für and er Tundide Berläufer Beluch e gu ber brettung ntrale اقد tion baren, ele im zu ber einige Briefs 19 an ttgart, liefert stfalen" Bieg gehuhn. nn d allen Dertraut, Bureau. an die leivor. dige ndel von Iters erlin Pulver Flasche Distr. 134a. Essener Au berm 31 mer gitr. 75 mer 51. Efg. zu berm e 31p. mer ge 121 zu berm 771. mer zu verm nächft b mer ofile. 56 rbaus.) mer ottite, 10 Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) verteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, fret ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig ausgabestellen viertelfährlich 90 Pfg. Erscheint Mittwochs und Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. - Nr. 18. ( 1. Blatt.) Aus Stadt und Land. Gießen, den 2. März 1912. Der Großherzog hat das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Oberst v. Ezzel, beauftragt mit der Führung der 75. Infanterie- Brigade, seither Kommandeur des Leib= garde- Infanterie- Regiments( 1. Gr. Hess.) Nr. 115 und das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens dem Hauptmann Jebens, Adjutanten der 82. Infanterie- Brigade, seither Oberleutnant im Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hess.) Nr. 116 verliehen. - Parlamentarisches. Die Kommission für Vereinfachung der Staatsverwal= tung ist von der Regierung auf Dienstag, den 12. März, zu einer Sizung einberufen worden. Zur Beratung kommt in erster Linie die Frage einer anderweitigen Einteilung der Amtsgerichtsbezirke. Der 3 we i- ten Kammer gingen folgende Drucksachen zu: Bericht des Dritten Ausschusses über die Neuwahlen eines Abgeordneten für die Wahlkreise Höchst i. O., Heppen heim- Viernheim, Haupt- und Residenzstadt Darmstadt, Echzell- Reichelsheim, Büdingen und Vilbel. Der Ausschuß beantragt die Wahlen der Abgg. Hartmann, Wiegand, Henrich, Breidenbach, Bähr und Busold für gültig zu erklären. Ferner: Regierungsvorlage betreffend Summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Großh. Landeskreditkasse für 1907. Bericht des Zweiten Ausschusses über den Antrag des Abg. Leun, betr. die Bildung der Landtagswahl. freise in der Provinz Oberhessen. Dringl. Antrag des Abg. Wolf- Stadecken, betr. Errichtung einer Privatlehranstalt in Nierstein. Antrag der Abgeordn. Grünewald u. Gen. betr. die Gehaltsregulierung der Beamten. - - - n Gießen. Dem Geheimen Justizrat Dr. G u t- fleisch ist anläßlich seines Rücktritts als Vorsitzender der Hess. Landes hypothekenbank vom Großherzog das Komturkreuz des Verdienstordens Philipps des Groß= mütigen verliehen worden. n Gießen, 29. Febr. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung gab Oberbürgermeister Mecum Kenntnis von einem Schreiben des Ministeriums des Innern, in dem unter Anerkennung der Opferwilligkeit der Stadt Gießen dte Stiftung von Mk. 100 000 für die beiden noch ausstehenden Kliniksbauten angenommen wird. Die Versammlung genehmigte ferner die vom Stadtbauamt angefertigten Baupläne für ein Volksschulgebäude an der Crednerstraße, das zunächst für 31 Klassen( Knaben und Mädchen) mit einem Kostenaufwand von 550 000 Mark errichtet werden soll. Das Gebäude wird Schulbäder, Unterrichts= küchen und alle sonstigen Nebenräume erhalten. n Gießen. Am 5. März werden Interessenten Gelegenheit haben, in Gießen eine englische Suffragete, Miß Tyson- London, zu hören, die in deutscher Sprache einen öffentlichen Vortrag über die englische Frauenstimmrechtsbewegung halten wird. o Laubach, 29. Febr. Die Zigeuner scheinen sich nun auch in unsere Gegend zu verziehen. Gestern wurden in Gonterskirchen von der hiesigen Gendarmerie 2 Zigeuner mit Frauen und Kindern verhaftet und in das hiesige Arrestlokal eingeliefert. Sie wurden heute einem Verhör unterzogen, wollen aber in keinem Zusammen= hang mit dem gesuchten Mörder stehen. o Offenbach, 28. Febr. In einer Versammlung des Nationalliberalen Vereins sprach gestern Dr. Stresemann. Zum Schluß wurde eine Resolution angenommen, in der die Abgabe nationalliberaler Stimmen bei der Reichstagspräsidentenwahl für den Abg. Bebel bedauert, im übrigen aber die Haltung der Reichstags= fraktion und ihres Führers Bassermann gebilligt wurde. Weiter sprach die Versammlung dem Herrn Th. Böhm- Offenbach ihr Vertrauen aus. o Aus dem Vogelsberg. Wie ungeheuer der Preis für Pelze in die Höhe gegangen ist, ungeachtet des diesjährigen milden Winters, zeigt der Betrag von 12 Mark, der gegenwärtig für einen Fuchsbalg bezuhlt wurde. Vor zwei Jahrzehnten wurde dieser Pelz mit Cafè Herr Samstags liegt für die Stadtabonnenten der Illustrierte Wochen- Anzeiger gratis bei. Expedition: Seltersweg 83. Samstag, den 2. März 1912. 3 Mark verkauft. Die Jäger lassen es sich darum sehr ( Gickener Tageblatt) Anzeigenpreis 20 pig. die 44 mm breite Inseratenzeite.- Sie 90 mm breite Zeile im Reklameteil$ 46. Extrabeilagen werden nach Get a Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Bahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beltreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Plazzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei. Telephon: Nr. 368. 24. Jahrg. ):( Frankfurt. In dem D- Zug, der Mittwoch Abend 7.07 von Berlin hier eintraf, wurde einem Reiangelegen sein, dem Fuchs mit allen möglichen Fang senden die Brieftasche mit 3000 Mark Inhalt gemitteln zu Leibe zu rücken. o Friedberg. Die Handelskammer Friedberg wählte in ihrer letzten Sitzung zum Vorsitzenden Kommerzienrat Fertsch- Friedberg wieder. ! Mainz. Die Verhandlung in der Klage gegen 32 Verkäuferinnen des Warenhauses Tietz bot nur wenig des Interessanten. Gegen ½ 12 Uhr wurde das Urteil verkündet. Es erhielten die Hauptangeklagte Christine Rauth aus Kastel eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten, verschiedene erhielten 3 Wochen, 2 Wochen, 1 Woche und mehrere Tage. 14 Angeklagte wurden freigesprochen. ):( Worms. In Westhofen ereignete sich heute vormittag ein schwerer Unglücksfall. Ein junger Monteur im Dienste der Ueberlandzentrale geriet in die Hochspannleitung und wurde von dem starken elektrischen Strom sofort getötet. s Darmstadt. Die über die evangelisch- christliche Liebestätigkeit im Großherzogtum Hessen angestellten Liebestätigkeit im Großherzogtum Hessen angestellten Erhebungen hatten ergeben, daß im Jahre 1910 Gesamtsumme aller Liebesgaben 826 601 Mt. beträgt. die ! Bingen. In der letzten Stadtverordnetenjizung teilte Bürgermeister Neff mit, daß der Großherzog in einer Audienz genehmigt habe, daß die Stadt Bingen um eine Garnison nachsuchen darf, daß auf dem Platze bei dem hiesigen Kreisamt ein Denkmal des Großherzogs von Hessen aufgestellt werden dürfe und daß der bisherige Platz„ Am alten Badehause" in Großherzog Ernst Ludwig- Platz" umgenannt werden könne. ! Heidesheim. In zwei abgelegenen Gehöften wurden von Zigeunern Einbruchdiebstähle verübt. Auf der Nonnenau erbrachen die Diebe einen Keller und entwendeten mehrere Säcke Kartoffeln, in der Waldhausen'schen Geflügelzuchtanstalt Uhlerborn stahlen sie Hüh= ner. Am nächsten Morgen, als die Gendarmerie die bei Heidesheim lagernde Bande festnehmen wollte, nahmen die männlichen Mitglieder Reißaus. Die Frauen wurden festgenommen. r Aus dem Kreise Wezlar. Nach der Generalversammlung der Herdbuchgesellschaft für den Kr. Wetzlar waren am 1. Januar d. Js. bei derselben eingetragen 694 Kühe, 142 Rinder, 139 Bullen, insgesamt 986 Tiere gegen 834 im Vorjahre. Dieselben