r Art. fabrik frei! ren Titt aeaen an dwerk Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich schlands. Mittwochs und Samstags.- vorragende hmaschine Reiseartike prompte u ten meine sandt, voll - ( Neueste Nachrichten) erteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig rusgabestellen vierteljährlich 90 Psg. Erscheint Redaktion: SeltersFür Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. eg 83. Nr. 46. Telephon: Nr. 362. Skandal im ungarischen Parlament. Budapest, 7. Juni. Das rücksichtslose Vorhan des Präsidenten des ungarischen Abge= er Deutschla tartikel hinnetenhauses, des Grafen Tisza, gegen die nächster Dalierenden Mitglieder der Opposition hat am Frei9 zu einem schweren Verbrechen im Parlamentssitzangeboge sjaale geführt. Graf Apponyi hat am Mittwoch betkarte ein its geäußert, den Grafen Tisza umbringen zu wollen. sliste gen im Gesinnungsgenosse des Grafen Apponyi, der Abmeiner An donete Julius Kovacs, hat nun diese Drohung in Tat umzusetzen versucht und sich dann selbst erschosDarüber wird berichtet: Die oppositionellen AbVorteilen, toneten wurden heute, wie in den letzten Tagen von Die Preis Polizei gewaltsam aus dem Abgeordnetenhause entmt. Sie verließen auch den Saal, ohne Widerstand leisten. Präsident Tisza hatte sich gerade erhoben, Einber eine furze Ansprache zu halten, als plötzlich samten Fan Linten Seite eine Stimme rief:„ Nicht alle Opposionellen streifen, einer ist noch da und der bin ich." Es am der Abg. Kovacs. Er stürmte die Stufen zur cidententribüne hinauf und feuerte auf Tisza zwei elverschüsse ab. 3wei Abgeordnete eilten mit ihren evolvern auf Kovacs zu. Da dieser aber inzwischen Einfad oni Polizisten überwältigt worden war, feuerten sie Zich um die Polizeimannschaften nicht zu treffen. Mehte Abgeordnete bearbeiteten Kovacs mit den Fäusten nd Füßen. Kovacs gab darauf zwei Schüsse auf sich 1. ab und brach sofort zusammen; aus seiner Schläfe 11. + Etetn Blut. von Präsident Tisz a hatte sich während des Attent= ts erhoben und Kaltblütigkeit bewahrt. Er sagte in lez Ruhe:„ Die Sigung dauert fort. Es ist unerläßSamstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 8. Juni 1912. Politische Rundschau. Deutschland. ein. Berlin. Der König und die Königin von Bulgarien, der Kronprinz, Prinz Kyrill, Ministerpräsident Geschow und das Gefolge trafen gestern Freitag im bulgarischen Sonderzug in Wildpark Nach sehr herzlicher Begrüßung, bei der sich die Monarchen einander wiederholt umarmten und sich füßten und nachdem der Kaiser die Königin mit einem Handfuß begrüßt hatte, erfolgte die Vorstellung der Prinzen und Prinzessinnen, sowie der Umgebungen. Der Reichskanzler wurde vom König lebhaft begrüßt. Jm Apollosaal fand Familienfrühstückstafel statt, an der auch die Kaiserin teilnahm. Der Kaiser verlieh dem König von Bulgarien die Kette zum Schwarzen Adlerorden, der Königin den Luisenorden mit der Jahreszahl 1813-14, dem Prinzen Kyrill den Schwarzen Adlerorden. Ferner ernannte der Kaiser den König von Bulgarien zum Chef des vierten thüringischen Infanterie- Regiments Nr. 72. Von unterrichteter Seite wird versichert, daß König Ferdinand in Berlin auch politische Unterhandlungen pflegen werde, die sich sowohl auf bestehende Verträge wie auch auf fünftige Abmachungen mit der deutschen Regierung erstrecken. Es wird darauf hingewiesen, daß der„ Zar der Bulgaren" Staatsver= träge allein ohne ministerielle Hilfe abschließen kann, wie er auch in den Konferenzen persönlich und nicht durch Staatsmänner verhandelt. Das Großherzogliche Hoflager ist nach Jagdschloß Wolfsgarten verlegt worden. Die Großher30gliche Familie ist gestern gegen Abend nach Wolfs= garten übergesiedelt. ch, die Sitzung mit Kaltblütigkeit fortzusetzen. Ich beDer Finanzausschuß der Zweiten hess. KamAfterweg auere die Tat eines unglücklichen Wahnsinnigen. Er mer setzte gestern morgen die Beratungen der Beame groke at fich den irdischen Richtern entzogen, indem er sichtenbesoldungsreform mit den Vertretern der Regierung fort. Es wurde eine Einigung über den blierte bi gerichtet hat!" en. Rovacs ist lebensgefährlich verletzt zum HospiNordell erbracht worden. ön möbli en Um 1 Uhr mittags wurde der Abgeordnete Ko= as von Professor Herczel operiert. Kovacs tam nach er Operation wieder zu Bewußtsein und bat die Aerzte Gehere Male mit schwacher Stimme Justh und BattiaEdini an sein Lager zu rufen. Professor Herczel hat er= bl Bimar daß der Kranke, falls er mit dem Leben davon= Katser men sollte, wozu aber wenig Aussicht vorhanden das Augenlicht verlieren werde. Als Kovacs das Benktsein wiedererlangt hatte, richtete er an die Aerzte Frage, ob Präsident Tisza am Leben sei. Auf die eja nende Antwort äußerte er seine Zufriedenheit daiber, daß seine Kugel niemand getötet habe. Schon 1. Zie ohne Beni Igaffe 50 Weftanla Emö 1. Zi Komfort ten, mit Unter Feinden. Roman von Karl Mattbias. ( Nachdruck verboten.) Dabet blieb es. Desiree wurde reichlich mit Geld erfen und mit allem ausgerüstet, was für die halbBolftra interliche Reise notwendig war. Der 5. November, öbl. im Tag der Abfahrt, brachte sehr ungünstiges, stürmidmann Wetter, so daß die Fahrt an und für sich schon fachroll war. Aber Desiree war nicht von ihrem Entertes Bible abzubringen. Gegen die Tante war sie ganz ten Landfiele und Zärtlichkeit, und voll Trauer, wenn diese 1. Grain en vergoß. An Waldemar hatte sie einen überbbl. Siirtlichen Brief geschrieben, der aber über die Reise Balltor tlweigen bewahrte. ten. Gut Nachdem Frau von Tarandal auch die Paßange= geheit, die sich verzögerte, in's Gleiche gebracht hatte, ng Desiree auf das Schiff. Um zehr Uhr morgens lichtete die„ Esperance" die nter. Bei heftig wehendem Nordwinde verließ sie den afot Bald war der weiße Rumpf des Schiffes den ugan der zurückbleibenden Nataly entschwunden. Weiend warf sie sich in ihren Wagen und ließ sich nach miGut zurückfahren. Esperance" heißt das Schiff," schluchzte sie.„ Es agn meine ganze Hoffnung auf ein glückliches Alter if i fort. O Desiree, wenn Du mir verloren gingest, wurde verzweifeln! Und Waldemar? Ich wage gar den Armen Gotol eln Delprod 316. 80-4 Der Kummer Nataruante feine Grenzen. Sie blte sich so verlassen und elend, daß sie in dem einmon Luekwarden nicht länger bleiben konnte und chi Brüssel überzusiedln beschloß. Das Schiff führte eine Menge Passagiere. Trot Tegt. Der Haupttets der Gesellschaft bestand aus franSte ein rauben Jahreszeit waren die meisten Kabinen unferetben Offizieren, welche dasselbe Ziel hatten, wie Deen, Selten ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon Nr.: 362. 24. Jahrg. Die Kreisämter Bingen und Alzey sind zur Zeit mit den amtlichen Ermittelungen und der Beweiserhebung betreffend Protest gegen die Wahl des Reichstagsabgeordneten Dr. Becker( wild) beschäftigt. Ein Teil der vorliegenden Protestfälle, die nach Ansicht der Wahlprüfungskommission des Reichstages den Verdacht von strafbaren Handlungen in sich schließen, ist vom hessischen Justizministerium den zuständigen Amtsgerich= ten zur Aufklärung und zu eventuellen eidlichen Zeugenvernehmungen überwiesen worden. Brieflichen Nachrich= ten aus Berlin zufolge, hat das Bureau des Reichs= des tages die hessische Regierung um Beschleunigung Ermittelungsverfahrens betr. die angefochtene Reichstagswahl in Alzey- Bingen ersucht, damit die Entscheidung über die Gültigkeit der Wahl sofort nach Wiederzusammentritt des Reichstages( Ende November) getroffen werden könne. Eine eventuelle Neuwahl könne nach dem jetzigen Stande des Wahlprüfungsverfahrens vor Ende Januar oder anfangs Februar 1913 nicht stattfinden. Zum neuen deutschen Gesandten in Athen anstelle des als Nachfolger des Botschafters v. Mar= schall nach Konstantinopel versetzten Freiherrn v. Wangenheim ist der seitherige Gesandte in Teheran, Graf Quadt, ernannt worden. Graf Quadt bekleidete den Gesandtschaftsposten in Teheran seit Anfang 1908. Eine Vereinfachung des Heereser= gänzungs- Geschäfts, die schon seit Jahren erwogen und auch verschiedentlich bereits praktisch angewendet worden ist, soll im nächsten Jahre durchgeführt werden. Die Wehrpflichtigen sollen nämlich in Zukunft nur einmal vorgestellt und untersucht werden; die doppelte Untersuchung vor der Ersatz- und Oberersatzkommission wird in Fortfall lommen. Die endgültige Entscheidung über die Diensttauglichkeit wird sofort getroffen. Dem Reichstage wird wahrscheinlich im Herbst eine diesbezügliche Novelle zum Reichsmilitärgesetz zugehen. * Das Ergebnis der Landtagswah len in Gotha ist: 6 Mandate der rechtsstehenden Parteien, 8 Sozialdemokraten und 5 Liberale. Die beralen verlieren zwei, die Sozialdemokraten gewinnen eins. * Wohnungsgeld zuſchuß erzielt. Weiter hat der Ausschuß der von der Regierung vorgeschlagenen prozentualen Gehaltsaufbesserung zugestimmt, zunächst jedoch nur für das Jahr 1912. Dagegen lehnt der Ausschuß die von der Regierung in Ansatz gebrachte 5prozentige Steuerrechtsstehenden Parteien gewinnen ein Mandat, die Lierhöhung ab. Man hofft durch Erschließung neuer Deckdie ungsmittel eine positive finanzielle