1. Redaktionſe Elevagter Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pig. monatlich ( Reueste Nachrichten) meljährlich 1,20 Mt.. vorauszahlbar, frei ins Haus. Schgeboli in unierer Expedition oder in den Zweiggabestellen vierteljährlich 90 Pfg.- Erscheint Dittwoche und Samstags. Redaktion: SeltersFür Aufbewahrung oder Müdiendung 1st verlangter Manuskripte wird nicht garantert Berlag der ,, Gießener Zeitung". m. b.. Fr. 91. dieser soll drittens, die Abfalle sammeln, so erkrankt er unfehlbar. Alle diese Arbeiten verrichtet das Blut infolge seiner giftige Eigenschaften, und wenn sie sich im Körper anNieren wieder hinausbefördern, denn diese Abtälle haben Verarbeitung durch die Hautporen, durch die Galle und Es ist ohne weiter schiedenen und Blutes Ist von großer Bedeutung für die Gesundheit sein muß. fernen, so kann das teilweise dieselben Folgen haben, als das Blut z. B. nicht mehr fähig, die Abfallstoffe zu entso verwickelten Vorgängen die Veränderung in der chemischen Beschaffenheit des Telephon: Nr. 362. Expedition: Seltersweg 83. Wittwoch, den 13. November 1912. Serbien contra Österreich und Balkankrieg. Der serbische Marsch nach Adria. Die Kriegsoperationen der Bulgaren und Türken plötzlich an Interesse vorloren. Nur einen verfolgt die Welt jetzt mit nervöser Aufmerksam den der Serben durch Albanien nach Du 10. Dieses kleine, schon lange größenwahnsinnige, cber dreist wagende Volk setzt die ganze DiplomaEuropas in Bewegung und stört den Weltfrieden in Iter Weise. Die ernsten Mahnungen Desterreich uns, die immer mehr den Ton schärferer DrohunI annehmen, halten Peters tollkühne Garde nicht ab, zur Adria vorzubringen. In die Kabinette der Großte aber ist wohl infolge dieser Erscheinung plötznüchterne Erwägung eingezogen, und eine wohl be Entspannung unter den Rivalen macht sich bear. Namentlich ist in England über Nacht das Mißtrauen gegen den Dreibund und vor allem on Deutschland geschwunden. Die englische Feind gegen Desterreich- Ungarn und Deutschland, die Tagen der bosnischen Krise und des Marokko files bis zur Fieberhitze gestiegen war, ist ruhiger barlegung und vernünftiger Freundschaft gewichen. ibt zu, daß Desterreich- Ungarn, ebenso wie Jtalien, wohl ein großes Interesse an dem Schicksale A I= riens haben müsse. Und auch in Frankreich i: Gönnerschaft für Serbien bis auf Null Grad uralen, und das Geschrei, daß Oesterreich- Ungern der loomsstörer sei, ist verstummt. Ganz ins Gegenteil wandelt aber hat sich Jtalien s Stimmung. Seine giferung für Serbien gegenüber ist arger Verstim ir gewichen, und fester als je beginnt es sich den undgenossen anzuschließen. Eine Entspannung unen Großmächtefabinetten überall und doch wieder eHochspannung. Diese Hochspannung hat Ser in hervorgerufen, und sie wächst von Stunde zu de bis zur Beklemmung. Budapest ist vor= uf der Schauplatz eifriger Zusammenkünfte und ern= Beratungen, und bald wird er nach Berlin vermerden. Der greise Kaiser Franz Josef weilt lantlich seit einigen Tagen in seiner ungarischen Reund hat plötzlich den Thronfolger Erzkleinste rechtlic vom 18. September 1912, daß ihm bestätigt in seiner umstehend abgedruckten notariellen Urkunde Der königlich preußische Notar, Justizrat Dr. R senbohm, ender Arzt würde es seinen Patienten verordnen. Sandwirthgasse Wien, 20. August Ihr Renascin" Kalser- Franz- Jo Ambulatorium Wien. währte sich in mehreren Fällen von harnsaurer Diathese und richtischen Körpers erforderlichen Nährsalze) bephysiologische zum Antha Milchzucker, Lecithin- Albumin und Neue Das Glückskind. OSRAM Roman von Frene von Hellmuth. ( Rachdruck verboten.) Diese Metellung genügte Böhler, er fuchte eine heteUnterhaltung anzuknüpfen, und brachte das MädCanter fortwährendem Geplander nach Haufe, so daß schen über die plöbliche, merkwürdige Redseligkeit Bormundes