wegen mußte jedes Aufsehen vermieden werden. Hildas Angst und Unruhe wurden immer größer. Ste fürchtete das Zusammentreffen Holtaus mit Harald, und selbst wenn dasselbe keine ernstlichen Folgen haben sollte, so war es beschämend genug, wenn ihr Retsegefährte hier in beleidigender Wetse empfangen wurde. neuen Ausblid, daß Klaus unten war, er äugte neugferta zum Fenster hinauf. Nasch riß fie es auf. Was gibts denn, gnädigstes Fräulein?" fragte er mit gedämpfter Stimme. „ Hast Du meinen Brief erhalten?" „ Ja, alles besorgt." Gott fet Dank!" ,, Um Gotteswillen, Hilda," rief Frau von Herstell, ,, man fommt!" Schnell schlug Hilda das Fenster zu. Gleich darauf trat Harald ein. Ich hoffe Dich in vernünftiger Stimmung zu finden," begann er furz. Hilda, die durch das Bewußtsein, daß ihre warnung zur rechten Zeit angekommen fet, etner bangen Sorge entledigt war, antwortete gelaffen:„ Mich durch Deine törichte Gewaltanwendung einzuschüchtern, Hoffst Dit vergebens, und Frau von Herstell kann Dich wegen Freiheitsberaubung verklagen." " Frau von Herstell stand und steht jederzeit die Tür offen. Ich frage Dich jetzt noch einmal ernstlich, sowohl in Deinem eigenen Interesse wie in dem unseres Hauses: willst Du, was wir, der Vater und ich, Dir gestern in wohlmeinender Absicht vorschlugen, in Ueberlegung ziehen, wenn Du es nicht schon getan hast?" lenden Zuhörerschaft der frühere Staatssekretär des Innern Graf Rosadowsky eine programmatische Red über die politische Lage. Der Redner, der mit Jube begrüßt wurde, führte aus: Der politische Individualis mus habe bei den Wahlen einen prägnanten Ausdruc gefunden. Angesichts dessen wäre es notwendig, das bie politischen Barteien eine Revision ihrer Programme vornehmen. Wenn man eine einheitliche und konse quente Regierung wolle, so müßten wir erst große, ein hettliche, konsequente Parteten schaffen, ohne die auc ein parlamentarisches Regime nicht denkbar sei. Nach dem die Sozialdemokratie eine Million Stimmen gea wonnen habe, seien bitrgerliche Sammelfandidaturent in diesem fritischem Zeitpunkt notwendig. Redner mahnten zur Einigkeit der bürgerlichen Parteten bet den Stichwahlen. Im Hinblick auf die auswärtige Lage riet er, die Reihen zu schließen und Front nach außen zu nehmen. Der Vortrag wurde mit stürmischem Bel fall aufgenommen. Schiffe in Seenot. Der Monat Januar ist retch an Schiffsunfällen, welche durch die schweren Stirme in der Nordsee und dem Atlantischen Ozean verursacht waren. Auch heute werden wieder Schiffsunfälle gemeldet: London, 19. Januar. Der gestern frith an der Küste von Aberdenshire gestrandete Dampferwistow Hall" war ein Stahlschraubenfahrzeug von 3311 Re gtstertonnen. Das Schiff ging in wenigen Minuten in Trümmer und die 57 Mann starte Befagung wurde in die Brandung geriffen. Augenzeugen am Ufer schildern die Szene als herzzerreißend. Ein Rettungsboot, das flott gemacht wurde, konnte nur vier Personen retten. Die übrigen 53 Mann ertranken vor den Augen der Ju schauer am Strande. Entrhaven, 19. Januar. Von dem Lotsenschoner 4 fuhr am 17. früh bet eisigem Weststurm ein Lotsenversezzboot zu einem einfahrenden Dampfer und gab einen Lotsen ab. Seitdem ist das Boot, das mit einem Lotfen und zwei Aspiranten besetzt war, verschollen. Alle Nach forschungen warn bisher ergebnislos. Berliner Getreide: und Schlachtviehmarkt Die Preise für Brotgetreide haben in der am 17. Januar zu Ende gegangenen Berichtswoche Fortschritte nicht machen können. Die Forderungen der argentinischen Exporteure laffen mehr Nachgiebigkeit erkennen. Man erwartet für die Frühjahrsmonate eine reichliche Zufuhr von Weizen. Am Berliner Markt hat der Jultpreis um 0,75 M fich ermäßigt, während die Notterung für den Mattermin sich behaupten konnte. Eine Stüße bietet am Berliner Markt die außerordentliche Teuerung der Futtermittel. Gerste ist bereits so teuer, daß die teilweise Verfütterung von Roggen für den Landwirt fich vielfach als der beste Ausweg gegenüber der Futternot ergibt. Hieraus erklärt man sich das sehr tnappe Angebot diefer letztgenannten Protfrucht. Eine Befferung dieser Verhältnisse steht erst mit dem Früh= jahr in Aussicht. Vielleicht ist auch in nicht zu langer Belt Hafer aus Argentinien, dessen Anbau dort ganz bedeutend ausgedehnt ist, billig zu erwerben. In Deutschland sind die Forderungen für Hafer weiter erhöht worden und die Notterungen haben angezogen; erst zuletzt drückte auf Julilieferung das Angebot Nuß= lands, das ziemlich reichlich Ware abzugeben hat. Mais war wenig im Verkehr. Die Preise für Lieferung im Mai stellten sich schließlich wie folat: Weizen 217,25, Roggen 197. Safer 194,25, Mais 167,00 M Breise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige ausaemästete höchften Schlachtmer tes 83-89, tunge, fletfetge, nun ausgemästete und ältere ausgemästete 76-82 M, c) mäßia genährte junge und gut genährte ältere 68-75 M. 2. Bullen: a) volfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 78 bis 85 M., b) vollfleischige jüngere 73-80 M; c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 68-75 M, 3. Färsen und ühe: a) vollfletschtge ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes- M., b) vollfleischige ausgemäitete ühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 77-80 M., c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 74-79 M.. d) mäBig genährte Kühe und Färfen 69-73 M., e) gering ge= nährte Kühe und Färsen 58-68 M., f) aering genähr= tes Jungvieh( reffer) bis 68 M. 4. älber: a) Doppellender feinster Mast 119-143 M., b) feinste Mastfäl= ber 103-113 M., c) mittlere Mast- und befte Saugfälber 88-100 M, d) geringere Mast- und gute Saugfälber 81-91 M., e) geringe Sangfälber 49-78 M. 5. Schafe; a) Mestlämmer und jüngere Masthammel 74 bis 82 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastläm= mer und gut genährte funge Schafe 64-74 M, c) mäßig genährte Hammel und Schafe 53-68 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Bentner Lebendgewicht 60 M., b) vollfleischiae Schweine 250-300 fb. 58-60 M. c) vollfletschige 200-240 3fd. 50-59 M., d) vollfleischtge Schweine 160-200 f. 52-57 M. e) vollfleischtge Schweine unter 160 Bfd. 49-52 M., f) Sauen 53-55 M. ,, Also, um mir die notwendige Ruhe zur Weberlegung zu geben, wurde ich eingesperrt? Eine echt ritterliche Handlungsweise. Meine Antwort auf Deine geschäftlichen Anträge hast Du, laß Dich also nicht länger hier zurückhalten." Mädchen, Du weißt nicht, was Du tuft, es winft Dir das glänzendste Los von uns allen!" " Ich verzichte darauf!" Du rettest unsern Vater aus Bedrängnis." Einen Augenblick stugte ste, erwiderte dann aber ruhig: Dem Majoratsherrn von Dieskau kann nicht viel geschehen." Mühsam nur bändigte er sein läbzorniges Naturell. Willst Du zum Frühstück herunterkommen, um die Honneurs bei Zisch zu machen?" „ Das will ich nicht, so lange nur Herren eure Gesellschaft bilden. Wird meine Gefangenschaft noch lange bouern?" Er stieß einen Fluch aus und ging ohne Gruß. Raum waren seine Schritte verklungen, als Hilda zum Fenster eilte. Als sie in dessen Rahmen erfchten, trat Klaus hinter etnem Baum hervor und kam dicht zum Hause. „ Ich danke Dir, Iteber Klaus." „ Aber was bedeutet das alles, gnädigstes FräuIetu?" „ Ich bin hier eingeschloffen, Klaus, man fürchtet, daß ich nach der Stadt retsen werde, um unliebsamen Begegnungen hier zu entgehen." Der Kluge Alte, der durch seinen Verkehr mit der Dienerschaft viel mehr von allen Vorgängen auf dem Schlosse wußte, als man dort ahnte, pfiff letse vor sich bin. ( Fortsetzung folgt.) Grosse Geld- Lotterie des Museums für Völker- und Länderkunde ( Linden- Museum) Stuttgart. Ziehung garant. 2. a. 3. Febr. 1912 Nationale Beamte! Vaterländische Wähler! 20000 Auf zur Wahl des bewährten Oberlehrer Dr. Werner Vergebung von Bauarbeiten. Die beim Instandsetzen des Schulhauses zu Stangen rod erforderlichen Maurer-, Zimmer-, Spengler-, Schloffer-, Glaser-, Schreiner-, Schindler-, Weiß-| binder- und Tapeziererarbeiten sollen öffentlich ver geben werden. Die Angebotsunterlagen, Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Amtszimmer d 8 Unterzeichneten, Regierungsgebäude Zimmer Nr. 18, während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, find verschlossen und postfret, spätestens bis zum Mittwoch, den 31. Jan. 1912 vormittags 9% Uhr, bei Großh. Bürgermeisteret Stangenrod einzureichen, wo selbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Gießen, den 16. Januar 1912. Der Großh. Kreisbaninspektor. Hechler. Verein für Sterbeunterstützung zu Giessen. Sonntag, den 28. Jan. 1912, nachm. 3% Uhr. General- Versammlung im Caale der Restauration Sauer, Oswaldsgarten. Tages- Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht, 2. Festsetzung der Sterbeunterstüßung, 3. Neuwahl des Vorstandes und des Aufsichtsrats 4. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen wird ersucht Der Vorstand. JIlustriert. Prospekte und Kataloge kostenlos Automobile Tourenwagen, Sportwagen, Dixi Schnell! Luxuswagen, Lieferungswagen, Lastwagen, :: Lastzüge:: mit staatl. Subvention. Zuverlässig! Beste Bergsteiger Sparsam! Zahlreiche, vorzügliche Zeugnisse und Empfehlungen. ( Zeugnisheft gratis u. franko). Eigene grosse besteingerichte Fahrbahn zur ungenierten kostenlosen Erlernung des Fahrens für Käufer. Tatkräftige, solvente Vertreter welche in der Lage sind, selbst einen Vorführungswagen zu halten, werden für grösseren Bezirk gesucht. Fahrzeugfabrik Eisenach in Eisenach. 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Wortspiel, das für die ,, Viktoriastadt" sehr schmeichelhaft und wohl verdient ist. Riviera- Bellchen. Aber auch unsere deutsche Bezeichnung„ Nizza" besitzt einen ungemein prickelnden Reiz für das Ohr. Schon die Erwähnung des Namens genügt, um an Beilchen, an elegante und hübsche Frauen, an ein mondaines Leben, an fröhliche und tolle Karnevalsfreuden und an ein berückendes Panoramabild zu denken. Nizza!- Wie leicht und zierlich das klingt! So verleitend zum Träumen, zu den entzückendsten Rivieraträumen. Wer dagewesen ist, der sehnt sich zurück. Wem es noch fremd ist, der sehnt sich hin. Vedi Napoli e poi muori! Das war einmal. Das kann man heute geradeso gut von Hongkonk, Nagasaki oder Wladiwostok sagen, denn an schönen Tagen bietet sich auch dort ein Panoramabild, das Neapel vergessen läßt. Nein,„ Nizza sehen und leben wollen", ist eine viel plausiblere und angebrachtere Version der alten italienischen Redensart. Warum immer gleich ans Sterben denken, wenn man etwas Schönes sieht? Nein, hinein ins volle Karnevalsleben auf dem Massena- Plate, geschwenkt im lustigen Maskenreigen im Casino Municipal, beteiligt an den Blumenschlachten, am Konfettiwerfen und meinetwegen auch- die Maskenfreiheit entschuldigt mich am öffentlichen Küssen. Denn so ein Rüßchen in allen Nizzaer Karnevalsehren, kann erst recht niemand wehren. Gravierungen Biermarken Vereinsabzeichen jeglicher Art. S tempel aller Art für Behörden, Geschäfte und Private aus Gummi und Metall, sowie Stempelkissen und Stempelfarben fertigt in feinster Ausführung zu billigsten Preisen Email- und Messingschilder Klischee's und Galvanos. Giessener Stempel- u. Farben- Fabrik, Jos. Kreuter, Giessen Telephon Nr. 2087. Frankfurterstrasse 129. Telephon Nr. 2037. Der heutigen Ausgabe ist eine Ertrabeilage der Aktiengesellschaft Hommels Haemotogen in Zürich beigelegt, die der Beachtung wert ist. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. Blid auf die Engelsbucht und auf Nizza. 