Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen oiertelfährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg.- Erscheint Dienstags, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. se Nr. 204. weg 83. richt technischen 1: Tiefbauhe Schule. . 7. InSteinmetz Dahnwerkchule. 18. sterschule. Kon Dank Ansichts Izahlungen. am. So It. initatis. mmer. Tatthäus- Ge lemmer. Eas- und Joei dem Pfar fasgemeinde. eimer. ierten männ nesgemeinde. Jersammlung er Johannes llen Gemein eröffnet und werden. Die den 4. und rmittags von hr bei dem find bei Pfr. ler des Gym Pfarrer der r Ober- Realeinde( Kirch Den Schuldie Itern werden ntfirchen- Vor zu kommen ringen. en die Abend fem Sonntag Ilekte für die oben werden. # 8 Uhr: Ge hl. Beicht. union. franz- Andad tag, Freitag, entranzandadi ( 1. Blatt.) des Großherzoglichen Polizei Amtes = der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag, den 30. September 1911. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzelle.- Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Neklameteil 50$ ig.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Koukurs in Wegfall. Plagvorschriften ohne Berbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Krieg zwischen Italien und der tenen bisherigen Abg. Uebel- Dieburg Poſtmeister Wie| Wolf, das Geständnis zu wiederholen, das er Türkei. gand- Heppenheim als Kandidat der Zentrumspartei aufgestellt. W. nahm die Kandidatur an. An Stelle des verstorbenen Vorsitzenden der fort= Schneller als mancher geahnt, ist der europäische schrittlichen Volkspartei in Mainz, JuFriede durchbrochen worden. Nicht Marokko ist der 3ank- stizrat Börckel, wurde Rechtsanwalt Sold an zum apfel, sondern das türkische Tripolis, worauf Italien Vorsitzenden gewählt. erhebt. Es liegen folgende Meldungen vor: Anrecht Die Kriegserklärung. ) Rom, 29. Sept.( Tel.) Da die otto= manische Regierung die Forderun= gen des italienischen Ultimatum s nicht angenommen hat, sind Italien und die Türkei seit heute nachmit= tag.3 Uhr im Kriegszustande. Die Blockade von Tripolis und Cyrenaika wird den Mächten sofort notifiziert werden. *) Konstantinopel, 29. Sept.( Telgr.) Auch hier ist die Kriegserklärung befannt gegeben worden. Es ist anzunehmen, daß die Landung des italieni schen Expeditionskorps in Tripolis bereits erfolgt ist. 12 italienische Kriegsschiffe warfen vor Tripolis Anker. Eine Seeschlacht in Aussicht. *) Paris, 30. Sept. Mehrere türkische Kriegs= schiffe verließen Beiruth. Ein Renkonter mit der italienische Flotte wird für heute als wahrscheinlich betrachtet. Oesterreich auf der Wacht. Aus Stadt und Land. Gießen, den 30. September 1911. n) Der Großherzog hat den Anatomiediener bei der Landesuniversität Heinrich Balser auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen und treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Oktober 1911 an in den Ruhestand versetzt und als dessen Nachfolger den Vizewachtmeister Jakob Kranz aus Biedesheim nannt. er= n) Jm Saale des Hotels„ Zum Einhorn" finden am Mittwoch, den 4. und Donnerstag, den 5. Oktober ds. berammergauer Passionsspiele in Js. die Aufführung der Original- Aufnahmen der riesengroßen, elektrischen Projektionsbildern statt und zwar nachmittags 5 Uhr für Schüler, abends 8½ Uhr für Erwachsene. Diese Vorführungen sind von der auswärtigen Presse sehr günstig beurteilt worden. Den Vortrag zu dieser Aufführung hält Herr Ingenieur Haal aus Mainz, bekannt durch seine wissenschaftlichen Projektionen. Mrails *) Wien, 29. Sept. Die österreichisch- ungarischen Geschwader sind fast vollständig in den dalmatischen Gewässern stationiert und bewachen das ganze Küstenge- stem Erfolg bestehende I andwirtschaftliche Winbiet. *) Wien, 29. Sept. Nach griechischen Meldungen begannen von türkischer Seite Truppenkonzentrationen an der thessalonischen Grenze. 28 Kanonen sind in Elassona eingetroffen. Was sagt Deutschland? *) Berlin, 29. Sept. Der Reichskanzler von Bethmann- Hollweg ist hier eingetroffen. Das Staatsministerium ist heute zu einer Sizung zusammengetreten. Deutschland ist in diesem Streite zwischen Jtalien und der Türkei auf eine harte Probe gestellt. - Parteipolitisches. Reichstagswahlen 1912. - Der Parteitag der Fortschrittlichen Volkspartei ist auf den 20. Oktober nach Berlin einberufen worden. Hanau, 30. Sept. In dem Reichstagswahl= freis Hanau- Gelnhausen- Orb wird mit Bestimmtheit der gesamte Liberalismus in einheitlicher Kampfform aufmarschieren. Die Fortschrittliche Volkspartei ist bereit, eine nationalliberale Kandidatur zu unterstützen. Hessische Landtagswahlen 1911. - bereits in der Voruntersuchung abgelegt hatte. Wolf er zählte hierauf seinen Lebenslauf, erwähnte auch, daß sein Vater ein entmündigter Trunkenbold war und daß er selbst früh in Fürsorgeerziehung fam und nach Be endigung seiner Lehre von Nieder- Mörlen nach Frankfurt und Offenbach in Arbeit ging. In Offenbach arbeitete er 14 Tage, bis er etwa Ende Mai stellenlos wurde. In jener Zeit lernte er den Chauffeur Erbe kennen, der mit seiner Schwester ein Verhältnis hatte. Auf Befragen des Vorsitzenden gibt er an, daß er mehrfach Gelder, die er von Verwandten zur Unterstütz ung erhalten hatte, an Erbe abgeben mußte, der das Geld durchbrachte. Wolf erzählte ausführlich, wie infolge des Geldmangels der ganze Plan gereift sei und wie sie dann die Vorbereitungen zu dem Morde selbst trafen. Ueber die Ausführung der Tat erzählt er, daß sie die Frau, die allein im Hause war im ersten Stock antrafen, als sie gerade ihr Zimmer verlassen wollte. Erbe sei sofort auf sie zugeeilt und habe sie mit beiden Händen am Halse gepackt, dann habe er sie zu Boden geworfen. Erbe kniete auf ihr und rief Wolf zu, den Stock zu nehmen und der Frau auf den Kopf zu schlagen. Dies führte Wolf auch mehrmals aus. Die Frau schien daraufhin vollständig leblos. Erbe holte dann ein Stück Leinen herbei, wickelte es der Frau um den Hals und dann zogen beide an den beiden Enden so lange, bis die Frau erdrosselt war. Dann durchsuchten die Mörder das Zimmer, fanden Geld und einige Wertsachen und machten sich davon. Im Walde wartete die Schwester Wolfs auf die Mörder. Mit ihr gingen sie nach Friedberg und fuhren dann alle drei nach angeklagten Erbe, der in außerordentlich selbstbewußter Weise auftritt und frech e Antworten gibt. Die Beantwortung der Fragen nach seinen Familienverhältnissen verweigert er, da er das vor dem Publikum nicht nötig habe. Als er bei der Vernehmung über sein Liebesverhältnis fortwährend