Cultur armlent- са oder Kur. 6 Nach 7257. r- en 9, ESant en nd ne er an -), ert eim ubgibt elit ile. M. || Frau aden, 51. ner ftr. 56, aus.) u berm. e 4. mer Neuzeit tr. 81. ner ju berm. nächst b. 18 mer 30 L mmer, traße 1, orbanlage. mer ake 21. mer igftr. 75, Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Erscheint Bürgermeisterei sowie vieler anderer Redaktion: oiertelfährlich 1,20 m., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Donnerstags, Samstags. Seltersweg 83.- Filr Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.. Nr. 242. Telephon: Nr. 362. Neujahr. Es geht in goldnen Flammen Die Neujahrssonne auf. Wir stehn getrost zusammen Und schaun zu Gott hinauf. Wir einen Herz und Hände 3ur großen Zeitenwende: Herr, segne unseren Lauf! Was wird das Jahr uns bringen? Wird es voll Mühe sein? Winkt fröhliches Gelingen? Der Herr weiß es allein. Er ist und bleibt der Treue, Drum wollen wir aufs neue Uns seinem Dienste weihn. Es wird voran uns schreiten, Der uns noch nicht verließ. Er stärkt uns, wenn wir gleiten, Gibi Licht in Finsternis. Sind wir mit ihm verbunden, Dann gibt's nur Segensstunden, Wir sind des Siegs gewiß. So mag das Jahr beginnen, Es wird uns nicht zu schwer. Getrost sind Herz und Sinnen, Cb's auch das letzte wär'. Er, der des Sohnes Leben Für uns dahingegeben, Verläßt uns nimmermehr. Zur Jahreswende! Das alte Jahr mit seiner Lust und Last neigt sich seinem Ende zu und im trauten Kreise wird seine letzte Stunde erwartet. Ein frohes neues Jahr wünscht uns jeder Mund, der uns begrüßt. Die einen mit Tränen in den Augen, die anderen mit übermütig lachendem Munde, so übermütig, so toll jubelnd, als gelte es, die unwillkürlich auftauchenden trüben Erinnerungen in einer Flut von frischer, hoffnungsfreudiger Lebenslust zu ertränken. Und seltsam! Obwohl wir wissen, daß Blühen und Welken, Hoffnung und Furcht, Geboren= werden und Sterben von einem Jahre wie vom anderen gebracht werden, obwohl kein Zweifel darüber besteht, daß der eherne Schritt der Zeit gleichmäßig wuchtig und unbekümmert über Menschenlust und Menschenleid dahinschreitet, sehen wir dennoch zumeist dem jungen Jahre mtt gehobener Seele und leuchtenden Blicken entgegen. Darin liegt das Rätsel des Sylvesterglaubens. Weihnachten ist das Fest der Liebe, Sylvester der Tag der Hoffnung. Wenn wir vorwärts schauen, soll uns Hoffnung erfüllen. Aber es ziemt sich auch, an der Jahreswende zurückzublicken. Die Vergangenheit ist die Mutter der Zukunft. Was wir im alten Jahre gesät, das soll im neuen Jahre aufgehen und uns Früchte bringen. Mancher nimmt sorgenvoll Abschied vom alten Jahre und tritt zagend ins neue. Ihm fehlt das Vertrauen; aber er verschließe sein Herz nicht der belebenden Hoffnung, welche die von neuem aufsteigende Sonne gerade zum neuen Jahre wiederum auch von neuem beleben soll. Andere setzen mit lustigem Sprung über die Jahresbarriere, manche lachend, singend, trinkend und lärmend. Ihnen gehört ein mahnendes Wort zu ernster Ueberlegung der Bedeutung dieser Zeitenmarke. Am schönsten ist die alte deutsche Sitte, des Jah= res letzte Stunde in gemütvoller und gemütbildender Weise im Kreise der Familie zu beschließen, wo in das helle Gläserklingen sich auch die aufrichtigsten und reinsten Herzenswünsche mischen und beim letzten Lichter= glanze des weihnachtlichen Tannenbaumes die Herzen sich gegenseitig erhoben fühlen in inniger Vereinigung, welche das Vertrauen in die Zukunft erweckt und stärkt. Möge das neue Jahr ein wahres Glücksjahr, ein„ Sonntagsjahr" werden! Dies ist unser Wunsch an alle unsere Leser, Mitarbeiter und Freunde, und von Herzen rufen wir ihnen zu:„ Ein fröhliches Glückauf zum neuen Jahre!" Cafè Herr Bahnhofstrasse 62 Gemütlicher Aufenthalt. Kaffee 15 Pfg. Drogen, Chemikal., des Großherzoglichen Polizei- Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag, den 30. Dezember 1911. Reichstagswahlen 1912. Darmstadt. Die Zentrumspartei im Wahlfreis Darmstadt- Groß- Gerau hat den bisherigen Reichstagsabgeordneten Freiherrn von Hertling in München, bekanntlich ein geborener Darmstädter, als Reichstags= kandidaten für Darmstadt- Groß- Gerau aufgestellt. - Offenbach- Dieburg. Eine Vertrauensmänner- Versammlung der Zentrumspartei lehnte es ab, die eigene Kandidatur zugunsten der Wirtschaftlichen Vereinigung zurückzuziehen. Darmstadt. Der Bund der Landwirte hat einen einstimmigen Beschluß dahin gefaßt, die Kandidatur Dr. Osann zu unterstützen in der bestimmten Erwartung, daß die Nationalliberale Partei den Bund bei den Stichwahlen unterstütze. - -Kreuznach. Die Zentrumspartei beschloß einstimmig, im Hauptwahlgange den Kandtdaten des Bundes der Landwirte, Dekonomierat Lucke in Frankfurt a. M. zu unterstützen. Das Zentrum hat im Wahlfreise rund 8000 Stimmen. - Mainz. In nationalliberalen Kreisen hofft man, daß der Freisinn seinen Beschluß auf Stimmen- freigabe umändern werde. Ein Eintreten für den nat.b. Kandidaten Dr. Keller könnte eine Stichwahl zwischen Zentrum( Molthan) und Sozialdemokratie( Dr. David) verhindern. Es bleibt abzuwarten, ob die Bemühungen des Hansabundes von Erfolg gekrönt sein werden. Mainz. Von der Fortschrittlichen Volkspartei wurde beschlossen, feinen eigenen Kandidaten aufzustellen, sondern den Anhängern der Partei die Wahl frei zugeben. ziellen Zentrumskandidatur des Kaufmanns A stor= Wittich Bernkastel. Der mit der offiBernkastel unzufriedene Teil der Wählerschaft des WahlFreises Wittich- Bernkastel stellte nach einer stürmischen Versammlung in Wittich einen zweiten ZentrumskandiDaten aus. - Alzen Bingen. In einer Vertrauensmännerversammlung des Zentrums wurde einstimmig beschlossen, für den Kandidaten der Nationalliberalen Dr. Becker mit allen Kräften einzutreten. Der erste Genuß 7772 neuen Jahre ist eine feine SALEM ALEIKUM SALEM GOLD Preís: ( Goldmundstück) Cigarette Nr 3½ 4 5 6 8 10 3½ 4 5 6 8 10 Pf. d. Stck. Echt mit Firma: Orient. Tab.u.Cigaretten Fabrik Yenidze" Jnh. Hugo Zietz, Dresden. Giess. Rester- Lager Brandmalerei und Schnittkunst ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pig. die 44 mm breite Inseraten zeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfa.