bile en, en, en, agen, en, :: tion. sam! se bahn 18 wagen ach nen fle mt meinen freffende 18 meinen Ings, be it Erfolg nd Bout Dolen pothelen Briginal Firma Drebben. urid. orf i. B. gelaffenen 6. Stan öbel etc. züge gesehener rs.Ges., chtungen sten Präe Hebung sation! toren gesucht. Stellung. n erbeten Rudolf t a. M. USg. Brief Selbsthilfe. 185, 3. ren, Garon, Bluu, baubken. SehatBonn. Mustermer gftr. 75, mer tfte. 10. zu berm. 31 zu berm. 31p. mmer trake 1, Orbanlage. mer The 21. 18 750 Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) verteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Mittwochs und Samstags. weg 83. - - Erscheint Redaktion: SeltersFür Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 10. ( 1. Blatt.) Die Errichtung eines Lehrstuhls für soziale Medizin, an der Landesuniversität zu Gießen der Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 3. Februar 1912. fellos verdienen und die dahin abzielen, einmal im Interesse einee Förderung der eignen Aufgaben zu wirken, zum andern aber, vereinte Kräfte zu einem gemeinsa men Ziel zusammenzufassen. Es wird eine nie wiederfehrende Gelegenheit sein, eine Anstalt mit derartig groBen Aufgaben und weiten Zielen in das eigne Land zu bekommen und sie der Lehrtätigkeit unserer Fakultäten dienstbar zu machen, wie sie augenblicklich für GieBen geplant ist. Schon jetzt wird über einen Mangel an Zugängen für die Universitätskliniken geklagt. Das wird in Zukunft anders werden, da die zu errichtende Anstalt, die nach den Wünschen der Erbauer vorerst für 100 Betten eingerichtet werden dürfte, in der Lage sein wird, Verletzte und Kranke ständig an die Direktoren der Spezialgebiete abzugeben. Man wird für die Universität damit kein Konkurrenzunternehmen schaffen, sondern erblickt vielmehr in einem Zusammenwirken der Vertreter der Wissenschaft unter Nutzbarmachung der bereits vorhandenen wertvollen Einrichtung des Heilapparates der medizinischen Fakultät eine glückliche Lösung des gesteck ten Zieles. Das Unternehmen, das durch die bereits früher von dem Vorstande der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft angebahnte Vereinigung der in Hessen tätigen berufsgenossenschaftlichen Verwaltungen und die persönlichen Beziehungen der Vertreter untereinander eine wesentliche Förderung erfährt, wird nach einem festen, einheitlichen Willen durchgeführt werden und man sehe sich vor, daß dies bei uns im Lande, dem die Einrichtung ohne Aufwendung von Kosten dargeboten wird, möglich ist. Aus Stadt und Land. Gießen, den 3. Februar 1912. n Freiwillige für das Gießener In= fanterie- Regiment. Jungen Leuten, die beabsichtigen, bei dem Infanterie- Regiment„ Kaiser Wilhelm" Nr. 116 in Gießen in diesem Herbst als Freiwillige einzutreten, wird dringend geraten, sich den Meldeschein vor der Musterung zu besorgen, weil ihnen nachher Schwierigkeiten entstehen. Die Meldung auf dem Regiments- Geschäftszimmer kann an jedem Dienstag vormittag erfolgen. Köche und Handwerker werden bevor Am 29. Januar fand in Gießen unter dem Vorsitz des Großh. Geheimen Regierungsrats Bichmann eine Versammlung statt, in der über die von dem Vorstand der land- und Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt gegebenen Anregung bezüglich der Errichtung eines Lehrstuhles für soziale Medizin an der Landesuniversität beraten wurde. Als Grundlage der Einrichtung desselben ist ein mit allen Hilfsmitteln der neuzeitlichen Heilbehandlung ausgestattetes Krankenhaus gedacht, das gleichzeitig den Lehrzwecken der Universität dienstbar gemacht und den angehenden Aerzten die Gelegenheit zu einer fachgemäßen Ausbildung in der sozialen Medizin, die sich immer mehr zu einem Spezialgebiet entwickelt, bieten soll. Die Versammlung war außerordentlich zahlreich besucht. Es hatten sich zu ihr die Vertreter der Großh. Ministerien, der Rektor und zahlreiche Professoren der Fakultät, die Vertreter Gr. Provinzialdirektion und Gr. Kreisamts Gießen, der Kaiserlichen Oberpostdirektion Darmstadt, der Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M., der Landesversicherungsanstalt, der Ortskrankenkasse Gießen und eine Reihe anderer Herren eingefunden. Ganz besonders zahlreich waren auch die Vertreter der gewerblichen in Hessen tätigen Berufsgenossenschaften erschienen, genannt seien die Tiefbauberufsgenossenschaft Berlin, die Brauerei- und Mälzerei- Berufsgenossenschaft Frankfurt a. M. beziehungsweise Dortmund, die Sefiion 1 der Snappschaftsberufsgenossenschaft in Saarbrücken, die Steinbruchsberufsgenossenschaft in Hagen, die sämtlich ihr außerordentliches Interesse an der zur Beratung stehenden Angelegenheit insbesondere aber durch ihre Bereitwilligkeit, zusammen mit der hessischen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft die erforderlichen Mittel aufzubringen, zu erkennen. gaben. Von der Bedeutung der großen berufsgenossenschaftlichen Versicherungsträger macht sich der Fernerstehende kaum den richtigen Begriff. Sie stellen große Verbände dar, denen die reichsgesetzlichen Aufgaben der Unfallversicherung übertragen und zu deren Förderung sie infolge der großen Anzahl ihrer Verletz ten und der enormen Summen, die sie in ihren Rückzugt. lagen angesammelt haben, ganz besonders imstande sind. Ihre Bereitwilligkeit, die Verletzten in Zukunft auch aus nicht hessischen Bezirken, mitunter von weither, nach Gießen verbringen zu lassen, muß deshalb auch dankbar anerkannt werden. Ihre Geneigtheit hier zu, auch bezüglich der Hergabe der erforderlichen Mittel für das Krankenhaus, die an sich reichlich zugesagt sind, machen sie indessen von dem Umstand abhängig, daß die Großh. Regierung ihrerseits den erbetenen Lehrstuhl für soziale Medizin an der Landesuniversität errichtet. Gerade von ihm erwarten die Versicherungsträger eine Förderung ihrer sozialen Aufgaben in besonderem Maße. Sie sind bereit, alle Opfer zu bringen, um eine mustergültige Anlage zu schaffen, die ihnen als Stützpunkt dienen und die Errungenschaften der modernen Behand lungsmethoden, die in erster Linie auf eine Wiederherstellung der Gebrauchsfähigkeit verletzter Glieder gerich tet sein muß, erhalten und wissenschaftlich weiter ausbauen soll. Die Einmütigkeit der Ansichten kam insbesondere in der Würdigung dieser Ziele voll und ganz zum Ausdruck. Es ist eine bekannte Tatsache, daß die Lasten der sozialen Versicherungsgesetzgebung von Jahr zu Jahr anwachsen, bedeutend höher noch ist aber der wirtschaftliche Schaden zu veranschlagen, der durch Unfall, Krankheit und Invalidität dem Volksvermögen verursacht wird und nicht völlig entschädigt werden kann. Man schätzt daher den wirtschaftlichen Wert der Heilbehandlung heutzutage weit höher ein, als dies früher der Fall war, und stellt ihn über die Rentengewährung, die nur dann einsetzen soll, wenn menschliches Wissen und Können versagen, und eine bessere Wiederherstellung unmöglich ist. Es wird jetzt sehr wesentlich von der Erkenntnis und von dem