verteilen sich auf 686 Mitglieder in 67 Kreisgemeinden. Die Anstellung eines Zuchtwarts mit 900 Mt. Anfangsgehalt wurde genehmigt. Die Dürre des letzten Sommers, wie die in einigen Orten des Kreises ausgebrochene Maulund Klauenseuche haben auf die Herdbuchvereinigung feinen schädigenden Einfluß gehabt. Für die vom Rotzüchterverband im nächsten Jahre in Gießen geplante große Ausstellung ist eine rege Beteiligung in Aussicht genommen. r Wezlar. Das Licht und Luft bad, dessen Eröffnung von recht vielen Seiten mit Freuden erwartet wird, ist nunmehr in seiner Einrichtung so weit vorgeschritten, daß es in einigen Wochen seine Pforte öffnen kann. Voraussichtlich wird das am 1. April ge= schehen. ):( Waldgirmes. Während Tannennutzhölzer auf dem Submissionsweg abgegeben wurden, war die Nutzholzversteigerung überaus stark besucht. Sehr begehrt sind die Eichenschnittstämme für Schreiner und Glaser geeignet, der Festmeter wurde durchschnittlich mit 100 Mark bezahlt. Unsere Gemeinde verfügt über einen herrlichen Eichenbestand; der Wald ist 544 Hektar groß. ):( Weilburg, 27. Febr. Gestern stürzten bei dem Brückenbau bei Gräveneck drei Arbeiter in die Lahn. Zwei davon konnten gerettet werden, während der dritte ertrank. Seine Leiche ist noch nicht geländet. Der Ertrunkene stammt von Falkenbach und ist Vater von 5 Kindern. ):( Frankfurt a. M. Trotz der schweren Not der Zeit sind in Frankfurt am letzten Samstag laut „ Frankfurter 3tg." einhundertfünfzig Bälle mit und ohne Masken, Damensizungen mit Herren, karnevalistische Zusammenkünfte und ähnliche Veranstalfungen abgehalten worden. Das genügt! stohlen. ):( Griesheim. Hier ist der seltene Fall vorgekommen, daß Schwiegermutter und Schwiegersohn gemeinsam das Weite gesucht haben, während sie die Schwiegertochter mit ihren Kindern im Elend zurückgelassen haben. Im ):( Aus der unteren Mainebene. ganzen recht befriedigend sind die Aussichten für die diesjährige Wintergetreideernte, wie auch für den Wein. Roggen und Weizen entwickeln sich bei dem feuchtwarmen Wetter in wünschenswerter Weise, ein Beweis, daß Frostschäden nicht störend gewirkt haben. ):( Fulda. Wegen anhaltender Seuchengefahr sind die für den 7. und 21. März d. Js. in hiesiger Stadt angesetzten Viehmärkte untersagt worden. ):( Weilburg. Der Magistrat hat beschlossen, den Stadtverordneten einen Antrag zu unterbreiten, wonach sich dte Stadt Weilburg mit 1000 Mt. an der zu gründenden Gesellschaft m. b. H. zum Bau eines ProbeMotorschiffes auf der Lahn beteiligt. ):( Laubus eschbach. Die Buderus'schen Eisenwerke in Wetzlar gedenken auf den stillgelegten Gruben der Gemarkungen Laubuseschbach und Rohnstadt die Arbeit wieder aufzunehmen. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde in Gießen. Sonntag, den 3. März, Reminiscere. In der Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Professor D. Schian. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäus- GePfarrassistent Schorlemmer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe. meinde. In der Johanneskirche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Katholische Gemeinde in Gießen Sonntag, den 3. März. 2. Fasten- Sonntag. Vorm. von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachm. 5½ Uhr: Christenlehre; darauf Passionsandacht. Abends um 8 Uhr: Das Leben Jesu in Wort u. Bild. Dienstag und Freitag, abends 6½ Uhr, ist Fastenandacht. Rote Radler Galfuniners Malylaffen maird von allen Malzlaffens our meisten gelauft. Giess. Rester- Lager Brandmalerei und Schnittkunst Bahnhofstrasse 62 Gemütlicher Hildebrandt, Sonnenstrasse 31 Carl Zimmermann, Neue Bäue 15. Ausführung von Bestellungen jeder Aufenthalt. Kaffee 15 Pfg. Bügel- und Reparatur- Anstalt. Rechtskonsulent Stappel Drogen, Chemikal., - Art. Tel. 616. Neuenweg 28. Hermes Lehr- Institut Giessen, Sonnenstr. 31. Tel. 634. Pension ,, Bellevue" Korbwaren Neue Baue 22. Mod. Haus am Stadttheater, Zimmer in jeder Parfümerien und Farben Löwen- für Dam. u. Herren, Bahnhofstr. 39. Bürstenmacher Drogerie W. Kilbinger, Giessen, Seltersweg 79a. Einzige u. Spez.- Ausbild. in all. kaufm. Fächern. Eintritt jed. Zeit. Heinrich Kuhl, Wolkengasse 21. Preislage. Privat- Mittagstisch. Das Gehalt mocht's! Annoncen- Annahme 1. alle Zeitungen, billigste Berechnung. ReklameKähler, Charlottenburg I. Weissnäh- Unterricht Frau Schott, Kaiser- Allee 7 I. Zigarren u. Tabake Martin Krug, Schulstr. 5. Deutscher Reichstag. unterricht obligatorisch und von der Erwerbung eines Abgangszeugniffes in diesem Unterrichtszweig die Erlaubnis zur Eheschließung abhängig gemacht wird. Der Vorschlag begegnete einer gedämpften Hetterkett. Anscheinend wußte man nicht recht, ob man ihn ernst nehmen sollte. Am Mittwoch wurde mit der zweiten Lesung des Ctats des Innern begonnen. Abg. Mayer( 3.) sprach gegen das Kohlensyndikat und für ein ReichspetroleumMonopol. Abg. Pauli( tons.) nahm sich des Mittelstandes an. Abg. Graf Posadowsky( wild) wandte sich gegen den alten Boltzetstaat, gegen eine gefezwidrige Auslegung des Reichsvereinsgefeßes durch manche Behörden und gegen den fortgesezten Auftauf von Bauerngütern durch den Großgrundbesiz. Er verteidigte die febige Wahlkreiseinteilung und wandte sich sodann gegen die Herabfeßung der Altersgrenze im Invaliditätsgeset. Am Donnerstag wurde die Beratung fortgesetzt, wobei zuerst Abg. Bassermann( ntl.) das Wort nahm. Er regte wiederholt die Teilung des Reichsamtes des Innern in zwet Reichsämter ant, lobte unsere Sozialpolitif, die nicht stille stehe und bezeichnete das Reichsvereinsgesetz als einen Fortschritt, der besonders der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung zugute komme. Redner lehnte es ab, die sozialdemokratische Bewegung mit Gewalt niederzuschingen, ebenso das Koalitionsrecht der Arbeiter anzutasten und verlangte eine neue Wahlfreiseinteilung sowie eine allgemeine Besitzsteuer. Abg. Doormann( f. Vp.) forderte die Festlegung der Altersgrenze auf 65 Jahre. Er bezeichnete die Wohnungsfrage für dringend. Staatssekretär Delbrück sprach sich gegen eine Tellung des Reichsamts des Innern aus und wies dann die Behauptung der Sozialdemokraten zurück, daß sie allein die Sozialpolitik gemacht hätten. In längeren Ausführungen legte der Staatssekretär dar, daß von einem Stillstand der Sozialpolitik nicht die Rede sein könne. Für Streifvergehen reichten die bisherigen Strafbestimmungen aus. Die Berliner Frauentagung. Rundschau vom Cage. Politisches. Der Ueberschuß aus dem Reichsetat für 1911 dürfte sich auf rund 180 Millionen belaufen. Diefer Ueberschuß wird aber keinesfalls zur Deckung neuer Ausgaben herangezogen. Er wird vielmehr zur Tilgung von Ausgaben nicht werbender Natur verwendet werden, die nach dem strengen Grundsaße in den ordentlichen Etat gehören, aber seinerzeit in dem außerordentlichen Etat untergebracht wurden. In parlamentarischen Kreisen hat man übrigens die Hoffnung, den Etat bis zum 31. März zu verabschieden, fast aufgegeben. Man rechnet damit, daß die Regierung dem Haus ein Notetatsgesetz für zwei Monate vorlegen wird, das den Bundesrat ermächtigt, die Ausgaben auf der Grundlage der beiden ersten Monate des Etats für das Jahr 1911 zu leisten. gefängnis eingeliefert worden. Mehrere Mitglieder der Bande sind auf dem Transport entwichen. 