lachte und ihm das vom Vorsitzenden verboten wurde, antwortete er:„ Ich bin halt ein lustiger Mensch". o) Friedberg, 28. Sept. Auf dem hiesigen Obst- rankfurt reriger gestartete ja die Vernehmung des mart wurden folgenrelbinen 20 Mart pro 100 Pfd., Italienische Zwetschen 10, Hauszwetschen 6 bis 8, Pflaumen 8-10 Pfg. pro Pfund. Kelteräpfel 15-16 Mart pro Malter( 100 Kilo) frei Bahnstation. o Lich, 29. Sep. Die hier seit 6 Jahren mit beterschule beginnt am 6. November d. Js. einen neuen Winterkursus. Die Ueberzeugung von der Nützlichkeit einer weiteren fachberuflichen Ausbildung für unsere jungen Landwirte bricht sich immer weiter Bahn, so daß die landwirtschaftlichen Schulen in Hessen trotz deren großen Anzahl doch immer sehr gut besucht sind. Die Licher Schule ist mit Lehrkräften und Lehrmitteln sehr gut versehen, wie auch die Verpflegung der jungen Leute in soliden Bürgersfamilien billig ist. Anmeldun gen sind an den Schulvorsteher Dekonomierat Weitzel in Lich baldigst zu richten. o) Das Provinzial- Wasserwerk bei Jn= heiden ist jetzt vollendet und seit einigen Tagen ununterbrochen im Betrieb. Am 1. Oktober beginnt die Wasserlieferung für Frankfurt, Borsdorf und OberWiddersheim. Inheiden wird in wenigen Wochen angeschlossen und erhält das Wasser kostenlos. !) Mainz, 29. Sep. In dem Prozeß der Polizeiassistentin Schapiro und dem Beigeordneten Berndt gegen den Chefredakteur des„ Mainzer Neuesten Anzeigers", Hirsch, wurde heute vormittag 9 Uhr das Urteil verkündet. Hirsch wurde zu 6 Monaten Gefängnis, sowie zur Tragung der Kosten verurteilt. Der Staatsanwalt hatte 1 Jahr 8 Monate beantragt. Der Verurteilte wird Revision einlegen. Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht § Die Einigung der liberalen Parteien für die Landtagswahl in Gießen ist nicht zu Stande getommen. Die Fortschrittliche Volkspartei beschloß bei der Wahl in Gießen- Stadt- Wieseck selbständig vorzugehen. Prof. Ur stadt wurde als Kandidat aufgestellt. Für die übrigen für die diesmalige Landtagswahl in Betracht kommenden Bezirke des Reichstagswahlkreises ist eine Einigung der beiden liberalen Parteien erzielt worden und zwar auf der Grundlage, daß im Wahlbezirk Lich Hungen die Fortschritts partei, und im Wahlbezirk Nid da die nationalliberale Partei den Kandidaten stellt. Auch der im Wahlbezirk von der Großen Linden- Heuchelheim fortschrittlichen Volkspartei in Aussicht genommene Kanther am hellen Nachmittag auf ihrem abgelegenen Gedidat wird von den Nationalliberalen unterstützt werden. Hierfür ist Fabrikant Adolf Klingspor in Aussicht genommen. = = § Jm Wahlkreis Gernsheim Pfungstadt scheint dort innerhalb der Ordnungsparteien eine Einigung auf einen Kandidaten bevorzustehen, um Sieg der Sozialdemokraten zu vermeiden. einen § Im Wahlkreis Heppenheim- Viernheim wurde an Stelle des aus wichtigen Gründen von der wieder übernommenen Kandidatur zurückgetreGießen, 28. September. Heute früh begann vor dem Schwurgericht der Prozeß gegen den 17 Jahre alten Schneidergesellen Heinr. Wolf aus Nieder- Mörlen und den 23 Jahre alten Schlosser Wilhelm Erbe aus Frankfurt, sowie die 19 Jahre alte Schwester des Angeklagten Wolf, Katharina Wo If. Die beiden ersten Angeklagten sind beschuldigt, am 6. Juli die 61 Jahre alte Ehefrau Katharina Walhöft bei Nieder- Mörlen vorsätzlich und mit Ueberlegung getötet und sie um 350 Mt. und mehrere Wertsachen beraubt zu haben. Außerdem wird ihnen noch ein Einbruch in Nieder- Mörlen zur Last gelegt, den sie vor der Mordtat ausgeführt hatten. Die Katharina Wolf ist wegen Beihilfe angeklagt; außerdem steht sie noch unter der Anklage der Hehlerei. Wolf macht einen sehr gedrückten und reuigen Eindruck und seine Schwester weint unaufhörlich. Erbe dagegen trägt ein freches und zynisches Wesen zur Schau. Der Vorsitzende ermahnte Gießen, 29. Septbr. Die Verhandlung begann heute früh nach 11 Uhr, da sich das Gericht erst mit den Verteidigern und dem Oberstaatsanwalt über die Schuldfragen einigen mußte. Es sind im ganzen 41 Schuldfragen. Gegen 12 Uhr beginnt dann der Oberstaats= anwalt sein Plädoyer, und zwar weist er darauf hin, daß sich die Tat ganz besonders durch die Frechheit und Scheußlichkeit, mit der sie verübt worden sei, auszeichne. Er sehe sich deshalb veranlaßt, mit großer Entschiedenheit für die Bejahung der Schuldfragen nach Mord und Raub einzutreten. Beide Verbrecher hätten sich des schweren Raubes und Mordes schuldig gemacht. Für Katharina Wolf sei die Frage nach BeiHilfe und Hehlerei zu bejahen. Das Urteil, das spät abends gefällt wurde, lautete gegen Heinrich Wolf 11 Jahre Gefängnis Katharina Wolf 2 Jahre Gefängnis Wilhelm Erbe zum Tode. Kathreiners Malzlaffen. Nur echt in geschlossenen Paketen mit Kunipp- Bild; niemals offen oder lofe aŭlgeneogen! Das Gehalt mocht' 6! Es wird weiter verhandelt. Noch kein Ende der Marokkoverhandlungen. In einer Berliner offiziösen Meldung hieß es diefer Lage, der am Dienstag in Berlin vom Botschafter Cambon überbrachte französische Vertragsentwurf über Maroffo trage im wesentlichen den Wünschen der betden Regierungen Rechnung, und es würden nur noch in den Einzelheiten einige redaktionelle Aenderungen vorzunehmen sein. Inzwischen sind diese redaktionellen Aenderungen, óte man in Berlin vornahm, in Paris eingetroffen. In Paris scheint man aber von ihnen absolut nicht erbaut zu sein, denn das französische Minifterium des Aeußern gibt folgende offtatöse Note heraus: Die von der deutschen Reichsregierung auf bie lebten französischen Vorschläge vorzulegenden Abände rungsvorschläge in der Maroffoangelegenheit sind heute in Paris angelangt. Sie umfassen neue Forderun gen und enthalten Vorbehalte, die eine neue ein gehende Prüfung notwendig machen. Bon anderer Seite wird gemeldet, daß die Frage der onsulargerichtsbarkeit noch immer die schwierigste ist, da Frankreich in dieser Angelegenhett durchaus auf seinem Standpunkt verharren will. Die Soffnung, daß es noch Ende dieser Woche zu einem Abschluß der Verhandlungen über Maroffo selbst tommen werde, ist also trügerisch gewesen. Das Muster eines Kapitäns. Für die Reichstagsstichwahl in Düffeldorf, die am Freitag, den 29. September stattfand, hatte der Hauptvorstand der liberalen Vereinigung in Düsseldorf, der fämtliche liberale Barteien in fich vereinigt, beschlossen, wie für die Hauptwahl, so auch jetzt die Barole unbedingter Stimmentbaltung auszugeben. Damit dürfte der Sieg des Sozialdemokraten gesichert sein, doch Itegt bis zur Stunde ein Ergebnis noch nicht