2. ofenu rhein. weif Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Dig. monatlich - - ( Reueste Nachrichten) vertel jährlich 1,2 it.. vorauszahlbar, irei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteliährlich 90 Pfg. Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaktion: Selters. meg i Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht vergier Manuile: pie wird nicht garantiert. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Kr. 48. Telephon: Nr. 362. Schwaben" das erste Postluftschilf. in tuchtige, Wir leben im Zeitalter der epochemachenden Erfinelzme 1278. ungen. Intelligenz und Tatendrang des Menschen haan sich zur höchsten Kraftentfaltung entwickelt und feiern fallen Gebieten, besonders aber auf dem der techniinter Angaben Wissenschaften, die höchsten Triumphe. In einer e erbeten arzen Spanne Zeit, unter den Augen der lebenden Geale.ration, machte der Mensch sich die gigantischen Kräfte as Dampfes dienstbar und zwang die gewaltigen elekschen Energien unter seine Botmäßigkeit. Handel und erfehr erfuhren infolge dieser neuen, unermeßlichen ilfskräfte von Grund auf eine völlige Umwandlung Giessen nd eine nie geahnte Ausdehnung. Das menschliche Lestrasse 24- an wurde in vollständig neue Bahnen gelenkt, von nen aus der„ guten alten Zeit" mit mitleidigem Lä= Richa n Samstags liegt für die Stadtabonnenten der 3llustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 15. Juni 1912. ohne Unterschied des Alters und Standes, in hellen Scharen nach dem Biebererberg hinaus, dem Luftpost Verladungsplatze zu. Der Führer der Absperrungs= = ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberichreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Zelephon Nr.: 362. 24. Jahrg. erste Abgabe und Aufnahme der Reichspost durch ein Luftschiff spielte sich mit der größten Sicherheit innerhalb weniger Minuten a b. Während die Beamten noch mit ihren Postsäden beschäftigt waren, entschwand die Luftreichspost über dem Waide bereits wieder den Blicken der Zuschauer und brachte die Offenbacher Luftpostsäcke im Weiterflug vollständig an Bord. Mit dem Verschwinden des Reichspostluftschiffes änderte sich auch mit einem Schlage das Bild des Exerzierplazzes. Ein Hornsignal rief die militärischen Mannschaften zusammen und die Massen der Zuschauer setzten sich nach der Stadt zu in Bewegung. Das Bewußtsein, Zeuge eines denkwürdigen Augenblicks gewesen zu sein, flang noch lange aus der Unterhaltung der einzelnen Gruppen heraus und ließ erkennen, daß der Postflug eines Reichspostluftschiffes dazu beigetragen hat, das noch weiter zu stärken. Und dieses Interesse wird ohne fauf von Luftpostkarten zum Ausdruck kommen, damit die in allen Kartensorten ergänzten Vorräte bis zum Samstag voll ausverkauft sind und das Reichspostluftschiff auf seiner zweiten offiziellen Postfahrt am Samstag nachmittag 5 Uhr 40 Minuten noch eine größere Postlast auf dem Exerzierplatz aufnehmen muß. ohhid gedacht wurde. Aber jeder Erfolg des unauſhalt- poſt am Rhein und Main Offenbach 12. 6. 1912." Intereſſe für die Beſtrebungen zur Eroberung der Luft um aufwärtsstrebenden menschlichen Geistes war der Anren, Knaben zur immer gesteigernden Entfaltung der geistigen Mädchen räfte und der Anfang zu neuen, umwälzenden Erfinde Warengen. War es unter diesen Umständen zu verwunige Preise en, wenn sich der Mensch auch der Lösung der Proattmarkeleme der Alten zuwandte und vor allem das Ziel erreichen suchte, das von Anbeginn des Menschen anzes Sehnen ausmachte, das er seit Jahrtausenden einisches mer vergeblich erstrebte: die Eroberung der kum Bin uft. Und was den Menschen bis vor wenigen Jahau, Elektroen als ein phantastischer Traum erschienen war, dessen bau, Brückerwirklichung sich nicht mit den Gesetzen der Natur hauffeurkurereinbaren ließ, gewann in unseren Tagen Leben und ftalt. Im Besitze der notwendigen Vorbedingungen nd Haulourde der sagenhafte Sonnenflug des Jkarus zur glanzndelt speziellen Wahrheit: im Lenfballon und Flug= entzau aug beherrscht der Mensch die luftigen Regionen mit 395 imer Sicherheit, die besonders in den letzten Tagen durch Zeppelinfahrt von Friedrichshafen nach Hamburg und zurück, sowie durch den Fernflug von Berlin nach ng, meisien wieder von neuem in unübertroffener Form dorufsstör. mentiert wurde. ver 880 9 b. Leichte So ist es denn nicht zu verwundern, daß die neut Erscheinung auf dem Gebiete der Lufteroberung, die Fahrt des Zeppelin- Kreuzers„ Schwabe n" als Postein Maluftschiff von Frankfurt über Offenbach nach DarmFulda, ot, Worms und Mainz im ganzen Hessenlande und f Nachfrage her dessen Grenzen hinaus überall berechtigtes Auf= . zu sprechen ellen erregt hat. Daß dieses Interesse in allen Schich1. Zitten der Bevölkerung der genannten Städte sehr starke Wurzeln geschlagen hat, dafür gab der gestrige Tag Steinftra inten vollgilttgen Beweis, als es galt, der