Wohnort: Bitadtplän ichtung der elektrif welchem am 17. en- Versammlung zu g, daß die Gemein B zu diesem Bab heinen die Stadto anuntt aucnoanna h keinen Bedarf haben, eitere Bestellung aufzube Straße und Poststation: Unsere Velourbarchenten. zugstoffen in Buckskin, Cheviot, Kammgarn schwarz und tt und bedruckt Manschester, Wasch- und Jagdleinen, wollenen Kleiderstoffen, Blusen- und Ballkleideruter von schwarzen und farbigen, Mohairs, Alpaccas, Satins, Waschkleiderstoffen onen. Halbtuchen, Damentuchen, Unsere Kollektion für Damenkleider enthält Muster Wasch- und wollenen Westen usw. farbig, Paletotstoffen, Loden. Satin, S , Strumpfdiagonal, Anzerrenkleider enthält Muster von schwarz Tuch, Croisé, Strickwollen usw flanellen, für ine zweimalige Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) verteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg.- Erscheint Rittwochs und Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 38. Telephon: Nr. 362. Die Polizeigewalt im preußischen Abgeordnetenhause. Berlin, 9. Mai. Im preußischen Abgeordneten hase mußte heute zum ersten Male der Präsident von en ihm durch die Geschäftsordnung gegebenen Recht Sobrauch machen, einen Abgeordneten durch herbei= rufene Polizei zwangsweise aus dem male entfernen zu lassen. Es handelte sich um jes Sozialdemokraten Julian Borchardt, effen Berhalten die Anwendung dieser peinlichen Maß eggel nötig machte. Er unterbrach den nationalliberalen geordneten Schifferer, der zum Besitzfestigungsgesetz prah, durch fortwährende Zwischenrufe von den Stu ern aus, die unmittelbar zur Rednertribüne führten. Bohl fünf- bis sechsmal forderte ihn der Präsident auf, ice Zwischenrufe zu unterlassen und sich auf seinen Blz zu begeben. Da Herr Borchardt den Anordnunjen des Präsidenten nicht Folge leistete, schloß ihn der Bräsident Freiherr von Erffa für den Rest des Sitzmy stages unter dem lebhaften Beifall der großen Mehrjeit des Hauses von der Beratung aus. Herr Borhardt leistete aber der Aufforderung, den Saal zu veraffen, nicht Folge, woraus der Präsident die Sizung eine halbe Stunde vertagte und von dem zustänelektrischen Bahn igen Polizeirevier polizeiliche Hilfe anforderte. Ben und zurüd Borchardt setzte sich nun auf seinen Platz und verblieb Heer Personen a 24 out, bis die Sitzung wieder aufgenommen wurde. Auf also an 300 Aras Ersuchen des Präsidenten erschien nun, begleitet von gleich Hem Botenmeister des Hauses, ein Polizeileutnant, der 50 Personen pro em schriftlichen Ausweisungsbefehl vom Präsidenten entPfg. mal 300 genennahm und ihn dem Abg. Borchardt überreichte. Diefer weigerte sich auch jetzt, den Saal zu verlassen, odaß der Polizeileutnant nach dreimaliger ergebnis= ofer Aufforderung mehrere Schutzleute herbeiwinkte, die Der Borchardt geradezu aus dem Saale schleifen mußen. Als sich hierbei der Abg. Leinert, der neben dem Gesamtein be. Borchardt saß, weigerte, den Schutzleuten Plaz 20 machen, zogen ihn diese hinter den Regierungstisch, mihn dort freizulassen. Der ganze Vorgang spielte sich 55 000 Mark Austr lautloser Stille des Hauses ab, nur auf der Trier Steuerzahüre versuchte eine Dame eine Kundgebung durch die Summe von andellatschen, wurde aber von den neben ihr sitzenden wieder die Gewerbejonen durch Festhalten der Hände an weiterem veriftel, die übrigen inpert. Präsident Freiherr v. Erffa gab ſeinem lebobiger Summe not affen Bedauern Ausdruck, daß dieser unangenehme bus aufzubringen Bonfall sich ereignen mußte. Als dann in der Weiterei der immer mehr erhtung fortgefahren werden sollte, erschien zu allgeder Stadt Gießen einem Staunen Herr Julian Borchardt wiekostspieligen und im Saal und mußte von den erneut herbeige5 ift Pricht eines Polizeibeamten nochmals gewaltsam zeten, die Rentabilt werden. Damit sich das nicht wiederhole, benahme 50 Personen Ottober bis 1. würde eine Eindamit die Bürger Steuerzahler nicht ten überrascht werde ng des Aftienbrauen -Nähmaschine Unter Feinden. Roman von Karl Matthias. ( Nachdruck verboten.) Comm," sprach fie, Gott schüße uns alle!" Bourlier folgte thr scheu. Er schauderte vor der BeKonfektion und Sching' mit irgend einem Deutschen. Doch sollte ihm botrag. Reuerung, rad iese arter nicht erspart bleiben. elt jugleich febe Baht am ning burd eine fr abread Be Beiden durch den Korridor nach der ErkerReg. finens Brekfire schreiten wollten, vertrat ihnen der Krankenwärter .24, Linienftr. 196. derselbe, welcher die Damen empfangen hatte, fine Brone II mit bauberwelsch, pas du chemin, tci, Civilisten haben hier ehr. Gelt 30 Jahren G Reichseifenbahn- Beamten Arieger Bereine, berlenbet Fordon, Monfieur!" rief er in seinem tomischen - jebe art Snelberei, 40 foot zu fuchen." agobrelle. Febe Malchiolle. nilice Brobezelt 5 Ja Tumb Ratalog, Belobiga alt, nem bas bireften auf, ohne S te, bet us abre gen Seftig entgegnete Bourlier, daß er zu seiner TochAh, votre fille, oh, je comprend famose," sagte tieze, der den Inhalt von Bourlters Rede gewandt efaßt hatte." Bon Bon! Restez tct, ich plet en peu Monsieur le docteur superieur.„ Aujust," ieffer über die Treppe,„ komm mal rauf, Wache halten, bem en bischen plöblich!" AW 축 Da aber August nicht tam, gtng Kietze, ohne thn baarten und ließ den Weg fret. Bourlter öffnete worzüglich die Tür und trat in das Krankenzimmer. Defiree faß an der Seite des Bettes. In ihren tem ruhte die Hand des Geliebten, den fte zärtlich abde. Ste mochten gerade von ihrer Liebe gesproen haben, denn auf seinen Zügen glänzte der Auset wonnigen Entzückens. Als Bourlier die Tür öffrunnte sich den Grund thres Erbebens nicht erflända er von feinem Bette aus den Eintretenden nicht ben vermochte. in B.80,100,120,16 erbleichte sie und schwieg. Auch Waldemar stuzte. Fin Bilb irb, ag Berlange in unferer Gratisquali Giessen, Selle Giessen Der Vater," flüsterte Destree leise, während thr Serz in der Brust stockte. Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 11. Mai 1912. ver= setzte nun die Polizei im Auftrage des Präsidenten sämtliche Türen zum Sitzungssaal mit Schuhmannsposten. Zunächst wurde auch Herr Borchardt von Polizeibeamten begleitet, mit denen er allerlei Kurzweil trieb. So sprang er wiederholt in einen der Fahrstühle, wenn neben dem Fahrstuhlführer bereits drei Abgeordnete darin Platz genommen hatten. Da nun nicht mehr als vier Fahrgäste zugleich befördert werden dürfen, hatten suchen, wie sie ihres Schüßlings wieder habhaft wurdie Schutzleute das Nachsehen und mußten dann den, bis dann, wie gesagt, die polizeiliche Begleitung, die sich bis zu den verschiedensten Orten erstreckte, aufgehoben wurde und Herr Borchardt sich, abgesehen vom Sizungssaal, im Hause frei bewegen konnte. Ehe der Polizeileutnant das erstemal Borchardt sistieren wollte, hatte dieser erklärt, wer ihn von seinem Plaze bringe, vergehe sich gegen das Strafgesetzbuch, welches ein solches Vergehen mit einer Strafe bis zu 5 Jahren Zuchthaus ahnde. Der Präsident wies darauf hin, daß er im Hause das Recht eines Hausherrn habe. die Zur Errichtung eines Unfallkrankenhauses in Gießen. | ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Plazzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon Nr.: 362. 