abe. nde. ammhäusI im einde. 1. amm de. bird in chliche hoben icht. Inn Nes 461 it ihren gen, weles Kleid uss. sverbesib, Fettnd nach este unea und entbehrein Spezeit, der e dicken ngepasst ach der sten Geleid und en jeder ostenlos. Main Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) verteljährlich 1,20 wt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pig- Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaktion: Selters weg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 13. Telephon: Nr. 362. Ein Antrag zur Beichsfinanzreform in der hessischen Bammer. Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Mittwoch, den 14. Februar 1912. Hessen umfaßt. Der Gründer war Lehrer Gremm, der die Vereine Dietzenbach, Nieder- Roden, Jägersheim und Dudenhofen ins Leben rief. Prinz Ludwig, der spätere Der hessischen Zweiten Kammer ist folgender Antrag Großherzog Ludwig 4., übernahm das Protektorat. 1873 des Abgeordneten Leun zugegangen: Ich beantrage: hohe Zweite Kammer wolle beschlieBen, Großherzogliche Regierung zu ersuchen, im Bundesrate zu beantragen: 1. Das Gesetz über die Besteuerung der 3ünd waren vom 15. Juli 1909 wieder aufzuheben. 2. Die Erhöhung des Kaffee und Teezolls nach dem Reichsgesetz vom 15. Juli 1909 wieder zu beseitigen. 3. Den Zollzuschlag nach§ la des Tabaksteuergesetzes von vierzig auf fünfundzwanzig vom Hundert zu ermäßigen. 1909 4. Die durch das Reichsgesetz vom 15. Juli bedingte Erhöhung der Brausteuer auf die Hälfte zu ermäßigen. 5. Das Branntweinsteuergesetz vom 15. Juli 1909 dahin zu ändern, daß die in§ 2 festgesetzte Verbrauchsabgabe von 1 Mark und 05 Pf. bezw. 1 Mark 25 Pfg. auf 1 Mark pro Liter reinen Alkohol herabgesetzt und der Unterschied zwizwischen landwirtschaftlichen und gewerblichen Brennereien beseitigt wird. Die Ausfälle sind durch Reichseinkommen und Reichsvermögens steuer zu ersetzen etwa derart, daß diejenigen, welche ein Vermögen von Mark 100 000 und mehr haben, zu einer progressiven Reichsvermögenssteuer und die Einkommen von über 10 000 Mark pro Jahr zu einer progressiven Reichseinkommensteuer herangezogen werden. Aus Stadt und Land. Gießen, den 14. Februar 1912. n Gießen. Auf eine 25jährige Tätigkeit als afademischer Lehrer konnte am Montag der Geh. Justizrat Professor Dr. Arthur Benno Schmidt zurückblicken. Er ist seit 1897 Mitglied der Ersten Kammer der Stände des Großherzogtums Hessen als Vertreter der Landesuniversität. Sein Lehrfach umfaßt Geschichte des deutschen Rechts, bürgerliches Recht, Wechselrecht und Kirchenrecht. Schmidt ist ein geborener Leipziger. Am 1. Februar 1887 habilitierte er sich in der Leipziger Ju ristenfakultät und wurde im Herbst 1889 als Ordinarius für deutsches Recht und Kirchenrecht als Nachfolger von Professor Heinrich Otto Lehmann nach Gießen berufen. 1900-1901 bekleidete Schmidt das Rektoramt der Gießener Hochschule. Einen Ruf nach Königsberg i. Pr. hat er abgelehnt. Der Gelehrte ist Mitglied des Großh. Verwaltungsgerichtshofes und Staatliches Mit glied der Historischen Kommission für das Großherzogtum Hessen. n Gießen. Der Direktor der Städtischen Frauenflinik in Frankfurt, Prof. Dr. Max Walthard, hat Prodie an ihn ergangene Berufung als ordentlicher fessor für Geburtshilfe und Gynäkologie und Direktor der Universitäts- Frauenklinik in Gießen abgelehnt. n Gießen. Der 10. Februar d. Js. ist der Gründungstag der„ Hassia", die heute sämtliche Krieger- und Militärvereine des Großherzoçiums Erziehung der Kinder. Es sind wenige Eltern, die einzelne oder mehrere Erscheinungen der Blutarmut und mangelhaften Ernäh rung im Laufe der Erziehung ihrer Kinder nicht wahr genommen haben. Blässe, Kopf- und Rückenschmerzen, rasches Ermüden, Flimmern vor den Augen, Herzklopfen, Magenbeschwerden, vollkommene Appetitlosigkeit, allgemeine Körperschwäche, Nachlaß der Geistesfrische, find alltägliche Erscheinungen der Kinderstube, besonders in der Entwicklungsperiode. Die englische und strophulitische Krank heit, so auch die ererbte Neigung zur Tuberkulose wird stets bon großer Blutarmut begleitet. Die ärztliche Behandlung bei den erwähnten Kin derkrankheiten richtet sich in erster Reihe auf die Behebung der Blutarmut und auf die Verbessernng der Blutbeschaffenheit. Es ist tatsächlich von vielen Autoritäten bewiesen, daß durch den Gebrauch von Leciferrin in verhältnis mäßig furzer Zeit das Allgemeinbefinden gehoben wird, das Aussehen und der Appetit fich zusehends heben, der Ernährungszustand, die Kräfte, und die Widerstandsfähigkeit größer werden. Die Kinder erholen sich rasch. Leciferrin wird sehr gerne von allen Kindern ge= nommen, da von angenehmer Geschmack. Preis M. 3.-, zu haben in Apotheken, ganz sicher von: Universitäts Apotheke und Hirsch- Apotheke in Gießen. zählte die„ Hassia" bereits 1450 Mitglieder in 41 Vereinen. Inzwischen wurden in allen Teilen Hessens Kriegervereine gegründet, die sich in mehrere Gruppen teilten. 1885 erfolgte der Zusammenschluß aller hessischen Kriegervereine. Heute umfaßt die" Hassia" rund 70 000 Die Mitgliederversammlung Mitglieder. 1912 findet am 16. Juni in Nieder- Olm statt. n Gießen. Im Laufe des Frühjahres werden Fortbildungs-( Operations) Kurse für Sanitätsoffiziere des aktiven Dienststandes und des beurlaubten Standes hier abgehalten. n Gießen. Zur Entgegennahme des Verwaltungsberichts für 1910 und zur Genehmigung des Voranschlags der Provinz Oberhessen für 1912 ist für den 24. d. Mts. der Provinzialtag einberufen. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon: Nr. 362. 24. Jahry. ist, den Wetzlarer Interessen entsprechen würde, natürlich unter der Voraussetzung, daß die Beamten, in deren Hände die Leitung der Gießener Niederlassung gelegt wird, es an dem Handel und Gewerbe des Kreises Wetzlar gebührenden Wohlwollen und dem Entgegen fommen, auf welches eine Industrie mit einer fönigs= treuen Arbeiterschaft unbedingt Anspruch machen kann, in keiner Weise fehlen lassen. o Klein Linden. Unser Ort soll nach dem Beschlusse des Gemeinderats eine eigene Pfarrei erhalten. Bisher gehörte in firchlicher Beziehung Klein- Linden zur Gemeinde Großen- Linden. o Grünberg. Unser ältester Mitbürger, Rentner Giller, ist vorige Woche 96 Jahre alt geworden. o Lauterbach. Die am 26. Januar verstorbene Witwe Julie Calmberg, geb. Fink, hat der Stadt Lauterbach testamentarisch 50 000 Mt. zu wohltätigen Zwekfen vermacht. o Echzell( Wetterau). Unter dem Namen„ Pferden Gießen. Der Besitz der Stadt Gießen in lie- zuchtverein für Echzell und Umgebung" wurde der erste lokale Pferdezuchtverein im Großherzogtum Hessen, mit gendem Gelände, der mit der Zeit für Rechnung des dem Zuchtziel des