- Die 90 mm breite Zelle im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Nabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettretbung oder Bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zettung". m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Allen unseren w. Abonnenten, Mitarbeitern und Geschäftsfreunden zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche! Redaktion u. Expedition der ,, Gießener Zeitung." Hus Stadt und Land. Gießen, den 30. Dezember 1911. ):( Gießen. Lahn und Aar führen seit vorigen Freitag Hochwasser. Die Lahn ist um weitere 60 3entimeter gestiegen und überflutet auf weite Streden die Ufer. Stellenweise steht das Wasser 60-70 Zentimeter über die Ufer. o Bad Nauheim. Die Stadt beschloß den Bau eines sechsklassigen Schulgebäudes und kaufte zu dem Zwecke bereits ein geeignetes Gelände an. r Wetzlar. Unter dem Rindviehbestande des Landwirts Jakob Friedrich Reinhardt, Elisabethenstr. 32, ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. ):( Frankfurt a. M. Die Kornblumenspende ist noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest sämtlichen alten Kriegern und Kriegsveteranen, die sich gemeldet hatten, durch Posteinzahlung zugegangen. Bedacht wurden 1560 Veteranen mit 42 bezw. 12 Mt. und 521 Witwen mit 21 Mr. ):( Frankfurt a. M. Die Einnahmen an den Fahrkartenschaltern im Hauptbahnhof betrugen vom 23. bis 26. Dezember gegen 200 000 mt. und überschritten die des Vorjahres um 26 000 Mark. Perlka ist durchaus gesund, das kaffeeähnlichste Getränk und sehr einfach zu kochen ( nur überbrühen!). Jeder Kaufmann führt Perlka" Rote Radler دو Annoncen- Annahme 1. alle Zeitungen, Hildebrandt, Sonnenstrasse 31 Carl Zimmermann, Neue Bäue 15. 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Dieſe Mitteilung ist von beſondeUeber einen neuen Spionagefall weiß die" Post" aus Hamburg zu berichten: Durch eine öffentliche Be= kanntmachung werden 500 Mart als Belohnung für den Nachweis des Verbleibes eines Handkoffers ausgesetzt, der am Sonnabend_abend zwischen 10 und 11 Uhr auf dem Hamburger Hauptbahnhof einem Oberleutnant Steinbrind von der Marine abhanden gekommen tst. Oberleutnant Steinbrinck war auf der Reise von Wilhelmshaven nach Kiel, wo er in der Marineakademie vor dem Prinzen Heinrich einen Vortrag über die deutsch- englische Kriegsheye halten sollte. Das Manuskript zu diesem Vortrag befand sich mit anderen Briefschaften, seinen Ausweispapieren usw. in diesem Koffer, der seinem Besizer während eines furzen Aufenthalts auf dem Hamburger Hauptbahnhof entwendet wurde. Ueber die Persönlichkeit des Diebes fehlt feder Anhalt. Verdächtig ist ein englisch aussehendes Paar, das im Wartesaal ami Nebentische saß. Ob es sich um einen einfachen Raub handelt, oder ob fene Persönlichkeiten den Besizer kannten, vielleicht sogar über den Zweck der Reise und über den Inhalt des Vortrages unterrichtet waren und Kapital daraus schlagen wollten, läßt sich bis jetzt noch nicht beurteilen." Die Neustreliter Landeszeitung" verbreet folgende Nachricht: In der Wilhelmshavener Spionageaffäre ist eine Aufsehen erregende Wendung zu verzetchnen. Die Nachricht von dem Diebstahl eines Koffers des Oberleutnants Steinbrinck, in dem sich das Manuskript eines Vortrages befand, bestätigt sich in dieser Form nicht. Der Oberleutnant hatte vielmehr den Auffrag, die Akten der Wilhelmshavener Spionage= affäre nach Berlin zum Reichsmarineamt zu brin= gen, und der Koffer, der diese Aften enthielt, ist ihm auf dem Hamburger Hauptbahnhof entwendet worden. Dem„ Berliner Tageblatt" wird aus Wilhelmshaven hierzu mitgeteilt, daß an amtlichen Stellen die Nachricht, daß dem Oberleutnant Steinbrinck Akten gestohlen worden seien, die sich auf die Spionageangelegenheit bezögen, unzutreffend seien. Steinbrinck hatte seiner ganzen Stellung nach nichts mit dem Spionageprozeß zu tun. Ebenso wird dem„ B. T." aus Hamburg telegraphiert, daß an den dortigen amtlichen Stellen den Meldungen, daß es sich bei dem Kofferdiebstahl auf dem Hamburger Hauptbahnhofe um Entwendung politischer Atten handle, kein Glauben beigemessen werde. Noch ein Spionagegeschichte. In der Woche vor Weihnachten wurde in der Kaferne des 8. Rhein. Inf.- Megts. Nr. 70 in Saarbrücken einer der in den Fluren stehenden Gewehrschränke erbrochen und ein Gewehrschloß neuesten Modells gestohlen. Den offenbar in Spionagediensten stehenden Dieb muß aber schließlich die Angst vor dem Zuchthause gepackt haben, denn das gestohlene Schloß wurde bet der von höherer Stelle aus angeordneten Durchsuchung der Latrinengruben in einer von ihnen gefunden. Was wird in China werden? rem Intereffe angesichts der am Mittwoch abend veröffentlichten Meldung über die Bildung eines Verwaltungskomitees für die Mongolet" von russischen Gnaden. Offenbar sollen die in der Mongolei einrückenden ruffischen Truppen der Tätigkeit dieſes ſfellſamen p- mitees den wünschenswerten Rückhalt für alle Möglichfeiten geben. - Rundschau oom Cage. Politisches. Der Kaiser hat auf Vorschlag des Herrenmeisters des Johanniterordens, des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen, die Prinzen August Wilhelm und Oskar von Preußen zu Ehrenrittern des Johanniterordens ernannt.- Dem amerikanischen Multimillionär Bierpont Morgan, der der Göttinger Universität, an der er vor mehr als 50 Jahren studierte, großartige Stiftun gen hat zuteil werden lassen, hat der Kaiser als Zetchen seines Dantes feine Marmorbüste als Weihnachtsgeschenk überreichen laffen. Der Kronprinz wird, wie man in Berlin erwartet, noch vor Jahresschluß nach Berlin kommen. Bis zu setner Rückkehr ist auch die Weihnachtsbescherung im fronprinzlichen Haushalt verschoben worden. Bet Hose erwartet man, daß der Kronprinz in diesem Winter nicht mehr nach Danzig zurückkehren wird, da ihm das dor= tige Klima anscheinend nicht zusagt. Eine Eingabe des Flottenvereins an den Reichsfanzler. Wie die Köln. Voltsztą." missen will, wird die Leitung des Flottenvereins eine Eingabe an den Reichskanzler richten, in der der Flottenverein in ernster Besorgnis um die bedrohte Sicherhett unseres Volfes infolge der gegenwärtigen Mächtegruppierung an den Staatssekretär des Reichsmarineamis die dringende Bitte richtet, den Ausbau der Wehrmacht des Reiches zu Wasser zit beschleunigen und noch für das Etatsjahr 1912 den gesetzgebenden Faktoren eine Vorlage auf Verstärkung unserer Flotte zugehen zu lassen. Die Verhältnisse in China find jetzt verworrener denn je. Nach einer Meldung der„ Franff. 