in. geheimen verwunderte. Das junge Mädchen zog sich zeitig auf thr Simmer Sie hatte heftige Kopfschmerzen und wollte, desabald ihr Lager auffuchen Das flette Schlafgemach war ehre Art Alfoven, der tur durch hübsche braune Ripsgardinen von dem dane en befindlichen. ebenfalls sehr feinen, aber recht nett Angrichteten Wohnzimmer getrennt war. Die gut ge mallen Delbilder der Eltern, von einem Immortellenartz umgeben, schmückten die hell tapezierte Wand, verteene Nippsächelchen, sowie eine Blumen- Etagere mit nen, faftig- grünen Blattpflanzen, lauter Sachen aus Elternhause, gaben im Verein mit den an den em niederwallenden, schneeweißen Vorhängen, muner ein gar tranfiches, behagliches Aussehen. Der Stelt fich Nöschen am Hebsten auf. Dte Ruhe unendlich wohl, hier konnte fte ungestört thren bmten nachhängens De Mhr vom nahen Kirchturm hatte bereits zwölf agen, und noch immer lag Nöschen wachend auf en Lager. Der schmerzende Kopf Iteß sie nicht zur be tommen, außerdem beschäftigten sich ihre Gedanebhaft mit dem Geltebten. Warum er nur gar nicht lote, thr trgend eine Nachricht zukommen zu lassen! relih, es war ziemlich schwer; der einzige Weg hierzu bot to nur, wenn er threr vertrauten Freundin einen Bettf gab, den diese dann heimlich an die Adresse bege. Das ging eben auch nicht immer an. Eine förmcha Sehnsucht nach einem liebevollen, zärtlichen Wort bem das finnende Mädchen. Ihr Leben schlich so herzog Franz Ferdinand, der als Haupt der Kriegspartei gilt, in längerer Audienz empfangen. Auch ist es aufgefallen, daß furz nach ihm auch der Kriegsminister v. Auffenberg eintraf und daß am selben Und Tage noch ein Marschallsrat abgehalten wurde. dann weilten in Budapest noch Graf Berchtold und der Präsident der bulgarischen Sobranje Danew, der auf seiner Reise nach Wien mit dem Zaren Ferdinand und später mit dem König Peter längere Unterredungen gehabt hatte. Bulgarien habe die ehrlichste Absicht, aus dem ersten Kriege feinen zweiten entstehen zu lassen und zur friedlichen Beilegung des serbisch- österreichischen Konfliktes mit beizutragen. herGewitterschwere Wolken ziehen vom Balkan über über ganz Europa. Die Gefahr wird hoffentlich aber noch in letzter Stunde gebannt werden, denn der Drcibund hält gerade jetzt fester als je zusammen, und von den Triple- Entente- Mächten haben England und Frantieich sich zu fühler Besonnenheit durchgerungen. Rukland aber, das sichtlich hinter Serbiens dreistem Bergehen steht, und von dem ein österreichischer Diplomal offen erklärte:„ Wir werden es nie und nimmer dulden, daß Rußland sich unter dem Pseudonym oder unter der Firma Serbiens an unserer Südgrenze einnistet und unter demselben Pseudonym eine Seemacht im Adriatischen Meere wird", Rußland wird, wenn es Ecn werden sollte, sich noch reiflich überlegen, ob es seine versteckten Pläne in die Tat umsetzen soll, denn „ genaue Kenner der russischen Verhältnisse", die über die Fassade hinaus in das Innere des Reiches blicken können, sind überzeugt, daß Rußland zurzeit keinen Krieg führen kann." Privaten Meldungen aus U esküb zufolge sind bis die Vortruppen der dritten serbischen Armee an die Küste der Adria vorgedrungen. In längstens zwei Tagen wird das Eintreffen der serbischen Truppen in Turazzo erwartet. Der französische General Humbel schreibt im „ Echo de Paris": Das Schlimmste, was uns passieren tann. wenn Desterreich nicht auf die Beschwörungen sei( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inicratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reflameteil 50 Pfg. Extrabeilagen merden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt fommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Sconfurs in Wegfall. Vlapvorichriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. 