Grundlage für zur Durchführung der organischen Besoldungsreform erorderlichen 300 000 Mark zu gewinnen. Der 15proz. Erhöhung der Lehrergehälter steht der Ausschuß sym pathisch gegenüber. Die Annahme, daß 4 Millionen Mark zur Reform der Beamtenbesoldung erforderlich seien, ist somit unrichtig. Eine Verständigung über die Aufbringung der Dedungsmittel wurde noch nicht zielt. er= siree. Petere waren Offiziere der Infanterie, welche mit ihren Trupps die belgische Grenze überschritten hatten und dann entwaffnet worden waren. Ihnen war das Wort abgenommen worden, Belgien nicht zu verlassen, sie taten es dennoch, um ihren Degen dem Vateriande wieder zur Verfügung zu stellen. Aber es wa= ren unter den Reisenden auch jene todesmutigen Reiter, welche bei Sedan, unter Anführung des Generals Gallifet die schneidige Attacke gegen die preußischen Truppen gemacht und sich glücklich durchgeschlagen hatten, unter ihnen der persönliche Adjutant des Marschalls Wimpffen, Graf d'Alincourt. Dieser hielt sich ein wenig abseits von den stets schwazzenden, prahlenden und streitenden Kameraden; hauptsächlich von denen, welche mit falschen Pässen auf das Schiff gekommen waren und es mit ihrem Ehrenwort nicht genau genommen hatten. Er schien mehr Interesse für die stets einsam und traurig dasigende Desiree zu empfinden. Der Zufall führte eine Bekanntschaft herbei. Der unfreundliche Nordost hatte dem Mädchen den Hutschleier entrissen, Graf d'Alincourt erhaschte ihn, bevor er in's Meer geweht wurde. Während Desiree den Flüchtling befestigte, nahm er an ihrer Seite Platz. Durch geschickte Fragen hatte er bald thren Kummer erfahren. Ste wollen Ihren Vater suchen, mein gnädiges Fräulein?" sprach er nachdenklich.„ Das ist in der jezigen Kriegsperiode ein höchst gefährliches Unternehmen. Haben Sie auch die Möglichkeit erwogen, daß Ihr Vater als guter Patriot Kriegsdienste genommen haben kann und vielleicht jetzt schon dem Feinde gegenübersteht?" Desiree erschrat, der Gedanke war ihr in der Tat bisher nicht gekommen. Mein Vater ist ein Vierziger, Herr Graf," fagte fle, fich gegen die Idee webrend. er ist fern von allen Eine freie konservative Vereinig ung für den Westen hat sich in Düsseldorf gebildet. Die Versammlung, die Regierungs- und Medizinalrat Dr. Bornträger leitete, war von zirka 40 Herren besucht, welche ihren Beitritt erklärten. Die Sazungen geben im allgemeinen den konservativen Parteigedanken wieder, betonen jedoch auch, daß sie einem gesunden Fortschritt nicht abhold wären. exzentrischen Anwandlungen, obgleich die Vorfälle bei Sedan, der Tod meines Bruders „ Das Rachegelüft, dem Sohn bei seinem Feinde Vergeltung zu schaffer, kann auch das friedfertigste Gemüt zu Ausschreitungen führen. Freilich spricht dage= gen, daß Ihr Papa Rücksicht nehmen mußte, auf seine schöne, liebenswürdige Tochter, die er seines Schuzes nicht berauben darf." „ Dieses Bedenken hat Papa jedenfalls nicht gehabt, bemerkte Desiree traurig.„ Wir beide schieden nicht als gute Freunde. Papa zürnte mir, und darum reiste er nach Südfrankreich." ,, Dann allerdings werden Sie gut tun, in den Bu reaux zu Tours, Le Mans und Bourges nachzufsschen und hierauf erst nach dem Süden zu gehen." Desiree sah die Möglichkeit ein und diese vergrö Berte nur ihre Angst. Als der Dampfer in den Kanal einlief, erlahmte ihre Widerstandskraft, und die Seefrankheit ergriff sie mit Heftigkeit. Die„ Esperance" passierte die bretagnische Küste, der Wind flaute ab, die See wurde ruhiger, und die franken Passagiere Iteßen sich wieder auf Deck sehen. Graf d'Alincourt hatte sich unausgesezt nach dem Be finden Desiree's erkundigt, da er für sie ein lebhaftes Interesse fühlte. Er begrüßte Desiree mit aufrichtiger Freude, als sie ihre Kabine verlassen hatte. Trotzdem das Wetter noch immer falt und von et figen Regenböen verschlimmert war, blieben sie doch beide auf Deck und suchten einen warmen Platz über der regelmäßig arbeitenden Maschine. Bald war ihre Unterhaltung in vollem Gange. Die Ereignisse von Sedan bildeten dabei den Hauptstoff des Gespräches. Die Eindrücke waren bei Desiree noch immer sehr lebhaft, schien ihr doch der Aufenthalt in Bazeilles nur als eine Fortsetzung jener Tage. ( Fortiebung folgt.). iren Teil des P | ten. Einzelne Leichenteile wurden sogar bis nach Wie sind diese Konzerte in der Zeit von 6-7 Uhr abens Zeppelin- Luftfa * Der Wettbewerb bei Sub missionen in ner Neustadt geschleudert und in Wien selbst, daß 45 am Montag, den 10. Juni, in der Ost- Anlage, am 1gzeuge eine r Kilometer von dem Orte der Katastrophe entfernt liegt, Juni am Lindenplatz und am 16. Juni in der Südferlen, die die Schweiz. der Schweiz ist Gegenstand von Verhandlungen zwischen der deutschen und schweizerischen Regierung gewesen. Die deutsche Gesandtschaft in Bern hatte an den schweizerischen Bundesrat die Anfrage gerichtet, ob Ausländer, insbesondere deutsche Reichsangehörige, zum zersprangen die Fensterscheiben. Die genaue Zahl der Opfer läßt sich bisher noch nicht feststellen. Die furcht- bare Explosion des Pulvermagazins soll dadurch entstanden sein, daß Arbeiter eine große Menge Efrasit, die ließen. Das Automobil wurde mit sämtlichen Mannschaften zerrissen. Auch in einem benachbarten Muni- tionsmagazin wurden sämtliche Scheiben zertrümmert, durch deren Splitter ungefähr 100 Personen, darunter Anlage. 1912. Zur Einleitung des vom 6.- 8. Juli stattfi Weltpoftverkehrs denden 39. Gauturnfestes, mit dem die Feier des 50 spostamtes ist e wird am Sonntag, den 30. Juni eine Vorfeier abge find abgefchloffen Jubiläums Gauturnfest Gießaf die übliche Luftpoftmarle( Wettbewerb bei staatlichen Lieferungen in der Schweiz auf ein Lastautomobil verladen werden sollte, fallen jährigen Bestehens des Turngaues Hessen verbunden ist der Reichspoft u zugelassen werden. Nach Veranstaltung einer Enquete war der Bundesrat in der Lage, in dem Sinne zu antworten, daß in der Schweiz in den Kantonen und Gemeinden ausländische Firmen, auch wenn sie in der Schweiz keine Niederlassung besitzen, weder rechtlich noch tatsächlich von der Konkurrenz ausgeschlossen seien, ja, daß deutsche Firmen für gewisse Lieferungen bevorzugt werden. Andererseits ergab die Enquete, daß für die schweizerischen Firmen nur eine sehr beschränkte Möglichkeit besteht, an dem Wettbewerb für staatliche Lieferungen im Deutschen Reiche teilzunehmen. Frankreich. * Paris. Im französischen Senat wurde die Interpellation über die gesetzliche Organisierung der nationalen Verteidigung, insbesondere die Frage der Regierungsweise in Frankreich während eines Krie ges verhandelt. Die Konstitution von 1875 regelt diesen speziellen Punkt nicht. Kriegsminister Millerand erwiderte: alles werde dem einen Gedanken untergeordnet werden, Frankreich den Sieg um jeden Preis und mit allen Mitteln sicher zu stellen. Deshalb werde der militärischen Autorität volle und uneingeschränkte Freiheit eingeräumt werden und jede andere werde demgegenüber verschwinden. Der Senat erklärte sich durch diese Mitteilungen befriedigt. halten, in deren Mittelpunkt die Einweihung des vo den beiden Gießener Turnvereinen errichteten Jahnerten und in die denkmals steht. Das Denkmal, das in der Anlagen Poftfarten mi viele schwer, verletzt wuraen. Ein Einjährig- Freiwilli- zwischen Berg- und Gartenstraße seinen Platz gefunden peft am Rhein, hat, besteht aus einem mächtigen, 150 3entner schweren Rhein und Main ger, welcher in der kritischen Zeit vorüberritt, wurde samt seinem Pferd etwa 100 Schritte fortgeschleudert und getötet. In der Wien- Neustädter Schule ist infolge der Explosion eine Mauer eingestürzt, wodurch mehrere Kinder verletzt wurden. In dem Augenblick der Explosion exerzierten auf dem in der Nähe befindlichen TruppenUebungsplatz die Kaiser- Ulanen. Sie gerieten durch die furchtbare Explosion in wilde Unordnung. Mehrere Reiter wurden von thren scheu gewordenen Pferden geworfen, die in heftiger Angst davonjagten. Paris. Wie die Abendblätter versichern, sind die hauptsächlichsten Schwierigkeiten in den Verhand= lungen zwischen Frankreich und Spanien über Marokko überwunden. Spanien gesteht Frankreich freie Hand im Werghatal zu und behält sich nur das Durchzugsrecht über die nördliche Gebirgskette vor, um eine Verbindung zwischen seinem eigenen Besitz im Rif und dem Küstengebiet zu behalten. Der endgültige Abschluß des Abkommens über die Gebietsabgrenzung hängt nur noch von der Redaktion einiger Worte ab. Paris, 6. Juni. Der„ Temps" will wissen, daß Deutschland und Desterreich in Sachen der durch Italien erfolgten Besetzung der beiden Inseln Mytilene und Chios entschieden widerraten hätten. Diesem Schritt habe sich aber England nicht angeschlossen. Italien. Nach der Explosion war die Wiener Neustadt miutenlang in vollständige Finsternis gehüllt. Die Vögel, die über dem Objekt schwebten, wurden teils getötet, teils gingen sie meder und flogen in geringer Höhe über dem Erdboden. Die letzten sechs Hangars auf dem Flugplatz, die alle dem Staate ge= hören, sind furchtbar demoliert. Die Dächer wurden abgetragen und weit fortgeschleudert. 