funde von der der ausend tzig vorgedie von ndel ge nascin ben bez die Aba. als iche, , Lehrer, ich vo genommer ur bestä ennungen ungen für für nascin er 1911. Franklin es Königl. mts. i 1910. r. Schöpf. Bein, hatte all it beftens bank ie Behandlun 10. nr. Velten. en Dant au Tau Denbau i jetzt noch fein 2. März 1909 Carl Erbe. nde, welche mi infache Behand en beften Dan midt- Röh. daß mein Bein en alle, daß d infern innigfte en, welcher und 4. März 1911 arine Bed. meinen Kramp gelitten, befrei 10. Febr. 1911 H. Kühn. eine und nahm er Arbeit nig Frau Dengan gehen und war , 31. Oft. 1910 r. Bettner. De, jo groß wi Bein innerhall jebt stand denden die Kw Oftober 1910 te Enders. unde und fount ch Ihre einfac zwei Jahren eute mit Freuden 1910. Schwent III. üren, fo dag id 5. Zu meiner Frau Denpas 910. Fob Rörsch an zurück, otheken. Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) verteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlsar, fret ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig, ausgabestellen viertelfährlich 90 Pfg.- Erscheint Redaktion: SeltersMittwochs und Samstags. weg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. - Nr. 19. Telephon: Nr. 362. Aus Stadt und Land. Gießen, den 6. März 1912. Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Mittwoch, den 6. März 1912. o Klein- Linden. Infolge des hohen Wasser standes der Lahn und der Bieber ist die Verbindung zwischen Heuchelheim und Klein- Linden- Allendorf terbrochen, sodaß man über Gießen gehen oder fahren muß. un= n Gießen, 6. März. Der Kriegerverein hielt gestern abend in seinem Vereinslokal„ Zum Löwen" die Monatsversammlung ab. Nach einigen anden Gießen. Der Provinzialtag für Oberhessen ge= ren geschäftlichen Mitteilungen hielt der 1. Vorsitzende, Staatsanwalt Trümpert, einen sehr interessanten nehmigte den Voranschlag 1912-13, der mit 680 216 Mark abschließt. Die Kreise haben 416 000 mt. auf Vortrag über das Eherecht nach dem Bürgerlichen Gezubringen; 48 000 mt sind als Reingewinn des Wasser- setzbuch, wofür ihm reicher Dank von den anwesenden werks Inheiden eingestellt. Der ebenfalls genehmigte Kameraden wurde., Voranschlag des Provinzial- Wasserwerks Jnheiden für 1912-13 schließt in Einnahme und Ausgabe mit Mark 858 500. Für die Wasserlieferung an die Stadt Frankfurt sind 798 750 Mark Einnahme eingestellt. Nach Abzug von 240 000 Mark für Verzinsung der Schuld und nach Rückstellung von 120 000 Mark für einen Tilgungsfonds und nach Abschreibungen von 70 000 Mark bleiben nach dem Voranschlag 201 678 Mark Reingewinn, wovon außer den 48 000 Mark zur Deckung ordentlicher Ausgaben der Provinz 50 000 Mark zu den Betriebskosten des Elektrizitätswerks Wölfersheim verwendet werden; der Rest von 103 678 Mt. wird als außerordentliche Rücklage oder zur verstärkten Tilgung verwendet. Der Provinzialtag bewilligte ferner für die Erweiterung der für die Ueberlandzentrale Wölfersheim vorgesehenen Leitungsanlagen einen Kredit 1 100 000 Mark, die durch ein 4prozentiges Anlehen der Provinz beschafft werden sollen. von n Gießen, 5. März. Ein Gewitter, das erste für dieses Jahr, 30g heute 24 Uhr über unsere Stadt. Nun dürfte der Frühling", wenn er so anklopft, vielleicht wirklich nicht mehr weit sein. Amsel, Drossel, Fink und Star sind ja auch schon da und bald wird die ganze Vogelschar vereinigt sein, um zu jubilieren und zu singen und den Frühling einzuläuten. Darum müßten wir auch an ausreichenden Schutz der kleinen Sänger denken. n Gießen. Die Automobilverbindung Gießen- Wieseck- Alten- Buseck ist in Tätigkeit getreten und wird start benutzt. Die Fahrt von Gießen bis Altenbuseck dauert etwa eine halbe Stunde. Gesundheitliches. Es ist von großer Wichtigkeit bei eintretenden Anpäßlichkeiten und leichteren Krankheitszuständen das richtige Mittel zu wählen und dadurch schlimmere Folgen zu verhüten. In den meisten Familien kommt es vor, daß ab und zu ein Familienmitglied plößlich mit einem nervösen und abgespannten Zustande be haftet wird, mit Appetitlosigkeit und Verdauungs störung oder durch Leberanstrengung heruntergekommen ist. Bet jungen Mädchen und Frauen treten plöglich Blutarmut und Bleichsucht mit großem Schwächezustand, Kopf und Rückenschmerzen auf. Es wird deshalb von Interesse für unsere Leser sein, sie auf ein Präparat aufmerksam zu machen, welches bet den oben erwähnten Störungen fich stets bewährt, und von Tausenden als ein zuverläßiges Mittel gepriesen wird. Dieses Präparat ist Leciferrin, welches in Apotheken zu k. 3.- die Flasche erhältlich tit, und in feiner Familie fehlen dürfte. Der Geschmac von Leciferrin soll äußerst angenehm sein, so daß ez sehr gerne genommen wird. KnorrHafermehl Reismehl und haben sich seit 40 Jahren als Kindernahrung so vortrefflich bewährt, weil die Fabrikation nach wissenschaftlich bewährten Grundsätzen erfolgt. o Holzheim. Bürgermeister Peter Klotz 1. wurde zum vierten Male als Ortsoberhaupt gewählt. Er ist jetzt 27 Jahre in seinem Ehrenamte tätig und konnte 1910 sein 25jähriges Dienstjubiläum feiern. o Lollar. Lehrer Volp von der hiesigen Gemeindeschule hat sich auf vier Jahre verpflichtet, eine deutsche Schule in Mexiko zu verwalten. Er wird März die Reise dorthin antreten. im o Friedberg. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich bei den Bahnarbeiten. Der 17jährige Arbeiter Jung aus Dorf- Gill war hinter einem Erdhaufen mit Erdarbeiten beschäftigt. Eine Maschine erfaßte ihn plötz= lich. Der Kopf und beide Beine wurden ihm abgetrennt, sodaß der Tod auf der Stelle eintrat. o Schotten. Brauereibesitzer H. Duchardt, ein geborener Lauterbacher, ist im Alter von 45 Jahren gestorben. Der Betrieb der Brauerei geht wie seither unter Leitung des Mitinhabers K. Schmidt weiter. s Darmstadt. Ein Raubmordversuch wurde am 4. März, abends gegen 7 Uhr, an dem in den 70er Jahren stehenden Trödler und Kleiderhändler Liddmann Calf hier verübt. Der Täter hat zirka 40 Mark bares Geld und einige Uhren geraubt. Der Verletzte befindet sich vorläufig nicht in Lebensgefahr. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft machte Gerichtschemifer Dr. Popp aus Frankfurt mit den Gerichtskommissaren eine Anzahl Feststellungen und Aufnahmen. ):( Mainz. Am Samstag meldeten sich in kurzer 3eit fortgesetzt Leute von dem in der Elisabethkaserne vor dem Gautor liegenden 1. Bataillon der 88er frank, sodaß gegen 11 Uhr abends 36 Mann, die über heftige Leibschmerzen und Erbrechen klagten, ins Garnisonlazarett übergeführt wurden. Am Sonntag morgen meldeten sich noch weitere 15 Mann krank und kamen ebenfalls ins Garnisonslazarett. Die Ursache der Erkrankung soll in den am Freitag genossenen Fischspeisen liegen. Es gab Kabeljau. Das Befinden der Erkrankten ist bis jetzt befriedigend. wei Urkunden über die Qualität: Rol Sodij Staatspreis Der Int. Hygiene Husft. Dresden 1911. DERARBEIT Goldene Medaille Oftdeutsche Uueftellung Pofen 1911. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pig. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 is. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon: Nr. 362. 