24. Jabru. Telephon Wir. 362. nes Verbündeten hören sollte, ist ein Krieg, den wir weder gewollt, noch provozier. ha= ber, in dem aber der Kampf 3 wischen Deu.ich land und uns ein Kampf, mit dem wir für früher oder später rechnen müssen. Belgrad, 11. Nov. Serbien hat die österreich ungarischen Vorschläge ab= 9 clehnt. Gestern abend stattete der österreichisch- ungarische Gesandte von Ugron dem Ministerpräsidenten Pasisch einen Besuch ab und teilte ihm den Stand= punkt der Monarchie in der Hafenfrage, sowie bezüglich der Besetzung Albaniens mit. Pasitsch hat ablehnend geantwortet. Pasitsch ist noch heute nachmittag nach Uestü abgereist, um König Peter, der vorläufig in Uestüb bleibt, über die Situation zu berichten.- Die Gesandten von Rußland und Frankreich hatten lange Besprechungen mit dem Ministerpräsidenten. Belgrad, 12. Nov. Der serbische Prinz Arsen ist durch Wien durch gereist; er begibt sich angeblich nach Berlin behufs wichtiger Konferenzen. Desterreich rüstet? Jr Desterreich- Ungarn werden militärische Vorkehrungen getroffen. So erfolgten Einberufungen von Beurlaubten. Im Kriegshafen von Pola herrscht erhöhte Tätigkeit. Als sehr wahrscheinlich nimmt man an, daß eine gleichzeitige Flotten Demonstration Desterreich- Ungarns und Italiens vor den Häfen Alessio, Durazzo und San Giovanni di Medua erfolgen werde. Es läßt sich aber noch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es wirklich zu diesem Unternehmen kommen wird und wann die Demonstration durchgeführt werden soll. Bulgarien mit Oesterreich. Aus Budapest wird bekannt, Danew habe der österreichischen Regierung folgende Versicher= 111g gegeben: 1. Bulgarien werde alles tun, was in seiner Macht stehe, um Serbien zu bewegen, von der Absicht Abstand zu nehmen, einen Hafen des Adriatischen Meeres zu besitzen. 2. Sollte Serbien auf dieser Forderung beharren, so würde ihm Bulgarien die UnOsram Drahtlampen Jede echte Osram- Lampe muss die Inschrift OSRAM" tragen. einförmig, so arm an Liebe dahin, daß ein herzliches Wort für sie eine wahre Wohltat bedeutete. Nach und nach verwirrten sich ihre Gedanken, und ein sanfter Schlaf schloß die müden Augen. Plötzlich ließ fie ein Geräusch wie von einem umgeworfenen Gegenstand heftig erschrocken auffahren. Angestrengt, mit rerhaltenem Atem lauschte sie nach dem Doch alles blieb still, nichts regte Wohnzimmer hin. sich mehr. - Schon glaubte Röschen geträumt zu haben, als ein letse tappender Schritt vernehmbar wurde. Großer Gott,- was war das?" Heftig pochte das Herz in der Brust des armen Mädchens, das nicht wußte, was es beginnen sollte. Wenn es ein Dieb wäre, der sich eingeschlichen batte? Vielleicht, wenn ste um Hilfe rief, tam ihr Leben in ernstliche Gefahr und wer sollte sie wohl hören, jezt um diese Stunde? Ihr lauschendes Ohr vernahm nun deut Itch, wie nebenan ein Fach ihrer Kommode vorsichtig geöffnet wurde. ein Einbrecher--, der Aso doch ein Dieb. hter nach Geld oder Schmucksachen suchte. " Gott, schütze mich," betete sie letse, indes ihr das wertvolle Kästchen einfiel, das dort verborgen war. " Du besißest nichts mehr, wenn es Dir gestohlen wird." Diese Worte, die die Mutter kurz vor ihrem Tode gesprochen, fuhren ihr plößlich durch den Kopf, und mit Aufbietung aller Kraft und Geistesgegenwart riß sie, bebend am ganzen Körper, das nahe Fenster auf, und rief gellend auf die menschenleere, verödete Straße hinab: - Doch ungehört verhallte " Zu Hilfe, zu Hife, Diebe!" der Nuf in der stillen Nacht. Gleichzeitig hörte sie jedoch, wie die Tür schallend ins Schloß fiel. Etwas erleichtert atmete das gequälte Mädchen auf. Unzerbrechlich - U berall erhältlich. Auergesellschaft Berlin O. 17 Unheimliche Stille herrschte jetzt, fein Kon war vernehmbar, der freche Eindringling schien sich entfernt zu haben. Nur mit Mühe gelang es den zitternden Fingern, Licht zu machen. Sie warf rasch