Einführung Des Luftpostverkehrs durch das erste Post luftZiiff, das Zeppelin- Luftschiff„ Schwaben", auf dem Enerzierplate beizuwohnen. Aus Offenbach meldet die Herweg 26.b. 3tg." wie folgt: Schon lange vor der angekünsigten Ankunft des Luftschiffes pilgerte die Bevölkerung, groke blierte Ti 7. Nordanlay Sn möbli nd Schla unter Feinden. Roman von Karl Matthias. XIX. ( Nachdruck verboten.) Das Schiff hielt am Quai des Quatrons" in BorGderbeur. Da Desiree die Gelegenheit, mit dem Grafen in Ede einem Hotel zu wohnen, vermeiden wollte, nahm sie in etmem Pensionat für Damen, welches den Namen Minerve führte, Aufenthalt. Hier hatte Raoul d'Alincourt Sehwierigkeit, ihr den Hof zu machen. Desiree war dem 51 Bimme Ratfer- Alla tes Zimmerlichen Grafen durchaus gewogen, aber gerade dies n Landgefühl hielt sie von ihm fern. Hätte sie ihm sagen kön= 1. Stod tlöslig, g ergiebig nem, daß fie Braut wäre, so würde sie unbedenklich mit thm zusammengeblieben sein. Darum auch lehnte sie ein Anerbieten, die Nachforschungen sogleich zu beginnen, ab und zog sich müde und wie zerschlagen in ihr Bunfionat zurück. Um sich eines Teiles ihrer Sorge zu emiledigen, fezte sie sich sogleich nieder und schrieb einen Brief an Tyrolt, damit er wenigstens benachrichtigt set. Verzeih mir, daß ich, ohne Deinen Rat einzuholen, her ging. Mich trieb die Pflicht hierher, das tst ine Entschuldigung. Nun bin ich in Bordeaux an der Shwelle des Geheimnisses. Ich werde hier alles erfahund Dir sofort Bericht erstatten. Ich schwöre Dir, ba ich nicht ohne Nachricht zurückkehren werde, denn btu flug und auf der Hut und werde alles auskundfaften, was uns zu wissen not tut. Ich werde vor nichts ridschrecken, schlau und tapfer fein, bis ich den Vagefunden habe, dessen Liebe ich um jeden Preis wieDeßh der gewinnen win." Bebrand dreich a Freunde Gle in Ste adressierte ben Brief und ließ ihn auf dem reibtische tegen, nachdem sie fenen sorgfam geſchloſſen Gratiste. Sie wollte thm am andern Tage, wenn sie zu teproben! | truppen, Leutnant Ruppert, hatte seine Aufgabe nach allen Seiten hin in loyalster Weise gelöst. Von den etwa 300 Mann, die ihm zur Verfügung standen, be= nutzte er 150 zur Absperrung; die übrigen nahmen an verschiedenen Punkten des weiten Platzes Aufstellung, um für alle Fälle zur Hilfeleistung bereit zu sein. Kopf an Kopf gedrängt, säumten Tausende und Abertausende den Postluftschiff- Verladeplatz von allen Seiten ein, mit steigender Spannung der Ankunft des Luftschiffes entgegensehend. Im Luftpostamte im neuen Schießhaus herrschte inzwischen noch eine fieberhafte Tätigkeit. Sämtliche Luftpostkarten, auch die aus der Stadt aufgelieferten, erhielten im Luftpostamt den Stempel ,, LuftDie beiden Postsäcke( der eine 25 Kilogramm, der andere 15 Kilogramm schwer) waren postmäßig verschlos= 3weifel auch in einem noch lebhafteren Versen, nur verlief das eine Ende des Verschlußstrides in einem Ring, der zum Einhaken in den Karabiner des Postseiles bestimmt war, das aus dem Luftschiff zur Aufnahme der Kartengrüße herausgeworfen werden sollte. So stand alles zum Empfang des Luftschiffes bereit, nur dieses selbst ließ sich nicht sehen. Gegen 6 Uhr war die„ Schwaben" in Frankfurt mit 16 Passagieren an Bord aufgestiegen und wenige Minuten später schon blinkte seine bläulich- weiße Hülle durch die Lichtungen des Waldes. In majestätischem Fluge näherte es sich dem Flugpost- Verladeplay, begrüßt von dem Jubel der Menge und den Böllern des Schützenvereins. Jm Angesicht von etwa 10 000 Zuschauern senkte sich auf etwa 50 meter herab und schwebte dann lang= sam unter den jubelnden Zurufen und dem Tücherschwenken der Menge und dem Krachen der Böller über dem Exerzierplatz. Lustig flatterte im Heck des ersten Reichspostluftschiffes die deutsche Reichspostflagge, und aus der Kabine wehten grüßend die Taschentücher der Passagiere. es Nach neuester Mitteilung hat der Zeppelin- Kreuzer „ Schwaben", den man das erste deutsche Postluftschiff nennt, auf seinen Fahrten zwischen Frankfurt, Mainz und Darmstadt an einem Tage rund 2 Millionen Postkarten befördert. Ein schöner Erfolg. Aber man verdankt ihn zunächst nur der Postkartenwoche der Großherzogin von Hessen. Reichs- Luftpoftverkehr. Von einem Postverkehrsmittel verlangt das moderne Bedürfnis außer der selbstverständlich möglichsten Schnelligkeit dreieclei: Pünktlichkeit in Abfahrt und Ankunft, unbegrenzte Aufnahmefähigkeit und Sicherheit gegen Verlust. Prüft man die Leistungen der neuesten Zeppelinluftschiffe an diesen Forderungen, so dars bereits ohne Inmitten des Plazzes senkte sich das Luftschiff bis auf etwa 30 meter herab. Der historische Mo- amerikanische Uebertreibung und Ueberschwänglichkeit von ment war gekommen: aus der Kabine des fast gegen den Wind stillstehenden Postluftschiffes flog das Post ſeil; schnell waren die beiden Postsäcke in dem Karabiner des Seiles