911. 18 zum starten -Mr. haben, werden rabüro lder il es urch in albigften Angabe d. Erp. erbeten. Verein ibt sich u coul. erbeten. Neberei on, ent der tschland rspinnen s, Hanf Eigene rei Ferchte Wan liegen Rohmaede Auser Herr Vetzlar e erfolgt sser den Wochen. us , 14-15 Dehör in vegzugserkau pedition. It Preisf.a/ M. auf. Lager: 3, Halbfie- und Art, neu [ 21/3 bach. en flclife, schläge, Be AderWunden g; ehaftet, bestens e dtellen. 25. ich ein. serpentin Salic kung Dresden Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) verteljährlich 1,20 r., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg.- Erscheint Redaktion: SeltersMittwochs und Samstags. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. S. weg 83. - Nr. 10. ( 2. Blatt.) Die Bekämpfung des Mißbrauchs geistiger Getränke im rheinisch- westfälischen Steintkohlenbergbau. Die Bekämpfung des Mißbrauchs geistiger Getränke durch die rheinisch- westfälischen Steinkohlen- Bergwerke, durch den Arbeitgeber, kommt dem Arbeiter gegenüber zum Ausdruck, sobald er die Arbeit auf einem dieser Werke aufnimmt. Es wird ihm bei seinem Eintritt in die Beschäftigung auf der Zeche auf Grund gesetzlicher Vorschrift die Arbeitsordnung eingehändigt, die auf den Zechen des Ruhrbezirks nahezu übereinstimmend lautet und die folgende Bestimmung enthält: Es tritt Bestraf ung des Arbeiters ein, wenn er„ betrunken zur Zeche fommt, geistige Getränke mitbringt, auf der Zeche verbirgt oder trinkt; Betrunkene werden außerdem nicht zur Arbeit zugelassen, oder, wenn dies unbemerkt geschehen, nachträglich ohne Anrechnung der Schicht nach Hause geschickt". Diese Bestimmung wird tatsächlich strenge gehandhabt. Diese Werksverwaltungen sind sich voll be= wußt, daß sie mit angetrunkenen Arbeitern nicht nur nicht arbeiten, sondern auch durch solche Leute auf das schwerste geschädigt werden können. Auf der letzten Tagung des Westfälischen Provinzialverbandes gegen den Mißbrauch geistiger Getränke hat nun Herr Bergwerks direktor G. A. Meyer- Herne, einen Vortrag über die praktische Bekämpfung des Mißbrauchs geistiger Getränke im rheinisch- westfälischen Steinkohlenbergbau gehalten. Die Unterlagen zu dem Vortrage sind durch eine Umfrage bei den Bergwerks= verwaltungen des niederrheinisch- westfälischen Industrie bezirks beschafft worden. Wir entnehmen den interessan= ten und lehrreichen Ausführungen folgendes: Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 3. Februar 1912. die Verwaltungen der industriellen Werke es nur une ternehmen, belehrende Drucksachen irgend welcher Art über den Mißbrauch geistiger Getränke an ihre Arbeiter zu verteilen, so werden diese ungelesen zerrissen, und die Verteilung hat nur die eine Folge, daß eine besonders gründliche und umständliche Reinigung der Flure, Höfe und Plätze des Werks vorzunehmen ist. Die Arbeiter wollen heute von den Werksverwaltungen nicht angepredigt sein. Die Bergverwaltungen sind sich deshalb bewußt, daß ein unschädliches und wohl= feiles Getränk zum unmittelbaren Ersatz der bei der Arbeit verlorenen Wassermenge geboten werden muß. Auf vielen Werken erfolgt schon jetzt eine Abgabe der durststillenden Getränke( Kohlensaures Wasser mit Fruchtsaft, Mineralwasser, Milch, Suppenwürfel und Kaffee) auf dem Zechenplatz. Einige Zechen haben dort eine besondere Trinkhalle