ein paar Kleidungsstücke über uno begab sich nach dem Wohnzimmer. Hier sah es allerdings übel aus. Ein Stuhl lag umgestürzt am Boden, die Kommode war aufgerissen, die Schubfächer, in denen sonst alles zierlich geordnet an seinem Blaze lag, befanden sich in furchtbarer Unordnung, alles war durchwühlt, ein Teil des Inhalts bedeckte den Boden. Röschen hielt sich nicht lange auf. Sie eilte zur Tür und rief so laut fie tonnte, über den Flur nach Tante Aureliens Zimmer hin, um Hilfe. Gleichzeitig öffneten sich die zwet, zu den getrennt Itegenden Zimmern ihrer Verwandten führenden Türen. In der einen erschien Böhler, etne fladernde Kerze hochhaltend, ohne Schuhe, das Haar hing ihm wirr in die Stirn, sein Gesicht war erschreckend bleich. „ Um Gotteswillen, was ist denn geschehen, daß Du so schreist und die Leute aus dem Schlafe wedst!" rief er unwirsch, da er sonst immer nur Töne der tiefsten Bärtlichkeit hören ließ. Statt aller Antwort eilte Röschen auf die noch immer wortlos auf der Schwelle ihres Zimmers stehende Tante zu, klammerte sich angstvoll an diese, indem ein heftiges Schluchzen den zarten Körper erschütterte. Die ganze ausgestandene Angst überfiel sie noch einmal mit aller Gewalt. Liebevoll beruhigte Aurelia das aufgeregte Mädchen, doch dauerte es lange, bis dieses erzählen fonnte, was vorgefallen war. Man durchsuchte hierauf, mit Hilfe der Dienstboten, das Haus, fand jedoch nicht eine Spur von dem frechen Eindringling, es schien, als hätte die Erde ihn verschlungen. ( Fortsetzung folgt terstützung seiner Armee versagen. In unterrichteten| Absicht, auch eventuell eine militärische Aktion Reisen hofft man, daß es zu einer Entspannung der Situation lommen werde. Hervorragende diplomatische Kreise sind der Ansicht, daß die endgültige Entscheidung Serbiens in acht bis zehn Tagen fallen werde. Jnbezug auf die Mission des Präsidenten der bulgarischen Sobranje Da new meldet der Bester Lloyd", daß in der Unterredung mit dem Grafen Berchtold alle auf der Tagesordnung stehenden wichtigen Fragen erörtert worden seien. Die Mission zeige, daß Bulgarien aufrichtig bestrebt sei, alle bestehenden Streitfragen im Einvernehmen mit OesterreichUngarn und mit Berücksichtigung der Interessen der österreichisch- ungarischen Monarchie auszutragen. Unmitteibar nach Beendigung des Krieges mit der Türkei werde der Besihstand der friegführenden Wt à chte einer entsprechenden Korrektur unterzogen werden müssen; deshalb sei es belanglos, was augenblicklich jeder friegführende Teil von seiner Macht halte. Was den bulgarischen Einmarsch in Konstantinopel betreffe, so würde dieser nur vermieden werden können, wenn ein Waffenstillstand zu stande komme und dieser zum Frieden führen werde. Selbstverständlich müßten sich die Türken verpflichten, während des Waffenstillstandes die Tschataldschalinie nicht zu befestigen und aus Asien keine Verstärkungen heranzuziehen. Bulgarien scheine ein autonomes Albanien zu wünschen und fordere nur, daß in das autonome Albanien nicht solche Gebietsteile einverleib! würden, die überwiegend Bulgaren bewohnen. Budapest, 12. Nov. Der österreichische Thron folger, Erzherzog Franz Ferdinand, wird am 22. und 23. November mit dem deutschen Kaiser zusammenkommen. Budapest, 12. Nov. In der gestrigen Audienz hat der bulgarische Ministerpräsident Da new dem Kaiser Franz Josef ein eigenhändiges Schreiben des 3aren Ferdinand überreicht, das von hoher politischer Bedeutung sein soll. Die Haltung Rumäniens. aftiv zu unterstützen, die Situation an Spannung etwas zugenommen hat. Der Kaiser Franz Josef und Graf Berchtold sind erst seit wenigen Tagen in Kenntnis davon, daß Deutschland bereit ist, über seine Bündnispflichten hinauszugehen.