eingehängt und während dieses langsam aufgeholt wurde, stürzte auch schon der erste offizielle Luftpostsad der Welt über Bord der „ Schwaben" und glitt, getragen von einem Fallschirm, unter erneutem Jubel der Menge sanft zur Erde. Und während die„ Schwaben“ ihre Spitze bereits wieder nach oben richtete und sich zum Weiterflug in größerer Höhe anschickte, folgte dem ersten Postsack ein zweiter, der in der gleichen Weise glücklich zur Erde niederkam. Die zu lassen. Die Pension war voller Fremder. Die Unruhe und der Lärm waren thr schnell zuwider. Ste speiste hastig und zog sich auf the Simmer zurüd. Ihr Körper und thr Geist waren müde; die Augen schmerzten sie. Sie beschloß, sich niederzulegen, ohne Licht zu machen. Seufzend lehnte fie sich in die Kisfen und dachte über ihre Lage nach, die durch die Betanntschaft mit d'Alincourt nur heikler geworden war. Wie konnte sie die Bewerbungen dieses Mannes mit ihrer treuen Liebe zu Waldemar in Einklang bringen? Sie suchte vergeblich um Entschuldigung in ihrer frittschen Lage, und mit diesem Bemühen kam Vergessen über sie. Sie war entschlummert. Der Traum spann ihr Gedanken weiter fort. Sie war wieder am Bette des verwundeten Geliebten. Sie pflegte, tröstete und füßte ihn, aber er wollte sich nicht von ihr berühren lassen.„ Nimm den Brief fort," sagte er unaufhörlich; er tut mir weh und wird Dich unglücklich machen. Nimm den Brief, den Du aus Bordeaux geschrieben, er brennt mich mehr als meine Wunde. Was hat Waldemar nur mit dem Briefe?" dachte fie halbwachend nach.„ Er enthält kein böses Wort. Was kann nur tränken? Er ist kurz und fachlich von Liebe steht zwar nichts darin." Sie wiederholte den Inhalt Wort für Wort und wurde hierüber ganz munter. Das Zwielicht ftel grau durch das Fenster und erhellte das Zimmer notdürftig. Unwillkürlich suchten thre Augen den Brief, von dem sie geträumt. Sie schaute nach dem Schreibtische. Der Brief war nicht ba Es trieb sie aus dem Beffe. Sie andere Eicht an und lembtete liberall Htn. Unter dem Tische, dem Sopha, dem Bette suchte fie, der Brief blieb verschwunden. Trotz der Kälte im Simmer, trotz ihrer mangelhaften alvezin gebe, selbst zum Bostamt tragen. Dann be- Bekleidung füh.te fie Schweißtropfen von der Stirn her= ab fie fich in den Salon, um sich ein Essen auftragen abrinnen. Wo war der Brief geblieben? | dem baldigen Beginn eines Reichs- Luftpostvertehrs gesprochen werden. Die beiden Haupteinwände gegen die Leistungsfähigkeit der Zeppelinluftschiffe waren bisher die Schwierigkeiten bei der Landung und die Schwere. Diese Bedenken sind tatsächlich neuerdings hinfällig geworden. Dr. Hugo Eckener, der Führer des Luftschiffes Schwaben, hat mit diesem Ballon im Jahre 1911 schon 145 Fahrten gemacht, ohne das irgend ein Spanndraht gerissen wäre, auch bei den schwierigsten Landungen. Die lenkbaren Zeppelin- Luftschiffe stehen unter anderen Bedingungen und garantieren eine immer größere Pünktlichkeit und Sicherheit. Ein scharfes Klepfen an der Tür unterbrach ihr Tun. Ste löschte das Licht aus. Es war ganz hell im Zimmer. " Was gibt es?" „ Stehen Sie auf, Fräulein Bourlier," rief draußen eine scharfe Stimme. Man verlangt nach Ihnen." Wer ist dort?" " Ich bin's Mademoiselle Antoinette, die Direttrice des Pensionats. Bitte, laffen Sie mich ein. Es ist gut, wenn die Nachbarschaft meine Botschaft nicht hört." Desiree öffnete die Tür. Die Dame trat ein und zeigte eine aufgeregte Miene, die ihr ohnehin häßliches Gesicht fast zu einer Fraße verzerrte. „ Vollenden Sie Ihre Toilette, Mademoiselle," fagte ste in keifendem Tone ohne vorherigen Gruß. wet Herren von der Polizei sind unten und wünschen Sie zu sprechen. Ich gab Ihnen mein Wort, daß Sie sich meiner Gesellschaft nicht entziehen werden." „ Die Polizei? Was habe ich mit ihr zu schaffen? Ich bin eine harmlose Reisende, das muß doch jeder sehen." " In dieser Zeit tann man fich in Frankreich nicht genug vor Feinden schüßen. Wenn Sie ein gutes Gewissen haben, brauchen Sie die Neugierde der Behörde nicht zu scheuen." „ Ich bin eine Franzöfin, Madame!" rief Desiree voll edlem Stolz. Bitte, Mademoiselle. Man wird die Richtigkeit Ihrer Paptere prüfen. Nun beellen Sie sich, die Polizei wird ungeduldig." Deftree fügte fich ber Dringenben. Während e the Haar ordnete, fragte fie: " Wiffen Sie nicht, wohin der Brief gekommen ti ber auf meinem Schreibtische Ing?" Keine Antwort. Sörfezing fOLY Nach vielen Berechnungen und Erwägungen bietet ein ungen: Nach den getroffenen Vereinbarungen können * München. Da die Annahme des Lottere modernes Zeppelinluftschiff tatsächlich schon bereits jo auf den offiziellen und den bereits mit der Kaiserlichen vertrages mit Preußen im bayerischen Landtage Nach offiziellen viel Sicherheit und Pünktlichkeit als Postverkehrsmittel Postbehörde verabredeten inoffiziellen Postfahrten insge- so gut wie ausgeschlossen