Arbeitspferdes im belgischen Typus, Stadterweiterungsfonds angekauft wurde, hatte nach der gegründet und der Landwirtschaftskammer in Darm ortsgerichtlichen Taxe am 1. April 1911 einen Wert von stadt angeschlossen. Die Gründung weiterer Vereine ist 3 385 947 Mark, worauf eine Schuld von 2 199 771 bereits in Aussicht genommen. Mark ruht, so daß an reinem Vermögen infolge des Wertzuwachses 1 186 176 Mark zu Gunsten der Stadt vorhanden ist. n Gießen. Der Gauturntag des Gaues Hessen soll am 24. März in Steins Garten stattfinden. Der Gau Hessen ist einer der stärksten Gaue der Deutschen Turnerschaft, er zählt jetzt 111 Vereine mit 9500 Mitgliedern. n Gießen. Trotzdem jetzt Krofdorf- Gleiberg von der Stadt Gießen mit elektrischem Licht versorgt ist, dürfte sich die lang ersehnte elektr. Bahnverbindung wohl koum verwirklichen. Wie wir erfahren, so beabsichtigen die Bülsing- Autowerke zu Braunschweig für Krofdorf- GieBen einerseits und Alten- Bused- Wieseck- Gießen andererseits eine Auto verbindung herzustellen. n Gießen. Die Fremdenfrequenz in den Hotels und Gasthäusern unserer Stadt hat sich im letzten Jahre um rund 14 000 Logiergäste verringert. Man schätzt den Einnahmeausfall auf jährlich 40 000 Mark. = r Wetzlar. Eine Deputation aus hiesiger Stadt, bestehend aus den Herren Bürgermeister von Zengen, Bankherr Kellner und Syndikus Dr. Metschke, weilte am letzten Mittwoch in Berlin, um bei dem Präsidenten der Reichsbank, Exzellenz Havenstein, wegen Er= hebung der hiesigen Reichsbantnebenstelle zur selbständigen Reichsbankstelle bezw., falls dies 3. 3. nicht erreichbar wäre, für eine weitere Belassung bei der Reichs: bankstelle Koblenz einzutreten. An der Besprechung nahmen außer den vier Vorgenannten die Herren Geheimer Oberfinanzrat Dr. von Lumm und Geheimer Finanzrat Kaufmann teil. Gegenüber den von Wetzlarer Seite nachdrücklich vertretenen Wünschen wurde seitens des Ge= Reichsbankdirektoriums besonders betont, um das biet der mittleren und oberen Lahn wirtschaftlich zu fördern, sei die Errichtung einer Reichsbankstelle in dieser Gegend beschlossen worden. Dafür habe, so schreibt der Wetzl. Anz.", jedoch augenblicklich nur Gießen in Betracht kommen fönnen, da der Grundsatz bestehe, daß die Verwaltungskosten jeder Reichsbankstelle in deren Geschäftsgewinnen eine Deckung finden sollten und dies 3. 3t. nur bei Gießen zu erwarten sei. Aus der örtlichen Nähe und der hieraus entspring enden größeren Gleichartigkeit der wirtschaftlichen Verhältnisse ergäbe sich nun die Zweckmäßigkeit einer Angliederung der Reichsbanknebenstelle Wetzlar an die Gießener Reichsbantstelle. Die leichtere Erreichbarkeit ihrer Vorlegenheit zu persönlicher Rücksprache falle dabei ebenfalls Gewicht wie die Tatsache, daß die Koblenzer Stelle mit ihren Nebenstellen sich nicht so eingehend mit den wirtschaftlichen Verhältnissen des Kreises Wezlar beschäftigen könne, als die geplante Gießener Stelle, der außer Wetzlar nur noch die Reichsbanknebenstelle Marburg angegliedert werden solle. Zudem stehe die Ueberweisung an Gießen einer etwaigen späteren Erhebung der Wetzlarer Nebenstelle zur Reichsbankstelle durchaus nicht im Wege. Nach diesen Erklärungen des Reichsbankdirektoriums hat es allerdings den Anschein, als ob die vorläufige Angliederung der hiesigen Nebenstelle, die z. 3t. für die Erhebung zur Reichsbankstelle noch nicht Heinrich Stern :: Wetzlar Spezialhans für moderne Herren- und Knaben- Bekleidung sowie Arbeitskleider får jeden Beruf. Grösste Auswahl. ins reif Feste billige Preise. s Darmstadt. Der ordentliche Professor an der hiesigen Technischen Hochschule Dr. Karl G. Schwalbe hat einen Ruf als ordentlicher Professor für Chemie an die Königliche Forstakademie Eberswalde bei Berlin erhalten und angenommen. ):( Erbach. Eine Organisation der Elfen= beinschnitzer des Odenwaldes wurde in die Wege geleitet durch eine Versammlung, welche von Kreisrat Freiherrn von Starck, dem Vorsitzenden des Aufsichts= rats der Fachschule für Elfenbeinschnitzerei, einberufen war. er= ):( Frankfurt. Es soll die Aussicht bestehen, die Frankfurter Universität am 1. April 1914 zu öffnen. Vorerst werden 5 Fakultäten in Aussicht genommen: je eine juristische, medizinische, philosophische, naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche. * Frankfurt a. M., 13. Febr. Der Herausgeber der„ Fackel", Herr Müller- Herfurth, wurde wegen Beleidigung der Herren Dr. Karl Rohwaldt, Direktor der " Frankfurter Nachrichten" und Chefredakteur Adolf Schiedt zu 1000 Mark Geldstrafe verurteilt. Die beiden Zuletztgenannten wurden zu je 30 Mark verurteilt. Don ):( Frankfurt. Im Kaiserhof tagte eine etwa 200 Mitgliedern der Nationalliberalen Partei aus ganz Hessen besuchte Versammlung zu dem Zweck, eine Klärung der Verhältnisse innerhalb der Partei in Hessen herbeizuführen. Einstimmig wurde nach gründlicher Aussprache erklärt, daß sowohl Herr v. Heyl als Dr. Becker nicht als nationalliberal betrachtet werden können. An Bassermann wurde ein Telegramm gesandt, in dem es hieß:„ Wir begrüßen aufs wärmste, daß Dr. Becker Eine Sitzung des nicht Mitglied der Fraktion ist.“ Landesausschusses der Nationalliberalen Partei findet in den nächsten Tagen statt. KnorrHafermehl und Reismehl danken ihren Weltruf dem hohen Nährgehalt, der leichten Verdaulichkeit und der gewissenhaften Auswahl des Rohmaterials. Wehr- und Dedungsvorlagen. Die Antwort auf Poincares und Churchills Reden. Der Staatssekretär des Reichsschabamtes harrt mit großer Sehnsucht des Augenblicks, in dem die endgülAge Herstellung der Geschäftsfähigkeit des Reichstages erfolgt, denn die Zeit ist knapp, wenn die erheblichen Aufgaben, die an die Volksvertretung herantreten, noch bis zum Osterfeste erledigt werden sollen. Falls die Verwirrung am Königsplate nicht bald ein Ende nimmt, so wird mit einer Tagung des Parlamentes bis aum Pfingstfeste gerechnet werden müffen. Zur Vorlegung des Staatshaushaltes ist im Reichsschaamte alles bereit. Die ersten und größten Anforderungen werden der Kriegsminister und der Staatssekretär der Marine Itellen. Nachdem der Redner der nationalliberalen Partet im preußischen Abgeordnetenhauſe in vortger Woche bereits die Summe von 150-175 Millionen Mt. als die wahrscheinliche Summe genannt hat, die die Regierung des Reichs für Heeres- und Flottenzwecke bewilligt haben will, und der preußische Finanzminister der Schäßung nicht widersprach, so wird man nicht mehr überrascht sein können, wenn der Schatsekretär seine „ Wermuthstropfen" vor dem Hause ausschüttet. Die Begründung der Forderungen wird der Heeres- und Marineverwaltung neuerdings wieder durch den in Frankreich