24. Jahrg. ):( Marburg. Das Kurhessische Jägerbataillon Königin Margherita von Jtalien begeht im August nächsten Jahres das Fest seines 100jährigen Beste hens. ):( Fulda. Die eifrigen Nachforschungen der preuBischen und hessischen Behörden nach den Mördern des Försters Romanus sind bis jetzt noch ohne Erfolg geblieben. Der Regierungspräsident hat die Belohnung auf die Ergreifung der Täter auf 2000 Mark erhöht. ):( Worms. Der Rechtskonsulent M. Schöpp, der das Vertrauen vieler Geschäftsleute genoß, hat sich gröBere Unterschlagungen anvertrauter Gelder zu Schulden kommen lassen und sich der Verhaftung durch die Flucht entzogen. ):( Aus dem Kreise Wetzlar. Jn Steindorf, Laufdorf und Nauborn ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Eine Harzer Zeitung schreibt:„ Jm deutschen Reichstag haben fast alle Parteien aus Buhlerei um die Volksgunst einen Bündel von Anträgen gestellt und soviel Anschläge gemacht, daß ein Bäuerlein aus dem Harz auf den Einfall gekommen ist, dem Reichstagspräsidenten seinen Hund, einen prima Anschläge fressenden, zur Verfügung zu stellen. Auch will man sogar beim Reichstagsgebäude einen besonderen Hundezwinger zum Halten von anschlagfressenden Hunden auf Reichskosten bauen und es soll darüber demnächst eine mindestens dreitägige Reichstagsdebatte stattfinden." Mit dieser Wiedergabe sei nur gesagt, wie mancher Wähler über die all zuvielen und oft sonderbaren Anträge und Anschläge, die dem Reichstage je kt so furz hintereinander zugingen, denkt. Vergebung. Für die Großherzogliche Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen sollen für das Rechnungsjahr 1912 auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden: 1. Die Lieferung von: Backwaren, Fleischwaren, Spezereiwaren und Verbrauchsgegenständen, Milch, Bier, Eis, Selterswasser, Butter und Eiern, Emaillewaren, Bürstenwaren, Toilettegegenständen, Porzellan- und Glaswaren, Schreibmaterialien, Kleidern und Schuhen für Kranke und Personal. 2. Das Reinigen des Küchenherdes und der Defen, 3. Das Leerfahren der Sentgruben und das Fortschaffen des Kehrichts. 4. Die Abgabe von Knochen, Lumpen, leeren Flaschen und des Gespüls. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags von 3-5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau zur Einsichtnahme offen. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungs= termin: Freitag, den 8. März 1912, vorm. 11 Uhr, auf dem oben genannten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt innerhalb 14 Tagen. Gießen, den 22. Februar 1912. Großherzogliche Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. Sommer. Nugholzverkauf. Die Gemeinde Gladenbach( Kreis Biedenkopf) hat ( ebentl. in 2 Losen) abzugeben: a) aus dem Distrikt Kirchberg 176 Nadelholzstämme c IV mit ca. 2912 fm. SALEM ALEIKUM" 144 Rabelholzstangen 1. St. und „ SALEM GOLD" Preis ( Goldmundstück) Cigaretten N: 3 4 5 6 8 10 3 4 5 6 8 10 Pf. d. Stck. b) aus dem Distrikt Hain 293 Rabelholzftämme c IV mit ca. 67 fm. 110 Nadelholzstangen I. Kl. Abfuhrtermin bis 1. August ds. Js. Angebote bet Stämmen pco fm., und Stangen pro Stück wolle man bis zum 15. März ds. Js. an das Bürgermeisteramt Gladenbach einreichen. Deutscher Reichstag. Der Ncigen der Redner wurde am Montag durch ben bekannten elfäffischen Brotestler Wetterle, der wie schon sein Landsmann Will, versuchte, die Ablehnung des Gnadenfonds im elfäffischen Landtag zu rechtferttgen. Er leugnete hterbet, daß der Beschluß eine persönItche Spize gegen das Staatsoberhaupt gehabt habe. Der Abg. Mumm( Wirtsch. Vg.) tam auf die Bergarbetterbewegung im Ruhrrevier zu sprechen, und forderte die Regterung auf, zur Verhütung eines Kohlenarbeiterausstandes die Initiative zu ergreifen. Nach diesem fleinen Vorspiel folgte als das bedeutendste Ereignis des Tages eine längere Rede des Staatssekretärs Delbud, die sich ausschließlich mit der Handels- und Wirtschaftspolittt beschäftigte. Der Staatssekretär konstatierte, daß unser Wirtschaftsleben die beiden Belatungsproben des letzten Jahres, die Dürre und die gepannte Lage der auswärtigen Politik erfolgreich ge= ragen habe. Dabet habe sich auch gezeigt, daß unser Bantwefen auf einer so gesunden Grundlage beruhe, daß man seiner Entwicklung mit Ruhe entgegens jehen tönne. Gefeßliche Maßnahmen seien daher einst weilen nicht notwendig. Unsere Schutzollpolitik hat sich nach Ansicht des Staatssekretärs so gut bewährt, daß ein neuer 3olltarif nicht nötig ist, sondern nur eine Modernisierung" des bestehenden. Zur Vorbereitung der neuen Handelsverträge habe die Regierung feit 3% Jahren Produktionserhebungen angestellt. Leider können diese nicht auf Kleinbetriebe ausgedehnt werden, da fich diese durch die Statistik nicht erfassen lasse. Ebenso unmöglich fet eine öffentliche allgemeine Enquete. Auch auf wirtschaftspolitischem Gebiete stehe die Entwickelung nicht still. Seit der Beginn der Schutzzollpolitit set unsere Industrie so erstarkt, daß wir heute nicht mehr um den inneren Mart fämpfen, sondern um den äußeren. Aber auch diese neuen Probleme rechtferfigen teine Schwenkung in unserer Schutzollpolitik. Bemerkenswert war die Erklärung des Staatssekretärs, daß die Entwickelung der Syndikate uns vor die Frage tellen werde, ob nicht ein Staatsmonopol vorzuziehen fet. Die Bedeutung dieses Bekenntnisses schwächte der Redner allerdings durch den Zusab etwas ab, er habe das Gefühl, daß wir für diese Erkenntnis noch nicht reif sind. Uebrigens hält der Staatssekretär die Syndifate für notwendig und auch zum guten Teil nüßlich. Wenn sich Mißstände herausstellten, so sollte man tedenfalls nur mit Spezialgefeßen eingreifen. Das Kaltgesetz habe allerdings nicht den Erwartungen entsprohen. Nachdem dann noch die Abgg. Sachse( Soz.) und rl( tr.) gesprochen hatten, wurde die Wetterberatung auf Dienstag vertagt.. Bom englischen Bergarbeiterausstand. Die Folgen des Riesenausstandes in England be= ginnen fich mit von Tag zu Tag wachsender Schärfe für bas gesamte Wirtschaftsleben der britischen Inseln fühlbar zu machen, da nicht nur die großen Industrien, sondern auch der gesamte Verkehr bereits die erlahmenden Wirkungen der Krisis zu bemerken beginnt. Die großen Eisenbahngesellschaften sind nicht mehr in der Lage, mit voller Sicherheit auf ihr Bersonal rechnen zu kön= nen, und mehr als ein Anzeichen spricht dafür, daß binnen furzem ein Eisenbahnerausstand ins Leben gerufen werden wird. Annähernd 700 000 Eisenbahner sind zurzeit auf dem englischen Eisenbahnnetz beschäftigt. Ein großer Teil von ihnen ist organisiert, und die größte und mächtigste Organisation, die der Lokomotivführer, erwägt bereits, wie aus London gemeldet wird, die Möglichkeit eines Sympathieſtretts. Auf jeden Fall ha= ben die Lokomotivführer bereits erklärt, daß sie keinerlet Militärzüge in die Ausstandsgebiete befördern würden und auch Kohlenbeförderung ist von ihnen als Stretfarbeit erklärt worden. Die Kohlenausfuhr in das Ausland stockt natürlich fast gänzlich, und aus zahlreichen englischen Häfen wird gemeldet, daß sich die Schiffe, die