( Der Dreibundvertrag verlangt bekanntlich die Gefolgschaft eines der allierten Staaten nur für den Fall, daß der andere angegriffen wird. während, wenn einer der verbündeten Staaten der Angreifer ist, die Neutralität des Verbündeten verlangt wird. D. Red.) Bukarest, 12. Nov. Der frühere Ministerpräjident Carp wird sich nach Budapest begeben, wo er von Kaiser Franz Josef empfangen und mit Berchtold eine persönliche Aussprache haben wird. Nach seinem Budapester Besuch wird er König Caroi persönlich über seine Mission Bericht erstatten. Von den Kriegsschauplätzen. Konstantinopel, 11. Nov. Die Bulga= rangälteste Admiral vor Konstantinopel, der Du Fournet, hat als Oberkommandeur der i nalen Flotte in Uebereinstimmung mit den Behörden und dem französischen General S dem Inspekteur der türkischen Gendarmerie, all nahmen zur Sicherheit der Stadt getroffen. D sche Mittelmeer division umfaßt 8 G mi: 3600 Mann, 125 Geschützen außer Maj wehren und Torpedorohren. Friedensschalmeien. Offenba Seper u. Gd 6ther in ei Beijen Berfchwin Ballschullehre Mainz. Bertreter jatt, um ilung verhand reren hierzu Konstantinopel, 11. Nov. Wie nister des Aeußern dem Vertreter des„ Wolf Main erklärte, denkt die Türkei nicht daran, wie gelmi ren versuchten durch einen Vorstoß nach Süden die ner, den Krieg auf das religiöse Gebie Termstadt e Linie von Tschataldscha an der Küste des Marmara Meeres zu umgehen. J: militärischen Kreisen nimmt man an, daß der überzuspielen und die religiösen Leidenschaften chein. Ueber eine Mediation haben wir noch fein der Abgr richt der Mächte. Wir fragten jetzt bei den vier Jnnungen Ausniarsch der Vortruppen der Bulgaren vor Isch a fan staaten wegen der Friedensbedisch die bish gen an; aber wir haben noch keine Nachricht Kofthein Nun erwarten wir den Kampf bei Tschataldschatten. Nach Politische Rundschau. talosch a beendet ist. Man hält es nicht für ausge schlossen, daß bereits in der Nacht zum Mittwoch die ersten Angriffe erfolgen. San Stefano, 12. Nov. Die türkische Flotte hat in der Gegend von Rodost o eine feindliche Batterie vernichtet. Nach Gallipoli find zahlreiche türkische Truppensendungen abgegangen. = Die Bulgaren haben vor Adrianopel tei= nen leichten Stand, da ihre schwere Belager ungsortillerie zwar hinsichtlich des toten und lebenden Materials vorzüglich, aber nicht genügend zahlreich ist, während einzelne türkische Werke eine relativ große fortifikatertsche Stärke besitzen. Die Bulgaren ersetzten den Deangel an genügend zahlreicher Belagerungsartillerie durch einen wahnwizigen Vorwärtsdrang und durch heroische, entsetzlich blutige Infanteriestürme. Seit dem origen Sonntag sind serbische Truppen bei Belagerungsarmee vor Adrianopel eingetroffen. der 2ukarest. Die griechischen Truppen sollen in den von Kuzowallachen bewohnten eroberten Gebieten Mazedoniens ein fürchterliches Blutbat angerichtet haben. Der Ministerpräsident Majorescu hat den rumänischen Gesandten in Athen beauftragt, bei der griechischen Regierung unverzüglich energische Schritte zu tun und über die Meldungen von Mosiakers unter den Kuzowallachen Aufklärung zu verlangen. Die Stellung des Dreibundes. Berlin, 12. Nov. Die Dreibundmächte sind sich über die albanische Frage völlig einig.„ Der Dreilund", schreibt die italienische Gazetta del Popolo", „ alzeptiert bis zu den letzten Konsequenzen das Prinzip des Balkanbundes„ der Balkan den Balkanvölkern". Gerade die Anwendung dieses Prinzips verlangt, daß die Albanesen unabhängig werden und das türkische Joch nicht mit dem slawischen vertauschen. Serbien wird keinen Ausgang nach dem Adriatischen Meere bekommen, well das die Aufteilung Albaniens mit sich brächte. Ein autonomes Albanien könne dem Balkanbund ein nicht zu verachtender Bruder, ein zerstückeltes, unterjochtes Albanien aber fönne die Quelle dauernder Unruhen werden. Was den von Serbien verlangten Adriahafen anlange, so sei nicht einzusehen, weshalb