$ zisch 6 80 Pf., schweinen ne. fient. en mmerzu eSchub Pig chtenberg. Gießener Zeifung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich verteljährlich 1,20 ME., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg.- Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. - Nr. 20. ( 1. Blatt). Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 9. März 1912. Zum Bergarbeiterstreik ihm Ruhr gibisi. Tage ein Abonnent mit einer Monatskarte vom Das Das Königliche Oberbergamt Dortmund veröffent= licht jetzt die Lohnstatistik für das ganze Kalenderjahr 1911. Nach der schon bekannt gegebenen Lohnnachweisung für das letzte Vierteljahr 1911 war für dieses Quartal ein Durchschnittsschichtlohn der Gesamtbelegschaft von 4,75.Mt.( 4,61 im 4. Quartal 1910) und ein Hauerschichtlohn von 5 45) ermittelt. Die Berechnung des Jahresdurchschnittslohnes ergibt für die Schicht der Gesamtbelegschaft 4,69 Mt.( im Vorjahre 4,54), für die Hauerschicht 5,55 Mt.( 5,37). Von einem Arbeiter wurden in dem Berichtsjahre durchschnittlich 308 Schichten( i. V. 304) verfahren. durchschnittliche Jahreseinkommen eines Arbeiters stellte fich auf 1446 Mt.( 1382), das Jahresverdienst eines Sauers auf 1666 Mt.( 1589). Es ergibt sich hiernach eine Steigerung von 64 bezw. 77 Mark. Die Gesamtsumme der 1911 gezahlten Löhne betrug 493,95 Millionen Mark gegen 462,28 Millionen Mark im Jahre 1910. Die angegebenen Löhne verstehen sich nach Abzug aller Arbeitskosten und der Beiträge für die knappschaftliche Versicherung. Auf eine Schicht entfallen an Versicherungsbeiträgen durchschnittlich 25 Pfg. In der Statistik des Oberbergamts werden die Arbeiter nach ihrer Beschäftigung in 4 Klassen geteilt. Von insgesamt 341 716 Arbeitern( i. V. 334 619) entfallen auf Klasse 1( die bei der Aus- und Vorrichtung, Abbau und För derung unterirdisch beschäftigten eigentlichen Bergarbeiter) 172 102 oder 50,3 Proz., auf Klasse 2( sonstige unterirdisch beschäftigte Arbeiter) 92 163 oder 27 Prozent, Klasse 3( über Tage beschäftigte erwachsene Arbeiter) 65 475 oder 19,2 Prozent, Klasse 4( jugendliche männliche Arbeiter unter 16 Jahren) 11 978 oder 3,5 Proz. Weibliche Arbeitskräfte und Kinder unter 14 Jahren dürfen im Bereich des Oberbergamtsbezirks Dortmund im Bergbau nicht beschäftigt werden, jugendliche Arbeiter von 14-16 Jahren nur über Tage. Aus Stadt und Land. Gießen, den 9. März 1912. * Das hessische Justiz ministerium hat zur Bekämpfung der Zigeunerplage eine Verfügung erlassen, in der die Gerichte und Polizeibe des hörden ersucht werden, sämtliche im Gebiete Großherzogtums betroffenen 3 igeuner und Frauen in= in Haft zu nehmen, bis durch die Untersuchung wandsfrei festgestellt wird, ob gegen den Betreffenden fein Steckbrief vorliegt. Seitens der Amtsgerichte wird jetzt gegen jeden Zigeuner Haftbefehl erlassen, bis durch die weiteren Amtshandlungen der Staatsanwaltschaft jeder Einzelfall völlig geklärt ist. Diese Maßnahme ist nötig, weil die Zigeuner meist feine oder falsche Ausweispapiere bei sich führen und es der Polizei möglich ist, die Personalien der Zigeuner festzustellen. un= n Gießen. Die Stadtverordneten- Versammlung genehmigte in ihrer letzten Sitzung den Voranschlag der Stadtkasse und der städtischen Nebenkassen für 1912. Der Voranschlag für die Betriebsrechnung stellte sich in Einnahme und Ausgabe auf 3 293 011,72 Mark und der der Vermögensrechnung auf 2 819 833,53 Mark, sodaß der Gesamtvoranschlag mit 6 112 845,25 Mt. abschließt. Der Voranschlag des Stadterweiterungsfonds balanziert mit 288 300,29 Mark, der der städtischen Armenkasse mit 104 200 Mark( der Zuschuß aus der Stadtkasse beläuft sich auf 61 400 Mark), der des Elektrizitätswerkes für den Betrieb mit 372 200 Mark und für das Vermögen mit 880 800 Mart, zusammen mit 1 254 000 Mark, der der städtischen Straßenbahn mit 142 006 Mark, der des städtischen Gaswertes mit 662 500 Mark, der des städt. Wasserwerkes mit 264 850 Mark. Ein Antrag des Stadtv. Dr. Sommer, die Kunstsammlungen der Universität mit einer neu zu schaffenden städtischen Kunstsammlung in einer besonderen Kunsthalle zu vereinigen, wurde grundsätzlich sympathisch begrüßt. Von einer Beschlußfassung wurde aber zunächst abgesehen. ( Sitz o Butzbach. Bei einer Zugrevision wurde dieser Tage ein Abonnent mit einer Monatskarte vom Ja nuar erwischt. Er hat unter Benutzung der ungiltigen Karte zwei bis viermal täglich die abonnierte Strecke zurückgelegt und muß nun für jede Fahrt 6 Mark, zusammen etwa 500 Mart, Strafe bezahlen. o Friedberg i. H. Der kaiserliche russische Hausminister hat einen Bevollmächtigten nach Fried= berg gesandt und es heißt, daß der russische Kaiser und die Kaiserin in diesem Sommer wieder nach hier reisen. Die Reise dürfte insofern von politischer Bedeutung sein, als man annimmt, daß auf der Fahrt nach Hessen der 3ar auf österreichischem Boden eine Begegnung mit Kaiser Franz Josef haben wird. o Großfarben, 7. März. Gestern abend gegen 7 Uhr wurde auf dem hiesigen Bahnhofe die 16jährige Katharine Siebert aus Kloppenheim überfahren und sofort getötet. Die Verunglückte hat jedenfalls auf der Plattform gestanden und ist von dieser während der Fahrt abgestürzt. Der Körper war mitten durchschnitten. o Gelnhausen. Auf der Bahnstrecke Gießen Gelnhausen soll erfreulicherweise ein Eilzugspaar eingelegt werden. In der Richtung Gießen- Gelnhausen wird in Büdingen der Zug vormittags furz nach 11 Uhr halten und in der Richtung Gelnhausen- Gießen nachmittags zwischen 3 und 4 Uhr. Der neue dürfte bei Fernreisen große Vorteile bieten. Zug - ):( Aus dem Solmsbachtal. Die Eisen= bahnbehörde hat die von Interessenten gewünschte vorzeitige Inbetriebnahme der Teilstrecke AlbshausenBrandoberndorf nicht genehmigt. Die ganze Bahnlinie ( Wetzlar- Usingen) wird voraussichtlich am 1. Oktober eröffnet werden. ):( Braunfels. Der in weiten Streisen bekannte Besitzer des„ Schloßhotels" hierselbst, Johann Ferdinand Witkop, ist nach kurzem Kranksein im Alter von 54 Jahren gestorben. ):( Wiesbaden. Der Staatsanwalt beontragte in der Strafsache gegen den Direktor der verkrachten Zentralverkaufs- Gesellschaft deutscher Winzervereine in Eltville Josef Werner wegen Untreue, Unterschlagung und Bilanzfälschung eine Gesamtstrafe von 4 Jahren Gefängnis und 5 Jahre Ehrverlust sowie 2400 Mark Geldstrafe. Das Gericht wird das Urteil am 11. März verkünden. ):( Wiesbaden. Bei Gelegenheit eines Umzuges den eine taubstumme Familie hier bewerkstelligen wollte, geriet sie mit dem Hausbesitzer in ein Handgemenge. Die Frau des Hausbesitzers schlug mit einem schweren Eisen die taubstumme Frau in das Genick. Die Getrof fene stürzte sofort bewußtlos zusammen. Die Schwerver letzte, bei der Lebensgefahr besteht, ist Mutter von vier unmündigen Kindern. ):( Marienberg( Westerwald). Bei Heimborn im Oberwesterwaldkreise wurde eine 20köpfige Zigeunerbande festgenommen. r Wetzlar. Die seit dem Herbste vor. Jahres bestehende städtische Elektrizitätsanlage ist am Donnerstag offiziell übernommen worden. Die Abnahme fand in Gegenwart des Geheimrats Professor Dr. Kittler aus Darmstadt statt, dessen Autorität unsere Stadt gerade in dieser Angelegenheit mehrfach mit Rat und Tat kräftig unterstützt hat. r Wetzlar. Der zu Köln- Ehrenfeld amtierende Lehrer Frizz Freitag, vorher in Rodheim a. d. Bieber ein gebürtiger Werdorfer wurde zum 1. April 1912 von den städtischen Behörden zu Köln zum Hauptamtlichen Lehrer an die gewerbliche Fortbildungsschule berufen. r Wetzlar. Am Sonntag, 17. März, wird hier im„ Schüßengarten" der Gauschützentag des Verbandes Hessen- Nassau abgehalten werden. s Darmstadt. Der Großherzog von Hessen hat den Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg, Dr. August Nagel, zum