3tg." aus Beking ist die revolutionäre Bewegung in China auf einem sehr fritischen Standpunkt angekommen. Die Friedensverhandlungen in Schanghai haben bisher zu feinem anderen Ergebnis geführt, als daß die Revoluflonäre bestimmt erklärten, daß sie von ihrer Forderung einer republikanischen Regierungsform unter feinen Umständen abgehen werden. Der fatferliche Unterhändler soll deshalb bereits abgedankt haben und die Verhandlungen sollen deshalb ebenfalls abgebrochen sein. Die Mandschu- Prinzen des faiserlichen Hofes haben bet der Kaiserin- Witwe einen geheimen Familienrat abgehalten, um über die Frage zu entscheiden, ob China nicht eventuell in eine südliche Republik und ein nördliches Kaiserreich zu teilen set. Man hat sich jedoch zum Kampf bis aufs äußerste entschlossen. Juanschikat, der Vertraute der Regierung, hat daraufhin die Dynastie vor die Alternative gestellt, entweder jetzt das gesamte Brivatvermögen einschließlich desienigen der Brinzen für die vor einigen Tagen aufgelegte patriotische Anleihe von 30 Millionen Taels herzugeben oder seinen Rücktritt und denjenigen seines Kabinetts anzunehmen. Die Kaiserin- Witwe und die Brinzen haben das erstere Verlangen abgelehnt. Juanschifai soll daraufhin sein Abschiedsgesuch eingereicht haben. Läßt die Dynastie nun Juanschifai wirklich gehen, so wird wohl der Ausbruch einer allgemeinen Anarchie im Norden die unmittelbare Folge sein. Russischer Einmarsch in die Mongolei? Der sechste preußische Lehrertag wurde am Donnerstag unter zahlreicher Beteiligung in Hannover eröffnet. Das Kultusministerium hatte als seinen Vertreter Geheimen Oberregierungsrat Schöppa entsandt, der in seiner Ansprache darauf hinwies, daß die Unterrichtsverwaltung zum ersten Male einen Vertreter zu der Tagung des Vereins entfandt habe und der Hoff= nung Ausdruck gab, daß das gute Verhältnis zwischen Verwaltung und Verein für die Zukunft so bleiben möge. An den Kaiser und den Kultusminister wurden Drahtmeldungen abgesandt. An erster Stelle der Beratungen stand die Erörterung über das Thema„ Jugendpflege". Das Hauptinteresse aber konzentrierte sich auf ein Referat des Lehrers Diefmann( Magdeburg) über „ Die Reform der staatlichen Schulverwaltung in BreuBen". Kleine Nachrichten. Ein neuer Landesverratsprozeß ist gegen den Kaufmann Karl Holst in Schwerin eröffnet worden, der be reits seit einigen Monaten im Kieler Untersuchungsge fängnis in Haft sitzt. Die Anklagefchrift, die Holst kürz lich zugestellt worden war, beschuldigt ihn, daß er mit verschiedenen ausländischen Agenten in Verbindung geSie begründende Versammlung des Deutschen Wehrvereins wird Mitte Januar in Berlin stattfinden. Um auch Minderbegüterten die Mitgliedschaft zu er= möglichen, soll der fährliche Mindestbetrag auf eine Mark herabgesetzt werden. Es wird beabsichtigt, ein Monatsheft herauszugeben, das die Interessen des Vereins vertritt und sie verbreiten soll. Anmeldungen der Mitgliedschaft sind zu richten an den Vaterländischen Schriftenverband", Berlin W. 62, Kleiststraße 3. standen habe. Fran von Schönebeck- Weber mittellos. Der Vormund der Frau Weber hat an das Landgericht Allenstein den Antrag gerichtet, feiner Mandantin die hinterlegte Kautionssumme von 50 000 Mart zurückzugeben, da sie so mittellos set, daß sie sonst der Berliner Armenverwaltung zur Last fallen werde. Das Gericht hat den Antrag mit dem Hinweis abgelehnt, daß auch die Kin= der ein Anrecht auf das Geld hätten. Bennruhigende Nachrichten über Kaiser Franz Jofefs Gefundheitszustand. In diplomatischen Kreisen Roms ist das Gerücht verbreitet, daß der Gesundheitsaustand des Kaisers Franz Josef sehr beunruhigend set. Eine hohe ungarische Persönlichkeit sei mit Rücksicht auf die Krankheit nach Wien berufen worden, um mit mehreren ungarischen leitenden Persönlichkeiten Fühlung zu nehmen. Wie der Franff. 3tg." aus Betersburg gemeldet wird, teilte der dortiae chinesische Gesandte seiner Regierung mit, der russische Minister des Aeußern habe ihm erklärt, daß die in der Mongolet bereits einmarschierten und noch einrückenden Truppen nicht zur Befebung der Mongolet, sondern lediglich zum Schube der russischen Interessen dorthin marschieren. Es ist i Die Herren von Dieskaut. 3) Original- Roman von Franz Treller. ( Nachdruck verboten.) Wieder sah er zu dem Kreuze empor. ,, Wo ist Dein Kind, Marie? Wellt es bei Dir im ewigen Leben oder wandelt es noch auf Erden?" Ein leiser, geisterhafter Mollakford schien die Frage zu beantworten. Er bebte zusammen,- galt der Sphärenklang thm? Da fiel sein Blick auf eine Aeolsharfe, die an den Aesten eines hohen Baumes hing, der Wind sprach aus ihren Saiten. ,, Wohl, ich nehme dieses Zeichen als trostreiche Antwort mit auf meinen Weg." Er sah sich um und bemerkte erst jetzt ein altes Weibchen, das schweigend hinter einem Leichensteine stand und neugierig zu ihm herüberblickte. Ein Wahnsinniger auf der Lokomotive. Ein Gre nadier vom Garde du Corps- Regiment, der von seinem Weihnachtsurlaub zurückkehrte, wurde auf der Heimfahrt plötzlich wahnsinnig. Er kletterte in Erfner auf die Lokomotive und befahl dem Lokomotivführer zum Kronprinzen nach Potsdam zu fahren. Der Mann konnte nur mit Mühe überwältigt werden. Tenerungsmaßnahmen in Frankreich. Der Zollausschuß der französischen Kammer hat wegen der Teue= rung der Lebensmittel beschloffen, für einzelne Sorten von geschlachtetem Fleisch Zollerleichterungen, für gefalzenes Schweinefleisch eine vorübergehende RollermäBigung zu beantragen. Der Zol auf ausländischen Futtermais soll vo übergehend aufgehoben werden. Es war ein mageres, verwittertes Gesicht, das er fich jetzt genauer betrachtete; die tiefliegenden Augen desselben starrten ihn forschend an. „ Wer ruht unter diesen Blüten, Mütterchen?" " Eine, die schon im Leben ein Engel war." " Du hast sie gekannt?" Eine Familientragödie hat sich am Donnerstag in der Nähe von Essen abgespielt. In der Gemeinde Gladbeck geriet der Bergmann Bardezko mit seiner Frau in Streit. Ihr 16jähriger Sohn wollte den Streit schlich ten, wurde jedoch vom Vater über den Haufen gestochen und starb alsbald. Der Täter wurde verhaftet. Ein Schuhmann ermordet aufgefunden. In Oberaden bei Dortmund ist der Schußmann Kreigenfeld ermordet und die Leiche am sogenannten Römerlager verscharrt worden. Die Mörder sind noch nicht ermittelt. Infolge Ausbruches der Maul- und Klanenfeuche sind die Viehquarantäneanstalten in Lübeck geschlossen worden. 