sil äsche esen!) Waschmittel. nt Blul-, Eiter- und Charle Gerüche und gründlich as Gewebe. Die Wsch eruch der Rasenbleich gelobt! niemals lose. zin. Fabrik. a. d. allbe ch- So Ossen Tnt Sommersprosses Zu beziehen durch cht vorrätig, direkt n, Mecklenbg. ierfreunde, and Gärtner, nd Beamte, in Haustier be ohls am Herzen rlässigsten über gen aus der örse .16, Re 71. ausgestattetes Boft abgeholt ma g. 15 g. benummern! Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) verteljährlich 1,20 m., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 30. Telephon: Nr. 362. Hrbeiter- Kontrolleure. Daß Arbeiter- Kontrolleure, wie sie in manchen Berufen eingeführt, manchmal rein nichts leisten, beweist das System der Sicherheitsmänner für die Bergarbeiter. Man lese in den Jahresberichten der Kgl. Preußischen Bergrevierbeamten. Dort heißt es: beratenen öffentlichen Meinung jene Berggesetznovelle Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 13. April 1912. Nach den ersten Wahlen hat man in der Deffentlichkeit von den Sicherheitsmännern nur wenig vernommen. Nur hin und wieder wurde die Aufmerksamkeit auf sie gelenkt, wenn die dem sozialdemokratischen Bergarbeiterverband angehörenden und von diesem„ instruierten" Sicherheitsmänner sich Uebergriffe hatten zu Schulden kommen lassen. Es sei hier u. a. an den Prozeß der Sicherheitsmänner von Zeche Dorstfeld erinnert, in welchem festgestellt wurde, daß die Leute bei einer unbefugten Weise über Tage vorgenommenen Revision der Grubenlampen eine Anzahl der Lampen vorsätzlich beschädigt hatten. Zum ersten Male seit Inkrafttreten des Gesetzes wird nun die Tätigkeit der Sicherheitsmänner auch in den soeben erschienenen Jahresberichten der Kgl. Preußischen Bergrevierbeamten kritisch besprochen. Einzelne Auslassungen der staatlichen Aufsichtsbeamten seien nachstehend wiedergegeben: Das Grubenunglück von Radbod hatte bekanntlich das Gelegenheitsgesetz betr. die Einführung der GrubenKontrolleure aus Arbeiterkreisen im Gefolge. Ehe noch die Untersuchung über die Katastrophe abgeschlossen war, ehe man wußte, wem die Schuld beizu messen sei, hatte man schon unter dem Druck einer schlecht fertiggestellt, mit der die Arbeiterkontrolleure eingeführt werden sollten, und in kürzester Zeit war das Gesetz trotz eindringlicher Warnungen aus den in Betracht kommenden Kreisen der Industrie und ihrer Beamten auch angenommen. Der Minister erklärte bei EinbringWest- Recklinghausen. Durch die Tätigkeit ung der Vorlage im Preußischen Abgeordnetenhaus, er der Sicherheitsmänner ist eine Erhöhung der Sicherheit sei der Ueberzeugung, daß die Einrichtung von einem gegen die Gefahren des bergmännischen Berufes nicht großen Teil der Arbeiterschaft, der zwar sozialdemokraherbeigeführt. Ost Redlinghausen. Ein Vortisch wähle, aber deutsch denke, als eine Handlung der teil dieser Einrichtung ist bis jetzt nicht erkennbar. Freundlichkeit empfunden und so eine Besserung der Be- attingen. Die Sicherheitsmänner nahmen im ziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern erreicht werde. Wenn Sie die Vorlage annehmen, so schloß er seine Ausführungen, so tun Sie ein sozialpo= litisches Werk, das mehr wiegt, als manches unserer großen sozialpolitischen Gesetze. Sie werden den Weg finden zur Seele eines großen Teils des deutschen Volles. Wie bitter sind diese Erwartungen getäuscht worden! Schon der leidenschaftliche Kampf der Arbeiterorganisationen um die Vorherrschaft bei den Sicherheitsmännerwahlen, der bekanntlich mit einem glänzenden Siege des sozialdemokratischen Verbandes endete, brachte die Erkenntnis, daß die Sicherheitsmänner eher zur Verschärfung der Gegensätze als zum Frieden im Bergfort hoh. Ve bau beitragen würden. Dieser Enttäuschung über die Aufnahme, die das Gesetz bei den Bergarbeitern gefunden hatte, gab der Handelsminister bei der Einweihung des neuen Oberbergamtsgebäudes in Dortmund am 25. Oktober 1909 u. a. mit folgenden Worten Ausdruck: strebsame Leute die über 250 Mari n, um damit für Alleinverkauf eine en und leicht d kels übernehmen Risiko ausgeschl Angebot. Kein ster Erfolg nachw s durch L. R, H uen I. V. Ober Lehrlin fofortigen Eintr Schomber, Walltorftraße Schön öbl. Zim oder ohne Benfle Mühlaaffe 50 Weftanlage at möbl. Zimme Balltorfirok r- Marfie sonst tönnte. peg und mbutter! mungen 10 „ Muß es nicht befremden, zu sehen, daß für die Sicherheitsmänner nicht vor allem die Sachkenntnis und Erfahrung des Gewählten, sondern das Maß seines politischen Radikalismus entscheidend war, und daß die besten Absichten Gefahr laufen, der Wirkung nach in ihr Gegenteil verwandelt zu werden?" Unter Feinden. Roman von Karl Matthtas. ( Nachdruck verboten.) Nee, laß man Schulze," sagte ein anderer, welcher De Silflosigkeit der Damen bemerkt hatte und galanter als fein bärbeißiger Kamerad näher getreten war. Deinen Quatsch verstehen die noblen Madams nicht, benen mußt Du französisch kommen. Uebrigens sehen e gar nicht danach aus, als ob sie blos um zuzukieten gekommen wären. Bleiben Sie man, meine Damen," wandte er sich an Deftree, restez vous a peu. Id werde den Herrn Doktor rufen, docteur crier, der parler francats. Placez vous auf der Veranda. Hier ist das pdeur nicht comme il faut." " Herrjeh, wie Du schön französisch sprichst," ſagte Ehulze verwundert. Davor wohnte ich auch in Französisch- Buchholz_bet Berlin und war Barbier in der Französischen Straße," ntwortete der Gelobte stolz und ging nachdem er den Brauen zwet Sessel dicht an der Treppe hingestellt hatte, den Oberarzt zu rufen. Mit Klopfendem Herzen ließen sich die Damen nieber. Wenige Minuten darauf erschien der Erwartete, en fächsischer Arzt, welcher das Französische vollkommen beherrschte, und ihnen höflich entgegentrat. Nachdem sich Frau von Tarandal und thre Nichte borgestellt hatten, erklärte der Doktor, daß ihrem Hierbleiben nichts im Wege stände. Das Haus set aber von dreißig deutschen und fünfundzwanzig französischen Verwundeten belegt, außendem seien drei Aerzte und fechs Krantenwärter da. " Dennoch ist Platz genug in der geräumigen Villa vorhanden," meinte er.„ Das obere Stockwerk wird nur von uns Aerzten bewohnt, die Wärter kampteren im Souterrain. Neue Patienten dürften schwerlich zu= Eommen, in vierzehn Tagen denke ich überhaupt dieses Not lazarett räumen zu können. Bleiben Sie getrost, Sie - wachsenden Maße von ihren regelmäßigen Befahrungen Abstand. Herne. Es scheint, als ob das Interesse an dieser Einrichtung und an den Erfahrungen immer mehr erlahme. Vielfach sind die Sicherheits= männer abgefehrt, lediglich aus dem Grunde, um sich ihrem unbequemen Po= stere zu entziehen. In den Eintragungen ist meistens nur der Vermerk„ In Ordnung" zu finden. West Essen. Auf einer Schachtanlage beschloß der Arbeiterausschuß, beim Oberbergamt zu beantragen, daß die monatlichen Befahrungen durch die Sicherheitsmänner bis auf anderweitige Anordnung wegfallen sollen. Das Oberbergamt hat diesem begründeten Antrag stattgegeben. Im übrigen wurden bei den Befahrungen irgendwelche wesentliche Mißstände auf keiner Zeche festgestellt. Frankfurt a. O. Die Sicherheitsmänner haben eine bemerkenswerte Tätigkeit nicht entfaltet. Die regelmäßigen Befahrungen wurden in einigen Fällen auch nicht aus eigenem Antrieb, sondern infolge West- Hinweises der Beamten vorgenommen. Halle. Beachtenswerte Mängel sind von den Sicherheitsmännern nicht festgestellt worden. Auf mehreren Gruben bemerkten die Sicherheitsmänner, daß eigent lich eine Befahrung der Grubenbaue ihrerseits nicht notErwendig sei. Halberstadt. Anregung zur höhung der Sicherheit für Leben und Gesundheit der - Kre Arbeiter haben die Befahrungen nicht ergeben. - - find unter meinem Schuße ganz sicher. Wir Deutschen respektieren gern das Eigentumsrecht, und Sie werden freundlichst in Berücksichtigung der traurigen Umstände vorlieb nehmen." " Ich danke Ihnen mein Herr," entgegnete Frau von Tarandal, ich habe es nicht anders erwartet. Indeffen sagen Sie uns aufrichtig, droht uns hier gar keine Gefahr?" " Durchaus nicht. Mein Kollege, der freiwillige Arzt, ist etr gereifter Mann, verheiratet, acht Kinder; der andere könnte deffen Sohn sein; ein unschuldvolles Gemüt, poetisch angelegte Natur. So ist unsere kleine Gemeinde in diesem Hause. Id lege für Sie die Hand in's Feuer." „ Ste beruhigen mich vollkommen, mein Herr," sagte die würdige Dame. Haben Sie hier niemand von den Bediensteten gesehen?" „ Nur einen Mann, der sich als Gärtner ausgab und uns das Haus öffnete." „ Laurence," bemerkte Desiree. " Ich glaube, so hieß er," fuhr der Arzt fort, sich gegen das Mädchen verbeugend. Ich muß annehmen, daß sich die Leute in unverständlicher Flucht entfernt haben. Oder haben sie sich an der Verteidigung der Fabrik beteiligt, welche, wie Sie bemerken können, in Folge dieser Dummheit zusammengeschossen wurde." Frau von Tarandal schwieg, fie fürchtete sich, die näheren Umstände jenes Kampfes zu vernehmen. Aber Desiree zögerte nicht, Erkundigungen über das Schickfal thres Bruders einzuziehen. " Waren Sie Zeuge, als man die Fabrik stürmte oder zerstörte, Herr Doktor?" " Nein, mein gnädiges Fräulein," war die Antwort. „ Wir tame erst hier an, als das Gebäude dort in Flammen stand. So viel ich von den Verwundeten erfahren habe, hat sich drüben eine traurige Episode unseres Krieges abgespielt. Ein junger Feuerkopf hatte den Widerstand gegen unsere Truppen organisiert. Aber " ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. Die die 44 mm breite Inseratenzeile. 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon: Nr. 362. 24. Jahrg. feld. Wesentliches ist von den Sicherheitsmännern im Interesse der Sicherheit nicht geleistet worden; über bedeutungslose Kleinarbeit sind sie nicht hinausgekommen. - Düren. Auf der Grube Diepenlinchen kamen die Befahrungen vom September an in Wegfall. Dies ist das dritte Bergwerk, auf dem der Arbeiterausschuß von der ihm gesetzlich zustehenden Bestimmung Gebrauch gemacht hat. Süd- Gleiwiz. War das Interesse der Sicherheitsmänner an den Befahrungen im ganzen nur ein mäßiges, so erwies sich dies ganz besonders ge= ring, wenn ihnen Gelegenheit gegeben war, an den örtlichen bergpolizeilichen Untersuchungen beizuwohnen. Ein Erscheinen zu dem ihnen rechtzeitig bekanntgegebenen Termin wurde meistens nicht beliebt. Königs= hütte D.-S. Nur in ganz vereinzelten Fällen sind besondere Wahrnehmungen geringfügigen Gefahrencharakters vermerkt worden; begründete dringende Gefahren für das Leben und die Gesundheit der Arbeiter ist von den Sicherheitsmännern nicht festgestellt worden.