Cine entfelice Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich - - ( Neucite Nachrichten) erteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. 21bgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint asgabestellen vierteljährlich 90 Pfg.- Mittwochs und Samstags. Redaktion: Selters10g 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung 11 icht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 39. Telephon: Nr. 362. Der Kaiser in Elsass- Lotbringen. Der Kaiser fuhr am Montag vormittag in eg leitung der Prinzessin Viktoria Luise im Sonderzug on Karlsruhe nady Straßburg. Prinz Auguſt Bilhelm von Preußen hat sich im Automobil nach traßburg begeben. In Straßburg fand festlicher Emarg statt. Nachmittags besuchte der Kaiser die Hohnigsburg. Er besichtigte die Räume der Burg, benucers den neuerdings ausgemalten Rittersaal. Die üdkehr erfolgte an den Bergen entlang. Um 7½ Uhr af der Kaiser wieder im Straßburger Kaiserpalast ein. päter war Diner beim Statthalter Graf von edel, an dem mit dem Kaiser die anderen Fürst hkeiten und die Umgebung teilnahmen. Der Kaiser it den Unterstaatssekretär Mandel durch Verleihung s Titels Exzellenz ausgezeichnet. = Der Kaiser nahm am Dienstag vormittag 10 hr den Vorbeimarsch der GarnisonStraßburg or dem Kaiserpalast ab. Mit dem Kaiser hatten unter m: Säulenportale des Palastes Aufstellung genommen e Prinzen August Wilhelm und Joachim, die Prinssin Viktoria Luise, ferner der Statthalter Graf Weund der Fürst von Fürstenberg nebst den Herren r Umgebung. Um 1 Uhr 30 Min. trat der Kaiser mu Palast des kommandierenden Generals von Fabeck us die Fahrt nach Me im Automobil an. Die bfahrt erfolgte unter begeisterten Kundgebungen des subdihms. Neben dem Kaiser saß der Fürst zu Fürentberg, hinter ihm in demselben Wagen der Statthalr Oraf Wedel und der Staatssekretär Zorn v. Bulach, ie den Kaiser bis nach Mezz begleiteten. Der Statt= alter bleibt bis zum 16. Mai in Mezz. Die Reichslande preussisch? Ein Ausspruch des Kaisers, den dieser vorgestern elegentlich eines Frühstücks beim Baron Zorn v. Buch, den Staatssekretär für Elsaß- Lothringen, getan it im Gespräch über die zahlreichen politihen 3 wischenfälle in Elsaß- Lothringen seit er Verfassungsreform, wird durch den„ Berliner Lo1-2rzeiger" in folgender Fassung bekannt: Tn In sehr ernster Weise und in nachdrücklichem sagte der Kaiser:„ Hören Sie einmal, Sie haben uns bis jetzt hier nur von der guten Seite kennen gelernt, ich kann Ihnen aber sagen, daß Sie uns auch von der anderen Seite kennen lernen. Das kann so nii weiter gehen hier. Wenn die Dinge aber so weiter gehen, dann heben wir einfach die Verfassung auf und verleiben Unter einden. Roman von Karl Matthias. Sie ( Nachdruck verboten.) Ich habe doch gesagt,„ restez", sagte Kieze drohend, er mit Dr. Köhler, dem Oberarzt angekommen war. Die ist mein Haus," brauste Bourlier auf. Dies ist ein föniglich preußisches Lazarett," entegnete der Arzt.„ Stebe öffnen Sie dem Herrn die Remand außer dem Fräulein darf das Zimmer etrien. Folgen Sie Ihrem Papa einstweilen, Fräuin Defiree, ich werde Sorge tragen, daß Ihnen kein eldi geschieht, auch daß Sie gegen den Willen das Haus icht zu verlassen brauchen, aber im Interesse des Herrn enimants enden Ste den unerquicklichen Familienrei. Er gebrauchte die deutsche Sprache bei den leztizen. Rieße drängte Bourlier zur Tür. Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Mittwoch, den 15. Mai 1912. Preußen ein." Der Kaiser sagte die Worte so laut und nachdrücklich, daß sie auch in der Umgebung von einigen Herren verstanden wurden. Später ließ der Kaiser sich das Mitglied der Ersten Kammer, den früheren Reichstagsabgeordneten Bonderscheer vorstellen und unterhielt sich mit ihm in sehr ernsthafter Weise längere Zeit über dasselbe Thema." Es wäre gut, wenn die Worte des Kaisers, die den ganzen Schmerz über die systematische Verkennung der besten Absichten ausdrücken, den Elsaß- Lothringern endlich einmal den Ernst der Lage und ihre eigne Unflugkeit zu Gemüte führten. Bei der Intransiganz der politischen Kreise in den Reichslanden und der bisher angewandten Glaceehandschuh- Politik freilich ist zu fürchten, daß nur neue Entrüstung aufflammen wird. Demgegenüber sei jedenfalls nochmals ausdrücklich bekannt, daß der Kern des kaiserlichen Ausspruchs vollkommen berechtigt ist und die Meinung der gut deutschen Bevölkerung im Reiche, in Preußen, und erst recht in Elsaß- Lothringen genau trifft. Holland deutscher Bundesstaat? ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon Nr.: 362. 24. Jahrg. ergeben. Der Verfasser, der als Ingenieur an den Erweiterungsarbeiten des Kaiser Wilhelm- Kanals teilgenommen hat, entwickelt an Hand von Zeichnungen in fachkundiger Weise Gesichtspunkte, die, vollständig neu, in politischer, wirtschaftlicher, strategischer Richtung höchst beachtenswert sind, umso mehr, als gleichzeitig die technische Durchführungsmöglichkeit in positiver Weise von einem Fachmann nachgewiesen wird. Die Koblengewinnung Deutschlands und der Welt. an Die Entwickelung der deutschen Kohlenindustrie und ihre Bedeutung für unser gesamtes Wirtschaftsleben kommt in den vom Kaiserlichen Statistischen Amt ermittelten Zahlen über die Kohlengewinnung und den Wert der Förderung des vergangenen Jahres zum Ausdruck. Hiernach betrug die Gesamtförderung Steinkohlen im Jahre 1911 160,7 Mill. T.