Oberlandesgerichtsdirektor bei diesem Gericht ernannt. s Darmstadt. Der Großherzog hat den Kunsthistoriker Dr. Biermann in Berlin als Berater in Kunstfragen nach Darmstadt berufen, um die Oeffentlichfeit über die Absichten des Großherzogs zu orientieren. n Gießen. Der Kunstverein, der über 200 Mitglieder zählt, und bisher eine Sektion des Kunst= vereins für das Großherzogtum Hessen bildete Darmstadt), hat einstimmig seine Auflösung und die Gründung eines unabhängigen neuen Gieße ner Kunstvereins beschlossen. Man ist mit den Leistungen der Zentrale auf künstlerischem Gebiet nicht zu= frieden; besonders aber war man ungehalten darüber, daß die angesammelten bedeutenden Mittel, zu denen Gießen( wo ein Viertel aller Mitglieder der Landes= Vereinigung wohnt), dementsprechend beigesteuert hat, bisher nur zur Hebung der Kunst in Darmstadt Verschlüsse abzuwarten. wendung fanden. n Gießen. Der diesjährige Frühjahrspferdemarkt, verbunden mit Prämiierung und Verlosung, findet am 20. März statt. s Darmstadt. Die Sitzung des Landesausschusses der Nationalliberalen Partei in Hessen ist nunmehr auf den 31. März festgesetzt. Der Tag wurde mit Rücksicht darauf gewählt, daß am 24. März die Sitzung des Zentralvorstandes der Gesamtnationalliberalen Bartei stattfindet und man es für richtig hält, dessen Bes Neu- Isenburg. In der Affäre des Bürgermeisters Pons, gegen den schwere Vorwürfe wegen Grundstücksspekulationen zum Nachteile der Gemeinde erhoben worden sind, ohne daß bisher die Behörden ( Gickener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. Die die 44 mm breite Inseratenzeile. 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Ex: rabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon: Nr. 362. 24. Jahrg. | dazu Stellung genommen hätten, wird sowohl die sozialdemokratisch als auch die Fortschrittliche Volkspartei im Landtag interpellieren. Oeffentlicher Sprecblaal. 3ur Beamten Besoldung. Die Beamten sehen der Aufbesserung ihrer Gehälter mit Mißtrauen entgegen. Sie fürchten, daß man die Sache übereilt und überhastet und daß dabei wieder nichts Gescheudtes, sondern nur Wirrwarr und Ungerechtigkeit herauskommt. Das erste bei einer Neuregelung und das Fundamentale müßte eine genaue Feststellung der Gehaltshöhen der einzelnen Beamtenkategorien sein. Welche Kategorien gehören zusammen, welche muß man im Gehalt gleichstellen; das dünkt mir das Allerwichtigste, um der ständigen Mißgunst, der steten Berufung der einen Kategorie auf die andere, endlich einmal einen Riegel vorzuschieben. Das nächste wäre Abschaffung des Wohnungsgeldzuschusses, um dem Neid nicht nur der Beamten unter sich, sondern auch den der übrigen Stände den Boden zu entziehen, um auch den Hausbesitzern den Reiz zu einer besonderen Hauszinserhöhung bei Beamten zu nehmen. Zum Dritten regele man dann die Gehälter so, daß etwas Erspießliches und Rechtschaffenes herauskommt. Nur nichts Halbes, nur fein Stück- und Flickwerk. Zum Vierten rate ich dem Parlament doch die Gehaltsfrage der eigentlichen Beamten von denjenigen der Volksschullehrer getrennt zu behandeln. Literarisches. = Ɑ= ? Anläßlich der kommenden Gedenktage unseres unvergeßlichen großen Kaisers Wilhelm 1., der vor 115 Jahren am 22. März 1797 geboren und vor 24 Jahren am 9. März 1888 aus diesem Leben geschieden ist, dürfte es wohl am Blaze sein, an ein Büchlein zu erinnern, welches sich ganz besonders in heutiger Zeit zur weitesten Verbreitung im Volke, namentlich auch in den höheren Schulen, vorzüglich eignet. Es ist dies das 1897 in 29ster stark vermehrter Auflage bei der Schriftenvertriebsanstalt, Berlin SW. 68, Alte Jakobstraße 129, erschienene„ Kaiserbüchlein, Wilhelm der Große als Christ im Leben und im Sterben" von Otto Freiherrn Stockhorner von Starein. In warmer patriotischer Sprache sind mit sorgfältiger historischer Treue alle erreichbaren Aussprüche des unvergeßlichen Kaisers von seiner Jugend bis zu seinem seligen Sterben zusammengestellt. Da der große Kaiser der Verbreitung dieser seiner Aussprüche selbst ein Interesse zu= gewendet und dem Verfasser wiederholt seine 3ustimmung ausgesprochen hat, darf das Büchlein als sichere historische Quelle gellen, was ihm einen besonderen Wert verleiht. Auch Feldmarschall Graf Moltke hat dem Verfasser seine Freude über die weite Verbreitung dieses vortrefflichen Büch= leins, das auch ich mit Vergnügen gelesen habe",( mit Brief vom 10. Januar 1886) zu erkennen gegeben. Es sei hiermit zur weitesten Verbreitung aufs Wärmste empfohlen. Preis broschiert 50 Pfg., kartoniert 75 Pig., eleg. geb. 1 Mt. Bei größerem Bezug Partiepreise. Der Feinsdymeder raucht Salem Meitum Salem Gold ( Goldmundstüd) Cigaretten Or 3½ 45 Preis 3% 45 Pf.d.St. Lurus Mr 6 8 10 Qualitäten: 5 8 10 Pf. das Stück. Deutscher Reichstag. Am Mittwoch sprach sich zunächst Abg. Behrens schriftl.- foz.) zur Frage eines Arbeitswilligengesebes dabin aus, daß Gewerbeordnung und Strafgesetzbuch genügten. Abg. v. Derzen( Rp.) verlangte Einschränkung der Warenlager und Besteuerung der Konsumvereine. Abg. Giesberts( 8.) verteidigte die christlichen Gewert schaften, daß sie nicht den übrigen Bergarbeitervereintgungen gemeinsame Sache machten. Abg. Koelsch( natl.) hielt eine Rede, und Abg. Kerschensteiner ( fortschr. Bp.) betonte die Notwendigkeit, den Nachwuchs des Mittelstandes von Jugend auf durch Fachschulen in technischer, faufmännischer und moralischer Hinsicht zu erziehen. Schließlich suchte der Abg. Dombet( Pole) die Stellung der polnischen Gewerkschaften in Rheinland und Westfalen zu rechtfertigen. Am Donnerstag hat die allgemeine Aussprache zum Etat des Reichsamts des Inneren ihr Ende gefunden. Den Reigen der Redner eröffnete der Abg. Pens( Soz.), der sich eingehender mit der Landarbeifer- und Gesindefrage beschäftigte. Abg. Pfeiffer vom Zentrum sprach über das Theaters gefeß. Graf Kanis( tons.) äußerte sich über die Wirtschaftspolitik. Er erhob seine alte Forderung der Einführung von Marimal- und Minimaltarifen. Nachdem der Nationalliberale Götting mit einem Love auf die Sparkraft des deutschen Volkes debuttert hatte, kam als letter Redner der Fortschrittler Weinhansen zu Wort. Er befaßte sich in der Hauptsache mit der Frage der Tarifverträge und der Einigungsämter. schen England und Irland verkehren und die der Etfenbahngesellschaft gehören, gekündigt, in acht Tagen müssen fie thren Dienst verlaffen. Aus Southampton wird gemeldet, daß der Dampferverkehr nach dem Festland fehr unregelmäßig von statten geht. Auch sonst kommen sehr beunruhigende Nachrichten aus den Provinzen. Auf allen Bahnhöfen gerät der Verkehr wegen der verminderten Zugfolge tns Stocken. Die einzelnen Bütge werden von den Reisenden im Sturm genommen, und die Abteile im Uebermaß vollgepfercht. Auch die Gepäckwagen sind von Reifenden voll besetzt. In mehreren Städten haben sich die Gasgesellschaften gezwungen gesehen, den Betrieb einzustellen. Selbst in gröBeren Orten wie Bolton find die Einwohner von der Stadtverwaltung aufgefordert worden, Kerzen und Lampen an die Fenster zu stellen, um den Bassanten wenigstens einigermaßen den Weg kenntlich zu machen. Die Ausstandsgefahr in den Vereinigten Staaten. Nach Neuyorker Berichten wächst in den Vereinig ten Staaten die Besorgnis, daß infolge der Weigerung der Bergwerksbesitzer, die von den Bergarbeitern überretchten Forderungen zu bewilligen, der allgemeine Ausstand der amerikanischen Bergarbeiter am 1. April erklärt werden wird. Allerdings sollen Anfang nächster Woche noch Einigungsversuche gemacht werden. Gelingt es aber dann nicht, den drohenden Konflikt abzuwenden, so werden am 31. März 300 000 Bergarbetfer die Arbeit niederlegen. Die amerikanischen Bergarbeiter fordern eine Lohnerhöhung von 20 