105 Jahre alt geftorben. Der älteste Mann der Provinz Posen, der Schuhmacher Zaborowski in Samotschin, ist im Alter von 105 Jahren gestorben. Er erfreute sich bis in die letzte Zeit einer ausgezeichneten Gesundheit. Bet seinem 100. Geburtstag hat der Grets ein tatferliches Gnadengeschenk von 300 Mark erhalten. Ein vorsichtiger Selbstmörder war der 25jährige Tapezterergehilfe Rohde in Groß- Lichterfelde bet BerItn. Er steckte in seinem Zimmer die Matraße in Brand, übergoß sich dann selbst mit Wasser, damit er nicht von den Flammen ergriffen werde und suchte nun durch den sich entwickelnden Qualm den Erstickungstod zu finden. Der Lebensmüde kam auch zum Ziel. Als die Tat entdeckt wurde, war er bereits tot. Wie die endgültige Reichstagspräsidentenwahl am 8. März ausfallen wird, ist, wie der„ Franks. Ztg." aus Berlin bestätigt wird, zurzeit noch durchaus unklar; denn es haben zwischen den Parteien noch keine Vers handlungen zum Zwecke einer Vereinbarung stattgefunden. Einzelne Versuche, die in der Hauptsache daraus hinausliefen, die Zustimmung der Parteien der Rechten für einen nationalliberalen Präsidenten zu ge= winnen, haben zu feinem Ergebnis geführt. Ob es überhaupt zu Verhandlungen zwischen den Parteten tommen wird, ist auch fraglich, weil sich die meisten von ihnen so festgelegt haben, daß sie nicht mehr gut zurück tönnen. Am Dienstag wurde in Berlin der deutsche Frauenkongreß eröffnet, auf welchem es recht interesfant herging. Die Reform der Hauswirtschaft war das Thema, zu dem die erste Rednerin, Frau Elly HeußKnapp das Wort ergriff. Die Vortragende ist eine überzeugte Gegnerin der von den Ultras der Frauenbewegung gewünschten Vergesellschaftung des Haushalts, der gerade inmitten der Großbetriestendenzen der Gegenwart seinen individualistischen Charakter nicht nur bewahrt habe, sondern ihn sogar zu vertiefen bestrebt fet. Gemeinwirtschaftliche Experimente, wie das Einfüchenhaus, würden bis auf weiteres Experimente bleiben, troß aller Vorteile und Ersparnisse. Denn je mehr sich das Berufsleben mechanisch gestalte, desfo mehr straube sich der Mensch gegen die Schematisierung auch seines Haushalts. Die Erleichterungen, die der moderne Haushalt der Industrie verdankt man braucht nur an Konservenfabriken, Wasserleitung, Retnigungsmaschinen zu denken, ermöglichen der Frau die Teilnahme am Erwerbsleben neben der Erfüllung häuslicher Pflichten, der die Tendenz innewohnt, sich zur Qualitätsarbeit zu verfeinern. Diese höhere Hausarbeit fegt aber eine berufsmäßige Ausbildung voraus. Verzweiflungstat eines Kranken. Auf dem Hofe des Krankenhauses in Willich( Rheinland) fand man einen lungenfranken Patienten mit zerschmetterten Gliedern tot vor. Der Kranke hatte sich in der Ver= zweiflung aus dem dritten Stockwerk in den Hof hinab gestürzt. Ein Reichspetroleummonopol? Die N. Breuß. Corr." schreibt: Unter den Steuer- und Abgabe- Plänen, die im Jahre 1909 gelegentlich der Reichsfinanzreform ausgearbeitet wurden, befand sich auch der Plan eines Reichspetroleummonopols. Man hat diesen Plan von neuem geprüft und wiederholt aus wirtschaftspolittschen Rücksichten wieder fallen lassen. Nun aber ist der Plan abermals aufgenommen worden, und diesmal ist man augenscheinlich in Regierungsfreisen entschlossen, den gesetzgebertschen Versuch zu machen, diesen Blan zu In der Diskussion trat Frau Regine Deutsch für eine berufsmäßige Ausbildung der Dienstboten und für gefeßliche Regelung ihrer Arbeitszeit ein, und Frau Lischnewska warf sich mit Eifer zum Anwalt des EinKüchenhauses auf. Ste würde ohne Bedauern den„ Einzelkochtopf" aus dem Haushalt verschwinden sehen. Die Referentin nahm sich dagegen in ihrem Schlußwort warm dieses„ Einzelkochtopfes" an und wollte ihn nicht mtssen zu Gunsten einer billigen, unschmackhaften, unästhetischen Massenbeföstigung". Hier fei der erste und beste Platz für Qualitätsarbeit der Frauen. verwirklichen. Ein Revolverkampf zwischen einem Schuhmann und mehreren Rowdies hat sich in der vergangenen Nacht im Nordosten Berlins in der Lothringerstraße abgespielt. Hierbei wurde ein 21 Jahre alter Telephonist durch eine Kugel in den Oberschenkel getroffen und schwer verletzt. Er wurde verhaftet und nach der Charitee gebracht. nichts gen He after 80 De umfaßt Verhan der Aus ten faft die not dem A riid. C lenman eine G das Zu Eisenba nicht ge ben Lo daß Pr Borscht find vo ren, da gierung Die 50 man be Truppe den Ko reiche ist derttaus Lande Kündig Betrieb noch ni miermi Bergart gierung Verhand Kohlena den In gezeigt, die Arb nister fo fich ihre Der Die Sabfeld Waldbr von etm naturger darüber fehen. Waldbr In Das älteste Schalttagskind in Süddeutschland etn angesehener Mitbürger der Stadt Heidelberg, Zigarrenfabrikant Friedrich Erhard, der am 29. Februar feinen 20. Geburtstag fetert und damit sein 80. Lebensjahr vollendet. Sein 60jähriges Dienjubiläum feterte am Freitag der General der Infanterie von Seebeck, Kurator der Kaiserin Augusta- Stiftung in Potsdam. Der Katser und die Kaiserin sandten herzliche Glückwunschtelegramme an den Jubilar. Die Strafgesetzkommission des Reichstags hat nach Abschluß der Beratung über die allgemeinen Teile des Vorentwurfs eine Gesamtredaktion der bisherigen Beschlüsse vorgenommen. Mit Geldstrafen bedrohte Handlungen gelten erst dann als Vergehen, wenn die Strafandrohung 500 Mark übersteigt. Alle mit Geldstrafen bis zu 500 Mark oder mit Haft bedrohten Straftaten solTen Uebertretungen sein. Die Höchstdauer der Haft ist von sechs Wochen auf drei Monate heraufgesetzt. Die Kommission hat ferner eine Bestimmung eingestellt, wonach in den Fällen, wo das Gesetz dem Richter die Wahl zwischen Freiheitsstrafen verschiedener Art läßt, auf Buchthausstrafe nur erkannt werden darf, wenn die Tat auf ehrloser Gesinnung beruht, dagegen auf EinschlieBung zu erkennen ist, wenn die Tat weder auf ehrloser noch verwerflicher Gesinnung beruht. Selbstmord eines Referendars. Der 28 Jahre alte Referendar Dr. Walter Schmuhler in Dresden verübte in seiner Wohnung Selbstmord. Vermutlich handelte er aus Furcht vor dem Assessorexamen. Schmußler versuchte er sich erst zu hängen, nahm dann, als der Ver such fehlschlug, Gift und feuerte noch eine Kugel auf fich ab. Nach Unterschlagung von 5000 Mark ist der 19 Jahre alte Kaufmannslehrling Rump aus Neu- Cölln bei Berlin flüchtig geworden. Er sollte einen Scheck von 5000 Mark für Löhne abheben. Rußland als Friedensvermittler. Nach Informationen der Pforte soll der Vorschlag des russischen Mtnisters Sasanow dahin gehen, in Konstantinopel und Rom Schritte zu unternehmen, um die Friedensbedin= gungen fennen zu lernen. Der von Rußland vorgeschlagene Weg für eine freundschaftliche Vermittlung zwischen Italien und der Türkei soll vor allen Dingen darin bestehen, Italien zu fragen, unter welchen Bedingungen es Frieden schließen würde, wobei die Souveränität Italiens über Tripolis und die Cyrenaika unangetastet bliebe. Darauf würden dann die fünf Großmächte geeignete Schritte in Konstantinopel unternehmen. In dem Wunsch nach allgemeiner Höherbewertung des häuslichen Arbeit der Frau klang das erste Referat aus, und diesen Gedanken griff die zweite Referentin, Frau Marianne Weber- Heidelberg auf. Sie wies auf den von zahlreichen Frauen als unwürdig empfundenen Zustand hin, daß sie selbst in der Verwendung ihres eigenen verdienten oder eingebrachten Geldes völlig vom Manne abhängig sind. Von den voll erwerbstätigen Frauen sind 76 pet. Landarbeiterinnen, und diesen wird thr färglicher Lohn nicht