( 1910: 152,8 Mill.) im Gesamtwerte von 1572 Mill. Mark ( i. V. 1526). Davon entfallen auf die drei wichtigsten Bergbaubezirke: Förderung Wert d. Förderung Mill. t Mill. Mark Oberbergamtsbezirk Dortmund 91,3( 86,8) 888,3( 849,2) Oberbergamtsbezirk Breslau 42,3( 39,9) 372,3( 366,9) Oberbergamtsbezirk Bonn 16,9( 16,1) 193,7( 193,4) Den Hauptanteil an der Zunahme der Steinkohlenförderung hat der Oberbergamtsbezirk Dortmund mit 4,5 mill. T. gleich 5,14 Proz.; im Bezirk Breslau betrug die Steigerung 2,4 Mill. T. gleich 5,77 Prozent und im Bezirk Bonn 0,8 Mill. T. gleich 4,80 Prozent. Von dem Mehrwert der Steinkohlenförderung entfallen auf den Ruhrkohlenbezirk 39,1 Mill. Mt., auf das Schlesische Revier 5,4 Mill. Mf.; im Bezirk Bonn ist Wert der Erzeugung ungefähr der gleiche geblieben. Als im Hochsommer 1911 das Vorgehen Englands den flammenden Protest des deutschen Volkes hervorrief, waren alle national gesinnten Deutschen darüber einig, daß der Wiederholung ähnlicher gefährlicher Spannungen nur dadurch vorgebeugt werden kann und muß, daß wir ein erträgliches Stärkeverhältnis zu England durch den Bau von Schiffen herstellen. Von berufenen fachkundigen Federn wurde uns in zahlreichen Schriften der Weg gezeigt, wie die Forderung des deutschen Volkes durchgeführt werden kann; alle Schriften beschäftigen sich ausnahmslos mit dem Bau von Schif fen und erblickten in diesem Programm allein die Möglichkeit einer Abhilfe. Etwas Neues wurde uns bisher nicht geboten. Da ergreift nun der Kgl. Regierungs= der baumeister und Dipl.- Ingenieur Edm. Groh, Zittau, die Feder, um uns zu zeigen, daß es doch noch einen anderen Weg gibt, auf dem wir feindlichen Plänen Englands begegnen können. Die englischen strategischen Pläne sehen bekanntlich eine Nordseeblockade( von Echoltland nach Norwegen) vor. Wie diese durch eine deutsche Rheinmündung illusorisch gemacht werden soll, zeigt uns Groh- Zittau in überzeugender Weise durch eine Broschüre( Verlag Eckstein u. Engel, Berlin). Er zeigt uns auch, wie wir eine deutsche Rheinmündung schaffen können, wenn Holland, daß wirtschaftlich von uns abhängig ist, nicht freiwillig um Anschluß an das deutsche Reich nachsucht, und zeigt die enormen wirtschaftlichen Vorteile, die sich für Deutschland daraus ,, Schlage mich, Papa, aber verlange nicht, daß ich Waldemar verlassen soll, so lange er noch in Gefahr schwebt. Wenn er geheilt ist, will ich gerne folgen. Jetzt aber würde meine Abreise einem Todesstoße gleichkommen, und das darfst Du nicht auf Deine Seele laden." „ Er mag sterben! Ich werde Dich zwingen, mit mir zu gehen." " Dann muß ich mich unter den Schutz Deiner Feinde stellen, Papa", sagte sie traurig.„ Der Oberarzt bot ihn mir an. Willst Du es darauf ankommen lassen?" Bourlier wich mit weit aufgerissenen Augen vor seiner Tochter zurück. Eine solche Entschlossenheit hatte er ihr nicht zugetraut. Dennoch gab er nicht nach. „ Versuch's," sagte er drohend.„ Aber merke Dir, Du zerreißest damit jedes Band zwischen uns. Ich habe dann kein Kind mehr- ich verleugne und verfluche Dich und die Stunde, in welcher Du mir geboren wurDesiree antwortete nicht. Sie kniete noch immer auf dem Teppich zu des Vaters Füßen. Vergeblich wartete er auf ihre Unterwerfung. Nur das Schluchzen NataIys unterbrach die bange Stille. dest." fehre zurück, Geliebter", sagte Desiree und Ngre dem Vater, der keinen Widerstand leistete. Aber bert angekommen, brach er in eine Flut von Verwünhungen aus; dann befahl er, plötzlich abbrechend, die enigen Habseligkeiten der Damen in den Wagen zu ringen, in welchem er herausgekommen war. Wir fahren sogleich ab. In Sedan sollst Du erahrten, was ich über Dich Ungeratene bestimmt habe." Ich werde nicht mitfahren, Papa", erwiderte Dereat mit bebenden Lippen, aber mutigen Herzens. Ich aber es Waldemar geschworen, bei ihm zu bleiben, bis genesen ist.“ Du wagst es, auch jetzt mir zu widerstreben?" brüt er außer sich vor Zorn und drang auf sie ein. Nataly schlug auffammernd die Hände vor die Auen, um das Schreckliche nicht zu sehen. Laurence flüchteer wollte nicht Zeuge seln. Bitternd trug er die sachen nach dem Wagen, der am Tore hielt. Das tapfeMädchen sah langsam zu ihrem Vater empor. „ Geh hinaus, Schwester!" befahl er;„ ich will allein sein mit meiner Tochter, ich muß ihren starren Sinn brechen, ich muß Die Dame rührte sich nicht. " Willst Du mich rasend machen," schrie er;„ hörst Du nicht? Du sollst gehen!" „ Ich darf Euch beide nicht allein lassen", sagte Nataly fest, indem sie die Tränen trocknete. ,, Du weißt ja nicht mehr, was Du tust und was Du sprichst. Durch meine Gegenwart schüße ich Dein Kind vor Roheiten, die Du später bereuen würdest. Ich darf es auch dann nicht verlassen, wenn es gegen Deinen Willen hierbleiben sollte." „ Auch Du lehnst Dich gegen mich auf!" schrie er Die Braunkohlenförderung beltes sich 1911 auf 73,7 Mill. T.( 69,5) im Gesamtwerte von 183 Mill. Mt.( 178,6). Die Zunahme der Förderung betrug mithin 4,2 Mill. T. gleich 6,06 Pro3. und der Mehrwert 4,7 Mill. Mark oder 2,65 Proz. Davon wurden gewonnen im Oberbergamtsbezirk Halle 42,6 Mill. T.( 41,1) im Werte von 91,6 Mill. Mr.( 89,2), im Oberbergamtsbezirk Bonn 14,9 Mill. T.( 13 M.) im Werte von 39,8 Mill. Mark( 38,4). Die Braunkohlenförderung belief sich das letzte Jahr auf etwa 1165 Mill. T.