24. Jahrg. Aerzte durch das Bestehen einer solchen Anstalt enorme Schädigungen ihrer Tätigkeit und vor allen Dingen ihres Ansehens die unausbleibliche Folge sein werden. Erfahrungen, wie sie unsere Kollegen aus der Umgegend von Kassel durch das vor mehreren Jahren errichtete Unfallkrankenhaus Kassel- Wolfsanger zu ihrem Leidwesen machen mußten, zwingen uns dazu, gegen die weitere Gründung eines derartigen Unternehmens unsere ernsten Bedenken geltend zu machen. Wenn jeder Verletzte sofort nach Meldung des Unfalls der Fürsorge des Arztes, der die erste Hilfe geleistet hat, entzogen und in das Krankenhaus eingeliefert wird, so ist es klar, daß dadurch das Vertrauen der Bevölkerung in dem Praxisbezirk des Arztes zu diesem empfindlich erschüttert werden muß, da sie aus diesem Verfahren Zweifel von Seiten der betreffenden Berufsgenossenschaften oder Kasse an der Fähigkeit des Arztes, einen Verletzten sachgemäß zu behandeln, selbstverständlich folgert. Ist doch sogar in einem Artikel, der vor furzer Zeit im„ Gießener Anzeiger" durch einen Juristen veröffentlicht wurde, diesem Zweifel jetzt schon unbegreiflicher und völlig unberechtigter Weise flipp und flar Ausdruck verliehen,„ daß die meisten Aerzte von der Behandlung Unfallverletzter nichts verstehen"! Daß solche Beeinträchtigung der Ausübung des Berufs auf das Verhalten auch der Nichtangehörigen der Berufsgenossenschaften 2c. einen wesentlichen Einfluß ausüben wird, liegt auf der Hand. Wie sehr darunter die so notwendige Berufsfreudigkeit des Arztes leiden muß, braucht nicht betont zu werden. Wir erhielten folgende Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung: An die Redaktion der„ Gießener Zeitung" Seltersweg 83. Unterzeichnete ärztliche Kreisvereine Oberhessens und benachbarten ärztlichen Vereine der Provinz Hessen Nassau gestatten sich, Ihnen folgendes zu unterbreiten: " In der Errichtung eines Unfallfranken hauses sehen sie nach ihren Erfahrungen an anderen Stellen eine gefährliche Schädigung des ärzt- nahme Unfallverletzter und an Unfallfolgen Leidender in lichen Standes, sowohl in ethischer, wie materieller Hinsicht. Es ist ferner ihre sichere Ueberzeugung, daß die medizinische Fakultät durch ein Unfallfrankenhaus erhebliche Einbuße erleiden wird". Aerztlicher Kreisverein Gießen, Aerztlicher Kreisverein Friedberg, Aerztlicher Kreisverein Alsfeld. Aerztlicher Kreisverein Schotten, Aerztlicher Kreisverein Lauterbach, Aerztlicher Kreisverein Büdingen, Verein der Aerzte des Kreises Wetzlar. In der Begründung heißt es: Die in Gießen geplante Errichtung eines Unfall= errichtung angeführt wird, daß in ihm die jungen MeWenn als einer der Gründe für die Krankenhausdiziner für die Behandlung der Unfallverletzten ganz besonders gut vorgebildet werden sollen, so ist dem entgegenzuhalten, daß dies einerseits durch gesteigerte Aufdie Universitätskliniken in erforderlichem Maße geschieht, es andererseits bei Bestehen eines Unfallkrankenhauses für die Folge aber geradezu zwecklos wäre, da ihnen ja später die Verletzten doch sofort entzogen werden. Ja es wird dann dem Arzte sogar die Möglichkeit der in jedem Falle( besonders im Kriegsfalle) unbedingt erforderlichen Uebung im Behandeln von Wunden, Knochenbrüchen, Verrenkungen und anderen Verlegungen geradezu unterbunden. Sicherlich ist für die Ausbildung der jungen Mediziner der Unterricht in der Universitätsklinik der beste und geeignetste. Nicht minder schwer geschädigt wer= den weiterhin die in größerer Zahl bestehenden kleineren Krankenhäuser in unserer näheren oder weiteren Umgebung( Friedberg, Büdingen, Niederweifrankenhauſes gibt den unterzeichneten ärztlichen Vereinen Anlaß zu den schwersten Bedenken, da für die praktischen ſel, Hungen, Lauterbach, Laubach, Alsfeld, Bilbel, NauDer Verwundete verstand ihre Furcht nicht, er glaubte der Hausherr set in friedlicher Absicht zu thm gekommen. " O, Herr Bourlter," rief er bewegt, Ste besuchen mich? Wahrlich ein Glück, das ich nicht zu erhoffen wagte. Seien Sie mir willkommen, reichen Sie mir Ihre Hand." Er streckte dem Herrn die Rechte entgegen. Aber dteser schien es nicht zu bemerken. Langsam trat er an das Bett und berührte die Schulter seiner Tochter mit etstalter Hand. Komm," sagte er tonlos. Willst Du nicht Waldemar begrüßen, Papa? Steh, wie leidend er ist, wie er fich freut, daß Du bet thm erschienen. Reiche ihm die Hand zum Gruße, Papa!" " Nein, an seiner Hand flebt Oliviers Blut." „ Ste irren, Herr Bourlier, ich schwöre es Ihnen!" rief Tyrolt mit sichtlicher Anstrengung. Ich habe Oltvter retten wonen und es wäre mir gelungen, hätte er mich nicht heimtückisch angefallen. Hat er seine Tat mit dem Leben büßen müssen, so ist es nicht meine Schuld. Ich war bewußtlos und konnte ihn nicht vor der Rache meiner Leute schützen." „ Bah, Spitfindigkeiten, um mich an betören," unterbrach ihn Bourlier mit aufloderndem 8orn.„ Nemand ist an dem Morde meines Sohnes schuld, als Ste, mein Herr! Wer führte die Prufftens auf Schleichwegen nach der Fabrit? Ste! Ber verriet thnen die schwachen Stellen der Verteidigung? Ste! Wer trieb unsere Menge in die Enge, daß sie sich mtt Olivier an der Spize Treppe für Treppe, Stufe für Stufe verteldigen mußten? Sie! Als Spion wellten Ste in meinem Hause, als Verrä ter fehrten Sie dahin zurad. Ein Mörber And Ste hter geworden, fett möchten te auch noch ein Dieb werden, indem Sie meine Tochter stehlen. bez bas gelingt ghnen nicht! Rie wird Destree Ihr Welb! Jede Beziehung zwischen uns Bat aufgehört, Sie selbst haben ble lebten Fäden zerrissen, welche uns noch verbanden. Komm, Desiree!" Er ergriff rauh seiner Tochter Hand, um diese gewaltsam mit sich zu ziehen. Aber Desiree ent schlüpfte ihm. " Papa ich kann nicht mit Dir gehen. Laß mich bei Waldemar, den ich liebe und den Du so ungerecht gefränft." „ Du wagst es?!" rief Bourlier in unbändigem Zorne. " Ich muß Dir ungehorsam sein, weil Du Dich der besseren Einsicht verschließt. Waldemar braucht mich, wenn er genesen soll." " Was tümmert das mich? Zum letzten Mal forbere ich Dich auf, tomm!" Jean, Du versprachst mir Mäßigung", mischte sich Nataly in den Streit, ihren Bruder zurückhaltend, der fich wutschnaubend auf sein Kind stürzen wollte, um dieses gewaltsam an sich zu reißen. " Laß mich," donnerte der Sinnlose sich freimachend. Ich will die Ungehorsame zum Gehorsam zwingen. Wenn Worte nichts ausrichten, muß Gewalt sprechen. Und sollte ich sie mit meinen Fäusten aus diesem 8tm mer tragen, hter bleibt die Schändliche nicht!" Er ergriff die Hand setner Tochter, die einen Ietsen Schmerzensschret ausstieß. Vergeblich bemühte sich der Verwundete, sie zu schüßen. „ Herr Bourlier, erbarmen Ste fich!" rief er verzwel felnd aus. „ Erbarmen mtt Ihnen," hohnlachte dieser,„ oder mit dieser Ehrlosen? Lächerlich! Ehe ich mein Kind hter laffe, erdroffele ich es; tch wollte, ich könnte auch Ihnen an den Hals, elender Verräter!" Ich denke, bas werden Ste bletben laffen", unter Drach der Oberarzt den Rafenden. Endigen Ste diesen Auftritt, verlassen Ste ben Ort, ben Ste ohne Erlaubnis Betraten." ( FortseBuna folat.) heim, Limburg, Dillenburg, Ehringshausen 2c.) Auch ihnen sollen in Zukunft keine Unfallkranken mehr zugeführt werden bezw. sollen sie, sobald sie transportfähig Die geworden sind, ihnen wieder entzogen werden. dort tätigen Aerzte haben demnach nur die Mühe, den ersten Verband anzulegen, womöglich während der Nacht, oder erste Anordnungen zu treffen, die Fortsetzung der Behandlung wird ihnen einfach entwunden. Dabei sind diese Krankenhäuser unzweifelhaft erstklassig eingerichtet und geleitet. Es kann ferner nicht genug die Notwendigkeit hervorgehoben werden, daß der Arzt mit seinem Patienten in Berührung bleibt und daß er auch fernerhin sich von seinem Befinden überzeugen kann. Das tann aber nur geschehen, wenn die betreffenden Verletzten in ein nahegelegenes Krankenhaus eingewiesen werden können. Auch erheischt es das Interesse sowohl des Kranken wie seiner Angehörigen, beiden die Möglichkeit des Besuchens zu erleichtern. = | lich macht die Unfallversicherung nur einen kleinen Teil der sozialen Medizin aus. Invalidenversicherung, Seus chengesetzgebung, Sanitätspolizei, Vorbereitung für den ärztlichen Beruf, das Verhalten der Aerzte untereinander und dem Publikum gegenüber u. s. f. sind jeden= falls ebenso wichtige Bestandteile. Das alles kann in einer der Kliniken durch besonderen Lehrauftrag einem der Dozenten gelehrt werden; es ist garnicht nötig, daß es ein Chirurg ist, liest doch beispielsweise in Bonn seit Jahren ein interner Mediziner( Professor Rumpf) über soziale Medizin. Auch unsere Universitätskliniken werden großen Schaden erleiden. Das Material zu Behandlungs- und Lehrzwecken wird ihnen in empfindlicher Weise entzogen. Daß diese Krankenhäuser zur Behandlung und Begutachtung der Verletzten ungeeignet seien, wird niemand im Ernst behaupten wollen. Auch besteht hier da mediko- mechanische Institut des Herrn Sanitätsrat Dr. 3 inßer, dem seither zur Behandlung und Begutachtung eine große Anzahl Unfallverletzter überwiesen wurden, und das anerkann termaßen vorzügliche Erfolge aufweist. Außerdem besitzt die chirurgische Klinik ein mediko- mechanisches Institut, in dem den Studenten Gelegenheit geboten wird, sich mit dieser Art der Behandlung vertraut zu machen. Ganz besonders schwer würden natürlich die chirurbe= gische und Augenklinik