einmal ausbezahlt, sondern er tommt in die Hände des Mannes. Das selbständige Geldverdienen, das ein Teil der Frauenbewegung als einzigen Weg zur wirtschaftlichen Emanzipation der Frau betrachtet, fann also noch nicht als Richtschnur für die Zukunft aller Frauen gelten. Befuntäre Unab hängigkeit der Frau vom Mann würde sich aber nach Ansicht der Rednerin vielleicht erreichen lassen durch eine Ausgestaltung des Eherechts in der Form, daß das Gesetz der Ehefrau ein Anrecht auf Vereinbarung fowohl eines festen Haushaltsgeldes als auch eines festen Nadelgeldes für thre besonderen Bedürfnisse zubilligt. Damit würde auch für beide Teile der jegensreiche Zwang geschaffen sein, ein Budget aufzustellen, in dem Ausgaben und Einnahmen miteinander im Einklang ftehen. Schließlich trat Frau Elifabeth Gnauck- Kühne für die Schaffung eines weiblichen Dienstjahres in der Weise ein, daß in den Schulen ein Jahr Haushaltungs8) Unter Feinden. Roman von Karl Matthias. ( Nachdruck verboten.) ,, Nicht nur das, ich habe sogar schon Ihres Vaters Einwilligung." „ Lüge! Mein Vater gibt seine Tochter feinem Prusflen," zeterte das überraschte Herrchen. Mein Vater ist ein guter Franzose, er haßt Euch Barbaren nicht wentger als ich." Kleine Nachrichten. Die Nationalspende für das Militär- Flugwesen in Frankreich nimmt mit jedem Tage zu. Bis Freitag hatte sie die Summe von 592 000 Francs erreicht. Aus den Gerichtscälen. Keine Unfallrente bei Trunkenheit. Wie der„ Inf." mitgeteilt wird, hat das Reichsversicherungsamt in etner wichtigen Entscheidung einen Rechtsgrundsatz aufgestellt, der von allgemeinem Interesse ist. Ein Arbetfer hatte unerlaubt seine Arbeitsstätte verlassen und sie erst nach längerer Zeit der Abwesenheit im Zustande völliger Truntenheit wieder betreten. Er war völlig unfähig zur Arbeit und erlitt infolge seines Zustandes einen Unfall, auf Grund dessen er Ansprüche auf die Zahlung einer Unfallrente machte. Der Arbeitgeber, eine Behörde, lehnte den Anspruch ab und das Reichs= versicherungsamt trat ihrer Auffassung bei: da der Arbeiter infolge von Trunkenheit unfähig zur Arbeit war, sei der Unfall nicht als Betriebsunfall anzusehen. Der Mann hätte durch die verbotene Entfernung von seiner Arbeitsstelle und durch den Alkoholgenuß, der ihn zur Erfüllung seiner Pflichten unfähig machte, jeden zufammenhang zwischen seiner Person und dem Betriebe gelöst. Dieser set auch durch die Rückkehr nicht wieder hergestellt worden, da er weder tatsächlich gearbeitet hatte, noch dazu imstande gewesen wäre. Die Kronprinzessin von Schweden ist Mittwoch früh von einem Prinzen entbunden worden. Mutter und Kind befinden sich sehr wohl. Die 1882 geborene Kronprinzessin Margarete, Prinzessin von Großbritan nien und Frland, hat threm Gemahl, dem Kronprinzen Gustav Adolf von Schweden, mit dem sie seit 1905 vermählt ist, bereits drei Kinder geschenkt. Diebstahl im D- Zuge. In dem D- Zug, der in der Nacht zum Donnerstag von Berlin in Frankfurt a. M. eintraf, wurde einem Reisenden die Brieftasche mit 8000 Mark Inhalt gestohlen. Der Bestohlene merkte den Verlust erst auf der Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim. Von den Tätern hat man keine Spur. Tyrolt hatte es längst aufgegeben, den künstlichen Chauvinismus dieses Ersoldaten zu bekämpfen. Er verließ ohne Antwort die Veranda und trat in den SaLon, wo er Bourlier Vater und Frau von Tarandal fand. " War das nicht die Stimme meines Sohnes?" fragte der alte Herr, seinen Fabrikdirektor durch eine Handbewegung zum Sizen nötigend. Sonderbar, ich höre ihn immer sprechen, gesehen habe ich ihn noch nicht. Wovon sprachen Sie? Das klang ja fast wie ein Streit!" Eine 25föpfige Zigeunerbande verhaftet. In Schweinfurt( Unterfranken) ist ein 25köpfige Zigeuner= bande unter starker Bedeckung von Gendarmerie, Feuerwehr und bewaffneten Bauern in das Landgerichts„ Es war dergleichen," erwiderte Tyrolt auswetchend.„ Ich habe Pumarquet wegen Unregelmäßigkeiten entlaffen müssen. Herrn Olivier wars nicht recht. Wte geht es Fräulein Desiree?" gehalten haben. Ich bin nur Tante, ich füge mich und spreche Ihnen meinen Glückwunsch aus." " Daß ich Sie, gnädige Frau, der Gesellschaft Ihrer Nichte werde berauben müssen, wenn Desiree einwilligt, meine Gattin zu werden, ist der einzige bittere Tropfen im Kelche meines Glückes." Beling von den Republikanern bedroht. Das glaube ich Ihnen nun wieder auf's Wort," meinte die Dame ironisch. „ Ganz leidlich," antwortete Frau von Tarandal statt des Hausherrn. Das Fieber scheint gehoben zu fein. Morgen wird sie vielleicht schon wieder zum Vorschein kommen. Bis dahin müssen Sie schon Gebuld haben, Retter und Ritter meiner leichtsinnigen Nichte." " D, ich will geduldig warten, bis Desiree völlig ge= nesen ist." Die chinesischen Republikaner scheinen sich in die Ordnung der Verhältnisse des himmlischen Retches nicht gewöhnen zu können. Am Donnerstag abend be= gannen in Peking einige hundert Soldaten Juanschifais zu meutern. Sie plünderten mehrere Häuser, zündeten sie an und begannen ein planloses Schießen. Etnige tausend Soldaten wurden aufgeboten, um die Ordnung wieder herzustellen. Der Draht berichtet weiter: Der Diener meldete, daß das Diner serviert set. Frau von Tarandal reichte Tyrolt thren Arm. Man begab sich in das Speisezimmer, wo die Tafel für vier Personen gedeckt war. ,, Ste Schlimmer," drohte die alte Dame, als ob Sie nicht jede Minute bis zum Wiedersehen zählten. Mein Bruder hat mir bereits mitgeteilt, daß Ste Deftree ( nicht nur uns erhalten haben, sondern auch um fte an" Ich denke, daß Olivier erscheinen wird," erklärte Bourlier. Peking, 1. März. Die Unruhen dauerten gestern bis spät in die Nacht. Die Aufrührer verlassen jezt, nachdem sie vielen Schaden angerichtet haben, mit ihrer Beute die Stadt. Die von ihnen angelegten Brände haben eine große Ausdehnung angenommen und sind zum Teil noch nicht gelöscht. Die Gesandtschaftswachen brachten die Ausländer ohne Belästigung nach den Gesandtschaften. Dagegen wurde in den äußersten Stadtteilen auf Ausländer geschossen, ohne daß jemand verlegt wurde. Jetzt wird für die Ausländer Als die Herrschaften Platz nahmen, trat der Erwartete ein und ließ sich zwischen Vater und Tante, dem Direktor gegenüber, an dem Tische nieder, nachdem er einige verdrossene Begrüßungsworte gesprochen hatte. ,, Nun mein Sohn, Du hast Dir Zeit gelassen, nach dem unfreiwilligen Bade Nachricht zu geben. Jedoch Du bist wohl auf, das versöhnt mich mit dem, was geschehen." Kein Wort des Vorwurfs," dachte Tyrolt, und gestern dieser Zorn. Der Mann ist wahrscheinlich ein schwacher Vater." wirklich teilnehmende Menschen fand, welche mir nicht mit Spott begegneten, wie ich es hier befürchten mußte, nachdem ich in die gestellte Falle gegangen war." Der Diener servierte ein Ragout. Die Unterhaltung stockte. Als er sich entfernt hatte, fragte Bourlier leichthin: „ Sehr liebenswürdig, daß Du überhaupt Notiz von meinem Unfalle genommen hast," höhnte der Exleutnant, bet dem die gütigen Worte auf unfruchtbaren Boden gefallen waren. Ich glaube, wenn ich der Torheit meiner Schwester zum Opfer gefallen wäre, würdest Du Dich nicht minder vergnügt zum Liebesmahle setzen." Von welcher Falle sprachst Du?" Statt Olivier, antwortete Tyrolt, der, leicht erbletchend, das Haupt in den Nacken warf. „ Herr Bourlier meint, daß Fräulein Desiree ihn nur deshalb zur Kahnfahrt aufforderte, um mir Gelegenheit zu geben, meine Schwimmkünste zu zeigen." „ Aber das ist ja absurd," warf Nataly ein.