Prozent, den obligatorischen Achtstundentag für alle Bergarbetdie Dauer von drei Jahren, anstatt, wie bisher, auf ein Jahr. Schließlich verlangen fie einen Mindestlohn von 14 Mart für den Tag. Die Bewilligung der geforderten Lohnerhöhung von 20 Prozent würde den Bergwerksbefizern eine jährliche Mehrausgabe von 100 Millionen Mark verursachen. Der schwarze Streit auf der ganzen Linie. ter, ferner den Abschluß eines kollektivvertrages auf Von England ausgehend, scheint der Streik der Bergleute in allen Ländern ausbrechen zu wollen. In Deutschland, Defterretch, Rußland, Frankreich und Amerika drohen die Grubenarbeiter mit dem Stretf. Wir faffen die darüber einlaufenden Meldungen in folgendem Bericht zusammen: Bedrohliche Lage im Ruhrgebiet. Die neuesten Nachrichten aus dem Ruhrgebiete lauten sehr beunruhigend. Aus industriellen Kreisen wird mitgeteilt, daß bei den vereinigten Hirsch- Dunterschen und den sozialdemokratischen Gewerkschaften zweifellos die feste Absicht bestehe, am Montag in den Generalstreit einzutreten. Jedenfalls rechnen die Ze chenbesizer hiermit als mit einer festen Tatsache, ob wohl einige Zechen durch Anschlag bekannt gaben, daß den Arbeitern über Tage vom 1. März ab eine Lohn= erhöhung zugebilligt wird, die zum Teil 10 Prozent be trägt. Auch von den Behörden wird die Lage als tritisch angesehen. Die Sicherheitsbehörden im Industriebezirk haben umfassende Maßnahmen getroffen, um Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten, falls der Streit ausbricht. Es wird mitgeteilt, daß es der feste Wille der Regierung sei, die Arbeitswilligen bei einem Ausstand zu schüßen. Der Schutz werde als um so notwendiger betrachtet, als angesichts der Haltung der shriftlichen Bergarbetter die Zahl der Arbeitswilligen, die Anspruch auf behördlichen Schuß hätten, nicht unbe= deutend sein würde. Wie verlautet, hat sich jetzt auch ein Teil der Letter des Alten Verbandes, die bisher von einer Arbeitseinstellung abrieten, verpflichtet, den Antrag auf Generalstreit zu stellen. Es kommt aber überhaupt nicht mehr darauf an, was die Leitung empflebit; bie Stimmung der Bergleute ist so für den Streit, daß ihn allem Anscheine nach feine Macht mehr abwenden kann. Am Montag dürfte der allgemeine Streit zum Ausbruch kommen. Rechenbestkerfretjen jeyi man angevuw ve vivyensen Streits mit ziemlicher Ruhe entgegen, da erhebliche Lagervorräte, namentlich in Kots und Briketts, vorhanBen sind. Anderseits rechnet man damit, daß ein großer Teil der Belegschaften sich dem Ausstande nicht anschließen werde, und dieser deshalb nicht von langer Dauer sein könne. Berlin, 8. März. Eine Konferenz der Regierung mit den Bergarbeiterführern fand. gestern nachmittag im Reichsamt des Innern statt. Es nahmen daran u. a. teil die Abgeordneten Behrens( W. Vag.), Giesberts( 3tr.), Sosinski( Bole) und der frühere Abg. Hue( Soz.). Es verlautet daß von den Arbeiterteilnehmern an der Konferenz der Standpunkt vertreten wurde, die Regierung möge die Grubenbesitzer veranlassen, die Arbetterausschüsse einzuberufen, um ihnen Busagen über eine Lohnerhöhung zu machen. Andernfalls set damit zu rechnen, daß von 350 000 Arbeitern am Montag 150 000 Arbeiter die Arbeit niederlegen werden. Die Kohlennot in England. Immer schwieriger wird das Bild, das die aus England einlaufenden Nachrichten von den Wirkungen der Krisis im Bergbau entwerfen, und immer größer der Kreis der von dem Riesenausstand in Mitleidenschaft gezogenen Berufs- und Arbeiterklassen. So hat die Greath- Western- Eisenbahngesellschaft ihr gesamtes Personal, das den Dienst auf den Dampfern, dte zwt11) Unter Feinden. Roman von Karl Mattbias. ( Nachdruck verboten.) Er wandte sich zum Gehen. Desiree war in einen Sessel gesunken, Frau von Tarandal bengte sich zitternd und Worte der Liebe flüsternd über sie. Die Frauen drickten sich ängstlich in eine Ecke des Salons, die Männer standen um Olivier geschart, der wutbebend vergeblich nach Worten suchte. Alles war wie auf den Platz gebannt, nur Bourlier behielt die Kraft der Bewegung und vertrat seinem Fabrikdirektor den Weg. Wohin wollen Sie?" fragte er, feuchend vor Aufregung und Born. Bleiben Ste, ich befehle Ihnen, alle Anwesenden um Verzeihung für Ihre unbedachten Worte zu bitten." „ Laß ihn doch gehen, Bapa," spottete sein Sohn, bevor noch Tyrolt antworten konnte.„ Er muß ja nach Hause, Deutschland gegen unsere undisziplinierten Soldatenhorden zu schüßen und unsere Vernichtung vorzubereiten." Ste sprechen die Wahrheit, Herr Erleutnant," erwiderte Tyrolt. Ich reise nach Dresden, um mich dort dem 108. Schüßenregiment zu stellen, dem ich als Offtzter angehöre. Merfen Sie sich die Regimentsnummer, Ste werden vielleicht noch einmal von ihr hören." „ Sie wollen Frankreich verlassen, um gegen uns zu fämpfen?" fragte Bourlier heftig. Ste erklären sich öffentlich als Frankreichs Feind? Haben Sie auch bedacht, daß ein solcher nie der Mann meiner Tochter werden kann?" ,, um meiner Ehre, um meines Vaterlandes willen muß ich mich in das ergste schicken," antwortete Tyrolt, einen Blick unsäglichen Schmerzes auf die Geliebte richtend. Dieser Krieg, den Uebermut und Frivolität heraufbeschworen, wird viele Herzen brechen. Warum foll mir ein besseres Schicksal werden? Ich werde meine Weitere Streitberichte. Auf einigen Schächten in Böhmen sind die Belegschaften in den Streit getreten. Die österretchische Regierung hält den Stretf für wahrscheinlich. Sie hat an sämtliche Staatsbahndirektionen Birkulartelegramme erlassen, in welchen zu größter Sparsam feit im Kohlenverbrauch aufgefordert wird. Es wird geraten, möglichst große Kohlenvorräte anzuschaffen, da der Ausbruch des Kohlenarbeiterstreits in Besterreich wahrscheinlich sei. In Frankreich ist es bisher zu feiner Einigung zwischen den Bergleuten und den Grubenbesitzern gekommen. Die Lage spitzt sich zu. Auch in Rußland wird gestreift. In der Kohlengrube Saturn", einer der größten Russisch- Polens, find fast sämtliche Arbeiter in den Ausstand getreten. Die Zentralleitung der belgischen Bergarbetterverbände beschloß, falls die deutschen Bergleute in den Ausstand trefen sollten, sich diesem anzuschließen. Rundschau vom Cage. Politisches. Bostbeamtenwünsche in der Budgetkommission. Die Budgetkommission des Reichstags verhandelte am Freis tag über den Bostetat. Auf Anfrage gab der Regierungsvertreter der Hoffnung Ausdruckt, das die Oberpostprattikanten wahrscheinlich bis 1920, spätestens bis 1921, in Postinspektorstellen eingerückt sein werden. Ihre Eina.. reihung in das Verzeichnis der höheren Beamten für Umzugskosten und Taagelder werde binnen kurzem er wigent. on whauverater Seite wurde der Antrag gestellt, den Reichskanzler zu ersuchen, in einem Nachfragsetat den Oberpostassistenten und gleichgeordneten Beamten unter bestimmten Voraussetzungen eine perfönliche Zulage von 300 Mark zu gewähren. Diese Bes amtenkategorte sei tatsächlich bei der Besoldungsreform ungerecht behandelt worden. Die Regierungsvertreter wandten sich gegen diesen Antrag, der indessen angenommen wurde. Von verschiedenen Seiten wurde eine Verbesserung der Lage der Postunterbeamten in den groBen Städten gefordert, etwa durch raschere etatsmäßige Anstellung und durch Erhöhung des Wohnungsgeldes für tinderreiche Familien. Die kleine Strafgesegnovelle, die im letzten Herbst vom Reichstage unerledigt geblieben war, soll demnächst wieder Auferstehung feiern. Mit Zustimmung des Reichsjustizamts ist zwischen den Fraktionen des Reichstags vereinbart worden, diejenigen Punkte der Novelle, die im Reichstage auf feinen Widerspruch gestoßen wa ren, in Form eines Initiativantrages, der mit Beschleunigung verabschiedet werden soll, wieder einzubringen. Es handelt sich um die