hervorgetretenen chauvinistischen Getst und die Anmaßung des britischen Marinemintters Churchill erleichtert werden. Poincares Rede bet Annahme des Marokkovertrages im französischen Senate vernichtet alle Hoffnungen, daß die deutsche Nach glebigkeit den französischen Revanchegedanken besänftigt haben möchte. Der Ministerpräsident sprach unverhohlen aus, daß die Verständigung über Marokko Deutschland gegenüber keinen Abschluß bringen werde und stellte mit großer Entschiedenheit fest, daß das Vortaufsrecht Frankreichs auf Belgisch- Kongo" bestehen bleibe, und daß dieses Recht unabtretbar fet. Mit auffallender und ganz unnötiger Schärfe fügte Poincare hinzu:„ Wenn das uns befreundete Belgien von einer Drohung verlegt werden sollte, würden wir es dank diesem Rechte verteidigen." Die Erwähnung der unvergeßlichen Trauer um Elsaß- Lothringen Iteß keinen 3weifel übrig, daß es dem Kabinettchef darum zu tun war, teden versöhnlichen Gedanken abzuweisen, und Clemenceau tot das Uebrige, um die Vergeltungsstimmung gegen Deutschland fm französischen Volke wachzuhalten. Die Präsidententristis verschärft sich. Im Reichstage wurden am Montag den ganzen Tag hindurch Fraftionssizungen abgehalten, deren Ergebnis ein völliges Durcheinander ist.Die wichtigste Entscheidung lag naturgemäß bei den NationalItberalen, die sich darüber klar werden müssen, welche Folgerungen sie aus der durch den Rücktritt Spahns geschaffenen Lage ziehen sollen. Nachdem ein Versuch, Herrn Spahn eine Neuwahl mit großer Mehrheit anzubieten, als gescheitert angesehen werden mußte, entschlossen sich die Nationalliberalen, an den weiteren Wahlen zum Präsidium sich überhaupt nicht mehr zu beteiligen, da der Versuch, ein Geschäftspräsidium zu bilden, mißlungen war und sie sich anderseits an einem Großblockpräsidium nicht beteiligen wollten. Prinz Schönatch- Carolath hat ausdrücklich erklärt, einem nur aus Mitgliedern der Linken zusammengesetzten Präsidium nicht beitreten zu wollen. Darauf hat die Fraktion an den Abg. Paasche, der selber an der Stzung nicht teilnahm, die Bitte gerichtet, seine Stellung als 2. Vizepräsident niederzulegen. Dem Beschluß sind natürItch sehr lebhafte Auseinandersetzungen vorausgegangen. Bulegt ist er aber doch mit allen gegen zwei Stimmen gefaßt worden. Der Kriegsminister wird sich bei seinen bevorste henden Ausführungen im Deutschen Reichstage auf die Tatsache ftüben, daß Frankreich mit seinen 39 Minionen Bewohnern eine Viertelmillion mehr ausgebildete Mannschaften besitzt, als Deutschland mit seinen 65 Millionen Bewohnern. Ferner wird darauf hingewieen werden, daß wir start hinter Frankreich bezüglich ber fedes Jahr zu Uebungen eingezogenen Mannchaffszahl aus dem Beurlaubtenstande zurückstehen. Etwa 300 000 Mannschaften berufen unsere Nachbarn ährlich mehr ein als wir. Dadurch werden die franösischen Reserven den unsrigen an militärischer Tüchtgfelt überlegen. Als den wichtigsten Bunft dürfte der Kriegsminister betonen, daß Frankreich bei entspre= hender Ueberzahl von Unteroffizieren allein 3000 Of iztere in feiner Armee mehr hat als wir. Das ist al erdings etn bedenkliches Uebergewicht. Da Deutschand fährlich etwa 220 000 fiberschießende dienstfähige Refruten vom Militärdienst freiläßt, so werden wir imner in der Lage, fein, bet einer entsprechenden Erhöjung unserer Friedenspräsenzstärke eine zahlenmäßige Teberlegenheit Frankreich gegenüber zu erzielen, und arin wird der Kern der Forderungen der Heeresver= valtung Itegent. Die Ansprüche der deutschen„ Luxusflotte", wie sie er englische Marineminister Churchill soeben in ganz nangebrachter teberhebung bezeichnete, hofft Herr von Etrpis sehr leicht mit den Ereignissen des verflossenen Sommers verteidigen zu können. Die Ausgaben für mfere Marine sollten sich im kommenden Etatsjahr um twa 9 Millionen höher stellen als 1911-12. An und itr sich mußte mit dem Budget des Vorjahres- 450,1 Millionen Mark der Gipfelpunkt für unsere Ausjaben für die Marine erreicht sein. Nach der Geldbejarfsberechnung des Flottengefeßes waren für 1912-13 tur 449,5 Millionen Mark zu fordern. Aber Umstände indern die Sache, und trotz des Besuches des britischen Priegsministers Haldane in Berlin wird von Tirpiz ine Mehrbewilligung von etwa 20 Millionen Mark tir das nächste Etatsjahr beantragen. Der Reichsschaßsekretär wird sicherem Vernehmen tach seine Deckungsvorlagen außer der Erbanfallsteuer nit einer Dividendensteuer bezüglich der großen Attengesellschaften ausstatten, fodaß also von jeder indteften Steuer abgesehen werden wird. In der Regieung wird mit einer Mehrheit für die Steuerbewint ung gerechnet, in der sich auch die 110 sozialistischen Stimmen befinden, die man auf diese Wetse dem Vaterande dienstbar machen mill. 1) Unter Feinden. Roman von Karl Matthias. ( Nachdruck verboten.) I. Wie es nun weiter mit der Präsidentenwahl werden soll, ist ein völliges Rätsel. Wie man sagt, wollen auch die Konservativen und das Bentrum weiße Bettel abgeben. Es wird also vermutlich nichts anderes übrig bleiben, als daß die Freisinnigen und Sozialdemokraten die Besetzung der dret Stellen unter sich ausmachen, jedenfalls bis zur endgültigen Wahl in vier Wochen. Ein tläglicher Ausgang für feden, der dte Arbeitsfähigkeit des Reichstags für die dringendste Forderung des Augenblicks hält. Da die Mehrheit es voraussichtlich ablehnen dürfte, unter dem Vorsiße des Sozialdemokraten Scheidemann am Dienstag in die erste Etatslefung einzutreten, wird man voraussichtlich die Sizung sofort vertagen und entweder noch an demselben Nachmittag oder am Mittwoch die Neuwahl des Präsidenten vornehmen. Rundschau vom Cage. Politisches. Eine„ Deutsche Landespartel"? Von der Deutschen Zeitung" wird ein Aufruf erlassen, der gegenüber dem Zusammenschlusse der Linken eine geschlossene Bartet der nationalgesinnten Fraktionslosen verlangt, um die trostlose Zersplitterung des Hauses auf der Rechten aufzuhalten, für die der Name Deutsche Landespartei" vorgeschlagen wird. Ihr Programm würde sein: Pflege des nationalen Gedankens im Geiste Bismarcks, Pflege des Heeres und der Flotte, Schuß der Landwirtschaft, der Industrie, des Handwerks, Schutz des freten Mittelstandes, Schuß der Arbeiter, Abwehr aller undeutschen politischen und kulturellen Bestrebungen und Schutz der Deutschen im Auslande. Als Wähler kämen in Betracht neben denen der bisherigen Wirtschaftlichen Vereinigung auch die der Neichsparket und des Nationalliberalismus. Auf der Veranda eines schloßartigen Gebäudes an er Straße zwischen Bazeilles und Balan, südlich von Sedan, wellten zwei Männer, welche nach eingenommeem Diner mit Wohlbehagen thre duftende Havanna