Serbien, wenn es sich nur von Handelsinteressen leiten lasse, auf Durazzo bestehe, dessen Besitznahme die Zerstückelung und Offupation Alboniens bedeuten würde, statt sich mit einem montenegrinischen Frei hefen oder einem Zugang zum Aegäischen Meer zu begnügen. Hinsichtlich der von Desterreich- Ungarn betonten tommerziellen und wirtschaftlichen Interessen glaubt die„ Tribuna" nicht, daß Oesterreich Ungarn zu Ungunsten anderer Nationen von Serbien besondere Privilegien verlangen wolle. an= = eine Die Cholera in Konstantinopel. Konstantinopel, 12. Nov. Die Cholera greift unter den auf dem Kriegsschauplatze befindlichen türfischen Truppen und unter den Verwundeten und Flüchtlingen von Tschataldscha immer mehr um sich. Konstantinopel, 11. Nov. Jm türkischen Hauptquartier von Hademkoi sind 100 Cholerafälle unter den Soldaten festgestellt worden. 50 sind tödlich verlaufen. Konstantinopel in größter Gefahr. Der Konstantinopeler Berichterstatter der Franks. 3tg." berichtet, daß eine Botschafter 3usam= menfunft auf der hohen Pforte stattgefunden hat, an der auch Großwesir Kiamil Pascha und der Minister des Aeußern Gabriel Norandunghian teilnahmen. Deutschland. is der Vert hi daß bei annten Ort en ihren P * Berlin. Der Bundesrat wählte als iet ausdeh glied des Reichsgesundheitsrats den Ober- Mediheim dage Balser, vortragender Rat im hessischen Win in Tarmstadt. Spanien. zu prüfer bestehen. enden Lehrl Handwerkstam Segelung schi werfstamn * Madrid, 12. Nov. Heute mittag genom Gewerb Uhr wurde der spanische Minister prà Canalejas vor dem Ministerium des Innendidſte, der im Zentrum Madrids von einem Unbekannten Revolverschüsse ermordet. Der Mörder ersc darauf selbst. Ein großes Verdienst hat sich Ca um Spanien erworben. Seiner Geschicklichkeit es, Spanien wieder ein großes nordafrikanisches zu gewinnen. Canalejas ist es gelungen, das tanische Problem zum Ruhme Spaniens zu lösen Aus Stadt und Land. Suft man am raiche Selettigen den befteben aus bei allen gegen Influe Breis M. 1.50, an fich an die A n Gießen. Dem ordentlichen Professor Landwirtschaft an der Landesuniversität, Dr. 6 vius, hat die Großherzogin von Luxemburg des Berlin. fizierskreuz des Ordens der Eichenfrone verliehen. Hauptman n Gießen. Der Ordinarius für mittlereierüber ist näc schichte, Professor Dr. Haller, ist auf sein Naci aus der Historischen Kommission für Hessen aus den. o Darmstadt, 12. Nov. Das großherp Paar begab sich heute mit Gefolge auf einige T cognito zum Besuche von Verwandten nach Ba o Darmstadt. Jm Sitzungsfaale der 3 hejs. Ständekammer in Darmstadt tagte vormittag unter dem Vorsitz des Staatsministers die konstituierende Sigung des Landes- Ausschule die Errichtung des Bismard- Dentmals der Elisenhöhe bei Bingen, zu welcher u. a. aud ster r. Hombergt, Vertreter der Handels- und werkskammern, der Landwirtschaftskammern, der desuniversität, der Ständekammer, der Technischen So d Rheumati Hexensch Deutsch. Fran schule, der Boſt- und Gerichtsbehörden, sowie za Kreisräte aus den verschiedenen Provinzen ericiri gruppe G waren. cab ein Expose über die Lage. Danach ist die Pforte entschlossen, die Verteidigung der Tschataldscha- Linie bis zum äußersten durchzuführen. Sollte die Armee gezwungen sein, auf Konstantinopel zurückzuweichen, so entstünde eine äußerst bedenkliche Lage. Man dürfe dann annehmen, daß die bulgarische Armee nicht vor den Toren Konstantinopels stehen bleibt, sondern dar, König Ferdinand den Anspruch erhebt, an der Spike der siegreichen Truppen einzuziehen. Konstantinopel sei der Sitz des Kalifats und fast eine Million Mehammedaner stünden 350 000 Christen gegenüber. Eine der entsetzlichsten, von der Weltgeschichte je erlebten Satastrophe müsse hereinbrechen, wenn die bulgarische Armee in Konstantinopel eindringe. Der Sultan und Kalif habe