2 Hivy SP Прибил 11 nuvv An der Engelsbucht. Nein, Frau Sorge kennt man in Nizza nicht und um keine Aschermittwc chstimmung aufkommen zu lassen, heißt die Parole: Mont Vinaigre, der Mont Gros mit seinem Observatorium, im Süden la Grande Bleue das blaue Mittelmeer. Dieses Bild bei einem schönen Sonnenuntergang ist nicht wiederzugeben. Nizza wird sich nie die Riviera- Palme entreißen lassen, denn die Stadt an der Engelsbitcht percinigt in sich allein alles, was die Riviera insgesamt bieten fann. Es gibt Internationale Weltblitze. Internationale Weltblitze. Mi- Carême, der erst im Frühling B1& n Parne sein Ende findet. Dann kann man Karnevalsfreuden auf dem getrost mit den Schwalben heimwärts ziehen und zu Hause bei dem Worte„ Nizza" wieder an Veilchen, an elegante und hübsche Frauen, an ein mondaines Leben, an fröhliche und tolle Karnevalsfreuden und an ein berückendes Panoramabild denken... - Das Panorama von Nizza. Will man die landschaftlichen Reize der Côte- d'Azur- Hauptstadt im vollen Maße genießen, so begebe man sich auf den Schloßberg und- staune. Denn die Feder kann die Wirkung nur schwer schildern. Im Osten die Berge Boron und Alban, reizende Villen in Palmenhainen, zwischen Mimosen, Brot- und Zitronenbäumen. Unter sich, auf der einen Seite der Hafen mit seinen Docks, auf der andern das alte und so pittoreske Nizza mit der Sainte- Réßarade- Rathedrale, sowie das elegante Nizza die vornehmen Hotels usw. In der Ferne die Olivenbäume von Var, die Halbinsel Antibes und die gezackten Höhen des Esteralgebirges. Jm Norden der andere schöne Plätze an der französischen Riviera wie„ Monte“ und Mentone usw., aber Nizza besitzt dieses gewisse je ne sais quoi, was nun einmal nie seine Wirkung verfehlt und die Internationalität, den Kosmopolitismus heimisch macht. Auch der Amerikaner hat seine Riviera. Zwei sogar, Florida und Südkalifornien. Und schön, sehr schön ist es sowohl am Atlantischen als auch am Großen Ozean. Aber die Amerikaner scheuen die Reise über den Ozean nicht, um alljährlich einige Wochen in Nizza zu verbringen. Um sich auf der entzückenden Promenade des Anglais ergehen zu können oder im Jeteè- Promenaden- Kasino ihren Whisky Soda zu schlürfen. Old England sendet seine Rivierascharen, das Rennschlitten- Wettfahrt in Schweden. Wintervergnügen in Schweden. Ein Blick auf eine schwedische Winterlandschaft und man wird sich sofort bewußt, daß das Wasa- Land ein Wintersport- Paradies par excellence sein muß. Spiegelglatte Eisflächen, herrliche Schlittenbahnen und prachtbolles Schneegelände für die Skiläufer. Was will der Wintersportfreund noch mehr? Bis vor einigen Jahren hatte man den Schweden ihr Land im Winter ganz sich selbst überlassen. Die außerschwedische Touristenwelt begnügte sich damit, im Sommer nach Schweden zu pilgern, um die wunderschönen Hochsommernächte zu genießen. Da begann der Wintersport zu florieren und das Auge der Sportfreunde sich auch auf Schweden im Winter zu richten. Um so mehr, als die neue Verbindung Saßnitz- Trälleborg eine vortreffliche Gelegenheit gab, schnell und leicht nach Skandinavien zu gelangen. Der winterliche Touristen- bezw. Sportfreundstrom wurde immer größer und heute gehört es zum guten Ton, einen winterlichen Sportabstecher nach Schweden zu machen. Abgesehen vom Sport, bietet Schweden im Winter, wie schon erwähnt, ein entzückendes Landschaftsbild dar. Alles ist in ein endloses Weiß gehüllt, überall blinken und glitzern Eiszapfen und an allen Ecken und Enden ertönt das fröhliche und neckische Schellengeläute. Mit welcher Leidenschaft und Verve widmet sich Jung und Alt dem Schlittschuhsport, dem Schlittschuhsegeln, Eisjachtsegeln, sowie dem Eishockey und Curling. Wie intensiv und auswird dauernd das Skilaufen, mit und ohne Pferdebespan= nung, das Rodeln betrieben. Der neue Geiser- Braunen in Zürich. 7 Das Auto auf der Eisenbahn. Das Auto auf der Eisenbahn. Der er Automobilsport steht heute in voller Blüte. Wer sich's leisten kann, der benützt heute nicht mehr die Eisenbahn, sondern töfft töfft in eigenem Auto durch die Welt. Natürlich gibt es aber noch im Inneren einzelner Länder Strecken, wo das Auto noch nicht überall Verwendung finden kann. Um auch zwischen diesen Auto- unwegsamen und Auto- wegsamen Strecken eine Verbindung herzustellen, hat die Pariser- Lyon- Mittelmeerbahn einen besonderen Eisenbahnwagen konstruiert, der, wie auf unserem Bilde zu ersehen ist, es dem Auto erlaubt zur Abwechslung einmal, auf Schienen" zu fahren. Alumme Die Einsame. Wa 1. Gießen2. Friedberg 3. AlsfeldSchotten 4. Darmitad 6. Grbach7. Worms8. BingenDie Gemei Kreis Dar Darmstadt Arheilgen Braunshar Eberstadt Erzhausen Cichollbrüde Gräfenhause Griesheim hahn mit Weffel. Nieder- Beer Nieder- Ram Waschenb Ober- Rami Brungstadt Roßdorf Schneppent Traila Die Einsame. s war am Neujahrstage, als die Baronin Irma von BerCton zum ersten Male gerrn Albert Marnet begegnete. Alljährlich an diesem Abend veranstaltete die reizende Jrländerin mit den sinnenden Augen, Frau D'Realey ein ,, Souper der Alleinstehenden", zu dem nur solche Freunde geladen wurden, die weder Gewohnheit noch Neigung am häuslichen Herde festhielt, um im Kreise der Familie das Fest zu begehen. Solch ein köstlich anmutender Abend entfachte die Neigung zwischen der Baronin und Herrn Marnet. Sie war eine sehr junge Frau, kaum dreiundzwanzig Jahre alt und dennoch lag ein wehmütiger Zug die Erinnerung an eine schmerzerfüllte Vergangenheit auf dem jugendlichen Gesicht. Mit siebzehn Jahren hatte man sie an einen Mann von vornehmer Lebensstellung, jedoch von vorgerückten Lebensjahren, verheiratet, den die Anmut dieser knospenden Jugend bezauberte. Der blasierte Ravalier bereute jedoch bald die unüberlegte Tat. Die siebzehn Jahre seiner Frau, die ihn anfangs so sehr entzückten, waren ein Gegenstand der Verzweiflung für ihn geworden. Es kam schließlich so weit, daß er Irma tyrannisierte, und er hätte sie gewiß zu irgend einem heftigen, verzweifelten Entschluß getrieben, würde ihn nicht plötzlich ein schmerzhaftes, gichtisches Leiden an das Krankenlager gefesselt haben. Die Ärzte verordneten ihm den Süden, und der Baron von Berton begab sich nach Nizza, während er seine Frau in Paris zurückließ. Seit zwei Jahren lebte sie nun allein und ruhig, als angehende Witwe. Man sagte ihr natürlich häufig, daß man sie liebe, doch fie glaubte nicht daran und war fest entschlossen, sich die Ruhe ihres Herzens zu bewahren. Dann kam jener Abend, den sie in einem Winkel des Salons O'Realey im traulichen Gespräch mit Marnet verbrachte. Beide empfanden die lebendige Freude, bei dem anderen die geheimnisvollsten Regungen der eigenen Seele wiederzufinden. Irma sagte sich nicht, daß er schön sei; auch er bemerkte vielleicht nicht einmal die regelmäßige Schönheit ihres feinen, goldumwellten Kopfes, ihrer schlanken, herrlichen Figur; sie dachten an nichts und gaben sich unwillkürlich dem Zauber eines sie seltsam bewegenden Glückes hin. Am folgenden Tage stattete Albert der Baronin von Berton einen Besuch ab, dann bald einen zweiten. Nach und nach war es ihnen zur Gewohnheit geworden, sich täglich zu sehen, ohne zu merken, daß irgend etwas in ihrem Leben verändert sei. Irma erkannte bald die Leere, die eine Reihe von bitteren Enttäuschungen in dem Herzen ihres Freundes zurückgelassen hatte, das sich nach einer wahren, innigen Zuneigung sehnte. In diesem oftmaligen Beisammensein herrschte fein Gedanke, welcher der Reinheit ihrer Beziehungen widersprochen hätte. Als sie an einem herrlichen Maiabend vor dem offenen Fenster, das nach dem Garten ging, nebeneinander standen und Albert die Hand der jungen Frau an seine Lippen führte und mit bewegter Stimme murmelte: ,, Wie ich sie anbete, teure Freundin," da hätte er schwören können, daß seine irdischen Wünschen völlig entrückte Seele kein unlauteres Gefühl erfüllte. Und dennoch war von dem Tage an, da dieses erste Liebeswort gesprochen wurde, ihre Situation eine andere geworden. Sein Charafter hatte sich verwandelt; er wurde ungerecht gegen Irma. Oft quälte er sie mit seiner Eifersucht und oft wieder verfiel er in die düsterste Apathie. Auch sie hatte einst, wie alle es in einer Stunde getan, den schönen Traum eines Lebens geträumt, das man an der Seite eines geliebten Wesens durchwandelt; ohne Zweifel war dies unmöglich. Und sie fragte sich schließlich, ob sie das Recht habe, gegen den Einzigen, an dessen wahre Zuneigung sie glaubte, unerbittlich zu sein. Welche Pflicht hielt sie zurück, ihm ein inniges Wort zu sagen, nach dem sein Herz schmachtete? Sie stand allein auf der Welt, sie hatte keine Kinder, ihre Eltern waren tot. Und ihr Gatte! Was war sie ihm? Ihr ganzer weiblicher Stolz lehnte sich jedoch dagegen auf, Marnet zu verraten, was sie empfand. Er sollte nie etwas von den Kämpfen erfahren, die sie siegreich bestand, nie etwas von ihrer Sehnsucht nach Liebe und Glück. Eines Tages machte Irma ihm eine niedliche Uhr zum Geschenk, wie eine ganz ähnliche auf ihrem Tische stand. Beide hatten nun dieselbe Empfindung der fliegenden Zeit, wenn sie, jeder bei sich zu Hause, einander gedachten. Hingegen sandte ihr Albert eine herrliche Radierung, einen Christuskopf darstellend, die sie ihrem Bette gegenüber aufhing, ganz so, wie er es in seinem Zimmer mit einem zweiten Exemplar getan, und so fiel sein und ihr erster Blick beim Erwachen auf dasselbe Bild. ,, Wissen Sie was" sagte ihr eines Tages Marnet- „ ich möchte gern eine Wohnung haben, die der ihrigen vollkommen gleicht. Ich habe deshalb gekündigt und bin auf der Suche." ,, Suchen Sie, ich werde Ihnen helfen," erwiderte Irma. Und nach einigem Zögern fügte sie mit einem verwirrenden Lächeln hinzu, das in manchen Augenblicken ihrem Kopf jenen geheimnisvollen Zauber verlich, der in den Frauenaugen Leonardo da Vincis liegt:„ Es wird ebenso sein, als hätten wir dasselbe Heim." Ein Hoffnungsstrahl überflog Alberts Gesicht. Sie gingen beide auf die Suche nach einer Wohnung, doch Irma hatte an jeder etwas auszusetzen; es war, ale wolle sie die endgültige Wahl ihres Freundes hintanhalten. Eines Tages erhielt sie folgenden Brief von Albert Marnet:„ Ich glaube, die geträumte Wohnung gefunden zu haben, eben habe ich sie in aller Eile in Augenschein genommen. Sie können sich nicht vorstellen, wie sym pathisch mir diese Räume sind, ich empfand eine gewissé Bewegung, etwas von jenem Zauber, der mich in Ihrem Salon, in Ihrem Garten, überall, wo Sie sind, stets erfaßt. Bitte kommen Sie heute um 3 Uhr, damit ich Ihnen dieses Haus zeige. Es wird Ihnen gefallen, ich bin dessen sicher. Ganz der Thre, teure Freundin! Albert." ,, P. S. In meiner Begeisterung vergaß ich, Ihnen die Adresse anzugeben. Rue d'Athènes 43." Rue d'Athènes? fragte sich Irma. Und plötzlich durchfreuzte ihren Kopf die Nummer des bezeichneten Hauses. Nummer 43 war das ehemalige Haus ihrer Eltern, das Haus, in welchem sie siebzehn Jahre ihres Lebens verbracht hatte. Die Augen starr auf das hohe, in Eichenholz geschnitzte Haustor mit der Bronzeklinke gerichtet, entstieg sie dem Wagen. Als sie dieses Tor zum letztenmal gesehen, stand es weit offen unter der schwarz behängten Wölbung des Hausflurs und Kerzen warfen ihr gelbes, zitterndes Licht auf einen mit Blumen bedeckten Sarg. Dann hatte man sie fortgeführt und, als sie drei Monate später nach Paris zurückkam, war das Haus verkauft. Das Tor wurde geöffnet und eine alte Frau mit wachsbleichem Gesicht und glänzenden Augen geleitete die junge Frau in das Innere des Hauses. Irma sah auf die Uhr. Es war drei viertel drei Uhr, sie hatte also noch einige Minuten Zeit. ,, Kann ich die Zimmer besehen?" ,, Gewiß, gnädige Frau, ich will Sie führen. Es ist alles im besten Zustande. Der Herr, der zuletzt hier wohnte, war ein Amerikaner, ein Millionär, der alles glänzend ausstatten ließ, er mußte jedoch plötzlich in seine Heimat." Irma hörte nicht zu. Sie blickte um sich her wie selbstvergessen, sie wurde wieder zum jungen Mädchen, zum Kinde. Sie sah sich, wie sie hier, unter dem hohen Hausflur, als Backfisch in irgend einen Kurs eilte, von dem Wunsche beseelt, viel zu wissen und alles zu verstehen. Welch illusorische, unzureichende Stütze diese geistigen Errungenschaften ihr in traurigen Stunden gewesen waren! Gedichte und Symphonien, dachte sie, können den Reiz eines glücklichen Lebens erhöhen, doch sie genügen nicht, eine gequälte Seele zu trösten. ,, Hier