in Warn feinem Berle efer von glüh ter warnend Der auch ganz rtsfchreitenden ber die Gren b diese poli Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) verteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Mittwoche und Samstags. weg 83. - - - Erscheint Redaktion: SeltersFür Aufbewahrung oder Nüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag ber ,, Gießener Zeitung" G. m. b.. Nr. 53 Telephon: Nr. 362. Familien- Krankenkassen. Eine segensreich wirkende Einrichtung sind die von vielen industriellen Gesellschaften gegründeten Fami lientrantenfassen, die den Familienangehörigen der Mitglieder in Krankheitsfällen freie ärztliche Behandlung und zum Teil eine Beihilfe zu den Arzneiloften gewähren. Jm rheinisch- westfälischen Industriebe zirk bestehen solche Kassen, deren Kosten in der Regel pon den Arbeitgebern allein getragen wer-ben, fast auf allen Zechen. Als Familienangehörige werden angesehen: die Ehefrau und Kinder sowie Verwandte und Verschwägerte der Mitglieder, wenn sie in demselben Haushalt mit ihnen leben und mit ihrem einfäßchenunterhalt ganz oder größtenteils auf den Arbeitsver- Johannisbeerwetsdienst der Mitglieder angewiesen sind. Den angestellten fiehlt Merzten wird von den Zechenverwaltungen ein bestimmmerkorn, ler Satz für das Jahr und jede Familie vergütet. Die fäffer bütten erfte Familienkrankenkasse wurde im Jahre 1880 vom Bleichteake 12. Inter Bergwerksverein ins Leben geruverkauf. als eine Wohlfahrtseinrichtung in dem Gedanken, bak häufig bei Erkrankung von Frau und Kind der reichhalt. Lager Rosten wegen die ärztliche Hilfe nicht in Anspruch geMylords, Halb Geschäfts und nommen wird, zumal in schlechten Zeiten". Dieses Beialler Art, nepiel fand bald auf anderen Werken Nachahmung. Im [ 21/3 Jahre 1904 hatten von 93 Zechen des Ruhrreviers Butzbach. on 62 Familienkrankenkassen. Heute sind, wie ge= immer zu vermagt, derartige Kassen fast auf allen Werken vorhanden. -Allee 31 p. Auf einigen Zechen, die für die Zwecke der Familien= tantenpflege feine besondere Kasse besitzen, wird den Fafach milienangehörigen, wie es 3. B. auf sämtlichen Zechen Bimmer es Bergreviers Ost- Effen üblich ist, auf Zechenkoſten Schottfte. 10. teie ärztliche Behandlung gewährt. Die aus freier Enthließung getroffene soziale Einrichtung verursacht den Werfen nicht unerhebliche Kosten. Beispielsweise beZimmer gen die Ausgaben hierfür im verflossenen Jahre bei Liebigft. 7. r Gelsenkirchener Bergwerks- Aktien- sellschaft 169 294 Mark und bei der Harpener Bergbau- Aktien- Gesellschaft 150 210 Mr. Auf einigen Zechen ist man in den letzten Denton su berm. enpflege in die Familienkrankenpflege einzuschlie ut Jön 50 p. nächst bjen. nlage. | Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Writtwoch, den 3. Juli 1912. der Wöchnerinnen zu führen. Jn Bedürftigkeitsfällen werden auch Erstlingsausstattung, Wäsche für die Wöch nerin, Milch und Nahrungsmittel gewährt. Die Ein richtung erfreut sich bei den Arbeitern großer Beliebtheit, wie aus der Zunahme der gestellten Anträge auf Wöch nerinnenpflege hervorgeht. Im letzten Geschäftsjahre wurden 1138( im Vorjahre 820) Anträge gestellt und 1004( 655) Pflegen mit 10 932( 6445) Pflegetagen ausgeführt. Politische Rundschau. Deutschland. Der Kaiser, Prinz Adalbert und Prinzessin Viktoria Luise sind vorgestern abend kurz nach 10 Uhr im Sonderzug von Station Wildpark nach Danzig abgefahren, von wo er die Reise nach Rußland antreten wird. Für die Auslandsreise werden sich in Danzig an Bord der„ Hohenzollern" einschiffen: Reichskanzler von Bethmann Hollweg, Wirkl. Legationsrat Graf Mirtischtschew. Mit dem Kaiser reist nach Danzig und Rußland Prinz Adalbert; nach Danzig Prinzessin Viktoria Luise. - bach, General à la suite russischer Generalmajor Ta* Die Kaiserin mit der Prinzessin Viktoria Luise von Preußen und großem Gefolge wird bereits am 15. Juli auf Schloß Wilhelmshöhe eintreffen und etwa 4-5 Wochen Sommeraufenthalt nehmen. Der Kaiser wird nach Beendigung der Nord= landreise am Ende der zweiten Augustwoche ebenfalls auf Wilhelmshöhe mit großem Gefolge eintreffen und bis Ende August dort verbleiben. * Berlin, 1. Juli. Der öffentliche Betrieb auf der deutsch- ostafrikanischen Mittellandbahn ist heute bis Tabora 848 Kilometer ab Dar- es- Salam von der Ostafrikanischen Eisenbahngesellschaft übernommen worden. München. Das„ Amtsblatt" des ReichspostPostverwaltung verlieren die bayerischen Post amts teilt mit: Nach Mitteilung der Kgl. bayerischen wertzeichen der älteren Ausgabe mit Ablauf des Juni ihre Gültigkeit. * Die Gutehoffnungshütte