„ Wenn Du Deine Kraft und Deine Ruderkunst nicht überschätzt hättest, würdest Du der Schwester Bitten nicht nachgegeben haben. Sie ist ein halbes Kind, Du ein Mann. Die Schuld an dem Unglück trifft Dich allein." „ Wenn ich nicht nachgab, so fuhr sie mit dem Herrn Fabrikdirektor," murrte Olivier. Das wollte ich nicht, denn der Herr dort ist kein Begleiter für Desiree." „ Aber Olivier," rief Madame Nataly empört.„ Wie fannst Du nur so sprechen? Wir sind fast gestorben aus Angst um Dich, während Du lustig in Sedan pofultertest." " Ich blieb dort, weil ich unter meinen Kameraden ,, Was unterstehst Du Dich," zürnte Bourlier.„ Du beleidigst meinen Gast in meinem Haufe? Er ist ein Mann, den ich hoch schäße, mein Freund, und wird mir bald noch mehr sein." „ Also ist es die Wahrheit, daß Du der Werbung dieses Fremden stattgeben willst?" " Ich verbiete Dir diesen Ton, Olivier. Herr Tyrolt bewirbt sich um Deiner Schwester Hand, und ich sage Ja und Amen dazu, da er ein Mann nach meinem Herzen ist." nis mel mehr ge den übe der übr Dann bedaure ich, nicht länger im Vaterhause wetIen zu können," sprach Olivter, sich brüst von seinem Plaze erhebend, in schneidendem Tone, in welchem sich sein ganzer Haß und die Bosheit seines Charakters fund gab. Auf Wiedersehen, Papa, sobald ich die Ges wißheit habe, diesen Prufften und Glückstäger hter nicht mehr anzutreffen." allgeme mit ihr ganz u Die to Unter Brunn feit ein und ein der Do Gelder dorf u lagern es lan bekann feinen faillier Es fol ralrev tor do deres von B Spur, folgt& daß es habhaft zehn bi neraldi Reviso nahe a Fürst Deutsch von B feld and Hochade Los und Inng. guten gtersver Er lich aus men, ge daß Ty mußte. Gini Ein Jed angenehm in thr S mit dem Une Bause, d nes Sohn daß er d wollen fü meiner T fett verze Es i Tyrolt, de welch sch Hinftigen Bufunft anderem." „ Ja, Mahle nic Teligen Sta „ Erzäh tilde erfal den Salat then ließ. Ste fel nießen, un Latfchitfiel mithi, feine nem Teller allem glid ners ware ben, den er eder de nn der in Ea Gent. 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Inzwischen dürf= ten fast alle Kohlengruben verlassen sein; nur die Leute, die nötig sind, um die Gruben vor dem Ersaufen und dem Ansammeln von Gasen zu bewahren, bleiben zurück. Schon macht sich in den Industriegebieten Kohlenmangel fühlbar. Die Eisenbahngesellschaften tünden eine Einschränkung des Zugverkehrs an, vermindern das Zugpersonal und stellen Wächter zum Schuße der Eisenbahnen an. Zu Ordnungsstörungen ist es noch nicht gefommen. Die meisten Kohlengrubenbesizer ha= ben London bereits verlassen. Ferner verlautet noch, daß Premterminister Asquith den Grubenbesitzern neue Vorschläge gemacht habe. Die Führer der Bergleute find voll triumphierenden Stegesbewußtseins und erklären, daß sie moralisch bereits geficgt hätten, da die Regierung das Prinzip auf Minimallohn anerkannt habe. Die Hoffnungen auf Frieden sind tief gesunken und man bereitet sich überall auf das schlimmste vor. Die Truppen erhielten Befehl, sich bereit zu halten, und in den Kohlengebieten werden Vorkehrungen für umfangreiche militärische Operationen getroffen. Viele Hunderttausend von Arbeitern und Angestellten im ganzen Lande erhalten von ihren Firmen bedingungsweise Kündigung für den Fall, daß wegen Kohlenmangel der Betrieb eingestellt werden muß. Man erwartet ein noch nie zuvor dagewesenes Chaos. Retches nd be anfchi r, ziln 11. Gi m die erichtet ten ge en, mit erlaffen elegten ommen Befandt stigung äußer daß je sländer ir night mußte, r." Jaitung Sourlier erblet ree ihn ir Ge Seigen. „ Wenn erfchäft nachge Mann Herrn ch nicht e." T. Du ift ein ird mir Berbung Tyroll ich fage meinem tfe wet fetnem Dem fid Crafters Die Ge er Ster London, 1. März. In der Ansprache, die Premierminister Asquilh gestern an die Konferenz der Bergarbeiter gerichtet hat, führte er u. a. aus: Die Regierung habe sich entschlossen, einzugreifen, falls die Verhandlungen zu keinem Ergebnis führen sollten. Die Kohlenarbeiter nehmen eine Ausnahmestellung unter den Industriearbeitern der Nation ein. Es habe sich gezeigt, daß die Forderung eines Lohnminimums für die Arbeiter in den Kohlengruben gerecht set. Der Minister schloß mit einem Appell an die Arbeitervertreter, sich ihrer schweren Verantwortung bewußt zu bleiben. Der Generaldireffor als Millionendefraudant. Die Nachricht, das der Generaldirektor der fürstlich Hatzfeld- Wildenburgischen Domänen von Boot in Waldbroehl im Rheinland Unterschlagungen in Höhe von etwa zwet Millionen Mark gemacht hat, erregte naturgemäß nicht nur in Deutschland, sondern weit darüber hinaus großes und nicht unberechtigtes Auffehen. Es werden dazu folgende Einzelheiten aus Waldbroehl gemeldet: In Waldbroehl war es schon längst kein Geheimnis mehr, daß etwas in der Leitung des Gutes nicht mehr gestimmt hat. Man hörte allenthalben vieles reden über das Treiben des Generaldirektors von Boot, der übrigens in der ersten Zeit seiner Tätigkeit eine allgemein geachtete Persönlichkeit war. Eine Dame, die mit ihrem Liebhaber geflüchtet ist, hatte von Boot ganz und gar in den Händen und stellte an den Mann die tollsten Anforderungen für ihren Lebensunterhalt. Unter solchen Umständen hätte sich selbst der tiefste Brunnen ausgefchöpft und auch von Boot wußte schon feit einigen Jahren mit feinem Gelde nicht mehr aus und ein. Er fam schließlich so weit, daß selbst die auf der Domäne liegenden und Tag für Tag eingehenden Gelder nicht mehr ausreichten, er fuhr nach Düsseldorf und griff dort auch noch die bei dortigen Banten lagernden Depots des Fürsten Hatzfeld an. So ging es lange Zeit weiter. Fürst Haßfeld- Wildenburg, der bekanntlich deutscher Gesandter in Kairo ist, sette in feinen Direktor großes Vertrauen, das erst durch defaillierte, nach Kairo gehende Briefe erschüttert wurde. Es sollte darauf im Auftrage des Fürsten eine Generalrevision stattfinden und diese war dem Generaldirektor doch zu lästig. Es blieb Boot unter diesen Umständen nichts anderes übrig, als zu verschwinden. Bis heute weiß man von Boot weder seinen Aufenthalt, noch hat man eine Spur, wohin er geflohen sein tönnte. Die Polizei verfolgt zwar einige Spuren, doch glaubt man allgemein, daß es nicht gelingen wird, des ungetreuen Dieners habhaft zu werden, da er einen Vorsprung von zirka zehn bis vierzehn Tagen hat. Die Vollmacht als Generaldirektor ist gelöscht, und ein gerichtlich bestellter Revisor ist an der Arbeit, um die Unterschlagungen, die nahe an zwei Millionen heranretchen sollen, festzustellen. Fürst Haßfeld ist bereits auf der Heimreise nach Deutschland begriffen. Wie fetzt auch bekannt wird, hat von Boot, bevor er feine Stellung beim Fürsten Hazfeld antrat, in Berlin gelebt, wo er es verstand, mit dem Hochadel bekannt zu werden. Er war damals stellenlos und bewarb sich lange Zeit um eine passende Stellung. Schließlich erhielt er durch seine angebahnten guten Beziehungen eine Anstellung im Deutschen Offtztersverein, und zwar in der heraldischen Abteilung. Er hinkte zur Tür hinaus. Um so schnell wie möglich aus dem Bereiche des beleidigten Feindes zu kommen, gebrauchte er seinen Fuß in so komischer Wetse, daß Tyrolt allen Aerger vergaß und halblaut lachen mußte. Einige Minuten herrschte verlegene Stille im Saal. Ein Jeder hing