ist der große Salon, der auf die Galerie geht." Es war ihr erster Ball, der jetzt vor ihr vorbeizog Hier, in diesem Saal hatte sie ihn mitgemacht. An jede Einzelheit erinnerte sie sich noch genau, als sie sich mit heftigen Kopfschmerzen um 1 Uhr nachts zu Bett legen mußte. Sie seufzte. Seit einigen Augenblicken empfand sie ienen peinlichen Eindruck, der uns erfaßt, wenn wir das Antlitz einer teuren Person plötzlich fast bis zur Unkenntlichkeit verändert wiederfinden. Der Amerikaner hatte alles in diesem patriarchalischen Haus umwandeln lassen. Kostbare Gobelins bedeckten die Wände und weiche Teppiche die Parketten, über die sie als Kind so oft ge= laufen. „ Hier ist das Badezimmer mit den neuen Einrichtungen für faltes und warmes Wasser." Irma trat an das Fenster und blickte hinab in die Alleen des weiten Parkes. Wie sich doch alles verändert hatte! ,, Hier ist noch ein Salon, der an das kleine Schlafzimmer grenzt." Die Frau mit dem wachsbleichen Gesicht fuhr in ihren Erklärungen fort, ohne daß Irma darauf achtete. „ Hier ist das schönste Zimmer mit der Aussicht auf die Straße. Irma stand an der Schwelle still. In diesem Zimmer war ihre Mutter gestorven. Ein Sonnenstrahl fiel in jene Ecke, in der einst ein ähnlicher Strahl zum letzten Male die weißen Locken gestreift, welche das schmale Gesicht der Sterbenden umrahmten. Die arme Frau hatte viel ge= litten! Die Scheidende hatte Irma das schmerzerfüllte Leben einer verlassenen Frau enthüllt. Und ihr war es, als hörte sie durch das Gemach noch die schwache, brechende Stimme flingen: ,, Gegen das Geschick kann man sich nicht auflehnen. Man muß ertragen lernen, der Tod erlöst von allen Schmerzen. Glaube mir, das Einzige, was uns in schweren Stunden noch Kraft verleiht,... ist der Gedanke trotz allem. bis zum Schlusse. den rechten Weg gegangen zu sein."- Nach diesen Worten hatte sie ausgelitten. . · Japan im Die meisten Leute stellen sich das Mikadoreich nur als ein ewiges Blüten- Paradies vor, als ein Land, über das ununterbrochen ein sommerlicher Sonnenglanz ausgebreitet ist, als einen Erdenwinkel, dem der Begriff Winter etwas unbekanntes ist. Und doch hält der Winter mit seinen Begleiterscheinungen, wie Eis, Schnee und Kälte, alljährlich auch in Japan seinen Einzug. Zwar herrscht in den südlichen japanischen Regionen nur ein milder Winter, aber im Norden, besonders in Hokkaido, tritt er mit aller Strenge auf und die dortigen Bewohner haben unter den enormen Schneemassen oft erschrecklich zu leiden. Auch der Industrie, besonders der Seidenernte, spielen starke Fröste in den nördlichen Provinzen zuweilen arg mit, denn die Maulbeerbäume gehen infolge der strengen Kälte gänzlich ein. Allerdings ist der japanische Winter gewöhnlich nicht von langer Dauer. Bereits im Februar regen sich die Knospen der frühen Fruchtbäume, die roten und weißen Blüten der Irma traten die Tränen in die Augen. Da fühlte sie sich von den neugierigen Blicken der Portiersfrau beobachtet und, ihren Schleier rasch herablassend, eilte sie die Treppe hinab und warf sich in ihren Wagen. Albert war erstaunt und beunruhigt, sie in der Rue d'Athènes nicht angetroffen zu haben und fand sich abends zur gewöhnlichen Stunde bei der Baronin ein. Der Kammerdiener überreichte ihm einen Brief. Er entsiegelte hastig das graue, duftige Billett und las:„ Verzeihen Sie mir, mein Freund, ich fühle, daß ich Ihnen Kummer bereite. Aber, geht nicht alles vorüber? Ich wollte Ihnen eine Freundin sein; das genügte Ihnen nicht, deshalb muß ich Sie fliehen. Vielleicht sehen wir uns später einmal wieder. Es ist besser so!" ,, Die Frau Baronin ist vor einer Stunde abgereist," sagte der Diener.„ Nach Nizza zu dem Herrn Baron." Ein paar Monate später kreuzte sich die Equipage, in der Marnet in heiterem Geplauder mit der jungen, ameri kanischen Millionärin saß, die er kürzlich geheiratet hatte, mit dem Wagen der in tiefe Trauer gekleideten Baronin von Berton. Jrmas und Alberts Blicke trafen sich. Die Wagen rollten rasch vorüber. Für einen Augenblick erblaßte Irma, aber gleich erschien ein zufriedenes Lächeln auf ihren Zügen. Sie erinnerte sich, daß ein Weiser einst gesagt: Nichts erfrischt das Blut so sehr, als die Erinnerung an eine Dummheit, die man nicht begangen hat. Schnee. Pflaumenbäume, sowie die gelben Blüten der Oleander, die bei uns erst im März zu blühen beginnen. Auf den Äckern werden schon die kleinen blauen Blumen der Ehrenpreisarten und die gelben Sterne des Löwenzahns sichtbar. Und im März entfalten sich bereits die duftenden Blütensträuße des japanischen Bibasbaumes, die Zitterpappeln decken sich mit Kätzchen, Mandel- und Pfirsichbäume ziehen ihr prächtiges Frühlingsgewand an und die Kamelien entfalten ihre herrlichen Rosen. Jm April zieht endlich der Lenz als Sieger ein und schmückt das Gebilde, das mit der weltberühmten Kirschblüte seinen Höhepunkt erreicht, farbenbunt. Japanerin im Wintergewande. Heno- Part in Tofio. Hibiya- Park in Tokio. In Tokio, wie auch in Yokohama, Kobe und Nagasaki, den Hafenstädten die bekanntlich die Reichspostdampfer des Norddeutschen- Lloyd anlaufen, tritt der Winter ziemlich milde auf. Das Thermometer sinkt am Tage nicht unter Null, während in der Nacht zuweilen bis 10 Grad Kälte zu verzeichnen sind. Weiterstad Wixhausen felderweg Kreis T Die Einsame. Japan im Schnee. 5 De Bor ein Information vom Bere unter der A tifel veröffe namentlich tvedte eine then, ohne machungen Energic, fid geben, fleinlich ein onen zu ver Ramen drau Die verschied julat in Si und zwar be holen; das heit Jahren jedenfalls in Naile aufflar Die Einsame. Laufen. Teppiche die Parketten, über die sie als Kind so oft gelassen. Kostbare Gobelins bedeckten die Wände und weiche Japan im Schnee. Irma traten die Tränen in die Augen. Da fühlte sie ihren Schleier rasch herablassend, eilte sie neugierigen Blicken der Portiersfrau besich von obachtet und, Den Die Einsame. Die Einsame. Aummer 19 Beilage zur Darmitädter Zeitung Reichstagsitichwahl in Beffen 1912 Stichwahl am 22. Januar 1912 Die Kandidaten der Stichwahl und die auf sie entfallenden Stimmen 23. Januar 1912 Hauptwahl am 12. Januar 1912 Die Kandidaten der Hauptwahl 1912 und die auf sie entfallenen Stimmen Christlich und Deutsch503., Wahlkreis ChristlichSoziale, Nationalliberale Wirtsch. Vgg. Fortschrittliche Volkspartei AbSozial gegebene demokraten Stim Gewählt Wirtsch. gg., Zentrum National liberale Fortschritt liche Volkspartei Bù. ò. Ròm. Ab- Wahlgegebene be Sozial- Stim rechtigte demokraten men überund men haupt verwandte 1. Gießen- Nidda Dr. Werner Bedmann Parteien Dr. Werner Dr. Werner unterstüßten den Fort Erkelenz Bedmann 13 032 11 885 24 917 9784 schrittler 6969 7943 24 696 29 988 2. Friedberg- Büdingen Dr. Strad Busold Dr. Strad unter. stützten den Schröder Dr. Strad Leuchtgens Busold 11 706 10 640 22 346 Nationalliberalen 2105 7357 2567 9258 21 267 25 162 3. Alsfeld- LauterbachBindewald Hed Schotten 8153 9394 17 547 Hed Bindewald unterstützte 6174 Bindewald Hed 3214 Möbus 2799 Vetters 3029 15407 19 755 4. Darmstadt- Groß- Gerau Dr. Osann Dr. Quessel 16 744 21 610 38 364 6. Erbach- Bensheim Rippel 9091 7. Worms- Heppenheim. Hasenzahl 11 874 Dr. Duessel unterstützten Dr. Osann Rippel Dr. Osann Dr. Streder 11 170 7268 Dr. Quessel 18 326 36 760 41943 20 965 Hasenzahl 4588 unterstützte Rippel Scior 4371 Dr. Sauer 3621 Hasenzahl 8256 20 015 27285 Frhr. v. Heyl Engelmann 27 269 8. Bingen- Alzey. 18 222 Dr. Beder Korell 12 000 12 12 010 9047 Frhr. v. Heyl unterstützten Frhrn. v. Heyl lebel Frhr. v. Heyl Becker Engelmann 6080 11 325 3959 6644 27 867 32 142 Korell unterſtügten unterstüßte Dr. Beder 24 010 Becker Dr. Becker Dr. Becker Die Ergebnisse der Stichwahl Dom 22. Januar 1912 im Wahlkreife Darmitadt- Groß- Gerau Hauptwahl 1912 Stichwahl 1912 10 848 Korell 9372 Adelung 2315 22 543 25 747 Gemeinde Osann Strecker Quessel Osann Natlib. Quessel Soz. Gemeinde Hauptwahl 1912 Stichwahl 1912 Hauptwahl 1912 Stichwahl 1912 Quessel S03. Gemeinde Kreis Darmstadt Darmstadt 5491 3374 6121 Pirheilgen 358 119 800 8132 483 7588 Kreis Groß- Gerau 836 Astheim 92 106 102 117 Königstädten 76 84 96 114 145 Braunshardt 57 7 35 63 43 Bauschheim. 63 33 86 87 100 Leeheim 99 39 118 128 130 Eberstadt 244 237 866 431 997 Berkach 39 Erzhausen 56 35 220 76 234 8 22 50 24 Mörfelden 26 106 571 91 642 Cichollbrücken 90 16 51 111 53 Biebesheim. 181 80 185 255 256 Nauheim. 64 129 159 160 203 Gräfenhausen 100 22 171 128 177 Bischofsheim 175 407 404 426 533 Raunheim 38 83 254 100 280 Griesheim 215 217 873 354 1004 Büttelborn. 164 46 160 205 180 Rüsselsheim 236 189 907 357 1137 Hahn mit Eich 161 31 96 192 113 1009 Crumstadt 196 37 Weffel. 63 66 109 114 20 87 246 83 Stockstadt 73 111 125 157 174 Nieder- Beerbach 41 31 114 68 126 Dornberg Trebur 125 80 270 207 297 Nieder- Ramstadt mit Dornheim 129 42 164 157 190 Walldorf. 33 80 369 66 e 440 Waschenbach. 147 69 305 213 345 Erfelden 119 44 79 163 90 Ober- Ramstadt 210 74 570 290 615 Wallerstätten 91 40 83 117 108 Pfungstadt 418 219 788 536 924 Geinsheim 78 64 94 147 98 Wolfskehlen 120 49 74 170 83 Roßdorf Traisa. 233 67 317 328 365 Ginsheim 62 109 269 253 126 Worfelden 103 26 65 133 75 Schneppenhausen. 19 4 56 27 58 Gustavsburg 123 65 171 167 194 35 39 131 72 149 Goddelau 132 94 67 184 110 Weiterstadt. 74 37 270 118 Kreis Groß- Gerau 3085 2580 6193 285 Wixhausen m. SensGroß- Gerau 244 417 473 477 682 felderweg. 79 39 231 107 250 Haßloch 20 8 37 23 43 Kelsterbach 125 77 616 190 648 Klein- Gerau Insgesamt 11 170 7268 18 326 16 744 21610 57 30 84 80 99 5 Kreis Darmstadt 8084 4688 12130 Das Ergebnis der gestrigen Stichwahlen in Hessen Frhrn. v. Heyl, der es auf rund 10 000 Stimmen Vor-| nalliberalen, dem Landwirtschaftslehrer Heck, Platz zu machen.hat der bürgerlichen Sache weitere Verluste gebracht; nach sprung vor seinem sozialdemokratischen Gegner brachte. In In Friedberg- Büdingen gelang es dem einmütigen Eintreten Offenbach und Mainz sind jetzt auch Darmstadt und Alzey- Bingen hat, wenn die amtliche Nachprüfung das Resul- der bürgerlichen Parteien für Dr. Strack( natl.) den Wahlkreis Erbach Bensheim von der Sozialdemokratie erobert, tat nicht ändert, der fortschrittliche Pfarrer Korell mit der Sozialdemokratie wieder zu entreißen. In Gießen blieb in beiden Fällen nicht ohne Schuld der Fortschr. Voltspt. 