- ist Beuthen. Die Sicherheitsmänner haben ihre Tätigkeit erheblich eingeschränkt, da bei den anfangs vorgenommenen Befahrungen keine in Betracht kommenden Beanstandungen vorgelegen hatten. Auch in den übrigen Berichten, die Raummangels wegen, hier nicht Platz finden können, kommt fast durchweg zum Ausdruck, daß die Arbeiter der Einrichtung wenig Interesse entgegenbringen, und daß die Kontrolle durch die Sicherheitsmänner zur Erhöhung der Sicherheit nicht beigetragen hat. Diese Auslassungen der staatlichen Aufsichtsbeamten verdienen allseitige Beachtung. Jrgend eine praktische Bedeutung für die Sicherheit in den Gruben ist dem Gesetz, das nach Ansicht des Ministers manche unserer sollte, nicht beizumessen. Praktischen Wert hat es nach großen sozialpolitischen Gesetze in den Schatten stellen wie vor nur für die Sozialdemokratie und ihre Verbände, die sich der Sicherheitsmänner bedienen, um nur Zwietracht zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu läen und Anhänger unter den Arbeitern für ihre umstürzlerischen Ideen zu gewinnen. * Politische Rundschau. Deutschland. Hamburg, 12. April. Nach einem Telegramm aus Alexandrien wurde der deutsche Dampfer„ Pylos" auf der Fahrt von Malta nach Alexandrien von einem italienischen Kreuzer aufgebracht und nach einem italienischen Hafen geschleppt, weil er neben anderer Ladung auch Munition an Bord hatte. Diese war aber für den im Mittelmeer seine Position wurde umgangen, die Franktireurbe sagung niedergemacht, die Fabrit zusammengeschoffen Das ist das gewöhnliche Ende solcher Privatschlachten. „ Und der Anführer jener Patrioten, welche Ste Franttirevrs nennen?" fragte Desiree zitternd. Was wurde aus ihm?" „ Sprechen Sie nicht von dem Feigling," erwiderte der Arzt finster, er hat seinen Lohn „ Seinen Lohn? Mein Herr, ich kann Ste nicht ver stehen!" brauste das junge Mädchen auf.„ Olivier war tein Feigling, er war ein französischer Offizier, deffen Patriotismus man achten muß." ,, Olivier war mein Neffe, der Bruder des Fräulein Bourlier," erklärte die alte Dame. Der Arzt erhob sich. Er blidte Deftree fast feinds lich an. „ Dann erlassen Sie mir wohl die wetteren Erzäh Iunger," sagte er. Ich werde Ihnen die gewünschten Bimmer anweisen lassen." Er ging. Desiree vermochte sich nicht zu fanen. Also tot, mein armer Bruder tot," schluchzte ste, als Frau von Tarandal mit ihr nach den oberen Zim mern hinaufstieg, demselben, welches sie dereinst be wohnt hatte. Sie fand noch alles an seinem Plaze, Möbel, Nippes, Lampen, Pendulen, Vorhänge und Porzellan, nur die Betten und Teppiche waren entfernt, da man sie für die Verwundeten gebraucht hatte. Desiree warf sich in heftigem Schmerze auf eine Ottomane nieder. Frau von Tarandal saß traurig an ihrer Seite. Auch sie war von der Trauerfunde tief ergriffen, aber in dem unabläßlichen Jammer fonnte fie feine Träne mehr vergießen. Gib Deinem Schmerze nicht zu sehr nach, Destree," bat sie ängstlich, als sie bemerkte, daß es wie ein Fieber durch den Körper threr Nichte schauderte.„ Die Todes nachricht trifft uns nicht unerwartet, unsere Hoffnung auf die Rettung Oliviers stand längst auf schwachen Füßen. Er starb für das Vaterland."( F. folgt.) kreuzenden deutschen Kreuzer„ Geyer". Auf Vorstellun gen der Levantelinie, welcher der„ Pylos" gehört, bei dem Auswärtigen Amt, erfolgte die Freilassung des Dampfers. * Wilhelmshaven, 11. April. Der A b= lösungstransport für das Kreuzergeschwader, etwa 1700 Mann, trat mit der„ Patrizia" die Ausreise nach Ostasien an. Oesterreich.ib Budapest, 11. April. Der Heilige Stuhl hat dem österreich- ungarischen Botschafter beim Vatikan offiziell erklärt, er stimme im Prinzip der Errichtung eines griechisch- katholisch- ungarischen Bistums derart zu, daß in den Gebieten des Bistums die Predigten und Gesänge von nun an in ungarischer Sprache, die Liturgie in altgriechischer Sprache gehalten werden. Das neue Bistum zählt 180 000 Seelen, von denen 150 000 Ungarn sind. Wien, 9. April. Gestern fand im Schloß Wallsee in Anwesenheit des Kaisers Franz Joseph die Verlobung der Erzherzogin Elisabeth Fran ziska, der ältesten Tochter des Erzherzogs Franz Salvator und der Erzherzogin Marie Valerie, mit dem Grafen Georg von Waldburg 3eil statt. Der Bräutigam der 22jährigen Erzherzogin ist der 34jährige Die Dragoner- Oberleutnant Graf Georg Woldburg. Verlobungsfeier fand im engsten Familienkreise statt. Kaiser Franz Josef erhob sein Glas auf das verlobte Paar und wünschte ihnen alles Glück. Schweiz. Wert * Da Kaiser Wilhelm besonderen darauf legt, den Manövern des dritten schweizerischen Armeekorps zu folgen, hat das Programm des Kaiserbesuches in der Schweiz Abänderungen erfahren. Kaiser Wilhelm wird am 3. September in Zürich eintreffen und vom Bundesrat begrüßt werden. Von hier aus wird er bis zum 5. September den Manövern folgen. Am Nachmittag des 5. September wird sich Kaiser Wilhelm dann über Bern direkt nach Jnterlaken begeben. Der 6. September ist einem Ausfluge ins Gebirge, insbesondere einer Fahrt mit der Jungfraubahn, gewidmet. Am 7. September erfolgt die Rückreise im Automobil über den Brüningpaß und Luzern. Der vom Kanton Waadt besonders gewünschte Besuch des Genfer Sees ließ sich nicht ins Programm aufnehmen. * Frankreich. Darmstad Felhaften begaben wind fehrten ab Darmstad be56 Der Oberh. Obstbauverein hielt in Rückkehr nach Berlin der Kaiserin in Bad- Nauheim seine Friedberg eine Kreisversammlung ab, die sich u. a. Aufwartung zu machen gedenkt. mit einem Antrag des Ortsvereins Bad- Nauheim Stettin, 12. April. Bei einer Uebung in der pommerschen Bucht stießen in der letzten Nacht die schäftigte, dahingehend, den Kreis- und Ortsvereinen beiden Torpedo boote, G. 193" und„ G. 195" zu- die größtmögliche Selbständigkeit zu geben. Nach lebhaftem Meinungsaustausch wurde der Antrag schließlich sammen. Der Zusammenstoß war so heftig, daß das in etwa folgender Fassung angenommen:„ Unter AufVorderschiff von„ G. 195" etwa 2 Meter lang umgerechterhaltung des Provinzialobstbauvereins sollen die bogen ist. Außerdem weist das Boot einen Meter unter der Wasserlinie ein großes Leck auf.„ G. 193" Ortsgruppen und Kreisverbände mehr selbständig auswurde mittschiffs getroffen und erlitt unter der Wasserlinie ein bedeutendes Leck. Das Torpedoboot„ G. 192" nahm die beiden havarierten Schiffe ins Schlepptau und dampfte mit diesen nach Kiel. Ein Verlust an Menschenleben ist bei dem Unfall glücklicherweise nicht zu beklagen. Schnee und Kälte. Der Wetterum schwung ist in den letzten Tagen über ganz Deutschfand gekommen. Aus allen Teilen des Reiches * wer= der 3weiter Sigung ab un artandelen Wah dem die einzeln on der Regier gestaltet und namentlich mit eigenen Mitteln ausgestattgten Referente tet werden." n Gießen. Innerhalb des„ Mittelrheinischen Verbandes Evang. Arbeitervereine" hat sich eine VerLusidhub, meift er Abg. Merte 11. Wahlkreis einigung von mehreren oberhessischen und nassauischen helfen) und Vereinen gebildet, die einen engeren wirtschaftlichen Zu- für gültig 3 sammenschluß erstrebt. Bis jetzt haben sich dem Verbande, der unter der Leitung von Oberbibliothekar Dr. Heuser Gießen steht, die Vereine von Wetzlar, Marrmeten Arebel htverhandelt we l nicht zugegen den schwere Schäden infolge des Schneesturmes gemel- burg, Gießen, Homburg v. d. H., Friedberg und Butz- ahlen wurden d schwere Schneestürme. Von der schwäbischen Alb und dem Schwarzwald wird starker Schneefall gemeldet. Das obere Neckartal bietet ein vollständiges Winterbild. Es sind Schneeverwehungen bis zu einem halben Meter vorhanden. Nach dem Wetterbericht der Deutschen Seewarte hatten am 11. April, vorm. 9.30 Uhr, Hamburg -0,2 Grad Celsius und Schnee, Hannover plus 1 und Schnee, Berlin plus 0,4 und Schnee, Dresden-1 und Schnee, Breslau-1 und Schnee. Auf der Zugspitze wurden 19 Grad Kälte gemessen. In Nord- Europa herrschten durchaus winterliche Temperaturen, so in Kopenhagen-1, Stockholm-6, Haparanda-13, Petersburg-3 Grad. Nachdem schon am Mittwoch wiederholt mit Schnee untermischte, starke Regenfälle statt gefunden, fiel in der Nacht zum Donnerstag bei zeitweilig zum Sturm auffrischendem und nach Nord herumdrehenden Wind und bei einem Sinken der Temperatur bis auf den Gefrierpunkt in fast ganz Deutschland Schnee, der allerdings im Gegensatz zu nördlicheren Gegenden zu Lübeck, Kopenhagen und vor allem Stock= holm mit Standinavien nur eine dünne Decke bildete. Aehnliche Aprillandschaften mit einer größeren Schneedecke hat es im laufenden Jahrhundert erst zweimal in Norddeutschland gegeben am 19.- 20. April 1903 und am 7.- 8. April 1905. Zurzeit scheint der Wetter= Paroxysmus überwunden zu sein, und es dürfte nun wohl langsam besseres, wenn auch anfangs noch kaltes und durch Nachtfröste charakteristisches Wetter zur Geltung kommen, freilich nur, wenn das Steigen des Barometers anhält. Paris, 12. April. Der„ Matin" berichtet: In* Zittau. Der Wahl des Bürgermei folge der vom Marineminister Delcassee angeordneten sters Dr. Rath- Borgstädt, der zugleich fortschrittl. wiederholten Besichtigungen der Pulvervorräte sei fest- Landtagsabgeordneter ist, zum Oberbürgermeister der gestellt worden, daß auch gewisse neue Pulver- Stadt Zittau wurde von der Kreishauptmannschaft forten feineswegs alle erforderliche Sicher Bautzen die Bestätigung versagt. Als Gründe heit bieten. So habe das erste Geschwader in Toulon werden lediglich die persönliche, nicht aber die politische Pulvervorräte ausschiffen müssen. Stellung angegeben. Türkei. * Nach einer anscheinend offiziösen Meldung wurde der Vermittlungsschritt, den die fünf Mächte in Konstantinopel unternehmen sollten, im letzten Augenblick verschoben, da die Mächte sich an geblich nicht endgültig einigen konnten. Nord- Amerika. Aus Stadt und Land. Gießen, den 13. April 1912. n Gießen. Der Großherzog hat das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für Verdienste dem Vizefeldwebel a. D. Stühler, seither im InfanterieRegiment Kaiser Wilhelm( 2. Gr. Hess.) Nr. 116, verliehen. n Gießen. Der Direktor der Universitäts- AugenBay City( Michigan). Die Er bitterlinit, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Adolf Vossius, kann im April d. Js. auf eine 25jährige Tätigkeit als ung zwischen den Anhängern Tafts und RooseUniversitätsprofessor zurückblicken. velts tam auf dem republikanischen Staatskonvent zu einem heftigen Ausbruch. Eine allgemeine Rauferei folgte. Endlich mußte Polizei und Miliz geholt werden. Die Anhänger Roosevelts zogen sich zurück, nachdem sie Delegierte ihrer Richtung zum Nationalfonvent gewählt hatten. Die Anhänger Tafts nahmen darauf ihrerseits die Wahl noch einmal vor und der Nationalkonvent wird über die Rechtmäßigkeit dieser beiden Delegiertenwahlen zu entscheiden haben. Aus aller Welt. s Darmstadt. Die Abreise der Großherzoglichen Herrschaften nach Rußland ist auf morgen Sonntag, 14. April, festgesetzt worden. Die Kaiserin wird voraussichtlich am 3. Mai Homburg v. d. H. eintreffen und dort in Bad mehrere Tage im Schlosse wohnen. Nach den bisherigen Dispositionen dürfte auch der Kaiser nach Beendig ung des Wiesbadener Aufenthalts zum Besuch der Kaiserin für einige Tage nach Homburg kommen. * Der Reichskanzler hat am Donnerstag an Bord der„ Kolberg" Korfu verlassen. Er begibt sich der über Brindisi nach Deutschland, wo er noch vor Pfeil dreieck- Seifen sind die besten die be Verkaufsstellen durch dieses Plakat kenntlich. Fabrikant August Jacobi, Darmstadt. Jon Gießen. Zu dem Jubiläum unseres 116. Jn fanterie- Regiments( Kaiser Wilhelm) werden die umfassendsten Vorbereitungen getroffen. Die Feier, für die man