bisher die Kohle über alle Meere trugen, eins nach dem anderen still vor Anker gehen, um untätig liegen zu bletben. Auch die sonstige Schiffahrt ruht bereits in vie= len Häfen oder geht so die Fischeret in Hull- diesem Schicksal in den nächsten Tagen entgegen. London, 5. März. Die Lebensmittelpreise be= ginnen hier stark zu steigen. Man befürchtet besonders eine allgemeine Steigerung der Brotpreise. Der Eisenbahnverkehr ist sehr eingeschränkt. Im Bahnhof von Manchester sind 720 Büge ausgefallen. Einige Bahngesellschaften laffen nur die Hälfte der Züge verkehren. Stürmische Bergarbeiterversammlung in Dortmund. Montag nachmittag fand in Dortmund eine von etwa 3000 Bergleuten der Zechen Katserstuhl und Scharnhorst besuchte Belegschaftsversammlung statt, in der über die Frage, ob der auf diesen betden Zechen Montag früh begonnene Streif fortgesetzt werden solle oder nicht, disfuttert wurde. Nach einem Referat des Delegierten des sozialdemokratischen Bergarbeiterverbandes, in dem der Redner dringend zur Wiederaufnahme der Arbeit riet, tamen zahlreiche Bergleute der genannten Zechen zum Wort, dte fast alle für eine Fortsetzung des Streikes Unter Feinden. Roman von Karl Matthias. 10) ( Nachdruck verboten.) ,, Nun, die sächsischen Raubftaaten, so genannt, well fie, an dem Meer liegend, Seeräuberet treiben." Aha! " Diese sind bestimmt, den preußischen König in cms aufzuhalten, damit er in Mez eingesperrt und unschädlich gemacht werden kann." „ Aber verzeihen Sie," unterbrach ihn Prevendaux, „ was bleibt unter solchen Umständen für uns Franzofen zu tun übrig?" Wir marschieren geradewegs nach BerWir? Itn," antwortete Herr Murlitton wichtig, und stellen dort den Staat von 1809 wieder her." " Ah," machte die Gesellschaft sehr befriedigt. Keiner zweifelte, daß das Endresultat des Feldzuges genau so sein würde. Nur daß der Verlauf sich etwas in die Länge ziehen könne, befürchtete man. Die Erfolge der Preußen in den Kriegen 1864 und 1866 gaben ein wenig zu denken. " So ist der Krieg also unwiderruflich beschlossen?" fragte ein junger Mann. " In Paris ohne Zweifel," bejahte der Maire;„ in Ems, wo sich der preußische König aufhält, denkt man vielleicht anders, und Herr von Bismarck wird versuchen, den Streitfall aus der Welt zu schaffen." Aber wir wollen einen fröhlichen, frischen Krieg, um den eroberungslustigen Prufftens einmal zu zeigen, daß sie eine militärische Null find, sobald sie wirklichen Soldaten gegenüberstehen." sprachen. Die Vertreter der pointschen Berufsvereintgung und des Hirsch- Dunkerschen Vereins erklärten, Bie Streit nicht gut heißen zu können. Die Versammlung trug häufig einen stürmischen, zeitweise sogar einen tumultarischen Charakter, besonders, als der Sprecher des alten Bergarbeiterverbandes erklärte, daß die Or= ganisation diesen Disziplinbruch der genannten Zechen bedaure und feinerlei Verantwortung dafür übernehmen tönne. Ein Beschluß darüber, ob die Arbeit am Dienstag wieder aufgenommen werden soll oder nicht, wurde nicht gefaßt; es scheint aber sicher, daß ein gro ßer Teil der Strettenden die Arbeit wieder aufnimmt. In der Versammlung wurde noch bekannt gegeben, daß am Dienstag, den 5. d. M. die Antwort der Zechenbe figer erwartet wird. Am Donnerstag findet eine Sizung des alten Ausschusses und des Vorstandes und am Sonntag eine allgemeine Konferenz statt, in der die Entscheidung fallen wird. " Ich ahnte es," sagte Bourlter selbstzufrieden;„ ich habe meine Anordnungen für den Kriegsfall getroffen." Tyrolt vermochte nicht länger das ungeretmte Geschwät mit anzuhören. Er trat langsam zur Seite und begab sich in die Nähe seiner Braut. Herr Brevendaux bemerkte setne Entfernung. Dortmund, 5. März. Auf der Zeche Kaiserstuhl tst heute die Frühschicht vollständig eingefahren. Auf der Beche Scharnhorst sind von 635 unter Tage arbeitenden Berglenten 19, von 284 über Tage arbeitenden 104 eingefahren. Das Gerücht über einen Streit auf anderen Zechen bestätigt sich nicht. o Paris, 5. März. In Pormour fand gestern eine Versammlung von 3000 Bergleuten statt, in welcher einstimmig der Antrag angenommen wurde, den für den 11. März anberaumten vierundzwanzigstündtgen Gesamtausstand durchzuführen, um dadurch den Forderungen der Bergleute Nachdruck zu verleihen. Sollte dies ohne Erfolg bleiben, würden die Bergieute mit allen Mitteln ihre Forderungen durchzusetzen suchen. Aehnliche Beschlüsse wurden auch von den Bergleuten anderer Bezirke gefaßt. Eine neue Landesverratsaffäre. In Frankfurt a. M. wurden in den letzten Tagen dret Personen wegen Landesverrats verhaftet. Der Hauptverdächtige ist der Polizei schon lange durch größere Geldausgaben und Auslandsreisen, namentlich nach Paris, aufgefallen. Es soll sich bei der Affäre um Geschüßaufzeichnungen und um das neue Einheitsgeschoß der Artillerie handeln. Die Affäre spielt auch nach Effen und nach Wilhelmshaven hinüber. Ein Verwandter des einen Verhafteten soll angeblich bei Krupp be= fchäftigt sein Nähere Einzelheiten über die Angelegenheit berich= tet die Kleine Presse" wie folgt: Vor einiger Zeit verhaftete die Polizei einen Wettvermittler. Bei einer Haussuchung wurden Briefe gefunden, die darauf schlie= ßen ließen, daß der Mann für die französische Regierung Spionage trieb. Es wurden dann Brtefe und Telegramme abgefangen, und es zeigte sich, daß der Verdacht berechtigt und die Hauptperson bei dieser Spionage ein angeblicher Techniker war. Auch dieser wurde festgenommen. Die polizeilichen Nachforschungen haben ergeben, daß der Techniker der französischen Botschaft in Ber'in schrieb, er sei imstande, ihr Geschützzeichnungen aus Effen und Zeichnungen der neuen Kruppschen Artilleriegeschütze zu liefern. Das war im Dezember 1911. Er erhielt darauf zur Antwort, er möge sich in Luxemburg mit einem französischen Agenten treffen, um diesem nähere Angaben zu machen. Anfang Januar reisten die beiden Verräter nach Luxemburg, wo sie mit dem Agenten eine Unterredung hatten. Beide erhielten dann ein Telegramm, worin fte aufgefordert wurden, nach Paris zu fahren. Der Lechnifer fuhr mit einem anderen Bekannten nach Pa= ris und hatte dort mit dem Agenten eine längere Beratung, der dann die beiden ins Ministerium des Innern führte. Dort sprachen die beiden mit einem höheren Beamten. Es wurde ihnen gesagt, daß man alles brauchen könne. Für einen Zünder zahle man 1000 Mart, für ein Geschoß 3000, für ein Verschlußstück 5000 Mark. Für die Originalzeichnung eines Geschützes zahle man 8000 Mart. Der Hauptverdächtige war dann noch zweimal in Paris, nachdem inzwischen ein reger Telegramm und Schriftwechsel stattgefunden hatte. Telegramm und Briefe wurden unter Chiffre nach Frankfurt geschickt. In einem Briefe erklärte der Techniker, daß er Metallsticke, die er in Essen nicht bekommen könne, sich durch Einbruch in Wilhelmshaven verschaffen werde. Er hatte im ganzen bisher 500 Mart erhalten. Vorige Woche reiste ein Bekannter von ihm, der früher bei Krupp tättg gewesen sein soll, nach Essen; er soll bei seiner Rückkunft nach Frankfurt bedeutsames Material mitge= bracht