in Oberaufen gibt über diese Einrichtung in einer Zusamnenstellung über die vorhandenen Wohlfahrtseinrichtichen Abgeordnetenkammer bei der Rede des Ministers ingen nähere Mitteilungen, die für die Deffentlichkeit chten vohl von Interesse sind. Der ganze Hüttenbezirk ist in wei Bezirke eingeteilt, an deren Spitze je eine aufsicht chuppenflechte ihrende Schwester steht. Den aufsichtführenden Schwe< roph. Ekzema, lern unterstehen die Pflegerinnen, die teils ständig an2 Füße estellt im Monatslohn stehen, teils von Fall zu Fall ge, Aderbeine, gen Tagelohn angenommen werden. Als Pflegerinnen alte Wunden verden besonders Witwen und Töchter von Arbeitern ir hartnäckig. vergeblich aufs Werks verwendet; sie haben den gesamten Haushalt e, versuche noch u. ärztl. empf. -Salbe ich. Bestandteilen. 1,15 u. 2,25. uf den Namen nd Firma ubert& Co la- Dresden. allen Apotheken. aurer! ter aus zähem erbrechliche LeiHandsiebe. reck, Bonn Unter Feinden. Roman von Karl Matthias. ( Nachdruck verboten.) " Wie wird sie es ertragen?" dachte er mit innigem Mitgefühl. Nach drei schrecklich langen Tagen und Nächten lief ber 3ng endlich in Orleans ein. Steif und zerquetscht, wie zerschlagen von dem unaufhörlichen Rütteln und Shitteln entstiegen die Insassen dem Militärzug. Alincourt beeilte sich, seinen Schüßling unter Dach zu ingen. Aber die Hotels waren überfüllt, die BürgerquarHere voll Soldaten. Nach der Schlacht von Coulmiers batten die Bayeren die Stadt geräumt und waren nach Nordwesten abgezogen. Infolgedessen hatten sich sämt= haltiges Muster- the französische Armeekorps, das fünfzehnte, sechzehnte Nr. 10. de Herren els chokolade Bitter Pb.- Caf. 50 Bf. Sellersweg 77. md ein Teil des siebzehnten um Orleans zusammenge= Bogen. In diesem Kriegslager war es ein Wunder, ein Blätzchen zu finden, wo Desiree ausruhen konnte; aber Der Graf vollbrachte es. Bou einem Sanitätsoffizier geführt, gelangten die Obdachsuchenden in ein Quartier in der Nähe der Blace de la vierge". Es war dort soeben ein verwunDeter Offizier verschieden; die Mannschaften hatten den foten Krieger faum hinausgetragen, als jene anlang= n. Sie fanden ein kleines freundliches Stübchen bei Einer Mubame Josnes, einer gefälligen, alten Witwe, Die fich der Dame sofort annahm und sie mit allem verorgte, was sie selbst aufzutreiben im Stande war. d'incourt verabschiedete sich von Desiree.„ Ich uche das Regiment 204 auf, wo es auch stehen mag, md rtnge Ihnen Nachricht, verspracht er.„ Bleiben Ble subig hier. Ich benachrichtige Ihren Vater und Brings ihn hierher, mit Gewalt, wenn es sein muß." Das Mädchen dankte dem Manne mit nassen AuWie groß, wie edelmütig bandelte er an ihr! Als Ende voriger Woche kam es in der bayerides Innern, Frhrn. v. So den, zu stürmischen Auftritten, hervorgerufen durch die Sozialdemokra= ten. Der Minister rechtfertigte die Haltung der Regierung bei der Nichtbestätigung sozialdemokratischer Bürgermeister. Er führte dabei aus, daß es im Interesse des monarchischen Staatswesens liege, sozialdemokratische Bürgermeister nicht zu bestätigen. Das sei eine Politik der Selbsterhaltung des monarchischen Staates. er das Haus verlassen hatte, fam die Wirtin zu der Einsamen und fing an zu erzählen, was sie bewegte, vom Kriege und von Kriegsnöten und von der dauernder inquartierung. ,, Ausgeruht, liebes Fräulein?" fragte Frau Josnes freundlich. Ja, so ein ungestörter Schlaf ist oft besser als Essen und Trinken, wofür ich übrigens auch gleich sorgen werde. Da hatte ich einen Kapitän im Quartier, so einen traurigen, lieben Herrn, der von Kummer ge= beugt und von Märschen und Kämpfen ganz zerschlagen hier bei Nacht ankam. Der warf sich mit Stiefeln und Sporen ins Bett und ich ließ ihn schlafen, obwohl er meine Kissen arg beschmußte. Als er endlich erwachte, wurde er ein ganz anderer Mensch. Freilich lustiger wurde er nicht. Er wünschte immer zu sterben. Armer Mann! Sein Wunsch ist erfüllt worden; drüben an der Ecke haben Sie ihn niedergestochen, Nun liegt er in der kühlen Erde." „ War Herr von Alincourt noch nicht hier?" fragte Desiree, die kaum zugehört hatte. Ich meine, den Herrn, der mich hierhergebracht hat?" ,, Nein, liebes Fräulein. Er wollte ja zu den 204ern hat er gesagt. Aber mein Gott, wo stehen die? Der Herr Oberst Lancier, dem sie heute die Füße zuerst aus diesem Zimmer getragen haben, sagte, die 204er hätten tapfer gefochten. Ach. liebes Fräulein, wenn man daran denkt, wie viel Menschen sterben müssen in diesem schrecklichen Kriege! Es ist schade um alle, Freund und Feind. Auch Bayern habe ich im Quartier gehabt, aber die waren lauter gute Leute und gesund, trotzdem sie ebenso viel mitgemacht hatten mie unsere Soldaten." „ Horch, ging da nicht die Türe? Es tam jemand," sagte Desiree, nervös zusammenfahrend. „ Ich habe nichts gehört, aber ich will nachsehen," sprach das Mütterchen und ging hinaus. Der Luftzug warf hinter ihr die hentür ins Schloß Auf der Kom( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Jahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konturs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon Nr.: 362. 