die Teilnahme des Kaisers als Regimentsinhabers erwartet, ist für den ersten Samstag und Sonntag im Juni 1913 geplant. Festplatz soll der„ Trieb" sein, wo eine Festhalle errichtet wird. Das Programm umfaßt u. a. eine Festvorstellung im Stadttheater mit lebenden Bildern aus der Geschichte des Regiments, festlichen Feldgottesdienst auf dem Trieb, Parade, Festessen, bataillonsweise Feiern der ehemaligen 116er. Jeder Teilnehmer soll ein Gedenkblatt und eine Erinnerungsdent münze erhalten. Eine Geschichte des Regiments ist in Vorbereitung. n Gießen, 11. April. Der Kongreß für Fa= milienforschung, Vererbungs- und Regenerationslehre, zu dem sich eine große Anzahl Gelehrter von Ruf eingefunden hat, wurde gestern abend mit einer offiziellen Begrüßung im Hotel herzog eingeleitet. Unter den Teilnehmern, deren Zahl inzwischen auf 160 angewachsen ist, befinden sich u. a. Gelehrte aus Desterreich- Ungarn, Schweiz, Rußland, Finnland, Belgien, Italien, Türkei. Geh. Rat Professor Dr. Sommer, dem als dem geistigen Vater und Organisator des Kongresses von allen Seiten herzliche Anerkennung zuteil wurde, begrüßte die Gäste und gab eine kurze Uebersicht über das Programm des Kongresses, das eine Entfaltung und Weiterentwickelung der im si tra vorausgegangenen Kursus ausgeführten, hauptsächlich die Methodenlehre behandelnden Themen darstellt. Heinrich Stern:: Wetzlar Spezialhaus für moderne Herren- und Knaben- Bekleidung sowie Arbeitskleider für jeden Ber Feste billige Preise. Grösste Auswahl. Hess. Landwirtschaftskammer. In diesem Jahre ist wiederum von der Landwirtschafts= fammer ein Ankauf von Zuchtfohlen in Belgien und Oldenburg beabsichtigt. n Gießen, 13. April. Die 27. Hauptversammlung des Hessischen Oberlehrer- Vereins tagte gestern am Freitag und heute Samstag in den Mauern unserer Universitätsstadt. Geh. Schulrat Dr. Hensell- Gießen hielt einen Vortrag über„ Die freiere Gestaltung des Unterrichts in den höheren Klassen". in Wetzlar zu ihrer ersten Konferenz zusammen. Auf ani andeten Wah der Tagesordnung stehen zwei wichtige Vorträge über Regierung no „ Die Reichsversicherungsordnung"( Referent H. Kirchner- ge rachter Aftens Frankfurt a. M.) und über„ Die Jugendpflege"( Referent Pfr. Loos- Butzbach). Gie n Gießen. Die Schweinemärkte sind in ßen von dem Kreisamt unter gewissen Bedingungen wieder gestattet worden. Der erste Markt findet am 17. April statt. Die Abhaltung der Rindviehmärkte ist wegen der immer noch drohenden Seuchengefahr bis auf weiteres ausgesetzt. n Gießen. In der Frankfurterstraße wurde gestern nachmittag einem Jungen durch einen Steinwurf eine so schwere Verwundung beigebracht, daß derselbe in der Klinik Hilfe suchen mußte. Eine bessere Beaufsichtigung der Kinder wäre hier am Plazze. ge n Gießen. In der Bahnhofstraße wollte stern nachmittag ein Herr die in voller Fahrt befindliche elektrische Bahn noch benutzen. Er sprang auf, verfehlte aber den Tritt und wurde eine Strecke mitgeschleift, bis bracht, wenn die Türen des Wagens während der Fahrt es ihm gelang, festen Fuß zu fassen. Es wäre angegeschlossen blieben, sodaß es unmöglich wäre, während derselben noch Passagiere aufzunehmen. n Gießen. In der Uniform eines preußischen Försters erschwindelte vor einigen Tagen hier ein Unbekannter ein Fahrrad. o In den letzten Tagen wurden 6000 Stück Bach forellenbrut in die Ohm bei Burg- Gemünden, 2000 Stück bei Ruppertenrod und 1000 Stüd bei Ober- Ohmen eingesetzt. ( Frauen ausendjä Бал leeitigt m en Gebra dr. Wege oiden fin bronische erstörung emer's T he sowie norrhoids nen, und ung. Pr ucisten po nicht ig an di elichaft, o Grebenhain. Bei der am 28. März im Domanialwald der Oberförsterei Grebenhain abgehaltenen Holzversteigerung wurden folgende Preise erzielt: Kronprin Für Brennholz pro Rm. in Mark: Buche Sch. 5,72, Kn. 4,55; Ahorn Kn. 4.00. = 10 Bad Nauheim, 11. April. Die Kaiserin ist von ihrem Kuraufenthalt und ihrer Wohnung im Sanatorium Groedel sehr entzückt und fühlt sich dort sehr behaglich. Heute vormittag nahm die hohe Frau hier ihr erstes Bad. Es ist zu wünschen, daß die Kur recht guten Erfolg haben möge. o Auf dem Hoherodskopf herrscht 6 Grad Kälte. Der Schnee liegt 25 Zentimeter hoch. o Büdingen. Uebertragen wurde am 9. April dem Lehrer Arthur Bramm zu Hirzenhain die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Obbornhofen. der ):( Limburg. Ein Provinzial- Parteitag Fortschrittlichen Volkspartei in Hessen- Nassau findet am Sonntag, den 21. April, hier gemeinsam mit der Nass. Landesversammlung der Fortschrittl.chen Volkspartei statt. Es werden sprechen Pfarrer Korell- Königstädten und Reichstagsabgeordneter K o psch. ):( Kassel. Die Stadt Naumburg( Bezirk Kaffel) hat einen Zuschuß von 50 000 Mark bewilligt für den Bau einer Bahn von Naumburg nach Nezze. Durch die neue Bahn wird eine Verbindungslinie zwischen den Strecken Kassel- Naumburg und Wildungen- Corbach- Bri lon geschaffen werden. Auch für die geplante Bahnver die bindung Wolfshagen- Naumburg- Friklar wird Stadt Naumburg einen Beitrag leisten. G cine s Darmstadt. Der Großherzog hat wegen des Ablebens der Herzogin Wera von Württemberg Hoftrauer vom 11. bis einschließlich 15. April ds. Js. 3. D. Frizz Kraemer unter dem Familiennamen„ von angeordnet und dem Flügeladjutanten a la suite Major Kraemer- Elſterſtein" den hessischen erblichen Adelsſtand verliehen. Stop 40 19 ichid 1919 19UTA D Millionen winken täglich Hortfuninnus Malzlaffen. and + diflish! Abid d Das Gehalt mocht' 61 Der Fra Bei wie Pro täti Gen Geor Reinh ell get Jahren litt Nid, alle dagegert an te toaren ohne Gr bei Röhren br Oneine Schmerzen g St.. M. in Dr eblich hoffte, bon GIC Rheuma gebeilt tich warm empfohle ellen, Dreis der bften der Aur ohne gto. Machener 6.m.6. MA 4: Adlerdrogerie Liwendrogerle Victoriadrogerie: ein hielt in s Darmstadt, 12. April. Die Großherzoglichen rienschaften begaben sich gestern vormittag im Auto nach und fehrten abends 6 Uhr wieder zurück. b, die fich u. a. -Nauheim be Ed Ortsvereinen en. Nach leb Intrag schließlid n: Unter Auf ins follen die Selbständig aus itteln ausgestat Mittelrheinischen s Darmstadt. Der Wahlprüfungsaushuß der Zweiten Kammer hielt Freitag vormittag ne Sigung ab und beschäftigte sich eingehend mit den anstandeten Wahlen zur Zweiten Ständekammer. ahdem die einzelnen mit der Prüfung der Akten und r von der Regierung veranstalteten Erhebungen beftragten Referenten Bericht erstattet hatten, beschloß r Ausschuß, meist einstimmig, die beanstandeten Wahat der Abg. Merkell( 5. Wahlkreis Starkenburg), Aubeschäftigt zur Zeit die Kgl. Regierung zu Wiesbaden. Nach einem sachverständigen Gutachten hofft man, dieses altehrwürdige Naturdenkmal durch künstliche Düngung erhalten zu können. Dazu sollen den Aesten zweckentsprechende Stützen gegeben werden. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde in Gießen, Samstag, den 13. April. In der Stadtkirche. fich eine Ber( 11. Wahlkreis Starkenburg), Schott( 3. Wahlkreis Nachmittags 2 Uhr: Beichte. nd nassauischen heinhessen) und Wolf- Stadecken( 8. Wahlkreis Rheinrtschaftlichen Zu fich dem Ver bibliothekar Dr. Wezlar, Mar ffen) für gültig zu erklären. Ueber die Wahl des Abgordneten Kredel( 1. Wahlkreis Starkenburg) fonnte icht verhandelt werden, da der Referent Abg. Grünewald nicht zugegen war. Von den nicht beanstandeten oberg und Buzahlen wurden die der Abgg. Heerdt- Mainz und Steue Vereinigung chan- Worms für gültig erklärt. Bezüglich der nicht jammen. Auf anstandeten Wahl des Abg. Korell- Königstädten soll Vorträge über de Regierung noch um die Ergänzung einiger nicht Ent H. Kirchnerigebrachter Aftenstücke ersucht werden. dpflege"( Reje sind in Gie n Bedingungen beffere Beauf Take. Fahrt befindliche Es wäre ange ):( Frauenstein. Die Frage der Erhaltung x tausend jährigen Linde zu Frauenstein t findet am 17. hmärkte ist we gefahr bis auf traße wurde ge beseitigt man am sichersten durch nen Steinwen Gebrauch von Sanitätsrat daß derfelber. Wegener's Tee. Hämorr boiden sind größtenteils durch e wollte ronische Verstopfung und Les ng auf, verfehl berstörung verursacht. Dr. Wemitgefchleift, bis gener's Tee beseitigt die Ursate thrend der Fair the sowie die vorhandenen Häwäre, währen morrhoiden. Angenehm zu mehines preußische men, and prompt in der Wirn hier ein Us Hung. Preis mit. 150, in den 000 Stud Bob meisten Apotheken zu haben, Gemünden, two nicht vorrätig wende wan sich an die Ferromanganin- Ge= 28. Marfellschaft, Frankfurt a. Main, Breife erzielt Kronprinzenstraße 55. Hämorrhoiden nhain Un uche Sch. 5,72 Die Kaiserin i Bohnung im G hlt sich dort sehr hohe Frau hir aß die Kur red herrscht 6 Gra = hoch. en wurde am u Hirzenhain d ule zu Obborn -Parteitag de Raffau findet a am mit der Na Volfspartei flat Rönigstädten un urg( Bezirk Ro bewilligt für Neze. Durch d ie zwischen de ngen- Corbach- B eplante Bahnve lar wird . g hat wegen Bürttemberg c 5. April ds. De a la fuite Maj miliennamen, p Slichen Adelsfta lan tog Marly Waffen Fall mouft's Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Pfarrer Ausfeld. Sonntag, den 14. April, Quasimodogeniti. Nachmittags 2 Uhr: Beichte. Kollekte für die Armen. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vorm. 9½ Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Matthäusgemeinde. Feier des hl. Abendmahls. Pfarrer D. Schlosser. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vorm. 9½ Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Johannesgemeinde. Feier des hl. Abendmahls. Pfarrer Ausfeld. Nachm. 2 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. „ Wartburg", christlicher Verein junger Männer. An jedem Sonntag, abends 8 Uhr: Bersammlung und Vortrag, Gemeindehaus Kirchstraße 9; Dienstags, abds. 8 Uhr: Bibelstunde, Weßsteinstraße 38; Mittwochs, abends 8 Uhr: Turnstunde in der Turnhalle der StadtSpiel- Abend, Wetzsteinstraße 38. 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Jahrhundert zurückreicht und im Mittelalter, gerade auch in der Hanse unter Kaufleuten, wie Schifder ,, Armen Seefahrt" verwachsen, dieser frommen und milden Stiftung, die aus den Stürmen der Reformation in neuer, veredelter Gestalt geboren wurde. Sie war eine gemischte Gildenbildung, halb noch eine religiöse Bruderschaft, die den hochgesteigerten Gefahren, der unverschuldeten oder leichtsinnigen Armut und anderen charitativen Bedürfnissen des rauhen Sceberufes mit christlicher Fürsorge nachging, halb eine weltliche Genossenschaft zur geordneten und gemeinsamen Vertretung der Gerechtsame und Interessen des Schifferstandes, gemischt ferner auch darin, daß sich, wenigstens seit dem Bau ihres ersten, eigenen Hauses 1561, ihre Spitze aus einer doppelseitigen Vertretung, aus den 8 Oberolden( Oberalten) und 22 Olderten der Schiffer und aué 4 kaufmännischen Vorstehern bildete Während aber ,, de gemeene Koopmann", die alte Raufmannsgilde noch im Kollegium der Alterleute und im Schütting eine gesonderte Körperschaft beibehielt, verschmolz die ursprüngliche Schiffergesellschaft immer ausschließlicher mit dem Hause Seefahrt und prägte ihm ihren Geist auf. Das Haus Seefahrt in Bremen. Mancherlei fern eine besondere Blüte entfaltete. leibhafte Bettern, die es in Hamburg, Lübeck oder sonst in dem gern schmausenden Niedersachsen, ja auch in Bremen selbst, 3. B. in der früheren, von seltsamen Zutaten umrankten Cuappenmahlzeit der Fischerzunft oder in den Schüttingfesten hatte, sind eingegangen, aber seine überkommene Einrichtung hat sich zäh und ohne Unterbrechung, auch unter wechselnden Zeitläuften und Zeitbedürfnissen, gleich einem teueren Familienerb- und-prunkstück zu erhalten gewußt. Seine Anfänge sind eng mit der ältesten Geschichte Die zu seiner Unterhaltung nötigen Einkünfte hatte man seit alters, wohl weit zurückliegend in die Hanse, aus allerlei Abgaben, aus sogenannten Gottespfennigen, Gelübdespenden, Brüchen( Bröken, Strafgelder für Versehen und Vergehen an Bord) und ähnlichem geClaviersp ner's Rothenberger, und Antiquitäten 18. en Stundenplan s ters 1912 5. April. 