10 Stimmen über seinen nationalliberalen Mitbewerber Dr. der bisherige Abg. Dr. Werner( Wirtsch. Vgg.). Hessen wird Im Wahlkreise Darmstadt ist aber doch wenigstens ein großer Becker gefiegt. Die Hilfstruppen, die der Fortschr. Volkspt. im neuen Reichstag durch 1 Mitglied der Wirtsch. Vgg., Dr. Teil der fortschrittlichen Stimmen auf den nationalliberalen von der Sozialdemokratie zugeführt wurden, waren zahlreicher Werner, durch 2 Nationalliberalen, Dr. Strack und Heck, Skandidaten abgegeben Erbach- Bensheim scheinen die frei- als die Reserven, die für Dr. Becker noch aufgebracht werden 1 Fortschrittler, Storell, 1 bei keiner Fraktion, Frhr. v. Heyl, finnigen Stimmen fast restlos auf den Sozialdemokraten konnten. In Alsfeld- Lauterbach scheidet der bisherige Ab- und 4 Sozialdemokraten, Ulrich, Dr. David, Dr. Quessel und übergegangen zu sein. Glänzend ist der Stichwahlsieg des geordnete Bindewald( Wirtsch. Vgg.) aus, um einem Natio- Hasenzahl vertreten sein. Deutsche Mädchen in Frankreich Von Leonore Niessen- Deiter 3. einer Arbeit oder Stellung stark mit. In Norwegen beispiels-| aus, da es keine Freistunden, also auch kein Außer- dem- Hause weise fann es einem leicht geschehen, daß man in den Ferien gibt. Bleiben also nur gelegentliche Gespräche mit dem übrigen in der Sommerfrische etwa von einer jungen Lehrerin bedient Dienstpersonal. Daß es nicht das beste Französisch ist, das in wird, die sich auf diese Weise etwas zuverdient oder einen der Küche gesprochen wird, versteht sich am Rande, außerdem Vor einigen Jahren habe ich auf den Wunsch und die Landaufenthalt möglich macht. Ja eine mit den Verhältnissen aber steht l'Allemande felbft in der Küche gewöhnlich ganz Information einer in Südfrankreich lebenden Vorstandsdame vertraute Norwegerin versicherte mir, daß eine Reihe Mädchen isoliert da. Erstens wird sie wie das häufig der Fall ist: vom Verein der Freundinnen junger Mädchen aus guten, aber armen Familien einfach Stellungen als als Tochter aus einem Offizier, Arzt- oder Beamtenhause aunter der Aufschrift„ Junge Mädchen im Auslande" einen Ar- Dienstmädchen annehmen, ohne ihre gesellschaftliche Wertung zu andere freundschaftliche Beziehungen anzufnüpfen wünschen, als tifel veröffentlicht, der mir seither eine Reihe von Zuschriften, verlieren, jo lange nur ihr Betragen dementsprechend sei. mit der Köchin oder dem Zimmermädchen, zweitens aber namentlich aus Südfrankreich, verschafft hat. Der Artikel be- Benn die Praxis dem entspricht, kann nur Bravo teilt das Personal mit ziemlicher Pünktlichkeit dieselbe Nichtzwedte eine Warnung an alle jungen deutschen Ma d- sagen. achtung, die die Herrschaft der Allemande entgegenbringt. Man man en, ohne genaueste Erkundigung, bestimmteste schriftliche Ab- Aber in Frankreich sind die Auffassungen in dieser Be- braucht nicht auszuführen, welche schwere sittliche Gefahren machungen und, last not least, das nötige Alter und die ziehung erstens sehr anders, und zweitens geht die überwiegende eine solche Isolierung für einen jungen, umgangsbedürftigen Energic, sich im Notfalle wehren zu können, ins Ausland zu Menge der jungen Mädchen ganz und gar nicht mit der Absicht und gewohnten Menschen mit sich bringt. Dazu kommt geben, nicht um die Strebsamkeit wackerer junger Menschen hinaus, Dienstmädchen zu werden. Im Gegenteil. Die noch ein Umstand, der von zu vielen Seiten erwähnt, um nicht fleinlich einzudämmen, sondern um Vorkommnisse und Situati Anerbieten, namentlich bei den au pair- Stellen, sind meist zu sagen betont wird, als daß ich ihn übergehen dürfte. Im onen zu vermeiden, die für die einzelne wie für den deutschen verlockend genug, und nur zu häufig sieht sich die Sache von allgemeinen fümmern sich die Herren des Hauses so wenig Namen draußen gleich unrühmlich, wenn nicht schmählich sind. Deutschland aus durchaus so an, als ob das junge Mädchen um das deutsche" Fräulein" etwa der Kinder, daß es nicht Die verschiedenen Zuschriften, u. a. von einem deutschen Kon aus gutem Hause in eine gleichgestellte Familie aufgenommen für nötig gehalten wird, ihr auch nur die Tageszeit zu bieten. sulat in Südfrankreich, veranlassen mich, dieselbe Warnung, werden sollte, wo es als Entgelt für seinen Aufenthalt und ist sie aber jung, so fümmern sie sich im Gegenteil etwas und zwar besonders mit Bezug auf Südfrankreich, zu wieder die Annehmlichkeit, umsonst die Sprache zu erlernen, etwas zu viel und etwas zu intensiv um dasselbe Fräulein". volen; das einmütige, von einander unabhängige Urteil von Hausarbeit zu übernehmen hätte. In Wirklichkeit ist seine Führt das dann zu Weiterungen irgendwelcher Art, so ist jeit Jahren an Ort und Stelle ansässigen Deutschen verdient Stellung sehr viel ungünstiger als die eines Dienstboten, der seibverständlich niemals der Herr, sondern das„ Fräulein" jedenfalls in Deutschland gehört zu werden und wird auf alle seine bestimmten Obliegenheiten und Rechte hat: l'Allemande schuld, und es wird wegen mauvaise conduite entlassen, oder Fälle auffärend wirken. Die jungen Mädchen, die an ist der wenig geachtete Packesel, dem man ungeniert alles es wird ihr, wenn sie von sich aus fündigt, das ausbedungene pair oder gegen geringes Gehalt in Frankreich Stell- aujiädt, was fein anderer tun mag, und der dafür kein Anrecht Gehalt nicht gezahlt. Eine Dame berichtet mir einen Fall, ung suchen, sind zum großen Teil Töchter guter, aber mehr auf die geringste freie Stunde hat. Und was sowohl die wo ein deutsches Fräulein auf ein Schloß kam, vermutlich also oder weniger vermögensloser Familien, die einen Auslands- au pair wie die übrigen meist sehr schlecht bezahlten Stellen auf ein durchaus glänzendes Angebot. Ihre Stammertür hatte aufenthalt, gewöhnlich um die Sprache zu erlernen, nicht er angeht: das Französischlernen ist gewöhnlich völlig illusorisch. weder Schloß noch Riegel, was einer der Diener zu einem schwingen tönnen, und die gern arbeiten wollen, um ihren Die junge Deutsche geht nach Frankreich, um Französisch zu nachtlichen Ueberfall benutte. Folge: nicht etwa der Diener, Wissensdurst zu befriedigen. An sich gewiß etwas durchaus lernen, aber man hat sie kommen lassen, um von ihr auf das Fräulein" war schuldig, und da ihr nichts übrig blieb, Bernünftiges und Lobenswertes; kein vernünftiger Mensch wird billige Weise Deutsch zu profitieren, und also wird Deutsch mit als fortzugehen, bezahlte man ihr Gehalt nicht aus. einen anderen darum weniger gut behandeln, weil er arbeitet. ihr gesprochen: das heißt, sie muß mit den Kindern deutsch fummervollsten und schmählichsten sind natürlich die Fälle, in Aber erstens sind die verständigen Menschen überhaupt in der sprechen, denn eine andere Unterhaltung ist selten. Etwa außer denen ein unerfahrenes, törichtes Geschöpf aus der Hilflosigkeit Minderheit, und zweitens spricht die jeweils übliche Auffassung dem Hause die Sprache zu erlernen, schließt sich von selbst seiner Lage heraus in Schande und Elend kommt, rücksichtslos Am Weitere bemner Lensres de Westresultere sir. Die Reichstagsftichwahl- Ergebnille Ostpreußen Miemel- Heydefrug. Schwabach( ul.) wiedergewählt. Westpreußen Graudenz Strasburg. Sieg( nl.) wiedergewählt. Schlochau- Flatow.( Bisher tons.) Gewählt: Fr. Knigge( tons.) 126 Westfalen Hagen. Bisher Cuno( Fortschr. Bpt.). Stichwahl: König ( 03.), 24 774, Crüger( Fortschr. Vpt.). Gewählt: Kö= nig( Soz.). Hessen- Nassau Homburg v. d. H. Bisher: Brühne( Soz.). Lücke( Bd. d. L.) bon 1474, Landger. Direkt. Itschert( 3tr.) 9786, Pfarrer Küster( ul.) 6434, Gastwirt Goll( Fortschr. Bpt.) 6072, Schuhmachermeister Weinhausen Brüne( Soz.) 21 279. Stichwahl: Brühne( S03.) 23 600, Stimmen. Stichert( 3tr.) 16 484. Gewählt: Brühne( Soz.). Danzig- Stadt.( Bisher Fortschr. Vp.) ( Fortschr. Vp.) 13 582, Mardwald( S03.) 10 736 Gewählt: Weinhausen( Fortschr. Bp.) Landkreis Danzig.( Bisher Rp.) Doerksen( Rp.) wiedergewählt. Brandenburg Stabt Frankfurt a. M. Bisher: Defer( Forschr. Vpt.) Generalsekretär Behrens( Christl- Soz.) 1289, Lehrer Schwart ( 3tr.) 5708, Redakteur Deser( Fortschr. Vpt.) 31 306, Redakteur Dr. Quard( S03.) 35 686. Stichwahl: Quarch( Soz.) 39 013, Deser( Fortschr. Bpt.) 34 256. Gewählt: Dr. Quarck( Soz.). Mheinproving Sachsen- Altenburg.( Bisher Np.) Stichwahl Schmidt ( Rp.), Käppler( Soz.) Gewählt: Käppler( S08.) Dessau- Zerbst.( Bisher Schrader, Fortschr. Vp.) Stichwahl Heine( Soz.), North( nl.) Gewählt: Heine( Soz.) Bernburg- Ballenstedt.( Bisher nl.) Stichwahl Baumeder( nl.), Bender( Soz.) Gewählt: Bender( Soz.) Schwarzburg- Sondershausen.( Bisher nl.) Stichwahl Bärwinkel( nl.), Rosenfeld( Soz.) Gewählt: Bärwintel( n.) Waldeck.( Bisher Potthoff, Fortschr. Vp.) Amtsgerichtsrat Vietmeyer,( Wirtsch. Vgg.) 4403, Rechtsanwalt Barnhagen ( nl.) 2037, Redakteur Nuschke( Fortschr. Vp.) 3687, Geschäftsführer Weddig( Soz.) 1600. Stichwahl Nuschke( Fortschr. Vp.) 6031, Vietmeyer( Wirtsch. Vgg.) 6238. Gewählt: Vietmeyer( Wirtsch. Vgg.) Schaumburg- Lippe.( Bisher Rp.) Stichwahl Gärtner ( S03.). Strömer( Fortschr. Vp.) Gewählt: Krömer( Fort schrittl. Vp.) Elsaß- Lothringen Kolmar.( Bisher b. t. Fr.) Stichwahl Dr. Haegy( Elf. aber den St Chweinefeuch Buszug δι als Breubilde Brovinzen, ferner Bundes ftaaten, die in Regierungs bezirfe geteilt find. Berlin I.( Bisher Fortschr. Vp.) Kaempf( Fortschr. Vp. 5589, Düwell( Soz.) 5579 Stimmen. Gewählt: Kaempf Stadt Köln. Bisher: Trimborn( 3tr.). Direktor Stuhr ( Fortschr. Vp.) Oberbarnim.( Bisher tons.) Hubrich( Fortschr. Vp.)| mann( Wirtsch. Vgg.) 310, Justizrat Trimborn( 3tr.) 17 343, Prof. Dr. Bermbach( nl.) 7154, Parteisekretär Hofrichter( S93.) stegte gegen Bruns( Soz.) 12324, 18 666, Dr. Pohlschröder( D. V.) 1161. Stichwahl: Trimborn ( 3.) 22413, Hofrichter( Soz.) 28 634. Gewählt Hofrich- Zentr.) 8872, Peirotes( S03.) 9905. Gewählt: Beiro tez ter( Soz.). Kottbus- Spremberg.( Bisher Rp.) Parthey( Rp.) Giebel( S03.) 14 465 Stimmen. Gewählt: Glebet( S03.) Arnswalde- Friedeberg.( Bisher Rfp.) Bruhn( Rfp.) gegen v. Schuckmann( fons.) wiedergewählt. Pommern Stralsund Rügen.( Bisher( Fortschr. Vp.) ( Fortschr. Vp.) gewählt. Königreich Bayern München I. Bisher: Wölzl( nl.). Gutsbesitzer von Spies ( tons.) 563, Magistratsrat Dr. Lochbrunner( 3tr.) 4862, OberHeyn ſtudienrat Dr. Kerschensteiner( Liberal) 10 949, Verwalter Witti( Soz.) 11 594. Stichwahl: Witti( Soz.), Dr. KerschenGewählt: steiner( Liberal). Gewählt: Kerschensteiner( Lib.). Straubing. Bisher: 3tr. Bäckermeister Schefbeck( 3tr.) 10 094, Gutsbesißer Laux( Bbd.) 8814, Parteisekretär Auer ( S03.) 1969. Stichwahl: Schefbeck( 3tr.), Laur( Bbd.) Gewählt: Laur( Bbd.). Greifswald- Grimmen.( Bisher Fortschr. Vp.) Gothein( Fortschr. Vp.) gegen kons. Posen Fraustadt- Lissa.( Bisher Rp.) Stichwahl: Oppersdorff ( Zentr., Löhning( Fortschr. Vp.) Gewählt: v. Oppers dorff( Bentr.) Czarnitau- Kolmar i. P. Bisher tons.) Stichwahl: Ritter( kons.), Buinski( Pole). Gewählt: Ritter( fons.) Schreien Stadt Breslau- Ost. Bisher: Fürst von Haßfeldt( Rpt.). Stichwahl: Dr. Grund( nl.), Bauer( S03.) Gewählt: Bauer( S03.). Kaiserslautern. Bisher: Roesicke( fons.). Rittergutsbes. Dr. Roesicke( fons.) 9770, Prof. Hummel( Fortschr. Vpt.) 8401, Adjunkt Hoffmann( Soz.) 11 306. Stichwahl: Hoffmann( S03.)" 16 296, Roefice( fons.) 12 067. Gewählt Hoffmann( Soz.). Bayreuth. Bisher: Natl. Stichwahl: Hugel( Soz.), Winsauer( nl). Gewählt: Hugel( Soz.). Ansbach- Schwabach. Bisher: Kons. Stichwahl: Hufnagel ( kons.), Hierl( Soz.). Gewählt Hierl( Soz.). Rothenburg o. o. T. Bisher: Hilpert( b. f. F.). Stichwahl: Hilpert( Bdl.), Kerschbaum( Bbd.). Gewählt Kersch Kreuzburg- Rosenberg. Bisher: Fürst Hohenlohe- Dehringen( fons.). Stichwahl: Meher( kons.), Kutschka( Pole). Ge- baum( Bbd.). wählt: Meyer( kons.). Groß- Strelik Kosel. Bisher: 3tr. Stichwahl: Wajda ( Pole), Glowaßli( 3tr.). Gewählt: Glowapki( 3tr.). Lublinik- Tost- Gleiwik. Bisher: Pole. Stichwahl: Warlo ( 3tr.) und Niedt( nl.). Gewählt: Warlo( 3tr.). Bitta Beuthen- Tarnowik. Bisher: Pole. Stichwahl: ( 3tr.), Dombeck( Pole). Gewählt: Dombeck( Pole). Kaftowik- Zabrze. Bisher: Pole. Stichwahl: Sofinski ( Bole), Biniszkiewicz( Soz.). Gewählt: Sosinski( Bole). Görlitz- Lauban. Bisher: Mugdan( Fortschr. Vpt.). Stichwahl: Mugdan( Fortschr. Vpt.), Taubadel( Soz.). Gewählt: " Taubadel( Soz.). Provinz Sachfen Osterburg- Stendal. Bisher: Fuhrmann( nl.). Stichwahl: Fuhrmann( n.), Hösch( kons.). Gewählt: Hösch( fons.). Jerichow I us II. Bisher: Kons. Stichwahl: Haupt( Soz.), v. Byern( kons.). Gewählt: v. Byern( fons.). Wollmirstedt- Neuhaldensleben. Bisher: Natl. Stichwahl: Schiffer( nl.), Nitsch( Soz.). Gewählt: Schiffer( nl.). Oschersleben- Halberstadt. Stichwahl: Rimpan( nl.), Brandes( Soz.). Gewählt: Brandes( Soz.). Bitterfeld- Deliksch. Bisher: Rpt. Stichwahl: Bauermeister ( Rpt.), Raute( Soz.). Gewählt: Raute( Soz.). Mühlhausen- Langenfalza- Weißensee. Bisher: Kons. Stichwahl zwischen Kons. und Soz. Gewählt Arnstadt ( tons.). Schleswig- Holstein Tondern- Husum- Eiderstedt. Bisher: Fortschr. Vpt. StichKönigreich Sachsen Königreich Württemberg Besigheim- Heilbronn.( Bisher Naumann( Fortschr. Vp.) Redakteur Dr. Wolff( fons.) 10 778, Schriftsteller D. Naumann( Fortschr. Vp.) 10 687, Redakteur Feuerstein( S03.) 12 429. Stichwahl Feuerstein( S03.), Wolff( tons.) Gewählt: Feuerstein( Soz.) ( Soz.) Opreußen Landkreis Straßburg.( Bisher Zentr.) Stichwahl Fuchs ( Soz.) 11 565, äaer( b. t..) 8436. Gewählt: Fuchs( Soz.) Zabern.( Bisher Rp.) Stichwahl Hoeffel( Rp.) 8257, Ad. Roeser( Fortschr. Vp.) 9843. Gewählt: Roeser( Fort Beſtpreußen schrittl. Vp.) Bolchen- Diedenhofen.