vor. Das Inkrafttreten der Reichsversicherungsordnung verschoben? Wie dem in Frankfurt a. M. erscheinenden Bentralblatt der Reichsversicherung" von bestinformierter Seite mitgeteilt wird, soll infolge der Schwierigkeiten, die sich beim Entwurf der Ausführungsbestimmungen für den Vollzug der Reichsversicherungsordnung tells bei den Netchsbehörden, teils bet den Landesbehörden ergeben haben, der Termin für das Inkrafttreten des neuen Gefezes vom 1. Jult 1912, wie anfangs beabsichtigt, zum 1. Januar 1913 verschoben worden sein. Bum Borfizenden der deutsch- sozialen Partei als Nachfolger des Abgeordneten Liebermann von Sonnenberg, ist in einer Sigung des Gesamtvorstandes der Partet im Reichstagsgebäude der Abgeordnete Lattmann gewählt worden. Das Pariser Blatt Gil Blas" gibt ein Charakterbild von dem Kommandanten der zerstörten„ Liberté", Kapitän Jaures, einem Bruder des befannten Sozialtstenführers. Nach der Darstellung dieses Blattes muß Jaures vollkommen ungeeignet sein, das Kommando über ein Kriegsschiff zu führen, und hat seine Laufbahn nur seinem Bruder zu verdanten. Auch Kapitän Jaures set Sozialist, aber im Gegensatz zu seinem Bruder fein Realpolitiker, sondern ein unflarer Schwärmer mit weltfremdem Humanismus. So soll er nicht geduldet haben, daß seine Matrosen Arbeiten ausführten, die seiner Ansicht nach entehernd für sie selen, wie das Reinigen von Metallteilen und das Waschen des Decks. Er ließ also die„ Liberté" vollkommen versch mußen, genau jo, wie er es mit dem Kreuzer Galilei" getan hat, den er vordem fommandierte und ber wegen seines schmußstarrenden Aeußeren und ſetnes Ungeziefers im Innern in der ganzen Flotte berüchtigt war. Die Disziplin an Bord ließ, bet Jayres auch alles zu wünschen übrig, denn er behandelte feine Leute nur mit Moralpredigten und Geldstrafen, wobet aber die von den Matrosen zu zahlenden Besol dungsabzüge ihnen wieder zugute famen, da sie für die Bestraften auf der Sparkasse angelegt wurden. Gefäng nisstrafen gab es nicht bet Jaures. Ferner erinnert das genannte Blatt daran, daß bet der Flottenschau vor Toulon die„ Liberté" beinahe dte Demokratie" gerammt hätte, weil sie ein falsches Steuermanöver machte, troßdem: Jaures selbst oben auf der Kommandobrücke stand. England will für einen eventuellen Krieg stets ge= rüftet sein. Der erste Lord der englischen Admiralität, Mc Kenna, hielt gestern eine Rede, in der er deutlich zu verstehen gab, daß im englischen Flottenprogramm für das nächste Jahr eine erhebliche Vermehrung der britischen Seemacht vorgesehen set. Er filgte hinzu, daß England stets sein Hauptaugenmerk darauf richten werde, den internationalen Frieden aufrecht zu erhalten. Es könne dies aber nur, wenn seine Verteidigungsmittel kräftig genug und das Land für einen eventuellen Krieg stets geristet set. Wucherung der Zellen beruht, welche die Bösartigkett des Krebses bedingt. Manche chemische Stoffe, Batte rienprodufte und Parafiten wirken als lokaler Netz und fönnen zur Entwicklung des Krebses führen. Doch muß in jedem Falle neben dem äußeren Reiz eine Strant heitsdisposition angenommen werden. Alle Statistiken beweisen, daß der Krebs in den Kulturländern an Häutfgfeit zunimmt. Außerordentlich wichtig wäre es, bet der Operation des Krebies ein Verfahren zu finden, das den Gefahren des Rückfalls vorbeugen könnte. Wte das Neue Wiener Journal" meldet, arbeitet Geheimrat Ehrlich gegenwärtig an einem Krebsheilmittel. Wenn auch ein realer Erfolg bisher damtt nicht erzielt wurde, sollen die bisherigen Resultate doch auffehenerregende Aufschlüsse über das Wesen und die Heilmöglichkeit des Krebses erwarten laffen. Auf dem nordpersischen Kriegsschauplah ist jetzt ein heißer Kampf um Täbris entbrannt. Den ersten Angriff haben zwar die Verteidiger zurückgeschlagen, doch werden die Angriffe wiederholt werden. Am Donnerstag fand in der Nähe von Naubran eine große Schlacht zwischen den Regierungstruppen und den Truppen des früheren Sultans statt. Diese verloren 400 Mann Tote, 200 Mann Gefangene und sieben Geschütze und werden von den Regierungstruppen verfolgt. Wie schlecht es mit dem Getst der französischen Marine bestellt fein muß, dafür liefert die Mitteilung etnes anderen Bariser Blattes, der Republ. Francaise", ein Beispiel. Das Blatt erörtert bte Ursachen der Erplosion auf der Liberté" und begründet, weshalb es nicht an einen Brand und nicht an Selbstentzündung des Pulvers glaubt, sondern einen Sabotageaft für wahrscheinlich hält, und schreibt:„ Es gibt revolu vuv. Suvvnigrunt aut ven derrifyin find hundertmal gemeldet worden. Wenn die Matrosen die Häfen anlaufen und an Land gehen, werden sie in die Lokale gelockt, wo sich die Syndikalisten versammeln, und saugen dort das Gift der revolutionären Propaganda ein. Es ist wirklich unbegreiflich, daß man diese Agitation, die allen Bewohnern der Hafenstädte woh hetannt ist, nicht mit der äußersten Energie unterdrückt Dat." Rundschau vom Cage. Politisches. Kleine Nachrichten. Das neue Zeppelinluftschiff, das für die preußische Heeresverwaltung bestimmt ist, wird Anfang nächster Woche die erste Probefahrt unternehmen. Die militärische Abnahmefommission trifft in den nächsten Tagen in Friedrichshafen ein. Ein fremdländisches Urteil über die deutsche Flotte. Angesichts der Rede des englischen Martneministers über die Notwendigkeit weiterer Flottenverstärkungen Ist eine Unterhaltung eines Elberfelder Journalisten mit einem banischen Admiral gelegentlich der Studienfahrt der nordeuropäischen Presse nicht ohne Interesse. Jener Admiral, der 1864 gegen Preußen gefochten hat, betonte ausdritclich, daß die deutsche See macht das höchste Lob verdiene. Die deutsche Flotte fet die beste der Welt. Keine andere Marine verfüge aber ein so eraft ausgebildetes Offizierkorps. Durc bte Schaffung des Nordseekanals set jedes deutsche Kriegsschiff so viel wert wie zwet englische. Auch in anderen polittschen dänischen Kreisen wurde der deut schen Seemacht höchstes Lob gezollt. 