seinen Gedanken nach, die keineswegs angenehm waren. Frau von Tarandal hüstelte letse in ihr Spizentaschentuch, und Bourlier klopfte nervös mit dem Fingerknöchel auf die Tischplatte. ,, Unerhörten Standal," sagte er nach einer langen Pause, doch er kam nicht unerwartet. Ich kannte metnes Sohnes Gesinnung. Nun, er wird einsehen lernen, daß er damit gar nichts erreicht, sondern mein Wohl= wollen für Sie nur noch mehr befestigt hat. Mir und meiner Tochter zu Liebe wollen Sie ihm seine Heftig= fett verzeihen." „ Es ist bereits geschehen, Herr Bourlier," erwiderte Tyrolt, der mit großer unbehaglichkeit wahrnahm, auf welch' schwanker Grundlage das Wohlwollen seines fünftigen Schwiegervaters ruhe. Hoffen wir von der Zukunft das Beste und sprechen Sie von etwas anderem." " Ja, Sie haben Recht, lassen wir uns in unserem Mahle nicht stören," sprach Bourlier tief auffeufzend. „ Erzählen Sie uns lteber die Einzelheiten der unfeligen Kahnfahrt. Von Desiree konnte ich nur Bruchstücke erfahren," sagte Frau von Tarandal, indem sie den Salat mischte und ihrem Gaste den Braten ret= chen ließ. Ste selbst war nicht im Stande, einen Bissen zu ge= nießen, und fast wäre eine heimliche Träne in die Salatschüssel gefallen. Auch Bourlier stocherte, sichtlich be= müht, fetue Aufregung zu bezwingen, zwecklos auf setnem Teller herum. Nur Tyrolt griff zu. Er war troz allem glücklich. Die Angriffe seines ohnmächtigen Gegners waren nicht imstande, feinen Appetit zu verder= ben, den er sich in ehrlicher Tagesarbett erworben hatte. Es behagte ihm jedoch da nicht lange, und er bewarb, fich um Stellungen als Güterdirektor oder Generalbevollmächtigter. Schließlich gelang es ihm später mit Hilfe einflußreicher und hochstehender Protektion, die er sich zu sichern verstand, eine Anstellung beim Fürsten Hazfeld zu bekommen. " Vermischtes. Im Ballfaal gekreuzigt. Ein eigenartiger Vorfall erregt, wie die Preß- Zentrale" erfährt, in Herford groBes Aufsehen. In einem Lofal fand ein Maskenball ftatt. Die Straßenpassanten bemerkten nun zu ihrem Erstaunen, wie sich ein junges Mädchen zum Ball begab, das als Maste die Darstellung der Kreuzigung Christi trug. Nachdem das Mädchen in dieser Maske aus dem einen Ballofal ausgewiesen war, begab es sich in ein anderes Ballokal, wo es tm Gedränge der Masfen untertauchte. Nach einiger Zeit aber wurde es in einer Ecke bes Saales buchstäblich gefreuzigt aufgefunben. Die Ursache dieses Vorganges ist noch nicht aufgeklärt. Man nimmt an, daß das Motiv auf religiösen Wahnsinn zurückzuführen ist. An dem Aufkommen der Unglücklichen wird gezweifelt. Die Schulden des Hauptmanns Lux. Gegen den aus Glaz entflohenen Hauptmann Lux wird im Reichsanzeiger vom 26. Februar eine öffentliche Zustellung veröffentlicht. Die Firma G. Töpfer in Glaz flagt gegen den französischen Hauptmann Lux in Frankretch unbekannten Aufenthaltes, unter Behauptung, daß Beklagter während seiner Festungshaft der Klägerin für fäuflich entnommene Waren 60,94 Mark schuldig geworden set. Aur mündlichen Verhandlung" wird der Beklagte vor das Glazer Amtsgericht, Zimmer 24, auf den 30. April, vormittags y Uhr, geladen. Es ist wohl kaum anzunehmen, daß der Beklagte dieser Aufforderuna Foloe leisten wird Die Besoldung des Personals der städtischen Ver: waltung von Berlin, ausschließlich der Magistratsmitglieder, erfordert für 1912 eine Ausgabe von rund 14 Millionen Mark, ungerechnet der Ausgaben für Po= Itzei und Feuerwehr. Die Ausgaben für die Beamten der Sparkasse, der Feuerfozietät, der Stadthauptkasse, die in der Werksabteilung beschäftigt sind, der Werke usw. in Höhe von rund 1% Millionen Mart sind in dieser Summe mitinbegriffen, die für die Direktoren der Werke indessen nicht. Für die königliche Polizei hat Berlin 8,3 Millionen Mark und für das Feuerlöschwefen 2 Millionen Mark zu zahlen nach Abzug der Einnahmen von 1% Millionen Mark Beitrag der städtischen Feuersozietät. Insgesamt werden danach 26 Millionen Mark für die Personalbesoldung, Polizei und Feuerwehr gebraucht. 27 Millionen Marz für die Berliner Volksschulen find nach dem Etatsentwurf fitr dieses Jahr vorgesehen. Am 1. April dieses Jahres werden in Berlin 308 Schulen, und am 1. Oktober dieses Jahres 309 Gemeindeschulen und 21 Hilfsschulen besetzt sein. Ende März vorigen Jahres waren vorhanden: 302 Reftoren, 3270 Gemeindeschullehrer, 1681 Gemeindeschullehrerinnen, zusammen 5256 Lehrpersonen. Für die Besoldung und Honorare find 20,2 Millionen Mart vorgesehen; für Lehrbücher, Schreibbedarf usw. find 334 000 Mark eingestellt. Für Schul-, Haus- und Turngeräte werden 151 000 Mart verlangt und fitr Heizung, Beleuchtung, Wasser usw. rund 982 000 Mart. Die Reinigung erfordert 345 000 Marf, die bauliche Unterhaltung fast 1 Millionen Mart. Für Prämien usw. sind 49 200 Mark bewilligt, und für verschiedene Ausgaben rund 200 000 Mart. Die Folgen einer verfrühten Ehrung. Die Unterschlagungen des verstorbenen Direktors Hempel von der Borsigwalder Terrain- Attien- Gesellschaft haben auch die Gemeinde Tegel bei Berlin in eine verzwickte Lage gebracht. Allerdings nicht in eine finanziell verzwickte, sondern in eine etwas komische Lage. Als Hempel nämlich noch im Zenit seines Ruhmes stand, wurde in Anerfennung seiner großen Verdienste um die Bodenverwertung" eine Straße in Tegel Hempelstraße" benannt. Jeßt, nachdem sich herausgestellt hat, daß Hempel ein Betrüaer war, wird auch das Verschwinden diefes Andenkens an thn gewünscht, und es sind bereits Anträge gestent worden, der Straße einen anderen Namen zu geben. Jede Kugel trifft ja nicht. Wenn man die Menschenverluste in den letzten Feldzügen mit der Zahl der verfeuerten Patronen vergleicht, so ergibt sich die auffallende Tatsache, daß troß der zunehmenden Präzision der Feuerwaffen doch die Verluste immer mehr abneh= men. So weist z. B. Waterloo 24 Prozent, Sedan nur 12 Prozent Verluste auf. Es beruht dies darauf, daß die Entfernungen, aus denen das Feuergefecht eröffnet wird, gewachsen sind und daß die Sichtbarkeit der Biele bedeutend abgenommen hat. Bei Colenso brauchten die Buren 600 Schüsse, um einen Treffer zu erhalten, bei den Engländern brauchte man dazu sogar 5000 Schüsse. Die Maroffaner verfeuerten 1897 im Kampfe gegen Raifult 80 000 Patronen, gaben 800 Maschinengewehrladungen ab, warfen 120 Granaten und hatten fei= nen Treffer. Die Serben brauchten bei Zaribrod am VII. Zwei Tage später sah Waldemar die Geliebte wieder. Als er aus dem Bureau seines Fabrikherrn kam, dem er wie alltäglich Rapport abgestattet hatte, fand er Desiree an der Verandatür sizend mit einem Buche in der Hand. Ste streckte ihm beide Hände entgegen, und thr noch blaffes Gesicht färbte sich mit einem halben Rot, als er mit einem Ruf des Entzückens auf sie zukam. " Ich habe Ste hier erwartet, Herr Tyrolt", sagte ste mit einer Stimme, welche ihn vor Wonne erbeben machte. Es war mein Wunsch, Sie zu sprechen, bevor noch die Tante sich sehen läßt, Ihnen noch einmal von gan= zem Herzen zu danken." „ Als ob es dessen bedürfte", unterbrach er sie, an ihrer Seite Plaz nehmend. Ich wollte, ich hätte schon vor der Katastrophe eingreifen können. Denken Sie nicht mehr daran, teures Fräulein." ,, immer, immer werde ich daran denken! Wüßte ich nur, wie ich Ihnen meine grenzenlose Dankbarkett beweisen könnte!" " Ihre Rettung ist mir Lohn genug, Desiree. Daß es mir vergönnt war, Ihr Leben zu erhalten, erfüllt mich mit unsagbarem Entzücken, denn wenn Sie gestorben wären, hätte ich ja mein Liebstes auf Erden verloren." ,, Lieben Sie mich denn?" " Ja, Desiree, von ganzer Seele, mit aller Inbrunst meines Herzens. Wenn ich es bisher auch nicht zut sagen wagte, Ste mußten die Leidenschaft fühlen, welche mich ergriffen, seit mir das unverdiente Glück zuteil ge= worden, in Ihrer Nähe weilen zu dürfen. Sie waren seit Monaten mein einziger Gedanke, mein Traum des Glückes, der Gegenstand meiner heißen Sehnsucht. Heute aber liebe ich Sie mehr denn je, denn ich habe An 24. November 1885 im ganzen 200 000 Schüße, um 68 Bulgaren zu treffen. Die Franzosen verfeuerten 1881 im Gefecht bet Chellala. 