1100 Rinder mußten abgeschlachtet werden. Das Reisear giamm des Bräsidenten Fallieres für das Jahr 1912 enthält eine Sommerfahrt nach London Könia Georg von England hat dem Präsidenten der französischen Republik den Buckinghampalast für die Dauer seiner Aufenthaltes zur Verfügung gestellt. Ferner wird gemeldet, daß das englische Königspaar bet seiner im Jahre 1912 beabsichtigten Rundtour durch die europäischen Hauptstädte in Paris den ersten Aufenthalt nehmen merde. Ste wandte das runzelige Gesicht ab und sagte Halblaut: Ich wollte, ich hätte sie nicht gefannt." Wie? Hat sie Dir ein Leid zugefügt, als sie noch unter den Lebenden wellte?" - Selbstmord einer Nervenleidenden. Die 50jährige Gemahlin des Inspekteurs der Honvedkavallerie, Ba= rons Hauer in Budapest, die schwer nervenleidend ist und in einem Sanatorium lebt, hat sich in einem un= bewachten Augenblick mit Branntwein übergossen und die Kleider in Brand gesteckt. Sie erlitt so schwere Brandwunden, daß sie bald darauf starb. Zusammenbruch eines Bankhauses. Wie die Stet tiner„ Ostseezeitung" mittellt, ist das Bank- und Lotteriegeschäft Kolbe in Stettin in Konkurs geraten. Geschädigt sind etwa 200 Gläubiger, meist kleine Leute, auch die Volkssparkasse soll mit einem Betrage von 20 000 Mart in Mitleidenschaft gezogen fein. Das japanische Barlament wurde am Mittwoch durch den Katser mit einer Tronrede eröffnet, in der er auf die zunehmende freundschaftliche Gesinnung zwischen Japan und den andern Mächten hinwies und set= ner hohen Genungtuung über die Erneuerung des Vertrages mit Englard Ausdruck gab. „ Ste? Ihr haben nur andere Lets zugefügt. Ale verließen sie alle, alle haben sie vergessen- nur ich denke ihrer noch;- ich wollte, ich hätte sie nicht ge= fannt." " So schmerzlich ist Dir die Erinnerung?" " Ja.". „ Was war sie Dir im Leben?" Eine elektrische Fernbahn Halle- Leipzig? Ein englisches Bankkonsortium plant den Bau einer normalspurigen elektrischen Fernbahn Halle- Leipzig, für welche die Pläne demnächst den Behörden eingereicht werden. 120 Millionen für wohltätige Zwede. Die Geschenke, welche anläßlich des Weinachtsfestes durch retche Amerikaner verschiedenen Anstalten zugewendet wur den, haben in diesem Jahre die Summe von mehr als 120 Millionen Mark erreicht. An der Spitze der Liste steht Carnegie mit 32 millionen. Die Alte starrte noch immer vor sich hin und fragte dann in rauhem Tone:„ Wer seid Ihr, daß Ihr Euch um das Grab bekümmert, das alle vergessen haben?" ,, Nein, Alte, nicht von allen konnte es vergessen sein, denn ich sehe," erwiderte er freundlich, das Grab ist von liebender Hand geschmückt. War es die Deine?" „ Wer sollte es sonst tun?" ,, Und wer errichtete das Kreuz?" Vermischtes. Mordtet im Dorf- Theater: In Schnappach( Rheinpfalz) gaftterte während der Feiertage das Tiroler Komiker- Ensemble" eines gewissen Grietsch. Einem Ruschauer, dem Glasbläser Wilhelm Well, gefiel ein Kouplet nicht, das Grietsch sang und dessen Refrain von der Gesellschaft mit Jodlern und Tanz wiederholt wurde. Weil verlangte, daß Grtetsch aufhören und ein anderes Kouplet singen solle. Grietsch antworte von der Bühne. daß er das nicht tue, und sang wetter. Darauf zog Weil einen Revolver und schoß der Rethe nach mit acht Schüssen die ganze Komitergesellschaft von der Bühne. Der Komifer Grietsch wurde durch einen Schuß in den Kopf getötet. Ein anderes Mitglied der Gesellschaft rhielt einen Schuß durch den Hals und liegt im Sterben. Zwet weitere Mitglieder wurden schwer verletzt. Der Täter, der vollkommen nüchtern und bet Sinnen mar. murde verhaftet. „ Das tat die Frau, die das Kind holte= thre Schwester, sagten die Leute. Aber warum fragt Ihr das alles? Kümmert Euch das Grab?" ,, Nimm an, es wäre so!" „ Seid Ihr ein Verwandter? Dann habt Ihr Euch spät genug um das Grab bekümmert!" Noch einmal wiederholte ste:„ Ich wollte, ich hätte ste nie ge= fannt!" - worde waren Wahr ständi hinzu der J glaub fen u berüh Außer Die ต Taft. das Fliige fallen Taft, und b Haupt Spezia Ben S in ge doch a 28 tograp hat fid Menich der be wo fie Aufnah Knaber fam da chen zu blick it men. Von d nach de ebenfal wurden forgnis fünf an Be tiberfal vember herrsche fcher W worden um die Berline Reise 1 Wohlge wurde den Rä Streiffd fionar Nagel, hirmte die Eur Sachen weggefd fee offi Reifend rde geher hacken. Bum& wegen ficher den Ve Amerifo geleistet drohlich GI Thronp neuerba lich hof nes mi Carlo einem der Th also mi Ein anfgeho ver hat einzig Die jun Nachba es, wie Braut weit, a Tag de zur Na den He nts in In den war, m Aus di gerer Die Tollkühnheit eines Bettlers hat in München der Polizet und schließlich auch der Feuerwehr nicht we= nig zu schaffen gemacht. Der Waghalsige, der von einem Schußmann verfolgt wurde, stieg bei verschlossenem Dachboden in einem Hause zum obersten Stiegenfenster hinaus, ergriff die Dachrinne und arbeitete sich, zwi= schen Himmel und Erde schwebend, auf einen Fenstervorsprung im Dachgeschoß, wo er zunächst sitzen biteb. Die Aufforderung des Schußmanns, herab zu kommen, beantwortete er mit der gegenteiligen Einladung, zündete sich eine Zigarette an und unterhielt sich mit der Menge, bis das Geklingel der Feuerwehr ertönte. Erst als der erste Feuerwehrmann die Schiebeletter herauf fam, entschloß