( Bisher de Wendel b. t. F.) Stich wahl Windeck( Lothr.) 17 998, Medernach( 3entr.) 16 409. Ge wählt: Windeck( unabh. Lothr.) Metz.( Bisher Grégoire, b. f. F.) Stichwahl Dr. Weill ( Soz.), Lasolgne( Loth.). Gewählt: Dr. Weill( Soz.) Laufende Ne Branden burg Bommern Posen Schlesien 15 Gadhien 18 Sal- Holst. 20 Hannover * Bertin, 23. Jaye Bts Matternacht waren alle su ne sultate bekannt. Gewählt sind 5 Konservative, 1 Reichpartei, 3 3entrum 4 Wirtschaftliche Pereinigung bezw. Repartei, 27 Sozialdemokraten, 3 Weljen, 2 Polen, 2 Bund der formpartei, 14 Nationalliberale, 18/ Fortschrittliche Volta Landwirte, 1/ Lothringer. Die Konservativen gewinnen 1, verlieren 4, fie Reichspartei gewinnt 0, verliert 4, die Nationalliberale gewinnen 7, verfteren 8, die Fortschrittliche Plauen.( Bisher Fortschr. Vp.) Stichwahl: Jäckel Soz.), verliert 2, die Wirtschaftliche Vereinigung gewinnt 1, verVolkspartei gewinnt 5, verliert 5, das Zentrum geroinnt 2. Günther( Fortschr. Vp.) Gewählt: Jäckel( Soz.) liert 1 die Welfen gewinnen 3, verlieren 0, die Sozialdemo verliert 0, die Elsässer gewannen 0, verlieren 1, die Lothrinfraten gewinnen 26, verlieren 2, der Bauernbund gewinnt 2, ger gewinnen 1, verlieren 1, die Polen gewinnen 0, verlierem mit den/ heutigen Stichwahlen sind insgesamt 364 41 Deutsch- Konservative, 12 Reichspartei, 10 Wirtschaftliche Abgeordnete endgültig gewählt worden und zwar: Vereinigung, 3 Deutsche Reformpartei, 2 Konservativ- Wilde, 16 Polen, 91 Zentrum, 5 Welfen, 3 Bayer. Bauernbund, 37 Nationalliberale, 35 Fortschrittliche Volkspartei, bund, 1 Bayerischer Liberaler, 99 Sozialdemokraten, 5. Ei1 Bauern= Calw- Nagold.( Bisher Fortschr. Vp.) Stichwahl sässer, 2 Lothringer, 1 Däne. Die Konservativen gewinnen 6. Schweichardt( Fortschr. Vp.), Steinmayer( Soz.) Gewählt: verlieren 18, die Reichspartei gewinnt 3, verliert 14, die Schweickhardt( Fortschr. Vp.) Wirtschaftliche Vereinigung gewinnt 3, verliert 10, der Bayer. wahl Liesching( Fortschr. Vp.), Nübling( tons.) Gewählt: verliert 14, die Polen gewinnen 0, verlieren 1, die NationalFreudenstadt- Oberndorf.( Bisher Fortschr. Vp.) Stich- Bauernbund gewinnt 3, verliert 0, das Zentrum gewinnt 5, Liesching( Fortschr. Vp.) Balingen- Rottweil.( Bisher Haußmann, Fortschr. Vp.) liberalen gewinnen 19, verlieren 29, die Fortschrittliche VolksStichwahl Haußmann( Fortschr. Vp.) Mattutat( Soz.) Ge- partei gewinnt 13, verliert 18, die Sozialdemokraten gewin wählt Haußmann( Fortschr. Vp.) nen 59, verlieren 9, die Welfen gewinnen 1, verlieren 1, die Gmünd Göppingen.( Bisher Fortschr. Vp.) Stichwahl Elsässer gewinnen 2, verlieren 2, die Lothringer gewinnen 1, Böblingen- Leonberg.( Bisher Wirtsch. Vgg.) Stichwahl: Sperta( Soz.), Keinath( nl.) Gewählt: Keinath( nt.) Eklingen- Kirchheim.( Bisher nl.) Stichwahl List( nt.) 16 373, Schlegel( Soz.) 16 228. Gewählt: List( nl.) Reutlingen Tübingen.( Bisher v. Payer, Fortschr. Vp.) Stichwahl v. Payer( Fortschr. Vp.), Schlicke( Soz.) Gewählt: Payer( Fortschr. Vp.) wahl: Schifferer( nl.), Bland( Fortschr. Vpt.). Gewählt: Lindemann( Soz.) Gunßer( Fortschr. Vp.) Gewählt Gun- die Wilden gewinnen 2, verlieren 5. Es finden am Donners Dr. Bland( Fortschr. Vpt.). Dithmarschen- Steinburg. Bisher: Natl. Stichwahl: Hoff ( Fortschr. Vpt.), Müller( Soz.). Gewählt: Hoff( Fortschr. Vpt.). Hannover Neustadt a. R.- Nienburg. Bisher: Arning( nl.). Stichwahl: Arning( nl.), von Scheele( Welfe). Gewählt: v. Scheele ( Welfe). Hildesheim. Bisher: Kons. Stichwahl: 3ürn( kons.), Rauch( Soz.). Gewählt: Rauch( Soz.). Einbed- Nordheim. Bisher: Natl. Stichwahl: MachensDeichmann. Gewählt: Deichmann( Soz.). Göttingen- Münden- Duderstadt. Bisher: Welfe. Stich wahl: Ickler( nl.), Mey( Soz.). Gewählt: Ickler( nl.). Goslav- Zellerfeld. Bisher: Wirtsch. VBgg. Stichwahl: Götting( n.), Leinert( Soz.). Gewählt: Götting( nl.). Gifhorn- Peine. Bisher: Natl. Stichwahl: Meyer( nl.), Schneider( Soz.). Gewählt: Meyer( nl.). Uelzen- Lüchow. Bisher: Rpt. Stichwahl: Dusche( nl.), v. Mending( Welfe). Gewählt: v. Mending( Welfe). Lüneburg- Winsen. Bisher: Natl. Stichwahl: Dammann( nl.), von Wangenheim( Welfe). Gewählt: v. Wangenheim( Welfe). auf die Straße gesetzt wird und verkommt, oder bestenfalls den, Konsulaten oder irgendwelchen Landsleuten zur Last fällt: Fälle, die wahrlich nicht geeignet sind, dem Namen der deutschen Frau drüben in Frankreich Ehre zu machen. ßer( Fortschr. Vp.) Backnang- Hall.( Bisher W. Vgg.) Stichwahl Vogt( W. Vgg.), Schock( Fortschr. Vv.) Gewählt Vogt( W. Vgg.) Geislingen- Ulm.( Bisher Fortschr. Vp.) Stichwahl Hähnle( Fortschr. Vp.), Graf( fons.) Gewählt: Hähnle ( Fortschr. Vp.) Kleinere Staaten Sachsen- Weimar 1. Weimar- Apolda.( Bisher Wirtsch. Vgg.) Stichwahl Baudert( Soz.), Enders( Fortschr. Vp.) Gewählt: Baudert( Soz.) tag noch 33 Stichwahlen statt. An diesen sind beteiligt die Konservativen in 10, die Reichspartei in 5, die Nationalliberalen in 8, die Fortschrittliche Volksparteet in 10, das Zentrum, in 7, die Polen in 4, die Sozialdemokraten in 19, die Wilden in 1 Wahlkreis. Literarisches Sachsen- Weimar 2. Eisenach- Dermbach.( Bisher Soz.) Grotes Verlag, Berlin, brosch. 4 Mt., geb. 5 Mk.In ähn , Lux a eterna", Roman von Joseph Lauff. G. Stichwahl zwischen Marquart( nl.) und Leber( S03.) Gelicher Weise, wie in seinem vorjährigen Roman Kevelaer" wählt: Marquart( nl.) hat der Verfasser in seinem obigen neuen Werke der DentSachsen- Weimar 3. Jena- Neustadt.( Bisher b. t. F.) Stich und Gewissensfreiheit, gegenüber der Autorität der Hierarchie, wahl Leutert( S03.), Schauer( kons.) Gewählt: Leutert eine Lanze gebrochen und dem ewigen Lichte der Wieder( S03.) Oldenburg 1. Oldenburg- Lübeck- Birkenfeld. Fortschr. Vp.) Stichwahl Stelling( Soz.). Ahlhorn Vp.) Gewählt: Ahlhorn( Fortschr. Vv.) Barel- Jever.( Bisher Träger, Fortschr. Vp.) Träger( Fortschr. Vp.), Hug( Soz.) Gewählt: ( Fortschr. Vp.) Dr. N. geburt und Erfenntnis zur Zeit der Reformation, der geister( Bisher bannenden Macht der Kirche gegenüber, ein Denkmal gefeßt. ( Fortschr. Es ist ein eigenartiges, tagebuchmäßig niedergeschriebenes Memoirenwert eines ursprünglich zum Geistlichen bestimmten, Stichwahl aber von humanistischem Geiste beseelten Magisters der freien Träger Künste, der sich nach wechsel vollen Schicksalen, nachdem er feine bereits im Nonnenkloster lebende Geliebte entführt, sich in Wittenberg zur Zeit niederläßt, wo Tegel seinen Ablaß reich annehmen. Draußen soll sie mit aller Höflichkeit, handel betreibt und Dr. Luther seine 95 Thesen an der aber auch mit aller Bestimmtheit auftreten. Man schreibt mir, Schloßkirche anschlägt. Wie zur Sühne seines fühnen Ein daß die Engländerin in gleicher Lage selten so schlecht behandelt bruchs in das Klosterleben muß er den Schmerz erleben, daß würde, einfach, weil sie es sich nicht gefallen ließe! fein daraus entrissenes Weib später dem Banne der KirchenUnd das ist der Punkt, den ich meinen deutschen Schwestern Au pair- Stellen sind immer zu vermeiden. Sie schaden sagung und deren dämonischen Vertreter, einem Widersacher eindringlich ans Herz legen möchte. Nicht nur der der einzelnen, weil eine unbezahlte Stellung ohne flare Pflich- des Helden, erliegt und ihm entfremdet wird; doch das deutsche Mann, ebenso, wenn nicht noch ten und Rechte selbst unter günstigen Verhältnissen schiefe Schicksal bricht seine Ueberzeugung nicht und im Geiste mehr die deutsche Frau sollte es als heilige Lagen mit sich bringt, wobei zu bedenken ist, daß die Verhält- Huttens wirkt er weiter. Der Stil zeigt zwar in den chronikPflicht betrachten, dem deutschen Namen im nisse in Frankreich nicht günstig sind, und sie schädigen die All- artigen Aufzeichnungen archaistische Färbung, enthält aber Auslande Ehre zu machen. Für eine deutsche Frau, gemeinheit, indem sie die an sich niedrigen Gehälter noch immer namentlich in wahrhaft poetischen Naturschilderungen_harDie viel reist, ist es schon wahrlich kein Vergnügen, beobachten mehr herunterdrücken und damit den Mädchen, die darauf an monische, ergreifende Seelengemälde und herzinnige Stimzu müssen, wie an den mondänen Pläßen ein immer größerer gewiesen sind, die Nahrung verkürzen. Ferner soll sich jedes mungsbilder. Neben glühendsinnlichen Situationen laufen Brozentsaz der Halbweltlerinnen sich aus Deutschen zusammen- junge Mädchen vorher darüber ganz klar sein, daß sie feines- auch föstliche Genrebilder volkstümlichen Humors- alles setzt. Um so mehr sollte die anständige deutsche Frau es ver falls als Dame, als Fräulein behandelt werden wird, son in allem ein spannendes und fesselndes Buch. * Die Plastik, illustrierte Zeitschrift für die gesamte meiden, sich dem Ausländer in erniedrigenden und unwürdigen dern daß sie einfacher Dienstbotenarbeit entgegengeht, im fremSituationen zu repräsentieren. Es ist aber unwürdig, sich drau- den Land, ohne Freunde und ohne Anschluß irgend welcher Bildhauerei und Bildnerei und ihre Beziehungen zu Archi Ben zu Diensten gebrauchen zu lassen, an die man im Vater Art, daß sie die Sprache des Landes nicht lernen wird, son- tektur und Kunstgewerbe. Herausgegeben von Ater. Hei! Lande nicht einmal denken würde. Es ist unwürdig, diese Dienste dern daß sie sie vorher wenigstens so weit beherrschen muß, um meyer, München. Verlag von Georg D. W. Callwey in Der vorliegende Jahresobendrein für kein oder ein so lächerlich geringes Entgelt zu sich gegebenenfalls ihrer Haut wehren, um mit Bestimmtheit München.( Vierteljährl. 3 Mr.) leisten, daß das allein schon und an sich die Arbeitsleistung wie ihre Ansprüche durchsetzen zu können. Nur so ist es möglich, band zeigt, in welcher Weise die Plastik ihre Aufgabe bisher den Arbeitenden herabsetzt. Es ist unwürdig, sich draußen die Stellung des deutschen Fräuleins so weit zu verbessern, erfüllt hat. Daß sie auf diesem Wege weiter fortschreiten wird, Zumutungen gefallen zu lassen, die der Inländer von der Hand daß sie den deutschen Namen in Frankreich nicht länger herab- bestätigt gleich die erste Nummer des zweiten Jahrganges. weift, und die man im Vaterlande selbst von der Hand weisen seht, wie es zum lebhaften Unwillen so vieler in Frankreich Sie tritt ein für die künstlerische Wiederbelebung der Töpferwürde. Es ist ganz gewiß nicht allein die Schuld der örtlichen anjassigen Deutschen jetzt so oft der Fall ist. Hat aber ein plastik, wie sie sich vornehmlich in der originellen Kunst gn. Auffassung, wenn in Südfrankreich die Allemande ant sich so junges Mädchen aus gutem Haus, das ohne Vermögen und Taschners vollzieht. Die acht Bildertafeln veranschaulichen oft mißachtet und mißbraucht wird: zum Mißbrauchen gehören ohne besondere Talente auf den Broterwerb angewiesen ist, in instruktiver Weise ihre plastischen Wirkungen. Nicht weniimmer zwei! Stolz und Selbstachtung soll die Deutsche haben, den Mut, die" Dame" kurzerhand abzuwerfen, so ist es doch ger interessant und reichhaltig ist der Textteil. Tim Klein die herausgeht, und gerade die, die gezwungen ist, draußen zu sehr zu überlegen, ob sie diesen Mut nicht lieber in Deutsch stellt sich die hohe Kunst des Phidias in begeistertem Schauen arbeiten. Aber um beides bewahren zu können, darf sie unter land haben will. In Deutschland, wo sie bei dem wachsenden dar. Gottfried Vocke nimmt Stellung zu der aktuellen Frage feinen Umständen leichtsinnig oder leichtgläubig auf irgendein Mangel an zuverlässigen weiblichen Hausangestellten und bei der Künstlererziehung. Heft II ist der Kleinplastik gewidmet. anscheinend glänzendes Angebot durch einen Agenten oder ein der wachsenden Achtung vor der Frauenarbeit auf jedem Ge- Uns in Darmstadt interessiert besonders die Wiedergabe des Inserat hin losreisen, sondern sie soll nie ohne die gebiet so viel mehr Aussicht auf gutes Gehalt und freundliche prachtvollen Trinkhorns von Ernst Riegel, das in der Ausnaueste vorherige Erkundigung, ohne flipp Behandlung hat, wo es ihr so viel leichter ist, Erkundigungen stellung