24. Jahrg. Sechs Millionen Soldaten. Zu der nun vollständig beschlossenen Wehrreform in e- sterreich- Ungarn, die durch die Zustimmung aller Häuser in den zwei Reichshälften zum Gesetz geworden ist, schreibt die„ Neue Freie Presse" in Wien:„ 3 wei Millionen Soldaten wird die österreichisch. ungarische Monarchie fünftig ins Feld stellen fönпеп. Die Kriegsarmee des Deutschen Reiches wird auf vier Millionen geschätzt, und jeder Feind, der sich an einem der beiden Verbündeten vergreifen wollte, müßte damit rechnen, daß ein Block von 6 Millionen vortrefflich ausgerüsteter Soldaten zur Verteidigung bereit wäre und in steter Schlagfertigkeit den Kampf aufnehmen würde. Ein Blod von sechs Millioner: Soldaten zwingt auch den übermütigsten und vom Haß verblendeten Gegner zum Nachdenken über die Gefahren des Friedensbruches. Deshalb ist das Wehrgesetz, das dem Volke die zweijährige Dienstzeit bietet, zugleich eine Befestigung der Bündnispolitik, ein Schutz der Arbeit und des Wohlstandes und eine Notwendigkeit, der sich kein Staat entziehen kann. Sechs Millionen Soldaten! Das ist eine Warnungstafel, aufgestellt an den Grenzen der verbündeten Reiche; das ist ein Druck auf die Leichtfertigen, die im Westen und im Norden vielleicht Lust haben sollten, sich in Abenteuer zu verlieren. Das Wehrgesetz ist ein europäisches Ereignis, das im Zusammenhange mit den jüngsten militärischen Beschlüssen im Deutschen Reiche durch die bundesmäßige Vereinigung von geschichtlich in solchem Ausmaße niemals aufgebotenen Kräften ein hoher Damm gegen Ruhestörer sein wird."- Diese von Freude und Stolz erfüllten Worte verdienen sehr wohl auch in Deutschland Widerhall zu finden, wo schon lange in der Deffentlichkeit die Erkenntnis durchgedrungen ist, daß die stete und starke Bereitschaft die sicherste Gewähr für den Frieden bildet. Der Hauptausschuß für die nationale Arbeiterbewegung Deutschlands, dem u. a. scher Arbeitervereine, der Verband seemännischer Berufsder Bund deutscher Werkvereine, der Bund vaterländivereine und andere ähnliche Verbände angeschlossen sind, hielt am 29. und 30. Juni und am 1. Juli in Essen seine diesjährige Tagung ab, mit der die Haupt- Versammlung des Bundes deutscher Werkvereine verbunden ist. An dieser Tagung nahmen als Ehrengäste der Oberpräsident der Rheinprovinz, Freiherr von Rheinbaben, sowie eine große Anzahl führender Persönlichkeiten aus der deutschen Industrie, teil. Die in dem Hauptausschuß zusammengeschlossenen Verbände find in der deutschen Arbeiterbewegung eine neue Erscheinung. Sie gehen von der Ueberzeugung aus, daß die Interessen der Arbeitnehmer mit denjenigen der Arbeitgeber gleichlaufend sind, in der Hauptsache we mode, über welcher ein Spiegel hing, fiel eir Nippesfigürchen um und zugleich ein Bild, welches daran gelehnt hatte. Desiree erhob sich und stellte beides an seinen Plaz. Das ungewisse Licht, fern von der Lampe, ließ sie das Bild nicht gleich erkennen. Eine Frau war's in hellem Kleide, das sah sie mit flüchtigem Blick. Während sie die Karte aus der Hand gab, schaute sie in den Spiegel. Wie sah sie blaß und entstellt aus!" ,, Was wird der Vater sagen, wenn ich ihm so unter die Augen treten werde," dachte sie.„ Er wird mich kaum wiedererkennen. Aber mein Bits wird ihn milde und mitleidig stimmen. In meinen trüben Augen und bletchen Wangen wird er den Kummer und die Angst lesen, welche ich seinetwegen ausgestanden, und er wird mir verzeihen." Frau Josnes tam mit einem Tablett, auf welchem sich Brot, Butter und Gier befanden, zurück. „ Es war niemand, aber ich habe Ihnen einen fletnen Imbiß mitgebracht," fagte sie. Nehmen Sie Play, genießen Sie etwas, Sie müssen ja hungrig sein." Desiree trat vom Spiegel zurück und setzte sich an den Tisch. Sie versuchte von den Schnitten zu essen, welche thr die Wirtin vorlegte. Aber die Ungeduld, welche in thren Adern tobte, die Ueberreiztheit ihrer Nerven, ließ wirklichen Appetit nicht aufkommen. Nach vergeblichen Versuchen schob sie den Teller von sich und stützte den Kopf, der sie