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Dies erweiterte und für die damalige Zeit wohl schwierigere Rassenwesen erforderte neue Hände, so wurde zur Einziehung und Verwaltung der Einnahmen und Ausgaben ein besonderes Amt, das der Schaffer" eingerichtet. Ihr Name, der nicht nur in Bremen, sondern auch weiter in Deutschland, 3. B. in manchen Klöstern, im Regens burger Frauenhospital, für Geschäftsführer, Geldverwalter gang und gäbe war, deckte sich mit ihrer genau umschriebenen Tätigkeit. Von ihr und ihrer Führung hatten sie jährlich vor einer Versammlung sämtlicher Schiffer genaue Rechnung abzulegen und für sie Entlastung zu suchen; ihre Zahl betrug vier, je zwei aus Schiffer- und Kaufmannskreisen. Neben und über ihnen erstatteten dann aber noch die Vorsteher von den Oberalten eine weitere Rechenschaft über den Betrieb und das Wachstum des Hauses( von wegen des Huses Upkumst). Dadurch mochten sich teilweise Wiederholungen und Reibungen bei der Decharge ergeben, auch lief das Kassenwesen, einmal eingelebt, von selbst wohl glatter, und so fielen rasch genug die finanziellen Aufgaben der Schaffer an die höhere Instanz der Vorsteher wieder zurück. Es blieb jenen nur noch ein einziges und eigenartiges Ehrenamt: das jährliche Gildenmahl, das mit der Rechnungsablage verknüpft war, die damals kurz vor Ende des Winterlagers und vor dem auf den aber seine tiefere Ausgestaltung zu einem Bruderfest der bei ihm vereinten Kaufmannschaft und Schifferei und sein gemütvoller Sinn als letztes, frohes Abschiedsmahl für Männer, die nun aufs neue den unbekannten Gefahren des Meeres und dunklen Losen entgegengin= gen und von den nassen Pfaden, auf denen oft nur eine hölzerne Planke vom Abgrund des Todes trennte, Das vielleicht nie mehr zur Heimat wiederkehrten. waren Gründe genug, warum gerade diese Einrichtung tiefere Wurzeln als andere schlug und alle Stürme und Wechsel der Zeiten wie ein wetterfester Eichbaum überdauerte. Denn von der Reformation an bis heut ist sie in unveränderter Treue fortgesetzt worden und hat sich aus bescheidenen Reimen zu immer mehr Ansehen und auch Pracht entwickelt. Während sich das Mahl im ersten Jahrhundert in schlichten Formen hielt und von den Chroniken kaum besonders erwähnt wurde, nahm es vom 17. ab, das unter den Greueln der dreißig Blutjahre ja das geſamte Leben in Deutschland verwüstete und verwilderte, immer üppigere, selbst ausschweifendere Ausdehnung an; die erste Rechnungsmahlzeit genügte nicht mehr. Wer die Zeitromane des Christophel von Grimmelshausen und zwar nicht nur den Simplizissimus, sondern mehr noch die anderen, wie das wunderbare Vogelnest oder die LandstörzerinCourage oder auch die Selbstbe= kenntnisse des schlesischen Ritters Hans von Schweinichen, etwas näher kennt, kann sich aus diesen Zeitspiegeln ein ungefähres Bild machen, wie es dabei zugegangen sein mag; u. a. wurde es ein beliebtes Vergnügen, das starke Mummenbier, das für die Schaffermahlzeit besonders wie heute unsere Bockbiere etwa- eingebraut und Seefahrtsbier getauft wurde, dadurch auf seine Güte zu erproben, daß man es auf eine Bank ausgoß und nun mit der ledernen Hose versuchte, ob man kleben blieb oder nicht. Die silbernen Humpen, aus denen beim Um trunk das Seefahrtsbier getrunken wird. 22. Februar angesetzten Wiederbeginn der Schiffahrt zu erfolgen pflegte, zu rüsten und herzurichten. Ihr Name paßte, wenn er auch zuerst einen anderen Sinn getragen hatte, vortrefflich dazu, indem„ Schaffen" viel für das Schaffen von Essen und Mahlzeit gebraucht wurde; ja vielleicht bildete sich hier eine sprachliche Brücke zwischen Amt und Wort. An sich war die alte ,, Rechnungsmahlzeit" ein sehr natürliches Ereignis, bei den tafelfrohen niederdeutschen Seeleuten noch natürlicher, als sonst schon nach guter deutscher Sitte; derartige genossenschaftliche, amtliche, halbamtliche Schmäuse werden aus allerlei Anlaß, im Rathaus, Schütting, bei den Zünften, Innungen, Gilden, Bruderschaften ohne Unterschied geübt; was aber dem Schaffermahl in Bremen doch eine erhöhte Bedeutung verlieh, das war einmal die vorherrschende Stellung von Schiffergesellschaft, Schiffahrt und Seefahrtseröffnung, deren Lenzbote das Mahl wurde, dann Das Mahl wird stets am zweiten Freitag des Fe bruars gehalten, so sehr sich inzwischen auch die Bedingungen der Schiffahrt technisch verändert haben. Auch die Stunde des Beginns ist nach alter Mode verhältnismäßig früh am Tage- bald nach Mittag- gegen zweieinhalb Uhr angesetzt. Vorbereitungen, Anschaf= fungen, Kosten des Festes ruhen nach wie vor bei den Schaffern; jedes Jahr werden 9 neue erwählt, und zwar 6 Kapitäne und 3 Kaufleute, welch letztere die Ausgaben dafür zum größten Teil zu tragen und auch die offiziellen Reden zu halten haben. Da das Schaffen teuer ist, können es natürlich nur vermögliche Großkaufleute übernehmen. So sind unter den alten und jungen Schaffern die Namen der besten Bremer Firmen Internationale Weltblitze. Internationale Weltblitze. 7 Nach dem Schaffermahl. Im Anschluß an den Artikel„ Die Bremer Schaffermahlzeit" bringen wir noch das nebenstehende Bild, das den Grafen Zeppelin und den Direktor des Norddeutschen Lloyd, Regierungsrat a. D. Pezzet im Kreise der Teilnehmer nach dem Mahl zeigt. Wie auf dem Bilde zu sehen ist, treten nach dem Mahle auch die langen weißen Tonpfeifen in Aktion. Nach der Schaffermahlzeit in Bremen.( XX Graf Zeppelin und Lloyddirektor Petzet. Por kurzem ist der bekannte samoanische Häuptling Mataafa geſtorben. Mataafa war dreimal König der Samoaner. Zuerst 1888, wo er auf Veranlassung der Amerikaner durch die Anhänger Malietoa Laupepas zum Gegenfönig gegen Tamasese aufgestellt wurde. Es gelang ihm bald, sich in den Besitz von Apia zu setzen, wo er sich verschanzte und von wo aus er dauernd die Europäer auf Samoa beunruhigte. Im Januar 1889 gelang es ihm, ein deutsches Detachement, das von der Korvette„ Olga" an Land gesetzt war, fast vollständig aufzureiben und das deutsche Konsulat in Brand zu setzen. Die Samoakonferenz von 1889 setzte ihn ab, und statt seiner wurde Malietoa Laupepa von den Vertragsmächten anerkannt. 1893 wurde er von seiner Partei aufs neue zum König gewählt, und wieder begannen die Unruhen auf Samoa. Diesmal glückte es Mataafa jedoch nicht, sich der Herrschaft zu bemächtigen, und nach einer schweren Niederlage durch den von Deutschen und Engländern unterstützten Malietoa wurde er nach den Marschallinseln verbannt. Als Malietoa 1898 gestorben war, wurde Mataafa zum dritten und letzten Male zum König von Samoa ausgerufen. Seine Wahl war auch diesmal der Ursprung zahlreicher Wirren und Kämpfe, die erst beendigt wurden, als die Mächte 1899 Samoa seine Selbständigkeit nahmen und es aufteilten. Der heutige Tag bringt übrigens die 23. Wiederkehr des Unglückss tages, an dem im Hafen von Apia die deutschen Kriegsschiffe„ Adler" und „ Eber" in einem furchtbaren Sturm untergingen. Eine Eisenbahn über das Meer. Einer der Viadukte der Ostküstenbahn von Florida. Mataafa †. In Präsidenten Saft wurde Eisenbahn eingeweiht, die wohl als der kühnste Eisenbahnbau der Gegenwart bezeichnet werden kann: die Ostfüstenbahn von Florida, die vom Festlande aus etwa 180 km weit über Meer und Inseln bis nach dem südwestlich von der Südspite Floridas belegenen Hafen Key West geht. Hierdurch und mit Hilfe der Dampferverbindung zwischen Key West und Havana( 8 Stunden Fahrt) ist eine unmittelbare Verbindung von New York ober Chicago nach Ruba hergestellt worden. Die Ozeanbahn beginnt bei Miami, dem bekannten Badeort an der südöstlichen Küste Floridas, geht erst durch Sumpfgebiete und dann vom Meeresstrande aus über die Inselkette, die sich bis Key West hinzieht. über nicht weniger als 41 Inseln, sogen. Keys, die auf Korallenriffen aufgebaut sind, führt der merkwürdige Eisenbahnweg. Die neue Ozeanbahn ist nicht nur eine der fühnsten, sondern auch interessantesten Eisenbahnen, indem sie über Inseln mit tropischer Pflanzenwe.t und durch prächtige Schwammfischereigründe weit aufs Meer hinausgeht. Darum wird sie auch die Touristen in Scharen anlocken. G pun ung anu gino un ang pan - ли Бош фәл" Б?!" Фаф" иәшлә иәлә и! Бинбәра ли ишарии vдиия шv un vpjuu wa я шәптә пен әләнә әәләди обл шәә илә шәфи и изба S 6 Madrider Momentbilder. formte Züge; thre dunklen Augen blitzen vor Aufregung und verraten dem Beobachter die Grausamkeit, die in der Seele dieser schönen, sonst so weichen, träumerischen Geschöpfe schlummert. In den Logen, die ringsum das Amphitheater krönen, hat die gesamte vornehme Welt der Hauptstadt Plaz genommen. Auch hier eine Fülle von Blumen und überall als Kopfschmuck die dekorative Mantilla. Es ist dies die einzige Gelegenheit, wo selbst die vornehmste Spanierin den modernen Hut verschmäht und sich dem Volke in der glänzenden uralten Tracht zeigt, die sonst nur mehr bei Hofe üblich ist. Rosen winden sich um die Säulen der Logen, bedecken die Balustraden bis hinab zur Arena; hier und dort funkelt das spanische Königswappen in der Sonne; dazu die bunte tausend= köpfige Volksmenge, zu Häupten der strahlende, tiefblaue Himmel, zu Füßen die schimmernde Arena: wahrlich ein einzig schöner, unvergeßlicher Anblick. vor Don Mazzantini, dem Präsidenten der heutigen Corrida, der von dem Palco un mittelbar neben der Königsloge das ganze Stiergefecht leitet. 