( 1150) zu schäßen ist, hat im Jahre 1911 wieder eine Steigerung erfahren. In den 3 letzten Jahren stellt sich in den einzelnen Ländern die Förderung wie folgt: blind und toll vor Wut." Nun denn, so flage nicht, wenn das Ungeheure geschieht, was eigentlich außer Eurer Berechnung Itegt." " Was willst Du tun?" fragte Frau von Tarandal ganz entsetzt. Da flopfte es an die Tür. Das brette Gesicht des teze blickte herein. Draußen hörte man das Aufstoßen von Gewehrkolben. „ Der Wagen wartet, Monsieur", sagte der Wärter grinsend. Tout est parat, Evanser s'il vous plait. Naus aus die gute Stube!" Bourlier riß als Antwort einen Revolver aus der Brusttasche und richtete ihn gegen sein Kind. Aber der Wärter packte seine Hand wie mit etfernen Zwingen. „ Na, na, lassen Sie man, Männeken", sagte er, ohne die Ruhe zu verlieren, es könnte Ihnen nicht gut da rauf werden.- Kommen Sie jetzt ein bischen, cito, ehe die draußen ungeduldig werden." - Bourlter ließ die Waffe fallen; mit blassen Lippen murmelte er einen letsen Fluch, gegen seine Tochter gewendet. Dann ließ er sich aus dem Zimmer führen; von Kieze und zwet bewaffneten Wärtern esfortiert, bestieg er den Wagen und fuhr, ohne sich umzuschauen, auf und davon. Als das Rollen der Wagenräder zu der Mansarde heraufscholl, löste sich Desiree's starrkrampfartiger zustand in Tränen auf. Schluchzend kniete sie am Boden und weinte, das Haupt in den Kissen des Sessels verborgen, sich aus. Frau von Tarandal wußte ihr kein Wort des Trostes zu sagen. Das Kind hatte nun, was es haben wollte. Es trug die Folgen seiner Liebe.„ Und diese wird Desiree trösten", dachte Nataly weise.„ Aber wer tröstet den armen Bruder, der allein, ohne Kind, ohne Familie, ohne Heim dasteht und in die weite Welt hinausgeht, um zu vergessen oder zu Grunde zu gehen?" ( Fortsetzung folgt.) Eine entsetzliche Fahrt. nördlichen England und Schottland verkehrenden Schnellzüge Kings croß, von der die meisten zwischen London und dem or einigen Jahren ereignete sich auf der Londoner Station geben. Strede und veranlaßte das mich befreiende Signal, oder auch Vielleicht bemerkte mich einer der Beamten auf der Und doch konnte und durfte ich die Hoffnung nicht auftehrte mein Vertrauen zurück und Ich gannen. ferner aushalten müsse zu den Lieben daheim zurück. meine Kräfte allmählich schwanden, daß sie zu erschlaffen be fagte mir, daß ich, da ich einmal so weit gefommen war, aud) So sehr ich mich aber auch aufraffte, so fühlte ich doch, daß ich rüstete mich von neuem zum Kampfe um mein Leben. Dabei wußte ich, daß die Fahrtgeschwindigkeit kurz Drittel zurüdgelegt hatten, nach ainmal auf längere Beit gesteigert würde. Und wieder kehrten meine Gedanken aber sein Erstaunen, und borstande!" umsonst gemacht, flärte fein Antlib. Ich konnte ein Lächeln nicht unterdrüden. mußte ich ausgesehen haben, das Gesicht von Blut, Rauch und hielt, der auf diese Weise eine billige Reise machte. Wie wunderbar nicht, daß er mich für einen blinden Passagier " Hallo, alter Junge!" rief er aus, eine Bergnügungsreise Na, tommt mal mit zum StationsEs war so ein verständnisvolles Lächeln ver Ver. Staaten v. Amerika " " " " 1909 1910 1911 Mill. t Mill. t Mill. t ( Weich- und Anthraz.- Kohle) 418,0 455,0 438,3 Großbritannien( Steinkohle) 268,0 268,6 276,2 Deutschland( Stein- u. Braunkohle) 217,4 222,4 234,5 48,8 47,9 49,1 Desterreich- Ungarn Frankreich 37,9 38,3 39,3 23,5 Belgien( Steinkohle) 23,9 23,1 Der Anteil Deutschlands an der Kohlenförderung der Welt ist im Gegensatz zum Vorjahr gestiegen. Der Grund hierfür ist zum Teil in dem starken Abfall der amerikanischen Kohlenförderung zu suchen, die nach einer Zunahme um 37 Millionen Tonnen von 1909 auf 1910 im letzten Jahre wieder um mehr als 10 Mill. Tonnen zurückgegangen ist. Politische Rundschau. Deutschland. * Der Londoner Botschafterwechsel wird von der„ N. A. 3." bestätigt. Graf Wolf- Metternich, so schreibt das amtliche Organ, hatte bereits vor Jahresfrist, nachdem er zehn Jahre den verantwortungsvollen Posten in London, zum Teil unter schwierigen Umständen, verwaltet, seine Absicht ausgesprochen, sich aus dem politischen Leben zurückzuziehen. Jetzt hat er seinen Abschied eingereicht und bewilligt erhalten. * Stuttgart. Der König von Württemberg begab sich nach dem„ Schwäb. Merkur“ auf zwei Tage nach Stockstadt an den Rhein zum Besuch bei Frhrn. Heyl zu Herrnsheim. * Der Herzog von Sachsen- Coburg Gotha ist zum Generalleutnant befördert worden, nachdem er erst kürzlich zum Generalmajor ernannt worden war. Jm Preußischen Abgeordnetenhaus wurde am Montag bei überfüllten Tribünen zu Beginn die Abstimmung über den Einspruch des Abg. Borchardt( Soz.) gegen seine Ausschließung am Donnerstag vorgenommen. Auch das Haus war außergewöhnlich gut besetzt. Kurz nach 11 Uhr eröffnete Vizepräsident Dr. Porsch die Sitzung, während Präsident Frhr. v. Erffa, der den sozialdemokratischen Abg. Borchardt ausschloß, im Sitzungssaal bei seinen Parteifreunden Platz genommen hatte. Die Frage für die Abstimmung wurde dahin formuliert, ob der Ausschluß des Abg. Borchardt am Donnerstag berechtigt war. Abg. v. Heydebrand( kons.) beantragt namentliche Abstimmung, denselben Antrag hatten die Sozialdemotraten gestellt. Da mit dem Buchstaben B. begonnen wurde, war Borchardt selbst der erste, der mit Nein stimmte, was lebhafte Heiterkeit erregte. Den Sozialde mokraten schlossen sich nur die beiden Dänen Kloppenburg und Nissen an. Die Polen wie die fortschrittlichen Abgeordneten Dr. Runze und Wenke