4) Aus Eifersucht.. Roman von Mar Hoffman. ( Nachdruck verboten.) Eine neue Militärstraße am Gotthard, die nur strategischen Zwecken dienen soll, wird gegenwärtig gebaut. Am ersten Teil arbeiten 200 Mann. Der Bau soll mehrere Jahre dauern. Vermischtes. Großer Diamantenschmuggel in Neuport. Die Neuyorfer Zollbehörde hat in letzter Zeit eine ganze Reihe von Schmuggeleien aufgedeckt. Den besten Fang machte sie jedoch am letzten Montag, als sie einen Juwelfer namens Neumann mit seiner Frau bei der Anfunft in Neuport verhaftete. Beide führten ungefaßte Diamanten im Wert von mehr als 100 000 Dollars mit fich. Die Freu trug einen Unterrock, der an seiner Innenseite mit unzähligen kleinen Diamanten besetzt war, und der Mann schmuggelte in einer Gummiunterhose, die sich dicht an den Körper anlegte, große Mengen dieser Schäße. Während der Mann in Haft beha fen wurde, wurde die Frau vorläufig freigelaffen. Beim Zusammenbruch eines Abbaubetriebes wurben in Essen drei Bergleute von der Außenwelt abgeschnitten. Einer von ihnen konnte nach kurzer Zeit geborgen werden. Der Befretung der betden anderen stellten sich große Schwierigkeiten entgegen. Erst nach 52stündiger Gefangenschaft konnten sie am Donnerstag zu Tage gefördert werden. „ Es ist natürlich alles so geblieben, wie Sie es zuerst gefunden haben?" fragte er Frizz. " Jawohl, mein Herr." " Und wann betraten Sie das Zimmer?" Heute morgen gleich nach acht Uhr." " War vor Ihnen jemand hier?" " Die Krankenpflegerin und das Dienstmädchen." " Ich möchte sie beide sprechen." Verzweiflungstat eines verlassenen Ehemannes. Der Buchhändler Buecken in Aachen erschoß gestern einen Befannten, bet dem Bueckers Frau, die getrennt von ihm lebte, Unterkunft gefunden hatte, im Flur fe= nes Hauses. Buecken wollte seine Frau zu seiner todDie beiden weiblichen Personen mußten ihm genauen Bericht erstatten, wie sie den Leichnam gefunden hatten. Dann Iteß er sich die Stube der Diakonissin und den neben der Küche gelegenen Schlafraum des Dienstmädchens zeigen. " Und wo befinden sich Ihre Räume, Herr von Marleben?" Der Raffenhaß in Amerifa. Nach einem Telegramm aus Dumas in Arkansas tam es bei der Verfolgung einer Familie namens Maltaß, die wegen verschiedener Vergehen festgenommen werden sollte, zwischen diesen und den Leuten des Sheriffs zu einem Kampf. Der Sheriff, fein Stellvertreter und zwei Söhne der FamtIte wurden erschossen, der Vater der verfolgten Famille entfloh, wurde festgenommen und gelynicht. Er selbst war ein Weißer, die Söhne Mulatten. and seeuwen zoo Juno ein veuer in emer Maschinenfabrik in Augsburg. Er war mit einer Leiter zum elektrischen Aufzuge hinaufgestiegen, der sich in Bewegung fetzte. Der Unglückliche wurde in den Aufzugsschacht hineingezogen und förmlich zerdrückt. Er war fofort tot. Fritz berichtete, daß thm bet seiner Ankunft vor acht Tagen zwei Zimmer im oberen Stock zur Verfügung gestellt worden waren. Ein deutscher Ringkämpfer in Meriko ermordet. In Köthen traf die Nachricht ein, daß der dort ansässige Ringtämpfer Gieseler, der vor wenigen Monaten als Athlet in die Welt gegangen war, in Merito, wo er in einem Ringkampf Sieger geblieben war, erdolcht worden ist. " Niemand von Ihnen hat in dieser Nacht ein verdächtiges Geräusch gehört?" Die Diakonissin erzählte, daß sie von wirren Trätt men gequält worden set; Auguste erfreute sich, wie sie selbst sagte, etnes Bärenschlafes, und Fritz war nach einem nötigen Gang um elf Uhr nach Hause gekommen, hatte das ganze Haus in der Hefsten Ruhe angetroffen und war dann gleich aut Bett gegangen. " Wo waren Sie, wenn ich fragen darf?" Frizz errötete ein wenig. Bet meiner Braut." Ster im Vorort?" Diebe in einem russischen Kaiservalast. Vorgestern nacht wurde entdeckt, daß Diebe die Fenster des taiserItchen Palats in Krasnoje Selo erbrochen und den Inneren Gemächern einen Besuch abgestattet hatten. Die Diebe scheinen mehrere Tage im Palais gewesen zu fetn. " Nein, in Berlin. Die Dame wohnt in einem Penfonat in der Potsdamerstraße." Und Ste fubren dann Wissenschaft, Kunst und Literatur. ben Adleriter er falferlid hung diefes fein Ober nur ein Ro Edwindler, sofe und vie große Reffen Berblim Profodile un and am Slid babe ich gew immer empfu Grüße fchide Bedenkli mmittelbar det die Preis Einheimis pert. Es 18 lomma, und Ein ungalanter Arzt. Kein besonderer Damenfreund scheint ein Arzt in Erfurt zu sein, der in einer dortigen Zeitung einen Aufruf veröffentlicht, in dem er die Damen, die sich von ihm in seiner Sprechstunde untersuchen lassen wollen, auffordert, sich so anzukleiden, daß er nicht notwendig hätte, Kammerzofe zu spielen und all die kleinen Knöpfchen und Haken der Blusen zu schließen! Ueber die Heilbehandlung des Krebses sprach der berühmte Krebsforscher Geh. Rat Czerny auf dem 88. Naturforschertag in Karlsruhe. Czerny erklärte, er set nicht in der Lage, etwas Neues über die Therapie des Krebses zu liefern. Es ist zweifelsohne das Sicherste, den Krebs so früh als möglich durch Operation zu heilen. Etefliegende, nicht operable Krebse entziehen sich der Therapie, wir können in solchen Fällen nichts tun, als dte Schmerzen Iindern. Wir wissen nicht, worauf die „ Mit der elektrischen Straßenbahn zurück." Gilts ihm oder ihr? Professor Knurrer und Gemahlin sind in der fleinen Universitätsstadt nicht sehr beliebt. Er wegen seiner Strenge, sie wegen ihrer Hochnasig- und Bissigkeit. Eines Abends nun ertönt vor dem Fenster des Professors eine greuliche Katzenmusik, die plötzlich verstummt, als fich oben ein Fenster öffnet und Professor Knurrer erscheint, Die Herren Studenten waren aber höchlichst überrascht, als der alte Herr nicht im geringsten schimpfte, sondern ganz ruhig sagte: " Pardon, meine Herren gilt das mir oder meiner Frau? Im letzteren Falle komme ich nämlich auch hinunter." Herr von Scharffenstein zog eine schöne goldene Dose hervor, nahm umständlich eine Prise und richtete darauf seine lebhaften grauen Augen fragend auf den Kreisphysikus, der während dieser Zeit die Ermordete einer genauen Untersuchung unterzogen hatte. Warnm die preußischen Kronprinzen nicht Oberst lentnants werden. Dazu wird der„ Tal. Rdsch." ge schrieben: Die preußischen Kronprinzen werden feit Friedrich dem Großen nicht mehr Oberstleutnants. Dieser war schon im Jahre 1728, also erst 16jährig, Oberstleutnant geworden und befand sich in dieser Charge, ale er 1730 den Fluchtversuch machte. Da er Benvenutelna por ein Kriegsgericht ettdem fein preußuder Kronprinz mehr Oberstleutnant geworden. Friedrich der Große wurde dann schon 1732, also 20jährig, Oberst und 1735 gar schon Generalmajor. Der Hals war nach seinem Befund mit einem schar fen Messer, wahrscheinlich einem sogenannten Genta fänger, an zwei Stellen getroffen worden, wobei jeder Stich für sich allein tödlich war. Der eine war ins Ge nick gedrungen und hatte den Lebensnerv getroffen, der andere hatte die Kopfschlagader durchschnitten und das durch diese gewaltige Blutung herbeigeführt. Welcher von den beiden Stichen zuerst geführt