ist, verlautet, daß in nicht eine halbe m Bei zu ferner Zeit dem bayrischen Landtage vom Finan Am Donnerstag i Was die Beförderungsstrecken der künftigen Post- größerem Bedarf wird eine weitere Postfahrt eingescho- ministerium eine Vorlage über die Einführung einfanterie abgega wie ein Seedampfer. luftschiffe anbelangt, so hat, wie wir hören, Graf 3eppelin in seinen letzten Berliner Besprechungen mit Vertretern der Reichsregierung darauf hingewiesen, daß die Flugzeuge die kleineren Luftschiffe bereits abgelöst haben oder sie doch bald überflüssig machen werden. Für den Verkehr auf kurzen Strecken werden zweifellos die Flugmaschinen und nicht die Lenkluftschiffe als Verkehrsmittel in Frage kommen. Aber für rasche Verbindung auf weiten Strecken werden, so versicherte Zeppelin, die großen Luftschiffe in den nächsten Jahren überraschendes leisten. Und der unermüdliche Erfinder erklärte, es sei nur noch eine Frage der Kapitalisierung, daß man unter Benutzung der regelmäßigen Winde Ueberseeflüge mit weit größeren Luftkreuzern als die jetzigen größten 3.- Luftschiffe veranstalten werde und könne. Graf Zeppelin, der geniale Alte denkt also bereits an den Weltpost verkehr in den Lüften. * Ueber die geplante Luftpost werden nachfolgende interessante Einzelheiten bekannt. Danach sind für den Luftpostdienst vorläufig die Luftschiffe „ Schwaben",„ Viktoria Luise" u.„ Hansa" in Aussicht genommen, bei weiterer Ausdehnung der Luftfahrten werden weitere Schiffe folgen. Die genann= ten Luftschiffe verkehren zwischen den Stationen Ba= den- Baden, Frankfurt, Düsseldorf, sowie Gotha und Hamburg, zu denen im Herbst dieses Jahres noch Potsdam hinzutreten wird. Die Briefe und Postkarten werden von einem Bediensteten auf dem Luftschiff gesammelt, mit einem eigens für diesen Zweck bestimmten Aufgabestempel während der Fahrt versehen und bei der Landung der nächsten Reichspostanstalt zur Weiterbeförderung übergeben. Der Stempel wird in der Inschrift die Bezeichnung„ Luftpost", den Namen des Schiffes und das Datum tragen. Die Reichspostver= waltung hat auch mit der württembergischen Postverwaltung Verhandlungen wegen der Einrichtung einer Luftpost angeknüpft. Laut„ Schwäb. Merkur" ist die Zustimmung mit Sicherheit zu erwarten. Verschiedene Berliner Blätter wissen zu melden, daß bereits Beschlüsse über die Einrichtung von Luftposten vorliegen sollen; danach sollen die Luftschiffe„ Schwaben“, „ Viktoria Luise" und„ Hansa“ zunächst den Postlust dienst übernehmen. Wie uns aus Stuttgart gemeldet wird, soll die Reichspostverwaltung mit der Württem= bergischen Postverwaltung bereits Verhandlungen wegen der Einrichtung einer Lustpost angeknüpft haben. Nach unseren Ermittelungen ist jedoch die Frage eines regelmäßigen Postluftschiffdienstes vorläufig noch nicht in ein greifbares Stadium getreten. Dagegen hat die Reichs= postverwaltung der Delag die Erlaubnis erteilt, offizielle Luftschiffpostkarten herauszugeben, die eine eingedruckte deutsche Reichs- Fünfpfennigmarke tragen und auf den Luftschiffen selbst mit eigenem Poststempel abgestempelt die werden sollen. Diese Luftschiffpoststempel haben ovale Form der Bahnpoststempel und tragen die Worte: Luftpost, 3.- Luftschiff, Viktoria- Luftschiff, respektive Schwaben oder Hansa und das Datum des Tages. Die neue Postkartenserie besteht aus 6 kolorierten Ansichts= farten, und zwar:„ Manzell",„ Landung“,„ Schweizer= fahrt",„ Fahrt der Reichstagsmitglieder über dem Bodensee"," Im Gewittersturm“,„ Ueber der Erde“. Dieſe Karten sind nur auf den Luftschiffen und zwar mit ein gedruckter Marke zu 1.50 Mk. die Serie, ohne Marke zu 1 Mark die Serie erhältlich. Der neue Stempel wird voraussichtlich in ungefähr acht Tagen in Aktion treten. Zu der während der Postkartenwoche veranstalteten Luftpostbeförderung erhalten wir noch folgende MitteilUnter Feinden. Roman von Karl Matthias. ( Nachdruck verboten.) Mir wurde ein Brief entwendet, verstehen Sie mich, Madame?* Fich." Mademoiselle- ich weiß von nichts. Beetlen Ste „ Wenn ich zurückkehre, werde ich der Briefangele= genheit auf den Grund gehen," sagte das Mädchen, Geld and Schlüssel zu sich steckend.„ Ich bin bereit." " Nehmen Sie auch Mantel und Hut mit," meinte Mademoiselle Antoinette. Sie werden mit den Herren einen Spaziergang machen müssen." " It bezweifle es," entgegnete Desiree ruhig,„ indessen wie Sie wünschen. Und mein Koffer?" „ Bleibt bei mic, bis das Logis bezahlt ist." " Hier ist das Geid," sagte die junge Dame, zwei Napoleons auf den Tisch legend.