raschen Entschluß der maßgebenden Stellen abhängig sein, ob die Bestrebungen der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft diejenige Unterstützung finden, die sie ihrem inneren Wert nach zwein Gießen. Am 31. Januar fand die angefündigte Verhandlung gegen den Weißbindermeister Müller aus Nieder- Dorfelden vor der Strafkammer statt. Der Gerichtshof hielt die Schuld des Angeklagten nicht für erwiesen und kam zu einem Freispruch. n Geänderte Stationsnamen. Vom 1. März ab führt der Bahnhof 3. Klasse Hainstadt( Hes sen) die Bezeichnung Hainst a dt( Kreis Offenbach) und der Bahnhof 2. Klasse Höchst- Neustadt die Bezeichnung Höchst( Odenwald). Beide Bahnhöfe liegen im Eisenbahndirektionsbezirk Mainz. n Gießen. Der zweite Gautag der Main- Taunus- Vereinigung Gabelsbergerscher Stenographen, Sitz Höchst a. M. findet am 21. April in Schwanheim a. M. statt. un= n Gießen. In der Nacht zum 30. Januar wurde von der Biebertalbahn auf der Rodheimerstraße mittelbar am Weichbild der Stadt der verheiratete 3igarrenarbeiter Schäfer von Heuchelheim überfahren und schrecklich zugerichtet. Auf ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon: Nr. 362. 24. Jahrg. von folgen kann und die Sitzung gegen 12 Uhr beendet ist, so daß nach einer kleinen Restaurationspause der angefagte rheinische Bohnenball inszeniert werden kann. Die für die Bohnenkönigin bestimmte goldene Uhr ist zurzeit im Schaufenster des Juweliers Stöver( Seltersweg) ausgestellt. Bei der 2. Damen- und Herren= Sizung werden aktiv tätig sein Kappenbrüder Würzburg, Ludwigshafen, Köln, Wiesbaden, Mainz und Frankfurt sowohl als Büttredner wie Poeten; spe= ziell das Liederbuch weißt wieder einige herrliche Schöpfungen auf, darunter aber auch von Gießener Einwohnern, die ebenfalls noch durch Büttreden sich dem närrischen Auditorium zeigen werden. Der Kartenvorverkauf zu ermäßigten Preisen findet auch Sonntag von 11-1 Uhr in der Geschäftsstelle: Seltersweg 50( Laden Woltengasse) statt. Schließlich sei noch bemerkt, daß der festliche Einzug des Ministeriums diesmal pünktlichst um 8 Uhr 33 Min. erfolgt, man möge sich daher frühzeitig einfinden, zumal der Besuch diesmal ein weit größerer zu werden verspricht, als bei der ersten Sitzung. o Friedberg. Lehrer Höcker vom Alzeyer Seminar soll an Stelle des Musikdirektors Schmitt an das Lehrerseminar nach. Friedberg berufen werden. ):( Weilburg. Der Schütze Johann Holy in Neuhäusel brachte kürzlich den 100. Hirsch, einen Zehnender, mitten im Sprung durch einen Schuß ins Herz zur Strecke. ):( Limburg. In Freiendiez soll eine größere Stuhlfabrik erstehen, die einigen Hundert Arbeitern lohnende Beschäftigung bieten dürfte. ):( Dillenburg. Regierungsassessor von 3izewitz, der das hiesige Landratsamt seither kommissarisch verwaltete, ist zum Landrat des Dillkreises ernannt worden. - s Darmstadt. Das Denkmal für den so heldenmütig verunglückten Kapitänleutnant Fischer wird in dem Hofe des Realgymnasiums am 4. März enthüllt. Der Teilhaber der bekannten Chemischen ben den Betrag von Fabrik, Dr. Mer& und Frau aufenthalt schwächlicher Kinder Verwendung finden sollen. 50 000 Mark ausgesetzt, dessen Safen für einen Land! Mainz. Das Komitee des Karnevalvereins beschloß, die Veranstaltung des Rosenmontagszuges nach der Jdee sämtliche Nationen der Erde senden Abordnungen nach Mainz, um jetzt schon für das Jubeljahr 1913( 75jähriges Jubiläum des Karnevalvereins)/ die Verhältnisse und Quartiere zu studieren. Geschäftliches. )( Der Frost ist der beste Ackersmann, sagt sich mit Recht jeder fürsorgliche Landwirt und legt deshalb seine Felder über Winter in rauhe Furche, damit der Boden durch den Frost besser mürbe gemacht wird und dann bei der Frühjahrsbestellung die richtige Ackergare besitzt. Ebenso wichtig ist es aber auch, daß sich überall im Boden gleichmäßig verteilt leicht aufnehmbare, reichliche Nahrung vorfindet; darum iſt es unerläßlich, insbesondere mit einer kräftigen Thomas mehldüngung dem Acker so früh wie möglich zu kommen. Billiger Preis und billige Frachten in diesem Frühjahr lassen die Anwendung doppelt lohnend scheinen. er= n Gießen. Allgem. Karnevalier Gesetzliche Meisterprüfungen für Handwerker. Wunsch hat sich die Bundesverwaltung genötigt ge= sehen, doch wieder eine kleine Anzahl numerierter Tische zu der am Montag stattfindenden 2.& est sitzung einzustellen. Gleichzeitig möge die Bitte ausgesprochen sein, die Geschäfte an diesem Abend einige Minuten früher zu schließen, damit diesmal Punkt 8 Uhr 33 Min. der festliche Einzug des Ministeriums erHeinrich Stern :: Wetzlar Spezialhans für moderne Herren- und Knaben- Bekleidung sowie Arbeitskleider für jeden Beruf. Grösste Auswahl. Feste blige Preise. Cafè Herr Giess. Rester- Lager Brandmalerei und Schnittkunst Bahnhofstrasse 62 - - Die Besuche um Zulassung zur diesjährigen Meisterprüfung(§ 133 der Gewerbeordnung) find mit den erforderlichen Unterlagen bis spätestens am 31. Mai ds. Js. an den unterzeichneten Vorshenden einzureichen. Die Prüfungsgebühr von 35 Mk. ist an die Handwerksfammer in Darmstadt einzusenden und die Quittung dem Besuche beizulegen. Gießen, am 10. Januar 1912. Rote Radler Die Meisterprüfungskommission für die Provinz Oberhessen. Traber, Vorsitzender. Gemütlicher Hildebrandt, Sonnenstrasse 31 Carl Zimmermann, Neue Bäue 15. Ausführung von Bestellungen jeder Aufenthalt. Kaffee 15 Pfg. Bügel- und Reparatur- Anstalt. Rechtskonsulent Stappel Hermes Lehr- Institut Drogen, Chemikal., Giessen, Sonnenstr. 31. Tel 634. Parfümerien und Farben Löwen- für Dam. u. Herren, Bahnhofstr. 39. Bürstenmacher Korbwaren Einzige u. Spez.- Ausbild. in all kaufm. Fächern. Eintritt jed. Zeit. Heinrich Kuhl, Wolkengasse 21. Drogerie W. 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Vor fünf Jahren wurde einmal ein Versuch gemacht, die Kinderarbeit in der Union von Bundes wegen dadurch zu beseitigen, daß man den Versand der Produkte solcher Arbeit von Staat zu Staat zu verbieten versuchte. Die Bill erlangte jedoch dank der Opposition der Bergwerks- und Spinnereibefizer nie Gefeßeskraft, und alles blieb beim alten. Inzwischen ist eine stetige und bedrohliche Steigerung der Preise für die notwendigsten Lebensbedürfnisse eingetreten, auf welche die Lohnskalen der Industriearbeiter nur unzureichende oder gar keine Rücksicht genommen haben. Die unmittelbare Folge war eine enorme Zunahme der Beschäftigung Unmündiger, welche die Familienväter in die Fabriken schickten, um thr fümmerliches Jahresbudget, das im Durchschnitt noch nicht fünfhunbert Dollar beträgt, um ein Geringes zu erhöhen. Zurzeit wird in der Stadt Neuyork eine von der Regierung eingeleitete Enquete abgehalten, um die Lage der in den Wäschereien Beschäftigten, die kürzlich in den Ausstand traten, zu erforschen. Bisher hat sich ergeben, daß der Durchschnittslohn der Mädchen und Frauen, welche die überwiegende Mehrzahl der in dieser Industrie tätigen Arbetterschaft