sich der Tollkühne zur Flucht über die Dächer, auf der er, von der Feuerwehr längere Zett hin und her geheßt, schließlich in einen Dachwinkel getrieben, sich ergeben mußte. Als der Fremde weitere Fragen an sie richten wollte, sagte sie mürrisch:„ Geht zum Pfarrer, der weiß alles,- besser als andere Leute. Ich weiß nichts!" Mit gleichbleibender Freundlichkeit reichte er der Alten ein Goldstück:„ Nimm das, Mittterchen, pflege das Grab auch ferner, ich will Dir's vergelten." Die Alte warf zuerst einen erstaunten Blick auf die Münze, dann in das Gesicht des Gebers. " Ich will's nicht gebt's anderen- das Grab will ich schon ohne Belohnung pflegen, habe bisher auch nichts bekommen!" ,, Nun, so kauft Blumen dafür." Er legte das Goldstück auf den Leichenstein und ging langsam davon, dem Hause des Pfarrers zit. Dieser, ein noch ziemlich junger Mann, war gerade daheim und der Fremde stellte sich ihm als Mr. Warthon vor. Ein furchtbares Drama ereignete sich, wie aus Rom gemeldet wird, in der Frrenanstalt Mercereta. Durch den Sturm waren mehrere Leitungspfähle umgeworfen möchte ich noch einige Fragen an Ste richten." Er setzte thm auseinander, um welches Grab es sich handle. Warum wohl steht nur der Vorname auf dem Kreuze?" Ich komme wegen eines Grabes hierher, Herr Pfarrer; dieses Grab ist die lezte Ruhestätte eines mir einst tueren Wesens; ich habe es auch gefunden. doch " ,, Ich bin erst seit einigen Jahren hier im Amt, Herr Warthon, deshalb kenne ich die Vergangenheit nur von Hörensagen. Mein verstorbener Amtsbruder hat indessen eine Bemerkung in das Kirchenbuch eingetragen, die vielleicht die Aufschrift des Kreuzes erklärt." Er schlug das Buch auf und zeigte dem Besucher die Stelle, von der er gesprochen. Da stand: Gestorben am 21. Juli 1862 Marte Steger;( die Verstorbene behauptete noch in der Todes= stunde, in der ich an ihrem Bette weilte, verheiratet zu sein und ließ mehrmals die Worte„ Hermann" und „ Trauschein" vernehmen; doch kam der Tod so rasch über sie, daß keine genaue Angabe von ihr zu erhalten war. Alle Nachforschungen nach einem Trauschein oder über eine geschlossene Ehe erwiesen sich als vergeblich.) Als weiteren Eintrag enthielt das Kirchenbuch nur noch folgende Bemerkung, die sich auf die Verstorbene bezog: Getauft: Sohn der Marte Steger, der in der Taufe den Namen Hermann Wilhelm empfing. Das war alles, Mir, Herr Pfarrer, der ich ein Anverwandter des Gatten der Verstorbenen bin,- sie war nämlich tatfächlich kirchlich getraut- liegt es vor allem daran, zu ermitteln, ob das Kind dieser Frau noch lebt und wo?" ,, Darüber kann ich Ihnen leider keine Mitteilun= gen machen, ich weiß auch nicht, ob noch jemand im Dorfe lebt, der Ihnen in dieser Sache Auskunft geben könnte; es müßte denn vielleicht die alte Bentner sein, die heute noch das Grab der Verstorbenen pflegt." Die habe ich wohl schon gesprochen, aber sie scheint nichts von dem zu wissen, was ich zu erfahren wünsche." Er erzählte dem Pfarrer von seiner Begegnung auf dem Kirchhofe. Di es man fet Treue. De Bum D leicht b borene zu erla Aber d daß ein Verstor verwan Aber da es geho man es Die nichts i daß sein hatte, d Jahre schon da thres W Ma geftande Familie rührende Bon Inf thn mit Der nes Leb Sturmge Hoffen, worden chen B Die Sof Ray der be ngsge t fir er m ng ge Vot Wena Duter gebest, Irmen at den e Kin 1 Gre feinem Heim er auf r zum Mann Stag in Glad Frau chlich gest ef. Obereld ex er ver ttelt. feuche hloffen Dent. ährige , Ba= end ist an unn und chwere Stets d Lot1. Ge Leute, e von t eng ormalwelche verden. e Ge retche wur ehr als r Lifte RheinTiroler Einem iel etn Refrain derholt nd ein te von wetter. Rethe aft von einen ted der nd liegt schwer md bet München icht we einem offenem nfenster zwlFenftern blieb. 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Heimliche Verlobung der Tochter des Präsidenten Taft. Wie aus Washington gemeldet wird, geht dort das Gerücht, daß Hauptmann Graham Johnson, der Flügel- Adjutant des Präsidenten Taft, in Ungnade gefallen jet, weil er ein Liebesverhältnis mit Miß Helen Taft, der Tochter des Präsidenten, unterhalten habe und beretts heimlich mit ihr verlobt gewesen set. Der Hauptmann wurde infolgedessen zur Erledigung einer Spezialmission nach den Philippinen entsandt. Im WetBen Hause wird diese Nachricht allerdings dementiert, in gesellschaftlichen und politischen Kreisen wird sie jedoch aufrecht erhalten. Wieder eine Kino- Katastrophe. In einem Kinematographentheater in der englischen Stadt Chesterfield hat sich ein schweres nglud ereignet, dem fünf junge Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Dreißig Kinder befanden sich in einem Nebenraum des Theaters, wo sie sich entkleideten, um einer kinematographischen Aufnahme zu dienen. Angeblich wollte sich einer der Knaben an einem Lichte eine 3igarette anzünden. Er tam dabei mit dem Licht einem leicht gekleideten Mädchen zu nahe, dessen Kleider Feuer fingen. Im Augenblick stand das unglückliche Mädchen in hellen Flammen. Das Feuer dehnte sich bald über alle Kinder aus. Von den dreißig Kindern wurden fünf schwer verletzt nach dem Krankenhaus gebracht, während die anderen ebenfalls erheblich Verletzten zu ihren Eltern gebracht wurden. Das Befinden der Schwerverlegten ist be= forgniserregend und es wird kaum möglich sein, die fünf am Leben erhalten zu können. Berliner Missionare von chinesischen Räubern überfallen. Wie schon gemeldet wurde, ist Ende November von Räuberbanden, die sich die zurzeit in China herrschende Unsicherheit zunuze machen, auch ein deutscher Missionar in Kanton angegriffen und verwundet worden. Jetzt kommt die Nachricht, daß es sich dabel um die Missionare Giesel und Wohlgemuth von der Berliner Mission gehandelt hat. Sie wurden auf einer Reise nach Futdschu von Räubern überfallen, wobet Wohlgemuth verwundet wurde. Völlig unerwartet wurde das Schiff der Missionare am 24. November von den Räubern beschossen. Wohlgemuth fiel, durch einen Streifschuß am Kopf betäubt, zu Boden. Während Misfionar Giesel und ein amerikanischer Missionar, Mr. Nagel, bemüht