worden, Iteß sich jetzt nicht genau feststellen. Es war nur anzunehmen, daß die Unglückliche beim Anblick des Einbrechers sich instinktiv zurückgewandt hatte, um zu entfliehen, und dabei den ersten Stoß in den Nacken empfangen hatte. Darauf war sie ohumächtig zur Seite gesunken und den zweiten Stoß erhalten. Edison an der Heimreise. Edison ist Donnerstag früh vom Hamburger Hauptbahnhof nach Euchaven gefahren, um mit der„ Amerika" in See zu gehen. Samburg hat Edison sehr gefallen, nur die Zeit, so meinte er, sei zu furz gewesen. Das Schönste, was er in Hamburg gesehen habe, sagte Edison wetter, set Hagenbeck und te Lösung des Problems von der Nutzbarmachung der Ebbe und Flut durch den Ingenieur Pein. Edison fagte zu feiner Frau:" Das ist der erste Mann, der wirklich Ebbe und Flut praktisch verwerten fann, so daß das Volf Vorteil davon bat." Lächelnd meinte er: Nun hätten wir nur noch nötig, die Ausnutzung der, Sonne fertio zu bringen!" " Es wird Sache der Obduktion sein," schloß der Physikus, die Art der Wunden und den Eintritt des Todes genauer festzulegen." Er strich sorgsam über seinen großen, blonden Bart und schaute ohne Erregung mit den Augen des an einen derartigen Anblick gewöhnten Gerichtsmediziners auf die Leiche. Herr von Scharffenstein nahm wie gedankenlos zum zweiten Mal eine Prise und ließ die Dose lang= fam in seiner Brusttasche verschwinden. " Wie war die Frau Regierungsrat gestern abend aut ihrem Gatten?" wandte er sich scheinbar ganz un permittelt an Doktor Waldow, der sich bisher schweigend im Hintergrund gehalten hatte. Ein 2 Elf Be Die Hau Mittwoch aber tomobilungli rate beim Rabrens in di mehr in Siche den fofort auf chu Berwun den von der folgende Einz Dem Aut rebten Seine fabrwerf ent einen scharfen Bleichgewicht der wurde in und der Wag Baffer bis a eigte fich in Ripfe und A Duran erblic einen zweijäh menigen fräft Beineufer err meimal ber r erzählte, fonden und in nd Kinder.( tigt diefe 9 Mugenblick de Branen und Dieu find zu Etadtteilen et Epital. Eisenbahnfahrten mit einem gefälschten Urlaubs: Ichein hat ein Schwindler in letzter Zeit durch ganz Deutschland unternommen. Er wurde gestern auf dem Potsdamer Bahnhof verhaftet. Der Urlaubsschein ist auf den Namen eines Sanitätsfeldwebels Wilhelm Scholz von der kaiserlichen Schußtruppe Südwestafrika ausgestellt und trägt neben dem Vermert, daß er für die Zeit vom 28. Juni bis 28. Dezember 1911 giltig ist, den Zusatz:„ Es ist dem Feldwebel Scholz gestattet, Zivilfleidung zu tragen". Außerdem enthält dieser Schein den Aufdruck, daß dem Inhaber auch die Benutzung von Schnellzügen gestattet ist, und schließlich eine gefälschte Unterschrift des Hauptmanns Cramer und einen run" Bum Herrn Regierungsrat?" fragte dieser. " Jawohl! Ich meine, war fie besonders freundlich oder nicht? Hat es vielleicht einen fleinen Streit gegeben?" „ Das ist wohl ausgeschlossen, Herr Untersuchungsrichter," mischte fich Friß eifrig ein. So viel ich in der furzen Zeit meines Hierseins und auch früher gesehen habe, benahm sich meine Stiefmutter stets mustergültig. Mein Vater hatte ja auch erst sein Testament gemacht und sie zur Alleinerbin eingesetzt." Hm, weiß! Der Herr Kommissar teilte mir bereits vorhin mit, daß das Geld verschwunden ist. Aber ich muß bitten, mich nicht zu unterbechen. Also, Herr Doktor, Sie haben nichts Auffälliges in dem Verhalten der beiden Ehegatten zueinander bemerkt?" Es dauerte eine Welle, ehe Doktor Waldow ant wortete. Er war durch diese Frage offenbar in BerIegenheit gesetzt. Er zog die Achseln langsam hoch und sagte zögernd:„ Nicht daß ich wüßte." " War die Frau Regierungsrat sehr liebevoll zut threm Gatten oder von einer gewissen, ich will mal so fagen, Kälte?" „ Erlauben Sie" fiel Fritz ein. Aber der kleine Herr sah ihn streng an. Ich ersuche Sie noch einmal dringend, mich nicht zu unterbrechen. Es handelt sich hier um keinerlei persönliche Erwägungen und Rücksichten, sondern allein darum, so rasch und so viel wie möglich Licht in die Sache zu bringen." Er sah den Arat forschend an." Nun, Herr Doktor?" Wenn ich denn sprechen muß," begann dieser,„ so muß ich gestehen, daß Frau von Marleben in der letzten Zeit eine gewisse Abgemessenhelt und Zurückhaltung threm Gatten gegenüber gezeigt hat. Bisweilen war sie dann wieder von einer übertriebenen nervösen Gereizthett. Aber dergleichen Stimmungen und Verstimmungen kommen wohl in den musterhaftesten Ehen vor. Man muß ja auch berücksichtigen, daß Frau von Marleben durch die lange Krankenpflege ohne Frage seelisch sehr angegriffent war." mi Das„ So tine Berechnu bie infolge de daraus sich er mittel veruria bat und welch ber minderben ung hat zuer Markthallenver richte, ermit bensmittel, un haltungen am Borten, bis A at tit, daß et gigen Poste rine waren billiger als im Durchschnit mell befanntli Kalbfleisch dur wird. Dann al Butter ist um jent, Gier um jent: für Obst here Breife ene Sorten in eln waren ga Terber. Die 1 teigerungen d Bansbalt der en Sie hat He das Raiser Diefe Wirtscha riber, welcher abeposten vo eigen also, fgenommen Der fleine les Totenbett Dede empor In der Seite raten neugter Es war d mihtelt mit 28 Der Unter Bapler forgfäl laste fchließlich Bitte, wa Der schne Memmte fein Ich habe Nicht wa Banen Sie au tändige Aripe mb ihm der Er warf fi en Gehrods a mter das Bett lenben ichanter laten, erwartu Nach gera amphierend tit, daß er ge buh hervor un Etriche. Ster, met las das unzwe igrieben wo Baters?" man Der Gefra Mein" ve Sinb Ste ms, als wenn tett tte inh TUB Na fett aut bet Das Ste ma I. மல் mtt ote Die tze mg Inta Bte nit ter ht er= a mm mg ner fen Der ntIte bft ter em tde elt, Ten fett Behr ch= Jor ſit, net Enterr te: ter intft: ge ett t8. tg, fer er cht inz Be 735 Eag Je= M ite M= ect ng ont Der so er: Der. 8: Itz iſt fa Ste ent il= in t te er ent ig. ht e= er rr ent its font 1'= he But 10 g It e= 1= den Adlerstempel mit der Unterschrift Oberkommando der fatferlichen Schußtruppe Südwestafrifa". Die Fäl fchung dieses Stempels tft fchon dadurch erkenntlich, daß es fein Oberkommando der Schuztruppe gibt, sondern nur ein Kommando. Mit diesem Schetn hat der Schwindler, wie die Stempel mehrerer Berliner Bahnhöfe und vieler anderer großer Städte erkennen lassen, große Netsen unternommen. Verblümt. Der Weltreisende:„ Ich habe am Nit Krokodile und in Indien Tiger gefagt, war am Nordund am Südpol; überall auf der Erde, wo es schön war, habe ich geweilt, aber die größte Freude habe ich doch immer empfunden, wenn ich meiner