vor Weihnachten zu sehen war. Die anderen Bilderund klare schriftliche Festlegung der Pflichten einzuziehen, wo man ihr nicht von vornherein mit Miß- tafeln zeigen Medaillen- Entwürfe von May Dasco und Georg und Rechte, sowie eines den Leistungen an- achtung begegnet, und wo ihr schließlich in verzweifelten Fällen Römer, Entwürfe von Waderé, Penz in Schwaz und Kaerner in München. gemessenen Gehaltes eine Stellung in Frank der Schutz des Gesetzes so viel leichter erreichbar ist. - - Bestfalen Helfen Nalau 31 Rheinland 34 Sohenzoll Bayern Sachsen Württem berg Baden Selfen Oldenburg Sachsen- Co Burg- Gotha Elfab Cothringen Meteorolo ( Phyli Januar 1912 Barometer 2 Stam. 74 92160s. 74 28 7 org 74 Hochste Te Miebrigite PA D für I Stichtahl Schmidt et( So.) rtichr. Bp.) Stich Heine( Soz.) Nachweisung iber den Stand der Maul- und Klauenfeuche und der 127 Derichiedenes Telegraphische Meldungen Stichwahl Bann Ehweinefeuche( einschl. Schweinepeft) im Deutschen Reiche ersten Berliner Reichstagswahlkreise, wo der ader( Soz.) er nl.) Stichtabl ählt: Bärtin am 15. Januar 1912. Kuszug aus der amil Veröffentlichung im Reichsanzeiger" p.) Amtsgerichts. Breußische Fanwalt Barnhagen Brovinzen, p.) 3687, Geschäfts ferner Nuichte( Fortschr. Bundes Gewählt: Biet Stichwahl Gärtner Krömer( Fort Dr. Haegy( Elf. ählt: Beirotes Stichwahl Fuchs lt: Fuchs( Soz Deffel( Rp.) 8257, Staaten, die in Regierungsbezirfe geteilt sind. Laufende Nr. Regierungs- 2c. Bezirke sowie Bundesstaaten, die nicht in Regierungsbezirke geteilt sind. Maulund KlauenSeuche SchweineSeuche einschl. Schweinepest Niederlande. Rotterdam( J. A. Stokdijk& Co.). Bunte 3.65-3.80, Borgers 2.60-2.80, Blaue 3.50-3.80, Eigenheimer 2.60-2.80( Fracht Rotterdam- Berlin 131 F.). W. Berlin, 22. Jan. Die Wahlbeteiligung im L. C. Rimbach i. Odw., 22. Jan. Vom 18. bis 20. Jan. Fortschrittler Kämpf gegen den Sozialdemokraten Düwell in d. Js. fand hier im Gasthaus Zur Krone" ein ViehzuchtStichwahl steht, ist sehr rege. Gegen 12 Uhr erschien der kursus statt, der vom Landwirtschaftskammer- Ausschuß für Reichskanzler, begleitet vom Unterstaatssekretär von Startenburg gemeinsam mit dem landw. Bezirksverein HeppenEisenhardt- Rothe im Wahllokal des 18. Bezirks. Vor ihm heim veranstaltet wurde und sich einer überaus lebhaften Behatten bereits die Staatssekretäre Delbrück, Lisco, die Mini- teiligung seitens der viehzuchttreibenden Bevölkferung erfreute. ster Sydow und Frhr. v. Schorlemer- Lieser, der bayerische Der Kursus wurde am 18. Jan. d. Js. vormittags 9 Uhr, in Verhinderung des Vorsitzenden des Landwirtschaftskammera Gesandte Graf Lerchenfeld und andere hohe Beamte und Di Ausschusses für Starkenburg durch Bürgermeister Trautmannplomaten gewählt. Vor dem Wahllokal stauten sich dichte Rimbach in Gegenwart von etwa 100 Teilnehmern eröffnet. Menschenmassen. Im Zusammenhang mit der Stichwahl im Die Referenten Oekonomierat Lang- Darmstadt, Regierungs ersten Berliner Wahlkreise ging es in der Friedrich- assessor Dr. Braun- Darmstadt, Kreisveterinärarzt Nuß- Rimstraße und Unter den Linden am Abend noch lebhafter zubach und Gr. Landwirtschaftslehrer Dr. Wes- Heppenheim entals sonst. Nachdem sich die Schuhmannschaft in den ersten ledigten sich der ihnen gestellten Aufgaben in allseitig aner= Abendstunden zurückgezogen hatte, änderte sich das Bild ge- fannter Weise. Von den Genannten wurden an 3 Tagen Vorgen 11 Uhr. Unter dem Kommando eines Polizeioffiziers träge über Viehzucht, Viehkrankheiten, Geburtshilfe, das währerschienen Unter den Linden etwa 30 Schutleute. Die Lin- schaftsgesetz usw. gehalten; nachmittags fanden im Rindvichden wurden zwar nicht direkt abgespert, es wurde aber Vor- stalle von Helfrich- Libel- Rimbach, der in uneigennüßiger Weise jorge getroffen, daß, wenn ein großer geschlossener Trupp seine musterhaften Einrichtungen hierfür zur Verfügung stellte, 9 in Sicht fäme, die Absperrung durch eine geschlossene praktische Demonstrationen, sowie im Vortragssaale Milchuntersuchungen statt. Die Teilnahme am letzten Tage, an dem 5 7 7 Schußmannskette bewirkt werden könnte. 5 13 17 Gemeinden Kreise 2c. Gehöfte Gemeinden Kreise 2c. 4. 5. Gehöfte 1. 12. 3. 6. 7. 8. 9. 1 Königsberg 14 44 50 5 8 5 6 3 Allenstein. 3 15 Oftpreußen : Roeser( Fort Bestpreußen 2 Gumbinnen 4 Danzig. 5 Marienwerder 6 Berlin del b. t. F.) Stich Branden. 7 Potsdam Zentr.) 16 409.( Ge burg fichwahl Dr. Weill Bommern eill( 503) waren que su Crvative, 1 Reich nigung bezw. Ne Schrittliche Volta Bolen, 2 Bund der Eiven gewinnen 1, liert 4, die Natio die Fortschrittliche entrum geroinnt 2, Hannover 8 Frankfurt. 9 Stettin. 10 Röslin 1227 6 17 20 7 14 19 13 42 70 1 1 2 17 18 1 168 376 13 37 41 10 36 58 11 28 33 10 30 46 2 4 28 113 6 8 32 4 Serajewo, 22. Jan. In der katholischen Kanach Schluß der Vorträge unter dem Vorsitze des Kreisrats von Hahn- Heppenheim eine Diskussion der Teilnehmer über thedrale wurde gestern nach dem Vormittagsgottesdienst das Gehörte stattfand, war besonders start und am Schluſſe die erzbischöfliche Verordnung, die gemäß dem päpstlichen dieser Veranstaltung wurde der Wunsch nach einer Wiederho Motuproprio die Zahl der Feiertage herabgesetzt, unter gro- lung im nächsten oder übernächsten Jahr ausgesprochen. Ben Demonstrationen der Gläubigen von der Kanzel verV Oppenheim, 22. Jan. Weinverkäufe. Hier wur kündet. Als der Pfarrer die Verordnung zu lesen begann, 9 59 14 19 19 6 6 22 22 16 29 8 15 15 14 43 76 11 23 24 14 47 101 8 11 12 18 166 432 7 8 8 5 18 193 392 6 6 8 32 128 3 3 3 20 126 191 13 56 89 12 172 466 12 67 278 14 112 315 12 43 63 11 Stralfund 4 22 22 12 Posen 14 29 Bosen 13 Bromberg 4 14 Breslau Schlesien 15 Liegnig. 16 Oppeln 17 Magdeburg Sachsen Sal- Holst. 18 Merseburg. 19 Erfurt 20 Schleswig. 21 Hannover 22 Hildesheim 23 Lüneburg 24 Stade 25 Osnabrück. 9 77 138 26 Aurich 5 18 34 - 27 Münster 28 Minden en 1, die Lothrin ewinnen 0, verlie 29 Arnsberg Hessen30 Cassel 17 41 216 12 37 52 nd insgesamt 364 Nassau 31 Wiesbaden 11 31 111 12 50 61 worden und zwar: 32 Roblenz 8 20 66 8 12 15 33 Düsseldorf 20 64 120 7 20 35 34 Cöln. 6 18 35 Trier 9 16 60 4 4 7 9 3 1 3 gewinnt 1, ver O, die Sozialdemo rnbund gewinnt 2, Westfalen 2 2 3 - 7 36 68 5 10 12 49 99 718 8 entstand in der dicht gefüllten Kirche ein ohrenbetäubender den 20 Stück 1911er zum Preise von 1200 Mart und in dem Lärm. Die Versuche des Pfarrers, die Leute zu beruhigen, benachbarten Nierstein 14 Stück 1911er zum Preise von 1350 wurden mit Schmährufen auf die Geistlichkeit erwidert. Der Mark pro Stück verkauft. Lärm war so groß, daß die Polizei einschreiten mußte. Ein Mann, der sich nicht beruhigen wollte, wurde verhaftet. Schließlich verließ ein großer Teil der Gläubigen demonftrativ die Kirche. Ausschreitungen * Frankfurt, 22. Jan. Zum Verkauf standen 365 Ochsen, 30 Bullen, 918 Färsen und Rühe, 0 Fresser, 298 Kälber, 178 Schafe und 2792 Schweine. Bezahlt wurden für 50 kg Lebendgew.: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten * Paris, 22. Jan. Der Ausstand des Ballettkorps Schlachtwertes 1. im Alter von 4 bis 7 Jahren Mt. 51 bis 57( Schlachtgewicht Mt. 93-98), 2. die noch nicht gezogen an der Großen Oper fann als beendet angesehen werden. K. Centralia( Illinois), 22. Jan. Ein Schnellzug haben( ungejocht) ME. 00-00( ME. 00-00), b) junge, fleischige, 8 15 17 der Illinois Central- Eisenbahn stieß in voller Fahrt auf nicht ausgemästete und ältere ausgemästete ME. 46-50 9 19 einen Personenzug, der angehalten worden war, um( Mt. 83-91), c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere 5 16 21 Wasser einzunehmen. Der frühere Präsident der Illionis Mt. 40-43( Mt. 74-79), Bullen: a) vollfleischige, aus 6 19 27 Centralbahn Harahan, und Melcher, der zweite Vizepräsident, gewachsene höchsten Schlachtwertes Mt. 45-48( ME. 75-80), ferner Pierce, der Hauptanwalt der Rock Island- Eisenbahn, b) vollfleischige junge ME. 40-44( Nr. 66-70), c) mäßig und der Sohn des früheren Kriegssekretärs Wright wurden genährte junge und gut genährte ältere Mt. 00-00( W. 00 getötet, zwanzig Reisende verletzt. Die vier Getöteten bis( 0), d) gering genährte ME. 00-00( ME 00,00). Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten 12 39 71 13 13 19 ichliefen in Melchers Privatwagen, der an den Personenzug Schlachtwertes ME 43-48( Wit. 77-86), b) vollfleischige, aus, gemästete Rühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren angehängt worden war. RE. 40-44( 74-79), c) 1. wenig gut entwidelte Färsen Mt. 35-41( E 67-79), 2. ältere ausgemästete wenig gut entwickelte jüngere Kühe Mt. 38-39 Saarbrüden, 22. Jan. 3u Ausschreitungen und 42 3 3 3 ist es anläßlich der Feier der Wahl Bassermann( ME 61-72) d) mäßig genährte Kühe und Färsen 57im benachbarten Völklingen gekommen. Als ein Fackel Mt. 27-32( M. 54-64), e) gering genährte Kühe und zug in der Nähe des katholischen Vereinshauses angelangt Färsen Mt. 20-25( Mt. 40-57). Gering genährtes Jung war, warfen Leute mit Steinen nach der Spitze des Zuges. vieh( Fresser) Mt. 00-00( E. 00-00). Kälber: a) Dop 5 Hierbei wurde der Gendarmeriewachtmeister Goert am Kopfe pellender, feinste Mast Mt. 00-00( 9. 00-00), b) feinste 1 verletzt. Zugleich versuchten einige Leute dem Fahnenträger Masttälber Mt. 00-00( RE. 00-00), c) mittlere Mast, und die Fahne zu entreißen. Auch auf dem weiteren Wege wurde und beste Saugfälber MNE 55-60( Mt. 93-102), d) geverschiedentlich mit Steinen nach dem Zuge geworfen, und ringere Mast- und gute Saugfälber Mt. 50-54( Mt. 85 eine größere Anzahl von Teilnehmern erlitt mehr oder we- bis 92), e) geringe Saugtälber Mt. 44-49( Mt. 76 Schafe: a) Mastlämmer und Masthämmel niger erhebliche Verlegungen. Die tollsten Szenen spielten bis 83). sich aber kurz vor Mitternacht ab, als das Wahlergebnis be- t. 40-44( ME 83-85), b) gering. Masthämmel und 718 36 kannt wurde, sodaß die Polizei einschreiten mußte. Im gan- Schafe Mr. 34-00( 41-00), c) mäßig genährte Hammel zen wurden neun Personen, die als Haupttäter in Frage fom- und Schafe( Merzschafe) Mt. 00-00( 00-00). Schweine: a) vollfleischige von 80-100 kg Lebendgewicht Mt. 48-50 men, verhaftet. ( 61-63), b) pollfleischige unter 80 kg Lebendgewicht Mt. 47% bis 50( MF. 60-63), c) vollfleischige von 100-120 kg Rebendgewicht Mt. 49-51( MF. 62-63), d) vollfleischige von 120 bis 150 kg Lebendgewicht Mt. 49-50( WE. 62-63), e) Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht ME. 00--00( Mt. 00-00). Der Rindermarkt verlief lebhaft und wird nahezu geräumt. Gute Ochsen gesucht. Kälber werden bei langsamem und Schafe bei ruhigem Geschäftsgang ausverkauft. Am Schweinemarkt lebhafter Handel; es verbleibt kein Ueberstand. 17 39 79 8 15 46 6 8 28 11 36 95 15 55 152 6 13 17 84 267 4 8 10 10 Wirtschaftliche Rheinland Konservativ- Wilde ,. r. Bauernbund, 37 partei, 1 Bauerndemokraten, 5. G ativen gewinnen 6, , verliert 14, die Liert 10, der Bayer. Bentrum gewinnt n 1, die National tschrittliche Volls Hohenzoll. Bayern demokraten gewin Sachsen 1, verlieren 1, die ringer gewinnen 1, Enden am Donners iesen sind beteiligt in 5, die National parteei in 10, das aldemokraten in 19, Württem36 Aachen 37 Sigmaringen 38 Oberbayern 39 Niederbayern 40 Pfalz 41 Oberpfalz 42 Oberfranken 43 Mittelfranken 44 Unterfranken. 45 Schwaben. 46 Baußen 47 Dresden 52 Schwarzwaldkreis 26 100 404 ofeph Lauff. G 5 Mk.- In ähn Roman Kevelaer" Werte der Dent rität der Hierarchie, Richte der Wieder mation, der geifter zin Denkmal gelegt. niedergeschriebenes ftlichen bestimmten, lagifters der freien falen, nachdem er Ciebte entführt, sich egel feinen Abla 95 Thefen an der eines fühnen Ein chmerz erleben, daß Banne der Kirchen einem Widersacher wird; doch das St und im Geifte war in den chroni ung, enthält aber rschilderungen har herzinnige Stim 217 5 33 62 1 81 171 5 16 23 2 2 1 1 1 * Die Vieldeutigkeit des Fremdwortes erläutert die Zeit 2 17 schrift des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins( Nr. 12) an folgendem Beispiel:" Ich lebe in Pension, bringe meine Toch ter in eine Pension und bestreite die Kosten aus meiner Ben fion. Vorläufig wohnen wir in einer Pension und sind dort in Pension." Auf Deutsch:„ Ich lebe im Ruhestand, bringe 3 meine Tochter in eine Erziehungsanstalt und bestreite die Ko sten aus meinem Ruhegehalt. Vorläufig wohnen wir in ei4 nem Fremdenheim und sind dort auch in Kost." 48 Leipzig 49 Chemnit 50 3widau 5 21 38 51 Nedarkreis 14 42 200 1 3 5 15 berg 53 Jagstfreis 17 43 54 Donaukreis 14 63 223 55 Konstanz 5 12 Baden 56 Freiburg 7 30 3 57 Karlsruhe. 