5 Flugmaschinen sind ebenfalls total vernichtet worden. Es heißt, daß schon vor einiger Zeit aus dem Magazin große Mengen von Dynamit weggeschafft wurden, weil man das Werk für zu gefährlich ansah. Dies ist ein großes. Glück, denn sonst wäre ganz Wiener Neustadt in die Luft geflogen. Aus aller Welt. Berlin. Graf Zeppelin wurde vom Kaiser in Audienz empfangen. Graf Zeppelin wird nicht nach Hamburg zurückkehren. Findling, der aus dem Felsenmeer bei Münzenberg Worms und stammt. Der etwa 2½ Meter hohe Stein ruht auf derung dem Luf einem massiven Sockel aus Steinen und trägt auf der demerft, weiter Vorderseite ein Reliefbildnis Jahns, das in einer bie mit wird zum er figen kunstwerkstätte in Kupfer getrieben wurde. Un ang der Reichsp Widmungstafel angebracht, die ebenfalls in Kupfer gerichtet, was terhalb des Bildnisses ist die einfache, geschmackvoll tag beschränkte trieben ist. Vor diesem wuchtigen Unterbau ist ein Bae, in weitere sprudelnden Wasser, die plätschernd über die Felsſtüc midt, Offenbach sin eingelassen, in dem sich die aus mehreren Steinfugen a jeder Brieftaste springen, wieder zusammen finden. Die Rückseite des tam, um die of Steinblodes ist ebenso wie die Umfassungsstücke des belebte Poſtfar Wasserbehälters mit Efeu und anderen Schlingpflanzen post pp.) de bezogen. Im Anschluß an die Einweihung des Den steins findet auf dem Festplatz am Trieb das Schülerleichtert. wetturnen statt, an dem sich Schüler sämtlicher hiesigen atpoſtmarken w Lehranstalten beteiligen. Am Tage vorher findet ein großes Wettschwimmen statt. en jo ist die Be m den in den ge „ Luftpoftämter n. Gießen, 8. Juni. Mit letzten Donnerstag, ein interejja haben die Abonnements Konzerte unserer das zur Zeit Regimentskapelle in Steins Garten begonnen. Der Beingestellt werd such war ein sehr guter und das Programm von Oberen Plähen sta musikmeister Löber ganz wunderschön zusammengehen und still ha stellt. Die Kapelle und der für den 1. Abend gewonniruierten Fang nene Solist, Kammervirtuos Fr. Werner aus Wiesojibeamier ber baden, haben ihr bestes musikalisches Können gezeigt, en Landungspl daß vom Publikum reicher Beifall gespendet wurde. Die Bostamt abgeg Abonnementskonzerte verdienen wirklich immer ein zahl die Exerzierpläk reiches Auditorium. ler ungestörten n. Gießen, 8. Juni. Einen interessanten Spailums abzusperr ziergang veranstaltet morgen Sonntag nachmittag( 20-30 Pig.) ( fiche Anzeige in heutiger Nummer) der Krieger Schwaben verein durch den Stadtwald nach der Rindsmühl, den 12. Jur * Der Stahlwerksverband und die Es wird getrennt marschiert und auf beiden den Teden 15., ode nehmern unbekannten Marschrichtungen, die durch Schnauf dem Bostw Kolonien. In der Erkenntnis, daß die moderne soll, um dem Technik berufen ist, unsere Kolonien einer rascheren wirt- zel aber dennoch etwas angedeutet werden, sind in schaftlichen Entwickelung als bisher entgegenzuführen, Wald Fähnchen versteckt. Wer nun auf dem Spazier an den Land hat der Stahlwerksverband den 3 usammenschluß gang, der also mehr ein Geländesichten ist, die meisten und Fähnchen entdeckt hat und am Endziel besitzt, erhäl ten( 10 Pfc.) u zwischen Eisen-, Metall- und Maschinenindustrie eine passende Prämie. Zahlreiche Beteiligung macht das dem Kolonial- Wirtschaftlichen Komitee durch Zeichnung Ganze noch viel interessanter. Besonders für größere eines Beitrages von insgesamt 100 000 Mt. etngeleitet. Kinder der Vereinsmitglieder dürfte das Gelegenheit fein ihre Aufmerksamkeit zu betätigen. * Rom. Heute liegen über die Ereignisse am Balkan Telegramme vor, die mit Sicherheit darauf schließen lassen, daß von den Feinden der Türkei ein gemeinsamer Angriff geplant wird. Es scheint- was eine VerSachkenner ja von vornherein behaupteten ständigung zwischen Italien und den Balkanstaaten darüber zu Wege gekommen zu sein, die Türkei von allen Seiten anzugreifen. Belgien. - * Brüssel. Die Lage in Belgien wird von Tag zu Tag ernster, selbst die Behörden glauben an den Ausbruch einer Revolution und bereiten sich darauf vor. Fortgesetzt werden weitere militärische Reserven einberufen. Die Erbitterung im Lande wächst. Amerika. * Berlin. Die Wahl des Staatssekretärs aD. Wermuth zum Oberbürgermeister von Berlin ist vom Kaiser bestätigt worden. Havanna. Die Schlachtschiffe Mississippi, Missouri, Minnesota und Ohio sind mit über 1000 Marinesoldaten und 2000 Blaujaden nach Guantanama abgegangen. Der kubanische Aufstand hat plötzlich einen sehr ernsten Charakter angenommen. Konsularberichte deuten an, daß Präsident Gomez machtlos ist. Japan. * Essen, 5. Juni. Die Familie Krupp hat der Flugspende 70 000 Mark überwiesen. Der japanische Ministerpräsident Fürst Katsura kommt nach Deutschland, wo er anfangs Juli zu dreimonatigem Studienaufenthalt eintreffen wird. Er ist der Mitbegründer und eifriger Unterstützer des deutsch- japanischen Freundschaftsbundes und darf sich bei uns der herzlichsten Aufnahme versichert sein. Explosion eines Pulver- magazins. ::: Breslau. Dem Mangelmeister Boer in Lauban, dessen Sohn und Schwiegertochter im Jahre 1911 bei einem Aufstande in Cavadongo in Mexiko ermordet wurden, sind jetzt von der mexikanischen Regierung durch die Kreiskasse Lauban 50 000 Mt. als Sühne ausder gezahlt worden. Die in Rawitsch lebende Mutter getöteten Frau Boer erhielt 40 000 Mark ausgezahlt. :: Bukarest. Der 8jährige Sohn eines Professors in Galatz übergoß seinen schlafenden Vater mit Petroleum und zündete ihn an. Der Professor erlitt so schwere Brandwunden, daß er bald darauf starb. Bei seinem Verhör gab der Junge an, er habe die Tat aus Rache begangen, weil sein Vater seine Mutter mißhandelt habe. ::: Sofia. In weiten an der Donau liegenden Landstrecken Bulgariens herrscht große Heuschref= kenplage. Drei Regimenter Infanterie sind cu ihrer Vernichtung aufgeboten. Die Heuschrecken haben jetzt die Richtung nach Rumänien eingeschlagen. Man befürchtet für die Ernte der überfallenen Gegenden. ::: New York. In New York ist ein Bankier Wietenude verhaftet worden, der seiner Kundschaft für 1 300 000 Doll. Aktien einer Goldmine aufgehängt hat, die in Wirklichkeit überhauut nicht existiert. Er hatte seine Kundschaft besonders in englischen Kreisen. Auch schiedene andere Betrügereien hat Wietenude begangen. * Aus Stadt und Land. ver= Gießen, 8. Juni 1912. gende„ Luftpost lag pra Bekan Es wird s Darmstadt. Die Strafkammer verurteilte de Steindruckergehilfen Sturm, der den Dienstknecht Ha verleitet hatte, bei der Reichstagswahl auf einen ande ren Namen zu wählen, zu drei Monaten Gefäng nis. Haas, dem mildernde Umstände zugebilligt u den, wurde zu drei Wochen Gefängnis verurteil ! Rüsselsheim. Kommerzienrat Karl Optog erhielt den russischen Stanislausorden zweiter Klass ! Rüsselsheim, 6. Juni. Die beiden geuner Brüder Ebender, die als Mörder Försters Romanus seit längerer Zeit vergeblich ge wurden, sind gestern Abend von einem Bischofshei Bauunternehmer ,, dessen Hund sie im Walde stell dingfest gemacht worden. Sie waren hier bereits mutmaßliche Fahrgäste eines Kölner Zuges signali worden, waren jedoch unterwegs bei Bischofsheim dem Zuge gesprungen und hatten sich im Walde steckt. stag dend Kuo " Kno " Quo " Sno Lag für 10 Bferr ! Mainz. Die Meldungen zu der großen 3m Snorr tägigen Regatta des Mainzer Ruder- Vereins sind g zend ausgefallen. An dem aquatischen Feste, das em Urteil der Ken Samstag, den 15. und Sonntag, den 16. Juni 11 stattfindet, werden 30 Vereine aus Biebrich, Kob Düsseldorf, Essen, Frankfurt a. M., Gießen, Ha Heidelberg, Höchst, Karlsruge, Kastel, Kizingen, Limburg, Ludwigshafen, Offenbach a. M., Rub Rüsselsheim, Straßburg i. Els., Trier, Wiesbo Worms und Mainz mit 112 Booten und 500 Rud teilnehmen. * Wien, 8. Juni. Gestern Freitag vormittag um Der Großherzog hat dem Bürgermeister 29 Uhr hat sich bei Wien eine entsehliche Katastrophe zugetragen, der eine große Anzahl blüh- Stöpler zu Lauterbach aus Anlaß seines 25ender Menschenleben zum Opfer gefalien ist. Das Ob- jährigen Dienstjubiläums die Krone zum Ritterkreuz 2. jekt 48 der militärischen Pulverfabrik Wöl- Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen lersdorf in Erstadt bei Wiener Neustadt ist aus bisher verliehen. noch nicht aufgeklärter Ursache in die Luft geflo= gen. Die Katastrophe ereignete sich beim Verladen von Pulvermassen auf einen Automobiltransportwagen. Plötzlich erfolgte eine furchtbare Detonation; das ganze Objekt war in eine undurchdringliche Rauchwolfe gehüllt. Die in der Nähe gelegenen Baulichkeiten sind vollstän dig zerstört worden. Bis jetzt wurden 10 Leichen und 120 Schwerverletzte unter den Trümmern hervorgezogen. Die Schwerverletzten wurden sofort in das Krankenhaus in Wiener Neustadt gebracht. Unter den Toten ein befindet sich der Kommandant der Pulverfabrik, Hauptmann, sowie die militärischen Wachposten. Zahlreiche Zivilarbeiter fanden gleichfalls den Tod. Insge= samt ist eine Pulvermenge von 100000 Kilogramm explodiert. Die Gewalt der Explosion war so heftig, daß sämtliche Fensterscheiben in allen umliegenden Ortschaften zertrümmert wurden und Fabrikschlote einstürzPostkartenwoche der Großherzo gin( 9.