Iteben Frau daheim Grüße schicken fonnte!" Bedenklich. Fremder.... Es hat doch geheißen, unmittelbar nach Schluß des Preistegelschiebens findet die Preisverteilung statt, ich sehe aber nichts davon!" Einheimischer: Ja, die Sach' hat sich a biẞl verzö gert. Es ts nämlich unversehens der Förster daherkomma, und der erste Prets to doch a Rehbock!" Ein Auto in die Seine gestürzt. Elf Personen getötet und mehrere verletzt. Die Hauptstadt des französischen Reiches war am Mittwoch abend der Schauplatz eines folgenschweren Automobilunglücks Ein vollbesetzter Automobilomnibus stürzte beim Passieren einer Brücke irfolge zu schnellen Fahrens in die Seine. Die Bassaaiere fonnten sich nicht mehr in Sicherheit bringen. Die Rettungsarbeiten wur den sofort aufgenommen und es gelang, neun Tote und zehn Verwundete zu bergen. Mehrere Personen wurden von der Strömung fortgerissen. Aus Varis werden folgende Einzelheiten über die Satan.ophe gemeldet: Dem Autobus tam mitten auf der Brücke ein vom rechten Seineufer kommendes schwer beladenes Frachtfuhrwerf entgegen. Der Chauffeur gab seinem Steuer einen scharfen Ruck nach links, wodurch der Wagen das Bleichgewicht verlor und umschlug. Das Brückengelän der wurde in einer Länge von 5 Metern durchbrochen und der Wagen stürzte in die Seine. Man sah das Wasser bis zum Brifchengländer emporschlagen, dann zeigte sich in weitem 1mfreise weißer Gifcht, aus dem Köpfe und Arme von Menschen emporragten. Allen voran erblickte man die Gestalt eines Briesters, der einen zweijährigen Knaben im linken Arme hielt. Nach wenigen fräftigen Stößen hatte der Priester das Itnke Seineufer erreicht. Der Priester durchschwamm noch zweimal der Fluß und rettete meitere zmet Personen. Er erzählte, daß sich in der 1. Klasse 5 Personen befanden und in der 2. etma 20, darunter mehrere Frauen und Kinder. Ein aleichfalls geretteter Handelsagent be= stätigt diese Anaaben mit dem Beifügen, daß er im Augenblick des Absturzes herzzerreißende Schreie von Frauen und Kindern vernahm. Im Hospital Hotel de Dieu find zurzett 13 Leichen aufgebahrt. Aus allen Stadtteilen eilen um Angehörige Besorgte nach dem Spital. Wie die Tenerung wirft. Fleisch, für Milch, für Gemüse, für Wohnung, petzung, Kleidung usw. aufgewendet wird. Das Soziale Mu feum" hat eine solche Berechnung mit drei auf Frankfurt bezüglichen typischen Haushaltungsrechnungen für das Jahr vom August 1910 bis August 1911 angestellt, nämlich: Haushaltung 1: Poftbote: 2 Erwachsene, 1 Kind, Einkommen 1087, Haushaltung 2: Maurer: 2 Erwachsene, 3 Kinder, Einkommen 1534, Haushal tung 3: Leitungsaufseher: 2 Erwachsene. 4 Kinder, Eintommen M 2418. Und das Resultat der Berechnung lautet: Haushaltung 1 Mehrkosten 5,45 Prozent gleich M. 59, Haushaltung 2 Mehrkosten 7,94 Prozent gleich M. 122, Haushaltung 8 Mehrkosten 4,26 Prozent gleich M. 103. Um die Wirkung der Teuerung abzuschwächen, gehen einige große Werke des rheinisch- westfälischen Industriebezirks dazu über, an ihre Angestellten und Ar beiter die Lebensmittel unter dem Selbstkostenpreis abzugeben. Einige große Berliner Banken haben ihren Angestellten Teuerungszulagen gewährt. Ein Ultimatum an die Türkei. Der Tripoliskonflikt hat eine sehr ernste Wendung genommen. Was noch Donnerstag mittag von Berlin aus offiziös bestritten wurde, ist noch am selben Tage erfolgt. Italien hatd er Türket durch seinen Geschäftsträger in Konstantinopel die Mitteilung zugehen lassen, daß es Tripolis besetzen werde und daß die Türkei um eine Aeußerung innerhalb 24 Stunden aufgefordert wurde. Wenn die Türkei jetzt den italienischen Winschen nicht Rechnung trägt, fönnen nur noch die Waffen entscheiden. In dem Ultimatum, das in der Nacht zum 27. September nach Konstantinopel abgegangen ist, heißt es: Das„ Soziale Museum" in Frankfurt a M. Hat eine Berechnung darüber aufgestellt, welchen Umfang die infolge der Dürre des letzten Sommers und der daraus sich ergebenden Mißernte einzelner Nahrungsmittel verursachte Teuerung schon jetzt angenommen hat und welche Wirkung sie auf die Haushaltstoften ber minderbemittelten Schichten ausübt. Die Untersuchung hat zuerst, an Hand der von der Frankfurter Markthallenverwaltung veröffentlichten Marktberichte, ermittelt, welche Preisveränderungen die Lebensmittel, und zwar gerade die in bescheidenen Haushaltungen am meisten verbrauchten Qualitäten und Sorten, bis August 1911 erfahren haben. Das Resul tat ist, daß ein stärkerer Preisabschlag nur bei einem einzigen Poster zu verzeichnen ist: Schmalz und Margarine waren im August dieses Jahres um 16 Prozent billiger als im vorigen. Fleisch, Schinken und Speck find im Durchschnitt etwa eben so teuer wie im Vorjahre, well bekanntlich die Preissteigerung von Rind- und Kalbfleisch durch billigere Schweinepreise ausgeglichen wird. Dann aber kommen die Preiserhöhungen: Butter ist um 14,40 Prozent teurer, äfe um 15,50 Prozent, Eier um 16, Milch um 16,10, Kaffee um 21.5 Bro= sent; für Obst mußte man im August um 40 Prozent höhere Preise anlegen, für Gemüse( neunzehn verschtedene Sorten im Durchschnitt) 59 Prozent; und Kartoffeln waren gar um 78 Prozent teurer als im Jahre vorher. Die Untersuchung zeigt, was nun diese Preissteigerungen der einzelnen Waren fitr den gesamten Saushalt der minder bemittelten Bevölkerung bedenfent. Sie hat dafür die Wirtschaftsrechnungen benutzt, die das Kaiserliche Statistische Amt im Jahre 1907/08 aufgenommen und im Jahre darauf veröffentlicht hat. Diese Wirtschaftsrechnungen geben einen Aufschluß da= rüber, welcher prozentuellen Anteil die einzelnen Ausgabeposten von den Gesamtausgaben ausmachen; jetgen also, welcher Teil der Gesamteinnahmen ste für Die italienische Regierung habe niemals aufgehört, der Pforte vorzustellen, daß es notwendig sei, den Zustand von Unordnung und Vernachlässigung, in dem Tripolis gelassen werde, ein Ende zu machen und diesem Lande die gleichen Wohltaten des Fortschritts teilbaftig werden zu lassen, wie den übrigen Teilen Nordafritas. Dies zu erreichen, set für die italienische Reglerung ein Interesse erster Ordnung angesichts der geringen Entfernung, die fene Gegend von der italientschen Küste trennt. Die italienische Regierung habe sich deshalb entschlossen, zu einer militärischen Befebung von Tripolis zu schreiten. Diese Lösung fet die einzige, die für Italten in Betracht komme und die türkische Regierung möge Anordnungen treffen, daß diese Maßnahmen bet der gegenwärtigen ottomanischen Regierung in Tripolis auf keinen Widerstand stoßen. Die