errichtet, andere haben die Ausgabestelle in einem Raum der Waschkaue oder auch in die Pförtnerbude verlegt. Auf großen Werken hat man daher 4-6 Meter lange Schanktische aufgestellt, an denen während der hauptsächlichen Schichtwechselzeiten ein Hauptausgeber und ein Gehilfe bereit stehen. In erster Linie wird kohlensaures Wasser verlangt. Es hat sich darum aus wirtschaftlichen Gründen von selbst ergeben, daß sich die Werksverwaltungen, welche die breiten Massen ihrer Arbeiterschaft des Genusses von fohlens aurem Wasser teilhaftig werden lassen wollen, die Getränke selbst herstellen oder von Mi❘neralwasserfabriken aus der Nähe beziehen. Etwa 20 Bechenverwaltungen haben die Zubereitung des kohlensauren Wassers selbst übernommen und versetzen den größten Teil des Getränkes mit einem Fruchtgeschmack, 5. h. sie mischen einer nach Himbeer oder Zitrone schmeckenden süßen Saft dem Wasser bei. In wärmeren Zeiten ist auch die Verwendung von Eis in der Mineralwasserfabrik sehr erwünscht. Zwei Bergwerksverwalund die Bergwerksgesellschaft Hibernia für ihre Zeche Shamroc 1-2 in Herne haben sich daher kürzlich zur Errichtung einer kleinen Eisfabrik entschlossen. Das fohlensaure Wasser mit Fruchtgeschmack wird durch die Leute dem Wasser ohne solchen Zusatz bei weitem vorgezogen. Der Vortrag wies zunächst darauf hin, daß die Tätigkeit des Ruhrknappen eine dursterregende Arbeit ist. Die uns in vielen Bergmannsliedern entgegentretende dichtungen, nämlich die Kgl. Bergwerksinspektion 3 in Buer terische Verklärung des Bergmannsdurstes ist daher nicht nur eine lustige Beschönigung einer faden Völlerei, sondern es liegen ihr tatsächliche nnd natürliche Verhält nisse zugrunde. Der es mit seinem Kameraden gut meinende Bergmann und der seinen Bergleuten wohlgesinnte bergmännische Arbeitgeber sind davon über- zeugt, daß den Bergleuten für das bei der Arbeit durch Schweißabsonderung verlorengehende Wasser ein angenehmer, billiger und vor allen Dingen unschädlicher Ersatz beschafft werden muß. Der Arbeitgeber muß die schwerere Aufgabe auf sich nehmen, seinen Leuten wirklich etwas für den Durst zu bieten, da das Gastwirtsund Schankgewerbe zu erträglichen Preisen den Durst des Arbeiters mit gesundheitlich einwandfreien Getränfen zu stillen im allgemeinen heute noch nicht bereit ist. Die Frage, ob von den Werken durch Belehrung, d. h. durch Verteilung oder Aushang von Druckstücken, Abbildungen und dergl., auf die Belegschaft eingewirkt wird, wird von der Mehrzahl der Werke verneint. Wenn Eine Freudenbotschaft für Korpulente. Ein neuer Weg zur sicheren und gefahrlosen Beseitigung der Korpulenz mit ihren schlimmen Folgen. Was hat man bisher nicht alles schon zur Beseitigung der Korpulenz versucht! Der Eine empfahl eine kostspielige und zeitraubende Badereise nach Karlsbad oder Marienbad, der Zweite langwierige und anstrengende Terrainkuren, der Dritte qualvolle und gefährliche Entziehungskuren, der Vierte glaubte, durch Massage oder Schwitzkuren das übermäßige Fett zum Schwinden bringen zu können, und ein Weiterer suchte sogar in recht barbarischer Weise das so heiß erstrebte Ziel durch starkwirkende Abführmittel zu erreichen. Und was wird erst jahraus jahrein mit großer Reklame in den Zeitungen angepriesen, wodurch jugendliche Schönheit und Grazie ganz unfehlbar" wieder gePillen, Salze, wonnen