den Verlust an Material zu flagen haben. Ist es doch sicher, daß fast ein Drittel aller behandelten Fälle aus Unfallverletzten besteht. Hierher gehören nicht nur die direkten Verletzungen der Knochen und Weichteile, der Augen und Ohren, sondern auch tuberkulöse Erkrankungen und Bruchleiden. Denn es ist eine Erfahrungstatsache, daß die mit einem solchen Leiden Behafteten( bes. die Tuberkulösen) stets einen Unfall für die Entstehung ihrer Erwerbsbeschränfung verantwortlich machen. Dazu kommt noch das große Heer der Unfallsnervenkranken. von In erster Linie wird selbstverständlich die Möglich keit der Ausbildung der Studierenden und auch der an den Kliniken tätigen jungen Aerzte schwer getroffen werden, ein Umstand, der für den künftigen Zuzug Studenten sehr ins Gewicht fällt. Die medizinische Jugend soll nicht zur Ausführung großer Operationen, sondern zur Behandlung praktischer Fälle vorbereitet werden. Gerade diese Fälle würden aber den Kliniken genommen werden, sodaß dem Studierenden, der zum Zwecke seiner Ausbildung eine Anstalt mehr besuchen müßte, das Studium unnötigerweise erschwert würde, was manchem Studenten den Besuch einer anderen Universität vorteilhafter erscheinen lassen wird. von Wenn von Seiten mehrerer Berufsgenossenschaften Bedenken dagegen geltend gemacht worden sind, daß an den Universitätskliniken die Gutachten meist durch Assistenten und nicht durch den leitenden Arzt ausgestellt werden, so ist es wohl sicher, daß bei einem Unfall= krankenhaus von Hundert und mehr Betten, wie das zu errichtende geplant ist, der Chefarzt wohl auch nicht in der Lage sein dürfte, alle Gutachten selbst abzugeben, sondern daß dies genau in derselben Weise zum weitaus größten Teile den Assistenten überlassen werden müßte. Für einen großen Irrtum halten wir es außerdem, wenn die Berufsgenossenschaften glauben, durch Behandlung eines jeden Unfallverletzten im Unfallkrankenhause große Ersparnisse zu erzielen. Zugegeben werden kann immerhin, daß eine Anzahl von Fällen schneller geheilt werden und dementsprechend eine Reihe von Rentenzahlungen früher in Wegfall kommen können. Dem gegenüber sei aber darauf hingewiesen, daß die Verletzten sich gegenseitig beeinflussen und darüber belehren, auf welche Weise die Aerzte bei der Untersuchung ge= täuscht werden können, und wie die größte Rente von der Berufsgenossenschaft zu erlangen ist. Es werden sich im Unfallkrankenhause immer Patienten vorfinden, die sich im vorgeschrittenen Stadium der Rentensucht befinden, und gerade diese werden die Neuankommenden auf Grund überlieferter und gesammelter Erfahrung sowie durch ihr Vorbild mit dem Unfallrentenbazillus in fizieren. Es wird sich also mit Sicherheit eine Vermehrung der Unfallneurosenfälle ergeben. Werden dagegen derartige Patienten mit anderen Kranken zusammen verpflegt, die ein Interesse daran haben, eine möglichst vollständige und rasche Heilung zu erzielen, so wird eine derartige Ausbildung und Heranzüchtung des Simulantentums nicht zu befürchten sein. Im Gegenteil ist der günstige Einfluß anderer Kranker auf Unfallverletzte erwiesen. rokko geschädigt worden. Ein deutscher Staatsbürger wurde in der Nähe von Marrakesch von aufständischen Marokkanern gefangen genommen. Aus allen diesen Gründen nehmen die unterzeichneten ärztlichen Vereine entschieden Stellung gegen die Errichtung eines Unfallkrankenhauses die Monopoli sierung der Unfallbehandlung bedeutet- sei es hier in Gießen( zu Gunsten einer einzelnen Person) oder an einem anderen Ort. Politische Rundschau. Deutschland. Berlin, 10. Mai. Der Kaiser, dessen Fahrt durch das Mittelmeer von herrlichem Wetter begünstigt war, ist gestern Freitag in Genua eingetroffen, von wo er direkt nach Karlsruhe weiterfuhr. * Japan. dichon im M es nun, daß e Wiefen, Klee tellte Sadfruch wird, sei es, ist die durch d bedeutend. J ng jogar das der Waggon T Tokio, 9. Mai. Der Kaiser erwiderte heute den Besuch des Prinzen Waldemar von Preußen. Aus Stadt und Land. Gießen, 11. Mai 1912. n Gießen. Der außerordentliche Professor Dr. Richard Laquer in Straßburg hat den Ruf an die Landesuniversität als Nachfolger des ordentlichen Professors Strack angenommen. * Auf Befehl des Kaisers erscheint auch der Staatssekretär des Auswärtigen v. Kiderlen- Wächter gemeinschaftlich mit dem Reichskanzler und dem Botschafter von Marschall heute in Karlsruhe, um dem Monarchen Vortrag zu halten. n Gießen. Im großen Saale des Hotels Groß herzog von Hessen sprach am Dienstag abend der Po larforscher Dr. Frederick A. Co ok vor einer ansehnlichen Zuhörerschaft über seine Polarreise. n Gießen. Der seit länger als fünf Jahren schwebende Prozeß Webers Erben gegen die Stadt Gießen wegen 18 Quadratmeter Hintergelände des Grundstückes, auf dem einst die sogenannte„ Krache burg" an der Neuen Bäue stand( es handelt sich um das Eigentumsrecht an einem ehemaligen, durch die Ka nalisation weggefallenen Flutgraben), ist nunmehr vom Cberlandesgericht in Darmstadt zu Gunsten der Stadt entschieden worden. Die Gerichts-, Zeugen- und Anwaltskosten, die die unterlegene Partei zu tragen hat, betragen über 2000 Mark. Sodann wird aber auch der Staat späterhin selbstverständlich die Kliniken petuniär in bedeutend höherem Maße unterstüt3 en müssen, wenn fast ein Drittel der Einnahmen die Angehörigen von Berufsgenossenschaften und Kassen zahlen im Durchschnitt einen etwas höheren Verpflegungssatz als die selbstzahlenden Patienten 3. Klasse für die Folge wegfallen wird. Um das Krankenhaus rentabel zu machen, wird beabsichtigt, auch Privatpatienten aufzunehmen. Diese aber führen gerade den Kliniken wegen ihrer höheren Pflegesätze erhebliche * Berlin. Wie die„ Tgl. Rundsch." erfährt, hat Einnahmen zu, die dann in Wegfall kommen würden. Es müssen also die Finanzen des Lan- Freiherr Marschall von Bieberstein den wichtigen Bodes in erheblich stärkerer Weise belasten der Londoner Botschaft übernommen. Sein Nachfolger in Konstantinopel wird Freiherr von Wangen= stet werden. heim werden. Es ist auch der Plan geäußert worden, das Unfallfrankenhaus als ein von den Kliniken abhängiges Nebeninstitut zu errichten. Wir Aerzte sind davon überceugt, daß dies nur ein Umweg zur Erreichung eines von der Universität später unabhängigen Krankenhauses sein wird, dem dann auch mit die Rolle des vor nicht langer Zeit abgelehnten städtischen Krankenhauses zu= fallen soll. Ferner ist der Rat gegeben worden, mit dem Unfallfrankenhause einen Lehrstuhl für soziale Medizin zu verbinden. Wir Aerzte würden dies mit Freuden begrüßen, sehen jedoch die Notwendigkeit einer Verquickung des Lehrauftrages für soziale Medizin mit der Errichtung eines Unfallkrankenhauses nicht ein. BekanntWenn Sie den besten Malzlaffen haben noollan, dann müssen Sie ausdrücklich Kathreiners Malzloffen nomlangan. Das Gehalt mouft 61 * Der parlamentarische Abend beim Reichskanzler am Donnerstag, der von sehr zahlreichen Reichstagsabgeordneten aller bürgerlichen Parteien, den Staatssekretären, preußischen Ministern und Bundes= sönlichkeiten besucht war, nahm einen sehr harmonischen ratsbevollmächtigten, sowie sonstigen hervorragenden PerVerlauf. * n Gießen. Unser Regiment kehrt am 15. Mai von Langen in zwei Sonderzügen hierher zurück. o Friedberg. Der Großherzog hat am 27. April den Bureauvorsteher bei dem Kreisamt Fried berg, Kanzleirat Heinrich Kreuder auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 15. Mai lfd. Js. an in den Ruhestand versetzt und ihm aus diesen Anlaß das Rit terkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Oldenburg, 10. Mai. In der gestrigen Reichstagsersatzwahl im 2. oldenburgischen Wahlkreise Varel- Jever siegte Dr. Wiemer( fortschr. V.) mit 15 854 Stimmen über Hug( Soz.), der 13 474 Stim men erhielt. Frankreich. * Paris, 9. Mai. Während die Pariser Chau vinistenblätter den Ueberfall auf die Farm des Deutschen Renschhausen bei El Ksar als Harmlosigkeit darzustellen fortfahren und sogar andeuten, Deutschland suche Frank reich zu chikanieren und einen Anlaß zur Aenderung des Marokkoabkommens zu gewinnen, ist trotz des franzö fiſchen Protektorats schon wieder ein Deutscher in a Pfeil dreieck- Seifen sind die besten эко Verkaufsstellen durch dieses Plakat kenntlich. 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Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt. Nachm. 