„ Das Ueberschießende ist Ihr Trinkgeld. Gehen wir!" Die Direttrice brummte etwas und machte den Weg fret. Sie stiegen die Treppe hinab, der Koffer blieb im Zimmer. - Im Salon befanden sich zwei Herren in Zivil, doch sah man ihner ihr Geschäft auf den ersten Blick an. Es waren Detektirs, die gekommen waren, Desiree zu verhaften. „ Im Namen der Republik erkläre ich Sie als meine Gefangene," sagte Herr Blichart, der eine der PoItzisten. Folgen Sie uns ohne Aufsehen, wenn wir nicht Gewalt anwenden sollen." „ Welches Verbrechens flagt man mich an?" fragte Desiree, tödlich erschrocken. „ Das werden Sie auf dem Stadthause erfahren," erwiderte der Polizis; wir sind zu Aufklärungen nicht befugt." samt 700 Kilogramm Luftpost befördert werden. ben. Bis jetzt sind erst zusammen 360 Kilogramm Postfarten aufgeltefert worden. Ferner wird darauf aufmerksam gemacht, daß alle offiziellen Postkarten nur zu dem aufgedruckten Preis verkauft werden dürfen. In diesem Preis ist der Rabatt der Vermittler bereits eingeschlossen. Leutnant v. Hi dessen ist Donnerstag früh 3 Uhr 40 Min. von Darmstadt mit seinem Flugapparat „ Gelber Hund" aufgestiegen und um 4 Uhr in Worms gelandet. Dort mußte er bis 6 Uhr auf sein Begleitautomobil warten, weil er bei der Landung in Worms einen Delrohrbruch erlitt. Nach der Reparatur stieg er, 6,41 Uhr, zum Flug nach Mainz auf, wo er um 7.11 Uhr auf dem Großen Sande glatt landete. Bei dem Fluge hatte v. Hindessen ie 45 Kilo Flugpost mitge= führt. Der Apparat wurde in eine Halle gebracht, wo er bis zum Montag bleiben wird. Leutnant v. Hidessen begab sich dann per Auto nach Frankfurt zurück. Telegramm! Alle bis Sonntag Abend hier in Gießen in die Briefkästen eingeworfenen offiziellen Karten und Flugpostkarten werden noch durch das Luftschiff„ Schwaben" resp. durch den Flugapparat„ Gelber Hund" des Leutnant von Hiddessen befördert. Politische Rundschau. Deutschland. * Wildpark b. Potsdam, 13. Juni. Der Kaiser begab sich um 5.10 Uhr im Sonderzug nach Hannover. eine Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer setzte Donnerstag morgen die Beratungen der Beamtenbesoldungsvorlage mit der Gehaltsskala der Lehrer fort. Der Bauernbund beantragte, den Lehrern der mittleren und höheren Gehaltsstufen nur eine prozentuale Erhöhung, aber nicht die verlangten 15 Prozent zu gewähren. Nach dieser Skala wäre Mehrforderung von 65 000 Mark erforderlich. Die Freisinnige Fraktion beantragte dagegen, die Forderungen der Lehrer ganz zu bewilligen. Auch die Deckungsfra ge, insbesondere die Heranziehung der Landge= meinden zu den Kosten der höheren Schulen, bildete den Gegenstand der Besprechung. Nach dem Regierungsvorschlag sollen die Gemeinden mit 100 Prozent Kommunalsteuerertrag ganz, diejenigen mit 100 bis 150 Prozent zur Hälfte zu den Schulkosten herangezogen werden. Gemeinden mit über 150 Prozent Steuerauf schlag sollen von dem Kostenbeitrag befreit sein. Dadurch würde sich eine Minderbelastung der Gemeinden von etwa 80 000 Mark ergeben. Dieser Ausfall wäre dann von den Städten zu tragen. Ein endgültiger Beschluß wurde noch nicht gefaßt. Die Beratungen wurden Freitag früh fortgesetzt. = Der Petitionsausschuh erledigte in seiner heutigen Sitzung eine Reihe von Berichten, darunter die Gültigkeitserklärung des Mandats des Abgeordneten Jouzz- Butzbach.- Dem Antrag Ulrich und Gen. auf Verstaatlichung der Apotheken wurde dahin stattgegeben, daß den Gemeinden bei zum Verkauf stehenden Apotheken das Vorkaufsrecht eingeräumt werden soll. Eine Verstaatlichung der Apotheken im Sinne der Antragsteller wurde von der ReEin Antrag des Abg. Zuck= gierung abgelehnt. mener Vergebung st a atlicher Arbeiten an tariftreue Unternehmer wurde genehmigt. - nur Reine Umstände, kommen Sie unverzüglich mit!" Herrschte fte der andere Detetttv an. Ich bin bereit," entgegnete Desiree, rasch dte Fassung wieder gewinnend. Offenbar handelt es sich hier um etn Mißverständnts, welches sich schnell aufklären wird. Darum lasse ich vorderhand meinen Koffer hier. Es wird doch keine Schwierigkeiten haben?" fragte sie Mademoiselle Antoinette. „ Wenn die Polizei ihn nicht mit Beschlag belegt, finden Sie ihr jederzeit hier," antwortete die Dame achselzuckend, mit malitiös aufgeworfenen Lippen. „ Aber ich glaube nicht, daß Sie zurückkommen werden, Sptone hält man feft." „ Spione?!" Desiree fühlte den Boden unter sich wanten. Sie eine Spionin? Woher konnte nur dieser entehrende Verdacht entstanden sein? Vergeblich sann sie nach. Ihre Papiere waren in Ordnung. Niemand tannte sie, niemond hätte sie anklagen können. Müde folgte sie den Männern und betrat zwischen ihnen die Straße. Hier herrschte ein wildes Treiben und Gehen. Die Marinesoldaten, welche man ausgeschifft hatte, marschierten eng geschlossen nach den Depots. An ihre Seite drängten sich Weiber und Kinder, die ste begritßten und ihnen Erfrischungen brachten, be= schäftigungslose Männer, welche, betrunken schon in aller Frühe, die Marseillaise brüllten. „ Mademoiselle könnten im Gewühl entwischen," meinte Blichart. Ich werde Ihnen Handschellen anlegen und sagen, Sie ſeten eine Diebin, sonst packt Ste die Kanaille hier." Er zeigte auf die Menge hier, welche sie neugierig angaffte. eigenen bayrischen