werden sollen: abführende Tees, Mitunter wurde Tropfen usw. Natürlich alles ohne Erfolg. wohl eine vorübergehende Gewichtsabnahme erzielt, das Uebel aber selten an der Wurzel getroffen und dauernd beseitigt. Wer heute hocherfreut 20 Pfund leichter aus Karlsbad nach Hause kommt, hat sicher schon in wenigen Wochen nicht nur das Verlorene wieder eingeholt, sondern oft genug noch einige Pfund darüber zugenommen. Da kommt jetzt endlich eine wirklich frohe Botschaft: Nach langwierigen Versuchen ist es gelungen, ein Mittel zu finden, Nächst den kohlensauren Wassern hat bisher im Bergbau die Milch als Massengetränk die weiteste Verbreitung erlangt. Zu diesem Erfolg haben die verdienstvollen Bemühungen von Prof. Dr. Kamp in Bonn viel beigetragen. Viele Zechen unterziehen sich der großen Mühe, die Milch zunächst durch Keimtötung( Sterilisierung) bei etwa 90-105 Grad C. und nachher durch Abkühlung wenigstens für eine gewisse Zeit zur Aufbewahrung geeignet zu machen.- Die Milch wird in den allermeisten Fällen unmittelbar aus der Flasche genossen. Auf einigen wenigen Zechen( Gneisenau und Scharnhorst der Harpener Bergbau- A.- G.) wird auch welches in geradezu erstaunlicher Weise das überschüssige Fett schon in furzer Zeit zum Einschmelzen bringt, ohne den Eiweißbestand des Körpers auch nur im geringsten anzugreifen, und welches daneben den gar nicht hoch genug einzuschätzenden Vorteil besitzt, daß durch seine Anwendung das einmal erreichte Gewichtsminimum auch dauernd erhalten werden kann. Außerdem unterscheidet sich das Mittel von allen anderen bisher angewandten schon dadurch, daß seine Anwendung nicht einmal etwas kostet. Da kann es denn natürlich nicht wundernehmen, daß sich dieses neue Mittel schon in ganz kurzer Zeit die Gunst der Aerzte im Sturm erobert hat. Es ist kein Geheimmittel und keine die wissenschaftliche Kritik scheuende Kurpfuschermedizin, enthält auch weder Jod noch Schilddrüsenertrakt, noch Blasentang usw.; auch fein Abführmittel, das auf die Dauer den Darm ruiniert und Es beansprucht auch dadurch mehr Schaden als Nußzen stiftet. feine fostspielige und dabei noch höchft problematische Badereiſe, keine quälende Einschränkung der Nahrung, keine Hunger, Durst-. Schwitz- und Massage- Kuren oder dergleichen. Es reguliert vielmehr auf eine ganz andere, bisher noch wenig bekannte Weise die gesamte Verdauung; es reinigt und desinfiziert den Darm und verbessert damit das Blut. Es entlastet und stärkt das Herz und besitzt neben seiner fetteinschmelzenden Wirkung auch noch die Fähigkeit, die so überaus schädlichen Darmfäulnisbakterien, die eine Quelle zahlreicher Leiden und nicht zuletzt indirekt oft auch die Ursache der Fettleibigkeit sind, aus dem Darm zu verdrängen. Dabei hat es nicht die allergeringste schädliche Nebenwirkung und wirft auch nicht wie andere Entfettungsmittel( sofern sie überhaupt wirken!) schädigend auf die Haut und den Teint. Ganz im Gegenteil, die Haut, die sonst bei Entfettungsfuren oft welf und gelb wird, erhält durch die gründliche blutreinigende Wirkung des Mittels eine rosige, jugendfrische Färbung und wird straff und elastisch. Der starke Leib, die breiten Hüften das Doppelkinn usw. verschwinden bei seiner Anwendung schon bald, der früher schwerfällige Gang wird leicht und elastisch, das ganze Aussehen jugendlicher. Kurz, es ist ein geradezu ideales Mittel, mit dem beim besten Wohlbefinden, ohne jede Berufs| störung und ohne strenge Diät mit Leichtigkeit Gewichtsabnahmen von 20 und mehr Pfund sich erzielen lassen. Und das Alles wie bereits gesagt ohne Kosten. Die erste Anregung zur Schaffung des Mittels gab bereits ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeite.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konturs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon: Nr. 362. 24. Jahrg. Buttermilch, und zwar in Gläsern von ¼ Liter Inhalt, verabreicht. Etwa ein halbes Dutzend Zechen bietet durch Bereithaltung von Suppenwürfeln die Möglichkeit der Verausgabung eines wegen seines Kraftgeschmades be liebten warmen Getränks. Die Kgl. Berginspektion 3 in Buer hat im Jahre 1910 und zwar von September ab, 12 500 und im Jahre 1911 bis Ende September nicht weniger als 47 200 Suppenwürfel ausgegeben. Bemerkt sei noch, daß mit einem Würfel eine Tasse Suppe von etwa 1 Liter Inhalt hergestellt wird. Der chinesische oder indische Tee scheint bisher so gut wie gar keinen Eingang auf den Zechen gefunden zu haben. Das alkoholfreie Getränk, das in unserem Bergbau wahrscheinlich die größte Rolle spielt, ist der Kaffee. Jedermann im Bezirk erkennt den Bergmann auf der Straße an der„ Kaffeepulle". Man kann als Regel annehmen, daß der Bergmann 1½- 2 Liter Kaffee für die Schicht mitnimmt. Der größte Teil dieses Kaffees ist wahrscheinlich Gerstenkaffee, schon wegen des geringen Preises. Außerdem werden von den Zechen während der warmen Jahreszeit große Mengen Kaffee an alle die obertägigen Betriebe unentgeltlich abgegeben, in denen die Leute bei erhöhter Temperatur arbeiten, also in erster Linie an die Bedienung der Kessel und der Koksöfen. Die Zechen pflegen auch Kaffee in die Gruben hineinzuschicken, wenn dort Notarbeiten bei Abdämmung von Bränden und dergleichen auszuführen sind. Die großen Mengen dieses alkoholfreien Getränks scheinen deshalb zahlenmäßig so gut wie gar nicht, weil man bei der unentgeltlichen Abgabe darüber keine besonderen Nachweisungen auf den Zechen führt. er= Die meisten Zechen haben die Gefäße und den Preis so aufeinander abgestimmt, daß nur in abgerundeter Münze, d. h. mit 5 Pfg.- und 10 Pfg.- Stücken bezahlt zu werden braucht. Es liegt auf der Hand, daß die Abwicklung des ganzen Ausgabegeschäfts dadurch außerordentlich erleichtert wird. Das Herausgeben einzelner Pfennige ist sehr umständlich und gibt leicht Veranlassung zu Verlusten und Mißhelligkeiten. Der Inhalt der ein Drittel Liter fassenden Limonadenflaschen kostet an den meisten Stellen 5 Pfg.- Von der Milch erhält der Bergmann auf den meisten Zechen für 5 Pfg. 4 Liter und für 10 Pfg. ½ Liter. Einige Werke begnügen sich mit 4 Pfg. für ¼ und 8 Pfg. für ½ Ltr. Milch. Bei den letzteren Preisen werden die Werke heute in Ansehung aller mit der Milchabgabe verbundenen Für eine Tasse Unkosten wohl schon zusetzen müssen. Suppe werden 3 oder 4 Pfg. bezahlt. Die Königl. Berginspektion 3 in Buer gibt 4 Stück Suppenwürfel für 10 Pfg. ab, da die Bergleute die Würfel sehr gern mit nach Hause nehmen. Eine recht bedeutungsvolle Mitwirkung der Zechen bei der praktischen Verdrängung und Ersetzung der alkoge= holischen Getränke ist auch darin zum Ausdruck vor ca. 40 Jahren der russische Leibarzt Dr. Th. Carell; ver