auchten, deren bläuliche Dampfringel sich, unter dem hützenden Zeltdach hinztehend, nur langsam den Weg ns Freie bahnten, da der Glanz der zur Küste gehenden Sonne ein Nez von goldig- roten Strahlen um den Bazz wob. wird erklärt, daß die erste Weldung falsch ist. Ueben die Erneuerung des Dreibundes werden gegenwärtig überhaupt keine Verhandlungen gepflogen. Die Schweiz fann als neutraler Staat überhaupt nicht in den Dreibund aufgenommen werden. Richtig ist dage gen, daß Italien gegen eine friedliche Verständigung mit der Türket sich ebenso sträubt, wie die Türkef ge gen einen Friedensschluß. Mißstände im Großberliner Wohnungswesen. In einer Besprechung, die Montag nachmittag in Berlin stattfand und zu der von einem Komitee, an deffen Spizze der frühere Staatssekretär Dernburg steht, zahlreiche Berfonen eingeladen waren, die auf dem Gebiete der Wohnungspolitik einen Namen haben, fam es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Oberbürgermeister Kirschner und Dernburg. Auch Graf Posadowsky betei ligte sich an der Diskussion. Einstimmig wurden die von Dernburg vorgeschlagenen Leitfäße angenommen, in denen für Groß- Berlin Mißstände auf dem Gebiet des Wohnungswesens anerkannt werden, deren Abhilfe vom Zweckverband im Rahmen seiner Befugnisse erwartet wird. Die Bereinigung der Steuer: und Wirtschaftsre= former, die auf fonservativ- agrarischer Grundlage steht, hält thre diesjährige Generalversammlung am 20. und 21. Februar im Architektenhause in Berlin ab. Auf der Tagesordnung stehen u. a. Vorträge über die weiteren Erfolge der Reichsfinanzreform und über die Jugendpflege in Stadt und Land. Einsegung der Repnblik in China. Wie aus Beting gemeldet wird, ist das Edikt über die Abdankung der Dynastie und die Einsetzung der Republik am Montag amtlich veröffentlicht worden. Dem Kaiser wird zwar die erbliche Fortführung des Tttels gelassen, dagegen ist das Recht, den Adel zu verleihen, wieder gestrichen worden. Sein Gehalt wird vier Millionen Dollars be= tragen. Das Schlußwort zum Marokkoabkommen. Anläßlich der Annahme des deutsch- franzöfifchen Marokkoabkommens im franzöfifchen Senat hat zwischen dent französischen Minister des Aeußern und dem Staatssetretär von derlen- Wächter ein in freundlichen Worten gehaltener Depeschenwechsel stattgefunden. Der franzö fische Minister des Aeußern spricht in dem Telegramm die Hoffnung aus, daß der nunmehr verfekt gewordene Vertrag für betde Länder Segen bringen möchte. Rein Eintritt der Schweiz in den Dreibund. Aus Rom wurde gemeldet, die italienische Regierung hätte Kleine Nachrichten. Die kronprinzliche Familie trifft gm 29. Februar morgens wieder in Langfuhr ein. Die Leibhusarenbrigade begeht am Abend des 29. im Hotel Danziger Hof in Danzig thren großen Winterball. In Offiziersfreisen hofft man, daß der Kronprinz der Ballfestlichkett betwohnen wird. Das Schicksal der Gioconda. Nach einer Meldung eines Berliner Blattes aus Paris soll die Giaconda nicht gestohlen, sondern durch einen Bediensteten aus Un achtsamkett beschädigt worden sein, so daß er das Bild aus Angst beseitigte. Ein nordwestdeutscher Rundflug. Unter dem Vorsitz des Hauptmanns Romberg wurde gestern abend in Bremen für einen im Sommer stattfindenden nordwestdeutschen Rundflug das Programm festgesetzt. Der Flug soll u. a. die Städte Osnabrück, Münster, Elber feld, Hannover, Braunschweig, Lübeck und Hamburg berühren. Für Geldpreise stehen 80 000 Mart zur Ver= fügung. Lohnstreitigketten im Berliner Schneiderges werbe. Sechs vom deutschen Schneiderverband in Bers lin einberufene öffentliche Versammlungen nahmen gestern den Bericht der Lohukommission über die Tarifs verhandlungen mit den Arbeitgebern entgegen. Wie die Referenten mittellten, lehnen die Unternehmer in ihrer Mehrzahl die Forderungen der Gehilfen ab. Die Diskussionsredner traten dafür ein, daß am 1. März der Streik erklärt wird, wenn nicht inzwischen Zuges ständnisse von den Arbeitgebern gemacht würden. Fran Tosellt, die ehemalige Kronprinzessin von Sachsen, soll entmündigt werden. Aus guter Quelle verlautet, daß beretis Verhandlungen, die dieses 3tel zum Gegenstand haben, zwischen dem sächsischen und österreichischen Hofe schweben. Ob sie von Erfolg ge= frönt fein werden, bleibt natürlich abzuwarten. Ein ungetrener Beamter. Der Schalterbeamte Kranz vom Hauptbahnhof Saarbrücken ist nach Unterschlagung von 3000 Mart, die er durch falsche Buchungen verschleiert hat, geflüchtet. Alter schützt vor Torheit nicht. In 3öschingen ( Württemberg) ist der in den 60er Jahren stehende, verheiratete Postagent Almus mit einem jungen Mädchen flitchtig gegangen. Er nahm größere Barbeträge aus den ihm anvertrauten Kassen mit sich. Die Kroatenplage. 3met an der Mönetalsperre bel Soest arbeitende Kroaten haben auf der Landstraße einen Arbeitskollegen, einen Desterreicher, überfallen und durch Revolverschüsse und Dolchstiche getötet. Auf das Geschret des Ueberfallenen etlten Leute herbet; fie fantden aber nur noch die Leiche des Desterreichers. Die Mörder flüchteten in den Wald. Die Verfolgung verlief ergebnislos. Fünf Kinder erstickt. In dem an der pommerschen Grenze belegenen Dorfe Arndtwalde in Mecklenburg hatte ein Gutsschwetzer den Ofen übermäßig geheizt und thn darauf geschlossen. Der Schweizer ging später mit seiner Frau zum Kuhstall und ließ seine fünf Kinder im Alter von sechs Jahren bis zu sechs Wochen allein zurück. Als die Eltern nach Stunden heimkehrten, bot sich ihnen ein entfeßlicher Anblick: der Ofen war explodiert und alle fünf Kinder waren in der verqualmten Wohnung erstickt. Bn einem förmlichen Kampf kam es nach einem Bartser Telegramm gestern bei Fort Palaiseau zwischen Soldaten des 22. Kolonial- Regiments und Mitgliedern eines Turnvereins. Mehrere Soldaten und ein Gendarm wurden tödlich verletzt. Die Besabung des Forts soll nunmehr gewechselt werden. Die Hochwasserkatastrophe in Portugal hat rund 150 Menschenleben gefordert. Der Schaden wird auf etwa 20 Millionen Mart geschäßt. Besonders hart tst das Tajotal mitgenommen, es herrscht unter der Bevölferung große ot. Die Hilfsaktion der Regterung er scheint unzureichend. fich dafür ausgesprochen, daß bei einer Erneuerung Sicherheitsmaßnahmen bei Goldsendungen. des Dreibindes die Schwetz in diesen mit aufgenommen werden solle. Ferner werde Italien sich mit aller Entschiedenheit gegen eine friedliche Verständigung mit der Türket sträuben. An unterrichteter Berliner Stelle Der in diesen Tagen erfolgte Transport von 50 Millionen Lire in Gold für Rechnung der italienischen Regierung lenkt das Interesse wieder auf die Frage, als ob er aus dieser Entfernung die Ursache des plöß-| terstadt Reichenbach finden wir leicht tüchtige Leute." lichen Stillstandes erforschen könnte. ,, Verzeihen Sie, Herr Bourlier, ich will nach dem Rechten sehen", sprach er mtt ärgerlichem Tone, aus dem eine nicht gewöhnliche Energie flang.