enthielten sich der Abstimmung. Der Einspruch wurde mit 319 gegen 8 Stimmen bei 8 Enthaltungen abgelehnt. Das erwartete Ergebnis wurde ruhig und ohne Kundgebungen aufgenommen, nur Hoffmann( S03.) rief: Das ist die Selbstentmannung der preußischen Duma. Auch Abg. Hirsch versuchte ein schüchternes Pfui. * es Amerika. Washington, 10. Mai. Laut Nachrichte Weglar den berfammeln fich die beim Staatsdepartement eingegangen sind, wird eine Ansprac neral Gomez im Zollhause von Juarez gefangen larich nach K halten und streng bewacht. Aus Stadt und Land. Vereine mit ihren Tigen. bunte nach 32tägi Bad- Nau Gießen, 15. Mai 1912 nach Bad- H * Zur Frage der Aufgabe der Lie=| besgabe. Nach Beendigung der ersten Lesung des Entwurfes zum neuen Branntweinsteuergesetz hat den Anschein, daß das Kontingent( die sogenannte Liebesgabe) fallen wird. In den Kreisen der hessischen und benachbarten Brennereien hat es großes Befremden erregt, daß sie bei gleich schwierigen Produktions- Verhältnissen, wie die Süddeutschen, nicht diesen Vorteil genießen, sondern mit den Norddeutschen gleichgestellt werden sollen. Die Spirituszentrale hat zwar die Preise für diese Campagne durch den schlechten Ausfall der letzten Kartoffelernte und durch die Knappheit der Ware in den letzten Wochen um 14 Mark, im ganzen seit Bestehen des Branntweinsteuergesetzes vom Jahre 1909 die am Montag, den 10. Juni, vorm. ½ 10 Uhr, be Dr. Grödel an ab um 30 Mark per Hektoliter erhöht, es bleibt aber trotzdem fraglich, ob für die Folge dieser Aufschlag ge- ginnenden Sitzungen des Schwurgerichts des Landge nügt, um das heimische Brennereigewerbe lebensfähig richts der Provinz berhessen für das zweite Viertel- en ildenden Publ zu erhalten. Da auch die Preise für Trinkbranntwein jahr wurden die Namen nachstehender Hauptge. Rückgang des Konsums zu rechnen. Lokomotivheizer Adam Heppert zu Gießen vom Juli d. Js. an. n Gießen. In den Ruhestand versetzt wurde dizinalrat Dr. Gri * CLIS und äußert inn, feine Bäde zur Abschiedsaud Schwurgericht für Oberhessen. Firo v. Frankenber gegen 5 Uhr n berichwenten und um 6-10 Mark gestiegen sind, ist mit etnem erheblichen| Ichworenen ausgelost: 1. Heinrich Ludwig Horn, ei find 5244 R * England. London. Wie die Admiralität bekannt gibt, ist eine sogenannte sofortige Marinereserve eingerichtet worden, welche aus Leuten der königlichen At Besondere B madre und Musik fi Darmstadt mtadt, Konra Flottenreserve unter 37 Jahren bestehen soll, welche berg; 10. Georg Allmendinger, Fabrikant in Grünberg Jahren geftorben. sich freiwillig dazu melden. Diese Leute können, wenn * erforderlich, noch vor der Mobilmachung zum Dienſt einberufen werden. Sie haben jedes Jahr eine 28tägige Uebung durchzumachen und erhalten während des ganzen Jahres eine Löhnung von einem Schilling täglich. London, 13. Mai. Im Unterhause fragte Lloyd, ob zwischen England, Deutschland und Portugal die Verhandlungen über die portugiesischen Kolonien sich ihrem Abschlusse näherten und ob Sir Edward Grey dem Hause darüber irgend welche Informationen geben könne. Parlamentsuntersekretär Atland erwiderte: Gegenwärtig sind die beiden eingebrachten Fragen zu verneinen. ** Rußland. * Charbin, 10. Mai. Der russische Gesandte in Peking ist beauftragt worden, die durch die chinesische Revolution erlittenen Verluste russischer Untertanen festzustellen. In gleicher Weise hat der japanische Gesandte die japanischen Konsuln in der Mandschurei beauftragt. Italien. * Rom, 13. Mai. Nach einer drahtlosen Meldung des Admirals Viale wurden weiterhin die Inseln Kalymnos, Leros und Patmos von den Italienern besetzt. Die Garnisonen wurden zur Uebergabe gezwungen, die türkischen Regierungsbeamten gefangen genommen und an Bord der Schiffe gebracht. Türkei. * Konstantinopel, 13. Mai. Der Mini ster des Aeußeren erklärte auf eine Anfrage des russi schen Botschafters Giers betreffend die Wiedereröffnung der Dardanellen, die Entfernung der Minen sei heute beendigt. Die amtliche Bekanntmachung der Deffnung der Dardanellen werde wahrschein= Berlin. Anläßlich der Ausweisung des Abg. Borchardt in der Donnerstagssitzung des preußischen Abgeordnetenhauses veranstaltete die Sozialdemokratie sechs stark besuchte öffentliche Versammlungen, die überall ruhig veriiefen. Im Anschluß an die Versammlich morgen oder übermorgen erfolgen.- Die Pforte ist, lung in der Müllerstraße rückte ein Zug von mehreren tausend Personen unter Absingung der Marsellaise und Hochrufen auf das allgemeine Wahlrecht bis zur Gellerstraße vor, wo ein starkes Polizeiaufgebot die Demon= stranten mit blanker Waffe auseinandertrieb. Eine Anzahl Sistierungen wurden vorgenommen. Auch sollen einige Demonstranten verletzt worden sein. * Berlin, 13. Mai. In der Budgetfommission erklärte Staatssekretär v. Tirpitz, der Zweck der Luftschiffe sei zunächst der, die Aufklärung zu unterstützen. Ob sie später zu offensiven Unternehmungen auch für geeignet gehalten werden, werde die Erfahrung lehren. Als System für die Luftschiffe komme das starre System in Betracht. Ein vergrößerter Typ des neuesten Zeppelinkreuzers werde im Herbst angeliefert. Mitteilungen der Yoghurt- Centrale yo Ensfrohe Botschaft : für Korpulente! Es klingt fast widersinnig: ,, Der Yoghurt, das exquisiteste Nährmittel, das wir kennen, mit dessen Hilfe mit Leichtigkeit Gewichtszunahmen von 20 und mehr Pfund zu erzielen sind, ist unter gewissen Modifikationen