schmerzte, mit der zitternden Hand. " Beruhigen Sie sich doch, Fräulein," bat die Alte. " Ihr Bräutigam wird schon kommen." „ Der Herr Graf ist nicht mein Bräutigam," wehrte das Mädchen ab,„ er steht mir gänzlich fern." Doch der Herr hat Sie gewiß sehr gern und will es bloß nicht sagen. Er hat mir auf die Seele gebun den, Sie ja recht zu pflegen, als er fortging. Und Geld hat er mir auch gegeben, einen ganzen Louis, damit es Ihnen an nichts fehle." nigstens, und daß die beiderseitigen Interessen am besten gewahrt und gefördert werden durch eine friedliche Verständigung beider Parteien. Sie stehen also in einem bewußten und scharfen Gegensatz zu den freien, den christlichen und den Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften. Von den verschiedenen gelben Organisationen haben nament lich die Werkvereine in der letzten Zeit einen über= be raschenden Aufschwung genommen. Es stehen heute in Deutschland, insbesondere in Rheinland und Westfalen, in Sachsen, Bayern, Berlin, Wasser= fante usw. bereits mehr als 100 Wertvereine mit etwa 100 000 Mitgliedern, und fast täglich treten neue Werkvereine hinzu. Die Tagung gab Ausschluß über den augenblidlichen Stand und die Aufgaben der wirtschaftsfriedlichen( gelben) Arbeiterbewegung. Aus dem Bericht über den Stand der Bewegung sei noch hervorgehoben, daß in Südwestdeutschland die Bewegung ebenfalls rüftig vorwärts geschritten ist. Es bestehen jetzt Werkvereine in Frankfurt, Mannheim, Ludwigshafen, Rastatt, Werk= Karlsruhe usw, Die Gründung von weiteren vereinen wird vorbereitet. Der Vorsitzende des Berliner Werkvereins machte die Mitteilung, daß der Gesamtverband der Metallindustriellen Deutschlands beschlossen hat, daß fünftig bei Aussperrungen solche Arbeiter, die einem Werkverein oder einem auf gleichem Boden stehenden Unterstützungsverein mindestens seit einem halben Jahr angehören, nicht ausgesperrt werden dürfen. Der Verband hat weiter gestattet, daß bei Arbeiteraussperrungen Wertvereinsmitglieder, die seit einem Vierteljahr Mitglied jind, nicht ausgesperrt werden. Dieser erfreuliche Beschluß bedeute einen großen Fortschritt der Wertvereinssache und werde bei der Agitation gute Dienste leisten. Diese Mitteilung wurde von der VerEs jammlung mit großem Beifall aufgenommen. wurde beschlossen, den nächsten Verbandstag in A u g s burg abzuhalten. - In Anwesenheit des Präsidenten des deut= schen Landwirtschaftsrates Grafen von Schwerin Löwitz und des badischen Ministers des Innern v. Bodmann tagte in Baden- Baden der ständige Ausschuß dieser Korporation. Es wurde u. a. eine Erklärung beschlossen, die sich für die Herabsetzung der Zuckersteuer ausspricht. Der weitere Aufschub dieser Maßnahme, heißt es, wäre nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch finanzpolitisch verfehlt. Weiter wurde erflärt, daß evtl. eine mäßige, voraussichtlich bald wieder entbehrlich werdende Erhöhung der Matrikularbeiträge, so bedauerlich dies an sich auch sein würde, doch jeder neuen Reichsbejizzsteuer vorzuziehen sei. Frankreich. - Italien. Rom, 1. Juli. Der Senat nahm heute die Gesetzesvorlage betreffend die Errichtung eines Kolo nialministeriums an. Belgien. Brüssel, 2. Juli. Nach dem offiziellen Kongreß- Schluß hielt der Generalrat der belgischen Arbeiterpartei eine geheime Sizung ab, in der die Sammlung eines Streiffonds von 25 Millionen behufs Veranstal des tung eines mehrwöchigen Generalstreits zu Ende Jahres beschlossen wurde. Mehrere liberale Millionäre erklärten sich bereit, zu diesem Fonds beizusteuern. Aus Stadt und Land. Gießen, 3. Juli 1912. Der Finanz ausschuß der Ersten Kammer hielt am Samstag unter Vorsitz des Grafen Erbach- Fürstenau am Vormittag und nachmittag ohne Regierungsvertreter eine allgemeine Besprechung über die Regierungsvorlagen, betreffend die Beamtenund Lehrerbesoldungsreform und die Schuldentilgung ab. zur eigentlichen Beratung und Beschlußfassung über diese Vorlagen wird der Ausschuß erst am ſten Donnerstag zusammenkommen, nachdem inzwischen von dem am Dienstag zusammentretenden Plenum der 3weiten Kammer die Beratung über diese Vorlagen vollzogen worden ist. Die Erste Kammer wird darnach in der zweiten Juliwoche sich mit den Vorlagen zu beschäftigen haben. näch seltene Vorträge bietet. Der Berhaftete if fanische Männer- Quartett mit hören, das gewiß für hie aiferfette o Klein Linden, 30. Juni. Sein 25jährigesdungstüde Stiftungsfest feierte gestern und heute der Gesangverein ahmt wurden. „ Harmonie". Witte triebsjahres wurden im hiesigen Gemeindebad 930 Wangen zu verzeic o Großen Linden. Während des