vollkommnet wurde es aber erst seit ganz kurzer Zeit durch die Anregungen, die der für seine wissenschaftlichen Forschungen mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Bakteriologe und Arzt, der Leiter des weltberühmten Pasteur- Instituts in Paris, Professor Dr. E. Metschnikoff hierzu gab. Seine frappanten Wirkungen sind seither von allen Aerzten und Laien, die es anwandien, mit Worten höchster Anerkennung gepriesen worden. Wer sich für das Mittel und seine Anwendung interessiert und jeder Korpulente sollte dies nicht nur aus kosmetischen, der sende sondern auch aus gesundheitlichen Rücksichten tun uns den angehängten, sorgfältig ausgefüllten Bestellzettel nebst 20 Pfennig für Porto usw. ein, und wir lassen ihm dann sofort eine reichliche Probe nebst einer aus der Feder eines praktischen Arztes stammenden hoch interessant geschriebenen Broschüre Die Entfettungskur der Zukunft" kostenlos und franko zugehen. Er wird es niemals bereuen, die Probe versucht und die Broschüre aufmerksam gelesen zu haben. Yoghurt- Centrale Dr. J. Schaffner& Co., Berlin- Grunewald. Senden Sie mir eine Probe ,, Majapan" kostenlos und portofrei zu. Name: Beruf oder Stand: Ort: Nähere Adresse: zurück. on. haben. Es wurden abgegeben: zu Gunsten des in Kassel unterlegenen Amtsgerichtsrat Lattmann zurückzutreten, und er soll dazu„ bei ent= sprechendem Entgegenkommen" geneigt sein. kommen, daß die Harpener Bergbau- A.- G. die Schaffung| stelle während des ganzen Jahres in Betrieb gehabt| dermeister Rupp sei das Verlangen gestellt worden, eines Gemeindegasthauses zu Hochlarmark in der Nähe der Zeche Recklinghausen 2 und die Errichtung einer Milchausschankstelle auf dieser Zeche durch die Gemeinnützige Gesellschaft für Milchausschank in Rheinland und Westfalen, G. m. b. H. in Düsseldorf durch Hergabe erheblicher Mittel unterstützte. Die Schlußfrage des Fragebogens lautete:„ Hat die Leitung des Unternehmens wegen der Bekämpfung des Mißbrauchs geistiger Getränke sonstige Vorschläge oder Wünsche.....? Dazu wurde von verschiedenen Zechenverwaltungen der sehr berechtigte Wunsch geäußert, daß in der nächsten Nähe von Zechen Gastwirtschaften überhaupt nicht genehmigt werden sollten, und daß die mit der Prüfung der Wirtschaftsgesuche betrauten Stellen bei der Feststellung der Bedürfnisfrage bei den Zechen Nachfrage halten möchten, die in der Nähe des den Gegen stand des Wirtschaftsgesuches bildenden Hauses belegen sind. Es ist bekannt, welch unheilvollen Einfluß die Wirtshäuser, die direkt vor den Toren der Zechen liegen, auft die Beamten- und Arbeiterschaft ausüben. Die Bergleute erhalten besonders an den Abschlagstagen der Einfachheit wegen abgerundete Geldbeträge, sodaß solchen Tagen hauptsächlich Goldstücke und Papiergeld ausgezahlt werden. Der Gastwirt vor dem Zechentor versorgt sich für diesen Tag mit einem ganzen Kasten von Kleingeld. Nun strömen die von der Abschlags= löhnung kommenden Leute zu seinem Tisch, wo jeder Papier und Gold gegen Silber und Nickel, Nickel, oft genug auch Silber, gegen Alkohol einwechselt. Vielleicht wäre zu erwägen, ob die von den Zechen betriebenen Ausgabestellen alkoholfreier Getränke nicht von diesem Geschäftsgeist der Alkoholvertreter lernen und auch den Lohntagen einen größeren Vorrat von Wechselgeld vorrätig halten sollten. an an Getränke