auch imstande, ebenso grosse Gewichtsabnahmen herbeizuführen." Und doch ist dies gar nicht so widersinnig, wie es auf den ersten Blick aussieht. Man denke nur B wie versichert wird, über die neue Ansammlung russischer Streitkräfte beunruhigt. Wie es heißt, hat der Minister des Aeußeren den russischen Botschafter um Aufklärung darüber gebeten. Marokko. Man = Darmstadt hen unter Anerkenn Landwirt in Steinbach bei Gießen; 2. Friedr. Schwalten Tage noch Iy, Professor in Gießen; 3. Otto Altendorf, Professor in er wurden bis zu Gießen; 4. Wilhelm Diener, Ziegeleiinspektor in Angers Hirzenha bach; 5. Karl Finger 2., Kaufmann in Lauterbach; 6. Ernst Schlosser, Landwirt in Lauter; 7. Heinr. Rahm 2., Bürgermeister in Rixfeld; 8. Louis Benner, Stauf mann in Gießen; 9. Heinrich Sehrt, Rentner in Grün 11. J. Haller, Professor in Gießen; 12. Adolf Fischer, germeister in Schlechtenwegen; 14. Jakob Lotz, Land mit Geheime Ho Kaufmann in Gießen; 13. Val. Karl Schrimpf, Bühretor des Gro wirt in Garbenteich; 15. Johann Konrad Dehler, pens Pfandmeister in Friedberg; 16. Philipp Frizel, Land am Dienste mit W wirt in Dorheim; 17. Adolf Fink, Kaufmann in Fried Suhestand versek berg; 18. Christoph Bieker, Kaufmann in Gießen; 19 mmandeurkreuz 3 Wilh. Jakobi 5., Landwirt in Rodheim v. d. H.; 20 fieben. Karl Ruppel, Mühlenbesitzer in Unter- Schmitten; 21 ! Worms. D Georg Dern 8., Landwirt in Leihgestern; 22. Fran Gait des Frhrn. Brück, Fabrikant in Gießen; 23. Karl Jung 1., Landhausen weilte, hat wirt in Wieseck; 24. Joseph Kübel, Fabrikant in Herbe 16 tapitale Re stein; 25. Karl Behrmann, Metzger in Ulrichstein; 26. Worms. D Moritz Friedberger, Kaufmann in Gießen; 27. Julius ite Alipiranten hie Schulze, Kaufmann in Gießen; 28. Karl Koch, Buchte ihre 3. orde händler in Gießen; 29. Wilhelm Neidel 5., Landwid in Heuchelheim bei Gießen; 30. Wilhelm Aff, Land wirt in Beltershain. ffnung der Versa ürten ausgebrad sführlichen Bericht n Gießen, 12. Mai. Die Verbandsversammlung erhalb des abgel des Mitteldeutschen Sängerverbandes tagte heute unten Bericht zu ersel dem Vorsitze von Geheimerat Dr. Using erim Cafist furze Zeit Metropol. Schriftführer Lehrer V. Müller- Gießen er ul.che Erfolge stattete den Jahresbericht über die Tätigkeit des Verner erstattete S bandes im Vereinsjahr 1911-12. Durch Dirigententage vultungskosten einen Volksliedertag zu Gießen, Sammlung und Herberachuß, der du ausgabe von Volksliedern wurde im Sinne des Ver giderzahl innerhe bandes weiter gearbeitet. Die Jahresrechnung für 1911 konnte. Dem zeigt eine Einnahme von 530 Mark, eine Ausgabe von den Vorstand 480 Mark. Gesangproben finden statt am 19. Mai ing and Ad. Keil Rödgen, am 9. Juni in Lollar, am 16. Juli in Gro- bit aus Mainz Ben- Linden. Der Dirigententag soll am 20. Oktober in Ort der nächstjähr Gießen, das Verbandsfest für 1912 soll am 4. Augu en bestimmt. in Lich gehalten werden. Es werden in erster Lini didur intereſſiere Volkslieder vorgetragen. Das Verbandsfest 1913 sole die Versamm in Anbetracht der Hundertjahrfeier der Befreiungskrieg den Bestrebung ein patriotischer Liedertag sein; Butzbach oder Großen en weiter zu d Linden kommen als Festort in Frage. ( Weklar Marburg und Mts. im Ga fine Vertreterver Marbur * Von dem 9. Kreis( Mittelrhein) der deutscher niter des Inne Turnerschaft wurde angeregt, am Himmelfahrtstag( 16 rasse des Krei Mai), in allen Gauen Turngänge verbunden runt- und Sche mit Gelände spielen zu veranstalten. So wurde on men, um son auch vom Gau Hessen beschlossen, in seinen 5 Bezitten galdumlaufes be Bezirksturngänge mit Spiel zu machen. Der 1. Bezi ämtliche Geme hat sich den Dünsberg mit seinen umliegenden Was ein Schedkonto dern ausgewählt. Die Vereine von Wetzlar und Umodaß die Kun gebung sammeln sich morgens 7½ Uhr in Naunheim sene Kassen ( Wezlar. * Langer, 8. Mai. Nach zuverlässigen Nach unter Führung des Bezirksturnwartes Schüler. Die Ver richten haben 150 von französischen Offizieren ausge= eine von Gießen und Umgebung, durch weiße Armire Buzbach, bildete Soldaten der scherifischen Truppen in der Farm binde kenntlich, sammeln sich 7 Uhr vormittags in Ge Duled- Dessem, die dem Sekretär des deutschen Vizekon- hen( Oswalds Garten) und besetzen das Gelände zw fuls in Larrasch, Meier, Teilhaber der Firma Rensch schen Hohensolms und Krofdorf. Führer find die Turn hausen, gehört, Haussuchungen vorgenommen. warte Erb- Gießen( T.-V.) und Leib- Krofdorf. Die Ver glaubt, daß sie nach Deserteuren forschen wollten. Durch den deutschen Botschafter in Paris sind die nötigen Gehringer) fahren 7,32 nach Lollar und suchen, Schritte getan, um die Angelegenheit flarzustellen. gesehen von der Abteilung Gießen, ebenso wie die b schädliche und dabei billige Kur, die ohne jede A strengung und ohne Berufsstörung durchgeführt werden kann, interessiert und jeder Korpulente sollte dies nicht nur gesund aus kosmetischen sondern auch aus heitlichen Gründen tun der lasse sich die aus de Feder eines praktischen Arztes stammende, hochinteress sant geschriebene, Broschüre ,, Die Entfettungskur de Zukunft" kommen, die wir gegen Einsendung von M 0,2 in Briefmarken nebst einer Probe von Zehr- Majami jedem Interessenten ohne irgendwelche Kaufverpflichtun zugehen lassen. Es dürfte niemand bereuen, diese wich eine von Grünberg und Umgebung( Führer Turnwar hat dem Ma an den hohen Nährwert der Milch und die heute so beliebt gewordenen