1131111 Dröhnender Applaus erschallt plötzlich von allen Seiten, man erhebt sich von den Sitzen, die Nationalhymne erflingt umgeben von einem glänzenden Gefolge ist der König in Admiralsuniform erschienen. Er tritt an die Brüstung und dankt lächelnd für die ungemein herzliche Ovation seines Volkes. Seine Züge leuchten vor Freude, es ist das Bild eines glücklichen Menschen. Jetzt ertönen Trompetenstöße; vier Herolde in altspanischer, Tracht reiten in die Arena und treiben die letzDie Stierkampf- Arena in Madrid. ten Säumigen hinaus. Allgemeine Stille ist eingetreten: aller Augen richten sich auf das große Einlaßtor ge= genüber der Königsloge. Wieder ein schmetterndes Signal, und es erscheint, vom brausenden Jubel des Volkes begrüßt der glänzende Zug des gesamten" Paseo de la Cuadrillas"( sämtlicher im Stierkampf auftretender Fechter). Boran schreiten die drei Espadas in dem prächtigen, reich mit Gold gestickten Kostüm der Toreadors, das aller Welt durch Bizets unsterbliche Oper bekannt ist. Die dunkelroten Capas über die linke Schulter geworfen. Hinter ihnen folgen die zehn Banderilleros, die mit den kurzen Lanzen( Banderillas) ausgerüsteten Fechter, und Capadores, die das Spiel mit dem roten Mantel( Capa) ausführen, ebenfalls in glänzenden, Endlich goldverbrämten Kostümen. zu Pferde die sechs Picadores( Lanzenreiter) in der altspanischen Tracht Der Caballeros mit großem Krempenhut und eingelegter Lanze. Den Abschluß bilden rot und blau befrackte Diener mit den Maultiergespannen, welche die Kadaver der Pferde und die getöteten Stiere aus der Arena schaffen. Begleitet vom lauten Jubel der Menge bewegt sich der glänzende Zug in langsamem, feierlichem Schritte durch die Arena, gerade auf die Königsloge zu. Jetzt machen sie Halt; den Hut in der hocherhobenen Rechten, die Capa in der Linken neigen sie das Haupt und grüßen ihren König. Dann verneigen sie sich Der Escorial. In weitem Bogen wirft er den Schlüssel zum Toril in die Arena. Die Corrida ist eröffnet. Wie ein unzugängliches Zauberschloß erheben sich des Nachts die Silhouetten der Kuppel und der Turmnadeln des Escorials unter dem funkelnden Sternenhimmel Rastiliens, gehütet durch Wüsten und Bergfetten, im Panzer seiner Mauern, vier wachthaltende Riesen in den Ecken um ein hochragendes Heiligtum in der Mitte, das Tabernakel eines heiligen Grals, ein Gea häuse mystischer, unnahbarer Schätze. An gelehnt an die schroffe Gebirgskette der Sierra, deren Ausläufer nach Süden im Blau verklingen, hinabblickend in die weite Ebene, wo zwischen Jagdgründen, Weidetriften, Ölwäldern, soweit der Blid reicht, Gruppen von Granitblöcken aus gesäet sind, als sei hier die Stätte einer untergegangenen, meilenweiten Weltstadt, von der nur eine Akropolis, ein Bau mit der Verheißung der Ewigkeit, geblieben ist. Aus verschiedenen Antrieben heraus ist der Plan zu dem Bau in Philipp II. entstanden. Der König hatte dem heiligen Laurentius als eine Art Genugtuung und Gewissensberuhigung ein Kloster gelobt, weil er bei der Belagerung von St. Quentin aus strategischen Gründen ein Kloster des Heiligen hatte zerstören müssen. Das Königliche Palais in Madrid. Die Bremer Schaffermahlzeit. und Familien vertreten. Bei der diesjährigen Schaffermahlzeit, die am 9. Februar stattfand, waren( wenn es auch nur ein Zufall sein mag, doch ein interessantes Zeichen unseres modernen Wirtschaftslebens!) alle drei kaufmännischen Schaffer Vertreter von großen Aktiengesellschaften, nämlich der Direktor des Norddeutschen Lloyd, Regierungsrat a. D. Pezet, der Direktor der A.-G. Weser, Dr. Tetens, und der Geschäftsinhaber der Deutschen Nationalbank, Generalkonsul Hincke. Die Einladungen zum Mahl haben nach Umfang und Gästen mehrfach gewechselt; es gab Zeiten, wo jeder bessere Fremde oder Seefahrer, der in Bremen weilte, 3 ersten Gang für den üblichen Umtrunk in Frage. Auch auf die heutigen Verhältnisse paßt noch die Schilderung, die J. G. Kohl um die Mitte des vorigen Jahrhunderts von der Speisenfolge gemacht hat, noch heute sind neben dem Stockfisch die„, braune" und ,, weiße" Suppe, Braunkohl und Pinkel( eine Art Fettwurst), sowie eine bestimmte Sorte Kümmelfladen, die„ Seefahrtskuchen", ganz unerläßlich. Die Tafel ist dreigeteilt, wie eine Neptunsgabel. An jedem Flügel kommandiert ein kaufmännischer Schaffer mit seinen beiden neben ihm sitzenden Kapitänsmitſchaffern, die auch beim Reden sich mit ihm erheben. Die obersten Enden werBeim Schaffermahl im Speisesaal des Hauses Seefahrt.( X Graf Zeppelin.) neben der ganzen Verwandtschaft und Freundschaft der Schaffer, neben Rat und Älterleuten, Konsuln und Beamten ohne weiteres willkommen war. Gegenwärtig ergehen Einladungen, soweit sie nicht fünftige Schaffer betreffen, nur an Auswärtige, vorab in den Nachbarländern Oldenburg, Preußen, Mecklenburg, Hannover, Lübeck und Hamburg. Zur diesjährigen Schaffermahlzeit war auch Graf Zeppelin erschienen. Die Genüsse und Sitten an der Tafel haben, wenn sie auch einzelnen Wandlungen sich nicht entziehen konnten, sich ziemlich unverändert aus den alten Zeiten her erhalten. Das„ Seefahrtsbier", das früher das Hauptgetränk war, ist allerdings mehr und mehr dem Wein gewichen, doch kommt es auch jetzt noch beim den von den Oberalten und von dem geschäftsführenden Vorsteher der Gesellschaft und den Ehrengästen eingenommen. Ueberall wird, wie einstens, die Vorstellungeiner Schiffsmahlzeit aufrecht erhalten, darauf weist die Ausschmückung des Saales mit den Flaggen der verschiedenen Nationen, die ganze Anordnung und selbst der Ruf des Vorstehers, der wie ein Rochsmaat an Bord die Gäste, die sich in der„ Großen Herrenstube" versammelt haben, die Eichentüren öffnend, zum Eintritt mit dem Sprüchlein auffordert: ,, Schaffen, unnen und boven! Unnen und boven schaffen!" Der Toast auf das Reich, der seit 1803 abgeschafft war, ist als Kaisertoast seit 1871 wieder üblich geworden. 4 Ren Da mlänzen Händen, wählten Willattingle Der Einsiedler. 2 Der V auf Grund legungen d reichend. Die H In der fen organi mügend die schen Reiche Stelle zu Fall war. fere politische der Vorstand nienschiffs Ge fchehen soll, der Hochseeflo mehrung un die Entwidel der Vorstan Dreiertempos Douroe. Rom Dien Tränen. „ Aber wie Bo bleib rch diese Fr Honnen. Mien Sch muß mid nen Feigling ker Dottor wa teffen gemejer arme, arme B Ach ja, kuhren wir du Inter Träne ka Bleib und ging en und hatte Souterrain. ge Der Stiche Hulettett, War der alte JEE ALLE Bad jah Laure ng eines alt Bite Mann P der Dame Fear fein Der Einsiedler. Madrider Momentbilder. pul_pG Ja, e Sugeren Machen auf de 5 Der Einsiedler. Die Eden- Farm" hatte auch heuer, dank ihres para= diesischen Namens und der lobpreisenden Inserate ihre alte Anziehungskraft ausgeübt und eine kleine Kolonie von maroden Sommerfrischlern dorthin gelockt. Zu den diesjährigen Opferlämmern zählte unter an deren ein junges, noch in den Flitterwochen befindliches Ehepaar; ein Bostoner Wardpolitiker nebst Frau; zwei spiritistisch angehauchte reifere Jungfrauen; ein rundlicher Ladenbesitzer mit ebensolcher Gattin und zwei pausbäckigen Knaben; ein vierblättriges Kleeblatt von hübschen Schullehrerinnen und ein ernster, schweigsamer jüngerer Mann, der keinerlei Anschluß suchte und deshalb den Beinamen ,, Einsiedler" erhielt. Die kleine Gesellschaft hatte sich fast gleichzeitig, unmittelbar nach den ersten paar heißen Tagen, die der abnorm- kühlen Regenzeit gefolgt waren, zusammengefunden, und wie dies unter Leidensgenossen so geht, war man bald miteinander bekannt geworden. Und alle schimpften über den Eigentümer Brown, der die personifizierte Gleichmut war und genau so tat, als ob kein Tüpfelchen von all' den Genüssen fehlte, die er den armen Städtern vorgegaukelt hatte. Schüchterne Versuche, ihn auf vorhandene Mängel oder Unzuträglichkeiten aufmerksam zu machen, schlugen regelmäßig fehl, da er sich schwerhörig stellte und nicht zu verstehen schien, um was es sich handele. Dagegen konnte er den Umstand nicht oft genug erwähnen, daß der„ Einsiedler" seine Villeggiatura so reizend befunden habe, daß er bereits zum zweiten Male sein Gast sei. Das Frühstüc nahm jeder ein, wenn es ihm gerade konvenierte, da das harmonische Summen der Moskitos, das Quaken der Frösche, das Krähen der Hähne, das Geschnatter der Gänse und Brüllen des Rindvichs die Nachtruhe des einen mehr, als diejenige des andern stör= ten. Zur Hauptmahlzeit dagegen versammelte man sich in der besten Stube des baufälligen Farmhauses an lang= gestreckter Tafel, zu Häupten welcher Brown stehend, tranchierte und das Ganze leitete, während seine Frau und Tochter servierten. Zur Ausstattung des Gemaches gehörte unter an= derem auch ein großer Bauer mit ruppigem, grünem Papagei, der zwischen den beiden Frontfenstern stand. Der Sprachschatz des letzteren hatte sich seither, wie allgemein angenommen wurde, auf" Papa"," Mama" und ,, Lizzie" beschränkt. Groß war deshalb das Erstaunen aller, als der kluge Vogel eines Abends, sobald man sich zu Tische gesetzt hatte, ganz vernehmlich rief:„ Nanu, schon wieder Limabohnen mit ranzigem Speck zum Mittagessen." Einen Augenblick herrschte Totenstille; dann aber lief ein Richern über die Tafelrunde, das allmählich in lautem Gelächter ausklang, in welches alle, mit alleiniger Ausnahme des verblüfften Farmers, mit einstimmten. Die allgemeine Heiterkeit und Ueberraschung nahmen aber noch zu, als der verschmitzt blinzelnde Missetäter gleich darauf eine ganze Reihe anderer Sotisen hinzufügte, wie z. B.:,,Und das nennt der alte Knicker gutes Essen." ,, Und für den Fraß berechnet er zwölf Dollars pro Woche!"„ Für Stadtleute ist natürlich alles gut genug „ Wenn er ja einmal ein Huhn opfert, ist's so alt wie Methusalem!" ,, Anstatt ,, Eden- Farm" sollte er die gottverlassene Einsiedelei Hungerford" taufen!" Da jeder dieser Personal- Injurien eine Lachsalve folgte, und Ebenezer wie versteinert dastand und den Verräter, den er an seinem Busen genährt, anstarrte, machte seine resolute Gattin der peinlichen Szene ein Ende, indem sie das Bauer aufnahm und Finaustrug; doch noch in der Tür schrie der Vogel: ,, Und du willst Köchin sein! Ei, mit deinem Pudding fönnte man ja einem Rhinozeros den Schädel einschlagen!"- ,, Mir unbegreiflich," meinte Ebenezer nachdenklich, nachdem die Ruhe wieder hergestellt war, ,, wo der Racker auf einmal den Redefluß her hat; ir gendwer muß ihm den Blödsinn eingepauft haben!"