haben, dessen Verwertung aber nicht mehr mögItch gewesen sein soll, da die Polizei seinen Auftraggeber inzwischen verhaftete. Auch der Agent wurde wenige Stunden nach seiner Ankunft in Frankfurt a. M. ver= haftet. Weitere Verhaftungen sollen bevorstehen. Die Seele des Unternehmens war, wie die„ Frff. 3tg." weiter zu der Affäre meldet, ein gewiffer Josef Hyronimus aus Frankfurt, ein Mann von nahezu 30 Jahren mit bewegter Vergangenheit. Er ist u. a. wegen Einbruchs mit einem Jahr Gefängnts bestraft und gab sich als„ Techniker" aus. Früher war er in großen Fabriken der Umgegend, so in Griesheim und Höchst, Apropos, ist Ihr Direktor nicht auch ein Deutscher?" fragte er. Mit nichten, er ist ein Desterreicher." So, so! Nun, Desterreich ist auch bestimmt, eine Rolle in dem bevorstihenden Kriege zu spielen," fuhr der Maire selbstzufrieden fort; es wird unsere Ope= rattonen im Süden stüßen und später Schlesien, Hannover und Nañau erhalten, welche Provinzen ihm 1866 geraubt wurden." Fürchten Sie nicht, daß Ihr Direktor zum Kriegsdienste herangezogen wird, wenn Oesterreich mobil macht?" fragte Devereux. Ich hoffe nicht; es wäre mir sehr schmerzlich," entgegnete Bourlier. " Haben Sie guten Mut," tröstete der Matre mit drolliger Wichtigkeit. Im schlimmsten Falle lege ich ein gutes Wort beim österreichischen Oberkommando ein. Ich habe Verbindungen mit unserer Generalität." „ Ich hoffe, das wird gar nicht nötig sein," meinte Prevendaux.„ Von Desterreichs Teilnahme bet diesem Kriege ist gar nicht die Rede. Frankreich braucht keine Bundesgenossen." Auch haben wir noch nicht den Krieg", schaltete Bourlier ein. Und nun, meine Herrschaften, wollen wir uns zu Tische begeben." Der Diener war in der Tür erschienen, um seinem Herrn anzuzeigen, daß das Diner gerichtet set. Herr Bourlier bot seinen Arm der noch immer hübschen Frau des Maire, Prevendaux führte eine Madame Burtot, Devereux Frau von Tarandal; die jungen Männer be= mächtigten sich der Fräulein Virginie und Alice, so daß sich die Brautleute wie durch einen Zufall zusammenfanden. ,, Weshalb die ernste Miene, Geliebter?" raunte Desiree dem Fabrikdirektor zu. tätig, in den letzten Jahren war er aber wenig oder gar nicht in Stellung. Der zweite der Verhafteten ist ein Mann namens Haunerland, der aus der Rheinprovinz stammen soll, der Dritte der Kellner Heinrich Schellberg aus der Niddastraße, bet dem der Haunerland wohnte. Hyronimus hat in den letzten Tagen auch der englischen Botschaft in Berlin sich angeboten, doch ist es hier zu Verhandlungen nicht gekommen. Es war furz vor seiner Festnahme. Er war auf alle Fälle gerüstet und hatte seine Möbel verkauft, um sofort fluchtbereit zu sein. Es set erwähnt, daß die Verräter gar nichts von Bedeutung nach auswärts gemeldet haben und daß es in diesem Falle bei einem Versuch des Landesverrats geblieben ist, der durch einen glücklichen Zufall zur Kenntnis der Behörde gelangte und vereitelt werden konnte. Dwüßtest Du, welchen seelischen Schmerz mir das politische Getratsch dieser Hohlköpfe verursacht. Es ist Rundschau vom Cage. Politisches. by An pfle mei gef hat Ta geid gun Arb geid Ani Die ner dert ters Die gefu Rä Fra Lod ஹம் Gr. erich fchet tom nal aus der Me eine lich Nad Post übt. dert May von Late See Kna Loch pfin ben aufg Als Kaiser Wilhelm ist Montag vormittag in Wilhelmshaven eingetroffen, wo er der Vereidigung der Refruten beiwohnte. Später nahm er auf der Deutschland" Wohnung. Im Anschluß an die Vereidigung verlieh er dem Chef der Marinestation der Nordsee Admtral Grafen Baudiffin den Schwarzen Adlerorden. Der Kaiser wird nach den jeßt endgültig festgesetzten Dispositionen Berlin am 23. März abends verlassen, um nach Wien au reifen, wo die Ankunft am anderen Morgen erfolgt. Nach dem Besuch beim Kaiser Franz Josef wird die Weiterreise nach Pola am Abend angetreten werden. In Pola trifft der Kaiser am 25. März ein und nimmt sofort auf seiner Jacht Hohenzollern" Wohnung. Der Aufenthalt in Pola ist auf zwei Tage berechnet. Von dort wird die Reise nach Korfu gehen. Ein Besuch des Königs Viktor Emanuel in Venedig ist nicht vorgesehen. Dte Katserin wird an der Reise nach Schloß Achilleion nicht teilnehmen. Ste wird sich am 23. März zu längerem Aufenthalt nach Homburg v. d. H. begeben. Ueber die definitive Präsidentenwahl im Reichstag finden unter den Fraktionen des Reichstages fortgefett Verhandlungen statt. Eine Einigung ist bisher nicht zustande gekommen, sie scheint auch noch im wetten Felde zu liegen, wenn nicht ganz unmöglich zu sein, denn die Rechte und das Zentrum erstreben nach der einen Seite ein Präsidium ohne Sozialdemokraten, andererseits wollen die Konservativen sich nicht mit et nem Präsidium einverstanden erklären, in dem der Nationalliberale den Präsidenten, das Zentrum den ersten und die Volkspartei den zwetten Vizepräsidenten ftellen. Die Nationalliberalen wollen weder in einem rein tonservativ- tleritalen noch in einem linken Prästdium sizen. Da die Volkspartei sich in den ganzen Verhandlungen auffallend reserviert verhält, man sagt, fie spekuliere darauf, den Präsidenten Kaempf zu halten, so sind die Aussichten gegenwärtig verzweifelt schlecht. Ueber den Umfang der Wehrvorlage weiß die„ Germania" wohl nach Mitteilung der ihr nahestehenden Abgeordneten folgendes zu sagen: Bei der Flottenvorlage handele es sich nicht um große Ausgaben. Im Durchschnitt würden sämtliche Forderungen in den ersten sechs Jahren etwa 30 Millionen Mart pro Jahr erfordern, selbst wenn sämtliche Schiffe aus dem ordentItchen Etat genommen würden. Die Heeresvorlage erfordert eine einmalige Ausgabe von 100 Millionen Mart und weiterhin fortlaufend jährlich 50 bis 60 Millionen Mart, so daß für Heer und Flotte zusammen im ganzen für sechs Jahre ein Durchschnitt von rund 80 bis 90 Millionen herauskommt. Der Etat des Reichstags ist am Montag dem Hause gugegangen. Er fordert an fortdauernden Ausgaben 2 143 213 Mart und an einmaligen Ausgaben 21 000 Mart. Demgegenüber steht eine Einnahme von 17 566 Mart, die sich etwa zur Hälfte aus den Eintrittsgeldern für die Besichtigung des Gebäudes und zur anderen Hälfte aus den Zinsen des Fonds zusammensezen, der aus den Eintrittsgeldern gebildet wird und etwa 190 000 Mart beträgt. Für die Abgeordneten ist 1911 ebenso wie 1910 eine Aufwandentschädigung von 1015 000 Mark verwendet worden. Eine Herabsetzung der Altersgrenze für den Bezug der Altersrente? Wie verlautet, hat die Reichsregierung für die vom Reichstag gewünschte Prüfung der Frage, ob eine Herabseßung der Altersgrenze für die Altersrente möglich ist, bereits in die Wege geleitet. Es wird beabsichtigt, diese Brüfung in die Hände einer Sachverständigen- Kommission zu legen. Zu diesem Zweck sind die Bundesregierungen aufgefordert worden, Sachverständige für diese Kommission namhaft zu machen. Kleine Nachrichten. Die Anstellung eines befoldeten Jugendpflegers plant die Stadt Charlottenburg. Aufgabe des Jugendpflegers ist die Pflege der Volks- und Jugendspiele, des Turnens, Schwimmens, überhaupt aller Leibes= empörend, welche