bilden, sechs Dollar und fünfzig Cents pro Woche bet 72 stündiger, naturgemäß äußerst anstrengender und gesundheitsschädlicher Arbeitszeit beträgt. Solche standalösen Zustände bilden keine Ausnahmen, sondern sind typisch für die Lage des Proletariats im Lande der sogenannten Freiheit. Sechs der größeren Einzelstaaten der Unton haben selbständig in den letzten drei Jahren Gesetze zur Einfchränkung oder Beseitigung der Kinderarbeit erlassen. Wie wenig praktisch und erfolgreich eine solche EinzelStaats- Gefeßgehung aber ist, dafür bildet der Staat Tennesser ein lehrreiches Beispiel. Dort war ein durchgreifendes Kir derarbeits- Verbot kaum erlassen, als gan= ze Eisenbahntransporte von Arbeitern" im zarten Alter unter Leitung von Fabrikaufsehern nach den Baumwollspinnereien von Süd- Carolina abgingen. Ster wurden die Kleinen fern vom ärmlichen Heim der Eltern in der bitteren Frondienst zu noch kläglicheren Bedingungen gespannt als sie ehedem gewöhnt waren. Prasident Taft und feine Kabinettsmitglieder sind augenblicklich damit beschäftigt, das Land zu bereisen und in vielen schönen Reden den Preis des Landes und ihrer Verwaltung zu singen. An Stoff dazu fehlt es ihnen nicht, der Banamakanal, die Truftverfolgung und der Weltfrieden geben Gelegenheit zu gewandter Phrafenentfaltung. Das, was den Vereinigten Staaten in erster Linie tot täte, eine planmäßige und energische Unfall- Haftpflicht- und Invalidengefeßgebung und ein rücksichtsloses Vorgehen gegen die Ausbeuter kindlicher Fronarbeit, wird nirgends und von niemanden gesagt. Warum nicht? Weil die Besitzer der Bergwerks-, Glasbläser- und Textil- Industrie die höchsten Beiträge zur republikanischen Nationalkampagne zu zahlen pflegen. Weil man, um wieder Prästdent zu werden, Geld braucht, und solches nicht in ausreichendem Maße erhalten wird, wenn man die mächtigen Industriefapitäne vor den Kopf stößt. Liebknecht über die Sozialdemokratie im Kriegsfalle. " Das Pariser Sozialistenblatt Humanitee" veröffentlicht nach einer Drahtmeldung aus Paris eine Unterredung mit dem deutschen fozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Liebknecht, nach welcher dieser ut. a. gesagt haben soll: Die Macht der sozialdemokra= tischen Partei sollte im Hinblick auf Kriegszeiten gröBer fein als in Friedenszetten. Wenn der Krieg erflärt werden foute, so müßte man ihn verhindern kön= nen, indem man sich ernstlich widersetzt. Von fünf Millionen Bürgern, welche die Reserve des deutschen Heeres bilden, ist die Hälfte aus unseren Reihen herporgegangen. Die beiden ersten Jahrgänge und die jungen Leute von 18 bis 20 Jahren gehören der MehrBahl nach ebenfalls zu uns. Die Regerung weiß dies und ist darum sehr beunruhigt. Rundschau vom Tage. Politisches. Eine Kundgebuna des Deutschen Kriegerbundes. Der Präsident des Deutschen Kriegerbundes, Generaloberst v. Lindequist, erläßt eine Rundgebung, in der festgestellt wird, daß die schmerzle Erfahrung, daß wette Boltskreise sich bei den Wahlen von Kaiser und Reich abgewendet und sich wahrer deutscher Art entfremdet hätten, die deutschen Krieger in ihrer Treue Die Herren von Dieskaut. 17) Original- Roman von Franz Treller. ( Nachdruck verboten.) Auch das Erscheinen seines Bruders Hugo fürchtete er; dessen Verbleiben bei dem kostspieligen Retterregtment war bet der völligen Zerrüttung der Vermögensverhältnisse start in Frage gestellt, und Harald wußte, daß er Hugo sett längerer Bett höchst unsympathisch geworden war. Vor dem Portale des Schlosses Dieskau fuhr ein Herr vor, der dem Dtener eine Karte überreichte mit bem Ersuchen, bet dem Herrn Baron anzufragen, ob er zu sprechen set. " Der Herr Baron ist krank und wird kaum femand empfangen." " Versuchen Ste es!" - Der Diener forderte Holtau denn dieser war der Besucher auf, auszusteigen, nötigte ihn in ein 3tmmer, um thn gleich darauf in das von dem Freiherrn bewohnte Gemach eintreten zu lassen. Der alte Herr saß bleich und abgemagert in einem Lehnstuhl, die Karte, auf der Hermann Holtau, Direktor der vereinigten elektrischen Werke zu Birmingham, Oberleutnant der Reserve" zu lesen war, lag vor thm. Nicht weit davon stand Harald, den er hatte rufen Tassen, um mit ihm zu beraten, ob er den Fremden empfangen sollte. Beide Dieskaus wurden durch jeden Befuch, dessen Zweck nicht bekannt war, beunruhigt. Da die Karte dieses Herrn ganz unverdächtig erschien, hatte man thn vorgelassen. Als Holtau eintrat und sich vor dem Freiherrn ar= Hg verneigte, erkannte ihn Harald sofort, nur der Name war ihm entfallen. Haralds Brauen zogen sich zu= sammen. „ Ste entschuldigen. wenn ich im Stuhle bleibe, Herr der Monarchie, an Kaiser und Reich das Hell des Volfes erblicken, auch der Steg bleiben wird. Ueber die Kosten des letzten Wahlkampfes gehen jetzt allerlei Mitteilungen durch die Presse. Es werden faum glaubliche Summen genannt, die diesmal von den Parteien aufgewendet worden seien. So soll die Wiederwahl des Abgeordneten von Heydebrand allein 150 000 Mart Spesen verursacht haben. Nach einer Nottz im Stendaler Altmärfer" hat die Wiederwahl des Herrn von Kröcher, des früheren Präsidenten des Abgeordnetenhauses, 125 000 Mart gekostet. Für die Wahl einzelner liberalen Abgeordneten dürften nicht viel geringere Summen aufgewendet worden sein. Ueber eine Miliarde Heereslasten in Frankreich. In seinem Bericht über das französische Kriegsbudget sagte das zuständige Mitglied des Senats, daß es mit Hinzuziehung der 54 Millionen für die militärischen Ausgaben von Marokto über eine Milliarde betragen wird, wobei etwaige Nachtrags- oder außerordentliche Kredite nicht mitgerechnet seten. Der Senator berührte auch die Frage der Verwendung der Senegalschüßen und meinte diese Truppen seien im Kriege oder bei Aufständen sehr verwendbar, aber man tönne sie nicht in Europa als Garnisontruppen verwenden. Ueber die Aussichten der Bhilologiestudierenden stellt in Nr. 2 der Berliner Blätter für höheres Schulwefen" ein Oberlehrer fest, daß auf allen Universitäten Deutschlands von den im Sommerhalbjahr 1911 einge= schriebenen Studenten rund 20 250 fich den verschiedenen Zweigen des höheren Lehramts widmeten. Die jun= gen Philologen allein waren fast ebenso zahlreich wie die fungen Mediziner und Juristen zusammen, deren AnBahl 20 740 betrug. Die Studierenden der höheren Schulwissenschaften machten für sich 44,5 Prozent aller untversitätsbesucher aus, die Juristen 23,1, die Mediziner 22,6 und die Theologen nur 9,8 Prozent. Erbschaften and Erbschaftssteuern in Frankreich und Englard. Die Hinterlassenschaften in Frankreich tm Jahre 1910 legen wiederum Beweis ab von dem zunehmenden Reichtum der französischen Massen da nicht weniger als 359,836 Personen, also mehr als die Hälfte der Verstorbenen Geld hinterließen. Die Gesamtsumme diefer 359 836 Hinterlassenschaften betrug 5 319 982 380 Francs. Selbstverständlich bilden die kleinen Hinterlas= senschaften bis zu 10 000 Francs die ungeheure Mehrhelt, über vier Fünftel. 