- 16. Juni). Wie wir hören, sind bereits über 200 000 Karten und etwa 3000 Wohlfahrtsbilder aus 9 Kreisen des Landes bestellt; die Bestellungen aus den anderen 9 Kreisen stehen noch aus. In Darmstadt selbst sind von Vereinen und Läden schon etwa 7000 Starten fest abgenommen. Wir sind gebeten worden, darauf hinzuweisen, daß eine frühzeitige Bestellung die Versendung der Vorräte sehr erleichtert. Auch könnte bei späterer Bestellung der Vorrat vergriffen sein. Dies gilt besonders auch für die Wohlfahrtsbilder( Anfragen beim Kreiskomitee, Adr. Gr. Kreisamt; in Gießen auch bei dem Kommissionsverlag Albin Klein, Seltersweg 83( Laden). * Während der Postkarten woche wird die Kapelle unseres Regiments an mehreren Tagen in der Stadt Konzerte veranstalten. Beabsichtigt ):( Osthofen. Am Pfingstsonntag wurde eie Tünchergesellen in einer Wirtschaft Wein und Sch ins Bier geschüttet, wodurch derselbe so betrunken w daß er kein Lebenszeichen mehr von sich gab und dem Wormser Krankenhaus überführt werden m wo er am 2. Juni starb. .):( Frankfurt. Der mutmaßliche Mörder Dienstmädchens Frieda Vester in Frankfurt wur Offenbach verhaftet. Es ist der 25jährige Arbeiter Born aus Kappel bei Marburg. ):( Kassel. Am Sandershauserberg rannte Auto des Großkaulmanns Trost infolge Versagens Steuerung gegen einen Baum, überschlug sich und die Böschung hinab. Die Insassen, der Chauffeur drei Damen, kamen zwar mit dem Leben davon, litten aber schwere Verletzungen. 00-> Stn Tretbar's auto Sullas Tretbar Einz. Kinderwagent fabriziert u. direkt u.frei meinen Fab wag, Klappsportwa stellen, Kinderkörb wollen Puppenwage Fabrikpreisliste in koff, Wäschekörbe hand Wirtschaftsk braucht. Für Rohr liste empfohl, sie Liegestühle, Strand obig. Artik. meine ich komme Ihnen lichkeit für Sie mit Preisangab. nähe beeinflusst bei K Teilzahl. geg. Kor Schreib. Sie gefäl 6.Leipzig. Aelteste, 用 鼠 henluftkurort hwaldhaus Die Luftpoft am Main und Rheinh. Vege'sberg( ( Eröffnung 9. Juni 1912). * Mit Eröffnung der Postkartenwoche der herzogin( 9. Juni) wird mit Unterstützung der Rei Oberhessen. tum Felsen ase. Prosp. d. L. H Why a Beppelin- Luftschiffahrts- Aktiengesellschaft( und lage, am in der Gie eier des Der Flugzeuge) eine regelmäßige Luftpost eingerich Bastarten, die die offizielle Luftpostmarke 1: agen, einen Teil des Postweges durch die Lust und auf die übliche Weise( Reichspost) an jeden sowie Postwertzeichen der Reichspost verkaufen. Außer= dem werden dort außer den Reichspostbriefkästen noch bewegliche Briefkästen aufgestellt, die kurz vor Abgang von Postluftschiffen sämtlich geleert werden. An diesen Postaufnahmeplätzen wird bei Andrang des Publikums Juli Weltpostverkehrs befördert. Die Genehmigung ein ambulanter Verkauf als Ergänzung notwendig sein. verbunde orfeier ng des feldspostamtes ist eingetroffen. Die Verhandlun der Reichspost und der Luftschiffahrts- Aktiengefind abgeschlossen. Die Post wird die mit der on Luftpostmarke( 10 Pfg.) versehenen, wie üben Jafierten und in die Briefkästen der Reichspoſt einder en Postkarten mit dem reichspostalischen Stema gejagpost am Rhein, Darmstadt( Datum); Flug niner Rhein und Main, Mainz pp.( und ebenso für ad, Worms und Frankfurt pp.)" abstempeln, eförderung dem Luftschiff übergeben und alsdann, ben bemerkt, weiter befördern. Münzer in rub trägt au in einer wurde. geidhmot in Supe cen Stein Die Fels amit wird zum ersten Male in Deutschland mit zung der Reichspost eine regelmäßige, nicht nur men Tag beschränkte Luftbeförderung von Postingerichtet, roas, abgesehen von dem philatelistiintereffe, in weiteren Kreisen Beachtung finden Da jeder Briefkasten der Reichspost in den Städxmstadt, Offenbach, Mainz, Worms pp. benuut Rüdjeite ngsstude lann, um die offizielle mit der Luftpostmarke Schlingpi g) bellebte Postkarte nach reichspostalischer Stemng des( Luftpost pp.) der Beförderung durch die Luft das Gren, so ist die Benutzung der Einrichtung dem im erleichtert. licher bi er findet Die Luftpostmarken werden mit den offiziellen Postauf den in den genannten Städten errichteten soten Luftpostämtern" verkauft. Die Aufnahme Zuftpost, ein interessantes und jedenfalls neues Ern Donne erte mm von für das zur Zeit die vorbereitenden Uebung der nnen. De angestellt werden, kann selbstverständlich nur rogeren Plätzen stattfinden, da das Luftschiff stark zuſammerigen und still halten muß, um an dem Abend Lonstruierten Fangfeil die Poſtſäcke, die ein ge dazu er aus te Postbeamier bereit hält, auf und abzuziehen; ün den Landungsplatz bestimmte Post wird als= Item Postamt abgegeben. Als Postaufnahmeplätze nen ge Det wurd mmer ein en die Exerzierpläke in Betracht, die zur Erleich der ungestörten Bostaufnahme und im Intereſſe ejjanten& blitums abzusperren und gegen ein geringes Eintag nad jed( 20-30 Pig.) zugängig gemacht werden. Das er rischiff„ Schwaben" wird zum ersten Male am Rindsch, den 12. Juni, nachmittags und später, am eiden tug, den 15., oder Sonntag, den 16. Juni, die ie durd e auf dem Postwege abfahren, wobei alles getan erden, em soll, um dem Publikum die Teilnahme zu erdem Gr. An den Landungs-( Postaufnahme-) plätzen werist, die ligende ,, Luftpostämter" errichtet, die die offiziellen bejizt, arren( 10" Pfc.) und die Luftpostmarken( 10 Pfg.), jung m Rrs für Gelegen r veruri Dienstinet auf einen aten 6 gebilligt ontag gnis ver at Karle stag weiter R Die beide ithwood Bekanntmachung. Mördenerstag ergeblich Bischofscent ag Walde ier bereits abend iges fig Bifchofsh m Wald omntag Es wird empfohlen zu kochen: Knorr- Grünternsuppe " Reissuppe Knorr- Eierriebelesuppe " Königinsuppe Kuorr- Erbsensuppe " Epargelsuppe Knorr- Rumfordsuppe Jelen Tag für 10 Pfernig 3 Teller feine Suppe ergonorr Suppenwürfel eins sind aus dem Urteil der Kenner sind Fefte, 16. Jum brich, eßen Rigingen M., er, Wis 500% ag wur an und betrunken gab un werden che Mor antfurt Knorr Suppen die besten. E Tretbar's automatische Wagendächer. H Julias Tretbar in Grimma bei Leipzig Einz. Kinderwagenfabrik, welche direkt f. Private fabriziert u. direkt liefert. 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Der Verkauf der Luftpostwertzeichen wird in den Städten durch die dort bestehenden sogenannten ,, Luftpostämter" und die als solche bezeichneten Verkaufsstellen ( Blakatverkaufsstellen und großes Ergänzungsplakat ,, Luftpostmarken") bewerkstelligt; auf dem Lande durch die Komitees der Postkartenwoche der Großherzogin. National- Flugspende. Gesammelt vom Kriegerberein Gießen Mt. 25,50 Astmol- Asthma- Pulver & Cigaretten. ( 151) Don überraschend günstiger Wirkung bei Asthma, Heufieber, Beklemmung usw. begutachtet. Preis on Herzten und Geheilten tausendfuch Preis von Pulver oder Cigaretten, M. 2.50 die Blechdose. In den meisten Apotheken zu haben. Hauptdepot: Engel Aphotheke, Frankfurt m. Pfeil dreieck- Seifen sind die besten Verkaufsstellen durch dieses Plakat kenntlich. Fabrikant August Jacobi, Darmstadt. Globus Putz- Extrakt der sparsame Metallputz. Tücht ge Zimmerleute werden sofort eingestellt bei 2. Warnebeld, Bad Wildungen. BeinM. ein- und Hautlelden behandelt speziell Frau H. 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D Aus dem Gelände der Jrrenanstalt bet Gießen soll folgendes Fichten- Stamm- und Stangenholz, welches teils durch Wind gefallen, teils durch die Dürre des letz ten Sommers nachträglich trocken geworden, aber durchaus gesund ist, auf dem Submissionswege verkauft werden: 1 Stamm II. Klasse von 0,71 stm. Inh. 2 Stämme III. 2,58 " " " " 7 IV. 5,22 " " " " " 37 Va " " " 17,29 " " 144 Vb 35,34 " " " " " 4,54 " " 122 Derbftangen Die Angebote find pro Festmeter nach Klassen ge. trennt, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 10. Juni 1912, vorm. 11 Uhr, am Großh. Hochbauamt Gießen, Stephanstraße No. 18 einzureichen. Der Kaufpreis wird gegen Stellung eines ficheren Bürgen oder Hinterlegung von mündelficheren Wertpapieren bis zum 1. November 1912 geftundet. Die Abfuhr des Holzes muß innerhalb 4 Wochen, bom Tage der Zuschlagserteilung ab, oder, wenn der Käufer das Holz bis dahin geschält hat, bis 1. Oktober d. J. erfolgen. Gießen, den 3. Juni 1912. Großh. Hochbauamt Gießen Beder. 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Stadt- Anzeiger. 