beschlossen, seinen Sitz unter leinen Umständen aufzugeben und ebenso werde die Regierung in Konstantinopel ausharren; alles sei entschlossen, a uf seinem Posten zu sterben. Die Pforte habe geglaubt, Europa die wirkliche Lage nicht perheimlichen zu sollen; es sei jetzt an den Mächten, das Jhrige zu tun. Nach der Erstattung dieses Exposes entfernte sich der Großwesir. Vorher trat er jedoch alt einen der Botschafter heran, flopfte ihm auf die Schulter und apostrophierte ihn mit folgenden Worten: „ Ich habe die Achtzig überschritten und Euer Exzellenz sind noch jung, aber sterben werden wir hier gemeinsam!" Die Verblüffung der Botschafter war ungeheuer. Später setzte sich die Auffassung durch, daß es Kiamil um einen Bluff zu tun gewesen sei. Jedenfalis verständigten die Botschafter ihre Regierungen von dieser merkwürdigen Sitzung. Ganz schutzlos sind die Fremden in Konstantinopel jedenfalls nicht. Fünf3ig Kriegsschiffe der europäischen Großmachte und der Vereinigten Staaten von Amerika werden bald vor den türkischen Häfen vereinigt sein. liegen bereits vor Konstantinopel, die übrigen 44 werden in den nächsten Tagen dort oder vor anderen türfischen Häfen eintreffen. Von den 50 Kriegsschiffen gehören, von dem deutschen Geschwader unter Vizeadmiral Trummler abgesehen, England 8 Schlachtschiffe, 5 Kreuzer, 1 Kanonenboot und 10 Torpedobootszerstörer; Desterreich- Ungarn 3 Schlachtschiffe, 2 Kreuzer, 2 Torpedebootszerstörer; Frankreich 5 Kreuzer; Rußland 2 Kreuzer; Italien 3 Schlachtschiffe, 1 Kreuzer; Spanien 2 Kreuzer; Holland 2 Kreuzer; Amerika 2 Kreuzer. Der Die Eröffnung, die der Gesandte Ugron dem scibischen Ministerpräsidenten Pasitsch gemacht hat, ist, wie man auf das bestimmteste erfährt, weit davon endfernt, ein Ultimatum darzustellen. Es handelt sich nur um die Einleitung der diplomatischen Konversation zwischen Desterreich und Serbien. Der Thronfol ger hat Budapest verlassen. Das Resultat seiner Son ferenzen ist, daß Desterreich in der Lage wäre, feinen Forderungen einen energischen militärijd en Nachdruck zu verleihen. Man ist bemüht, friedliche Verständigung herbeizuführen, man muß sich aber auf alle Eventualitäten gefaßt machen. Es ist bereits ein bis ins fleinste Detail gehender Plan ausgearbeitet, der vom Kaiser und vom Thron folger genehmigt wurde und von Deutschland und Italien unterstützt und mit allem Nachdrud für die nächste Zulunft vertreten werden soll und zu dessen Geltendmachung die Dreibundmächte mit ihren Armeen zur Verfügung stehen werden. Der Kaiser und der Thronfolger haben dem Sobranje- Präsidenten Danew den Plan in den Hauptpunkten mitgeteilt. De sterreich verlangt von Serbien auch eine starte Berüdsichtigung Rumäniens. Kommt es zu militärischen Demonstrationen, so werden alte Dreibundstaaten gemeinsam auftreten. Deutsche Bündnistreue. - ㄓ Es ist hervorzuheben, daß gerade durch das über die Verpflichtung des Bündnisvertrages hinausgehende Eintreten Deutschlands in der serbisch- öster reichischen Frage, durch die von ihm bekanntgegebene - 6 Salem Aleikum mit Hohlmundstück Salem Gold Goldmundstück Cigaretten Awas für Sie! 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Lebensjahre itchen1 außer Ma neien. iöse Gebi Boltsschullehrers Montag. Mainz. Dieser Tage fand hier eine Versamm von Vertretern der gewerblichen Korporationen des statt, um wegen der Frage der anderweiten teilung der Gesellenprüfungs- Be:: Posen. Frau Dr. Blume, die vor einigen Monaten ihren Gatten erschoß, wurde zur Beobachtung ihres Geistes zustandes in die Provinzialirrenanstalt übergeführt. ::: Leipzig. Bei dem Oberförsterhaus Leutsch wurde der Leichnam einer völlig unbekleideten jungen Frau aufgefunden, dem Kopf, Arme und Beine fehlten. Arme und Beine wurden später in einem Kar ton verpadt, in einem in den Leipziger Hauptbahnhof eingelaufenen