Kohlensaures Wasser mit Fruchtgeschmac Kohlensaures Wasser ohne Fruchtgeschmac Natürliches Mineralwasser Milch.. Alkoholfreie Getränke zusammengerechnet. Menge 1 Bei einer Also auf Beleg- 1 Kopf der schaft von Belegschaft Mann 806 509 46 450 35 777 106 696 519 966 15 409 30 860 47 867 1 468 921 75 919 17,36 2,32 3,45 10,86 19,35 Dem Gesamtverbrauch von 1,47 Mill. Liter an den hauptsächlich in Betracht kommenden gegen Bezahlung abgegebenen alkoholfreien Getränken sind nun noch die großen Mengen unentgeltlich abgegebenen Kaffees hinzuzurechnen, sie werden jedoch nicht zahlenmä ßig erfaßt. Im Jahre 1911 ist jedenfalls der Verbrauch an all diesen Getränken bei weitem größer gewesen als in 1910. Als Beispiel dafür mag nur angeführt werden, daß die Berginspektion 3 in Buer an fohlensaurer Limonade im ganzen Jahre 1910 eine Abgabe 78 920 Lit., im Jahre 1911 bis Ende September schon eine solche von 111 253 Liter zu verzeichnen hatte. von Die rheinisch- westfälische Bergwerksindustrie hat sich also der praktischen Bekämpfung des Alkoholmißbrauchs in großem Umfang angenommen und damit zugunsten ihrer Arbeiterschaft ein neues Wohlfahrtsgebiet betreten. Die rheinisch- westfälischen Großindustriellen und ihre Vertreter speziell haben damit Wohlfahrtseinrichtungen geschaffen, welche nach vielen Richtungen hin für die ganze Welt vorbildlich geworden sind. Sie haben sich dabei durch das Geschrei derjenigen Arbeiter, welche allein von der Gunst und den Groschen ihrer Kameraden abhängig sind, und die Einwendungen eines Teiles der Gelehrtenschaft, der nur das Trennende zwi ten alkoholfreien Getränke gemacht, die ihre Ausgabe- schen Arbeiter und Arbeitgeber betont, nicht beirren lassen. Zum Schluß seien einige Zahlenangaben über die Menge der im Jahre 1910 auf den Bechen verausgabKnorrHafermehl und Reismehl sind wegen ihres hohen Gehaltes an blutbildenden Nährsalzen u. Eiweiß natürliche Kräftigungsmittel für Bleichsüchtige und Blutarme, die dabei rotwangig und blühend werden. Aus Stadt und Land. Gießen, den 3. Februar 1912. o Alsfeld. Folgende wahre Begebenheit hat sich vor einigen Tagen in einer Volksschule des Kreises Alsfeld zugetragen. Der Lehrer übt die Dellination der Dingwörter mit seinen Schülern und wählt unter anderem das Wort„ der Vetter". Ein Schüler beginnt:„ ,, der Vetter, des Vetters...." Da streckt ein kleiner Knirps den Finger. Auf die Frage des Lehrers nach seinem Begehren antwortet er:„ Mein Vater hat den Vetters gewählt." Zufällig wurde in der Gemeinde nur eine sozialdemokratische Stimme abgege= ben, ohne daß man wußte, wer sie abgegeben haben könnte. Der betreffende Vater wird sich über diesen Verrat des Wahlgeheimnisses nicht sonderlich gefreut haben. ):( Marburg. Nach der„ Hess. Landesztg." soll hier nochmals Reichstagswahl bevorstehen. An den gewählten deutsch- sozialen Kandidaten SchneiWichtig für Asthmatiker. Die Erfahrung des Herrn Hermann van der Berg in Wesel muß ein Troft für alle Asthamatiker sein, indem ihnen ein Weg gezeigt, wodurch dieses lästige Uebel sofort gelindert werden kann. Er schreibt: ,, Aftmol- Asthma- Pulver hat bei mir vorzüglich gewirkt. Ich hatte oft schwere Anfälle von Atemnot, sobald ich aber dieses Pulver gebraucht hatte, spürte ich sofort große Erleichterung und werde es jedem Asthmaleidend en empfehlen. Aftmol- Asthma