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Gel änliches. )( Eine nicht zu unterschätzende Spar Gelegenheit bietet der sich bei den Landwirten mehr und mehr verallgemeinernde Brauch, Thomasmehl für Herbstdüngung nicht nur früher zu beziehen, son Hämorrhoiden nitt 3irfa 31 2 Ha auch goldene Ader genannt, wer den verursacht durch Störung Der Leber und des Darmes, spe ziell durch hartnäckige Verstop fung und durch Genuß von viel scharfgewürzten Speisen und vielen Spirituosen verschuldet. In Dr Wegener's Tee be ſizen wir ein probates Mittel diesen lästigen Zustand zu be seitigen. Man trinkt jeden Abend vor dem Schlafengehen ein. Tasse von diesem Tee und die Wir fung ist überraschend. M. 1.50, in Apotheken erhält lich; wo nicht vorrätig wende man sich an Ferromanganin Gesellschaft, Frankfurt a. M. Kronprinzenstr. 55. Preis ( 147) W W Zu Schühman verwen werden. G be 200 Pflanz En bieber ge. Bele Bricht, 200 7 3fg 245 m. ober 20 bismal 400 Big en 200 Bilanze De 18. Mai beftellt, Bel Nichtgef. Gell Haliflor- Sor Erzeugt reinen schnell, sicher u. Parfümerien und durch Hallflor Deutscher Staatsbürg eich von aufitandij auch schon im Mai oder Juni auszustreuen. Sei es nun, daß Thomasmehl auf Brache, auf abrritete Wiesen, Klee- und Futterfelder oder auf beis bestellte Hackfrucht- und Gründüngungsschläge ausfret wird, sei es, daß man es teilweise einlagert, aiser erwiderte beme ist die durch den Bezug im Mai gemachte Erar von Preußen. Land. Biegen, 11. Mai 10 entliche Profeffor rnis bedeutend. In diesem Jahre beträgt die Mairgiftung sogar das Doppelte als in früheren Jahren, az; der Waggon Thomasmehl von 10 000 Kilo im rdychnitt zirka 31 Mork billiger kommt, als im Herbst. hat den Ruf an des ordentlichen Saale des Hotels G Dienstag abend der of vor einer anje Bolarreife. nger als fünf Ja Erben gegen atmeter Hintergeli Die sogenannte„ A ( es handelt sich emaligen, durch die ben), ist nunmehr zu Gunsten der G 5, Zeugen- und Bartei zu tragen ent fehrt am 15.9 n hierher zurüd. oßherzog hat am em Kreisamt F der auf sein langjährigen t Nai Ifd. Js. an in diesen Anlaß das ordens Philipps richten. in Gicken, Mai, Rogate. firche. wabe. ie Neutonfirmierten Ed. e für die Matthäus er D. Schlosser. sfeld. ie Neufonfirmierten Isheimer. die Lutasgemein er Bechtolsheimer. in Gicken 2. Mai. Ostern. genheit zur hl. Beid effe. l. Kommunion. redigt. Predigt. Darauf Andacht. bes. erschäßendeG ich bei den Land de Brauch, Thomas rüher zu beziehen, Joiden jun Ar Leipzig: genannt, w urch Störns Darmes, idige Vers enuß von Speisen en verschuld ener's Tee obates Mit ustand zu ft jeden Ab chen ein. und die hend. V thefen erh Belauntmachung. Nachdem die unter dem Schweinebestand des Gerhard Schwalb zu Gießen, Frankfurterstraße Nr 127, ausgebrochene Rotlausseuche erloschen ist, wird die angeordnete Sperre aufgehoben. Gießen, den 5. Mai 1912. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Hausfrauen wahret Euern Vorteil! Wer auf seinen Vorteil bedacht ist, verwendet Perlka den neuen Kaffee Ersatz. Perlka ist doppelt so ausgiebig wie andere Kaffee-Ersatzmittel und doch nicht teurer als diese. Dabei schmeckt er überraschend kaffeeähnlich, hat keine lästigen Hülsen und ist durchaus gesund. Einfach überbrühen und ziehen lassen. Noch Eins zum Vermerk: Vorrüge Lederputz- Crème Kavalier Das Beste vom Besten 70% Lassen Sie zum Putzen des Rud. 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Es ist dasselbe Gefühl, das einst die liederfrohen Minnesänger im Frühling von Burg zu Burg ziehen ließ, das den Wanderburschen heitern Sinns jein Ränzel schnallen läßt und das auch heute den Reiselustigen und Naturfreund hinauslockt. Auf daher und den Rucksack umgeworfen, den Wanderstab in die Hand und hinaus! 14 Tage durch den südlichen Schwarzwald, Wandern in der hehren, freien Gottesnatur der Berge, in ihrer reinen, fräftigen Luft, umfangen von dem erqickenden, stärkenden Frieden der über das Men. schentreiben erhabenen Natureinsamkeit. Ist das nicht köstlich, erfüllt dies nicht alles Sehnen, das der weiche Lenzhauch jäh geweckt? Freiburg nennt sich die Pforte zu Hochlandzauber und Talreiz; als trefflichsten Stützpunkt für seine Schwarzwaldfahrt wählt säumen wieder blumige Matten die Straße, welche wir bei Höllsteig verlassen, um auf vielhundert Stufen und leichten Brücken durch die Ravennaschlucht mit ihren wildschäumenden, stürzenden Fällen zu wandeln. Bald nach Austritt aus der Schlucht gewinnen wir die Landstraße wieder und zugleich den höchsten Punkt des Tales. Gegenüber liegt, artig und malerisch, das kleine Hinterzarten, während der Wegweiser gen Norden die berheißungsvollen Höhen Breitnau, Thurner, Weißtannenhöhe und weiter die weltentzückten Dörfer St. Peter und St. Märgen anzeigt. In Titisee wird genächtigt. Am taufrischen Morgen geht's hinüber zum Hochfirst, von dessen Gipfel aus wir in beschaulicher Ruhe die Wunder tiefernster Hochwaldstimmung und Ferntälereinsamkeit crfennen und begreifen lernen; und zu unsern Füßen erscheint das Bild des strahlenden Sees, aus dessen flarem Spiegel der Kranz der umrahmenden Höhenzüge nochmals unser Auge trifft. Der Abstieg erfolgt nach Neustadt, dem aufstrebenden In dustriepläßchen; von hier bringt uns die Bahn nach dem aus dem großen Brande von 1908 neu und schöner auferstandenen Donaueschingen. Reiche Schäße bergen die Archive und Sammlungen des fürstlichen Schlosses; von dem vielerlei Sehenswerten interessiert die im Schloßpart gefaßte und von Künstlerhand in Marmor verbildlichte Donauquelle" am meisten. Bartle am Feldberg. es der Wanderer und strebt von hier aus den Bergen კ 14. Durchs Höllental jei die Losung des ersten Tages. Läßt die Bahnfahrt einen schon die Schönheit und Wucht der zackigen Zinnen und Felsen und der ragenden Edeltannen recht ausgiebig bewundern, so verlohnt es sich doch, von Himmelreich ab auf Schusters Rappen gen Titisee hinaufzuwallen. Anfangs in behäbiger Breite, verengt sich das Tal zu. sehends. Allmählich weitet sich die Hölle". Talauf Schon ruft der dritte Tag zu neuen Taten. Von Döppingen führt die Wanderung durch die kühlen Täler der Wutach und Gauchach. Die harmonischen -111 & อ 1 But we can • ualal][ vc_Bangizal pou 11qplying lag 2 in a aquap bu gaz aut Inv Huvu ol 1130 Jm südlichen Schwarzwald. Aus aller Welt. 7 9 Blick auf St. Blasien. Melodeien des munter plätschernden und gurgelnden Wassers begleiten uns auf dem langen Marsch durch die bald grotesken Felsszenerien, bald lieblich anmutigen Auen. Wir folgen den gut kenntlichen Pfaden, kommen am forellenberühmten Bade Boll vorbei und halten in Bonndorf wohlverdiente Rast. Der folgende Morgen trifft uns in den schattigen Schluchten des Schlücht tales, das einer ganz eigenartigen Romantik nicht entbehrt. Am Abend nimmt uns das reizvoll auf der Höhe des Rheinufers gelegene Waldshut in seinen gastlichen Mauern auf, wo sich uns ein köstliches Panorama des Schweizer Vorlandes. entbietet. Durchs Albtal lautet die Parole am fünften Tage. Nicht leicht läßt sich im Schwarzwald Vergleichbares dieser felswilden Großartigfeit zur Seite stellen. Mächtig rauschen und poltern die weißschäumenden Fluten des Alb über die Steinblöcke dahin. Durch kurze, feuchtfalte Tunnels ist hier und dort dem Weg eine Bahn gebrochen, später nimmt uns die kunstreich, hoch über dem sprudelnden Flüßchen erbaute Straße auf. Schon winkt in der Ferne die gewaltige, fupfer- gedeckte Kuppel der als Nachahmung des Pantheons in Rom erbauten St. Blasier, Kirche. St. Blasien! Gerne möch ten wir hier länger verweilen, doch schon lockt die würzige Morgenfrische zu neuen Unternehmen. Auf gut, angelegter Straße schlendern wir entlang der tief eingesägten Schwarza zuni waldeinsamen, stillen Schluchsee, über welchem der BROCH man unterwegs zwischen abenteuerlich gestaltetem Felsgewirr. Vorbei an den ausgedehnten Gebäulichkeiten des in muldenförmiger Vertiefung liegenden Feldbergerhofes gewinnen wir nach kurzem, aber starkem Anstieg den Seebuck, wo die aus aufeinandergeschichteten Gra nitblöcken errichtete Kanzlersäule sturm- und weiterstroßend über die weite Bergwelt schaut. Tief unten, am Osthange des Bucks, umgeben von steilen mit uralten Tannen bewachsenen Fel: wänden, träumt die schwarze