waren, die starke Blutung zu stillen, türmten die Räuber das Schiff. Alle Passagtere, auch die Europäer, wurden rücksichtslos ausgeplündert. Die Sachen von Missionar Wohlgemuth wurden uneröffnet weggeschleppt. tejet, der bereitwillig Korb und stof fer bffnete, Dusie wenig ein, doch rincit ote alter de Retsenden alle Wertsachen, Uhren, Trauringe, selbst fund Stiefel, vom Leibe. Auch der Verwundete frde nicht verschont. Als der Trauring nicht gleich gehen wollte, machten sie Miene, den Finger abzuhacken. Erst nach einer Stunde zogen die Räuber ab. Bum Glück gelang es, den Kapitän zur Umfehr zu bewegen und auch bald einen chinesischen Arzt mit westficher Bildung zu finden, der durch einen Notverband den Verwundeten vor dem Verbluten rettete. Das amerikanische Hospital in Stanton hat dann weitere Hilfe geleistet. Die nur durch den starken Blutverlust beBrohliche Wunde ist inzwischen geheilt. Glück im Spiel. In Monte Carlo hat der spanische Thronprätendent Don Jaime von Bourbon aus dem neuerbauten Spielsaale des Kasinos einen ungewöhnlich hohen Gewinn davongetragen. Er war aus Cannes mit einer Summe von 40 000 Francs in Monte Carlo eingetroffen und nahm in dem Spielsaale an einem Tische Platz. Nach nicht allzu langer Zeit fonnte gams mit bedenklicher Mene verfolgt, da er mit Recht annahm, daß dadurch die Ansteckungsgefahr verbreitet werden könnte. Er fühlte sich nun veranlaßt, sich ins Mittel zu legen und Johann zu bewegen, die Heirat aufzuschieben, unter allen Umständen aber die Besuche zu unterlassen. Daraufhin setzte sich Johann hin und fchrieb seiner Braut folgenden föstlichen Absagebrief: „ Min leim Marie! Uns Veihdokter hett me seggt, dat if Di nicht heiraten mag, wil be Jug dat Veih frank is. Wegens„ Maul- und Klauenseuche" mök ik deshalb de Verlobung met Dt upphewen!" Eine holländische Bürgerstochter durch französische Mädchenhändler entführt. Eine angesehene Familie aus dem Haag machte vor zwei Jahren in Wiesbaden die Bekanntschaft eines französischen Ehepaares, das ihre Tochter schon damals als Logiergast nach Paris einlud. Die holländische Familie lehnte aber die Einladung ab. In diesem Sommer trafen beide Familien sich wieder in Scheveningen, die Bekanntschaft wurde erneuert, und vor einigen Wochen reiste die Tochter, der wiederholten Einladung folgend, zum Besuche der französischen Familie nach Paris. Sett jener Zeit fehlt jede Spur des Mädchens. An der bezeichneten Stelle in Paris war die Familie nicht bekannt. Die Behörden stellten vergeblich Nachforschungen an. Man erfuhr nun, daß eine Hamburger Famille und ihre Tochter mit einem französischen Ehepaare in Wiesbaden die nämliche traurige Erfahrung gemacht hat. Man verhändler handelt. daß fie von dem Händler so billig abgegeben worden sind, weil sie bereits febr alt waren. Nach den am Donnerstag angestellten Ermit telungen find in dem Asyl fitr Obdachlose von über hundert Erkrankungen bisher 50 tödlich verlan fen. Eine genaue Zahl anzugeben, ist unmöglich, da fortgesetzt neue Erkrankungsfälle gemeldet werden. So find von Mitternacht bis heute morgen 6 Uhr wettere 21 Personen und im Laufe des heutigen Vormittags weitere zehr Personen aus den: Asyl nach dem Krankenhäusern gebracht worden. Auch im Männerasyl in der Wiesenstraße ist heute ein Arbeiter erkrankt und auf dem Wege ins Krankenhaus gestorben. Berlin, 29. Dezember. Bis gestern abend wurde die Hoffnung gehegt, daß die Maffenerkrankun gen unter den Obdachlosen zum Stillstand kommen werden. Wider Erwarten stellten sich in den Abendstunden mehrere sehr schwere Erkrankungen ein, die bei zwei Männern zum Tode führten. Auch ein Aufseher des Asyls ist unter verdächtigen Erscheinungen erfrantt. -Berlin, 29. Dezember. Die Zahl der Erfrankten beträgt zurzeit 99, von denen 47 gestorben find.( Die Zahl ditrfte au niedrig angegeben fein, da autch Erkrankungen und Todesfälle außerhalb des Asyls für Obdachlose vorgekommen sind. D. Red.) mutet, daß es sich um eine Entführung durch Mädchen Ein Spion aus der Festung Glatz entflohen. Einheitszeit für ganz Deutschland. Ueber eine Zentrale für Zeitübertragung durch drahtlose Telegraphie, deren Aktionsradius das ganze deutsche Reich beherrschen soll, und die soeben vom Staatssetretär rätte genehmigt wurde, wird der Inf." folgendes mitgeteilt: Die Zentrale, welche mit Hilfe der elektrischen WelTen sämtliche öffentlichen Uhren Deutschlands völlig übereinstimmend betreiben soll, wird in der Nähe Fuldas errichtet werden. Zu diesem Zweck soll ein Sendeturm von etwa 100 Meter Höhe gebaut werden. In unmittelbarer Nähe wird das Gebäude der Zeitzentrale errichtet. Jede Minute sendet eine der 3 in der Zeltzentrale befindlichen Normaluhren einen Hochspannungsstromstoß zur Sendeantenne, von der aus die elektrischen Wellen sodann ausstrahlen. Die in ganz Deutschland aufgestellten Empfangsuhren wurden jede Minute durch diese elektrischen Wellen weitergestellt. Die Einrichtung der Empfangsuhr ist folgende: Zum Zweck des Empfangs der elektrischen Wellen dient ein auf dem Gebäude der Empfangsstation aufgestellter Flaggenmast, der gleichfalls Träger einer einfachen Empfangsantenne ist. Diese Antenne steht mit der Empfangsuhr in Verbindung. An die Empfangsuhr fönnen wiederum mehrere 100 Nebenuhren angeschlossen werden, die sämtlich mit der drahtlosen Empfangsuhr übereinstimmen eina mitikama ha eine einzige Empfangsuhr nötig haben. Das gesamte Uhrensystem ist unempfänglich gegen jegliche fremde Wellen, so daß Störungen selbst durch atmosphärische Wellen ausgeschlossen sind. Von besonderem Interesse ist noch der Umstand, daß anhaltend gegebene Wellen von der gleichen Wellenlänge wie die der Sendestation feinen Einfluß auf die Fortschaltung der Zeigerwerfe haben, so daß die Zeitübertragung auf die tausendstel Sekunde genau erfolgt. Da der Stromverbrauch sehr gering ist und die Kostent der Unterhaltung nicht erheblich find, so wird der Mietspreis der Empfangsuhren sehr niedrig sein und sich mit dem Anwachsen der Abnehmer noch verringern, da es ganz gleichgültig ist, ob tausende von Empfangs= uhren oder hunderttausende die