„ Es muß etwas ungehöriges im Maschinenhause passiert sein. Meine Anwesenheit scheint drüben notwendig zu werden." " Nicht mehr als hter", erwiderte der Fabrikherr, ohne seine behagliche Stellung zu verändern.„ Bebalten Sie nur Plaz. In dem Maschinenhause wird die Sache auch ohne Ihr persönliches Eingreifen wieder in Gang kommen. Ich bin Ihnen ja noch die Antwort schuldig." Wie & to Abgefchloffenheit von der Außenwelt fichten ein als Bestätigung diefer Borte erſcholl drüben proteibet uch den betden Herren zum Bewußtsein gekommen zu ein, denn sie sprachen nur wenig und hingen rauchend hren Gedanken nach. Dabei richtete der jüngere, etn Londer Hüne, dem die germanische Abtünft deutlich uf dem schönen, regelmäßigen, vollbärtigen Antlitz ichtbar war, setne tiefblauen Augen auf den alten serrn thm gegenitber, als ob er die Beantwortung einer Frage erwarte. Da diese nicht erfolgen wollte, schien r sich in Geduld zu ergeben, und es trat eine Pause ußerster Stille ein, welche nur durch das Brausen und 3tschen einer Fabrik unterbrochen wurde, die einen Büchsenschuß entfernt jenseits der Maas lag, welche die Chauffee entlang zwischen diefer und der Villa thre rüben Fluten wälzte. Die Fabrik gehörte Herrn Bourtier, ebenso wie das eizende Bestztum, in welchem die beiden Herren wellen, von denen der ältere der Eigentümer selbst, der ndere dessen Fabrikdirektor, Waldemar Tyrolt, war. Als das Geräusch der Maschinen ganz unerwartet erstummte, erhob sich der Direktor rasch von seinem Sthe und blickte mit scharfem Auge über den Fluß, raumes wälzten sich dichtere Rauchwolten. Gleich darauf Iteß sich wieder das Stampfen, Schnurren und Rasseln der Maschinen hören. Der Direktor kehrte zu seinem Chef zurück. „ Gewiß wieder eine Nachlässigkeit Pumarquets, unseres bretonischen Maschinisten", sagte er noch immer mißgestimmt. Der Mann taugt nichts, ebenso wenig wie die Leute in der Scheerstube. Wir sollten belgische oder luxemburgische Arbeiter einstellen, wenn Sie schon deusche absolut nicht beschäftigen wollen." ,, Nein, ich will das nicht", entgegnete Bourlier lebhaft. Die Deutschen sind mir unsympathisch und ihre Anwesenheit in der Fabrik würde Anlaß zu Retbereten geben. Man haßt bei uns die prahlerischen Menschen, Ste sich plötzlich als die Herren Europas fühlen. Ich glaube, daß Sie meine Anschauung teilen, Herr Dis reftor, denn auch in Ihrem Vaterlande muß man mit uns die Abneigung gegen alles, was Pruffien heißt, zur Genüge haben." Nun, muß der Maschinist denn gerade ein Preuße fetn" marf prolt lächelnd ein. Auch in meiner Ba ,, Deutsch sprechende Desterretcher, welche sich mit unseren Arbeitern nicht verständigen könnten, aber doch wenigstens Desterreicher." " Ich bitte, Reichenbach liegt in Sachsen. Ich selbst bin ein Sachse von Geburt." Sic?" fragte Bourlier verwundert, ohne über die Korrektur feiner geographischen Unkenntnis empfindlich zu sein. Haben Sie nicht gegen Preußen gefochten?" ,, Allerdings im jezigen 108. Schüßenregiment. Aber der Bruderkrieg Itegt hinter uns. Wir sind einig, wir find Deutsche geworden, settdem der Friede wieder eingekehrt und Sachsen troß seiner Niederlagen intakt ge= blieben ist. Doch gehen wir darüber hinweg in der Politik werden Sie mein gütiger Chef, nie meines Sinnes sein. Ich komme auf meine Frage zurück: " Werden Sie sich wirklich nicht entschließen können, die Kardon'schen Scheermaschinen anzuschaffen? Ste sind dringend notwendig, wenn wir in der Velvetweberet die Konkurrenz besiegen wollen." ,, Wie die Brufftens Euch Desterreicher," antwortete der Fabrikherr etwas bissig, indem er seine Bigarre zwis schen den Fingern wirbelte. Lassen Sie mir Zeit zur Ueberlegung. Unsere politische Situation ist Neuanschaffungen nicht günstig. Ich muß eine sichere Konjunktur abwarten. Vielleicht komme ich im August, in zwei Monaten etwa, auf Ihre Vorschläge zurütc." unter weld genommen Shufiger, al Den aus na Das Gold In diefer wo alljähri Formen zu auch natur der Gefami telligt. In die verfchte metall in brett und Barrens b nach Europ Gagemehl Sagement partitelchen Die größte Igorfer Saf Katser burg gebra 77 082 583 ca. 14 000 Im al ausgedehnt fo lange fie feuerfesten iderartige mäßig eing Hreten wer 1von erfah " Ich bescheide mich in der Hoffnung, daß wir zum Herbst neu installieren werden vielleicht mit einem fäche fischen Maschinisten," sagte der Direktor nicht minder auf seiner Meinung beharrend, und zog die Uhr. Fünfundzwanzig Minuten über fechs," bemerkte er erschrocken, der Wagen muß bald vorfahren." Sie haben Recht, um halb sechs Uhr läuft der Zug in Sedan etn. Wenn meine Schwester und meine Toch ter sich nicht unnötigerwetse in der Stadt aufhalten, können fie in einigen Minuten hier sein." idiger Kon miggliden werden die an Land fi land werde padt, die v Ländern, zu wünsche verfehr. rifa und verfehene Städten, Diefe fälle auf d nichts Sel namitansch Sprengt un Umfang di rade in R Statistit. nen des e men 1181 nur allein möglichst firmen fil den Einb Tresors, Begenwar widmen d bas„ wetk nur einer zu bohes Beppe pelin- Luf Luife" f halle in den in d woch, un gegentibe ferungen. hensteuer weitere daß das 148 Met fundenm Die gemeldet fchrift di der ber trage, fe durchgeg tung thr fchen Ka bon an, Stupee e Die beide 80g ist i größte einen treue an Bur Ichers. Itches Ge Die Arme thr Aber forgen ha ten, ohne noch imm Scha geben mu „ Ja, fen Gle atehung u Her eines Unglück, au brecher Sehnenver Mid! Me sals er bas hintenden ben. Met er war un Höch Glauben Meb felben. burger heute bere preußischer Europa." Tyrol chauvinisti m fic er Das Arieg mit Bwange, Sind Bruffiens Sebr tg Die in ng Je ng ber ag en ent Je= tar en= ger 18= ett ng Icht Inte em End rd= Der Erg er= Jes ers en Cif, Ble in Die Sira ge Don elle Stel nd ge= mte tera gent de, äds äge bel ten 118 08 alt= Die Jer hen urg und mit der Tein bot plo= iten tem then ern Senorts und auf tift völera unter welchen Schutzmaßnahmen solche Sendungen vor. genommen werden. Diese Transporte find bedeutend häufiger, als der Allgemeinheit befannt wird. Sie wer ben aus naheliegenden Gründen möglichst verheimlicht. Das Gold wird von den Scheideämtern aus versendet. In dieser Beziehung steht das Scheldeamt in Neuyork, wo alljährlich aus aller Welt die Edelmetalle in allen Formen zusammenströmen, an erster Stelle. Das ist auch natürlich, denn die Vereinigten Staaten find an der Gesamtproduktion von Gold