Klassen- Lotterie zugehen wird Desterreich. g von Smyrna u ftimmt ift. Gener Rommandos in d * Wien. Der Kaiser unternahm auf de Reitbahn des Kammergartens in Schönbrunn einung hat den Bes halbstündigen Spazierritt. Er spürte nicht nur ta Müdigkeit, sondern fühlte sich durch den Ritt auffallen erfrischt. Der Spazierritt ist das beste Zeichen für d trotz der großen Repräsentationspflichten der lette Wochen vortreffliche Befinden des Monarchen. Prag. Die jungtschechische Kandidati Schriftstellerin Vyk- Kunetisky wurde im Wablbezi Jung- Bunzlau als Landtagsabgeordnete fchließen, falls angreifen. Vom von fürfifcher w über Kämpfe u des Ausganges en Die Bergarbeiterlö wählt. Der Statthalter von Böhmen wird der Gewa Der Reichsanzeiger ! ten die Abgeordneten- Legitimation jedoch verweigern Statistik der in de „ Ganz recht," meinte Piffard, der andere.„ Halten Sie mal die Pfötchen her, Mademoiselle, es tut nicht weh." Er zog ein paar eiserne Ringe aus der Tasche und wollte Desiree, die zitternd und unfähig, sich zu wehren, dastand, fesseln, als ihn ein kräftiger Arm zurückstieß. Sierteljahr 1912 ve und * Budapest, 13. Juni. Es sind der Poli idelung der in Anzeigen zugegangen, die es geraten erscheinen ließ im Oberbergam den gestern von Wien zurückkehrenden Grafen Tis im Saarbezirk in steigenden Maße zu bewachen. Graf Tisza hat beergibt sich aus seine Wohnung nicht verlassen. Vormittags erhielt den Besuch des Ministerpräsidenten Lukacz, der sich b ihm über die Einzelheiten der Audienz beim Kaiser Oberbergamtsb fundigte. smittel 1969 1910 1911 1910 1911 * Das Präsidium des ungarischen Abge ordnetenhauses wurde vom König im Schlo zu Schönbrunn in besonderer Audienz empfangen. Sierteljahr 1912 König drückte dem Präsidium seine Hochachtung für b) Oberschlesien: Aufopferung und den moralischen Mut aus, den es desmittel 1909 wiesen hätte, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß. Mitglieder des Präsidiums ihre Belohnung in der of sicherten Arbeitsfähigkeit des Abgeordnetenhauses Sierteljahr 1912 darin finden würden, daß das Ansehen des Abgeordne c) Saarbezirk: tenhauses erhöht werde. Nach dem Empfang des Prismittel 1909 sidiums wurde Graf Tisza in besonderer Priva audienz empfangen. Luxemburg. 1910 1911 Bierteljahr 1912 Hiernach hat das In Luxemburg erfolgte gestern Freitag 1912 mit einem der Regierungsantritt der Großherzogin belegschaft von M rie von Luxemburg. Die älteste von den 6 Töchtem 5,74 den absolut die Großherzog Wilhelm von Luxemburg, der Bergleich zu dem herzogin Marie von Luxemburg, wird jetzt die Regi Big. für die Schi Sproß des Hauses Nassau- Oranien, hinterließ, die Grahschnittslohn ist i und damit großjährig; es endet die Regentschaft, en betrug die G ung antreten. Am Freitag wurde sie 18 Jahre Pig. für die Hau ihre Mutter, die Großherzogin Maria Anna, schon bezirk 21 bezw 19. November 1908 an Stelle ihres durch ein unbenen ist zu berücks bares Leiden zur Unbeweglichkeit verurteilten Gemale sind; sämtliche übernommen hatte. Und am 18. Juni wird die jum die Knappschaftsf Großherzogin feierlich den Eid auf die Verfassung is Landes leisten. Großherzog Wilhelm verstarb, wie innerlich, im März dieses Jahres. Die Mutter der j regierenden Großherzogin Maria Anna, geborene P zessin von Portugal, vollendet im kommenden Mo ihr 51. Lebensjahr. Portugal. Rus S Der Land u für Ober Landwirtschaftliche K für moderne Herre Bowie Arbei Die Ministerfrise in Portugal Heinrich S glücklich beseitigt, da sich die Neubildung des Kabi nunmehr endgiltig vollzogen hat. Das Kabinett pi folgende Zusammensetzung haben: Präsident und heres August Vasconcellos, Inneres Nuncy Dliv Crosste Auswahl. Finanzen Jool Benevides, Krieg Oberst Pereira, D rine Joao Menezes, öffentliche Arbeiten Viegas Sate Kolonien Ecequiel Campos, Justiz noch unbesetzt. neuen Minister gehören keiner parlamentarischen Gr an. Stnd Ste von Sinnen, Mann?" fragte eine nernde Stimme, was sollen diese Dummheiten? G Ste dte Dame fret!" „ Herr d'Alincourt!" jauchzte Desiree, schützen mich, Herr Major, diese Menschen wollen mich haften, fesseln." - Der Graf nahm das Mädchen in seinen Arm. war in glänzender Uniform. Die Polizisten traten scheiden zurück. Sie ist eine Spionin, Herr Major, halten zu den," berichtete Blichard.„ Wir haben den Befehl, f verhaften, und müssen ihn ohne Rücksicht ausfüh Nun gut, aber doch nicht in dieser brutalen W " Wir bemerkten keinen Wagen," entschuldigte Piffard, und die Zeit drängt." Treten Sie wieder in das Hotel ein," enti der Graf; ich werde selbst einen Wagen besorgen Ste nach der Präfektur begleiten. Diese junge Dan unschuldig. Der Verdacht ist etn so ungeheuerlicher ich selbst mit dem Herrn sprechen werde." Er bat Desiree, Geduld zu haben, und schritt get wegs durch die vorüberziehenden Soldaten, die ehrerbietig Platz machten. Die Polizisten führten Desiree in das Hotel a Knorr Suppen Würfel Erbser m.Speck Erbsen mSpeck agenverta Estelle mein reichhalt Landauer. Mylords, sehr zur rechten Zeit, denn einige Weiber hatten be, Breaks, Geschäf das Wort„ Spionin" aufgeschnappt und drängter merwagen aller drohend herbet. Hoffentlich wird der Herr Major uns nic lange warten lassen," brummte Piffard unzufr In zehn Minuten gehen wir los, sonst haben wir General- Kommissar den Teufel." ,, Sie können von Glück sagen, daß Ste Schatz haben," bemerkte der Andere roh.