6 14 54 58 Mannheim 9 73 3 4 59 Starkenburg 5 14 30 Hessen 60 Oberhessen 4 20 140 3 61 Rheinhessen 62 Mecklenbg.- Schwerin 63 Sachsen- Weimar 64 Mecklenburg- Strelitz 65 Oldenburg Oldenburg 66 Lübec 67 Birkenfeld 68 Braunschweig 5 15 56 11 135 23. 3 83 3 33 3 5 10 38 136 69 Sachsen- Meiningen 3 6 70 Sachsen- Altenburg 2 25 Sachfen- Co- 71 Coburg burg- Gotha 72 Gotha Elfaß Situationen laufen Lothringen) Humors- alles uch. Dr. N. ft für die gesamte ehungen zu Archi von Alex. Hei! D. W. Callwey in orliegende Jahres hre Aufgabe bisher fortschreiten wird, eiten Jahrganges lebung der Löpfer inellen Runft gn In veranschaulichen 73 Anhalt 74 Schwarzburg- Sondershausen 75 Schwarzburg- Rudol Stadt 76 Walded 77 Reuß älterer Linie 78 Reuß jüngerer Linie. WK ICON 20 I co 1 1 1 1 5 Landwirtschaftliches Kurzer Getreide- Wochenbericht 2 der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrate vom 16. bis 22. Januar 1912 7 14 37 , Es stellten sich die Preise für inländisches Getreide am letzten Martttage gegenüber der Vorwoche wie folgt: Weizen Roggen Königsberg.. 210(+2) 161(+2) Danzig. 212(+3) 186(+22) 1 6 74 263 5 20 48 6 47 2 11 49 Stettin 2 13 43 Posen 5 28 40 3 6 Breslau 210(+3) 204( 205(+3) 4 13 27 Berlin Magdeburg Halle 3 10 34 3 4 Leipzig Dresden Rostock 2 17 31 Hamburg 1 1 4 18 27 Hannover Köln 5 . 214(+4) . 205(+1) 209(+3) 207(+4) . 212(+2) 210(+2) . 210(+1) 206( 214(+2) Frankfurt a. M. 220(-) Mannheim 227(+2) ) - Straßburg Hafer 194(+1 194(+5 199(+3 189(+3 Bank und Bōrie * Berliner Börse. Das schon am Samstag stärker hervor tretende Entlastungsbedürfnis der Spekulation hielt auch gestern an, da die Nachrichten aus Industrie und Handel nach wie vor recht befriedigend lauten, wenn sie auch nicht mehr in dem sich überstürzenden Tempo wie in der Vorwoche ein= laufen. Doch ist die Abschwächung mehr auf börsentechnische Momente zurückzuführen. Tägliches Geld anhaltend flüssig, 2 Prozent und darunter. Privat- Distont 3 Prozent. Täglicher Geschichtskalender 24. Januar 1712: Friedrich II., der Große, König von Preußen, geb. 191(+41776: E. Th. A. Hoffmann, Novellist, geb.( Königsberg). 1798: 208(+1) K. v. Holtet, Dichter und Schriftsteller, geb.( Breslau). 1851: 205(+2 Spontini, Komponist,( Majolati). 1867: Einverleibung 212(+3 Schleswig- Holsteins in Preußen. 1877: Joh. Chr. Poggen213(+ 3dorff, Physiker, †( Berlin). 1883: Friedr. v. Flotow, Opern195(+ 4omponist, †( Darmstadt). 1897: Konrad Zitelmann, Psen210(+ 7donym Telmann, Schriftsteller,( Rom). 212(+2) 188(+3) 181(-) 184(+3) 195(+52) 185(+1) 193(+3) 193(+3) 193(+1) 188(+2) 192(-) 193(+1) 197(+1) 200(+1) 202(+22) 227(+22) 205(-) 234(+1) 215(+1) Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai 219(+1,50), Best Die April 201,90(+ 2,60), Liverpool März 173,10(+3,30), Paris Deutsches Reich 668 3133 7881 293 638 875 Jan. 220,95(+ 5,70), Chicago Mai 155,65(+1,35), Roggen: 79 Schaumburg- Lippe 80 Lippe 81 Lübec 82 Bremen 83 Hamburg 84 Unter- EljaB 85 Ober- Elsaß 86 Lothringen 6 44 103 6 9 12162376 4 4 7 22 61 6 15 30 5 11 40 2135 1231 Meteorologische Beobachtungen in Darmstadt ( Physit. Institut der Technischen Hochschule) Januar 1912 mm 0. mm Bros. 22 2 Nchm. 747,7+3.7 5,2 88 95 Abds. 746,2 2,3 5,1 94 23 7 Morg. 744,4+2,3 5,1 94 mgen. Richt weni rtteil. Tim Alein geiftertem Schauen Der aftuellen Frage inplaftit gewidmet ie Wiedergabe des bas in der Aus le anderen Bilder Dasco und Georg hwaz und Raerner DEE in 24 Stunb. mm 50 München 210(+3) 198(+4) 207%(+2) 205(-) 215(+2) 210(+3) Berlin: Mai 198,25(+2). Hafer: Berlin Mai 195,75(+2). Futtergerste cif. Hamburg Schwim. 158(+6,75), Jan. 158,25 (+7), Febr.- März 158,50(+7). Mais Mixed Jan.- März 136(+3,50), Odeſſa ſchwim. 138(+4), Donau März- April 135(+5), La Plata Mai- Juni 123(+3) Mart. Köln 3.55 bis Großherzogliches Boftheater Mittwoch, den 24. Januar 1912 Volks- Vorstellung zu ermäßigten Preisen: Glaube und Heimat Tragödie eines Volkes( 3 Atte) von Karl Schönherr Spielleitung: Oberregisseur Valdek Anfang 7 Uhr. Ende 9 Uhr. Aus dem Spielplan - Donnerstag, 25. Jan. A 26. Zum ersten Male:„ Gudrun". Ein Trauerspiel in 5 Aften von Ernst Hardt. Große Preise. Anfang 7 Uhr. Freitag, 26. Jan. B 26. Was Ihr wollt". Kleine Preise. Anfang 7 Uhr. Samstag, 27. Jan. D 25. An Mozarts Geburtstag Festvorstellung zur Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes Seiner Majestät des Deutschen Kaisers: Figaros Hochzeit". Vorher: Jubel- Ouvertüre. Kleine Preise. Anfang 7 Uhr. Programm für die Musik vor dem Neuen Palais am Mittwoch, den 24. Jan. 1912, mittags von 12 Uhr ab, ausgeführt von der Kapelle des 1. Großh. Hess. Inf.-( Leibgarde)-Regts. Nr. 115. * Kartoffelmarktbericht vom 22. Januar, mitgeteilt von Bemerkung der Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats. Kartoffelpreise nach Angaben der Kartoffelhändler in Wagen ladungen von 10 000 kg in Mart für 50 kg.: Stettin: Eßkartoffeln, weißfleischige. Rote Daber 3.75-4.25, andere rote Sorten 3.50-4.00. Magdeburg. Eßkartoffeln, weißfleischige, rote Sorten 3.30-3.50, Magnum bonum 3.40-3,65, weiße runde 3.30-3.50. gelbfleischige, Rote 3.50-3.80, Eßkartoffeln, weißfleischige, Magnum bonum 3 65, weiße runde 3.00, gelbfleischige, Rote 3.40-3,60. Mannheim. Eßkartoffeln, weißfleischige, Magnum bonum 3.80. gelbfleischige, Rote 3.80. Ausländische Kartoffelmärtte.( Alles per 50 kg in Mark.) Desterniert von Friedrich dem Großen( zur 200, Wiederkehr des reich. Wien. Desterreichische runde 3.85-4.70, ungarische Geburtstages des Komponisten). 3. Fantasie aus„ Hänsel runde 3.85-4.25. England. London, Dunbar( red soil) Up und Gretel" von E. Humperdind. 4. Wotans Abschied" und to Dates 4.75, Lincolnshire British Queen und Up to Dates Feuerzauber" aus„ Die Walküre" von R. Wagner. 5.„ Die 4.00-4.25, Scotch( grey soil) Up to Dates 3,50-3.75, King Werber", Walzer von Jos. Lanner. 6. ,, Steierische GebirgsEdward 3.75-4.00, Evergood 3.25-3.50, Bladlands 3.25. flänge", Marsch v. E. Wagnes. 0,2 Nebel + 5,2° 0 + 1,2° 0 Großherzogliches Hydrographisches Bre Höchste Temperatur am 22. Januar Niedrigste 23. " Dorauslichtliche Witterung für Mittwoch, den 24. Januar: Trübe, leichter Landregen, mild. 1. Germania- Marsch von G. Keil. 2. Ouverture, tompo" Zwangsversteigerung. 128 Bekanntmachung. In unser Güterrechtsregister Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Seit der Eintragung wurde eingetragen: Zwangsversteigerung. Die unten bezeichneten Grundstücke, die zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen des a) Grüning, Karl, Weißbinder Johannes Hummel des Versteigerungsvermerks auf den Namen des Kaufmanns Anbra b) Grüning, Katharine geb. Will, deffen Ehefrau, von Burkhards, als und Ehefrau Helene Christine geborene Mischler I. in Heppenheim zur Hälfte im Grundbuch eingetragen war Gesamtgut der Errungenschaftsgemeinschaft, im Grundbuch eingetragen Schneider zu Offenbach: Durch Ver- sollen waren, sollen Mittwoch, den 17. April 1912, vormittags 10 Uhr, trag vom 6. November 1911 ift Montag, den 25. März 1912, an Stelle der seitherigen Errungennachmittags 22 Uhr, schaftsgemeinschaft Gütertrennung durch das unterzeichnete Gericht auf dem Rathause zu Heppenhei ( 328 versteigert werden. Offenbach, 11. Januar 1912. Großherzogliches Amtsgericht. durch das unterzeichnete Gericht auf dem Großh. Ortsgericht zu Burk- vereinbart. hards versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsversteigerung. Der Versteigerungsvermerk ist am 22. November 1911 in das Bekanntmachung. Grundbuch eingetragen worden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 30. Dezember 1911 in d Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerung In unser Güterrechtsregister ermerts aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, find fie spätesten aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, find fie spätestens im wurde heute folgender Eintrag voll- im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Gebote Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubig Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerke aogen: bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubigen Johannes Adam Bär, Landwirt widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls fie bei der Feh des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Anna Katharine geborene Wehrauch teilung des Versteigerungserlöses dem Anspruche des Gläubigers un Bersteigerungserlöses dem Anspruche des Gläubigers und den übriger daselbst haben durch Vertrag vom den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Rechten nachgesetzt werden. 15. Dezember 1911 allgemeine Güter- Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Red haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die An gemeinschaft vereinbart. Michelstadt, 11. Januar 1912. hebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführe Großherzogliches Amtsgericht. widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle be versteigerten Gegenstandes tritt. Bekanntmachung. widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls fie bei der Feststellung zu Steinbuch, und dessen Ehefrau ellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Be Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Auf hebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlós an die Stelle det berfteigerten Gegenstandes tritt. 234 Schotten, den 12. Januar 1912. Großherzogliches Amtsgericht. Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Burkhards Band IV Blatt 341: qm ( 323 ( 329 Gegenstand der Versteigerung ist nur die dem Schuldne zugeschriebene Hälfte. len Lorsch, den 8. Januar 1912. Nr. qm III 65 2956 III Großherzogliches Amtsgericht. Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Heppenheim a. d. B. Band XIII Blatt 1147: Betrag der Schägung Flur Kulturart u. Gewann bezügl. der ganzen Grundstücke Acker| 600 Mart an der Schneidmühle 350 66 1756 Acker( 3 XLVII 78 881 Weinberg hinter'm Eckweg VII 501 356 Weinberg VII 522 750 Acer im Landsberg VII 525 894 Weinberg ( 33 7, 7, For der dat zia 1 " 300" 100 " 400 " 270 " Sa. 2020 Mart bezügl. der Hälfte 1010 2 " ENNISON. ERNES bis icha tibe die Ver ral pa ver ger In das Güterrechtsregister des hiesigen Gerichts wurde eingetragen: 1. Am 16. Januar 1912: Adam Diehl II., Schloffer, und Betrag der dessen Verlobte Marie Neiz, jezt Schäßung Ehefrau, zu Nauheim haben durch Ord.1700 Mt. Vertrag vom 4. Oktober 1911 Nr. 150" 1 Errungenschaftsgemeinschaft gemäß 1 10§ 1519-1548 BGB. vereinbart. 2. Am 18. Januar 1912: Daniel Peter Weiß, Schuhmacher, und dessen Ehefrau Katharine geb. Schwäch zu Leeheim haben durch Vertrag vom 12. Dezember 1911 Gütertrennung gemäß§ 1426-1431 BGB. vereinbart. Ord.Nr. Flur Nr. 1 I 2 IV 410 181 1937 231 Kulturart und Gewann Hofreite im Dorf VI 215 79 4 VI 216 68 ( 1113 Acker oben am Seemerpfad Grabgarten in der heiligen Wiese Grabgarten daselbst " 10 " Acker 5 VIII 89 2163 Huthwaide auf der Lücke 70 " 6 XIII 319 169 Grabgarten auf dem Wasen 20 " 7 XVI 200 1375 Ader auf dem Hainzseifen 30 " 8 XX 61 950 Acker daselbst 50 " 9 XXIII 35 1063 12 10 XXIII 40 2319 11 XXIII 63 1781 VIII 25 1494 Acker auf der Mark Acker unten am Bahlsweg Acker unten am Bahlsweg 60 " 60 " Groß- Gerau, 18. Januar 1912. Acker auf den Bahlstrischern 60 " Großh. Amtsgericht Groß- Gerau. 