100 Mark Prämien erhalten unsere Abonnenten laut unseren Bedingungen. Expedition: Gießen, Seltersweg 83. Auf dem Jangtsekiang. jer Jangtsekiang ist stromabwärts von Itschang die Hauptverkehrsstraße Chinas. Seine zahlreichen Nebenflüsse dringen seitwärts tief in's Land hinein und machen ihn dadurch zu einem äußerst bequemen Wege. Fast jeglicher Verkehr spielt sich auf dem Wasser ab, und daher ist dieser Riesenstrom ungemein belebt. Die größten Seeschiffe können zu allen Jahreszeiten stromaufwärts bis Tschingfiang ge= Jangen, bei hohem Wasserstande sogar bis Hankau, sechshundert Seemicilen von der Mündung entfernt. Bis zu dieser Stadt unterhalten auch mehrere größere Dampferlinien regelmäßigen Verkehr, darunter der Norddeutsche Loyd mit schönen, großen Dampfern; fleinere Dampfer fahren noch weiter hinauf bis Itschang, tausend Scemeilen von der Mündung entfernt. Hier, in Itschang, ist der Stromi im Sommer noch gegen 2000 Meter breit. Auf dieser ganzen Strecke setzen sich dem Verkehr nur im Winter Schwierigkeiten entgegen, wenn der Strom wenig Wasser führt und daher die Gefahr des Festlaufens sehr groß ist. Bis hierher wälzt sich auch der Strom ruhig meist durch fruchtbare, gutgebaute Niederungen. Unmittelbar oberhalb Jtschangs aber erheben sich gewaltige Gebirgsmauern, die der Strom durchschneiden muß, und hier hat er die bereits Jahrtausende währende Ausgestaltung seines Bettes noch nicht 回 العطا Inserate die 44 mm breite Petitzeile 25 Pfg.; Reflame die 90 mm breite Petitzeile 50 Pfg. Extra Beilagen nach Uebereinkunft. Schnelle in der Höhe von Wanhsien, die aber in gewissen Jahreszeiten zu den gefährlichsten rechnet. Diese Schnellen sind nicht allein wegen der Geschwindigkeit der Strömung, die bis zu 10 m in der Sekunde beträgt, so sehr gefährlich, sondern vor allem wegen der Steine, oft mitten im Fahrwasser, die kaum mit Wasser bedeckt sind. Außerdem bilden sich ganz unberechenbar oft in unmittelbarer Nähe des Schiffes so gewaltige Wirbel, daß eine große Dichunke von 50 Tons Ladefähigkeit, wie ein Kreisel umhergedreht, vom Lande aus in diesem Trichter kaum gesehen werden fann. Zudem wechselt der Wasserstand an den Schnellen täglich, und daher ist auch der Lauf, die Richtung und die Geschwindigkeit des Wassers täglich anders. Eine Reise stromauf dauert für eine größere Dschunke bon Itschang bis Tschunking je nach der Jahreszeit achtundzwanzig bis neunzig Tage, stromab wird dieselbe Strede häufig schon in fünfzig Stunden zurückgelegt. Fünf Prozent der Dschunken gehen jährlich zu Grunde. Die Entfernung bon Itschang bis Tichunking, der blühenden Handelsempore der Provinz Ezetschuan, ist ungefähr dreihundert Seemeilen; auch ist der Strom noch weit oberhalb dieser Stadt schiffbar und bildet die einzige Verkehrsstraße nicht nur nach der fruchtbaren, blühenden und unermeßliche Reichtümer an Erzen bergenden Provinz Szetschuan, die allein mit 45 Millionen Menschen bevölkert ist, sondern auch nach dem nördlichen Teile der Provinz Jünnan, dem nördlichen SeweiTschou und einem großen Teile von Tibet. der gesamte Verkehr zwischen Itschang und Tschunking vollzieht sich auf den Dschunken, eigentümlich und zweckentsprechend gebauten Fahrzeugen bis zu 70 2. Ladefähigkeit. Der Normaltyp ist die Dschunke von Chinesisches Getreideboot. bollenden können. Hier, eingeengt von imposanten Gebirgsmassen, die zuweilen eine Höhe von 3000 m erreichen, braust er noch mit ungezähmter, wilder Gewalt dahin, hier bildet er inmitten einer majestätischen Gebirgswelt die berühmten Stromschnellen, die der Schiffahrt so große Hindernisse in den Weg legen. Die Strecke, auf der sich diese Schnellen befinden, ist jedoch nur 20 Seemeilen lang, und oberhalb derselben fließt der Strom wieder ruhig dahin bis auf eine Fast อน เอ 1B13? Bung] 1qg]& อิน เด ]] 1au sba gunt || 19 svg savu Burung mag in alvat อ 13 นอน นิด จ นฺ ท รู_ แอ น อ ชิ เอ เอน] อ. 21 31 11 ยัง 9 Auf dem Jangtfertang. 50 Tonnen, ausgerüstet mit weitauslegendem Bugruder, langen und starken Seilen aus geschnittenem und geflochtenem Bambus und einem hohen Mast mit gewaltigem Segel, um in den Schnellen jeden Lufthauch der Vorwärtsbewegung nußbar machen zu können. Für Reisende, die verhältnismäßig bequem reisen wollen, sind leichtere, sogen. Hausboote vorhanden, die mehrere geräumige Zimmer enthalten. Eine Reise von Itschang nach Tschungking fostet in solch einem Hausboot mit guter Bemannung von etwa fünfundzwanzig Köpfen ungefähr 150 Taels, das sind etwa 450 Mark für das ganze Boot, das für sechs bis acht europäische Passagiere ganz behagliche Unterfunft bietet. Für kleinere, weniger beque= me Boote werden für jeden Tag 2000 Käsch, nach unserem Gelde 4 Mark bezahlt; solch eine Reise dauert im Taucher einher, welche das Seil im Wasser von den Felsen freiwerfen. Es ist kaum glaublich, was diese Menschen zu arbeiten haben. Gleichgültig ob Sommer oder Winter, sobald dos Seil durch einen Stein im Wasser gehemmt wird, so springen sie hinein in die gelbe, gurgelnde, zuweilen eisige Flut, werfen das straffe Seil mit gewaltiger Straftanstrengung frei, schwimmen an das Land und laufen dann wieder zähneflappernd hinter den Treckern her, bis sie von Neuem wieder in die Flut hinein müssen. Ein eintöniger, in den Schluch= ten eigenartig wiederhallender Gesang be -gleitet die Arbeit der Trecker. Diese haben Dschunke im Sinlung- Tan bei Wanhsien. günstigsten Falle zwanzig Tage. Größere Dschunken haben stets ein Bugsierboot bei sich. Von der Mastspite der Dschunke führt ein starkes Seil zu diesem Boot. Eine solche Dschunke bedarf eines Personals von mehr als sechzig Mann. Gegen fünfzig Mann sind während des größten Teils der Reise tagsüber an Land, um mittels des an der Mastspitze angebrachten Seiles die Dschunke vorwärts zu ziehen; etwa zehn Mann befinden sich an Bord, um das Segel, das schwere Bugruder und die sog. Schreckspieren zu bedienen. Es ist erstaunlich, mit welcher Präzission und Energie die Besatzung einer solchen Dschunke arbeitet. Beim ersten Morgengrauen ertönt die Signaltrommel. Dann wickeln sich die Kulis, die vorn auf dem Boot dicht zusammengedrängt geschlafen haben, aus ihren ärmlichen Decken, verzehren schnell ihren Reis und es auch nicht leicht. Dicht ober= halb Itschangs, in der Itschang Gorge beginnt ihr Elend. Von beiden Seiten ist der Strom durch steilaufstrebende Wände eingeengt, und nun müs en die Trecker hoch hinauf auf schwindelnde Pfade, die oft nicht breiter als die Sohle des Fußes sind. Dann kleben sie dort oben an der Felsenwand, unter sich die gähnende, gurgelnde Tiefe, zur Seite die im Laufe der Jahrhunderte durch die sich daranpressenden Leiber der Trecker blank polierte, himmelanstrebende Felswand, hinter sich die Seile der Dschunke. Wehe den Treckern, Dschunken vor Anker. gehen an ihr Tagewerk. Der Schiffsführer steht am Stener, vorn beim Bugruder der Lotse. Ein Wink von ihm, und Bugruder und Spieren werden nach Bedarf bedient. Die Trecker, wohl organisierte und einererzierte Arbeitsgesellschaften, sind am Lande unter dem Befehl eines Führers. Trommelsignale vermitteln die Verständigung zwischen Schiff und Land. Das Gros der Trecker zieht mit dem Seil voraus, hinter ihnen laufen einige, welche die Aufgabe haben, das Seil am Lande von Felsen freizuwerfen. Hinter diesen wieder springen wenn sich einmal durch irgend einen Zufall das Seil straffer stammt. Dann stürzen die Menschen zer= schmettert hinab in die Tiefe. Es verkehren zwischen Jtschang und Tschungking gegen 3000 größere Dschunfen. Daß eine ganze Treckermannschaft auf obige Art zu Grunde geht, ist nicht selten. Ist der Treckerpfad auf der einen Stromseite zu Ende, so nimmt das Bugsierboot die Trecker auf und bringt sie zu einer andern Stelle des Stromes, vielleicht zur gegenüberliegenden Seite, wo die Arbeit von Neuem beginnt. Für diese Arbeit bekommen die Leute, gleichgültig ob die Reise 28 Tage oder neunzig Tage dauert, im Durchschnitt 5000 Stäsch, nach unserem Gelde gegen 10 Mf., außerdem frei Reis, die Hauptnahrung der Chinesen. Bis zu der ersten größeren Stromschnelle, dem Tatung- Tan, die ungefähr dreißig Seemeilen oberhalb der Stadt tschang liegt, geht die Reise gewöhnlich noch verhältnismäßig glatt von statten. Hier aber engen gewaltige Felsen das Strombett ein und teilen Aus aller Welt. umtauschen; daß es aber viele solcher Gimpel gibt, selbst unter sonst vernünftigen Deutschen, erweisen oft genug die, police reports" der Zeitungen. Der Juni ist der Monat, da der Londoner seine freie Zeit an und auf der Themse verbringt. Die jungen Leute, Sie in der City arbeiten, insbesondere die an der Stock Exchange beschäftigten, mieten sich in Surbiton, Twickenham, Richmond, Kingston, Molesey, Thames Ditton, Hampton Court, Sunbury, Shepperton, Maidenhead und wie die Kleinen Ortschaften an den Ufern des Flusses alle heißen, ein 堂 寕 芝 Das Junere einer Apotheke im Chinesenvierte! in San Franzisko. " John Chinaman" hat sich bekanntlich auch in den Vereinigten Staaten häuslich niedergelassen und seine heimische Eigenarten auf das fremde Land übertragen. Sogar die chinesischen Diedizinen haben den Weg über den Ozean gefunden und werden den Kranken Söhnen des einstmaligen himmlischen Reiches in einem vornehm ausgestatteten Laden verabsolgt. Die New Yorker haben es im Sommer gut. Nur eine Stunde Fahrt mit der„ Elektrischen" und sie befin= den sich am Gestade des„ Atlantischen", wo ihrer in den verschie= denen Seebädern angenehme Unterhaltungen harren. Zu diesen zählen auch die Brillantfeuerwerke im eleganten Manhattan Beach. und fahren jeden Morgen in die Stadt. Aber auch ganze Familien ziehen an die Themse um London zu entgeheit, und machen das ganze Flußgebiet bis nach Windsor hinauf im Sommer zu cinem überaus dichtbevölkerten Distrikt. Die reichen Leute leben in eigenen oder gemieteten schwimmenden Bootshäusern, die