Zeit erhalten. Die einheitliche Durchführung der Zeit in ganz Deutschland ist aber für das ganze öffentliche Leben, für Bahn-, Post- und Geschäftsverkehr von allergrößten Intereffe. Der französische Spion Hauptmann Lur, der im Junt dieses Jahres zu sechs Jahren Festung verurs teilt worden war, ist aus Glas, wo er seine Strafe absaß, entflohen und bisher noch nicht wieder ergriffen worden. Er soll die Flucht Mittwoch vormittag bewerkstelligt haben, indem er sich an Bindfäden, die zum Verschnüren von Baketen gedient hatten, an der Fe stungsmauer hinabließ. Zu dem aufsehenerregenden Vorfall wird wetter gemeldet: 0- Glaz, 29. Dezember. Die Flucht des Spions Lux erfolgte in der Nacht vom 27. zum 28. Dezember. Lur hatte fremde Kleider angelegt, die eigenen Kleider wurden in der Zelle vorgefunden. Wie der Entflohene zu den fremden Kleidern gekommen ist, ist noch nicht aufgeklärt. Lux hatte einen Eisenstab feiner Relle durch= fellt und fich an zusammengebundenen Striden an der alatten eftungsmaner ans beträchtlicher Höhe auf die Straße herabgelassen. Berliner Getreides und Schlachtvieh markt. In der am 27. Dezember beendeten Berichtswoche war der Geschäftsverkehr am Berliner Getreidemarkte im Zusammenhang mit den Weihnachtsfeiertagen beschränkt. Eine Stüße für das Preisniveau bildete der Umstand, daß das Angebot vom Inlande nach wie vor gering bleibt. Zeitweilige kleine Abschwächungen des Brotgetreides, welche durch Abgaben der Importeure fanden immer wieder 2 1. Meiweizen veranlakt wurde mit helehr ferung" tiff Dezember herrschte Grunde etwas mehr Nachfrage und so stellten sich Wetzen sowohl wie Rogger für diesen Termin gegen die Vorwoche etwas höher. Hafer zeigte bet zurückhaltender Kauflust schwächere Tendenz, namentlich für spätere Termine. Mais gab infolge niedriger argentinischer Forderungen etwas nach. Am letzten Tage der Berichtswoche stellteit sich die Notierungen für Lieferung im Mat, wie folgt: Weizen 213,25, Roggen 194,75. Hafer 190,25, Mais 164,00 M der Thronprätendent den Spielfaal mit 400 000 Francs, Die Katastrophe im Asyl für Obdachlose., ausaemäſtete Stühe höchsten Schlachtwertes, bis zu also mit einem Gewinn von 360 000 Francs, verlassen. Eine Verlobung wenen Maul- und Klauenseuche aufgehoben. Eine junge Maad in einem Dorfe bei Jever hatte schlechte Weihnachtsfeiertage, und daran war einzig und allein die Maul- und Klauenfeuche schuld. Die junge Magd Marie war mit einem Knecht aus dem Nachbardorfe verlobt. An feinem Abend versäumte er es, wie wir im Hannoverschen Anzeiger lesen, seiner Braut die Aufwartung zu machen. Der Wea war sehr weit, aber die Liebe überwindet alles. Schon war der Tag der Hochzeit festgesetzt, damit Johann nicht immer zur Nachtzeit die weite Reise zu machen hatte, als sich ben Heiratsplänen der Verliebten plößlich ein Hindernts in der Gestalt des Tierarztes in den Weg stellte. In dem Dorfe, in dem die glückliche Braut bedienstet war, war die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Aus diesem Grunde hatte der Tierarzt schon seit längerer Zeit die Liebesfahrten des stürmischen BräuttDie Alte ist eine sonderbare Person und mir will es manchmal vorkommen, als ob sie geistig nicht normal set- jedenfalls pflegt sie aber das Grab mit seltener Treue. Der freundliche Pfarrer führte den Fremden nun zum Dorfschulzen, um dort zu erkunden, ob sich vielleicht bet ihm Aufzeichnungen über das einst hier geborene Kind der Marie Steger fändan, oder Nachricht zu erlangen über Leute, die etwas wissen tönnten. Aber der Schulze, auch ein füngerer Mann, wußte nur: daß einst fremde Leute das Marmorkreuz einer hier Berstorbenen errichtet hatten, nicht aber, wie diese Anverwandten geheißen. Aufzeichnungen darüber oder über das Kind gab es nicht. Der Name der Frau, die es geholt hatte, war gänzlich unbekannt, die Amme, der man es einst anvertraut, war tot, ebenso deren Mann. Dieskau empfand es mit tiefem Schmerze, daß hier nichts über das Kind zu erfahren sei. Er wußte wohl, daß seine Marie eine wesentlich ältere Schwester gehabt hatte, der sie aber durch die Trennung im Laufe der Jahre entfremdet worden war. Diese Schwester war schon damals längst verheiratet gewesen und den Namen thres Mannes kannte er nicht. Marie Steger, eine Waise, hatte allein im Leben aestanden. Dieskau lernte sie im Hause einer adeligen Familie kennen, wo sie Erzieherin der Kinder war. Ihre rührende Schönheit, die Anmut thres Wesens, der Hauch von Unschuld, der darüber ausgebrettet lag, ergriffen thn mit angewalt, und er sagte ihr, wie er sie liebe. Der schöne, ritterliche Offizier, der alles Glück setnes Lebens nur in the sah, nahmt ihr junges Herz mit Sturmgewalt gefangen. Lange Jahre waren nun verflossen, sett fein geliebtes Weib ihm für ewig entrissen worden war. Sein erster Weg, nachdem er wieder deutschen Boden betreten, war der zum Grabe seines Glücks. Die Hoffnung, hter Nachrichten über sein Kind zu erIm Berliner städtischen Asyl für Obdachlose in der Fröbelstraße, daß fetzt in den Winterinonaten allabendfich von etwa 3000 bts 4000 Personen aufgesucht wird, sind, wie gemeldet, eine ganze Anzahl Personen unter schweren Vergiftungserscheinungen erfrankt und mehrere von ihnen gestorben. In diesem Asyl erhalten die Obdachlosen abends warmes Effen und morgens Kaffee oder Suppe auf Kofier der Stadt. Dabet bringen die Obdachlosen allerhand Eßwaren mit. Am Dienstag hatten verschiedene Personen größere Posten Bücklinge von einem herumziehenden Fischhändler billig gekauft, und im Asyl verkauften sie dann die Bücklinge an andere weiter. Nach einer halben Stunde waren bereits 14 Personen gestorben. Andere Schwererkrankte wurden in die städtischen Krankenhäuser eingeliefert, wo sie zum Tell totfrank darniederliegen. Es ist festge= stellt worden, daß die Bücklinge verdorben waren und halten, hatte sich nicht erfüllt, und so fühlte er sich schmerzlich enttäuscht. Nachdem er dem Pfarrer eine namhafte Summe für die Armen des Dorfes und eine reiche Spende für die alte Zentner übergeben hatte, ging er noch einmal auf den Kirchhof, um am Grabe noch ein Gebek zu verrichten, und dann fuhr er nach der Stadt zurück. Es galt zunächst, die Rechtsgültigkeit der zwischen Hermann von Dieskau und Marte Steger geschlossenen The festzustellen. Sie waren in der Dorfkirche von Geismar, das jenseits der nahen Grenze im benachbarten Fürstentum lag, getraut worden. Das Fehlen des Trauschetnes, den seine Gattin zurückbehalten und wte ein Heiligtum bewahrt hatte, war ihm unerklärlich, doch war der Verlust zu ersetzen und er mußte ersetzt werden, wenn er- ach, er wagte es kaum zu hoffen!