17 Prozent hinterließen mehr als 16 000 Francs und 5 Prozent mehr als 50 000 Frs. Von Millionären sind im Jahre 1910 in Frankreich 564 gestorben: davon besaßen 383 1 bis 2, 142 2 bis 5, 29 5 bis 10 und zehn 10 bis 50 Millionen. Das von der 564 Millionären hinterlassene Gesamtvermögen betrug 1 288 359 077 Francs. Der Ertrag der englischen Erbschaftssteuern betrug letztes Jahr rund 309% Millioner. Mart. Es unterlagen ihnen 10 Erbschaften von einer Million Pfund Sterling und darüber, 25 Erbschaften zwischen einer halben und einer Million und 30 zwischen 300 000 und 500 000 Pfund Sterling. Das Durchschnittsalter der verstorbenen zehn fund- Millionäre überſtieg 72 Jahre. Die chinesischen Revolutionäre branchen Geld. Nach einem Telegramm aus Schanghai erörterte die chinesische Seedampfschiffahrtsgesellschaft das Gesuch der Revolutionäre um Hergabe von zehn Millionen Laels zur Bezahlung der Truppen. Es wurde beschlossen, die Schiffe der Gesellschaft, als Sicherheit für eine Anlethe zu verpfänden. Ernste Nachrichten aus Merito. Nach einem Telegramm aus der Hauptstadt Mexiko gibt der Präsident und das Kabinett zu, daß die neuerlichen Unruhen zu einer so ernsten Gefahr geworden sind, wie sie die neue Regierung noch nicht erlebt hat. Die Aufrührer haben in der Stadt Juarez eine Bekanntmachung erlassen, wonach Gomez wiederum zum Präsidenten proflamiert und erklärt wird, Madero habe seine Verpflichtungen nicht erfüllt. Die Wahlen seien ungültig, der Kongreß aufgelöst und die Beschlüsse ohne gefeßliche Kraft. In Juarez soll eine Panik herrschen. Die mert tanische Regierung hat tausend Mann dorthin entsandt. Auch die Garnisonen in Chihuahua und Torreon sollen gemeutert haben. Kleine Nachrichten. Ueber das Befinden des Kaisers Franz Josef wird dem„ B. Lot.- Anz." aus Wien von einer Seite telegra= phtert. die häufta Gelegenheit hat, den Monarchen aus allernächster Nähe zu sehen, daß er eine geradezu erstaunliche Frische zeigt. Der jüngste Sohn es Kaiserpaares als Straßbur= ger Student. Der sechste Sohn des Kaisers, Prinz Joachim von Preußen, wird gleich seinem Bruder Brinz August Wilhelm der Universität Straßburg als Student zugeführt werden. Wie verlautet, foll er im nächsten Sommersemester immatrikuliert werden. Für den Posten des Großberliner Zweckverbandsdirektors, der öffentlich ausgeschrieben worden ist, haben sich nach Ablauf der Bewerbungsfrist über 30 KanSoltau, aber ich bin krank. Bitte, nehmen Sie Play und lassen Ste mich hören, was mir den Vorzug Ihres Besuches verschafft. Holtau, von Harald nur durch eine leise Neigung des Hauptes Nottz nehmend, setzte sich. Das Aeußere des franken Mannes hatte etwas Wehmütiges für ihn, der Freiherr sah schlecht aus. -- „ Es ist eine Herzensangelegenheit, die ich Ihnen vorzutragen habe, Herr Baron", hoch horchten bet dtesen Worten der Freiherr und Harald auf- ,, ich hege eine tiefe Zuneigung zu Fräulein von Dieskau, dte, wie tch mit tiefer Freude behaupten darf, Erwiderung findet, und ich komme, Ste um die Hand Ihrer Tochter Hilda zu bitten." Das fam nun allerdings sehr unerwartet. Der Freiherr war ungemein überrascht, weniger Harald, dessen Gesicht ein Gemisch von Grimm und Hohn zeigte. " Ja, Herr Holtaut, ich weiß nicht, wie ich und meine Tochter zu dieser so ungemein überraschenden Auszeichnung kommen", fragend sah er zu Harald hinüber. In kurzen Worten sagte Holtau, wie er Hilda kennen und lieben gelernt und fuhr fort: „ Ich erfreue mich einer hohen Stellung in der industriellen Welt Englands und eines Einkommens, das selbst dort für recht stattlich gilt. Meine Eigenschaft als Offizier verbürgt die Unantastbarkeit meines Charakters und alle Auskünfte, die Ste sonst noch über mich und meine Verhältnisse wünschen könnten, wird Ihnen Ihr Nachbar auf Meerholz, bet dem ich zu Gaste bin, sowie die Eigentümer der Birminghamer Werke berettwilligst geben. Ist das Los, das ich einem Fräulein von Dieskau bieten kann, vielleicht auch nicht glänzend nach Ihrer Lebensauffassung, so tst Ihre Tochter doch durchaus damit zufrieden, und ich würde das höchsten Erden= glück darin sehen, sie Itebevoll schützend durchs Leben geTetten zu können." didaten gemeldet. Unter den Bewerbern befinden sich nicht nur Staats- und Kommunalbeamte, sondern auch Gelehrte, Kaufleute und Industrielle. Nach Hinterlassung von 81 000 Mart Schulden_ges flüchtet. Der Direktionssekretär Karl Epp von einer Maschinenfabrif in Augsburg ist unter Hinterlassung von 81 000 Mart Schulden mit seiner Frau entflohen er über Frankreich, sie direkt nach Brasilien, wo sie sich wieder treffen wollen. Der Sekretär hat ein flottes Leben geführt und sich auch ein Auto gehalten. Ein Duell zwischen Schülern. In Lage bet Deta mold fand am Donnerstag ein Säbelduell zwischen zwei Schülern statt. Einem der Beteiligten wurde der Brustkorb durchschlagen, der andere wurde im Gesicht verletzt. Folgen des Alkoholgenusses. In der Nacht zum Donnerstag hat der Hüttenarbeiter Waßmannsdorf in Dortmund seine Frau mit einem Schüretsen zu Tode geprügelt. Hausbewohner fanden die Frau in blutüberströmtem Zustande als Leiche vor. Der Mörder, der geflüchtei war wurde später verhaftet. Beide Gheleute waren dem Trunke ergeben. Der belgische Kohlenarbeiterstreik dauert an. Die Vereiniguno de Kohlenindustriellen des Bezirkes Bo rinage hat auch den zweiten Vermittlungsvorschlag des Handelsministers abgelehnt, die Maßnahmen für die Einführung der vierzehntägigen anstatt der wöchentli chen Lohnzahlung bis zum 1. Jult hinauszuschieben. Die Stretfführer haben einen Aufruf an sämtliche Arbeiterorganisationen erlassen, um den 34 000 Streifenden in ihrer bitteren Notlage Hilfe zu bringen. Op Die Kindesleiche im Mühlrad. In Erlsdorf im Herzogtum Coburg fiel das dreijährige Kind eines Mithlenbesitzers in den Mühlengraben, ohne daß es femand bemerkte. Blöblich stand das Mühlrad still, und als der Müller nachsah, fand er sein Kind tot im Rade hängen. Ein ettfehlicher Unglücksfall bat fich nach einer Bartser Drahtmeldung auf dem Flugplatz in Douat er eignet. Der Mechaniker Chapius wurde von der Schraube eines Zweideckers am Kopfe getroffen und buchstäblich skalplert. Er war sofort tot. Unter den Trümmern einer Dorffirche begre ben. Wie der Draht aus Paris meldet, stürzte in Cas bannes während der Messe ein Teil des Daches der Dorffirche ein. Der Pfarrer wurde getötet, ein Chor fnabe schwer verlegt. Die Früchte falscher Erziehung. Vor dem Jugendgericht zu Dresden fand eine Verhandlung gegen einen jeẞt 16jährigen Gymnasiasten namens Leopold Döring wegen Giftmordversuches an feinen Eltern statt. Die Verhandlung zeigte in geradezu erschreckender Weise, wohin es führt, wenn ein schon von Hause aus entarteter Taugenichts von seinen gutmütigen Eltern in falscher Weise erzogen wird. Als Sohn angesehener Eltern erbte der Gymnasiast von seiner in Leipzig verstorbenen Großmutter ein Vers mögen von hundertachtzigtausend Mark, das bis