35 000 Gewehrpatronen und 41 Artilleriegeschoffe, um 70 Araber zu treffen. Ein Engländer, der sich mit der Schießausbildung der mo dernen Infanterte befaßt, fagt, wenn ein Heer so well gebracht würde, daß mit 600 Schüffen immer ein sicherer Treffer erzielt wird, so wäre dies die am besten schießende Armee der Welt. Drahtnachrichten und neuestes. Ein rheinisches Kurhaus von Felsblöden bedroht. Coblenz, 1. März. Infolge des anhaltenden starken Regens der lezten Tage haben sich bei Sobern heim an der Nahe große Felsblöcke losgelöst und dro hen, auf das Kurhaus Jungborn zu stürzen. Alle Maßnahmen zur Verhütung einer Katastrophe sind getroffen worden. Die Großmächte als Friedensvermittler. Paris, 1. März. Petit Paristen" will über die von den fünf Großmächten bei den Kriegführenden eingeleiteten Schritte wissen, daß die Mächte sich darauf beschränkt haben, an die italienische und die türkische Regierung die Anfrage zu richten, unter welchen Bedingungen sie geneigt sein würden, über den Frieden zu verhandeln. Man gibt sich übrigens keinem großen Optimismus hin, da in letzter Zeit die Gegensäße zwischen den beiden kriegführenden Parteien wieder schärfer hervorgetreten find. Ausschreitungen im Pariser Chauffeurstreik. Paris, 1. März. Gestern abend überfielen ausständige Chauffeure in der Nähe des Hauptbahnhofs mehrere arbeitswillige Chauffeure. Die Schußleute, die den Angegrifienen zu Hile eilten, wurden von den Streifenden mit Revolverschüssen empfangen. Verlezt wurde bei der sich entwickelnden Schießerei niemand. Gegen das Apachentum in Paris. Paris, 1. März. Infolge der Ermordung des Pariser Schußmanns Garnier durch Banditen, die im Auto entfamen, hat der Polizeipräfekt den Befehl an die Schuyleute gerichtet, in allen Fällen, wo Chauffeure nach Verübung von Verbrechen oder Vergehen in thren Fahrzeugen die Flucht ergreifen, ohne weiteres die Luftreifen der Automobile durch Säbelhtebe zu durchschneiden. Berliner Getreide und Schlachtviehmarkt. Während die Verhältnisse des Weltmarktes eine reichliche Versorgung Europas mit Wetzen erwarten lassen, kann man, was insbesondere Deutschland angeht, mit einiger Berechtigung vermuten, daß der vom Weltmarkt ausgehende Druck auf den Preisstand wohl kaum auf erheblichen Widerstand stoßen wird. Die Saaten sind im allgemeinen, soweit bis jetzt Nachrichten voritegen, gut durch den Winter gekommen, die milde, feuchte Witterung ist günstig, die Eröffnung der Schiffahrt erleichtert die Zufuhr, das Angebot vom Inlande mehrt fich, die Ausfuhr hat sich eingeschränkt und der Konsum hält mit Käufen außerordentlich zurück. Namentlich für Roggen war die Aufnahmefähigkeit der Mühlen wegen schlechten Mehlgeschäfts sehr gering und der starke Lagerbestand in Berlin ist ein nicht zu unterschäßender Faktor für die Preisbildung in nächster Zeit. Hafer fonnte sich ebenso wie Futtergerste und Mats besser behaupten. Aber schließlich zeigten sich die inländischen Produzenten williger, Hafer zu begeben. Am lezten Lage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Mai wie folgt: Weizen 213,25 M., Roggen 192,00 M, Hafer 192,75 M., Mais 166,50 Mr. Preise des städtischen Schlachtvieh- Marktes. 1. Och sen: a) vollfleischtge, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungejocht 81-86 M., b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 73-82 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 66-72 M. 2. Bullen: a) vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 75-81 M., b) vollfleischige jüngere 71-79 M., C) mäßig genährte füngere und gut genährte ältere 66 bis 72 M. 3. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 75-78 M., b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 68-74 M., c) ältere ausgemäffete und we= nig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 64-69 M., d) mäßig genährte Kühe und Färsen 55-62 M., e) ge= ring genährte Kühe und Färsen bis 62 M., f) gering ge nährtes Jungvieh( Fresser) 54-68 M. 6. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 114-143 M., b) feinste Mast= tälber 97-105 M, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 87-93 M., b) geringere Mast- und gute Saugfäl= ber 79-88 M., e) geringere Saugfälber 62-78 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 74 bis 84 M, b) ältere Masthammel, geringere Maſtlämmer und gut genährte junge Schafe 68-72 M., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 56-72 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 3tr. Lebendgewicht 65-66 M., b) vollfleischige Schweine 250 bis 300 Pfund 63-65 M., c) vollfleischige 200-240 Pfund 61-64 M., d) vollfletschige Schweine 160-200 fund 60-62 M., e) voliflet= schige Schweine unter 160 Pfund 55-58 M., f) Sauen 60-61 M. teil an Ihrem Leben und darf mit der Zuversicht des Glücklichen fragen:„ Geltebte, willst Du mein werden, mein herrliches Weib, meine Gefährtin für das ganze Leben?" „ Ja, Waldemar, ich will Dir folgen, als Deine Gattin, Dir will ich angehören", flüsterte Destree, sich an ihn schmiegend, und ich preise den lieben Gott, daß er mich in Todesgefahr brachte, um uns schneller zusam= menzuführen zum seligen Leben." Waldemar drückte einen langen, innigen Kuß auf thren schwellenden Mund. ,, Nun habe ich von Dir Besitz genommen als meine Ilebe Braut", sagte er aufjubelnd. Daß Du es weißt, Desiree. Pava billigt unsere Verlobung, er gibt uns feinen Segen und auch die Tante fügt sich, wenn auch mit Seufzen." „ Ich weiß", lächelte das Bräutchen.„ Papa hat mich bereits gesegnet und Tante hat mir ihr Leid geklagt." " So steht unserem Glück niemand im Wege als Dein Bruder „ Olivier, - freilich, er mag Dich nicht leiden." „ Er haßt mich.“ ,, Er haßt alle, die ihm körperlich und geistig überTegen sind," sagte das junge Mädchen leichthin.„ Wir werden uns darüber trösten müssen. Gottlob, Papa ist Herr im Hause. Was er will, geschieht." " Nicht nur der persönliche Haß ist es, der mich von Olivier trennt, sondern auch der politische," seufzte Waldemar.„ Er sieht in mir einen Feind des Vaterlandes und tut mir damit bitter Unrecht. Ich liebe dieses schöne Frankreich, als ob es meine Heimat wäre, und wenn Du erst mein Weib sein wirst, soll es mir doppelt teuer fetn." ( Fortsegung folgt.) Ein eingehender Versuch mit dem neuen Kaffee- Ersatz Perlka führt zum dauernden Gebrauch. Ausgeprägte Vorzüge: Kräftiger, kaffeeähnlicher Geschmack, keine lästigen Hülsen oder Schalen, enorm ausgiebig und billig, natürlicher Nährsalzgehalt, durchaus gesund. Man braucht von Perlka nur wenig zu nehmen, um ein gutes, wohlschmeckendes Getränk zu haben. Jeder Zusatz ist überflüssig. Verlangen Sie Perlka bei Ihrem Kaufmann. 1 Pfd.- Pakete 35 Pfg., 1/2 Pfd.