Flut des Feldsees. In einer weiteren halben Der Schluchsee. gleichnamige Luftkurort erhöht gelegen. Nicht mehr allzulange wird es gehen, und der Hauch weltferner Gebirgseinsamkeit, der über dieser markigen Landschaft liegt, ist dahin. Schon ist der Bau der Eisenhahn Titisee- Schluchsee- St. Blasien beschlossene Sache, und gar bald werden auch durch diese am längsten die Ursprünglichkeit bewahrte Gegend die Züge dahinrattern. Ueber Aha- Zweiseenblick- einer der lohnendsten Aussichtspunkte des Gebirges ersteigen wir andern Tages den Feldberg. Prachtvollen Waldlandschaften mit wuchernder Moos- und Farnvegetation begegnet Stunde sind wir am Feldberggipfel. Großartig ist der Rundblick, der sich jetzt dem überraschten Besucher offenbart.. Fern im Süden grüßen die gigantischen Redken der schneebedeckten Alpenfette von der trokig und dunkel sich auftürmenden Kalfwand der Zug spite bis zum blendend weiß schimmernden Schneedom des Montblanc. Im Westen breitet sich, lang hingestreckt und tief eingesenkt, die oberrheinische Ebene aus, durchzogen von dem silberglänzenden Band des mächtigen Stromes. Aus der Tiefe ragt inselartig das kleine vulkanische Kaiserstuhlgebirge hervor, und jenseits des Rheines erhebt sich das Massengebirge des Wasgenwaldes, an Höhe dem Schwarzwald nahezu gleichkommend. Die Rauhe Alb wird im Osten sichtbar, und nach Norden und um uns dehnt sich das Gewimmel der Schwarzwaldhöhen. Als Abstieg von Feldbergs Höhen wählen wir den durch eine prächtige Moränenlandschaft sich schlängelnden Weg nach Meuzenschwand. Gemächlich bummeln wir nach St. Blasien, nächtigen hier und gehen im Frühtau des Morgens nach Todtmoos, dem weit zerstreuten Dorf und Luftkurorte. Im Kurhaus Schweigmatt gönnen wir uns Rast und besuchen, sofern die Zeit noch gestattet, die beim Ostausgange des über 3 Kilometer langen Großherzog- Friedrich- Tunnels gelegene Hasler Tropfsteinhöhle. Ucberaus interessant mit ihren vielfach recht phantastisch gestalteten Kalkgebilden ist diese seit einiger Zeir elektrisch beleuchtete Unterwelt, wohin einst schon Scheffet. es Kaiser Wilhelm hatte letztes Jahr auf Korfu nicht bloß Gelegenheit, seine Vorliebe für die Marine zu betätigen, er hat auch lebhaftes Interesse für die griechische Altertumskunde gezeigt. Auf dem Isthmus der altgriechischen Stadt Kerkyra, dort, wo, wenn Homer wirklich mit seinem Phäakenland Korfu im Auge hat, die ältesten Heiligtümer zu suchen sind, waren ganz unerwartet Fragmente uralter Tempelgiebelskulptur n zutage gekommen. Die griechische Regierung ließ nun letztes Frühjahr an der Fundstelle nachgraben. Der Erfolg war so glänzend, daß die Kunde davon auch ins Achilleion und zu den Ohren des Kaisers drang. Sofort eilte er zur Aus grabungsstätte; in seiner Gegenwart wurde nun der Hauptfund gemacht, die Mittelfigur, eine ins Knie gesunkene Gorgo Kalifornische Dorados. von gewaltiger Größe, von Perseus und Pegasus umgeben; zwei folossale Löwen in sigender Stellung flankieren die Mittelgruppe. Den Kaiser ergriff solche Begeisterung, daß er in Gemeinschaft mit dem Kronprinzen selbst Hand anlegte, die ausgegrabenen Platten abzuwaschen. Seither konnte man täglich die hohen Herrschaften bei den Ausgrabungen sehen, und besonders unser Kaiser wich manchmal den ganzen Tag nicht von der Stelle, bis am Abend das Graben eingestellt wurde. Heuer sind die Ausgrabungen auf Korfu, das jetzt von den Dampfern des Norddeutschen Lloyd angelaufen wird, auf Kosten des Kaisers in weiterem Umfang wieder aufgenommen worden. Aus aller Welt. Wir folgen den Spuren Bret Hartes, Charles Warren Stoddard's Thomas Starr Kings, Joseph Le Contes, Joaquin Millers und vieler anderer aus der amerikanischen Schrift: steller und Dichterzunft. Die felsige, da und dort von vereinzelten sowohl, als in Wäldchen vereinten breitästigen Zypressen bestandene Steil: küste, an welcher die Brandung schäumend zerschellt, dehnt Fischfang im Winter in Schweden. sich weit nach Nordwesten aus. Weiße Villen, Cottages und Hotels schimmern aus buntfarbigem Blumenflor, ab und zu von einer Fächerpalme oder immergrünen Erlen beschattet, von der Höhe zu uns hernieder. Nach Südosten macht das nadelartig spitze und als steile Felsenwand senkrecht, ohne Strandbildung in das Meer stürzende Kap, von dem Wasserstaub der gewaltigen Brandung in einen durch sichtigdünnen Schleier gehüllt, den Beschluß. Nach Norden ragen die Bergkuppen der Sierra Canta Luzia und der Santa Cruz Ranch der Küstenfordillere, deren viele Schnee= firnen in der Sonne glizern. Aus dem Grün der Täler und an den Berghalden, halbverdeckt durch die Reben der Weinberge, lugen Hunderte von kleinen, weißlich- grauen Winzerhäusern. Und plötzlich hält der Expreß in dem reizenden Shasta Springs. Schweden ist auch im Winter von großer Anziehungskraft. Zwar tra gen da stolze Ströme nun seine Fesseln, die er nur hie und da in trotziger Kraft zersprengt. Statt rauchender holzbeladener Dampfboote cilen lustig klingende Schlitten auf seinem Rücken dahin. Und seine Umgebung, die wogende alles überdeckt Bergkette, die tiefen Täler und Schluchten von dem blauweiß leuchtenden Schnee. Schwer beugen sic) die Tannen unter der Last des Schnees, und zierlicher Filigranarbeit gleich scheint das feine Geäst der schlanken Birken. Schneeflocken durchtanzen die Luft und bedecken auch uns mit ihren weißen unzähligen Sternchen, bis wir selbst ein Stück dieses Winterbildes scheinen. Welche Farbenpracht des winterlichen Gewandes! Dort die leuchtenden Höhen so dunkelviolett, hier ein Durcheinander von schwarzweißgrauen Farben. Dort die Berge im satten Blau. hier in leuchtender Weiße der Areskutan. Schon der erste Tag bietet einen so herrlichen Anblick, daß er fast den Atem nimmt. Die Sonne wirft im Untergehen einen rosenroten Schleier über die Aresfutan und Wullfjället, so daß sie wie ein großes stilles Feuer erglänzen. Schwärzer erscheinen dagegen die Wälder, blauer das benachbarte Rengebirge. Langsam wird der Schein matter und matter, bis er ganz verlöscht, und der Areskutan wieder hoch und unnahbar sein silbernes Haupt gegen das farben= reiche Gewölk erhebt. 41 Ankunst in Shasta Springs in Kalifornien. sts uoa ha sva njoy juv uovunqvable a qu gana uaa pu bus qua su quae v sig Buzuku tupuvi par a sualaq qu a nqvavsnitt in the uvull aquilo] 13} uap[ vmnÙqv uay] b] f, แอ น อ qoaŪzBsnv อ ลู ´3] U3jup Quv มิ q] อ แอ Luichuang แอ Q 1! lu ivQP| u อน อ H น! 13 Wvg‘ Gun อ ปู โล บิล L apa![ Gaa aalog แอ addn 31Q 133lb Buna u by snjost qun sna od ng un pro su pпv uoavq e gvg' qual al ava Bj as a gay Bun vaqvlqua нашлаб бори paparan uv bu na ve a ne te bu naay qub] lajvv usual in plain azula luam he way to be a paganda and a gong puno tuv que se a ' am 6 Frühlingstage auf Korfu. Benizze, einer der schönstgelegenen Küstenorte der Insel Korfu. Durch einen altehrwürdigen Torturm tritt man in die engen, schattigen Gassen der Altstadt. Im Bogen führt die Hauptstraße zur Esplanade hervor, wimmelnd von Menschen, die sich zwischen den Tischen und Buden der Händler drängen, ein lebhaftes Markt- und Basartreiben, durch das der Fremde sich fast schon in den Orient versetzt fühlt. Oben angelangt, staunt man über die kolossalen Häuserwürfel, mit denen die Engländer einst die Esplanade und die höchsten Teile der Stadt geschmückt haben; sie leisten jetzt zum Teil dem Fremdenverkehr treffliche Dienste, indem die stattlichen Räume zu prächtigen Gasthöfen umgewandelt sind. Die Stadt selbst ist bald gesehen. Die öffentlichen Anlagen, mangelhaft gepflegt, sind kaum imstande, das verwöhnte Auge des Nordländers, der hochgespannte Erwartungen mitbringt, dauernd zu befriedigen. Umsomehr richtet sich das Auge des Beschauers auf das bunte Leben und Treiben, das sich besonders an den griechischen Ostertagen auf Straßen und Plätzen entwickelt. Schon am Palmsonntag kommen die Landlente scharenweise zur Stadt. Ihre bunten Trachten beleben die städtische Menze. Der weibliche Sonntagsstaat gelbes Kopstuch, rote Tücher auf blendend weißen Hemden, viel derbes Schmuckzeug auf der Brust und an den Ohren, mutet ganz italienisch an. Nun beginnt ein schwungvoller Schaf- und Lämmerhandel. Die Tiere werden teils herdenweise durch die Straßen getrieben, teils einzeln an Stricken von Haus zu Haus gezogen; und wenn sie