Bestimmungen über Hausfriedensbruch, Diebstahl aus Not, Entführung Minderjähriger, Mißhandlung von Kindern usw. Das Reichswohnungsgesez in Sicht. In der Budgettommiſſion des Reichstages tetite Staatssekretär Delbrück mit die Entscheidung der verbündeten Regierungen über das Reichswohnungsgeses set für den Beginn der Herbsttagung in Aussicht genommen. Da der Pflicht tun, so lange ich lebe, denn ich stelle die Pflicht über die Liebe. Muß es sein, so will ich lieber für immer scheiden, als meine Ehre verlieren. Lebe wohl, Desiree, teure Einziggeliebte, lebe wohl!" Nein, ich will, ich kann nicht von Dir scheiden!" rief die Unglückliche, sich an ihn klammernd, Bleibe bleibe bei mir, verlasse mich nicht, ich würde vor Schmerz und Sehnsucht sterben." „ Ich darf es nicht, Desiree. Wir müssen uns trennen, wohl für immer. Frage Deinen Vater, ob Du noch ferner mir gehören kannst." " Bu mir, meine Tochter!" befahl Bourlter streng. Berühre diesen Mann nicht, der mich und uns alle beschimpft hat!" Ich liebe thn Vater, that, meinen Netter, von ganzer Seele. Ihm gehöre ich für das Leben." " Dein Leben gehört Deinem Vaterlande, das seine unseren Feinden. Wir haben nichts mehr miteinander zu schaffen, wenn er mein Haus verläßt." " Du hörst es, Geliebte," flüsterte Waldemar, thre Stirne mit innigem Kusse berührend und dann die fast Sinnlose sanft in den Arm der Frau Tarandal legend, ,, es muß geschieden sein. Vielleicht führt uns der Himmel dennoch wieder zusammen." ,, Nach dem Kriege," Hohnlachte Olivier, der die Worte dennoch erlauscht hatte." Nun, die Chassepots unserer Braven werden Ihnen die Heiratsgedanken vertreiben und die Mitrailleusen ein Lied schnarren, das nicht nach Hochzeit klingen wird." Waldemar schten thn nicht zu hören. Ttef traurig wandte er sich an seinen einstigen Chef. ,, Wenn ich in dieser Stunde ein Wort gesprochen habe, das Sie verletzt hat, Herr Bourlier, so bitte ich, verzeihen Ste mir. Halten Ste es meiner Geretzthett zu gute. Bewahren Sie mir ein freundliches Andenken, wie ich Ihrer stets in Liebe und Hochachtung gedenken werde. Gott schüße Ste und Ihr Haus." Staatssekretär bereits vor kurzem erklärt hat, daß, wenn in der Wohnungsfrage die einzelnen Staaten ver sagen, das Reich etnspringen müsse, so ist eine Entschei dung in positivem Sinne zu erwarten. Die Regelung der Sonntagsruhe. Der Entwurf über die Regelung der Sonntagsruhe in offenen Ver faufsstellen liegt zurzeit dem Bundesrat vor. Der Ents wurf wird dem Reichstag noch im Laufe dieses Monats zugehen. Ueber die Regelung der Sonntagsruhe in Kontoren und Bureaus wird zurzeit eine Vorlage aus gearbettet, die vielleicht dem Reichstag noch in dieser Seffion zugehen wird. Ber bat ter red Dr ger gen un Ale Sp hab Kr. Be der get nis Fö bra baf hie 001 er Ro bli der Ste bie Die Pforte will teinen Frieden. Wie nunmehr be= tannt wird, beschloß der türkische Ministerrat in seiner letzten unter dem Vorsitz des Sultans abgehaltenen Sizung, dem Vorgehen Jtaltens den äußersten Widerstand entgegenzuseßen. Selbst eine Beschteßung Smyrnas und Salonitis und eine Blockterung Dardanellen durch die italienische Flotte, sowie die Aufrollung der ganzen Orientfrage würden diesen Widerstand nicht brechen können. Die Regierung scheint also entschlossen zu sein, es aufs äußerste ankommen zu laffen. Die gesamte türkische Presse fährt fort, immer entschiedener gegen die Friedensidee Stellung zu nehmen. Kleine Nachrichten. Der höchste Beamte" im deutschen Reich, der Me teorologe auf der Zugspize, ist verschwunden. Das Amtsgericht Garmisch sendet ihm im Wege der öffentlichen Zustellung eine Forderungsklage der Pächtertn des Zugspitzenhauses nach, der er 463 Mart schuldig geblieben ist. Der Verschwundene hat übrigens schon feit geraumer Zeit einen Nachfolger erhalten. Ein Opfer des ärztlichen Berufs. Der Prospektor im Anatomischen Institut der Universität München Privatdozent Dr. Hermann Hahn hatte sich bei einer Letchenöffnung in die Hand geschnitten. Troß aller sofort angewendeten Gegenmittel ist der Arzt innerhalb elf Tagen an der sich immer mehr ausbreitenden allgemei nen Vergiftung gestorben. General Booth erblindet. Der Führer der Heilsarmee," General" Booth, der gegenwärtig eine Infpettionstour durch Holland unternimmt, ist jetzt total erblindet. Die Aerzte lassen ihm jedoch Hoffnung, daß er nach einer Operation wenigstens die Sehkraft eines Auges, des linken, wiedererlangen könnte, und der sonst förperlich noch sehr rustige alte Herr hat zugestimmt, fich dieser Operation gleich nach seinem nächsten Geburtstag, am 10. April, unterziehen zu wollen. Die höchste Eisenbahn der Welt. Nach Meldungen aus Valparaiso ist die höchste Eisenbahn der Welt jetzt vollendet worden, indem die von Chile und Bolivia aus einander entgegenstrebenden Strecken über die Anden fich an der Grenze der beiden Staaten vereinigten. Die Tripoliserpedition des deutschen Roten Krenzes, die seit Anfang Februar thr Lazarett im türkischen Hauptlager in Gharian aufgeschlagen hat, ist von et nem schweren Verlust betroffen worden. Der Oberarzt der inneren Abteilung des Lazaretts, Professor Schüße vom Moabiter Krankenhaus in Berlin, ist an Typhus gestorben. Der Erbauer des Panamakanals, Colonel Göthals aus Washington, ist mit Familie in Berlin eingetroffen. Er ist für einen der nächsten Tage zur Frühstückstefel beim Katser geladen worden. Aus den Gerichtssälen. 1 Jy bem Centener Bordengers crunté d Gericht gegen den Hauptangeklagten, dent Mönch Damasius Mazoch, auf zwölf Jahre Zuchthaus und gegen die beiden mitangeklagten Mönche auf 5, bzw. 2% Jahre Buchthaus. Die Frau des Ermordeten, Helene Mazoch, wurde zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Räubereien der Zigeuner. Die Jagd nach den Zigeunern, die einen Teil der Provinz Heffen- Nassau und die angrenzenden Landesteile unsicher machen, ist tros eifrigster Arbeit immer noch ohne Erfolg gewesen. Aus Fulda wird heute gemeldet: Während seither die Mörder in den Waldungen bei Großenlüder bis ins Meiningische hinein eifrigst gesucht worden, kam in der Nacht zum Donnerstag eine Alarmnachricht von einem ganz entgegengesezt Itegenden neuen Schauplas. Von Hattenhof( bet Neuhof, Strecke Frankfurt- Fulda) aus war dem hiesigen Landratsamte mitgeteilt worden, ein Mann set in später Abendstunde auf dem Wege nach Butchenberg von einem Zigeuner angefallen worden. Der Zigeuner habe gerufen: Geld oder Leben!" Auch bei einem Bauer in Hattenhofr sollen drei Zigeuner, in Begleitung ets nes fleinen weißen Spizes, einen Besuch abgestattet haben. Gendarmerie, zirka 50 Mann Artillerie vom 2. Kurhessischen Feldartillerie- Regiment Nr. 47 in Fulda, sowie Kriminalschußleute aus Fulda begaben sich so fort nachts nach Hattenhof. Leider war der nächtliche Alarm abermals vergebens. Er verließ den Salon. Einer der jungen Leute machte Miene, thm den Weg zu vertreten, aber der strenge Blick Bourliers hielt ihn zurück. Als sich die Tür hinter dem Scheidenden geschlossen hatte, packte den Matre eine unbändige Wut. „ Es ist meiner Amtspflicht entgegen, diesen frechen Prufften ohne Satisfattion abretsen zu lassen," schrie er, mit den Händen herumfuchtelnd. Ich werde ihn verhaften und dem Kommandanten ausliefern. Er ist ein Spion, er muß erschossen werden." " Ja, ein Spion, ein Spion, der in unserer Mitte lebte, die Kriegsgeheimnisse zu erspähen," bestätigte Prevendaur. „ Die Schwächen unserer Nation zu verraten," fügte ein anderer hinzu. ,, Frankreich hat keine Schwächen," unterbrach ihn Bourlier hoheitsvoll.