zu setner Großjährigkeit von seinen Eltern verwaltet werden sollte. Deffenungeachtet verfügte der Angeklagte stets liber große Geldbeträge. In unheilvoller Verblendung erfüllten die Eltern, die in abgöttischer Liebe an dem Sohne hingen, diesem jeden Wunsch. Verlangte er Geld, so erhielt er fede beliebige Summe. Kaum fünfzehn Jahre alt, unferhielt er bereits kostspielige Verhältnisse mit Kabarett- und Varieteedamen, stand zu einer Schauspielerin in Beziehungen und überschüttete diese mit den kostbarsten Geschenken. In einem Vergnügungslokal der Internationalen Hygiene- Ausstellung in Dresden war der Jüngling ständiger Gast und verschwendete in Settgelagen große Summen. Mit seinen Geliebten un ternahm er Ausflüge" nach Wien und an die Riviera und tauchte sogar an der Spielbank in Monte Carlo auf. Waren seine Barmittel einmal erschöpft und wollten die verblendeten Eltern nicht mehr mit neuem Gelde herausrücken, dann stahl er den Eltern Schmucksachen und Silbergeräte, um den Erlös sofort in der geschilderten Art zu vergeuden. In der Schule brachte er es nur bis zur Quarta, in welcher Klaffe er drei Jahre verbrachte. Im Oktober vorigen Jahres reifte nun in dem Burschen der Entschluß, feine Eltern aus der Welt zu schaffen, um in den Besiz der großmütterlichen Erbschaft zu gelangen. Nach den Aussagen des bei seinen Eltern in Stellung befindItchen Dienstmädchens hat der Bursche schon früher ge= äußert: Wenn ich nur wüßte, was ich machen soll, daß ich zu meinem Gelde komme; der Vater müßte erst weg. Am Abend des 31. Oktober vorigen Jahres stand in der eltrlichen Wohnung das Abendbrot bereit. Wie an anderen Tagen goß der Sohn, ehe noch die Familie verfammelt war, für die Eltern Bier in die bereitstehenden Gläser, holte dann aus der Küche ein Fläschchen Salzfäure und schüttete davon etwa 20 Gramm in fedes der bereits gefüllten Gläser. Durch einen Türspalt hatte das Dienstmädchen den verbrecherischen Vorgang beobachtet. Sie schüttete das vergiftete Bier weg, reinigte die GläEr hatte ruhig, männlich und selbstbewußt ges, sprochen und doch dabei immer eine durchaus ehrerbietige Haltung bewahrt. Der Freiherr sah zu Harald hinüber, der verächtlich dte Achseln zuckte. „ Ich habe das Gefühl, Herr Direktor", erwiderte der Baron unter dem Einflusse Haralds,„ daß durch Ihren gewiß sehr schätzbaren Antrag unserem Hause eine unverdiente Ehre widerfährt. Meine Absichten, um die Zukunft meiner Tochter sicher zu stellen, sind indessen andere, so daß ich bedauere, Ihren Antrag nicht in Erwägung ziehen zu können." Mit voller Ruhe lauschte Holtau diefer hochmüttgen Abfertigung, die von höhnischem Grinsen Haralds beglettet wurde. Mit der gleichen Gelassenhett fuhr er auch, nachdem er sich erhoben hatte, fort:„ Es war meine Pflicht, Herr Baron, diese Bitte in aller Ehrerbietung an Sie zu rich= ten, an der Sache selbst ändert diese Abweisung nichts. Fräulein von Dieskau wird, auch wenn es thr nicht gelingt, Ihre Einwilligung zu erhalten, Frau, Holtan werden." ,, Wäre es nicht an der Zett, Papa, die Unterredung mit diesem Herrn zu beenden?" „ Ich kann den Herrn in der Tat nicht zu längerem Verweilen nötigen." Holtau, der immer die gleiche vornehme Haltung bewahrte, grüßte nur den Freiherrn mit einer Verbeugung und ging hinaus. Harald, der nicht daran zweifelte, daß Hilda diesem stattlichen Manne zugetan set, der aber trotzdem die Hoffnung, sie an Sakal zu verkuppeln, noch immer nicht ganz aufgegeben hatte, ging hinter Holtaut her und sagte zu ihm von oben herab: " Ich gebe Ihnen den guten Rat, meine Schwester nicht mehr zu behelligen, ich wäre sonst gezwungen, die zur Verfügung stehenden Witttel anzuwenden, um uns von einem unwillkommenen Bewerber au befreten." fet Mä und Da gefo was Buto path phyfi dem Blu gefch feter fetne Schon wei den Von die tage noch Sch meh barn auff Stellt fang Hoch fort totic Spi wif daue Erfo Hoch fobo Die erich gebr Spf rere flüc Die tern wol nted Wa jag fität brec Ver spro Ein 28 d Het aus Rei mö ter pa bes au Ste und dig de La 111 D de K t 15 m fie fic ba Te δ et be fo au R gi Te Q= N ge en fig naud en ges einer affung Lohen fie fi es Le 1 Det wischen de der Geficht aum orf w Lode bluta örder, Che Die POS g des ir die Sentli teben. e Ar elfen Tedort eines ß es , und Rade einer at ers = der und Segros ber Chor Ver tasten 28 an radeschon gutafiaft Ver u seterden Stets dung dem Geld, fzehn niffe chau den Lokal esden ete in 1 un vtera auf. ollten Belde achen ilder arta, Stober Ent den Nach find- баб weg. -r ge In der fer und füllte sie frisch. Nach etwa acht Tagen hielt das Mädchen dem Angeklagten die verbrecherische Tat vor und teilte ihm mit, daß sie die Vergiftung verettelt habe. " Darum auch; ich habe mich gewundert, daß nichts vorgekommen ist. Daß Du aber schweigst, sonst weißt du, was dir geschieht!" drohte der Angeklagte. Nach dem Gutachten der Aerzte ist der jugendliche Verbrecher ein pathologischer Lügner und Schwindler, körperlich und physisch entartet. Er wurde daher freigesprochen, doch dem Fürsorgeamt überwiesen. Vermischtes. 26 Zote bei einem Hochzeitsschmans. Eine wirkliche " Bluthochzeit" wurde vor einigen Tagen, wie der Inf." geschrieben wird, in Ruchlow bet Kajan( Rußland) gefetert. Der Bauer Sjagdin hatte zu der Hochzeitsfeier feiner Tochter fast das ganze Dorf eingeladen. Es wurde schon am ersten Tage furchtbar viel getrunken und am zweiten Tage der Festlichkeit war der ganze Schnaps, ben der Hochzeitsvater bereitgestellt hatte, ausgetrunken. Von den 82 Geladenen war feiner mehr nüchtern und die schlimmsten Szenen spielten sich ab. Um die Mitttagszeit forderten die Gäste, die an das Nachhausegehen noch nicht dachten, von dem Hochzeitsgeber neuen Schnaps. Er beteuerte ihnen, daß er feinen Schnaps mehr im Hause habe. Da begannen ihn die Gäste unbarmherzig zu prügeln, bis er endlich ihnen den Keller aufschloß und weitere Schnapsvorräte zur Verfügung stellte. Die Schreckensszenen, die jetzt nun ihren Anfang nahmen, begannen damit, daß drei Bauern den Hochzeitsvater aus Wut darüber, well er ihnen nicht sofort die Schnapsvorräte übergeben hatte, mit Knippeln totschlugen. Nun setzten sich die bezechten Gäste, an der Spize bas jungvermählte Ehepaar, zur Fortsetzung des wüsten Saufgelages hin. Die eigenartige Festlichkeit dauerte noch zwei Tage und hatte einen ganz furchtbaren Erfolg. Von den Hochzeitsgästen waren am Ende der Hochzeitsfeier 25 an den Folgen des übermäßigen Alfoholgenuffes gestorben, darunter der junge Bräutigam. Die meisten anderen mußten unter schweren Krankheitserscheinungen in die Hospitäler der benachbarten Städte gebracht werden. darauf kurz nacheinander zwei Schüsse aus dem Dienstrevolver abgegeben, von denen einer die Näherin in den Hals traf und schwer verletzte. Sie wurde nach der Krankenhaus gebracht. Aufregende Szene bei einer Sinrichtung. Eine aufregende Szene ereignete fich Donnerstag früh bei einer Hinrichtung auf dem Hofe des