- Das nächstfolgende Mittagsmahl sollte indessen eine noch größere Überraschung bringen, und diesmal war Ebenezer nicht allein das Opfer. Die Limabohnen mit Speck waren zwar als Hauptgericht vom Menu verschwunden, um einer ähnlichen Delikatesse Platz zu machen, und auch der Papagei trauerte außer Hörweite in einer Dachkammer, aber mitten im schönsten Schnabulieren rief plötzlich eine näselnde Yankeestimme aus dem altmodischen offenen Kamin: Good Lord, wie der Dicke da wieder einhaut! Und seine Alte und die Göhren nicht minder! Die hungrige Bande würde ich noch nicht für fünfzig Dollars pro Woche füttern." Der beleidigte pater familias, der im Gegenteil samt den Seinen ein mäßiger Esser war, wurde bei diesen Worten rot wie ein Puter und schien einem Schlaganfall nahe, während seine Gattin, einen Bissen auf die Gabel gespießt, mit offenem Munde entsetzt in den Kamin starrte, als gewahre sie ein Gespenst darin. Auch die üb= rige Tischgesellschaft war offenbar mehr betroffen, als belustigt und wartete schweigend der Dinge, die da kommen sollten, als der Farmer zögernd näher trat, um den Störenfried ausfindig zu machen. Doch Nacht und Grauen nur herrschten in dem Kamin, von einem lebenden Wesen war seltsamer Weise keine Spur zu entdecken. Nichtsdestoweniger fuhr dieselbe Stimme, sobald er sich kopfschüttelnd abgewandt, fort:„ Es ist eine Schmach, man glaubt gerade, die Städter gingen nur aufs Land, um die armen Farmers an den Bettelstab zu bringen! Sie sind ja schlimmer wie Heuschrecken; kein Wunder, daß Ebenezer vor jeder Mahlzeit betet, daß keiner zuviel essen möge. Eine Farmer- Schutzgesellschaft tut dringend not. Für den Rindoiehschutz ist natürlich längst gesorgt, nur die armen Farmers sind noch immer vogelfrei." Dabei ernst zu bleiben, war nicht gut möglich, und obgleich manchem die Sache nicht ganz geheuer vorkam, wurden auch diese Auslassungen, ähnlich wie diejenigen des Papagei's, mit fröhlichem Gelächter interpoliert. Ebenezer war wie vor den Kopf geschlagen und unschlüssig, was unter den Umständen zu tun sei. Seine Gattin dagegen, Schlimmes be= fürchtend, warf sich wiederum in die Bresche; d. h. sie nahm kurzer Hand ein Sophakissen und stopfte es mit nerviger Hand in die nach oben führende Kaminöffnung. Aber noch war das diese Tat lohnende Bravo nicht ganz verklungen, als dieselbe näselnde Stimme höhnisch unterm Tisch hervorlachte:„ Haha, so leicht bin ich nicht zu bannen! Denn, damit ihr's nur wißt: ich bin der Geist eines unglücklichen Sommergastes, der an dieser Stätte vor fünf Jahren mit Saubohnen zu Tode gefüttert wurde, resp. an akuter Magenentzündung verstarb und nun keine Ruhe im Grabe findet." Wie auf Kommando fuhren bei diesen Worten alle, mit einer einzigen Ausnahme, von den Stühlen auf, die Damen mit Zetermordio, als sei eine Maus unter dem Tische. Die Ausnahme bildete auch diesmal der Einsiedler, der in aller Seelenruhe weiter aß, während die Beherzten behutsam die Zipfel des Tischtuches lüfteten und nach dem spitsindigen Geist oder einer Öffnung im Fußboden, durch welche er gesprochen haben könnte, Umschau hielten. Ersterer empfand indessen ein menschliches Rühren, denn gleich darauf rief er unterm Sopha hervor:„ Na, na, so sehr braucht ihr nicht zu er= schrecken- ich kann Euch ja beim besten Willen nichts an= haben! Und verhungern sollt Ihr meinetwegen auch nicht; also macht Euch wieder an die Rüben mit Schweinefleisch. Schluß!" Trotz dieser beruhigenden Erklärung war jedoch den meisten der Appetit vergangen. Mit Bangen wurde dem nächsten Mittagsmahl entgegengesehen, denn jeder hatte eine Vorahnung, daß abermals eine unangenehme Störung bevorstände. Selbst der erfreuliche Umstand, daß die herbe Kritik des Geistes Ebenezer veranlaßt hatte, ein Spanferkel zu opfern, vermochte nicht dieselbe zu verscheuchen. Doch selbst diese schwere Sühne schien den Geist nicht beschwichtigt zu haben, denn sobald Brown seufzend den ersten Einschnitt gemacht hatte, näselte es aus dem Innern heraus:„ Pfui, schäm' dich, Ebenezer, du hast ja das Allerkleinste von den sieben ausgewählt das reicht ja gar nicht herum für all, die Vielfräße!" Erschrocken prallte Brown zurück und auch der Gäste bemächtigte sich dieselbe Aufregung wie Tags zuvor. Doch während die übrigen resigniert die Servietten weglegten, ihre soeben noch verlangenden Blicke nach dem knusperigen Ferkel ins Gegenteil umschlugen, erhob sich der„ Einsiedler", schritt gravitätisch auf den Far= mer zu, nahm ihm die Tranchirutensilien aus der Hand und begann das verwunschene Tierchen kunstgerecht zu zerlegen. Teils ermutigt, teils beschämt durch sein entschlos= senes Vorgehen, wären nun Einzelne geneigt gewesen, das Mahl fortzusetzen, wie er selber dies tat, nachdem er mit dem Tranchieren zu Ende war, aber die Lust dazu verging ihnen, als der Geist noch während dieser Arbeit begann, auch sie in unbarmherzigster Weise durchzuhecheln. Am schlimmsten kamen dabei die Schullehrerinnen und , das junge Ehepaar weg, doch auch Ebenezer konnte sich nicht über Vernachlässigung beklagen. Das Ende vom Liede war, daß an jenem Abend in sämtlichen Gastzimmern des baufälligen Farmhauses eifrig gepackt wurde und die ganze Tischgesellschaft sich am nächsten Morgen verabschiedete. Nur der„ Einsiedler" blieb zurück. Das heißt vorläufig, denn gegen Abend fuhr ein Buggy vor, und auch er kam reisefertig die Treppe herab. ,, Wie, Sie wollen uns auch verlassen? Ich glaubte doch, es habe Ihnen verflossenes Jahr so gut hier gefallen, daß Sie uns wieder beehrten," sagte Ebenezer trübselig.„ Gott bewahre, nichts weniger als das eine scheußlichere Wüstenei ist ja gar nicht denkbar!" erwiderte der Scheidende " barsch.„ Ich kam eigens wieder, um Ihnen die Saison zu verderben, zur Strafe dafür, daß Sie mich durch Ihre verlogenen Reklamen reinfallen ließen." Was Sie nicht sagen!" preßte der biedere Landmann höchlichst und unangenehm überrascht hervor." Jawohl; und überdies habe ich heute morgen Nachricht von einem abgeschlossenen Engagement für Atlantic City erhalten." ,, Ach so, sommerlicher Schmierenkomödiant!" lächelte giftig Ebenezer.- ,, Nein, aber eminenter Bauchred= ner!" näselte der andere mit der Stimme des Geistes, seine Handtasche in das Gefährt werfend, und während der futschierende Negerjunge auf seine Rosiante einhieb, ging dem Besitzer der Edenfarm plöglich eine ganze Aurora Borealis auf. Madrider Momentbilder. Eine Fundgrube für das Studium des sozialen Lebens der spanischen Hauptstadt bildet der Verkehr auf den verschiedenen Linien der„ Elektrischen", die Madrid nach allen Richtungen durchkreuzen.„ Sage mir, in welchen Straßenbahnwagen du einsteigst, und ich sage dir, wer du bist.". Man braucht nur des Morgens auf der Puerta del Sol die Ankunft der ersten Wagen aus dem Salamanca Viertel zu beobachten, um ohne weiteres zu begreifen, daß sie aus einer von reichen Familien bewohnten Gegend kommen, die an gutes Leben gewöhnt sind, wie die riesigen Einkaufskörbe der aussteigenden Köchinnen beweisen, deren Körperfülle andrerseits dartut, daß das Verschlucken fetter Bissen und das Verspeisen fräftiger Gerichte gegen Blutarmut und andere Gebresten tausendmal wirksamer ist als alle Apothekermittel und Badekuren. Diese Königinnen der Küche werden auf dem Marktplatz von den Händlern nur mit„ Usted"- Euer Gnaden ange= redet, zum Unterschied von den sonstigen Küchenfeen, den, Menegildas", die nur mit einem lumpigen Pesetas erscheinen und daher geduzt werden. An allen Verkaufsständen genießen erstere den hohen Kredit, den das Geflingel der großen Silberduros verleiht, Um das Herz einer dieser Herrscherinnen des Kochtopfes zu gewinnen, muß der Bewerber, sofern er zum Zivil gehört, schon einen guten Cordoveser Hut auf- und feine Stiefel anhaben, das Haar nach Toreroart nach vorne gefämmt tragen und nie um ein paar Wizze verlegen sein. Militärs müssen mindestens die Unteroffizierstressen besitzen und der Artillerie oder Gendarmerie angehören.„ Viele verheiraten sich," wie es in den Zeitungsanfündigungen der Vermittler heißt. Umgekehrt entladen die ersten Wagen, die von der Fuentecilla kommen, eine Schar Tagelöhner mit kleinen armseligen Blechgeschirren, die sich neben den erwähnten Riesenkörben seltsam genug ausnehmen. Es handelt sich um die Straßenbahn, die an der Kapelle der Virgen de la Paloma vorbei über die Plaza de la Cebada durch das Toledotor nach Carabanchel führt, also die alten, aber vielen sympathischen Volksviertel durchschneidet mit ihren zahllosen kurzen und engen Gassen, wo die Klassen wohnen, die nur ihr tägliches Brot im Schweiß ihres Angesichts verdienen. Mit dem einfachen, bescheidenen Publikum dieser Linien steht der Lurus und die Eleganz der Herrschaften im starken Gegensatz, die die Wagen benutzen, die von der Carrera de San Jeronimo nach den vornehmeren Straßen der nördlichen Stadtgegend fahren und die wegen ihres roten Anstrichs die„ Krebse" heißen. Feierlich dreinschauende Herren im Zylinder, seiderauschende Señoras, moderne Reform- Jungfrauen, untadelig gekleidete ,, Pollos"; der Vorschrift entsprechend wird nicht geraucht; man spuckt auch nicht aus; es ist nur von Abendgesellschaften und Ballfesten, vom Theater und von der Mode die Rede; alle scheinen sich zu kennen; in übertriebener Höflichkeit bezahlt man sich gegenseitig die Fahrkarten; ge= fällig räumt man sich die beiden Sitzplätze ein; der Wagen ist von einem starken Parfümerieduft erfüllt, und am Ende der Strecke findet der Beamte meist einige sechsknöpfige Handschuhe und das ein oder andere Billetdour, das einer der Señoritas aus der Tasche gerutscht ist oder vielleicht auch- einer Mama. Die Liebe nimmt es in Spanien nicht so genau! Die Linie nach dem Hippodrom sieht im allgemeinen wenige Herren, aber diese wenigen sehen ganz so aus, als ob sie mit siebenstelligen Zahlen rechneten. Desto mehr Gouvernanten, Kindermädchen und Ammen beherbergen die Wagen, Man hört englisch, französisch, deutsch und spanisch durcheinanderplappern. Der Rückweg vom Hippodrom zur Stadt wird dann zu Fuß gemacht oder umgekehrt. Auch Kutscher, Lakaien und Kammerdiener der Insassen jener prächtigen Paläste, die die Castellana zu beiden Seiten einfassen, benutzen diese Strecke. Hier findet der Beamte nachher keine verlorenen Liebesbriefe, höchstens eine Kinderwindel! Die Leibeskadron vor dem Königlichen Palast. Eine andere Linie, die mit der vorigen den Wettbewerb in der Volkstümlichkeit aufnimmt, ist die nach der Plaza del Progeso. Sie wird von Cigarreras, don kleinen Modistinnen, Plätterinnen und Wäscherinnen der Lavapies, der Magdalena- und Embajadoresstraße viel benutzt und auch von solchen, die gern einmal ein hübsches, frisches Gesicht sehen wollen! Eine andere ,, typische" Linie ist die nach den Ventas, wo die Octroischmuggler hausen, die Lebensmittel billig zu haben sind und zahlreiche Merenderos mit ihren Orgeln die unteren Klassen zu einem vergnügten Nachmittag oder Abend einladen. Die Fahrgäste zeigen meist Humor oder auch oft etwas zu viel Humor, je nachdem sie sich auf der Hin- oder Rückfahrt befinden. Noch fehlen zehn Minuten bis zum Beginn des Schauspiels. Aber das gewaltige Rund des Zuschauer= raumes, das über 14 000 Menschen zu fassen vermag, ist schon bis auf den letzten Platz gefüllt. Unten das Volk. Die Männer in weiten, bauschigen Hosen, die rote Schärpe um die Lenden geschlungen, auf dem Kopfe den breiten flachen Hut der Caballeros. Die Frauen im hellen Festkleid, Haar und Brust mit Rosen geschmückt, als Kopfputz die altspanische Mantilla. Viele haben sehr edel ge= Piln Mein lieber Soher! Ich beantworte deinen gestrigen Brief schon heute, weil Mütter und ich durch die Mitteilungen über deinen Gesundheitszustend so ernstlich beunruhigt, sind, daß wir die Zeitungs& Notiz, auf deren Nückseite ich dies schreibe, so bald als möglich in Deinen Günden wissen möchten. Da De dr. med. H. Schröder's Blutfalznahrung Renascin» wie du dich erinnern wirst, mir selber glänzende dienste geleistet und sich schon in ungezählten Bausenchen von Fällen bewährt hat, wünschen wir dringend, daß auch du es versuchft. Deine Mattigkeit und Appetitlosigkeit, ebenso die häufigen Kopfschmerzen sind sichere Zeichen falscher Blütmischung, veruhige also Mutter und mich durch die Baldige Mitteilung, daß du Renascin" gebrauchst. Nächstens mehr! grüßt dich herzlichst dein treuer wutwe. Der Vorstand des Alldeutschen Verbandes hält auf Grund eingehender sachlicher fachmännischer Darlegungen die angekündigten Wehrvorlagen für unzureichend. Vater. mun yui yung uverjoyen, vu vor unsere E ETTE Nordwesten ein Bundesgenosse Frankreichs vorhanden ist, dessen Haltung im nächsten Kriege von großem Einfluß werden kann. Es handelt sich um Belgien, bas, trotzdem der überwiegende Teil seiner Bevölkerung blämischer Abstammung ist, doch in seiner amtlichen Politik vollständig in das Fahrwasser der englisch- französiDie Heeres vorlage läßt empfindliche Lükfen organisatorischer Art offen und nützt nicht gemügend die verfügbare Volkskraft aus, um dem Deutschen Politik geraten ist. Es ist ja bekannt geworden, schen Reiche zu Lande unbedingt militärisch die erste Stelle zu sichern, wie das früher unbestritten der Fall war. Im Zusammenhange hiermit ist auch unsere politische Machtstellung in Europa gefährdet. In der Novelle zum Flottengesetz begrüßt der Vorstand die Schaffung des dritten aktiven Linienschiffs- Geschwaders und die Art, wie dies ge schehen soll, die Vermehrung der Aufklärungsschiffe der Hochseeflotte, besonders Panzerkreuzer, die Vermehrung und Organisation der Unterseeboote, sowie die Entwidelung des Flugwesens. Dagegen bellagt der Vorstand, daß infolge der Nichtannahme des Dreiertempos im Bau von Großkampfschiffen die VorUnter Feinden. Roman von Karl Matthtas. ( Nachdruck verboten.) „ Aber wie starb er," schluchzte das Mädchen.