„ Aber dieser Mann, den ich geliebt habe und der uns in toller Verblendung verließ, war fein Spion. Lassen Sie ihn ztehen. Wenn er den Wahnsinn begeht, sich unter den Trümmern seines sogenannten Deutschlands mit begraben zu lassen, so mag er seinen Willen haben. Für solche Schwärmer gibl es fein besseres Rezept als die französische Kugel." W ren fab füf 190 nat ma die Jen Er fche den raf alle wi Ko Ste ver ab fel no er de et de 9% PENCERSETURSEFOV RISSIES EN h da N ge ba Te 91 191 ARRES tri da De da fah N di 81 & 31 Ito gi de Bo ger rid wu top Die Bo Hich and fend halt ein. pont Ueb gefe fcha Chr Sch auf eini der Hel zon ber thn des ble poft rub 3wet Stunden später bestteg Waldemar Tyrolt den belgischen Bug, der ihn aus Sedans Mauern nach der Helmat führen sollte. Er wählte diesen Umweg, da die deutschen Grenzen bereits gesperrt waren. Von Namur aus, wo er den Frühzug abwarten mußte, schrieb er ein letztes Mal an Desiree. Al' seine heiße Liebe, seine grenzenlose Verehrung legte er in den Betlen nieder. Er bat nochmals um Verzeihung, wenn er den Vater gekränkt habe, und sprach seine Hoffnung auf endliche Versöhnung aus. Dieser Brief gelangte nie in die Hände der Ge liebten. Olivier, der nach der gestörten Verlobung die Villa nicht mehr verließ, lag auf der Lauer und fing das Schreiben auf, um es foaleich zu vernichten bat, da Staaten ve eine Entsche er Entwur offenen Be Dr. Der Ent efes Monats agsruhe h Borlage aus Och in diefer nunmehr be cat in seine abgehaltenen ften Wider Befchle Bung terung de vte die Auf Lesen Wider scheint alio tommen a fort, immer mg zu neh ch, der Me inden. Das der öffent er Bächtert Cart schuldig igens fcho ten. Prospettor ünchen Bri einer Leb aller sofor nerhalb ell en allgemei Der Heilsar ine Injpe Bt total er ung, daß er hkraft eines nd der font zugestimmt, en Geburts Meldungen r Welt fe Bolivia aus die Anden inigten. oten Aren n türkischen ist von ei er Oberarzt ffor Schüße an Typhus Tel Göthals eingetrof Frühstück TNTTE ப Nönch Da und gegen .2% Jahre Ene Mazoch, пек. En Teil der en Landes beit immer rd heute ge n Waldun hinein eif Donners gegengesett ( bet Neu m htefigen set in spä enberg von Jeuner habe nem Bauer gleitung et abgestattet erte vom 2 in Fulda r nächtliche Sen fich fo ngen Lente 7, aber der As fich die , packte den efen frechen ffen," schrie werde ihn ern. Er iff ferer Mitte bestätigte Caten," fügte cerbrach ihn den ich ge ang verließ Senn er den feines fo fen, fo mag Därmer gib Kugel." Tyrolt den n nach der weg, ba ble Bon Namur schrieb er Liebe, feine Hen nieder ben Vater auf endliche de der Ge rlobung ble er und fing Sten Ueber wettere Räuberelen der Bigeuner wird uns gemeldet: O Frielendorf, 7. März. Auch in unserem Nachbarorten Spießtappel und Gebersdorf wurden in lezter Nacht recht freche Diebstähle verübt, die man selbstredend auf die Bigeuner schiebt. In erstgenanntem Orte stahl man Wäschestücke, die man vertrauensseligerweise im Freien hängen ließ. In Gebersdorf drangen die Diebe in die Räume des Gastwirts Weidner und es fielen ihnen nur Bigarren, Kognat und einige gleich an Ort und Stelle verzehrte Flaschen Wein in Bie Hände. Von den Dieben hat man bis jetzt noch keine Spur. - Heinebach, 8. März. In der vergangenen Nacht haben drei Zigeuner dem Hofe Wüstefeld( bei Braach, Kr. Rotenburg) einen Besuch abgestattet. Obgleich der Besizer des Hofes, Herr Reinhardt, alsbald die Poltzei in Rotenburg felephonisch von der Sache in Kennt nis sette und obgleich daraufhin heute Gendarmen und Förster den Wald absuchten, hat man keinen von den braunen Gesellen erwischen können. Worms, 7. März. Ein in Hofheim( Ried) wohnhafter Fabritarbeiter, der vorgestern nachmittag auf der hiesigen städtischen Sparkasse Mündelgelder in Höhe von 100 Mart erhoben hatte, wurde gestern abend, wie er heute früh auf dem hiesigen Polizeiamte meldete, zwischen 8 und 9 Uhr jenseits der Straßenbrücke( tm Rosengarten) von zwei Zigeunern plößlich überfallen und zusammengeschlagen, sodaß er besinnungslos Itegen blieb. Als er wieder zu sich gekommen set, hätten von der Summe 80 Mart gefehlt. Die Polizet hat sofort die Untersuchung eingeleitet, und das Rosengartenges btet, wo sich sehr häufig zigeunerbanden aufhalten, wurde, einstweilen erfolglos, abgesucht. Der Südpol entdedi? Die Jagd nach dem Südpol hat in den letzten Jahren mit einer Energie eingesetzt, die fast die Nordpolfahrten in den Schatten stellt, besonders seitdem der fühne Engländer Shackleton um die Wende der Jahre 1908-1909 bts zu 88 Grad 23 Grad südlicher Breite vorgedrungen und somit dem Bol auf ungefähr 1½ Grad nahe gekommen war. Das war ein Erfolg, den niemand vorausgesehen hatte und der mit einem Schlage die Aufmerksamkeit aller Polsucher nach dem Südpol lentte. Die Jahre 1910 und 1911 sahen im ganzen vier Expeditionen rach dem Südpol abgehen, eine norwegi sche unter Amundsen, eine englische unter Scott, eine deutsche unter Filchner und eine japanische unter Shtrase. In diesem Rennen, das von der gebildeten Welt aller Kulturstaaten mit größtem Intereffe verfolgt wird, hatten Amundsen und Scott ein Jahr vor ihren Konkurrenten Vorsprung, und von ihnen ist nun der Steg dem Engländer zugefallen. Scoft ist am 28. November 1910 mit der Terra Nova" von Neuseeland abgefahren. Der Plan des Forschers, auf der Roßinfel Winterquartier zu beziehen, wurde durch schwere Stürme vereitelt; er überwinterte dann bei Kap Evans, nördlich von der Discovery- Bucht. Von hier aus trat er im vergangenen Frühjahr eine Schlittenreise nach dem Südpol an, bei der er sich an den von Shackleton eingeschlagenen Wea halten wollte. Die mit außeror= dentlicher Sorgfalt vorbereitete Expedition soll nunmehr das langersehnte und von vielen bisher vergebItch erstrebte Ziel erreicht haben. Der Ueberbringer der Nachricht ist der Norweger Amundsen. Er hat aber noch feine Mittellung über eine mens gerumi, tad aus Wellington( Neuseeland) zufolge, hat der Südpolarforscher Amundsen bestätigt, daß Kapitän Scott den Südpol erreicht hat. Die Zeitung Sozialdemokraten" in Christiania fellt mit, daß eint Privatmann in Christiania von der„ Fram"-Expedtflon ein Telegramm erhalten hat, nach dem auch Roald Amundsen den Südpol erreicht habe. Der Empfänger des Telegramms behauptet, daß es vollständla zuverlässig sei. Man wird weitere Nachrichten abwarten müssen, um sich über das Gelingen der Expedition Gemißheit zu verschaffen. Christiania, 8. März. Zwei hiesige Zeitungen haben folgendes, vom 7. März 1,40 Uhr früh dattertes Telegramm ( Tasmania) aus Hobart erhalten: " Amundsen hat zwischen dem 14. und 17. Dezember 1911 den Südpol erreicht. An Bord alles wohl." Italiens Entschlossenheit. In einem anscheinend offiziös beeinflußten Artikel tritt der Mailänder„ Corriere della Sera" dafür ein, daß Italien nunmehr, nachdem der russische Friedensvermittlungsvorschlag als gescheitert zu betrachten set, das Vorgehen gegen die Türkei sowohl auf militärtschem als auch auf diplomatischent Gebiet mit aller Kraft durchführen müsse. So werde auch Europa mit mehr Nachdruck der Türket zum Frieden raten. Nur ein fräftiges und ausgedehntes Vorgehen Jtaliens werde die osmanische Regierung veranlassen, den Kampf aufzugeben, der ihr keine Vorteille, sondern nur weitere und Durch Europa aber erschallte der Kriegsruf. Zwet Gegner, die sich seit lange haßten, zogen aus, thre Kräfte zu messen. Gctt allein kannte den Ausgang des fürchter Itchen Krieges In breiten Heeresmassen fluteten die deutschen Regimenter über Frankreichs Grenzen. Nachdem infolge der Einnahme von Saarbrücken sich das französische Bolt einer kurzen Tag in Entzücken und Siegesjubel gewtegt hatte, brach die fürchterliche Stunde des Gerichts herein. Bet Spichern, Wörth und Weißenburg wurden dte at sich tapferen Truppen der Franzosen von Topflosen Generalen in sichere Vernichtung geführt. Die gefürchteten Turkos und Spahis erwiesen sich als Popanze, mit denen man wohl