Dresdener Landgerichts. Um 7 Uhr sollte der Mörder Ernst Göhlert hingerichtet werden, der im vorigen Jahre einen 70 Jahre alten Mann in einer Laubenkolonie ermordet und beraubt hatte. Vor einigen Tagen wurde dem Göhlert mitgefeilt, daß der König von seinem Begnadigungsrecht fetnen Gebrauch gemacht habe und seit dieser Bett spielte er den wilden Mann. Man mußte ihn in die Tob fuchtszelle des Gefängnisses bringen. Zuerst Iteß er sich von den Beamten anscheinend ganz gutwillig vor den braußen stehenden Gerichtstisch führen. Dann aber brach er in Raseret aus und er hielt eine lange Rede, in der er vor einem Justizmorde warnte; den Staatsanwalt und die Richter beschimpfte und beleidigte er auf das gröblichste. Unter dem Geschret des Berurteilten wurden die Formalitäten erledigt und er wurde bem Scharfrichter übergeben. Er leistete jedoch rasenden Widerstand und sechs Mann mußten aufgeboten werden, um den Mörder auf das Schaffot hinaufzu= tragen. Noch als er festgeschnallt war, beschimpfte er heftig den Staatsanwalt und erst das niedersausende Richtbeil machte der aufregenden Szene ein Ende. Folgenschwerer Kampf mit Verbrechern. Im Bahnhof von Orleans verwundeten gestern nachmittag mehrere Verbrecher zwet Bahnbeamte mit Revolverschüssen, flüchteten und bestiegen in Aubray den Pariser Zug. Die hiervon verständigten Gendarmen sezten den Tatern nach. In dem Augenblick, als sie diese festnehmen wollten, schoß einer der Verbrecher einen Gendarmen nteder. In Etampes durchsuchten die Gendarmen die Wagen, und als sie ein Abteil erster Klasse betraten, fagte sich ein Retsender eine Kugel in den Kopf. Jdentität des Selbstmörders, der zweifellos einer der Verbrecher ist, ist noch nicht festgestellt. Auch ein zweiter Verbrecher, der während der Fahrt aus dem Wagen sprang und verwundet worden war, verübte Selbstmord. Ein dritter konnte festgenommen werden. Eine Orientreise des Prinzen Waldemar. Prinz Waldemar von Preußen, der älteste Sohn des Prinzen Heinrich von Preußen, tritt am 8. Februar von Genua aus mit dem Lloyddampfer Prinzessin Alice" eine Reise an, die zunächst nach Colombo geht. Nach mehrwöchigem Aufenthalt auf Ceylon fährt der Prinz weiter nach Tsingtau. Die Fahrt trägt einen durchaus privaten Charakter. Es steht noch nicht fest, ob auch Japan besucht wird. Der Prinz, der sich zurzeit in Dresden aufhält, wird seine Erholungsreise von Berlin oder Kiel aus antreten. Prinz Waldemar hat in Straßburg und Kiel Jurisprudenz studiert und am 15. Januar in Kiel das Referendareramen bestanden. Nach Been= digung der etwa sechs Monate dauernden Reise wird der Prinz nach Stel zurückkehren, um am dortigen Landgericht neun Monate praktisch tätig zu sein. werde ihn bei erster fich bietender Gelegenheit an emen Laternenpfahl aufknüpfen. Nord und Süd. Am Geburtstag des Katsers wur den auch heuer zwischen den Offizierkorps der südlich. sten Garnison( 20. Infanterie- Regiment, Lindau) und der nördlichsten Garnison in Deutschland( InfanterieRegiment von Boyen in Memel) poetische Depeschen gewechselt, die diesmal folgendermaßen lauteten: Offizierkorps Memel. Um seinen Bart und 100 Mart gekommen. Ein lu ftiges Geschichtchen macht gegenwärtig im Osten Berlins die Runde. Saßen da in einem Lokal in der Wars schauer Straße mehrere Geschäftsleute beim Dämmer schoppen gemittlich beisammen. Der füffige Bock tat das Seine, und bald herrschte echte, rechte Bockbierfimmung. Man ulfte sich gegenseitig nach Kräften an, die Stiche Teien wurden immer übermütiger, bis sie schließlich wie auf Verabredung an eines Schlächtermeisters nennen wir ihn Hackebeil- Schnurrbart hängen blte= ben". Meister Hackebeil war besonders stolz auf dieses Attribut seiner Manneswürde, und man wollte sogar wissen, daß er seinem blonden Bärtchen liebevollere Sorgfalt widmete als seinem schwarzen Bertchen, setner Frau. Hackebeil hörte sich die humorvollen Anspie lungen ein Weilchen mit einem selbstgefälligen Lächeln an, dann aber waren ihm die gleichsam an den Schnurrbarthaaren herbeigezogenen Wize doch zu viel, und er erklärte schließlich, jeden verlangten Beweis erbringen zu wollen, daß er auch ohne seine verspottete Manneszier leben könne. Das war Del ins Feuer. Ein ungläubiges Hohngelächter und noch boshaftere Wize waren die Antwort. Man veranstaltete ein Sammlung und deponierte als Wertobjekt 100 Mart, die dem Met= ster zufallen sollten, wenn er sofort an Ort und Stelle fetnem blonden Bärtchen den Abschied geben würde. Hackebeil nahm die Wette an. Schon war die eine Hälfte vergangener Pracht und Herrlichkeit unter dem Messer des Barbiers gefallen, als die feierliche Stille durch das Hereinstürmen von Hackebeils Portierfrau fäh unterbrochen wurde. Meester", flüsterte sie mit feuchendem Atem dem erstaunt Aufblickenden zu,„ bet Ihre Jatt'n is eener..." Vom Stuhl aufspringen, die Serviette vom Halfe reißen und davonstürzen, war eins. Als der vor Eifersucht Ermannte sein Heim erreicht hatte, mußte er sich überzeugen, daß er das Opfer eines Scherzes fetner Bechgenossen geworden war. Diesen war angesichts des Bartmärtyrers um thr Geld doch bange geworden, und so hatten sie zu dem Eiferfuchtstrid gegriffen. Dem armen Hackebetl blteb allerdings nichts anderes übrig, als auch die andere blonde Hälfte, freilich ohne Entschädigung, zu opfern. Ein neues Hochofennnglück, das viel Aehnlichkeit mit dem auf der Zeche Phönix" hat, ereignete sich Donnerstag auf den Rheinischen Stahlwerken zu Metderich. Es war die Ladung des Hochofens Nr. 3 hängen geblieben und explodierte mit einem furchtbaren Kenall. Die Explosion war so stark, daß sie trotz der weiten Entfernung noch wie ein Kanonenschuß in Alt= Duisburg gehört wurde. Weithin wurden glühendes Eisen und Erdmaffen geschleudert, die große Verheerungen anrichteten. Zwet Arbetter erlitten lebensgefährliche Verlegungen. Zahlreiche andere Arbeiter trugen zum Teil schwere Brandwunden davon. tan ver enden Salz& der e das chtet. Glä= ge rbiehtlich derte durch aufe , um nichi Hgen 3 be= hdem Herr richichts. St geoltan dung Terem Itung Ver Saran getan ver ging erab: nicht e zur Svon Näherin und Schnhmann. In einem Hause der Koppenstraße zu Berlin wurde gestern abend eine 45jährige Näherin von einem Schußmann durch einen Schuß aus dem Dienstrevolver schwer verletzt. Die Näherin war dem Hauswirt die Miete schuldig geblieben. Als er ihr deshalb Vorhaltungen machen wollte, verweigerte sie ihm den Eintritt in die Wohnung. Der Hauswirt holte einen Schutzmann, in dessen Begleitung er mit Gewalt in die Wohnung drang. Die Näherin soll darauf den Schuhmann mit Messer und Schere bebroht haben, während zugleich andere Mieter des Hauses auf ihn einnedrungen seien. Der Schutzmann habe Holtau blieb stehen, musterte thn mit einem bedeuttungsvollen Blick und sagte langsam:„ Gelüstet es Herrn von Dieskau vielleicht, seine Schüßenkunst an mir zu erproben?" Harald zuckte unter diesen Worten und unter dem sie begleitenden, seltsamen