„ DieHer Dottor wagt es nicht zu sagen, er nennt Olivier men Feigling. Sein Tod mag dieses Namens ange= meffen gewesen sein. Owenn Papa das wüßte, der ame, arme Papa!" Wo bleibt mein Bruder?" fragte Nataly, froh, durch diese Frage den Kummer Desirees ablenken zu Hönnen. Niemand meldet uns, daß er hier gewesen sei. muß mich nach Laurence umsehen. Vielleicht er= fahren wir durch ihn Näheres." „ Ach ja, Tantchen, erkundige Dich," bat die Kleine anter Tränen. Ich kann's ja nicht, die Füße versagen mir den Dienst." " Bleib' hier, erhole Dich," sagte Frau von Tarandal und ging die Treppe hinunter geradewegs nach dem Souterrain. Sie hoffte dort den alten Gärtner zu finden und hatte Glück. Bei den Soldaten vorbei, welche in der Kliche beschäftigt waren und sich gar nicht um sic Himmerten, gelangte sie nach der Kammer, welche friter der alte Diener bewohnt hatte. Sie öffnete die Tür and sah Laurence in dem Lichtschacht, mit der Ausbesseng eines alten Rockes beschäftigt, sizzen. Als der überaschte Mann sie erblickte, stieß er einen Freudenschret us, warf seine Flickerei beiseite und wäre vor Freuden fast der Dame zu Füßen gefallen. Die gnädige Frau aus Sedan heimgekehrt!" rief Ja, ist es denn möglich?“ " Machen Sie fein Aufsehen," entgegnete sie, den Finger auf den Mund legend. Ich und das Fräulein find hier und wollen hier auch bleiben." In dieser Pesthöhle? Das ganze Haus ist voll Aranter und Verwundeter." Ich weiß es, aber das hindert uns nicht. Wir die daß Verhandlungen zwischen den beteiligten Regierun gen geschwebt haben, wonach England auf belgischem Boden diejenigen Heereskräfte halten sollte, die zur Un terstützung Frankreichs gegen das Deutsche Reidy auf dem Festlande verwendet werden sollten. Es ist kein Zweifel, daß die amtliche Politik Brutisch, daß biümünchen Mehrheit der Bevölkerung entschlossen gewesen wäre, den Neutralitätsbruch zugun sten Englands und Frankreichs zuzulassen, vielleicht sogar selbst feindlich gegen das Deutsche Reichy aufzutreten. Es ist unbestreitbar, daß die belgische Regierung ganz dem französischen Einfluß verfallen ist, und es steht fest, daß der belgische Ministerprähaben die enferntesten Gemächer bezogen. Vor allem fagen Sie, haben Sie Herrn Bourlier gesehen?" " Ja, gnädige Frau. Er war gestern im Garten, nachdem er in der Fabrik solange gesucht, bis er unter Schutt und Trümmern die Leiche des Herrn Leutnant gefunden hatte. Ach, was ich sagen wollte, ich kann Ihnen nicht beschreiben, wie unser Herr aussah. Als ob er selbst aus dem Grabe gekommen set." " Gott sei gepriesen! Also lebt er?" „ Ja, aber wie? In Jammer und Verzweiflung. Ich fonnte ihn nicht bewegen, in unser Haus einzutreten. Solange die Prussiens hier sind, schwur er, keinen Fuß über die Schwelle zu sezen." „ Er wird kommen, sobald er erfährt, daß wir hier find," sprach die Dame mit fester Ueberzeugung.„ Es liegen ja auch Franzosen bier und sie sind wohl gepflegt wie die „ De Herr wird trotzdem nicht kommen, gnädige Frau Er dachte nur daran, wie er den Körper seines armen Olivier fortschaffen sollte, damit sie ihn nicht mit den gefallenen Prussiens begraben, und es ist gut, daß Herr Bourlier fortbleibt, denn wenn er den Gewissen Hier findet, dann stehe ich für nichts." " Von wem reden Ste?" „ Ach, gnädige Frau, ich wage es nicht auszuspre= chen," sagte der Alte zitternd, indem er sorgsam die Türe schloß.„ Die Wärter zwangen mich, neue Kissen und Polster von oben hinabzubringen. Da kam ich auch in das linke Erferzimmer und da lag er wahrhaftig und sein Name stand auf einer Tafel oben am Kopfende." „ Der Name?" vom 108 " Leutnant Waldemar Tyrolt vom 108. fächsischen Schüßen- Regiment, unserer früherer Fabrikdirektor und Verlobter des gnädigen Fräuleins." „ D, mein Gott!" rtef Nataly heftig erschrocken. „ Haben Sie das auch Herrn Bourlier gesagt?" ung er Tageblatt) Inzeigenpreis 20 Pfg. breite Inseratenzeile.- Die Zeile im Reklameteil 50 Pfg. gen werden nach Gewicht und Größe ttt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungse), bei gerichtlicher Bettreibung oder bet gfall. Plazvorschriften ohne Verbindlichkeit. der Gießener Verlagsdruckerei. hon: Nr. 362. 24. Jahrg. ergangenen Herbst seine Weisungen aus t und daß das belgische Heer gegen uns Haltung Belgiens fann man nicht an= chen Selbstmord ansehen, denn wirtgien ganz auf das deutsche Hinterland Wohlstand und Reichtum beruht auf t dem Deutschen Reich. Letzteres kann nicht dulden, daß ein deutschfeindliches tündungen des Rheins, der wichtigsten n Händen hält, und ebensowenig fann 1, daß die Gewähr für die Selbständigisher nach den Lehren der Geschichte eich geboten hat; einem deutschfeindlichen er würde das Reich kein Interesse haindigkeit des Landes zu schützen und die Politik Belgiens fönnte es mit sich brinem nächsten europäischen Zusammenstoß eses Landes besiegelt wird, wenn seine in der Deutschfeindlichkeit beharrt. c forderte dazu auf, die belgische Politik je zu fassen und jede deutschfeindliche Urteil der deutschen Oeffentlichkeit zu unlitische Rundschau. Deutschland. aiser hörte am Montag auf Korfu s Chefs des Militärkabinetts und des Nach den bisherigen Dispositionen wird der Kaiser am 13. und 14. Mai in Straßte verweilen. burg und am 15. Mai in Me Der Reichstanzler traf am Sonntag in Bad- Nauheim ein und wurde vom Oberhofmeister Frhrn. von Mirbach auf dem Bahnhof empfangen. Beide Herren begaben sich darauf in das Sanatorium Grödel, wo der Reichskanzler das Frühstück einnahm. Nach ihrer Rückkehr vom Bade empfing die Kaiserin den Reichskanzler und zog ihn in ein längeres Gespräch. Darauf begab sich der Kanzler, von Freiherrn v. Mirbach geleitet, zum Bahnhof, wo um 1 Uhr 30 Min. die Abreise nach Berlin erfolgte. Berlin. neue Gouverneur von Togo, den Herzog Adolf Friedrich medlembung, wird in nächsten Wochen in das Reichs- Kolonialamt eintreten, um sich während der nächsten beiden Monate auf seine fünftige Wirksamkeit vorzubereiten. Kiel. Der große Kreuzer Moltke" wird etwa am 10. Mai, begleitet von zwei fleinen Kreuzern, die Fahrt nach den Vereinigten Staaten an „ Ich wagte es nicht, gnädige Frau; denn wissen Ste, der Tyrolt wurde aus der Fabrik herübergetragen. Er hat den Ueberfall geleitet, bei dem unser junger Herr das Leben einbüßte, und was ich sagen wollte-" " Welches Unglück, welch entseßlicher Zufall," jammerte die würdige Dame. „ Sie taten recht, daran, zu schweigen; aber ich beschwöre Sie, Laurence, sprechen Sie auch jetzt kein Wort darüber, vor allem nicht zu meiner Nichte. Ste darf nie erfahren, daß der Herr Tyrolt hier im Hause ist. Versprechen Sie mir das?" " D, gern, gnädige Frau.„ Warum soll ich denn unferer Desiree solchen Kummer bereiten?" " Ich verlasse mich auf Ste, Laurence, und nun kommen Sie mit zu meiner Nichte. Aber erzählen Sie vorsichtig, sie ist sehr angegriffen." Im gimmer angelangt, hatte Frau von Tarandal etne Ueberraschung. Der Chefarzt hatte unbenußte Bettstücke geschickt, welche er den Damen zur Verfü gung stellte. Der jüngste Arzt hatte den Wärter be= gleitet, welcher die Sachen trug. Als die Männer in das Zimmer traten, fanden sie Desiree ohnmächtig am Boden liegen. Sofort hob sie der Doktor auf und rief sie in das Leben zurück. Als sie zu sich kam, brach sie in heftige Weinträmpfe aus. Der Arzt schickte seinen Begleiter nach einem Beruhigungspulver, und war eben damit beschäftigt, Desiree das Pulver zu rühren, als Frau von Tarandal eintrat. „ Ich danke Ihnen von Herzen, mein Herr," sagte die Dame ganz erschrocken, daß sich dergleichen in ihrer Abwesenheit ereignet hatte und nicht weniger, daß der junge Mann Zutritt bet ihrer Nichte gefunden,„ tch danke Ihnen tausend Mal. Das arme Kind hat einen großen Schmerz gehabt. Sie begreifen, ihr Bruder, ihr Vater, thr Verlobter- ta fo, Ste verstehen mich nicht." Wortfehung folgt.) Der Einsiedler. Der Einsiedler. Dieden- Farm" hatte auch heuer, dank ihres paraLord, wie der Dicke da wieder einhaut! Und seine Alte gann, Der Einsiedler. Madrider Momentbilder. Siede nicht über Vernachlässigung beflagen. das junge Ehepaar weg, doch auch Ebenezer fonnte sich mar dok on imam thend in jämtlichen gitaimi Am schlimmsten famen dabei die Schullehrerinnen und auch sie in unbarmherzigster Weise durchzuhecheln. Das Ende vom barsch. die Sai= Durch Ich fam son zu verderben, zur Strafe dafür, daß Sie mich überreicht hormon Sie nicht sagen!" preßte der biedere Landmann höchlichst Ihre verlogenen Reklamen reinfallen ließen."- ,, Was eigens wieder, um Ihnen und Wild Der V auf Grund begungen di neichend. len organi nügend die then Reiche Die H die der Berich deren Schwäch die in folger figende stellte wurde. Stelle zu fi In der jere politische Fall war. der Vorstand nienschiffs- Gef hehen soll, der Hochseeflot nehrung und ie Entwidel der Vorstand Dreiertempos i Sie sich persönlich überzeugen und bieten Ihnen Gelegenheit hierzu, indem wir Ihnen außer einem belehrenden Buche, Wir wollen Sie aber selbst als Richter anrufen! Wir möchten, daß das sehr wertvolle Aufschlüsse über die Natur der Krankheiten erteilt, Eine Probedose ,, Renascin" vollständig Urteilen Sie selbst! Kostenlos und portofrei diese Karte noch heute in den Postkasten. Denn so sicher Ihr Blut gesunden wird, wenn Sie -Auffrischungskur als die jetzige, wo mit dem nahenden Frühling der Mensch gleich der Pflanze nach winterlicher Ruhe zu zugehen lassen werden, wenn Sie beigehende Postkarte zur Mitteilung Ihrer Adresse benutzen. Zögern Sie aber nicht, sondern besorgen Sie rechtzeitig ,, Renascin" gebrauchen, so wahr ist es leider, daß andauernde Blutentmischung zu unheilbaren organischen Störungen führt! Sie haben also Ihr Schicksal selbst in der Hand. Der kostbare Strom in Ihren Adern kann schleichendes Zudem ist keine Zeit im Jahre geeigneter für eine Blutreinigungs- und intensiverem Leben erwacht, und wo alle Säfte beschleunigter zu fließen Gift, aber auch verjüngende Kraft führen, je nachdem Sie es wollen! Ein Wort der Warnung! Der Frühling naht! beginnen. Bitte hier abtrennen! Gegen Einsendung dieser Postkarte eine Probeschachtel umsonst! Ich bitte Herrn Dr. med. H. Schröder, G. m. b. H., Berlin, um eine Probeschachtel Dr. Schröders Blut- Salznahrung Renascin" Die Zusendung muß portofrei und vollständig kostenlos erfolgen Genaue Adresse: Bitte hier abtrennen! TRENICHTS OF Notarielle Urkunde. www Am heutigen Tage wurde mir von der Firma Dr. med. H. Schröder 9188 in Worten: Neuntausendeinhundertachtundachtzig belaufende Anzahl Schreiben vorgelegt, welche Zeugnisse über die von der genannten Firma in den Handel gebrachte Blutsal znahrung" Renascin" darstellen. In diesen Schreiben bezw. Zeugnissen bezeichnen sich die Absender resp. Aussteller u. a. als G. m. b. H. eine sich auf Professoren, Aerzte, Geistliche, Bezug vertelfährlich 1 Abgeholt in ausgabestellen Mittwoche u weg 83.