Entfettungskuren mit einer reinen Milchdiät. Jeder Arzt, der wie die von dem russischen Leibarzt Dr. Th. Carell bereits vor ca. 40 Jahren empfohlene MilchKur( die sogenannte Carell- Kur), sowie auch die von Professor Dr. E. Metschnikoff, dem berühmten Leiter des Pariser Instituts Pasteur, in die ärztliche Praxis eingeführte Yoghurt- Kur kennt, wird zugeben müssen, dass die Vereinigung beider Kuren, die heute unter der Bezeich nung ,, Zehr- Majamin- Kur" bekannt geworden ist, ein geradezu ideales Mittel bildet. nicht nur das überschüssige Fett zum Einschmelzen zu bringen und dadurch den starken Leib, die breiten Hüften, das hässliche Doppelkinn zu beseitigen, sondern gleichzeitig auch eine gründliche Blutreinigung und Blutverbesserung herbeizuführen, um damit in zahlre chen Fällen die Wiederkehr des Fett ansatzes zu verhindern. In der Tat hat sich die Zehr- Majamin- Kur im Sturme die Gunst der Aerzte erobert, und alle Korpulenten, die sie bisher anwandten, können von ihrer ebenso frappanten wie wohltuenden Wirkung nicht genug zu erzählen. Wer sich für die ebenso zweckmässige wie un- tige, manches Neue bietende Broschüre aufmerksam ge lesen und die Probe versucht zu haben. Wenn Sie sich über, Yoghur informieren wollen, verlangenfie kostenlose Zusendung von Proben und Litteratur der Yoghurt- Centrale Dr J. Schaffner& C Berlin- Grunewald Pal von 25 000 Jugendsp Serfügung gestel 1. Mai. Laut Radi von Juarez gefange silung Wetzlar den Dünsberg zu gewinnen. Um 1 ( versammeln sich alle Turner auf dem Dünsberg, ):( Diez. Der neugegründete Kreisfischerei* Stocholm, 14. Mai. August Strindverein hat 7000 Stück Hechtsetzlinge in die Bahnberg ist heute nachmittag 4 Uhr 30 Min. gestorben. ngegangen find, wielbst eine Ansprache gehalten wird. Später gemein- strecke Staffel- Balduinstein ausgesetzt, während durch And Land. Gießen, 15. Mai Marsch nach Krofdorf. Es ist erwünscht, daß sich les Bereine mit ihren Turnern und Zöglingen zahlreich etciligen. A Bad Nauheim, 11. Mai. Die Kaiserin at heute nach 32tägigem Aufenthalt Nauheim verlassen mich nach Bad- Homburg begeben. Sie sprach dem Freiherrn Marschall von Bieberstein auf der Lahnstrecke Balduinstein- Laurenburg 3000 Hechtsetzlinge zur Aussetzung gelangten. ):( Limburg. Am 1. Juli dieses Jahres wird für die Kreise Limburg, Unterwesterwald, Unterlahn und Untertaunus eine Versicherungskontrollstelle eingeworden. Diese Kontrollstelle ist ein Organ der Landesversicherungsanstalt Hessen- Nassau und besitzt die Eigenestand versetzt wurtepijinalrat Dr. Grödel ihren Dank für die Behand richtet und zwar ist als deren Sitz Limburg bestimmt ert zu Gießen dung aus und äußerte sich sehr anerkennend über BadNauheim, seine Bäder und Anlagen. Dann erschienen Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde in Gießen, Himmelfahrtstag, 16. Mai. In der Stadtkirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirch e. Vorm. 9% Uhr: Pfarrer Ausfeld. In der alten Friedhofskapelle. ür Oberhesse oc zur Abschiedsaudienz Geh. Baurat Dr. Eser, Kur- schaft einer öffentlichen Behörde. Der Vorsteher dieser Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Bechtoisheimer. i, vorm. 10 irektor v. Frankenberg und Bürgermeister Dr. Kanser. Kontrollstelle führt die Dienstbezeichnung„ Landesverwurgerichts des Bom Dr. Grödel an die Autos geführt, fuhr die Kai- sicherungs- Inspektor". für das zweite gerun gegen 5 Uhr nach Bad- Homburg ab. Von dem chstehender Haup papierbildenden Publikum wurde die Kaiserin durch Bis zum Heinrich Ludwig üherschwenken und Hurrarufen begrüßt. ießen; 2. Friedr.. Dai find 5244 Surgäste angekommen, wovon am to Altendorf, Pro Ternannten Tage noch 3620 anwesend waren. iegeleiinspektor in Bader wurden bis zum gleichen Tage abgegeben. fmann in Lauterb ebdigt. 41 444 er= ):( Hirzenhain. Hier ist eine Schulstelle Lauter; 7. Heinr. Besondere Befähigungen in der französischen 8. Louis Benner, Sprache und Musik sind von den Bewerbern erwünscht. s Darmstadt. Der Ehrenbeigeordnete der Stadt Fabrikant in G Dermstadt, Konrad Egenolf, ist im Alter von 588 Jahren gestorben. Sehrt, Rentner in Gri ießen; 12. Adolf al. Karl Scrimpi s Darmstadt. Der Großherzog hat den Ge14. Jakob Lok, ne saldirektor des Großherzoglichen Hoftheaters und der nn Konrad Dehler mujit Geheime Hofrat Emil Werner auf sein Nach6. Philipp Frizel, Tuchen unter Anerkennung seiner treuen und ausgezeichFink, Kaufmann in ne sen Dienste mit Wirkung vom 1. Juli 1912 ab in de Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das Kornmandeurkreuz zweiter Klasse des Ludewigs- Ordens verliehen. aufmann in Gieße Rodheim v. d. h ! Worms. Der König von Württemberg, der ales Gaft des Frhrn. von Henl auf dem Hofgut Gunters hausen weilte, hatte das Jagdglück, innerhalb zweier Tage 16 fapitale Rehböcke zur Strecke zu bringen. wer= erteilt. in Unter- Schmitten; Leihgestern; 22. 