Blicke zusammen und erschrak sichtlich. Holtau, der bei seiner Anspielung an die verschiedenen blutigen, für Dieskau nicht sehr ehrenvollen Ehrenhändel gedacht hatte, war erstaunt über die Wirkung feiner Worte, aber durchaus nicht unzufrieden damit. Er grüßte leicht und schritt ruhig weiter. Gleich darauf fuhr er in der Richtung nach Meerholz davon. Ich gäbe Haralds Gesicht verlor auch den verstörten Ausdruck nicht, als er jetzt sein Zimmer aufsuchte. " Verdammt, was meinte der Bursche? etwas darum, wenn ich Gewißheit hätte." Habt die Wolfen Ihr gesehen, Die fich fern am Horizont Düster ballten, Sturm verheißend? Immer zu! Wir sind gewohnt, Stürmen niemals auszuweichen, Vielmehr, Stürme zu besteh'n, Und getreulich unser'm Kaiser Nach durch Did und Dünn zu geh'n. Wie der Fels, an dem die Wellen Immer wieder gierig branden, um dort machtlos zu zerschellen, So ragt aus den deutschen Landen Zwischen der Parteien Gunst Und Haß empor die deutsche Treu', Unser Ruf:„ Es leb' der Kaiser!" Künde dies der Welt auf's neu'! Offizierforps 20. Infanterie- Regiments. Die Kameraden in Memel antworteten nach Lindau: Das letzte Jahr, es ließ uns schauen, Das, was dem deutschen Volk tut not, Der ela'nen Kraft allein zu trauen, Sich selbst zu helfen, dann hilft Gott! Auf! Süd und Nord, schwört heut' aufs neue, Wo rings Gefahren uns umbroh'n, Zu steh'n in Germanentreue Fest um den deutschen Kaiserthron! Die Offiziere des 3. Bataillons Inf.- Regts. v. Boyen. Berliner Getreide und Schlachtviehmarkt. Der Berliner Markt folgte in der Preisstellung von Brotgetreide den vom Ausland kommenden Anregungen nur in mäßigem Umfange. Das Geschäft in Weizen gestaltete sich hier vielmehr ziemlich ruhig und war im wesentlichen gekennzeichnet durch größere Abschlüsse nach der Küste zu Exportzwecken, da die Nachfrage für die Ausfuhr namentlich seitens Jtaltens anhalt. An Roggen wurde von Danzig zur Erfüllung früherer Exportverkäufe viel Material bezogen. Auch neue Verkäufe nach dem Auslande kamen zum Abschluß, und außer dem war die nur mit wenig Vorräten versehene Mülle ret des Inlands mit Käufern am Markt. Letztere hat auch von russischem Roggen größere Mengen erworben. Die Barpreise sowie die Notierungen auf nahe Ter mine haben infolgedessen etwas angezogen, auf JultIteferung konnten sich dagegen die Pretse nicht behaup ten. Eine Stüße des Roggenmarktes bildete wieder die außerordentliche Festigkeit des Hafers. Die Barnotie rungen für letteren stellten sich in Berlin gegenüber den Forderungen der Provinz zeitweilig niedriger, weil hier Ware aus früheren Anschaffungen erhältlich war. Diese Vorräte gehen aber zur Neige, und daher muß man sich den hohen Preisforderungen fügen. Russt scher Safer stellt sich inkl. 3oll noch teurer als der deutfche. Die Proviantämter haben bereits um Offerten in La Plata- Hafer sich bemüht. In Gerste ist das Geschäft ruhig gewesen. Für Mats hat sich die Nachfrage fettens des Konsums vermehrt. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Mat wie folgt: Weizen 218,00 M, Roggen 198,50 M Hafer 196,50 M., Mais 171,50 M. Der Wohnungskrieg in Paris. Dem Sekretär des Syndikats zur Verteidigung der Mieter gegen die Wohnungsvermieter, Couchon, der aus seiner Wohnung ermittiert wurde, ist es bis fept trop eifrigen Suchens noch nicht gelungen, eine Wohnung zu finden. Ueberall, wo er anfragte, ist er abgewiesen worden. Nunmehr fündigt er an, daß, wenn die Vermteter thn weiter bontottieren würden, er eine Kundgebung veranstalten werde. Unter den Mietern der kleinen Wohnungen macht sich eine sehr ernste Bewegung gegen die Hauseigentümer bemerkbar, die in der letzten Zeit die Mie ten stark gesteigert haben. Wohnungen, die für 600 Frank pro Jahr zu haben waren, haben tm Laufe des verflossenen Jahres eine 20prozentige Steigerung erfahren. Hierzu kommt noch, daß die Lebensmittel eine Verteuerung erfahren haben und die Löhne unverändert geblieben sind. Eine Hauseigentümerin, die die Absicht hatte, 300 threr Mieter gerichtlich ermittleren zu laffen, wurde vom Polizeipräfekten der Rat erteilt, von diesem Vorhaben bis auf weiteres Abstand zu nehmen, da die Mieter angekündigt hatten, im Falle threr Exmittierung zwar thre Wohnungen verlassen zu wollen, die Häuser fedoch in Brand zu stecken. Die Wohnungsfrage hat übrigens durch die bedauerliche Ermittierung der Familie Husson, die aus neun Köpfen bestand, und der es nirgends gelang. Unterkunft zu finden, eine neue Verschärfung erfahren. Der Hausbesitzer, der diese Familie auf die Straße feßte, muß sich versteckt halten, da ihm von verschiedenen Setten gedroht wurde, man Kaum war Holtaus Wagen außer Sicht, als von der anderen Sette her eine Kalesche nahte, in der ein sonnengebräunter Herr mit mächtigem Schnurrbart saß. Langsam schlenderte gerade Klaus des Weges daher und schaute diesem Herrn, dessen Miene sehr ernst war, aufmerksam nach. Er folgte dem Wagen, der gleich darauf an der Rampe vorfuhr, sah, wie der Herr ins Schloß trat und ging zurück zu einem dichten Boskett, wo er ruhig harrend blieb. Der Diener, durch den der Fremde seine Karte hineingeschickt hatte, tam zurück und sagte:„ Der Herr Baron läßt bedauern, er tst zu unwohl, um den Herrn Oberstleutnant empfangen zu können. Würde es Ihnen genehm sein, Baron Harald zu sprechen?" ,, Auch gut," sagte der Fremde, den wir unter dem Namen Felsect fennen, führen Ste mich zu dem fungen Herrn." Harald von Dieskau erwartete den thm nicht ganz fremden Oberstleutnant z. D. Felseck im EmpfangsjaIon. Das Gesicht des alten Soldaten hatte etwas Fin steres, als er den Sprößling des Hauses musterte. ,, Es tut mir leid, Herr von Dieskau, daß Ihr Water, ein alter Bekannter, verhindert ist, mich zu sehen, er hätte mir am besten sagen können, wo sein Bruder Hermann tst." In Haralds Geficht drückte sich bei dieser kurzen, in barschem Ton gehaltenen Anrede, ein Schreck aus, den er nicht zu beherrschen wußte, denn die Worte des Fremden kamen zu unerwartet. Felseck hatte ihn fest im Auge. " Ich verstehe in der Tat nicht, was Ste metnen, Herr Oberstleutnant." Preise des städtischen Schlachtvichmarktes. 