ins Wasser gebaut sind. Gewöhnlich sind sie in hellen Farben gehalten, haben knapp über dem Wasserspiegel einen rund ums Haus laufenden Balkon und im ersten Stock oder vielmehr auf dem flachen Dache wieder eine mit vielen bunten Blumen geschmückte Balustrade. Aus aller Welt. Gin cuglifes Kriegsschiff PANCUARE von Möven erobert. Die Möven, die unzertrennlichen Begleiter aller Schiffe haben, wie aus unserem Bild zu ersehen ist, einen kleinen Angriff auf ein englisches Kriegsschiff im Hafen von Plymouth unternommen und das Schiff im Sturm genommen. Die Besayung läßt sich die gefiederten Freunde gern gefallen und sucht sie zumeist durch kleine Delikatessen zur Kapitulation zu bewegen. Schleunigst stürzen sich die Angreifer ins Wasser, um die Leckerbissen zu erhaschen. Manhattan Beach( bei New York) am Abend. Dis asiq sam brug af o se v su qu ลา จ ล จน เจ aunque to be Bunga sada 331] od” อา g ป่า แอ ป จุด แล| 1301)‘ แอ( pna, แจ็ Bunlaa Pua as a se aqu sa gua an แล( จน ล 9 ungular unit si แล( 13, 3q 10 13 19 แล Jub акной фио 13916 a be a qu go Bi by a long spa( po 1 80 излани alg og avg фләфинә лә Jul 12 น อ oq 1 แอ น เอ Qunt grquoi Tantaponlab шэнниф SID นว ๆ เว อ падлон -Bagbag Quit gunt no лизино 09 6 Londoner Eindride. SPATEN BEER smill BORWICKS BAKING POWDER Aut Piccadilly Circus in London( mit dem bekannten Restaurant Spatenbräu". beliebt ist das Duett von Geige und Harfe; bisweilen sieht man einen älteren Harfenspieler mit zwei oder drei jugendlichen Geigenvirtuosen. Dazwischen tönt schwermütiger Gesang mit Orgelbegleitung von einer Truppe blinder Künstler. Vor den Türen von Schenken finden die meist von Italienern gehandhabten Drehorgeln ein dankbares Publikum; ist die Orgel in eine Nebengasse gewandert, so nimmt ein Sänger oder Trompeter ihre Stelle ein. Oft tanzen Kinder zur Drehorgel. Zahlreich sind die German bands( deutsche Musikbanden); sie kleiden sich in eine Art Phantasie- Uniform und durchziehen bestimmte Stadtgegenden an bestimmten Tagen zu bestimmter Stunde, überall spärliche Gaben einheimsend. Aber sie ernten ihr bestes Stück Geld von deutschen Klubs( Vereinen), denen sie im Sommer bei Ausflügen Be gleitung geben, im Winter Ballmusik machen. Jeder Straßen= musikant muß sich auf Verlangen außer Hörweite( out of hearing) begeben; nur muß ihm seitens des sein Veto Einlegenden ein Grund angegeben werden, warum die Töne seiner Flöte dem Betreffenden nicht genehm sind. Krankheit im Hause ist ein Grund, Kopfarbeit ein anderer. London zählt unter seinen Ständen und Kasten auch den Stand der Straßenhausierer. Auch andere große Städte haben Höker und Kleinhändler; aber nirgends ist die Organisation des Straßenhandels so weit gediehen, so verzweigt als in London Da ist besonders der„ Cheap Jack", der durch seine Redekünste das Publikum so zu bezaubern weiß, daß es ihm für einen beliebigen Artikel, den man im nächsten Laden für sixpence erstehen könnte, mit Freuden einen Schilling bezahlt. Der„ Medicine Man" schwayt dem Publikum seine Patentmedizinen als Panazeen für alle Uebel des Fleisches auf. Der Mann mit dem flower- barrow" weiß Blumen ebhaber durch den üppigen Flor seiner mit Guano im Treibhause erzeugten Balsaminen und Fuchsien zu berücken, die aber gleich in den nächsten Tagen, nachdem sie der fleißige Hausvater in sein Gärtlein gepflanzt, die bunten Köpfe traurig hängen lassen. Ein anderer Typus ist der des„ Italian penny- ice- man", der seine jugendlichen Kunden mit ice- cream versorgt, vor welchem der vorbeigehende Fremde gewarnt sein mag. Spatzen, gelb angestrichen, versucht der„ birdDAY IN PA fancier": er ist damit zufrieden, das Kanarienweibchen für ein liederreiches Männchen auszugeben und verlangt act Schillings für das, was unter Brüdern nur einen wert ist. Eine andere stereotype Gattung von Straßenhändlern sind die Penny- toy men", deren Zahl in der neueren Zeit sich sehr vermehrt hat. Die Spielsachen, die diese Leute verkaufen, gehören in der Regel zu den originellsten und billigsten Fabrikaten, die Manchester, Offenbach, Nürnberg auf den Markt zu bringen vermögen; sie werden besonders häufig bei Charing Croß und bei dem Zugang zur Börse gefunden. In den ärmeren Stadtvierteln versorgt der Straßenhandel die Haushaltungen mit allem, was der gewöhnliche Mann sich bei mäßigen Ansprüchen nur wünschen mag, sogar mit lebendigen Schildkröten, Hühnern und Tauben, mit altem Eisenwerk, Möbeln, Kleidern, Regenschirmen und Schmucksachen. Bei dem geradezu unglaublichen Verkehr im Herzen der Stadt, wo der Ungeübte oft mehrere Minuten lang keine Gelegenheit findet, die Straße zu überschreiten, und bei den raschen Fahren der Cabs usw. muß man die höchste Vorsicht beachten. Wer zu seinem Vergnügen in den Straßen Londons wandelt, sollte immer denen freie Bahn lassen, die augenscheinlich in Geschäften sind. Was man in Paris flaner" und in Amerika" loafing"( Bummeln) nennt, muß man in London vermeiden. Nicht nur, daß der loafer" jedermann im Wege ist, er ist auch ein steter Zielpunkt der Taschendiebe ( pickpockets). Wie anziehend immer die Schaufenster sein mögen, man muß stets seine Uhr und anderes in der Tasche getragene Eigentum hüten. Man nehme sich in acht vor den Fremden, von denen man in den Straßen angeredet wird; oft mögen sie wohl nur nach der Zeit oder nach dem Wege fragen wollen, bisweilen sind es aber Mitglieder der großen Zunft der sharpers" und" swell mobsmen" und gehen aufs Stehlen aus. Indes gibt es Menschen, die dumm genug sind, um den Aufforderungen seitens solcher Leute, mit in ein public- house" zu kommen, um eins zu trinken( to have a glaẞ) in gutmütigem Glauben zu folgen, und die sogar auf den sogenannten„ confidence trick" eingehen, der darin besteht, daß der Bauernfänger unter irgendwelchem Vorwande von seinem Opfer verlangt, es solle den Geldbeutel mit ihm Auf dem Jangtsefiang. es in mehrere Arme; Steine liegen mitten im Fahrwasser. Die eigenen Leute können das Schiff trotz günstigstem Winde, der sich voll in das gewaltige Segel legt, nicht mehr gegen die starke Strömung vorwärts bringen. Hier aber wohnen Hilftstrecker in besonderen Treckerdörfern, die für geringes Entgelt die Besayung unterstützen, das Schiff über die Schnelle zu ziehen. Ist dies nach oft stundenlanger Arbeit endlich gelungen, so ge= nigt gewöhnlich die eigene Bejayung, die Dschunke bis zu der nächsten, un gefähr vier Seemeilen entfern ten Schnelle, dem Tungling- Tan, zu bringen. Hier wird das Fahrwasser äußerst gefährlich, denn der Strom macht an dieser Stelle inmitten ge3 Je- Tan- Schnelle zu befördern. Und was will das gegenüber einem so gewaltigen Absatzgebiet bedeuten! Eine Abbildung zeigt eine talfahrende Dschunke, die durch das tosende, brausende und gurgelnde Element dahinschießt, um in wenigen Stunden Itschang zu erreichen. Wehe einer solchen Dschunke, wenn sie gegen einen Stein im Fahrwasser anprallt! Bei der enormen Der Tatung- Tan. waltiger Ge( Das Flußbett ist hier durch die darin liegenden Steine für die Schiffahrt besonders gefährlich.) birgsmauern eine scharfe Biegung. Eine Felseninsel, die zur Zeit des höchsten Wasserstandes fast ganz von Wasser bedeckt ist, liegt hier mitten im Strom. Etwas stromabwärts von dieser Insel, nahe dem Ufer, befinden sich unterhalb des Wasserspiegels mehrere große Steine. Brausend und zischend schäumt die Flut hier vorbei, wenn ste über die Felsen dahinströmt. Ungezählten Dschunken ist diese Schnelle schon verderblich geworden. Kaum ist diese Schnelle wieder mit Hilfe zahlreicher Trecker überwunden, so gelangt man nach weiteren vier Seemeilen zu dem Sin- Tan. Ist auch diese Schnelle glücklich genommen, was unter günstigen Umständen ant vierten Tage nach dem Aufbruch von Jtschang der Fall sein fann, so erreicht man nach abermals zehn Seemeilen den berüchtigten JeTan. Hier liegen die Dschunken oft viele Tage und Geschwindigkeit zerschmettert das Fahrzeug, und seine Trümmer gesellen sich zu den anderen ant Ufer, das mit seinen allerorts umberliegenden Wracken und Schiffsfragmen ten beredtes Zeugnis ablegt von der Gefährlichkeit der Stromschnellen. Oberhalb des Je- Tan ist im allgemeinen die größte Gefahr für die Bergfahrt überstanden. Es sind wohl noch einige Stromschnellen auf dem Wege bis Tschungfing zu bewältigen, aber sie sind von geringer Bedeutung. Der Strom windet sich noch eine Strecke durch das großartige Hochgebirge hindurch; so durch den Felsenkessel der Wushan- Gorge. Endlich treten dann die immer weniger schroffen Charakter annehmenDer Tungling- Tan, der 1901 einem deutschen Schiff, der Sui- hsien, das extra für die Stromschnellen gebaut war, den Untergang bereitete. fönnen wegen ungünstiger Stromverhältnisse nicht über die Schnelle gelangen. Der Wasserstand ist fast täglich anders; beträgt doch die Tifferenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wasserstand innerhalb eines Jahres an einigen Stellen des Stromes hundertzehn Fuß. Aus diesem Grunde ist auch die Gefährlichkeit der verschiedenen Schnellen bei jedem Wasserstande ganz anders. Häufig ist es in der schlechten Jahreszeit nicht