Kinder, aber nicht kriegstichtige Männer schrecken konnte. Ste wurden mit den anderen theatralisch aufgepußten Gefangenen zu Tausenden in den deutschen Festungen interntert. Unaufhaltsam drargen die verhaßten Prussiens in Frankreich ein. König Wilhelm und seine Generale führten ste von Steg zu Steg. Mac Mahon flüchtete mit den Ueberbleibsein seines vernichteten Heeres über die Vogefen. Gänzlich ratlos übergab Napoleon dem Marschall Bazaine den Oberbefehl, und dieser zeigte sich der Ehre unwürdig, indem er sich nach den unglücklichen Schlachten bei Colombey, Mars la Tour und Vionville auf Mez zurückzog und sich dort mit 180 000 Mann einschließen Iteß. Wetter zogen die deutschen Heere durch die Fluren der Champagne. Nordwärts marschierten die siegretchen Helden. General Failly hatte die Absicht gehabt, Monzon in Eilmärschen zu erreichen. Das Ruhebedürfnis der abgetriebenen, unverpflegten Truppen bestimmte thn, bet Beaumont anzuhalten. Aber selbst angesichts des unmittelbar nachrückenden Feindes versäumte er Die gewöhnlichsten Vorsichtsmaßregeln. Ohne Vorposten auszustellen, erlaubte er seinen Leuten, auszuruben und abzukochen. ernstere Verluste bringen tonne. Daß Italten einen wetteren Schlag gegen die Türkei vorbereitet, bestätigt auch eine Meldung der Franff. 3tg." aus Rom, in der es heißt, die italienische Regierung erkläre amtlich, sich volle Aktionsfreiheit zur See, ausgenommen das Adriatische und Jonische Meer, vorzubehalten. Barsevalballons im tripolitanischen Feldzug. Ueber den ersten Aufstieg der beiden aus Deutschland bezogenen italienischen Lenkluftschiffe P. 1" und P. 2" in Tripolis wird berichtet: Die beiden Luftschiffe brangen bis weithin in die Ebene vor und erkundeten unterwegs genau die Stellung der Araber und Türfen. Ste warfen einige Bomben herunter, die unter einer Abteilung Türfen große Zerstörungen anrichtete. Ein türkischer Sieg. Konstantinopel, 8. März. Nach einem beim Kriegsministerium eingelaufenen Telegramm ist es den Türken und Arabern gelungen, nach einem in der Nacht vom 5. zum 6. März erfolgten Angriff die von den Italienerr fürzlich besetzten Höhen von Margheb wieder zu nehmen. Vermischtes. Niefige Waldverkäufe bei Berlin. Kurz vor Intrafttreten des Zweckverbandes Groß- Berlin scheint Spandau einen großen Tell seines Waldbesitzes loszu schlagen. Es handelt sich um nicht weniger als 207 Heftar Waldterrain. Das Gelände liegt am Teufelssee und zieht sich bis zur Oberhavel hin. Für den Quadratmeter sollen vier Mart bezahlt werden, so daß die Stadt 8 280 000 Mart erhält. Ein weiteres Terrain am Teufelssee im Spandauer Stadtwald ist für das städtische und Kretstraftwerk Spandau bestimmt, das mit einem Kostenaufwand von 2 Millionen erbaut werden soll. Für das Gelände, zwei Hektar, werden sechs Mart pro Quadratmeter bezahlt, so daß die Stadt hier 120 000 Mart erhält. Insgesamt will also Spandau für 8 400 000 Mark Wald vertaufen. Der Stadt verbleibt allerdivas noch ein guter Teil ihres Waldes, den sie erst kürzlich durch Antauf eines Rittergutes um etwa 2500 Morgen Wald bereichert hat. Eine Schwefelfabrik in Flammen. In dem großen Schwefeldepot der Firma Trewella in Catania entstand ein Brand, der in furzer Zeit das ganze Lager in Flammen fetzte. Bucrst suchte man das Feuer mit der Fabriffeuerwehr zu bekämpfen, später erschien dann noch die städtische Feuerwehr, die mit allen Witteln vorging. Alle Löschversuche waren jedoch nußlos. Die Sublimatfammern waren bald vom Feuer erreicht und die ganze Fabrik glich einem Feuerherd. Große Ströme geschmol zenen Schwefels im Lager waren ungefähr 20,000 Tonnen Rohschwefel aufgespeichert fließen von dem auf einer Anhöhe liegenden Dorfe herab und machen jede Löscharbeit unmöglich. Der Schaden beträgt bis fett ungefähr dret Miltonen Mark, doch sind auch an dere Schwefe raffinerten bedroht, so daß das Unglück noch größere Dimensionen annehmen kann. Gentetruppen haben einen Damm gezogen, um die bedrohte Etfenbahnlinie zu schützen. Einsturzkatastrophe in einem Wiener Restaurant. Bei den Renovierungsarbeiten in einem großen Re ſtaurant im Wiener dritten Bezirk stürzte Mittwoch nachmittag ein Teil des Pfostengertistes ein und riß die darauf Beschäftigten zwet Stodwerke tief hinab. Der Knäuel von Menschenlelbern, Gebält und Gerüst fiel durch ein Glasdach auf das Pflaster des Snfes, Dio Bonannofterig, va auaj dus overe Gerlist einzustürzen drohte. Man mußte die Tragbahren durch den großen Saal des Restaurants auf den Hof schaffen. 3wef Maurer wurden getötet und sleben Arbetter schwer verletzt. FI Der erste Geschwader- Flug" der Welt. Die ersten Manöver der Welt, dte mit einem Flugzeug- Geschwa der ausgeführt werden, finden am 14. März in Frankretch statt. Bisher find alle Flugzeugmanöver in Frankreich und Deutschland nur mit je einem Flugzeug nach einer bestimmten Richtung hin ausgeführt worden, wenn auch an den Manövern stets mehrere Flugzeuge beteiligt waren. Bei diesen neuartigen Manövern wird es sich in erster Linie darum handeln, einen Flug mit einem ganzen Geschwader ausführen zu lassen. Das Geschwader besteht aus 8 Flugzeugen, und zwar 6 Zwetdeckern und 2 Eindeckern. Der Geschwader- Flug hat eine Ausdehnung von mehreren hundert Kilometern. Es handelt fich weder darum, daß ein Flugzeug am schnellsten nach dem Ziele gelangt, noch darum, daß tr= gend eine größte Höhe von einem Flugzeug erreicht wird. Das Bemerkenswerteste dieses Manövers besteht vielmehr darin, daß zum ersten Mal eine große Anzahl von Flugzeugen den Auftrag erhalten haben, in einem geschlossenen Geschwader von einem Ort zum anderen so zu fahren, daß sie an der Abfahrtstelle gleichzeitig aufsteigen und an dem Bestimmungsort gleichzeitig anlangen. Es foll dtes eine Vorübung für den erleg fein, wo auch häufig die Notwendigkell vorherrschen wird, etne große Anzahl von Flugzeugen gleichzeitig nach etnem Ort zu senden, um sie von hier aus zu den verschiedenen Aufgaben zu verwenden. Lustig brodelten die Feldkessel über den Feuern, Endlich nach langer Entbehrung wieder einmal einen Imbiß versprechend, als ein Bauer mit dem Rufe:„ Die Preußen kommen!" in das Lager stürzte. Schmetternde Signale pflanzten die Unglücksnachricht durch das Lager fort, die Schläfer weckend, die Hungrigen vom Mahle scheuchend. Adjutanten jagten zu dem sorglofen General, der im Schloffe Dientrott Quartier genommen hatte, und holten ihn zu seinen topflosen Truppen. Noch in legfer Stunde, als schon die ersten preußischen und sächsischen Bataillone auf den Höhen erschtenen, gelang es ihm, unter dem Feuer der feindlichen Kanonen, seine Regimenter zu formieren, und so stellte er sich dem Andrängen der Deutschen entgegen. In breiten, aufgelösten Zügen tamen die Sachsen von den Bergen nieder, an ihrer Spike das 108. Schüßenregiment, und umzingelten den Bachthof La Wamme, der voller Franzosen lag, welche aus ihren Chassepots einen wahren Hagelschauer von Blet in die Lüfte knallten. Die schlechtgezielten Schiffe konnten den Gegner nicht aufhalten. Jede Talfenkung be= nugend, jeden Graben und jede Ackerfurche als Deckung aufsuchend, kamen die dunkelgrünen Schüßen näher. An der Spize ihres vordersten Zuges schritt ein junger, hünengroßer Leutnant, dessen blinkender Säber einem jeden der Leute die beste Schutzwehr anzugeben schten, indessen er sich unerschrocken und furchtlos bloßstellte. Mehr als einmal mußte ihn ein vierschröttger Schüße, der überall dicht an seiner Seite blieb, auf die Gefahr aufmerksam machen. " Halte Dich zurück, Neumann," befahl der Leutnant.„ Decke Dich, ducke dich!" " Zu Befehl, Herr Leutnant," antwortete der Angeredete in gemittlicher Leipziger Mundart.