1. Och fen: a) vollfletfchtge, ausgemästete höchsten Schlachtwer tes, ungefocht 79-86 M., b) junge, fleischtge, nicht ausge= mästete und ältere ausgemästete 75-80 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 68-72 M. 2. Bule len: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 75-80 M., b) vollfletschige jüngere 71-79 M c) mäßig genährte füngere und gut genährte ältere 66 bis 74 M. 3. Färfen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 68-75 M, c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 64-69 M., d) mäßig genährte Kühe und Färsen 55-64 M., e) gering genährte Kühe und Färsen bis 62 M., f) gering genährtes Jungvieh(& reffer) 52-64 M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 114-143 M., b) feinste Mastfälber 100 bis 108 M, Mast- und gute Saugtälber 79-80 M, e) geringe Saugfälber 60-78 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 70-78 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 60-70 M., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 56 bis 66 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 gtr. Lebendgewicht 64-65 M., b) vollfleischige Schweine 250 bts 300 fund 63-64 M., c) vollfleischtge 200 bis 240 Pfund 62-64 M., d) vollfletschige Schweine 160 bis 200 Pfund 60-62 M, e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfund 55-59 M., f) Sauen 59-60 M „ Hermann von Dieskau, wollte, wie er mir schrieb, am 15. Otteber seinen Bruder aufsuchen und hat diese Absicht auch unzweifelhaft ausgeführt. Seitdem ist er verschwunden. Weder in seinem Domizil weiß man etwas von ihm, noch hat er mir geschrieben, was er sicher nach seinem Besuche hier unverzüglich getan haben würde wenn- thm nicht ein unglück zugestoßen wäre. Also, welche Auskunft können Sie mir über setnen Verbleib geben?" Harald war von der barschen Art und von der absoluten Bestimmtheit, mit der Felseck von der Existenz des eigentlichen Majoratsherrn sprach, so konsterntert, daß er ihn, ohne ein Wort zu finden, blöde aus seinen glasigen Augen anstarrte. Er fühlte, daß das Unheil näher kam. " Nun, Sie werden doch von dem Besuch Ihres Onkels unterrichtet sein?" Harald nahm seine ganze Kraft zusammen, er fühlte, daß er der Ruhe bedürfte, um diese Husarenattacke abzuwehren, ,, Sie sehen mich ganz verwirrt, Herr Oberstleutnant; ich höre von allem, was Sie sagen, nur das heraus, daß Ste annehmen, daß mein Onkel Hermann, der unseres Wissens vor Jahren im Auslande gestorben ist, noch unter den Lebenden weilen soll." " Ja, und das tst so sicher wie ich annehme, daß Ste vor mir stehen. Und ich will wissen, was aus ihm ge= worden ist, Herr von Dieskau!" " Ich bin unfähig, hierüber Auskunft zu geben, hier tft er nicht erschienen." " So?" Die grauen Augen Felsects schtenen Harald zu durchbohren. Vielleicht kann Ihr Herr Vater Ausfunft ertetlen, wollen Sie ihn nicht fragen?" " " Mein Vater ist so frank, daß ihm die durch eine solche überraschende Frage unausbleibliche Aufregung den Tod bringen könnte." ,, Also, Sie erklären mir, Herr Leutnant von Dtesfau, daß Sie weder von Ihrem Onkel Hermann noch von dessen Verbleib etwas wissen?" Einen Augenblick zögerte Harald, der Edelmann und Offizier regte sich doch ein wenig in ihm, dann sagte er aber frech:" Wie sollte ich, Herr Oberstleutnant? Ich bin auf das Aeußerste überrascht von der fabelhaft flingenden Nachricht, daß mein Oheim noch am Leben fet ,, Nun, so muß ihm einunglück widerfahren sein und zwar, wie die Vermutung nahe Itegt, hier in der Nähe. Die Polizeibehörde wird hier aufflärend wirken. Hermann von Dieskaut, von dessen Existenz ich Ihren Vater zu unterrichten bitte, tst verschwunden und man wird thn finden, lebend oder tot, verlassen Sie sich darauf. Das mar's, was mich herführte. Guten Morgen!" Er wandte sich um und ging ( Fortsetzung folat.) - Bekanntmachung. Die am 1. Januar Ifd. Js. fällig gewesenen Binsen pro II. Semester 1911 f. fönnen nur noch in den nächsten acht Tagen ohne Kosten bezahlt werden. Gießen, den 2. Februar 1912. Bezirkssparkasse Gießen. Verdingung. Für die Provinzial- Siechenanstalt Oberheen zu Gießen sollen für die Zeit vom 1. April 1912 bis 31. März 1913 im Submissionswege vergeben werden: Die Lieferung von: 1. Fleisch und Wurstwaren in 2 Losen, Spezereiwaren, Kaffee, Tee und Kakao, Süßrahmbutter, Eier, Milch und Backwaren. 2. Ca. 8000 Ctr. Hüttenkoks 4000 Baskoks " M " " in der Korngröße 40-60 mm 600 Steinkohlen( Nußkohlen 1) und 20 rm Tannenscheitholz. 3. Kernseife, Schmierseife( weiße u. gelbe) u. Soda. 4. Buzlumpen und sonstiges Reinigungsmaterial. 5 Bürstenwaren und Kämme. 6. Porzellan- und Glaswaren. 7. Verschiedene Materialien für Kleider pp. Versiegelte mit entsprechender Aufschrift versehene Offerten sind bis zum Eröffnungstermin Freitag, den 23. Februar 1912, vorm. 9 Uhr auf dem Verwaltungsbüro einzureichen, woselbst auch die für die Lieferung geltenden Bestimmungen an den Wochentagen von 3-5 Uhr nachmittags eingeseh. werden können. Gießen, den 29. Januar 1912. Direktion der Provinzial- Siechenanstalt Oberhessen. Allgemeine Karnevalfeier zu Giessen. Der Kartenvorverkauf zu ermässigten Preifen hat begonnen. Saalplatz M. 1., an der Abendkasse M. 1.50, erhältlich in den Zigarrengeschäften von Friesleben, Bahnhofstraße, Loeb, Bahnhofstraße, Müller, Markt play, charmann, Lindenplag, Körner, Cafè Astoria, Friseur Klenker und im Verkehrsbureau. Nummerierte Tischkarten à Mk. 1.50, an der Abendkasse Mk. 2.-, nur im Verkehrsbüro und nur bis inkl. Sonntag. Die Bundesverwaltung. Noch Eins zum Vermerk: Vorzüglichste Lederputz- Crème Kavalier Das Beste vom Besten 70% Lassen Sie zum Putzen des Schichwere Kavalier verwenden Sie werden überrascht sein. 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Februar findet Prämiierung selbstgezüchteter Fohlen statt und werden hierzn von dem Landes- Pferdezuchtverein, dem Landw.- Kammer- Ausschuß, dem PferdemarktKomitee u. der Stadt Friedberg ansehnliche Beträge bewilligt. Zur Benuzung unserer Pferdeställe wolle man sich rechtzeitig an das unterzeichnete Komitee wenden. Futter und Streu wird zu ermäßigten Preisen abgegeben. Am 21. Februar, nachmittags 4 Uhr, Verlosung von 5 schönen Arbeits- Pferden ( auf dem Markte angekauft), sowie von sonstigen Haus- und landw. Gegenständen, im ganzen 200 Gewinne. Lose á 1 M. find zu beziehen durch die Herren J. Hirsch und Wilh. Trapp in Friedberg. Das Pferdemarkt- Komitee. Gegen hobe Bezüge Große Gießen. Karnevalgesellschaft 1911. Für diejenigen unserer Mitglieder, bie bis zum Sonntag Mittag 11 Uhr 59 Min. ihre Eintrittskarten für die Montag Sigung zum Vorzugspreis von 1.- Mr. im närrischen Verkehrsbureau, Seltersweg, gelöft haben, werden besondere bevorzugte Pläge reserviert. Die Vereinskappen und Bundes- Madaillen werden dort ausgegeben. Neuanmeldungen nimmt das närrische Verkehrsbüro entgegen. Dünn gesät und stark gedüngt mit Re eichen ErnteSegen bringt! Eine starke Frübjahrsdüngung Thomasmehl Stern Marke für Halm- und Hackfrüchte, Wlesen, Weiden u. Futterfelder ist in Anbetracht der bis Ende April gültigen Frachtermässigung, sowie des allgemeinen Preis- Abschlages ganz besonders vorteilhaft. Thomasmehl ,, Sternmarke" ist erhältlich in jeder durch Plakate kenntlichen Verkaufsstelle. Thomasphosphatfabriken 6. m. b. H., Berlin W 35. Vor minderwertiger Ware wird gewarnt. Cigaretten Reisender od. Vertreter Kassierin der Händler: u. bessere Wirte- Kundschaft am Blaze u. in der größer. für Deta l- Geschäft zum balbigften Umgebung längere Zeit besucht hat, Eintritt gesucht Off. m. Angabe bon leiftur gefähig. Cigarette fab- der auttons Höhe a. d. Erp. rif gegen hohe Provision n ds. Bl. unt. Chiffre 948 erbeten. sofort gesucht. Geft. ausführliche Offerten erb. 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