- night verlang Verlag der Nr. 31. H Jm Sanja die Gigung des Berbandes Regtsanwalt G Beamte, Kaufleute, Landwirte, Lehrer, allen Teilen des dem Inhalte dieser Zeugnisse genommen Aus der Kenntnis, welche ich von habe, kann ich auch ferner nur bestätigen, daß dieselben Anerkennungen der Wirkungen, Dankeserklärungen für dieselben und Empfehlungen für Rentiers usw. usw. paren. In de das eine Nieder dere das franzö Der Bersammlun die sogenannte hen Regierung loft fei, sondern halen daran fe Bertragsbrüche Dr. med. H. Schröder's, Renascine enthalten. Berlin, den 19. Dezember 1911. ARLBEZALKALP TANMERGERICHTS Justizrat Bunft ist, und des letzten Som Giedel Es wurder Bortrag des G die Notar im Bezirk des Königl. ARSEN Kammergerichts. Daran schlo Brewsing Da jeder dieser Personal- Injurien eine Lachsalve folgte, und Ebenezer wie versteinert dastand und den Verräter, den er an seinem Busen genährt, anstarrte, machte seine resolute Gattin der peinlichen Szene ein Ende, indem sie das Bauer aufnahm und Finaustrug; doch noch in der Tür schrie der Vogel: ,, Und du willst Köchin sein! Ei, mit deinem Pudding könnte man ja einem Rhinozeros den Schädel einschlagen!" ,, Mir unbegreiflich," meinte Ebenezer nachdenklich, nachdem die Ruhe wieder hergestellt war, ,, wo der Racker auf einmal den Redefluß her hat; ir gendwer muß ihm den Blödsinn eingepaukt haben!"- Das nächstfolgende Mittagsmahl sollte indessen eine noch größere Überraschung bringen, und diesmal war Ebenezer nicht allein das Opfer. Die Limabohnen mit Speck waren zwar als Hauptgericht vom Menu verschwunden, um einer ähnlichen Delikatesse Platz zu machen, und auch der Papagei trauerte außer Hörweite in einer Dachkammer, aber mitten im schönsten Schnabulieren rief plötzlich eine näselnde Yankeestimme aus dem altmodischen offenen Kamin:" Good mochte nicht dieselbe zu verscheuchen. Doch selbst diese schwere Sühne schien den Geist nicht beschwichtigt zu haben, denn sobald Brown seufzend den ersten Einschnitt gemacht hatte, näselte es aus dem Innern heraus:„ Psui, schäm' dich, Ebenezer, du hast ja das Allerkleinste von den sieben ausgewählt das reicht ja gar nicht herum für all, die Vielfräße!" Erschrocken prallte Brown zurück und auch der Gäste bemächtigte sich dieselbe Aufregung wie Tags zuvor. Doch während die übrigen resigniert die Servietten weglegten, ihre soeben noch verlangenden Blicke nach dem knusperigen Ferkel ins Gegenteil umschlugen, erhob sich der„ Einsiedler", schritt gravitätisch auf den Far= mer zu, nahm ihm die Tranchirutensilien aus der Hand und begann das verwunschene Tierchen kunstgerecht zu zerlegen. Teils ermutigt, teils beschämt durch sein entschlos= senes Vorgehen, wären nun Einzelne geneigt gewesen, das Mahl fortzusetzen, wie er selber dies tat, nachdem er mit dem Tranchieren zu Ende war, aber die Lust dazu verging ihnen, als der Geist noch während dieser Arbeit ben „ Aber wie et Dottor wag inen Feigling. Der Einsiedler. ahren wir dur Ach ja, La Bleib' hier mt den Dienst mer Tränen. al und ging die Souterrain. Sie Der Kliche be len und hatte me merten ez be, gela er der alte te Die jah Laurend g eines alter arf feine gnädi wrigte Mann der Dame „ Die Ja, ist es Machen S Singer auf den And hier und w ૩૩,૨૫q_us Fronter und 2 Ich weiß WORKS Wo bleibt arte, arme Ba ૨.COM. ลาวา ก στα muß mid 9.6 men. Niema effen gewefen - Madrider Momentbilder. gann, auch sie in unbarmherzigster Weise durchzuhecheln. Am schlimmsten kamen dabei die Schullehrerinnen und das junge Ehepaar weg, doch auch Ebenezer konnte sich nicht über Vernachlässigung beklagen. Das Ende vom Liede war, daß an jenem Abend in sämtlichen Gastzimmern des baufälligen Farmhauses eifrig gepackt wurde und die ganze Tischgesellschaft sich am nächsten Morgen verabschiedete. Nur der„ Einsiedler" blieb zurück. Das heißt vorläufig, denn gegen Abend fuhr ein Buggy vor, und auch er kam reisefertig die Treppe herab., Wie, Sie wollen uns auch verlassen? Ich glaubte doch, es habe Ihnen verflossenes Jahr so gut hier gefallen, daß Sie uns wieder beehrten," sagte Ebenezer trübselig.„ Gott bewahre, nichts weniger als das eine scheußlichere Wüstenei ist ja gar nicht denkbar!" erwiderte der Scheidende 5 barsch.„ Ich kam eigens wieder, um Ihnen die Saison zu verderben, zur Strafe dafür, daß Sie mich durch Ihre verlogenen Reklamen reinfallen ließen." Was Sie nicht sagen!" preßte der biedere Landmann höchlichst und unangenehm überrascht hervor." Jawohl; und überdies habe ich heute morgen Nachricht von einem abgeschlossenen Engagement für Atlantic City erhalten." ,, Ach so, sommerlicher Schmierenkomödiant!" lächelte giftig Ebenezer. ,, Nein, aber eminenter Bauchred= ner!" näselte der andere mit der Stimme des Geistes, seine Handtasche in das Gefährt werfend, und während der futschierende Negerjunge auf seine Rosiante einhieb, ging dem Besitzer der Edenfarm plötzlich eine ganze Aurora Borealis auf. Madrider Momentbilder. Eine Fundgrube für das Studium des sozialen Lebens der spanischen Hauptstadt bildet der Verkehr auf den verschiedenen Linien der„ Elektrischen", die Madrid nach allen Richtungen durchkreuzen.„ Sage mir, in welchen Straßenbahnwagen du einsteigst, und ich sage dir, wer du bist.". Man braucht nur des Morgens auf der Puerta del Sol die Ankunft der ersten Wagen aus dem Salamanca Viertel zu beobachten, um ohne weiteres zu begreifen, daß sie aus einer von reichen Familien bewohn= ten Gegend kommen, die an gutes Leben gewöhnt sind, wie die riesigen Einkaufskörbe der aussteigenden Köchinnen beweisen, deren Körperfülle andrerseits dartut, daß das Verschlucken fetter Bissen und das Verspeisen fräftiger Gerichte gegen Blutarmut und andere Gebresten tausendmal wirksamer ist als alle Apothekermittel und Badekuren. Diese Königinnen der Küche werden auf dem Marktplatz von den Händlern nur mit„, Usted" Euer Gnaden- angeMit dem einfachen, bescheidenen Publikum dieser Linien steht der Lurus und die Eleganz der Herrschaften im starken Gegensatz, die die Wagen benutzen, die von der Carrera de San Jeronimo nach den vornehmeren Straßen der nördlichen Stadtgegend fahren und die wegen ihres roten Anstrichs die„ Krebse" heißen. Feierlich dreinschauende Herren im Zylinder, seiderauschende Señoras, moderne Reform- Jungfrauen, untadelig gekleidete ,, Bollos"; der Vorschrift entsprechend wird nicht geraucht; man spuckt auch nicht aus; es ist nur von Abendgesellschaften und Ballfesten, vom Theater und von der Mode die Rede; alle scheinen sich zu kennen; in übertriebener Höflichkeit bezahlt man sich gegenseitig die Fahrkarten; ge= fällig räumt man sich die beiden Sitzplätze ein; der Wagen ist von einem starken Parfümerieduft erfüllt, und am Ende der Strecke findet der Beamte meist einige sechsknöpfige Handschuhe und das ein oder andere Billetdour, das einer redet, zumUnterschied von den sonstigen Küchenfeen, den, Menegildas", die nur mit einem lumpigen Pesetas erscheinen und daher geduzt werden. An allen Verkaufsständen genießen erstere den hohen Kredit, den das Ge= flingel der großen Silberduros verleiht, Um das Herz einer dieser Herrscherinnen des Kochtopfes zu gewinnen, muß der Bewerber, sofern er zum Zivil gehört, schon einen guten Cordoveser Hut auf- und feine Stiefel anhaben, das Haar nach Toreroart nach vorne gefämmt tragen und nie um ein paar Witze verlegen sein. Militärs müssen mindestens die Unteroffizierstressen be= sitzen und der Artillerie oder Gendarmerie angehören.„ Viele verheiraten sich," wie es in den Zeitungsanfündigungen der Vermittler heißt. der Señoritas aus der Tasche gerutscht ist oder vielleicht auch einer Mama. Die Liebe nimmt es in Spanien nicht so genau! Die Linie nach dem Hippodrom sieht im allgemeinen wenige Herren, aber diese wenigen sehen ganz so aus, als ob sie mit siebenstelligen Zahlen rechneten. Desto mehr Gouvernanten, Kindermädchen und Ammen beherbergen die Wagen, Man hört englisch, französisch, deutsch und spanisch durcheinanderplappern. Der Rückweg vom Hippodrom zur Stadt wird dann zu Fuß ge= macht oder umgekehrt. Auch Kutscher, Lakaien und Kammerdiener der Insassen jener prächtigen Paläste, die die Castellana zu beiden Seiten einfassen, benutzen diese Strecke. Hier findet der Beamte nachher keine verlorenen Liebesbriefe, höchstens eine Kinderwindel! Die Leibeskadron vor dem Königlichen Palast. Umgekehrt entladen die ersten Wagen, die von der Fuentecilla kommen, eine Schar Tagelöhner mit kleinen armseligen Blechgeschirren, die sich neben den erwähnten Riesenkörben seltsam genug ausnehmen. Es handelt sich um die Straßenbahn, die an der Kapelle der Virgen de la Paloma vorbei über die Plaza de la Cebada durch das Toledotor nach Carabanchel führt, also die alten, aber vielen sympathischen Volksviertel durchschneidet mit ihren zahllosen kurzen und engen Gassen, wo die Klassen woh= nen, die nur ihr tägliches Brot im Schweiß ihres Angesichts verdienen. Eine andere Linie, die mit der vorigen den Wettbewerb in der Volkstümlichkeit aufnimmt, ist die nach der Plaza del Progeso. Sie wird von Cigarreras, don kleinen Modistinnen, Plätterinnen und Wäscherinnen der Lavapies-, der Magdalena- und Embajadoresstraße viel benutzt und auch von solchen, die gern einmal ein hübsches, frisches Gesicht sehen wollen! Eine andere ,, typische" Linie ist die nach den Ventas, wo die Octroischmuggler hausen, die Lebensmittel billig zu haben sind und zahlreiche Merenderos mit ihren Orgeln die unteren Klassen zu einem vergnügten Nachmittag oder Abend einladen. Die Fahrgäste zeigen meist Humor oder auch oft etwas zu viel Humor, je nachdem sie sich auf der Hin- oder Rückfahrt befinden. Noch fehlen zehn Minuten bis zum Beginn des Schauspiels. Aber das gewaltige Rund des Zuschauerraumes, das über 14 000 Menschen zu fassen vermag, ist schon bis auf den letzten Platz gefüllt. Unten das Volk. Die Männer in weiten, bauschigen Hosen, die rote Schärpe um die Lenden geschlungen, auf dem Kopfe den breiten flachen Hut der Caballeros. Die Frauen im hellen Festkleid, Haar und Brust mit Rosen geschmückt, als Kopfputz die altspanische Mantilla. Viele haben sehr edel ge=