mit am stärksten betelligt. In der Neuyorker„ Goldfabrit" wird das durch bte verschiedenen Prozesse gereinigte licht- feurige Edelmetall in Barren gegossen, die 7% 3on lang, 3½ Zoll brett und 1% Boll dick sind. Der Wert eines solchen Barrens beträgt ca. 8000 Dollars. Zum Transporte nach Europa werden durchweg je 7 Barren in ein mit Sägemehl ausgefülltes Eichenfäßchen verpackt. Das Sägemehl verhindert das Abscheuern winziger Goldpartikelchen und damit eine Verminderung des Wertes. Die größte Ladung Goldbarren, die temals den Neuyorker Hafen verließ. wurde durch das Riesenschiff " Kaiser Wilhelm der Große" im Jahre 1901 nach Ham burg gebracht. Die Ladung hatte einen Wert von 7 082 583 Dollars; thr Gewicht betrug ohne Verpackung ca. 14 000 Kilogramm. Im allgemeinen kann man sagen, daß von einer ausgedehnten Bewachung der großen Geldsendungen, so lange sie auf See sind, nicht viel die Rede ist. Die feuerfesten und einbruchssicheren Laderäume, in denen berartige Wertsendungen verstaut werden, sind so zweckmäßig eingerichtet, daß sie von Unberufenen nicht betreten werden können. Trotzdem werden die Transporte von erfahrenen Beamten begleitet, unter deren stän diger Kontrolle ste stehen. Diebstähle sind selten und mißglitcken fast immer. Sobald die Wertsendungen aber an Land sind und durch die Bahn transportiert werden, werden die Vorsichtsmaßregeln verschärft. In Deutschland werden die Werte in besonderen Waggons verpackt, die von zwet Beamten begleitet werden. In den Ländern, deren Verkehrs- und Sicherheitsverhältnisse zu wünschen übrig lassen, dienen Sonderzüge dem Geldverkehr. So z. B. führen von den Hauptminen in Amerifa und Auftralten gepanzerte und mit Bewaffneten persehene Spezialzüge das Gold zu ihren BestimmungsStädten. Diese Panzerzüge sind auch notwendig, denn Ueberfälle auf die Eisenbahnen mit dem kostbaren Gut find nichts Seltenes. Vielfach werden die Bütge durch Dy namitanschläge zum Halten gebracht, die Waggons ge sprengt und die Bewaffneten niedergeschossen. Welchen Umfang diefe Raubüberfälle in den letzten Jahren gerabe in Rußland genommen haben, zeigte eine amtliche Statistit. Von 1902 bis 1906 wurden auf den Eisenbah nen des europäischen und asiatischen Rußlands zusam men 1181 Ueberfälle veritbt. Davon galten über 700 nur allein den Geldtransporten. Um die Ueberfälle möglichst zu verhindern, führten einzelne große Bankfirmen für thre Geldtransporte Wagen ein, die für je bert Einbrecher unangreifbar sind; es sind förmliche Tresors, die man mit allen Mitteln, die die Technik der Begenwart bietet, ausstattete. Den Silbertransporten women die Bugräuber faum ihre Aufmerksamkeit, denn bas„ wetße" Metall repräsenttert im Verhältnis zu Gold nur einen geringen Wert, auch haben dte Barren etn zu hohes Gewicht. Vermischtes. Beppelinluftschiff„ Viktoria Luife". Das neue Seppelin- Luftschiff" L. 8. 11", das den Namen„ Viktoria Luife" führen wird, liegt fett gefüllt in der Luftschiffhalle in Friedrichshafen. Die ersten Probefahrten werbert in den nächsten Tagen, voraussichtlich schon Mitte woch, unternommen werden. Das neue Luftschiff hat gegenüber den seitherigen Typen verschiedene Verbefferungen. So haben insbesondere die Setten- und Höbensteuer eine Verstärkung erhalten, und es wurde eine weitere Abteilung von 8 Meter Länge eingebaut, so daß das Luftschiff mit 18 Ballonnetts etne Länge von 148 Metern hat. Die Geschwindigkeit beträgt 20 Sefundenmeter, gleich 72 km. in der Stunde. Die Herzogin und der Maffeur. Wie aus London gemeldet wird, verbreitete eine englische Wochenzeit hrift die Nachricht, eine englische Herzogin, die einen der berühmtesten Namen des englischen Hochadels frage, fet mit einem schwedischen Masseur nach Paris durchgegangen. Die Herzogin traf in Parts in Beglet hung ihrer in den Fluchtplan eingeweihten französi hen Kammerzofe ein; am Donnerstag tam sie in Lon bon an, nahm mit ihrer 3ofe in einem refervterten Rupee erster Klasse Play, und fuhr nach Dover, wo die beiden das Schiff nach Calais bestiegen. Der Hers 80g ist über die Flucht seiner Jungen Gattin in dte größte Trauer und Bestürzung verfeßt und hat durch einen Anwalt die Scheidungsklage gegen die ungefreute anstrengen lassen. Bur Naturgeschichte des Berliner Droschkentute hers. Die Droschte zwetter Güte, ein altes, humpliches Gefährt, das in Berlin nur noch in etwa fechata " Die Ungeduld wird das gnädige Fräulein in die Arme ihres Papas treiben." „ Aber Olivier, mein Sohn, wird noch allerlet zu beforgen haben. Ich weiß, er kann die Stadt nicht betre tent, ohne einen Blick in den Klub zu werfen. Er tst noch immer ganz und gar Solbat." " Schade, daß Ihr Sohn die Militärlaufbahn aufgeben mußte." en. 1 50 chen cage, ite." mit doch elbst die blich en?" Aber wir etn= ge der eines rüd: die find beret portete amtzur cuan Konft, in Jum fäch inder Finfe Bug Toch En Ja, wir leiden alle darunter und er zumeist. Denfen Ste sich, ein junger Franzose, kriegerisch durch Erlehung und Geburt- denn seine Mutter war die Toch ter eines Obristen des ersten Kaiserreichs- hat das Unglück, als Lancierleutnant auf dem Turf das Bein zubrechen, so unglücklich, daß dasselbe nur mit einer Sehnenverkürzung geheilt werden kann. Welch' ein Gesick! Mein armer Olivier war der Verzweiflung nahe, als er das Krankenbett verließ. Aber was tun? Einen hinkenden Reiterleutnant kann der Kaiser nicht gebrauhen. Mein Sohn mußte seinen Abschted nehmen, denn er war untauglich zumFriedensdienste und zumKriege." ,, Höchst beklagenswert. Doch Ste sagen zum Kriege? Glauben Sie an dessen Möglichkeit?" " Mehr noch, ich glaube an die Notwendigkeit des= felben. Hätte Herr von Bismarck nicht in der Lugemhunger Angelegenheit so schlau operiert, wir wären heute bereits die Herren in Berlin und diktierten den preußischen Emporkömmlingen die neueste Karte von Europa." Tyrolt zuckte lächelnd die Achsel. Er kannte die chauvinistischen Redensarten seines Chefs zur Genüge, ma fie ernster zu nehmen, als sie es verdienten. " Das würde mich schmerzen", antwortete er;„ etn Arieg mit Deutschland wäre gleichbedeutend mit dem 8ange, Ihr Haus und Frankreich zu verlassen." Sind Sie von Sinnen? Was haben Sie mit den Brussiens zu tun?" ,, Sehr viel, Herr Bourlier. Ich bin Reserve- Offt Exemplaren aufzutreiben ist, hat durch Herrn von Jagow den Todesstoß empfangen. Damit wird ein Typ dem Weltstadtverkehr entzogen, der lange Zeit als Trä ger und Repräsentant des Berliner Humors diente und manchem Straßenjungen zur Zielscheibe des Spottes gedient hat. Kutscher, det Rad- det Rad" pflegte man früher dem braven Roffelenker zuzurufen, der sich etwas geängstigt umdrehte." det dreht