Feigheit, welchen Verrat sie von metnen Landsleuten erwarten." ,, Laß ste- fie sprechen, wie sie es rerstehen." ,, Ste verstehen aber nichts. Ste kennen nicht Geographie, nicht Geschichte, nur ihre nationale Eitelkeit. Ste sind wie die Kinder." ,, Nun, so betrachte sie als solche. Denke nicht mehr daran, vergtß es über unserer Liebe." „ Du hast Recht", erwiderte er, sanft thren Arm an sich drückend;„ ich war ein Tor, daß ich Dich und mich betrübte." Es erregte allgemeines Erstaunen, daß der Fabrikdirektor, immer doch nur ein höherer Beamter des Hausherrn, die Heldin des Tages so ganz für sich in Anspruch nahm. Aber das Erstaunen wurde noch erhöht, als die Gäste bemerkten, daß das junge Paar in der Mitte der Tafel zwischen Frau von Tarandal und Herrn Bourlier Plaz nahm. Das konnte nicht Zufall sein, und ein Flüstern ging von Mund zu Mund, allmählich dämmerte auch eine Ahnung, besonders bei den Jüngeren, auf, und als der Fabrikant nach Erledigung der Suppe aufstand und an sein Glas schlug, wußte Jeder, was kommen würde." „ Ich habe die Ehre, meiner Iteben Gästen ein Brautpaar vorzustellen," ließ sich Papa vernehmen, indem ein joviales Lächeln sein Gesicht verklärte.„ Herr Waldemar Tyrolt und meine Tochter Desiree empfehlen sich als Verlobte." Ein Freudenruf, ein fröhliches Händeklatschen folg= te seinen Worten unmittelbar. Alles erhob sich von den Plätzen, um dem Brautpaare Glückwünsche darzubrin= gen. Da schmetterte die hohe Glastür des Vestibile flirrend zu, dte Saaltür wurde aufgerissen, und der Sohn des Hauses, Olivier, erschten mit finsterem Gesicht und in vernachläfftgtem Anzuge auf der Schwelle. eine wur getr feil dete hall folg Kle In me fta far ter fen fet Ge fchl geg Me Der teilt flir als dem Die trag Ein deri wor lerd fet, cini noch gen fahr hab dief mu erz au nid ent lief die aut Saa triot eign uner aus einer reich flens Raif Nied den fam geger temb guter Sen linge die raub Spru jetne Fein Rop Denn thr oder gar en tit ein einproving ich Schell aimerland auch der doch ist es war furz e gerifte luchtberett gar nichts ben und Landes en Bufall itelt wer in Wil gung der Deutsch gung ver ee Admi rden. stgesezten verlaffen, anderen er Franz bend an r am 25. Hohen ist auf eise nach Emanuel wird an men. Ste halt nach Reichstag fortge Est bisher im wetöglich zu eben nach mofraten, ht mit et der Na: den erräsidenten in einem en Präsi ganzen nan jagt, f zu hal erzweifelt die„ Ger stehenden Cottenvor en. Im den er pro Jahr in ordentrlage er Millionen bis 60 zusam= nitt von em Hause Ausgaben en 21 000 on 17 566 trittsgelzur an= sammen wird und Oneten ist gung von u Bezug ichsregie fung der e für die leitet. Es ide einer diesem pert wor mhaft zu dpflegers Jugendendipiele, r Leibesvon mei 1." icht GeoEttelfeit. icht mehr Arm an und mich r Fabrikmter des itr fich in als die Mitte der Bourlier und ein dämmerte eren, auf, uppe aufwas tomäften ein men, inte.„ Herr empfehlen chen folg von den Darzubrin bille Flir Der Sohn Geficht unb bungen; außerdem die Abhaltung von Vorträgen aur Anbahnung eines besseren Verständnisses für Jugendpflege usw. Der Arbeitgeberverband der Berliner Schneidermeister, der dem Allgemeinen Arbeitgeberverband angeschlossen ist und dem ungefähr 600 Firmen angehören, hat in einer gestrigen Bersammlung beschlossen, den Tarifvertrag mit den Schneidern anzuerkennen. geschäftsführende Ausschuß des Allgemeinen deutschen Arbeitgeberbundes hat seinen Antrag auf erneute Eintgungsverhandlungen zurückgezogen und die allgemeine Arbeiteraussperrung für nächsten Montag angeordnet. Der Diebstahl in einem Zarenpalais. Einen überaus geschichten Diebstahl vollführten dret Spizbuben im Anitschkowpalats in Petersburg. Sie erschienen als Dielenbohner in der Wohnung und nahmen nach getaner Arbeit fostbare Silbersachen im Werte von hunderttausend Mart mit. Die ganze Geheimpolizei Petersburgs ist auf den Beinen, um die unerhört dreisten Diebe zu verhaften. Sie wurden aber bisher vergeblic gesucht. Ein Doppelmord wurde Montag nachmittag in der Nähe von Zittau verübt. In Waltersdorf wurden die Frau des Obermeisters Gittler und deren 18jährige Tochter in ihrer Wohnung erschossen aufgefunden. Der Mörder, ein 19jähriger Arbeiter Kraf, wurde in der Gr.- Schönauer Flur tot aufgefunden; er hat sich selbst erschossen. Zwischen ihm und dem jungen Mädchen scheint es vor der Tat zu einem heftigen Kampf ge= tommen zu sein. Fingierter Ranbanfall. Die Magdeburger Kriminalpolizet nahm auf dem Hauptbahnhof einen Lehrling aus Berlin in Schußhaft, der angeblich in Bankow aus der Lehre gelaufen sein will. De mittellofe junge Mensch wurde im Abort 4. Klasse aufgefunden. Er hatte einen Raubanfall fingiert, gestand dies auch schließ= lich ein. Großer Diebstahl in einem Postzollgebäude. In der Nacht zum Montag wurde ein schwerer Diebstahl in dem Postzollgebäude am Valentinstamp in Hamburg verubt. Gestohlen wurden 7 Tausendmarkscheine, 74 Hundertmarkscheine, 600 Mart in Silber, ein Scheck von 680 Mart auf die Deutsche Bank in Hamburg und ein Scheck von 962 Mart auf die Haderslebener Bank. Ueber den Täter ist nichts bekannt. Durch einen Hecht getötet. Aus dem Hammerschen See bet Wollstein in Bosen suchte ein neunjähriger Knabe Hechte zu fangen, wozu er in die Eisdecke ein Loch schlug. In demselben Augenblick schnellte ein 16pfündiger Hecht empor und biß sich am Arm des Knaben fest. Der Knabe wurde später auf dem Eise erfroren aufgefunden. Schwerer Unfall auf dem Flugplay Johannisthal. Als das Luftschiff ,, P. L. 6" Montag abend 9 Uhr nach einer Reklamefahrt nach der Halle transportiert wurde, wurde es plöglich von einer Windboe erfaßt und fortgetrieben. Der Ballonmeister Nobbes ließ das Schleppfeil nicht los und wurde mitgeschleift. Der Ballon landete unbeschädigt in der Nähe der Biesdorfer Ballonhalle. Der am Schleppseil hängende Nobbes, dem infolge der Schleiffahrt durch den Biesdorfer Wald die Kleider vom Leibe gerissen waren, war beretts tot. Ein Brimaner als Opfer eines Bogwettkampfes. In Lauenberg bei Danzig fand ein regelrechter Boxwettkampf mit Sekundanten zwischen zwet Primanern statt. Beim 21. Gang brach einer der Kämpfer zu= fammen und starb an Gehirnblutung. Aus den Gerichtsälen. Im Berliner Spielerprozeß wurde am Montag unter allgemeiner Spannung zur Vernehmung des Gra= fen Wolff- Metternich geschritten. Er schilderte zunächst fein Vorleben und erzählte, daß er mit 18 Jahren einen Selbstmordversuch verübt habe, weil ihn sein Vater sehr schlecht behandelt habe. Er habe immer als Prügelfunge gegolten. Während der Vernehmung des Grafen WolffMetternich ereignete sich ein sensationeller 3wischenfall. Der Verteidiger Werthauer erklärte, es sei ihm mitge= tellt worden, daß die Zugangstüren zum Sizungssaal für das Publikum geschlossen seien und daß nicht mehr als 40 Personen hereingelassen würden, trotzdem in dem Zuschauerraum für viel mehr Personen Platz sei. Die Deffentlichkeit sei dadurch beschränkt, und er beantrage, den Teil der Verhandlungen, der während dieser Einschränkung der Deffentlichkeit vor sich ging, zu