ersten Bemie dehnt sich nen und 2010 Brausebäder verabreicht. *) Hungen. Das 29. Lahntal- Sängerbundes er Berfonen g Salle fest wurde hier am Sonntag in Verbindung mit demit einer Woche stand unter dem Ehrenvorsitz des Fürsten Georg von Ausschreitung Jubelfest des Gesangvereins„ Eintracht statt. Das Felpetts im Austo Solms- Braunfels. Es war eines der schönsten Sänger mit blanter Waf feste, das je in Oberhessen abgehalten worden ist. o Treis- Horloff. Hier wurde auf Anreg den Dienst der Jungdeutschland- Bewegung stellen. baftet. *** Brau Preisgabe der ung des Lehrers Kraushaar ein Turnverein mit eine folge ist von Mitgliederzahl von 50 Personen gegründet. Neben den teilweißes 6 Pflege der Turnsache wird sich der Verein auch ganz inden ruffifden Df Nieder Weisel. Der Gesangverein„ San gerbund" feierte am 30. Juni fein 10. Stiftungsfeit. Dreieichen hain. Der Gesangverein San gerfranz feierte am 30. Juni sein 50jähriges Fahnen Jubiläum. Augs ellvertretende D ichen Distonto am 12. Sep erver Million fli ):(' Wallertheim. Altbürgermeister Dechert Athen verhaft der am 24. April noch seinen 90. Geburtstag in voller unter Zubi Gesundheit feierte, ist nach furzem Stranfenlager geftor ahren Gefängni Lond ben. o Lauterbach. Der große forstliche Lehrgangienstboten und welchen der Verein für Privat- Forstbeamte Deutschlandsandern in feltjar unter Leitung des Freiherrlichen Forstrats Eulefeld hierollen sich geg abhielt, ist nun nach vierwöchentlicher Dauer beendet. o Beuern, 30. Juni. Heute wurde hier da Detanats- Missionsfest des Dekanats Gießen abgehalten das mit der Ordination des aus unserer Gemeinde ge bürtigen Missionars Heinrich Walther verbunden wa Dorf und Kirche waren auss schönste geschmüdt. ):( Aus dem Hinterlande. Das Proje der Hinterlandbahn Wetzlar- Gladenbach- Biedenkopf den Ortsvorstehern bezw. Bürgermeistern der in B tracht kommenden Orte zur Einsicht übersandt. Wie ma hört, soll die projektierte Strede von Krupps Bergve waltung in Essen und sonstigen Hütten- und Bergwe besitzern tatkräftig unterstützt werden. ):( Celle. Die beiden 3igeuner Gebrüde Ebender, die bei Fulda den Förster Romanus schossen und einen Gendarmen und zwei Bauern ang schossen haben, sollen sich, wie der Gendarmerie geme det wird, im Landkreise Celle aufhalten. Trotz aller e denklichen Maßnahmen ist es bisher nicht gelungen, de Mörder habhaft zu werden. Die Zweite Kammer der hessischen Stände trat gestern Dienstag zu ihrer 32. Sizung zusammen. Auf der Tagesordnung, die 22 Punkte umfaßte, standen an erster Stelle die Regierungsvorlage über die Dienstbezüge der Staatsbeamten und Volksschullehrer und ):( Dillenburg. Durch das am 1. Juli e ihrer Hinterbliebenen, sowie die Deckungsmittel, und ferner die Regierungsvorlage, den Gesetzentwurf über die folgte Infrafttreten der Novelle zur Reichsversicherungs Tilgung der Staatsschuld betreffend. Der Finanzausordnung ist auch für den Dillkreis ein Versicherungs amt geschaffen worden bezw. ins Leben getreten. schuß der Zweiten Kammer hat sich bereits in einer Reihe von Sizungen mit den beiden Vorlagen befaßt. Er hat sich für die Ausbesserungen ausgesprochen. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer fam ferner bei seinen Beratungen zu der Ueberzeugung, daß eine ge= feßliche Tilgung sowohl der Eisenbahn- als der sonstigen Schuld absolut erforderlich ist, jedoch ist er in der Frage, in welcher Höhe diese Tilgung vorgenommen werden soll, anderer Meinung als die Großh. Regierung. Nach seinen Anträgen sollen dem Ausgleichs- und Tilgungsfonds für den ordentlichen Staatshaushalt nicht bis zu 1 500 000 Mart, sondern bis zu 2 000 000 Mt. jährlich entnommen werden dürfen. Der Ausschuß hat ferner beantragt, den Höchstbestand des Fonds von Mt. 6 000 000 auf 8 000 000 mt. hinauszusetzen, und die Beträge, die ihm darüber hinaus zufließen, nicht nur zur weiteren Schuldentilgung zu verwenden, sondern über sie gegebenen Falles auch im Hauptvoranschlag zur Deckung von Ausgaben der Vermögensrechnung zu Des weiteren hat der Finanzausschuß dem verfügen. Entwurf noch einen neuen Artikel 12a eingefügt, der besagt:„ Die Tilgungssumme nach den Artikeln 1 und 2 vermindert sich in den Etatsjahren 1913 bis 1917 um die nachstehenden Beträge: 1913 um 500 000 t., 1914 um 400 000 Mt., 1915 um 300 000 Mt., 1916 um 200 000 Mt. und 1917 um 100 000 Mart. Abzuwarten bleibt nun, welche Stellung die Erste Ständekammer zu den angedeuteten Vorschlägen einnehmen wird. n Gießen. Der Großherzog hat den Privatdozenten Dr. Ernst Vogt zum außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät der Landes universität mit Wirkung vom 1. Juli 1912 an ernannt. • Paris. Die Kammer nahm den Protef= toratsvertrag betreffend Maroffo mit 460 gegen 79 Stimmen an. In Maroffo verfügt Frankreich gegenwärtig über Truppen, die sich in Westmaroffo auf 32 000, im algerisch- maroffanischen Grenzgebiet auf Das vom Ministerpräsiden 11 000 Mann beziffern. ten angekündigte Gelbbuch über Marokko behandelt die französisch deutschen Vorbesprechungen. Paris, 1. Juli. Die Kammer setzte im weiteren Verlaufe der Nachmittagssitzung die Beratung der Wahireform fort. Artikel 1, der früher zurückgestellt worden war, wurde genehmigt. Der erste Teil davon, der festsetzt, die Deputierten durch Listen- wahl zu wählen, wurde mit 509 gegen 42 Stimmen, der zweite Teil, der eine Vertretung der Minderheiten vorsicht, mit 452 gegen 71 Stimmen und der ganze Artifel mit 510 gegen 77 Stimmen angenommen. Die Weiterberatung wurde sodann vertagt. * Paris, 1. Juli. Der„ Excelsior" veröffentlicht eine Unterredung seines Londoner Korrespondenten mit Lord Beeresford, der unter anderem gesagt habe, die jüngst von der englischen Regierung im Mittelmeer getroffenen Maßnahmen seien gleichbedeutend mit der Räumung des Mittelmeeres. England be sitze im Mittelmeer nicht mehr die Oberherrschaft, der Weg nach Aegypten und Indien sei auf eine Teilstrecke freigegeben. Auf die Frage, ob der französischen Flotte infolge irgend welcher Abmachungen der Schutz der eng lischen Interessen im Mittelmeer anvertraut worden sei, antwortete Beeresford: Ja, ich glaube es. Ich könnte derartige Vereinbarungen nicht billigen. Könnte Eng land denn nicht, wenn es jemals nötig sein sollte, a uf den Kontingent rechtzeitig 100 000 Mann fen? fragte der Korrespondent. Antwort: Nein! England ist zu einer solchen Anstrengung unfähig. Frankreich könnte übrigens die Aufgabe, die französisch- englischen Interessen im Mittelmeer zu vertreten, nicht ent sprechend erfüllen, denn Italien und Desterreich werden im Jahre 1916 zusammen 14 Ueber- Dreadnoughts ha ben, die Franzosen nur 9. Gegenwärtig bauen Italien und Desterreich 6 Ueber- Dreadnoughts und Frankreich hat nur 2 auf seinen Werften. England fan feine Oberherrschaft zur See nicht aufgeben, ohne abzudanfen. Schiffe, Schiffe und wieder Schiffe mit den ent sprechenden Mannschaften, das ist es, was wir brau chen. Neue OSRAM wer- n Gießen, 1. Juli. Die medizinische Fakultät hat Herrn Ernst Leiz jun., Mitinhaber der optischen Werkstätte in Wetzlar, wegen seiner Verdienste um die Förderung der Mikroskopie zum Ehrendoktor ernannt. n Gießen, 1. Juli. Heute feierte unsere Lan= des universität ihr Jahresfest in gewohnter alter Weise. Um 11% Uhr fand der Festakt in der neuen Aula statt, bei dem der Rektor die Festrede über„ Die Lebensgeschichte des Aethers" hielt. Anschließend hieran teilte er die Geschichte der Ludoviciana im vergangenen Jahre mit und verkündete die Ergebnisse der für 191112 gestellten Preisaufgaben. An dem Festessen in Steins Garten nahmen Dozenten und Beamte teil. n Gießen. Der Abschluß für das städtische Elettrizitätswer! 1911-12 liegt jetzt vor. Danach hat sich die Produktion von 1 384 000 Kilowattstunden auf 1 489 000 Kilowat, stunden vermehrt. Trotz der Herabsetzung des Strompreises um 10 Prozent( von 50 auf 45 Pfg. d. Kwft.) beträgt die Mehreinnahme für Strom gegenüber dem Vorjahre rund 26 000 Mt. n Gießen, 3. Juli. Das heute Abend in Steins Garten stattfindende 4. AbonnementsKonzert der hiesigen Regiments- Kapelle verdient einen vollen Besuch. Man wird dabei das 1. deutsch- ameri ):( Mainz. Der Präsident der Kgl. Pre ßischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahnbirefti Mainz, Dr. Michaelis, erlitt gestern im 3uge a seiner Rüdfahrt von Frankfurt nach Mainz bei Relite bach einen Schlaganfall und war sofort to Dr. Michaelis hat am 10. September 1908 die Geschä der Eisenbahndirektion Mainz übernommen. ):( Worms, 1. Juli. Kommerzienrat Kleme Trumpler ist heute früh im Alter von 72 Jahr gestorben. Trumpler war erster Vorsitzender Nationalliberalen Partei des Wahlkreises Worms- He penheim- Wimpfen, Vorsitzender des Aufsichtsrates Vereinsbank, Präsident der Musikgesellschaft und Liedertafel und gehörte noch zahlreichen anderen B einen als Vorstandsmitglied an. Er hatte sich in Neue ahr, wo er zur Stur weilte, eine Erfranfung zugezoge der man zunächst keine große Bedeutung beimaß, aber jetzt den herbeiführte. ):( Worms. Die Verkehrskommission hat b schlossen, das deutsche Fest am 1. und 2. Gept mit einer Vorfeier am Samstag, den 31. Auguit, veranstalten. ):( Erbach. Hier