- seinen Sohn fand; denn dann galt es, diesen in seine Rechte einzusetzen. Das Majorat Dieskau war ein ausgedehnter und sehr ergiebiger Güterkomplex, der in der besten Gegend des Landes lag. Die Kriege von 1866 und 1870 hatten die Söhne des vorigen Bestzers hingerafft. Der alte Herr war ihnen bald gefolgt und die reiche Hinterlassenschaft war in den Besitz eines Neffen des bisherigen MajoratsHerrn, an den Freiherrn Bodo von Dieskau übergegangen, da dessen älterer Bruder Hermann, der etgentliche Erbe, im amerikanischen Sezefftonskriege gefallen war, ohne Erben zu hinterlassen. Bodo von Dieskau, der auf diese Weise ganz unerwartet aus etnem von dem Wohlwollen seines Ontels abhängenden armen Junker zu einem der reichsten Grundbestzer geworden war, hatte früh begonnen, den ihm zugefallenen Reichtum zu genießen. Setne Gattin starb bald, nachdem er in den Besitz der Güter gekommen war, und seine minderjährigen Breise des städtischen Schlachtvlehmarktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungefocht 81-86 M, b) junge, fleischige, nicht ausge mästete und ältere ausgemäftete 75-82 M, c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 62-70 M 2. Bullen: al vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 75-80 M. b) vollfleischige jüngere 73-78 M., C) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 66-75 M. 3. Färsen und ühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes- M. b) vollfleischt7 Jahren 68-75 M, c) ältere ausgemästete und menig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 64-69 M d) mäßig gerährte ühe und Färfen 53-60 M, e) nerina genährte Kühe und Färfen bis 60 M, f) gering genährtes Jungvich( reffer) 56-70 M. 4. Stalber: a) Doppellender feinster Mast 114-143., b) feinste Mastfälber 108-117 M, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 97-105 M, 5) Mast- und aute Sangfälber 88 bis 98 M. c) geringe Saugfälber 58-70 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und füngere Masthammel 74-84 M b) ältere Masthammer, tünnere Mastlämmer und gut genährte furge Schafe 64-74 M, c) mäßig genährte Hammel und Schafe 53-68 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht 62 M, b) vollfleischige Schweine 240-300 fd. 60-61 M, c) voll= fleischiae 200-240 3fb. 58-61 M., d) vollfleischige Schweine 160-200 fb. 55-60 M, e) vollfletschige Schweine unter 160 fd. 50-55 M. f) Gauen 54-60 M. Söhne, die die städtischen Schulen und dann das Kadettenhaus besuchten, störten ihn in einem wechselvollen Genußleben nicht, noch weniger die Jüngstgeborene, die kaum der Wiege entwachsen war, als die Frau starb. Als die männlichen Sprößlinge Heranwuchsen, zeigte der älteste, Harald, eine hervorragende Befähtgung, auf den Wegen des leichtlebigen Vaters zu wan= deln, ja er teilte sogar dessen Vergnügungen. Für die Pflege und das Gedeihen des ausgedehnten Grundbefizzes waren die weltmännischen Netgingen des Majoratsherrn und seines dereinstigen Erben natürlich we nig günstig; sie lebten beide nicht nur den größten Teil des Jahres fern von der heimatlichen Scholle, sondern brauchten in thren jeweiligen Aufenthaltsorten Paris, Nizza und den Lurusbädern bedeutende Summen, da fte sehr noblen Passionen huldigten und stets auf großem Fuße lebten. Sie waren nur während der Jagdzeit auf Dieskau zu sehen, und dieser Aufenthalt gestaltete sich zu einer Periode, in der neben einer unbeschränkten Gastfreundschaft auch eine Bügellosigkeit dort herrschte, die bald den nachbarlichen Adel von seinem Erscheinen abhielt. Auch der jüngere Sohn des Freiherrn, der bei einem Retterregiment diente, wurde selten auf Dieskau gesehen. Daß das Majorat bereits arg verschuldet war, bildete ein öffentliches Geheimnis, aber die ausgedehnten Wälder und die auf den Halm verkauften Ernten Ite ferten seinem Besizer immer von neuem Mittel, das verschwenderische Leben fortzusetzen. ( Fortsetzung folgt.) Gesundheit und Schönheit lassen sich in der weiblichen Kleidung vollendet zum Ausdruck bringen, wenn die Grundlage der Tollette, das Untergewand das Korsett den Forderungen der Hygiene und Aesthetik entspricht. Ein solches Untergewand ist den verehrten Damen in unserem eleganten Korsett- Ersatz Kalasiris geboten, der alle Vorteile des modernen Korsetts besitzt, jedoch ohne dessen schwerwiegenden Nachteile, vor allem ohne die gesundheitsschädliche Einschnürung in der Tallle, ,, Kalasiris" hat im Gegensatz zum Korsett seinen Stützpunkt nicht in der Taille, sondern in der Hüfte, deren knochenstarre Unterlage eine feste Umschnürung sehr wohl verträgt. 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Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Abends 7 Uhr: Weihnachtsfeier für die konfirmierte männliche Jugend der Matthäusgemeinde. In der Johanneskirche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrassistent Schorlemmer. Nachmittags 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Montag, den 1. Januar, abends von 7%-9% Uhr Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde. Mittwoch, den 3. Januar, abends 8 Uhr: Bibel= stunde im Johannessaal. Pfarrer Ausfeid. Batholische Gemeinde in Gießen Samstag, den 30. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 31. Dezember. Vorm. von 6½ Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachm. 5% Uhr: Predigt; darauf Andacht mit Segen. Abends um 7 und 8 Uhr ist Beichtgelegenheit. Montag, den 1. Januar. Fest der Beschneidung Christi. Vorm. 6½ Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst. Nachm. 3 Uhr: Festandacht mit Segen. Berantwortlich: Albin Alein. 50 101 16