- Pakete 18 Pfg. Allgemeine Nahrungsmittel- Gesellschaft m. b. H., Berlin W. 9 Großh. Landes- Heil- u. Pflegeanstalt Gießen. Dank! Auf dem Wege des öffentlichen Anerbietens soll die Lieferung nachstehender Bedürfnisse für die Zeit vom 1. April 1912 bis Ende März 1913 vergeben werden: I. Berzehrungs- und Verbrauchsgegenstände: 1. Fleisch, Wurft- und Fettwaren, 2. Milch, 3. Backwaren( Brot, Wecke u. Feingebäck), 4. Süßrahmbutter, 5. ca. 1500 Kilo Palmin, Palmona oder sonstige Pflanzenbutter, 8. 600 Liter Mohnöl, 6. 15 000 Eter, " " 7. 12 000 Handfäse, " " 10. " 5000 Liter gewöhnlicher Essig, 9. 4000 Kilo Kochsalz. 11. 100 Liter Weinessig, " 12. 2000 Kilo gerösteter Kaffee, " 13. 1000 Kilo Malzkaffee, " 14. 100 Kilo Kaffeessenz, 4000 Kilo Mehl, 16. 25 Kilo Tee, 17. 500 Kilo Würfelzucker, " 15. " " " " 19. 350 Stilo Striftall- Zucker, " 20. " 50 Kilo Kakao, 18. 350 Kilo gestoßenen Zucker, 21. ca. 800 tlo dörre, weiße Bohnen, 22. , 700 Kilo geschälte, ganze Erbsen, 700 Kilo geschälte Gerste, 300 Kilo Grünefern, 500 Kilo Haferflocken, 23. 24. " " 25. " 26. 100 Kilo Hirse, " 1 27. " 28. 29. " " 800 Kilo Linsen, 300 Kilo Fadennudeln, 700 Kilo Gemüsenudeln, 30. 800 Kilo Reis, 31. 800 Kilo Spelzgries, " 32. 30 Kilo Pfeffer, " 33. 150 Kilo gedörrte Aepfel, " 34. 250 Kilo gedörrte Zwetschen, 35. 300 Kilo Sago, " " 36. " 37. " 2500 Kilo Zwetschen- Latwerge u. Marmelade, Der Bedarf an Bier, Selterswasser Ich hatte schon lange Jahre mit einem nervösen Magenleiden zu tun, Verdauungsstörungen, bei jebem Essen Aufstoßen, Brennen Persil Berufswäsche ( Wichtig- lesen!) Das selbsttätige Waschmittel. Koch- und Konditor- Anzüge, Operationskittel, Metzgerschürzen und sonstige stark schmutzende Wäsche, deren Reinigung schwer und mühsam ist, wäscht Persil spielend leicht, rasch u. gründlich u. verleiht ihnen frischen Geruch. Erprobt u. gelobt! Nur in Originalpaketen, niemals lose, HENKEL& CO., DÜSSELDORF. Allein. Fabrik. a. d. allbeliebten Henkel's Bleich Soda Neul Schuh- Besohl- und Reparatur- Geschäft Modern S Neu! uh Sch tag, 30g des Mes Es feftig und Druck im Magen, häufig e Lindenpl. 12 Gießen neb. Lindenhof fübl des Zusammenziehens usw. Aufmerksam gemacht auf die vielen Heilungen, wandte ich mich an Serin. fiftex in Dresden, Oftraallee 2, und wurde auf einfache Weise von den Beschwer. den befreit, wofür meinen besten Dant ausspreche. Frau Philipp Wick in Bi beluheim b.Gan Odernheim( RhH.). Einen Gesellen fofort, einen Lehrling u Ostern gesucht. . Schrimpf, Schneidermeister, Lauterbach. und alkoholfreien Getränken, 3 Sehr gut. Verdienst. garren und Rauchtabak. II. Porzellan-, Email, Steingut- und Glasgeräte pp.: Der Bedarf an: Tassen, Gabeln, Messern, Tellern, Löffeln, Gläsern pp. III. Reinigungsgegenstände: 1. Sämtliche Bürsten- und Besenwaren, 9. ca. 30 Kilo Glycerinseife, 2. ca. 400 Stück Fensterpuzleder, 3. 40 Dugend weite Kämme, " 4. " 20 Dußend enge Kämme, 5. 5 Kilo Schwämme, H 6. 500 Kilo Matkulatur. " " 8. " 7. 500 Pack Klosettpapier, 4500 Kilo weiße Kernseife, 10. 1500 Kilo Schmierseife, " " 11. 6000 Kilo Soda, 12. 1200 m Puklumpenzeug, " 13. 500 Kilo Fußbodenöl, " 14. 300 Kilo Bohnerwachs, " " 15. 50 Stilo Schuhfett pp. IV. Kleider, Weißzeug und Bettwerk pp.: Anständ. Mädchen, oder Frau ( evtl. Ehepaar) 3. Ausbildung als Bademeisterin und Masseuse sofort oder später gef. Nach dem Kursus Stellung. Ch. 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Durch langjährige praktische Erfahrung bürge ich für gewissenhafte und sorgfältige Ausführung aller mir gütigst übertragenen Aufträge. Nur streng solide Handarbeit. Als Beweis meiner großen Leistungsfähigkeit gebe ich um mein Geschäft schnell einzuführen, trop der staunend billigen Preise das 12. Paar Sohlen und Abfäke gratis. Sohl. u, Abs. Die Preise sind im Schaufenster ersichtlich. Mein Geschäftsprinzip ist: Sauberfte und schnelle Arbeit, kulente Bedienung bei Verwendung von nur gutem Material. Ein Versuch führt zu dauernder Kundschaft. fein, mo 3en Spre Ma erite ann Auf jed. Baar ferb chen 1 Gutschein Dr. des ler wu for ner in de fer des tu de in D Abholen frei. Poftfarte genügt. Bustellen feet. Straßenbahn wird vergütet. Ich bitte Höff. mein neues Unternehmen gütigst zu unterstüßen und auf Firma und Hausnummer zu achten. Hochachtungsvoll K. O. Mar, Schuhmachermeister. Zuschneide- Freikursus in Gießen, im Hotel Einhorn. Um unsere neuen Schnitte in Gießen und Umgegend einzuführen, hab. n wir uns entschlossen, einen ZuschneideFreikutsus abzuhalten für sämtliche Damen- und Kinder. fleider nah neuester Mode, auch für Damen ohne Vorfenntnisse. Der Unterricht ist kostenlos, wird von Fachlehrinnen erteilt, täglich von 2-4 u. von Alteisen, Lumpen, Knochen, 4-6 Uhr, kann sich jede Dame die Stunden selbst wählen. Kupfer, Meffing, Blet, Zint, Zinn, 2c. Möbeln, Betten, Weiß Gegen geringe Vergütung wird sämtliches Material zeug, Gold und Silbersachen Münzen und Antiquitäten. Louis Rothenberger, Gießen. gestellt. Anmeldungen, Montag den 4. März mittags von 2-6 Uhr im obengenannten Lokal. Versteigerung. Die Direktion Mans- Stork aus Frankfurt a. M. Dienstag den 5. März 1fd. 38., nachmittags 3 Uhr, sollen im städt. Pfandlokale Seltersweg 11 dahier Die in Anlage A des Erlasses der Großh. Ministerien vom 16. Junt 1893, das Berdingungswesen betreffend, enthaltenen Bedingungen für die Bewerbung um Ar die wegen rücft. Orts= beiten und Lieferungen sowie die hiesigen Lieferungsbedingungen und Muster, soweit frankenkassenbeiträge lettere vorhanden, liegen auf dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten aus am 6., pp. gepfändeten Gegenstände: Mö7. und 8. März 1. J. vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 5 bel aller Art, Sekretäre, Schreib. Uhr offen. tische, Sofas, Schränke, 1 Büff.t nnd viel. andere versteigert werden. Gemmecker, Pfandmeister, Die Bedingungs- und Angebotsformulare fönnen gegen Erstattung der Selbsttosten bezogen werden. Ein Versand von Mustern nach auswärts findet nicht statt. Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift:" Angebot zu der am 27. Februar I. J. ausgeschriebenen Lieferung" bis zum Eröffnungstermin: Samstag, den 16. März d. Js., vormittags 10 Uhr hierher einzureichen. In den Angeboten sind die Bedingungen anzuerkennen. Die einzureichenden Warenmuster müssen getrennt von den Angeboten verpackt und mit der Aufschrift:„ Muster zum Ausschreiben vom 27. Febr. 1912" versehen sein. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 27. Februar 1912. Großh. Direktion der Landes- Heil- und Pflegeanstalt. J. A.: Loß, Großh. Hausverwalter. Schlesisches Rauchfleisch Krakauer Wurst Rippenspeer, Kamm u. Brüstel per Pfund 80 Pf., Rollschinken per Pfund 1,10 Mart, von jungen Landschweinen zart und mild, versendet in Postpaketen per Nachnahme. J. Jenschmionka, Wurstfabrik, Gnadenfeld in Oberschlesien. Krankentischchen Rückenstütze bei jedem Leidenden unentbehrlich. Wih. Streck, Bonn Umsonst reichhaltiges Musterbuch Nr. 10. Gießen. Schön möbliertes Wohn- und Schlafzimmer, zu vermieten. " Ederstraße 1, Ecke No: banlage. nt möbl. Zimmer zu verm. Landmannstraße 4. 2 möbl. Zimmer zu vermieten. Stelaftraße 30 I. Schön möbl. Zimmer mit allem Komfort der Neuzelt zu vermieten, mit separ. Eingang. Wolfstraße 8 1. Gut ternwoll- Sportkleidung aus Schneestern- Wolle. Interessante Beschäftigung, :: auch für Ungeübte! 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