königliche Gesandtschaft in Konstantinopel habe den Auftrag, die entscheidende Antwort innerhalb 24 Stun den zu übermitteln, widrigenfalls die italtentsche Regterung die zur Sicherung der Besetzung beabsichtigten Maßnahmen unverzüglich treffen werde. Der kleine Herr nickte schweigend und trat dicht an das Totenbett. Er neigte sich weit hinüber, hob die Decke empor und zog plötzlich einen kleinen Zettel, der an der Sette des Toten gelegen hatte, hervor. Alle traten neugierig näher. Es war die Hälfte eines kleinen Briefbogens und enthielt mit Bleistift gekritzelt einige Worte. Der Untersuchungsrichter glättete das zerknitterte Papier sorgfältig, studierte aufmerksam die Schrift und fagte schließlich zu dem Assessor: „ Bitte, was lesen Ste hier, Herr Mallmiz?" Der schneidige, tadellos gekleidete junge Mann Hlemmte sein Monokle ein und las: " Ich habe sie ge-" Da dieses Ultimatum am Mittwoch frith in Konftantinopel eingetroffen und um Mittag wahrscheinlich übergeben worden ist so ist es somit am Donnerstag mittag abgelaufen. Die Antwort der Türket kann dann telegraphisch sofort nach Rom übermittelt worden sein, und da fie wohl nicht zweifelhaft fein tann- will das Hirtische Minifterium nicht sofort im Abg und verschwin den so kann nach Wahrung dieser diplomatischen Anstandsfrist mit den Feindschaften sofort am Donnerstag abend begonnen worden setn. ,, Nicht wahr?" fragte ihn sein Vorgesetzter ,,, weiter lönnen Sie auch nichts lesen? Was noch folgt, ist vollständige Krizelet, als wenn der Schreiber gezittert hat und ihm der Bleistift dann aus der Hand gefallen ist." Er warf sich unerwartet trotz setnes schönen schwarzert Gehrocks auf den Fußboden und rutschte ein Stitck inter das Bett, wo er hin- und hertastete. Die Umste henden schauten, verwundert über sein sonderbares Gebaren, erwartungsvoll zu. Nach geraumer Zeit erhob er sich wieder und zeigte triumphierend ein kaum daumenlanges Stückchen Bletflift, das er gefunden hatte. Schnell holte er ein Notizbuch hervor und machte darin mit diesem Bleistift einige Striche. Nach dem Ultimatum. Die Stellung des Auslandes. In Paris herrschen die größten Besorgnisse über die weitere Entwickelung des türkisch- italienischen Kon flities. Swar fann ein wirklicher Stampf nur in Tri polis stattfinden, auch dürften sich die chriftlichen Bal tanstaaten infolge der Ueberwachung durch Desterreich und Rußland vorläufig rubig verhalten; was aber ernstlich befürchtet wird, ist eine allgemeine t 81sasmst tische Erhebung gegen alle Fremden, die auch Wi derhall in Marokko und sogar in Algier finden könnte. Die italienische Aktion kommt daher Frankreich sehr u gelegen, und man verdächtigt England, daß es seine Hand im Spiele habe. Die Zeitungen zeigen wenig Begeisterung für den italienischen Streich. Drabtnachrichten und neuestes. Nur Formeln, keine Forderungen. Paris, 29. September. Der französische Ministerpräsident erklärte auf eine Anfrage betreffend die deutsch- französischen Unterhandlungen, die neuen Forderungen Deutschlands seten nach seiner Ansicht nicht derart, daß die bevorstehende Beendigung der Verhand lungen in Frage gestellt werde. Uebrigens handele es sich hierbei mehr um eine redaktionelle Aenderung von Formeln als um neue Forderungen. Die Nachricht von der Ueberreichung des Ultimatums hat in Stambul Bestürzung hervorgerufen. An der Börse brach eine förmliche Pantt aus. Der Htrkische Ministerrat befaßte sich am Donnerstag vormittag mit der Vorbereitung der Antwort auf das italienische Ultimatum. Wie verlautet, wird die Pforte in ihrer Antwort erflären, fie set bereit, den wirtschaftlichen Intereffen Italiens in Tripolis Rechnung zut tragen, fie fünne fedoch in eine Ottupation nicht einwilligen. Die Pforte soll die Absicht haben, an die Loyalität Jtaltens und der Großmächte zu appellieren. Etwa 80 Deputierte traten nachmittags zur Beratung der Notwendigkeit einer vorzeitigen Einbe rufung des Parlaments zusammen. Die Debatte nahm einen ziemlich erregten Verlauf. Die Abgeordneten von Tripolts führten Klage über die Zuftände in Tripolts sowie über die Unfähigkeit der fürfischen Beamten und forderten Abhilfe. Schließlich wurde einstimmig der Wunsch nach baldiger Einberufung des Parlaments ausgedrückt und sofort dem verfammelten Ministerrat davon Mitteilung gemacht. „ Hter, meine Herren," erklärte er,„ hter sehen Ste, daß das unzweifelhaft der Stift ist, mit dem fene Worte geschrieben worden sind! Ist es die Schrtst Ihres Herrn Baters?" wandte er sich an Friz. Der Gefragte betrachtete prüfend das Blättchen. Nein," versicherte er schließlich mit Bestimmtheit. " Sind Ste dessen ganz sicher? Die Schrift sicht so aus, als wenn sie von jemand angefertigt ist, der an Konstantinopel, 29. September. Ueber die Sthung des Ministerrats, die bis nach Mitternacht dauerte, ist noch nichts Authentisches bekannt. Die gesamte Bresse äußert sich entrüstet über das Ultimatum Itaftens. Der Tanin erklärt, die Türket werde zur Verteidigung seiner Rechte den Krieg erklären und sich mit allen Mitteln an den Italienern rächen. Andere Blätter bezeichnen das Vorgehen Jtaltens als politische Räuberet. Tödlicher Unfall auf einem Berliner Bahnhof. Berlin, 29. September. Ein tödlicher Unfall ereignete fich gestern nachmittag auf dem Untergrund bahnhof Friedrichstraße. Ein 27jähriges Fräulein wollte im letzten Augenblick den Zug besteigen, stitrate bin und geriet zwischen die Puffer. Sie wurde überfahren und getötet. Das Mißgeschick in der franzöfifchen Marine. Paris, 29. September. Einer Meldung aus Toulon zufolge stellen sich die Beschädigungen des Tor pedobootszerstörers Mousqueton", der am Mittwoch abend mit einem anderen Torpedobootszerstörer alt= sammengestoßen war, als viel schwerer heraus, als antfangs angenommen wurde. Das Schiff ist völlig dienst unfähig und hat auf den Strand gesetzt werden müssen. Berliner Getreides und Schlachtvichmarkt. einer Schreibstörung leidet. War das bet Ihrem Herrn Vater der Fall?" „ Allerdings litt mein Vater, wie er mir vor einigen Tagen mitteilte, in der letzten Bett an Schreibtrampf; er hat mich aber dabet gleich auf die sonderbare Tatsache aufmerksam gemacht, daß sich diese unangenehme Eigenschaft nur zeigte, wenn er mit der Feder schrieb. Cas hier ist aber mit Bleistift geschrieben." ,, Sind Bleistifte von thm vorhanden?" " Das weiß ich nicht," versette Friz. Vielleicht findet sich etwas auf dem dortigen Schreibtisch." Herr von Scharffenstein hob die Decke des unverschlossenen Zylinderbüros empor und