schließlich nicht mehr gehen können, so trägt sie der Bauer wohl nach Art des guten Hirten bequem über den Schultern, oder auch nach Art der bösen an den zu: sammengebundenen Beinen, den Kopf nach abwärts, bis ihnen die Augen starr aus den Lidern hervorquellen und manche schon mehr tot als lebendig erscheinen. Bald steht vor jedem Haus ein Opferlamm, von den Hausgenossen liebreich gepflegt und mit bunten Bändern geschmückt, ein willkommenes Spielzeug der Kinder. Am Ostersamstag zieht vormittags eine große Prozession durch die Straßen; auf kostbarer Tragbahre wird die Leiche des heiligen Spiridion, des Schutzpatrons der Stadt, vorangetragen. Sobald gegen 11 Uhr der festliche Zug die Hauptlirche wieder erreicht, erklingen alle Gloden, Schüsse und Feuerwerk flingen allerorts, ja aus allen Fenstern fliegen alte Töpfe und Teller auf die Straße und zerschellen klappernd auf dem Pflaster; ein Höllenlärm, wohl geeignet, auch den bösesten Geist in die Flucht zu schlagen. Gleichzeitig stürzt der Hausherr mit gezücktem Messer auf den erschreckten Haushammel und schneidet ihm jählings den Hals ab. Das Tier wird nun am Türpfosten aufgehängt, abgehäntet und ausgenommen; die Gedärme werden zu dem Blut in die Gosse geworfen, eine Beute der Hunde, die Felle aber wandeln rasch zum Händler, und wenn am Nachmittag die Familie andächtig um das offene Feuer sitt, über dem der Hammel langsam am Spieße gedreht wird, hängen sie bereits vor der Stadt an langen Seilen beisammen, um an der Sonne zu trocknen. Den Höhe und Wendepunkt der Festwoche bezeichnet der nächtliche Gottesdienst, der kurz vor Mitternacht auf der Zitadelle beginnt. Auf dem freien Plaß vor der tempelartigen Burgkirche wird ein viereckiges Podium aus Holz aufgeschlagen und mit Girlanden geschmückt; ein einfaches Lesepult steht in der Mitte. Während zwei Priester in der Kirche endlose Litaneien absingen, sammelt sich draußen allmählich die Gemeinde und besetzt still und geordnet den Kirchplatz mitsamt den Wällen und Mauern und den steilen Felshängen ringsherum. Endlich um 12 Uhr ziehen die Priester in feierlicher Prozession aus der Kirche. Fackelartige Lichter von erstaunlicher Dicke und Länge werden vorangetragen, dann folgt das Kreuz und hinter ihm der älteste Pope mit dem Evangelium, von zwei jüngeren Priestern begleitet. Knaben mit Heiligenbild und Lichtern schließen den Zug, dem die Menge nachdrängt; jedermann hat eine brennende Kerze in der Linken, die Rechte frei, um jederzeit das Zeichen des Kreuzes vor Gesicht und Brust machen zu können. Nun zündet auch die Gemeinde rings auf ihrem erhabenen Standpunkt die Lichter an; ein zauberhafter Anblick, alle die beleuchteten Gesichter auf den Wällen und Felsen im Rahmen der dunklen Mitternacht. Die Priester psalmodieren weiter, während das Heiligenbild zum Kuß herumgereicht wird. Da schlägt es Mitternacht. In feierlicher Formel verkündigt der Pope:" Der Herr ist erstanden", und sofort ertönen schmetternde Fanfaren, die den Donner der Festungsgeschütze auslösen, der die frohe Kunde hinüberwettert in die schweigende Stadt. Nachdem noch die Herren und Damen der hohen Gesellschaft das Evangelienbuch getüßt, schreitet die Prozession, wie sie gekommen, feierlich zur Kirche zurück, während der Hof abfährt. Nun aber läßt sich auch die Menge nicht mehr halten; sie strömt durch das Tor der Festung ihren Behausungen zu, um sich endlich am lecker bereiteten Österlamm für die lange, entbehrungsreiche Fastenzeit zu entschädigen. Im südlichen Schwarzwald. seinen Trompeter geführt und den stillen Mann so schöne Lieder singen ließ. Das schimmernde Wiesental mit seinen stattlichen, betriebsamen Dörfern ist's, dem der ganze zehnte Tag geweiht. Bilder von Hans Thoma, Gedichte unsers Alemannendichters Hebel erlebt und sieht man, wenn man diese entzückende Gegend voller landschaftlicher Reize durchstreift. Von Schweigmatt streben wir dem Dertchen Zell zu und fahren nach dem in lieblicher Talweitung am Fuße des Belchens befindlichen Schönau. Imposant wirkt die eingeprägte, urwüchsige Ge stalt dieses Berges, den wir als Ziel des folgenden Tages auserkoren. Stolz blickt seine noc) schneegekrönte Kuppe hernieder, fraftstroßend auch schaut der düstere Hochwald und ringsum die mächtige Felswelt des Hochfelch. Auf steilen Pfaden klimmen wir bergan. Weiche Moospolster überziehen die Felstrümmer, welche die Kaarränder bedecken. Mählich lichtet sich der Wald, und immer seltener werden die knorrigen, zerzausten, windgepeitschten Tannen, die da oben den Stürmen trozen. Auf dem Kamm aber ist alles fahl, und ungehindert fegt der Wind über die rauhe Hochdem fläche. In ladenden Belchenhaus halten wir Einkehr und bestaunen die Pracht der endlos scheinenden Höhenwelt, die rings um uns sich auftut und die eine lautlose Stille, der feierliche Bergfriede, gebreitet. ein3 auf der Rückfahrt nach Freiburg passieren. Die infolge des Erdbebens am 16. November 1911 daselbst entstandene heiße Quelle ist ein Anziehungspunkt der Fremden geworden. Schon trägt man sich mit dem Gedanken, die„ Nenaquelle", welcher Name sie schmückt, nuzbar zu machen und in Krozingen Badeanstalten zu errichten. Auch nach der Breisgauperle Freiburg will man das heilbringende Wasser leiten und Inhalatorien größeren Stils u. dgl. herstellen. Diese Breisgauperle Schloßteich in Badenweiler. Ungern scheiden wir von dieser märchenhaften Stätte; ein länger Verweilen versagt uns die Zeit. Nach kräftigem Marsch kommen wir zum Blauen, der einen herrlichen Niederblick auf das weingesegnete Marfgräflerland und die vielgestaltige Landschaft um Basler Rheinfnie, auf das Oberelsaß und die burgundische Pforte gewährt. Dort aber, wo der Blauen in unendlich mannig faltigen Abstufungen des Bodens sich zur Tiefe niedersenkt, hat die Natur dem Menschen ein wahres Paradies geschaffen: Badenweiler ist's, dessen Vorzüge hinsichtlich seines milden Klimas, seiner windgeschützten Lage, der Heilfraft seiner warmen Quellen und nicht zuletzt der idyllischen Schönheit der Waldlandschaft aber, das also Aussicht hat, in kurz oder lang ein Badeplatz ersten Ranges zu werden, wird das Endziel unserer Schwarzwaldfahrt. In seinen frohen Mauern benutzen wir die Stunden des viele Aufenthalts, um reiche und schöne Erinnerungen zu wecken und an unserm geistigen Auge Bild um Bild bergangener, frohverlebter Tage vorüberziehen zu lassen. Ein Wort noch über den heiligen St. Blasius, dem Laryngologen unter seinen Standesgenossen, dessen Kult sich aus dem fernen Orient über die ganze Erde verbreitet hat. St. Blasius( um 300) war Bischof zu Sebaste in Kappadozien und foll inter Diokletian den Märtyrertod erlitten haben. Offenbar übte er wie viele mittelalterliche Priester ärztliche Praxis aus. Die Legende berichtet von einer wunderbaren Errettung eines Knaben, dem eine Fischgräte in den Hals gekommen war, voni Erstickungstode. Noch jetzt spricht man in vielen Teilen Deutschlands an seinem Festtag( 3. Februar) den Blasiussegen gegen Halsfrankheiten. Der Priester hält zwei geweihte Kerzen in der Gestalt eines Andreaskreuzes mit der linken Hand vor das Gesicht oder den Hals des Kranken, und, mit der rechten in der oberen Sereuzöffnung das Kreuz schlagend, spricht er den lateinischen Segensspruch, der den Kranfen von dem Halsleiden befreien soll. Blasius gehört zu den vierzehn Nothelfern, die in großer Gefahr von den gläubigen Statholiken angerufen werden. Reliquien von ihm werden in Tarent, in Ragusa in Dalmatien und in St. Blasien im Schwarzwald verehrt. Besonders in hoch und einsam gelegenen Waldgegenden finden sich seine Kultstätten. Ebenso verborgen wie unser St. Blasien im Schwarzwald liegt nahe der französischen Grenze in den Vogesen das elsässische SaintBlaise; auf hoher Bergkuppe im Westerwald die Blasius. Kapelle. Jm Thüringer Wald, unweit von Oberndorf, erinnert der Ort Zella St. Blasii an den Kult des Heiligen. Aber auch außerhalb Deutschlands begegnen wir Plätzen, die nach ihm ihren Namen haben: so in England dem Ort Saint Blazey auf der Halbinsel Ja, bis in den skandinavischen Norden Cornwall. ist sein Kult vorgedrungen.