Palver kostet die große Blechdose M. 2.50, in Apotheken erhältlich. Wo nicht vorrätig wende man sich an die Engel Apotheke, Frankfurt a/ M. Mein Haar fast verloren Jahrelang litt ich unter schrecklicher Schuppenbildung, verbunden mit unerträglichem Juckreiz, ich getraute mich fast nirgends mehr hin, weil mir die Schuppen wie Mehl aus dem Haar schneiten und dabei verlor ich is kaum einem Jahr mehr als die Hälfte meines schönen Haares! Es dürfte kaum ein Haarmittel existieren, das ich, nicht in meiner Verzweiflung versucht habe, ich habe eine Unmenge Geld dafür ausgegeben, jedoch alles war vergebens, nichts half! Durch Zufall erfuhr ich ein Rezept, das von einem ersten Haarspezialisten stammt und das einen bekannten Herrn, der daran war, vollständig fahlköpfig zu werden, das Haar gerettet hatte. Ich ließ mir das Mittel anfertigen, muß aber gestehen, daß ich außerordentlich sklevtisch an die Benutzung ging, weil ich selbst nicht mehr auf Hilfe hoffte. Meine Ueberraschung werden Sie sich vorstellen können, als ich nach dreitägigem Gebrauch einen Erfolg sab, wie ich mir ihn nie hätte träumen lassen. Meine Schuppen waren wie weggeblasen, das Jucken verschwunden; sonst sah es beim Frisieren in meiner Umgebung aus, als ob ich Zucker verstreut hätte, jezt hatte ich taum ein paar Schuppen im Kamm, sonst ging ein ganzer Busch meist kurzer Haare, jetzt faum ein paar aus. Ich war derart über ascht, daß ich den Erfolg fast selbst nicht glauben wollte und meinen Bekannten das Mittel zu ver= suchen gab, die aber ohne Ausnahme dasselbe Resultat erzielten! Und bis hute häit der Erfolg unverändert an, mein Haar entwickelt sich wieder zur früheren Fülle und hat ein ganz anderes Aussehen erhalten, früher brüchig und spröde, ist jetzt weich und biegfam! Das Mittel ist eine vollständig nene Entdeckung and hat mit anderen Mitteln, die meist mit einer Riesenreklame angeboten werden, nichts gemeinsam. Wenn Sie das Mittel kennen lernen wollen, schreiben Sie mir eine Postkarte mit Ihrer genauen Adress, ich laffe Ihnen dann sofort eine genaue Beschreibung und eine große Probe vollständig kostenlos zugehen, nur wollen Sie mir bitte sofort schreiben, da ich nicht weiß, ob ich bei der folossalen Nachfrage in Zukunft noch das Muster gratis geben kann. Adressieren Sie bitte Ihre Postkarte( nicht Brief, auch weder Geld noch Marken bet: fügen) an Frl. Lene Hertsch, Niederoderwik- Sachses Nr. 1216. But möbl Zimmer zu verm. ut möbl. Zimmer zu verm. Kaiser- Allee 31p. Schön möbliertes Wohn- und Schlafzimmer, zu vermieten. Landma ufirake 4. Schön möbl. Zimmer mit oder ohne Penfion zu verm. Gut möbl. Zimmer Liebigstr. 75. zu vermieten. Einfach zu vermieten. Seit 25 Johr. liefert Geflügelhof ,, Westfalen" Else: feld- Steg ein wirkt. gut. Legehuhn. Katalog gratis. 2 schöne große unmöblierte Zimmer zu vermieten. Nordanlage 12 1. 2 möbl. Zimmer zu vermieten. Steinstraße 30 1. Brt möbl. Zimmer zu verm. Walltorstraße 77 I. Einfach möbl. Zimmer zu verm. Gut Bahnhofstr. 56. ( Hinterhaus.) möbl. Zimmer zu vermieten. Landgrafen Straße 21. ut möbl. Zimmer zu verm. Steinstraße 23 I. Schön möbl. Zimmer mit allem Komfort der Neuzeit zu vermieten, mit separ. Eingang. Wolfftraße 8 1. Brauchen Sie Geld? Auch ohne Bürgen. Ratenzahlung Berlin C. 2. Bürohans Börse Burgstraße 30. Chefirake 1, Gr. Mühlgaffe 50 p. nächst b. möbl. Zimmer rib. Sie ſof. an F. Schubert, Ecke Norbanlage. Weftanlage. Schottstr. 