Personenzug gefunden. Der Ehemann als Mörder wurde verhaftet. ::. Neu- Ulm. Der Zahlmeister Gambel wollte mit einer Browningpistole beibringen. Als ihm der Literarisches. ? Sven Hedin löst sein Versprechen ein. Der Schlußband seines hervorragenden Werkes „ Transhimalaja, Entdeckungen und Abenteuer in Tibet" wird im November bei Brockhaus erscheinen, der letzte Teil seines Berichtes über die ebenso erfolgreiche als abereuerliche Entdeckungsreise, während der fühne Forscher jahrelang völlig verschollen war. Der Band enthält die zwei großen Abschnitte, die Hedin in den ersten Bänden aus Raummangel ausgelassen hatte: den Marsch von der neuentdeckten Indusquelle durch unbekanntes Land bis Ladak, den achten Aufstieg zum dien, ferner ein Kapitel über Lamaismus und KathoNov. Wie e zu verhandeln. Von Seiten der Handwerkskamr des waren hierzu Gewerberat& alt, Vorstandsmitglied Daran, dem 13jährigen Sohn eines Freundes das Schießen Transhimalaja und den erlösenden Rückzug nach In Leidenschaften heim zu Mainz eingemeindet, hatten sich Schwierig- Knabe die Pistole zurückgab, entlud sich die Waffe und lizismus usw. Auch wer die ersten zwei Bände des Darmstadt erschienen. Nachdem Mombach und St bei den vedie Innungen für den Bezirk der Stadt Mainz nunine Nachrich und Kostheim geprüften Lehrlinge ihres Fachs densbedi auch die bisher von den Gewerbevereinen Momei Tschatalmierten. Nach längeren eingehenden Verhandlundschau. . wies der Vertreter des Gewerbevereins Mainz dahin, daß bei dem Umstand der Eingemeindung Egenannten Orte die natürliche Folge sei, daß die nungen ihren Prüfungsbezirk auch auf das gesamte bigebiet ausdehnten, die Gewerbevereine Mombach en Ober- kostheim dagegen in ihrem Bezirk noch alle die hefſiſchen ninge zu prüfen haben, für welche tetne Innungen rat wählte Mainz bestehen. Falls in einem Jahr die Zahl der prüfenden Lehrlinge nur eine geringe sei, solle bei Handwerkskammer der Antrag gestellt werden, die eute mittag ben vom Gewerbeverein Mainz mitprüfen zu lassen. nister pri Regelung schien nach Lage der Verhältnisse als um des e glücklichste, der Beschluß hierfür steht dem Plenum Unbekannte Mörder ist hat sich Geschicklichte nordafrilan gelungen, de aniens zu handwerkskammer zu. Husten- Heiserkeit at man am raschesten durch Laboda. Dragées, febr schleimFeb, befettigen den Reiz und flären die Stimme. Labodagees bestehen aus Tannenwaldluft und Mentbol und find unbar bei allen Hals Luftröhren und Kehlkopfkotarrhen., it gegen Influenza. Breis M. 1.50, in Apotheken erhältlich; wo nicht vorrätig, Land, a man fich an bie Gugel Apotheke, Frankfurt a. Main. ichen Prof versität, D Luxemburg Aus aller Welt. Berlin. Der literarische Nobelpreis foll an frone verlichard Hauptmann verliehen werden. 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Die bisherige Zusammenstellung der Handelskammer Gießen gab zu Slagen feine Veranlassung. Darum keine Veränderung. Mehrere Wähler. Persil Meßmer wäscht ohne Reiben und Bürsten! Bestes selbsttätiges Waschmittel! Erprobt u. gelobt! Erhältlich nur in OriginalPaketen, niemals lose.- HENKEL& Co, DÜSSELDORF. Allein Fabr. auch d. allbeliebten Henkel's Bleich- Soda Fast neues Sägewerk 12 Flasche Mk. 2.00( 1/2 Liter) und Schreinerei: Maschinen, 1/1 99 Mk. 3.50( 1 Liter) 2 Mablgänge für Farbe bat Depot: Apotheker Ewald Melchior, St. George's Drogerie, Wetzlar. Bei einem Lesezirkel billig abzugeben H. H. Irle, Freudenberg, Kreis Siegen. Hansa" Feuers, Einbruchs, Diebst- V.A.- G. gegr. 1891, Reserven 8 Mill. fucht auf dem Lande Vertreter geg. bobe Vergüt. General Ag., Sontag, Frankfurt a M., Bürgerstr. 941 fönnen noch einige Mitglieder in Strickmaschinen durch Sterbefälle freigewordene aller Systeme liefert mit u. ohne Stellen sofort eintreten. 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