„ Aber Ste müssen sich noch Kleene machen." Ich bin auf meiner Hut, sorge Dich nicht!" Drabtnachrichten und neuestes. Der Kaiser in Bremen. Enghaven, 8. März. Der Kaiser ist heute mor gen 10 Uhr im Automobil nach Bremen abgereist, wo die Ankunft nachmittags erfolgte. Ein Opfer des Spandauer Bankkrachts. Berlin, 8. März. Das erste Opfer des Spandauer Banffrachs ist der Maurermeister Emil Müller geworden, der in Spandau als unbesoldetes Stadtratsmitglied eine angesehene Stellung inne hatte. Müller hat sich gestern abend in seiner Wohnung infolge gro ßer finanzieller Verluste erschossen. Ein Rundflug der" Viktoria Luise". Frankfurt a. M., 8. März. Das Luftschiff Vittoria Luise" ist heute morgen 9 Uhr zu einem Rundflug in die Umgegend Frankfurts aufgestiegen. An Bord befanden sich mehrere Passagiere. Wieder eine Eisenbahnkatastrophe in Amerika. Renyork, 8. März. Nach einer Meldung aus Lafayette im Staate Indiana wurden bei einem Eisenbahnunfall auf der Wabash- Eisenbahn in der Nähe von West- Libanon dreißig Personen getötet. Giner Gasvergiftung erlegen. Erfurt, 8. März. Der Kaufmann Heinrich Klett, Mitinhaber der Firma Klett& Schmidt in Meiningen, wurde gestern vormittag in seinem Bette tot ausgefunden. Die Schlafftube war mit Gas angefüllt. Man hatte nämlich den Gashahn aus Versehen nicht ganz zugedreht. Klett lebte, wie der Allgem. Anz." meldet, mit seiner Familie im besten Einvernehmen und m den günstigsten Vermögensverhältnissen. Ein Selbstmord ist daher ausgeschlossen. Sicherheitsmaßnahmen für die Fremden in Mexiko. Merito, 8. März. Die Mitglieder der fremden Niederlassungen berieten gestern über die Maßnahmen zum Selbstschutze. Mehrere Konsuln ersuchten die Negierung um Lieferung von tausend Gewehren und Be ftimmung von Zufluchtplätzen für Frauen und Kinder bei eintretender Gefahr. Berliner Getreides und Schla tvlehmarkt. Im Berliner Getreidehandel kam das Anziehen der Weltmarktpreise zur Geltung, obwohl für prompte Ware der Absaß schwerfällig blieb und Begehr für die Ausfuhr sich nicht zeigte. Die Unternehmungslust blieb deshalb gering. In den letzten Tagen schien man sich in England wieder mehr für den deutschen Weizen zu interessieren und dies trug dazu bei, die Preise zu heben. Roggen tommt, nachdem die Schiffahrt freigeworden ist, in unerwartet großen Mengen nach Berlin, da sich feine Nachfrage für die Ausfuhr zeigte. Die unvermindert hohen Lagerbestände und andauernde, auf das fruchtbare Wetter hin erfolgende Offerten der inländischen Landwirtschaft für spätere Lieferung drückten auf den Markt. Die Fretsrückgänge blieben aber gering, da die Festigkeit des Beizens einigen Rückhalt gewährte. Auch in Hafer ist der Absatz schleppend geworden. Trotzdem hält aber die Provinz an ihren Forderungen fest und ebenso ist das Ausland unnachgiebig. Die Notterungen welfen Infolgedessen kaum eine Aenderung gegen die Borwoche auf. Gerste wurde anfangs für die westlichen Teile Deutschlands stark gekauft, Rußlands Angebot war gering bei hohen Forderungen. Mats befestigte sich tm Berlaufe nach anfänglicher Nachgiebigkeit der ar gentinischen Forderungen. Am lezten Lane der Re richamoche et dit eiser delt watermin, wie folgt: Wetzen 214,75, Roggen 190,50, Hafer 192,50, Mate 166 M... Breise des ädtischen Schlachtvleh- Marites. 1. Ochfen: a) vonfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungefocht 81-86 M., b) junge, fleischige, iricht ausgemästele und ältere ausgemästele 75-84 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 66-72 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene Höchsten Schlachtwertes 75-81 M., b) vollfleischige jüngere 71 bis 79 M. c) mäßig genährte jüngere und gut genährte älfere 66-72 M. 3. Farsen und ühe: a) vollfleischige, ausgemäftete Färsen höchsten Schlachtwertes 75-78 My b) vollfleischige, ausgemästete ühe höchften Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 70-74 M., c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färfen 64-69 M., d) mäßig genährte Seühe und Färsen 55 bis 62 M., e) gering genährte Kühe und Färsen bis 62 M. f) gering genährtes Jungvieh( reffer) M.. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 114-116 M b) feinste Maftfälber 103-108 M, c) mittlere Mast- und beste Saugtälber 93-100 M., 6) geringere Mast- und gute Saugfälber 88-96 M., e) geringe Saugfälber 65 bts 84 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Mast= Hammel 70-80 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte funge Schafe 62-68 M 6. c) mäßig genährte Hammel und Schafe 56-68 M. Schweine: a) Fettschweine über 3 3tr. Lebendgewicht 66-68 M, b) vollfletschige Schweine 250-300 fd. 66 bts 68. c) vollfleischige 200-240 3fd. 65-67 M., d) vonfleischige Schweine 160-200 fd. 62-65 M., e) vollfleischige Schweine unter 160 fb. 58-62 M., f) Sauer 62-68 M. „ Nu eben, ich seh es ja. Ne, ne, Herr Leutnant, ich puze Sie, ich muß also auf Sie Achtung geben, daß die neue Uniform ganz bleibt. Gottstrambach, bet dem Geknatter to das nicht so leicht." „ Hopp!" sprang er vor seinen Herrn und fing etne Chassepotfugel in seinem gerollten Mantel auf. Das ist ja Infubordination!" rief der Offizier, welcher nur die lächerliche Bewegung setnes Burschen und nicht dessen heroische Tat bemerkt hatte.„ Warte, nach dem Gefecht sprechen wir uns." ,, Nu eben, Herr Leutnant," lachte Neumann selbstzufrieden, Ste müssen aber bis dahin noch leben. Seten Sie ein bischen vorsichtig, denken Sie an Ihre Braut." " Was weißt Du von meiner Braut," sagte der Offizter achfelzuckend.„ Aufgepaßt, Ihr Leute," befahl er,„ dritben die Batterie, alle Mann in den Graben!" Die Schüßen gehorchten. Ein Hagel von Geschossen pfiff über sie dahin. Auch der Leutnant fühlte sich in den sumpftger Terrain- Einschnitt hinabgezogen. Es war wieder der Schütze Neumann gewesen, der ihn bevormundet hatte. Hornsignale erschallten. Das Ganze avancteren!" Augenblicklich erhoben sich die Schüßen aus dem Graben. Der Offizier sprang als erster auf den Gras benrand. ,, Vorwärts, Marsch! Marsch!" Troß des mordenden Schnellfeuers der Mitras Meusen, welche hinter der massiven Mauer eines gegenüberliegenden Obstgartens aufgefahren waren, drangen die Sachsen unaufhaltsam vor, in weiten Sprüngen Terrain gewinnend, furchtlos, ohne Zögern. ( Fortsetzung folgt.) Preisgekrönt mit der Goldenen Medaille auf der Internationalen Hygiene- Ausstellung Dresden 1911. SYGIENE INTER NATIONALE YGIENEAUSSTELLUNG DRESDEN 1911 Vielfach prämliert mit Goldenen Medaillen und Persil Ehrenpreisen von Fach- und andern Ausstellungen! das selbsttätige Waschmittel! Gebrauchs- Anweisung. Grotz der enormen Verbreitung von Persil gibt es noch manche Hausfrauen, die noch immer nicht die hervorragenden Eigenschaften dieses modernen selbsttätigen Waschmittels voll auszunutzen verstehen. Vor allem merke man sich, daß irgend ein Zusatz v Seife, Seifenpulver etc. überflüssig und zwecklos ist. Im Übrigen halte man sich an folgende bewährte Gebrauchs- Anweisung: Man löst Persil in kaltem oder lauwarmem Wasser durch Umrühren im Kessel auf; dann die Wäsche sofort hineintun, zum Kochen bringen und nur einmal- Stunde unter zeitweiligem Umrühren am Kochen halten.( Bei besonders schmutziger Wäsche empfiehlt sich vorheriges Einweichen in Henkel's Bleichsoda). Nach dem Kochen läßt man die Wäsche einige Zeit( am besten über Nacht) in der Lauge stehen; sie ist dann rein und blendend weiß. Zum Schluß wird die Wäsche in klarem, möglichst in warmem Wasser sorgfältig ausgespült. Der Erfolg ist überraschend! - Alle Schmutz-, Staub-, Schweiß-, Fett-, Kakao-, Tee-, Blut-, Tinten, ja Rasenbleiche ist nicht nötig, soger alle Obstflecken sind spurlos verschwunden.