wird am 18. Juli im Schütze hof eine Versammlung stattfinden, um eine neue hafte Agitation für das Bahnprojekt Würzburgtenberg- Erbach- Heppenheim- Worms- Kaiserslaute zu beraten und einzuleiten. ):( Königstein, 2. Juli. Die Großher30 von Luxemburg( Infantin von Portugal) wird für nächsten Tage zum Kuraufenthalt hier erwartet. Großherzogin- Mutter ist auf ihrem Schlosse bereits d getroffen und gedenkt ihren Aufenthalt auf drei nate auszudehnen. ):( Rönigstein, 30. Juni. Unter dem Verdo Mitschuldiger an dem Cronberger Mord zu fein, w gestern Abend ein hier arbeitender, 34 Jahre alter Ma aus Epstadt verhaftet. Aus aller Welt. ::: Köln, 2. Juli. Die Kriminalpolizei ve haftete den Bruder des am Diebstahl d Osram Drahtlampen Unzerbrechlich Jede echte Osram- Lampe muss die Inschrift OSRAM' tragen.- Ueberall erhältlich. Auer esellschaft Berlin 0 000 Jub Samstag, den der antom Abends 6 im Hotel bmaridh Seffen nad der Feithall 50jährigen nen der Sondervorf Gießener play: Rona Die Festmus W. Löber. Di In Dorn Derkaufsite Ri Sdarmann, H. Budader del, alltoritr apterhandlung, D 000 gewiß für bieg aiferfette wahrscheinlich beteiligten Hochgenschutz. I sich er ungsgesetz auslehnen, das Mitte Juli in len zweihundert Menschen getötet und Der Verhaftete ist Zapfer in einer Kölner Wirtschaft, wo Kraft treten wird. Darnach sollen die Dienstboten im letzt worden sein. = Sein 25jährigeleidungsstüde des flüchtigen Hochgenschurz beschlag allgemeinen 3 Pence( gleich 24 Pfg.) die Woche zu r Gesangvereinahmt wurden. des ersten Bemi e dehnt sich weiter aus. Bisher sind 120 Erkrank ebad 930 Warungen zu verzeichnen. In dem Vororte Bommern sind ::: Witten( Ruhr). Die Typhusepide= Gangerbundes vier Personen gestorben. ::: Halle a. S. Bei dem Streit in Thale, wo ung mit derfeit einer Woche etwa 400 Arbeiter des Eisenhüttenstatt. Das fewerts im Ausstand sind, kam es in den letzten Tagen önsten Sänge mit blanker Waffe vor. 15 Rädelsführer wurden verGeorg bozu Ausschreitungen der Streifenden. Die Polizei ging orden ist. haftet. de auf Anre ihrer Versicherung beisteuern und ein gleicher Beitrag von der Herrschaft geleistet werden, während der Staat 2 Pence zuschießt. Geschäftliches. )( München. Das Repräsentationshaus„ Kathreiner". Auf der Bayerischen Gewerbeschau steht inmitten der prächtigen Anlagen des Bavariaparkes ein schmuckes Gebäude, das in seinem Aeußeren an die Eremitagen fürstlicher Schlösser in lauschigen Gärten erinnert. Es ist das Repräsentationshaus der Kathreiners Stodholm, 1. Juli. Der internationale Fußballkongreß wurde gestern und heute abgehalten. Die von den deutschen Delegierten für die Fußballregeln vorgeschlagenen Aenderungen wurden mit 60 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Der ungarische Vorschlag auf Errichtung einer internationalen Weiſterſchaft für das Fuß- Malzkaffee- Handelsgesellschaft. Vier Säulen bilden in ballspiel soll auf dem nächsten Kongreß 1913 in Kopenhagen entschieden werden. ::: Braunschweig. Zuverlässigem Vernehmen erein mit einzufolge ist von dem verhafteten russischen Spion Nikolsti det. Neben dein teilweises Geständnis über die Spionagetätigkeit für in auch ganz den russischen Offizier Kostewitsch abgelegt worden unter ng stellen. Preisgabe der Namen deutscher Mitschuldiger. ::: New York, 1. Juli. Ein furchtbarer Wirangverein Gar Stiftungsfeit. fangverein Gar riges Fahner ::: Augsburg. Der ehemalige Prokurist und tellvertretende Direktor der Filiale Augsburg der Banerischen Diskonto- und Wechselbank, Friedrich He tzler, der am 12. September 1911 nach Unterschlagung von einer Million flüchtig ging und am 4. November 1911 meiſter Degen in Athen verhaftet wurde, ist vom Landgericht Augs= tstag in volle burg unter Zubilligung mildernder Umstände zu vier fenlager gestarahren Gefängnis verurteilt worden. ::: London. In England droht ein Hausfrauen-, liche Lehrgam Dienstboten- und Aerzte- Streit, nicht etwa gegeneinander, te Deutschland sondern in seltsamer Einmütigkeit mit einander. Sie alle ts Gulefeld hie wollen sich gegen das neue Kranken- VerDauer beendet. urde hier da Ben abgehalter er Gemeinde g verbunden wa eschmückt. am 1. Juli sversicherung Versicherungs 1 getreten. e. Das Proje -Biedenkopf In der in fandt. Wie m Arupps Bergo und Bergwe ner Gebrüd Romanus ei Bauern and ndarmerie gem - Trotz aller dyt gelungen, men. = belſturm zerstörte einen Teil der Stadt Regina in der Provinz Saskatchewan( Kanada). Von den Be wohnern sind 200 zum Teil tot, zum Teil durch Ein= sturz der Gebäude schwer verletzt worden. Alle großen Getreide- Elevatoren