10. ):( Marburg. Der preußische Kulkushaushalt bewilligte für die hiesige Universität zum Neubau der psychiatrischen Aufnahmestation der Poliklinik einschließlich der Außenanlagen und der Inneneinrichtung, sewie für bauliche Aenderungen und Verbesserungen in der medizinischen Klinik erste Raten von 50 000 bezw. 100 000 Mark. Für den Neubau des physikalischen Instituts wurden bewilligt als erste Rate 200 000 Mark unter Verwendung der durch das Extraordinarium vom Jahr 1905 zum Umbau desselben Institutes bereit gestellten 102 500 Mark. ):( Marburg. Der frühere Schuldiener E. von der höheren Mädchenschule, der sich schulpflichtigen Mädchen in unsittlicher Weise genähert hatte, wurde zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt. s Darmstadt. Die hess. Handwerks= kammer beabsichtigt in ihrem Bezirk die Errichtung einer Einziehungsgenossenschaft. Die Genossenschaft soll die Aufgabe haben, von säumigen Zahlern Forderungen nach Maßgabe einer aufzustellenden Satzung einzuziehen. Gleichwie die Handwerks= kammer Darmstadt für das Großherzogtum Hessen, beabsichtigt auch eine Anzahl anderer Handwerkskammern die Errichtung derartiger Einrichtungen zu treffen, sodaß ein Zusammenschluß zu gemeinsamer Tätigkeit all dieser Genossenschaften erfolgen wird. ! Mommenheim( Rheinhessen). Einem Jagdteilnehmer entlud sich das Gewehr, wodurch ein ande= rer Jagdteilnehmer, Vater von 8 Kindern, ins Herz getroffen wurde. Er war sofort tot. ! Bei der Reichstagswahl in BingenAlzey sollen It.„ Voss. Ztg." Unregelmäßigkeiten durch nachträgliche Eintragungen von Stimmabgaben zugunsten des nationalliberalen Kandidaten in die Protokolle vorgekommen seien. Es würde daher die Ungültigkeitserklärung der Wahl und eine Nach wahl erfolgen. Weiter lesen wir in den„ Franks. Nachr.", daß die Wahlkommission von Sprendlingen, deren Entscheidungen mehrfach angegriffen worden waren, jetzt in einer Erklärung verteidigt. Sie gibt darin zu, daß in dem Ort nur 522 Umschläge, aber 524 Stimmen gezählt wurden. Dagegen sei es falsch, daß die beiden letzten für Becker protokollierten Stimmen nachträglich und mit anderer Tinte eingeschrieben worden seien. Also eine Nachwahl wird sicherlich stattfinden müssen. Kinder trinken Milch sich immns onisu, monum mom Bathuminnus Malzlaffen zusetzt. Das Gehalt mocht' 6! häuslicher Ratgeber hermann hillger Derlag Berlin W9. Jllustrierte Familien und Modenzeitung Preis 15 Pf. wöchentlich. Diese vorzügliche Beitschrift enthält alles für das Haus nötige: Gute Unterhaltungsfeftüre, 30uftrattonen, prattische Moden für Erwachsene und Kinder, Wäsche, Handarbeiten, praktische Selten leder Art, Ratschläge, gute Kochrezepte, Drleffästen. 3u allen Abbildungen der Mode. seiten werden gebrauchsfertige Gratisschnitte geliefert. Jeder abonnent tft mit 1000 m. bel Todesfall durch Unfall versichert und = auch Mitglied des Reisebundes. Probehefte gratis durch jede Buchhandang un Hermann Hilger Verlag, Eerlin W 9. PhoenixWasser MotorWaschmaschine THE TA Anerkannt geringster Wasserverbrauch Weitgehendste Garantie 20123 Phoenix 8P 199969 FORAM VO6209 Zu haben in allen erstklassigen Hausund Küchengeräte- Geschäften. tret Obe für nad nur ma gel we res tag un Ber Go Au en A m je th ip K