- da Persil der Wäsche nicht nur die blendende Weiße, sondern auch den frischen duftigen Geruch der Rasenbleiche verleiht. Dies ist besonders vorteilhaft für die Reinigung der meist scharf riechenden Kinderwäsche. Aber noch einen weiteren Vorzug besitzt Persil! Wie durch wissenschaftliche bakteriologische Versuche festgestellt ist, wirkt Persil stark desinfizierend und zwar schon bei der niedrigen Temperatur von 30-40 Grad, d. h. beim Waschen in handwarmer Lauge. Dies ist besonders wesentlich für das Waschen von Bunt- und Wollwäsche, die bekanntlich nicht gekocht werden darf und deshalb in Erkrankungsfällen gern zur Trägerin von Krankheitskeimen wird. Während sonst oft recht umständliche Desinfektionsvorbereitungen getroffen werden mußten, genügt jetzt einfaches Auswaschen in handwarmer Persil- Lauge, um etwaige Krankheitserreger beseitigen; die Desinfektion ist vollständig, Erhältlich nur in Originalpaketen, niemals lose. HENKEL& Co., DÜSSELDORF. Alleinige Fabrikanten auch der albeliebten Henkel's Bleich- Soda. DEUTZER GITO Neu MOTOREN renov. Villa z. verkaufin Deutzer Diesel- Motoren liegender Bauart, für Rohöle aller Art J5/ ו Brennstoffkosten nur 1-2 Pf. pro PS. und Stunde. Wenig Wartung. Geringer Platzbedarf. Besonders geeignet für niedrige Maschinenhäuser, Mässige Anlagekosten. GASMOTOREN- FABRIK DEUTZ Zweigniederlassung Frankfurt a. M. Taunusstr. 47. SparsameFrauen stricket nur Sternwolle Beste Strumpf- und Sockengarne für Hand und Maschine! Orangestern und Blaustern feinste Sternwollen Rotstern und Violetstern hochfeine Sternwollen Grünstern, Gelbstern und Braunstern sind die besten Konsum- Sternwollen! Bezugsquellen werden auf Wunsch direkt oder unter der Anzeige genannt. Sternwoll- Spinnerei, Altona- Bahrenfeld. Zu haben bei: J. H. Fuhr, Julius Schulze, Friedrich Teipel, Giessen. In Lich bei Joh. Herm. Schmidt I. Geräumiger Laden mit Hinterzimmer in verkehrsreicher Straße und gutem Hause gesucht. Offerten erbeten u. 1210 an die Exped. dies. Blattes. 33 3inimer, 1 Speisesaal, Bad 2c., Warmwasserheizung, Lift u. wohnb. Souterrain. Es eignet sich vorzüglich a's Sanatorium Näheres H. Geibel, Fürstenstr. 20, in Bad- Nauheim. Einen Gesellen fofort, einen Lehrling zu Ostern gesucht. 5. Schimpf, Schne derm ister, Lauterbach. Alleinvertrieb eines erfiflassigen, biligen Massenkonsumestikels wird zu den günstigsten Be: dingungen an Haufierer, Hä d= ler und dergl. vergeben. Alba- Werk Buchen, Baden. Haliflor- Sommersprossen Crême Erzeugt reinen Teint und entfernt Sommersprossen schnell, sicher u. billig. Dose 1 Mk. Zu beziehen durch Parfümerien und Drogerien, wo nicht vorrätig, direkt durch Haliflor Company, Doberan, Mecklenbg. Neu! Neu! Schuh- Besohl- und Reparatur- Geschäft Modern Lindenpl. 12 Gießen neb. Lindenhof Hierdurch beehre ich mich, dem hochgeehrten Publikum mein modernes Unte: nehmen zur gefl. Kenntnis zu bringen. Durch langjährige praktische Erfahrung bürge ich für gewissenhafte und sorgfältige Ausführung aller mir gütigst übertragenen Aufträge. Nur streng solide Handarbeit Als Beweis meiner großen Leistungsfähigkeit gebe ich m mein Geschäft schnell einzuführen, trop der staunend billigen Preise das Auf jed. Paar 1 Gutschein 12. Paar Sohlen und Absätze gratis. Sohl. u, Abs. Die Preise sind im Schaufenster ersichtlich. Mein Geshäfteprinzip ist: Sauberfte und schnelle Arbeit, kulente Bedienung bei Verwendung von unr gutem Material. Ein Versuch führt zu dauernder Kundschaft Abholen fret. Postkarte genügt. Zustellen frei. Straßenbahn wird vergütet. Ich bitte höff. mein neues Unternehmen gütigst zu un'erstüßen und auf Firma und Hausnummer zu achten. Hochachtungsvoll K. O. May, Schuhmachermeister. + Für Frauen + Ich empfehle bet Störungen sofort meine sich. wirkend. Pulv.r Mt. 3.- oder Tropfen Mt. 3,50, extra starf Mr. 5.50 per Fasche zu nehmen Unschädlich. Garantieschein. Viele Anerkennung. Disfr. Bers. überall hin. Drogist Bocatius, Berlin N., Schönhauseralle 134a. PhoenixWasser Motor Waschmaschine Anerkan'a geringster Wasserverbrauch Wellgon indsterderantier 21123 Phoenixce ARP 199969 TORAN 06209 Zu haben in allen erstklassigen Hausund Küchengeräte- Geschäften. Einfach Ankauf- Verkauf möbl. Zimmer bon Alteisen, Lumpen, Kaochen, Kupfer, Meffing, Blei, Zink, Zinu, zc. Möbeln, Betten, Weißzeug, Gold- und Silberfachen Münzen und Antiquitäten. Louis Rothenberger, Sicken. Institut Boltz Einj., Fähnr., Jlmenau i. Thür. Prim., Abitur. Prosp. frei. zu berm. Bahnhoffte. 56. ( Hinterhaus.) ut möbl. Zimmer zu verm. Walitorstraße 77 1. But möbl. Zimmer zu verm. Steinstraße 23 I. Bein- und Hautleiden behandelt speziell Frau H. Dentzau seit 1895 Hannover, Wolfstrasse 9 Keln stelf. Verb. Leichte Selbstbehandlung, meistens ohne Berufsstör. Prospekt v. 1911 mit zahlreichen neuen Empfehl. ausHess- Nassau etc.fr.zugesandt Bin seit Jahren ein Mal monatlich in Cassel, Fulda, Giessen - usw. zu sprechen. Näheres auf Nachfrage brieflich. Wer sucht findet - Anregungen zunt Wohlstand in uns. Erfinder- Aufgab. Verlan gen Sie solche sofort gratis und franko von Jnternat. Batentbers weitungs Gesellschaft Fr. Heim bach& Co., Cölu a Rhein. Flechten näss u. trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füße Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft sehr hartnäckig; wer mit diesen Leiden behaftet, mache einen Versuch mit der bestens bewährten Rino- Salbe frei von schädlichen Bestandteilen. Dose Mark 1,15 u. 2,25. Dankschreiben gehen täglich ein. Zusammens.: Wachs, Ol, Terpentin je 25, Birkent. 3, Eigelb 20, Sallc, Bors. je 1. Nur echt in Originalpackung weiss- grün- rot und mit Firma Schubert& Co., Weinböhla- Dresden, Fälschungen weise man zurück. Zu haben in den Apotheken. Suchen Sie Käufer oder Teilhaber f. Fabrik., Geschäfte, Gasth., Landwirtschaft, Grundstück., Vill. etc so finden Sie solche durch die solide fachmänn. Firma E. Kommen Nachf., ( Inh. Conrad Otto) Köln a. Rh. Dresden, Leipzig, Hamburg, Berlin, Nürnberg, Stuttgart, Breslau. Ca. 3000 kaptlkr. Reflekt. stets a. d. Hand, fortlauf. meld. sich neue. Abschl. schon innerh. kurz. Zeit erzielt Verl. Sie kostfr. Besuch z. Rückspr. ปี A all 11 S Di welch ung die T jedoch dies über fcheid usw.) man rechne lohns me b lioner noch auch geme ? rufsg erhö 71 9 tere 71 9 erhö der aus vide ten für den sich tiere fürzt jezt direk Kohl wohl 80 Des gend Ruh ein laffer Ederstraße 1, Preis Ecke Norbanlage. rung Einfach chen nicht dere Schottftr. 10. laufe ding der trok Dern nijje Wagenverkauf. Emple le mein reichhalt. Lager: Eleg Landauer Mylords, Halb verdecke, Breaks, Geschäfts- und Amerikanerwagen aller Art, neu und gebraucht. [ 21/3 Fr. Grauer, Butzbach. 2 möbl. Zimmer zu vermieten. Eteinstraße 30 1. Schön möbliertes Wohn- und Schlafzimmer, zu vermieten. Möbl. Zimmermöbl. Zimmer zu vermieter. Afterweg 26 1. Etg. 2 schöne große unmöblierte Zimmer zu vermieten. Nordanlage 12 I. nt möbl. Zimmer zu vermut möbl Zimmer zu verm. Landmannstraße 4. Kaiser- Allee 31p. zu vermieten. Schliesshölzer für Fässer, Hemmklötze, Fensterkeile, Räucherstöcke für Metzger. Wih. Streck, Bonn. Umsonst reichhaltiges Musterbuch Nr. 10. Bitte beachten Sie dass der neue Kaffee- Ersatz Perika sehr kräftig und enorm ausgiebig ist. Man braucht deshalb_davon lange nicht soviel zu nehmen, wie von sonstigen Kaffee- Ersatzmitteln, um ein gutes, aromatisches Getränk zu haben. Jeder Zusatz ist überflüssig. Ohne Malzgeschmack, hülsenfrei, durchaus gesund.- Verlangen Sie Perlka bei Ihrem Kaufmann. 1 Pfund- Pakete 35 Pfg., 2 Pfund- Pakete 18 Pfg. Allgemeine Nahrungsmittel- Gesellschaft m. b. H., Berlin W. 9. - Eigentum und Verlag der Gießener Zeitung G. m. b. H., Verantwortlich: Albin Klein. - Steuer geli für di Großh Staats 0 bildthe dem Stadt, nischen stattet der S Kinofr Möglic es wir wohl tung f IT des- Be die vo Weilbu Bundes 0 Weglar hiefiger ung pe