sich". Oder, um einen anderen harmlosen Wit aus der guten alten Zett zu zitieren: Rutscher, sind Sie frei?"" Ja."" Na, denn hetraten Ste!" Der richtige Berliner spricht übrigens nie von einer Droschke, sondern von einem„ Droschkon", und wenn es sich um eine wirklich schwierige Tour han= delt, so wird er noch heute der Droschke vor dem Auto den Vorzug geben, weil der Kutscher meist ein Berliner Kind ist, und seine Vaterstadt wirklich kennt. Spötter pflegen auch zu sagen, man lebe länger, wenn man Droschke fahre, statt sich dem gefährlichen Auto anzuvertrauen. Die Frau mit dem sechsten Ehegatten. Mrs. Julia Thompson aus Neuyork, deren verschiedentliche Erleb niffe auf dem Gebiefe der Ehe selbst für amerikanische Verhältnisse etwas Erstaunliches boten, hat sich von ihrem fünften Ehemann schetden und bereits auf dem Standesamt in Neujersey mit einem sechsten vereheltchen lassen. Ihr letter Gatte ist ein ehemaliger Buchmacher, der ein Vermögen von ungefähr vter Millionen Mark befißt. Zu ihren bisherigen Gatten gehört: ein Juwelier, ein Ringkämpfer, ein Bauunternehmer und ein Erfinder. Suffragettenangriff auf den englischen Marinemt nifter. Der Erde Lord der Admtralttät, Winston Chur chill, der fast ohne Behelligung von seiner Reise nach Belfast die Rückreise angetreten hat, um in Glasgow feine bekannte Flottenrede zu halten, hatte, als er von dem Pier in Stranraer nach dem Zuge ging, ein unangenehmes Zusammentreffen mit einer Stimmrechtlerin. Troß der Vorsichtsmaßnahmen der Stationsbeamten ist es einer erfindungsreichen Stimmrechtlerin doch ge= lungen, den Beamten etn Schnippchen zu schlagen. Als Minister Churchill in die Nähe des Zuges tam, trat eine Frau auf ihn, die wild mit einer Fahne in der Luft umherwütete. Mit den Worten:" Nimm das, Du Hund!" schlug sie ihn mit dem grünen Fähnchen, das die Aufschrift: Kein Referendum über Frauenstimmrecht!" trug. Mr. Churchills Begletter ftelen sofort über das Mädchen her. Er aber sagte: Tut thr nicht weh!" und Iteß sie laufen. Schaltfahrfitten in England. Eine ganz besondere Bedeutung hat das Schaltjahr in England für die Frauenwelt. Nach einer uralten Sitte gehen in diesem Fahre die Rechte der Männer im gesellschaftlichen Ver fehr auf die Damen über. Diese haben demnach das Recht, zum Tanze aufzufordern, den Herren Aufmerk famfeiten zu erweisen, ja sogar um die Hand eines Mannes anzuhalten. Doch gilt die letztere Befugnts für veraltet. Im allgemeinen beschränkt man sich darauf, die umgekehrte Welt am Schalttage selber, am 29. Februar besonders finnfällig fn Erscheinung treten zu lassen. Es werden Bälle veranstaltet, an denen die Herren und Damen ihre Rollen vertauschen. Die Her ren fißen, die Damen stehen, jene empfangen von diesen Sträuße, werden um Tänze gebeten, mit Erfrischungen versehen und zum Effen geführt. Die Damen bringen die Trinksprüche aus, und natürlich fehlt ein Her rentoaft nicht. Die chirurgische Nähmaschine". Eine Nähmaschine für Menschenhaut, das ist die Erfindung, mit der Dr. E. Wyllys Andrews, etn Chirurg in Chicago, nach jahrelangem Nachdenken an dte Oeffentlichkeit tritt. Es tlingt wie ein unzeitgemäßer Aprilscherz, ist jedoch durchaus ernst gemeint, und die Abbildungen, die eine amerikanische Fachzeitschrift von der chirurgischen Nähmaschine" bring, bestätigen dies. Anfangs wollte Dr. Andrews die ganz kleinen Kindernähmaschinen als Vorbild benußen, de mußte er dies bald aufgeben, da die Aufgabe der Keimfretmachung babet unlösbar war, und schließlich gelangte er zu einer Nähmaschine, die ein Mittelding zwischen chirurgischen Bangen und chirurgtfchen Nadelhaltern darstellt. Seine chirurgische Nähmafchine ist eine handliche Bange, deren beide Backen elgentümlich gehaut sind. Bet dem Beginne des Nähens wird die adel an der einen Bade befestigt; bann britckt man zu, das zu nähende lekende Gewebe wird von der Nabel durchbohrt. Sie verläßt die eine Seite der Bange und sist nun sest in der anderen und ist sogletch berett zu einem neuen Stich. Das Abschneiden und Knofen des Fadens wird hterbet wohl nach fedem Stiche geschehen müffen. Der Hauptvortell, den Dr. Andrews fetner Maschine nachrühmt, ist die Möglichkeit einer fehr schnellen Naht, da teder Stich nur den Bruchteil etner Sekunde erfordert. Der Heiratsschwindler auf dem Friedhof. Einen besonders verwerflichen Trick brachte der Schmied Alfred Fischer in Berlin zur Anwendung, der trop feiner 60 Fahre bet hetratslusttgen Witwen viel Glück hatte. Der Betrüger besuchte in fadelloser schwarzer Kleidung stets dte Berliner Friedhöfe und begann dort mit Damen, ster in der fächsischen Armee, und diese gehört zu den Truppen des Norddeutschen Bundes, welche unwetgerItch ins Feld rücken, wenn man Preußen den Krieg erflärt." „ Ah, da erkenne ich Herrn von Bismarck wieder. Die blederen Sachsen sollen Kanonenfutter für unsere Mitrailleuse, 8telschetben für die trefflichen Chassepots werden. O, he König wird nicht so töricht sein, die Landeskinder dazu herzugeben. Ich hoffe, er wird sich zu uns, den Bundesgenossen von 1806, halten. Dann find Ste Ihrer Verpflichtung ledig, zu der Armee zutrückzukehren. Uebrigens denke ich gar nicht daran, Ste von hier fortzulassen. Sie wissen, wie notwendig Ste an diesem Plaze sind. Wenn Ste fich meinen Vorstellungen nicht zugänglich zeigen, so werden die dort Jhnen den Abschted schwer machen, hoffentlich unmöglich machen." Er wies auf einen Wagen, welcher, von zwei feurtgen Braunen gezogen, auf der Straße herbetrollte. Trop ber Staubwolfe, welche das Gefährt umgab, unterschieb Waldemar deutlich zwet hellgekleidete Frauengestalten und auf dem Rücksiz einen jungen Mann in leichtem Sportgewande, welcher von der Villa abgewendet, mit Aufmerksamkeit die Arbeit in der Fabrik musterte. „ Meine Schwester aus Brüssel ist also doch mitgefommen", rief Bourlter wohlgemut, indem er sich weit über die Nampe beugt. Da wird Leben und Behaglichkeit in unser Haus fommen." Ste erwarteten also Frau von Tarandal nicht?" ,, Wenigstens nicht mit Bestimmthett. Damen än dern oft tm leßten Augenblick ihre Dispofitionen; bet metner Schwester bin ich deffen nte sicher. Umsomehr bin ich erfreut, daß sie Wort htelt. Ah, Destre schaut gesund und blühend aus. Sie winkt mit dem Taschentuch. Ste hat uns beretts bemerkt, uns belde, Herr Tyrolt. uns beide." die am Grabe thres Gatten wellten, ein Gespräch. Mtt rührenden Worten und Tränen in den Augen erzählte er den Frauen, daß der Tod vor wenigen Tagen auch thm seine teure, geltebte Gattin entrissen habe und er jetzt ebenfalls allein in der Welt dastehe. Dies set für ihn umso schmerzlicher, als er in der Mark eine große Schmiedewirtschaft