- Die Ravenna- Schlucht im Höllental. mit den stimmungsvollen Ausblicken auf das Rheintal schon die Römer zu schäßen wußten. Heutzutage aber suchen zur Sommerszeit Tausende und Aber tausende zur Kräftigung ihrer Gesundheit und zur Erholung nach strenger Berufsarbeit dieses berückend schöne Thermenbad auf, dem auch wir auf unserer Reise einen vollen Tag widmen. Den Abschluß der so wechselvollen Tour bildet schließlich ein kurzer Aufenthalt in Krozingen, das wir Eine entsetzliche Fahrt. Bezugspre eneljährlich 1,20 bgeholt in unfere Sabestellen viert Mittwochs und eg 83. Für ign verlangter Berlag ber ,, Gi Rt. 39. Der Kaiser Der Kaise Selitung der Bring Surlsruhe nad eln von Preuß Engbrig begeben. batt. Nachmit isburg. Er belid rs den neuerdin ich erfolgte an der Kaiser wiede Bider war Diner b Sed ell, an dem m iter und die Un den Unterstaatsse Liels Exzellenz De Kaiser den Vorbeimars dem Kaiserpalas Giulenportale Brinzen August Bittoria Luis un der Fürst Unigebung. U Poalast des fo Die Fahrt na hr erfolgte u ublikums. Neber bem, hinter ihr Graf Wedel u e ben Raiser bi alter/ bleibt bis 3 Die Re Ein Ausspru gentlich eines deem Staats im Gespräch en 3 wische Barfassungsrefo In sehr er reiger" in fol n jagte der Ka 5 Ibis jetzt hier V Eine entsetzliche Fahrt. or einigen Jahren ereignete sich auf der Londoner Station Kings croß, von der die meisten zwischen London und dem nördlichen England und Schottland verkehrenden Schnellzüge abgelassen werden, ein im Eisenbahnverkehr einzig dastehender Fall, der wegen der bei demselben bewiesenen menschlichen Ausdauer, Zähigkeit und Geistesgegenwart verdient, der Vergessenheit entrissen zu werden. Es war am 28. Juni 1898, einem Sonnabend, als der damals 59jährige Werkführer und Kontrolleur John Eke wie gewöhnlich auf der Station Kings croß seines Amtes waltete. Seine Aufgabe war es, die Bremsen der abgehenden Züge vor ihrer Abfahrt zu prüfen. Es war kurz vor 2 Uhr nachmittags. Er hatte gerade die Vakuum- und Westminsterbremse des für Manchester bestimmten Schnellzuges kontrolliert und alles in Ordnung gefunden und stand jetzt auf dem Behnsteige neben dem Zuge. Der Manchester Expreß", einer der bekanntesten Schnellzüge Großbritanniens, verläßt Punkt 2 Uhr Kings croß, um ohne Unterbrechung bis Grantham durchzufahren. Grantham ist fast 200 Kilometer von Kings croß entfernt. Um 4 Uhr, also nach zweistündiger Fahrt, trifft der Zug in Grantham ein. Er hat also auf dieser Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 Kilometern die Stunde zu fahren. Da an mehreren Punkten eine nicht unwesentliche Herabseßung der Fahrtgeschwindigkeit nötig ist, wird sie an anderen wieder gesteigert und erreicht stellenweise eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Kilometern. Während John Eke neben dem Zuge stand, hörte er in seiner Nähe unter einem der Wagen ein leichtes Zischen, das ihm bewies, daß troß seiner sorgfältigen Untersuchungen an der Bremse etwas nicht ganz in Ordnung war. Groß konnte der Schaden nicht sein und sicher ließ er sich in wenigen Sc= funden beseitigen. Er sah nach der Uhr. Es fehlten noch drei Minuten bis zum Abgange des Zuges. Er hatte also genügend Zeit. Schnell entschlossen sprang er vom Bahnsteige unter die Räder des Wagens und machte sich an die Arbeit, um die Undichtigkeit zu beseitigen. Doch lassen wir John Gke über seine weiteren Erlebnisse seibst berichten:" Ich konnte die schadhafte Stelle nicht sofort finden, sondern mußte eine Weile suchen, um dann den Schaden schnell und ganz zu heilen. Dies muß längere Zeit in Anspruch genommen haben, als ich in meinem Gifer vermutete. Auch als der Wagen, unter dem ich hockte, etwas anruckte und sich langsam vorwärts bewegte, beachtete ich es nicht. Ich wußte, daß ein Zug, wenn die Handbremse, was gewöhnlich kurz vor der Abfahrt geschieht, gelockert wird, immer eine schwache Bewegung macht. Diesem Umstande schob ich den leichten Stoß zu und blieb ruhig bei meiner Arbeit, während ich mit dem sich bewegenden Wagen ein bis zwei Schritte vorwärtsging. Als den beiden ersten Schritten weitere folgten, wurde mir erst klar, daß der Zug sich in Bewegung befand. Wie sollte ich jetzt nur unter dem Wagen herauskommen? Seitwärts zwischen den Rädern das Freie zu erreichen, war unmöglich. Sie wären über mich dahingegangen und hätten mich zermalmt, und hätte ich mich platt auf den Boden geworfen, so wäre ich jedenfalls von den Wagen schwer beschädigt worden. Mein Entschluß war schnell gefaßt. Meine einzige Hoffnung bestand darin, daß ich mich auf der Bremse flach ausstreckte. Ich stützte meine Beine auf eine Querstange des Wagens und legte den Körper, so gut es ging, der Länge nach auf die Bremse. Das Ganze spielte sich innerhalb weniger Sekunden ab, und jetzt war es mir klar, daß sich der Zug wirklich in volle Fahrt seßte, daß dies der Anfang einer zweistündigen Reise war, in der ich in meiner unbequemen Rage 200 Kilometer ohne Unterbrechung zubringen mußte. Würden meine Kräfte hierzu ausreichen? Mich befiel eine fürchterliche Angst, während der Zug immer schneller und schneller am Banhnsteige entlang lief. Ich schrie so laut ich konnte: Halt! Halt! und wiederholte den Ruf wohl ein dußendmal. Ich sah es an den Gesichtern der Leute auf dem Bahnsteige, daß meine Rufe gehört wurden. Augenscheinlich wußte man aber nicht, woher sie kamen. Ein Kollege lief neben dem Zuge her, er blickte auf das Wagendach, seine Augen folgten der Reihe der Kupeefenster, und sie schauten auf die sich immer schneller drehenden Räder. Mich, den Hilfsbedürftigen, den Verzweifelten, hatten sie aber nicht entdeckt, und somit wurde auch kein Haltesignal gegeben. Und doch konnte und durfte ich die Hoffnung nicht aufgeben. Vielleicht bemerkte mich einer der Beamten auf der Strecke und veranlaßte das mich befreiende Signal, oder auch man würde mich auf Station Kings croß vermissen. Der eine oder andere hatte mich vielleicht kurz vor der Abfahrt zwischen den Rädern verschwinden sehen, man würde daraus und aus den unerklärlichen Hilferufen schließen, daß ich unfreiwillig die Fahrt unter einem der Wagen mitmache, und würde den Zug telegraphisch zum Halten bringen. Wirre Gedanken durchkreuzten mein Gehirn, während der Zug mit immer größerer Geschwindigkeit dahineilte. Es schien mir unmöglich, daß man mich so allein lassen, daß man mir nicht zu Hilfe kommen, daß niemand mich hören oder sehen sollte. Immer schneller und schneller wurde die Fahrt, immer lauter und lauter das Rasseln und Keuchen des Zuges. Dr packte mich wilde Verzweiflung, da schwand jede Hoffnung. Nie und nimmer würde ich der Anstrengung gewachsen sein, die eine Fahrt, wie diese, mit sich bringen mußte. Plötzlich fielen mir aber meine Lieben zu Hause ein. Was sollte aus Frau und Kindern werden, wenn ich nicht wieder zu ihnen zurückkehrte? Dieser Gedanke verivischte alle Zweifel, flößte mir neuen Mut ein und verlieh mir die Geistesgegenwart, ohne die ich nie mit dem Leben davongekommen wäre. Klar und deutlich überschaute ich meine Lage, und ich sagte mir als Trost, daß sie noch schlechter sein könnte. Glücklicherweise war ich unter einen der mittleren Wagen geraten, und dieser Wagen hatte zum Glück eine Röhre unter sich, die andere Wagen nicht haben. Sie bot mir einen willkommenen Halt. So lag ich auf der Bremse, um die ich das eine Bein geschlungen hatte, während ich das andere gegen die schon erwähnte Querstange stüßte. Die Röhre hatte ich fest mit beiden Händen umklammert. Auf diese Weise richtete ich mich so bequem und sicher wie möglich ein und sparte mir meine Kraft und meinen Mut für die Zeit vor und hinter Peterborough auf, in der der Zug die rasende Geschwindigkeit von 130 Kilometern erreichen würde. Die Strecke von Kings croß bis Polter's Bar beträgt 24 Kilometer. Ich fühlte mich schon ganz lahm, als wir mit immer wachsender Geschwindigkeit durch die Weichen dieser Station flogen. Der Welwye Tunnel, 40 Kilometer von London, war das nächste Ziel, das ich in der Erinnerung hatte. Als wir in den Tunnel einfuhren, schloß ich meine Augen und öffnete sie erst, als ich wieder einen Lichtschein wahrnahm. Die Geschwindigkeit war jetzt 110 Kilometer die Stunde. Ich wurde fürchterlich vom Rauch der Maschine geplagt, der mich zeitweise gänzlich einhüllte, auch mußte ich mich hüten, nach unten auf den Bahndamm zu sehen, der, wie es mir schien, in schwindelnder Fahrt unter mir weggerissen wurde. Mein Gesicht fing an, von Kies und kleinen Steinen