möglich, mehr als vier Dschunken täglich über die den Gebirge weiter und weiter zurück, und der Strom fließt wieder durch reizvolles, hügeliges Gelände friedlich und ruhig dahin, bis weit in's Tibetanische hinein noch schiffbar. Es leuchtet ein, daß die Anknüpfung von Handelsbeziehungen mit diesem reichen Lande der heimischen Industrie durch das gewaltige Absatzgebiet großen Nußen bringen muß, und so sind auch die tonangebenden europäischen Staa ten, und natürlich auch Japan, eifrig bemüht, ihren Angehörigen Tür und Tor zu öffnen. Der Engländer hat schon seit Jahren oberhalb der Schnellen dauernd mehrere gute Flußfanonenboote stationiert, auch der Franzose hat hier zwei Fahrzeuge, während es erst vor einigen Jahren einem deutschen Flußkanonenboot, dem„ Vaterland", gelungen ist, die Stromschnellen zu überwinden. Aber nicht die Fahrt stromauf ist für ein solches Schiff am gefährlichsten, sondern gerade die stromab. Das Schiff muß, damit es Steinen im Wege ausweichen fann steuerfräftig bleiben, und daher muß es mit voller Maschinenfraft talwärts fahren. ,, Auf eigenen Füßen". Bezugsprei rielfährlich 1,20 m bgebolt in unferer gabeftellen vierte Mittwoche und S eg 83. Für idt verlangter M Berlag der ,, Gie 6 Rr. 46. Budapest, des Präsidente netenhauses Galierenden Mitgli andal im u u einem schwere sade geführt. Gr geiußert, den G beinnungsgenoff nele Julius Kov at umzusehen ver Darüber wird b neten wurden he Bolizei gewaltfam Gie verließen lifter. Präsident ine furze Anspro inten Geite eine len ftreifen, einer der Abg. Kov Dententribüne hi lver schüsse ab. bern auf Kovac Polizisten überm um die Polizei Abgeordnete bea Figen. Kovacs al und brach Bluit. Bräsident Tis erhoben und S Ruhe: Die C vie Sigung mi are die Tat eine id den irdische gerichtet hat!" Rovacs ist erbracht worden Un 1 Uhr mit s won Professo Operation wiede are Male mit sc in sein Lager 3 daß der Kran men follte, woz ein wiederer ge, ob Präi erbe Antwort as Augenlicht baß feine Ku un ,, Auf eigenen Füßen". Wir lernten uns auf dem Dampfer kennen, von Schmallwik und ich. So hieß er zwar nicht, aber sein Name tut ja auch nichts zur Sache. Den Grund, warum er Salzseeluft atmen mußte, erzählte er mir bald: er hatte zu viel quergeschrieben. ,, An dem ganzen Unheil ist nur meine Bildung schuldhätte ich nicht schreiben gelernt, wäre ich heute noch Leutnant," meinte er. Man hatte den Baron ziemlich mit Geld ausgestattet, um ihm die Wege in Amerika zu ebnen. Ich selbst hatte viel weniger. Nach vier Wochen hatten wir gleich viel- nämlich nichts. Wir liefen einem edlen Menschenfreund in die Wege, der Sprachschulen gegründet hatte. Er gebrauchte gerade einige junge Leute, die nach seiner„ neuesten Methode" unterrichten fonnten. Das konnten wir zwar nicht, auch hatten wir vom Unterrichten überhaupt keine blasse Ahnung, aber der WeltSprachschul- Besizer", wie er sich nannte, zerstreute bald unsere Bedenken. Die Hauptsache ist das sichere, gewandte Auftreten und die Kunst, sich mit den Schülerinnen gut zu stellen," meinte er. Wir kamen also in eine fashionable Vorstadt von Philadelphia. Der besagte Menschenfreund zahlte uns soviel, daß wir uns mindestens einmal die Woche satt essen konnten. Aber nur im Anfang plagte uns gelegentlich der Hunger, bald er= hielten wir reichlich Einladungen zu Luncheons und Diners und wir segneten den Tag, da wir in Deutschland unsere Fräcke eingepackt hatten. Von Schmallwitz war unternehmend, er führte bald einen Kursus im Florettfechten ein. Ich bewun= derte seine Initiative und sein Geschick, die junge amerikanische Weiblichkeit für diese Kunst zu gewinnen. Diese war mir be= deutend lieber wie der Sprachunterricht, denn nun fonnte einem doch nicht schließlich diese oder jene Miß, die es mit dem Studium ernst meinte, mit unbequemen Fragen über das .separable Verb" und ähnliche Dinge kommen, die man zwar im Deutschen beständig anwendet, über deren Grammatik man aber nicht so ohne Weiteres einen Vortrag halten kann. Eines Tages erhielt von Schmallwiß einen Brief mit einem großen roten Siegel. Wahrscheinlich etwas Unangenehmes," brummte er, Briefe mit Siegeln enthalten immer unangenehme Sachen." Diesmal nicht," fuhr er fort, nachdem er einen Blick in das Schreiben geworfen hatte," Onkel Wolf hat mir fünftausend Mark vermacht und das Gericht will wissen, ob ich die Erbschaft annehme." Und dann meinte er grinsend: Was meinst du, soll ich annehmen?" Einige Wochen vergingen und von Schmallwiß hatte den Scheck für seine Erbschaft. Wir saßen beim Morgenkaffee und hatten uns eben über den„ Diner Dance" bei Jared Ponsonby Smith am Abend vorher unterhalten, als von Schmallwitz plötzlich dem Gespräch eine andere Wendung gab, indem er meinte: " Denkst du nicht auch, daß die moderne Zeit moderner Menschen bedarf?"" Wunderbare Sentenz, wenn die ein Zeitungsherausgeber hört, preßt er dich sofort zum Leitartikelschreiben," erwiderte ich. Unbekümmert fuhr er fort:" Schon Marr sagt, daß der Feudalismus und damit das Feudalsystem vollständig abgewirtschaftet hat und daß die nächste Zukunft der kapitalistischen Bourgeosie gehört." Ich starrte ihn mit offenem Munde an. Von Schmallwitz und Marr zitieren! Augenscheinlich war mir etwas in ihm verborgen geblieben. Ich erwiderte:" Ich weiß zwar nicht, wo du den Brocken von Mary aufgeschnappt hast, aber das sage ich dir gleich, zwischen Morgenkaffee und Cocktail kann kein Mensch mich in eine nationalökonomische Diskussion hineinziehen. Im Uebrigen glaube ich, daß dir deine fünftausend Meter zu Kopf gestiegen sind." Aber er hielt jäh an seinem Thema: In Amerika ist die kapitalistische Bourgeosie durch den Busineß Man" repräsentiert; nur er hat Erfolg." Eine Antwort, die er von mir erwartet haben mochte, erfolgte nicht. Ich fragte mich im Stillen, was nun kommen werde. Um also Erfolge in diesem Lande zu haben, muß man Busineß Man" werden," deduzierte er.???( Diese drei Fragezeichen stehen für den Blick, den ich ihm zuwarf.) Jch werde also Busineß Man werden," schloß er mit einem Seufzer der Erleichterung, anscheinend froh, daß er mir diese wichtige Tatsache beigebracht hatte. " " Diagnose: Gehirnschwips, beginnender Größenwahn, Hallunzinationen, Paranoia Er unterbrach mich:" Du magit lachen soviel du willst. Ich werde dir den Beweis führen, daß ich zum Busineß Man geboren bin. Ich habe tatsächlich schon ein Geschäft in Aussicht, dem ich mich widmen will." Mit einer Stimme, die weniger sicher klang, setzte er hinzu: über den Ankauf einer " Ich stehe nämlich in Unterhandlungen Steam Laundry." Ich muß wohl ein recht blödes Gesicht gemacht haben, denn er versezte, augenscheinlich entrüstet, daß ich nicht gleich ein Jubelgeschrei anstimmte: " Du brauchst mich nicht so idiotisch anzustieren, eine Steam Laundry ist eine Dampfwäscherei, damit du's weißt, und man kann sehr viel Geld damit verdienen." Ich lachte. Vorläufig konnte ich wirklich weiter nichts tun, ich mußte lachen. Ich glaube, ich hätte lachen müssen und wenn der Weltuntergang die direkte Folge gewesen wäre. Von Schmall= wit lief wütend im Zimmer auf und ab, stellte sich dann vor mich hin und zischte: Blöding."- ,, Selber einer," sagte ich jeßt, mir die Tränen aus den Augen wischend.„ Aber es war der beste Witz, den ich seit langem gehört habe. Du hast doch nicht im Ernst gesprochen?"" Warum nicht? Kann ich etwa feine Dampfwäscherei führen? Bin ich etwa weniger begabt als der Fant dadrüben, der sich einen Assistenten halten muß, um das Geld einzunehmen?"„ Aber Mensch, du kannst ja gar keine Steam Laundry führen!" rief ich jetzt. Ein Baron und eine Steam Laundry. Das geht einem ja auf die Nerven, als ob man mit einem Schieferstift auf einer Fenster= scheibe kritelt!" Eine kleine Pause entstand, dann sprach ich weiter: Sieh mal, mein Junge, es gibt gewisse Sachen, die gegen das Prinzip eternal fitneß of things, wie man es im Amerikanischen nennt, verstoßen. Darunter ist dein Projekt. Ein Baron kann keine Laundry, weder Steam noch Hand, noch Chinesen führen. Das ist tatsächlich gegen die sittliche Weltordnung." „ Aber von Schmallwitz wollte es nicht einsehen. Er hatte mit einem Konkurrenten des Fants Unterhandlungen ange= fnüpft, um ihn auszukaufen. Wie er auf die Idee gekommen ist, habe ich nie erfahren. Es tat mir leid um die 1000 strl. oder mehr, die ich sich im Dampf der Dampfwäscherei auflösen sah und ich hub wieder an:„ Aber abgesehen von allem andern, was werden deine Freunde aus der Gesellschaft sagen, wenn du dich als Dampfwäscher etablierst? Denkst du, der" Bäh- ronn" mit der Steam Laundry sei zu den Diners und Tänzen gerade noch so willkommen als der fesche Florettfechter?"„ Und ob! Ich erivarte sogar eine starke Kundschaft aus diesen Kreisen!" rief er mit rührender Zuversicht. Noch einen Trumpf spielte ich aus:„ Aber Fräulein Smith, was wird sie sagen?"" Diese Dame war die Tochter des oben erwähnten Herrn mit dem seltsamen Vornamen, sehr reich und von Schmallwitz augenscheinlich sehr gewogen. Mir gleich. Wenn ich auf eigenen Füßen stehe, kann ich jedenfalls ganz anders vor sie hintreten, als wenn ich der Florettfechter und Sprachlehrer bleibe. Und handelt übrigens ihr Vater nicht mit Knochenmehl und Phosphaten, um nicht zu sagen Düngermitteln?" war die Antwort. Das ist eine ganz an= dere Sache," versetzte ich.