babe und unbedingt eine Frau, die thm tatkräftig zur Seite stehe, haben müsse. Das Er gebnis feiner Bekanntschaft war immer das gleiche. Mart traf sich in der Wohnung der Witwe wieder, und dort wußte er zwischen seinen Erzählungen geschickt einzut flechten, daß er zufällig Gelegenheit habe, eine Bohrmaschine für seine Werkstatt billig zu kaufen. Leider aber habe er nicht das nötige Geld mitgenommen und müsse nun von diesem günstigen Kauf absehen. In den meisten Fällen streckten ihm die Witwen das Geld zu dem Kauf vor. Glückte es ihm nicht, auf diese Weise Geld zu erhalten, so nußte er die erste beste Gelegenheit aus, die Schmucksachen der Frau oder ihres verstorbe nen Mannes zu stehlen. Die Bekanntschaft, die nach Fischers Vorschlag zu einer Ehe führen sollte, erreichte mit diesem Besuche thr Ende. Zahlreiche Witwen wur den auf diese Weise betrogen und bestohlen. Es gelang der Kriminalpoltzet teszt, den alten Betrüger in dem Augenblicke zu verhaften, als er mit einer Witwe, die er kurz vorher kennen gelernt hatte, einen Friedhof verlaffen hatte. Aus der Münchener Jugend". Schindler der Eisenbahnstation X. tst gestorben. OberStationsmeister verschieber Müller bewirbt sich um dessen Posten und bringt folgendes Gesuch in Vorlage: Wie einer Hochlöblichen Direktion bekannt sein dürfte, ist Stations= metster Schindler gestorben. Da ich dasselbe leistent tann, so bitte ich ergebenst um Verleihung der freige wordenen Stelle." Wir besuchten im Manöver einen unserer Reserveoffiziere auf fetnem Gute. Seine Schwe ster, die ihm die Wirtschaft führte, empfing uns und führte uns in die gute Stube. Doch hatte sie gerade etnen Braten auf dem Feuer undsaß nun bei uns wte auf heißen Kohlen: als ländliche Dame in den Gepflogenheiten des geselligen Umgangs nicht ganz firm, wuß fe fie nämlich nicht, wie sie sich für einen Moment are ttg entschuldigen fönne, um einmal in die Küche zu ge hen. Unruhig rutschte sie, in Gedanken an ihren ver brennenden Braten auf ihrem Stuhle herum und schaute in wachsender Not um sich. Plöblich schnellte sie em por und flüsterte dem neben ihr fizenden Herrn Hef errötend in verlegenster Elle zu:" Entschuldigen Ste, tch muß mal rauß!"- Der Einfährige Groller lebt mit feinem Leutnant auf gespanntem Fuße, weil dieser thm Mangel an dtenstlicher Haltung vorgeworfen hatte. Um den Vorgesetzten zu ärgern, ist er in der Instruktionsstunde übertrieben dienstlich und erwidert auf jeden Satz, den der Leutnant mit ihm spricht:" Zu Befehl." Wütend sagte dieser schließlich:" Baffen Sie doch ihr blödfinniges zu Befehl". Wissen Sie, was zu Befehl heißt? Bu Befehl heißt: Rutsch mir den Buckel runfer". Haben Sie mich verstanden?"" Bu Befehl, Herr Beutnant." Trozdem. Wtr lesen in den Fliegenden Blättern: Wenn Besuche tommen, die man nicht annehmen will, foll das neue Dienstmädchen, wie thre Vorgängerin, fagen: die Herrschaften seien nicht zu Hause. Ste wetgert fich aber, au lügen, und man befiehlt ihr daher, zu sagen: " Die Herrschaften werden bedauern!" Das tut fie auch. Ein hartnäckiger Besucher fragt aber einmal: Sind denn die Herrschaften wirklich nicht zu Hause?" Da wird sie rot und sehr verlegen und stammelt:" Bu Hause find sie schon, aber- fie werden trotzdem bebauern!" Drahtnachrichten und Deuestes. Ein Falschmünzerneft ausgehoben. Dortmund, 13. Februar. Seit längerer Zeit wurden hier falfche Markstücke in Verkehr gebracht. Jezt hat die Polizei den Schlosser Kern festgenommen, in deffen Wohnung eine vollständig eingerichtete Falsche münzerwerkstatt vorgefunden wurde. Es stehen noch weitere Verhaftungen bevor. Folgenschwerer Dampferzufammenstoß in der Elbmündung. Gurhaven, 13. Februar. Fünf Mellen von dem Feuerschiff Elbe 1 stieß gestern nacht der englische Dam pfer Humber" mit dem deutschen Dampfer Answald" zusammen und fant. Die Besabung wurde von dem Dampfer Answald" und einem Fischerboot gerettet. Nationalspenden für Frankreichs Luftschifflotte. Paris, 18. Februar. Zahlreiche Mitglieder des Pariser Gemeinderats unterzeichneten einen Aufruf, in bem alle Gemeinden Frankreichs aufgefordert werden, zur Schaffung einer großen Luftschifflotte beizusteuern. Dem Pariser Gemeinderat wird in nächster Zeit ein An= trag vorgelegt werden, 50 000 Francs für den Ankauf von Militärflugzeugen zu bewilligen. Gar zu gütig, Herr Bourlier", meinte der Fabrikdirektor, dem das Blut in die Wangen stteg, mit einer Verlegenheit. Sollte das gnädige Fräulein wirklich bariber erfreut sein, daß auch ich sie hter erwarte?" O Sie Heuchler", scherzte der alte Herr, indem er brohend den Finger erhob.„ Bin ich nicht Zeuge gewe sen, wie meine Tochter den Herrn Direktor in unver antwortlicher Weise verwöhnte und zu allerlet Ritterbiensten heranzog; daß sie mit ihm mustzterte und disputterte, wenn sie ihren Bruder ein wenig ärgern woll te! Doch ich will nicht an dem Komplotte Tell haben, wenn solches gegen die Ruhe eines gewissen Herrn be stand; ich will auch nicht Ihre Verlegenheit mehren, denn da sind die Herrschaften schon." Der Wagen fuhr eben durch das aus zierlich ver goldeter Schmiede- Arbeit gefügte Etsentor, dessen Flügel weit offen standen, bog in den Park ein und rollte um das Rondel, welches zwischen Herrenhaus und Straße Itegend, etne Fülle herrlicher Blumen und einen lustig plätschernden Springbrunnen zeigte. Der Sommerwind trieb den Sprühregen des Wassers über den Weg, und dte Sonnenstrahlen, welche darauf fielen, brachen sich in demselben und bildeten einen Regenbogen, dessen Fare benspiel die Durchfahrenden wie mit einem Helligenschein umwob. Waldemar stieß einen Ruf des Ent zückens aus und ellte die Stufen der Veranda hinab, dem Diener zuvorkommend, welcher den Schlag des Was gens öffnen wollte. Seiner Tat folgte der Lohn. Die junge Dame, wels che zunächst saß, legte, thm freundlich zulächelnd, die kleis ne Hand auf den Arm und schwang sich aus dem Wagen thr folgte ein wenig schwerfälltg, wie es thre stattliche Gestalt mit sich brachte, Frau von Tarandal, dem aufmerksamen Kavalter mit freundlichem Gruße dankend ( Fortsetzung folgt.) Perlka ausgiebigster Kaffee- Ersatz Reines Naturprodukt, aus bestem Material nach patentiertem Verfahren hergestellt. HausVollkommen frei von Koffein das gesündeste Familien- Getränk. - und Schmeckt kräftig- kaffeeähnlich, ohne Malzgeschmack. Kein gemahlenes Produkt, sondern ganze Körner, aber ohne die lästigen Hülsen. Enorm ausgiebig, man braucht deshalb nur wenig zu nehmem. Jeder Zusatz ist überflüssig. 1 Pfundpaket 35 Pfg. 1/2 Pfundpaket 18 Pfg. Fabrikat der Allgemeinen Nahrungsmittel- Gesellschaft m.b.H. Berlin W. 9. 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