23. Karl Jung 1., Rübel, Fabrikant in Megger in Ulrichstei in Gießen; 27. ! Worms. Die Vereinigung hess. Polizeikommis; 28. Karl Rod, fariats- Aspiranten hielt am 12. Mai hier in den zwölf elm Neidel 5., Apostel" ihre 3. ordentliche Hauptversammlung ab. Nach 30. Wilhelm Aff, Eröffnung der Versammlung und einem auf den Lande fürsten ausgebrachten Hoch gab der Vorsitzende einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit der Vereinigung Die Verbandsverfam innerhalb des abgelaufenen Geschäftsjahres. Wie aus bandes tagte heute den Bericht zu ersehen war, hat die Vereinigung, wenn Dr. Usingerin auf erst furze Zeit bestehend, doch schon einige recht er V. Müller- Gi erfreuliche Erfolge aufzuweisen. Auch der durch den r die Tätigkeit des Rechner erstattete Kassenbericht zeigte trotz der erheblichen 12. Durch Dirigent Verwaltungskosten einen, wenn auch nicht sehr hohen, en, Sammlung und es erschuß, der durch beinahe Verdoppelung der Miturde im Sinne des gliiderzahl innerhalb des letzten Jahres, erzielt - Jahresrechnung i den konnte. Dem Rechner wurde Entlastung Mark, eine Aus In den Vorstand wurden gewählt die Herren B. Wahen statt am 19. lig und Ad. Keil aus Worms, A. Bruder und F. Horr, am 16. Juli baih aus Mainz und A. Karnbach aus Gießen. Als foll am 20. Ort der nächstjährigen Hauptversammlung wurde Gie1912 foll am 4. een bestimmt. Nach Erledigung verschiedener, die MitEs werden in erfte glife der interessierende Mitteilungen, schloß der VorsitzVerbandsfest 1913 en de die Versammlung mit dem Wunsche, auch fernerhin rfeier der Befreiung an den Bestrebungen und Zielen der Vereinigung 1; Butzbach oder Hoſen weiter zu arbeiten. In Frage. Mittelrhein) der de am Himmelfahrts urngänge ver u veranstalten. Go offen, in seinen 58 zu machen. Der 1. seinen umliegenden ne von Wetzlar um in ):( Welar, 14. Mai. Nach einer vom Herrn Minister des Innern gegebenen Anregung hat auch die Sattasse des Kreises Wetzlar von heute ab den Kontolbrent- und Scheckverkehr in ihren Geschäftszweig auf geommen, um somit gleichfalls zur Verminderung des Bargeldumlaufes beizutragen. Die Kreiskommunalfasse und sämtliche Gemeindekassen des Kreises haben sich bereits ein Scheckkonto bei der Kreissparkasse eröffnen lasSen sodaß die Kunden der Kreissparkasse alle Zahlun Is 7½ Uhr in the gen an jene Rassen unmittelbar hier bewirken können. ):( Wetzlar. Die Ev. Arbeiter und Gesellen vereine Butzbach, Friedberg, Gießen, Homburg v. d. 5. Marburg und Wetzlar halten am Sonntag, ven 19 d. Mts. im Saale des Herrn Wilhelm Gluth da= hikr eine Vertreterversammlung ab. rnwartes Schüler. ebung, durch weiße 7 Uhr vormittags belegen das Geli orf. Führer find nd Leib- Krofdorf. gebung( Führer Hensel hat dem Marburger Spar- und Bauverein ein Lollar und fuche bießen, ebenso wie e Kur, die ohne j örung durchgeführt eder Korpulente so sondern auch aus der lasse sich die ):( Marburg. Geheimerat Professor Dr. phil. Rpital von 25 000 Mart als Stiftung zur Errichtung eines Jugendspielplatzes und Volksgartens zur Verfügung gestellt. tes stammende, hoc e ,, Die Entfettung egen Einsendung von Probe von Zehrgendwelche Kaufver iemand bereuen, die e Broschüre aufmerks cht zu haben. er Yoghu len, verlangen Jung von Pro Murder ale Dr J. Schale Grunewald ):( Wiesbaden. Der Kommunallandtag beschloß in seiner Schlußsitzung die Errichtung einer Fürforgeerziehungsanstalt für schulentlassene männliche Fürforgezöglinge. Die Kosten sind auf eine Million Mark veranschlagt. ):( Wiesbaden. Anfang Juli nächsten Jahres feiert das Füsilierregiment v. Gersdorf( Kurhessisches) Nr. 80 sein hundertjähriges JubiläuB. ):( Koblenz. Die Kgl. Regierung in Koblenz hat angeordnet, daß in jeder Schule jährlich mindestens einmal die 3 ahnpflege zum Gegenstand der Besprechung und Belehrung gemacht werde. Aus aller Welt. Berlin. Die Sammlungen für die Nationalflugspende haben, nachdem seit der ersten Veröffentlichung des Aufrufs noch nicht drei Wochen verflossen sind, bereits die Summe von mehr als zwei Millio= nen Mark ergeben. * Düsseldorf, 13. Mai.( Ein sozialdemokratischer Aufruh r.) Nach einer Versammlung von Arbeitern im Volkshause zog am Sonntag abend eine große Menschenmenge durch die Stadt zum Gefängnis, wo eben der sozialdemokratische Reeine dakteur Berten, der dort wegen Beleidigung dreimonatiae Gefängnisstrafe verbüßt hatte, entlassen werden sollte, leisteten die Demonstranten den Anord= nungen der Beamten feine Folge und beschimpften sie mit Zurufen: Bluthunde! Schießt die Hunde tot! Wiederholt wurde versucht, kleine Kinder im Gedränge vor die Schuhmannspferde zu bringen. Erst dem Aufgebot einer großen Polizeiabteilung gelana es, die Tobenden zu zerstreuen. ohne daß von der Waffe Gebrauch gemacht wurde. Mehrere Personen wurden verhaftet. * Elbing. Wegen Beleidigung des Geheimen Rats Ziese, des Besitzers der Schichauwerft und finanziellen Gründers der„ Elbinger Neuesten Nachrichten", verurteilte das Schöffengericht v. OldenburgJaruschau zu 480 Mark Geldstrafe. v. Oldenburg hatte im Dezember in den Wahlversammlungen behauptet. daß der Urheber eines beleidigenden Artikels der „ Neuesten Nachrichten" ein feiger Ehrabschneider sei und hatte dabei Ziese ausdrücklich genannt. Die Verhand lung ergab, daß Ziese dem Artikel fernstand. Reciferrin der Liebling aller Leidenden. Sehr viele Aerzte und Taufende von gewesenen Patienten äußern fich rühmlichft über die wunderbaren Erfolge, welche durch Leciferrin erzielt worden sind, bet Schwächezuständen, Blutarmut, Bleichsucht und Nervenschwäche. Unentbehrlich in der Rekonvaleszenz nach crschöpfenden Krankheiten. Leciferrin ist das anerkannt befte Gesundheits- Nährmittel, es hebt die Körperfräfte, stärkt die Nerven und bereichert das Blut. Im Gegensatz zu andern Präparaten ist Leciferrin sehr schmackhaft, aut befömmlich und beför dert zu gleicher Zeit den Appetit und die Verdauung. Durch den Gebrauch von Lcciferrin( Ooo LecithinEisen) wird der Körper gekräftigt und widerstandsfähig ge. macht. Lust zum Leben und zur Arbeit stellt sich wieder ein. Man beachte beim Einkauf genau auf den Namen ,, Leciferrin." Preis Mt. 3.