„ Der Sie am Ende fret, heutzutage kann das Militär ( Fortsetzung folgt.). gebraucht. Grauer, Butz Hohenluftkurort Hochwaldha Oberhessen. mi. Hoh. Vogelsberg tal zum Felse Preise. Prosp. d. L Des Lot ndtage 3 in ni hrung gehen 5 Türkei. Nach offiziellen Meldungen steht zurzeit in der Dom& Irrei eine halbe Million Soldaten unter WafAm Donnerstag ist von Konstantinopel ein RegiInfanterie abgegangen, das zum Teil für die BeBung von Smyrna und zum Teil für die Dardanelbestimmt ist. General Ali Riza ist zur Uebernahme m auf Rommandos in den Dardanellen abgereist. Die brunn gerung hat den Beschluß gefaßt, die Dardanellen socht nur zu schließen, falls die Italiener Chios oder MythiRitt auf gel angreifen. Vom tripolitanischen Kriegsschauplatz chen fürgen von türkischer wie von italienischer Seite Mel der gen über Kämpfe vor, die in gewohnter Weise hinhen. ich des Ausganges der Kämpfe nicht übereinstimndidem Wab ordne der Ge verweig Die Bergarbeiterlöhne im 1. Vierteljahr 1912. Der Reichsanzeiger veröffentlicht soeben die amtStatistik der in den preußischen Bergbaubezirken im d der Vierteljahr 1912 verdienten Bergarbeiterlöhne. Die cheinen widelung der in den 3 wichtigsten Steinkohlenrerafen sieren, im Oberbergamtsbezirk Dortmund, in OberschleLiza jer und im Saarbezirk in den letzten Jahren gezahlten Js erhöhne ergibt sich aus folgender Aufstellung: 3, Der im Sa a) Oberbergamtsbezirk Dortmund: hen g im G Schresmittel 1909 " 1910 1911 mpfangen Vierteljahr 1912 bachtung b) Oberschlesien: us, den Jahres mittel 1909 sdrud, ng in " 1910 1911 enhauses Vierteljahr 1912 Des Abo c) Saarbezirk: fang des ahresmittel 1909 nderer " " 1910 1911 1. Vierteljahr 1912 Gesamtbelegschaft Hauer Mt. Mt. 4,49 5,33 4,54 5,37 4,69 5,55 4,33 5.74 Mf. Mt. 3,48 3.97 3,44 3,91 3,48 3,98 3,53 4,03 119 Mk. Mk. 3,96 4,51 3,97 4,50 4,06 4,60 4,17 4,73 Hiernach hat das' Ruhrkohlenrevier im 1. Viertel= estern for 1912 mit einem Durchschnittsschichtlohn der Geogin famtbelegschaft von Mt. 4,83 und einem Hauerlohn von en 6 E. 5,74 den absolut höchsten Lohnstand aufzuweisen. g, der in Vergleich zu dem für das Jahr 1909 ermittelten erließ, die urchschnittslohn ist im Ruhrrevier eine Erhöhung um ezt die Pfg. für die Schicht der Gesamtbelegschaft und um 18 Jab Pig. für die Hauerschicht zu verzeichnen; in Ober= egentscha lejien betrug die Steigerung 5 bezw. 6 Pfg. und im Inna, Erarbezirk 21 bezw. 22 Pfg. Bei den angegebenen rch ein ihnen ist zu berücksichtigen, daß sie die reinen Netto= teilten ne find; sämtliche Arbeitskosten sowie die Beiträge wird dir die Knappschaftskasse sind in Abzug gebracht. Verjafjum erstarb, Mutter geboren Tenden Rus Stadt und Cand. Gießen, 15. Juni 1912. Der Landwirtschaftskammer- Aus= fuß für Oberhessen hat nunmehr die große Landwirtschaftliche Kreisschau endgültig für die ortug Heinrich Stern:: Wetzlar 9 des R Kabina ident un tuncy t Perein Viegas unbel Spezialhans für moderne Herren- und Knaben- Bekleidung sowie Arbeitskleider far jeden beruf. Grösste Auswahl. Feste billige Preise. We bearen tarijchen ragte ein nhetten? e, fa ollen m einen iften t halten n Befe icht au brutaler entidhull ein, Knorr SuppenWürfel Erbsen m.Speck Weibertreu befor Erbsen m.Speck junge eheuerl 10 fabri baten, as 50th Werprobt, der lobt Wagenverkauf. 12 möbl. 3immer Emofet le mein reichhalt. Lager: Elly Landauer. Mylords, Hall= beadede, Breaks, Geschäfis: und zu vermieten. Steinstraße 30 1. er batte Amenifanerwagen aller Art, nen Möbl. Zimmer brou gebraucht. une LITT haben aß S [ 21/3 r. Grauer, Butzbach. Hohenluftkurort Hochwaldhausen of 50 mi. Hoh. Vogelsberg( 800 m)| MHTHE Oberhessen. zu vermieter.. Afterweg 26 1. 