50 " ( 330 123456 Zwangsversteigerung. " K 149/11. Das nachstehend bezeichnete Grundstück, das zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerts auf den Namen von Best& Cie.", Sekttellerei, offene Handelsgesellschaft, im Grundbuch eingetragen war, foll Freitag, den 12. April 1912, nachmittags 3 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht im Wege der Zwangsvollstreckung im neuen Justizgebäude Saal 314 versteigert werden. - - Der Versteigerungsvermerk ist am 30. Dezember 1911 in das Grundbuch eingetragen worden. Bekanntmachung. Zwangsversteigerung. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zeit der Eintragung 1. Der Landwirt Karl Sippel und des Versteigerungsvermerks auf den Namen des Karl Cezanne I. in dessen Ehefrau Margareta geb. Walldorf im Grundbuch eingetragen waren, sollen Fischer zu Pfordt, 2. der Waldarbeiter Konrad Hahn Donnerstag, den 21. März 1912, nachmittags 2 Uhr, vierter und dessen Ehefrau Elisa- durch das unterzeichnete Gericht im Amtszimmer des Ortsgerichts betha geb. Quanz zu Queck, vorstehers in Walldorf versteigert werden. 3. der Landwirt Johannes Fischer und dessen Ehefrau Margareta geb. Rohrbach zu Queck Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 12. September bezt. 12. Oktober 1911 in das Grundbuch eingetragen worden. haben durch Ehevertrag allgemeine Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs Gütergemeinschaft des Bürgerlichen bermerts aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, find fie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten Eintragung im Güterrechtsregister bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger ( 331 widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls fie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Anspruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Schlik, 19. Januar 1912. Großberzogliches Amtsgericht. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs. Gesetzbuchs vereinbart. bermerts aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, find fie spätesten? im Bersteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten ist erfolgt. Bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Antragsteller widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls fie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Berfteigerungserlöses dem Anspruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Bekanntmachung. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Auf In unserem Güterrechtsregister hebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, meister, und Ehefrau Emma Luise Stix, Franz Xaver, Schreiner- widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle dei versteigerten Gegenstandes tritt. geb. Römhild, beide zu Dieburg, haben Groß- Gerau, 16. Januar 1912. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Rechi wurde eingetragen: haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Auf. hebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle de bersteigerten Gegenstandes tritt. Mainz, 13. Januar 1912. 1. Fl. VI Nr. 543/10, Großherzogliches Amtsgericht. ( 324 Grundbuch für Mainz Band 26 Blatt 1876: 749 qm Hofreite, Mathildenstraße Nr. 10, 2. Fl. VI Nr. 54/10, 49 qm Garten, Mathildenstraße, Schätzungswert 133 200 Mart. Aufgebot. Auf Antrag der Peter Röder Ehefrau in Bensheim wird der verschollene, am 29. Oktober 1828 zu Winkel geborene Bartholomäus Kahenmeier aufgefordert, sich spätestens im Aufgebotstermin: den 18. September 1912, vormittags 9 Uhr, zu melden, widrigenfalls seine Todeserklärung erfolgen wird. Gleichzeitig werden aufgefordert: 1 durch Vertrag vom 18. Dezember 1906 vor Großh. Notar von Brentano zu Offenbach von diesem Tage ab Gütertrennung vereinbart. Die Ver- Ord.-. pflichtung der Ehefrau zur Beitrags- Nr. leistung zum ehelichen Aufwand aus ihrem Vermögen oder aus ihrer 2 Arbeit oder eines von ihr selbständig betriebenen Erwerbsgeschäfts ist aus. geschlossen. ( 332 Dieburg, 19. Januar 1912. Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Friedrich Neuer, Megger und Wirt, 12 Großherzogliches Amtsgericht. Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Walldorf Band I Blatt 72: ( 336 Flur Nr. qm Kulturart und Gewann Betrag der Schäkung V 9 1675 Acker, die großen Wasserlöcher, 400 Mt. V 46 2212 Acker, die langen Neder auf das Falltor, 450" 550 " Grundbuch für Walldorf Band I Blatt 73: 2000 Acer, kleine lange Aecker, Grundbuch für Flörsheimer Wald Band III Blatt 205: IX 454 1094 Wiese, Neubruch, IX 455 1094 Wiese daselbst, 1 VI 34 1 450 2 " 1 XVIII 118 Grundbuch für Mörfelden Band III Blatt 211: 1 XX 114 1794 Acker gegen das Weisfraustück, 150 Grundbuch für Mörfelden Band VI Blatt 428: 1974 Acker auf die Frankfurter Straße, 150 150 " " 1. Alle, welche Auskunft über das Leben oder den Tod des Ver- und dessen Ehefrau Alma geb. Ziegler schollenen zu erteilen vermögen, spätestens im Aufgebotstermin in Beerfelden haben durch gerichtdem unterzeichneten Gericht Anzeige zu machen; lichen Vertrag vom 12. Januar 1912 2. Alle, welche Erbansprüche an den Nachlaß des Verschollenen allgemeine Gütergemeinschaft ber= glauben erheben zu können, solche bis zum Aufgebotstermin einbart. ebenfalls anzumelden und den Nachweis ihrer Erbeigenschaft Eintrag zum Güterrechtsregister Bekanntmachung. zu erbringen, widrigenfalls sie, soweit zulässig, bei der Erb- ist erfolgt. verteilung nicht berücksichtigt werden. Fürth, 18. Januar 1912. ( 333 ( 325 Beerfelden, 15. Januar 1912. Großherzogliches Amtsgericht. Großherzogliches Amtsgericht. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Bezüglich der Firma ,, Reis& Allen2 XVIII 119 1986 Acker daselbst, In dem Konkurse über das Vermögen der Johannes Becker III. Eheleute in Schlik soll Schluß-| berteilung stattfinden. Die Summe Bekanntmachung.der bei dieſer zu berücksichtigenden, Die Eheleute Landwirt Jakob nicht bevorrechtigten Forderungen In unser Handelsregister wurde Friedrich Link und Marie Elise geb. beträgt nach Abzug der bereits gedörfer zu Gernsheim wurde in unser bei der Firma„ A. Stamm II." Schaffner von Biebesheim haben leisteten 40prozentigen AbschlagsHandelsregister eingetragen: Der eingetragen: Die Firma und die durch Chevertrag vom 18. Januar verteilung Mt. 5820,90. Der zur Ehefrau des Firmeninhabers Adam Prokura des Wilhelm Stamm find 1912 Errungenschaftsgemeinschaft Verteilung noch verfügbare MaffeReis, Luise Theresia geb. Rauth zu erloschen. ( 327 vereinbart. Eintrag im Güter- bestand beträgt Mt. 629,93. Gernsheim, ist Profura erteilt. Bad Nauheim, 29. Dezbr. 1911, rechtsregister hat stattgefunden. Großherzogliches Amtsgericht. Gernsheim, 18. Januar 1912. Großherzogliches Amtsgericht.( 337) Gernsheim, 18. Januar 1912. Großherzogliches Amtsgericht. - Schlik, 22. Januar 1912 Der Konkursberwalter: Habicht. Verkäufe erfolgen erfahrungsgemäß amas testen durch richtiges Annoncieren! Kostenlose Be ratung u. vorteilhafte Besorgung der betr. Inserate durch die älteste Annoncen Expedition Baasenftein& Vogler A.- 6. Darmstadt. di 6 Li 23 n P 6 G S 6 Japan im Schnee. Eine fidele Gesellschaft auf dem Suwa- Se:. Der japanische Winter tötet jedoch die Natur nicht vollends. Die an den Stämmen hinaufflet ernden Schlingpflanzen wie unser Efeu und die im Gabelwerk der üste festgewurzelten Epiphyten aus dem Reich der Farne und Orchideen büßen auch im Winter nichts von ihrem Glanz und ihrer frischen Farbe ein. Einen eigentlichen Wintersport kennt man in Japan noch nicht. Die liebe Jugend amüsiert sich allerdings mit Schlittenfahren, Eislaufen, Schneeballwerfen, aber ein sportmäßiges Rodeln, Eishockey usw. haben sich in dem Inselreiche noch nicht eingebürgert. Bei der Garnison in Tafata ist neuerdings auf Veranlassung eines japanischen Offiziers, der der österreichischen Armee attachiert war, das Skilaufen eingeführt worden. Ein beliebtes Wintervergnügen der Schuljugend bilden die sogenannten„ Schneekämpfe". Eine weiße oder rote Fahne wird in einen Schneehaufen gesteckt, zwei Parteien werden gebildet, und nun muß die eine Partei die von der andern verteidigte Fahne zu erbeuten suchen. Als„ Geschosse" dürfen nur weiche Schneebälle verwendet werden. Wie auf unserem ersten Bilde zu ersehen ist, huldigt Jung- Japan auch gern dem Eislauf. Auf dem fast freisrunden Suwa- See bei Skimo- no- Suwa, auf dem sich im Winter eine so starke Eisdecke bildet, daß ihn selbst schwerbeladene Backpferde vollkommen sicher überschreiten können, gibt sich alljährlich eine große Zahl Eisläufer aus der ganzen Umgebung ein Rendez- vous. Kein Läufer wagt sich jedoch eher auf den zugefrorenen See zu tummeln, als bis das Eis Eis einmal tüchtig gefracht hat, was als ein Zeichen des Himmels angesehen wird. Das Krachen wird der Macht der Fische zugeschrieben. Die Fischer schlagen Löcher in die Eisdecke, in der sie ihre Netze ausbreiten. Der Karpfenfang soll daher auch im Winter sehr ergiebig sein. Die Japanerin hüllt im Winter ihr Gesicht in einen großen Bashlik, der die obere und die untere Hälfte des Gesichts eng umschließt, nur die Augen und einen Teil and vg ш' unova. Bunu da un филд и u uvu An der Engelsbucht. Zarenreich seine Gesellschaftscrème, Deutschland ist en masse vertreten, erotische Fürsten tragen ihre Diamanten- Reichtümer zur Schau und wer nennt die anderen Völker, die anderen Scharen, die in Nizza alljährlich zusammenkommen. In den Hauptstraßen, wie der Avenue de la Gare, auf den Promenaden, in den Hotels, den Cafés, Restaurants Konzerte im„ Jardin Publique" üben eine große Attraktion aus, aber der internationale Hauptverfehr spielt XXXXXXXX Japanisches Dorf im Winter. Parkszene in Tokio. der Stirne freiläßt und im Nacken festgeknotet wird. Außerdem wird der ganze Körper von einem weiten mantelartigen, über Kimono und Obi herabfallenden, wattierten Umwurf umhüllt. Am Tage reicht der Umwurf bis zu den Stöckelschuhen oder Pantoffeln, während er am Abend hochgeschürzt ist, weil dann die Japanerin, wenn sie ohne Dienerin ausgeht, der rechten Hand zum Tragen der eigentümlichen Papierlaterne bedarf. Das winterliche Hauptkleidungsstück der Japaner selbst scheint der Pelzkragen in allen Arten zu sein. Wenigstens habe ich kaum einen Japaner in seiner Heimat gesehen, der im Winter ohne diesen Wärmeschal ausgegangen ist. B. Place Masséna in Nizza. und Kasinos herrscht eine wahre babylonische Sprachverwirrung. Aber jeder fühlt sich in der Côte d'Azur zu Hause, geht auf in dem Riviera- Milieu und verläßt nur ungern die Stätte, die ihn landschaftlich und gesellschaftlich so gut unterhalten hat. Es gibt nur wenige Städte in der Welt, die sich eines so schönen Klimas erfreuen wie Nizza. Das macht den Aufenthalt doppelt angenehm, um so mehr, als man sich den ganzen Winter im Freien bewegen kann. Die Tische vor den Cafés, in denen überall gute Orchester spielen, sind bis spät abends von einem eleganten, internationalen Publikum besetzt, das den Klängen der Kapelle lauscht, seinen Mokka schlürft oder seine ,, Blonde" oder„ Brune" trinkt. In den Straßen und auf den Promenaden wogt es auf und ab. Die sich doch auf der palmengeschmückten Promenade des Anglais ab. Sie ist auch entzückend gelegen. Auf der einen Seite das Meer, auf der andern die großen Hotels und reizende Villen inmitten von tropischen Gärten. Besonders in den Nachmittagsstunden gewährt die Promenade ein vornehmes Bild. Auf der Fahrstraße ein Heer von eleganten Karossen aller Art und eine Unmenge von Automobilen, worunter so manche von zarter Hand gelenkte. Auf dem Promenadensteg eine illustre Gesellschaft, die Fürstlichkeiten, Aristokratie und berühmte Männer aus aller Herren Länder aufweist. Neustadt und Altstadt. Hier Lurus und Eleganz, dort noch das typische südländische Franzosentum. Mit seinem sonderbaren Dialekt, der an das Französische in der alten Kreolenstadt das sogenannte KreolenFranzösisch am Mississippi, New Orleans, erinnert, das jedoch so interessant und anheimelnd klingt. - Aber dieses Schulter an Schulter von Gegenwart und Vergangenheit verleiht Nizza einen besonderen Reiz.