-, in Apotheken zu haben, ganz sicher bon: Universitäts- Apotheke und Hirsch- Apotheke in Gießen. Geben Sie Ihren Kindern wenn sie reine Milch nicht gern trinken, halb Milch halb Perika Dann werden Sie frische freudige Gesichter sehen. Perlka hat herzhaft- würzigen Geschmack, ist kaffeeähnlich und vollkommen unschädlich. Sehr ausgiebig, deshalb sparsam im Gebrauch. Allgemeine Nahrungsmittel- Gesellschaft m.b.H.Berlin W.9. Katholische Gemeinde in Gießen Donnerstag, 16. Mai, Himmelfahrtstag. Vorm. 6½ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachm. um 2 Uhr: Feierliche Vesper mit Segen. Freitag abend um 6½ Uhr ist Maiandacht. Bekanntmachung. Am Samstag, den 18. Mai d. Js., nachmittags 3 Uhr, findet zu Lich im Gasthaus zum Löwen unsere diesjährige ordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht 1911. 2. Rechnung 1911. 3. Voranschlag 1912. 4. Errichtung einer Kälbervermittelungsstelle. 5. Herausgabe eines Merkblattes für die Jungviehaufzucht. 6. Bestimmungen über die Revision der Herdbuchtiere. 7. Bestimmungen über die Jungviehaufnahme d. Landwirtschaftskammer- Ausschusses. 8. Kreistierschau in Gießen. 9. Vereinbarung über die Durchführung der Faselmärkte ( städtische Prämiierungsmärkte). 10. Zuchtviehmärkte und Auftionen in 1912-13. 11. Aufnahme von Vereins- Mitgliedern. 12. Verschiedenes. Zur Teilnahme werden eingeladen die Vorstandsmitglieder, die Vorsitzenden der Ortszuchtvereine, die Bezirksvertreter und Vereinsmitglieder, sowie die Freunde und sonstigen Interessentten unserer Zuchtbestrebungen, ferner auch die Großherzoglichen Bürgermeister derjenigen Gemeinden, welche forporative Mitglieder sind. Ein recht zahlreicher Besuch ist erwünscht. Zugleich werden alle Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises, insbesondere diejenigen, in deren Gemeinden Mitglieder unseres Vereins wohnhaft sind, ersucht, vorstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise veröffentlichen zu lassen. Gießen, den 10. Mai 1912. Der Direktor des Kreisrinderzuchtvereins Gießen( Simmentaler). Welcker. Belenutmachung. Betr.: Ausnahmen von 139c und 139 e Abs. 1 der Gewerbeordnung. Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, doß am 15., 24. und 25. Ifd. Mts. die Vorschriften über die Mindestruhezeit und Mittagspausen der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsstellen keine Anwendung finden. An diesen Tagen ist in offenen Verfaufsstellen ein Geschäftsbetrieb bis 10 Uhr abends gestattet. Gießen, den 10. Mai 1912. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Heinrich Stern Spezialhaus Wetzlar für moderne Merren- und Knaben- Bekleidung sowie Arbeitskleider får jeden Beruf. Grösste Auswahl. Faste billige Preise. GlobusPutz- Extrakh dersparsame Metallputz! ternwoll- Sportkleidung aus Schneestern- Wolle. Interessante Beschäftigung, auch für Ungeübtel Jedem Paket Schneesternwolle liegen 2 Strickanleitungen nebst Zeichnungen gratis bei, um ganze Kostüme, Jackets, Rock, Sweaters, Muff und Mützen etc. selbst zu stricken. Billig, modern u. elegant!- Gesündeste Kleidung. Im ganzen Jahre gleich praktisch für Strasse und Sport. Wo nicht erhältlich weist die Fabrik Grossisten und Handlungnn nach. 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Wie alljährlich finden die Konzerte Donnerstags statt, das erste am 6. Juni. Anfang abends Uhr. W. Löber, Obermuslkmeister. Abonnement und Karten im Vorverkauf sind bet Herrn E. Challier, Neuenweg, und beim Vorzeiger der Liste zu haben. garantiert Echte Hienfong- Essenz beste extr.starkeQualität off. 12 Flaschen 3 M. b. 30 Flaschen 6,50 M. portofrei. Hien fong- Essenz- Fabrik J. HOFFMANN, THORN, Junkerstrasse 4. Gesundes Blut ist die Grundlage körperlicher und geistiger Frische und Spannkraft. Die erhöhten Anforderungen des Daseinskampfes sollten es jedermann zur Pflicht machen, seine Kräfte mit dem schnellen Strome der Zeit in Einklang zu bringen. Nichts trägt mehr zur Förderung des gesundheitlichen Gleichgewichtes bei als die richtige Wahl des täglichen Getränkes. Im Gegensatz zu den vielfach schädigenden Einflüssen von Kaffee und Tee steht der Kakao, worin sich die Vorzüge eines Nahrungs- und Genussmittels aufs glücklichste vereinigen. Als tägliches Morgengetränk wirkt Kakao stärkend und anregend auf Körper und Geist und schafft jene anhaltende Erfrischung, welche die Forderung des Tages erheischt. In das Leben des Kindes bringt der Kakao, zufolge seiner Nährkraft, jene Stärkung und Regsamkeit, die für seine geistige und körperliche Entwicklung von so unschätzbarer Bedeutung sind. Kakao bewahrt nur dann volles, frisches Aroma und stets gleichmässigen Geschmack, wenn er durch luftdichte Verpackung gegen fremden Geruch geschützt ist. Man kaufe daher Kakao stets in Originalpackung. Stollwerck Gold- Kakao Piockwurst, Cervelatwurst, Salamie, prima feste hellrote Ware, per Pfund 95 Pf. Schweinsfüsse, Ohren, Schnauzen gesalzen per Pfund 25 Pf. Schweinsköpfe( vollfleischig) gesalz. 50 Pf., geräuchert 55 Pf. per Pfd., auch Postkolli.( Nachn.) Robert Riede, Fleischwarenfabrik, Langenfelde in Holstein. Messinghäuser Düngekalk in Stücken und Säcken. Gebrüder Dietrich, Fritzlar. 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