włe= derholen. Der Vorsigende ließ nunmehr den verantwortlichen Beamten kommen. Dieser erklärte, daß allerdings von der zuständigen Stelle bestimmt worden set, daß nur 40 Personen zugelassen werden. Man wollte einige Pläße fret lassen für Herrschaften, die vielleicht noch kommen, und wollte einer Ueberfüllung vorbeugen. Vorsitzender: Es ist völlig unzulässig, etite be= fchränkte Zuhörerzahl festzusetzen. Ste( zum Beamten) haben hier nichts anzuordnen. Die Anordnungen in diesem Saale treffe ich. Hierauf wurde in der Berneh= mung des Grafen Wolff- Metternich fortgefahren. Er erzählte die Geschichte seines verfehlten Lebens, die fa aus dem ersten Metternich- Prozeß bekannt ist. Metternicht schilderte weiter, wie er in London mit Korff- Kö,, Willkommen, willkommen!" riefen ihm die Herren entgegen, und der Matre, welcher ihm zunächst stand, ließ es sich nicht nehmen, dem feindlich Dreinschauenden die Hand zu schütteln. " Ich hoffe, daß ich willkommen bin", sagte Olivier zu den Gästen, wenigstens allen Franzosen in diesem Saale; denn ich bringe eine Nachricht, die uns mit pa triotischer Begeisterung erfüllen wird, wenn sie auch geeignet sein dürfte, dem reizenden Familienfest einen unerwarteten Abschluß zu geben." „ Der Krieg ist erklärt?" fragte der Maire, im Voraus applaudierend.„ Sprechen Sie, ist es so?" " Der Krieg ist ausgebrochen", bestätigte Olivier mit einem haßfunkelnden Blick auf Tyrolt.„ Unsere siegreiche Armee ging über den Rhein und jagte die Prusflens, die aufs Haupt geschlagen sind, vor sich her. Der Kaiser zog als Steger in Saarbrücken ein." „ Es lebe der Katser", klang es von allen Seiten. Nieder mit den Feinden des Baterlandes, nieder mit den Prufftens." ,, Nicht allein die Preußen sind es, gegen die wir tämpfen", sprach Olivier mit höhnischer Freude.„ Uns gegenüber steht ganz Deutschland, die Bayern, Württemberger und Badenser, alles elende Verräter an der guten Sache der großen Natton. Auch Sachsen hat sich den Abtrünnigen angeschlossen, dieses Volk von Feiglingen, das seinem Bezwinger die schmutzige Hand küßt, die es zu Boden schlug und seiner Selbständigkeit beraubte." Waldemar war beim Eintritte Oliviers aufge= sprungen. Bleich und bebend stützte er sich auf die Lehne fetnes Stuhles. Als er die Worte vernahm, welche setn Feind eigens für ihn berechnet hatte, warf er stolz den Kopf zurück. Aber noch schwieg er in weißer Mäßigung; denn er fühlte Deftrees Hand auf seinem Arm und hörte thr ängstliches Atmen dicht an seinem Ohr. Durch den hrausenden Lärm der künstlichen Entnig zusammenfam. Er habe keine Ahnung gehabt, daß Korff- König ein Falschspieler war. Der Mordprozeß von Czenstochau. Das Urtell, dem man für Mittwoch entgegensieht, wird voraussichtlich für Damattus Macoch nicht die To= desstrafe, sondern nur lebenslängliche Zwangsarbett bringen, die er wahrscheinlich im Landeszuchthaus verbüßen wird. Die übrigen Angeklagten dürften nur Zwangsarbeitsstrafen von einigen Jahren treffen, da fie nicht überführt erscheinen, von dem Morde vorher etwas gewußt, oder ihn begünstigt zu haben. Für sie alle tommt vielmehr nur eine Mittäterschaft bei den Diebstählen und Unterschlagungen, sowie Begünstigung nach der Tat in Frage. Aus der Beweisaufnahme tra= gen wir folgendes nach: Mit Bezug auf das durch ihren Verteidiger abgelegte Geständnis der Helene Macoch, daß sie Beziehungen zu Maczoch unterhalten, daß sie aber von der Herkunft des Geldes nichts gewußt habe, wurde auf Veranlassung des Staatsanwalts noch einmal der in Haft befindliche ehemalige Gefängnisgehilfe Denissow als Beuge darüber vernommen, was Helene Maczoch ihm zunächst angegeben hat. Der Beuge behauptet, daß Frau Helene Maczoch im ersten Moment, nachdem sie in Haft genommen war, durch verschiedene Anzeichen verraten ließ, daß sie von dem Morde etwas wiffe. Das bestätigte sich durch den bet thr aufgefunde= nen Briefwechsel und die Telegramme. Auch der Angeklagte Starczewskt habe bet setnem ersten Verhör den Eindruck geweckt, als ob er ein diretter Teilnehmer an dem Morde set. Starczewski gibt zu, daß er nach der Tat in telegraphischer Beziehung mit Damattus Maczoch gestanden habe, aber er habe keine Ahnung gehabt, daß diefer einen Mord verübt hatte. Er fet allerdings zur Bahnstation gefahren, habe aber nicht die Idee ge= habt, zu flüchten, sondern wollte lediglich seine Uhr mit der Bahnhofsuhr vergleichen. Es wird dann die Aus= fage des Priors Welonski verlesen, die er in der Voruntersuchung gemacht hat. Der Zeuge hat eine Charak= teristik der Angeklagten gegeben, die namentlich den Angeklagten Damattus Maczoch in ein sehr ungünstiges Licht stellt. Der Staatsanwalt fragte den Angeklagten Damatius Maczoch, wie hoch sich seine Einnahmen aus dem Messelesen steuten und welchen Teil von dem eingenommenen Gelde er an die Klostertasse abgab. Der Angeklagte erklärt, daß er fährlich 700 Rubel an die Klostertasse abgegeben habe. Den Rest steckte er in die eigene Tasche. Die anderen Mönche hätten es ebenso gemacht, selbst der Zeuge Prior Reimann. Wo sind die Zigeuner? Alle Mühe und aufopferungsvolle Arbeit hat nichts geholfen. Die Bandten haben ihre ausgezeichnete Ortskenntnis benutzt und den Behörden vorläufig ein Schnippchen geschlagen Sie sind aus den Wäldern in der Gegend von Fulda entkommen und nach Thüringen oder Bayern hinübergeflüchtet. Die milttärischen Führer behaupten es. Der Sonntag brachte den Streiftorps eine ehr schwere Aufgabe. Es lagen bestimmte Bekundungen angeblich sicherer Zeugen vor, daß die dret Brüder Ebender, aufgestöbert von Salzschltrf durch die Jäger, auf dem Marsche nach Lyders= hausen bet Fulda begriffen wären. Nun wurde die Parole ausgegeben, das Waldoreteck, wo sie vermutet wurden, peinlich zu durchsuchen und auf jeden Fall ihr Entkommen nach der Lahr linte rechts von Fulda zu verhindern, damit sie nicht in den jenseitigen Wäldern Deckung finden. Polizeihunde wurden aus Frankfurt nachgeholt, die leider wegen des Regens gar keinen Erfolg hatten. Die anstrengende, geradezu aufreibende Arbeit, die immer aufs neue durch Falschmeldungen aus den Landdist iften genährt wurde, bewog die militärischen Führer schließlich, zunächst etne Bause in ihren Operationen treten zu lassen. Auch das Militärtommando bedarf dringend der Erholung. Bet der Streife wurden zwet Zigeuner aufgegriffen. Beide werden seit längerer Zeit steckbrieflich verfolgt; als mitschuldig an dem Fuldaer Mord kommen sie nicht in Betracht. So stehen die Dinge heute nicht anders als am 15. Februar. Die Belohnung für die Ergreifung der flüchtigen 3t= geuner wurde auf 3090 Mark erhöht. Vermischtes. Der mysteriöse Tod eines Berliner Arztes, des Dr. Louis Philipp, beschäftigt die Berliner Kriminalpolizet lebhaft. Philipp, ein bekannter Augenarzt, wurde Montag vormittag in seiner Wohnung durch Morphium vergiftet aufgefunden und in hoffnungslosem Zustande nach der Charitee gebracht, wo er verstarb. In der Wohnung des Arztes befand sich noch die Wirtschafte= rin Marie Kretschmann, die sich angeblich auch vergiftet hatte. Auch sie wurde nach der Charttee