zerschnitten zu werden, die, von dem Luftzuge aufgewirbelt, mit der Gewalt großer Hagelförner beim Sturme mich umschwirrten, während das Getöse des immer schneller und schneller dahinrasenden Zuges mir fast die Besinnung raubte. Wieder kam ein Augenblick der Schwäche, in dem ich den Anstrengungen zu unterliegen fürchtete. Ich veränderte meine Lage ein wenig und fühlte mich in der neuen Stellung be quemer und sicherer. Statt die Röhre wie bisher mit beiden Händen zu umflammern, genügte es mit einer, und ich fonnte häufiger wechseln. Den schlimmsten Teil der Fahrt hatte ich aber noch vor mir. Würden die Kräfte ausreichen oder würden sie im Laufe der Zeit versagen und ich ohnmächtig und ermattet zu Boden sinken, um Der Gedanke war entsetzlich. Kurz vor Peterborough erreichte die Fahrt ihre höchste Geschwindigkeit, 130 Kilometer die Stunde. Ich mußte, daß sie während des Passierens der Station nicht unbedeutend verringert würde, und ich beschloß, mit allen Kräften nach Hilfe zu rufen. Vielleicht würde der eine oder andere auf dem Bahnsteige mich hören und meine Befreiung aus der entsetzlichen Lage zu bewirken. Inzwischen hatte ich ein vollständiges Bombardement mit Kies und Steinen zu bestehen, die unaufhörlich wie Peitschenhiebe in mein Gesicht schlugen, das bluttriefend, vom Rauche und Staube geschwärzt, bis zur Unkenntlichkeit entstellt war. Wir sausten durch ie Station, und als ich wahrnahm, daß meine Rufe ungehört verhallten. bemächtigte sich meiner wieder eine grenzenlose Mutlosigkeit und Verzweiflung. Als ich aber überlegte, daß wir von den 200 Kilometern bis Gramtham schon 142, also über zwei Frühlingstage auf Korfu. Drittel zurückgelegt hatten, kehrte mein Vertrauen zurück und ich rüstete mich von neuem zum Kampfe um mein Leben. Ich sagte mir, daß ich, da ich einmal so weit gekommen war, auch ferner aushalten müsse. Und wieder kehrten meine Gedanken zu den Lieben daheim zurück. So sehr ich mich aber auch aufraffte, so fühlte ich doch, daß meine Kräfte allmählich schwanden, daß sie zu erschlaffen be= gannen. Dabei wußte ich, daß die Fahrtgeschwindigkeit kurz bor Grantham noch einmal auf längere Zeit gesteigert würde. In meiner Angst und Not bat ich den Allmächtigen um seinen Beistand. Das Gebet wurde erhört. Ich fühlte mich frischer und stärker, mein Vertrauen kehrte wieder, und selbst als ich merkte, daß wir immer schneller und schneller fuhren, als das Werfen der Steine vom Bahndamme stärker und die Schmerzen im Gesichte größer wurden, verzagte ich nicht. Es bemächtigte fich meiner ein traumartiger Zustand. Ich war zu Hause bei den Meinen, ich erzählte und berichtete ihnen von meiner grauenvollen Fahrt und glücklichen Grrettung. Sie lauschten alle andächtig und ängstlich und waren überglücklich über den Verlauf der unfreiwilligen Reise. Ich fühlte mich frisch und gestärkt, die Schmerzen ließen nach, meine Lage erschien mir nicht mehr so verzweifelt. Da merkte ich, daß der Zug nicht mehr so schnell fuhr, daß die Fahrtgeschwindigkeit von Sekunde zu Sekunde abnahm, daß wir langsam und sicher durch die Weichen in die Station Grantham einliefen. Ach ja, da war ja auch die große, mir so wohlbekannte Uhr! Und richtig, ihre Riesenziffer verkündeten die vierte Stunde! Unsere Linie hatte, wie ich mit Stolz feststellte, wieder ihre altbewährte Pünktlichkeit bewiesen. Genau Schlag 4 Uhr stand unser Zug unbeweglich am Bahnsteige. Ich hatte eine recht ungewöhnliche Arbeit hinter mir: 200 Kilometer in zwei Stunden auf der Bremse unter dem Manchester Expreß liegend zu durchfahren, war eine Leistung, die mir nicht jeder nachmacht. Meine Hände waren so steif, daß ich sie kaum von der Röhre trennen konnte, und die Beine waren wie gelähmt. Als der Beamte kam, um die Räder zu revidieren, hatte ich mich gerade aus meiner entseßlichen Lage befreit. Er riß die Augen weit auf, als er meiner ansichtig wurde. Dann schwand aber sein Erstaunen, und ein verständnisvolles Lächeln verklärte sein Antlitz. ,, Hallo, alter Junge!" rief er aus, eine Vergnügungsreise umsonst gemacht, wie?" Na, kommt mal mit zum Stationsborstande!" Ich konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. Es war so wunderbar nicht, daß er mich für einen blinden Passagier hielt, der auf diese Weise eine billige Reise machte. Wie mußte ich ausgesehen haben, das Gesicht von Blut, Rauch und Staub unkenntlich. Als ich mich ihm aber zu erkennen gab, war er mir behilflich, aus dem Wagen herauszukommen. Dann schüttelte er mir herzlich die Hand und führte mich in das Bahnhofsbureau. Dort wurde mir eine sehr freundliche Aufnahme zuteil und mir ein Zimmer angewiesen, in dem ich mich waschen und meinen Anzug ordnen konnte. Nachdem ich ein Stündchen geschlafen und mich etwas gestärkt hatte, wurde ich von einer Anzahl Beamten an den Zug gebracht, der mich nach London zurückführte. Ueberaus Herzlich war der Empfang, als der Zug in Station Kings croß einlief, wo sich auch meine Familie, die von meiner seltsamen Fahrt inzwischen benachrichtigt worden war, vollzählig eingefunden hatte." Soweit der Bericht unseres Helden. Sämtliche englische Blätter brachten ausführliche Beschreibungen der eigenartigen Bahnfahrt und waren des Lobes voll über die Ausdauer, Zähigfeit und Geistesgegenwart, die der nicht mehr junge, förperlich übermäßig starke Beamte während derselben gezeigt hatte. Unter den vielen Anerkennungen und Auszeichnungen, die John Eke zuteil wurden, sei erwähnt, daß König Eduard VII. von England, der damalige Prinz von Wales, ihn in Audienz empfangen und ihm seine Glückwünsche ausgesprochen hat. John Eke hat durch die entsetzliche Fahrt keinerlei Schaden an seiner Gesundheit genommen. Er waltet nach wie vor seines Amtes auf Station croß. Aber jeden Nachmittag um 2 Uhr, wenn der Manchester Expreß sich in Bewegung setzt, wird er an den schwersten Tag seines Lebens, an die zweistündige grauenvolle Fahrt auf der Bremse, erinnert. Frühlingstage auf Korfu. Seit Alters genießt die Insel Kerkyra, italienisch Korfu, wo Kaiser Wilhelm II. jetzt wieder geweilt hat, den Ruhm, das Phäakenland Homers zu sein, und noch heute ist fie, wenigstens in der Phantasie des Nordländers, von jenem märchenhaften Glanz umflossen. Wie die Insel der Seligen erscheint sie aus der Ferne dem vom nicht endenwollenden nordischen Winter Geplagten; selig der Mann, dem ein freundliches Geschick vergönnt, Frühlingstage auf Korfu zu erleben. Wer zu solcher Jahreszeit an einem schönen Morgen in der Bucht von Korfu erwacht, der ist wie geblendet von der strahlenden Schönheit der Landschaft, die ihn umgibt. Da liegt vor ihm im Glanze der Morgensonne die trogige Zitadelle, ein zur Insel abgegrabenes zweigipfliges Felskap, mit hochstrebenden Mauern, Kasernen und Bastionen. Ter königliche Lustgarten und das Schloß leiten rechts hinüber zu der malerisch am Felshang sich hinanziehenden dichtgedrängten Häusermasse der Stadt, die nordwärts in einem verfallenden Kastell endigt. Eine flache Felsinsel schützt den Hafen vor größeren Wellen; auch sie trug einst starke Befestigungen, die, von ihren Erbauern, den Engländern, selbst noch gesprengt, jetzt einen wirren Trümmerhaufen bilden. Und zwischen Stadt und Insel der mastenreiche Wald der Schiffe aller Nationen, umschwärmt von den raschen Booten beutelustiger Korfioten. Um Ostern geht es in Korfu besonders lebhaft zu. Die Anwesenheit des Kaisers lockt nicht bloß gewöhnliche Sterbliche in größerer Anzahl nach der schönen Insel, auch gekrönte Häupter finden sich ein, begleitet von stattlichen Geschwadern. Der Ankömmling, der den seltenen Anblick im Landungsfahne in vollen Zügen genießt, sieht sich jäh aus seiner angenehmen Beschaulichkeit gerissen, wenn dann beim Betreten des ersehnten Landes die gestrenge Hafenbehörde den Ahnungslosen in strenges Verhör nimmt und nicht eher durchläßt, bevor er sich über seine Person und die Harmlosigkeit seiner Absichten ausgewiesen hat. Wohl dem, der nicht versäumt hat, sich mit einem frisch beglaubigten Paß zu versehen! Er gelangt rascher auf den breiten grellbesonnten Kai und darf sich frank und frei den Behausungen der Kaiser und Könige nahen. Durchblick von der Zitadelle Korfus zur albanischen Küste. Hernt, ich fann weiter gehen nider anderen Wir gehen, da Serfassung Unt Roman Er gebrauchte Bent. de