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Da diese Gemeinden in der gleichen Zeit einen Geburtenüberschuß von 51 206 Personen aufzuweisen haben, so sind ihnen nicht nur 12 156, sondern 63 362 Personen durch Abwanderung verloren gegangen, und ohne die starke Abwanderung hätte also ihre Einwohnerzahl, statt im Durchschnitt von 433 auf 397 zu fallen, auf 621 Seelen anwachsen fönnen. o Offenbach. Das Großherzogspaar besichtigte gestern den Neubau der Technischen Lehranstaiten und die Modelle des neuen von Geheimrat Mayer gestifteten Schloßbrunnens. ):( Kassel. Hier und in Marburg erregte ein Mann großes Aussehen, der sich als der Hauptmann von Köpenit ausgab und sich über die Depeschen der Zeitungen lustig machte, die den Tod W. Voigts meldeten. Er hatte eine Photographie Wilhelm Voigts bei sich und der Betrug war für ihn um so leichter, als er wirklich gewisse Aehnlichkeit mit dem richtigen Hauptmann von Köpenick hatte. Jedenfalls hatte es der Mann aber nur darauf abgesehen, das Publikum zu veranlassen, ihm Unterstützungen zu teil werden zu lassen. Aus aller Welt. ::: Wiedemar b. Halle. Hier entzündete der Blitz das Gebäude eines Gutshofes. Bei den Löscharbeiten brach das Dach zusammen. Der Sattlermeister Rackwitz verbrannte, der Schmiedemeister Wust wurde durch Balken erschlagen, der Ortsvorsteher Müller sehr schwer verletzt. ::: Dresden. Die Stadtverordneten beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, der Frage der Errichtung einer Universität in Dresden näher zu treten und gegebenenfalls mit der Regierung näheres zu verhandeln. Der Ratsvorlage auf Errichtung eines National Hygienischen Museums stimmte die Stadtverordnetenversammlung mit sämtlichen gegen eine Stimme zu. ::: Paris, 13. Juni. Aus Toulon wird den Blättern gemeldet, daß das Unterseeboot„ Charles Brun" bei einer Tauchübung in einer Tiefe von 30 Meter in senkrechter Richtung sant. Der Kapitän gab den Befehl, den Bleiballast loszulösen, worauf das Unterseeboot wieder an der Oberfläche erschien. Kirchliche Nachrichten. Connerlische Gemeinde in Gieken, Sonntag, den 16. Juni, 2. nach Trinitatis. Gottesdienst. In der Stadttirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Schorlemmer. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. dog has nac DEUTSCHER COGNAC Vorm. 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfr. Schwabe. Nachm. 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Aberds 8 Uhr: Bibelbesprechung im Johannessaal. Bad Nauheim Programm v. 16. bis 22. Juni 1912. Sonntag, 16. Juni, Geburtstag S M. des Königs von Schweden Festkonzert auf der Terrasse nachm. 4-6 Uhr unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Frohsinn" Bad Nauheim. Abends 8-10 Uhr Doppelkonzert der Ku: kapelle u. des Gesangverein ,, Frohsinn". ( Kleine- weisse- Kurkarten ungültig) Vormittags 11% Uhr im Kurhaussaal I. Kammermusik- Matineé.. Ausführende: Herr Konzertmeister Szántó, Herr Konzertmeister Schwabe, Herr Henkel, Herr Lange- Frohberg, Herr Krüger, Herr Schmidt. Abends im Kurhaussaale Einmaliges Gastspiel von Zoula de Boncza, erste Tänzerin an der Opéra Comique in Paris. Dazu: ,, Lottchens Geburtstag", Lustspiel in 1 Akt von Ludwig Thoma. - Montag, 17. Juni, nachmittags von 412-6 Uhr und abends 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Das Nachmittagskonzert unter Leitung des Königl. Professors Winderstein. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale: Eröffnu g der Operettenspielzeit unter Mitwirkung der Kurkapelle. ,, Eine Nacht in Venedig", komische Operette in 3 Akten von F. Zell und R. Genée. Musik von Johann Strauss. Dienstag, 18. Juni, nachmittags von 412-6 Uhr und abends von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Zauber- Soirée von Alfred v Kendler. Mittwoch, 19. Juni, nachmittags von 4-6 Uhr und abends von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Das Abendkonzert unter Leitung des Königl. Professors Hans Winderstein, Abends 8 - - Uhr im Kurhaussaale Theater: Der Leibgardist, Komödie in 3 Aufzügen von Franz Molnár. Donnerstag, 20. Juni, nachmittags 4½ 6 Uhr und abends von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends im Konzerthaus Tanz. Freitag, 21. Juni, nachmittags von 4/ 2-6 Uhr und abends 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale: Gastspiel von Richard Goltz mit dem Ensemble des Frankfurter Komödienhauses: Heinrich Heinel, historisches Lustspiel in 3 Akten von Melms. Samstag, 22. Juni, nachmittags 4-5 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 84 Uhr im Konzerthaus 5. Sinfoniekonzert der Kurkapelle unter Leitung des Kgl Professors Hans Winderstein. Vorläufige Anzeigen: Sonntag, 23. Juni, nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kapelle dès Leib- GardeInfanterie- Regiments Nr 115 aus Darmstadt.- Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater,.Die fünf Frankfurter". Montag, 24. Juni. abends 8 Uhr im Kurhaussaale Operettenvorstellung ,, Der Graf von Luxemburg". Dienstag, 25. Juni, abends 8 Uhr im Theatersaale ,, Lustiger Abend"- Humor, Witz, Satire- von Max Hofpauer, Königl. Bayer. Hofschauspieler, München. Samstag, 29. Juni, abends 8% Uhr im Konzerthaus 3. Künstlerkonzert der Kurkapelle. Ludw. Aubel, Restaurant Hauptstrasse 7 ( nähe Karlsbrunnen u. Sprudel- Apotheke) Bad- Nauheim anerkannt guten Mittagstisch und Abendtisch, gute Biere u. Weine auch Cacao, Milch- u Cafestube; allen Besuchern von Giessen mit und ohne Familie bestens zu empfehlen. Kleine Preise.:: Gute Bedienung L. Aubel, nähe Karlsbrunnen. 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