gebracht. Ste unternahm dort einen Selbstmordversuch, indem sie sich aus dem Fenster in den Hof stürzte, wunderbarerweise aber fast unverlett blieb. Der Tod des Philipp bedarf noch der Aufklärung, da verschiedene Momente zum rüstung, der den Saal erfüllte, hörte er ihre flehende Stimme: ,, Schweige Geliebter, bei unserer Liebe beschwöre Er aber schitttelte das Haupt. „ Wie ist das alles so schnell gekommen?" fragten die Herren, sich zu Olivier drängend, woher haben Ste diese Nachrichten?" „ Telegraphische Depesche. In dem Kasino zu Sedan tst alles in fteberhafter Tätigkeit, man verschlingt förm= Itch die Berichte, welche von der Grenze kommen. Unser Gesandter Benedetti hat dem preußischen Könige das liebenswürdigste Anerbieten in der spanischen Erbfolgefache gestellt. Er wurde in schimpflicher Wetse be= leidigt. Der König ist nach diesem Affront nach Berlin geflüchtet. Herr von Bismarck hat eine unglaubliche Koalition der deutschen Stämme zusammengebracht. Wir stehen allen deutschen Völkern gegenüber; aber wir werden sie zerschmettern zerschmettern wie dieses Glas." - Er warf das Kelchglas, welches man ihm mit Wein gefüllt entgegengebracht hatte, gegen die Wand, aber absichtlich so, daß es dicht an Waldemars Kopf vorbeischwirrte und unmittelbar hinter dessen Rücken in Stücke zerbrach. Da reckte sich Tyrolt empor. Mene mene tefel," rief er mit grollender Stimme, „ triumphiere nicht zu früh, edler Zögling der verlotter= ten französischen Armee. Ihr steht einem Heere von Helden gegenüber. Wahrt Euch, daß sich das zweischnet= dige Schwert, welches Ihr in frechem Uebermute aus der Scheide gezogen, nicht gegen Euch kehre und Euch bis auf den Tod verwunde!" " Was sagt er, was wagt er?" fragten die Gäste, empört von dem Manne zurücktretend, den sie eben noch beglückwünscht und geehrt hatten. " Die Wahrheit, die Worte der Vernunft," antwor tete dieser in loderndem 3orn. Ich habe die Albernbetten frankhafter National- Eitelkeit mit mitleidigem Zweifel berechtigen, daß Philipp Selbmord verübte, wie dte Wirtschafterin behauptete. Verhaftung eines gefährlichen Berbrechers. Den König der Schaufenstereinbrecher" nannte sich der Bäder Karl Schojan, auf den die Berliner Kriminalpolizet feit vielen Monaten fahndete, der aber erst jetzt bingfest gemacht werden konnte. Sch. galt seit Jahren als der verwegenste und tätigste Schaufensterdieb Berlins. Im Herbst vorigen Jahres hatte sich Schotan mit dem Bäcker Richard Kluge zu gemeinsamen Einbrüchen zusammengetan, und beide verübten im Laufe des Winfers eine große Zahl von Schaufenstereinbrüchen, namentlich bet Juwelieren, bis Kluge schließlich im De= zember vorigen Jahres auf frischer Tat ergriffen wurde. Nunmehr verband sich Echofan mit dem Bäcker Richard Becker zu dem gleichen geschäftlichen Unternehmen", aber auch dieser Komplice fiel vor 14 Tagen bei Ausübung eines Einbruchs der Schöneberger Polizei in die Hände, während es Schojan abermals gelang, zu ent tommen. Auf der Suche nach einem neuen Gefährten feiner verbrechertschen Tätigkett fand er bald wieder eine geeignete Person; doch diesmal verließ ihn sein Glücksstern, und am Sonntag gelang es der Kriminalpolizet, den gefährlichen, vielgesuchten Burschen selbst bei einem Schaufenstereinbruch festzunehmen; natürlich will er seinen neuen, leider entwischten Somplicen nicht fennen. Die Summe der von Schotan erbeuteten Werte beläuft sich auf viele tausend Mark. Ein gefährlicher Stadtbahnräuber in der Person des 23fährigen Installateurs Sendliß stieg, wie aus Berlin gemeldet wird, auf der Station Wedding zu einem Schlafenden in ein Abteil dritter Klasse und fuhr mit ihm nach Weißensee zu. Als der Reisende bei einem Versuch, ihn zu berauben, erwachte, versetzte ihm Sendlig mit einer metallenen Kaffeeflasche etwa zwanzig Schläge auf der Kopf, bis er niedersant. Auf dem Bahnhof Weißensee versuchte der Fledderer mit der von ihm Inzwischen gemachten Beute eiligst zu entkommen, dadurch fiel er den Stationsbeamten auf, die thn sesinahmen und der Polizei übergaben. Dret Portemonnaies, ein halbes Dußend Straßenbahnabonnements, mehrere Arbeiterfahrkarten, sowie sonstige Sachen wurden bei dem Räuber gefunden Heimsparbüchsen bei der englischen Bostsparkasse. In London ist ein Versuch mit Einführung von Heimsparbüchsen gemacht worden, d. t. mit Sparbüchsen, deren Schlüffel beim Postamt verwahrt werden. Die Büchsen können also nur von den dazu berufenen Postbeamten zur Gutschrift des Inhaltes auf ein Sparkonto geöffnet werden. Schon am Ausgabetage wurden von Ben Sparbüchsen 20 000 Stick ausgegeben, so daß bei verschiedenen Bostämtern bereits in der ersten Stunde nach der Eröffnung der Ausgabe der Vorrat erschöpft war. Die Büchsen faffen 100 Schilling oder 200 SechsPence- Stück. Ste werden gegen den Betrag von drei Schilling an das Publikum abgegeben. Davon werden zwei Schilling zurückvergütet, wenn die Blichfe zuritekgegeben wird, ein Schilling wird als Einschretbegebühr berechnet. Drabtnachrichten und neuestes. Der Kaiser in Wilhelmshaven. Wilhelmshaven, 5. März. Der Kaiser verließ um 10 Uhr die" Deutschland" und begab sich auf dem Wasserwege zur Werft, die er unter Führung des Staatssekretärs von Tirpitz besichtigte. Heute früh ist der Großherzog von Oldenburg zur Teilnahme an der Besichtigung hier eingetroffen. Ein zweiter schwerer Unfall auf dem Flugplag Johannisthal. Berlin, 5. März. Heute morgen wurde auf dem Flugplab Johannisthal der Monteur Recß von einem herabfallenden Zor eines Schuppens getroffen. Er erlitt eine Gehirnerschütterung und einen Bruch der Wirbelsäule. Selbstmord eines Sekundaners. Frankenhausen, 5. März. Der sechzehnjährige Sefundaner Blume von hier hat sich am Sonnabend in der Kyffhäuserwaldung erschossen. Seine Leiche wurde gestern nachmittag aufgefunden. Der Grund zur Tat dürfte in der Zurückweisung des iungen Mannes von der Einfährig- Freiwilligen- Prüfung zu suchen sein. Ein Schnellzug in großer Gefahr. onusbrud, 5. März. Bet Altzwang verschüttete furz nachdem ein Schnellzug vorübergefahren war, ein Felssturz das Gleis der Eisenbahn. Durch drei starke Sprengungen wurde ein Gleis wieder fret. Es ist eine große Zuaverspätung entstanden. Bublikum und Suffragettes in London. London, 5. März. Die gestrigen Strawalle der Frauenrechtlerinnen führten zu zweihundert Verhaftungen. Bemerkenswert ist, daß zum erstenmale das Publikum eine mißbilligende Haltung gegenüber den Suffragetten einnimmt. Gestern abend schlug eine Anzahl junger Leute unter dem Beifall der Menge die Fenster zweier Lokale der Frauenrechtlerinnen ein. Lächeln angehört; ich habe die Achsel gezuckt, als die friegslüsternen Politiker hier mein Vaterland ohne einen Schwertstreich zu erobern wähnten; ich habe alle die Schwäßereien unbeantwortet gelassen, als man den Abfall der deutschen Stämme von der deutschen Sache voraussette, Gottlob, die Depeschen haben das Gegenteil bestätigt ich habe geschwiegen; aber den Schimpf, den mir dieser Erleutnant antun wollte, werde ich nicht sanftmütig ertragen. Das Glas, welches er von sich schleuderte, sollte