„ Väter, Brüder und überhaupt Amerikaner dürfen irgend ein Geschäft betreiben, das Geld bringt, sie bleiben doch in dem magischen Kreis, der Society heißt. Auch der Ausländer findet leicht Eingang in ihn, wenn er entweder gar keinen oder einen gentilen Beruf ausübt, aber er steht bald draußen, wenn er in ein Geschäft, Steam Laundry oder sonst was Gutes geht. Ein Bäh- ronn" muß den Prätensionen seiner Kaste Rechnung tragen- Nun, wir werden ja sehen," erwiderte er, indem er sich zum Fortgehen anschickte. Aber das sage ich dir, wenn ich mal gehörig etabliert bin und du mich anpumpen willst, mußt du erst zugeben, daß ich ein riesiges Geschäftsgenie bin!"-- " Da wirst du nie mein Gläubiger werden," rief ich ihm nach. Alsbald sah man in der Hauptstraße von M. ein großes Schild von Schmallwitz, Steam Laundry". Und das Lokalblatt enthielt einen langen Artikel, in welchem ausgeführt wurde, wie ein real baron" eine Dampfwäscherei übernommen habe. Man muß es von Schmallwitz lassen, er stürzte sich mit Eifer in's Geschäft. Er reformierte es von Grund aus und stellte u. a. die schönsten Wäschermädels an, die man in ganz M. entdecken konnte. Die" Forelady" war geradezu eine Beauté. Dafür hatte sie auch das Privilegium, erst eine Stunde später in's Geschäft kommen zu dürfen. Anfangs ging alles gut, es schien, als ob jeder Mensch in M. seine Hemden zum mindesten einmal bei einem Baron waschen lassen wollte. Von Schmallwitz empfand es daher auch gar nicht so sehr, daß die Einladungen von gesellschaftlichen Größen nur noch sehr spärlich flossen. Ja, vier Wochen nach Uebernahme der Wäscherei mußte er so ziemlich für alle seine Diners selbst be= zahlen. Nur die Smiths hatten ihn noch gelegentlich zu Gaste Die junge Tochter des Hauses hatte ihm aber mehrfach zu verstehen gegeben, daß die Steam Laundry doch eine freak idea sei. Kurz nach seinem Sprung in's Geschäftsleben meinte übrigens von Schmallwitz selbst eines Tages:" Die alte Thompson und ihre Tochter müssen wohl sehr kurzsichtig ge= worden sein, sie haben mich auf der Straße direkt geschnitten." ..Bereite dich noch auf weitere derartige Erfahrungen vor," warnte ich. So lange das Geschäft gut geht, macht mir das gar nichts aus," erwiderte er recht brav. Aber ernst war es ihm doch nicht damit. In den nächsten Wochen bekam ich von Schmallwitz nicht viel zu Gesicht. Ich selbst hatte viel zu tun und auch er schien immerfort auf der Fahrt zu sein. Wenn wir uns trafen, hatte er es immer sehr eilig. Die Geschichte geht nicht, dachte ich bei mir. Und als ich einstens von einer mehrtägigen Abwesen heit in Philadelphia heimkehrte, war schon der Krach da. Meine Hauswirtin überreichte mir einen Brief, der folgenden lakonischen Abschiedsgruß enthielt:„ Du hattest Recht. Die Steam Laundry geht nicht, deswegen gehe ich. v. Sch." " Der Herr Baron hat seinen Handkoffer gepackt und ist abgereist," meinte die alte Frau. Ich ging zur Laundry. Keine Spur von den schönen Wäschermädels. Nur ein rotnasiger Deputy Sheriff" war zu finden. Von wegen der„ Chattel Mortgage," belehrte er mich. Und als ich dann die Hauptstraße entlang schlenderte, wurde gerade das Lokalblatt herausgegeben. In großen Buchstaben prangte auf der ersten Seite:„ Der Baron dampft ab." Blaublütiger Dampfwäscherei- Mann von Mannichäern verfolgt. Auch die Forelady abgängig." Und wenige Tage darauf fand sich in der Rubrik„ Aus der Gesellschaft" folgende Notiz:" Fräulein Elfie Smith, die Tochter unseres bekannten Mitbürgers Jared Ponsonby Smith, hat eine Europareise angetreten." Nach zwei Wochen erhielt ich ein Lebenszeichen von v. Schmallwitz. Auf einer Postkarte, die aus einem kleinen Orte in Teras tam:„ Gloria und ich sind hier. Mein Alter hat eine neue Schwiegertochter. Wir gehen in ein busineß trotz alledem!" Ich grotulierte ihm. Gehört habe ich nie wieder von ihm, hoffentlich ist er aber noch im busineß. Londoner Eindrücke. London iſt nicht das, was man eine schöne Stadt zu nennen pflegt. Wer z. B. Paris gesehen hat, wird nicht nur zu der Ueberzeugung gelangen, daß in der Hauptstadt Frankreichs mehr monumentale Bauten von großartiger Schönheit und Wirkung sind, er wird auch den Eindruck des Ganzen angenehmer finden. In Paris ist der Himmel lachender, die Farben aller Dinge sind wohltuender, die Töne, die einen umklingen, sind lustiger, die Menschen vor allen Dingen sind heiterer. In London sind durch den häufigen Nebel alle Gebäude schwarzgrau; auch die Menschen sehen ernst aus, selten lachende und tändelnde Leute. Alles trägt den Stempel der Arbeit und Heze; ein Ringen ums Dasein das ist das Bild von London. Zu Zehntausenden strömen die Menschen aus den Vorstädten in die City. Rasendes Fahren mit Fuhrwerken aller Art, die mit Pferden und Eseln bespannt sind, dazwischen hinsausend tollkühne Zweiradfahrer, wozu jetzt noch die Automobile kommen. Alles eilig, sehr eilig: Hansoms und Cabs ohne Zahl, Omnibusse und Straßenbahnen wetteifern mit Dampfschiffen und Eisenbahnen auf, über und unter der Erde, um die Menschenmassen flink von der Stelle zu bringen. Die Zeitungsjungen bieten aller Orten und Enden ihre Morgen- und Abendblätter aus. Aber nicht mit Zeitungen allein wird auf den Straßen gehandelt; nein, es sind Tausende von Menschen, die auf den Straßen ihren Handel treiben. Schwefelhölzchen und Spielsachen, Obst, Blumen, Bilder, Romane alles mögliche und alles zu fabelhaft billigen Preisen. Dort die glänzende Equipage mit ihren behäbigen Insassen; hier nebenan dieser alte Mann, beinahe verhungert, zerlumpt. Aus jener Seitengasse ertönt laute Musit; es sind Neger, die hier ihre Künste zum besten geben. Daß Chinesen und Inder sich unter der wogenden Masse bewegen, fällt bald gar nicht mehr auf. Der Fremde aber steht staunend still in diesem Gewoge und muß nur auf seine Uhr und seine Börse achten. Das Ausrufen ist in London oft schwer verständlich. Jeder Geschäftszweig hat ganz bestimmte Formeln der Anfündigung. Der Milchmann hängt seine verschlossenen Kännchen an die Eisengitter und kündigt sein Erscheinen durch einen unartikulierten Laut„ aouh" oder„ milkho" an. Der ,, muffinman"( Händler mit Muffins, einem lockeren Gebäck) läßt dagegen vernehmlich seine Glocke reden, die er unaufhörlich die Straßen entlang schwingt, und ruft dazu mit heller Stimme sein: Muffins and crumpets- o! muffin- o! Die Wasserkressehändlerin schreit singend in Molltonfolge, mit Mannesstimme, daß sie prächtige, frische Kresse hat, die der Engländer als Beispeise( relish) zum Tee hochschätzt. Mit dem Rufe catch'em- alive- 0 wird von den Londoner Straßenkindern im Som mer ein mit klebriger Masse bestrichenes Papier, Fliegen zu fangen, ausgeboten; gewöhnlich trägt der Trödler, der dies ausrust, zur größeren Anschaulichkeit ein breites Band Papier, mit Fliegen dicht besetzt um seinen Hut. Canechairs to mend( Stühle zu flicken), worin das cane im Londoner Dialekt fast wie das deutsche„ kein" klingt ist der Ruf des Stuhlflechters, der seine Arbeit zusammenholen muß. Mit dem stuhlflechtenden Weibe konkurriert der Kleiderjude, der sein melancholisches Old clo'!( statt old clothes) den stillen Seitengassen zum besten gibt. Des Schornsteinfegers heiseres sweep", des Pferdefleischhändlers Catsmeat! catsmeat! als Futter für Hunde und Kazen, machen diesen vielstimmigen Chorus so wirksam, daß er von dem Gerassel der Wagen, dem Pfeifen der Lokomotiven kaum besiegt wird. Ueber alle ertönt jedoch der helle Sopran des newspaper- boy, besonders in der Frühe, wenn er den zur City fahrenden Herren die Weltgeschichte von gestern für den Spottpreis eines halben Penny darbietet. Um die Londoner Straßenausrufe volltönender und ausgiebiger zu machen, wird denselben häufig das Anhängsel o angefügt. Es wird in keiner andern Stadt auf den Straßen so viel musiziert als in London. Es ist ein merkwürdiges Konzert, an welchem sich die Stimmen und die eigentümlichen Instrumente aller Völker der bewohnten Erde beteiligen. Da ist der Savoyardenknabe mit seinem Hurdy Gurdy, einer Art von klimperiger Gitarre, welche aber wie eine Orgel gedreht wird, ihm folgt der kalabrische Bauer mit seiner nationalen Pfeife. Ferner kommt John- Hochlandsmann", ein Hochschotte mit dem Tartan, Kilt und Dudelsack. Mitten in diesen fremdartigen Klängen läßt sich auf einmal heimatliche Musik vernehmen, Hornmusit" von deutschen Landsleuten. Die Straßenmusikanten bilden ein bedeutendes Korps in London, und ihre Leistungen sind oft recht gut. Die Mehrzahl derselben hat sich zum Straßenberufe herangebildet, doch mögen sich auch ehemalige Künstler un= ter denselben befinden. Beson ders Pall Mall" in London, die sogenannte ,, Klubstraße". Roman en und mit d Subet blteb ee Telliche Reife Eg der Abfah Better, so d moll war. Ab e und Zärtlic abzubringe ärtlichen Bri hweigen ber Chun vergoß. heit, die fich Thachdem Fra Londoner Eindrücke. 5