sind durch den Sturm völlig umgeweht. Der Materialschaden beträgt mindestens eine Million Dollars. Von Quebec wurde sofort Hilfe entsandt. Bei dem Wirbelsturm, der Regina zerstörte, solHeinrich Stern:: Wetzlar Spezialhaus für moderne Herren- und Knaben- Bekleidung sowie Arbeitskleider für jeden Beruf. Feste billige Preise. Grösste Auswahl. Der neue Kaffee- Ersatz Perlka schmeckt überraschend kaffeeähnlich. Er hat keinen Malzgeschmack und auch keine lästigen Hülsen und Schalen. Perlka ist doppelt so ausgiebig wie andere Kaffee- Ersatzmittel und doch nicht teurer als diese. Jeder Zusatz ist überflüssig. der Vorderfront eine Attika, auf der in monumentalen Buchstaben nur das Wort„ Kathreiner" prangt, eine Inschrift, die ohne weiteres den Besucher mit dem 3wed dieses zierlichen Bauwerkes bekannt macht. Hatte auf der internationalen Hygiene- Ausstellung in Dresden 1911 die Firma Kathreiners Malzkaffee- Fabrifen eine Musterkaffeeschänke errichten lassen, die zu den besuchtesten Objekten der Ausstellung gehörte, so entschloß sie sich diesesmal, in der Kunststadt München zu den Beschauern in einem vornehmen Rahmen zu spre= chen und ein überraschendes statistisches Material künstlerisch angeordnet den Ausstellungsbesuchern vor Augen zu führen. Statistik ist an sich eine nüchterne Sache. Wenn sie uns aber in solcher Form entgegentritt, so dekorativ als Schmuck für die Wände des Innenrau mes angewandt, so wird jeder sich gern ihrer überzeugenden Kraft beugen. Wir erfahren aus den Zahlen und den daneben gestellten Kaffeetassen und Malzsäkken, wie gewaltig in den verschiedenen Ländern der VerMufflers sterilisirte Kinder Nahrung Unbedingt keimfreie in warmer Jahreszeit zuverlässigte Nahrung für Fleine Kinder Für einen Versuch senden eine Probebüchse Tostenfrei Muffler& Cie., Freiburg i. Brg. 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Turnen der geübteren Turner des Gaues, Fechten, Sondervorführungen. Gesamtchöre der vereinigten Gießener Männer- Gesangvereine. Auf dem Fest= platz: Ronzert und turnerische Aufführungen. - Sonntag, den 7. Jult: Vorm. 6 Uhr: Weckuuf, Be-| Montag, den 8. Juli: Vorm. 7 Uhr: Beginn des ginn des Einzelwetturnens( Sechskampf). Vorm. 8 Uhr: Beginn des Wettfechten s. Mittags 12% Uhr: Aufstellung des Festzuges. Nachm. 1 Uhr: Fest z ug durch die Stadt nach dem Festplatz. Nachm. 3½ Uhr: Festrede. Freiübungen, Musterriegen- und Vereinsriegenturnen. Turnen und Wettspiele. Konzert in der Festhalle und auf dem Festplatz. Abends 7 Uhr: Verkündigung der Sieger beim Sechskampf und Fechten. Abends 8 Uhr: Verteilung der Ehrentafeln an die Musterriegen und Vereinsriegen. Festspiel und Konzert in der Festhalle. Konzert und Tanz auf dem Festplatz. - volkstümlichen Wetturnens( Fünftamps).- Vorm. 9% Uhr: Jubiläums- Wetturnen. Vorm. 11-1 Uhr: Frühschoppenkonzert auf dem Festplatz. Nachm. 1½ Uhr: Festessen in der Festhalle. Nachm. 4 Uhr: In der Festhalle Konzert und turnerische Aufführungen. Auf dem Festplatz Konzert, Turnspiele, Volksfest. Nachmittags 6 Uhr: Verkündigung der Sie= ger beim Fünfkampf und beim Jubiläums- Wettturnen. Abends 8 Uhr: In der Festhalle e stspiel. Turnerische Aufführungen und Konzert. Gesamtchöre der vereinigten Gießener Männer- Gesangvereine. Auf dem Festplatz turnerische Aufführungen mit bengalischer Beleuchtung. Konzert und Tanz. - - Die Festmusik stellen: Die Kapelle des Inf.- Rgts. ,, Kaiser Wilhelm"( 2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Obermusikmeisters Herrn W. Löber. Die Bauersche Musikkapelle unter Leitung des Herrn H. Bauer. Das Giessener Orchester unter Leitung des Herrn H. Weller. Eintritts- Preise: Im Vorverkauf: Herrendauerkarten Mk. 1.50( für bas ganze Damendauerkarten Mk. 1.00( für das ganze Fest gültig). Feft gültig) An der Kaffe: Herrendauerkarten Mark 1.80 Damendauerkarten Mark 1.20 Verkaufsstellen: Seibel, Germania- Drogerie, Frankfurter Str.:& falfhof Nachf., Beſt- Einmaliger Eintritt für Samstag, den 6. Jult 30 Big; für Sonntag, den 7. Juli 60 Pfg.; lage; 36; Noll, Kaiser- Drogerie, KaiserAllee; R. Buchacker, Zigarren handlung, Neuen Bäue; Ph. Stier, Fiseur, Neuen Bäue; Köhler, Schulstr.; Montag, 8. Pfg. Sonntag, den 7. Juli Mt. 1.00; Louis Scharmann, Zigarrenbandlung, Lindenvlas; Morib Semmler, Kaufmann, Walto: Gebr. Tageskarten für den 8. Juli 60 Pfg. Michel, Walltorftr.; Karl Eichmann Wwe, Ederftr. 1; Chr. Biefer, Kaufmann, Neustadt; Hc Noll, Bapterhandlung, Mäusburg; E Jung, Papierhdlg.; Wilhelm Semmler, Zigarrenhandlung, Seltersweg 2. 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