mich treffen. Natürlich hat es mich gefehlt. Aber seine Reden haben mich verletzt, und darauf will ich ihm dienen. Ich habe es geahnt, daß der Herausforderung des eitlen Franzosenfaisers ganz Deutschland antworten würde, und daß sich alle Stämme unserer Nation wie ein Mann erheben würden, wenn man Preußens König, den Schirmherrn des Norddeutschen Bundes in seiner Majestät verletzt. Nicht nur wir Sachsen, ein jeder deutsche Mann hält sich zum Reiche, wenn der Erbfeind droht und auf's neue seine beutegterige Hand nach deutschem Besigtum ausstreckt oder Verheerung in unsere Fluren tragen will. Nicht Abfall ist es also, was geschehen, sondern Treue, die den Deutschen stets auszeichnet; nicht Felgheit führte die Sachsen zum preußischen Truzbündnis, sondern Mut, das Vertrauen, das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Und dieses Volk von Brüdern wollt Ihr zerschmettern mit Euren absinthduftenden Offizieren, Euren undis= ziplinierten Soldatenhorden? Wehe Euch, Ihr abenteuerlustigen Unruhestifter, die Ihr den Völkerfrieden stört, um ein Phantom, die Lüge des Kaiserreichs aufrecht zu erhalten. Wenn Ihr zuckend am Boden liegt, werdet Ihr einsehen, wie groß Eure Narrhett war. Denn Eure Vernichtung wird das Ende des Spazier ganges nach Berlin sein, von dem Ihr faselt in Eurer wahnsinnigen Selbstverblendung. Und nun Gott befohlen und auf Wiedersehen in Paris!" ( Fortfehung folgt.) Großh. Landes- Heil- n. Pflegeanſtalt Gießen. Persil Auf dem Wege des öffentlichen Anerbietens soll die Lieferung nachstehender Bedürfnisse für die Zeit vom 1. April 1912 bis Ende März 1913 vergeben werden: I. Berzehrungs- und Verbrauchsgegenstände: 1. Fleisch, Wurst- und Fettwaren, 2. Milch, 21. ca. 800 filo dörre, weiße Bohnen, 22. 800 Kilo geschälte, ganze Erbsen, " " 24. 300 Kilo Grünefern, " 1 25. 500 Kilo Haferflocken, " 3. Backwaren( Brot, Wecke u. Feingebäck), 23. 700 Kilo geschälte Gerste, 4. Süßrahmbutter, 5. ca. 1500 Stilo Palmin, Palmona oder 6. " 7. " 8. " sonstige Pflanzenbutter, 15 000 Eter, 12000 Handfäse, 600 Liter Mohnöl, 9. 4000 Kilo Kochsalz. " 10. 5000 Liter gewöhnlicher Essig, " 11. 100 Liter Weinesfig, " 12. и 2000 Stilo gerösteter Kaffee, 13. " 1000 Kilo Malzkaffee, " 15. 14. 100 Stilo Kaffeessenz, " 4000 Kilo Mehl, 16. 25 Kilo Tee, " 17. 500 Kilo Würfelzucker, " 18. 350 Kilo gestoßenen Zucker, " 19. 350 Kilo Kristall- Zucker, " 20. 50 Kilo Kakao, " 26. 100 Kilo Hirse ,. " 27. 800 Kilo Linsen, " 28. 300 Kilo Fadennudeln, " 29. 700 Kilo Gemüsenudeln, " 30. 800 Kilo Nets, " 31. 800 Kilo Spelzgries, 11 32. 30 Kilo Pfeffer, " 33. " 150 Kilo gedörrte Aepfel, 34. " 250 Kilo gedörrte Zwetschen, 35. 300 Kilo Sago, " 36. 2500 Stilo Zwetschen- Latwerge u. " Marmelade, Der Bedarf an Bier, Selterswasser 37.„ Der und alkoholfreien Getränken, 31garren und Rauchtabak. II. Porzellan-, Email, Steingut- und Glasgeräte pp.: Der Bedarf an: Tassen, Gabeln, Messern, Tellern, Löffeln, Gläsern pp. III. Reinigungsgegenstände: 1. Sämtliche Bürsten- und Besenwaren, 2. ca. 400 Stück Fensterpuzleder, 12345 40 Dugend weite Kämme, 20 Dußend enge Kämme, 3. 4. " 5. 5 Kilo Schwämme, " 6. " 7. 500 Pack Klosettpapier, " " 8. 4500 Kilo weiße Kernseife, 500 Kilo Makulatur, 9. ca. 30 Kilo Glycerinseife, 10. 1500 Kilo Schmierseife, 6000 Kilo Soda, 12. 1200 m Putlumpenzeug, " 11. " " " " 15. " 50 Kilo Schuhfett pp. 13. 500 Kilo Fußbodenöl, 14. 300 Kilo Bohnerwachs, IV. Kleber, Weißzeug und Bettwerk pp.: Der Bedarf an: Baumwollenzeug, Druckzeug, Kattun, Sarsenet, Schirting, Drell, Leinwand( blau und weiß), Wollentuch, Burkin und Sommerzeug, Wollengarn, Bettteppichen, Sadtüchern, Hosenträgern, Knöpfen, Zwirn, Schnur, Hüten, Kappen, Unterhosen, Unterjacken, Strümpfen, Schuhwaren pp. V. Die Lieferung 1. der Schreibmaterialien und Drucksachen, 2. des Maschinen- und Zylinderöls. VI. Die Vergebung der Fuhrleistungen. VII. Die Verwertung a) des Gespüls und Gefrüßes, b) der Knochen und Lumpen. Die in Anlage A des Erlasses der Großh. Ministerien vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betreffend, enthaltenen Bedingungen für die Bewerbung um Ar beiten und Lieferungen sowie die hiesigen Lieferungsbedingungen und Muster, soweit lettere vorhanden, liegen auf dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten nur am 6., 7. und 8. März 1. J. vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 5 Uhr offen. Die Bedingungs- und Angebotsformulare fönnen gegen Erstattung der Selbstfoften bezogen werden. Ein Versand von Mustern nach auswärts findet nicht statt. Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift:" Angebot zu der am 27. Februar I. J. ausgeschriebenen Lieferung" bis zum Eröffnungstermin: Samstag, den 16. März d. Js., vormittags 10 Uhr hierher einzureichen. In den Angeboten sind die Bedingungen anzuerkennen. Die einzureichenden Warenmuster müssen getrennt von den Angeboten verpackt und mit der Aufschrift: Muster zum Ausschreiben vom 27. Febr. 1912" versehen sein. Buschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 27. Februar 1912. Großh. Direktion der Landes- Heil- und Pflegeanstalt. J. A.: Loz, Großh. Hausverwalter. Alice- Schul- Verein Gießen. Sommerhalbjahr 1912. Abt. I. Gewerbeschule, Kirchstraße 20. a Gewerbliche Fachkurse für 1. Einfache Handarbeiter, 2. Maschinennähen u. Wäsche anfertigen, 3 Schneidern, 4. Kunsthandarbeiten und Zeichnen, 5. Bügeln und Kunstwaschen. b. Seminar für Handarbeitslehrerinnen. Prospekte und nähere Auskunft im Schulgebäude. Beginn des Unterrichts 16. April 1912. Anmeldungen nimint die Unterzeichnete Dienstag, den 19. März und Montag, den 15. April 10-12 und 2-4 Uhr, entgegen. Die Vorsteherin: M. König. Abt. II. Haushaltungsschule Steinstraße 10. a. Hauswirtschaftliches Seminar, 1 jähriger Lehrgang mit staatlichem Examen, Aufnahme im April. b. Haushaltungsschule,/, jähriger Lehrgang, Aufnahme im April und Oktober. Anmeldungen baldigst erbeten Nähere Auskunft durch die Vorsteherin A. Deutsch. Neu wäscht selbsttätig und mühelos! ::: Bestes selbsttätiges Waschmittel! 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Während die dret esteren aus allen jenen vier Bestandteilen der Nahrungsmittel zu gewinnen sind, ist das Eiweiß der einzige Stickstofflteferant und daher für die Ernährung des Körpers von besonderer Wichtigkeit. Unser Haupteiweißlieferant das Feisch enthält diesen Stoff nur zu etwa 20%, dagegen findet sich im Kakaopulver bis zu 27%, dieses wertbollsten aller Nahrungsmittelbestandteile. Kakao ist daher bei seiner Preiswürdigfeit in dieser Zeit der Fleischteuerung wie kein anderes Nahrungsmittel berufen, als teilweiser Fleischersatz zu die nen. Unter den Kakao steht der vollendet entölte und staubfein gesichtete Reichards Kakao durch Leichtverdaulichkeit und Ecgiebigkeit an erster Stelle. ReichardtSchokoladen find in ihrer vollendeten Geschmacksharmonie geradezu Wunder der Technik. Verkauf in Gießen: Frau Anna Sellheim, Bismarkstraße 38. Schlesisches Rauchfleisch Krakauer Wurst Rippenspeer, Kamm u. 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