suchte in den Papteren umher. Der Preisstand hat gegen die Vorwoche eine wefentliche Veränderung nicht erfahren, aber immerhin schließlich eine entschiedene Neigung zur Abschwächung erfennen lassen. Hauptsächlich ist diese Gestaltung der Dinge der außergewöhnlich großen Fülle an Ware besonders in Brotgetreide zuzuschreiben. Die Landwirte haben die durch Trockenheit ihnen aufgenötigte Hinausschiebung der Feldarbeiten zum Ausdreschen des Getreides benutzt und es bei den hohen Preisen geraten gefunden, flott zu verkaufen. Bei der großen Trockenheit des diesjährigen Getreides ist die Mehlergiebigkeit nun um 4-5 Proz. gesteigert und das Mehl selbst ergibt mehr Brot, weil es beim Teigmachen eine um etwa 5 v. 5. erhöhte Aufnahmefähigkeit für Wasser hat. Der Mehlverbrauch ist demnach ein verhältnismäßig geringer. Daneben trägt die verminderte Ausfuhr dazit bei, die großen Vorräte fühlbarer zu machen. In Hafer ist das Konsumgeschäft nach wie vor lustlos, Kahnladungen wurden zu ziemlich niedrigen Preisen verfauft, die Provinz hat ihre Forderungen aber kaum ermäßigt. Für Gerste sind die russischen Forderungen williger geworden. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Notierungen für den Dezembertermin wie folgt: Weizen 209,00 M, Roggen 186,75 M, Safer 183,25 M. Mais 168.00 M. „ Leider ist hier alles mit Tinte geschrieben," stellte er fest.„ Aber diese Zitge hier weisen unverkennbare Aehnlichkeit mit jenen Niederschriften auf. Nun, es wird Sache der Graphologen sein, diese Frage weiter aufzuhellen. Aber was ist denn das? Sehen Ste, meine Herren, das ist ein unschäzbares Stick!" Er hob ein Blatt empor und paßte es an den halben Briefbogen. Sehen Sie, das ist unfraglich dte andere Hälfte dieses Stückes. Der das schrieb, bediente fich also eines Briefbogens des Herrn Regterungsrates. Dann ist wohl auch dieser Bleistift von thm?" 群 „ Nein," sagte Friz resigniert. Wie Ste dort auf dem Schreibtisch sehen, bedtente sich mein Vater der sechskantigen polierten Faberstifte, und das hier ist ein gelber Koh- i- noor." ,, Nun, wie dem auch sein mag," fiel der Untersuchungsrichter ein,„ jedenfalls haben wir hier einige, wenn auch noch so winzige Fasern des Artadnefadens, der uns aus diesem Labyrinth führen soll." Damit legte er die beiden Betfel in fein Portefeuille und schloß den Schreibtisch wieder. „ Das Fenster war nur angelehnt?" fragte er den Kommissar. Preise des Städtischen Schlachtviehmarktes. T. Och fen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungejocht 79-84 M., b) funge, fletschige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 75-82 M, c) mä ßig genährte junge und aut genährte ältere 66-75 M. II. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 75-81 M. b) vollfleischige jüngere 71 bis 79 M., c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 66-74 M. III. Färfen und ühe: a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes- M., b) vollfleischige ausgemästete ühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren M., c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 67 bis 70 M, 5) mäßig genährte Seühe und Färfen 60-65 Mr. e) gering genährte Kühe und Färsen bis 58 M., f) aering genährtes Jungvich( reffer) 60-64 M. IV. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 107-136 M., 6) fetnste Mastfälber 97-103 M., c) mittlere Maft- und beste Saugfälber 87-95 M, d) geringere Mast- und gute Saugfälber 79-88 M., e) geringe Saugfälber 49 bis 67 M. V. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthommel 66-76., b) ältere Masthammel, gerin gere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 50 bis 64 M., c) mäßig genährte Sammel und Schafe 42 bis 53 M. 4. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht 62-63 M. b) vollfleischige Schmeine 240 bts 300 f. 61-62 M., c) vollfleischige 200 bis 240 Pfund 59 bis 62 M., d) vollfleischige Schweine 160 bis 200 Bfd. 55-60 M., e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfund 52-54 M., f) Sauen 53-55 M „ Jawohl, Herr Gerichtsrat. Und ich erlaube mir, darauf aufmerksam zu machen, daß der Täter draußen auf der Erde Spuren hinterlassen hat." " Dann bitte ich Sie und den Herrn Assessor, mich nach dem Vorgarten zu begleiten. Sie machen wohl unterdessen die photographischen Aufnahmen, Herr Phyfitus?" Der Kreisphysifus war damit einverstanden und Iteß durch einen der Polizisten aus dem vor der Tür wartenden Automobil den photographischen Apparat hereinholen. „ Ich bin wohl nicht weiter notwendig," sagte Doftor Waldow, und bitte deshalb, mich zurückziehen zu dürfen. Meine Praris wartet." „ Gewiß, verstehe!" versezte der Untersuchungsrichter. Ste werden ja so wie so noch später zu der unerläßlichen Beugenaussage herangezogen werden müs= sen!" Der Arzt verabschiedete sich höflich, nicht ohne noch einmal einen scheuen Blick auf die Ermordete geworfen zu haben, der dem aufmerksamen Untersuchungsrichter nicht entging. Auch Friz bat darum, sich auf sein 3immer begeben zu können. Das ganze Ereignis habe ihn so an gegriffen, daß er dringend der Ruhe bedürfe. „ Zut mir leid," erklärte Herr von Scharffenstein, „ aber ich kann Sie leider noch nicht entbehren. Bet der Besichtigung der Lokalttäten tönnte es doch immerhin möglich sein, daß ich irgend einer Auskunft von Ihrer Sette bedarf." Friz mußte fich wohl oder übel dem bestimmt ausgesprochenen Wunsch fügen, und die vier Herren be gaben fich samt einem der Polizisten Hinaus. ( Fortiebung folgt.) ch Zur Aufklärung über die Herstellung von Palmint Es besteht vielfach noch die Anficht, Palmin fel eln aus verfchiedenen Fetten zufammengefettes Kunstprodukt, das irgend welche unbekannten Zufätze oder Beimifchungen enthalte. Obwohl fchon der überaus reine Ge Ichmack des Palmin erkennen läßt, daß diefe Anschauung auf einem Irrtum beruht, erklären wir, um Mißverſtändniffe zu befeitigen: Palmin ift abfolut reines Pflanzen. fett und beſteht einzig und allein aus dem fehr fettreichen Fleisch der Kokosnuẞ; es wird daraus durch Preffung und Reinigung gewonnen und weift keinerlei Zufäge Irgend eines anderen Stoffes auf( auch kein Waffer), enthält vielmehr 100% reines Fett. Palmin ift neuerdings auch weich( fchmalzähnlich) zu haben H. Schlinck& Cie. H.-G. Restaurant Windhof. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit: Täglich frisch Kaffeegebäck:: Schlitzer Auerhahnbräu, hell 3/10 Ltr. 10 Pfg., dunkel 2/10 Ltr. 12 Pfg.:: Schattig. Garten:: Herrliche Turmaussicht. 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